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(ub) – 16 Jahre im Lande haben Spuren hinterlassen. „Deutschland ist meine zweite Heimat“, erzählt Stanislav Levy (52). Der ehemalige Tennis-Borusse und Blau-Weiße schlendert über das Trainingsgelände von Hertha BSC und beobachtet die Profis. „Ganz schön intensiver Konkurrenzkampf“, urteilt er nach wenigen Minuten, in denen die Spieler Zehn-gegen-Zehn auf vier kleine Tore spielen.

Er schaut, wie Fabian Lustenberger ein Aufbautraining absolviert. Die Zeit bis zum nächsten Spiel am Sonntag gegen Düsseldorf wird eng für den Schweizer. (Fotos: ub) Was Levy noch auffällt: „Den langen Kanadier, den muntern alle auf. Der wird für jede Aktion gelobt.“ Levy ist nicht entgangen, dass Rob Friend viel Unterstützung erfährt. Der 1,95-m-Stürmer muss sich bis auf weiteres gedulden. „Ich trainiere und biete mich an. Als Stürmer hast du immer Höhen und Tiefen“, erzählt Friend nach Trainingsende.  Er hat trotz der Kälte, am Ende gab es Schneegrieseln, eine knappe halben Stunde an die Einheit drangehängt. Zusammen mit Lasogga wurden Torschüsse geübt. Von links flankte Fanol Perdedaj, von rechts Patrick Ebert. Sascha Burchert im Tor bekam einiges zu tun.

Bei aller Rivalität: Das Verhältnis der Konkurrenten Friend und Lasogga ist viel besser, als man erwarten darf. Ganz am Ende, als die anderen alle weg waren, spielt sich das Duo weite Bälle über 40, 50 Meter zu und übt die Annahme. Und gibt beim Verlassen des Platzes Schulter an Schulter Autogramme für die wartenden Fans. „Für mich ist die Situation nicht schön“, sagt Friend, „aber Pierre macht das einfach gut. Er macht Tore. Das hilft der Mannschaft. Und das ist es, was zählt.“

Levy bleibt bis zum Ende da. Er hat aus seiner Heimat zwei 17-Jährige von Slavia Prag mitgebracht, die einige Tage bei Rene Tretschok in der A-Jugend trainiert haben. Schüchtern stehen sie am Rand: „Hertha ist ein großer Verein. Die Bedingungen hier, das Trainingsgelände und die Leute: alles top.“

In Tschechien ist Levy permanent präsent. Wochenende für Wochenende ist er als Experte auf dem Bildschirm. Eurosport 2 überträgt regelmäßig die Bundesliga sowie Topspiele der Zweiten Liga. Am Montag hat er Oberhausen-Hertha kommentiert. Levy  schaut ein wenig wehmütig.

Der einstige Verteidiger war nach der aktiven Karriere Trainer bei TeBe, bei Hannover 96 und dem 1. FC Saarbrücken. In seiner Heimat dann bei Victoria Pilsen und den FC Zlin. Aktuell ist er ohne Job. Levy schüttelt den Kopf. Nach 16 Jahren im hiesigen Profifußball war er 2005 in seine Heimat zurückgekehrt.  „Es war ein Fehler damals aus Deutschland wegzugehen. Fußball ist hier viel größer und professioneller als in Tschechien.“

Levy kennt nicht nur die Zweite Liga aus eigener Anschauung. Er hat dort zwischen 1988 und 1995 insgesamt 145 Spiele absolviert. Auch den Schenckendorff-Platz ist ihm noch aus Vor-Wende-Zeiten vertraut. Damals stand das Gelände unter Hoheit der britischen Armee: „Wir haben mit Blau-Weiß hier trainiert. Da sind während des Trainings auf dem Nachbarplatz englische Hubschrauber gelandet.“

Und wie schätzt er die aktuelle Saison ein? Levy antwortet sofort: „Hertha wird aufsteigen.“

Zur Clickshow: Ihr seht die Mannschaft bei den Spielen. Ihr lest, was in den Medien geschrieben wird, diskutiert im Internet. Manche von Euch, wie heute @catro69, schauen beim Training vorbei. Wie beurteilt Ihr den Teamgeist beim aktuellen Kader ein?

Wie schätzt Ihr den Zusammenhalt in der Mannschaft ein?

  • gut (54%, 140 Stimmen)
  • ordentlich (23%, 59 Stimmen)
  • sehr gut (20%, 53 Stimmen)
  • na ja . . . (3%, 8 Stimmen)
  • mäßig (0%, 1 Stimmen)
  • schlecht (0%, 0 Stimmen)
  • sehr schlecht (0%, 0 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 261

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106
Kommentare

Manulinho
20. Januar 2011 um 14:42  |  6944

Rob gibt sich sehr professionell, Lasogga bleibt auf dem Boden…. und Lusti wird rechtzeitig Fit.
Berliner idyll 😉


L.Horr
20. Januar 2011 um 15:49  |  6956

Scheinbar wissen die Spieler wie man intern miteinander umgeht , erstrecht wenn einer von Ihnen eher Aufmunterung als Häme benötigt (Friend).

Der Umgang Fans zu Spielern ist nicht immer so konstruktiv , deshalb freut mich der Bericht um so mehr !


Blauer Montag
20. Januar 2011 um 16:27  |  6964

It’s nice to have a Friend in Berlin 😉

oder wie es wilson gestern schrieb:
HERTHA ist wie eine Pralinenschachtel
– es ist immer etwas Süßes drin.


pax.klm
20. Januar 2011 um 16:52  |  6971

„Er hat trotz der Kälte, am Ende gab es Schneegrieseln, eine knappe halben Stunde an die Einheit drangehängt. Zusammen mit Lasogga wurden Torschüsse geübt. Von links flankte Fanol Perdedaj, von rechts Patrick Ebert. Sascha Burchert im Tor bekam einiges zu tun.“

So wünsche ich mir die Spieler, gierig auf Trainingsarbeit, das erinnert schon stark an Toni Schumacher


20. Januar 2011 um 17:15  |  6972

Die Stimmung scheint gut zu sein und konzentriert. Sehr viel mehr verlange ich gar nicht. (weil das fast das Schwierigste ist, wenn man mich fragt)
Stani war für mich einer der Typen schlechthin-die je in Berlin spielten..fein, vo solchen Leuten hier immer mal was berichtet zu bekommen. thx, mal wieder!


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 17:17  |  6973

@apollinaris,

Stani hat sich sichtlich gefreut, in Berlin zu sein.

Soll Euch ein Entschuldigung von ihm ausrichten. Als ich ihn nach einem Foto gefragt habe, sagte er: „Oh, hätte ich das gewusst, hätte ich mich heute morgen rasiert.“


StinkePunk
20. Januar 2011 um 17:20  |  6974

Sehr schlecht: 1% 0 Stimmen. Die Berechnung möcht ich mal sehen!


Sir Henry
20. Januar 2011 um 17:44  |  6982

@stinkepunk

Rundungsfehler. Bei der Prozentrechnung müssen eben in der Summe Hundert stehen, sonst wäre es ja keine pro-cent-Rechnung.

Nach weiteren einhundert abgegenen Stimmen fällts nicht mehr auf 😉


20. Januar 2011 um 18:07  |  6987

Welche Bedeutung hat eigentlich dieser komische, auf der Seite liegende weiße G auf blauem Hintergrund bei jedem Post?


Sir Henry
20. Januar 2011 um 18:08  |  6988

dieses G natürlich. Umpf.


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 18:23  |  6989

@Sir Henry,

das ist der voreingestellt Standardavatar (Aber jetzt frage nicht, wie man das ändern kann. Meine, dass im Trainingslager Marco Wurzbacher „sein“ Bild mitgemailt hat und auf gravatar.com verwiesen hat.)


sunny1703
20. Januar 2011 um 18:34  |  6990

Ich hatte Anfang mitte der 80 er Jahre nach 14 – 15 Jahren Fandasein bei Hertha BSC die Schnauze voll von dem Verein, einer unfähigen Führungsmannschaft und Fans mit denen es kein Spaß mehr machte nach auswärts zu fahren.

Noch zu regionalligazeiten wechselte ich zu Blau Weiß 90 und erlebte das Wunder der Aufstieg……und später dann wieder den Abstieg und das grausame Erwachen einer völlig missratenen Politik des Vereins.
Wer das zweimal mitgemacht hat,ist sehr vorsichtig gegenüber den Herren da „oben“.

Stani war in den Jahren bei Blau weiß jemand der durch seine mustergültige Einstellung sich in die Herzen der Fans gespielt hat. Da gab es auch noch Mister 100% Chancentod Peter Stark,ein ebenfalls Blau Weiß Spieler als Identifikationsfigur!

Schön mal wieder was über Stani zu lesen 🙂

lg sunny


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 18:55  |  6992

Ich halte mich diesmal aus der Abstimmung raus. Ich kann ja nur das beurteilen, was ihr (Dank, Dank, Dank) berichtet.

Danach sieht’s toll aus: Konkurrenzkampf bei fairem, ja unterstützendem Umgang miteinander (Friend). Ähnliches hat man ja auch schon in anderen Interviews gehört, auch mit Seitenhieb auf die Abstiegsmannschaft (z.B. Domo), nämlich dass es in der Truppe zu stimmen scheint.

Mich freut’s. Vielleicht ist das auch ein bisher von mir unterbewerteter Erfolg des Trainers.

Aber (musste ja wieder sein :roll:): It counts when it counts.


20. Januar 2011 um 19:27  |  6993

Die Stimmung in der Mannschaft scheint gut.
Die Stimmung bei den Fans, vor allem auch die Besucherzahl bei Heimspielen, ist gut.

Nur die Finanzen stimmen seit Jahren nicht.
Jetzt werden die Transfererlöse der Zukunft mit einem unbekannten Investor geteilt. Alles noch kein Grund zur Sorge? Doch, denn am Ende der letzten Geschäftsjahre meldete die HERTHA BSC KGaA regelmässig einen größeren Verlust als ursprünglich budgetiert. Hier in diesem Forum waren Andeutungen zu lesen, auch in der laufenden Spielzeit würde HERTHA einen weiteren Verlust erwirtschaften. Peter Zwegat übernehmen Sie!


20. Januar 2011 um 20:15  |  6994

Blauer Montag: ja, ein Kreuz..und ewige Hypothek. Zum K…
letztlich gilt das für nahezu alle „Großvereine“…


backstreets29
20. Januar 2011 um 20:27  |  6997

Ui, kaum bin ich mal 2 Tage beim Skifahren, geht hier der Punk ab 😀 😀

Erfreulicherweise aber alles in ruhigen zivilisierten Bahnen :top:

Ich kann mich noch gut an Levy erinnern als er bei BW90 gespielt hat. Ein sehr ruhiger und überlegter Spieler, der viel durch Stellungsspiel gelöst hat. Schön, mal wieder was von ihm zu hören.

Lasogga und Friend? Ich hoffe die Harmonie ist nicht nur „verordnet“, sondern Friend ist wirklich der Teamplayer, den er hier gibt und
Lasogga ist so bodenständig wie er sich gibt.

Ich zitiere mal ein kleines Stück aus dem wirklich bemerkenswerten Beitrag von Herrn Stolpe:

„Aber am Ende des Tages ist Zweite Liga vielfach schlichtweg pure Improvisation.“

Genau auf diesen Trichter bin ich gegen Ende der Rückrunde gekommen, und den ich meinte mit meiner Aussage: Die Mannschaft wird sich in der mehr technisch orientierten 1.Bundesliga leichter tun.

Mir ist nicht bange, dass wir den Aufstieg schaffen und dann werden die Karten eh neu gemischt.

Zum Abschluss möchte ich noch von dieser Stelle meine besten Genesungswünsche an Hans Grugger übermitteln. Er ist heute beim Training zur Abfahrt in Kitzbühel schwer gestürzt und konnte durch eine Not-OP gerettet werden. Ich bin selber oft die „Streif“ runtergefahren, natürlich in einem Tempo das für mein Können als Skifahrer angemessen war und wenn man mal selber vor Ort gesehen hat, was „Mausefalle“ eigentlich bedeutet, dann bekommt das ganze noch eine ganz andere Dimension.
Daher nochmal: Alles Gute und eine hoffentlich schnell und rückstandslose Genesung für Hans Grugger


Thomsone
20. Januar 2011 um 20:36  |  6999

tja ist jetzt mal offtopic
Hr. Stanilav Levy kann mir mehr als gestohlen bleiben. Nach Herthas Austieg 1990 sass er beim ersten Heimspiel (St. Pauli?) mit einigen Spielern von Blau-Weiß in meiner Nähe. Er hat schön gejubelt bei den Toren die gegen Hertha gefallen sind. Der Typ soll bitte dahin zurück wo er hergekommen ist.


ursula
20. Januar 2011 um 20:45  |  7001

Mich interessieren keine anderen „Großvereine“, mich interessiert die
verlogene Politik des Herrn Schiller, der
Dieter Hoeneß & Co. locker überlebte
und der auch Gegenbauer überleben wird,
weil er wohl als EINZIGER weiß, wieviel Verbindlichkeiten die Hertha insgesamt, ergo die Kommanditgesellschaft auf Aktien mit Ihren „Töchtern“ und ausgegrenzten „Interimsfirmen“ als einheitliches GANZES
zu Buche zu stehen hat…..

…..was endlich eine lohnende Aufgabe,
auch HIER, der qualifizierten Printmedien
wäre, sich endlich einmal dieser Frage anzu-
nehmen, weil es „Hohe Zeit“ ist, die immer
diffizilere Problematik mit Ross und Reiter
zu benennen, um das „Fia(e)sko zu Genua“
bei Nichtaufstieg bei Mitgliedern und Fans
in Grenzen zu halten….

….aber da fehlt wohl der Mut oder das Thema
ist in Berlin journalistisch einfach TABU!?


20. Januar 2011 um 20:50  |  7003

@apollinaris
Wieso denn ewige Hypothek?
Es kann doch nicht so schwer sein, für HERTHA ein Management zu finden, welches für ein bis fünf Jahre im Voraus in der Lage ist:
a) die Planzahlen an Einnahmen und Ausgaben zu definieren, und
b) dafür zu sorgen, dass die Planzahlen auch eingehalten werden.

Jedem Kleinunternehmer, der das nicht kann, drehen die Banken in Zeiten von Basel III sofort den Kredithahn zu.

Regenschirme für Fußballtrainer oder Rettungsschirme für Nationalstaaten sind ein anderes Thema.


20. Januar 2011 um 21:00  |  7004

@ursula
Ich befürchte, du überschätzt die Möglichkeiten der Journalisten. An dem S-Bahn-Desaster kann die Presse auch herzlich wenig ändern.

Von Amts wegen hat der Aufischtsrat der HERTHA BSC KGaA den Auftrag, den Vorstand, die Geschäftsführer Preetz und Schiller, zu kontrollieren. Ob und in welchem Umfang der von den Vereinsmitgliedern gewählte Aufsichtsrat dieses Kontrollrecht wahrnimmt, kann ich von außen nicht beurteilen. Es wäre zumindest ein Ansatz, den Umfang des finanziellen Desasters in allen Gesellschaften zu ermitteln, wenn eine andere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses bekäme.

Eine finanzielle Konsolidierung hat in meinen Augen die TOP-Priorität – egal in welcher Liga die Profis kicken.


20. Januar 2011 um 21:02  |  7005

@hurdiegerdie
Erkläre mir bitte deine Bemerkung zu Domo und der Abstiegsmannschaft.


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 21:11  |  7006

Blauer Montag,

lass es mich bitte nicht suchen.

Es gab kürzlich (also diese Saison, die Zeit rennt) mal irgendwo ein Interview mit Domo, wo er den tollen Teamgeist der jetzigen Truppe gelobt hat, und dabei – in meiner Erinnerung – relativ klar gemacht hat, dass dies im Abstiegsjahr mit der damaligen Truppe eben nicht so war.

Wenn du es gerne haben möchtest, suche ich den Link – aber nur übers Wochenende.


apollinaris
20. Januar 2011 um 21:13  |  7007

Ich nehme inhaltlich grundsätzlich keine Stellung zu finanpolitischen Themen, weil ich davon schlicht viel zu wenig Ahnung habe. Da traue ich mir kein wertendes Urteil zu. -Ich kann nur allgemein sagen, dass das ganze Geschäft „internationaler Profifussball“ seit Jahren überhitzt ist und seit der Einführung der CL abartige Dimensionen (man erinnere die Transfers Zidane, Becjkham & Co) erreicht hat. Wir Fans müssen uns letztlich ausch entscheiden: wollen wir dieser rein kapitalistisch struktuierten Geschichte weiter folgen und von unserem Verein das absolute Leistungsprinzip einfordern ( hire and fire), Erfolg über alles stellen ..oder akzeptieren wir andere Wertigkeiten.
Solange ich das nicht geklärt sehe, habe ich Schwierigkeiten damit.
In dieser Branche kann man nicht wirklich ausbrechen-als kleinere vereine mag das noch gehen, als Verein einer Großstadt, mit all den Erwartungen und Zwängen, sieht das schon ganz anders aus, „anständig“ bleiben zu wollen
letztlich könnten wir Fans das alles ein wenig vorleben-aber das wird in Berlin sehr schwer zu realisieren sein, fürchte ich-und für ein St. Pauli eignet sich unser verein nicht wirklich…
Ich weiss, das ist sehr allgemeines Gewurschtel, das ich von mir gebe-aber ein Körnchen realität meine ich, ist schon dabei: wir akzeptieren alle (im Sinne von „die meisten“) diese Regeln-dass wir z.Z. die loser sind, ist doof gelaufen. Hätten wir nicht das KSC-Spiel verloren-würden wir vielleicht über alles( und auch Hoenß )anders diskutieren. Ich bin jedenfalls ,ganz ehrlich, sehr janusköpfig, wenn es um Prfifussball geht.


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 21:18  |  7008

@Ursula,

gib es auf, das habe ich auch schon versucht. Der offizielle Hinweis ist dann, dass das doch alles in dem Wertpapierprospekt zu Hertha neuer Anleihe veröffentlicht ist.

Ansonsten mal von der Nono-Presse:
http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/hat-hertha-30-oder-64-mio-euro-schulden-article776355.html


raffalic
20. Januar 2011 um 21:20  |  7009

Um mal auf das Thema zurückzukommen (ich hoffe das stört hier keinen… !? 😉 ).

Ich halte den Zusammenhalt in der Truppe für bestenfalls durchschnittlich.

Warum?

Weil ich als Aussenstehender der Meinung bin, dass es nach wie vor eine starke Grüppchenbildung innerhalb des Teams gibt. Man achte am Sonntag nur mal darauf wo Raffa (den ich als Spieler mehr als verehre, daher auch mein von tm.de übernommener Nick aus besseren Zeiten…) 95% aller Bälle hinspielt – zu Herrn Vasquez – alternativ zu seinem Bruderherz nämlich.

Kurzum, die Truppe scheint mir diesbezüglich ein Spiegelbild der Gesellschaft zu sein, der senile alte Mann mit dem Matschauge und dem Sprachfehler lässt grüßen – Integration Fehlanzeige !!

LG raffalic


Chris
20. Januar 2011 um 21:24  |  7010

Freut mich zu lesen, dass die Moral in der Truppe gut zu sein scheint.
Ist ein wertschätzender Umgang der Spieler untereinander nicht auch eine Leistung, die dem Trainerteam anzurechnen ist?


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 21:24  |  7011

@ursula,

– sales-&-lease-back-Geschäfte? Forfaitierung? Signing Fees? Heben stiller Reserven? Auslagern von Rechten am Hauptsponsor von 2015 bis 2024? Auslagern an Rechten zur Logen-Vermarktung bis 2025? Hertha-Anleihe? Genussscheine? Hertha-Rechte-GmbH? Hertha-Infrastrukur-GmbH? Hertha-Lizenz-GmbH? . . .

Die Strukturen/Gesellschaften von Hertha liegen offen wie ein Buch vor Dir. Inklusive wie viel Geld in jeder ausgelagerten Tochter steckt. Und wem woran wieviel gehört.

Die Finanzlage von Hertha ist absolut ernst. Das ist die Beschreibung von Hertha seit 2003. Durchgehend. Die Lizenz zu erhalten, ist in jedem Jahr ein Drahtseil-Akt.

Aber wie oft hatten wir das schon? Acht mal? 18 mal? Regelmäßig. Seit Jahren.

Weiß nicht, wielange Du das Thema verfolgst: Mein Tip: regelmäßig Zeitung lesen.


Chris
20. Januar 2011 um 21:28  |  7012

@raffalic
Das die Brasilianer ihre Community brauchen ist doch längst bekannt. Und es gibt immer in sozialen Gemeinschaften (Betrieb, Reisegruppe, Verein etc.) gewisse Menschen mit man selbst mehr Gemeinsamkeiten fühlt. Das heisst aber nicht automatisch, dass man dann gegen die Anderen arbeitet. Totale Harmonie und absolute Gerechtigkeit in einem 22-25 Mann Kader wirst du nie hinbekommen. Ich finde aber der Umgang zwischen Friend und Lassoga, wo nun wirklich Konfliktpotential wäre, zeigt das die Grundhaltung im Team gut und konstruktiv ist.
Also, mach mal´n Punkt wenn Raffa nur mal halt gern seine Keule nen Ball anspielt…


20. Januar 2011 um 21:37  |  7013

Danke hurdiegerdie,
passt schon. Erstaunlich diese Worte von Domo, wo er selber aus für mich unbekannten Gründen nicht zur Stammformation zählt.

@apo und hurdie
Trotz des finanziellen Desasters muss man nicht den Sand in den Kopf stecken. Man muss Veränderungen wollen. Es gibt genügend positive Beispiele: Union Berlin hat die Beinahe-Insolvenz in der 3. Liga überstanden. Und der 1. FC Kaiserslautern ist gestärkt aus der 2. Liga zurück gekommen.


20. Januar 2011 um 21:42  |  7014

@ubremer
Genau das nervt ja bei den Finanzen von HERTHA.
Jedes Jahr berichtet die Presse über den Eiertanz bis zur Lizenzerteilung. Eine Wende zum Positiven war in all den Jahren nicht erkennbar. Das ist nicht die Schuld der Journalisten. Aber sei so nett, und beantworte auch ursula ihre Fragen genauso so geduldig, wie du dich seit Jahren durch die Zahlenkolonnen des Hernn Schiller arbeitest.


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 21:49  |  7015

@Blauer Montag,

o.k., war ein langer Tag. Damit ich jetzt keinen weiteren Unsinn fabriziere, fahre ich den Rechner runter 😉


raffalic
20. Januar 2011 um 21:49  |  7016

@ Chris

Versteh mich nicht falsch, ich halte die gesamte Südamerika-Connection für aussergewöhnlich gute Fussballer (gut, Kaka lassen wir jetzt hier mal im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Spiel, unseren zumindest…;-) ), und mir ist auch bewusst das es diese Problematik schon seit Jahren gibt, entsprechend wurde sie auch von Zeit in den Medien publik, ich erinnere nur an den Hamburger Ersatztorwart, der ja hier zur Abwechslung mal ganz vorne mitspielte…

Nur, macht das die Sache besser ? Eher nicht, oder ?

Ich sehe hier aber auch Verfehlungen des Vereins, wenn Spieler seit längerer Zeit unter Vertrag sind und dennoch kaum Deutsch sprechen beispielsweise.

„Totale Harmonie“, wie du es nennst wäre sicherlich das schlimmste was dem Verein passieren könnte, schließlich erzeugt Reibung Energie, und die ist beim Fussball unabdingbar.

Von mir aus kann Raffa seiner Keule den Ball so oft abspielen wie er möchte, ich befürchte halt nur das dies dem ein odere anderen Mitspieler gehörig auf den Docht gehen kann, und ein Domo beispielsweise nicht zuletzt auch deswegen zum Tarnkappenbomber mutiert ist…

LG raffalic


pax.klm
20. Januar 2011 um 22:09  |  7017

An die Aussagen von Domo kann ich mich auch erinnern, er war aber nicht der Einzige!

Frage warum jetzt Aufklärung total über die finanzielle Situation? Hilft es der Mannschaft beim Aufstieg?
Ehrlich, dass die „Kacke“ am Dampfen ist, diese Info reicht mir völlig. Irgendwie gehe ich aber davon aus, dass der Verein „umschwenkt“! Nur so eine kleine Beobachtung, schaut euch die Einkäufe an, dann scheint der Mehrerlös vorprogrammiert!
Es scheint ja auch so, dass einige die Fragen haben, mehr wissen als sie ausplaudern.
Aber öffentlich machen sollen es dann die Anderen!
Abschließend, wenn man die Spieler und Verantwortlichen beobachtet stellt man fest , alle sind gute bis sehr gute Schauspieler!
Na die wollen uns vormachen, dass sie ne eingeschworene Truppe sind, das kann es doch gar nicht geben, so bei Schiller, MB und MP und der finanziellen Situation. Dazu noch – völlig unerträglich_ der Verein liegt nicht auf Platz eins. Mann watt sind datt allet unfähige Dilettanten .
Nun aber gute Nacht!


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 22:12  |  7018

Also, ich @ubremer verfolge das Thema schon eine Weile und lese auch viel darüber.

M.E. besteht Herthas Problem eben nicht seit 2003. Die Situation 2003 mit heute gleichzusetzen, verharmlost aus meiner Sicht die heutige Situation und bestärkt Aussagen wie „es war schon immer schwer“. MMn unterstützen sie auch eine latente Haltung, dass man eben so weiter machen kann.

Nach der Saison 2003/2004 lagen Herthas Schulden bei etwa 20 Mio trotz grosser Investitionen in Akademie und sonstiger Infrastruktur etc.

http://www.fanlager.de/fussball-stammtisch/bundesliga-hat-800-mio-schulden-5740.html

Ich könnte auch die entsprechende Stellungnahme von Schiller zur MV 2004 raussuchen, ebenso wie Aussagen von ihm oder Gegenbauer ein paar Jahre später, dass 20 Mio Schulden gesund wären.

Nach der Saison 2005/6, also 2 Jahre später, lagen die „offiziellen“ Schulden bei 60 Mio, und man musste einen Vorverkauf zukünftiger Einnahmen im grossen Stile starten, weil Hertha nahe vor der Insolvenz stand. Bis zu diesem Zeitpunkt war weder Gegenbauer Präsident noch gab es Preetz wirklich. Handelnde waren Hoeness und Schiller.

Ab der Saison 2006/6 wurde ein Umkehrkurs gestartet, der im nahezu völligen Ausbluten der Mannschaft in der letzten Saison endete, da es praktisch keine Werte mehr gab, die man noch anderweitig verticken konnte.

Im TSP gab es kürzlich ein Interview mit Preetz, wie gross die Zwänge waren (Banken), Transfererlöse vor der letzten Saison erzielen zu müssen, die Hertha praktisch gar keine Möglichkeit mehr liessen, Voronin oder Simunic (von Pante ganz abgesehen) zu halten, trotz intensiver Bemühungen.

Offenes Buch, na ja:

http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/wettbewerbsverzerrung-bundesliga-vereine-verschleiern-ihre-schulden/

Sicherlich auch keine tollen Quellen von mir, ich habe bessere aber nicht auf diesem Compi hier, aber der Streit um Herthas wahre Schulden (siehe oben 30 oder 64 Mio?, was so nicht nur in der BZ stand) zeigt doch, dass das Ganze nicht „hyper clear“ ist und für alle offensichtlich darliegt.

Wie unklar (mal sehen, ob sie zukünftig klarer werden) noch die neue 8 Mio „Finanzspritze“ ist, zeigen die Widersprüche zwischen MoPo und Berliner Kurier (heute diskutiert).

Wenn ihr euch damit nicht mehr auseinandersetzen wollt, weil es journalistisch nichts hergibt, ist das ok, aber bitte tut nicht so, als wenn man mal nur ein bisschen Zeitung lesen müsste, um da durchzusteigen.

Wenn ich mich mit meinen Zahlen irre, dann wäre ich zumindest happy über mehr Aufklärung.


mArk78
20. Januar 2011 um 22:13  |  7019

@backstreets29

Deine Aussage

„Genau auf diesen Trichter bin ich gegen Ende der Rückrunde gekommen, und den ich meinte mit meiner Aussage: Die Mannschaft wird sich in der mehr technisch orientierten 1.Bundesliga leichter tun.“

verwundert mich! Kannst Du in die Zukunft sehen? 😉
Wie wird es sein im Mai 2011? Alles wieder gut, weil in Liga 1? 😀


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 22:25  |  7021

Blauer Montag,

ich stecke den Kopf überhaupt nicht in den Sand, wirklich nicht. Ich bin nur ein Kämpfer dafür, dass man – aus meiner Sicht – die Notwendigkeit wird einsehen müssen, etwas zu ändern. Wir müssen raus aus der Schuldenfalle, und das heisst für mich akzeptieren, dass es hart wird die nächsten Jahre. Wir müsen vergessen, dass man nur ne sportliche Delle hatte, und nächste Saison wieder CL angreift. Schluss mit dem, es war schon immer so, es wird so bleiben.

Freude darüber, dass eine junge Hertha-Mannschaft vielleicht den Abstieg vermeiden kann (du siehst ich bin schon in der 1. Bundesliga nächste Saison). Ich wehre mich nur dagegen, dass man so tut, als ginge es schon irgendwie immer weiter. Mein Traum ist, dass 70’000 jubeln, weil nächste Saison junge Spieler und selbst ein paar Berliner aus Herthas Akademie den Abstieg vermieden haben. Dann nehme ich auch Grottenkicks in Kauf. Und wenn wir dann Lasogga 2012 für 20 Mio verkaufen (ach nee geht ja nicht, dann nimmt ihn ja Lev’kusen für eine Million), also dann Lusti und die Schulden mal langsam wirklich nach unten drücken, dann fange ich wieder an, auch nach oben zu gucken. Es wird nur sehr viel länger als bis 2012 dauern.

Aber ehrlich, ich sehe das nicht negativ, für mich ist Hertha nicht Hertha im oberen Tabellendrittel der 1. Liga, sondern Hertha ist meine Hertha.


fg
20. Januar 2011 um 22:38  |  7022

@hurdiegurdie:

ich habe die lasogga-vetragsgeschichte bisher so verstanden, dass er nicht gegen seinen willen zu leverkusen zurück muss.
sollte er natürlich nächste saison 15 plus x tore schießen, wird er sicherlich überall so mit geld zugeschüttet, dass er von sich aus weg ist, entwickelt er sich aber etwas langsamer und fühlt sicher hier wohl (was ja als potentieller stammspieler durchaus denkbar ist), könnte man sicherlich seinen vertrag über 2012 hinaus verlängern und später selbst die kohle (von real 😉 ) einstreichen.


ubremer
ubremer
20. Januar 2011 um 22:44  |  7023

@hurdie,

Vergiss die Kütting-Diskussion. Das ist ein wirtschaftswissenschaftlicher Streit, ob Verbindlichkeiten so zu sehen sind, wie im deutschen Handelsrecht oder wie im internationalen Handelsrecht. Weil das eigentlich keine Sau interessiert, kommt Prof. Kütting mit Bundesliga-Vereinen um die Ecke, damit da überhaupt jemand hinhört.

Das ist eine Definitionsfrage. Sollte dieser philosophische Diskurs mal geklärt sein, bitte. Solange lasst mich damit in Ruhe.

Die Hertha-Strukturen mit der KGaA samt der fünf Tochtergesellschaften werden wieder und wieder auf jeder Mitgliederversammlung ausgeteilt. Im Handelsregister kann jeder nachschauen: Wer hat welche Anteile, wer ist wem wie zugeordnet usw. Im ebundesanzeiger können die Bilanzen ausgedruckt und in Ruhe gelesen werden, wenn das auf der Mitgliederversammlung zu schnell geht. Oder Ihr das Gefühl habt, die Presse berichtet in ihren Zusammenfassung unzureichend davon.

Es ist nicht so schwierig: Alles liegt auf dem Tisch. Über alles ist in extenso berichtet worden. Das kannst Du gern nochmal eigenständig nachvollziehen.
Ich mache für Dich die Abkürzung, wie das Fazit ausfallen wird: Die Lage von Hertha ist verdammt schwierig.
Die nächste Hürde besteht darin, die Lizenz für 2011/12 zu bekommen.
Und bis an den Horizont von 2025 stehen dauernd und überall Hürden, von denen ich hoffe, dass Hertha BSC jeweils rüberkommt.

Hatte ich nicht versprochen, den Rechner runterzufahren? Wird hiermit vollzogen, Gute Nacht 😉


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 22:48  |  7024

@fg,

das sehe ich genauso. Wenn Lasogga nicht will, kann ihn Leverkusen nicht wegholen.

Ich habe mal wieder zu viel in einen Satz gepackt.
Ist Lasogga 20 Millionen wert, werden sich alle um ihn reissen, dann bekommt ihn derjeniege, der ihm am meisten bietet. Da Leverkusen eine festgeschrieben Ablöse von nur 1 Mio hat, kann Lev’kusen bei gleichem Gehaltsgebot wie die Mitkonkurrenten ihm eben bis zu 19 Millionen Handgeld bieten, was die anderen eben nicht haben, da sie ja 20 Mio Ablöse an Hertha abdrücken müssten.

Ganz ganz viele Konjunktive, und alles nicht so ernst gemeint (was Lasogga anging).


apollinaris
20. Januar 2011 um 22:50  |  7025

@hurdi, zu deinem lestzten post:
an diesem Punkt sind wir nebeneinander, ohne ein Blatt Papier dazwischen. Scheinbar gibt es über den Weg dorthin, deutliche Auffassungsunterschiede. Wenn diese Stadt, dieser verein einen Mentalitätswechsel oder gar ein Paradigmenwechsel braucht, dann brauchts auch Fans und eine Öffentlichkeit, die mitzieht- eines der Geheimnisse von Vereinen wie Mainz, Freiburg , Bremen etc, die eine solche Philosphie verankern konnten, war Konstanz in den entscheidenden Positionen. Ohne einen in Ruhe arbeitenden Trainer, der Vertrauen von seinen Leuten spürt, auch für unkonventionelle Entscheidungen und Dürrephasen..wird es kaum gehen. Fangen wir doch auch mal bei uns selber an? Jagen wir selber nicht dem Erfolg hinterher-als gäb´s (buchstäblich) kein Morgen.
In unserer Hatz und Unruhe (die eigentlich Angst ist), verhalten wir uns nicht sehr viel anders als die Kritisierten. (oder?). Haben wir Angst, es könnte der Erfolg sich nicht einstellen, schließen wir die Augen der Venunft, wollen die Trainer feuern und zentrale Mittelfelder kaufen. Wohlwissend, dass wir uns weder das eine noch das andere gar nicht leisten können. An der „Front“ stehen zur Zeit Leute, die sich dagegen wehren und mit aller Kraft versuchen, den Aufstieg aus den derzeitigen Ressourcen zu schaffen. DH hätte wohl aus Sorge, es könnte nicht reichen, in der Winterpause irgendeinen Transfer getätigt…
Dafür alleine schon sollte diejenigen, die einen vernünftigen, einen weniger cholerischen Verein wollen, doch froh sein-wenn wir z.Z. eine Doppelspitze haben, die mit viel Energie und Selbstbewusstsein (und Mut!) das Machbare auf vernünftigere Art und Weise angehen. Der Wechsel in der Politik hat längst stattgefunden und mir scheint es, dass einige, die sich diesen am meisten wünschten, es noch gar nicht bemerkt haben. Vielleicht romantisiere ich jetzt auch..die ganze Idee aber ( gegen den Strom zu schwimmen)..ist ein wenig naiv-träumerisch.
Wer A sagt, muß auch….


apollinaris
20. Januar 2011 um 22:51  |  7026

@hurdi: mittlerweile..zu deinem vorletzten post.. 🙂


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 22:52  |  7027

Na, das ist doch ne Info zu Kütting @bremer.

Danke schön.


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 23:14  |  7028

war mir schon klar @apolinaris, welchen post du meintest und welchen nicht 😉

Mir ist schon länger klar, dass wir INHALTLICH an vielen Punkten grosse Gemeinsamkeiten haben, auch wenn das manchmal anders erscheinen mag.

Ich zweifele auch nicht, dass die Doppelspitze das Ganze neu und vernünftig angehen will.

Was an der Idee jedoch naiv-träumerisch ist, weiss ich jedoch wieder nicht.


apollinaris
20. Januar 2011 um 23:33  |  7029

das ist so gemeint:
da bin ich mir selber gegenüber skeptisch. (Aber)es ist nicht falsch, sich für vermeintlich Naives einzusetzen..“das Unmögliche wagen“ -meinem Sohn versuche ich eher dieses zu vermitteln, als das ,was „vernünftige Eltern“ vielleicht tun sollten.. 😉
also ich meine das nicht abfällig.. 😉


hurdiegerdie
20. Januar 2011 um 23:51  |  7030

@apolinaris,

nur das keine Missverständnisse entstehen, ich habe es nicht abfällig verstanden,
ich habe es schlicht weg wirklich überhaupt nicht verstanden.

„Der Wechsel in der Politik hat längst stattgefunden und mir scheint es, dass einige, die sich diesen am meisten wünschten, es noch gar nicht bemerkt haben. Vielleicht romantisiere ich jetzt auch..die ganze Idee aber ( gegen den Strom zu schwimmen)..ist ein wenig naiv-träumerisch.“

Ist die Idee des Wechsels der Politik naiv-träumerisch? Oder ist die Idee des gegen den Strom Schwimmens naiv-träumerisch? Oder ist der Wunsch nach dem Wechsel der Politik gleichbedeutend mit “ gegen den Strom schwimmen“ und damit naiv-träumerisch?

Wenn der Wunsch nach dem Wechsel der Politik ein gegen den Strom Schwimmen ist, werde ich gehörig weiter meinen Beinschlag trainieren (und Unken haben lange Beine) und werde lange naiv träumen.

Guts Nächtle für heute


apollinaris
20. Januar 2011 um 23:58  |  7031

letzter Absatz isses..und das richtige Bild ist auch gefunden.. manchmal geht´s ja *lol*
ich gehe jetzt noch für für 2-3 Stunden „schaffe“


Exilherthaner
21. Januar 2011 um 1:27  |  7032

Ich bin neugierig, wie es möglich ist, die junge Generation und die etwas Ältere unter einen Hut zu bringen. Die Lebenserfahrung und vor allem die Interessen sind da doch sehr unterschiedlich und ich kann mir gut vorstellen, dass es da zu Zwistigkeiten kommen mag, wenn der Druck steigt. Bis jetzt scheint es aber zu klappen. Die Truppe hat der Trainer auch dank Hilfe des Managers, der endlich mal auch etwas gelernt hat aus der letzten Saison, unter Kontrolle. Bisher ist ja eigentlich nur der Ösi aufgefallen.

Noch eine generelle Frage zum 8mio-Deal: wie wird eigentlich so ein Transferwert eines Herthaspielers genau festgelegt? Gibts da eine Gleichung oder etwas dergleichen?


backstreets29
21. Januar 2011 um 5:31  |  7034

@mArk78

Nein in die Zukunft kann ich natürlich nicht sehen, aber für mich ist der Aufstieg bschlossene Sache und auch aufgrund der Argumente von sto bin ich überzeugt, dass wir uns in der 1. Liga leichter tun werden, als in einer Liga, wo Spielzüge zum Grossteil nur aus nach vorne gedroschenen Bällen besteht


mArk78
21. Januar 2011 um 7:39  |  7036

@backstreets29

Dann ist ja gut. Vielleicht stoßen wir dann ja alle gemeinsam beim letzten Heimspiel an… 😉


Herthaner4ever
21. Januar 2011 um 7:43  |  7037

Ich erwarte auch, dass Hertha aufsteigt – und sich dann mit diesem nur leicht verstärkten Kader in der Bundesliga halten wird. Ergänzen würde ich das Team lediglich um einen LV und einen RV (Kobi wird nicht schneller und souverän ist er dieses Jahr auch nicht, und rechts haben wir echten Bedarf) ggf. noch einen RM. Alternativ könnte man sich natürlich auch nach einem Allrounder für die rechte Seite umschauen. Evt. brauchen wir für RM aber auch niemanden, wenn sich Ebert dort festspielt.

Abgeben würde ich aus diesem Kader niemanden zwingend, nicht mal Friend, ich glaube durchaus, dass er in der 1. Liga es einfacher haben könnte.

Insgesamt glaube ich auch, dass die ganze Mannschaft in der Bundesliga noch besser zurecht kommen sollte als in der 2. Gegen die ganz Großen wird’s noch nicht klappen, hier ist die Frage, zu wie vielen Überraschungen es vielleicht reichen sollte. Absolut defensiv spielen wohl nur maximal 5 Teams (hängt auch ein bißchen davon ab, wer drin bleibt und wer aufsteigt). Dazu wird der Erfolg das Team nochzusammenschweissen – und zu was ein team mit guter Moral in der Lage ist, hat man oft genug gesehen. Viele Teams mit guter Moral spielen deutlich besser, als ihr eigenes Potenzial das erwarten lassen sollte. Und wenn MB die Zeit und die Chance haben sollte, dieses junge Team zusammenwachsen zu lassen und nur punktuell zu verstärken – dann traue ich diesem Team eine ähnliche Entwicklung wie Dortmund oder Mainz zu – ohne die Erwartungen jetzt zu hoch zu hängen. Für möglich halte ich es aber zumindest! Ich werde jetzt aber nicht den TeBe-Fehler machen und von der CL reden, ohne überhaupt erst einmal in die Bundesliga aufgestiegen zu sein…


ursula
21. Januar 2011 um 8:28  |  7038

@ ubremer

Danke für die umfangreiche Aufzählung,
aber diese “offiziellen Daten” sind mir
bekannt!

Um aber Dich und diesen “Gesamtkomplex”
nicht überzustrapazieren nur so viel, als
nebenbei diplomierter Volks- und Betriebs-
wirt ist es mir bis heute nicht gelungen,
ein “Erlesen” in Verbindung mit Bilanz-
analyse, Verschieben von Aktiv- und
Passivposten, Wertberichtigungen, auch
“Rückstellungen”, transitorische- und
antizipative Rechnungsabgrenzungen etc.
(volkstümlich ausgedrückt), so zu sagen
autodidaktisch so zu “sortieren“, dass sich
mir zumindest ein plastisches Bild offenbart!

Übrigens wenn bekannt, auch dann bitte
mit dieser Gesamtsumme an addierten
Verbindlichkeiten offiziell die Terminologie
über die Verbindlichkeiten von Hertha
modifizieren…..

Also nicht von knapp 40 Millionen
Verbindlichkeiten, eben von knapp
ACHTZIG Millionen (?) Verbindlichkeiten
sprechen und bitte auch SCHREIBEN!!!

Dem Fan „Normalo“ wird doch bei „nur“
39 Millionen o. ä. „suggeriert“, so schlimm
und so hoch sind die Scchulden doch auch
wieder nicht……
Grüße P. S.


ursula
21. Januar 2011 um 8:34  |  7039

@ hurdiegerdie, nee Unken (Bombina,
bombina oder variegata, Gelbbauchunke),
ich habe sie zuhause in einem großen
Terrarium, haben vergleichweise KURZE
Beine, so wie Lügen! Deshalb können sie
auch keine „großen Sprünge machen“, wie
z. B. Frösche! Die haben lange Beine….

Aber „hurdiegerdie“, war echter Spaß,
nicht besserwisserisch gemeint! Grüße


dstolpe
21. Januar 2011 um 9:37  |  7041

Was Sie alles sind, @ursula, ich staune: Ex-, aber noch immer gefragter Fußballtrainer, diplomierter Volks- UND Betriebswirt, Amphibienzüchter – was folgt da noch alles?


pax.klm
21. Januar 2011 um 9:46  |  7042

8)


ursula
21. Januar 2011 um 9:49  |  7043

Ja, in der Tat, so isses, leider (!?),
hatte früher ne Menge Zeit….

….habe zu allem Überfluss auch
noch Sport studiert! Aber ich habe
Volks- und Betriebswirtschaft, wie
viele Fußballer „nebenbei“ im Fern-
studium absoviert….

…..nun sein Sie mal nicht traurig,
ich und wahrscheinlich auch SIE,
lernen noch immer und jeden Tag
dazu! Ich bin ganz verrückt nach
Wissen, trotz meines biblischen
Alters! Wissen ist MACHT…..
Besondere Grüße P. S.


ursula
21. Januar 2011 um 9:51  |  7044

Ach so und „Schnappsschwarzbrenner“,
aber nicht weitersagen wegen des
Branntweinmonopolgesetzes….

….tut mir leid, nun ist doch (fast)
ALLES raus (schmunzel)….


Treat
21. Januar 2011 um 10:21  |  7045

…ach wie gut das niemand weiß…

Anonymität im Netz ist doch was Feines… 😉

Ich bin übrigens der Papst, Michael Jackson, die Baracke Obamas und ein Goldfisch! 🙂

Jahaa, ich hatte nicht nur früher, als @ursula noch unser Kaiser war, sondern habe auch heute noch immer viiiieeeel Zeit! 🙂

Nichts für Ungut, ein Jeder sei, was immer ihn/ sie glücklich macht im Netz, und vielen Dank für den Lacher, er hat meinen Tag versüßt!

Blauweiße Grüße
Treat


Sascha
21. Januar 2011 um 10:23  |  7046

Zum Thema Funkel setzt nicht auf die Jugend, ein für mich eigenartiger Artikel im Kicker:

http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/547581/artikel_Ostrzolek-im-Aufwind.html


ursula
21. Januar 2011 um 10:29  |  7047

Ach @ treat,

wie leider in letzter Zeit so oft, habe ich
Sie wieder einmal kaum verstanden,
außer der „Häme“ (schmunzel), aber
was war das mit dem „Lacher“?

Lassen Sie mich doch teilhaben…
Grüße P. S.


sunny1703
21. Januar 2011 um 10:34  |  7048

Ich habe es schon vor einigen Tagen geschrieben,mich stört momentan vor allem,dass man so getan hat,als sei die Lizenz für die neue Saison egal in welcher liga kein Problem,man müsse eben in der 2.liga den berühmten Gürtel nur enger schnallen.
Wenn gleichzeitig diese Inhaberschuldverschreibung herausgebracht wird,bekommt das ganze einen faden Beigeschmack.
Vor allem,weil dieses Papier vielfach von den treuen Fans gekauft wird.
Ist die Laga des Vereins so schlecht,dass selbst die Lizenzerteilung gefährdet ist,ist der Zinssatz für ein solches Papier,dass eben nicht dem Einlagesicherungsfonds unterliegt,wie ein Sparbrief,schlichtweg ein Witz!
Sollte dagegen dieser Investor wirklich die hier veröffentlichten Renditen einfahren können,zeigt sich mal wieder wie unterschiedlich die Interessen von Kleinen und Großen behandelt werden,auch wenn die ursprünglich gedachte Summe für Schuldverschreibungen 6 millionen Euro und den 8 Milllionen von Mr X ähnlich sind.

Mich ärgert der Umgang mit den eigenen Fans ,tollen Fans die ein solches Vertrauen zu ihrem Verein haben!

Was das andere hier diskutierte angeht,so sehe ich natürlich die angesprochenen Probleme ähnlich wie andere.
Es gibt eine Sichtweise die behandelt nur die Missstände bei unserem Verein Hertha BSC.
Es ist schwer nachzuvollziehen,wann und wodurch es zu dieser Anhäufung von Schulden gekommen ist,eins ist sicher,die heutige Spitze hat damals schon Verantwortung gehabt und dementsprechend auch heute dafür Verantwortung zu übernehmen.
Ob und inwieweit Hoeness und überhaupt ist doch egal und nur Streiterei und erinnert mich an eine Abwälzung von Schuldeingeständniss auf andere.
Doch und darüber müssen wir uns bei allem Missmangement in unseremVerein klar sein,wir können das nicht aus einem gesamtzusammenhang der Situation im Profifußball,nein,ich möchte sogar darüber hinaus gehen,in unserer kapitalistischen Gesellschaft nehmen.
Wir alle leben in einer Pumpgesellschaft,wer hat nicht Kredite für Haus ,Auto usw aufgenommen,welcher Betrieb benötigt nicht Startkapital oder immer wieder sonstwie Kredite um sich zu vergrößern oder Engpässe zu überwinden usw.vom Schuldner Staat ganz zu schweigen.
Es ist schwer möglich in einem Geschäft wie dem Profifußball bei dem so viel verdient wird,bestehende Marktgesetze außer Kraft zu setzen.Wer hier überleben will ist auf Erfolg angewiesen und wenn Erfolg nur über höhere Schulden erzielt werden kann,ist das im Rahmen des Marktes schon legitim zu nennen.
Dem zumindest ein wenig entgegensteuern kann man nur durch Regularien bei der Lizenzerteilung ,
Doch bei der haben wir zur Zeit ein Dreiklassensystem.Eins für Hopp,Bayer ,VW und ähnliche,die eine für andere Vereine bestehende Regel ad absurdum führen,eine Klasse die Schulden machen kann „ohne Ende“ und eine für den rest die jede Saison zittern müssen.
Entweder man schafft diese Regularien ab,die Konsequenzen daraus mag ich mir nicht ausmalen oder man führt endlich gleiche Regeln für alle ein,welche die strenge Maßstäbe an Lizenzen knüpft.
Doch und auch darüber müssen wir uns im Klaren sein,dann ist Hertha einer der Vereine die vermutlich nicht mehr eine Lizenz bekommt,egal ob 39 oder 80 Millionen Schulden.
Der Weg daraus kann nur durch nachhaltige Einsparungen geschafft werden und wie schon erwähnt durch Glück ,durch sportliche Erfolge.
Zu dem von@hurdie dabei angedeuteten Weg sehe ich jedenfalls wie er auf längere Zeit keine Alternative.
Doch auch der ist keine Garantie,denn wie das Beispiel 1860 zeigt,nutzt selbst eine hervorragende Jugendarbeit nichts ,wenn da „oben“ Unfähige sitzen.
Wollen wir hoffen,dass wir in einigen wenigen Jahren unsere jetzigen von da „oben“ nicht auch nur noch als Unfähige titulieren!

lg sunny


mArk78
21. Januar 2011 um 10:34  |  7049

@Treat

Ich musste auch kurz lachen, dachte dann aber an eine unsägliche Diskussion in einem anderen Forum und fand dies gar nicht mehr witzig, wenn ich mich erinnere, wie sich dort manch einer echauffierte… „Was schrt mich mein Geschwätz von gestern“…

@Sascha

Der Artikel klingt angesichts der Tatsache, dass er bei uns alle Jugendspieler wegschickte, wirklich eigenartig…


Treat
21. Januar 2011 um 10:58  |  7051

@mArk78

Ich weiß genau, was du meinst. Manchmal mag einem das Lachen im Halse stecken bleiben. Aber um ehrlich zu sein, die erwähnte unsägliche Diskussion hat mir persönlich sehr dabei geholfen, die Dinge wieder einmal aus einem anderen Blickwinkel und vor allem nicht mehr so verbissen zu betrachten.

Vielen kennen sicher diesen im Internet kursierenden Bilderwitz von dem verschwitzten 200kg – Bikertypen, der einem armen, einsamen Würstchen am anderen Ende des Chats gerade erzählt, was für einer heißer, halbnackter Teenager er ist – daran musste ich in dem anderen Forum seither sehr oft denken und sofort bekam ich wieder gute Laune… 😉

Menschen, die sich in der Anonymität des Netzes verstecken und dabei immer wieder betonen, wie unglaublich gebildet, kompetent und omnipotent sie sind, nehme ich heute einfach nicht mehr ernst.

Dabei stelle ich gar keine Vermutungen darüber an, ob die angegebenen Kompetenzen den Tatsachen entsprechen oder nicht, weil es einfach keinen Unterschied macht.

Allein das daraus abzulesende Geltungsbedürfnis zeigt doch bereits, dass es sich um einen Schrei nach Aufmerksamkeit und Anerkennung eines an sich bemitleidenswerten Menschen handelt, völlig unabhängig von dessen Bildungsstand oder sonstigen Kompetenzen.

Ich selbst arbeite seit über 15 Jahren sozialpädagogisch und glaube mir, ich habe in dieser Zeit viele solcher Persönlichkeiten getroffen.

Jeder Mensch den ich bislang kennen gelernt habe, der wirklich etwas vorzuweisen hat – zumindest belegbar – hat sich vor allem durch zwei maßgebliche Charaktereigenschaften ausgezeichnet: Demut und Bescheidenheit. Wer wirklich ein Großer ist, hat es einfach nicht nötig, permanent auf den Putz zu hauen und sich so seine Bestätigung zu holen. Der weiß, was er kann, und was die anderen denken, ist ihm schnuppe.

Der tut seine Meinung kund und tauscht Argumente aus aber er zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er eigene Defizite benennen kann, dass er Selbstkritik übt, dass er nicht permanent über andere, ihm nur aus der Ferne bekannte Menschen urteilt (ja, ich bin mir der Ironie dieser Bemerkung durchaus bewusst ;-)) und dass er gut damit leben kann, wenn er mal der weniger kompetente von zwei Gesprächspartnern bei irgendeinem Thema ist.

Und ich weiß Eines ganz genau: Ich werde mich hier nicht wieder in eine Endlos-Diskussion um persönliche Eitelkeiten und Selbstdarstellung hinein ziehen lassen, denn die angenehme Gesprächskultur in diesem Blog ist mir dafür viel zu wertvoll.

Deshalb schweige ich seit langem fast nur noch zu solchen Auftritten, nur ab und an ein kleiner Scherz, der sei mir noch erlaubt, wenn ich bitten darf.

Und daher, lieber @ursula, kann von „Häme“ nun wirklich nicht die Rede sein, es war nur ein kleiner Spaß auf IHRE Kosten aber ehrlich nix Böses! Quasi exklusiv vom „Rundumschläger vom Dienst“ nur für Sie, damit sie ob meiner Ignoranz und Ahnungslosigkeit heute auch einmal etwas zu schmunzeln haben! 😉

War jetzt etwas ausführlich, sorry dafür, ich verspreche, mich in nächster Zeit nur noch zu den sportlichen Themen hier zu äußern!

Blauweiße Grüße
Treat


Blauer Montag
21. Januar 2011 um 11:00  |  7052

@ubremer, ursula, catro, hurdiegerdie, apollinaris
und allen anderen, die das Thema HERTHA-Finanzen interessiert.

Das HERTHA seiner Publikationspflicht voll umfänglich nachkommt will ich nicht bestreiten. Ob die bilanzierten Wertansätze angemessen sind, kann nur ein Wirtschaftsprüfer nach Einsicht der internen Unterlagen beurteilen. Das ist auch nicht der Punkt, welcher mich beunruhigt.

Mich beunruhigt vielmehr, dass am Anfang eines Wirtschaftsjahres
ein Budget aufgestellt wird, und am Ende des Wirtschaftsjahres (jeweils zum 30.6.) heißt es dann: „Upps die Verluste waren leider größer als geplant.“ Das war zu Zeiten des GröFuMaZ so, und daran hat sich (für mich als Außenstehenden erkennbar) bis dato nix geändert.


ursula
21. Januar 2011 um 11:08  |  7053

Nee, nee müssen se nicht! Wenn Sie dies
für richtig hielten, abzulassen, ist das
schon o. k. ! War ja auch EINIGES richtig
in Ihrem Referat und konnte mir auch ne Jacke anziehen…..

….dachte aber, um meinem Unverständnis, ob
der Finanzgebaren des Herrn Schiller
mehr Nachdruck zu verleihen, eine
gewisse Kompetenz nachweisen zu
müssen! Und ansonsten waren es
doch gerade SIE, der mir häufig
geschriebene Eloquenz,große Kompetenz und fußballerisches Faschwissen
attestiert hat…..
Grüße


Treat
21. Januar 2011 um 11:19  |  7054

@Blauer Montag:

Ich denke, mit dieser Beobachtung liegst du vollkommen richtig, allerdings ist das LEIDER nichts Ungewöhnliches in der Wirtschaftswelt und auch und besonders im Profisport.

Letztlich stellt das Budget auch nichts anderes als einen geplanten Haushalt in der Politik dar und Unwägbares, Unvorhersehbares, passiert in dieser unserer Welt nun einmal permanent. Das daraus meistens unerwartete Verluste und eher selten unerwartete Gewinne resultieren, dafür ist unsere Hertha nur eines von unzähligen Beispielen. Man kann dann eben nur versuchen, darauf so schnell und umsichtig wie irgend möglich zu reagieren.

Fakt ist aber eben auch, dass es, wenn man einmal am unteren Randbereich der Handlungsfähigkeit angekommen ist, es immer schwieriger wird, IDEALLÖSUNGEN zu präsentieren. Dazu gehören nämlich immer auch wirtschaftliche Partner und die sehen einen bereits am Rande er Zahlungsunfähigkeit seit Jahren jonglierenden Verein naturgemäß kritischer und machen ihre Zuwendungen daher immer von größeren, das Risiko relativierenden Verpflichtungen seitens des Vereins abhängig.

Insofern macht die Hertha in ihrer seit Jahren schwierigen Situation bislang einen guten Job, wie ich finde. Es wird Jahre dauern, durch nachhaltiges Wirtschaften wieder einmal in eine Lage zu kommen, in der die Hertha als Vertragspartner die Bedingungen diktieren kann.

Und sein wir mal ehrlich, genau diese Dinge sind in den letzten Jahren auch immer wieder ehrlich angesprochen worden. Das man uns Fans nun nicht Einblick in jedes Detail der Finanzjonglagen nehmen lässt, ist schon aus Gründen der Seriosität gegenüber (potentiellen) Geschäftspartnern und auch, um sich gegenüber der ebenfalls klammen Konkurrenz nicht mutwillig Nachteile zu verschaffen, selbsterklärend und notwendig, wie ich finde.

Gerade im Profilsport sind doch Erfolge noch viel weniger planbar als in vielen anderen Wirtschaftsbereichen, wenn man nicht gerade Ante S. heißt. Da heißt es, gut raten und dann flexibel und kreativ sein, um sich auftuende Löcher zu stopfen. Im Moment macht man das unter den gegebenen Umständen sehr clever – meiner Meinung nach.

Ob es langfristig wieder mehr Bewegungsspielräume und die Chance auf ECHTE Schuldentilgung gibt, dass wird in hohem Maßen auch von künftigen sportlichen Erfolgen abhängen, so abgedroschen das auch klingen mag.

Die Lage ist ernst, ja, das ist sie seit Jahren. Der Abstieg hat diese Lage noch einmal verschärft, keine Frage. Aber der Blick auf viele andere Wirtschaftsunternehmen – auch andere Sportvereine – in ähnlichen oder gar noch aussichtsloseren Lagen, tröstet mich, dass es kaum daran liegen kann, dass die bei Hertha handelnden Personen weniger kompetent als bei anderen Unternehmen sind oder gar, dass es an einer mangelnden Transparenz liegen könnte.

Ich bin besorgt, wie ich es seit Jahren bin aber schlaflose Nächte deswegen, die halte ich dann doch für übertrieben. 😉

Blauweiße Grüße
Treat


Treat
21. Januar 2011 um 11:24  |  7055

@ursula:

Dabei bleibe ich auch! Ihre Darstellungen sind häufig geprägt von viel Sachverstand, einem wieder erkennbaren, eigenen Stil, der manchmal nervt aber häufig auch viel Spaß macht und einer Leidenschaft, fröhlich zu streiten, der mir sehr entgegen kommt!

Und dann gibt es da eben noch diese „andere Seite“, die es manchmal schwierig macht, den Blick auf diese durchweg positiven Dinge zu fokussieren…

Aber wenn Sie selbst schon die eine oder andere Jacke gefunden haben, die Ihnen in diesem Zusammenhang passt, dann habe ich keine Sorge, dass es auch künftig ein konstruktives Miteinander – mit gelegentlichen Aussetzern der einen oder anderen Seite 🙂 – geben wird.

Beste blauweiße Grüße
Treat


Mineiro
21. Januar 2011 um 11:25  |  7056

@Ursula:

80 Mio. EUR Schulden sind aus meiner Sicht nicht zutreffend und sogar unrealistisch. Wie aus der Mediendiskussion deutlich wird, kommt es für die Ermittlung der korrekten Schuldenhöhe von Hertha BSC vor allem darauf an, was man alles als „Schulden“ einordnet und was nicht.

1. In der Bilanz von Hertha standen im Sommer unter der Position „Verbindlichkeiten“ auskunftsgemäß 36-37 Mio. EUR, aktuell sollen es 39 Mio. EUR sein, die Differenz könnte sich z.B. aus der neu gezeichneten Anleihe ergeben. Gehen wir also von diesen 39 Mio. EUR einfach mal aus.

2. Hinzuzählen könnte man (nach der Meinung von Prof. Küting) die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Hertha-Bilanz. Diese betrugen 27 Mio. am 30.6.2009 und 17 Mio. EUR am 30.6.2010. Seitdem gab es keine Signing Fees oder neu abgeschlossene Ausrüster-/Sponsorenverträge. Für Dauerkarten dürfte ein Teil des Betrages aufgelöst worden sein, so dass aktuell die Position so um die 15 Mio. EUR liegen dürfte.

3. Hertha hat Genussscheine ausgegeben in Höhe von 4,5 Mio. EUR, soweit ich weiß. Diese zählen grundsätzlich zum Eigenkapital, müssen aber auch irgendwann zurückgezahlt werden.

4. Ich kenne die Bilanzen von Hertha inklusive aller Tochtergesellschaften. Auch wenn es manchmal etwas unübersichtlich ist, so gab es in den anderen Gesellschaften neben der KGaA stets keine zusätzlichen Schulden. Wir können deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit von der Vollständigkeit der KGaA-Bilanz ausgehen.

Fazit: Selbst wenn man alle diese Positionen in den Topf „Schulden“ werfen würde, dann ergibt sich mit

39 Mio. Verbindlichkeiten
15 Mio. passiven RAP
4,5 Mio. Genusskapital

insgesamt ein bilanzierter Gesamtverpflichtungsvertrag von Hertha BSC in Höhe von weniger als 60 Mio. EUR.

Mit dem neuen Investor wird die Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital weiter vorangetrieben und das ist sicher nicht negativ für den Verein.


Dan
21. Januar 2011 um 11:25  |  7057

@treat
wäre schön wenn Du zum Sport zurück findest. Alles andere ist doch ausgelutscht und ich dachte schon längst mental abgehackt.

Alte Muster schaden nur dem Blog. 😉


Treat
21. Januar 2011 um 11:34  |  7059

@Dan

Ich bin vollends beim Sport, lieber Dan, oder hattest du etwa einen anderen Eindruck? 😉

Im Übrigen finde ich, dass @ursula und ich das doch gut in den Griff bekommen haben, ohne irgend jemandem oder dem Betriebsklima hier zu schaden, oder?

Blauweiße Grüße
Treat


Treat
21. Januar 2011 um 11:35  |  7060

Übrigens @mineiro:

Vielen Dank für diese, auch Laien gut verständliche Darstellung, ich fühle mich nun etwas schlauer und noch ein bisschen weniger besorgt!

Blauweiße Grüße
Treat


Dan
21. Januar 2011 um 11:44  |  7062

@Mineiro
Nochmals danke, dass Du wie schon so oft, auch an anderer Stelle, bei diesem Thema emotionslos (das ist positiv gemeint) Dein Wissen einbringst.

Soweit ich das weiß hat der Umdenkungsprozess, sicherlich aus der finanziellen Not heraus, bei Hertha BSC begonnen. Es wird nur schwer, wie hier auch schon von anderen angedeutet, dies Berlin und einem Teil der Medienwelt klar zu machen. Das vorerst die Zeiten des „grossen Zampano“ vorbei sind und ein längerer Überlebenskampf, hoffentlich in der Bundesliga, ausgefochten wird.

Um das zu verstehen brauche ich nicht die genauen Zahlen, sondern das Wissen, dass Hertha seit Jahren immerwieder Lizenzauflagen kriegen.


ursula
21. Januar 2011 um 11:50  |  7063

Sehe ich auch so @ treat
und „mental abgehakt“ @ dan!
Beiden Grüße


Tunnfish
21. Januar 2011 um 12:05  |  7064

@ubremer
vielleicht stört es uns Fans ja einfach dass wir nicht verstehen wo das ganze Geld bleibt. Gerade in den letzten beiden Jahren, rechnen in den Foren die USer irgendwie immer anders und wundern sich über das große Minus das unter dem Strich bleibt. Da die Bilanz nun mal keine BWA und schon gar keine Summen und Saldenliste ist und es auch keine entsprechende transparente Budgetplaung gibt, fühlen sich die Fans im dunkeln. Selbst wenn man sich all die Zahlen die es öffentlich gibt einverleibt, bleiben noch so viele Fragezeichen.


ursula
21. Januar 2011 um 12:11  |  7065

Danke @ mineiro, quintessentiell sind
Fakten gut beschrieben. Teile eben
diesbezüglich nicht ALLES so….

….und werde bei Gelegenheit detaillierter
noch einmal darauf eingehen, denn die
Interpretationen Eigenkapital oder nicht,
„Verschiebungen“ von Aktiva und Passiva sind zwar HIER des öfteren
angesprochen worden, aber
bekanntlich differenzierter zu
definieren, als offensichtlich (?)
geschehen und dabei scheiden sich
die Geister auch von Fachleuten….


Mineiro
21. Januar 2011 um 12:29  |  7066

Naja, wenn du aber den Ausdruck „Verschiebungen“ in den Mund nimmst wäre es schon besser, wenn du hier und jetzt ein wenig näher erläutern würdest, was du genau damit meinst und warum du meine Darstellung der Fakten nicht teilst.

Diskussionsbeiträge, in denen nur nebulöse Andeutungen gemacht werden, der eigene Standpunkt aber eben nicht mit einer ausreichenden Begründung oder Erläuterung versehen werden sind aus meiner Sicht für den Fortgang der Diskussion doch eher entbehrlich.

@alle anderen: Danke für die lobenden Worte, bin immer gerne ansprechbar für Fragen oder Aufklärungen rund um die Bilanzanalyse bei Hertha.

Zum eigentlichen Thema: Lasogga ist im Moment bärenstark und wohl die nächsten Spiele erstmal gesetzt. Für Friend ist das ziemlich fatal, weil wohl beide nie gleichzeitig auf dem Feld stehen werden. Sein Verhalten aber ist absolut professionell und er könnte durchaus in dieser Saison noch sehr wichtig für Hertha werden. Darum wünsche ich mir sehr, dass er seine Formkrise bald überwinden kann.


21. Januar 2011 um 12:31  |  7067

@treat: die Worte von dan sind so was von richtig. Ein kurzes Blograunen wird an jahrzehntelangen Mustern nichts ändern können. Als SozPäd kennst Du Dich mit eingeübten Verhaltensmustern bestens aus. Ich versuche mit aller Kraft vielen Versuchungen zu widerstehen (bin leider eitel, deshalb gelingt es nicht durchgehend, jetzt gerade geschieht es wieder..). Der einzige Weg, keine Wiederholung zu erleben, ist der von Dan vorgezeichnete.


dstolpe
21. Januar 2011 um 12:40  |  7068

@treat, ursula, alle anderen, mich eingeschlossen
Schlage auch vor, den kurzen Exzess zu beenden – und vor allem zum von (fast) allen Seiten praktizierten und der Gesprächskultur mMn doch sehr dienlichen Du zurückzukehren. Denn das hilft doch sehr, Distanzen abzubauen, wo Nähe gut tut.

Und damit einen schönen Tag allerseits.


Seppelfricke
21. Januar 2011 um 12:45  |  7069

Bin auch dafür das wir das Handelsrecht und die Bilanzen beiseite legen und uns wieder dem sportlichem Bereich zuwenden.

Freuen wir uns auf den Trainingseindruck von heute.


Blauer Montag
21. Januar 2011 um 12:50  |  7071

@mineiro
du schriebst vor 90 Minuten:
„1. In der Bilanz von Hertha standen im Sommer unter der Position “Verbindlichkeiten” auskunftsgemäß 36-37 Mio. EUR, aktuell sollen
es 39 Mio. EUR sein, die Differenz könnte sich z.B. aus der neu gezeichneten Anleihe ergeben.“

Wenn die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus der neuen Anleihe entsteht, handelt es sich nach meinem Verständnis aus Sicht der Kostenrechnung um neutrale Aufwändungen. Dafür hätte ich Verständnis. Wenn dagegen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus weiteren Verlusten im operativen Geschäft resultiert, hätte ich dafür kein Verständnis. Letzteres würde bedeuten, dass HERTHA nach wie vor keine Ausgabendisziplin realisiert.


catro69
21. Januar 2011 um 12:53  |  7072

Zur Eingangsfrage, ich hatte im letzten Sommer die Gelegenheit einige Trainingseinheiten beobachten zu dürfen (die damaligen Berichte finden Interessierte im offiziellen Forum). Wenn es die Zeit/Arbeit erlaubt, schaue ich auch heute noch gerne beim Training vorbei. Die Betonung liegt hier auf dem „gerne“. Die Mannschaft tut was für ihr Geld, auch beim Training. Von einer Larifari-Einstellung hab ich noch nie etwas gespürt, es wird konzentriert gearbeitet und es gibt Spieler, die gehen bis zum Anschlag (Perde, PML) und andere, die ziehen ihr Ding durch (Training ist Pflicht, mehr nicht).
Die Stimmung halte ich für gut, da fehlen mir Vergleiche mit anderen Profimannschaften.
Mit anderen Herthamannschaften kann ich es vergleichen, bei Funkel war die Stimmung gedrückt und das Training sterbenslangweilig. Ich kann mich an einen gelangweilten GröFuKaZ erinnern, der Pässe auf die Außen spielen sollte, damit sich diese mit schlechten Ballannahmen, verunglückten Flanken, und so weiter, hervortun konnten. In der Zwischenzeit hatte Arne dann nichts weiter zu tun, als sich den nächsten Ball selbst zuzuspielen und das Ergebnis der Angiffsbemühungen abzuwarten. Zum Glück haben Sporthosen keine Taschen, sonst hätte er da wohl seine Patscher geparkt.
Funkel sah dieser Posse mit verschränkten Armen aus gebührender Entfernung zu. Nee, diesem Training zuzuschauen hat keinen Spaß gemacht.
Beim ins Detail verliebten Favre wurde nahezu alles kommentiert, erklärt, gelobt und gescholten, der Mann lebt auf dem Trainingsplatz und sorgte schon damit für Unterhaltung.
Ich drifte in den Bereich der Trainerbewertung ab, ich finde unser Trainerduo gut. Ein Ritual scheint zu sein, dass Babbel vor dem letzten Trainingsinhalt seine Mannschaft um sich versammelt und eine kurze Ansprache hält, was da gesagt wird, ist für mich natürlich nicht nachzuvollziehen, aber es wirkt immer sehr „verschworen“.

Ach ja, den Torschußwettbewerb nach dem Training von PML und Friend gibt es schon seit der Verpflichtung der Beiden, ich glaube die zwei können ganz gut mitenander.

Zu den Finanzen. @ sunny Starker Gedanke zum Verhältnis Fan und Investor, hab ich so noch nicht gesehen.
Meine Frage an alle die es wissen könnten. In den Jahresberichten werden die Spielerwerte immer unserem Vermögen zugerechnet, senkt sich dieser Posten nun um die „verkauften“ Anteile?
Ein anderer Vermögensposten ist die 100% Beteiligung an der Rechte GmbH, ca. 38 Mios schwer. Seit dieser Saison (ein Teil schon seit letzter Saison) sind die dort gelagerten Werte abschreibungspflichtig, das heißt, der Wert schrumpft ab jetzt. Laut Bericht 08/09 sind von dieser Seite keine Einnahmen zu erwarten.
Ich vermute, dass unseren Verbindlichkeiten in nächster Zeit immer weniger „Sicherheiten“ gegenüber stehen, ob das Veräußern der Spielerwerte der Schritt in die richtige Richtung ist, würde ich als Laie bezweifeln.

Gut, genug gesorgt, jetzt wird erstmal aufgestiegen und dann sehen wir weiter (könnte glatt die offizielle Vereinspolitik sein…).


21. Januar 2011 um 13:00  |  7073

@Sascha: betr. FF und Jugendstil: ich finde es schon lange etwas ungerecht, Favre oder gar FF ( Abstiegskampf) vorzuwerfen, sie hätten nicht auf die Jugend gesetzt. Es war bei beiden Trainern niemand da!-Der neue Jahrgang ist besser. Kein Hartmann oder RFardi hat es bei Babbel geschafft, sondern Jungs, die zwischen 15-17 waren, als die beiden Trainer hier arbeiteten. An dieser Stelle war die Diskussion beiden gegenüber nicht sehr fair. Das relativiert nicht den Mut von Babbel, sondern nur dieteilweise überzogene Kritik an beide Trainer.-Dazu neigen wir Fans einfach…deshalb mag ich ja diesen blog so gerne: weil er die tägliche Arbeit etwas beschreibt-und wir dadurch relativ exclusiv wissen, ohne vor Ort zu sein, wie wir die Arbeit des aktuellen Trainers einschätzen können. Weniger Vermutungen und Behauptungen als bei allen anderen mit bekannten Foren.-


Treat
21. Januar 2011 um 13:05  |  7074

@apo, @dstolpe und wer sich noch angesprochen fühlt:

Ich persönlich war schon längst zurück gekehrt und eigentlich hatte ich das auch schon in meinem ersten, erläuternden Post als Antwort auf mArk78 klar und deutlich so formuliert.

Es sind eher die jetzt allmählich gehäuft auftretenden Appelle aller möglichen Leute an mich, die mich jetzt ärgern, weil ich finde, dass ich dafür der falsche Ansprechpartner bin.

Auch der von mir des Öfteren kritisierte @ursula hat in diesem Falle nach meiner Beobachtung NICHT dazu beigetragen, in eine Endlosdiskussion einzutreten, ist doch Alles schon längst wieder vom Tisch. Was also genau soll ich jetzt ab sofort wieder anders machen?

Und was das „Du“ angeht, ich bin da völlig leidenschaftslos. Hier ist das „Du“ üblich, mir ist es angenehm aber wenn einzelne User, in diesem Falle @ursula, Wert darauf legen, von mir lieber gesiezt zu werden, dann respektiere ich das selbstverständlich. Das haben mir Mama und Papa vor langer Zeit mal so beigebracht. Persönlich habe ich aber überhaupt keine Bauchschmerzen damit, mich hier mit JEDEM oder JEDER zu duzen, wenn das gewünscht ist.

So, und jetzt äußere ich mich mal eine Weile lang WIRKLICH NUR NOCH zu Sportlichem, mal sehen, ob das dann in Ordnung ist.

Blauweiße Grüße
Treat


ursula
21. Januar 2011 um 13:12  |  7075

Noch einmal, hallo mineiro, habe leider
im Augenblick nicht die Zeit, „qualifiziert“ (jetzt, heute?)
auf DICH einzugehen, wenn Dir die
Anrisse zu Recht nicht ausreichten!

Und danke gern Du „dstolpe“ für die
Hinweise, aber eigentlich war das
mit Dir und dem „treat“ meinerseits
längst gefrühstückt, oder „treat“!?

Übrigens bin ich nicht nachtragend,
am liebsten lernfähig! Grüße


21. Januar 2011 um 13:13  |  7076

@treat: es war , jedenfalls von mir, keinerlei Kritik..nur ein ganz ganz großes Augenzwinkern. Einfach, weil @dan den Satz des Tages zu diesem Komplex gesagt hat- kein Psy, Päd oder SozPäd..hätte das besser sagen können. Respekt, dan-doch nicht nur Statistiker,wa? *lol*


sunny1703
21. Januar 2011 um 13:17  |  7077

@mineiro
Auch ich finde es gut,wenn jemand wie Du der Zahlen z.b besser lesen kann, sich zu Wort meldet,doch Deine Argumente wiegen genauso schwer wie die von Paul Pachulke,der nichts weiter al s einfacher Steuerzahler und Herthamitglied ohne wirtschaftliches Wissen ist.
Ob Deine Sicht der dinge ,die richtige ist,keine Ahnung,könnte sein,aber Worte wie ,es ist manchmal etwas unübersichtlich oder höchster Wahrscheinlichkeit sind keine Sicherheit.

Ich selbst habe weniger Zweifel an deinem Lesen als daran,dass sich dein Argumente genauso anhören wie bei S 04 oder jedem anderen Unternehmen,dass durch Tricksereien den wahren wirtschaftliche Stand verbegen will ,um nicht am nächsten tag an der Börse ins Bodenlose zu fallen.
Dass die vorgelegten Zahlen schlüssig sind,wage ich nicht zu bezweifeln,ob sie das wahre Ausmaß anzeigen schon eher.
Um nochmal auf den Anfang zurück zu kommen,hier schreibt jeder mit dem gleichen Gewicht über fußball,egal ob Journalist,Ex Profi,Ea Sports Profi oder Amateurkicker oder Interessierter.
Wenn wir anfangen in Diskussionen zu gewichten wer was ist,dann müssen wir Spezialdiskussionsgruppen einführen.Zum Thema Soziales nur der Kollege treat,über Medizin bei verletzungen nur diejenigen die Mediziner unter uns sind,bei rechtlichen Fragen die damit was zu tun haben,über fußball nur ehemalige Profis ,über pädagogisches ein anderer Forist von dem ich weiß,dass er Lehrer ist .
Und ich kann am 18.09. mit einigen wenigen alleine zur Wahl gehen.

Also belassen wir es so wie es ist,wir sind alle gleich schlau und gleich blöd! 🙂

lg sunny


Sir Henry
21. Januar 2011 um 13:21  |  7078

Warum kann Jugendfreund Ebert nicht einfach mal den Mund halten? Gibt es da eine uns unbekannte Kraft, die ihn zu jedem gezückten Bleistift hinzieht und Sätze sagen läßt, die er allenfalls denken aber nicht aussprechen sollte?

Selbstverständlichkeiten müssen nicht gesagt werden. Dass Herr Ebert gerne wieder spielen möchte, halte ich für eine solche Selbstverständlichkeit. Und wenn der Trainer sein körperliches und spielerisches Potential als spieltauglich einschätzt, dann spielt er auch. Aber nur mit einer großen Klappe ist noch keiner ins Team gerutscht.


sunny1703
21. Januar 2011 um 13:26  |  7079

@alle
Sorry ,vor allem Mineiro….als ich anfing zu schreiben,war die Diskussion noch voll im Gange…jetzt hätte ich meinen Beitrag weggelassen.
oder zumindest modifiziert.

lg sunny


21. Januar 2011 um 13:27  |  7080

Lehrer sind eher keine Pädagogen, auch, wenn sie immer so genannt werden…so ginge das dann schon mal los, sunny..*lol*
Nein, Recht haste.
Wovon Gruppen immer profitieren(können) ist ja aber gerade auch der spezielle Mix an Fachwissen!- Problematisch-und das war wohl treats Intention, wird´s, wenn die Vermittlung zu aggressiv wird oder alle Bereiche des Lebens sozusagen aus einer Quelle abgedeckt werden möchten. Dominanzstreben ist einer der Schwierigkeiten, die eine Gruppe meistern (koodinieren) muss. Wir sind hier-auch durch die extrem gute Moderation-auf bestem Wege, denke ich mal..


ursula
21. Januar 2011 um 13:28  |  7081

Gut und richtig @ sunny, wie so oft, aber
ich möchte nicht gleich blöd sein, wie
„olle Pachulke“!

Voon wejen die Lebensqualität, die
Differenzierte!

Sehe übrigens auch Diskrepanzen zu
„ihm“, die ich schon wieder (zeitlich)
nicht begründen kann, aber der „mineiro“, hat der eine Funktion
bei Hertha? Ich bin HIER noch nicht
so involviert….
Grüße @ sunny


Blauer Montag
21. Januar 2011 um 13:45  |  7082

Nur die Ruhe meine Damen und Herren!

Habt ihr keine Heizung zu Hause?
Müsst ihr Euch ohne Not an Banalitäten erhitzen?
Wenn diese Albernheiten eure Kinder lesen würden….


21. Januar 2011 um 14:00  |  7083

soll ich mal noch mehr schlechte laune verbreiten??? ich las gerade:

HERTHA BSC
Am Sonntag kommt Fortuna Düsseldorf ins Olympiastadion – Schiedsrichter der Partie: Babak Rafati

es wurde mir gleich angst und bange…. 🙁


Seppelfricke
21. Januar 2011 um 14:24  |  7084

nicht nur dir rasiberlin. bin mal gespannt ob und welchen bock er diesmal schießt.

@ sir henry

das „problem“ ist einfach, das er glaube ich der liebling der bz, bild usw. ist. in seinen schlimmeren jugendjahren war er gut für negative schlagzeilen und jetzt werden halt 2 sätze kurz beim training erwähnt, von ihm verwurstet. ich will garnicht lesen das er spielen will. davon kann man doch ausgehen oder? 😉 . für mich sind solche artikel vollkommen uninteressant.

Und die Aufstellung macht immer noch der Trainer und nicht Interviews oder Zeitungsartikel. Nicht wahr Herr Beichler… 😀


Chuk
21. Januar 2011 um 14:32  |  7085

Babak Rafati …
🙁
😯
🙄


Treat
21. Januar 2011 um 15:13  |  7086

Nun ja, eine Schiedsrichterdiskussion bereits im Vorfeld ist wohl wenig sinnvoll, schließlich wäre es ja möglich, dass Rafati diesmal eine gute Leistung bringt, das hat er ja auch in der Vergangenheit schon hin und wieder getan.

Irgendwo schrieb ich schon mal, dass ich der Meinung bin, dass er nicht explizit gegen Hertha eingestellt ist, sondern seine Leistungen generell einfach stark schwanken. Hoffen wir also darauf, dass er am Sonntag einen guten Tag haben wird.

Allerdings muss ich zugeben, die Erinnerung an vergangene Herthaspiele unter seiner Leitung lassen in mir schon eine gewisse Unruhe aufkommen…

Blauweiße Grüße
Treat


apollinaris
21. Januar 2011 um 15:23  |  7087

apropos Schiridiskussion: der Kicker gab dem Schiri des letzten Spiels ne 2,5..ich hätte ihm ne 3 gegeben..
Ramos erhielt ne 3-den ich als 4 mit Tendenz zum Minus gesehen hatte. Allet ziemlich subjektiv. Auch und vorallem unter Fachleuten.. 😉


Sir Henry
21. Januar 2011 um 15:42  |  7093

Klaro, Seppelfricke. Die Aufstellung macht der Trainer. Aber vielleicht sollte ihm mal jemand sagen, dass er seine Einsatzchancen mit solchen Statements nicht erhöht. Soll er doch mal zeigen, was er kann. Oller Schwätzer. Grr.

Ach, was reg ich mich auf.

Ist Euch bewußt, dass es nur noch zwei Tage bis zum nächsten Spiel sind? Das Kribbeln, das schon am Vorabend einsetzt. Der ständige Blick auf die Uhr am Spieltag (Nur noch zwei Stunden bis zum Losgehen). Endlich in die Kluft werfen. Lange Buchsen? Besser ja. Welches Trikot heute? Okay, das Fast-Meisterhemd! Kind fertig? Nein, muss noch mal aufs Klo. Besser jetzt.

Der heimisch-sozialverträgliche Abgang zu Hause. Kind an die Hand. Karte dabei? Ab! Los! Diese stetig steigende Konzentration blau-weißer Klamotten in der S-Bahn. Die Spannung. Dann:“Papi, wer sind denn die Roten hier?“ „Das sind die anderen, mein Kind.“ „Aber wir sind die Guten, stimmt’s?“.

Zwischen Westend und Olympiastadion hält der Zug IMMER einmal an. Die Körpertemperatur steigt (die langen Buchsen). Es ruckt an. Ein Aufatmen geht durch den Zug. Irgendjemand macht eine Witz. Der halbe Wagen lacht. Alle sind vollkommen irre vor Vorfreude und benehmen sich wie große Kinder.

Bahnhof Olympiastadion. Raus. Hoch. Es kribbelt. Noch ne dreiviertelstunde Zeit? Egal. Rein! Durch die Kontrolle. Das Stadion baut sich vor uns auf. Von drinnen tönen Fabian und Udo. Die Masse antwortet. Treppen hoch. Karte zeigen. Noch einmal ein schmaler Durchgang. Das Grün schimmert schon durch. Noch zehn Schritte, fünf und dann. Aah!

Jedes Mal auf’s Neue. Atmen. Aufsaugen. Atmosphäre.


hurdiegerdie
21. Januar 2011 um 15:58  |  7099

oooooch schööööööööön Sir Henry


Mineiro
21. Januar 2011 um 16:20  |  7102

@ursula und alle die es interessiert:

Ich habe keine Funktion bei Hertha (außer als Mitglied, Dauerkarteninhaber und Erziehungsberechtigter meiner Kinder, die ich zu kleinen Herthanern erzogen habe 😉

Ich äußere mich hier und im Forum hertha-inside lediglich zum Thema Finanzen, weil ich von Berufs wegen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bin und deshalb hier und da helfen kann, damit alle wichtige Zusammenhänge auch ohne einschlägige Ausbildung verstehen können.

Den Finanzgebaren bei Hertha stehe ich seit Jahren durchaus sehr kritisch gegenüber und habe keinen Grund irgendetwas zu beschönigen, wie man im Finanzenthread des o.g. Forums auch ausführlichst nachlesen kann. Vor allem die Verträge mit Sportfive und die Praxis, Einnahmen der Zukunft bereits Jahrzehnte vorher auszugeben, um kurzfristige Erfolge zu erzielen brachten den Verein an den Rand der Existenzgefährdung:

http://www.hertha-inside.de/forum/viewtopic.php?f=32&t=3919&st=0&sk=t&sd=a


Blauer Montag
21. Januar 2011 um 16:49  |  7111

Das Motto kann doch nur lauten:

Herzlich willkommen im Olympiastadion Herr Rafati. Am Ort des WM-Finales 2006 hoffen wir auf eine WM-reife Schiedsrichterleistung.


Blauer Montag
21. Januar 2011 um 16:50  |  7112

@mineiro
Wer sind eigentlich die aktuellen Wirtschaftsprüfer für den Jahresabschluss der HERTHA BSC KGaA und deren Töchter?


Mineiro
21. Januar 2011 um 17:05  |  7116

Die Abschlüsse werden seit Jahren von der Kanzlei RöverBrönner geprüft.

http://www.roeverbroenner.de/landing-rb.htm

Das ist nach den ganz großen Prüfunggesellschaften mit die größte Prüfungsgesellschaft mit Hauptsitz und Verwurzelung in Berlin. Ich denke, dass man da in ganz guten Händen ist bei Hertha.


Mineiro
21. Januar 2011 um 17:06  |  7117

Auch mit denen habe ich aber nix zu tun, nur falls jemand auf die Idee kommen sollte 🙂


Blauer Montag
21. Januar 2011 um 17:17  |  7122

Meine Idee wäre, mineiro,
durch eine andere Prüfungsgesellschaft die Wertansätze der Aktiva und Passiva in den HERTHA Bilanzen einer gestrengen Prüfung zu unterwerfen.


Mineiro
21. Januar 2011 um 17:23  |  7123

Das wird meines Wissens bereits gemacht, zumindest was die auf die Tochtergesellschaft ausgegliederten Rechte in Höhe von 38 Mio. EUR angeht, muss es seinerzeit und auch danach Wertgutachten gegeben haben, die allerdings bislang meines Wissens nicht veröffentlicht wurden. Ich meine nur, irgendwo mal in einer Textpassage zur Ausgliederung davon gelesen zu haben


Blauer Montag
21. Januar 2011 um 17:26  |  7124

Lass von Dir hören mineiro,
falls du die Textpassage wiederfinden solltest 😉


ursula
21. Januar 2011 um 18:10  |  7138

Die wurden nicht veröffentlicht und
danke „mineiro“ für die Infos!

Für mich klang das recht „herthanisch“!
Nichts für ungut!

Denoch befürchte ich, dass Deine
Ausführungen eben nicht JEDER
versteht und in die Vollen (Details)
zu gehen, halte für, weiß ich noch
nicht….

….war übrigens meine Intention
(nicht zu gehen)! Grüße

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