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(sto) – Ich habe mir eure vergangene Nacht so leidenschaftlich geführte Diskussion gründlich durchgelesen und danach ein paar grundsätzliche Gedanken dazu. Grundsätzliche Gedanken zum Status quo von Hertha BSC in dieser Zweiten Liga und die sich daraus ergebenden Perspektiven, über die sich an diesem trainingsfreien Mittwoch ohnehin prima philosophieren lässt.

Zunächst einmal eines, und diesem Punkt wird auch intern jeder zustimmen: NUR DER AUFSTIEG ZÄHLT! DAS WIE IST VOLLKOMMEN ZWEITRANGIG! Diese Grundsatzhaltung ist wesentlich für alles Folgende, und bei dieser Feststellung geht es auch nicht darum, dass nicht auch ein Markus Babbel oder Michael Preetz gerne technisch anspruchsvollen Fußball sieht. Es geht vielmehr um das Eingeständnis, in welcher Spielklasse ihre Akteure gerade turnen: In der Zweiten Liga.

Zweite Liga – allzu oft ist das purer Zufall

Ich weiß nicht, in welche miese Laune sich @exilherthaner da vergangene Nacht hineingeschrieben hat, aber zu verdanken ist das unter anderem der von ihm noch lobend hervorgetanen Arbeit eines Friedhelm F., dessen „solider Fußball“ – andere sprechen von mutlosem Ballgeschiebe – Hertha erst in diese Niederungen geführt hat, in die Zweite Liga. Dorthin, wo nichts ist mit hübsch gepflegten Plätzen und technisch so gut ausgebildeten Spielern wie jenen, die Hertha versammelt hat. Ich habe 15 der 18 bisherigen Hertha-Spiele live im Stadion gesehen (sehen dürfen? sehen müssen?) und traue mir danach dieses Urteil zu: Zweite Liga, das ist allzu oft purer Zufall. Einstudierte Laufwege, ein von allen verinnerlichtes Konzept – ja, man kann das alles versuchen. Und Spieler und Trainer arbeiten daran auch JEDEN Tag, das weiß ich! Aber am Ende des Tages ist Zweite Liga vielfach schlichtweg pure Improvisation. Das hat nichts mit Individualistenfußball zu tun oder mit Umherirren, sondern mit purem Opportunismus: Nutze die Gelegenheiten, wenn sie sich bieten! Häufig genug wird von irgendwo her unerwartet ein Verteidigerbein angegrätscht kommen.

Elf Siege vs. sechs von Nürnberg 2009

Markus Babbel kein guter Trainer, die Spieler mittelmäßig begabt, die Mannschaft allenfalls durchschnittlich unterwegs… – wirklich, Leute, wovon reden wir eigentlich? Noch einmal: Willkommen in der Zweiten Liga! Für das, was ich nach dem Abstieg an Personal auf den Verein und uns alle habe zukommen sehen, hat Hertha BSC sowohl einen sehr guten Trainer, als auch sehr gute Spieler und in Summe eine außergewöhnlich gute Mannschaft. Die hat von bis hierhin 18 Spielen elf gewonnen – was will man mehr? 16 Siege? 18? Oder noch besser: 19? Als der 1.FC Nürnberg 2009 in die Bundesliga zurückkehrte, da hatte er – als Tabellenachter(!) – nach 18 Spieltagen gerade mal sechsmal gewonnen. Also: Worüber reden wir hier eigentlich???

Aber ich werfe gern ein die Situation noch deutlich verschärfendes Stichwort ein: Druck. Hertha ist, allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz, natürlich zum Aufstieg verdammt. Jedes andere Ergebnis hätte weitreichende Folgen für den Verein, bis hin zu dessen Selbstverständnis, ab einem weiteren Jahr in Liga zwei eben kein automatischer Anwärter auf den Aufstieg mehr zu sein. Unter diesem enormen Druck entwickeln Babbel und sein Assistent Rainer Widmeyer quasi nebenher aber noch Werte, von denen der Klub vor der Saison allenfalls träumen durfte: Ich meine die Marktwerte von Spielern wie Nico Schulz, Marco Djuricin, Sebastian Neumann, Fanol Perdedaj, Alfredo Morales, Marvin Knoll und nicht zu vergessen auch einem gewissen Pierre-Michel Lasogga. Würden auch Babbel und Widmeyer den leichten und von so vielen anderen mutlosen Trainern beschrittenen Weg gehen und diesen blutjungen Spielern nicht in so außergewöhnlich hohem Maße vertrauen – Hertha hätte jetzt nicht dieses (eines Tages vielleicht so dringend benötigte) Kapital der Zukunft vor Augen.

Dortmund erntet die Früchte von zwei Jahren Aufbauarbeit

Überhaupt, die Entwicklung einer Mannschaft: Wir brauchen gar nicht über Borussia Dortmund zu reden und deren begeisternde Art, mit Leidenschaft und Kampfgeist alles und jeden einfach nieder zu rennen. Aber wer den nach außen hin immer so gut gelaunten Trainer Klopp einmal in einem Trainingslager hat erleben dürfen, der weiß, wie viel Arbeit er von seinen Spielern erwartet. Davon profitieren er, seine Spieler und mit ihnen der gesamte Klub Borussia Dortmund und seine zigtausend treuen Fans. Doch hinter dem jetzigen Triumphzug stehen auch wenigstens zwei Jahre Entwicklung und Aufbauarbeit, in denen eines gefragt war: Geduld.

Bei Hertha arbeiten Babbels Team und diese Mannschaft weniger als ein halbes Jahr zusammen. Gemeinsam haben sie ein Ziel: den Aufstieg in die Bundesliga. Gelingt der, liegt vor Babbel, seinen Spielern und mit ihnen dem gesamten Klub Hertha BSC und seinen zigtausend treuen Fans rein sportlich gleichfalls eine wenigstens angenehme Perspektive. Mit Ausnahme von Pal Dardai und Lennart Hartmann läuft am Saisonende kein einziger Vertrag aus. Im Umkehrschluss bleibt eine Mannschaft komplett zusammen, der nicht wenige Experten zutrauen, dass sie in der Bundesliga weit besser zurechtkommen wird als aktuell eine Liga darunter, weil dort vor allem Kampf gefragt ist. Und, noch einmal, als leidgeprüfter Nürnberger habe ich schon deutlich schlechter besetzte und weit weniger talentierte Truppen aufsteigen und dann auch in die Bundesliga starten sehen – glaubt mir!

Lell, Niemeyer und Co., oder: Wie wird man Führungsspieler?

Aber so talentiert sie auch alle sein mögen – gerade die Älteren im Team lernen vielfach gerade etwas, das neu für sie ist: Führungsspieler zu sein. Ein Lell war das nicht bei den Bayern, ein Niemeyer nicht in Bremen, ja, selbst ein Kobiashvili nicht auf Schalke. Jetzt müssen sie diese Mannschaft ziehen – in der nicht leichten Gegenwart, aber, wenn es denn gut geht, dann auch in der Bundesliga. Denn mehrfach betont ist, dass der Kader allenfalls auf zwei, drei Positionen ergänzt, aber keinesfalls durch so genannte Kracher wird verstärkt werden können.

Wir sind alle ungeduldig. Wir haben alle keine Lust (mehr) auf Zweite Liga, ich auch nicht, schon gar nicht auf noch weitere Jahre. „Zweite Liga ist Mist, großer Mist“ – so hat es Bernd Schiphorst, der Aufsichtsratschef, schon im Mai so wunderbar zum Ausdruck gebracht. Da macht es jetzt keinen Sinn, die Nerven zu verlieren und auf alles und jeden zu schimpfen, nur weil Babbel, die Spieler und Hertha BSC das kleine Rot-Weiß Oberhausen nicht 5,6,7, oder am besten 9:0 überrannt haben. Am Sonntag kommt Fortuna Düsseldorf ins Olympiastadion, danach geht es nach Bielefeld, und so weiter und so fort. Noch 16 Spiele. Noch 16-mal werden sich alle überwinden müssen – die Spieler, ihr Fans, wir Journalisten.

Solange die Ergebnisse stimmen (siehe ganz oben), bleibt der Weg das Ziel. Und falls nicht wird neu über alles diskutiert. Hier. Und intern. Über das Personal. Und erst recht über Babbel und Widmeyer. Das kann ich versprechen. Vorher, finde ich aber, sollten wir nicht permanent alles in Zweifel ziehen!


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Kommentare

mArk78
19. Januar 2011 um 13:19  |  6827

@Dsto

Absolut korrekter Beitrag!

Das sollte man im Stadion an all diejenigen verteilen, die Hurra-Fußball, 10-0 Siege und bei „Hertha im Dialog“ die Ausführungen zur CL-Planung erwarten!

Man muss eben einfach mal realistisch bleiben!


Sascha
19. Januar 2011 um 13:41  |  6829

Fühle mich mit deiner Kritik auch angesprochen. Wahrscheinlich hast du Recht: Man muss mehr Geduld haben.

Ich will jetzt kein „ABER“ hinten ran schieben, aber ein kleines Stückchen Erklärung für die Kritik an Hertha aus meiner Sicht.

Ich glaube die meisten Fans haben einfach Angst, dass wenn der Aufstieg wirklich gelingen wird, man in der Bundesliga wieder absteigen wird, da in der 2. Liga bisher kein langfristiges taktisches Konzept zu sehen ist. Ein Konzept, über welches mittlerweile viele Erstligisten verfügen, obwohl die finanziellen Mittel eingeschränkt sind. Explezit nennen würde ich hierbei Mainz, Dortmund und Freiburg. Wobei man meiner Meinung nach auch in Nürnberg, Hannover, Frankfurt und Kaiserslautern ein gutes Konzept erkennen lässt.

Bei uns ist halt wirklich das „Problem“, dass wir aufsteigen MÜSSEN und somit der Aufbau eines Konzeptes limitiert ist. Ich finde jedoch, dass wir als Fans, Mitglieder oder ihr als Journalisten solche Dinge ansprechen und Kritik äußern dürfen bzw. müssen.

Aber die von dir auf gezählten Punkte und wahrscheinlich auch deine „Insider“-Informationen lassen mich beruhigter schlafen, dass ein Konzept klar erkennbar ist, es sich jedoch in der 2. Liga nach „nur“ einem halben Jahr schwer erkennen lässt.

Ich selber bin diese Saison bei Spielen teilweise frustrierter als letzte Saison. Ich kann garnicht mal erklären wieso. Wahrscheinlich der Aspekt, dass letztes Jahr wirklich alles gegen uns gelaufen ist und man eine Art Schutzmantel aufgebaut hat. Diese Saison läuft es gut und man kann kritisiert Dinge, die halt nicht gut laufen.

Wahrscheinlich ist das so ne Berliner Eigenschaft: Wenn es schlecht läuft, resigniert man und wird sarkastisch. Wenn es gut läuft, haben wir trotzdem immer noch was zu kritisieren.

Ich gelobe mich zu bessern, denn nur der Aufstiege zählt. Und nächstes Saison in der 1. Liga? Wir werden sehen, denn Fussball ist ein Tagesgeschäft….


19. Januar 2011 um 13:46  |  6830

was sollte noch diskutiert werden? Ich finde nahezu alle wichtigen Punkte angesprochen. Und kann nur allem zustimmen (vielleicht bis auf die FF-Passage-aber das wäre jetzt unergiebig:-)
Mir scheint, dass sehr vielen von uns noch nicht klar ist, was 2. Liga wirklich bedeutet (und das geht einigen Spielern vermutlich ähnlich) und deshalb mit ungenauen Maßstäben an viele Dinge herangehen. Mir persönlich hat die Passage über die Führungsspieler am besten gefallen. Das hatte ich so noch gar nicht bedacht!-Von Lell, Kobi, Niemeyer.werden Dinge erwartet, die sie gar nicht kennen (können). Auch hierin wird Lell (meine ich von außen) etwas ungerecht bewertet?
Toller Beitrag jedenfalls-bin gespannt, wie das alles diskutiert wird…
P.S. in Berlin ist Geduld keine weit verbreitete Tugend, deshalb habe ich schon lange die These: ein Tuchel, Klopp oder Rangnick(finke)..wäre in Berlin nicht über 1 Jahr hinausgekommen…


Bassoonist83
19. Januar 2011 um 13:53  |  6831

Vielen Dank für diesen Beitrag! Du sprichst mir damit aus der Seele! Anfangs hab ich ja auch noch dazu gehört und auf den einen oder anderen Kantersieg gehofft. Aber inzwischen kann man finde ich sehr gut erkennen, warum zum Beispiel aktuell der FCK und St. Pauli dermaßen die Liga rocken. Man hat berechenbarere Gegner und ungefähr doppelt so viel Platz wie als Aufstiegskandidat. Dass man davor erst durch dieses Stahlbad bei Oberhausen, Paderborn und wie sie alle heißen war mir vorher nicht wirklich klar (Stichwort Bayern der zweiten Liga und so…).

Umso mehr freue ich mich, dass aus dieser Sicht die Mannschaft endlich aufgewacht ist und diesen Kampf offenbar angenommen hat. Denn das hat meiner Meinung nach das Spiel in RWO durchaus gezeigt. Man hat nicht mehr nur versucht durch schönen Fußball zum Erfolg zu kommen (das 1:0), sondern auch durch agressives Dagegenhalten Fehler provoziert und konsequent genutzt.


08-15
19. Januar 2011 um 13:53  |  6832

@dstolpe
Ja, mal vielen Dank an Dich für Deine Gedanken. Ich fühle mich dabei auch an eine Diskussion erinnert, die ich kürzlich mit einem User bei der Konkurrenz hatte. Finde mich hier jedenfalls voll wieder. Und natürlich auch zu 100% , was das Thema „Geduld“ angeht – aber da biste hier diesbezüglich natürlich in der falschen Stadt mit der falschen Mentalität. 🙂

Wäre schön, wenn Ihr das bei Eurer Arbeit, zumindest hin und wieder, auch mal spielt. So was ist ja ein Prozess bzw. jahrzehntelang gelerntes Verhalten in Berlin und kann nicht von heute auf morgen verändert werden. Aber wenn z.B. auch Eure Kollegen (vom inhouse-Boulevard und der sonstigen Mitspieler am Zeitungsmarkt) mal an der Quelle der Geduld nippen würden, könnte man hier auch am Umfeld was bewegen. Vision… 🙂


Ben
19. Januar 2011 um 14:03  |  6833

Ich denke da gibt es objektiv nichts mehr hinzuzufügen.
Außer vielleicht subjektiv noch den ein oder anderen Gedanken zu Hertha in Liga 2.

Ich persönlich habe mich damit abgefunden, dass Herha für eine Saison im Unterhaus spielt. Was wäre die Alternative gewesen?? Eine weitere Saison Funkel, Stein und Co…
Es ist nicht alles Negativ an Liga 2.

So gibt es das erste Berlin-Derby seit Jahren. Dass letzte Derby im Olympiastadion was ich als Zuschauer erleben durfte, war 1990, Hertha gegen Blau-Weiß 90. Sicherlich die Anstoßzeiten sind Schrott, aber dieses gewisse DFB-Pokal Gefühl, Bundesligamannschaft gegen Underdog, haben wir diese Saison exklusiv fast 34 Spiele lang.

Außerdem kann Hertha endlich mal lernen ein Spiel aufzubauen bzw. zu machen. Eine Qualität, die seit der Ausbootung von Marcelinho schlichtweg verloren gegangen ist und noch heute nicht wirklich existiert.

Enttäuschend finde ich bisher allerdings die Art und Weise wie in der 2. Liga gespielt und gepfiffen wird.

Das anscheinend feststehende Gesetz, dass die 2. Liga halt härter und kampfbetonter als Liga 1 ist, konnte mir bisher niemand erklären.

Meinem Verständnis zu Folge ist es doch nun mal so, dass in der 2. Liga spielerisch limitierte Mannschaften kicken und probieren über den Kampf Spiele zu gewinnen. Dazu kommen Schiedsrichter die diese Spielweise gewohnt sind und dementsprechend handhaben.

Trifft nun aber eine, auf dem Papier spielstarke Mannschaft, wie Hertha auf bspw. Osnabrück kann es doch nicht sein, dass eindeutige Fouls und insbesondere taktische Fouls weitgehend anders bewertet werden als in Liga 1.

Es ist wirklich schrecklich mitanzusehen, wie die Abwehrspieler von Hertha schon am eigenen 16er gefoult werden, damit man sich hinten wieder fein aufstellen kann. Genauso wie jeder Spieler beim Antritt postwendend gehalten wird.

Pfeiffen nun auch noch Schiedsrichter, die auch in Liga 1 tätig sind diese Spiele, fehlt mir jegliches Verständnis warum ein eklatanter Unterschied in der Regelauslegung besteht.

Es ist doch immer noch Fußball. Und zum Fußball gehören natürlich auch Fouls, aber wenn eine Mannschaft lediglich durch Fouls daran gehindert wird Tore zu erzielen, muss der Schiedsrichter auch seine Möglichkeiten ausschöpfen. (Gelbe Karten)

Hätte ein Tauer bereits für die erste Grätsche gegen Lell (Spiel gegen Osnabrück) Gelb gesehen, hätte er sich fast 90 Minuten zurückhalten müssen. Stattdessen bekommt er die Gelbe erst gefühlte fünf Fouls später in der 82. Minute.

Aber egal da müssen wir jetzt durch und danach ist mir das auch wieder sch…egal wie da gepfiffen wird.


19. Januar 2011 um 14:13  |  6834

Danke für die deutlichen Worte und die fundierte, gut begründete Einschätzung der aktuellen Situation. Dafür müsste es eigentlich noch ein Extra-Honorar von Hertha geben. Verwendungszweck: Beruhigung der stets aufgepeitschten Fan-Seele. Weil das kaum zu erwarten und im Sinne unabhängigen Journalismus auch nicht empfehlenswert ist, liefere ich hier mal eine klitzekleine Nachricht, die mich eben aus Bielefels erreicht hat.
Unser Sascha Bigalke hat sich beim Probetraining auf der Alm verletzt. Wahrscheinlich die alte Verletzung am Mittelfuß, es soll leider (ohne medizinische Gewähr) nicht so gut ausgesehen haben. Von hier aus schon mal gute Besserung und hoffentlich ist es nix Ernstes.


xberger
19. Januar 2011 um 14:22  |  6835

Ich habe die ganzen gestrigen Beiträge nicht alle gelesen, aber ich bin von meinem Düsseldorfer Exil aus mit der Entwicklung insgesamt zufrieden.
Es hätte nach dem Abstieg soviel schlechter kommen können (Raffa weg, neue Spieler nur Durchschnitt, etc.) und was ist stattdessen jetzt?-
Wichtige Leute wurden gehalten, junge Leute bekommen (enorm wichtige) Spielpraxis und das alles in einer sehr schwierigen 2.Liga, wo mitunter halt sehr viel „gekämpft“ (sprich gekloppt) wird.. Dafür macht sich Hertha ganz gut. Es sind auch schon Vereine durchgereicht worden und man darf bzw. sollte die Zweitligamannschaften auch nicht unterschätzen. Das ist doch keine Freizeitliga!


wilson
19. Januar 2011 um 14:46  |  6836

Hui – liest sich wie ein kleines Donnerwetter. Mal was anderes.

Wovon reden wir eigentlich?
Druck also. Druck, aufsteigen zu müssen.
In der 1. Liga dann über den Druck, die Klasse halten zu müssen. Druck, den nächsten Artikel über Hertha schreiben zu müssen und dabei unterhaltsamer und informativer zu sein als der Wettbewerb. Druck, den nächsten Auftrag unbedingt buchen zu müssen. Druck, die Ladung noch rechtzeitig beim Kunden abzuliefern. Druck, den Patienten nach Möglichkeit nicht hops gehen zu lassen.
Und trotz dieses Drucks bemühen wir uns alle, unserer Arbeit in der bestmöglichen Qualität nachzukommen und eigene und fremde Ansprüche bestmöglich zu erfüllen. Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass dieses Ziel nicht auch alle bei Hertha BSC unter Vertrag stehenden Spieler, Trainer und sonstige Angestellten anstreben.
Menschen, Vereine, Organisationen haben Aufgaben und Ziele, die zu erreichen deren täglicher Ansporn sein sollte. Und dabei (ich wiederhole mich) in der bestmöglichen Form.

Warum mein ganzes Geschwafel ? Ich störe mich schlicht und ergreifend an diesem inflationär gebrauchten und als Entschuldigung für alles herhalten müssenden Wort „Druck“.
Ich will wirklich nicht die Arie der Leistungsgesellschaft singen, aber geht´s nicht genau darum ? Erfolgreicher zu sein als der Wettbewerber ? Das ist messbar in Form von Ergebnissen und Titeln. Ansehnlicher zu spielen als die Wettbewerber ? Das ist messbar in Form des Zuspruchs des geneigten Publikums und dem Applaus desselben.

Zu dem „überwinden müssen“ habe ich auch eine – vielleicht ein Stück weit anstößige – Meinung: die letzte Saison war so unerträglich, dass ich mich freue, jetzt Erfolge genießen zu können, selbst wenn es nur 2. Liga ist. So sehr ich mich auf und über die 1. Liga freuen würde, bin ich mir durchaus im Klaren darüber, dass es vom ersten Spiel an sehr wahrscheinlich auf einen durch viele Misserfolge und Niederlagen geprägten frustrierenden und Nerven aufreibenden Abstiegskampf hinauslaufen würde. Insofern kann ich dem Status Quo sogar etwas abgewinnen.

In diesem Sinne: Rockin´ all over Liga 2


mArk78
19. Januar 2011 um 15:03  |  6837

@wilson

Dein letzter Absatz ist ebenfalls genial und hätte genauso gut als Schlußabsatz vom Stolpe´schem Donnerwetter gepasst.


19. Januar 2011 um 15:09  |  6838

das Problem: Hertha wird sich solch einen Kader bei Nichtaufstieg nicht noch mal leisen können-und dann hieße es evtl bald: Abstiegskampf in der 2. Liga… 🙁
Ich finde auch, seit Sportphilosoph Kahn soviel von Druck sprach-wird jener inflationär (miß)braucht. Bei Hertha aber stimmt das nun wirklich. Und wenn Klopp und Zorc sich mit Händen und Füßen wehren, eine Meisterschaftdiskussion zu führen-hat das seinen realen Hintergrund. Mögen die 22 jährigen soviel verdienen wie gestandene Industriemanager-sie sind und bleiben Jungs, die gegen einen Ball treten (können)… 😉


sunny1703
19. Januar 2011 um 15:10  |  6839

@dstolpe
Erstmal Ehre, wem Ehre gebührt, ein wirklich guter Beitrag, der zum Nachdenken anregt 🙂

@Ben
Es ist doch nicht so schwer zu verstehen. Ohne einem der geschätzten Zweitligaspieler zu nahe zu treten, der Unterschied zu ihren Kollegen in der 1.Liga ist,dass ihre fußballerischen Mittel begrenzter sind.
Um dieses auszugleichen begegnen sie ihnen über Athletik,Kampf.
Das ist ist für eine Mannschaft ,die mehr über das Spiel zum Erfolg kommen will wie unsere Hertha, nicht einfach. Denn der Gegner führt im Grunde einen richtigen Pokalkampf in einem Punktspiel.
Denen kommt dazu ein engeres Stadion entgegen,vielleicht auch noch die Bodenverhältnisse.
Ich behaupte mal der Überflieger BVB mit seiner jetzigen Truppe hätte in der 2 .liga weniger Punkte als in der 1.Liga vermutlich auch weniger als 40 Punkte.
Ja,Du hast Recht mit der Erwähnung von Tauer und dem Schutz der Gesundheit der Spieler. Hier hat der Schiri falsch gelegen.Doch daran kann Hertha nicht arbeiten. Grundsätzlich haben in Spielen,wie gegen Union,Osnabrück und Paderborn die richtige Einstellung gefehlt.
Wir können uns über Entscheidungen von Aytekin streiten,für Hertha darf nur zählen,dass Lell sich in einem Zweikampf ganz schwach verhalten hat.
Natürlich stellst Du zurecht die Frage,warum zweierlei Maß bei Entscheidungen in der 1 und in der 2. liga,,das ist wohl wirklich mit der anpassung an Ligagebenheiten zu erklären.
Auch der internationale Fußball hat die gleichen Gesetze ,doch auch hier pfeiffen die Schiedsrichter anders.
Überspitzt dargestellt sind Entscheidungen in der 1.Liga „Weicheier“entscheidungen,hier wird zu viel gefallen,geschauspielert usw,jedes Anpusten wird bald schon mt Elfmeter geahndet.In Internationalen Spielen wird wesentlich mehr laufen gelassen.
Oder auch Unterschiede bei den Schiedsrichtern.
Einige Herren von Hertha hätten mit italienischen Schiedsrichtern große Schwierigkeiten, weil diese Reklamieren überhaupt nicht mögen,andere sind wesentlich stärker gegen „fallsucht“ eingestellt.

Zu Deiner „Beruhigung,am Ende wird keine „Nurkämpfertruppe“ aufsteigen,es sei denn die futtern tonnenweise Doping .

lg sunny


Treat
19. Januar 2011 um 15:33  |  6842

Habe jetzt bewusst keine Kommentare zu deinem Artikel gelesen, um von nichts als deinem Text beeinflusst zu sein, @dstolpe, wenn ich dies hier schreibe:

DER ARTIKEL DES JAHRES!!!

Damit ist ALLES, was ich seit dem bitteren Abstieg gelesen habe und ALLES, was ich wahrscheinlich bis zum erhofften Aufstieg noch lesen werde gemeint!

Genial, richtig, notwendig!

Ich bin zu 1000000000000000000% bei dir!

Endlich sagt mal jemand, dessen Wort ein wenig Gewicht hat, dass nicht jeder, der Realitäten einzuschätzen vermag und um eine differenziertere Betrachtung von Sachverhalten bemüht ist, anstatt sich für unfehlbar und stets kompetenter zu halten als alle Verantwortlichen, nicht automatisch ein blinder, dummer, ignoranter, kritikloser, blau-weiß bebrillter Ja – Sager ist!

DANKE DAFÜR!

Du hast gerade meinen Tag gerettet!

Blauweiße Grüße
Treat


08-15
19. Januar 2011 um 15:48  |  6844

Bei Facebook würde ich jetzt den „Gefällt mir!“-Knopf drücken – so einfach „nur“: Thumbs up! @treat, @wilson

🙂


snbsc
19. Januar 2011 um 15:52  |  6846

Absolut richtiger Artikel!!!! Endlich wird es mal angesprochen. Dieses ständige Genörgel, wenn man gewonnen hat, auch wenn es gegen Gegner waren, die oben mitgespielt haben. Den Satz „doll war das aber nicht“ nach einem Sieg kann ich nicht mehr hören! Wer sagt denn eigentlich Hertha muss immer nur tolle Siege haben. Wer legt eigentlich fest was toll ist? Waren die Siege von dem Schweizer alle toll als wir eine gute Saison hatten? Das hat ja teilweise Wollitzniveau. Der hat ja so sinngemäß gesagt nach sechs Spielen hätte er als Trainer bei Hertha schon mindestens 21 Punkte gehabt, wenn man ihn nur gelassen hätte. Es ist auch ziemlich arrogant einfach so zu tun, als wenn Hertha hier jeden Gegner wegklatschten muss. In der letzten Pokalrunde konnte man sehen, dass dies noch nicht mal Erstligamannschaften schaffen.


Dan
19. Januar 2011 um 16:05  |  6847

Klasse @dstolpe !

Dein heutiger Artikel hat gerade einen Ehrenplatz an meiner Bürowand erhalten. Direkt neben der Original-Wutrede von Rudi.

Ich werde jetzt nicht weiter so schreiben, weil ich denke Dein Blutdruck war zu diesem Zeitpunkt im gesundheitsschädlichem Bereich 😉 .

Mir hat es gefallen, aber eben auch weil es mehr in meine Richtung geht.


Ben
19. Januar 2011 um 16:12  |  6848

@sunny1703:

international würde ich mal unter „hart aber fair“ laufen lassen. Dazu die Athletik der Topspieler.

Über 1.Liga, Italien und Schauspielerei müssen wir auch nicht diskutieren… Eigenes Kapitel

Ich meine ja nur…wir sind nicht aufgestiegen, sondern abgestiegen!!

Kann doch nicht sein, dass wie Du sagst Dortmund in Liga 2 weniger Punkte hätte als in Liga 1. Da läuft meiner Meinung nach was falsch.

Aber Du hast Recht, dass bspw. gegen Paderborn die Einstellung nicht richtig gewesen ist. Auch gegen Union hat man nicht mehr probiert das Spiel zu dominieren. Aber das waren keine grob unfairen Spiele wie teilweise gegen Osnabrück oder Koblenz.

Trikotziehen und Festhalten an der eigenen Grundlinie etc. Das sind keine Versuche hart an den Ball zu kommen. Rein taktische Fouls müssen auch in Liga 2 geahndet werden.

Aber hoffen wir einfach, dass die Herthaner sich durchtanken und das nicht mehr unser Thema ist!!!

Bin aber skeptisch, dass nicht doch wieder das ein oder andere Spiel kippt.


hertha-phil
19. Januar 2011 um 16:45  |  6849

Vielen Dank für den sehr differenzierten Artikel. Es tut wirklich gut, bei aller Emotion, die der Fußball so mit sich bringt, die Dinge mal nüchtern zu betrachten!

Ich kann allerdings auch verstehen, dass es jedem lieber wäre, Hertha würde die anderen Mannschaften einfach so dominieren, dass man weniger zittern müsste. Aber ich finde, das liegt in der Natur des Fußballspiels, dass ein Underdog jederzeit mal gegen einen übermächtigen Gegner siegen kann. Ich denke an Herthas CL-Saison oder Spiele gegen die Bayern.

Dass Hertha jetzt mit an der Tabellenspitze steht, hat doch niemand vor der Saison erwartet. Die Kommentare in den Foren waren jedenfalls alle sehr viel pessimistischer.

So bleibt zu hoffen, dass überwiegend gewonnen wird, mal vielleicht dominant, mal mit wenigen gelungenen Spielzügen, mal auch nur durch viel Glück. Und dass dabei Nervenstärke und Selbstvertrauen erlernt werden, die auch für die erste Liga nötig sein werden.

Denn dort wird der Druck nicht viel geringer sein…

HaHoHe


Slongbo
19. Januar 2011 um 17:16  |  6850

Irgendwie läuft das alles darauf hinaus, dass in der 2. Fußballbundesliga kein Fußball gespielt wird, sondern eine Art Kampftreten auf zu kleinen, schlechten Feldern von Männern, die vom Fußball nicht allzuviel halten, verstehen oder verstehen wollen. Wenn dem so ist – und es scheint ja bisher allen hier aus der Seele gesprochen zu sein – wie konnten dann Mannschaften wie Mainz, Hoffenheim, Freiburg und zuletzt Kaiserslautern je aufsteigen?

Ich verstehe den Wunsch, sich Kampfgeist, Mannschaftszusammenhalt, Durchbeißen und knappe Erfolge ein bisschen schön zu reden. Ich will auch lieber, dass Hertha dreckig gewinnt als schön verliert.

Ich frage mich nur, ob diese Einschätzung der 2.Liga das Maß aller Dinge sein kann: „am Ende des Tages ist Zweite Liga vielfach schlichtweg pure Improvisation. Das hat … mit purem Opportunismus zu tun: Nutze die Gelegenheiten, wenn sie sich bieten!“ … ?

Dazu möchte ich doch gerne einmal weitere fachkundige Stimmen hören. Denn es könnte sein, dass mit solchen Einschätzungen auch einfach von der eigenen Mannschaft abgelenkt werden soll. Wenn bei den anderen soviel „oppurtunistischer Zufall“ dabei ist, heißt das ja noch lange nicht, dass man selber opportunistsichen Zufall praktizieren muss (wenn das überhaupt geht!)

Alles andere, was den Geldwert- und Kaderaufbau von Hertha angeht, scheint mir zu stimmen, wenn Babbel das auch nicht „nebenher“ macht, sondern von Beginn an so machen musste und auch so angeküdigt hat. Allerdings muss man hier auch hinzufügen, dass dies eine im deutschen Fußball in weiten Bereichen (von Magath bis Klopp) in den letzten Jahren erneuerte Philosophie und damit auch positiv zu vermerkender Zeitgeist, also kein Babbelsches Alleinstellungsmerkmal, ist.

Wenn der Tenor des obigen Artikels also lautet: Nicht der Bessere, sondern der Willensstärkere setzt sich durch – meinetwegen.

Und richtig ist, in Liga 2. muss man sich auch reinhauen können.

Trotzdem gilt allerdings auch: Aue spielt einen ganz schönen Fußball!


19. Januar 2011 um 17:18  |  6852

Toller Beitrag!

Danke für den Blick über meinen eigenen Tellerrand hinaus.

Aber ist es verkehrt eine Entwicklung in der Mannschaft bzw. bei den individuellen Fähigkeiten zu erwarten?

Warum gibt es nur das Babbelsche System und kaum Flexibilität, warum werden Spieler auf Positionen eingesetzt die ihnen ihre Stärken berauben, kann die Mannschaft das definitiv höhere Tempo der ersten Bundesliga mitgehen?

Da der Kader in Prinzip schon für die( hoffentlich) erste Liga steht, sollte man nicht Spielzüge, Automatismen bzw. ein „Einspielen“ o.ä. erwarten können? Sollten nicht langsam mal die ersten , kostengünstige, bzw. ablösefreien Spieler verpflichtet werden, bevor der Markt leergefegt ist?

Bei der Finanzmisere und dem wenigen Geld was noch von den Erfolgsprämien, Nachzahlungen und automatisch verlängerten Verträgen nach einem Aufstieg übrig bleibt, können alle sportlichen Baustellen ( AVs, IV, TW, gelernte MFs) soweit geschlossen werden das der Abstiegskampf gewonnen wird?

Auch vermisse ich die“ Handschrift“ des Trainers bei der Mannschaft auf dem Platz….

Reichen die bisher gezeigte durchschnittliche Zweitliga Leistungen eine Etage höher aus?

Kann man mit diesem Kader das 4 ( 5) Stürmer System eine Liga höher erfolgreich, also Abstieg verhindert, spielen ?

Muß man nicht gerade jetzt wo es sportlich recht gut läuft, kritisieren und Grundsätzliches überdenken… ?

Fragen über Fragen….


Silberrücken
19. Januar 2011 um 17:19  |  6853

Der Aufbau von Strukturen benötigt Zeit und Diziplin. Wenn meine Erinnerung mich nicht trügt aus vielen Livespielen und dem Bild aus der Skybox, haben wir seit über 10 Jahren ein MANNSCHAFT.

Dazu „ontop“ eine Kapitalvermehrung bedingt durch den erfolgreichen Einbau sehr sehr junger Spieler.

Die MANNSCHAFT spielt taktisch sehr gut, mit dem Bewußtsein, dass sie gewinnen wird.

Kritik an der Führung erlebe ich selber jeden Tag -> Rat an Alle: Besser werden und Ergebnisse bringen. Danach eine Bewerbung für den Job abgeben 🙂

Die einzelnen Ausfälle pro Spiel sind sicherlich dahingehend begründbar, dass einige lange nicht, und zusammen, gespielt haben und mehr oder weniger gut mit den Platzverhältnissen klarkommen. Da sind wir nicht die Einzigen.

Die MANNSCHAFT spielt ausgesprochen gut, im Verhältnis zur bisherigen Dauer, gegen Nichtkloppertruppen.

Insgesamt wurden bisher sehr gute Ergebnisse abgeliefert. Zwschen Aktion und Reaktion mal ’ne Schaltsekunde einlegen. 😉


19. Januar 2011 um 17:41  |  6854

dstolpe, die Wundertüte.
Abseits des Spiel- und Trainingsgeschehens weiß der Leser nie, welche Richtung die Artikel nehmen.
„Hertha und die Schiedsrichter – zwei Welten begegnen sich“. Riesenüberschrift und dann kam nix mehr dahinter.

Heute dagegen unter einer nichtssagenden Überschrift ein holpriger Beginn (wie das Herthaspiel in Oberhausen) mit Allgemeinplätzen, dass ich schon zum Phrasometer greifen wollte. Aber dann – ein ganz starkes Finish. Ich stimme dir vollauf zu, dass das Trainerteam eine gute Mischung von jung und alt hin bekommt. Und dein Appell, ihnen allen (Babbel, Domo, Kaká, Kobi, Ruka, Widmayer usw. usw.) das zu geben: Geduld und Vertrauen!


Thomsone
19. Januar 2011 um 17:41  |  6855

@dstolpe
Respekt.
Das hast Du aber so richtig gut geschrieben. Die ganze Miesepeterei das wir nicht jeden Gegner mindestens an die Wand spielen. Weil wir ja ach so stark sind, ging mir schon seit einger Zeit auf den Sender.
@Ben
Ebenfalls völlig richtig analysiert, was nervt sind Schieris die der Meínung sind das der Underdog härter zupacken äh -treten darf weil er sonst ja gar keine Chance hätte. Hier muss anders durchgegriffen werden, bzw. wir müssen uns anders anstellen. Ich glaube nicht das wir den Elfer am Montag anfang der Saison bekommen hätten, weil da der Spielr noch irgendetwas probiert hätte um an den Ball zu kommen.

Ansonsten mal ein Generallob, das ist hier ein klasse Blog, was nicht nur an den beiden Betreibern liegt, sondern auch an Euch allen die Ihr hier hoch interssante Beiträge verfasst.


Chuk
19. Januar 2011 um 17:53  |  6856

@sto: Danke!


Bolle75
19. Januar 2011 um 18:02  |  6857

Toller Beitrag! Danke für die Erdung!

Ich selber habe so einen Prozess, das Gemecker etwas weniger werden zu lassen, seit dem Hinrunden-Tief. Auch ein Grund warum ich mich in der Sikussion zurückgehalten habe. Ich war mit mir selber nicht im reinen, Fußball-Hertha-mäßig zumindest. Denn da habe ich dann mal wirklich darüber nachgedacht was wir eigentlich erreicht haben bisher. Mit dieser tollen Mannschaft.
Ich will ein paar positive Dinge aufzählen die uns, Mannschaft sowie Fans, diese Saison in Liga 2 hoffentlich lehren wird.
Zuerst einmal wird mir dieses Jahr, zum ersten mal, bewußt wie gut die Bayern seit Jahren wirklich sind. Sie sind die gejagten und jeder will gegen die Gewinnen. Das haben wir nun auch. Wir tun uns schwer dabei, sind aber trotzdem vorne. Diese Erfahrung wird uns bei fehlenden Abgängen hoffentlich noch ein paar jahre erhalten bleiben und das sehe ich absolut Positiv. Ebenso zählt das Kämpfen lernen dazu, was wir doch schon oft und lange vermisst haben. Wir haben, mit Babbel einen Trainer der sich bestimm auch in Liga 1 trauen wird den Nico, Lasogga und Co einzusetzen. Babbel hat ein Konzept, das ist für mich mittlerweile auch ersichtlich. Er will Offensiv spielen mit 5 Offensiven sowie 5 Defensiven. Dazu verlangt er von allen Einsatz in beide Richtungen. Das ist moderner Fussball den wir hier sehen, nur ist der in Liga 2 schwer umzusetzen. Wir werden davon aber nach dem Aufstieg hoffentlich profitieren wenn wieder mehr gespielt anstatt gekämpft wird. Dieser Beitrag von dstolpe spricht mir aktuell aus der Seele. Vielleicht fange ich ja auch nur an, als im Exil lebender, ein wenig von meinem Berliner Temperament zu verlieren aber ich finde wir sollten die jetzt mal so weiter machen lassen.

PS: Heute ist mein Autogrammkartenset inkl. Album geliefert worden, ich bin verdammt Stolz auf die Jungs und wollte diese Mannschaft in meiner Sammlung verewigt haben. Auch und vor allem trotz Liga2.

Verzeiht die Schreibfehler, habs eilig und muss wech.

Grüße


Dan
19. Januar 2011 um 18:20  |  6858

@DonHelli

Hertha BSC soll jetzt also schon die ersten Spieler für die Bundesliga verpflichten?

„Hey Spieler XY wie wär es nächste Saison bei Hertha? Wir wissen noch nicht wo wir spielen, wir wissen auch nicht mit welchen Auflagen wir vom DFB die Lizenz erhalten. Wir wissen auch noch nicht wie unsere finazielle Situation aus sieht, weil viele Sponsorenverträge auslaufen und wohl nur zu guten Konditionen unterschrieben werden, wenn wir in der Buli spielen. Das Gehalt schreiben wir dir also rein, wenn klar ist was zur Verfügung steht. Och komm Spieler XY „No Risk – No Fun“.“

Genauso stell ich mir ein Gespräch eines verantwortlichen Managers vor, der würde bei mir als Spieler sofort vertrauenswürdig rüber kommen. Aber als Spieler würde ich da nicht unterschreiben.

Vielleicht sollte man nicht nur Fragen stellen, sondern auch mal Antworten suchen.
Oder noch besser Fragen stellen die man seriös beantworten kann.

2007/2008
Werden diese durchschnittlichen Leistungen eines von Lucien Favres trainierten Teams, in der nächsten Saison für mehr als Platz 10 reichen? Der angestrebte einstellige Tabellenplatz wurde nicht erreicht.

Sollten nicht jetzt schon Änderungen im Kader erfolgen?

Wird das angebliche polyvalente System, das keiner erkennen kann überleben?

Ist es nicht erst recht jetzt wichtig wo es nicht so gut läuft, auf die Fehler hinzuweisen und zu kritisieren?

2008/2009
Wir spielen mit dem gleichen polyvalenten System um die deutsche Meisterschaft. Machen am 31.08.2008 vor Toreschluß einen teilweisen wegweisenden Transfer.
Keiner hat es kommen gesehen, viele wurden überrascht.
Hat Favre irgendwas umgestellt, irgendwie auf die Kritik reagiert? Ich glaube nicht und trotzdem hat sich was positiv bewegt.

Fussball ist unberechenbar (außer man kauft den Schiri) und das macht das Spiel aus. Bayern meilenweit vom Titel entfernt, weil „Robbery“ selten zur Verfügung stand, das „traurige“ Hannover des letzten Jahres nicht wieder zu erkennen.

Und wir fragen heute, ob das was auch immer und mit wem auch immer in ACHT Monaten reichen wird? Nur weil wir glauben, dass ein anderer seinen täglichen Job nicht so macht, wie wir es gerne sehen würden?

Halleluja 😉


19. Januar 2011 um 18:21  |  6859

es wurde gefragt, wie die spielerischen Manschaften wie Mainz oder Freiburg aufsteigen konnten, wenn nur Klopper gefragt seien.-Erstens ist es wohl nicht gar so sich gegenseitig ausschließend gemeint gewesen und zweitens und vor allem: sagt ja keiner, dass man nicht aufsteigen kann, nur: ich habe weder von Mainz noch von Freiburg in Erinnerung, dass sie die 2. Liga wie nix dominiert hatten..und um diese Erwartungs-fast schon Anspruchshaltung geht es auch ein wenig..


19. Januar 2011 um 18:25  |  6860

@dan bzw DonHeli: würde ich auch gerne wissen, wer die Gehälter der ganzen Leute bezahlen soll, abgesehen davon, dass niemand weiss, was in drei Monaten sein wird. Fragen über Fragen..ja, eben….


ubremer
ubremer
19. Januar 2011 um 18:29  |  6861

@Egmonte,

leider hattest Du Recht. Sascha Bigalke hat sich beim Probetraining in Bielefeld den Mittelfuß gebrochen – wie schon im November. Die Arminia hat daraufhin von einer Verpflichtung Abstand genommen.

Ganz bitter für Bigalke, gute Besserung von hier.


hurdiegerdie
19. Januar 2011 um 18:31  |  6862

Ich finde auch, das ist ein schöner, zusammenfassender Artikel der letzten Diskussionen mit einer eindeutigen Position.
Aber Blogs sind zum diskutieren da, man mag mir also verzeihen, dass ich jetzt nicht in Euphorie ausbreche, aber sehr wohl dankbar für die Anregungen bin.

Insgesamt bin ich da eher bei @Slongbo. Aber vorab: Ich unterstütze völlig das Gesagte zum Aufbau der Spielerwerte und das Glück mit Babbel einen Trainer zu haben, der das mit jungen Spielern umsetzt, was überlebensnotwendig ist, meiner Meinung nach.

Dass es am Ende des Tages (leider spielen wir oft mittags 😎 ) in der Zweite Liga vielfach schlichtweg pure Improvisation ist, sehe ich in der 1. Liga nicht anders. Improvisation gehört dazu. Dass häufig von irgendwo her unerwartet ein Verteidigerbein angegrätscht kommt, ist wohl auch nicht 2. Liga spezifisch, ich befürchte sogar, dass dies in der 1. Liga mit besseren Verteidigern noch häufiger der Fall sein wird. Und der augenblickliche Kader wird es im Grossen und Ganzen auch in der 1. Liga richten müssen, da sind wir uns wohl einig.

Worüber reden wir hier eigentlich? Dass Hertha für die 2. Liga „sehr gute Spieler und in Summe eine außergewöhnlich gute Mannschaft“ hat. Genau! Und reicht uns damit ein Platz 3 (wenn Aue sein Nachholspiel gewinnt…)? Mir nicht! Es geht auch nicht darum, die Nerven zu verlieren und auf alles und jeden zu schimpfen. Ich reihe mich aber bei jenen ein, die sagen, dass sehr viele Spiele in der Hinrunde eher durchwachsen waren. Für mich war die Spielanlage (oder die Umsetzung durch die Spieler) sehr mager. Wir haben die teuerste und m.E. vom „Spielermaterial“ beste Mannschaft der 2. Liga. Ich sage jetzt nicht, dass man damit immer 5:0 gewinnen muss, aber die Zitterpartie gegen Ende der Hinrunde sollte nicht sein müssen. Vergleiche mit Bayern finde ich gar nicht so schlecht. Natürlich gibt es diesmal 16 Punkte Rückstand zu Dortmund, die ein aussergewöhnliches Jahr haben, aber bei Bayern wird’s rauchen, wenn sie mit dem Kader nicht die direkte CL schaffen. Und dann wird der Trainer noch mehr in der Kritik stehen als jetzt schon. Das muss und wird beim Finanzkrösus der 2. Liga nicht anders sein.

Aber!!!!!! Jetzt kommts!!!! Ich fand, es gab gegen Oberhausen schöne Spielzüge, nicht alle sauber durchgespielt, aber ich meinte, eine Verbesserung in der Spielanlage erkennen zu können. Vielleicht lag es in der HR ja doch auch am fehlenden Fitnesszustand, der mehr Fitness- als taktisches Training nötig machte.

Ebenso: Selbst Hertha als 2.Ligakrösus kann wie Bayern den Ausfall einiger Schlüsselspieler (Ebert? Lusti, zeitweise Mija und Aerts und andere) eben auch nicht gänzlich kompensieren, ebenso wenig wie das Leistungsloch von Ramos. Wenn es jetzt in der RR spielerisch besser wird, bin ich es auch zufrieden, doch da warte ich ab. Was in der 2. Liga anders ist, sind die Plätze. Ein Platz wie in Oberhausen kommt Hertha nicht entgegen, sondern hilft Oberhausen. Deshalb auch keine Kritik am Oberhausenspiel. Aber mal schauen, wie es im Oly aussieht.

Wo ich mich zurücknehmen werde, ist das Meckern an Babbel. Das ergibt jetzt wirklich keinen Sinn mehr. Nicht weil er mich gänzlich überzeugt, aber wenn man ihn hätte wechseln wollen, dann vor der Winterpause. Was auch geschieht, bevor Hertha nicht 3-4 Spiele verliert, wird man an Babbel so oder so festhalten, und ob danach noch ein Trainerwechsel für die letzten Spiele sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Also hoffe ich, mich in der HR getäuscht zu haben, dass es jetzt auch spielerisch besser wird, und wenn nicht, werden wir so oder so mit ihm durch die Saison gehen. Also nützt Meckern eh, nichts sondern nur Unterstützung (z.B. durch konstruktive Kritik 😉 ).


Petra Woosmann
19. Januar 2011 um 18:41  |  6863

Ich danke für diese Worte, die das Wesentliche beschreiben. Einzig allein der Aufstieg ist das Ziel, das Wie ist (fast) egal.
🙂


19. Januar 2011 um 18:44  |  6864

genau, weg von der rein destruktiven Schreibweise“herumirrende Spieler, die ohne jeden Plan sind, weil man die Laufwege nicht tariniert hat..und das, weil der Trainer nix Schimmer von der modernen Trainingslehre hat und medizinisch sowieso ein Amokläufer ist und kein Latein kann“ (ich hab mal Forenübergreifend komprimiert)-sondern etwas mehr an der Sache-damit wäre allen geholfen, denke ich.
Was stolpe vielleicht mit dem „fliegenden Verteidigerbein“ meinte: die gegner spielen oftmals (kam bei mir so an) mit keinem wirklichen System, reine Kontertaktik eben-hinten dicht und Bälle nach vorne“. Selten habe ich bei den Gegnern eine durchdacht-konstruktive Taktik erkannt ( toll fand ich Duisburg). Das erinnert mich ein wenig an Schach: du denkst dir tolle Spielzüge aus, der andere überrascht dich damit, dass er eher „unkonventionell“ spielt, Dinge macht, die man „normalerweise“ nicht macht…und schon sehen deine schicken Spielzüge ziemlich fade aus.. 😉


Stehplatz
19. Januar 2011 um 19:13  |  6865

Der Status quo von Hertha BSC oder Ist das Glas nun halbvoll oder halbleer?

Schade das hier jeglich kontrere Meinung im allgemeinen Applaus untergehen muss. Ich will mich in der Übereinstimmung nicht ausnehmen aber es gibt genug Punkte die gelinde gesagt so nicht stehen gelassen werden können.

Druck wurde von wilson erläutert, DonHelli hat einige berechtigte Fragen gestellt die im Startbeitrag abgetan wurden.

Im Fussball zählen nur Ergebnisse aber das meint nicht nur Zahlen auf dem Spielberichtsbogen!


19. Januar 2011 um 19:14  |  6866

Fragen über Fragen!???
Fragen ist der Beruf der Journalisten.
Wir aber sind Fans. Wir tragen unser Geld in den Fanshop, an die Ticketkasse, kaufen uns
Autogrammkarten oder ein Abonnement bei sky. Wir ärgern uns über Niederlagen, und freuen uns kindisch über Siege. Und wie die Kinder dürfen wir fragen, fragen, fragen.

Die Antworten auf all diese Fragen kann nur das Management der HERTHA BSC KGaA mit ihren Angestellten liefern. Wie jede Frage hat auch jede Antwort ihren Moment. Um die Zeitspanne zwischen Frage und Antwort zu überbrücken, braucht man: Geduld und Vertrauen!


19. Januar 2011 um 19:22  |  6868

@stehplatz
Einfache Frage, sofortige Antwort bitte sehr:
Finanziell gesehen ist das Glas leer und trocken; es sei denn ein unbekannter Geldgeber gießt die 8 Mios hinein.
Den sportlichen Zwischenstand zeigt dir die Tabelle.

Differenzierte Antworten bekommst du sicher noch im weiteren Verlauf der Saison.


fg
19. Januar 2011 um 19:31  |  6869

guter beitrag, danke, daniel stolpe!


hertha@berlin
19. Januar 2011 um 19:32  |  6870

@dstolpe
Danke!
Ein super Artikel.
Die 2. Liga ist eben etwas anders.
Ihr Blogger seid einfach die Besten!


Etebaer
19. Januar 2011 um 19:41  |  6871

Guter Artikel – die Funkelpassage ist allerdings unzutreffend, weil die Mannschaft strukturell Bundesligauntauglich in die Saison geschickt wurde und das also von den Leuten vor Funkel zu verantworten ist.
Ich habs so in der Saison zuvor vorhergesagt, entnehm genau die 3 bestimmten Spieler aus dem Kader und man stürzt gnadenlos ab, nachzulesen in vielen Kommentaren in Welt-Online.
Es sollen doch keine Legenden entstehen, oder?

Und nochmal – alles andere ist Top auf den Punkt gebracht!


ubremer
ubremer
19. Januar 2011 um 19:52  |  6872

@Blauer Montag,

nicht nur Dir sei (zwecks Glasauffüllung) die Morgenpost-Printausgabe vom Donnerstag empfohlen 😉


Dieter
19. Januar 2011 um 20:03  |  6874

Danke Daniel Stolpe für den aus meiner Sicht zu 100% zutreffenden Beitrag!


pax.klm
19. Januar 2011 um 20:17  |  6875

Mein Senf dazu: GUT dass DAS geschrieben wurde!

Wie lange brauchte Hertha um one touch auch nur annähernd zu spielen?
Gestern war mein Kommentar zu der Thematik:
Auch unser Dauermeister aus der Stadt kurz vor den Bergen, spielte jahrelang -eher selten> schönen- aber sehr erfolgreichen Fußball!
Bin einfach erstmal nur froh, wenn es am Ende reicht!

In diesem Sinne, wir können nicht Endschuldung wollen, junge Spieler , womöglich aus der Region, gegen die anderen eingespielten Teams der 2. Liga, aber nicht mit dem Geleisteten zufrieden sein!

Zu den Schiris, erlebt bei Pokalspielen von Mannschaften unterschiedlicher Spielklassen, das „Regelverständnis“ wird durchaus vorher „abgesprochen“!


19. Januar 2011 um 20:19  |  6876

@sto: Danke für diesen Artikel, mir geht die andauernde Nörglerei (nicht konstruktive Kritik) seit dem 1. Spieltag auf die Nerven.
Insbesondere habe ich den Eindruck das die Überkritisieren sich i’wie als bessere und klüger Menschen verstehen.

Wenn mir vor dieser Saison jemand erzählt hätte, daß auf dem Spielfeld für Hertha 5 und mehr Spieler im Alter von <=20 ihre Knochen übers Feld tragen, ich hätte es nicht geglaubt. Dies im Übrigen in brenzligen Partien bzw. Spielphasen.

Ich will nicht unterschlagen, daß ich zwar mit der Punkteausbeute zufrieden bin, aber davon ausging/erwartet habe, daß wir einige Spiele sehr klar sogar kantermäßig gewinnen.

Nun heißt es also: Augen zu, Zähne zusammenbeissen und wie auch immer als 1. oder 2. am Ende der Saison aufsteigen.

PS: Eine Sache noch. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und prognostiziere, daß wir die letzten 5 Spiele gewinnen werden – davon bin ich fest überzeugt.


catro69
19. Januar 2011 um 20:20  |  6877

Netter Beitrag,
Geduld ist sicherlich nicht unsere Stärke, aber ne gewisse Leidensfähigkeit wird uns Berlinern nachgesagt…
Wenigstens gehen einige Blogger nicht ganz so opportunistisch konform mit dem Diskussionsanst0ß um.
Die Aussage, „nur der Aufstieg zählt, egal wie“ kann ich mittlerweile nicht mehr hören, bzw. lesen.
Es wurde schon erwähnt, 08/09 war die unattraktivste und gleichzeitig erfolgreichste Spielzeit der jüngeren Herthavergangenheit, auch da hieß es immer, „Hauptsache gewonnen, egal wie.“ Kaum waren die Individualisten weg, floppte das ach so konzeptionelle Konterspiel, der Umstieg auf ein sebstbewußtes, selbstbestimmendes Spiel gelang nicht mehr.
Dieses verlorene Jahr und die folgende Abstiegssaison haben mich gelehrt, die Frage nach dem „Wie?“ nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Zu der Führungsspielertheorie, aha, bis auf die U 20 – Spieler sind jetzt alle anderen Führungsspieler, oder wie muss man das verstehen? Das sind mir zuviele Häuptlinge und der der es eigentlich sein soll, kann sich weiter vor seiner Leistungsexplosion drücken (Raffael).
Dass Babbel und Widmayer tagtäglich an einer Verbesserung der Spielkunst arbeiten, davon bin ich überzeugt, auch ihre Arbeitsplätze hängen schließlich davon ab, besonders nach dem Aufstieg.
Ich will gar nicht zu überzogener, oder gar ungerechtfertigter Kritik aufrufen, aber für selbstzufriedenes Schulterklopfen ist es doch ein wenig zu früh.


Rocco
19. Januar 2011 um 20:28  |  6878

19. Januar 2011 um 20:35  |  6879

@castro: Raffael ist alles mögliche nur nicht ein Führungsspieler. Das gegt bei dessen Persönlichkeit nicht. Dessen Mentalität ist eine andere und die kann man nicht verändern. Manche Dinge wünschte man sich zwar-aber gehen einfach nicht.


Mineiro
19. Januar 2011 um 20:54  |  6880

@dstolpe:
Treffer versenkt! 🙂
Wie ich schon grade im hertha-inside Forum geschrieben habe trifft dein Beitrag den Nagel so ziemlich auf den Kopf und zeigt sehr schön, welchen Illusionen sich mancher hingibt, der erwartet, dass Hertha mit einem neuen Trainer, einer neu zusammengestellten Mannschaft, mit riesigem Verletzungs- und Schiedsrichterpech weite Teile der Zweitligateams nach Belieben spielerisch dominieren müsste.

Das ist in den meisten Zweitligastadien kaum möglich und schon gar nicht gegen tief stehende, kampf- und körperbetont spielende Teams, die gegen uns ihr Spiel des Jahres zelebrieren. So paradox es klingt: Nach einem Aufstieg werden wir in der 1. Liga viel häufiger Gelegenheit zu spielerisch ansprechenden Leistungen haben, weil wir dort viel mehr Räume und weniger zweikampfbetont agierenden Gegner haben werden. Außerdem wird das Team dann auch schon über ein Jahr zusammengespielt haben und unser jungen Spieler hier und da einen weiteren Entwicklungsschritt gemacht haben.


catro69
19. Januar 2011 um 21:02  |  6881

@ apo
Dann ist er für Hertha zu teuer…
Einzelgänger und Bruderversteher kann sich die alte Dame erst recht nicht leisten.
Und wenn er es partout nicht sein will, sein kann (Führungsspieler zu sein), muss man sich Gedanken darüber machen, wie man das Fehlen eines offensiven Führungsspielers (Spielmachers) endlich beendet.
Ich denke, die Mannschaft, der Trainerstab, das Management und wir Fans trauen ihm diese Aufgabe durchaus zu, wenn es aber an seinem Willen scheitert, tja, dann ist er eben zu teuer.


mArk78
19. Januar 2011 um 21:14  |  6882

@Rocco

Ist schon längst von U. Bremer bestätigt worden. Ärgerlich. Trotzdem gute Besserung, Sascha!

Man muss es auch von der zweiten Seite sehen. Es entlastet den Etat…


Rocco
19. Januar 2011 um 21:23  |  6883

@Mark78 , muss ich wohl überlesen haben. danke!


19. Januar 2011 um 21:28  |  6884

@ stolpe: super artikel…

wenn ich guten fussball sehen möchte, guck ich barca, real, manu oder den dfb (bei großen turnieren), und wenn ich richtig guten sport sehen möchte, guck ich handball (mit ausnahme von heute 😉 gegen france) …

aber es ist nun mal hertha b.s.c., der verein der uns am herzen liegt. wenn ich im oly bin, bin ich nicht interessiert an einer guten spieleröffnungen oder an guten spielzügen, dann bin ich nur interessiert an einem sieg mit 3 punkten. könnt ihr euch erinnern an den sieg in leverkusen in der 90. min (voronin)??? … ist mir genauso lieb, wie ein dominantes 4:0…

und das gerede von zukunft, 1. liga, nicht eingespielt sein ist m.e. quatsch… zählt nicht, wie im ganzen leben, das hier-und-jetzt…. die momentaufnahme, der derzeitige tabellenplatz… da kann der langzeitplan von mb noch so gut sein, wenn er (oder die elf, die auf dem platz stehen) 4 spiele (unglücklich) verliert, muss er aufgrund von bild und bz seinen hut nehmen… und dann kommt der nächste trainer mit einem langzeitplan… könnte mir sehr gut eine langfristige und erfolgreiche zusammenabeit mit mb umd mp vorstellen…

aber mb hat es auch eigentlich recht „einfach“ bei uns als trainer nach der „weltklasse“-leistung von fufu…auch in berliner kreisen besser bekannt als GröFuTaZ…. 😉 t-shirt gefällig vom fufu???


19. Januar 2011 um 21:36  |  6885

@castro: es liegt nicht am fehlenden Willen. Er ist schlicht ein introvertierter Mensch-das ist nichts schlimmes oder ansteckendes? -Als solcher wird man geboren. Im Moment fällt mir Häßler ein-der war mit 30 Jahren und nach Dutzenden von Länderspielen keine „Führungspersönlichkeit“. Das ist nun mal so. Es sind nicht automatisch die besten Spieler immer Führungspersönlichkeiten (auch, wenn dies für die Trainer das Einfachste und Folgerichtigste wäre). -Raffael wird in erster Linie für die Qualität seiner Arbeit bezahlt. Und die ist nach wie vor überdurchschnittlich. Dass mit dem „Bruderversteher“kommentiere ich nicht- keine Ahnung, was damit gemeint sein soll?!


pax.klm
19. Januar 2011 um 21:54  |  6886

Ja apollo scheint so , dass jemand hier einfach der Meinung ist, dass einer /oder Beide Brüder nicht so gut sind, dass sie bei Hertha spielen sollten!
Oder irre ich mich da?
Die Frage nach dem was der Verein, was die Fans wollen schreit immer lauter!
Nur finanzielle Möglichkeiten daran etwas durch Einkauf zu ändern, die haben wir nicht!
Hier steht der Verein, er kann nicht anders!


alorenza
19. Januar 2011 um 23:07  |  6887

Klasse Text vom Kollegen Stolpinho. Habe ihn gelesen, applaudiert und dann den ganzen Tag nach nem Haken gesucht (Journalisten sind so). Dann kam ne Geschichte dazwischen und die Pflicht, nen fast schon riesengroßen Hertha-Fan vom Schulhort abzuolen (wenn der und seine kleine Schwester Ha-ho-he brüllen, springt in Prenzlberg die U2 aus den Schienen).

Dann gabs nen Abend mit Gästen. Und jetzt sitz ich hier und habe eine Frage an Stolpinho und Euch alle.

In diesem Blog und den Comments ist 99,9 Prozent von allem erklärt. Nur eines nicht …

Fast 50 000 gegen Oberhausen am 1. Spieltag nach dem Abstieg. Buzz und Interesse und Liebe und Angst und Mitfiebern und Wir-wollen-wieder Bundesliga und das alles auf einem Niveau, das NIEMAND vorhergesagt hatte oder vorhersehen konnte.

Deshalb sage ich: Meckern und bibbern ist ein Teil der Anteilnahme, die Hertha sich in Berlin erworben hat. Und zwar in den 13 Jahren Bundesliga. Oder, wenn man es genau nimmt, in den Jahren seit dem ersten Arbeitstag von Jürgen Röber, Trainer meines Lebens!

Das mag der eine oder andere nicht kapieren. Und vor allem in den Redaktionsstuben dieser Stadt gibt es die Ewig-Vorurteilsbelasteten, die eine geile blau-weiße Geschichte nicht mal erkennen würden, wenn sie ihnen aufs Keyboard klatschen würde. Aber das sind einfach Loser, die eh keiner ernst nimmt.

Hertha (und Union auf seine Weise) packen die Emotionen von so vielen Berlinern, dass man sich manchmal festschnallen muss. Da ist was entstanden, was es vor 20 Jahren in der fußballerischen Leichenschau Berlin nicht gab und womit niemand rechnen konnte.

Deswegen verstehe ich auch das Dauergemeckere, das „Was-ist-denn-jetzt-schon-wieder-los-bei-Hertha“. Und nehme es hin, fahre die Antennen hoch und versuche zu erklären, was im Verein los ist. (Die Hinrunde 01/11 wird auch noch mal richtig seziert werden…)

Aber bis dahin und bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir alle Hertha wieder so vertrauen, dass wir gaaaaaanz coooooool bleiben können – unter JR gab’s mal so ne Phase, in der niemand glaubte, es könne wirklich was anbrennnen – bleiben wir alle bei Stolpinho: It’s the Aufstieg, stupid. Und sonst gar nix!

Happy days

alorenza


Mineiro
19. Januar 2011 um 23:32  |  6888

Ich glaube die 50.000 gegen Oberhausen waren eine Mischung aus sehr vielen Faktoren:

– Neugier auf die neue Mannschaft
– Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis nach so langer Durststrecke im eigenen Stadion (Stichwort Fufu: „Man muss nicht jedes Spiel gewinnen“ … aber ein oder zwei Heimsiege hätten womöglich zum Klassenerhalt gereicht.
– Günstigere Ticketpreise in der 2. Liga und Freikartenaktionen zum Saisonstart
– Schönes Wetter
– Markus Babbels Ausstrahlung und Rede auf der MV Ende Mai
– 14.000 Dauerkarten
– gute Vorbereitungsspiele


PreussischeProvinz
20. Januar 2011 um 0:17  |  6889

@sto Danke für die Brandrede
Alle mal wieder runter auf Null und etwas positiver denken. Sehen die meisten Fans denke ich eh so und zeigen es durch die „Jetzt erst Recht-Mentalität“ im Stadion.
Blauweisse Grüsse


Chris
20. Januar 2011 um 0:31  |  6890

@castro
sorry, aber was Du da über Raffa schreibst finde ich schlicht unfair und unqualifiziert. Er ist ein klasse Spieler – Punkt!
Beim Gerede über Führungsspieler wird m.E. ohnehin oft zu sehr ein Faß aufgemacht. Warum eigentlich? Wenn Aerts, Mija, Niemeyer und Kobi auf´m Platz stehen kann man deutlich sehen, wie die auf die Jungen einwirken. Sogar Lell mal dann und wann (und er macht gern Text beim Schiri). Also, geht doch. Soll Raffa lieber Vorlagen geben und Tore schießen.

Dem Artikel hier von @dstolpe stimme ich weitgehend zu. Interessant ist mE wie schnell hier und in anderen Foren die Stimmungen umschlagen. Alles toll – alles scheiße – alles toll. Ist ne recht enge Emotionsskala, die von einigen bespielt wird. Aber es sind auch gut differenzierte Ergänzungen in den Kommentaren. Auch die berlinerisch-fussballkulturtheoretische Erklärung nach @alorenza finde ich ansprechend. Nebenbei: Was machst Du mit so einer tiefen Berlin-Emotion im Herzen in Prenz´lberg – da findste nun wirklich keine echte Berliner Emotion mehr, höchstens aktives Mitleid mit dem VfB… 😉


Exilherthaner
20. Januar 2011 um 0:34  |  6891

@sto

Gut strukturierter Beitrag, der deine Meinung zum Thema ausführlich wiedergibt. Jedoch finde ich deinen Beitrag an vielen Stellen zu oberflächlich und viele deiner (subjektiven) Punkte kann ich nicht teilen. Ich gehe einfach mal den Beitrag durch:
1. du solltest mir keine schlechte Laune attestieren, nur weil ich konträrer Meinung bin.
2. der Fussball, der unter Funkel geboten wurde, war nicht erfolgreich und recht defensiv, aber wir sind (soweit das Spielermaterial es zuliess) recht organisiert aufgetreten und haben vor allem hinten kaum etwas anbrennen lassen. Wir waren dahingehend in der Rückrunde sogar weit oben, was die Defenisvleistung anbelangt und genauso muss man eben auch spielen, wenn man gegen den Abstieg spielt. Vorne haben unsere Stürmer leider nicht genügend getroffen…Pech gehabt!
3. Ich bin nicht der Meinung, dass die 2.Liga qualitativ derart miserabel ist, wie du es hier darzustellen versuchst. Auch in Liga2 wird oftmals guter, attraktiver und sogar intelligenter Fussball gespielt. Nnatürlich alles im Rahmen des Möglichen und mit intelligentem Fussball meine ich gewiss keinen Hurrafussball, wo man den Gegner mit 9:0 aus dem Stadion fegt. Und was das pure Grätschen anbelangt, so haben auch wir solche Typen im Kader…also bitte keine falsche Bescheidenheit dahingehend und nicht versuchen, unsere Mannschaft hier zum Opfer in einer von jeglichen Einflüssen des modernen Fussballs freien Welt zu machen.
4. Markus Babbel kein guter Trainer? Dieser Meinung kann man doch sein….erst recht, wenn man sich seinen Werdegang beim VfB angesehen hat und meint, die gleichen Parallelen auch nun bei Hertha wiederzuentdecken. Bisher habe ich von Babbel kaum etwas gesehen, was m.e. nicht auch jeder andere Trainer mit dem Team hätte erreichen können…..aber das ist natürlich nur pure Spekulation meinerseits.
5. Der Einbau an jungen Spielern: ja, hier hat Babbel ganze Arbeit geleistet und dafür meinen grossen Respekt.
6. Man muss nicht nach Dortmund schauen, um gute Arbeit zu erkennen. Ich werde mich wohl jetzt gleich unbeliebt machen, aber nach einem halben Jahr unter Favre hat die Mannschaft bereits soetwas wie eine Handschrift erkennen lassen und der dargebotene Fussball wusste auch zu gefallen (zumindest mir). Ich bin ja auch gerne bereit, Babbel weiterhin mein Vertrauen auszusprechen und darauf zu warten, dass man auf dem Platz auch mal sieht, wieso unser Budget das der Konkurrenz um Dimensionen übersteigt. Jedoch wäre ich mehr als hocherfreut, wenn er das innerhalb von 12 Monaten schafft. Wir müssen wie gesagt nicht jeden Gegner weghauen, aber zumindest sollten wir uns nicht permanent (!) über weite Strecken des Spiels den Schneid abkaufen lassen.
7. Man sollte die Unzulänglichkeiten einzelner Spieler nicht unbedingt dadurch entschuldigen, dass sie sich gerade in einer Lernphase zum angehenden Leistungsträger und Führungsspieler befinden. Bei Lell ist ja doch recht deutlich, dass hier Technik, Timing und Spielübersicht schlichtweg fehlen. Das war weder bei Bayern noch bei Köln anders. Kobiashvilli wird im Sommer 34 Jahre alt. Da erwarte ich einfach nichts mehr. Ansonsten hat man ja gerade mit Mijatovic und Aerts gewisse Führungsspieler eingekauft, die bereits vollständig integriert sind falls man den Presseberichten trauen darf. Also so führungslos ist unsere Truppe nicht.
8. Geduld ist eine feine Sache. Manchmal jedoch auch nicht förderlich (siehe das Festhalten an Funkel). Zur Zeit ist Hertha noch im Aufstiegsrennen dabei. Ich hoffe, dass man zügig wieder den ersten Platz einnimmt und den Vorsprung auf Platz 2 schnellsten ausbaut. Nichts wäre fataler, wenn man sich hier und im Verein auf die Schulter klopft und am letzten Spieltag durch eine Niederlage auf den 3.Platz zurückfällt und die Relegation vermasselt. Daher gilt es nicht, wie bisher nur da oben mitzuschwimmen sondern selber den Takt anzugeben. Das geht vor allem einfacher, wenn man das Potential der Mannschaft (noch mehr) ausschöpft, wie ein Favre es z.B. über weite Strecken getan hat. Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir die Spieler haben, um die Liga dominanter anzugehen. Ob wir den richtigen Trainer haben,davon bin ich weniger überzeugt und mich graust es vor der Vorstellung, mit diesem Trainer in der kommenden Saison in den 1.Ligaabstiegskampf zu ziehen und sei es nur für die wenigen Spieltage bis zu seiner Demission.


20. Januar 2011 um 0:48  |  6892

tja..mir fällt dazu nichts ein. Der letzte Satz sagt für mich eigentlich nur aus, dass es hier weniger um ein objektives Urteil geht, als vielmehr um eine Art Antipathie (bis hin zur Mißgunst).- Aber solch tiefe Abneigung und Skepsis sollte dann bitte nicht mit Tiefgang verwechselt werden.(ich sage das nur, weil einleitend von „oberflächlich“ die Rede ist..)


Exilherthaner
20. Januar 2011 um 1:37  |  6893

@apo
Ich hege keine Antipathie gegen die Privatperson Babbel und Missgunst erst recht nicht. Mir ist total schleierhaft, wie du überhaupt auf so einen abstrusen Gedanken kommen kannst. Ich halte ihn einfach nicht für kompetent genug, um als Cheftrainer bei Hertha zu fungieren….sei es nun in Liga2 und erst recht nicht in Liga1. Das habe ich an Beispielen im gestrigen Blogbeitrag zu erklären versucht. Versuche also bitte nicht, mich in eine Schublade zu stecken, weil dir einfach meine Meinung schlichtweg nicht passt.


20. Januar 2011 um 2:08  |  6894

Zitat:“Ob wir den richtigen Trainer haben,davon bin ich weniger überzeugt und mich graust es vor der Vorstellung, mit diesem Trainer in der kommenden Saison in den 1.Ligaabstiegskampf zu ziehen und sei es nur für die wenigen Spieltage bis zu seiner Demission.“
Das ist nicht sachlich begründet. und schließt gleich noch seine Entlassung mit ein. Prognostizierter Mißerfolg der Hertha (wegen Babbel)-na, wenn das nicht eher emotional gefärbt ist..? Das ist mehr als eine Meinung, findest Du nicht?


Exilherthaner
20. Januar 2011 um 3:00  |  6895

ach apo, wir werden nun mit oder ohne Babbel gegen den Abstieg spielen. Das ist doch sehr wahrscheinlich und sollte selbst für dich keine Überraschung sein oder? Eenn es anders kommt, umso besser.

Und noch einmal:
Ich bin der Meinung, dass Babbel kein guter Trainer ist (–> komplett emotionslos, Begründung unter anderem im vorherigen Blogthema und in vielen anderen davor…also nichts da mit unbegründet, gelesen hast du es ja schliesslich selber!)
Daraus folgt: er wird es nicht leicht haben in Liga1 und m.e. dort auch nicht lange Herthatrainer bleiben (–> aus einer emotionslosen Meinung folgt eine ebenso emotionslose Schlussfolgerung).
Das Gleiche kann ich auch mit etlichen Spielern (Lell, Mijatovic, Kobiashvilli, Ruka, Friend) machen….aber wahrscheinlich würdest du auch da nur wieder sagen, dass ich eine Art Antipathie (bis hin zur Mißgunst) gegen diese Spieler hege. Bringt uns das wirklich weiter, obwohl du selber noch die Qualität der Spieler in Frage gestellt hast?
Merkst du jetzt so langsam, wie unsinnig deine Vorwürfe in meine Richtung sind. Der Trainer ist mir genauso wenig heilig wie die Spieler (für dich scheint der Trainer ja wohl eine Sonderrolle einzunehmen….bitte schön) und wenn ich der Meinung bin, dass die Leistung nicht reicht, dann sage (und begründe) ich das eben frei aus. Das sollte ja wohl noch erlaubt sein, ohne das einem das Wort hier mit Totschlagargumenten verboten wird.


20. Januar 2011 um 3:31  |  6896

Ich will Dir nichts verbieten. Wenn Du Dein Urteile für rational hälst, dann tue das.


nocke79
20. Januar 2011 um 6:09  |  6898

Guter Artikel, erhält meine volle Zustimmung.

Finde vor allem das Lell oft zu schlecht wegkommt. 2009/10 hatte er ganze 97Minuten auf dem Feld gestanden und sogar nach 38 Minuten in der 3.Liga Rot gesehen. Also ein Jahr ohne Spielpraxis.
Jetzt kommt er zu Hertha, ist Stammspieler, Kicker-Rangliste im Blickfeld der Außenverteidiger und trotzdem wird gemeckert das er offensiv zu wenig macht. Dabei war er offensiv schon immer limitiert.
Ob Babbel ein guter Trainer ist kann man nur ganz schwer einschätzen. Er ist noch ein junger Trainer, der sicherlich auch noch dazu lernt.
@Exilherthaner: War Hitzfeld ein schlechter Trainer weil er fast emotionslos ist? Was haben Emotionen mit gut und schlecht zu tun bei einem Trainer?


alorenza
20. Januar 2011 um 8:54  |  6900

@chris Einer muss ja in Prenzlberg die Stellung halten.

Zum Beispiel so:

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/1231/sport/0002/index.html


alorenza
20. Januar 2011 um 9:02  |  6901

@exilherthaner Die Zweite Liga ist noch viel schlechter, qualitativ, als Diplomat Stolpe es beschreibt.

Ein und nur ein Beweis dafür: In dieser Liga ist sogar F§$&&lm F(„!$=§“l ein Trainergott. Case closed!


wilson
20. Januar 2011 um 9:29  |  6902

Die 2. Liga ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man bekommt.

Da kommt auch schon mal von irgendwo her unerwartet ein Verteidigerbein angegrätscht.
Diese Aussage von @ dstolpe gewinnt mit jedem Lesen.


pax.klm
20. Januar 2011 um 9:33  |  6903

„War Hitzfeld ein schlechter Trainer weil er fast emotionslos ist? Was haben Emotionen mit gut und schlecht zu tun bei einem Trainer?“
Genau daran habe ich auch gedacht! Stimme dir hier voll zu!
Die Situation bei Hertha ist doch nicht wirklich so, dass Hertha der Krösus ist, nein Hertha ist eher Schuldenmeister!
Und woher nehmen einige die Überheblichkeit von einem überlegenen Kader zu sprechen?
Welcher Trainer (der „besser“ als MB ist würde denn kommen)?
In die Aufstiegsmannschaft `97, hätten da nicht noch mehr von den ehem. Bubis eingebaut werden können, müssen?
JR zu einem Unangreifbaren zu machen halte ich nicht für richtig, auch bei ihm konnte man selten das was viele System nennen sehen. Und durch seine Art Training hat er so manchen Spieler die „besonderen“
Fähigkeiten „genommen“.
Dennoch ich mochte ihn!
Dieses jetzt schon darüber nachzudenken was sein könnte,… erst mal muß der Verein aufsteigen!
Denke eher , dass der MB ein für Hertha passender Trainer ist!
Wollte man alles (auf einmal) verbessern, dann müsste man die Mannschaft kasernieren!
Es gibt so viel zu tun!
Wie schnell auch Trainer schmeißen zeigte deutlich
Dettmar Cramer und letztlich auch LF!
Welcher bezahlbare Tainer würde denn den „Sorgenvollen“ so durch den Kopf schwirren?
Wer wäre überhaupt bereit zu kommen, wenn würde der Boulevard nicht als „unfähig“ betrachten!
Unterstützen wir den Verein bei der Legendenbildung! Sorgen wir für ein volles Oly,
auch gegen kl. Gegner! Es gibt Möglichkeiten!


ursula
20. Januar 2011 um 9:56  |  6904

@ dstolpe

Man kann das ALLES Ehrenwerterweise so sehen, wie
gut beschrieben. Auch Ihre Interpretationen zu den
Protagonisten und deren Vorgaben oder eben nicht,
zum “Spielen in der 2. Liga”, in etwas so abhandeln!

Nur können sich dieser Trainer und sein Team zuzüglich
Sportlicher Leitung, es sich leisten, eben auf/mit diesem
“Zufallsprinzip”, darauf läuft es hinaus, den Aufstieg
ernsthaft in Angriff zu nehmen, die “Unwägbarkeiten”
der 2. Liga billigend in Kauf zu nehmen und nach einer
Stunde zwar engagierten, aber wirren “Systemfußballs”
wieder und wieder einmal darauf hoffen, dass solches
Zusammentreffen mit Elfmeter (!?) und Abstaubertor,
der Güte “Torwartfehler à la Kreisliga”, DREI Punkte
bringt, aber eben locker auch nicht!!

Selbst Fußball auf Niveau gespielt und Trainer, darf
ich Ihnen versichern, das kann dauerhaft kaum gut
gehen und wie Sie richtig resümieren, DARF die
Hertha sich den sofortigen Nichtaufstieg in keinem Fall leisten!

Es bedarf sicht- und SPÜRbarer Vorgaben, es bedarf
einer elementaren Ordnung im Spiel und es bedarf
eines gewissen Grundkonzeptes, das zwar während
eines Spieles verloren gehen kann, je nach Qualität
des Gegners und seiner eigenen Intensionen, aber
eine “Rückkehr” ins Spiel muss jederzeit erkennbar
und auch möglich, unter EINBEZIEHUNG (!) eines
großen Radius` um den Mittelkreis des Spielfeldes,
strategisch machbar sein…..

….oder glauben Sie ernsthaft, dass wäre “DIESES
Tor” nicht gefallen, Hertha gar in möglichen Rückstand geraten, ”WIR” die DREI Punkte dennoch
“IRGENDWIE” eingefahren hätten (?)….

Die Häufung solcher Spiele machte die Quintessenz,
darf kein Kriterium sein und die “Menge” der lauernden
Punktenachbarn ist BEÄNGSTIGEND!!!
Grüße P. S.


08-15
20. Januar 2011 um 10:03  |  6905

@ubremer
Damit der Kollege @dstolpe hier nicht allein die ganzen Meriten einheimst… Cooler Hintergrundartikel von Dir zur „8 Mio.-Finanzspritze von Mr. X“

Obwohl ich davon ausgehe, dass es ohnehin jeder hier macht: Leseauftrag! 🙂

Muss das erst mal sacken lassen, auch wenn sich das alles, speziell im Vgl. zu dem ähnlich gelagerten Konstrukt beim HSV um „Mr. Kühne Senf“, viel besser und auch durchdachter anhört. Vielleicht/wahrscheinlich wird’s dazu hier ja hier auch noch weitere Diskussionen geben.


Dan
20. Januar 2011 um 10:11  |  6906

@wilson
Habe Dich gestern beim SCC vermisst, war nur „Nike“ da. 😉

@ubremer
Danke für den informativen Artikel über „Mister Geheimnisvoll“. Nach dem ersten Durchlesen, würde ich sagen, sind alle Eventualitäten abgedeckt.
Deine Annahme / Spekulation bezüglich der Identität teile ich zu 100%. Unter 5% wer macht das mit 8.0 Mio?


pax.klm
20. Januar 2011 um 10:30  |  6907

Wer macht das mit 8 Mill ? Nun jemand der genug Geld dafür hat!
Mir ist es bei dieser Konstruktion eigentlich egal, denn dass der/diejenige ein Herz für Hertha hat ist klar!
DAS zählt!

So sind vielleicht dann auch 50000 gegen Oberhausen zu erklären, Zuneigung zu Hertha, Sehen DAS WAS geht, WIR Gefühl!
Vielleicht wächst endlich zusammen, was zusammen gehört!
So wie in der Zeit vor dem Skandal!
Neue Fans braucht die Stadt! Hertha.
Sollte es tatsächlich WG sein, der jeniger ist, dann wäre er zwar irgendwie Insider, es zeigte mir aber wie ernst er es mit Hertha meinte. Und wenn nicht, ist das Bild des Vereins für mich zunehmend positiv!


micha
20. Januar 2011 um 10:54  |  6908

Vielen Dank für den Artikel!
Dieses gemeckere von manchen ist echt anstrengend, wir sind in der 2. Liga und hier ist nunmal Kampf angesagt und das machen die Jungs echt ordentlich! Bis jetzt macht Babbel sich sehr gut und ich hoffe es bleibt wie es ist nämlich erfolgreich!

Also HaHoHe nicht meckern geniessen!


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 10:56  |  6909

Ich muss wahrscheinlich wieder in den Aufsichtsrat 😉 , aber ich verstehe weder die Rechenbeispiele in der MoPo noch im Berliner Kurier, und die unterscheiden sich auch noch m.E. im Ansatz.

Was ist wenn Lusti „nur“ 5 Millionen bringt, bekommt der Investor dann auch 50% Rendite auf seinen Einsatz, also auch 500’000?

Soweit ich es verstehe, was grundsätzlich falsch sein kann, ist mir das gute Herthaherz doch ein wenig überzogen.

Das Risiko des Investors ist, dass Hertha bankrott geht, er geht also ein Risiko und sei für die Hilfe verdankt.

Ansonsten hat er einen garantierten Gewinn von unter 5% (die Verzinsung) plus eine Rendite von maximal 50% (so ich es denn verstehe) bei positiven Transfergeschäften.

Wohlgemerkt, ich sehe das jetzt nicht negativ (kann ich ja auch nicht, weil ich es noch nicht verstehe), aber es scheint mir jetzt auch kein Deal zu sein, wo das goldene Herthaherz ohne Rücksicht auf Verluste nur dem Verein helfen will. Helfen wird es, aber die Hilfe ist nicht umsonst.


20. Januar 2011 um 10:58  |  6910

…. es ist immer wieder frapierend seine eigenen Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte in solch „fremden“ Artikeln wie den Obigen wieder zufinden.Man liest und liest und denkt dabei, genau – eigentlich siehst Du das genauso.Nur kann man es selber nicht in Worte fassen …! Ist doch aber ganz einfach: Ein Verein und eine Liebe – HA_HO_HE Hertha BSC – In guten wie in schlechten Zeiten !!!

Klasse Artikel – Danke …


ursula
20. Januar 2011 um 11:20  |  6911

Kleiner Nachtrag zum Vortrag und ergänzend
zu „Exilherthaner“, woher wissen eigentlich die
vielen „Babbel-Befürworter“ das er ein „guter“
Trainer ist??

Ca. ein halbes Jahr Stuttgart,korrespondierend
die „Trainerlehre“, und rund ein halbes Jahre die Hertha….

….wenn ich noch immer keine „Handschrift“
des Trainers sehe, ist das doch eine ganz
pragmatische Feststellung, eben Meinung,
die mit „Nörgelei“, gar „Missgunst“ wie viel
gemein haben soll….??


mArk78
20. Januar 2011 um 11:22  |  6912

@08-15

Das ist nicht „Mr. Kühne“ vom Senf-Imperium beim HSV, sondern der von „Kühne und Nagel“-Speditionen…


wilson
20. Januar 2011 um 11:27  |  6913

@ mArk78

Auf jeden Fall gibt er aber seinen Senf dazu.

Mit dem Nagel auch noch einem Kalauer zu verwursten, ist selbst mir zu flach (und das will was heißen).


Sascha
20. Januar 2011 um 11:27  |  6914

Ich muss mal Exilherthaner in Schutz nehmen. Er hat eine Meinung und diese begründet sich aus seinen Beobachtungen.

Ich persönlich bin kein Babbel-Fan. Babbel ist mir persönlich zu populistisch und mir fehlt in Herthas Spielen ein gutes taktisches Konzept, welches Chancen kreiert. Jedoch muss man ihm den Erfolg den wir nunmal haben zuschreiben. Auch die Tatsache, dass er unser Mannschaft deutlich verjüngt hat, ist ihm zu verdanken! Und so lange wir aufsteigen, wird auch keiner was gegen Ihn sagen. Aber sobal wir in eine Krise geraten, werden die gleichen die hier laut „Babbel, Babbel“ schreien, diesen wieder kritisieren…

Deshalb finde ich es richtig, dass es auch Leute gibt, die von vornherein nicht alles toll finden und die rosa Brille aufhaben!

Zum Zeitunsartikel:

Kompliment an Kollege Bremer für diesen Artikel und die ausführliche Recherche, anscheindend scheint die MoPo eine gute Kooperation mit einem Präsidiummitglied zu haben 😉

Ich finde, dass System garnicht so schlecht. Und dass Hertha das Ding noch nicht groß an die Öffentlichkeit hängt, solange nichts fest ist, finde ich auch richtig. Das Modell an sich wird sicher für Aufschrei sorgen, ist aber in unserer Situation absolut richtig.


pax.klm
20. Januar 2011 um 11:36  |  6915

Wie wäre es mal mit dem Versuch der Handschrift:
„Glückliche“ Erfolge!

Andere Frage, wann in den letzten 4Jahren hat Hertha mal erfolgreich und schön gespielt! Bei welchem Trainer (außer Favre) war ein eindeutiges, „neues“ System zu sehen? Und in wieviel Spielen?

Und richtig, Babbel ist ein junger, ziemlich unerfahrener Trainer, wo bitte soll er denn die Erfahrung sammeln. Es ist wie mit jungen Spielern. Hinterher jammern dann alle rum, warum haben wir es nicht mit unseren Jungen probiert!

Nochmal die Frage, welchen bezahlbaren Erfolgstrainer wollen wir?
Vorschläge bitte, möglichst mit Finanzierungsvorschlägen!

Hertha steht punktgleich mit FCA auf einem Aufstiegsplatz!

Übrigens: Macht England bei der WM dieses tolle Tor, dann -behaupte ich- gewinnt D dieses Spiel nicht, dazu noch in dieser Höhe!

Fast überall ist etwas vom Glück abhängig, zumindest von der Wahrscheinlichkeit!
Geht er rein oder nicht!


20. Januar 2011 um 11:41  |  6916

Mißgunst meine ich herauszulesen, wenn jemand die , Zitat“:Demission“ des Trainers als unausweichlich vorhersagt. Wenn ich das überinterpretiertiert haben sollte, mein >sorry< und "um so besser".
Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass hier jemand ausdrücklich gesagt hätte, Babbel sei ein guter Trainer..oder gar, dass er unfehlbar sei-aber o.k.-ich versuche die Frage des "selber Trainer" zu beantworten:
1. ich weiss nicht, ob der Trainer ein "guter" ist
2. Im Gegensatz zu seinen Kritikern, kann ich ziemlich klar erkennen, was die Mannschaft spielen soll-
3. kann ich eine stetige Entwicklung erkennen
4. wird von Trainingsbeobachtern berichtet, dass Laufwege u.a. taktische Dinge zum alltäglichen Stoff gehört
5. wird die Mannschaft ganz offensichtlich erreicht
6. gefällt die Einbindung der jungen Spieler und Reservespielr als solche
7. gefällt das klare, selbstkritische Auftreten in der Öffentlichkeit
8. widerspricht das Erreichte nicht den vorgegebenen Zielen
9. erscheint die wichtige Zusammenarbeit mit Manager Preetz sehr intensiv und fruchtbar
10. die ersten 9 Punkte lassen mich zweifeln, ob ein Traineraustausch Sinn ergäbe-und irgendjemandem vermittelbar wäre.
Abschließend: kaum jemand dürfte sich dagegen sträuben, über einige Maßnahmen des Trainers kritisch zu diskutieren?-Es geht wohl eher darum, diese z.Z. völlig sinnlose Grundsatzdiskussion führen zu wollen.Ich für meinen Teil würde darauf gerne verzichten. Das ist weder konstruktiv und zielführend , noch irgendwie indiziert. –


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 11:43  |  6917

Ich hatte eigentlich auch was „Längeres“ zum @Exilherthaner geschrieben, aber vermutlich den Sendeknopf vergessen. (oder fehlt mir das Sendebewusstsein? http://www.youtube.com/watch?v=ZxloPyhezCQ).

Da das meiste jetzt inzwischen gesagt ist: @Exilherthaner, du bist nicht alleine.

Ansonsten will ich jetzt wirklich mal abwarten, was in der Rückrunde kommt. Zu viele Unwägbarkeiten gab es noch in der Hinrunde. Wie @Dan sagte, braucht es auch Zeit, um ein System einzuschleifen, der Fitnesszustand der Spieler zu Beginn, das Kopfproblem 2. Liga, schlechte Plätze, Kredit für Babbel für den Einbau junger Spieler etc. etc.

Aber überzeugt hat er mich auch noch nicht, sorry.


pax.klm
20. Januar 2011 um 11:47  |  6918

@alorenza, warum 1975?
Der Abstieg von Hertha bedann erst Anfang der 80er!
Und warum die Lachnummer der Nation (West)?

Ansonsten durchaus Zustimmung…


pax.klm
20. Januar 2011 um 11:47  |  6919

begann


Chris
20. Januar 2011 um 12:36  |  6920

@pax.klm
Naja, Lachnummer ist n harter Begriff. Aber als ich damals ins Poststadion gehen musste um Hertha zu sehen, während viele meine Freunde für Bayern oder Bremen in BL1 fieberten, war das schon heftig. Die 80´er waren definitiv keine Hertha-Jahre.

@alorenza
Schöner Artikel! Find ich super, wie Du den Stadionbesuch mit Deinem Kleinen beschreibst. Großes Lob!


08-15
20. Januar 2011 um 12:42  |  6921

@mArk78:
Hey, Danke für den Hinweis!

Zu der Diskussion um den dstolpe-Beitrag:
Da fällt mir auf, dass sich die Fraktionen mal wieder aufzustellen scheinen… Leute, mein Wunsch, lasst uns das bitte nicht machen! Meinung ist Meinung, leben und leben lassen – so sollte es sein. Meiner Meinung nach. Und bisher kriegen wir das hier doch super hin: Meinungen von anderen auch einfach mal im Raume stehen zu lassen.
Wenn es den Non-Konformisten zu unkritisch ist, wie aus ihrer Sicht die meisten hier mit dem dstolpe-Beitrag sympathisieren – gut und schön, aber macht es doch den aus Eurer Sicht „Konformisten“ dann bitte nicht gleich wieder zum Vorwurf, z.B. indem Ihr sie „Konformisten“ nennt. Was bringt das? Im Gegenzug könnte man ja auch sagen, liebe „Non-Konformisten“: Selbst wenn Hertha gerade den zwölften Deutschen Meistertitel in Folge geholt hat und sich anschickt als erste Mannschaft überhaupt die Champions League zum fünften Mal hintereinander zu gewinnen – es wird garantiert auch in diesem Fall genügend Suppenhaare geben. Und Ihr („Liebe Non-Konformisten“), Ihr werdet sie finden! 🙂

@hurdiegerdie:
„Was ist wenn Lusti “nur” 5 Millionen bringt, bekommt der Investor dann auch 50% Rendite auf seinen Einsatz, also auch 500’000?“

Wenn ich es richtig verstanden habe, wäre es genau so, ja. Der Investor erhält nur den Anteil auf seinen finanziellen Einsatz, unabhängig vom Transfererlös. In Deinem Beispiel dann eben die 50% auf 1 Mio.


sunny1703
20. Januar 2011 um 12:48  |  6922

@ubremer
Interessante Infos über den Deal. Ist er so,wie beschrieben, wird das ziemlich sicher jemand aus der nächsten Umgebung von Hertha sein, denn dazu gehört eine ganze Menge Herthablut!
Zum einen gibt es am Kapitalmarkt trotz niedrigr Zinsen bei Risikoanlagen und Hertha ist nunmal eine,deutlich besser Renditen zu erzielen,zum anderen können die angesprochenen Beteiligungen auch an Transferverlusten schneller kommen als gedacht,sollte Hertha nicht aufsteigen.
Ärgerlich bleibt für mich dass es um Herthas Lizenz bei einem Nichtaufstieg ohne die 8 Mios viel schlechter bestellt war,als man einen glauben ließ.
Mich beruhigt das auch für die treuen Fans von Hertha,die trotz eines wirklich großen Risoko die letzte Inhaberschuldverschreibung gezeichnet haben 🙂

Ich finde die Diskussion um die Güte von Babbel als Trainer sehr interessant und ich verstehe beide Seiten.
Mir hat auch in vielen Spielen eine Struktur gefehlt,gerade in Auswärtsspielen gegen untere Mannschaften die Einstellung.
Aber ich bitte auch zu bedenken ,Babbel ist ein junger Trainer ,die älteren unter uns können sich sicher noch daran erinnern wie schwach König Otto ins Trainergeschäft gestartet ist oder Felix Magath.
Und sie liegen bisher noch im Punkteschnitt ,sind zu 100% im Aufstiegsrennen dabei.
Die philosophische Frage ist,wie definiert man guter oder schlechter Trainer .
Da gibt es sicher diverse Definitionen zu bieten.
Für mich zählen am Ende nur nackte Zahlen ,steigt Hertha auf,war Babbel in dieser Saison der richtige und damit ein guter Trainer für Hertha.
Wenn nicht,dann fällt das Urteil sicher nicht so aus.
Bis dahin kann ich nur emotionales schreiben,wie mir gefällt seine ruhige sachliche Art.
Und was mir gefällt,er hält sein Versprechen und setzt auf die jungen Spieler. Denn das bedeutet im Falle des Nichtaufstiegs und seines Scheiterns,findet sein Nachfolger keine unerfahrenen Milchbubies vor ,sondern einige schon erfahrene Jungprofis.

lg sunny


wilson
20. Januar 2011 um 12:48  |  6923

@ 08-15

Und sollte der Spieler ablösefrei wechseln, erhält er lediglich die unter 5%-Verzinsung ?


Tunnfish
20. Januar 2011 um 12:51  |  6924

hmm…also wenn Hertha in der Rückrunde genauso spielt wie in der Hinrunde dann wären das 66 Punkte und der Aufstieg damit so gut wie sicher. Würde mir persönlich reichen. Wenn sich dazu noch gewisse Automatismen einstellen, läuft es vielleicht sogar noch einen Tick besser. Es hätte doch auch bedeutend schlechter laufen können, oder nicht? Wenn ich mir ansehe wieviele U20 Spieler zum Spielende gegen Oberhausen auf dem Platz standen ist mir um die Zukunft eben nicht bange.

Apropos Zukunft:
@ubremer
Habe ich das richtig verstanden? Die 8 Mio werden schmal verzinst. Sollte eine Spieler aus dem Pool verkauft werden erhält. der Investor eine Beteiligung zurück.
Die Frage ist nun bleibt sein Grundkapitaleinsatz von 8 Mio erhalten oder verringert sich sein Kapital mit dem Verkauf, um bei dem Beispiel von Lusti zu bleiben um die 500.000 die er aus dem Verkauf erlöst auf 7,5 Mio oder ist dieser Betrag seine Renditechance ?
Im letzteren Fall würden die entsprechenden Beteiligungen bei zur Zeit teuren Spielern und einer fehlenden Entwicklung dieser Spieler für Hertha wenig Vorteil bringen. Ideal für Hertha wäre in jedem Fall eine möglichst Hohe Anzahl von Jungen Spielern mit niedrigem Marktwert und hohem Potential.


hertha-phil
20. Januar 2011 um 13:02  |  6925

Zur Trainerdiskussion (@Exilherthaner, @ursula, u.a.)

Für mich war Favre der Trainer, der am sichtbarsten eine Handschrift im Spiel der Mannschaft umsetzen konnte. Dies waren verändertes Zweikampfverhalten, möglichst ohne Fouls, oft durch geschicktes Zustellen der Räume. Dann schnelles und direktes Spiel nach vorn, ohne ständig hinten herum zu spielen.
Favre hatte andere Schwächen, nicht im taktischen Bereich. Seine stereotypischen Interviews haben mich ahnen lassen, dass er vielleicht in der Ansprache an die Spieler irgendwann nicht mehr so motivieren konnte, dass die Mannschaft trotz der Rückschläge noch an sich geglaubt hat.

Motivation war vielleicht eine Stärke von Röber, die Mannschaft taktisch entwickelt hat er eher nicht.

Funkel ist es gelungen, die verunsicherte Mannschaft defensiv zu stabilisieren, übrigens ganz maßgeblich durch Kobi, der jetzt so kritisiert wird. Ansonsten hat Funkel versucht, mit minimalem Risiko die Klasse zu halten, das war zu wenig. Funkels Stärke scheinen eher Ruhe und Gelassenheit zu sein, auch das sind wichtige Tugenden, die einer Mannschaft helfen können. Für größere taktische Schulung war die Zeit zu kurz.

Und jetzt Babbel. Na klar, ein junger Trainer, eigentlich ohne große Erfahrung (abgesehen von seiner Zeit als Spieler).

Er kann besser als Funkel neben Gelassenheit auch Optimismus verbreiten, im Team und bei Fans. Er riskiert viel mehr mit jungen Spielern. Seine Aufstellungen haben schon mehrfach gezeigt, dass er ein „glückliches Händchen“ oder „Bauchgefühl“ hat. Mein Eindruck von außen ist, dass er es auch gut versteht, die Mannschaft mental einzustellen. Sein Gespür für die Bedeutung von „Leitwölfen“ wie Aertz oder Mija spricht auch für sein Einfühlungsvermögen in Gruppenprozesse im Team.

Bisher sind auch bei mir weniger Anzeichen zu erkennen gewesen, wie er taktisch Akzente setzt. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Ich stimme aber auch @sto zu, dass die Spielweise in der 2. Liga andere Prioritäten erzwingt. Mannschaften in der 1. Liga vertrauen eher darauf, eine Situation auch defensiv spielerisch lösen zu können. Speziell die Mannschaften der zweiten Tabellenhälfte von Liga 2 nutzen da stärker destruktive Methoden. Es ist doch kein Zufall, dass Hertha gerade gegen die oben stehenden Teams die besten Spiele gezeigt hat, teilweise auch mit guten Spielzügen!

Warum schreibe ich das alles? Ich glaube, dass jeder Trainer seine speziellen Stärken und Schwächen hat. Babbel scheint mir noch lernfähig zu sein, er kann noch gar nicht in allen Bereichen sein Optimum gefunden zu haben. Und das ist vielleicht das wichtigste: Er hält eben nicht starr an „seinem“ System fest, Funkel hätte noch jahrelang unverändert spielen lassen. Gemessen an dem bisher (für mich) sichtbaren halte ich ihn für einen guten Trainer, und das nicht nur mit Blick auf das finanziell Machbare, sondern auch generell. Wahr bleibt auch, dass er sich an seinen Ergebnissen messen lassen muss, und das ist bisher mehr, als die meisten zu Beginn der Saison erwartet haben. „Es bleibt noch Luft nach oben…“

HaHoHe


sunny1703
20. Januar 2011 um 13:03  |  6926

@08-15
Nein,Bei einem Transfergewinn eines dieser Spieler erhält derInvestor sein Geld + die Verzinsung + eine Sonderausschüttung von 25-35% des eingesetzten Kapitals .

@wilson
Wechselt der Spieler ablösefrei wird die eingesetzte Summe auf einen anderen Spieler umgesetzt!

lg sunny


08-15
20. Januar 2011 um 13:03  |  6927

@wilson:
Du fragst Sachen… wir sind doch gerade erst noch dabei, die Verträge genau auszuformulieren. 🙂 Im Ernst:

„Sollte der Spieler nach Ende seines Kontraktes Hertha BSC ablösefrei verlassen, kann der Geldgeber die eine Million Euro auf einen anderen Spieler übertragen. Oder er kann sich die Summe auszahlen lassen. “ (steht so zunächst mal im Mopo-Artikel)

Ob der Investor in so einem Falle dann auch die „weniger als 5%“ dazu bekommt… ich vermute es mal. Aber es ist Spekulation. Welche aber vielleicht nahe liegt, denn im Falle (siehe Ende Mopo-Artikel), wo Hertha, aus welchen Gründen auch immer, den Deal beendet, heißt es ja auch: „Dann bekommt W. Gegenbauer“, äh, sorry, „Mr. Geheimnisvoll sein Geld zurück, verzinst mit weniger als fünf Prozent. „


sunny1703
20. Januar 2011 um 13:05  |  6928

@tunnfisch
Findet ein Verkauf eines dieser Spieler statt ,ob mit oder ohne Verlust verringert sich natürlich das eingesetzte Kapital um den jeweiligen Betrag.

lg sunny


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 13:07  |  6929

@08-15, @Dan und @pax,

danke für die warmen Worte. Wer wissen will, wer und was mit Mr. Geheimnisvoll gemeint ist, den verlinken wir hierher.


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 13:11  |  6930

@08-15 (nur zu den Finanzen, zum Rest sage ich nur, dass ich es eher unfair finde)

Ich hoffe, es ist nicht so, wie du meinst (Unabhängigkeit vom Transfererlös). Ich glaube es auch nicht, aber ich weiss es nicht.

Denn:

a) Warum dann die Zahlenspielereien mit 20 Mio Transfererlösen? Es wäre doch einfacher auszudrücken, wenn es unabhängig von der Höhe des Transfergewinns wäre.
b) Was wäre, wenn Lusti nur seinen „Einkaufswert“ von 2 Mio bringt (also die Ausgangssumme, auf die man sich mit 50% und einer Mio eingekauft hätte) ? Gäbe es dann einen „Transferverlust“ von 500’000, weil man ja das gute Herthaherz ausbezahlen müsste?

Fragen über Fragen. Soweit ich es verstehe, ist es dennoch ein ooooook-Deal. Man zahlt weniger Zinsen als man wohl bei einer erneuten Bankanleihe zahlen müsste, und man muss nur zusätzlich Rendite zahlen, wenn man sie auch einnimmt. Man reduziert also „nur“ zukünftige Einnahmen, wenn sie denn kommen. Man macht keinen Vorgriff auf zukünftige Zahlungen, unabhängig davon, ob sie denn kommen oder nicht, so wie der Sport-5 Deal eben.

Aber wie gesagt, ich weiss es nicht, ich interessiere mich nur dafür und versuche Details zu verstehen.


Dan
20. Januar 2011 um 13:17  |  6931

HeHe
@08-15 wurdest gerade als Online-Leser und meiner einer als Print-Leser geoutet 😉

Print steht Mr. Geheimnisvoll, glaube nächste Selters-Runde geht wohl auf Dich. 🙂


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 13:20  |  6932

@sunny, @tunnfisch

also, wie ich es verstehe reduziert sich der eingesetzte Betrag nicht um die Rendite.

Wird Lusti verkauft, bekommt der Investor daraus sein Geld zurück (1 Mio investiert für Lusti) plus die Rendite von maximal 500’000 (plus die Zinsen). Sein Kapitaleinsatz reduziert sich aber nur um die Ursprungsmillion. Er wäre also noch mit 7 Mio weiter drin im Topf.

Meine Interpretation.


mArk78
20. Januar 2011 um 13:22  |  6933

@sunny

„Nein,Bei einem Transfergewinn eines dieser Spieler erhält derInvestor sein Geld + die Verzinsung + eine Sonderausschüttung von 25-35% des eingesetzten Kapitals .“

Das ist so nicht richtig. Die Sonderausschüttung orientiert sich an den individuell festgelegten Anteilen an den Transfererlösen, welche zwischen 30 und 50 Prozent liegen.


Sascha
20. Januar 2011 um 13:23  |  6934

@hertha-phil:

Kompliment für dein Stellungnahme. Hätte es besser nicht zusammenfassen können!


08-15
20. Januar 2011 um 13:29  |  6935

@hurdigerdie:
Du, ich stecke in dem Deal ja auch nicht direkt drin und reime mir auch nur ein paar Sachen zusammen wie ich sie aus @ubremers Artikel verstanden habe. Das Beispiel mit den 20 Mio. soll mM nach verdeutlichen, dass die Relation in der Konstruktion der Vereinbarung eben eher zu Gunsten Herthas ausgestaltet ist? Sprich, NICHT 50% von 20 Mio. (= 10 Mio. Beteiligungserlös für den Investor), sondern nur der Anteil auf sein Engagement und da zeigen dann 500.000 EUR im Verhältnis zum Beispieltransfererlös von 20 Mio eben, dass hier Hertha hauptsächlich profitieren soll. WENN ich es richtig verstanden habe! Ich gebe zu, bin auch noch unsicher.

Zu den anderen Sachen: Ist es fair, bloß weil ich (und viele andere) den @dstolpe-Artikel gut finde(n) und er mir (uns) aus dem Herzen spricht, mir (uns) indirekt oder direkt gleich Konformismus zu unterstellen? Ich will’s jetzt auch nicht zu hoch aufhängen, fand’s aber irgendwie auch unpassend, dass das dann immer gleich auf so eine „schwarz/weiß-Schiene“ gerät. Musste einfach mal raus.


Seppelfricke
20. Januar 2011 um 13:30  |  6936

Schließe mich Sascha an, sehr guter Kommentar hertha-phil


pax.klm
20. Januar 2011 um 13:37  |  6937

hertha-phil, für mich ein sehr guter Kommentar, auch oder gerade gemessen an Schulnoten!


Tunnfish
20. Januar 2011 um 14:08  |  6938

@hurdie
ja diese rechnung erscheint mir logisch.

Je höher also die Wertsteigerung des Spielers ab „Eintrittsdatum“ des Investors desto niedriger die Kosten an dem Deal für Hertha. Da die Summe „fest“ bleibt.
Hoffen wir also das die Beispielrechnung von mit den 20 Mio auch so umgesetzt werden kann
:)…. Von mir aus auch gerne für alle 8 max. möglichen Spielerbeteiligungen….


Sascha
20. Januar 2011 um 14:19  |  6939

Der Kurier hat sich dem angeschlossen oder auch selber Infos zu dem Deal rausgefunden(?!):

http://www.hertha-inside.de/forum/viewtopic.php?f=36&t=10570


slipouvert
20. Januar 2011 um 14:31  |  6940

@sascha:

glaube eher, dass hertha diese informationen gestern selbst ganz gezielt gestreut hat. heute findet sich in allen berliner tageszeitungen ein artikel zu diesem thema mit fast identischem inhalt. teilweise sind sogar die spieler an denen bsp-rechnungen gemacht werden (Lustenberger) identisch. sehr unwahrscheinlich, dass das jeder jorunalist ausgerechnet gestern selbst und unabhängig voneinander recherchiert hätte 🙂 da hat der WG mal den hörer in die hand genommen und bei den jungs und mädels durchgeklingelt 😉 finde das immer hochinteressant zu sehen, wie ein verein – und diesmal offenbar mit erfolg – die medienlandschaft zu seinen gunsten nutzt. lieber um, vielleicht kannst du uns ja noch mehr einblick hinter die kulissen gewähren! *liebguck*


slipouvert
20. Januar 2011 um 14:32  |  6941

ich meine natürlich lieber ub 😉 und wünsche mir eine edit-funktion 🙂


20. Januar 2011 um 14:33  |  6942

@alorenza

ja genau so wird man(n) Fußball in unseren Fall Hertha BSC Fan.
Meine Mutter wollte nicht das ich in Kreuzberg auf der Strasse rumhänge und hat mich bei Hertha BSC angemeldet (D Jugend Anfang der ’80). Obwohl der Wedding weit war egal Hertha BSC hatte noch irgendwie einen Namen. Ich hatte bis Ende der C Jugend eine Superzeit bei Hertha BSC. Jetzt habe ich selber einen Jungen (fast 4j) der nach seinen ersten Stadionbesuch gegen Bielefeld heute noch von der Ostkurve und den Spiel schwärmt.Nach dem Spiel hab ich Ihn mit Trikot in die Kita geschickt seit den wollen noch drei weitere Jungs (+ die Väter) mal mit zu Hertha kommen.

Meiner bei 01:07 , der mit der Bratwurst!
http://www.youtube.com/watch?v=sa_cM6k726U

achja zum Thema….

Was bringt es sich jetzt mit dingen zu beschäftigen die noch weit weit weg sind. Für mich heisst es Spiele gewinnen wer aufläuft und wer nicht sagt der TR. Ich halte MB kompetent genug um das zu schaffen, wenn er es nicht schafft aufzusteigen ist es für Ihn eh fast schon vorbei als TR. Auch für einige Spieler wird es sehr schwer weiter zukommen. Wenn das allen (wie ich hoffe) klar ist sollte auch der Aufstieg gelingen.

@ dstolpe & ubremer bitte weiter so, Ihr seid die Speerspitze in der Berliner Medienlandschaft was HBSC angeht. Super Job

bg
ThomasK

alorenza // 20. Jan 2011 um 08:54

Zum Beispiel so:

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/1231/sport/0002/index.html


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 14:37  |  6943

@Thomas K,

willkommen in unserem Kreis und danke für das Lob.

@slipouvert,

heute findet sich in allen berliner tageszeitungen

Einspruch: Im Neuen Deutschland, dem Tagesspiegel oder der BZ habe ich zum Thema nix gefunden. 😉

Zu den Hintergründen . . . (da könnte ich jetzt wieder ein Buch schreiben. Aber nachher erschrecken sich schon wieder Leute. Das will ich natürlich verhindern.)


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 14:43  |  6945

@tunnfisch,

ich glaube nicht mal, dass die Summe „fest“ bleibt (ausser beim Einzahlbetrag plus Zinsen), sondern die – nennen wir es Rendite, ich kenne mich da nicht so aus – sich am Transfererlös ausrichtet, aber eine Maximalhöhe nicht überschreiten darf.

Ich versteh das so: Es ist eine „Rendite“ von z.B. 25% ausgemacht, maximal aber nur bis zum Prozentsatz der Beteiligung am Spieler.

Der Investor finanziert 50% des Marktwertes am Spieler Lusti. Der wird mit 2 Millionen festgesetzt. Also 1 Mio. Die 1 Mio bekommt er mit Zinsen auf jeden Fall zurück. An Rendite bekommt er maximal 50% des Einsatzes, also maximal 500’000 zusätzlich zum Einsatz plus Zinsen.

Bekommt man jetzt 2 Mio für Lusti kriegt er nichts ausser der investierten Million plus Zinsen.

Bekommt man 3 Mio, erwirtschaftet man also 1 Mio „Transferüberschuss“ bekommt der Investor davon 25%, also 250’000 (plus die Million Einsatz plus Zinsen auf die Million).

Bekommt man 4 Mio für Lusti (2 Mio Überschuss) bekommt er den Einsatz plus Zinsen plus 25% von den 2 Mio Überschuss, also plus 500’000.

Danach ist es bei jedem höheren Gewinn egal, der Investor bekommt maximal die 500’000.

Man nimmt halt – wie ich es verstehe – gerne utopische Transfergewinne, weil dann die Zahlungen an den Investor im Verhältnis nicht so schlimm aussehen.

Ich könnte mich aber noch irrren, und der Investor bekommt bei JEDEM Verkauf von Lusti 25% also auch wenn man ihn „nur“ für den taxierten Marktwert verkauft. Dann bekäme der Investor schon bei einem 2 Mio Verkauf seinen Maximalbetrag von 500’000. Gehen wir von dieser Horrorvariante aus, bekommt der Investor (ausser Hertha geht Pleite) praktisch generell knapp 30% auf sein Geld.

Sieht das alles so aus, wie ich es befürchte (Unke), ab wann wird der Investor eher „pro Verkauf“ sein? Wenn er sein Geld maximal erreicht hat, oder wenn der maximal zu erwartende Transfergewinn realisiert werden könnte? Und was, wenn der Investor auch noch Insiderinformationen beispielsweise als Präsident hat?

Alles unter Vorbehalt und nur mein Verständnis von der Geschichte. Vermutlich alles zu non-konformistisch 😉


slipouvert
20. Januar 2011 um 14:56  |  6946

@ub

„Einspruch: Im Neuen Deutschland, dem Tagesspiegel oder der BZ habe ich zum Thema nix gefunden.“ das kann sein, habe im print heute nur mopo, kurier und bild gelesen 🙂 denn auch wenn ich es im heimaturlaub sehr genieße, dass ich berliner zeitungen endlich nicht nur vorm rechner lesen muss, kann ich mir nicht jedes blatt jeden morgen kaufen 🙂

auch wenn du dich – verständlicherweise – nicht aus der reserve locken lassen willst, wirst du mir doch zustimmen, dass die ganze geschichte doch sehr nach „von hertha gestreut“ aussieht 😉 auch wenn es offenbar nicht alle, aber dafür alle wichtigen in der hauptstadt haben 😉


alorenza
20. Januar 2011 um 15:03  |  6947

@sascha Nu pass mal uff, Du 🙂 Lege schon ein bisschen wert auf die Chronologie. Wir warn erster, weil der Kollege Bremu ja hinter ner Paywall sein Dasein fristen muss und erst morgens um 7 über Google ins Freie gelassen wird. Genau deswegen genießen er und Stolpinho ja die Freiheit in diesem Blog so sehr … … …


mArk78
20. Januar 2011 um 15:10  |  6948

@alorenza

Ist das die gleiche Freiheit, die Du und Deine Kollegen in Eurem „Revolverblatt“ genießt!? 😀


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 15:17  |  6949

@hurdie,

habe mich nochmal erkundigt: Mr. Geheimnisvoll kauft sich mit bis zu 50 % an einem Spieler ein. Seine Rendite beträgt in bestimmten Abstufungen maximal 35 Prozent auf sein eingesetztes Kapital.
P.S. Habe das jetzt auch im Morgenpost-Online-Text ändern lassen.


ursula
20. Januar 2011 um 15:22  |  6950

Es hat zwar „jemand“ sehr umfangreich geantwortet, ob aber ich involviert war,
konnte ich nominell nicht ausmachen, weil mein „Nickname“ nicht genannt wurde!?

Dennoch danke ich für die nachvollziehbaren
Zusammenfassungen, die ich eben nur sehr
eingeschränkt teile oder aber für selbst-
verständlich erachte!

Nur so viel, ich kann nicht für „Exilherthaner“
sprechen, aber ich war noch nie für voreilige
Trainerwechsel! War selbst einmal betroffen!
Eine Demission von Markus Babbel würde
ich aktuell in keinem Fall fordern!!!

Ich muss aber selbst eingesehene Trainings-
eindrücke und die Umsetzung der Arbeit
von Babbel „uff`m Platz“ nicht unbedingt goutieren!

Woher dieses „NICHTeinbeziehen“ des Mittelkreises in größerem Radius, BIS
heute, durch geordnete, letztlich auch gezielte Mittelfeldaktionen peinlichst (vermieden) herrührt, entzieht sich meiner Kenntnis, spricht für „Babbelche kryptische Genese“……

In diesem Zusammenhang verweise ich in der
Tat auf Lucien Favre, der diese „dubiose“
Formulierung „HANDSCHRIFT“ sichtbar
umgesetzt hat, wie auch einige Trainer der
Buli und Liga zwei, selbst wenn sie nicht SO
„erfolgreich“ sind….


alorenza
20. Januar 2011 um 15:25  |  6951

@eUro39 Was meinst Du denn genau? Klare Frage, klare Antwort. Revolverblatt kenne ich nicht. Ich kenne nur Zeitungen mit gutem Sportteil oder schlechtem Sportteil.


mArk78
20. Januar 2011 um 15:33  |  6952

@aznerola

Hm, so habe ich das noch gar nicht gesehen… 😉
Ich lege den Kurier immer weg, wenn ich bei meinem Grißvater bin…bis zum Sportteil komme ich da meist gar nicht! 😉


Dan
20. Januar 2011 um 15:40  |  6953

@hurdiegerdie

Also aus dem Artikel lese ich erstmal nur heraus, dass Hertha dem „Investor“ sein Geld verzinsen muss (unter 5%) wenn Hertha aussteigen will.

Von einer generellen Verzinzung habe ich nichts gelesen, es ist ja auch keine Laufzeit benannt worden.

Es wird noch nicht einmal ausgesagt, ob das Geld verzinst wird, wenn z.B. die 1.0 Mio vom Investor rausgezogen wird, weil Spieler X ablösefrei den Verein verlässt.

Da in dem Artikel steht „…Stattdessen erhält der Investor maximal 50% der von ihm eingesetzten zum….“

50% war hier der Beispielwert

Wenn es also wie Du im schlimmsten Szenario beschreibst IMMER 50% (500.000) wären, dann würde man das Wort MAXIMAL nicht benötigen. Also muss es auch ein MINIMAL geben und somit denke ich gibt es eine dynamische Anpassung.
Wie die aussieht ist spekulativ, ich könnte mir vorstellen, das die %te gestaffelt sind gemäß dem Betrag der über den Ausgangswert liegt.

Beispiel Lustenberger 2.0 Mio

Hertha verkauft Lustenberger für genau oder weniger als 2.0 Mio

Investor erhält: 1. Mio und den %Satz den Hertha auch zahlen würde wenn man den Investor auszahlt also unter 5%

danach jeweils eine Steigerung um x% bei Übersteigung des Ausgangswertes um jeweils x tausende.
4,5% bei 2.00 Mio = 1,045 Mio
10% bei 2,25 Mio = 1,10 Mio
15% bei 2,50 Mio = 1,15 Mio
20% bei 2,75 Mio = 1,20 Mio
25% bei 3,00 Mio = 1,25 Mio
30% bei 3,25 Mio = 1,30 Mio
35% bei 3,50 Mio = 1,35 Mio
40% bei 3,75 Mio = 1,40 Mio
45% bei 4,00 Mio = 1,45 Mio
50% bei mehr als 4.00 Mio = 1,50 Mio

So verstehe ich erstmal das Gelesene


L.Horr
20. Januar 2011 um 15:40  |  6954

Kommentar von mir überflüssig , der Artikel ist unterschriftsreif 🙂

Hertha und 2.Liga verhält sich so wie ein Billard-Spiel , gespielt von einem Könner und einem weniger Bemitteltem.

Während der Könner auf Ablage und Verlauf spielt , verändert der Minderbemittelte mitunter nach jedem (hauptsache getroffen) Stoss das komplette Bild und treibt den Köner somit in den Wahnsinn 🙂


alorenza
20. Januar 2011 um 15:43  |  6955

@pFennig7800

KURIER weglegen ohne Sportteil zu lesen? Selber schuld!

Bis die Tage.


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 15:49  |  6957

@Dan,

alles meine Schuld. Habe mich um 15.17 Uhr korrigiert und setze es zur besseren Verständlichkeit hier erneut ein:

@hurdie,

habe mich nochmal erkundigt: Mr. Geheimnisvoll kauft sich mit bis zu 50 % an einem Spieler ein. Seine Rendite beträgt in bestimmten Abstufungen maximal 35 Prozent auf sein eingesetztes Kapital.
P.S. Habe das jetzt auch im Morgenpost-Online-Text ändern lassen.


Dan
20. Januar 2011 um 15:55  |  6958

@ub
nullproblemo.

Das mit den Abstufungen passt ja noch. 🙂 nur eben nicht die % oder Summen.


sunny1703
20. Januar 2011 um 15:56  |  6959

@ubremer
Danke,dann war das was ich um 13 Uhr 03 geschrieben habe also doch richtig!

Allerdings hat @hurdiegerdie Recht,durch die Sonderausschüttung wird besonders bei niedrigen Transfererlösen die Geschichte auch prozentual für den Investor lohnend.

In dem Punkt war meine Betrachtung ,dass das ein gutes HerzInvestur ist,doch daneben.
Denn wenn zu der recht niedigen Rendite auch nur eine Sonderauschüttung von 2 % dazu kommt,wird das schon ein deutliche lohnenderes Geschäft für den Investor. Da aber bis zu 35% plus Rendite drin sind, ist das eine Menge.
Für Hertha ist es wichtig bei seinen Entscheidungen frei zu sein und dass es keine direkte Beteilgung an den Transfererlösen gibt!
Warten wir mal ab,bis wir genauere Zahlen besonders bei den Sonderausschüttungen kennen!

lg sunny


mArk78
20. Januar 2011 um 16:01  |  6960

@sunny

Sorry!

@alorenza

Ich gelobe Besserung!


Dan
20. Januar 2011 um 16:02  |  6961

@sunny
„…erhält derInvestor sein Geld + die Verzinsung + eine Sonderausschüttung von 25-35% des eingesetzten Kapitals …“

Wo liest Du das mit der Verzinzung?


20. Januar 2011 um 16:11  |  6962

aha der alorenza ist ein Kollege vom Kurier, jedenfalls der Beitrag s.o in meinem post war gelungen…. obwohl schon einwenig älter aber noch zutreffend….
sollte man hier nicht einführen das jemand sich mit professionellen Ansatz auch als solcher zu erkennen gibt wenn es den geduldet wird ->an (MoPoOn)?

Nur zum bessern Verständnis für den Rest der immer Hertha Blog Leser und Schreiber!

bg Thomas K


sunny1703
20. Januar 2011 um 16:13  |  6963

@dan
Im kurier:
„Pro Spieler darf der Investor höchstens 50 Prozent des aktuellen Marktwertes erwerben. Und kassiert auf zwei Wegen: Einerseits wird das eingesetzte Kapital verzinst (mit weniger als fünf Prozent eine interessante, aber keineswegs spektakuläre Anlage). Andererseits gibt es bei einem Verkauf eine Sonderausschüttung von bis zu 25 bis 35 Prozent des eingesetzten Kapitals.“

lg sunny


alorenza
20. Januar 2011 um 16:30  |  6965

@alleabernichtjeden

Sorry, dachte mein Nick „alorenza“ wäre inzwischen etabliert genug und ausreichend, um klarzumachen, dass ich nie unter falscher Flagge segle sondern immer zu erkennen gebe, wer ich bin. Sei hiermit nachgeholt:

alorenza = Andreas Lorenz. Berliner KURIER, Ressortleiter Sport, Hertha-Berichterstatter seit 1987.

Happy days

lor


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 16:36  |  6966

@ub Danke

@dan, deine Variante würde mir recht gut gefallen, aber wie Sunny es sagt, und auch ich habe mich davon beeinflussen lassen, steht es im Berliner Kurier anders. Da gibt es eine niedrige Verzinsung UND zusätzlich eine Sonderausschüttung.

Du hast aber recht, mit deiner Erklärung würde ich die MoPo jetzt auch so lesen und meinen Kommentar zurückziehen.

Aber noch steht es beim Kurier anders. Also lasse ich meinen Kommentar mal noch so stehen mit der Einschränkung auf 35%.

Ich meinte aber nicht IMMER 500’000. In meiner ersten Variante gäbe es „nur“ 250’000 bei einem Verkauf zu 3 Mio und in der Horrorvariante gäbe es weniger als 500’000 bei jedem Verkauf unter 2 Mio.

Bei meinen 30% habe ich zu schnell abgeschickt, das wäre dann der Fall der Horrorversion mit einem Verkauf bei 1 Mio (250’000 Sonderausschüttung + knapp 5% auf den Einsatz von 1 Mio).

Nicht dasss ich jetzt wieder rechthaberisch rüberkomme: Ich WEISS es nicht, es interessiert mich und es interessiert mich, wie andere es sehen. Auf @Dans Variante wäre ich z.B. alleine nicht gekommen, sie gefällt mir aber.

Ich denke mal, @alorenza, @ub und @sto werden uns das noch klar und deutlich verständlich machen.


Sir Henry
20. Januar 2011 um 16:38  |  6967

Sag mal, alorenza, ist der hiesige Mitforist datcheffe eben jener datcheffe, über den Du vor 8 Monaten das Porträt geschrieben hast?


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 16:42  |  6968

@Sir Henry,

Sag mal, alorenza, ist der hiesige Mitforist datcheffe eben jener datcheffe, über den Du vor 8 Monaten das Porträt geschrieben hast?

jep.


mArk78
20. Januar 2011 um 16:42  |  6969

@Sir Henry

Welches Porträt?

Wir können das vertiefen, wenn alorenza das Alter vergleicht… Ich meine, von einem 44. Geburtstag gelesen zu haben, den datcheffe letztens feierte…


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 16:44  |  6970

@mArk78,

dieses Portrait aus dem Kurier vom 9. Mai 2010 ist gemeint


20. Januar 2011 um 17:22  |  6975

WOW! 125 Kommentare zum Status Quo mit vielen Beiträgen zur
a) Trainerdiskussion,
b) Finanzplanung der Hertha

Meine Meinung zu a)
Ich weiß nach wie vor nicht, ob Babbel ein guter oder schlechter Trainer ist, genau so wenig wie bei Favre oder Huub Stevens. Vor allem Funkel sehe ich als schlechten Trainer – er wird mir hoffentlich mit dem VfL Bochum nicht das Gegenteil beweisen.
Egal wieviele gegnerische Verteidigerbeine noch dazwischen geraten, HERTHA sollte die Saison mit Babbel durchziehen. Falls das Saisonziel verpasst wird, wären eh die Konditionen aller Verträge für ein weiteres Jahr in der 2. Liga neu zu verhandeln.

Es wird ständig der Mythos gepflegt, HERTHA hätte den qualitativ besten Kader der 2. Liga. Fakt ist für mich nur, HERTHA hat den teuersten Kader. Auf dem Rasen zeigten in den 18 Spielen bisher vor allem die Torhüter und Abwehrspieler ihre Qualitäten (zum Nachweis klickt auf meinen Nick).
Es wird Zeit, dass die Mannschaft mehr Tore schießt, denn bei dem engen Aufstiegsrennen könnte am 34. Spieltag auch das Torverhältnis entscheidend sein.

Meine Meinung zu b)
HERTHA stärkt sein Eigenkapital und sichert die Lizenz für die nächste Saison YIPPIIIEH!
Einen Teil der potenziellen Transfererlöse erhält dafür der Investor.
Das heißt, zukünftig kann HERTHA nur noch geringere Transfererlöse verbuchen. Ich hoffe, dass diese Mindereinnahmen ab 2012 in der Budgetplanung angemessen berücksichtigt werde. Nach den Erfahrungen des letzten Jahrzehnts mit Schiller und Preetz habe ich erhebliche Zweifel an deren Budgetdisziplin.

@ubremer
Dein Humor ist schon ein ganz subtiler…
Im Beitrag bei Morgenpost Online setzt du als Beispiel für den Handel mit Transferrechten Lustenberger ein mit einem zukünftigen Transfererlös von 20 Mio EUR.

@all
Kennt einer von Euch einen entlassenen Trainer mit den Initialen P.S. ?


ursula
20. Januar 2011 um 17:30  |  6976

Hey „Blauer Montag“ ich natürlich, nur wird
Dir das nicht weiterhelfen, denn es ist schon
2,3,5,10 oder so Jahre her und die Initialen
P. S. haben mit seinem „Realname“ nichts
gemein….

Nunmehr bin ich bürgerlich werktätig und
möchte NIE mehr Trainer sein!!!

Aber wenn Du möchtest, verrate ich Dir,….


20. Januar 2011 um 17:30  |  6977

Der Kloß im Hals wurde immer dicker, als ich das Portrait von datcheffe las. Ich meine aber, noch in den letzten Tagen einen Kommentar von ihm hier gelesen zu haben. es Wäre wahrlich an der zeit, eine Sucfunktion hier in diesen Blog zu integrieren. Ich finde mich kaum noch zurecht unter den 7.000 Kommentaren.


20. Januar 2011 um 17:31  |  6978

Wenn schon, denn schon…

Es wäre wahrlich an der Zeit, eine Suchfunktion hier in diesen Blog zu integrieren!!


20. Januar 2011 um 17:35  |  6979

Danke für die rasche antwort ursula.

Wenn nicht mehr auf dem Trainerkarussell fahren möchtest, bin ich mit deiner Antwort vollumfänglich zufrieden.


Sir Henry
20. Januar 2011 um 17:38  |  6980

Wenn wir schon beim Wünschen sind: die Zitierfunktion, die Kollege bremu schon reichlich nutzt, sollte auch uns Normalsterblichen zur Verfügung stehen. Ich finde, diese Funktion könnte erheblich zur besseren Erfassbarkeit der einzelnen, sich oft überkreuzenden Themenstränge beitragen.

Mist: wie issn der Konjunktiv von (bei) tragen? Trügen? Trägen? Trögen?


20. Januar 2011 um 17:44  |  6983

bidde schön Sör Henry,
ich finde, diese Funktion trüge erheblich bei ….

Zur Weiterbildung klick auf meinen Nick!


mArk78
20. Januar 2011 um 17:48  |  6984

@blauer Montag

So ging es mir auch, als ich das Porträt las.
Wollen wir hoffen, das es nicht der letzte Kommentar von ihm war!


20. Januar 2011 um 17:53  |  6985

@Blauer Montag

Herzlichen Dank. Schnell geschaltet und schnell reagiert. So lobe ich mir das.

Habe Dir, als Zeichen meiner Anerkennung gewissermaßen, auch was unter meinen Nick gepackt.

Crank it up, sag ich nur.


Taurus
20. Januar 2011 um 18:06  |  6986

Ich möchte auch noch mal zum eigentlichen Thema Stellung nehmen:
Für was sollte man MB denn groß kristisieren? Das in seiner Truppe (nach einem halben Jahr!) immer noch keine Handschrift erkennbar ist? Ich würde es eben nicht nur immer aufs spielerische beschränken, sondern ausweiten auf solche „Nebenschauplätze“ wie z.B. Spielerentwicklung. Er hat seine Philosophie schon im Sommer „angedroht“, das verstärkt die Nachwuchsspieler ihre Chancen bekommen und bei zwei gleichstarken Akteuren immer der jüngere zum Einsatz kommt (Ausnahmen wie bei Burchert / Sejna bestätigen die Regel). Hat irgendein Trainer in der weiteren oder näheren Vergangenheit sowas ansatzweise erwägt? Ich erinnere mich noch deutlich an LuFa wie er immer vor einer Saison den einen oder anderen herausgehoben hatte (z.B. Lennart Hartmann, den er ohne Bedenken jederzeit bringen wollte und der dann ein oder zwei mal mittun durfte; oder Ibrahima Traore: Darf ein paarmal auf der Außenbahn sein Können zeigen und wird dann zum Saisonende sang – und klanglos fortgeschickt.) Über MB kann man sagen was man will, aber so viel falsch hat er bis jetzt auch nicht gemacht. Und will man darüber nörgeln, das er des öfteren auch Glück hatte? Es gibt schlimmeres als einen Übungsleiter mit glücklichem Händchen bei Personalentscheidungen, sei es mit der Startaufstellung oder mit Einwechslungen. Es sollen schon öfters Trainer entlassen worden sein, weil sie „kein Glück“ hatten….
Bisherige Erfolge sucht man natürlich auch mit der Lupe, denn soviel Erfahrung kann er ja nicht haben. Nicht zufällig erfolgte seine erste Entlassung in Stuttgart während seiner parallel laufenden Trainerausbildung; ein Schicksal, das noch andere mit ihm teilten.
Es ist sowieso fast ein Wunder, das uns nach dem Abstieg recht viele der „brauchbareren“ Spieler erhalten blieben, sodas man nicht komplett bei Null anfangen musste; vielleicht hat auch MB einen gewissen Anteil (neben MP) daran. Er wird den Spielern sicherlich auch irgendwas von Konzepten und Vorhaben erzählt haben, damit sie sich die Tortur Zweite Liga antun.
Außerdem kann es sicherlich nicht schaden, das er (und Lell) jahrelang dem Druck beim FCB standhalten konnten. Ein wenig von dieser Selbstbewusstseins-Mentalität darf ruhig auf unseren Klub abfärben, denn in der Vergangenheit fehlte da oft das entscheidende Quentchen für größeren Erfolg.
Ob MB ein guter oder schlechter Trainer ist wissen wir noch nicht; aber gibt es sowieso nicht nur erfolgreiche und erfolglose Trainer??

Um jetzt mal auf den Punkt zu kommen: Wir müssen uns durch diese Liga durchwursteln; Schönheitspreise sind irrelevant. Ich persönlich freue mich über jeden dreckigen Sieg und bin fast aus dem Häuschen wenn sogar mal ein Gegner an die Wand gespielt wird. Man schaue sich nur Aue an, die ständig mit einem (gefühlten) 1:0 Arbeitssieg an Arbeitssieg reihen und mit Hertha quasi auf Augenhöhe sind. Da fragt niemand ob das nun schön ist oder nicht solange das Punktekonto prall gefüllt ist. Der Gegenentwurf dürfte Augsburg sein, die vielleicht den besseren? Fußball spielen und bessere Spieler haben, aber auch nicht viel mehr Punkte besitzen. Wenn wir jetzt schnell lernen würden, wie man in der zweiten Liga besser Fußball spielt und wir sie dann im Mai wirklich wieder verlassen dürfen, fangen wir nämlich nächste Saison wieder von vorne an, weil in der BuLi wieder alles ganz anders läuft.
Wenn man überhaupt über etwas nörgeln kann ist es die z.T. schlampige Chancenverwertung. Kommen dann noch „Schiedsrichter-Amokläufe“ dazu kann man eben mal schnell ein paar Spiele am Stück vergeigen.
So, das solls erstmal gewesen sein.


ursula
20. Januar 2011 um 18:53  |  6991

Dann gut ist, @ „Blauer Montag“!

Dennoch darf ich auch ohne Job, aus alter
Tradition an Seminaren teilnehmen, werde
zu Tagungen eingeladen und MUSS sogar
Vorträge, Referate über „moderne Trainingsmethoden“ und insbesondere
aktuell z. B. über „Regenerationsdefizite
und Infektanfälligkeit“ im Hochleistungsport
halten und bekomme noch nen Groschen
dafür…..
Grüße P. S.


ursula
20. Januar 2011 um 20:26  |  6996

Letzteres habe ich übrigens nur geschrieben,
damit KEINER immer wieder auf die Idee kommt, wenn man Trainer, den Babbel heftig, aber begründet kritisiert, selbst irgendwelche Ambitionen hätte……


alorenza
20. Januar 2011 um 20:27  |  6998

Wo datcheffe drübersteht ist immer datcheffe drin. Olaf geht es sehr gut, er kämpft wie ein Löwe um jeden einzelnen Tag und schafft dabei immer wieder Erstaunliches. Das einzig wirklich komische an ihm ist eine ausgeprägte Bratkartoffel-Phobie, die er immer wieder zum Ausdruck bringt.

Stimmt’s, Datcheffe???!!!???

Und, ja, sein 44. war ein Highlight im Jahr 2010!


20. Januar 2011 um 20:40  |  7000

Danke alorenza
Kämpfe weiter und genieße den Tag datcheffe!


pax.klm
20. Januar 2011 um 22:19  |  7020

Weiterhin viel Kraft Datcheffe und die Liebe Deiner Frau, Familie und guter Freunde!

Mag Dir diese kurze Ausschnitt aus dem 13ten Krieger sagen : DU BIST EINER DER TAPFEREN!
http://www.youtube.com/watch?v=WanOFPfmcnI
Vieles haben wir nicht getan , aber vieles doch
Du kannst Dich stark fühlen! Bitte…
Grüße
PAX


Datcheffe
21. Januar 2011 um 11:32  |  7058

Mahlzeit!

Daniel, vielen Dank für deinen Beitrag, er spricht mir aus der Seele!
Aber für Ungeduld und übertriebene Ansprüche sind herthafans und die berliner Journalie bestens bekannt, das gibt es nur schwarz oder weiß bzw. Sekt oder Selters….alles dazwischen wird meist nicht bedacht, daher* Hut ab*, vor deinem Beitrag, der das *dazwischen* wunderbar darstelltwunderbar wiedergibt!

Und nun ganz kurz zur anderen Frage, die sich hier in euren Beiträgen rauskristallisiert hat!

ubremer und alorenza haben es ja schon bestätigt, ich bin genau der, der sich immer hinter diesem Nick befindet!
Ich nehme nun die Gelegenheit wahr und will mich für eure Anteilnahme und guten Wünsche herzlich bedanken, es tut einem wie mir, wirklich gut, zu wissen, das man als *Herthaner* nicht alleine ist, sondern viele von euch im Gedanken bei mir sind und das zu wissen ist pure Energie für mich, diesen hoffnungslosen Kampf weiterzuführen und jeder Tag, den ich morgens noch einmal aufwache, ist ein Geschenk von euch für mich!

HERZLICHEN DANK!!!

Olaf Lindner

P.S. Nicht, das einige hier denken, es geht mir schlechter als vor ein paar Wochen, wo ich täglich hier schrieb, ……….Nein, es liegt daran, das dieser Blog so viele User jetzt hat, das meine Meinung zu vielen Themen hier, teilweise von anderen auch schon geschrieben wurde und ich kein Freund von Wiederholungen bin.

Lesen tue ich weiterhin täglich und sollte ich eine Meinung haben, die noch nicht hier steht, schreibe ich sie dann natürlich auch!

Seelisch ist alles im grünen, körperlich leider nur noch im gelben Bereich, aber immer noch wesentlich besser, als ich nach dieser Zeit mit dieser Krankheit, mir hätte erträumen können!


dstolpe
21. Januar 2011 um 12:50  |  7070

@Datcheffe, aka Olaf
Wir kennen uns nicht persönlich, aber lass mich Dir – stellvertretend für wohl die allermeisten hier – sagen, dass trotz (erfreulicherweise) gewachsener Community Deine Beiträge dieses Blog noch immer jedes Mal bereichern – sei es inhaltlich, Wiederholung hin oder her, oder auch einfach nur derart, dass wir wissen, dass Du uns hier verfolgst.

In diesem Sinne: Keep on bloggin‘ – und alle besten Wünsche für den Alltag obendrauf!! Bleib‘ stark und tapfer!


Datcheffe
21. Januar 2011 um 16:44  |  7109

Hallo Daniel,

das ich bei euch bin, siehst du doch daran, das ich den *Gefällt mir* Button angeklicke!

Aber vielen Dank, ich weß, was du meinst!

Gruß Olaf

P.S. Zu deinem letzten Satz, sei gesagt, das alorenza mich regelmäßig zu seinen Bratkartoffel- Herstellungs-Versuchsübungen einlädt und das beim dem Zeug, was er da serviert, man stark und tapfer sein muss! 😉


Blauer Montag
21. Januar 2011 um 16:53  |  7113

Hallo Datcheffe,

würdest Du sagen, du hast mit alorenza ein „Bratkartoffelverhältnis“?


ubremer
ubremer
21. Januar 2011 um 17:27  |  7125

@Blauer Montag,

Hallo Datcheffe,

würdest Du sagen, du hast mit alorenza ein “Bratkartoffelverhältnis”?

Mein Wort des Tages: Bratkartoffelverhältnis !

Wer mehr wissen will, klickt hierher


Datcheffe
21. Januar 2011 um 19:51  |  7155

@ Blauer Montag,

die Sache ist die, das Herr Lorenz Bratkartoffeln von Pfanni aus der Tüte versucht hat, einigermaßen geschmackvoll auf den Tisch zu bringen. Nun habe ich mich vorher drauf gefreut, ohne vorher zu wissen, das es Tütenbratkartoffeln sind!
Und als er die servierte, versuchte ich dann die Schicht zwischen den verbrannten und rohen Teil einer Kartoffelscheibe zu sezieren und zu essen. Die Dinger waren aber so schlecht, das sogar sämtliche Krebszellen in mir einen Brechanfall bekommen haben und so habe ich nun die Hoffnung, dadurch eine unheilbare Krebsart einigermaßen unter Konztrolle zu halten und sehe zu, das ich sie mehr mit kotzen, anstatt mir die Knochen wegzufressen beschäftigt sind!

Man könnte es vielleicht ein Bratkartoffel-Krebsbekämpfungsverhältnis nennen. Insofern liegst du da garnicht so verkehrt! 😀

Schönen Abend noch!


alorenza
22. Januar 2011 um 11:49  |  7201

Da hat er leider Recht im Sinne der Anklage der Datcheffe. Aber so ist das Leben: Da zelebrierst du ein Abendessen für zwei Familien, kriegst das Ganze mit deinem Nebenjob beim KURIER unter einen Hut, hast Handmade-Burger und Filets und 20 andere Sachen – und alles redet nur über die fucking Bratkartoffeln.

My bad. Aber nach 15 Therapie-Sitzungen bei meinem Psychiater komme ich schon wenigstens wieder am Pfanni-Regal vorbei, ohne die Rewe-Mitarbeiter zu würgen.

Happy 3-Punkt-Weekend

alorenza

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