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Berliner Morgenpost
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Samstag, 27.11.2010

0:2 gegen Duisburg – und jetzt?

(sto) -Bevor wir in medias res gehen, erst einmal ein Lob an euch alle. Nicht nur, dass der Umgangston auch nach Niederlagen hier sachlich bleibt, nein, mit nicht einem Wort habt ihr die Blogväter für ihr Versäumnis gebasht, dass diese euch heute keinen LIVE-Blog angeboten haben. Es war aber auch was kalt … und unerfreulich!

Und damit sind wir mittendrin: 0:2 gegen Duisburg, ein Spiel und ein Ergebnis wie angetan für eine ausgewachsene November-Depression! Das Wort zum Spieltag spricht der Manager, Michael Preetz: „Es haben heute zu viele deutlich unter ihren Möglichkeiten gespielt, deswegen war es eine schlechte Mannschaftsleistung.“ Ein, zwei – auch drei so genannte Totalausfälle könne eine Mannschaft verkraften. Aber bei Hertha hätten an diesem Tag zu viele Spieler „nicht stattgefunden“, legte Preetz nach. Ich schließe mich dieser Meinung an und greife zum ersten Mal zu extremen Bewertungen. . .

Marco Sejna: War an beiden Gegentoren schuldlos. Verhinderte schon viel früher einen Rückstand, besonders nach zwölf Minuten per Fußabwehr gegen Veigneau. Abzüge gibt es höchstens der Flattrigkeit in an sich ungefährlichen Situationen wie vor Abstößen, die mich als Vordermann total kirre machen würden: Anlauf, abstoppen und wieder zurück; das ganze drei Mal, ehe der Ball endlich fliegt. Note 3

Christian Lell: Der Kapitän darf insbesondere das 0:1 auf seine Kappe nehmen, als Trojan ihm (und Hubnik) enteilte. Defensiv also mit einigen Schwächen, aberr auch offensiv bestenfalls nach der Pause ein wenig aktiver.  Note 5

Roman Hubnik: Der Tscheche begann souverän, aber ging hinten heraus mit unter. Seine Teilschuld am 0:1 ist oben angesprochen, aber immerhin stimmte bei ihm bis zur letzten Minute das Bemühen, sich gegen die Niederlage zu wehren – defensiv wie offensiv. Note 4

Sebastian Neumann: Der 18-Jährige hatte lange Zeit mehr gute als schlechte Aktionen, ehe auch sein Spiel mehr und mehr fehlerbehaftet geriet. Von einem 19-Jährigen allerdings zu erwarten, er müsse die vielfältigen Defizite der vor und neben ihm postierten Kollegen ausgleichen können, führte wohl ein wenig zu weit. Note 4

Levan Kobiashvili: Der Georgier fand nie in dieses Spiel hinein und leistete sich quasi von Beginn an eine kaum zu glaubende Unmenge an Fehleinschätzungen. Hinzu kamen diesmal eklatante Schnelligkeitsdefizite, so vor dem 0:2, als er mehrere Meter Vorsprung auf Sahan verspielte und so erst in die Eins-gegen-zwei-Situation geriet. Note 5

Peter Niemeyer: War allein überfordert gegen das kompakte Duisburger Mittelfeld – was kein Vorwurf an ihn ist. Wehrte sich, war unangenehm wie immer und suchte dann und wann auch den Weg in den Strafraum – was ihm eine hübsche Schramme einbrachte, wohl zugezogen bei Torwart Yelldells Ellbogenschlag im Anschluss an einen hohen Ball (50.). Der Schiedsrichter entschied da übrigens auf Foul Niemeyer. Naja… Note 3

Nikita Rukavytsya: Wie lange noch, Herr Babbel? Wie lange darf der diesmal auch im Heimspiel schwache Australier jedwede Einzelaktion konsequent negieren? Wie lange darf er noch schwache Standards schlagen und sonst nichts ins Spiel seiner Mannschaft einbringen? Wo die Duisburger Viererketten über schnelles Spiel über die Außen zu knacken gewesen wären, verzeichnete Rukavytsya ganze 38 Ballkontakte. Note 6

Valeri Domovchiyski: Hätte, wäre, wenn… – Sätze, die im Konjunktiv gesprochen sind, entscheiden keine Fußballspiele, sagte Kollege Bremer nach einer guten halben Stunde. Hätte also der Linienrichter nicht nach 38 Minuten. . . – müßig zu diskutieren, wie es dann womöglich gekommen wäre. Die Fakten: Der Bulgare verzeichnete in 60 Minuten 20 Ballkontakte und null Torschüsse. Note 6

Raffael: Bezeichnend für Herthas Gesamtleistung an diesem Tag, dass neben Niemeyer am ehesten noch der Brasilianer (96 Ballkontakte!) als Balleroberer auch diesseits der Mittellinie auffällig wurde. Versuchte es einmal frech mit einer direkt  aufs Tor gezogenen Ecke und suchte auch das Zusammenspiel zumeist mit Lasogga, war aber zu sehr auf sich allein gestellt, um wirklich Zielführendes produzieren zu können. Note 3

Adrian Ramos: Anscheinend hat der unberechtigte Platzverweis in Paderborn den sensiblen Kolumbianer vollständig aus der Spur geworfen. Wie schon in Osnabrück kaum zu sehen, wieder ohne Bindung zum Spiel. Exemplarisch für seine Gesamtleistung die 78. Minute: Gleich zweimal kurz nacheinander durfte Ramos da von rechts flanken – beide Male derart harmlos, dass den zwei Versuchen wohl noch 100 weitere mit ähnlich bemitleidenswertem Ergebnis gefolgt wären. Aber Selbstmitleid ist gerade nicht angebracht. Note 5

Pierre-Michel Lasogga: Dem 19-Jährigen ist kaum ein Vorwurf zu machen. Er wollte, er arbeitete, rackerte – und stand mangels Unterstützung (Ausnahme Raffael) doch allein auf weiter Flur. Note 4

Marco Djuricin: Kam nach 60 Minuten für Domovchiyski – ein Wechsel, der Sinn machte. Mit dem jungen Österreicher kam ein weiteres, eher spielerisches Element in Herthas Offensive, und Djuricin bemühte sich auch sogleich, für Alarm zu sorgen. Allein, es mangelte auch ihm an Raum und klar verwertbaren Zuspielen. . . Note 3

Nico Schulz: Der nächste 17-Jährige kam für Rukavytsya (70.) – und machte es prompt besser als der behäbige Australier. Einmal flankte er von links in die Mitte zu Djuricin – wäre es nicht eine hübsche Pointe gewesen, hätten ausgerechnet zwei Minderjährige die erste Heimniederlage abgewendet?

Rob Friend: Der Kanadier kam acht Minuten vor Schluss – und das einzig Erwähnenswerte an diesem Wechsel war, dass Babbel nicht den leichten Weg ging und quasi als eins-zu-eins-Tausch den überzeugenden Lasogga aus dem Spiel nahm, sondern Ramos.

——————–

Erklärung:

1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangelhaft, 6 = ungenügend

Bewertet wird, wer mindestens 30 Minuten gespielt hat.

Eure Meinung ist gefragt

Wo eine „Three Stars“-Wahl regelrecht zynisch wäre, stellen wir uns und euch lieber die Frage: Was muss jetzt geschehen? In vielen Beiträgen klingt es ja schon an, aber: Welche Konsequenzen muss Babbel konkret ziehen? Was hilft sonst? Eine Aussprache  der Mannschaft ohne Trainer? Muss der Manager laut werden, gar das Präsidium – beispielsweise mit markigen Worten bei der Mitgliederversammlung am Dienstag – ein Zeichen setzen?

Das Team in der Krise - wer ist jetzt gefordert?

  • Die Spieler (41%, 118 Stimmen)
  • Der Trainer (38%, 111 Stimmen)
  • Die 5 Gärtner auf dem Kunstrasenplatz (10%, 30 Stimmen)
  • Kapitän und Mannschaftsrat (7%, 20 Stimmen)
  • Der Manager (4%, 11 Stimmen)
  • Das Präsidium (0%, 1 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 291

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42
Kommentare

Stehplatz
27. November 2010 um 18:09  |  2691

Ich finde es echt schade, dass sich Babbels Konzept bisher nicht mehr ist als individuelle Qualität+Jugendlicher Leichtsinn.

Im Moment reicht Pressing, um den gesamten Spielfluß von Hertha versiegen zu lassen. Hat die Liga wohl dummerweise vor der Winterpause mitbekommen.
Die Taktik und die Aufstellung sind nach wie vor eine Katastrophe. Ich weiß nicht wer Babbel erzählt hat, dass dieses 4-1-4-1 ganz toll ist, aber der hat sich offentsichtlich geirrt. Was das System bringt, ist keinerlei geordneter Spielaufbau und lang nach vorn geknüppelte Bälle. Bravo!
Domo war im gesamten Spiel so unsichtbar wie Mintal zur besten Zeit. Rukanixya wie immer technisch schlecht, auch wieder ohne gute Standards und hat sich nicht mal bequemt seine einzige Stärke in Form von Schnelligkeit einzusetzen. Da braucht jemand eine lange Pause!
Nun zu den Einwechslungen: Friend und Djuricin kann man bringen, aber Null-Impuls-Schulz verpuffte wie so oft zuletzt. Djuricin war der Einzige, der so etwas wie Schwung gebracht hat. Was hat Ronny schlimmes getan das man ihn nicht einwechslen kann? Warum kommt kein Lustenberger für einen besseren Spielaufbau und Spielkontrolle? Stattdessen bringt man zwei hektische und nervöse Jugendliche(was auch bei Stuttgart selten funktionierte…) und einen Sturmtank als Ergänzung zur anderen Kante im Sturm.
Nun zu Babbel: Was macht er da auf der Bank? Wenn es schlecht für die Mannschaft läuft darf man als Trainer auch mal Einfluss von außen nehmen wie z.B. mit Auswechslungen, die dann aber so zeitig kommen müssen, das es noch etwas nützen kann, oder durch Anweisungen oder Korrekturen. Alles Fehlanzeige! Entweder ist Babbel überfordert oder er hofft auf einen Lucky-Punch wie in Frankfurt. Beides spricht nicht für ihn.

Mir ist Babbel sehr sympatisch und ich will ihn hier nicht weghaben. Allerdings ist die Euphorie von seinem Antritt verflogen. Diese Saison ist alles nur einem Ziel untergeordnet: Aufstieg!
Schwächen und Fehler sind schwer zu verzeihen und genau deshalb muss Babbel auf dem Prüfstand stehen. Bisher sprachen nur die Ergebnisse und die gute Integration der Jugend für ihn. Beides funktioniert mittlerweile nicht mehr so gut wie zu Beginn der Saison.


St1age
27. November 2010 um 18:18  |  2693

Zu den Noten: Stimme soweit zu und finde es wieder einmal bemerkenswert, wie man es schafft in einer Stunde als zentraler Mittelfeldspieler nur 20 Ballkontakte zu bekommen..Naja..
Zur Abstimmung: Hab für die Gärtner gestimmt, weil mir eine Option fehlte..und zwar alle Zusammen. Der Trainer muss es hinbekommen den Jungs klar zu machen, dass sie endlich alles geben müssen..Zur Not auch mal mit Straftraining, denn wozu haben wir den Teufelsberg denn? 😉 …
Man hat ja an den Trainingsberichten der letzten Woche erkennen können, das Spielzüge geübt wurden. Wenn damit erst jetzt begonnen wurde, muss man sich nicht wundern, dass da noch nicht wirklich was klappt. daher meine Frage an @dstolpe/ubremer ..wie sah das Training denn in den letzten Wochen im Allgemeinen aus?
Cheers St1age


Treat
27. November 2010 um 18:23  |  2694

Für meine Begriffe eine sehr gute Zusammenfassung des Spielverlaufes, bzw. der Ursachen für sein Scheitern und eine durchgehend zutreffende Beurteilung der Spieler. Diesmal würde ich nicht einmal halbe Noten abweichen! 😉

Für meine Begriffe – ich schrieb das schon unter dem anderen Artikel von gestern – ist jetzt in erster Linie Babbel gefordert, den Spielern die Einstellung einzuimpfen, die notwendig ist, um in der zweiten Liga gegen kampfstarke Mannschaften bestehen zu können. Dabei muss er notfalls auch harte Maßnahmen ergreifen, sonst wirkt er allmählich wirklich etwas hilflos, sobald die „individuelle Klasse“ einmal versagt.

Darüber hinaus spricht mir auch der Beitrag von @stehplatz in Vielem aus der Seele.

Zu guter Letzt ist es erleichternd, dass unsere beiden Protagonisten hier nicht im Stadion ob der der schlechten Leistung unserer Mannschaft eingeschlafen oder gar in Ohnmacht gefallen sind – beides hätte bei diesen Außentemperaturen böse Folgen haben können! Und Ihr werdet hier schließlich noch gebraucht! 😉

Blauweiße Grüße
Treat


Sascha
27. November 2010 um 18:32  |  2695

@Stehplatz: du bringst es auf den Punkt.

Babbel muss jetzt reagieren. Warum nicht mal 3-4 Spieler, die Leistungsverweigerung betreiben mal eine Denkpause erteilen? Ich denke ein Junge wie Beichler könnte seine angestauten Bankfrust jetzt gut abbauen und sich in die Startelf spielen…Ich mag Populismus a la D.Hoeneß nicht, finde Preetz Art sehr angenehm. Jedoch hat ein Uli Hoeneß öfter als Manager mit Aussagen dafür gesorgt, dass die Bayern wieder aus dem Ar*** kommen, aber letztendlich ist Herr Babbel gefordert. Mein Wunschaufstellung für mehr Stabilität und Spielaufbau:
Sejna- Lell, Hubnik, Neumann, Schulz – lusti (perde), Niemeyer – Ronny, Raffa – Djuricin, Beichler

Ist einigen wahrscheinlich zu gewagt, aber das Grundgerüst steht ja weiterhin.
Und morgen bitte Teufelsberg und/oder Treppenläufe Herr Babbel!


Stehplatz
27. November 2010 um 18:50  |  2696

Gerade wünsche ich mir einen Felix Magath der den Spielern ab Note 4 im immerhertha-Blog die Medizinbälle in die Hand drückt und lächelnd verkündet: „Ihr lauft jetzt bis ich Stopp sage….“ 😉

Gerade wenn Babbel Fußball SPIELEN lassen möchte, sind die Startelfeinsaätze von Lusti,Ronny und Beichler Pflicht! Ramos bitte in den Sturm, Beichler auf links und Ronny nach rechts und Lusti mit Niemeyer in die Doppel 6. Das wäre ein spielstarkes Mittelfeld mit einem Stürmer der noch mehr auf der Pfanne hat als Kopfbälle und einen wuchtigen Körper.


ft
27. November 2010 um 18:54  |  2697

Von Krise muss man sprechen.
Denn wenn beim 2. Duisburger Tor ganze Stuhlreihen im Block N vor Freude aufschreien und das Gegentor abfeiern, dann stimmt was nicht mehr im Oly.
Wenn ab Minute 80 (ca.) sich eine schier endlos scheinende Karawane von Blauweißbemützten Richtung Heimat zieht. Dann hat Hertha n Problem.
Die Euphorie der Fans bröckelt.
Ich find s verständlich. Wer mit abfrierenden Zehen und kalten Hintern zu kämpfen hat, der darf erwarten das die Sportskameraden auf dem grünen Rasen dafür auch ne ordentliche Leistung bieten.
Und die fand definitiv einfach nicht statt.

Bei Koba ging gar nix und Ramos hatte anscheinend keinen guten Tag. Somit war die linke Seite regelrecht lahmgelegt. ( Wenn wir den mal hätten 🙂 )
Stop.
Zum Totalausfall ist alles oben schon geschrieben. Das muss nicht wiederholt werden.


Ich hab dafür gestimmt, das der Käptn und der Mannschaftsrat mal auf die Pauke haut.
Denn es scheint mir, als ob der Apfel von innen fault und Trainer und Manager nicht ans Gehäuse rankommen.


Petra
27. November 2010 um 19:00  |  2698

Hallo liebe Leidensgenossen,
war heute (leider) auch im Stadion und muß sagen: 40% gewonnene Zweikämpfe in der ersten Halbzeit gehen gar nicht ! Ich hoffe auch auf den Teufelsberg spätetestens morgen…..
Zu den Noten: Ich finde Raffael und Ramos wurden zu gut benotet. Gerade Ramos ist heute nicht viel besser als ‚Rukannixda‘ gewesen !
Ganz schlimm: das gesamte Mittelfeld ist fast nicht existent. Da kann Babbel noch so viele Stoßstürmer einwechseln: die kriegen einfach keine Bälle !
Ansonsten kann ich mich den bisherigen Kommentaren in Bezug auf Babbel nur anschließen: er wirkt eher unbeteiligt, wenn er jeweils nach dem Spiel darüber philosophiert warum SEINE Mannschaft mal wieder keinen Einsatz gezeigt hat….. das wirkt doch eher hilflos bzw. so als ob er daran nun wirklich nichts ändern kann.
-> Ich hoffe auf die Rückkehr von Patrik Ebert.
Blau-weiße Grüße zurück.


Dovifat
27. November 2010 um 19:01  |  2699

Eine Note fuer den Trainer fehlt noch und die kann heute leider nur „ungenuegend“ lauten. Da sollte man sich nicht vom ewigen Geleier ueber Mentalitaet taeuschen lassen: Hertha wird derzeit in jeder Partie ausgecoached und das seit dem siebenten Spieltag nach dem immer gleichen Muster.

Der Gegner muss nur:

1. Die Raeume um die offensive Viererkette eng machen und Raffael notfalls doppeln.
2. Gegen Niemeyer konsequent pressen.

Schon findet bei Hertha praktisch kein ordentlicher Spielaufbau statt, weil das „Mittelfeld“ irgendwo vorne rumsteht und die technisch eh schon limitierten IVs keine Anspielstationen haben. Die Aussenverteidiger koennen dank 3., s.u., den Ball auch nicht selbst nach vorne tragen.

3. In der Offensive muessen die gegnerischen Spieler nur auf einen Ballverlust Herthas warten und dann zu dritt oder viert in den Raum hinter Herthas vorderer Viererkette hineinstossen. Mit einem ganz einfachen Pass stehen so zwei oder drei davon schon im direkten Duell mit einem Abwehrspieler. Niemeyer kann sich halt nicht klonen…Ohne Absicherung durch die Vorderleute koennen sich die Verteidiger dann auch kaum ins eigene Angriffsspiel einschalten, was u.a. die Herren Bremer und Stolpe in ihren Bewertungen gerne mal ignorieren 😉

So war Aachen schon vor fast zwei Monaten die deutlich bessere Mannschaft und seitdem hat sich absolut gar nichts verbessert, eher im Gegenteil. Gegen Osnabrueck stand man dank Doppelsechs bis zum Systemwechsel in der zweiten Haelfte wenigstens noch defensiv sicher ( Tore nach Standard und klarem Abseits ), nach vorne war das aber auch nichts.

Selbst der sonst eher tumbe sky-Kommentator heute hat das Loch in Herthas Mittelfeld und die dadurch in der Luft haengenden Angreifer erkannt. Vielleicht kann man das von einem Sitzplatz auf der Ersatzbank aus ja nicht sehen ?

Babbel muss die Spieler endlich entsprechend ihrer Staerken und in ein stimmiges Grundkonzept eingepasst einsetzen. Abzuarbeitende Liste:

Wie soll gespielt werden ?
Wie sollen Tore erzielt werden ?
Wie will man Spiele gewinnen ?
Ist das von der Mannschaft auch umsetzbar ?

Mit dem derzeitigen „Haut die Murmel irgendwie nach vorne, Raffa und Adrian machen dann schon“ wird man weiterhin hoechstens gegen falsch eingestellte oder selber tief in der Krise steckende Mannschaften gewinnen. – Angst vor Hertha hat jedenfalls niemand mehr in der zweiten Liga. Da koennen sich die Spieler auch totrennen, der Aufstieg ist so nicht drin.

Wenn er seinen Verhaltensmustern aus der Zeit in Stuttgart folgt, wird sich die Reaktion des Trainers aber wieder nur in Geschwaetz ueber fehlende Einstellung erschoepfen. Der naechste Schritt waere dann die Kuer eines Spielers zum Suendenbock. Beim VfB war es Hitzlsperger…Leider stimmt die Berliner Presse weitgehend unkritisch in das Draufhauen auf die Mannschaft ein, anstatt mal die Augen aufzumachen und zu analysieren.


27. November 2010 um 19:07  |  2700

Zu allererst @ Stehplatz:
Ich weiss nicht welches Spiel du gesehen hast, aber „Null-Impuls-Schulz“ war nach seiner (längst überfälligen) Einwechslung einer der stärksten auf dem Platz. Der Junge schließt auch mal ein Dribbling erfolgreich ab und bringt eine Flanke ordentlich rein. Genau das sind spielerische Elemente, die Hertha im Moment fehlen.

Die Frage, wer denn nun gefordert ist, ist ja eng an die Frage gekoppelt, was denn der Hertha im Moment fehlt. Es ist meiner Meinung nicht das kämpferische, sondern ganz klar
die spielerische Komponente. Die Mannschaft versucht im Mittelfeld sehr viel, auch ohne Ballbesitz. An dieser Stelle muss man auch mal Raffael lobend erwähnen. Das Problem ist, dass absolute Planlosigkeit bei Ballbesitz herrscht. Wir spielen ein System, in dem wir 5 stark offensiv orientierte Spieler auf dem Platz haben. Es kann schlicht und ergreifend nicht sein, dass diese Verantwortung von 2-3 Männlein übernommen wird und der Rest sich die Eier schaukelt. Domo ist absolut fehlbesetzt in der Mittelfeldzentrale. Ruka ist schnell, zu schnell, der Junge ist technisch leider dermaßen limitiert, dass er kaum einen Ball vernünftig kontrollieren und damit verwerten kann. Auch Ramos ist seit ein paar Wochen ein Schatten von dem, was wir aus der letzten Saison kennen. Es fehlt im gesamten Offensivspiel einfach schlicht und ergreifend an Laufbereitschaft, der Grundvoraussetzung des gepflegten Kurzpassspiels. Und aus dem gerade (unter tierischem Frust, dem Einfluss von Glühwein und mit beinahe abgefrorenen Zehen) Verfasstem leite ich folgende Antwort auf eure Frage ab:
Gefragt ist der Trainer, der diese spielerischen Mängel endlich abstellen muss und natürlich auch das Team, das endlich begreifen muss, dass die Laufbereitschaft entscheidet, ob man als Sieger oder Verlierer vom Platz geht.


ubremer
ubremer
27. November 2010 um 19:13  |  2701

@Petra,

willkommen in unserem adventlichen Kreis.

@Dovivat,

habe gerade einen Kommentar für die Printausgabe der Sonntags-Morgenpost verfasst. Ganz ohne auf die Mannschaft draufzuhauen. Im Fokus der Übungsleiter . . . (mehr wird jetzt nicht verraten 😉 )


Chrome
27. November 2010 um 19:26  |  2702

Ein Offenbarungseid, absolut erbärmlich, was Hertha heute „geleistet“ hat. Gerne würde ich annehmen, dass nach diesem Spiel selbst dem allerletzten bewusst geworden ist, dass Babbel ohne jedwedes Konzept arbeitet. Doch ohne Frage haben wieder Schiedsrichter und Einstellung schuld.

Nahezu keine Flügelläufe, von wem auch. Ramos war überfordert mit dem zeitweise verzweifelten Versuch das Spiel zu beleben und lief kopflos hin und her. Rukavytsya ist nicht zweitligatauglich. Diesen Mann überhaupt spielen zu lassen, noch dazu in der Startelf, ist eine glatte Unverschämtheit gegenüber uns Fans. Raffael ist bemüht aber hilflos auf sich gestellt (und mE auch immernoch eine HS, aber was solls). Im ganzen Spiel hatten wir einen! einzigen vernünftigen kurzen Doppelpass, der dann auch gleich für eine der raren gefährlichen Aktionen im ganzen Spiel sorgte. In der gesamten ersten halben Stunde gab es keinen einzigen Torschuss von Hertha. Da auf einem vermeintlich regulären Tor das abgepfiffen wurde zu pochen, ist bestenfalls abwegig. Noch einmal: Duisburg hatte glatte 6 Torschüsse, darunter sehr gefährliche, während Hertha des Gegners Tor nicht einmal nahe kam. Es herrschte spielerische Armut, die man sonst in dieser Saison eher von Bielefeld oder Werder Bremen kennt im deutschen Profifußball.

Der höhere Ballbesitz zu Beginn verpuffte im völligen Nichts, da schlicht niemand aus unserer Offensivreihe irgendetwas mit der Kugel anzufangen wusste. Die Standards und Flankenangriffe sind so harmlos, dass der Gegner einen völlig entspannten Nachmittag verbringt. Verzeihung, aber hier fehlt es nicht nur an Kampfgeist oder dergleichen. Hier fehlt es an der Grundlage jedes Spiels: einer Spielidee. Einem Plan, wie man überhaupt vorhat den Gegner zu besiegen, egal wie dieser nun gerade heißt. Dazu die völlig lächerlichen Auswechslungen. Es ist einfach nur noch bitter, was wir dieser Tage ertragen müssen. Noch dazu hat man das Gefühl, dass unsere Mannschaft grundsätzlich nicht auf den jeweiligen Gegner eingestellt wurde. Was Baljak heute für Freiheiten genoss…

Hinzu wird immer mehr deutlich, dass der Mannschaft auch charakterlich ein Leader auf dem Platz fehlt, der in Drucksituationen die Mannschaft motiviert und antreibt. Von der Bank scheint in dieser Hinsicht ja nichts zu erwarten zu sein. Möglicherweise wiegt der Ausfall von Mijatovic stärker als bisher vermutet. Wie klassisch uns Duisburg bei beiden Toren (vor allem dem zweitem) auskonterte, schnelles, attraktives Spiel präsentierte und die Schwächen des Pseudosystems ausnutzte das Babbel praktizieren lässt, ist einfach nur noch erschreckend. Auffallend ist im übrigen, wie sehr Duisburg die rechte Flügelseite unseres Mittelfelds ignorierte. Während Ramos systematisch gestört wurde und sich so oft festlief, hatte Rukavytsya häufig freie Bahn. Vielleicht mag man seinen einen Lauf bis zur Grundlinie den er aus dieser Freiheit in der Partie machte ja als „hervorragende Laufarbeit“ betrachten. Das diese taktische Verlagerung seitens des Duisburger Trainers voll aufging, kann kaum überraschen. Die Gegner kennen unsere Stärken (individuelle Klasse einiger weniger) und unsere deutlichen Schwächen (kein Konzept, leicht auszurechnendes Spiel, mindestens zwei völlig tote Stellen in der Aufstellung). Man muss wahrlich kein Genie sein, um seine Elf auf diese Hertha einzustellen.

Ich muss immer wieder schmunzeln wenn ich daran denke, wie Babbel nach dem 0:0 gegen Aachen betonte, dass die Gegner in der Liga auf keinen Fall seit diesem Spiel eine Blaupause an der Hand haben, wie sie Hertha begegnen können. Haben sie nicht, Herr Babbel? Dann erklären sie (oder ihre Günstlinge) mir bitte, wie sich die jüngsten Resultate erklären lassen. Schlechtes Wetter, Schiedsrichter, zu grünes Gras?

Der Aufstieg ist gefährdet wenn es so weitergeht. Wenn ich dieses ideen- und konzeptlose stümpern von heute sehe, wird mir schlecht. Ich hoffe sehr das Babbel in der Lage ist auf die Situation zu reagieren, allein, mir fehlt der Glaube.


hurdiegerdie
27. November 2010 um 19:26  |  2703

Ich bin heute eigentlich relativ ruhig, weil ich die Niederlage vorher getippt hatte (allerdings nur ein 1:2). Bei dieser Mannschaft ist überhaupt keine Entwicklung zu sehen, und das nicht erst seit dem Aachen Spiel (stimme der Analyse von Dovifat sonst vollumfänglich zu).Die besten Spielzüge hat man doch fast noch gegen Oberhausen gesehen, vielleicht war da der Trainer noch nicht lange genug da.

Um es recht emotionslos zu sagen, ich hatte mich über Babbel gefreut, aber mit dem Trainer wird Hertha nicht aufsteigen. Das Chaos im Mittelfeld ist nicht nur eine Einstellungsfrage. Warum kommt den Raffa bei euch noch ganz gut weg (stimme der Benotung zu)? Na weil er als einziger mal mit dem Ball alleine was machen kann, aber ein Mannschaftsspiel ist das nicht.


böllenfalltor
27. November 2010 um 19:42  |  2704

Hieß es heute nach dem Spiel etwa wieder, „wir hatten keine Einstellung etc.“? Langsam sollte man sich wirklich mal fragen, ob man vielleicht einfach zu wenig Qualität hat bzw die Qualität, die gefragt ist (Kampf/Einstellung=Pal Dardai), nicht einsetzt.


Czerwi
27. November 2010 um 19:55  |  2705

Ich gehe mit allen Bewertungen mit, bis auf eine. Für mich war auch Raffael ein Totalausfall.
96 Ballkontakte! Toll!!!
Ist klar, das man auf so einen Wert kommt, wenn man permanent anstatt schnell zu spielen oder den besser postierten Mitspieler zu suchen, sich erstmal nach dem nächstbesten Gegner erkundigt den man ausspielen kann. Diese eigensinnige Spielweise geht mir dermaßen auf die Nerven.
F-Jugendliche, bei denen es völlig normal ist, werden für zu vieles fummeln von Trainern und Eltern ausgezählt. Bei Raffa scheint das krankhaft zu sein. Überflüssig, uneffektiv und nicht mannschaftsdienlich. Note 3 ist ein Witz.
Nachdem ich zuletzt zurecht die Schiedsrichter kritisiert habe, muß ich heute die Mannschaft samt Trainer in die Pflicht nehmen. Babbel hat im Radio gesagt, das er mit der Bereitschaft und dem Willen zufrieden war. Das kann ich bis auf wenige Ausnahmen nicht nachvollziehen. Hoffentlich erzählt er der Mannschaft etwas anderes.
Sicherlich ist eine solche Phase, und ich hoffe es ist nur eine kurze, für eine noch junge Mannschaft normal.

HaHoHe


ubremer
ubremer
27. November 2010 um 20:01  |  2706

@Czerwi,

Raffael hatte nicht nur die meisten Ballkontakte aller Spieler auf dem Platz (96), sondern auch einen „gewonnene Zweikämpfe“-Wert wie ein Manndecker in einem gelungenen Spiel: 67 Prozent (12 von 18 Zweikämpfen). Quelle: bundesliga.de Dort dann auf ‚Analyse‘ klicken und die entsprechenden Rückennummern 😉


Czerwi
27. November 2010 um 20:16  |  2707

@ubremer

na wenigstens stimmt die Statistik. Hoffentlich führt man ihm diese nicht vor Augen und lobt ihn womöglich noch in höchsten Tönen. Vielleicht kann er ja mal Manndecker spielen. Spaß beiseite. Als unser „Zehner“ mit seinem Marktwert macht er mir seit er da ist einfach zu wenig. Tut mir leid.


sunny1703
27. November 2010 um 20:16  |  2708

@alle
Ich habe ja schon zuvor was geschrieben und irgendwie hat hier jeder Recht,das war absoluter Käse.
Mit der Benotung kann ich nicht ganz einverstanden sein,denn sorry,Neumann muss beide Tore zumindest zu einem sehr großem Teil auf seine Kappe nehmen,die hat er regelrecht verpennt,bzw war desorientiert.Das ist für mich allerhöchstens 5-,auch wenn es ein junger Spieler ist.
Ja,babbel ist jetzt gefragt und so spannend und interessant auch debatten über Systeme sein können,was mir fehlt ist eine Flexibiliät der Systeme.Seit Wochen spielt Babbel immer wieder dasselbe 4-1-4-1 System, ich frage mich,ob er noch in der Lage ist ,Gegner zu überraschen und sie mal mit einer zweiten Spitze oder einer Doppel 6 oder einer dreier Kette in Verlegenheit zu bringen.
Auch Spieler müssen ersetzt werden,warum nicht mal den in den letzten Spielen überforderten Niemeyer durch Lusti,Gattuso ersetzen oder den als Mf kaum sinnvollen Ramos zur zweiten Spitze machen?
Für die AV insbesondere für kobi fehlen Alternativen oder was ist mit Radjabali Fardi? Ruka,Domo sind momentan völlig von der Rolle,dazu heute auch noch Ramos,mit acht Mann verliert man auch gegen Viertligisten.

Ich kann mir kaum vorstellen,dass inzwischen einer der Spieler noch die Ansicht vertritt Hertha hätte eine Übermannschaft und könnte mit etwas Einsatz und Schönspielen durch die Liga marschieren.
Sollten es doch einige dieser Herrschaften geben,Babbel ,bitte diese sofort zu den Amateuren schicken!
Trotz allem muss man aber auch die Kirche im berühmten Dorf lassen. Tabellarisch mache ich mir vor allem um Augsburg Sorgen,das sind die Lastminutewinner und sehr stark besetzt!

Der MSV hat mir heute sehr gut gefallen,aber Aue, man mag es mir verzeihen,spielt keinen anschaubaren kick,erfolgreich,aber teilweise richtig unansehlich,Hertha 08-09 lässt grüßen.Wenn die am Ende auch nur 4. werden,hat sich ein Thema erledigt!
Nein,einen Überflieger habe ich in dieser Liga bisher nicht gesehen.
Die Tabelle für sich würde mir selbst bei 29 Punkten nach 17 Spieltagen nur einige Gedanken machen.
Nur das was dazu gehört,diese Nichteinstellung einiger Spieler und die Frage errreicht der Trainer die Spieler ,die beschäftigt mich.
Von heute aus betrachtet könnte ein dreckiges glückliches Remis gegen 60 schon wieder ein kleiner Schritt vorwärts sein.
@hurdie stimme Deiner Betrachtung von Raffa zu ,möchte nur dazu ergänzen,bei allen fehlern ,die er auch macht,nicht nur offensiv wenn überhaupt was ähnliches wie Spiel von ihm ausgeht, er ackert auch nach hinten.

lg sunny


hurdiegerdie
27. November 2010 um 20:35  |  2709

JA Sunny,

ist vielleicht falsch angekommen, ich fand Raffa ja auch noch im Vergleich zu den anderen akzeptabel, offensiv und defensiv.

Mein Punkt ist halt mehr, dass alle im Mittelfeld rumlaufen, als wenn sie nicht wüssten, was sie tun sollen, und da kann halt nur Raffa auch mal glänzen, weil er auch ohne System mal den einen oder anderen aussteigen lassen kannen.


mhaase
27. November 2010 um 20:41  |  2710

Guten Abend, ich verfolge den Blog von Anfang an und war bis heute ehrlich begeistert insbesondere von den Kommentaren und neuen Ideen der Initiatoren.

Leider scheint er sich jedoch seit einigen Tagen zu einer Arena der Besserwisser zu entwickeln. Es ist wie immer läuft es ist der Trainer ein toller Typ, der Beste den wir je hatten oder hätten bekommen können. Läuft es dann drei Ligaspiele schlecht ist er eine Niete das System ist Mist und alle haben es ja schon immer gewußt.

Wilkommen in Berlin Herr Babbel !!!

Wenn ich hier diese ganzen theorethischen Abhandlungen lese von Leuten die offensichtlich im Nachhinein schon immer wußten wie es geht und eigentlich die viel besseren Trainer wären kann ich über soviel Armseligkeit nur den Kopf schütteln.

Um eins klar zustellen ich finde die Spielweise der Mannschaft im Moment auch nicht gut. Aber nichts aber auch gar nichts führt daran vorbei, dass es zum Zeitpunkt als das völlig reguläre Tor von Hertha nicht gegeben wurde 0:0 stand. Ich hätte gern gesehen wie sich das Spiel nach diesem Tor entwickelt hätte (Erfolgserlebnis usw.). Wir blenden in unserem wir wußten ja schon immer alle das der Babbel es nicht kann auch mal schnell aus das es zum Zeitpunkt als Ramos Aktion wieder zu unrecht abgepfiffen wurde nur 0:1 stand und auch hier hätte ich gern gesehen wie das Spiel nach einem Ausgleich weitergegangen wäre. Ich gehöre nicht zu denen die von einer Verschwörung gegen Hertha faseln aber Fakt ist, dass in jedem der verlorenen Spiele an spielentscheidenden Stellen die Schiedsrichter gegen Hertha entschieden haben.

In jeder anderen Stadt wären die Menschen ob dieser eklatanten Benachteiligung auf den Barrikaden, zumal wenn sie sich von Spiel zu Spiel wiederhohlt. Aber natürlich nicht in Berlin da kloppen wir lieber auf die Mannschaft und am allerliebsten auf den Trainer ein, weil dass nämlich bekanntermaßen am meisten bringt. Vielleicht lassen wir uns einfach einen Trainer backen der wird es dann schon richten, jedenfalls bis zu den ersten Niederlagen…

Ich denke das der erheblichste Unterschied zu den erfolgreich gestalteten Spielen der ist, dass mit der Niederlage im Pokal und der darauf folgenden Häme das Selbstvertrauen in der Mannschaft verloren gegangen ist. Es ist schlicht so, dass der Trainer der Mannschaft dieses Selbstvertrauen und den Willen ein Spiel zu drehen und sich dabei auch von falschen Schiedsrichterentscheidungen nicht aufhalten zu lassen wieder eintrichtern muss. Wie das überlasse ich mit viel Vertrauen Herrn Babbel, der sicherlich nicht der Messias ist zu den ihn die Medien am Anfang gemacht haben aber genau so sicher auch nicht der Nichtswisser zu dem ihn hier jetzt alle abstempeln, sondern ein sehr guter Trainer und für Hertha im Bezug auf den eigenen Nachwuchs ein echter Segen…

Vielleicht kommen hier alle mal wieder ein bischen runter, werfen einen Blick auf die Tabelle und machen das was echte Fans tun sollten, nämlich die Mannschaft gerade dann zu unterstützen wenn es mal nicht wie geschnitten Brot läuft. In Berlin wahrscheinlich zuviel verlangt aber die Hoffnug stirbt ja bekanntlich zuletzt


x-wing
27. November 2010 um 20:48  |  2711

stimme mhaase zu 100% zu.

war auch im Stadion, war kalt und und das spiel hat nicht zwingend zu erwährmung beigetragen, aber man, die saison ist lang und hertha wird es schon packen…… und wenn nicht geht die welt auch nicht unter, nur Hertha wird dann nächste Saison ein völlig anderes GEsicht haben als heute…… aber wird schon nicht passieren wir sehen uns in Liga 1, nächstes Jahr!


fechibaby
27. November 2010 um 21:35  |  2712

Hertha hat diese Spiel total verdient verloren. Hätten die Duisburger ihre Torchancen besser genutzt, wäre ein o:5 das gerechte Ergebnis gewesen.
Das man nun die Schuld an der Niederlage wieder einmal dem Schiedsrichter gibt, setzt dem ganzen die Krone auf.
Wieso darf der einzige richtige Kämpfer im Team, Pal Dardai, nicht mehr spielen? Mit diesen unerfahrenen jungen Spielern wird Hertha den Aufstieg nie schaffen. Die Leistung des eingewechselten Schulz war einfach nur peinlich.
Für diese Versager wäre nun ein großes Straftrainung fällig. Statt Straftraining wird der Babbel aber wahrscheinlich wie immer wieder freie Tage verordnen.


fretchen
27. November 2010 um 21:49  |  2713

mhaase
Hätte, hätte liegt im Bette.
Mit einem Personaletat, der 6-mal so hoch ist wie der der Duisburger, darf man schon mehr erwarten, als 2 (Abseits-)chancen, die der Assistent abpfeift. Natürlich kann man nicht jedes Spiel gewinnen, aber sind wir mal ehrlich:
Wir haben gut gegen Karlsruhe-Bielefeld-Fürth und ansatzweise Oberhausen/Cottbus gespielt.
Der Rest war mehr oder minder glücklich.

Davon waren höchstens die Spiele gegen Karlsruhe und Bielefeld dominant, mal schauen, wo die zurzeit in der Tabelle stehen.
Meiner Meinung nach ist Babbel ein mediengewandter Schleifer, jedoch alles andere als ein gewiefter Taktikfuchs.
Unter Favre spielten wir den schnellsten Fußball in der Liga, jetzt sieht das eher wie Götzscher Antifußball a la hoch auf Samba bzw. Madlung aus.

Um aufzusteigen muss Hertha schleunigst den Hebel in Richtung spielerischer Dominanz mit Flachpassfußball und einer schnellen Spitze (die mit Ramos oder auch Domo auf der falschen Position eingesetz werden, schon im Kader stehen) umlegen.
Um mehr Anspielstationen von hinten heraus zu haben, sollte Babbel auf Doppelsechs mit Lustenberger und Niemeyer umstellen. Ein Kämpfer und ein Taktiker müsste funktionieren.

Ich hoffe, dass vor allem auch Widmayer mal Babbel die Augen öffnet, denn Babbel muss anscheinend zu seinem Glück getrieben werden.

Und diese unsäglichen Einwechslungen sind mir auch ein Graus: Man sieht Schulz an, dass er will, aber ein Ronny kann Fußball spielen. Er war in Bochum bis zur Pause der beste Mann. Genauso das österreichische Top-Talent Beichler oder eben mein favourite Lustenberger.
Dieser famose Kader (dank sei Preetz) muss aufsteigen, sonst seh ich schwarz. Babbel muss jetzt reagieren, wenn selbst ein Fußball-Laie wie ich erkennt, was nicht stimmt.
Nächste Woche sind wir schlauer.


Stehplatz
27. November 2010 um 22:10  |  2715

@ Bertram
Der Kommentar zu Schulz war ein Gesamteindruck der letzten Spiele. Auch heute hat er nur bewiesen, mithalten zu können. Wie gesagt viel kam auch heut nicht…

@mhaase
Wenn du den Blog verfolgt hättest, müsstest du feststellen, dass heute nicht über die Niederlage lamentiert wird, sondern das seit Wochen die selben Fehler offensichtlich sind und (übereinstimmend!)moniert werden, aber sich entgegen den Ankündigungnen von Babbel nichts ändert.


fg
27. November 2010 um 22:29  |  2716

– nicht mehr vier gelernte stürmer ins mittelfeld stellen

– zwei stürmer vorne (taktisch: in die spitze) stellen

– man hatte den eindruck, duisburg hätte zwei spieler mehr auf dem platz

– wie kann es sein, dass man eine woche von kämpfen/einstellung spricht, und dann so wenig davon zu sehen ist?

– mache mir mittlerweile ernsthaft gedanken um die wahre qualität des kaders

– warum schon wieder eine so relevante schirifehlentscheidung (domotor)?; das KANN ein spiel entscheiden, ohne dass ich die leistung herthas damit entschuldigen will

– warum hatte hertha gerade mal 1,5 torchancen?

– wie kann ruka noch einernsthafterkandidat für dieses team sein?

– gibt es irgendwelche erklärungsansätze für den unterschied zwischen dem potenzial von raffael/ramos und der de facto gezeigten leistung?


Chrome
27. November 2010 um 22:35  |  2717

Mit Verlaub (absolut nicht böse gemeint, eher verwundert), genau die zuletzt hier vereinzelt geäußerte Einstellung stellt ein Grundproblem des Fandaseins da, wie man auf der unkritischen Dialog-Veranstaltung erst wieder erleben durfte (fehlende Unterbringungsmöglichkeiten für Motorradhelme sind Organisationsfragen, keine konstruktive Kritik an der sportlichen Leitung und Leistung). Das der geneigte Fan/Zuschauer keinen Einfluss auf Entscheidungen des Trainers hat will ich natürlich nicht kritisieren, alles andere wäre sinnfrei.

Leuten, die seit Wochen oder gar Monaten dieselben Probleme diagnostizieren (wie sich in einem Blog ohne Probleme nachlesen lässt dank einer chronologischen Postordnung) zu unterstellen, dass sie auf die „ich wusste es schon immer Schiene“ aufspringen weil sie klar erkennbare und statistisch nachweisbare Probleme bemängeln, ist jedoch unsinnig und besonders in Bezug auf „Trainer heute Top und morgen Flop“ völlig abwegig. Schon deshalb weil man mit solchen Argumenten jede Diskussion im Keim erstickt, sie unterstellen nämlich das es nur um die Kritik der Kritik wegen geht oder eben das genaue Gegenteil. Damit lässt sich ohne Probleme absolut alles begründen bzw. negieren. Im Zweifel ist derjenige mit der anderen Meinung einfach ein Opportunist. Einfacher wirds nimmer.

Durchhalteparolen sind es, die uns dahin gebracht haben wo wir jetzt sind, im positiven wie im negativen. Die Dampfwalzentheorie des Markus B. ist inzwischen jedoch klar gescheitert. Die Gegner wissen, wie sie mit ihr umzugehen haben, sie wissen welche Spieler sie an welcher Stelle bearbeiten müssen und welche nicht. Wie man das übersehen kann, verstehe ich nicht, daran werden auch keine Parolen oder ein Verweis auf die Tabelle etwas ändern. Letztere verändert sich übrigens seit kurzem zunehmend zu Herthas Nachteil. Stand heute würden wir am Saisonende eine (un)fröhliche Relegation gegen den VfB Stuttgart austragen. Möchte hier jemand wirklich ein Duell zwischen Cacau und Kobiashvili/Lell sehen? Vielen Dank, ich nicht.

Aber natürlich ist jedem freigestellt, die Situation anders zu sehen, immerhin befindet man sich damit in der Gesellschaft aller Verantwortlichen bei Hertha Das die aktuellen Entscheidungsträger stets genau wissen, wo der Hund begraben liegt, ist ja bekannt, die letzten Spielzeiten zeigen es 🙂


Exilherthaner
27. November 2010 um 22:48  |  2718

@Stehplatz
Kann deinem Beitrag nur zustimmen. Babbel und Widmayer scheinen überfordert zu sein. Die Parallenen zu Stuttgart sind offensichtlich und machen mir Angst. Der Gegner hat sich komplett auf uns eingestellt und wir können dem im ganzen Spiel (!) nichts mehr entgegensetzen. Fast jeder Gegner ist taktisch überlegen. Das ist traurig und beschämend.
Wer glaubt, dass Babbel hier noch mordernen und taktisch hochwertigen Fussball spielen lässt, der glaubt wohl auch, dass Rob Friend die Technik und Schnelligkeit für sich entdeckt. Das einzige Argument, welches für Babbel spricht, ist der Einsatz junger Spieler…..aber das hatte auch der schöne Falko drauf, dessen Vorstellung von Fussball doch sehr deutlich dem entspricht, was wir zur Zeit auf dem Feld begutachten dürfen.
Ich bleibe dabei, dass Babbel in Liga1 nichts zu suchen hat und würde mich noch nicht mal wundern, wenn wir ohne ihn aufsteigen.
Von einer sportlichen Delle zur nächsten…so kennen wir unsere Hertha 🙁


laotse
27. November 2010 um 23:23  |  2719

Ich kann mir so schwer vorstellen, dass ein ehemaliger Spieler und jetziger Trainer, der ja bei durchaus honorablen Vereinen und unter ebenso guten Trainern gearbeitet hat, die von dovivat und/oder Stehplatz dargelegten Aspekte nicht erkennt oder erkennen will. Zudem anscheinend auch noch beratungsresistent ist. Ist der Babbel so ein Mensch? Ich kenne ihn leider nicht. Vielleicht können Daniel Stolpe oder Uwe Bremer dazu ein paar Worte verlieren.


Exilherthaner
27. November 2010 um 23:45  |  2720

@Laotse

„Ich kann mir so schwer vorstellen, dass ein ehemaliger Spieler und jetziger Trainer, der ja bei durchaus honorablen Vereinen und unter ebenso guten Trainern gearbeitet hat“

Trifft doch vieles auch auf Loddar zu oder 😉

Vielleicht gibt es ja einen Grund, weshalb die ganzen Brehmes, Kohlers, Augenthalers, Hässlers, Völlers, Littbarskis, Klinsmanns usw. keine ebensoguten Trainer geworden sind wie sie es als Spieler waren. Im Gegensatz dazu sind ja die Spielerkarrieren von Löw, Klopp, Rangnick oder Mourinho ( 😉 ) usw. recht überschaubar. Man sollte daher nicht unbedingt von einem aufs andere schliessen. Taktisches Verständnis und ein Händchen fürs Traineramt ist m.e. etwas, was man nicht in einem DFB-Lehrgang erlernen kann (Babbel war ja einer der Besten bei diesem Lehrgang im letzten Jahr). Man hat es oder man hat es nicht, so einfach ist es (ähnlich wie die Knipserqualitäten eines Stürmers). Babbel wurde im Sommer extrem gehypt von Vereinsseite und der Presse und da er selber sehr mediengewandt ist, hat er es natürlich selber gut verstanden, sich in Szene zu setzen, bevor die Saison begann. Daher kann ich natürlich auch all diejenigen verstehen, die immernoch nicht nachempfinden können, dass das Gemurkse auf dem Platz weniger an fehlender Einstellung/Mentalität (das kann wie der funkelsche „Wir müssen nicht jedes Spiel gewinnen“- Ausspruch auch bald für Babbel zu einem running gag werden) liegt sondern schlichtweg an fehlenden taktischen Anweisung und einer doch sehr ineffizienten Aufstellung. Mal schauen, wie lange es dauert, bis der Babbelsche Hype zu bröckeln beginnt.
Ich finde das alles sehr sehr schade, weil ich Babbel als Person recht gut leiden kann, aber um die Person Babbel geht es hier ja nicht.


Datcheffe
28. November 2010 um 4:37  |  2721

Moin!

Sorry, ihr Lieben!

Sonst jederzeit, aber zu diesem Spiel fehlen mir noch die Worte!

Aber ihr habt ja sowieso schon alles gesagt, diese Niederlage hat mir diesmal persönlich weh getan!

Ich kann garnicht soviel essen, wie ich kotzen könnte! Es war gestern das erste Mal, das ich Herthafans gesehen haben, die nach 30 Minuten die Schnauze voll hatten und gegangen sind!
Erst dachte ich, ich spinne….aber die haben sich wenigstens keine kalten Füsse geholt und Recht behalten…Respekt!

Schönen ersten Advent!


backstreets29
28. November 2010 um 10:57  |  2722

@Cheffe Auch dir nen schönen ersten Advent 😉

Ich finde die beiden Kommentare der beiden Sportchefs ihrer jeweiligen Zeitungen sehr interessannt. Während ubremer sich auf Babbel konzentriert, steht bei alorenza ganz klar die Mannschaft im Fokus. Der Witz dabei: Beide haben Recht. 🙂 Denn beide Parteien sind in der Verantwortung. Und hier sollte Preetz mal ansetzen und analysieren, warum das was Widmeyer und Babbel meinen, bei der Mannschaft nicht ankommt. Das was Hertha seit dem Spiel gegen Aachen zeigt, wird wohl kaum das sein, was Babbel sich vorstellt. Die Niederlage gestern ist nur die logische Folge einer Entwicklung, die hier schon seit Wochen diskutiert wird. Für Preetz ist das ne schwierige Situation….wie lange kann er sich das noch angucken und wie sind die Stimmungen aus der Mannschaft….feststehen dürfte aber, klappt der Aufstieg nicht, wirds das mit Profifussball bei Hertha erstmal gewesen sein


28. November 2010 um 13:11  |  2723

Volkes Stimme brodelt bedenklich. Wenn ich richtig gelesen (überflogen habe) wird schon über Sinn und Unsinn des Trainers geredet. Babbel raus? Gute Güte, es sind noch drei Spieltage bis zur Saison-Halbzeit und wir stehen auf Platz drei. Es war auch bei den gewonnenen Spielen nicht alles Gold, das sieht man bei einer Niederlage natürlich deutlicher.
Klar war auch, dass es Phasen geben wird, wo es nicht so läuft, dass die Konkurrenz keine Laufkundschaft ist, dass die gegen uns alle doppelt motiviert sind. Daran gilt es zu wachsen, das trifft auch auf Babbel zu.


DepecheMode
28. November 2010 um 13:38  |  2724

@egmonte
Das sehe ich im Moment ähnlich.

Allerdings muß man auch arg aufpassen, ohne in Aktionismus oder Hysterie zu verfallen, daß man diese Schwächephase jetzt beendet und zusieht zur Winterpause mindestens auf dem 2. Platz landet. Die Entwicklung in den letzten Spielen, in denen uns auch ein wenig das Glück verlassen hat, ist jedenfalls ein Rückschritt.


frankophot
28. November 2010 um 14:00  |  2725

@egmote

„Klar war auch, dass es Phasen geben wird, wo es nicht so läuft, dass die Konkurrenz keine Laufkundschaft ist, dass die gegen uns alle doppelt motiviert sind.“

Offensichtlich ist das vor allem den Protagonisten eben nicht klar. Die sportliche Leitung hat es versäumt genau das, insbesondere den Schlüsselspielern beizubringen. Wie sonst ist beispielsweise das Verhalten Lells im privaten Bereich zu deuten ? Er sollte es als seine Hauptfreizeitbeschäftigung ansehen, darüber zu sinnieren, was es heisst Kaptän eine Mannschaft mit 5 oder 6 17-19jährigen zu sein und wie man den Druck von diesen nehmen kann… Auch dafür wird er bezahlt, neben 5x Traning die Woche und 1 x spielen…


ft
28. November 2010 um 14:08  |  2726

Volkes Stimme brodelt unter anderem deshalb, weil es bei diesem Spiel nicht die Faktoren:

-eklatante Schirifehlentscheidung
und
– hochmotivierte Kloppertruppe tritt unsere Spieler in Grund und Boden

gab.

Duisburg hat auch nicht „mit Glück“ gewonnen, sondern dadurch, dass sie die Chancen nutzten die sie bekamen.
Und Dank der Tatsache das wir im Moment den weltbesten Torwart, den es derzeit gibt, zwischen den Pfosten haben, waren es “ nur “ zwei Törchen und nicht noch mehr.

Es gibt also keine Ausrede weshalb die Mannschaft mit dem höchsten Spieleretat der zweiten Liga solch eine schlechte Leistung bot.

Ursachenforschung ist deshalb das Gebot der Stunde.

Und dies wird hier im Blog, meines Erachtens nach, sachlicher betrieben als in anderen Foren.


ft
28. November 2010 um 14:13  |  2727

Cottbus -Aue im Moment des schreibens 2:0.

Wenn das auch bis Spielschluss so bleibt rückt noch ein Verein näher an die Spitze heran.

Ich mag gar nicht daran denken, dass zum Saisonschluß 2010/2011 zwischen fünf Vereinen nicht der Punkt- sondern der Torstand entscheidet wer aufsteigt und wer nicht.


fg
28. November 2010 um 14:13  |  2728

@bremer/stolpe:

wie wars heute in der hanns-braun-straße? nur auslaufen oder weitere (tainings-/krisen-)maßnahmen?
stimmung eher kämpferisch oder ratlos?
wie wahrscheinlich ist es eurer meinung nach, dass eine trendwende erfolgt und hertha vor der pause noch vernünftig punktet?


ubremer
ubremer
28. November 2010 um 14:19  |  2729

@fg,

„diesem Manne kann geholfen werden“ und zwar hier 😉
Im übrigen: @frankophot, willkommen in unserem Kreise.


Chris
28. November 2010 um 14:19  |  2730

Auch ich ärgere mich über das Ergebnis und die momentane Verfassung der Mannschaft.
Viele interessante Ansätze zur Analyse finde ich hier in den Kommentaren.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist, wenn jetzt einige Babbel als Trainer in Frage stellen. Wo soll das hinführen? Genau diese Unruhe brauchen wir jetzt nicht, finde ich.
Ich unterstelle, dass Herr Babbel dazulernen kann. Vielleicht hat es dazu erst dieser Negativserie gebraucht. Wer hier behauptet, ein Trainer „hat es oder hat es nicht“ – sorry, dass würde bedeuten dass Menschen nicht lernen und an ihren Aufgaben wachsen können. Diese Einstellung ist m.E. nicht hilfreich.
Daher: Lernen aus den Fehlern. Babbel sollte insbesondere
a) Taktisch variabler und damit unberechenbarer werden
b) andere Spieler einsetzen (Lusti, Beichler, Ronny, ggf. Dardai) und bestimmten Spielern eine Denkpause geben (Domo, Ruka, ggf. Kobi oder Schulz)

Letztlich finde ich die Frage interessant, wo sich Hertha in der Winterpause noch einmal verstärken könnte (Leihbasis?). In der IV und ein kreativer für´s ZM/ OM wäre m.E. überlegenswert.

Blau-Weiße Grüße!


Simon
28. November 2010 um 15:14  |  2739

Aue kriegt’s gerade knüppeldick: 0:6 und noch ist es nicht vorbei !


derballistrund
28. November 2010 um 16:43  |  2755

Lieber Herr Babbel:
Ihnen wird sicherlich nicht die Zweikampfschwäche der Mannschaft entgangen sein, die auch kurz vor der Halbzeit allen Fans in Zahlen sichtbar gemacht wurde! Wenn die Bilanz in einem Heimspiel 40:60 gewonnener Zweikämpfe beträgt, dann MUSS in der Pause die Kabine wackeln und in HZ 2 eine völlig andere Einstellung zu sehen sein
Es ist auch nicht verboten, offensichtlich überforderte Spieler (z.B. Ramos) auch schon nach 30 Minuten rauszunehmen und so ein Zeichen für die Mannschaft zu setzen!
Sie sind auf dem besten Weg, den anfänglich guten Eindruck mit schönen Erfolgen, wieder kaputt zu machen und das erklärte Ziel zu verfehlen


28. November 2010 um 18:24  |  2761

[…] die Spielweise unserer Mannschaft so, wie es jetzt in Berlin geschieht – ob in Blogs bei Immer Hertha und dem Hertha BC Blog oder etwa in den Kommentaren beim Tagesspiegel. Ich überfliege die Worte […]


Akki
29. November 2010 um 23:21  |  2863

Mal ganz ehrlich liebe Hertha-Fans…
Die Hinrunde ist gelaufen!
Wir können froh sein, wenn die Jungs aus den nächsten drei Spielen (1860, Aue, Augsburg) mindestens vier Punkte mitnehmen!
Die Luft ist einfach raus.
Domo, Ramos, Nikita R und die Anderen… sind alles gute Spieler… konnten aber ihr Potenzial nicht abrufen (zumindest nicht in den letzten Partien).
Deswegen heißt es: Sich in die Winterpause retten um „durch zu schnaufen“.
Danach werden wir eine ganz andere Hertha sehen.
Wir dürfen nicht vergessen, dass mit Dardei, Ebert und auch Lustenberger/Beichler…
Aerts, Mijatovic… zwischendurch/ vorher/ oder jetzt aktuell… wichtige Stützen der Mannschaft ausgefallen sind / bzw oft gefehlt haben/ oder immer noch fehlen!
Dazu kommen noch die „Formkriesen“ von Domo, Friend, Ramos und Nikita.
Aber in Anbetracht dieser Tatsachen, haben es die jungen Spieler wie: Neumann, Lasogga, Schulz, Fanol … ganz gut gemacht.
Und ich denke, dass das Duo Preetz/Babbel die Mannschaft so heiß machen werden…
… so das wir in der Rückrunde, viele überzeugende Spiele sehen werden…
die dazu beitragen… das WIR wieder aufsteigen!
Daruaf freue ich mich jetzt schon 😉

Ha Ho He

AKKI

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