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(sto) – Hello and good evening from Craven Cottage, ladies and gentlemen. Fürwahr, ein fantastisches Stadion! Ab 20 Uhr Ortszeit werden dort Olympique Lyon und Turbine Potsdam um Europas Krone im Frauenfußball streiten – und damit zurück ins blau-weiße Universum.

Im zweiten Teil unserer Sommer-Serie „Fans an die Front – ihr seid Immerhertha“ meldet sich good old @Dan zu Wort – mit seinem Lieblingsthema. Nein, nicht den einzelnen Blöcken im Olympiastadion. Sondern dem Thema Jugend und Hertha. Bühne frei!

Und wenn ihr auch mitmachen wollt: Eine Email an daniel.stolpe(at) morgenpost.de, in der ihr „euer“ Thema kurz vorstellt, genügt. Wir melden uns dann bei euch – und geben in aller Regel grünes Licht!

———————————————————————————————————————

(@dan) – Mit Nico Schulz, Marco Djuricin, Sebastian Neumann, Fanol Perdedaj, Alfredo Morales, Marvin Knoll und Pierre-Michel Lasogga hat Hertha BSC im Aufstiegsjahr 2010/11 seit gefühlten Jahrzehnten wieder viele Jugendspieler eingesetzt. Vor allem Eigengewächse.

Jahrzehnte? Schnell vergisst mancher die Saison 2006/07. Ja, es ist erst vier Spielzeiten her, dass sieben 17-19 Jahre alte Spieler wie K evin und Jerome Boateng, Patrick Ebert, Chinedu Ede, Solomon Okoronkwo, Christopher Schorch und Robert Müller immerhin auf zusammen genommen 74 Bundesliga–Spiele kamen. Nimmt man noch den damals 20-jährigen Ashkan Dejagah dazu, sind es sogar fast 100 Spiele.

2007: Goldene Generation flüchtete Hals über Kopf

Hertha, so schien es damals, stand vor einer goldenen Zukunft, wenigstens aber vor einer goldenen Generation. Doch der Hype war schnell vorüber. Aus unterschiedlichen Gründen erfolgte die Trennung von fast allen Talenten, noch ehe die dem Talentestatus entwachsen waren. Immerhin spülten sie ihrem Ausbildungsklub Millionen in die Kassen, die für Favres Neubeginn aber auch dringend notwendig waren.

Jetzt kehrt Hertha in die Bundesliga zurück – und hat eine Menge Talente im Gepäck, die in Liga zwei ihr erstes Profijahr verlebt haben. Wenn die Qualität stimmt, kann man auch in der Bundesliga mit zwei oder drei jungen Stammkräften die Klasse halten. Doch haben die in der Zweiten Liga eingesetzten Spieler schon diese Klasse? Kann Trainer Markus Babbel weiter auf die Jugend setzen?

Oder muss er es sogar? Stichwort: Marktwertsteigerung.

Klassenerhalt vs. Transfererlöse: Hertha im Teufelskreis?

Hertha befindet sich meines Erachtens zurzeit in einem Teufelskreislauf. Wenige Spieler im Kader von Hertha BSC werden in der nahen Zukunft hohe benötigte Transfereinnahmen garantieren. Gleichzeitig muss der Klub den Balanceakt des Klassenerhalts hinbekommen. Könnte man Verkäufe von Raffael und/oder Ramos 2012/2013 kompensieren? Musste Hertha wie einst Dortmund (Beispiel Sahin) aus  finanziellen Gründen feste Ablösesummen als Ausstiegsklauseln schlucken? Etwa im Fall Lasogga? Bei Thomas Kraft und dessen Vierjahres-Vertrag, was eine ungewöhnlich lange Dauer ist.

Mit dem Blick auf eine mögliche derartige Zukunft kann und muss sich der Verein fragen, wie er die Themen Jugendarbeit, Jugend-Scouting sowie Einsatzzeiten von jungen Spielern behandelt. Wen haltet Ihr von Herthas jungen Garde für bundesligatauglich und warum? Wem täte eine Ausleihe gut – und wohin? Mal ganz ketzerisch gefragt (jetzt, da sie wieder eine Liga tiefer spielen als Hertha): Knoll zu Union???

Was meint Ihr?

Nicht ausgeschlossen immerhin, dass Hertha zum Zwecke einer finanziellen Gesundung auf Jahre hinaus eine auf zwei Säulen fußende Personalpolitik betreiben muss: Transferschnäppchen mit Wiederverkaufswert. Wie Kraft. Und Jugend. Siehe Tunay Torun. Würdet ihr langfristig eine solche Politik akzeptieren, wenn sie dem Verein hilft – auch wenn es zur Folge hätte, dass es gegebenenfalls auf absehbare Zeit um nicht mehr als die so genannte Goldene Ananas geht?

Welchem aktuellen Hertha-Teenager traut Ihr die Bundesliga schon zu?

  • Pierre-Michel Lasogga (36%, 294 Stimmen)
  • Sebastian Neumann (20%, 165 Stimmen)
  • Nico Schulz (18%, 146 Stimmen)
  • Fanol Perdedaj (17%, 142 Stimmen)
  • Marco Djuricin (6%, 49 Stimmen)
  • Marvin Knoll (2%, 17 Stimmen)
  • Alfredo Morales (2%, 14 Stimmen)
  • einem anderen (0%, 1 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 322

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Eine auf Jugend und Transferschnäppchen ausgerichtete Personalpolitik. . .

  • ist der absolut richtige Weg (63%, 193 Stimmen)
  • kann auch attraktiv sein (26%, 81 Stimmen)
  • ist auf Dauer zu wenig (8%, 25 Stimmen)
  • geht zu Lasten der Qualität (2%, 7 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 306

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65
Kommentare

hurdiegerdie
26. Mai 2011 um 20:57  |  23314

oh @Dan,
du hast mir mein Thema geklaut 😉
Sorry @BM jetzt bin ich erstmal raus. Ich muss jetzt erstmal nachdenken, ob ich meine Gedanken hier einfliessen lasse oder noch genug für ein erweiterndes zusätzliches Thema zur Jugendarbeit habe.

😯


Blauer Montag
26. Mai 2011 um 20:59  |  23315

Welchem aktuellen Hertha-Teenager traue ich die Bundesliga schon zu?

Pierre-Michel Lasogga
Sebastian Neumann

Der Rest wird schon ..;-)

Ich denke auch, Hertha sollte mit Cottbus, St. Pauli, Union u.a. mehr bei Leihgeschäften kooperieren. Wenn ich in diesen Wochen das aktuelle Überangebot bei Hertha in Mittelfeld und Angriff sehe, könnte manch dieser Spieler dagegen an der alten Försterei rasch zum Stammspieler werden.


jap_de_mos
26. Mai 2011 um 21:26  |  23316

Das Thema „Leihspieler“ sollte in beide Richtungen entwickelt werden. Heißt: selbst bei vorhandenen Lücken im Kader Spieler günstig leihen und gleichzeitig Spieler, die im aktuellen Kader keine Chance auf Spielpraxis haben, für 1-2 Jahre in Liga 2 oder 3 verleihen.
Nachdenken könnte man außerdem über ein Kooperationsmodell – vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Verein, der Berliner Talente mit Handkuss ausbildet, weil beide Seiten davon profitieren. Der schon an anderer Stelle dafür vorgeschlagene KSC könnte so eine Adresse sein.
Oder ist das zu romantisch gedacht?

Vom aktuellen Kader halte ich Perde, Lasso (logo) und Neumann für „reif“. NIcht unbedingt als Stammspieler (selbst bei Lasso bin ich mir nicht sicher), aber als gute Kaderspieler Nr. 14-16 oder so.
Bin gespannt, wie sich die Hertha weiterentwickelt, denke aber, dass wir uns auf absehbare Zeit als „Ausbildungsverein“ sehen müssen, wenn wir überlegen wollen.


calla
26. Mai 2011 um 21:32  |  23318

Hallo @Dan – mein Kommilitone, gut gemacht!

Unsere Alternative ist die Alternative. Hier decken sich Wunsch und Notwendigkeit. Ist doch super! Wo hat man das heute schon? Und ich finds allemal besser, als dass Anspruch und Realität zu weit auseinander liegen.

Mir ist wurscht, von wo die Jungen kommen – aus Berlin oder nicht, Hauptsache Herthaner. Sind sie da, gehören sie zur Familie. Punkt.

Ich traue aus heutiger Sicht die Bundesliga zu: Perdedaj, Lasogga, Schulz, Neumann, vielleicht Djuri

0:1 in Fulham, die Torbienen sind gut gestartet, mehr nicht, leider.

Hat jemand das Kurzfilmchen von Marxelinho gesehen? Der geht den Weg ins Stadion Fulham. Unglaublich! English! Ist das europäisch zulässig?


calla
26. Mai 2011 um 21:40  |  23320

1:o Lyon – Potsdam natürlich
sorry 🙂


monitor
26. Mai 2011 um 21:51  |  23321

Oh Dan, ich weiß es nicht.
Ich bin Hertha Fan, aber ich habe keine Möglichkeit „mehr“ zu erfahren, als das was die Medien berichten. Daraus ergibt sich folgende Annahme:

Die „goldene Generation“ hatte Berater, die kannten in etwa das Gehaltsgefüge der gesamten Mannschaft, alle waren besoffen von den finanziellen Möglichkeiten und Hertha hat nicht mehr mithalten wollen. So landete diese Generation dort, wo Geld war, aber nicht dort, wo es für ihre sportliche Karriere sinnvoll war.
Nun hat es sich für einige noch zum guten gewendet, andere hängen irgendwie ein wenig im Niemannsland, z Bspw. Fathi.

Grundsätzlich:
Junge Fachleute glauben nicht an die Erfahrungswerte ihrer älteren Kollegen und holen sich deshalb die gleichen Beulen und Blessuren, wie ihre Vorgänger, die jetzt alt sind. Alte Fachleute sind zu clever, um sich diese Beulen noch einmal einzufangen und kriegen deshalb nicht die Chancen wie die Jungen, weil sie von „Klappt ja doch nicht“ ausgehen.
Die Mischung macht’s.

Lassogga läuft immer auf den ballhaltenden Keeper zu, um ihn zu provozieren.
Das macht Druck auf den Gegner.
Er wird aber, wenn er älter ist, merken, daß er das nicht durchhalten kann. Dann wird er sich freuen, daß ein neuer Kollege ihm diesen Part abnimmt. Denn dumm ist es nicht, nur kraftraubend.
Also ist die Mischung wichtig!

Auf der anderen Seite war es für die Vereine bisher auch Teil der Show, spektakuläre Neuzugänge zu verkünden. Das hat den Jungen die Möglichkeit genommen zum Einsatz zu kommen.
Die Buli wird jedoch immer vernünftiger, Klopp, Tuchel, Heynkes etc. setzen Maßstäbe. Erfolg mit Vernunft, nicht nur mit eingekauften Topstars.
Das wird auch für Hertha der einzig machbare und hoffentlich erfolgreiche Weg sein.

@Dan, danke für Deinen Beitrag.


Stehplatz
26. Mai 2011 um 21:59  |  23323

Potsdam spielt zum abgewöhnen. Das ist grauhaft anzusehen. Lyon wirds wohl durchschaukeln können wenn sich nicht grundlegend etwas ändert.


Bolle75
26. Mai 2011 um 22:08  |  23324

Ich machs kurz. Schade, gerade zu dem Thema hätte ich gerne mehr geschrieben aber morgen um 4:30 ist aufstehen angesagt, mich erwartet ein harter Tag.
Lasogga traue ich die Buli zu und das vor allem wegen seiner PErsönlichkeit und weniger wegen seinem können. Der Junge muss mangels des ganz großen Talents immer an sich arbeiten und weil er das kann und macht wird er es auch schaffen.
Ich denke der Jungendstil mit der richtigen Mischung aus Niemeyers und Raffaels ist der richtige Weg.

und nun gute Nacht

PS: Der 11 Freunde Artikel war klasse 🙂


08-15
26. Mai 2011 um 23:33  |  23326

Nee, ich will Knoll nicht zu Union verleihen – ich will den bei uns in der ersten Mannschaft spielen sehen…

Grundsätzlich, denke ich, ist der Weg der Nachwuchsförderung der richtige. Magenschmerzen bereitet mir halt das Thema „Geduld“. Wenn die Jungs nicht sofort einschlagen, dann kommen sie ja meistens doch erst mal wieder aufs Abstellgleis. Leider. Und als es zum Ende der Saison ging, wurde der Jugendfaktor auch wieder merklich ausgedünnt.
Oder was passiert z.B. mit einem Lasogga, wenn der mal in ein Loch fällt? Verzeiht man ihm das oder wird er dann gnadenlos an die Wand genagelt?

Will sagen: Es ist eine schmale Gratwanderung. Glaube, wir haben viele Jungs an Bord, die Talent haben. Und die jetzt auch Profiverträge haben. Und denen ich auch ein Mitschwimmen in der Bundesliga zutraue. Nur, wenn sie keine Einsatzzeiten bekommen, wächst da auch die Unzufriedenheit. Babbel-Ansage zur Jugend hin oder her.

Vor dem Hintergrund steht stark zu vermuten, dass da tatsächlich wirtschaftliches Verhalten des Vereins im Hintergrund mitschwingt: Einige junge Talente im Dunstkreis des Profikaders mit aufbauen und dann verleihen/verkaufen.

Ich kenne mich zu wenig in dem Geschäft aus, aber wenn das dann so läuft, mutet das für mich ein wenig wie Viehhandel an (hinkt der Vergleich?). Hoffe, dass da dann keine Befindlichkeiten zwischen Spielern und Verein übrig bleiben, denn immerhin wurden die Spieler ja mal im Verein extra und speziell auch unter der Maßgabe „Identifikation mit Hertha BSC“ geholt/aufgebaut/gebunden. Und vielleicht sogar „aus Berlin – für Berlin“.

Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass Berliner Jungs in dem Team präsent sind. Das Beispiel Ebert (egal, was man von ihm hält) zeigt doch ganz deutlich, dass solche Spieler fürs Publikum wichtig sind. Vielleicht geht’s am Ende auch nur darum, zehn ins Hamsterrad zu schicken, um einen in den Profikader zu bekommen?

Ich finde meinen eigenen Beitrag jetzt leicht wirr, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich etwas verunsichert über die momentane Jugendlinie des Vereins bin. Wohin genau geht da die Reise? Sieht das jemand klarer?


hurdiegerdie
27. Mai 2011 um 0:45  |  23327

Boah,
ich habe in meinem ersten Beitrag vergessen, Dank an Dan!

Ich hoffe der Fred hält sich, ich komme noch darauf zurück auch zu dir 08-15.

An der Stelle folgte jetzt ursprünglich ein Text von etwa 1000 Worten, ich habe ihn sicherhaltshalber unterdrückt und gespeichert. Mal sehen, ob ich ihn morgen noch verstehe und rauslasse. Ist vielleicht etwas spät jetzt.


Dan
27. Mai 2011 um 7:57  |  23328

@Blauer Montag
habe eine PN an @hurdiegerdie, mit Deiner em@il-Adresse, geschickt.
—-
@hurdiegerdie
Hast eine PN im aktiven Forum. 🙂

@ DankschreiberInnen (auch ggf. für noch kommende)
Danke für Danke. Hat Spaß gemacht und kann ich allen Unentschlossenen empfehlen.

@dstolpe
Ebenfalls danke mit den Worten von Else Kling :“Wenn’s schee macht.“ für’s schee machen. 😉


ccjay
27. Mai 2011 um 8:15  |  23329

Guten Morgen!

Jugend auf Teufel komm raus, eher nicht. Wie bei vielem im Leben, z. B. beim Essen, kommt es auf die richtige Mischung an. Nur Fleisch ist wohl nicht so toll, nur Salat aber auch nicht. Genauso wird eine Mannschaft aus lauter Uropas (Ü35 im Fußball?) aller Wahrscheinlichkeit nach genausowenig supererfolgreich sein wie eine komplette Mannschaft aus 18-Jährigen. Ausnahmen können sich natürlich einstellen, wenn ich nur 18-Jährige habe mit Megatalent und der Abgezocktheit der Ü35. Kann vorkommmen, wird aber eher selten sein.

Ich denke, es ist sinnvoll einige jüngere Spieler an die Mannschaft heranzuführen und einzubauen. Das Einbauen geht halt unterschiedlich schnell abhängig von der Qualität des Spielers. Es kann auch schiefgehen, wenn sich rausstellt, dass dem Spieler das letzte Quäntchen fehlt. Ick vertraue da mal darauf, dass die Trainer das doch besser einschätzen können als jedenfalls ich.

Bestes Beispiel dafür, dass ein Junger Spieler sofort bulibereit ist, ist derzeit Lasso. Ich glaube auch, dass er in der ersten Liga sofort einschlagen wird. Ich glaube, ich will, will, will es!!! Lasso be my hero!

HaHoHe aus Westfalen


Freddie1
27. Mai 2011 um 8:16  |  23330

Hier kommen keine 1000 Worte, bin aber schon gespannt @hurdi 😉
Erstmal: schöner Beitrag @dan
Ich glaube, es gibt aus finanziellen Gründen keine andere Möglichkeit, als günstige oder ablösefreie Spieler zu verpflichten, die zudem jung sind und mögliche „Erlöse“ erwarten lassen. Überdies eben Spieler aus der eigenen Jugend, die ähnliches erwarten lassen.
Ich vermute bei den „üblichen Verdächtigen“, die schon genannt worden sind, Bulitauglichkeit. Bei den anderen hielte ich eine Ausleihe für sinnvoll. So wie bei Fardi nach Aachen ohne Kaufoption bei einem Verein, der technisch anspruchsvollen Fußball spielen lässt. Also eben nicht bei Union ;).
So, nu mache ich Platz für @Hurdies Monsterbeitrag 😉


27. Mai 2011 um 9:21  |  23331

Hier mal ein ernsthafter Vorschlag für den Kader von Hertha BSC in der Saison 2012/13.

Tor) Kraft, Strebinger, Otremba

– Aerts Vertrag läuft 2012 aus
– Sejna ist neuer TW-Trainer
– Burchert wurde Verkauft

Abw.) Lell, Hubnik, Jovanovic, Ronny
Morales, Neumann, Brooks, Fardi

– Mijatovic Vertrag läuft 2012 aus
– Janker Vertrag läuft 2012 aus
– Fardi kommt aus Aachen zurück
– Jovanovic wurde 2011 ausgeliehen mit KO,
da Franz nach Wolfsburg wechselte !!
– Kobi macht Trainerschein wie Dardai 2011

Dev. Mittelf.) Niemeyer (Kapitän), Ottl, Lusti, Perdedaj, Knoll, Holland (RV,LV DM)

Mittelf.) Ebert, Schulz (RM) – Raffael, Kruse – Torun, Ruka. (LM)

– Max Kruse kam 2011 ablösefrei
– Domo. wurde 2011 Verkauft/Verliehen
– Ben-Hatira kann 2012 ablösefrei noch kommen

Sturm) Lasogga, Ramos, Boyd, Djuricin, Wagner

– Friend wurde 2012 Verkauft
– S. Wagner vom Werder Bremen ausgeliehen

So kann ich mir die Hertha für das Jahr 2012 wirklich sehr gut vorstellen.


sunny1703
27. Mai 2011 um 9:25  |  23332

Zur Jugendarbeit gibt es aus rein wirtschaftlichen Gründen heute keine Alternative. Leider vermisse ich bei Hertha die Erfolge in der eigenen Jugendarbeit,wenn es um die Einsätze eigener Nachwuchsspieler angeht. Keiner der Spieler hat es in die Stammannschaft geschafft .bis auf Lasogga,der hat aber nichts mit Herthas Nachwuchs zu tun.
Neben dem Torhüterchaos muss ich das in der letzten Saison kritisieren. Warum wurde ein Kobi nicht mal nach 60 Minten rausgenommen und durch Schulz ersetzt? Warum habe ich andere Nachwuchsspieler nicht gesehen oder nur 10 Minuten. Wenn die alle so schlecht sind, dann weg mit ihnen und neue her. Aber ich bin der Ansicht für die zweite Liga hätte es bei mehreren sicher gereicht.
So ein Kurs braucht eine sportliche Leitung, die das auch wirklich vertritt und VOR ALLEM den Mut hat schöne Worte in die tat umzusetzen.
Dazu kommt,dass es im Fußball eine ähnliche Entwicklung gibt, wie in vielen anderen Sportarten auch, die Leistungsspitze wird immer jünger. Spieler die mit 22, 23 nicht schon was sind,werden auch nur noch selten was.
Das heißt wer also keine Spieler aus dem eigenen Verein hochbringt,muss sie kaufen und das wird immer teurer. Das was Hertha bisjetzt für die neue Saison verpflichtet hat, geht in die richtige Richtung,junge Spieler ablösefrei zu holen.
Diese ja richtigen Ansätze gilt es auszubauen und dazu wünsche ich mir mehr Mut junge Spieler aus dem eigenen Verein laufend Einsatzmöglichkeiten zu geben und sie auch mal von Beginn an spielen zu lassen. Einen Haufen junger Spieler im Kader zu haben und dann aber doch wieder auf die Etablierten zurück zu greifen, funktioniert nicht oder ist irgendwann unglaubwürdig auch gegenüber diesen jungen Spielern.
Das soll jetzt bitte nicht als reiner Jugendkurs verstanden werden, ohne eine Mischung aus Unbekümmertheit und Erfahrung wird es keine Erfolge geben.

lg sunny


backstreets29
27. Mai 2011 um 9:27  |  23333

Dieses Transferverhalten ist für Hertha ohne Alternative. Es sei denn, man möchte in naher Zukunft enden wie die Münchner Löwen.
Gott sei dank hat Hertha diese hohe Qualität in der Nachwuchsarbeit, sonst würde es düster aussehen.

Ich traue Lasogga und Djuricin die Buli jetzt schon zu. Bei den anderen stimmt die Richtung, aber es ist noch Luft nach oben 🙂


wilson
27. Mai 2011 um 9:30  |  23334

Von der Goldenen Generation zur Goldenen Ananas.

@ Dan: guter Beitrag, gutes Thema

Ich möchte mal ganz bewusst die politisch nicht ganz korrekte Note spielen.

Schaut Euch mal die Goldene Generation an – @ Dan hat die Namen genannt: Jungs, die zum Teil das Image der Nichtangepassten, Aufmüpfigen pflegten und diese Attitude mit entsprechenden „Auftritten“ abseits des Platzes fütterten – Prince (Kevin) and the Revolution. Welche Teile des Publikums möchten sich mit diesen Jungs als Berliner Aushängeschild identifizieren ?
Diese Jungs treffen auf ein Berliner Fußballpublikum, dessen einer Teil genau den „Style“ cool/krass/Hamma findet. Für einen anderen Teil des Publikums, konservativ und nicht ganz vorurteilsfrei, erfüllen diese „Bad Boys“ genau das Klischee derer, vor denen sie ihre Töchter warnen. Lock up your daughters – the Prince is in town ! Kann da eine Bindung entstehen ? Kann „man“ sich mit diesen „Rüpeln“ identifizieren, denen die Anzahl der Tattoos wichtiger zu sein scheint als die Anzahl der gewonnenen Zweikämpfe ?

Heute hast Du Jungs, die eher dem Schwiegersohn-Image entsprechen – nett und adrett gescheitelt. Jungs, denen man zutraut, älteren Damen über die Straße zu helfen.
Fehlt denen der Schuss Wahn, den ein Spieler wie KP Boateng hatte und hat, um ganz nach vorne zu kommen ? Sind die zu nett ? Neben und auf dem Platz ? Zu angepasst, aber auch zu wenig Ich-bezogen, um den Schritt zu machen, der sie zu „großen“ Spielern machen kann ? Fehlte Leuten wie KPB der Trainer bzw. das Umfeld, die es verstanden hätten, ihn in Schach zu halten ? Ihn seine Aggression und den Schuss Wahnsinn auf dem Platz ausleben zu lassen, aber das Leben – das wirkliche Leben – in geordnete Bahnen zu lenken ?

Herthas Ziel sollte es sein, ein Berlin-Brandenburger Team auf den Platz zu bringen, das in der 1. Liga bestehen kann. Schafft Hertha es, sich mit einer so zusammengestellten Mannschaft dauerhaft in der 1. Liga zu etablieren – wenn das die Goldene Ananas ist, nehme ich sie gerne.
Spielern, bei denen davon auszugehen ist, dass sie keine Spiele für Hertha bestreiten werden, sollte über Ausleihen die Chance eingeräumt werden, diese bei einem anderen Verein in der höchstmöglichen Liga zu erhalten. Erhält Hertha ein attraktives Angebot für einen jungen Spieler, welches Geld in die leere Kasse spült, muss dieser trotz all meines vorherigen Gesülzes verkauft werden.


JK
27. Mai 2011 um 9:42  |  23335

Auslaufmodell Transfergewinn!

Für mich funktioniert das Prinzip Transfergewinn nur noch in absoluten Ausnahmen (Neuer z.B.).

Geld wird bei fast allen Vereinen immer knapper und fast alle schauen nur noch auf Spieler deren Verträge auslaufen und diese somit ablösefrei sind. Das Handgeld ist üblicherweise wohl viel geringer als eine Ablösesumme.

Ferner blockieren Austiegsklauseln etc., die Strategie Transfergewinn.

So gesehen bekommt die Jugendarbeit einen ganz anderen Stellenwert. Das Talent ist schon am Verein gebunden. Ein ganz anderer und evtl. nicht zu bezahlender Wert ist die Identifikation, sowohl die der Spieler als auch die der Fans!

Aber selbst hier werden die jungen Spieler schon in frühen Jahren von „findigen“ Beratern beraten und die Verträge entsprechend gestrickt!

So plant Hertha z.B. in der Saison 2011/2012 mit o € (null) Transfereinnahmen und 1,8 € Millionen Transferausgaben.

Schwieriges Thema, also.

Jugendarbeit ein MUSS, aber auf Teufel komm raus unfertige Jugendspieler (Talente) als vollwertige Backups einzuplanen, vielleicht sogar zu verheizen…..NEIN!


JK
27. Mai 2011 um 9:46  |  23336

@NKBerlin

Ich denke mit diesem Kader steigen wir in die 3. Liga auf 😉


27. Mai 2011 um 9:51  |  23337

@sunny1703 – sehr guter Beitrag, bin zu 100% bei Deiner Meinung. Hoffe Preetz und Babbel lesen hier auch mal den ein oder anderen Beitrag und nehmen die Vorschläge auch mal ernst !!


pax.klm
27. Mai 2011 um 9:52  |  23338

@wilson, die jetzigen sind keine Chorknaben , wenn denn eher Schwigersohntypen, was wäre daran schlecht?
Sehe hier aber auch keine duckmäuser, eher Spieler die wissen wie man als Mannschaft Erfolg haben kann, und das auch unter Anleitung, mit guten Vorbildern, in die Tat umsetzen!
Rockstars oder DHSDSS (Die Hertha Sucht Die SuperStars) mit Rapperstyl möchte ich nicht ausschließen aber gehören für mich auf eine andere Bühne…


27. Mai 2011 um 9:55  |  23339

JK – dann mache doch mal einen bessern Vorschlag!! Denke der Kader von mir hat wirklich Qualitäten und ist dazu BEZAHLBAR !!!


pax.klm
27. Mai 2011 um 10:04  |  23340

Eh Dan, gutes Thema, aber Du hast Dir nicht die Erlaubnis abgeholt!?
Bitte an die M8, mein Stammrechner ist abgestürzt, Daten der Festplatte sind gesichert aber der Zugang zum „Spezialforum“ ist mir durch fehlende Daten z.Zt. nicht möglich, bitte um Übermittlung (die wievielte eigentlich?) auf meine Mehladresse…
Danke im Vorraus
Pax


JK
27. Mai 2011 um 10:10  |  23341

@NKBerlin

So wie es jetzt läuft, finde ich es vollkommen OK.

Ablösefreie z.T erfahrene Spieler, mit Perspektive verpflichten und sukzessive die eigenen, geeigneten jungen Spieler einbauen.
Alle die kommen müssen Herthaner werden wollen. Deshalb, wenn ein MF zu Hertha kommen sollte, so will er Hertha, denn in WOB kann er sicher mehr verdienen als hier.

Und ich wollte dich nicht ärgern, sorry wenn das so angekommen sein sollte! 😉


pax.klm
27. Mai 2011 um 10:34  |  23342

Für alle „Favreristen“ , meine These damals: LuLu ein paar Wochen krankschreiben, ihn dann in der Rückrunde wieder ran lassen, dass hätte geklappt… glaubt es mir….oder nicht!

http://www.pnn.de/sport/440429/


Sir Henry
27. Mai 2011 um 11:28  |  23343

Wenn ich lese, wie Favre in Gladbach bejubelt wird, beschleicht mich ein Gefühl, auf das nur das Wort „Eifersucht“ zutrifft.

Alles schön mit Babbel, bin sehr zufrieden.

Aber Favre geht fremd. Ob er manchmal an uns zurückdenkt?

Ist das spinnert?


Freddie1
27. Mai 2011 um 11:40  |  23344

@jk: die 1,8 Mio Transferausgaben sind Handgelder, Honorare für Spielerberater. Also nicht mal Ablösesummen. Ein Hinweis mehr, dass wir uns Ablösen nicht leisten können. Stimmt, umso wichtiger eigene Leute hoch zu ziehen.


hertha@berlin
27. Mai 2011 um 11:44  |  23345

@Sir,
uff, gut, dass ich nicht alleine , dieses Gefühl habe 🙂

Ich freue mich über Babbel und das was er hier auf den Weg bringt.
Aber, dass Favre uns hier im Stich gelassen hatte schmerzt 😉

Ich denke ein halbes Jahr Kranschreibung hätten nicht gereicht, denn er hat in der letzten Zeit viel für sich getan. Unter anderem besser deutsch gelernt und ich denke auch ein paar Motivations-/ Darstellungsseminare besucht.

Aber,nun ist Babbel dar und alles wird gut 😀

@dan, danke auch von mir für das super Thema!

Ich denke, der von Dir beschriebene Weg über die Ausbildung junge Spieler heran zu bilden, um dann auch Transfererlöse zu erzielen ist der einzige Weg um zu Überleben.
Da wir keine Firmen im Rücken haben und in Berlin der Sport so gut , wie nicht gesponsert wird, abgesehen von Eventsponsering (aber das ist ein anderes Thema)
Hertha sollte und ist da sicher auf dem Weg die Akademie aus bauen.
Deinem Beitrag ist kann ich da auch nicht viel hin zu fürgen


pax.klm
27. Mai 2011 um 11:45  |  23346

Joah, dass mit Babbel passt schon, hoffe auch, dass in die Zukunft blickend wir „blühende Landschaften“ sehen,…bei mir ist es eher ein wenig
Wehmut, wenn ich sehe wozu LuLu fähig ist!
Keine völlig neue Mannschaft, Mannschaft die am Boden ist, übernommen einen gnadenlos jungen Torwart ins Rennen geschickt, und, und, und…
Warum hat man den Mut zu besonderen „Dingen“ bei „uns“ nicht gehabt?
Alles, alles geht vorbei ….


Exil-Schorfheider
27. Mai 2011 um 11:59  |  23347

@dan

Wirklich ein super Thema!
Ich finde auch, die Jugendarbeit wird immer wichtiger, vor allem für uns. Die Transfer-Einnahmen der „Goldenen Generation“ wurden ja nun nicht unbedingt zum Schuldenabbau verwendet, sondern um „Granaten“ wie Chermiti oder Lima zu holen…daher muss es diesmal anders laufen, sollte einer der derzeitigen Youngster Begehrlichkeiten bei den „großen“ Klubs wecken. Ansonsten sollte man versuchen, mit der Truppe im Fahrwasser der Bundesliga meinetwegen bis 2020 auch um die Goldene Ananas spielen, bis wir wieder etwas mehr Luft zum Atmen haben. Acht Jahre bzw. Saisons sind im Fußball eine verdammt lange Zeit, aber man sollte diesmal den eingeschlagenen Weg nicht wieder ändern, sonst wäre das dritte Konzept in 10 Jahren eben auch nur ein Muster ohne Wert…

Zu Lucien:

Ja, auch bei mir kocht ein wenig die Eifersucht hoch, wenn ich die Feierlichkeiten um den Trainer sehe. Man sieht aber auch, dass er sich weiterentwickelt hat im Auftreten, wobei man seine Schüchternheit noch immer sehen kann…


Dan
27. Mai 2011 um 12:04  |  23348

@pax
Hätte er doch machen können. Burchert war doch 18 Jahre alt. Scheinbar schlechter als Drobny. Fardi, Hartmann, Bigalke, Traore, Ede hätte er doch eine Chance geben können. Hat er nicht, weil entweder seiner Meinung nach zu schlecht oder kein Mumm.

Und wenn Du genau hinschaust, war der 18Jährige auch nicht gleich erste Wahl bei Favre.

Vielleicht bedarf es eben ein Ausnahmetalent oder Situation und dann passt es oder nicht.

Aber nun „rumzuheulen“ und auf andere zeigen – nö finde ich nicht gut – er hatte seine Chance hier eigene Talente einzusetzen hat er aber nicht gemacht sondern eingekauft.


hertha@berlin
27. Mai 2011 um 12:19  |  23349

Hätte er doch machen können.

genau, aber was macht er ?

Gibt eine Pressekonferenz und verpieselt sich mit seiner Millionenabpfindung, um dann, wie Phoenix aus der Asche bei Gladbach auf zu tauchen 😉


JK
27. Mai 2011 um 12:21  |  23350

Borussia Dortmund II – Regionalliga-West hat den nächsten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet: Von Hertha BSC Berlin II wurde der Angreifer Terrence Boyd geholt.
http://www.reviersport.de/…inczek-nachfolger-gefunden.html


wilson
27. Mai 2011 um 12:36  |  23351

Soweit ich das beurteilen kann, hat Favre in Gladbach unter perfekten Voraussetzungen beginnen dürfen:
„Bau uns mal – jetzt wo wir so gut wie sicher abgestiegen sind – eine halbwegs günstige Mannschaft zusammen, die in der nächsten Saison wieder aufsteigt. Ach – und by the way: wenn Du uns in der Liga halten solltest, wovon, lieber Lucien, niemand im Verein wirklich ausgeht, wirst Du in den nächsten Monaten Narrenfreiheit haben.“

Niemand in Mönchengladbach wird jetzt noch daran zweifeln, dass sie einen gefunden haben, der über´s Wasser laufen kann und gleichzeitig – und darin liegt die Kunst – selbiges Wasser in Wein verwandeln kann.
Und wenn dann der gute Lucien in einem Dreivierteljahr mit den Nerven runter ist („Isch kann nischt mehr, das ist klar!“), dann macht eben Claudia Effenberg weiter. Die hat den Tiger im Tank.


hertha@berlin
27. Mai 2011 um 12:52  |  23352

P.S.

das ist jetzt keine alternative zur Jugendförderung, sondern eher als weitere Geldeinnahme zu sehen.

Da in Berlin schlecht Sponsoren zu finden sind.
Aber einige sich doch für Eventsponoring erwärmen können, kann man vielleicht Modelle entwickeln, wie wir unseren vorhandenen Sponsoren und auch Neuen, noch etwas Geld aus der Tasche ziehen können, indem man einzelne Top- Spiele noch gesondert von denen bewerben lässt.
Das muss natürlich ganz sensibel behandelt werden um die paar vorhandenen nicht zu verprellen.


Dan
27. Mai 2011 um 12:57  |  23353

@hertha@berlin

Naja soweit würde ich nicht gehen. Hatte meines Erachtens schon seine guten Seiten, es ist nun mal so, dass meist je nach Standpunkt die guten oder schlechten Punkte hängen bleiben oder in die Argumentationen einfließen. Selten gelingt es beide Seiten der Münze zu betrachten, weil man eben selten über seinen Schatten springen kann.

Mir ging es aber gar nicht um die Person Favre, sondern ich empfinde es eher unfair gegenüber der heutigen sportlichen Leitung, so wie @pax es macht (bzw. bei mir rüberkommt):
„Hey schaut mal was der Favre sich da in MG traut, schade das ihr das hier nicht macht / gemacht habt.“

Daher dann meine Aufzählung von eigenen Talenten, die Herr Favre hätte fördern können.
Und das waren noch nicht mal alle Namen.


hertha@berlin
27. Mai 2011 um 13:07  |  23354

@dan, ja, ich übertreibe manchmal gerne ein kleines bisschen.

Aber, ich sehe es auch so, dass er damals zu Zögerlich in vielen Dingen war und nicht den Mum hatte, die jungen ein zu bauen.
Er wollte hier etwas Großes aufbauen und dazu 10Jahre bleiben.
Nun,hatte er auch Spieler in der Mannschaft, die seine Autorität untergraben hatten, an denen er wegen deren Beliebtheit nicht vorbei kam. (ein Graus für jeden Trainer)

Wenn das erst mal seinen Anfang genommen hat, ist das auch schwer zu stoppen.

Ich denke, es gibt ganz viele Faktoren, die ihn hier haben scheitern lassen.

Er hat sich jetzt weiter entwickelt und in Gladbach momentan ein anderes Umfeld vorgefunden.
wie @ wilson schrieb.
Die hatten nichts mehr zu verlieren.

Aber, weniger Zögerlichkeit und mehr Jugend hätten es hier schon sein können.


Dan
27. Mai 2011 um 13:09  |  23355

P.S. hertha@berlin // 27. Mai 2011 um 12:52

Soweit ich das mitbekommen habe, ist Deine Idee von den vier oder fünf Premiumpartnern abgedeckt. Die werden dann gesondert als „Sponsor of the day“ benannt und dürfen ihre „wilden Gladiatoren-Spiele“ in der Halbzeit abziehen. Ob nun alle 17 Heimspiele drunter fallen, keine Ahnung, aber die Maßnahme ist bei den Marketing-Leuten im Focus.


Freddie1
27. Mai 2011 um 13:23  |  23356

Hm, auch auf die Gefahr hin, dass vom eigentl Thema abgewichen wird zum „Favre hatte keinen Mut junge einzusetzen“. Wen hatte er denn? Die wirklich guten, aber charakterlich Schwierigen waren doch bis auf Ebert weg. Und die anderen wie Bigalke, Hartmann konnten sich auch unter anderen Trainern nicht durchsetzen. Vielleicht, weil es einfach nicht reicht?
Schultz ist ja jetzt ein gutes Jahr älter und vielleicht langsam so weit. Ich denke (vermute), dass das Spieler einfach nicht gut genug für die erste Liga waren.


Freddie1
27. Mai 2011 um 13:24  |  23357

…die Spieler nicht gut genug…


Dan
27. Mai 2011 um 13:36  |  23358

@Jk

Ein Spieler mehr der auf meine Beobachtungsliste kommt, aber wirklich überzeugt hat er mich in der U23 nicht. Hatte es aber auch ein wenig schwer, weil eher Alleinkämpfer in der Offensive war.

Man kann erstmal nur spekulieren, ob Hertha den Schnitt gemacht hat um Platz für nachrückende U19 Spieler wie Djuricin und ggf. Scheffler sowie Kargbo oder Ngankam-Hontcheu zu machen.

Ggf. hat aber auch Boyd seinen Vertrag bei Hertha nicht verlängern wollen.


pax.klm
27. Mai 2011 um 13:37  |  23359

Ja Dan manchmal verstehen wir uns nicht, liegt aber an meinen manchmal doch verqueren Sprechstrukturen, oder!
Eigentlich sagst Du das was ich meinte: wenn die Jungmannschaft so gut gewesen wäre, dann nämlich hätte LuLu diese eingesetzt: speziell bei Burchert….
Habe lediglich zum Ausdruck gebracht, dass ich es Schade finde, wie dass damals gelaufen ist, und die jetzige GF Sport hat auch den FuFu geholt!
Es ging eher in die Richtung: Favre kann doch, schade, dass es damals nicht geklappt hat!
Die Auszeit war nötig, sicher weil auch entsprechende Fehler beim Kader vorlagen
(Zusammenstellung), die Gründe sind ja schon oft diskutiert…
Freue mich einfach nur für Favre und BMG!
Dass das Jetzt OK ist , ist auch eine Folge der damaligen Fehler, aus denen ALLE gelernt haben!
Mehr oder weniger…


JK
27. Mai 2011 um 14:04  |  23360

@dan
Sehe ich genauso. Hat mich auch nicht wirklich überzeugen können und ich bin der Meinung er wollte nicht mehr! Hertha ja, er nicht.

Außerdem geht er „nur“ zu BVB II, ob er sich da verbessert oder ihn die Hoffnung nährt und sein „Berater“…..wer weiß….. 😉

Das Fußballgeschäft ist nun einmal ein Karussell!

Der eine oder andere, der es nie in seinem Verein schafft, kommt woanders groß raus.
Siehe bei uns Lasso :mrgreen:

So ist es nun einmal. Zwei Sprüche fallen mir dazu ein:
Was zählt der Prophet im eigenen Lande und
Warum denn in die Ferne schweifen, das Gute ist so nah.

Allerdings muss Hänschen sich manchmal auch erst abnabeln um Hans zu werden.

———————————————————–

All jene die in der Jugendarbeit Geldeinnahmequellen vermuten, ich glaube die Zeiten sind wirklich vorbei!
Allenfalls als Sparmaßnahme könnte ich mir das vorstellen.
Heißt, die Jungen kommen aus dem eigenen Stall und wenn der Verein bis dahin gute Arbeit geleistet hat, auch Charakterlich, dann hat man einen gut ausgebildeten und nicht überteuerten Fußballer aus den eigenen Reihen (Identifikation).
Nur werden die meisten von ihren Beratern schon mit 14, 15 Jahren versaut. In diesem Alter trennt sich, meiner Meinung nach, schon die Spreu vom Weizen.


Dan
27. Mai 2011 um 14:07  |  23361

@Freddie1

Denke ich ja auch. Wie gesagt mir ging es nur um die @pax Aussage.

Wer sich die Torwartsituation bei BMG unter Favre anschaut erkennt, dass er die zwei ersten Keeper verbrannt hat und erst am 29. Spieltag „gezwungenermaßen“ Ster Stegen brachte.


Dan
27. Mai 2011 um 14:37  |  23362

OT – Wochenend-Tipp

28.05.11 – 13:30 – wieder im Amateurstadion

U23 – Meuselwitz

Schon ab 10:00 Fanfest
http://www.fanhaus1892.de/festablauf.html


pax.klm
27. Mai 2011 um 14:56  |  23363

Das Fanfest geht von 10-18 Uhr zu fanfreundlichen Preisen
Eintritt zwischen Hockej und Schwimmstadion, der Eintritt für das U23 Spiel kostet 3.- Euronen , wenn nicht andere Möglichkeiten gegeben sind!
Wen könnte man dort treffen?


Dan
27. Mai 2011 um 15:03  |  23364

@pax
Herthinho 😉

Mich nicht, ich habe noch genug im Garten zu tun.


27. Mai 2011 um 15:07  |  23365

tolles Thema..das ist klarrr.. 🙂
Mich würde es sehr freuen und mir wäre die „goldene Ananas“ dann auch genug, würde Hertha wirklich versuchen, die Jungen einzubauen.-Nicht jeder Jahrgang kann so stark sein, wie der „goldenen“-das zeigt sich bei anderen Vereien ja auch, die gute Nachwuchsarbeit vorweisen können. Festhalten muss man auch immer, dass es für bestimmte Positionen keinen Alternative zu Zukäufe/Leihen gibt.. Die Bigalkes, Hartmann & co. die zunächst dem Favre nicht gut genug waren und auch zu jung- dann für Funkel auch nicht hilfreich erschienen-haben diese beiden Trainer bisher nicht widerlegen können. Dieser Jahrgang war gut-aber eben nicht erstklassig.- Man sollte sich immer genau ein Bild von den Spielern machen, bevor man Trainer oder Verein verantwortlich macht, wenn sie dann in der „Ersten“ nicht spielen.- Es ist leicht, zu schimpfen und zu sagen „Morales, Beichler, Knoll müssen spielen“-wie es auch hier oft gefordert wurde.-Ich hatte mir ein paar Spiele der Amateurmannschaft angeschaut und konnte verstehen, warum sie eben nicht zu ersten Garnitur gehörten-bei Beichler müssen wohl auch einige mal etwas kleinlauter werden, finde ich.
TRrotzdem ist an dem launigen, etwas ungerechten Beitrag von @sunny im Kern was dran: das Klima, das Umfeld scheint mir nicht mehr 100&ig zu stimmen, was den Einbau von Djuri& co angeht. Mindestens wird es nach Außen nicht eindeutig kommuniziert. Da die Jungen auf mich aber immer einen entspannten und aufgeräumten Eindruck hinterließen, gehe ich davon aus, dies sie genau wissen, was die derzeitige Sportliche Leitung mit ihnen vor hat.-Da können unsere Papis ruhig noch etwas mehr raus rücken..so denn Infos vorhanden sind.
Ich bin sehr dafür, kleinere Brötchen zu backen-und eine gute Mischung zu finden. Eine gute Mischung- scheint mir die Vision von @ NKNerlin beispielsweise nicht zu sein-da ist wohl mehr Träumerei und Wunsch Vater dieses Phantasiekaders..
Zu Favre: ich hatte ihn mal in Berlin als „Hochbegabten, der noch Lernender“ ist bezeichnet.-Ich glaube, er „brauchte“ dieses Scheitern in Berlin, dieses völlig überraschend Abbrechen eines steten Aufstiegs. Meist lernen wir Menschen am meisten aus den Niederlagen-diese waren Favre fremd.-Die m.E. überzogene Euphorisierung und Heroisierung damals in großen Teilen der Medien und bei Fans- der ungemeine Erfolg -das alles ging zu schnell und zu glatt. Ich glaube, Favre ist jetzt gereift, vollständig; er hat sich enorm viel Zeit für Aufarbeitung gelassen-und genau und perfekt zugegriffen: mit Gladbach konnte er gar nicht verlieren-weil niemand einen Abstieg ihm vorgeworfen hätte.-Ich traue ihm ne Menge zu, in Gladbach. Seine taktischen Fertigkeiten hat er ohne jeden Zweifel. Dass sie so sagenhaft sind, wie manchmal intendiert-bezweifle ich scon aus Prinzip. Mir ist Heldenverehrung wesenfremd. Ich habe einige Trainingseindrücke haben dürfen, auch von Favre-deshalb: wir sind mit unseren Trainern bestimmt nicht schlechter aufgestellt, behaupte ich kühn.
Beide Vereine dürfen und SOLLTEN(!) froh sein, solch gute Trainer zu haben. Eifersüchtig zu sein, halte ich für unbegründet.
Effenberg ist nun kein Thema mehr-alleine dafür muss Gladbach Favre ewig dankbar sein 😉


Tunnfish
27. Mai 2011 um 15:10  |  23366

Das schlummernde Problem bei der Jugendarbeit ist doch das Thema dauerhafte Identifikation und Stolz auf den Verein.
Hört Euch Leute wie Neuer, Großkreutz und ähnliche an.
Die haben alle eine Fanvergangeheit, haben in der Kurve gestanden und Ihrem Verein bei den Erfolgen zugejubelt…..zugejubelt…..das entscheidende Wort. Ein Fussballverein definiert sich und wirbt Anhänger über seine Erfolge im Kleinen wie im Großen, bleiben die Erfolge aus entweder die ganz großen oder die dauerhaften, dann fällt auch die positive Identifikation geringer aus.
Hätte man der „goldenen Generation“ erfolgreich vermitteln können, dass sie bei einem Verbleib zu vernünftigen Konditionen alle gemeinsam hier in Berlin etwas Großes erreichen können, hätte man in Ihnen eine größere Begeisterung, Identifikation und Vision im Bezug auf Hertha vermitteln können,, dann, ja dann…vielleicht…

Die Jugendspieler die bei Hertha ausgebildet werden müssten darauf brennen für Ihren Verein in Ihrer Stadt zu spielen, sich hier durchzusetzen und erst wann dies nicht möglich ist oder bereits erreicht wurde einen Wechsel in Betracht ziehen und im optimal Fall dabei auch noch die finanziellen Bedürfnisse Ihres Ausbildungsclubs beachtend.
Eine Fussballausbildung bei Hertha muss mehr sein werden, als nur eine Ausbildung zu einem Beruf, als eine Gelegenheit die darauf ausgerichtet ist auf die nächst Bessere zu warten.

Nur auf diesem Weg, kann der Verein finanziell und sportlich das Beste aus seiner Jugendarbeit herausholen.

Wie das auch ohne Erfolge durchgehend zu erreichen ist, weiß ich leider nicht.


pax.klm
27. Mai 2011 um 15:13  |  23367

Dan // 27. Mai 2011 um 15:03
Mußt Du immer noch die Reste der M8 Aufstiegsparty wegräumen? 🙂


pax.klm
27. Mai 2011 um 15:19  |  23368

Tunnfish // 27. Mai 2011 um 15:10
Womit wir ja schon eines der nächsten Themen hätten!
Wie sieht die Ausbildung aus?
Gemeinsamer Internatbesuch!
Wie gestaltet Hertha seine Evaluation?
Wie steigern wir die Identifikation mit Hertha?
Besser als, wie steigern wir das BSP!


Tunnfish
27. Mai 2011 um 16:01  |  23369

@pax
Schwierig dazu einen eigenen Artikel zu schreiben, da mit jede Menge Details information fehlen und ich viele Ansätze nur mit allgemein Position belegen kann.


Tunnfish
27. Mai 2011 um 16:04  |  23370

fürchterlich….^^^^

…, da mir jede Menge Detailinformationen fehlen und ich viele Ansätze nur mit Allgemeinpositionen belegen kann.


JK
27. Mai 2011 um 16:47  |  23371

@appollinaris

Duru ist immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen worden………….u.a. Bandscheibenvorfall!


Blauer Montag
27. Mai 2011 um 18:01  |  23372

„In einer Sache hatte sich Felix Magath (57) nach seiner Wiederkehr nach Wolfsburg ziemlich schnell festgelegt: Ein weiterer Innenverteidiger muss her. Mit Simon Kjaer (22), Arne Friedrich (31) und Alexander Madlung (28) sah der Trainer diese Position erst einmal quantitativ unterbesetzt, bei den Darbietungen des Stammduos Kjaer und Friedrich kamen rasch auch Zweifel an der Qualität. Deswegen sucht der Coach mindestens einen neuen Mann fürs Abwehrzentrum.

Nürnbergs Andreas Wolf (28) ist ein Kandidat, zudem ist Magath bei der Suche auf einen Ex-Wolfsburger gestoßen: Maik Franz (29). Der Frankfurter, der nach dem Abstieg der Eintracht ablösefrei zu haben ist, soll sich bereits zusammen mit seinem Berater Jörg Neubauer, der schon Patrick Ochs (27) nach Wolfsburg gebracht hat, zu Gesprächen mit Magath getroffen haben. Auch mit Aufsteiger Hertha steht der Verteidiger in Kontakt, die Berliner können die Gehaltsforderungen von Franz jedoch nicht ohne weiteres stemmen.“ kicker.de 27.05.2011, 09:20

Solche Nachrichten lese ich mit einem lachenden 😉 und einem weinenden Auge 🙁

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/vereine/553091/artikel_magath-sucht-einen-verteidiger_kommt-franz-zurueck.html


Stehplatz
27. Mai 2011 um 18:20  |  23373

Falls es noch nicht erwähnt wurde.
Boyd wechselt zur II von Meister Dortmund.

Ich halte die reine Jugendarbeit für gut. Die Förderung in die erste Mannschaft findet aber nicht statt. Alle Spieler die in der letzten Saison von den Amas kamen haben – Stand heute – keine Chance auf einen Stammplatz.

Nico Schulz ist LV Nr. 3, der bisher nur im Mittefeld spielte, Marco Djuricin hatte eine Sternstunde aber ist mittlerweile Nr.3/4 im Sturm, Sebastian Neumann wird ein weiterer IV vor die Nase gesetzt und er wird Nr. 3 oder 4 sein, Fanol Perdedaj hat sein Talent mMn nicht für Liga 1 nachweisen können und ist auch maximal an 4/5. Stelle, Alfredo Morales ist als DM chancenlos und als RV gibt es dann Kaka/Mr. X, Marvin Knoll, von dem ich eigentlich erwartet hätte mehr Spielanteile zu bekommen, hat es auch nicht nicht gepackt unter Babbel in den Vordergrund zu rücken. Wen will man da jetzt genau mit großem Gewinn zur Rettung Herthas verkaufen?

Man leistet es sich aber gleichzeitig Spieler, deren Zeit vorbei ist(Friend) und die die nie eine hatten(Janker), zu behalten und Spielzeiten zu geben. Zugleich dann im Rückblick die zweite Saisonhälfte mit der Maßgabe „Es darf nichts mehr schief gehen“ hat der Trainer mit „Keine jungen Spieler mehr bringen“ verwechselt. In der nächsten Saison geht es dann gegen den Abstieg, wo man dann „Erfahrung“ benötigt und ebenfalls keine jungen Spieler einsetzen kann.

Ich finde das Argument wer in der Regionalliga nicht herrausragt wird es in Liga 1/2 auch nicht packen sehr problematisch. Die Vorraussetzung sind andere! Ich meine, dass die Amateure dazu da sind eigene Talente zu erkennen um sie dann zu den Profis hochzuziehen und mit SPIELZEIT weiterzuentwickelt. KPB ist nicht nur mit seinem Talent in die Notizblöcke der Scouts gekommen, sondern weil er sich bei den Profis präsentieren durfte!


hurdiegerdie
27. Mai 2011 um 19:18  |  23378

So, ich schicke mal vorab, dass ich ein ausgesprochener Verfechter des Einbaus junger Spieler, möglichst aus der eigenen Akademie bin. Dies insbesondere um eine Entschuldung voranzutreiben.
Zweitens muss ich gestehen, dass ich nicht mehr alle Belege für die nächsten Thesen gefunden habe, es gibt sie aber im www.
Drittens ist es durchaus provokant gemeint.

Für mich liegt das Problem zwischen Dan’s goldenen Generation und 08-15 ’s Viehhandel.

Ich stelle mal die ketzerische Frage (und ich weiss, dass es gegenüber dem DFB/DFL Verpflichtungen zur Jugendarbeit gibt):

Ist Jugendarbeit eigentlich sinnvoll für eine Profimannschaft?

Ich behaupte, die Investitionen in Herthas Jugendarbeit haben sich nie rentiert und das trotz einiger Verkäufe der goldenen Generation. Leider erfährt man nie so genau, wieviel die Jugendarbeit eigentlich kostet. Hinweise deuten auf etwa 5 Mio pro Jahr in den ersten 5 Jahren und 2+ Mio in den Folgejahren hin. Man dürfte also an Ausgaben locker bei etwa mindestens 30 bis vermutlich eher 40 Mio ankommen. Haben wir diese durch Einsparungen an Verpflichtungen oder Verkäufen der selbstausgebildeten wieder herausbekommen? Ich sage nein.

Das zweite Problem ist: Wie kann man denn die ausgebildeten Spieler dann auch nützen, wenn man es wollte? Frank Vogel hat mal gesagt: „Wir bilden Spieler teuer aus, und dann müssen wir sie noch einmal teuer bezahlen, um sie behalten zu können.“ (http://www.tagesspiegel.de/sport/fuer-kein-geld-der-welt/874920.html). Bestes Beispiel ist ein Jerome Boateng, dem man ein gutes Angebot gemacht hat und letztendlich auch ein paar Milliönchen bekommen hat. Deutlich mehr Geld hat Hamburg mit ihm verdient, aber eben auch direkt an Boateng bezahlt. Können wir uns auf Idealismus und Lokalpatrotismus verlassen? Bei Fussball-Profis?

Man kann eben keine Viehhandel mit den eigenen Jugendliche abschliessen („Wenn wir dich ausbilden, musst du auch mindestens bis 25 bei uns bleiben, wenn wir es so wollen“). Spieler unter 18 Jahren darf man nur für 3 Jahre verpflichten (http://www.dfb.de/uploads/media/spielordnung.pdf). Wenn sie was werden, sind sie dann mit 21 ablösefrei. Die Tendenz geht zu Verträgen mit 18 Jährigen, die darf man über 5 Jahre abschliessen, und dann weiss man, ob sich der Spieler geeignet entwickelt, man hat aber auch 5-Jahresverträge an der Backe wenn nicht. Und natürlich scharren alle mit den Hufen, um die besten18-Jährigen abzugraben. Es geht ja leider nicht dass man sagt so jetzt biste 18, jetzt unterschreib mal den 5-Jahresvertrag. Den Spielern dürften ihre Ausbildungsstätte wenig bedeuten, wenn andere doppelt so hohe Gehälter zahlen.
An dieser Stelle ein Lob, dass Hertha z.B. einen Schulz halten konnte. Aber wie soll man es denn machen? Vielleicht muss man die Guten verstecken, bis sie 18 sind, und den Vertrag unterschrieben haben? Auf jeden Fall steht für mich zwischen Ausbildung und Einsatz in der Mannschaft, noch die grosse Hemmschwelle, dass man sie für einen Einsatz erst mal behalten können muss.

Klopp (finde die Quelle nicht mehr) will seine „Jugendarbeit“ auf über 18-Jährige fokussieren, warum wohl? Die ungewisse und teure Ausbildungszeit fällt weg, und es bleibt mehr Geld für Konkurrenzkämpfe auf dem 18er-Markt.

Und…. bis zu einem gewissen Alter gibt es nicht mal die Ausbildungsentschädigung (wollte ich noch nachgoogeln, habe ich aber nicht gefunden). Man denke an Herthas Kämpfe mit Hoffenheim. Warum also im Kinderbereich ausbilden?

Wenn man eine Ausbildungsentschädigung bekommt, dann nur für die Toppspieler, die weggehen, nicht aber für all jene, die man bezahlt hat und gefördert hat, um den einen aus 10 Topspieler herauszukristallisieren.

Ist es jetzt aus egoistischer Sicht eines Bundesligavereins nicht sinnvoller, minimal notwendige (für DFB/DFL) Ausbildung zu machen, um dann die frei werdenden Mittel beim Kampf um die Top 18-Jährigen einzusetzen? Einige haben ja erwähnt, dass es sowieso schwer ist im Berliner Umfeld Jugendliche auszubilden. Die reicheren Vereine (oder jene die eben weniger Ausbildung machen) nehmen uns dann sowieso die grössten Talente weg, oder sie haben Tattoos 😆 Holen wir uns doch lieber die fertigeren und braveren Lasoggas!

Über Dortmund gibt es Berichte (die ich leider auch nicht finde), dass sie die verpflichtende Jugendarbeit lange aufgeschoben haben (ich glaube das Zentrum ist jetzt erst 2009 oder so gebaut worden). Die haben ihr Geld lieber in Meisterschaften und CL-Beteiligung gesteckt. Von Hamburgs Jugendarbeit hört man auch nicht viel, aber sie konnten Boateng kaufen (ketzerisch gesagt). Ist gute Jugendarbeit wirklich sinnvoll für den eigenen Verein?

Provozierend zusammenfassend: Jugend für Hertha: ja! Um Transfererlöse einzufahren!
Eigene Jugendarbeit ist dabei zu teuer und zu unsicher, also runterfahren auf das minimale Niveau, dass von DFL/DFB gefordert ist. Lieber gute junge Erwachsene von anderen holen.

Aber, werdet ihr sagen, wenn das alle machten? Wo kommen denn dann die Jungschen für unser Nati her?

Ist das Herthas Problem? Dann soll DFB/DFL oder gar die UEFA Bedingungen schaffen, in denen Jugendarbeit für die Vereine sinnvoll wird. Erste Ansätze gibt es ja (http://de.uefa.com/uefa/footballfirst/protectingthegame/youngplayers/index.html). Doch entweder entstehen dann Regeln für Viehhandel („Wir haben dich ausgebildet, du gehörst uns“), oder man gibt den Jungschen noch mehr Verhandlungsmacht an die Hand („Ihr braucht lokale Spieler, also müsst ihr mehr zahlen“).

Ein Teufelskreis.

Wie könnten solche Lösungen, die Ausbildervereine besser abzusichern, aussehen? Höhere Ausbildungsentschädigungen? Stärkere Beteiligungen beim Weiterverkauf?


27. Mai 2011 um 19:25  |  23381

Die Jungs sind halt noch extrem jung. KPB brauchte Jahre, hat schon einiges auf dem Buckel-selbst bei Klopp packte er es nicht; damals dachte ich übrigens, das sei es nun endgültig gewesen…weit gefehlt 🙂
Bei KPB und auch Jerome´hatte ich nach einem einzigen Spiel schon das Gefühl, dass da etwas außergewöhnliches passieren könnte, selbst damals bei Rammelow. Anders als bei Madlung, Ebert..auch bei Degajah´hätte ich (noch) mehr erwartet.
Ein herausragendes Talent erkennt man auch bei der U-23-selbst, wenn es vielleicht nicht ebenso spielt.. 💡


Tunnfisch
27. Mai 2011 um 20:47  |  23405

@hurdie
genau das ist die Krux.
Eine Uefa-Regel die jedem ausbildenden Verein bei einem Vereinswechsel mindestens die Ausbildungskosten ersetzt würde wieder chancengleichheit herstellen. Die Ausbildungsentschädigung fällt scheinbar derzeit zu klein aus.


hurdiegerdie
27. Mai 2011 um 21:47  |  23413

Hey Tunnfish, hat’s doch noch einer gelesen, war ja auch lang.

Aber, die Ausbildungskosten reichen eben nicht. Es kommt vielleicht pro Jahrgang einer durch. Dessen Ausbildungskosten reichen aber nicht, um das ganze System zu finanzieren, damit es diesen einen gibt.


28. Mai 2011 um 0:20  |  23438

starker Beitrag, @hurdi-habe ihn mir jetzt mal reingesaugt..mein post bezog sich auf @stehplatz..


hertha@berlin
28. Mai 2011 um 7:58  |  23444

@ Hurdiegerdie

so habe ich es noch gar nicht gesehen Und hoffe, dass es für diese Art der
Ausbildung einfach aus unerfindlichen Ecken Zuschüsse gibt.

Bei Hertha könnte ich es mir schon vorstellen, aber beispielsweise nicht bei Hoppenheim, dass die so uneigennützig sind, junge Spieler aus zu bilden, wenn sie nichts davon haben??? 😉


JK
28. Mai 2011 um 9:49  |  23446

Bigalke:
Der Wille ist das A und O ! ! !

Das macht den Unterschied aus und sich aufdrängen sieht anders aus:

http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/zukunft-verzockt-bigalke-muss-gehen-article1192143.html


Blauer Montag
28. Mai 2011 um 11:24  |  23459

Starker Beitrag hurdiegerdie,
viel zu schade, um ihn nur als comment #23378 zu posten. Allein mir fehlen hierzu die Worte, weil … mir fehlen hierzu belastbare Zahlen. Ich weiß nicht, was die Jugendarbeit jährlich HERTHA BSC kostet. Ich wäre zufrieden, wenn die Arbeit insofern kostendeckend wäre, dass der Profikader jährlich mit jungen Spielern sinnvoll verjüngt wird, und ohne Probleme einen Platz in der 1.Liga halten kann.


08-15
29. Mai 2011 um 14:07  |  23548

@hurdie
Hab’s auch noch gelesen! 🙂
Danke für Deine Mühe.

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