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(sto) – Nun sage bloß niemand, dass absolut alles an der Zweiten Liga „Mist“ wäre, „großer Mist“, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Schiphorst es einmal so wunderbar zum Ausdruck hat. Immerhin sammeln wir, Fans und auch Journalisten, dann und wann neue Stadionpunkte – wie morgen am Neuen Tivoli in Aachen. Und wir lernen neue Menschen kennen.

In meinem aktuellen Fall war das Peter Hyballa, der Trainer der Alemannia. Denn auch das ist eben Zweite Liga: Glaubt mal nicht, dass wir Journalisten einfach so zum Handy greifen und die Herren Klopp, Heynckes, Schaaf und Co. bundesweit alle einfach so auf Taste haben. In der Bundesliga ist das Prozedere klar geregelt (von einzelnen Ausnahmen dank langjähriger persönlicher Kontakte abgesehen): Kontakt zu Trainern/Managern erfolgt über die Pressestelle des jeweiligen Klubs.

Seiteneinsteiger – das muss kein Makel sein

Im Fall Hyballa war der Weg nun der direkte, und genauso unkompliziert wie der unmittelbare Anruf auf seinem Handy verlief dann auch unser Gespräch. Dessen interessanteste Inhalte werdet ihr morgen in der Print-Ausgabe der Morgenpost lesen. Hier etwa eine Aussage über das bevorstehende Treffen der so unterschiedlichen Klubs Hertha und Aachen und seinen eigenen Werdegang: „Mehr Geld bedeutet in aller Regel mehr individuelle Qualität, und jeder Trainer arbeitet gern mit Qualitätsspielern. Aber die Kunst eines jeden Trainers ist es, aus den Puzzleteilen seiner Spieler ein Bild, ein Team zu formen. Ich habe 16 Jahre lang mit jungen Spielern gearbeitet und mag es immer noch gern.“

Nachwuchs-Fußball in Deutschland werde unterschätzt, sagt Hyballa: „Die Götzes kennt man, aber nicht auch deren Nachwuchs-Trainer. Das hat vielfach auch mit Ahnungslosigkeit zu tun.“ Weitere Kostproben gefällig? Bitteschön, hier : „Vor der Saison hatte ich keinen Namen – und strahlte das aus auf meine Spieler, denn die hatten auch keinen Namen. Ich habe nie an die Gefahr gedacht zu scheitern. Ich bin überzeugt von mir. Wenn man sich zu viele Bremsen in sein Denken einbaut, dann kommt man nicht vorwärts. Und wenn es nicht geklappt hätte – dann sollte es eben nicht sein. Aber ich sage das auch meiner Mannschaft: Probiert etwas aus, seid mutig, seid zur Not auch unangepasst wie Straßenköter. Seid nur offensiv, denn das ist unser Plan.“

Offensiv ist auch das Denken von Hyballa. „Ich möchte durch gute Arbeit bestechen, dann kommt der nächste Schritt automatisch. Na klar, jetzt bin ich im Profibereich und da in der Zweiten Liga. Wer da angekommen ist, will natürlich irgendwann an die Spitze des Gebildes, in die Bundesliga. Dafür muss ich malochen.“

Ich muss gestehen, dass ich durchaus ein Freund dieser so genannten Seiteneinsteiger wie Hyballa, Dutt, Tuchel und Co. oder auf Managerebene auch Bader bin. Wobei der Begriff „Seiteneinsteiger“ zumindest bei den Trainern nicht ganz korrekt ist, weil denen vielleicht die ganz große Vita fehlen mag, deshalb aber noch lange nicht die Erfahrung in ihrem Beruf. Und sie bringen eine ganz neue Mentalität in den Fußball – frech, ungepasst, immer offensiv.

Mit Hyballa und Markus Babbel begegnen sich morgen zwei Fußballlehrer, deren Wege in diesen Beruf unterschiedlicher kaum sein könnten. Hier der Europameister, Uefa-Cup-Sieger und Deutsche Meister und Pokalsieger Markus Babbel. Dort der langjährige Nachwuchstrainer Peter Hyballa, der zwar schon VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund trainiert hat – aber eben jeweils nur deren U19-Teams. Und doch weist die kleine Alemannia nach 23 Spielen in der Tabelle nur eine Niederlage mehr auf (sechs) als Branchenprimus Hertha BSC.

Eure Meinung ist gefragt

Ich frage euch, was ich auch mich selbst frage: Muss ein Weg wie der von Hyballa schlecht sein? Oder ist so einer letztlich womöglich sogar der bessere Trainer, wenn es um die Arbeit auf dem Platz geht? Der bessere Coach (während der Spiele)?

Ich weiß, dass wir das Trainer-Thema hier zuletzt in extensio diskutiert haben, und dass diese Fragestellung Wasser auf die Mühlen von Babbel-kritischen Jungs wie @exilherthaner sein wird. Aber grundsätzlich haben wir damit mal wieder einen neuen Ansatz der Diskussion, finde ich. Denn weiterhin interessiert mich (und ist auch Gegenstand unserer heutigen Klickshow): Welche der aktuellen Übungsleiter sind eurer Meinung nach die drei besten der Zweiten Liga und warum?

Wer sind für euch die drei besten aktuellen Zweitliga-Trainer?

  • Jos Luhukay (FC Augsburg) (18%, 120 Stimmen)
  • Peter Hyballa (Alemannia Aachen) (17%, 116 Stimmen)
  • Markus Babbel (Hertha BSC) (15%, 98 Stimmen)
  • Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus) (12%, 78 Stimmen)
  • Rico Schmitt (Erzgebirge Aue) (10%, 66 Stimmen)
  • Milan Sasic (MSV Duisburg) (8%, 57 Stimmen)
  • Michael Büskens (Greuther Fürth) (5%, 31 Stimmen)
  • Friedhelm Funkel (VfL Bochum) (4%, 27 Stimmen)
  • Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf) (4%, 24 Stimmen)
  • Uwe Rapolder (Karlsruher SC) (2%, 12 Stimmen)
  • Uwe Neuhaus (1.FC Union) (2%, 11 Stimmen)
  • Ewald Lienen (Arminia Bielefeld) (1%, 10 Stimmen)
  • Hans-Jürgen Boysen (FSV Frankfurt) (1%, 6 Stimmen)
  • Reiner Maurer (1860 München) (1%, 5 Stimmen)
  • Karsten Baumann (VfL Osnabrück) (1%, 4 Stimmen)
  • Andre Schubert (SC Paderborn) (1%, 4 Stimmen)
  • Benno Möhlmann (FC Ingolstadt) (0%, 3 Stimmen)
  • Hans-Günter Bruns (RW Oberhausen; gerade entlassen worden) (0%, 0 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 244

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Wie kehrt Hertha am Samstag aus Aachen heim?

  • Mit einem Sieg - was sonst?! (65%, 148 Stimmen)
  • Mit einem Unentschieden - immerhin! (18%, 42 Stimmen)
  • Mit einer Niederlage - leider! (17%, 38 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 228

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67
Kommentare

25. Februar 2011 um 17:47  |  11444

Für hier und heute zitiere ich mich einmal selbst – schaut hinter meinen Nick. Ich keine die anderen Zweitligatrainer kaum und maße mir kein Fernurteil darüber an.
Auswärtssieg – was sonst?!


juriberlin
25. Februar 2011 um 17:57  |  11446

Ist Raffa mitgefahren?


25. Februar 2011 um 18:04  |  11449

Die Chemie zwischen Trainer und Verein muss stimmen. Stevens war sicher kein Schlechter, aber bei Hertha fehl am Platze. Röber hat wunderbar zu Hertha gepasst (zumindest eine Zeit lang), in Dortmund wird man bestreiten, dass er ein Guter ist.
Als Herthaner bin ich loyal oder Opportunist, wie man’s sehen mag: Ich halte zu dem, der gerade auf der Bank hockt. HERTHA !!


dstolpe
25. Februar 2011 um 18:07  |  11450

@juri und alle
Ich kann es – Stand jetzt – schlicht und ergreifend nicht mit hundertprozentiger Gewissheit beantworten. In Anknüpfung an den gestrigen Tag und die gestrige Pressekonferenz – vielleicht, vielleicht aber auch aus ganz anderen Gründen – macht Hertha BSC sich heute einen Spaß daraus, in Person sämtlicher Protagonisten nicht erreichbar zu sein. Anrufe, SMS – alles bleibt seit Stunden unbeantwortet, also auch und vor allem solche mit der Frage nach dem Verbleib von Raffael.

Trotzdem deuten alle Anzeichen aus anderen Kanälen darauf hin, dass Raffael NICHT mit nach Aachen gefahren ist.


dstolpe
25. Februar 2011 um 18:10  |  11451

off topic, aber SEHR interessant im Vorfeld des heutigen Abstiegs-Gipfels in Wolfsburg:

http://www.tagesspiegel.de/sport/oeffentliche-versoehnung-von-hoeness-und-favre/3882660.html


Sir Henry
25. Februar 2011 um 18:11  |  11452

Und hier was zum selben Thema bei spiegel.de

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,747668,00.html


backstreets29
25. Februar 2011 um 18:22  |  11455

Bevor ich hoffentlich bei einem schönen Glas aus dem Valpolicella den Auswärtssieg von Lulu geniessen kann, mein Senf zur Trainerdiskussion.

Ich halte Hyballa für einen ausgezeichneten Trainer, der aufgrund seiner Erfahrung, insbesondere mit jungen Spielern, eine Zukunft vor sich hat, die ihn sicher in Liga 1 führen wird.
Wie er dann dort mit arrivierten Stars umgeht, wird man sehen. Wer aber sein Wirken in Aachen verfolgt, wird mir zustimmen, dass er, soweit man es aus der Ferne beurteilen kann, über ein sehr gutes Handchen bei den Spielern und eine enorme soziale Kompetenz verfügt.

Desweiteren finde ich es bemerkenswert, was Herr Boysen in Frankfurt leistet. Mit diesem Kader sorgt er regelmässig für Überraschungen, weil er auch über die Gabe verfügt, die Mannschaft opitmal einzustellen.

Die Fähigkeiten von Jos Luhukay, Milan Sasic und auch eines Rico Schmitt bedürfen wohl keiner weiteren Worte.

Interessant finde ich, dass Wollitz hier so gut abschneidet.
Ich bin da ja ein kleiner Fan von seiner Arbeit (Spielweise, taktische Marschrichtugen, Motivation), auch wenn mir seine Aussagen ab und an sauer aufstossen.

Tja….und wir haben Babbel 😀 😀


juriberlin
25. Februar 2011 um 18:32  |  11457

@dstolpe: danke für deine Info bzw. Einschätzung


Etebaer
25. Februar 2011 um 18:37  |  11459

Ich mag die Denkweise von Hyballa, das ist die Denkweise die ich bei Hertha verinnerlicht sehn möchte!

Zum besten Trainer kann ich nichts sagen, ich als Präsident/Manager von Hertha hätte Funkel gegen alle Widerstände gehalten und eher das Team umgebaut.
Aber ich hätte auch Favre im Sommer 2009 ersetzt und wäre vermutlich abgewählt worden^^


HerrThaner
25. Februar 2011 um 18:38  |  11460

Ich finde, dass es im Fußball deutlich mehr Quereinsteiger geben sollte, die werden meist unterschätzt.
Sein wir doch mal ehrlich: Nur weil man als Spieler damals mal ein paar Erfolge gefeiert hat, ist man noch lange kein guter Trainer. Und trotzdem trainiert in fast jedem Fußballverein, bis hin in die dritte Liga, irgendein ehemaliger Weltmeister, erfolgreicher Vereinsstürmer oder England-Legionär. Dabei muss man mMn fürs Trainer-Dasein genauso geboren sein, wie fürs Fußballerleben – und für die beiden Berufe werden teilweise ganz andere Qualitäten benötigt.
Spieler die zu Trainern werden, können vielleicht von der jahrelangen Erfahrung mit anderen Trainern zehren, allerdings beinhaltet das auch das Risiko, dass man an veralteten Methoden festhält.
Der moderene Quereinsteiger hat höchstwahrscheinlich an der SpoHo Köln studiert, weiß alles über den menschlichen Körper und wie man das Maximum aus eben jenem herausholt. Er hat anhand komplexer Datenbanken analysieren müssen, wie Fußball heutzutage funktioniert und hat sich ein eigenes Bild gemacht. Er hatte deutlich mehr Zeit als bspw. ein Babbel sich auf das Trainerleben vorzubereiten und hat höchstwahrscheinlich auch schon in kleineren Ligen (oder Jugendvereinen) sein Geld verdient –> Ergo weiß man eigentlich dass er es kann, während bei Ex-Spielern wie Ziege oder Babbel jedes Mal von neuem ein Risiko besteht.
Das einzige Argument, dass gegen Quereinsteiger spricht, ist, dass die Spieler evtl. keinen Respekt haben (nach dem Motto: „Der kann doch selber gar nicht richtig Fußball spielen, was will der uns bitte beibringen?“). Aber auch hier gilt: Wenn man fürs Trainergeschäft geboren ist holt man sich den Respekt schneller ein, als der Spieler „Medizinball“ sagen kann. 😉


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 20:16  |  11467

Ich hab‘ da mal ’ne Frage @stolpe, @ub.

Wir wurden doch mal gefragt, wie wir Herthas Abschneiden tippen, nur weil im letzten Fred diese Prognoseseite gepostet worden war (danke dafür!)

Gibt es eine Möglichkeit zu sehen, was man damals getippt hat…. Mein Kurzzeitgedächtnis.

Ich meinte, ich war auf 63 und 3., weiss es aber nicht mehr.


Bolle75
25. Februar 2011 um 20:28  |  11470

Ich, der ebenfalls als Querseinsteiger in seinem Beruf arbeitet, hat mit dem Quereinsteigen folgende Erfahrung gemacht. Sie sind Ehrgeiziger, weil sie sich gegen die gelernten durchsetzen wollen und müssen. In meiner alten Firma waren wir zwei Quereinsteiger und beide die Leistungsträger. Wir wollten den Job unbedingt machen und haben uns beide den A. aufgerissen und uns durchgesetzt.
Das ist mit dem Trainerjob natürlich nicht 1:1 zu vergleichen, trotzdem glaube ich das die, die unbedingt Trainer werden wollen eine andere und ggf. bessere herangehensweise an ihren Job haben. Sie sind offen für neues und nicht voreingenommen, Sie lernen jeden Tag und die guten tun genau das auch für den Rest ihrer Karriere. Das jetzt aber zu verallgemeinern wäre nicht richtig trotzdem fallen mir mehr gute Trainer ein die als Spieler nicht oben mitgemischt haben als wie umgekehrt. Gute Trainer sind immer irgendwelche „Typen“ die irgendwo einen positiven Dachschaden haben, das ist genau wie bei den Torhütern 😉 oder aber bei guten und beliebten Chefs.
Im großen ganzen sehe ich es aber wie @HerrTaner: Quereinsteiger werden unterschätzt und erschwerend kommt hinzu sie haben keinen Namen.

Das aber verdiente Spieler die Trainerprüfung schneller ablegen können als andere verstehe ich nicht. Nur weil ich in der Schule sehr gut war habe darf ich noch lange nicht als Lehrer arbeiten. Dazu kommt, diese Spieler bezahlen sich den Trainerschein aus der Portokasse. Jemand der das aber macht weil er wirklich will muß nebenbei malochen. Die Motivation und Einstellung zu dem Job ist also zwangsläufig eine andere und genau das ist die größte Stärke der Quereinsteiger.


Exilherthaner
25. Februar 2011 um 20:43  |  11473

Hyballa hat im Gegensatz zu Babbel reichlich Erfahrung im Trainergeschaeft. Die wird Babbel in 10 Jahren sicherlich auch haben und dann auch besser sein als jetzt. Babbel ist ja ein intelligenter Mann und schon allein deshalb wird er nicht abschmieren wie der Loddar. Bis dahin muss er eben hart hart arbeiten und die Fans eben leiden, leiden, leiden.
Zu Hyballa: den Mann sollte man fuer die kommenden Jahre im Auge behalten. Ich koennte ihn mir gut als zukuenftigen Herthatrainer vorstellen.

Ansonsten holen wir uns die drei Punkte!
0:1 nach Distanzschuss von Lell.


fechibaby
25. Februar 2011 um 20:56  |  11476

Hyballa ist 100x sympathischer als Markus Babbel. Als Trainer hat er sowieso mehr Erfahrungen. Die jetzigen Reaktionen bei Hertha beweisen nur das Eine. Man hat ANGST bekommen, das es mit dem Wiederaufstieg nicht funktioniert. Diese Angst ist auch berechtigt nach den letzten schlechten Spielen.


25. Februar 2011 um 21:00  |  11477

Ich halte auch sehr viel von Hyballa, eben weil er so lange in der Jugendarbeit war und das gewisse etwas hat, aber seine Erfahrung allein schützt auch nicht vor Fehlern.

Ich mache seit 1994 den gleichen Job mit eigener Firma (als Quereinsteiger) , ich kann mich als intelligent, anpassungsfähig, fleissig, ehrlich und sympathisch bezeichnen. Ich kann mich ausdrücken, habe eine schnelle Auffassungsgabe, verstehe etwas von meinem Geschäft, hasse A….kriecherei und Duckmäusertum.
Trotz all der Erfahrung und guten Voraussetzungen geht es meiner Firma nicht gut, weil man eben nicht alle Parameter immer kontrollieren kann und jeden Tag einen neuen Fehler macht. Kommt dann noch Pech dazu, sitzt Du in der Sch…….
Da gehts der Hertha Ihrem Manager und Ihrem Trainer wie mir.
Deine Mitspieler(Konkurrenten) spielen unfair, dein Team ruft nicht die Leistung ab, die Banken drehen dir den Hahn zu, die (Fans) Kunden verlangen Dinge von Dir die schwer umsetzbar sind, dazu eine gute Portion Pech und eine mentale Schwächephase und schwups bist Du weg vom Fenster. Dann heißt es kämpfen, kämpfen und lernen.

Aber Erfahrung alleine reicht nicht, leider.


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 21:01  |  11478

Diego Pantelic


25. Februar 2011 um 21:06  |  11479

@hurdie
Hab ich erst nicht verstanden, aber ein kurzer Blick in den liveticker zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.


25. Februar 2011 um 21:07  |  11480

und das lächeln erstarrt….


slippen
25. Februar 2011 um 21:11  |  11482

Ich schätze den Hyballa schon als guten Trainer ein, aber bei einem Verein wie Hertha würde er wahrscheinlich gefressen werden. In Aachen (oder Tuchel in Mainz oder Dutt im Breisgau) haben sie nicht solche Erwartungen wie in Berlin, da kann sich ein Trainer auch mal ausprobieren. Solange kein Abstieg für die Alemannen droht, kann der in Ruhe arbeiten. Klar ist sein Traum Bundesliga, aber ich bin mir nicht sicher, ob er es bei einem größeren Club zu was bringen würde…

Habe zum Ergebnis morgen auf Unentschieden getippt – einen Sieg kann ich mir nach dem letzten Montag und auch dem Hinspiel irgendwie nicht vorstellen…


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 21:24  |  11483

ich guck nieeeeee wieder Fussball!


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 21:50  |  11485

Gruezi hurdie,
statt Fußball schlage ich dir dann folgendes Thema vor: Der Aussagewert von Prognoseberechnungen am Beispiel von
a) Wetterprognosen,
b) Optionshandel mit Wertpapieren,
c) Tabellenrechner für die 1. und 2. Bundesliga.


fechibaby
25. Februar 2011 um 21:50  |  11486

Oh wie ist das schön anzusehen, wie Favre mit Gladbach in Wolfsburg untergeht. Gladbach kann mit Favre nur absteigen!!!!!!!!!!!!!!!


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 21:54  |  11488

a) und b) kenn ich schon,

Wetterprognosen unterliegen der Chaos-Theorie
Optionshandel folgen in der Regel einem Random-Walk
nur bei c) gibt es eine Konstante: Wenn Hurdie sich auf ein Spiel richtig freut, gehts in die Hose.


Tunnfish
25. Februar 2011 um 21:55  |  11489

@hurdie
DU HAST HIERMIT MORGEN SPIELTAGS UND FREUVERBOT!!!


Sir Henry
25. Februar 2011 um 21:58  |  11490

Ruhich, Tunnfisch, jaaaanz ruhich. Et läuft. Schnappatmung kontrollieren. Hoooommmmm. 😉

Hurdie freut sich ja gar nicht RICHTIG. Er freut sich ja nur so ein ganz klein bisschen. DAS geht.


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 22:02  |  11491

@Tunnfish
Blauer Montag hat gesagt, man darf keine Grossbuchstaben verwenden, das gilt als Anschreien in Blogs.

Meine sensible Seite ist schwer verletzt.


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 22:04  |  11492

Gute Idee Tunnfisch,
morgen bekommt hurdie TV-Verbot.
Stattdessen darf er in aller Schwyzer Ruhe seine Kenntnisse zu den von mir vorgeschlagenen Themen ausformulieren und multimedial aufbereiten. Dafür darf er dann auch hier an einem der nächsten Tagen die „keynote speach“ halten und diesen Thread eröffnen. Wird wohl nötig werden, wenn Hertha in den Medienstreik tritt.

apropos Streik: Ist auch Warnstreik der Lokführer am aktuellen Spieltag?


Tunnfish
25. Februar 2011 um 22:05  |  11493

Sorry,aber bei Gefahr im Verzug ist alles erlaubt.


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 22:08  |  11494

Ich habe gestern bloß hingewiesen auf die Nutzungsbedingungen hier unter dem Vorschau-Button. Das war gestern.
Von Stiefelleckerei gegenüber den GF der HERTHA BSC KGaA und ihren Angestellten steht aber nix in den Nbgn. Ich persönlich finde konstruktive Kritik angemessen.


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 22:10  |  11495

Keine Sorge, auf Aachen freue ich mich ja nicht.
Da wirds schon gut gehen.


slippen
25. Februar 2011 um 22:11  |  11496

@blauer Montag:

Morgen ist doch Wochenende, da sind die doch eh alle zu Hause… Gestreikt wird höchstens nach dem Spiel, wenn @hurdie sich vorher zu sehr gefreut hat 😉


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 22:11  |  11497

Gefahr im Verzug, das passt schon atún!


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 22:15  |  11498

Pass uff Blauer Montag,

habe schon Doktorarbeiten über Prognosemoselle in der Medizin für an und zu von Guttenbergs & Sons geschrieben. 😆
Da kann ich stundenlang referieren, bis alle eingeschlafen sind. 😈

Fazit: 2/3 aller Diagnosen von Medizinern sind falsch. Dr. House liegt da also ganz richtig.


fechibaby
25. Februar 2011 um 22:27  |  11500

Super, Favre hat verloren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Herzliche Glückwünsche an Friedrich und Hoeness. Favre war Herthas schlimmster Trainer. Ihm haben wir alles zu verdanken.


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 22:28  |  11501

stay tuned hurdie,
bald stellt hier einer die Fragen:
Und was ist die Diagnose von Raffa?
Was ergab die letzte Kniespiegelung bei Aerts?
Wie tief ist ein Riss am Sysdesmoseband?
Ist der Tabellenrechner auch geeignet, den Krankheitsverlauf von Sportverletzungen zu prognostizieren?

Sag nix dazu – wart’s einfach ab 😉


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 22:28  |  11502

warum bin ich nicht zum Eishockey gegangen? Wir haben game 7 gewonnen.

Vermutlich nicht, wäre ich da gewesen.


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 22:34  |  11503

hurdie gestatte mir noch eine Zusatzfrage:

Wer liefert deiner Erfahrung nach die besten Prognosewerte über den weiteren Saisonverlauf einer x-beliebigen Fußballmannschaft:
a) ein Medizinmann aus der Kalahari-Wüste,
b) die Krombacher-Runde,
c) die Playstation mit „FIFA2011“
d) der FIFA-Schatzmeister?

Diese meine Zusatzfrage kannst Du gerne ausführlich und sofort beantworten.


Treat
25. Februar 2011 um 22:49  |  11506

Zur Frage der besten Trainer kann ich mich nicht äußern, da ich kaum einen Trainer in Liga 2 wirklich einschätzen kann.

Ich könnte nicht mal sagen, ob Babbel zu den wirklich Guten gehört aber solange er mit der Mannschaft noch auf Platz 1 oder 2 steht, erfüllt er die einzige in dieser Saison relevante Aufgabe und das muss reichen. Weiterführende Gedanken mache ich mir dann, wenn es soweit ist.

Quereinsteiger halte ich generell für eine gute Sache. Ich erinnere mich noch schmerzhaft daran als für den hervorragenden Bernhard Peters – mangels Stallgeruch, weil er sich zu gut im Hockey auskannte – der mir persönlich sehr unsympathische Herr Sammer geholt wurde, sehr zum Bedauern auch von Herrn Klinsmann.

Was das morgige Spiel angeht, darauf freue ich mich in gleich mehrfacher Hinsicht – nicht dabei ist allerdings, dass ich mit einem Auswärtssieg rechne. Ich vermute aus irgendeinem Grund, dass es zu einem Unentschieden reichen könnte aber selbst eine Niederlage erscheint mir diesmal wahrscheinlicher als ein Sieg.

Aber ich irre mich ja oft, wie der Punktestand im Tippspiel verrät… 😉

Auf jeden Fall werde ich das Spiel in angenehmer Gesellschaft sehen können und allein darauf freue ich mich schon!

Blauweiße Grüße
Treat


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 22:50  |  11507

Zwar gab es bereits bei der Mondlandung eine zusätzliche Selbsteuerungen mit einem Joystick, ähnlich jenen der heutigen Playstation-Generation, allerdings wurde im Endeffekt eine automatische Steuerung für die Optimierung der Landungsprognose mit Hilfe des sog. Kalman-Filters gefahren. Dies legt die Nähe zur Kalahari-Wüste nahe.

Das wäre jedoch weit gefehlt. Der Kalman-Filter baut im wesentlichen auf sehr kurzfristige Prognosekorrekturen (also sog. 1-Schritt-Prognosen) auf. Ein-Schritt-Prognosen, also Wechsel der Einstellungen nach jedem Spieltag, werden im Wesentlichen in der Krombacher Runde gesteuert.

Das FIFA-Verfahren (First Income F..k Absteiger) dagegen hat gegenüber anderslautender Meldungen praktisch nur einen Hoenesschen Prognosehorizont.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 23:00  |  11509

Die ersten beiden Absätze klingen schlüssig hurdie. Aber unter einem Hoenessschen Prognosehorizont kann ich mir nix vorstellen.
Wenn es deine kostbare zeit erlaubt, darfst Du mir diesen näher erläutern.


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 23:08  |  11510

Der Prognosehorizont bezeichnet die Anzahl der Perioden (z.B. Wochen) für die eine Prognose in die Zukunft errechnet werden soll. Der operative Prognosehorizont wird für die Bedarfsrechnung benötigt. Für kollaborative Szenarien kann eine taktische Prognose erstellt werden, deren Prognosehorizont über den Prognosehorizont der operativen Prognose hinausgehen kann.

Im Falle des Hoenesschen Prognosehorizonts heisst das, dass die taktische Prognose Wintertranfers ausschliesst, weil man sonst falsch gearbeitet hat, die operative Prognose dagegen rutscht zeitlich unter der taktischen Prognose hindurch, es werden einfach mal so 40-50 Mio zusätzlich verbraten.


Treat
25. Februar 2011 um 23:13  |  11511

@hurdie:

Großartig!

Blauweiße Grüße
Treat


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 23:18  |  11512

Gut erklärt hurdie,
den letzten Halbsatz versteht dann schlicht auch jeder kundige Blogger (Fan oder Journalist) und ahnt, um welchen Hoeneß es sich handeln könnte.


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 23:24  |  11513

Si cedes, azul lunes?


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 23:35  |  11515

Das kommt mir Spanisch vor hurdie.
Aber dein Satzbau ist ungewöhnlich. Für gewöhnlich steht im Spanischen das Adjektiv hinter dem Nomen „Lunes azul“. Sehr charmant wäre „Lunar azul“, falls dein Übersetzungsprogramm das hergibt.
Kennst du übrigens http://www.leo.org?
Anläßlich der letzten WM haben sich die dortigen Foristen einen dran abgebrochen, den Namen des deutschen Kapitäns Phillipp Lahm korrekt ins Spanische zu übersetzen. Bei Schweinsteiger haben sie’s dann gar nicht erst versucht 😉 😉 😉


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 23:38  |  11517

Ich wusste, ich würde es überreizen 😉

Guter Konter!


L.Horr
25. Februar 2011 um 23:40  |  11518

Ob er der Fragestellung gerecht wird weiss ich nicht ,
aber
was Rico Schmitt mit Aue veranstaltet nötigt mir allen Respekt ab !


scorerking
25. Februar 2011 um 23:46  |  11520

Ich kann zu den meisten Trainern aus der 2. Liga nicht viel sagen, maße mir daher nichts über deren Trainerqualitäten an.

Seiteneinsteiger haben zumeist das Problem, dass sie zu Beginn nicht über die vielleicht notwendige Lobby verfügen.
Ich vertrete die Auffassung, dass es wohl sehr gute Seiteneinsteiger als Trainer oder auch Manager oder Sportdirektoren gibt.
Ebenso ist es nicht zwangsläufig so, dass sehr erfolgreiche Fußballer automatisch geeignet für eine Tätigkeit als Trainer oder Manager sind.

Zum morgigen Spiel in Aachen, hmm, ich habe auf einen Auswärtssieg getippt, obwohl ja viele Vorzeichen pro Aachen stehen.
Aber genau das gibt mir Hoffnung, ob mit oder ohne Raffael.
Ich vertrete übrigens die Theorie, dass Plusgrade auf dem Tivoli unsere Südamerikafraktion wieder in Spiellaune bringen könnte. Ich befürchte aber, dass der Platz wohl eher dem Geläuf auf der Galopprennbahn Hoppegarten entsprechen wird. Zumindest schlechter als die Plätze in Cottbus und bei Union kann er aber wohl nicht sein.

@fechi
Sei doch nicht so gehässig, Favre ist nunmal keine „Wunderkerze“, das hat schon der Dieter damals gesagt.
Mir hätte es jedoch gefallen, wenn Gladbach noch den Ausgleich geschossen hätte…


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 23:50  |  11521

hurdie,
ich hab dann noch mal nachgedacht über deine Aussagen um 22:50 zur Optimierung der Landungsprognose mit Hilfe des sog. Kalman-Filters. Ein-Schritt-Prognosen, also Wechsel der Einstellungen nach jedem Spieltag, werden im 21. Jahrhundert meines Erachtens bei Fan-Foren im Internet gesteuert. Wie lassen sich diese ganzen Filter sinnvoll im Sinne der Landungsprognose miteinander verknüpfen? Das akute Problem scheint mir darin zu liegen, dass der eine Filter notwendige Korrekturen nach rechts, der andere nach links, usw. errechnet?


hurdiegerdie
25. Februar 2011 um 23:51  |  11522

Mal wieder ernsthaft interessiert, ohne Bashing.

Zu meiner Zeit, also im 18. Jahrhundert, hat man gesagt, dass Muskelaufbau die Schnellkraft und Koordination beeinflussen würde.

Ist man da heute weiter? Kann man heute Muskelaufbau, z.B. zur Stabilisierung des Knies, machen, ohne dabei Einbussen bei Koordination und Schnellkraft hinnnehmen zu müssen?


Blauer Montag
25. Februar 2011 um 23:58  |  11524

Deine letzte Frage hurdie,
könnte dir wahrscheinlich die geschätzte Foristin petra wossmann beantworten. Leider hat sie hier seit dem Grottenkick am Montagabend noch nicht wieder vorbei geschaut.

Ich selbst bin nicht Dr. House.


hurdiegerdie
26. Februar 2011 um 0:08  |  11526

Blauer Montag,

jetzt mal Schluss von meiner Seite. Den Kalman-Filter gibt es wirklich, er wurde sogar wirklich bei der ersten Mondlandung (wenn sie dann nicht – für Verschwörungstheoretiker wie mich – im Studio simuliert worden ist) verwendet.

Aber das hat mit Fussball nicht zu tun. Verliert Hertha morgen, kommen sie eventuell m.E. in eine Abwärtsspirale, die hält kein Kalman-Filter auf.

Menschliche Psyche lässt sich nicht vorhersagen.Ich hätte viel gewettet, dass bei einem Sieg von M’Gladbach heute, sie es schaffen werden und Wolfsburg zumindest in die Relagation geht. Jetzt wird m.E. Gladbach sicher absteigen und Wolfsburg nicht mal die Releg. machen. Am nächsten Spieltag ist wieder alles anders.

Das gleiche gilt für Hertha. Ich wette, dass es keinen 2. Platz für Hertha mit einem Punkt Vorsprung gibt, die Wahrscheinlichkeiten sind zu gering.

Ich hätte keine Idee und kein Modell dazu, was passierte, wenn Hertha morgen gewänne, und ebenso nicht , wenn sie morgen verlören- das ist Fussball: ein chaotisches System, da hilft kein Kalman-Filter.


Sir Henry
26. Februar 2011 um 8:16  |  11530

Morjn.


backstreets29
26. Februar 2011 um 8:57  |  11532

Morjen Sir 😀

schade für Lulu gestern, aberbei den Fehlern, die sich im Spiel wieder eingeschlichen haben, hat er noch viel Arbeit. WOB war sehr engagiert, auch Jolly an der Seitenlinie 😉

Ich hoffe jetzt einfach mal auf 3 Punkte in Aachen.


26. Februar 2011 um 10:22  |  11533

Morjen henry and all,
was schrieb hurdie zuetzt, bevoer er unter seine Käseglocke schlüpfte?
„Ich hätte keine Idee und kein Modell dazu, was passierte, wenn Hertha morgen gewänne, und ebenso nicht , wenn sie morgen verlören- das ist Fussball: ein chaotisches System, da hilft kein Kalman-Filter.“

Was schrieb dstolpe am 19 Januar 2011 zum Status Quo ?
„Am Sonntag kommt Fortuna Düsseldorf ins Olympiastadion, danach geht es nach Bielefeld, und so weiter und so fort. Noch 16 Spiele. Noch 16-mal werden sich alle überwinden müssen – die Spieler, ihr Fans, wir Journalisten. Solange die Ergebnisse stimmen (siehe ganz oben), bleibt der Weg das Ziel. Und falls nicht wird neu über alles diskutiert. Hier. Und intern. Über das Personal. Und erst recht über Babbel und Widmeyer. Das kann ich versprechen. Vorher, finde ich aber, sollten wir nicht permanent alles in Zweifel ziehen!“

Heute haben wir den 26.Februar 2011. In den letzten Tagen wurde vieles in Zweifel gezogen. Nach Sichtung der ganzen Argumente schreibe ich meine heutige Sicht auf den „Patienten HERTHA“. Hertha ist kein chaotisches System, sondern eine juristische Person. Ich will mir den Blick auf den Patienten nicht verstellen lassen durch Mythen wie einen Tabellenrechner, oder Analogien zu anderen Mannschaften in früheren Jahren. Es lenkt nur ab, über den Gartnezaun zu schauen, ob der Nachbar in seinem Garten nicht die schöneren Äpfel (Trainer, Spieler, Fans, ..) hat. Meine Lebenserfahrung als natürliche Person zeigt mir, dass eine gute Diagnose die notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist.

A. Eine Mannschaft ohne Führungsspieler.
Die ärmste Sau war am Montagabend immer der, der den Ball hatte. Viel zu wenige sind gelaufen und haben sich angeboten. Die Latinos dribbeln fröhlich auf der linken Seite vor sich hin und vergessen ihre Defensivaufgaben. Ruka trabt auf der rechten Seite die Linie rauf und runter, wird zu selten angespielt und vergisst seine Defensivaufgaben.
Deswegen meine akuten und ernsten Fragen zur Mannschaft:
1. Wie funktioniert diese HERTHA-Mannschaft, bei der 4 Künstlern von 6 Spielern dahinter nahezu alle Defensivaufgaben abgenommen werden müssen? Ich kann nicht erkennen, dass alle 10 Feldspieler bereit und in der Lage wären, auch einmal für den Kollegen mitzulaufen und bei Bedarf sich anzustrengen, um dessen Fehler auszubügeln.
2. Wie verständigen sich die Spieler untereinander und mit dem Trainerteam, wenn sie aus 13 unterschiedlichen Nationen stammen?
3. Keiner geht hin und erinnert Ruka und die Latinos an ihre Defensivaufgaben.
4. Keine variable Spieleröffnung, wenn der Gegner den 4-R-Sturm zugedeckt hat.
5. Keiner ordnet den Hühnerhaufen bei gegnerischen Standards.

B. Die Geschäftsführung der KGaA
Ich weiß nicht, wie entwickeln sich die Einnahmen und Ausgaben der laufenden Saison. Ich finde zumindest die Aussage nicht angemessen, einen Verlust von 2 Mio EUR als „rote Null“ zu bezeichnen.
Aus meiner Sicht ist die Mannschaft disproportional zusammen gestellt. Viele Spieler im Mittelfeld und Angriff, zu wenig gleichwertige Verteidiger und Torhüter.

C. Der Trainer
Babbel & Co haben einen Vertrag bis Saisonende. Ich weiß nicht, ob es ihnen unter den oben genannten Bedingungen gelingen kann, in 78 Tagen und 5 Stunden das Saisonziel zu erreichen. Genauso wenig weiß ich, ob ein anderer Trainer dazu in der Lage wäre.

D. Das Präsidium des e.V.
Ich bin höchst angetan über die Gewinnung eines anonymen Investors durch Werner Gegenbauer. Für den Zoff im Präsidium zu dieser Frage habe ich überhaupt kein Verständnis und würde dort für Ruhe sorgen.


ursula
26. Februar 2011 um 10:42  |  11534

Diagnosen und Therapien legen wir heute
Nachmittag “ad acta“! Kein Resümieren
kann Fakten in Frage stellen! Denn s. u.,
das Ergebnis wird DIE deutliche Sprache
sprechen….

Die gestrige, abendliche Performance war
große Klasse @ Leierkastenmann! Habe
erst eben die gesammelten Beiträge
genossen, nachdem ich meinen FILTER
für “Feinstironie” gezündet habe!

Schade das sich dieser(s) “Level” nicht
JEDEM erschließt!

Dem Kollegen “Blauer Montag” muss
ich attestieren, dass er auch über ne
Art Ironie verfügt! Da sind aber noch
Schwingungen in seinen Repliken, die
mein hochsensibler Mechanismus nicht
erkennt! Kann ja auch an mir liegen….

Letztlich etwas s. o. Versöhnliches! Ich
werde nichts mehr zu “meckern” haben
und alle evtl. Spekulation über “unsere
Personalpolitik”, wird die Hertha heute
durch einen relativ souveränen 3 : 1 über
den Haufen werfen!

Diese Prognose ist gestützt durch viele
“schwebende Wettverfahren”, ergo…


Chris
26. Februar 2011 um 10:56  |  11535

Wer ist der beste Trainer in der 2.Liga?

Sorry, aber das ist ohne Kriterien festzulegen eine Lückenfüllerdiskussion ohne Wert!

Kriterium Punkte auf dem Konto, Stand heute: Babbel.

Andere Kriterien zur Trainerbeurteilung gäbe es jede Menge, wurden aber lhier eider nicht genau festgelegt. Demnach hat jeder nach SEINEN eigenen Kriterien gewählt 3 Übungsleiter ausgewählt und so ist das Ergebnis für die Katz, weil nicht vergleichbar.

P.S: Gegen Aachen heute hoffe ich wie immer auf Sieg, aber glaube es wird nur zum Unentschieden reichen.


Chris
26. Februar 2011 um 10:57  |  11536

Sorry für so viele Buchstabendreher im Beitrag eben – hab´s eilig… 😉


ursula
26. Februar 2011 um 11:08  |  11537

Nachtrag!
Achso, wollte mich schon mal vorab nach
meinem kurzen „Auftritt“ HIER von den leidgeprüften „Bloggern“ verabschieden!
Hat mir übrigens mehr Spaß gemacht, als ich dachte! Grüße


Exil-Schorfheider
26. Februar 2011 um 11:10  |  11538

Guten Morgen!

Mittlerweile steht wohl fest, dass Raffa ausfällt.

Wollen wir auf wichtige drei Punkte hoffen.

Ha Ho He!


26. Februar 2011 um 11:12  |  11539

Kauf nicht zuviele Schuhe heute ursula
hasta la vista!


driemer
26. Februar 2011 um 11:29  |  11540

Hallo, ich komme mal aus der Versenkung des ewigen Lesers, Kofschüttlers und -nickers an dieses Blog-Tageslicht und hoffe auf freundliche Aufnahme.

Ob es wirklich zwei Trainerwelten sind, die da mit Babbel und Hyballa aufeinandertreffen sollen, wage ich zu bezweifeln. Es mag sich zwar stimmend lesen, daß eine Jugendtrainer gern mit der Jugend in der 1. Mannschaft seines Vereins arbeitet und ihrer Sprache auch weitgehend mächtig ist, aber die Einsätze unserer Jugendtrainer und des ehemaligen Jugendkoordinators haben wohl eher gezeigt, daß das allein nicht ausreicht, in einer 1. Mannschaft zurecht zu kommen und sie erfolgreich in den Jungbrunnen zu schubsen.

Auch scheint mir der Begriff des Quereinsteigers für diese Trainer nicht angebracht, denn sie sind doch die „durch-die-Schule-gegangenen“. Quereinsteiger sind für mich die Babbels und Zieges, die Littis und Kohlers und Klopps. Denn diese – bis zu des Kaisers Zeiten „Trainer ehrenhalber“ Beschenkten – sind meist die mit den frischen Ideen, den taktischen Neuheiten und erfolgreichen Erfahrungen gewesen. Bis, ja bis die Sporthochschule rief und sie vom Fuß auf den Kopf stellte.

Wenn ich mich richtig erinnere, haben damals Klopp wie dann auch Babbel ihre Trainertiefpunkte während und nach der Ausbildung zum Trainerschein gehabt. Ich weiß, es wurde da immer von der Schwere der Doppelbelastung Lehre und Training geschrieben. Ich denke jedoch, daß es sich mehr um einen Kampf zwischen der Vision und der Belehrung handelte.

Wenn ich nun die Hyballas und Tuchels und Dutts mit den Babbels und (damals) Klopps vergleiche, sehe ich den eindeutigen Vorteil bei denen, die große Teile ihrer Ausbildung schon wieder überwinden und abschütteln konnten. Und das dürfte dann wohl eher ein Plus ihrer Erfahrung sein, die blanke Lehre mit ihren Visionen in den Hintergrund schieben zu können. Klopp hat das perfekt geschafft, … Babbel kommt hoffentlich auch noch dahin und ebenso hoffentlich zu unserem Wohle.

Eine Phrase: Der Trainer, der auch eine guter Lehrer hätte werden können, der ist immer im Vorteil. Er muß nur mehr als die vorbereitete Stunde klüger sein


ubremer
ubremer
26. Februar 2011 um 11:33  |  11541

@Driemer,

hiermit seist Du freundlich aufgenommen ;-).

Für alle anderen: Im neuen Blogeintrag geht es weiter mit dem LIVE-Bericht zum Auswärtsspiel in Aachen.


driemer
26. Februar 2011 um 11:45  |  11542

@ubremer
Danke 😀


LA49
26. Februar 2011 um 11:48  |  11543

Bei der Beantwortung der Frage, ob ein Seiteneinsteiger oder ein namhafter Profi besser ist, ist natürlich immer das Ungleichgewicht in der Anzahl der zu der jeweiligen Gruppe gehörenden Trainer zu berücksichtigen.

Auf jeden Fall scheint es ein „Name“ leichter zu haben, bei einem Bundesligaverein auf den Posten des Cheftrainers zu kommen.

Dass sich die Vereine immer wieder auf Doll und Labbadia stürzen, ist ebensowenig nachvollziehbar, wie die Tatsache, dass Managerposten mit Horst Held, Fredi Bobic oder Max Eberl besetzt werden.

Es geht manchmal gut (Allofs, Uli Hoeness, Völler, Sammer, Beiersdorfer, u.a.). Aber es gibt eben auch genug Beispiele, wo ein herausragender Fussballer eben gerade nicht ein guter Trainer oder gar guter Manager sein muss.

Unsere 90er-Weltmeister sind ja fast durch die Bank weg nicht gerade diejenigen, die nachdem sie die Fussballschuhe an den Nagel gehängt haben, grosse Erfolge nachweisen konnten.

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Aber ich finde, dass die international zurecht überaus anerkannte Ausbildung an der deutschen Sporthochschule gerade bei den sogenannten Seiteneinsteigern durch die deutschen Profi-Vereine zu wenig gewürdigt wird.

Natürlich ist es begrüssenswert, wenn ehemalige Spieler von ihren alten Vereinen eine Unterstützung beim Start in einen neuen Berufsabschnitt erhalten.

Dabei wird meines Erachtens aber die in den Profi-Jahren angeeignete (Spieler-)Erfahrung über die akribische Wissensbildung gestellt, die sich unbekannte Fussballlehrer über Jahre mühsam erarbeitet haben. Zumal auch diese häufig Praktika in grossen Vereinen und bei internationalen Trainer-Stars gemacht haben.

Van Gaal war ebenso wie Mourinho kein begnadeter Fussballer. Im weitesten Sinne sehe ich hier auch Hitzfeld und Löw.

Aber sie sind als Trainer nunmal Weltklasse.

Warum müssen es (gerade) in Deutschland immer ehemalige Welt- und Europameister, mehrfache deutsche Meister, etc. sein?


ft
26. Februar 2011 um 12:33  |  11562

Nachdem ich nun alle Beiträge zu dem Thema „Seiteneinsteiger“ gelesen habe, bin ich immer noch am grübeln wer den von den ehemaligen „großen Fußballspielern “ ein großer Trainer war, bevor der vom Kaiser zur Lichtgestalt mutierte Franz Beckenbauer als Notnagel das Amt des Teamchefs der dt. Nationalmannschaft übernahm.
Ich kann mich nicht erinnern, das aus den Reihen der Generation der „Helden von Bern“ überhaupt ein namhafter Trainer kam.
Die Trainer bis Beckenbauer waren doch immer „gelernte Trainer“ oder ?
Und die Lichtgestalt hatte ja nicht mal nen Schein.
Deshalb auch der Titel Teamchef.
Und so wie Kaiser Franz seine Supporter für die alltägliche Drecksarbeit hatte, hatte Völler seinen Skibbe und Kliensman seinen Löw.

Nur der Berti hatte und hat wohl das Zeugs dazu ein echter Trainer zu sein.
Ja da ist er, der erste Weltmeister der auch ein echter Trainer war.

Ums mal kurz zu machen, weil ich jetzt sofort in die Skykneipe muß,

Ich glaub die besseren Trainer sind eigentlich die sog. No Name trainer a la Klopp und Löw.
Ein Magath ist eher die Ausnahme von der Regel.


26. Februar 2011 um 12:45  |  11568

@alorenza
Ich hatte meinen Text bereits fertig, da habe ich aktualisieren gedrückt. Zunächst war mal der Text weg, zum anderen habe ich Deinen Kommentar an blauer Montag gelesen.
Komisch Deine Sicht darauf was eine Beleidigung und was ein Wortspiel ist. Das Wortspiel findet im Kopf statt, die Beleidigung wird ausgesprochen oder geschrieben.
Entsprechend fand die Assoziation mit einem Spitznamen den nicht ich ausgesucht habe in Deinem Kopf genauso statt wie in meinem, nicht mein Fehler!

Ein schelmisches Grinsen und ein Augenzwinkern läßt sich ohne Blickkontakt in einem Text schwer vermitteln im Internet dient dazu der Smiley 😉

Zur Anonymität habe ich bereits in der Diskussion zu Babbel geschrieben dass ich das nicht nötig habe. Regelmäßig findet man unter meinem Nick einen Link. Mein Nick ist von meinem echten Namen nicht weiter entfernt als Deiner.

Auf deine Einladung komme ich gerne zurück. Mich interessiert wirklich unter welchen Zwängen, Richlinien, Beschränkungen und Vorgaben Eure Arbeit trotz Pressefreiheit entsteht und ich bin gerne einen Tag mal dabei.

Und ich habe kein Problem meine frechen Kommentare auch jemanden persönlich ins Gesicht zu sagen nur sieht man dann wahrscheinlich eher wie ich es meine.

Ich freue mich auf Deine offizielle Einladung für Ende April Anfang Mai zum Saisonfinale.

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