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(ub) – Aus Niederlagen kann man nichts lernen. Die kann man nur vermeiden. Lassen sich Niederlagen nicht vermeiden, kann man sie nur durchleiden. So in etwa äußert sich Jan Philipp Reemtsma in einem Buch über Muhammad Ali.

Ob am Samstag in der Mixedzone in München oder heute beim Training von Hertha BSC: Die meisten Spieler machten den Eindruck, als sei es genug, die Pleite erlitten zu haben. Sie wollten sich aber möglichst wenig mit dem 0:4 beim FC Bayern auseinandersetzen. Die Rede war von „Kopf wieder hoch bekommen“, „abhaken“, „Mund abputzen“, „nach vorne schauen“ . . . die wichtigen Gegner, gegen die es gelten zu punkten, seien die kommenden: Mainz, Wolfsburg, Freiburg, Gladbach (Fotos: ub).

Was ist Eure Meinung: War das ein einzigartiger Nachmittag gegen einen derzeit einzigartigen Gegner? Und in insofern ein Muster ohne Wert für die nächsten Herausforderungen?

Oder eben deshalb eine Blaupause: Schaut her ihr Bundesligisten: Wenn Hertha in Probleme gestürzt werden soll, dann . . . Stichwort Tempofußball. Stichwort Speed in der Defensive. Stichwort Führungsspieler.

Was ist der richtige Umgang mit der dritten Saisonniederlage?

Hertha steht mit zwölf Punkten auf Rang zehn, alles im grünen Bereich mit Blick auf das Saisonziel Klassenerhalt. Gleichwohl ist durch die Siege von Kaiserslauten, Augsburg und dem HSV das Polster nach hinten dünner geworden.

Der Tag bei den Blau-Weißen sah so aus: Die Profis  sind auf dem Gelände im  Olympiapark ausgelaufen. Änis Ben-Hatira und Roman Hubnik wurden wegen kleinerer Blessuren in der Kabine behandelt. Die Ersatzspieler haben mit Cotrainer Rainer Widmayer auf dem Schenkendorff-Platz ihr Programm abgespult. Die Münchener waren in München geblieben. Will sagen, Christian Lell, Andreas Ottl und Thomas Kraft sind eigenverantwortlich gejoggt. Und Markus Babbel hatte eine freien Tag bei Familie.

Alle Profis laufen aus, in Berlin oder München. Nur der Trainer macht frei – ist das eine teambildende Maßnahme? Oder das Gegenteil davon?

Hatten wir das Thema nicht schon mal?

P.S. Montag ist trainingsfrei.

Hertha wird das 0:4 in München . . .

  • nicht aus der Bahn werfen (77%, 320 Stimmen)
  • einen Knacks geben (17%, 70 Stimmen)
  • als Zäsur in der Saison erleben (7%, 28 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 418

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Hertha soll sich mit der Dienstreise zu den Bayern . . .

  • punktuell analysieren (63%, 277 Stimmen)
  • intensiv beschäftigen (24%, 105 Stimmen)
  • nicht beschäftigen (13%, 57 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 439

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Dass alle Münchener in München geblieben sind . . .

  • ist richtig (46%, 207 Stimmen)
  • wundert mich etwas (38%, 170 Stimmen)
  • ist falsch (15%, 69 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 446

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151
Kommentare

fg
16. Oktober 2011 um 17:55  |  41168

schön wäre, wenn hertha insbesondere den schlechten start von gestern „nutzt“, um gegen mainz von anfang an sehr konzentriert und aggressiv (sowie defensiv UND offensiv lauffreudig) zu werke zu gehen.
man sollte sich der gestrigen schwächen voll bewusst sein, ohne sich allerdings zu lange zu grämen, denn die niederlage selbst war doch allzu normal.
neben dem dauerwunsch lusti für ottl (was kann ottl, was lusti nicht kann? genau. aber lusti kann eben zusätzlich noch einiges, was ottl abgeht), wünsche ich mir ramos für lasogga (zunächst) sowie dringend torun für ebert.
und babbel kann gerne grundsätzlich etwas öfter in berlin bleiben, dass er aber gerade nach dem spiel in münchen noch etwas vor ort bleibt, macht natürlich absolut sinn.


Blauer Montag
16. Oktober 2011 um 17:58  |  41169

Zweiter 🙁


BerlinerHerthaFan
16. Oktober 2011 um 18:20  |  41171

Also die ewige Diskussion wie oft Babbel nach München fährt, gerade nach Spielen, finde ich oft recht übertrieben. Das sind Profifußballer die werden ja wohl auch ohne den Cheftrainer Auslaufen können. Ob man Montag Trainingsfrei geben muss, weiß ich nicht genau. Doch jeder arbeitende Mensch hat ja 2 Tage die Woche frei, daher ist das auch normal. Und was die Leute in dieser Zeit tun, ist ebenfalls ihnen überlassen. Das heißt auch, der Trainer darf zur Familie.
Zum Spiel wurde ja schon genug gesagt.
Schade finde ich immer nur, dass nach schlechten Spielen, meist die Laufbereitschaft ein Fehler war. Nicht so häufig das Stellungsspiel oder die Agressivität im Zweikampf. Durch Laufbereitschaft ergeben sich Anspielstationen und das haben wohl einige Profis irgentwie manchmal vergessen. Hatte ich jedenfalls den Eindruck.
Das dann an zweiter Stelle die Passgenauigkeit oft steht, ist wieder ein anderes Thema.
Das ist glaube ich, eine Sache der Konzentration, genauso wie das Stellungsspiel usw.
Aber ich die Laufbereitschaft MUSS einfach in jedem Spiel hoch sein. Sonst kannst du einpacken. Wie gestern.


Blauer Montag
16. Oktober 2011 um 18:22  |  41172

Hertha wird das 0:4 in München . . .
nicht aus der Bahn werfen. Dort haben auch andere Mannschaften in dieser Saison eine Klatsche bekommen. Ich kann aus dieser Klatsche noch keine Verbesserungsvorschläge bezüglich Inhalt, Ort und Termine des Hertha-Trainings ableiten. Allerdings ist die Spielgestaltung der HERTHA weiterhin zu optimieren.

Ich bin gerne bereit, das Spiel in München abzuhaken. Aber es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Hertha die weiteren 4 Heimspiele bis zur Winterpause besser gestaltet als jene gegen Nürnberg und Augsburg.


sunny1703
16. Oktober 2011 um 18:26  |  41173

Gegen Mainz wird es wieder darum gehen, das Spiel zu machen, in der Hoffnung Mainz kassiert schnell ein Tor und dann verläuft das Spiel wie gegen Köln. Sind sie nur auf Zerstören aus kann es werden wie gegen Nürnberg und Augsburg.
Ich würde eventuell auch Lustenberger im nächsten Spiel bringen, ……aaaaber nicht für Ottl, der ja hier so etwas wie eine Antiottlfraktion gegen sich hat(wie einst Wichniarek), weil er den armen Luschi aus dem Kader geschmissen hat, sondern für Niemeyer.
Ebert ja, vielleicht ist es wirklich Zeit mit Torun und Ben Hatira zu starten, oder doch mal die Raute im Mittelfeld zu spielen……kann Hertha das überhaupt…….und mit Ottl oder Lustenberger oder Niemeyer UND Torun UND Ben Hatira UND Raffael ,sowie Ramos und Lasogga.
Und Lustenberger,warum nicht mal als LV , IV hat er gespielt und offensiv ist er besser als Kobi…..
im Grunde können sie aber auch mit der Regionalligamannschaft antreten ,hauptsache sie gewinnen. 🙂
Wie Hertha das 0:4 verkraftet..echt keine Ahnung.
Sie sollten sich intensiv mit den fehlern aus diesem Spiel beschäftigen und auf die speziellen Möglichkeiten der Mainzer hingewiesen werden, aus solchen Spielen wie gegen Bayern MUSS man lernen.
Dass die HerthaMünchener in München bleiben konnten wundert mich etwas……ist das nur immer in München so oder bekommt Lasogga seinen Ruhrpotturlaub nach jedem Spiel dort , nur was macht der arme Niemeyer, gab es für den Mettinger nach dem Bremen oder dem BVB Spiel Sonderurlaub?

lg sunny


b. b.
16. Oktober 2011 um 18:34  |  41174

Gestern hat es für die Bayern perfekt gepasst. Indisponierte Herthaner und von den ersten vier Chancen gleich drei eingenetzt. Hätten die da Pech (wir dann Glück) in der Chancenauswertung gehabt, wer weiss, so war der Drops gelutscht. Von daher meine ich punktuell auswerten und ansonsten volle Konzentration auf das Mainz Spiel. Einen Knacks wird es nicht geben, ich halte das Trainerteam und auch Michael Preetz für stark genugt, dieses Spiel richtig einzuordnen und die richtige Ansprache an die Mannschaft finden. Wir sind Aufsteiger und es wird nicht der letzte Tiefschlag für uns sein. Und dann kommt der Schlag nicht von den Bayern. (Schirileistungen und uns selber ein Beinstellen mal aussen vor) Für mich ist es ok, dass die Münchner in M. bleiben. Hier jetzt mit Sanktionen arbeiten ist nicht nötig. Strafe genug wird sein, sich das Spiel nochmals gemeinsam ansehen zu müssen.
Bin gegen Mainz dabei.
b. b.


Blauer Montag
16. Oktober 2011 um 18:52  |  41175

lg @sunny
in deinem Kommentar um 18:26 bringst du die Namen Ottl und Wichniarek zusammen. Kann es denn wahr sein, dass die Fans Jahr für Jahr einen Spieler heraus suchen, auf dem sie fortwährend herum hacken?

2009 Wichniarek
2010 Friend
2011 Ottl

Mir fröstelt … 🙁


kraule
16. Oktober 2011 um 19:00  |  41177

@BM

Das nennt man Opferanode….. und ist so überflüssig wie ein Kropf!


kraule
16. Oktober 2011 um 19:04  |  41178

Ich ziehe mal meinen Beitrag vom vorherigen Block hierher:

kraule // 16. Okt 2011 um 18:57

Erst Lell nun Ottl……..

Ich persönlich verstehe diese Diskussion auch nicht. Ottl ist ein sehr wichtiger Spieler z.Z. in unserer Mannschaft.
Was wurde über Lell “hergezogen” bis nun die nächste “Opferanode” Ottl verpflichtet wurde.

Ottl und Lusti zu vergleichen geht eigentlich gar nicht! Viel zu unähnlich ihre Aufgaben und Fähigkeiten.
Die ganz große Fähigkeit von Ottl sehe in seinem “passiven” Spiel. Wie oben schon anderweitig erwähnt, stellt er so geschickt die Räume zu, dass fast jeder Gegner Probleme bekommt, vielleicht nicht FCB, aber in Dortmund war das sehr schön, fast Lehrbuchreif, anzusehen.

Lusti, einer meiner Lieblingsspieler, muss sich in der 1.Buli (sowohl im Training, wie im Wettkampf) erst noch beweisen und ich glaube er wird das auch tun, bzw. schaffen. Geben wir ihm Zeit, denn seine Zeit wird noch kommen!
Aber er wird sicher nie “besser” als Ottl werden, dafür sind die Beiden viel zu unterschiedlich! Und um einen PN zu verdrängen…..da reicht es wohl im Augenblick auch noch nicht ganz.

Eine starke Bank ist doch das was sich jeder Trainer wünscht, oder?


sunny1703
16. Oktober 2011 um 19:05  |  41179

@Blauer Montag

Ja, mich ärgert das manchmal ein wenig. Bei Wichniarek hatten zwar alle Pessimisten absolut Recht,aber viele haben ihm von Beginn an keine Chance gegeben und ich bin immer der Ansicht, jeder der sich in die Sache Hertha BSC stellt sollte von den Fans eine Chance bekommen. Einen Tremmel hat Hertha deswegen schon nicht verpflichtet und stell Dir mal vor Arne Friedrich würde sich nochmal zur Verfügung stellen. Das Geschrei möchte ich nicht erleben!!
Nein, damit sind nicht unsere Fans was besonderes,ich denke solche Antipathien oder Vorverurteilungen gibt es immer und überall.
Ottls Pech ist Lustenbergers Anwesenheit,ansonsten würde die ganze Person Andreas Ottl hier in einem besseren Licht erscheinen.
Das merkwürdige ist aber dass der Verantwortliche dieses Transfers(Babbel) kaum dafür angegangen wird, sondern das hinten rum direkt über den Spieler geschiet…dabei sollte es doch um den Verein gehen.
Mir ist das immer egal, ich kenne weder Ottl noch Lustenberger persönlich, ich möchte,dass Hertha die Klasse hält und wer am Ende spielt ist mir Jacke wie Hose, hauptsache sie bleiben drin. 🙂

lg sunny


16. Oktober 2011 um 19:07  |  41180

“ (…) Oder eben deshalb eine Blaupause: Schaut her ihr Bundesligisten: Wenn Hertha in Probleme gestürzt werden soll, dann . . . Stichwort Tempofußball. Stichwort Speed in der Defensive. Stichwort Führungsspieler.“

Fakt scheint, das die Bayern jede Bundesliga-Mannschaft in arge Verlegenheit stürzen können, nicht nur Hertha. Aber momentan eben nur die Bayern, alle anderen spielen zum Glück in einer anderen Liga – und wir sowieso!


sunny1703
16. Oktober 2011 um 19:12  |  41181

@kraule

Eins rauf mit Mappe ! 🙂

lg sunny


kraule
16. Oktober 2011 um 19:16  |  41182

@sunny

Danke und gleichfalls 😉

LG
kraule


Blauer Montag
16. Oktober 2011 um 19:25  |  41183

Allgemeines Abklatschen
@kraule
und @sunny1703 😉

Verstehe ich Euch in der Zusammenfassung wie folgt richtig:
Es wird der Einkauf einzelner Spieler oder deren Leistung kritisiert, weil die Kritik am Manager oder Trainer abprallen würde?

Dies sollte nicht der Blog für Mißverständnisse sein – finde ich.
Deshalb frage ich noch mal nach.


pilgrims
16. Oktober 2011 um 19:29  |  41184

Das nennt man Opferanode….. und ist so überflüssig wie ein Kropf!

Eine Opferanode ist ganz und gar nicht unwichtig.

Aber um die Chemie zu verlassen und auf Ottl zu sprechen: er ist im Vorwärtsgang wenig präsent. Ein unauffälliger Spieler, deren Qualitäten nicht gereicht haben, um beim FC Bayern zu bleiben.
Für uns vielleicht ausreichend. Vielleicht auch nicht, weil wir mehr Impulse nach vorne brauchen.


hurdiegerdie
16. Oktober 2011 um 19:29  |  41185

Ich könnte mich immer beömmeln, wie der eine oder andere (um auch mal diese nichtssagende Schuldzuweisung zu verwenden) einfache Aussagen so weit überhöht, um dann als Verteidiger der selbst überhöhten Aussagen darzustehen.

Ja, ich finde Ottl nicht so stark. Ich habe aber nie was gegen Wichniarek geschrieben. Ich habe auch nie was „hintenrum“ gegen Ottl geschrieben. Es gibt hier keine Antiottlfraktion etc etc. Wenn ich hier was zu Lusti geschrieben habe, dann immer, dass nicht Ottl der entsprechende Mann wäre sondern eher Niemeyer. Zur Zeit finde ich Ottl schwach, ja und schwächer als Niemeyer.

Ganz lustig finde ich aber, wenn die Vorwürfe der Antiottlfraktion kommen, un dann im gleichen Text, Torun für Ebert, Lusti für Niemeyer und eine Umschulung von Spielern zum Kobieinsatz gefordert wird.

Ist das dann eine Antiniemeyerebertkobifraktion?


jenseits
16. Oktober 2011 um 19:40  |  41187

Ich glaube es ist ganz einfach so:

Ottl-Verteidigung ist eine moralisch wertvolle Angelegenheit, Lusti-Verteidigung hingegen ist ein fast krankhafter Auswuchs und somit zu verdammen!


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2011 um 19:43  |  41188

@kraule

Dann ziehe ich meinen Comment auch hier her.
Meiner Meinung nach muss sich Lusti nicht mehr in der Bundesliga beweisen, da es nicht seine erste Saison ist.

Dass hier Leute verteidigt werden und von Opfersnocen gesprochen wird, während man dann andere auf die Ersatzbank oder zur Umschulung wünscht, empfinde ich persönlich als scheinheilig.


f.a.y.
16. Oktober 2011 um 19:46  |  41189

(ub) – Aus Niederlagen kann man nichts lernen. (…) So in etwa äußert sich Jan Philipp Reemtsma in einem Buch über Muhammad Ali.

So in etwa? Oder so? Ich halte die These für falsch und bin da sehr interessiert an einer kurzen Aufdröselung, ohne das Buch zu lesen. Ich glaube eher, dass man oft NUR aus Niederlagen lernt…

Ansonsten zum Evergreen: ich finde es okay, dass die Spieler nach dem Spiel zwei Tage frei bekommen. Irgendwer hatte bereits geschrieben, das Spiel war bitter genug für die Jungs. Da heute nur Auslaufen anstand, ist es okay, dass die Münchner nicht mitgeflogen sind. My 50 Cent.


16. Oktober 2011 um 19:50  |  41190

Ist es nicht so, dass diejenigen, die der Pro-Lustenberger-„Fraktion“ (ick ooch) angehören, das Spiel seiner Konkurrenten – insbesondere Ottl, weil der in Babbel den Fürsprecher hat – besonders kritisch sehen?

Leider ertappe ich mich auch immer wieder dabei, den VorMirimBlockSitzenden ins Ohr zu posaunen, wie oft der Ottl schon wieder seine Alibipässe nach hinten gespielt hat, anstatt das Spiel in Richtung gegnerisches Tor zu treiben.
Babbel hat einen Narren an Ottl gefressen. Ich habe Ottl „gefressen“.
Aber nur einer ist in der Position, Ottl oder Lustenberger aufzustellen.
Und der wird schon wissen, warum er diese oder jene Entscheidung trifft.


sunny1703
16. Oktober 2011 um 20:27  |  41191

@wilson

Seit Saisonbeginn also von dem Tag der Verpflichtung wurde Ottls Transfer kritisiert und zwar immer im Zusammenhang mit dem Namen Lustenberger. Meine Güte, ich habe doch nichts gegen Schweizer und auch nichts gegen Schweizer Spieler, ….im Gegenteil,ich finde es gut wie sich Lustenberger auf der Bank verhält!

Ich hätte Lustenberger schon einige Male in Heimspielen gerne von Beginn an gesehen und zwar nicht immer nur für ottl, Ich halte Fabian für einen guten Spieler der hoffentlich noch an Leistung zulegt und dann ganz sicher seinen Stammplatz bei der Hertha haben wird. Nur warum daraus eine Art Dogmafrage zu machen der oder der und der spielt, nur weil er Trainer Liebling ist, erscheint mir zu einfach. Warum sollte ein babbel einem Niemeyer mehr vertrauen als einem Lustenberger?! Ich hoffe fabian nutzt seine nächste Chance besser als die bisherigen wenigen und macht es dann Babbel schwerer an ihm vorbei zu gehen, doch für wen er dann spielt, muss wieder der trainer wissen,…..das darf wieder kein Lustenberger oder ottl zwangsläufig sein.

Am Ende interessieren mich keine namen, sondern nur Punkte und der Platz und wenn die meisten punkte und der beste Platz mit elf Lustenberger geholt wird,na dann holt die schnell alle her…………….wenn es aber elf Ottls sind,dann bin ich für die Ottls…….!

lg sunny


monitor
16. Oktober 2011 um 20:36  |  41192

Wow, ich habe die letzten 2,5 Stunden die Kommentare der letzten 5 Themen nachholen müssen, weil ich 2 Tage nicht am Rechner war. Alle Achtung den Schreibenden!

Außerdem habe ich noch den DoPa im Kopf und viele Aussagen von hier und vom TSP usw. und schlimmer noch, das Spiel der Hertha live im TV.

Hertha trat auf, wie das Kaninchen vor der Schlange. Das Lell als Sparringpartner von Ribbery seinerzeit bei den Bayern die Laufwege und Finten kennt kann möglich sein, inwiefern das ein Vorteil für Lell sein soll, konnte man nicht erkennen.
Jetzt könnte man jeden anderen Spieler ebenso abwatschen, aber das hilft uns nichts.

Babbel sollte die DVD von diesem Spiel immer bei sich haben und wenn einer seiner Spieler Ansprüche anmeldet, zeigt er ihm an Hand des Materials, wie viel der noch zu lernen hat.

Preetz im DoPa war klasse, guter Auftritt, aber warum laden die einen Vereinsvertreter ein, wenn die für diesen Verein überhaupt kein Interesse haben? Preetz war gefühlt nur 15 Min. im Gespräch. Auch weil Struuuunz genau so schlecht redet, wie er seinerzeit kritisierte!

Das einzige was mich ärgert ist die verlorene Zeit vorm Fernseher. Aber die Höflichkeit vor dem Gastgeber und dem Bayern-Fan, der zu Gast war verbot meine Auswechselung in der 25 Minute! 😉

Das Thema Lusti/Ottl/ Niemeyer ist zwar unterhaltsam für die involvierten Taktikfüchse hier, aber letztendlich …. „ist es Babbels Kopf“!

Tabellentechnisch stehen wir noch gut da, in Bayern werden diese „Hinrunde“ noch ganz andere Probleme haben und nächstes Jahr in der Rückrunde wissen sowieso erst, wo wir wirklich stehen.


Blauer Montag
16. Oktober 2011 um 20:37  |  41193

Genau s 🙂 isses @wilson,
und wenn am Ende die Entscheidung richtig, weil erfolgreich war, singt das Publikum ‚All Right Now‘ (Live)


Ursula
16. Oktober 2011 um 20:42  |  41195

Amen „Montag“!


Ursula
16. Oktober 2011 um 20:43  |  41196

Ich muss leider wiederholt und trotzdem
noch einmal eine Lanze für Lustenberger
brechen! Es wird für den noch immer sehr
jungen Mann immer schwieriger, wie auch
am Samstag zu sehen, sich in diese Hertha
einzubringen!

Learning by doing und playing for practicing,
werden für Lustenberger “böhmische, nee
englische Dörfer”, aber gerade die Spielpraxis
fehlt ihm nunmehr für die Weiterentwicklung
seiner Art des Spiels! Stellungsspiel, gewisses
Antizipieren von Spielsituationen, das Lesen
einer Spielentwicklung, sind für die Art und
Weise seines Talents von größter Bedeutung,
und nur IM SPIEL zu optimieren!!

Spielertypen wie er, vergleiche ihn da mal
mit Schweinsteiger, Kroos und ähnlichen
MÜSSEN und spielen regelmäßig in der
ersten Mannschaft! Schweinsteiger spielte
glaube ich bereits mit 17 Jahren bei Bayern!?

Hätte “Schweini” Interimsphasen auf der
Bank gehabt, wäre nicht der Spieler, auf dem
Weg zur Weltklasse aus ihm geworden s. o.!

Der ist jung, seine Zeit wird kommen, galt
für Schweinsteiger nicht und gilt für “Lusti”
gleicher Maßen nicht!

Trotz Schonganges der Bayern, konnte sich
Lustenberger kaum in Szene setzen, wirkte
nervös und gehemmt, obschon er gern die
Chance ergreifen wollte, aber…

…. wird er weiter nur sporadisch eingesetzt,
wird seine Fehlerquote vermehrt steigen
und seine Zeit eben nicht mehr kommen,
lediglich als geduldeter Einwechselspieler
oder Bankdrücker….

Und letztlich werden auch seine Befürworter
verstummen, wenn er nur noch für 10 – 20
Minuten als “Fremdkörper”, wie am Samstag,
eingewechselt wird!


kraule
16. Oktober 2011 um 20:45  |  41197

Eine Opferanode schützt…..in der Chemie….im Teamsport ist sie absolut überflüssig.
Ich fordere auch keine Umschulung von Spielern… 😉
Lusti muss sich meiner Meinung in Liga 1 erst noch beweisen, gerade und auch aufgrund seiner ersten 1.Ligasaison!

@BM
Verstehe deine Frage nicht……
Das Thema Ottl und Lusti hat bei mir nichts, aber auch gar nichts, mit Manager oder Trainerkritik zu tun…abprallen etc. ??????????


kraule
16. Oktober 2011 um 20:47  |  41198

Schweinsteiger etc. spielt/spielen bei Bayern! Die können einen Spieler frei nach dem Motto „Learning by doing und playing for practicing“ mit durchziehen.
Bei uns zählt JEDES Prozent!


monitor
16. Oktober 2011 um 20:47  |  41199

@BM cooler Link, gute Musik. Ich wußte gar nicht das es ein Cover von Free gibt!


Blauer Montag
16. Oktober 2011 um 20:49  |  41200

N’Abend @monitor,
du weißt, wie gerne ich deine Kommentare lese, aber deiner Aussage „Tabellentechnisch stehen wir noch gut da…“ muss ich leider widersprechen. Hertha liegt 5 Punkte vor Platz 16. Nach 2 weiteren Niederlagen stecken wir mitten im Abstiegskampf.


Blauer Montag
16. Oktober 2011 um 20:55  |  41201

Alles klar @kraule 😉 um 20.45
Ich hatte ja extra noch mal nachgefragt, um Mißverständnisse zu vermeiden. Was passieren könnte, wenn ich verdeckte „Suppenhühner“ in Subtexten nicht erkenne würde, oder so ähnlich …


kraule
16. Oktober 2011 um 20:58  |  41202

N8ti……. 😉


Ursula
16. Oktober 2011 um 21:02  |  41203

Noch einmal abschließend, über so viel gute
Spieler des „möglichen“ Leistungsniveaus
von Fabian Lustenberger verfügt Hertha
nicht! Dabei ist es für mich gern völlig
sekundär, ob er für Niemeyer oder Ottl
eingesetzt wird oder „anderswie“!

Wenn ich aber überdenke, wieviel „Passive“
Ottl gemacht hat, wie er in einigen Spielen,
wie auch gegen die Bayern, einer der Aus-
gangspunkte desaströsen Spiels gewesen
ist, kann ich die Ottl Befürworter nur als…..
…..nee, das traue selbst ich mich nicht!!!

„Lusti-Verteidigung ist ein krankhafter
Auswuchs und somit zu verdammen“………

Ich fass´es nicht und das schrieb ein Dame!?
Eine „Besonnene“ (?) und HIER in diesem
„ehrenwerten Blog“ (!!!)……


sunny1703
16. Oktober 2011 um 21:04  |  41204

@kraule

Das mit dem Umschulen ging vermutlich in meine Richtung,weil ich meinte warum wird nicht mal auch daran gedacht,dass Kobi eines Tages wirklich zu alt oder verletzt ist und mir vorstellen konnte Ruka oder Lustenberger mal da spielen zu lassen, übrgens Lustenberger für meinen Geschmack mit wenig Umschulung.

Die Position des AV ist in der Welt schwer zu besetzen und deshalb auch immer wichtiger für Trainer, dort gute oder talentierte leute zu finden. Ich habe einen J. Boateng immer geraten mit seinen Möglichkeiten lieber einen RV als einen IV abzugeben,denn auf der Position des RV könnte er in die Weltspitze st0ßen, ob das als IV bei der großen Konkurrenz gelingt ist fraglich, Deshalb sollten das auch keine Attentate auf Lustenberger oder Ruka sein.
@ursula
Ich sehe einiges wie Du, natürlich müssen Spieler auch ihre Chance bekommen, doch das gilt dann auch für einen neumann, einen Perdedaj, einen xy, aber wenn sie denn ihre Chance bekommen, müssen sie sie auch nutzen!

lg sunny


monitor
16. Oktober 2011 um 21:04  |  41205

Hallo Montag,
nee ich wußte nicht daß Du meine Kommentare gerne liest, deshalb freut es mich riesig, es hier und heute von Dir zu erfahren.
Das wir auf einer Wellenlänge liegen, habe ich allerdings auch schon gerne lange wahrgenommen.

Preetz sagte heute im DoPa soviel wie: „schon Th. Ahloffs hätte gesagt, ab dem 2. Platz beginnt der Abstiegskampf, weil die Liga so eng beieinander liegt.“

Sachlich gesehen muß man da ein „jetzt zur Zeit“ einfügen und: erst in der Rückrunde wissen wir wo wir stehen! Dann kommt München nach Berlin, mit den Belastungen der CL und des DFB Pokals. Robben ist verletzt, Ribbery gesperrt, Rummeninge sagt: „Fußball hat auch mit Mathematik zu tu“!!!! 😉 Heynkes ist sauer, und ich feiere ein 1:0 der Hertha gegen die Bayer…. MIST, der Wecker klingelt und der Traum ist aus, …aber das mit Rückrunde ist wahr! 🙂


Ursula
16. Oktober 2011 um 21:05  |  41206

Eben! JEDES PROZENT!!


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2011 um 21:06  |  41207

Mit der Umschulung warst Du nicht gemeint, @kraule.

@BM

Wir kämpfen doch schon gegen den Abstieg! Oder nicht!?


Ursula
16. Oktober 2011 um 21:08  |  41208

Nee „sunny“ mach`es mir doch nicht so
schwer! Das sind andere Spielertypen,
nicht mit den oben beschriebenen, kaum
erlernbaren Anlagen, Talenten, die ständig
geschult werden müssen…..

….ANTIZIPIEREN kann man doch nicht
im Training erlernen, gar optimieren!


sunny1703
16. Oktober 2011 um 21:12  |  41209

@Ursula

Vielleicht habe ich jetzt was falsch mitbekommen,aber der Ausspruch stammt von @jenseits….und ich habe ihn eher als eine Art verarsch….von@kraule und mir verstanden,aber wie gesagt eventuell täusche ich mich da……..

Ich verstehe nicht,warum kraule und ich hier zu Lustigegnern gemacht werden und zu Ottl Befürwortern, ja,ich finde Ottls Spiel besser als dass von enigen anderen geschätzten Foristen doch das ist eben meine Meinung,nur warum dann eine Zwangsläufigkeit entsteht,ich sei ein Lustigegner?! Seltsam!

lg sunny


Blauer Montag
16. Oktober 2011 um 21:15  |  41210

Mööönsch Exil-S.
nu sind alle wieder wach, bevor wir ins Bett gehen.
Nach den Siegen gegen Stuttgart, Dortmund und Köln habe ich gelegentlich davon geträumt, wir hielten die Konkurrenz auf Abstand. Das war ein Traum. Das Bangen um den Klassenerhalt geht weiter bis zum Spieltag X.


fg
16. Oktober 2011 um 21:16  |  41211

es geht nicht um irgendwelche „anti-irgendwas-fraktionen“ sondern nur darum zu erklären, welche aufstellung man aus welchen gründen für sinnvoller hält. dies ist ja nun mal eines der dinge, die wir hier im blog grundsätzlich gerne tun.
ich bin sehr wohl der meinung, dass man lustenberger und ottl vergleichen kann, da sie auf der gleichen position spielen. und meine meinung ist nun mal die, dass lustenberger die ottlstärken wie zweikämpfe, stellungsspiel, aber auch das ach so wichtige tempo-aus-dem-spiel-nehmen-wenn-es-darauf-ankommt sowie das passspiel (achtung, leichte polemik: was sagen eigentlich 95% passsicherheit bei ottl aus, wenn man nur quer und zurück spielt?) beherrscht, er darüber hinaus aber eben nach vorne mehr machen kann und vor allem auch will.
tja, ich wollte hier bei weitem keinen antiottl-/prolusti-thread eröffnen, aber wenn einem bestimmte dinge vorgeworfen wurden, dann möchte man sich auch erklären!


Ursula
16. Oktober 2011 um 21:18  |  41212

Das Du Ottl`s Spiel besser findest, als das von
einigen anderen geschätzten Foristen, glaube
ich Dir aber gern! Ich möchte die meisten
nicht unbedingt auf dem Spielfeld sehen…..

Spaß beiseite ! Ich glaube wir beide ver-
fransen uns und Du bist persönlich über-
haupt nicht mein Ansprechpartner…..

…..aber in der Tat finde ich diesen peinlichen
„Auswuchs“ dieser Dame absolut unmöglich!!


ubremer
ubremer
16. Oktober 2011 um 21:19  |  41213

@f.a.y.

So in etwa? Oder so? Ich halte die These für falsch und bin da sehr interessiert an einer kurzen Aufdröselung, ohne das Buch zu lesen. Ich glaube eher, dass man oft NUR aus Niederlagen lernt…

Mit dem Buch wollen wir uns nicht auseinandersetzen. Aber die Thesen seien falsch. Hm. Nur mal so zur Diskussion gestellt:

Aus Reemtsma – Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali / 1995 / Seite 62

Man wächst nicht an Niederlagen. Man geht an Niederlagen zugrunde, und wo man nicht zugrunde geht, wird man deformiert; oder „ändert sich“ . . . Niederlagen machen auch nicht stärker. Schwäche ist Ursache und Folge der Niederlage . . . Siege zwingen zur Kontinuität, Niederlagen erzwingen Diskontinuität. Nicht, weil sich aus Niederlagen etwas lernen ließe. Das ist nicht der Fall. Die Niederlage verändert zu viel, als dass sich noch die Kontinuitätsfiktion des „Lernen“ aufrechterhalten ließe.


Herthaber
16. Oktober 2011 um 21:22  |  41214

@Blauer Montag

dann gehst du aber davon aus, daß die die hinter uns stehen auch gewinnen.
Wenn man aus der Schlappe etwas mitnehmen will, dann ist es die Erkenntnis, schlimmeres verhütet zu haben.
Wer gehofft hat, daß wir vielleicht eine Überraschung vollbringen können, wurde spätestens nachdem 0:3 die Realität vor Augen geführt. Ich hab schon ein 0:6 oder schlimmer erwartet. Nun das ist ausgeblieben. Ich hoffe das kein Spieler dann noch an ein Wunder geglaubt hat. Objektiv betrachtet haben wir uns als Aufsteiger in die Reihe Punktelieferanten in München eingereiht. Abhaken, Mund abwischen und davon überzeugt sein, schlimmeres verhütet zu haben. Wir haben doch schon Punkte geholt, mit denen wir nicht gerechnet haben. Die sind aber nur wertvoll, wenn wir die Mannschaften schlagen, die mit uns um den Klassenerhalt kämpfen. Also gegen Mainz bitte so auftreten, wie gegen Köln, dannist die Welt wieder in Ordnung.


Ursula
16. Oktober 2011 um 21:27  |  41215

Wer aus Niederlagen lernt ist selber Schuld!
Nur Siege erzeugen mehr als Stagnation und
machen s. o. „ubremer“ gleichbleibend oder
auf einem relativen (höheren?) Niveau,
künftige Stärke aus!


monitor
16. Oktober 2011 um 21:30  |  41216

@Herthaber
sehe ich auch so.

Mal schauen wer da noch auf schlimmere Art unter die Räder kommt.

Aber das Favre mit BMG da gerockt hat finde ich toll. Ich mag den Favre halt. 🙂


f.a.y.
16. Oktober 2011 um 21:37  |  41217

@ub: Okay. Aber dann gilt das im Fussball maximal für Pokalspiele. Für Ligaspiele sehe ich schon, dass Diskontinuität und ein Sich-In-Frage-Stellen etwas Gutes sein kann. Grade die Siegesserie zu Beginn der letzten Saison hat ja eher zu Selbstzufriedenheit und Eitelkeit geführt, Paderborn, Osnabrück und Koblenz haben die wichtige Erdung herbeigeführt. Und auch aus dem Nürnbergspiel haben die Jungs definitiv etwas gelernt. Genauso KANN diese Niederlage etwa zur Mitte der Hinrunde ein wichtiger Wachmacher gewesen sein. So etwas gilt für einen Schwergewichtsweltmeister, der vielleicht zwei dieser wichtigen Kämpfe im Jahr hat, vermutlich tatsächlich nicht.


f.a.y.
16. Oktober 2011 um 21:39  |  41218

@ursula: Siege geben sicher mehr Kraft und Selbstbewusstsein als Niederlagen. Aber ein Lerneffekt tritt doch erst ein, wenn man etwas in Frage stellt, oder irre mich da?


jenseits
16. Oktober 2011 um 21:42  |  41219

@ursula

Wenn Du Anstoß an meiner Formulierung nimmst, dann nehme ich sie gerne auch zurück. Ich hatte mich nur ein wenig darüber geärgert, dass hier die Kritik eines Bloggers an Ottl in einem Atemzug mit „Antipathien“ und „Vorverurteilungen“ in Verbindung gebracht wurde und sie dadurch herabsetzte, als könne diese Kritik nicht auch sachlich motiviert sein. Es tut mir leid, sollte ich hier mit meiner Ausdrucksweise den Bogen überspannt haben.


monitor
16. Oktober 2011 um 21:48  |  41220

Sorry @Ursula
aber mein Credo lautet: „Weisheit ist die Summe schlechter Erfahrungen“

Wer immer nur auf der Gewinnerstasse unterwegs ist,macht entweder alles richtig oder hat nur Glück. Was genau es ist, hinterfragt er nicht.
Wer schlechte Erfahrungen macht, hinterfragt sich und versucht Lehren aus seinem Scheitern zu ziehen.
Die Glücklichen stürzen irgendwann ab und haben keine Ahnung warum!
Die Looser kriegen vielleicht trotzdem kein Bein auf die Erde, wissen aber warum!

Die Erfahreneren haben aus Fehlern gelernt und werden diese nicht mehr wiederholen.

Die Weisen werden das versuchen den Jungen zu vermitteln und damit scheitern. Weil sie weise sind, wird es sie nicht verwundern! 😉


pax.klm
16. Oktober 2011 um 21:51  |  41221

Denke an das Spiel der Hertha gegen Bayern zurück welches mit 3 riesigen Chancen für Hertha begann. nach einer Viertelstunde hätte es 3:0 für Hertha stehen können, nein müssen. Stand es aber nicht!
In der 14 Min hatte Marcello ein Tor auf dem Fuß, nichts da… , also lies hier:
http://www.fussballdaten.de/bundesliga/2003/32/herthabsc-bmuenchen/
Was für eine Klatsche, ZU HAUSE!
Worüber diskutiert ihr hier? Über die Bretter vor den Köpfen, Familienbande von Spielern!?

Hej sunny, Du „wagst es“ nächstes WE in Prag zu sein? Und nicht die Hertha -unter den Dir bekannten Zuständen- im Stadion anzufeuern?
Ist vielleicht ein wenig zu ironisch, sorry, aber wann sollen die Herren Spieler denn mal in der alten Heimat sein?

Ob sie ne 6, 7 oder nur 5 Tage Woche haben ändert nichts an:
Angst fressen Seele auf!
Das war das Spiel der Hertha gegen die halbe Nati, die zur Zeit fast ganz Europa und die Reste der Welt schwindlig spielt!
Jungs und Mädels erdet euch!


Ursula
16. Oktober 2011 um 21:51  |  41222

Wenn man etwas in Frage stellt, muss die
Ausgangsposition doch nicht eine Niederlage
für einen evtl. Lernprozeß sein!

So wie wir wollen, dass unsere Kinder nicht
die gleichen Fehler wie wir machten oder wir
sie vor Niederlagen, die uns trafen, schützen
möchten, so kann man auch ohne Niederlagen
bestens „in Frage stellen“ und überdenken….

……so wie wir nicht erst unbedingt negative
Erfahrungen (schmerzliche) machen müssen,
um „mit reden“ zu können! Es reicht davon
zu wissen! Eine Niederlage färbt nur und
verlängert das Nachdenken, weil sie doch
erst relativiert werden muss und führt erst
einmal zu einer Störung, zur Diskontinuität!


Dan
16. Oktober 2011 um 21:52  |  41223

@sunny
Ja Niemeyer ist in Bremen geblieben. Torun in Hamburg. Also gleiches Recht für alle. Nur bei uns Preussen scheint der Reflex auf Bayern „zu schießen“ vererbt zu sein.

Dann wird sich Lustenberger gedulden oder eben den Verein wechseln müssen. Das sind wohl die üblichen Mechanismen.

Ein defensiver und zweikampfstarker Perde liefert mit seinen 20 in der U23 gute Arbeit ab, aber hat scheinbar nicht genug Standing bei den Fans um in den täglichen „Bäumchen-Wechsel-Dich“ bedacht zu werden.

Ich habe mal gelernt, dass man seinen Leuten Vertrauen schenken soll um den Druck zunehmen vor Angst vor Fehlern zusammen zubrechen.

Ich hoffe der Trainer zieht sein Ding durch und bringt Lusti, dann wenn ein 6er eine bestimmte Zeit seine Erwartungen nicht erfüllt. Und das gilt für jede Position.


Ursula
16. Oktober 2011 um 22:04  |  41224

Gute Nacht allerseits und „jenseits“ (schlaf gut)!


monitor
16. Oktober 2011 um 22:06  |  41225

@ursula 21:51

Ich habe über Deine Aussage nachgedacht und Du hast teilweise recht.

Was unsere Bewertung der Dinge unterscheidet, ist die Ausgangslage, ob es sich bei den Betroffenen um geistige Analytiker oder um von Gefühlen geprägten Menschen handelt.
Bei den Gefühlsmenschen halte ich meine Lebensweisheit für treffender, bei den Analytikern ist es sicher anders.


f.a.y.
16. Oktober 2011 um 22:09  |  41226

Na, wenigstens der Kraft fand die Niederlage lehrreich, bin ich also in guter Gesellschaft. 😀

Jaja, @Ursula, das wollen wir unseren Kindern ersparen. Und dennoch gilt leider auch für sie: nur aus Schaden wird man klug.

Und Niemeyer bezeichnete es als „menschlich“, dass er nach dem Bremenspiel zuhause bleiben durfte.


Dan
16. Oktober 2011 um 22:11  |  41227

@jenseits

Ich und xx% der Leserschaft haben es gleich verstanden. 😉

Alles bestens.


Stehplatz
16. Oktober 2011 um 22:12  |  41228

Ich wäre für „punktuell analysieren“. Ein paar Punkte die mich bewegen:

Was macht Lasogga auf dem Platz, obwohl man schon im vorraus wusste, dass selbst Topteams schwer um jede Torchance kämpfen müssen? Ist die Erfahrung 75 Minuten nichts zum Spiel beitragen zu können so wertvoll oder gar eine Belohnung für das Spiel gegen Köln?
Wäre ein 4-3-3 oder Tannenbaum mit Lustenberger statt Lasogga nicht eine sinnvollere Lösung gewesen?
Sollte man als Trainer Spiele schon lang vor Abpfiff abschenken, als Bonus abtun? Das hatte wenig vom schneidig-markigen „Gier und Geilheit“- Babbel sondern mehr „Müssen nicht jedes Spiel gewinnen“-Funke… äh.. Babbel.
Nach diesem Spiel hoffe ich nie wieder etwas vom Bayerngen im Zusammenhang mit Hertha BSC lesen zu müssen.

Es bleibt ein Spiel ohne Erkenntnisgewinn und einem faden Beigeschmack.

Zu Ottl:
Oft ist er mehr Zuschauer, denn Akteur in der Defensive. Offensiv mal schnell und präzise, mal zu langsam und zögerlich. Ich bin kein Freund von Ottl und würde ihm Lustenberger vorziehen.
Dennoch habe angesichts des Werdegangs von Christian Lell die Hoffnung, dass er ebenfalls noch einen Schritt vorwärts machen wird.

Ihn zu versuchen in eine Reihe mit Wichniarek, der mit sich selbst wohl genausoviel Probleme hatte wie der Anhang mit ihm, und Friend, dem man gleiches unterstellen darf, zu stellen, ist grotesk!
Beide haben in Ausnahmesituationen für Hertha gespielt und nicht in einer mehr oder weniger geregelten und wenig angespannten Situation. Hinzukommt ihr positionsbedingtes Problem der unmittelbaren Nachweisbarkeit von Leistung in Toren oder Vorlagen. Das Ottl wenig in diesem Zusammenhang wahrgenommen wird und sich damit wohl kaum eine ähnlich massive Ablehnung „erarbeiten“ kann, dürfte klar sein.

P.S.: Zwei freie Tage, wer hätts gedacht….


Ursula
16. Oktober 2011 um 22:13  |  41229

Ach „dan“, Du weißt doch aber, dass ich mit dem
Verstehen meine Probleme habe….


jenseits
16. Oktober 2011 um 22:16  |  41230

@Dan: Danke, das beruhigt mich ein wenig! 🙂


Dan
16. Oktober 2011 um 22:18  |  41231

@Ursula
Nö. Ich weiß das Du gerne „falsch“ verstehst. 😉


Ursula
16. Oktober 2011 um 22:26  |  41232

Das „f.a.y.“ ist einer der Irrtümer, wie so
viele in, auf dieser schönen Welt! „Durch
Schaden wird man eben nicht klug!

Ein Schaden ist wie eine Niederlage, man
meidet den Gefahrenherd, aber man wird
nicht klug! Nur Instinkte werden geweckt!

Kinder, Tiere, entwickeln gegenüber Feuer,
einmal verbrannt tut schrecklich weh, eine
rein emotionale, lernfähige Abneigung mit
Merkfähigkeit, aber es beginnt kein rationale
Entwicklung!

Warum und wieso wird als Frage nicht gestellt!
Sie bleiben so dumm, nur wissen sie , was sie
nicht tun sollten! Also wieder negativ, wieder
Diskontinuität durch leidvolle Erfahrung!


Hilli
16. Oktober 2011 um 22:27  |  41233

Guten Abend zusammen, mein erster Gedanke zur Halbzeit war unser Siel gegen Köln – schon vergessen?- ja war ja auch ne Länderspielpause dazwischen- 3:0 zur Halbzeit suuuper 1. Halbzeit. Ja so schnell kann’s gehen, einen Spieltag später … Übrigens Köln hat heute gewonnen…. Also weitermachen, gegen Mainz gewinnen und die Zeitungen lesen:-)


Ursula
16. Oktober 2011 um 22:28  |  41234

Sehr subjektiv @ dan! Oft genug verstehe
ich nicht und nicht nur aus gutem Grund!
So, gute Nacht!


sunny1703
16. Oktober 2011 um 22:29  |  41235

@jenseits
wir sind wohl beide etwas übers Ziel hinaus geschossen. Jedenfalls bin ich kein Lustigegner, auch wenn ich Ottl besser finde ich als manch anderer.
@Dan
Wenn alle nach Hause durften , dann kein Problem mit dem in München bleiben.
Und was Du zu Lusti und so weiter schreibst ist meine Meinung,gerade auch unter dem gesichtspunkt Perdedaj, den ich für sehr talentiert halte, wegen seiner schon in dem Alter sehr robusten Art diese Rolle zu interpretieren.

lg sunny


Ursula
16. Oktober 2011 um 22:37  |  41236

Doch noch was, wirklich letztlich, der Beitrag
von „Stehplatz“ hat mir in seiner fundierten
Sachlichkeit sehr gut gefallen!

Allen empfohlen, noch einmal nachlesen!


Exil-Schorfheider
16. Oktober 2011 um 22:49  |  41237

@BM

Was habe ich denn geschrieben, dass Du schlaflos in Berlin bist!?

Bin kein Lusti-Fan und kein Ottl-Fan, sondern Fan von Hertha BSC. Ich habe nur gewagt, denen Scheinheiligkeit anzukreiden, die jemanden aus welchen Gründen auch immer ins Team schreiben wollen, aber auf andere Spieler nur allzu gern und schnell verzichten wollen.

Bin eben kein Analytiker…


16. Oktober 2011 um 22:54  |  41238

@ubremer: dabei geht es um die Niederlage 1 vers 1, in einem kleinen Viereck; das ist ein Theaterstück, aus dem man entweder aussteigen kann (aufgeben), dann hat man keine Chance mehr, siegen oder untergehen kann. Man kann vernichtende Niederlagen einstecken, die in jeder Hinsicht Wunden reißen, die allenfalls vernarben, aber niemals heilen können. Mit jedem schweren Treffer und Niederschlag wird man doppelt getroffen: vom Schmerz und von der Demütigung durch sein Gegenüber ;vor aller Augen.
Eine Niederlage beim Boxen ist immer eine kleine Vernichtung des Ich. Beim Mannschaftssport verteilt sich das alles ganz andersartig. Niederlagen können hier Lehre sein ( Bayern vers Manu-emotional niemals verwunden, aber durchaus einige Dinge gelernt).
Und selbst beim Boxen können Niederlagen stärker machen: W. Klitschko hat erst durch seine Niederlage gegen den boxenden Polizisten gelernt, dass er verwundbar ist und dass Angst ein mächtiger Gegner ist.
Analogie zwischen den Sportarten machen Sinn. Zwischen Fussball und Boxen aber nicht so sehr. Niederlagen und Siege fühlen sich anders an. Eher ist z.B. Tennis mit Boxen zu vergleichen-und auch hier können Niederlagen stärker machen (B. Becker!). Die Aussagen von Reemtsma sind mir also doch zu affektgeladen, treffen auf besondere Situationen durchaus zu-lassen sich aber ganz sicher nicht verallgemeinern und noch weniger auf Fussball-Niederlagen anwenden.


Dan
16. Oktober 2011 um 22:54  |  41239

@ursula
Natürlich von persönlichen Gefühlen beeinflusst nach der langen Zeit des Schreibens, aber nicht unsachlich. 😉

Ich habe meine Erwiderung auf @Stehplatz nicht veröffentlicht. Tendenz war: hätte Babbel gewußt das sein Team nach 13 Minuten 0:3 zurückliegt, hätte @stehplatz sachlich recht.


Stehplatz
16. Oktober 2011 um 23:25  |  41240

@Dan
in welchen Zusammenhang?


16. Oktober 2011 um 23:31  |  41241

Ich finde die wöchentliche Diskussion Ottl/Lustenberger irgendwie fad- aber unvermeidlich.
Ich finde schon, dass @kraule/sunny nicht ganz falsch beobachtet haben. Lusti spielt jede Woche, hat Spielpraxis, deshalb ist sein Pss kaum nachvollziehbar; für mich hat er die Chance nicht genutzt (allerdings auch nicht verspielt-weil das Spiel schlicht zu Ende war).
Ich wiederhole mich: gäbe es nicht den „Fanfall Lustenberger (denn nirgendwo sonst wird diese Personalien diskutiert), wären wir über diesen Neuzugang hoch erfreut..Und deshalb tut mir Otto fast ein neig leid- Lusti auch. Niemeyer kann man aber auch nicht einfach auswechseln, nach nur einem schlechten Spiel.
Nö, unterm Strich, bin ich bei @kraule, 19:04
Lel und Otto haben allerdings gegen ihre Ehemaligen fast am Meisten enttäuscht 🙄


Ursula
16. Oktober 2011 um 23:53  |  41242

Ja „apo“……


waidmann2
17. Oktober 2011 um 3:35  |  41244

Die Tabelle lügt nicht – und demnach sind wir vom 2.Platz genau soweit entfernt wie vom 18. – nämlich ganze 5 Punkte – das nennt man dann wohl Mittelfeld und das Allofs-Zitat („Abstiegszone beginnt bei Platz 2“) ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
Demnach müssen wir besorgt sein – aber 16 andere Teams auch! So stay cool!

In Sachen „Lusti“ – wenn man überhaupt von einer besseren Phase in Mü sprechen kann, dann die 2.Hz. mit Lusti UND Ottl UND PN. Vielleicht liegt ja die Lösung im UND und nicht im ODER.

In Sachen Außenbahn – Pattrick hat sich ein Päuschen wirklich „verdient“ – und Morales einen Einsatz. Er gilt ja eher als Defensiv-Allrounder, aber mir scheinen auch seine Aktionen nach vorn vielversprechend.


Dan
17. Oktober 2011 um 3:53  |  41245

@Stehplatz

Déine nachdenkliche Frage:
„Wäre ein 4-3-3 oder Tannenbaum mit Lustenberger statt Lasogga nicht eine sinnvollere Lösung gewesen?“

Ich wette hätte Babbel gewusst, daß sein Team nach 13 Minuten 0:3 zurückliegt, dann hätte er bestimmt so aufgestellt. Oder vielleicht Perde als Manndecker für Ribery.

Ich bemängel nicht die Aufstellung, sondern das die Mannschaft für mich halbherzig in die Zweikämpfe gegangen sind. Die wollten mitspielen statt Bayern zubekämpfen.

Defensiv war das die gleiche Mannschaft, die gegen Dortmund eine gute Leistung brachte. Lediglich ÄBH für Torun und Lasogga für Ramos waren die Änderungen.

Bayern hat uns einfach kalt erwischt und dann geht der Plan nicht auf. War nicht schön, aber auch kein Weltuntergang. Und vorallem kein Grund nun alles über den Haufen zuschmeißen.

Gegen Dortmund top gegen Bayern Flop.

Daher sind Deine Anmerkungen zwar sachlich richtig, aber für mich ungefähr so wie als wenn ich nach der Ziehung der Lottozahlen sage:
Hätte ich die richtigen Zahlen getippt, hätte ich gewonnen.

Bei einer punktuellen Analyse für mich wäre die Gegenfrage:
„Wäre Lustenberger der Spieler gewesen, der dem Team die fehlende Zweikampfagressivität vermittelt hätte?“

Ich für meinen Teil denke, das Team hat sich wie gegen Nürnberg selber unter Druck gesetzt und ist gescheitert. Daher vielleicht auch im Vorfeld das „Bonusspiel“ um Druck abzubauen.


backstreets29
17. Oktober 2011 um 6:16  |  41246

Guten Morgen….Fakt ist, man hat 0:4 bei der derzeitigen deutschen Übermannschaft verloren, die seit über 1100 Minuten kein Gegentor mehr kassiert hat.
Für mich ist das kein Beinbruch. Unschöner finde ich, wie zum Teil medial mit der Niederlage umgegangen wird.
Erst ist man hier froh über den „Jugendstil“, frischen Wind usw…und jetzt ist auf einmal alles doch nicht mehr ganz so toll und andere Mannschaften haben gewonnen, sind wir doch nur ein Existenzkämpfer in der Bundesliga???
Ist Kraft mit „nur“ 1,87 m doch zu klein (Drobny hat übrigens mit 1,92 eine exakte Kopie des Gomez -Tores, in der Abstiegssaison von Robben kassiert)…alles nach meiner Meinung total überflüssige Fragen, die eher nach BILD-Zeitungs-Nieveau klingen, denn nach sachlicher Analyse.
Mit der ersten Chance der Bayern begünstigt durch den Klops von Lell, war das Spiel gelaufen. Man konnte förmlich die vollen Hosen riechen. Mit Ausnahme von Kraft, ist kein Herthaner auch nur in die Nähe seines Leistungsvermögens gekommen.
Hätten Hubnik und Mijatovic die ganze Saison so gespielt, würden wir noch hinter dem HSV stehen…Ben Hatira ist jeder Ball versprungen usw usw usw Jetzt muss mal gut sein….Samstag kommt Mainz und da muss gepunktet werden und nicht in einem, wie Babbel ganz richtig sagte, Bonusspiel.


Blauer Montag
17. Oktober 2011 um 6:25  |  41247

Allet schick Exil-S. um 22.45,
um diese Zeit lag ich dann im Bett, ohne weiter an den Abstiegskampf der Hertha zu denken.

Kommt gut in die Woche – in Berlin, München, Süddänemark, klm oder sonste wo 😉


f.a.y.
17. Oktober 2011 um 7:49  |  41248

@Ursula: mag sein, dass ein 3-Jähriger keine warum und wieso Frage bei verbrannter Hand stellt. Aber einem Christian Lell traue ich da schon etwas mehr zu. Und der ist weiß Gott nicht der Intellektuelle im Team. Insofern bleibe ich dabei: auch und grade aus Niederlagen kann man bei angemessener Reflektion viel mitnehmen. Und eines von 34 Ligaspielen kann man eben nicht mit einem Schwergewichtskampf im Boxen vergleichen. Das gilt maximal für Pokalspiele. Und auch da bin ich bei @APO: Mannschaftssport sollte man nicht mit Einzelkämpfersport vergleichen.


stesh
17. Oktober 2011 um 8:02  |  41249

Guten Morgen allerseits.

Die Niederlage bei den Bayern war wohl einkalkuliert und es war wohl auch nur ein Tagtraum, mindestens einen Punkt bei den Münchenern mitzunehmen.

Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, weil das Spiel innerhalb von 13 Minuten entschieden war.
Etwas teurer hätte man sich schon verkaufen können.

Ich bin aber der Meinung, das Hertha eine nicht typische Aufstiegsmannschaft hat, dazu sind „wir“, also der Kader, im Grunde gut besetzt. Und ich bin ebenfalls der Meinung, das die Mannschaft noch den ein oder anderen Überraschungssieg vollbringen wird.

Mich ärgern aber immer wieder die Aussagen, u.a. von Jupp Heynckes : „Jeder dachte, das Hertha wieder absteigen wird… “ usw.

Aufsteiger immer gleich Absteiger? Hat den die Bundesliga vergessen, das Hertha 11 Jahre, ab und an sogar oben an der Tabelle, mitgespielt hat?

Dann dieses Thema mit der Vertagsverlängerung im Doppelpass auf Sport1. Preetz meinte, er und Babbel können gut miteinander und sie reden auch bei verschiedenen gelegenheiten (z.B. beim Joggen), und trozdem gab es da einen Strunz, der es wohl nicht sonderlich verstand, warum Hertha mit Babbel nicht sofort verlängert.

So, jetzt habe ich mich wieder genug ausgeheult, viel Spaß und einen schönen Montagmorgen an alle.


kraule
17. Oktober 2011 um 9:05  |  41251

Ich musste einmal den Begriff Lernen definieren und der Dozent, ein sehr bekannter Mensch, war mit meiner Definition sehr zufrieden:

Lernen ist u.a. eine dauerhafte Verhaltensänderung aufgrund gemachter Erfahrung.


Exil-Schorfheider
17. Oktober 2011 um 9:44  |  41252

@stesh

Nein, dass Hertha kein gewöhnlicher Aufsteiger ist, sehe ich in diesem Moment nicht.

Was war das Aufstöhnen groß, als es bereits nach dem ersten Spiel gegen Nürnberg hieß, der Verein steigt wieder ab(auch das hat MP im DoPa gesagt!)!
Da wurde eben auch darauf verwiesen, dass der Kader nicht gut genug besetzt sei! Einige Mitforisten sehen das auch immer noch so und die ganz großen Schwarzmaler sehen bei Niederlagen sowieso wieder den Untergang…

Und was die Erfolge der 12 Jahre vor dem Abstieg betrifft, so sind es schöne Erinnerungen für mich, die einen hohen Preis gekostet haben. Mehr aber auch nicht…


stesh
17. Oktober 2011 um 10:50  |  41253

@Exil-Schorfheider

Glaube aber trotzdem, dass Hertha im gesicherten Mittelfeld verweilt, mal runter, mal wieder rauf, aber Klassenerhalt am Ende der Saison. Oder?

Im Kader sind ja keine „NoNames“ denen man nichts zutrauen würde. Das es für Bayern nicht reicht ist ja offensichtlich, da gibt es aber mehr Bundesligisten, die auch nicht gerade gut aussehen gegen die Münchner.

Oder habe ich Dich jetzt falsch interpretiert? Glaubst Du nicht an einem Klassenerhalt und sollte MP im Winter noch einmal kräftig nachkaufen?

Aber wen?


Tunnfish
17. Oktober 2011 um 11:20  |  41254

@stesh

und vor allem:
Wovon?


f.a.y.
17. Oktober 2011 um 11:29  |  41255

@ub:

[…] Einzig der Trainer hatte sich selbst einen freien Tag bei der Familie in München spendiert – so etwas gibt es in Fußball-Deutschland nirgendwo anders.

Zum zweiten Mal in Kürze gibt Babbel ein unglückliches Signal. Vor zehn Tagen hatte er sich beim Testspiel beim Oranienburger FC (5:0) – noch während die zweite Halbzeit lief – zum Flughafen Tegel fahren lassen. Nur so konnte er den letzten Flieger am Freitagabend heim zur Familie noch bekommen. Kapitän Mijatovic sagte zu dem Thema: „Kein Kommentar. Das ist eine Entscheidung des Trainers.“

Nun wird Babbel seit seinem Amtsantritt im Sommer 2010 nicht müde, von seinen Spielern zu fordern: Egoismen zurückstellen, alle bringen sich ein für die Gruppe und den gemeinsamen Erfolg. Realisieren der Trainer, und die, die ihn beraten, dass hier ein unnötiges Spannungsfeld aufgebaut wird?

Realisieren Journalisten, dass manche „Probleme“ erst welche werden, wenn man sie oft genug zu solchen macht? Niemeyer nannte im Sportpalast die Trainerentscheidung, dass zB er damals in Bremen bleiben durft „menschlich“. Da ist kein so grosses Spannungsfeld, wie es wohl mancher gerne hätte. Ist meine Ansicht. Ich habe natürlich nicht solche Einblicke wie ein Journalist. Aber sollte da tatsächlich Spannung sein, dann lasst uns doch bitte teilhaben. Oder begrabt dieses Thema, wenn es im Verein keines ist. Sorry, aber mich nervt das sehr, musst mal (wieder) raus.


17. Oktober 2011 um 11:31  |  41256

och etwas zum Begriff „Bonusspiel“. Ich fand das vorher richtig und es bleibt für mich auch jetzt ein (eigentlich) perfekter Begriff für die Spieler.
Ich fange an, mich zu fragen, ob Babels Ansprachen zur Halbzeit eventuell treffender sind als die Ansprache(en) vor dem Spiel?- Es fällt ja auf, dass die Mannschaft in der 2. HZ fast immer besser spielt?-Das Spiel gegen München nehme ich davon aus, denn die „Leistungssteigerung“ der Hertha, war weder Lustis oder Morales´Verdienst, sondern auch hier hat ausschließlich der FCB das Geschehen bestimmt, einschl. der 2 Gänge, die zurück gestellt wurden.,. Diese Frage fängt jedenfalls an, mich zu beschäftigen…


17. Oktober 2011 um 11:33  |  41257

@f.a.y. : Oh, ja-da bin ich ganz bei Dir..! Ich verstehe diese Dinge wirklich 0 🙂


hurdiegerdie
17. Oktober 2011 um 11:35  |  41258

Für mich ist das ein Blog, in dem man über Hertha diskutiert. Dazu gehört, dass man über Spieler diskutiert.

Der eine findet Ottl gut, der andere nicht so. Der eine findet, man müsse mal Lusti sehen, der andere meint eben, nö, denn die die gespielt haben, haben das insgesamt doch gut gemacht.
Der eine meint Lasogga muss spielen und dann eben Ramos auf aussen, der andere meint, es kann mit einer Spitze nur einen der beiden geben, schliesslich haben wir jetzt Torun und ÄBH, die die Aussenposition besetzen.

Entscheiden muss doch am Ende sowieso Babbel.

Ich finde da nichts schlimmes dran. Zumindest für mich heisst das NICHT, ich würde alles in Frage stellen. Es ist eine Diskussion um unser Lieblingsthema. Ansonsten müssten wir doch aufhören, uns über Aufstellungen zu unterhalten (denn das schreibt doch auch immer andere Spieler auf die Bank) oder Noten zu vergeben bzw., diese zu diskutieren.

Zum bloggen gehört m.E. auch die Diskussion, ob Demut das richtige Wort sei, oder Bonusspiel (ich finde ja, andere nein), ob Spieler einen Tag länger in ihrer Heimat bleiben dürfen (ich finde ja, andere nicht) oder der Trainer früher nach Hause fährt oder 2 Tage bei seiner Familie verlängert (ich finde nein, andere finden das ok).

Fragwürdig wird für mich immer nur, wenn man die jeweils andere Meinung in die Ecke des Unsinns stellt, daraus moralische Grundsatzfragen macht (wobei ich meine, dass man Profifussball auch generell unter dem ethisch-moralischen Aspekt diskutieren kann und sollte) oder gar eine politische Einstellung daraus ablesen will.

Spielt Ottl gut und Hertha gewinnt – prima. Spielt er schlecht und Hertha gewinnt – auch prima, doch dann erlaube ich mir zu sagen, es war nicht gut. Natürlich hat auch jeder Präferenzen, und ich kann von mir nur hoffen, auch Lusti schlecht zu sehen, wenn er schlecht spielt. Aber wenn nicht- so what? Das können ja dann andere schreiben.


Blauer Montag
17. Oktober 2011 um 11:40  |  41259

Oh ja Exil-S.
es hat ja nach dem Nürnbergspiel nicht geklappt, sich dieses Spiel schön zu trinken … 😉

Meine Bitte an dich und @lle:
Versteht folgende Aussage nicht als Schwarzmalerei, wenn ich schreibe – Ich kann die Qualität des aktuellen Kaders im Vergleich zu 16 anderen Teams in der 1. Liga noch nicht sicher einschätzen. Die Mannschaft hat gute Spiele gezeigt, aber eben auch die schlechten gegen Nürnberg und Augsburg. Ich wünsche mir mehr Dominanz gerade in den Heimspielen. Wenn die Mannschaft weiter punktet, sehe ich keinen Bedarf für Einkäufe in der Winterpause. Denn fertige Spieler, die die Qualität der Mannschaft sofort steigern könnten, haben ihren Preis.


elaine
17. Oktober 2011 um 11:44  |  41260

@f.a.y
ich bin da auch ganz bei Dir.

Da es heute auch wieder in der BZ thematisiert wird, ist es vielleicht eine Vorgabe vom Verlag?


pax.klm
17. Oktober 2011 um 11:55  |  41261

Hätte da ne Lösung!
a) Nur noch Trainer aus dem regionalen Verband einstellen!
-) Asnahmen werden nur Randportvereinen gestattet
) Bsp: Hertha dürfte einen Westpolnischen Trainer einstellen, HSV einen Nordschleswiger Trainer (DK), WB jemand aus NL, Stuttdart aus deb Vogesen, der Schweiz oder der „Ostmark“ aber nur westlich des Arlbergs, die Bayern Trainer aus Franken und dem östl Teil von A bis nach Wien…
b) die Vereine dürfen nur kinderlose Trainer einstellen,
c)nur Trainer die gerne bei ner Geliebten oder nem Geliebten ( G´spusies) die Nächte verbringen
d) grundsätzlich stellen die Vereine die Wohnung/das Haus für den Trainer, samt Putezfachkräften, Beiköchen und „Gesprächspartnern“!
e) eine Revolution: alle Vereine müssen einen gültigen und nicht kündbaren/aufhebbaren Vertrag über 10 Jahre schließen, damit die Trainer – so a-f9 nicht gülden – Familien gründen können , Kinder zeugen und diese dann ein vernünftigen, dauerhaften Lebensmittelpunkt haben können,…ach so Scheidungen sind für den Zeitraum des Vertrages auch nicht möglich…
und warum das alles?
Klar damit zuerst einmal kein Trainer mehr Heimfahrten anmeldet , wünscht oder durchführt!
Das alles wird dann auf Spieler erweitert!
Nur bei Invalidität oder Tod sind neue Spieler als Ersatz vor Vertragsauslauf möglich.
Grundsätzlich sollten alle Manager etc mit ihrem Privatvermögen haften! PS wie viele Jahre muß DH unsere Schulden tragen?
Hat noch jemand ein paar innovative Gedanken?


Exil-Schorfheider
17. Oktober 2011 um 11:55  |  41262

@stesh

Natürlich glaube ich an den Klassenerhalt. Platz 14 ist mein Ziel.

Ich frage mich immer nur, was sind „NoNames“ und was sind bekannte Namen.
Die Namen des Kaders hat man sicherlich mal gehört, nur sollte man nicht vergessen, wo viele Spieler herkommen! Einige haben wenig Erstliga-Einsätze (Kraft, Torun, ÄBH), andere waren Mittelmaß beim FCB. Warum also immer alles an Namen festmachen? Ich finde, dass man sowas nur an Daten festmachen kann, wenn die Spieler drei, vier Saison mit jeweils mindestens 25 Spielen absolviert haben. Dann sind es gestandene Spieler und keine „NoNames“ mehr… ist meine Denke.

@hurdie

Natürlich soll man hier diskutieren dürfen. Ich finde nur die Art einiger hier befremdlich und selektiere es für mich heraus… manchmal aber werde ich dann zu Mr. Hyde und schreibe, was mir auf der Zunge liegt… deshalb gestern an einem Punkt der Genervtheit(auch andere Dinge!) kam der Spruch mit der Scheinheiligkeit.


Tunnfish
17. Oktober 2011 um 11:56  |  41263

aus der Morgenpost online:

„…..Jerome Boateng, der das Duell mit seinem Berliner Kumpel Änis Ben-Hatira deutlich gewann und eine interne Wette für sich entschied – der Herthaner muss nun ein chinesisches Gericht servieren ….“

Das wirft Fragen auf:

Hat Ben-Hatira eine dritte Staatsbürgerschaft?
Wandelt seine Mutter in anderen kulinarischen Gefilden als in den tunesischen?
Wie entscheidet das chinesische Gericht hinsichtlich der Leistung am Samstag?


ubremer
ubremer
17. Oktober 2011 um 11:56  |  41264

@f.a.y.

Realisieren Journalisten, dass manche “Probleme” erst welche werden, wenn man sie oft genug zu solchen macht? Niemeyer nannte im Sportpalast die Trainerentscheidung, dass zB er damals in Bremen bleiben durft “menschlich”. Da ist kein so grosses Spannungsfeld, wie es wohl mancher gerne hätte. Ist meine Ansicht. Ich habe natürlich nicht solche Einblicke wie ein Journalist. Aber sollte da tatsächlich Spannung sein, dann lasst uns doch bitte teilhaben.

ich habe mit an dem Tisch gestanden, als Kapitän Mijatovic („Kein Kommentar, das ist eine Entscheidung des Trainers“) und Peter Niemeyer geantwortet haben. Beide haben sich erkennbar schwer getan mit dem Thema. Niemeyer hat eine zwei-Minuten-mäandernde Antwort auf diese Frage gegeben, davon hat der rbb 15 Sekunden gesendet.
Und das Thema ist hier in den vergangenen zehn Tagen ganz einfach gehandhabt worden. Als Reporter erzähle ich, was bei Hertha zu sehen ist.
Vorvergangenen Freitag: Der Trainer lässt sich während der zweiten Hälfte eines Testspieles zum Flughafen fahren, um heim zu fliegen. Ist das normal ( = machen das andere Triner/Vereine auch so ? ) nein, das ist unüblich
Diesen Sonntag: Alle laufen aus. Die meisten in Berlin, drei Spieler in München. Einer macht einen freien Tag: der Trainer. Ist das normal? Nein, das ist unüblich.

So, und nun beginnt die Diskussion. Das kann man gut finden. Oder schlecht. Das kann man verstehen. Oder nicht. Das kann einem egal sein – wie auch immer.
Aber: Wir werden Euch hier nicht verschweigen, wenn bei Hertha ungewöhnliches passiert.


17. Oktober 2011 um 11:59  |  41265

@hurd: aber gerade im Moment hat doch wirklich N I E M A ND gegen die von dir eingeforderte Sachlichkeit verstoßen? Oder habe ich etwas überlesen, das in diese Richtung ging?
***
P.S.
Politische Einstellungen sollte man wirklich weg lassen, denn sonst zerbröselt dieser bog sekündlich..Hin und wieder neigen einige eben zu Grundsatz-Reden ( so, wie gerade geschehen)-die sind-bleiben sie im Rahmen-sind sogar sehr zu begrüßen, denn die (hört, hört) subtexte..liest ja jeder mit und fast immer sind es genau die, die zu Streitigkeiten führen 🙂 Grundsatzdiskussionen zwischendurch sind ein Ventil für die „Gruppe“.


stesh
17. Oktober 2011 um 12:09  |  41266

@ubremer

Ist doch toll, wenn bei Hertha etwas ungewöhnliches passiert. Nichts ist langweiliger als gewöhnlichkeit.

In Wolfsburg fahren nach wie vor Spieler am WE nach Berlin in die „Disse“ und feiern (eventuell) noch mit ihren berliner Kollegen. Ungewöhnlich?

Ich weiß, dass die Bundesliga ein hartes Geschäft ist, manchmal auch unfair, es wird viel gemutmaßt und auch nachgetreten, man steht als Manager, Trainer und Spieler stets im Mittelpunkt und alles was man sagt, kann gegen einen verwendet werden.

Im Grunde kann man als Fan nur anmerken, lasst doch Trainer, Spieler usw. in ihrer Freizeit machen, was sie gerne möchten. Jeder braucht auch gewissen Abstand. Das Babbel in München blieb, muss nicht unbedingt nachteilig sein.

Ungewöhnlich, ja. Aber schlecht?


stesh
17. Oktober 2011 um 12:18  |  41268

@Exil-Schorfheider

NoNames ist etwas unglücklich gewählt, gebe ich zu. Aber deswegen habe ich es auch in Anführungszeichten gesetzt. Möchte damit nur ausdrücken, Özil, Schweinsteiger, Müller, Messi uvm. kennt auch derjenige, der mit Fußball wenig zu tun hat, Lustenberger, ÄBH uvm. nicht so sehr.

Platz 14 wäre gut. Von mir aus aber auch gerne den 10ten 🙂


17. Oktober 2011 um 12:23  |  41269

na ja..wir kommen in diesem blog auch um Boulevard-Themen nicht herum, sind ja selber Boulevard. Ich kann damit mittlerweile leben, räuspere mich aber ebenso wie @elaine u.a. ab und an-d a s muss dann ja auch erlaubt sein 😉
Solange es in diesem Rahmen bleibt und nicht in allzu verfängliche und instruierende Klick-Shows führt..mache ich da auch gerne mit. Mal mehr , mal weniger gerne, um zu präzisieren 😀


Blauer Montag
17. Oktober 2011 um 12:29  |  41270

Ich sehe das so ähnlich wie @stesh um 12:09
Ungewöhnlich: Ja
Aber die Bewertung, was gut oder schlecht ist im Geschäft Profifußball, ändert sich nahezu täglich – oft proportional zu den Ergebnissen. Wenn HERTHA mit der Wochenendgestaltung seines wichtigen Angestellten kein Problem hat, habe ich damit auch kein Problem. Es gibt wahrlich noch etliche andere Aufgaben zu lösen bei HERTHA. @pax.klm hat ja dankenswerterweise dafür um 11.55 einige Lösungsvorschläge formuliert. 😀


Blauer Montag
17. Oktober 2011 um 12:32  |  41271

@apo und @elaine,
in solchen Fällen wie letztlich auch um 12:23 erwähnt empfinde ich das „Räuspern“ als sinnvollen Beitrag.


17. Oktober 2011 um 12:52  |  41272

„Einzig der Trainer hatte sich selbst einen freien Tag bei der Familie in München spendiert – so etwas gibt es in Fußball-Deutschland nirgendwo anders.
Zum zweiten Mal in Kürze gibt Babbel ein unglückliches Signal. Vor zehn Tagen hatte er sich beim Testspiel beim Oranienburger FC (5:0) – noch während die zweite Halbzeit lief – zum Flughafen Tegel fahren lassen. …
Nun wird Babbel seit seinem Amtsantritt im Sommer 2010 nicht müde, von seinen Spielern zu fordern: Egoismen zurückstellen, alle bringen sich ein für die Gruppe und den gemeinsamen Erfolg. Realisieren der Trainer, und die, die ihn beraten, dass hier ein unnötiges Spannungsfeld aufgebaut wird?“
Zitat aus der heutigen MoPo

Was habe ich gelesen/gesehen?

Erster Akt: Babbels Abgang – „Spielus interruptus“ – aus Oranienburg
Zweiter Akt: Babbel vor Anpfiff lächelnd und gelöst winkend – Richtung Familie auf der Tribüne, nehme ich an
Dritter Akt: Blumensträuße für die drei Ex-Bayern von deren ehemaligem Arbeitgeber
Vierter Akt: Während des Spiels: Gastgeschenke für die Hausherrn, die lediglich zu gut erzogen waren, noch mehr davon anzunehmen.
Fünfter Akt: Nach der desaströsen Vorstellung bleiben Babbel & Co. in Bayern

Ich ermahne mich, zurückhaltend zu sein und ertappe mich dabei, dass mir diese ganze Vorstellung nicht gefällt.


backstreets29
17. Oktober 2011 um 13:12  |  41274

Also wenn ich ehrlich bin, langweilt mich dieses ganze Gedöns um Babbel’s Heimaturlaube. Man hat das seit 2 Jahren, auch in Situationen die deutlich unschöner waren als jetzt und jedes Mal wird ein Fass aufgemacht.
Ich habe Babbel wahrlich oft und hart kritisiert, aber er hat mich immer wieder eines Besseren belehrt und entgegen meiner Befürchtugnen vieles richtig gemacht, so dass ich bei dieser Kleinigkeit, noch ist es das, gerne beide Augen zudrücke


Stehplatz
17. Oktober 2011 um 13:15  |  41275

Ob medial kreiert oder nicht.
Geschichten wie der Hauptwohnsitz in München würden Babbel dieses Jahr auf jeden Fall auf die Füße fallen. So ist das Geschäft! Letztes Jahr gab es zwar auch vereinzelnt kritische Stimmen dazu, aber nicht in dieser Breite. Der Fokus war nur auf den Erfolg gerichtet, der war, abgesehen von kurz vor der Winterpause, durchgehend da.
Ich hätte es verstanden wenn man vor zwei Wochen gegen Köln verloren hätte. Aber nach einer Niederlage gegen Bayern? Es wird immer von der großen Klappe der Fans/Berliner fabuliert. Die Presse kann sich da auch mal ganz verschämt einreihen, falls man sich ernsthaft drauf verlegen möchte daraus ein Thema zu machen und daraus Erwartungshaltungen schafft.

Das Niemeyer und Mijatovic sich nicht auf diese Spielerei einlassen, soll verwundern? Mijatovic ist durch Babbel trotz deutlicher Defizite auch in Liga 1 Kapitän geblieben. Auch ihm wird bewusst sein, dass es wohl sein letztes Jahr in der Stammbesetzung sein wird, falls er überhaupt das Jahr in der Stammformation beendet.
Niemeyer hat durch Babbel es ebenfalls geschafft von einer Ersatzbank in die Stammformation eines Bundesligisten zu kommen. Man beißt nicht die Hand, die einen füttert. Vor allem, wenn es die des Vorgesetzten ist.

Um den Artikel aufzugreifen: Es ist nichts passiert oder will man hier wirklich den Tenor anstimmen nach einer Niederlage gegen Bayern müsste sich der Wind drehen? Ich hätte lieber den Aspekt deutlicher rausgekehrt, dass es wie gegen Nürnberg K E I N Spieler vermochte die Mannschaft aufzuwecken, sich gegen die Niederlage zu stemmen, normale Leistung zu bringen. Hertha hat eine Führungskrise, aber nicht im Trainerstab!


Exil-Schorfheider
17. Oktober 2011 um 13:26  |  41276

Schön geschrieben, @Stehplatz!
Sehe die mediale Betrachtung des Fronturlaubs auch nicht gerade als ungewöhnlich an.


ubremer
ubremer
17. Oktober 2011 um 13:27  |  41277

@stehplatz,

Ich hätte lieber den Aspekt deutlicher rausgekehrt, dass es wie gegen Nürnberg K E I N Spieler vermochte die Mannschaft aufzuwecken, sich gegen die Niederlage zu stemmen, normale Leistung zu bringen. Hertha hat eine Führungskrise, aber nicht im Trainerstab!

da Du auf den Morgenpost-Artikel abhebst: Es geht um vier Punkte, unter anderem um das Thema Teamgeist und Trainer. Und um das Thema Führung (erlaube mal, mich selbst zu zitieren 😉 ) :

HERTHA SUCHT FÜHRUNG
Das Credo von Trainer Markus Babbel und Manager Michael Preetz heißt: Kompakt stehen, jeder muss sich einbringen. So wurde auch der Kader zusammengestellt. Das hat in diversen Partien gut funktioniert (gegen den Hamburger SV, in Hannover, in Dortmund und gegen Köln). Die Kehrseite der Medaille war in München zu betrachten. So ausgeglichen die Mannschaft zuletzt aufgetreten war, so einheitlich ergab sie sich bei den Bayern ihrem Schicksal. Es gab bei Hertha keinen Führungsspieler, an dem sich jemand hätte orientieren können. Kapitän Mijatovic und sein Vize Lell standen neben sich. Von Ottl war nichts zu sehen, von Patrick Ebert ebenso. Die Folgen beschrieb Herthas Bester, Torwart Thomas Kraft: „Wir hatten zu viel Respekt, zu viel Angst.“

Nach neun Runden in der Bundesliga sucht die Mannschaft noch nach einen Leitwolf, der von seiner Leistung her unumstritten ist. Und in schwierigen Phasen voran geht.


Chuk
17. Oktober 2011 um 13:32  |  41278

Wer sagt eigentlich, dass Babbel Urlaub in der Heimat macht? Es kann ja auch sein, dass es etwas zu organisieren/regeln im Familienkreis gibt. Und dass er nach dem Spiel gleich in München geblieben ist, finde ich von einem ökonomischen Standpunkt auch absolut nachvollziehbar.
Meiner Meinung nach viel Lärm um nichts ….. 😐


pax.klm
17. Oktober 2011 um 13:43  |  41279

Lösung für die „unsrige“ Problematik mit MB!
Langfristig werden einfach gar keine Termine
auf mögliche Flugverbindungen gelegt, die mit verpflichtenden Anwesenheitszeiten des Herrn Trainer konkurrieren könnten!
So wäre dann Fr Training ne Stunde gewesn, anschl. med. Nachpflege bei der der Trainer nicht hätte anwesend sein müssen, also kein Spiel–>kein Problem!
Oder Hertha wäre zur Einstimmung schon am Freitag in die bay. Landeshauptstadt geflogen!
Man das Geschrei würde so laut sein wie ein startender Eurofighter.. Oder nicht?
Wenn Berliner und zugezogene nix zu tratschen haben….wird es langweilig!


Stehplatz
17. Oktober 2011 um 13:46  |  41280

@ubremer
Hab den Artikel und den Absatz gelesen. Ich sagte nicht, dass dieses Thema übergangen wird sondern deutlicher/breiter ausfallen sollte! Mir geht es schlicht darum, dass man keine „Urlaubsdebatte“ führen kann, wenn man sich eher fragen müsste, was ist dieses Kollektiv wert, wenn nur einzelene es in schwierigen Situationen versuchen mit Leben zu füllen.


17. Oktober 2011 um 13:50  |  41281

@Wilson
Kommt Dir das nicht selber ein wenig konstruiert vor ?


Stehplatz
17. Oktober 2011 um 13:52  |  41282

Und ist es falsch potentielle Kapitänsanwärter/Führungsspieler (Raffa, den die Binde eigentlich immer beflügelte/ Franz, der die „Egal-was-da-kommt“-Mentalität für mich verkörpert) auszuschließen?


Blauer Montag
17. Oktober 2011 um 13:52  |  41283

Faß auf oder zu?
Leitwolf hin oder her?
Reale Probleme oder mediales Rauschen?
…. …. ….
12 Punkte müssen noch bis zur Winterpause aufs Hertha-Konto.


b. b.
17. Oktober 2011 um 13:55  |  41284

Hab mich beim lesen der Printausgabe letzter Teil im Herthaartikel auch sofort geärgert. Mein erster Gedanke, es können auch Probleme herbei geschrieben werden. Lasst mal die Kirche im Dorf @ub Dachte eigentlich das Thema ist durch und wird dann doch bei jeder Gelegenheit wieder aufgemacht. Finde ist nicht nötig! Recht hast Du beim Thema Führungsspieler, da ist weit und breit keiner zu sehen. Wünschen würde ich mir, dass Raffael diese noch entwickelt, glauben tue ich nicht daran. Nur wer dann?
b. b.


17. Oktober 2011 um 14:10  |  41285

ich schließe mich der Haltung von @Stehplatz an.- Und ja: es ist in der Tat immer noch kein „Einpeitscher“ dabei-schade-ich dachte, die Mannschaft wäre hierin schon weiter. Führungsspieler kann man fördern, aber leider nicht backen 🙁


17. Oktober 2011 um 14:21  |  41286

@ Bluekobalt

Wer konstruiert was?

Ich habe geschrieben, was es aus meiner Sicht zu lesen und zu sehen gab.


Herthaber
17. Oktober 2011 um 14:27  |  41287

Die ganze Diskussion um einen Einpeitscher erübrigt sich, wenn nach 12 Minuten die Mannschaft 3:0 zurückliegt. Wäre das erste und dritte Tor an den Pfosten gegangen, wäre der Elfmeter nicht gegeben worden, an den Pfosten, hätten die Bayern den Führungstreffer erst spät geschossen, dann hätte das was vielleicht gebracht. So haben die Bayern nachgelassen, unsere Mannschaft nicht mehr zugelassen. Hätte wenn und aber hilft nicht. Ob wir grundsätzlich einen Führungsspieler benötigen ? Nach dem Köln Spiel hat keiner danach gefragt. Mensch wir haben gegen die Bayern, wie fast immer verloren. Natürlich kann man die Frage nach dem „wie“ stellen, Aber nochmals 3:0 nach 12 Minuten, da hilft nicht mehr viel und alle Konzepte verdampfen ins Nichts. Schlimmeres wurde uns erspart oder haben wir verhindert. Jetzt kommt Mainz und 3 Punkte.


f.a.y.
17. Oktober 2011 um 14:33  |  41288

@ub:

also mal ehrlich jetzt. Zwischen:

Wir werden Euch hier nicht verschweigen, wenn bei Hertha ungewöhnliches passiert.

und suggestiver Lenkung der Leser

Einzig der Trainer hatte sich selbst einen freien Tag bei der Familie in München spendiert – so etwas gibt es in Fußball-Deutschland nirgendwo anders. Realisieren der Trainer, und die, die ihn beraten, dass hier ein unnötiges Spannungsfeld aufgebaut wird?

liegen ja nun ein paar Nuancen. Da vermisse ich die Objektivität. Inhaltlich können wir hier gerne und auch sonst alle darüber diskutieren, wie Babbel wann und wo zu sein hat. Das interessiert mich persönlich nicht. Mir ging es nur darum, dass hier unterschwellig (da sind die Subtexte wieder) dem Leser angetragen wird, dass es hier im Verein ein Spannungsfeld gibt. Und meine Aussage DAZU war lediglich, dass ich es bisher nicht wahrgenommen habe. Und interessanterweise wollte ja offensichtlich der rbb dieses Fass nicht aufmachen, wenn 1.45 aus der Antwort Niemeyers geschnitten wurden.


papazephyr
17. Oktober 2011 um 14:38  |  41289

Zum Glück wird im meinem beruflichen Umfeld nicht darauf geschaut, wie lange meine Kollegen und ich im Büro anwesend sind (außerhalb der Regelarbeitszeit). Es wird in der Regel beurteilt, was hinten rauskommt. Und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß es in der Sportredaktion der MoPo anders aussieht – oder wird da nach Anwesenheit bezahlt? Warum soll es dann bei Hertha anders sein? Die Forderung nach Anwesenheit als Vorbildfunktion verstehe ich nicht.

Ich denke, es gibt auch für Trainer und Spieler ein Recht auf Privatleben – auch nach einer deutlichen Niederlage – insbesondere dann, wenn diese eigentlich zu erwarten war, und es im Gesamtbild nicht so schlecht wie befürchtet aussieht.

Außerdem: Effektiv ist meines Erachtens der Chef, der Arbeit delegieren kann. Die Frage, ob ein Cheftrainer eine Trainingseinheit vorzeitig verlassen darf (und nix anderes war m.E. das „Test“-Spiel in Oranienburg) oder ob er auch mal eine Trainingseinheit durch den Co-Trainer führen lassen darf, beantworte ich daher mit einem klaren „ja!“

Blumensträuße sollte man sich aber nicht vor einem Spiel vom Gegner schenken lassen!


17. Oktober 2011 um 14:39  |  41290

@herhaber: ich glaube nicht an flache Hierarchien-die funktionieren…nur, wenn es rund läuft. Insofern fehlt der Hertha ( vielleicht auch dem BvB) in solchen Spielen eine solche Instanz. -Hertha hätte gegen Bayern auch mit Leitwölfen verloren-aber in anderen engen Spielen, wünschte ich mir schon etwas mehr von den potentiellen Platzhirschen.
franz ist tatsächlich so einer-aber es funktioniert natürlich auch nur, wenn die Mannschaft diesen Menschen als Leader akzeptieren. Raffael ist vieeeel zu introvertiert und steht immer noch abseits, geht mehr seiner eigenen (!) Wege. Da würde, so vermute ich, auch „die Binde“ nichts ändern. Bei Marcello war das etwas anders..Was ollste machen? Im Moment ist es so. Kein Weltuntergang aber ein bedenkenswerter Aspekt.


Etebaer
17. Oktober 2011 um 14:44  |  41291

Ich will nicht zu hart rüberkommen, aber seit wann lernt man denn nichts mehr aus Niederlagen?

Meiner Meinung nach lernt man durch Abgucken/Versuch/Irrtum (Niederlage)/Erfolg(Sieg).
Die tiefsten Eindrücke hat man durch praktisches lernen so das man Wissen verinnerlicht und nicht nur intellektuell abrufen kann (was heutzutage leider zu oft der Fall ist).

Das man aus Niederlagen nichts lernt kann ich aus praktischer Erfahrung abstreiten!

Das eine Niederlage weh tut ist etwas ganz anderes und das ist das Lehrgeld was in Form von was für Schmerzen auch immer gezahlt wird.

Ich seh allerdings auch, das unsere Welt immer weniger zugesteht, das man Fehler machen darf, man wird schon beim ersten Mal gehängt…Gehängte lernen natürlich nichts…


hurdiegerdie
17. Oktober 2011 um 14:47  |  41292

Wen ich es richtig sehe, ist bei normalem Spielplan (kein Spiel unter der Woche) am Tag danach Auslaufen mit leichtem Training und der darauffolgende Tag trainingsfrei. Ich hatte das mal kürzlich oberflächlich recherchiert, und das ist nicht so ungewöhnlich bei vielen BL-Clubs.

Wenn dann EINMAL pro Saison Spieler in ihrer Heimat zu Hause bleiben können, finde ich das menschlich und OK. Es müsste dann aber auch EINMAL für jeden in Berlin ansässigen Spieler gelten, z.B. zum Besuch der Oper in Hamburg oder verlängertem Wochenende mit der Frau im Breisgau etc.

Ein Trainer ist aber a) Chef, und muss b) darauf achten, dass er nicht in den Ruf kommt, Training und Trainingstage so zu gestalten, dass ein Maximum an freier Zeit für ihn dabei herauskommt. Bevor es schimpft, ich sage nicht, dass Babbel das tut (Auslaufen kann ja wirklich der Co-Trainer machen), aber er muss für sich und das Team sehen, dass er nicht in den Verdacht kommt.

Wenn das Konkurrenzblatt recht hat, gab es wohl einen gehörigen Anschiss von Widmayer.

Der Mensch an sich ist schlecht (ich rede mal nicht lateinisch von Wölfen).

Sind alle bei Hertha so charkterstark zu sagen, er hat ja recht mit dem Anschiss, oder mag sich bei dem einen oder anderen sich einschleichen“warum kriegen Ottl und Lell keinen aufs Dach“ und „muss ich mich vom Co anscheissen lassen“ oder „Babbel siehts ja nicht, lass den mal brüllen“?

Ich geb aber auch @pax recht, man hätte vielleicht manches im Vorfeld geschickter machen und kommunizieren können. Die Länderspielpause steht lange fest, wäre das Spiel gegen Oranienburg nicht Donnerstag möglich gewesen und das Kieztreffen Freitag nachmittags?


17. Oktober 2011 um 14:48  |  41293

@papa: so meinte ich das vor kurzem mal: einige Dinge haben uns nichts anzugehen, zumal man (auch die Journalisten) nicht in alles eingeweiht ist.Ich sehe allerdings auch die Ausweglosigkeit dieses Wunsches nach Privatheit: als Öffentliche Person hat man darauf nur bedingtes „Recht“-mindestens nach medialer Lesart. Hier war Klinsmann für mich der konsequenteste aller Fussballer-dafür zahlt er zwar bitter bei der Springer-Welt-aber irgendwie imponiert mir das!
@fay: wow! Noch jemand, der subtexte lesen kann 🙂 Schön!!


Dan
17. Oktober 2011 um 14:50  |  41294

Trainer fliegt nach München und verpasst Ende eines Freundschaftsspieles.
– ungewöhnlich ja bzw. bekommt man so bei anderen Vereinen nicht mit.

Trainer bleibt in München und verpasst Auslauftraining.
– ungewöhnlich nein, dass hat man doch nun schon so oft gelesen, dass z.B. Magath seine Familie in München gelassen hat und bei Auswärtsspielen seines jeweiligen Arbeitgebers in München, dort auch übers Wochenende geblieben ist. Und das ist garantiert nicht der einzige Trainer, von Spielern ganz zu schweigen.

Führungsspieler:
Hat man uns nicht letztes Jahr hier noch Mija, Niemeyer, Lell, Aerts als die Führungsspieler verkauft. Mija geadelt, durch seine Rückkehr die Niederlagenserie im Winter beendet zu haben.

Das Team steckt diese Saison mehrere Rückstände weg und gleichen aus. Das Team wehrt sich.

Was ist also nun passiert, daß alles vorherige weggewischt ist?
Eine einzige Klatsche gegen Bayern München. Der Drops war nach 13 Minuten gelutscht, ja das war hart.

Meines Erachtens braucht Hertha keine Führung suchen, sie ist mit den o.g. Spielern vorhanden.
Nur gegen Bayern waren sie überfordert und mehr mit sich, ihrer Leistung und Gegner beschäftigt, als in diesem Spiel die Führung zu übernehmen.

In den acht Saisonspielen davor , habe ich jedenfalls keinen führungslosen Haufen gesehen, selbst gegen Nürnberg nicht.

Ich fände die Diskussion schick, wenn mir jemand erklären würde, woran man das festmacht und wie der führungslose Haufen, sich in den ersten achten Spielen so über Wasser halten konnte.


Ursula
17. Oktober 2011 um 14:51  |  41295

@ f.a.y., ich bin erst jetzt dazu gekommen,
Deine Replik bezüglich gestern abend zu
lesen und möchte es bei „ubremers“
zitierter Festellung der „Diskontinuität“
bei Niederlagen belassen, die auch meine
eigene Meinung wäre!

Will man aus „Niederlagen lernen“, müsste
man schwer ins philosophische abdriften!

Man müsste „lernen“ genauer definieren,
als es „kraule“ seinem Professor vorschlug…

Und man müsste DIE Niederlage definieren!
War es eine selbst verschuldete Niederlage,
war sie unglücklich, war sie vorhersehbar,
oder waren meine Fähigkeiten einer evtl.
Niederlage zu begegnen, zu gering…..

Die Philosophie und die Psychologie lassen
für Diskussionen darum zwar Spielraum,
legen sich aber ziemlich einheitlich fest,
das eine Niederlage kaum „heilsam“ sei!!

Zum „Subthema“ Babbel allein in München
und der Rest zu Haus`, nur soviel; der
gute Trainer sollte nicht „übertreiben“,
wenn er nicht Gefahr laufen will, dass
ihm auch „Wohlgesonnene“ mittlerweile,
seine „Extrawürste“ verübeln!

Er hat nicht nur an seinen Worten gemessen,
eine Vorbildfunktion….

….und wenn die nächsten Spiele nicht in
„unserem Sinne“ gepunktet werden, wird
sein München – Berlin ECHT ZUM THEMA…….

Den Spielern zwecks „Teamspirit“ Wasser
predigen und selbst Wein trinken, ging
DAUERHAFT noch nie gut!!


Slaver
17. Oktober 2011 um 14:55  |  41296

Nicht nur bei uns gibts 2 freie Tage für Trainer und Spieler.

Unser EX-Trainer Favre hat den Gladbachspielern und sich selbst nach der 0:1-Niederlage gleich mal bis Freitag Urlaub gegeben, obwohl am WE schon das nächste Spiel steigt und fliegt selber für einige Tage in seine schweizer Heimat.

http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/borussia/kurzer-urlaub-fuer-borussia-1.1697000


Stehplatz
17. Oktober 2011 um 14:55  |  41297

Der Gedanke, der für mich hinter der Idee steht Raffa zum Kapitän zu machen (kein Abwahlantrag für Mija) ist weniger die Auszeichnung seiner Führungsqualität, sondern der finale Schubs in die Richtung sich seiner Qualität und Verantwortung fürs Team Bewusster zu machen. Ein Spekulationsmodell. Ich habe keine genaue Zahl im Kopf wie oft er schon als Kapitän aufgelaufen ist (5 mal?), dennoch hat sich mir da ein bleibender Eindruck eines verbal und spielerisch engagierterem Brasilianers eingeprägt. Kann mich da auch täuschen, ist aber auch nicht vorgestern gewesen.


Konstanz
17. Oktober 2011 um 14:59  |  41298

Die freien Tage seien unseren Leuten von Herzen gegönnt. Möge die Freizeit zur Wiederherstellung der Arbeitskraft, zum Akku aufladen etc. genutzt werden. Das würde dem ganzen Verein zu Gute kommen, denn Fehler entstehen auch aus Ermüdung, Überarbeitung… und die Saison ist noch lang.

Anwesenheitspflicht würde ich erst dann fordern, wenn unbearbeitete Tätigkeitsfelder nicht nur abstrakt sondern ganz konkret aufgezeigt werden müssen. Jetzt, wo es immer noch sehr ordentlich läuft (das Bayern-Bonus-Spiel klammer ich mal aus) kann Spielraum geschaffen werden für den Fall, dass doch einmal die „Schraube angezogen“ das „Tempo verschärft“ oder die „Luft rauher“ werden sollte.

Und es ergibt sich zudem eine plausibles Belohnungssystem: Also nach einer Niederlage gegen Mainz etwa gäbe es sicher keine zusätzlichen Freizeiten, nach einem Sieg aber wäre eine Freizeit- Belohnung wieder verdient. Also ich bin hier für „gleitende Arbeitszeiten“ und gegen die sturen Prinzipien.


Ursula
17. Oktober 2011 um 15:02  |  41299

…..selbst gegen Nürnberg nicht, lieber „dan“?
Gerade in den Spielen gegen Nürnberg und
in München, aber auch gegen Augsburg und
auch in der 2 .Liga schon, fehlte mir ein Leit-
wolf! Die Diskussionen um die Qualitäten
von Mijatovic waren abivalent, denn seine
Position als VIER verstummten nie, und
sind seit Samstag wieder neu aufgekeimt!

Es fehlen „Mija“ einfach die fußballerischen
Mittel, um auf dem Spielfeld, als Kapitän
eine ECHTE Führungsrolle zu übernehmen….

….und das schreibe ich nicht „schickerweise“
erst seit „heute“!


Etebaer
17. Oktober 2011 um 15:06  |  41301

Zu den freien Tagen – ein gesundes Team muß es wegstecken können, das nach einer Niederlage bei Bayern, die auch viel zu hoch war, diejenigen mit Wurzeln in München das nutzen und dort verweilen.
Wenn das Teamsgefüge so empfindlich ist, das es davon ins Wanken kommt, dann ist das ganze Team einen Dreck wert und muß umgebaut werden.
Führung kann Qualität nur bis zu einem gewissen Grad ersetzen, Bayerns ist einfach das Beste was derzeit in der Bundesliga auf dem Platz steht, Qualität, Form und Taktik sind gleichzeitig auf einem Höhepunkt, das muß man einfach mal so anerkennen!


17. Oktober 2011 um 15:12  |  41302

@ursula: nicht falsch verstehen: ich finde deinen Beitrag sachlich und völlig in Ordnung. Nur an einer Stelle widerspreche ich in aller Kürze und ohne Beleg „in der Sache“: ob die uralten chinesischen Weisheiten des Laote oder Konfuse, ob Buddha oder der deutsche Mystiker Eckehard-ich denke auch an Nietzsche, Jaspers, Heidegger: wenn ich nicht irre, sehen die in Niederlagen den Keim der Veränderung.
In der Psychologie ist man sich einer( sehr tragischen) „Wahrheit“ bewusst: fast ausschließlich nur angesichts des Abgrunds, verändern die Menschen ihr Verhalten. -Mindestens, wenn man von Extremen ausgeht: ein Alkoholiker erkennt sein Problem nahezu ausschließlich , wenn es (fast) zu spät ist und schon nahezu alles verloren ist..Dieses Phänomen lässt sich fast beliebig transferieren…


17. Oktober 2011 um 15:29  |  41303

out of..:
Kicker gibt Lusti auch ne 5. Damit ist er neben Otto, Raffa u.a. einer der derjenigen, der keine 6 bekommen hat. Bester Herthaner: Kraft: 4,5
Schiri mit ner 2, weil der Elfer korrekt war. (ich teile diese Einschätzung).
Gegen Mainz tippe ich auf ein 3:0(1).


Dan
17. Oktober 2011 um 15:33  |  41304

@ursula

Wie ich gestern schon schrieb. Gegen Nürnberg und München hat sich das Team selber unter Druck gesetzt und kollektiv versagt.

Bezeichnend für mich, das schwache Zweikampfverhalten (gegen Nürnberg nur 40,72% gewonnen / gegen München 43.22% ).

Begleitservice statt Kampf. Selten gab es sowenige gelbe Karten gegen Hertha in diesen Spielen.

Aber jeder legt vielleicht andere Maßstäbe an. Ich sehe es als schwer an, wenn das ganze Team versagt, dann daraus zu ragen und 8-9 zu motivieren, als vielleicht 2-3 Schwachposten in den Hintern zu treten und aufzuwecken. Wobei das nur minimal das Bild eines Führungsspieler anreißt.


Naseweiß
17. Oktober 2011 um 16:13  |  41310

Kann es denn wahr sein? Jetzt lese ich hier auch, dass „man“ sich über Babbels Urlaubsgebahren aufregt. Bei der BZ nebenan trifft das ja offensichtlich sowieso den Hauptnerv der Herthablog-Journaille.
Meine Meinung: Kleinkariert und spießig. Tut mir leid. Wenn das die Probleme sind, die Hertha hat, dann gute Nacht.
Vielmehr besteht weiterhin der Verdacht, dass einige, speziell in der schreibenden Zunft, doch immer noch ganz schön „angezeckt“ sind, dass man es den großen Bayern nicht gezeigt hat. Anders kann man es sich fast nicht mehr erklären, wenn hier aus solchen Mücken Elefanten gemacht werden. Was ist los, liebe Journalisten? Fehlen Euch die Themen?
Fragt lieber, was in dem Bayernspiel in der ersten Viertelstunde los war und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind!


kraule
17. Oktober 2011 um 16:30  |  41317

Nun….. wenn „Alle“ im Urlaub sind gibt es für einen Sportjournalisten, mit Schwerpunkt Hertha, nicht automatisch was zu schreiben :mrgreen: da musste dir dann was aus den Fingern saugen oder Gehirnschmalz einsetzen…


Ursula
17. Oktober 2011 um 18:10  |  41329

Nun gut „apo“, die Psychologie ist da
dezidierter als die Philosphie, wie bekannt!

Ich schrieb nicht von ungefähr, dass man
Niederlagen relativieren und genau
definieren muss, um Bewertungskriterien
mit Allgemeingültigkeit zu belegen,
dass würde HIER ausufern! Ich bleibe dabei,
bei einer „normalen“ Niederlage, wie es
„ubremer“ zitierte, von Störungen,
von Diskontinuität zu sprechen!

By the way ich habe für einige Zeit an der
Basis gearbeitet, mit Alkoholikern, deren
Abstieg, auch sozialer, ging genau diametral
zu Deinem selbst gewählten Beispiel, (fast)
ausschließlich eine Niederlage voraus die
offensichtlich eben nicht „heilsam“ war und
zu erheblichen Störungen, eben Diskontinuität
führten! Das eine Änderung der eigenen
Situation erst zu einem totalen Abstieg
führen sollte, um zu einer wie auch immer
gelagerten neuen Kontinuität zu gelangen
steht natürlich außer Frage…..

Aber „dieser Abstieg“ durch Alkohol bedingt,
ist in der Regel, nicht in der weiblichen, nur
die sichtbare, bittere Konsequenz einer oder
meherer Niederlagen!

Ich kann das natürlich auch komplizierter
definieren (schmunzel)!


apollinaris
17. Oktober 2011 um 18:22  |  41334

So ganz habe ich deine message nicht verstanden, wenn ich ehrlich bin. Aber immerhin haben wir dann einen ähnlichen Erfahrungsstand: neben der Flüchtlingsarbeit, war die Arbeit mit Suchtkranken ( 5 Jahre) mein Hauptarbeitsgebiet und auch Thema meiner Abschlussarbeit.
By the way: für mich war dein Text kompliziert genug-habe die letzten Pasagen nicht verstanden.. 😉
Und zuweilen verstehe ich sogar den Kohut..


Ursula
17. Oktober 2011 um 20:14  |  41349

Jut, muss auch da differenzieren, hatte im
Rahmen meines zusätzlichen Studiums
(zu Sport) der Sport- und Betriebsspsychologie,
ein Praktikum an der Basis, nur für einige
Monate und dann nicht mit Suchtkranken,
also Alkoholikern, sondern vorrangig mit
Alkoholkranken, also mit Menschen , die
durch den Alkohol nicht nur psychisch,
sondern auch organisch schwerstkrank
geworden sind, z. T. (großen) auch schon
trocken waren!

Habe also nicht den hohen Erfahrungsstand,
wie möglicherweise Du!?

Aber wenn wir schon so nett unter uns sind,
Abschlussarbeit als was, was hast Du studiert?


17. Oktober 2011 um 21:31  |  41355

Für Ursel:
Gearbeitet habe ich in den 80ern in einem tollen psychosozialen Projekt(vom Bund finanziert),in Moabit Zusammengearbeitet mit dem Psychologen und Schriftsteller Jürgen Fuchs und seiner Frau,(Pädagogin) dem Psychologen Günther Rakete ( Bruder von Jim Rakete), einem Psychoanalytiker( Behrend o.ä.) und Sozialpädgogen mit therap. Zusatzausbildung (das bin ich), fachlich begleitet wurden wir u.a. von Klaus Dörner ( „Irren ist menschlich“). Hinzu kommt eine längere Freundschaft mit dem damaligen Drogenreferatsleiter der Deutschen Caritas und heutigen Konfliktforschers B.G. Thamm-der mir z.T. völlig neue ,, unkonventionelle Einblicke in dieses Gebiet ermöglichte..
Die Arbeit „Theorien der Sucht“, war meine
Diplomarbeit. So..hoffe, es wird nicht mal gegen mich verwendet.. 😉
@hurdi ist ja auch sehr intensiv mitdiesem Themenkomplex am Start..
Ich schenke derweilen nur noch aus..dies allerdings mit Bedacht (Ironiemodus..).
Warum das so ist..ist eine andre Geschichte.


Ursula
17. Oktober 2011 um 22:01  |  41359

Ich hatte nunmehr ganz ängstlich und sehr
bescheiden lediglich nach der akademischen
Fachrichtung gefragt, die Du ja offensichtlich
diplomiert abgeschlossen hast.

Deine Aufzählungen lesen sich wie Curriculum
Vitae und irritieren mich ganz erheblich…..

…..nicht als Sportpsychologe, vielmehr als
Betriebspsychologe…..

Aber danke für die Replik!


jenseits
17. Oktober 2011 um 22:17  |  41361

@apo,

entschuldige, wenn ich frage, ich war hier schließlich nicht angesprochen, aber könntest Du vielleicht trotzdem kurz beschreiben, was eine solche therapeutische Zusatzausbildung ist? Gibt es da speziell für Sozialpädagogen so etwas wie Ausbildung zum „Suchttherapeuten“? Bin lediglich neugierig.


hurdiegerdie
17. Oktober 2011 um 22:58  |  41363

@jenseits:

ja @jenseits gibt es in allen Formen undFarben, z.B. hier: http://www.suchttherapeut.net/

@apolinaris: war das nicht ein TU-Projekt (mit Mitteln des Bundes) ? Kannst du dich noch an den Namen des TU-Profs erinnern (Hartwig,Hornung,Hartung????)

Gerd Rakete? Günther ist Jim! Gerd Rakete hat später viel zu Ecstasy gemacht (falls es der war, müsste aber).


17. Oktober 2011 um 23:44  |  41365

@jenseits: ich hatte eine Zusatzausbildung betr. Gesprächspsychotherapie( Rogers), nicht als Suchttherapeut. Das ist lange her und heute ist alles anders geregelt. Zu meiner Zeit waren nahezu alle dipl. Abschlüsse im psychosozialen Bereich ausreichend, um diese Ausbildung zu machen. ( Selbstzahler natürlich..)
@hurd: nee, da müsste ich raten. Komischerweise kann ich mich viel mehr an Dörner erinnern..)
Ja, Gerd Rakete; der hatte damals einen auffallenden Wuschelkopf 🙂 und war vor allem für die betreuten Wohnungen zuständig. Ich war meist für Einzelfälle im Einsatz. Einr extrem bereichernde Zeit war das -aber auch die intensivste und anstrengendste. Ich kann mir nicht vorstellen, dass heute noch so umfassend gearbeitet wird. Mir war das letztlich zu intensiv..machte einen Schnitt, weil ich die „Arbeit mit nach Hause nahm“, nicht abschalten konnte. Wie heute, wenn ich mich hier z.B. in Streitigkeiten ergehe und nicht los lassen kann 😀 😀
Nach weiteren 5-6 Jahren in der Flüchtlingsarbeit merkte ich, dass ich eine Art S. Deisler der psychosoz. Arbeit bin: zu anfällig, zu wenig Haut.
Der Tresen zwischen mir und anderen ist nun mein Schutz-für den Schreibtisch bin ich viel zu unruhig, also musste ich aussteigen. Das wusste ich im Grunde alles schon während des Studiums. Mein einziger „Fehler“ im Leben, den ich mir ein wenig krumm nehme…
So..genug privates..sorry..


hurdiegerdie
17. Oktober 2011 um 23:56  |  41366

Auch mal interessant @apolinaris, die anderen können ja weglesen. Mit Gerd Rakete habe ich studiert. Gleichzeitig habe ich im Nachbarkiez des Projektes gewohnt (d.h. auf der anderen Seite der Birkenstrasse, Kieze in Moabit sind klein).

Ich komme aber ums Verrecken nicht mehr auf den Namen des Profs, der hat 2 Bücher drüber geschrieben. Ich meine Rainer Hornung, aber es gibt einen Prof gleichen Namens in der Schweiz, so dass ich nicht sicher bin, ob ich da was verwechsele. Na ja, lang lang ists her. Aber vermutlich sind wir uns damals schon über den Weg gelaufen.


kb
18. Oktober 2011 um 6:52  |  41369

Da sind sie also wieder schnell dabei die schonungslosen Kritiker. Aber liebe ‚Journalisten‘, wie lächelich seit ihr doch. Mal ist es der Wohnort von Markus Babbel und der freie Tag für die ‚Heimatstädtler‘, mal wünschen sich die Fussballkenner Maik Franz ins Team… ich fasse es nicht, wie simpel ist das denn! Gleich wieder meckern, nur weil einmal 15 Minuten die Angst etwas zu groß und das Tempo vom Championsleagueteilnehmer für den Aufsteiger zu hoch war… Aber ich bitte doch um ein wenig mehr Realismus und gegen sieben deutsche Nationalspieler zu verlieren… das darf doch einmal sein, oder?
Und zu Maik Franz… ich weiss nicht und bitte, das soll doch der Trainer entscheiden, jedenfalls wenn ich an Hamburg denke und an das Nürnbergspiel, dann glaube ich zumindestens zwei klare ‚Torbeteiligungen‘ von Maik Franz gesehen zu haben… Also, lasst es mal gut sein…


18. Oktober 2011 um 11:29  |  41382

wie gesagt, ich kann mich an Dörner und vor allem U. Plog (die war vor Ort).
Habe aber mal gegoogelt,vlt hilft diese Seite..Meine Güte, die Welt ist wirklich klein.
http://waldstrasse7.de/24.0.html


hurdiegerdie
18. Oktober 2011 um 12:33  |  41395

Yep das wars @apolinaris

Heiner Legewie war es!
Danke


18. Oktober 2011 um 14:22  |  41408

Komisch, dass ich den nicht erinnere, war ja ne große Nummer..eigentlich. In der Birkenstrasse war ich auch mal tätig: im Rahmen eines Praktikums bei der Behindertenfürsorge-echt lütt, dat Berlin-seit ca 20 Jahren war ich dann nicht mehr in Moabit (nur per Auto zum Großmarkt :-)..


hurdiegerdie
18. Oktober 2011 um 15:16  |  41415

Da hat meine Mutter gearbeitet (im Grossmarkt Beusselstrasse) 😉


18. Oktober 2011 um 15:16  |  41416

😀 😀 😀


Ursula
18. Oktober 2011 um 18:01  |  41425

Habe immer „fieberhaft“ überlegt, ob ich
auch meinen Senf dazu gebe, werde mich
aber bedeckt halten!

Ein guter Bekannter von mir hat federführend
in Waldstr. 7 mitgewirkt, er wohnte zu allem
Überfluss auch noch „stessiger Weise“ in der
Waldstr. 10 (Waldenserstr.). Er hat dann
später mit meinem Marathonkollegen UTH
für und im Senat, dann politisch beamtet,
für und mit Synanon gewirkt, später nur noch
Gelder verteilt, für alle möglichen sozialen
Einrichtungen, was in den letzten Jahren
menschlich für ihn sehr schwer wurde, weil
die Gelder extrem knapp wurden, war zeit-
weise Stellvertreter von Detlef Orwat, dann
pensioniert und vor 14 Tagen gestorben….

Er hat sich wohl aufgerieben, dann selbst
zuviel getrunken usw., usw. ….

Ich selbst habe, dass war aber sicherlich
deutlich vor Eurer Zeit, am KIZ, zwar auch
nur sehr kurze Zeit, im Krankenhaus Moabit
Station 39, mitgewirkt bzw. bei der Erweiterung
mitgeholfen! Dieses Krisen-Interventions-
Zentrum, war damals in Moabit zumindest
das Erste in West-Berlin, wenn nicht gar in
Deutschland, in dieser notwendigen Art….

Zumindest damals war Maobit ein echter
Problembezirk, mehr als Kreuzberg und heute
Neukölln!

Hätte zu diesem Themenkomplex noch mehr
beizusteuern, würde aber den Rahmen dieses
Blog`s stören, zumal z. B. ich wie „apo“, in
meinen „erlernten Berufen“, wie im sportlichen
Bereich, längst nicht mehr wirke, und es auch
nie mehr möchte…

Habe das s. o. nur angerissen, um MIT zu
dokumentieren, wie klein diese Welt, dieses
Berlin ist und welch wundersame Zusammen-
hänge es „irgendwie“ ( J. Löw) gibt!!

Was mich wundert @ apo, dass Du eine
zusätzliche Ausbildung als Gesprächs-
therapeut gemacht hast! In meinem
Studium war das im „Gesamtpaket drin“
(Gesprächstherapie ohne Gespräche?)
oder hast Du, bist eine andere Schiene
(Hochschulausbildung) ge(er)fahren?


18. Oktober 2011 um 18:15  |  41426

diese „klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie “ ( C.G. Rogers-„Spiegeltechnik“) ist in keinem Studiengang mit eingepackt, noch nicht mal innerhalb des Psychologie-Studiums“- was du vielleicht meinst, sind allgemeine Techniken ( bei mir hieß das Methodenlehre), über die man theoretisch und in kleinen Übungen etwas erfährt. Genauso, wie ich 2 Jahre Psychoanalyse „gelernt“ habe, ohne im Entferntesten wirkliche Ahnung davon zu haben; aber immerhin die Grundpfeiler kenne und unterscheiden kann).- Mit diesem „Schein“ erwarb man sich erst das Recht, therapeutische Sitzungen abzuhalten. Wie das heute geregelt ist, weiss ich nicht-denke aber eher,“noch sehr viel restriktiver 😉


Ursula
18. Oktober 2011 um 19:51  |  41435

Danke, weiß ich auch nicht (mehr), zu lange
her und es ergab sich kein Handlungsbedarf,
wie in den wirtschaftswissenschaftlichen
Berufen, die ich nur noch für private Zwecke
bestens einsetzen kann!

Die auch kurzfristige psychologische Betreuung
von Leistungssportlern gab mir den Rest, Stress
pur und das Privatleben großer Schitt, wie bei
mir im Fußball, siehe Babbel, man muss
sich wohl entscheiden oder eben nicht!
Geld ist nicht ALLES, wenn man ein klein
bißchen gespart hatte!

Das einzige woran ich mich noch erinnern
kann, dass ich „therapeutische Sitzungen“
abgehalten habe und durfte! Kann mir
nicht vorstellen, dass mich jemand aus
formalrechtlichen Ausbildungskriterien
gelassen hätte, oder nur toleriert hat (?)…..

Müsste noch einmal „Mitschnitte“ von
div. Evaluations-Coloquien, Methodenlehre
der sozialen Interaktionen, eben psychologische
Beratung (in Gesprächen!) u. ä. durchforsten,
habe viel aufgehoben, und leider wohl
vergessen wegzuschmeissen, bräuchte einen „Messi“…..

Oder wäre vielleicht interessant, das Berufs-
bild eines Dipl-Psychologen oder sämtlicher
sozialpädagogischer Berufe, mittlerweile, wie
ich gelesen habe, auch „Heilpraktiker für
Psychologie“ durchzu“googeln“, ganz aktuell
von einer Uni oder mit Allgemeingültigkeit!

Aber das ginge wohl zu weit, andererseits
ist der Fred schon tod!

Du hast dich wohl auch für den „leichteren
Weg“ entschieden!?


18. Oktober 2011 um 19:59  |  41437

nee, nicht leichterer Weg-ansich war´s der falsche..wie gestern mal angedeutet 🙂
Ich denke aber wirklich zu wissen: als Dipl. Psychologe durftest du keine Therapie machen, mindestens bezahlte das keine Kasse. Man brauchte dafür auch als Psychologe ne Zusatzausbildung. Hudi weiss das sicher etwas genauer! Früher war vieles einfacher und lockerer, wer weiss 😉
Mann, toll..ich fühle mich gerade steinalt 🙁


Ursula
18. Oktober 2011 um 20:15  |  41441

Ach je, das wollte ich nicht!
Was soll ich erst sagen…..


18. Oktober 2011 um 22:44  |  41470

🙂

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