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(lov) – Ich war 13 und meine Vater hatte mir zum Geburtstag eine Dauerkarte für den G-Block geschenkt. Eintracht Frankfurt. Davon wollte ich mehr, seit ich in der Vorsaison beim sensationellen Klassenerhalt (5:1 gegen Kaiserslautern) zum ersten Mal im Waldstadion war. Und im G-Block herrschte nun mal die beste Stimmung.

Die Eintracht hatte sich zur Saison 1999/2000 die Dienste von Rolf-Christel Guié-Mien gesichert. Ein junger Mittelfeldspieler aus dem Kongo – mit schwarzer Hautfarbe, logisch. „Lauf, Neger, im Tor liegt ne Banane!“, rief einer neben mir, kaum dass Guié-Mien den Platz betreten hatte. Wehe, wenn der Typ keinen Einsatz zeigen würde. Es war nicht so, dass die Masse Guié-Mien kollektiv auf dem Kieker hatte. Aber er war ein Thema – und zwar nicht nur wegen seines witzigen Vornamens.

Ich hielt das damals für normal. Ich dachte, das gehört zum Fußball dazu. Nicht böse gemeint, ein prolliger Spaß halt. Genau wie die Gesänge von der U-Bahn, die von der Stadt des gegnerischen Vereins bis nach Auschwitz fuhr. Oder die Affenlaute und Bananenwürfe gegen Oliver Kahn (der ist zwar weiß, aber auch das ist irgendwie fremdenfeindlich).

Das Schlimme ist: Damals war so etwas wirklich normal. Nicht nur im G-Block. Und meistens war es kein Spaß.

Vorfall am Sonntag in München

Zurück in die Gegenwart. Vorgestern wurde Danny da Costa vom FC Ingolstadt, Sohn eines Angolaners und einer Kongolesin, während der Zweitligapartie bei 1860 München von einigen Zuschauern rassistisch beleidigt.

Die Reaktionen erfolgten prompt. Noch im Stadion wurde ein Tatverdächtiger vom Ordnungsdienst dingfest gemacht. Da Costas Mitspieler Ralph Gunesch verfasste einen bemerkenswerten Facebook-Eintrag mit dem Fazit: „Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“ 11.000 Usern „gefällt das“, 2000 Kommentare wurden gepostet. 99 Prozent davon positiv, wie Gunesch sagt.

Das Thema lief in dem Medien rauf und runter. Überflüssig zu erwähnen, dass sich der TSV 1860 sofort bei Da Costa entschuldigte. Die Facebook-Gruppe Hertha-Fans gegen Rechts hat den Vorfall auf ihrer Seite bereits zur Diskussion gestellt.

Allein, dass darüber in dem Umfang berichtet wurde, ist ein gutes Zeichen. Hingenommen, wie in meinem Fall damals im G-Block, wird das Thema schon länger nicht mehr. Das unterstreichen zum einen die zahlreichen Aktionen der offiziellen Instanzen. Auch Hertha BSC engagiert sich natürlich. Die Liste der Projekte, an denen sich die alte Dame beteiligt, ist lang. „Respekt gewinnt“ ist eines davon.

Noch effektiver ist es natürlich, wenn Spieler selbst den Mund aufmachen. Siehe Ralph Gunesch – oder Kevin-Prince Boateng. Als der Ex-Herthaner im Frühjahr nach Beleidigungen bei einem Testspiel einfach den Platz verließ, wurde er dafür gefeiert und referierte danach sogar vor den Vereinten Nationen über Rassismus. Ihr erinnert euch sicher.

Rassismus unter Hertha-Fans

Komplett ruhig stellen wird man den kleinen Teil an Idioten wohl nie. Auch bei Hertha kam es in der Vergangenheit vereinzelt zu Vorfällen. Im Januar 2009 wurde Babacar N’Diaye vom SV Babelsberg in einem Testspiel von einigen Hertha-Fans als „Nigger“ beschimpft. Die Polizei ermittelte, Manager Dieter Hoeneß kündigte Stadionverbote für die Täter an.

Im August 2011 wurde ein afroamerikanischer Mitarbeiter der US-Botschaft nach Herthas 1:0-Heimsieg gegen Stuttgart angepöbelt. Botschafter Philip D. Murphy verfasste danach in der Morgenpost einen Beitrag, in dem er vor Rassismus in der Hauptstadt warnte.

Ich habe mich vor zwei Wochen mit dem Berliner Rapper Harris getroffen. Der Typ lebt Hertha. Harris trat 1999 zum Champions-Legaue-Spiel gegen Galatasaray vor der Ostkurve auf. Einigen riefen: „Nigger, verpiss dich!“ Harris ging danach mehrere Jahre nicht mehr ins Stadion. Hertha reagierte damals nicht. Als Harris dann seinen Fanklub „United Colors of Hertha“ gründete, gab der Verein ihm die Ehren-Mitgliedsnummer 100.

Heute sagt Harris über die Vorfälle:

Das war eigentlich dumm, denn das waren nur ein paar Bekloppte. Klar gibt es heute Leute, die immer noch ein bisschen rechts denken. Aber es ist nicht mehr so wie damals. Trotzdem ist es im Fußball oft noch so: Wenn der Neger ein Tor schießt, ist er cool. Und wenn nicht…

Ich muss zugeben, dass ich solche Dinge im Olympiastadion bisher noch nie erlebt habe. Allerdings war ich auch erst einmal in der Fankurve. Also: Was sind eure Erfahrungen mit Rassismus bei Hertha? Schon mal mitbekommen oder noch nie davon gehört? Ist es in den letzten Jahren mehr oder weniger geworden? Wird das Thema eurer Meinung nach über- oder unterbewertet? Und meinen die Vereine es ernst mit ihrem Engagement oder ist das nur Teil der strategischen Kommunikation? Bin gespannt auf eure Kommentare.

Rassismus im Olympiastadion ...

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Vorfälle mit fremdenfeindlichem Hintergrund haben bei Hertha in den letzten Jahren ...

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Das Engagement von Hertha BSC gegen Rassismus finde ich ...

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313
Kommentare

sunny1703
20. August 2013 um 16:27  |  188612

Gold 😀


ydra
20. August 2013 um 16:29  |  188615

😉


fg
20. August 2013 um 16:29  |  188616

silba


fg
20. August 2013 um 16:29  |  188617

na ja, bronze geht auch.


sunny1703
20. August 2013 um 16:40  |  188620

Gesamtgesellschaftlich habe ich natürlich dazu eine eindeutige Meinung, doch im Zusammenhang mit Hertha BSC?! Es ist klar, Hertha ist kein Hort der ewiggestrigen ,aber es gibt eben auch dort neonazistische Spinner. Inwieweit Rassismus im Stadion jedoch eine Rolle spielt ,inwieweit er schlimmer geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß auch nicht ,ob Hertha da genug tut oder nicht. Betroffene können dazu bestimmt mehr schreiben.

lg sunny


f.a.y.
20. August 2013 um 16:46  |  188622

Puh. Ich sitze in Block P, neben der Ostkurve, Fahre ab und an mal auswärts, dann auch mal im Steher, meist aber mit dem Junior. Dann lieber sitzend. Und immer mit dem ICE oder nach Freiburg sogar mal mit dem Flieger. nicht im Fanzug, nicht im Regio…

Mir ist noch nie etwas passiert, ich bin weder angemacht worden, noch habe ich verbale Breitseiten gegen Spieler erlebt.

Ich bin aber auch erst im 3. Jahr regelmäßig beim Fussball. Es gibt sicher auch andere Stories.


HerthaBarca
20. August 2013 um 16:52  |  188625

Rassismus im Olympiastadion…
x ist mir persönlich noch nicht widerfahren

Früher gab es da leider die eine oder andere Bemerkung, die man im Olympiastadion mitbekam – ist aber aus meiner Sicht schon viele Jahre her!
So etwas ist sofort zu sanktionieren! Ich bin sonst kein Freund von vorschnellen Stadionverboten – in diesem Fall ist es mehr als angebracht!
Ich finde gut, wenn es auch nach Außen kommuniziert wird!


Freddie1
20. August 2013 um 16:53  |  188626

Zum Glück im Stadion nix negatives erlebt.
Das einzige mal in der S-Bahn auf dem Nachhauseweg als sich einige Hohlbirnen „witzigerweise“ als Juden beschimpften.


Blauer Montag
20. August 2013 um 16:55  |  188627

OMG, für das wichtigste Thema seit Bestehen dieses Blogges habe ich heute keine Zeit.

Ich hoffe, ich kann morgen noch etwas dazu schreiben. Für heute nur soviel: Null Toleranz für Faschisten und Rassisten.


Traumtänzer
20. August 2013 um 17:16  |  188631

@DIETMAR Hoeneß
Kennen wir den? 🙂

@Diskriminierende Entgleisungen im Oly und/oder sonst so bei Herthafans
Ich muss sagen, meinem Empfinden nach ist es besser geworden in den letzten Jahren. D.h., die erste Erkenntnis lautet da: Wenn man ein Umdenkensprozess einleiten und gestalten will, muss man da mit mehreren Jahren rechnen.
Andererseits, glaube ich nachwievor, dass das Potenzial dafür „in den Herthafans“ weiter schlummert. Um es zu wecken, braucht’s zum Beispiel nur eine angespannte (Abstiegs-)Situation des Vereins und eine passende Gelegenheit (da sind wir dann nicht besser als Fans anderer Vereine). Will keiner, schon klar. Aber Herthafans sind da in der Hinsicht noch nicht per se auf der „pc“-Ebene angekommen, meine ich. Schwierig aber, darüber zu schreiben, weil ich eigentlich niemanden kenne, der zu so etwas neigen würde, aber ich traue es halt den Herthafans weiterhin zu. Und das ist aber auch reichlich pauschalisiert, zugegeben.

Man sollte da von Vereinsseite auf jeden Fall weiter am Ball bleiben und mit entsprechenden Kampagnen die Fahne der Toleranz weiter hochhalten! Rassistische Ausfälle, so sie dann stattfinden, wären ja auch gerade bei Hertha absurd: Wir haben Brooks, wir haben Ben-Hatira, wir haben Allagui etc. – da jetzt Spieler aus gegnerischen Mannschaften zu diffamieren, ist doch mindestens auch immer ein Schlag ins Gesicht unserer eigenen Spieler. Einige Fans begreifen es aber nicht. Und werden es wohl auch nie begreifen. Und wenn das dann im Gruppengefüge passiert, ist es noch schwerer zu kontrollieren. Da dominieren Angst und schlichte Unkenntnis bzgl. dem sog. „Multikulti“ und was das letztlich wirklich bedeutet. Da wird dann soviel hinein projiziert, dass es echt unerträglich wird.

Hoffe, Hertha BSC bleibt von solchen Negativ-Schlagzeilen künftig verschont und kann hier eher in eine Vorbildrolle schlüpfen. Die Reaktionen der betroffenen Personen/Vereine von zuletzt kann ich jedenfalls voll nachvollziehen und begrüße sie ausdrücklich.


fechibaby
20. August 2013 um 17:16  |  188632

@FIFA WM 2014

Seit heute um 12:00 Uhr kann man Tickets für die Fußball WM in Brasilien 2014 bestellen.

http://www.fifa.com

Hat schon jemand Karten bestellt?

@Rassismus

Als Hertha vor einigen Jahren in der Europa League gegen Galatasaray Istanbul spielte, war ich im Stadion. Ich habe dabei den Fanschal der Begegnung Hertha BSC – Galatasaray Istanbul aus der Champions League Saison 1999/2000 getragen.
Bei der Hinfahrt zum Stadion wurde ich in der U-Bahn mehrmals „angemacht“.
Ich solle doch den Kanackenschal abnehmen.
Solch einen Schal würde kein Herthaner tragen.
Die Personen, die das gesagt haben, waren bei der Anfahrt nicht angetrunken, jedoch hatten sie Bierflaschen in der Hand. Ihr Alter war ca. 25 – 30 Jahre alt.
Ich habe Ihnen dann die Geschichte zum Schal erzählt. Ob sie das verstanden, dass der Schal aus der CL-Saison 1999/2000 stammt, kann ich nicht sagen.
Wegen Ihrer Blödheit haben sie es vermutlich nicht verstanden.


teddieber
20. August 2013 um 17:31  |  188633

http://www.youtube.com/watch?v=6X9CEi8wkBc

Die Idioten bei Hertha sind weniger geworden. Wer an „sozialen Brennpunkten“ arbeitet oder in Kontakt kommt weiß aber das es sie noch immer gibt. Manchmal ist es erstaunlich was man für Sprüche hört und vom wem, denn ich rede nicht von 30 jährigen sondern jüngeren und das im Jahr 2013.


Huhuquasten
20. August 2013 um 17:32  |  188634

Zuerst sei festgehalten: Null Toleranz gg. Ausländerfeindlichkeit!
Allerdings denke ich beim Thema Fußball wird sich beim Gegner „etwas“ gesucht, womit man herrlich provozieren kann- den „Feind“ beleidigen.
Da denken die meisten wohl eher nicht drüber nach…zugegebener Maßen sind darunter natürlich auch die, die des Denkens wohl nicht ganz so fähig sind.
Kommt nun also noch ein gegnerischer Spieler auf den Platz, der ‚anders‘ ist….na prima, den kann man ja so richtig fertig machen.
Folglich sind gerade dunkelhäutige Spieler das Opfer.
Warum outet sich denn kein homosexueller Spieler?
Weil dieser dann diese Rolle übernehmen würde und nur noch Spießruten läuft!
Ich will nichts beschwichtigen und bin persönlich sehr dankbar un einem Job zu arbeiten, bei dem ich sehr viele verschiedene Personen unterschiedlichster Herkunft kennenlernen durfte.
Aber ich glaube das bei vielen, die irgendwelchen Mist skandieren, nicht so sehr die Fremdenfeindlichkeit die treibende Kraft ist, sondern eher ein einfaches „wir machen den Gegner nieder“.


ahoi!
20. August 2013 um 17:36  |  188635

ich habe den eindruck, dass die geduld der fans in der OK bei dunkelhäutigen profis wie ramos oder allagui doch deutlich schneller reisst, wenn die mal ne weile kein tor schießen, als bei lassoga zum beispiel. da fallen dann zum teil schon mal recht „deutliche“ worte. es wird auch schneller gepfiffen, wenn denen mal ein ball verspringt..

einen traurigen höhepunkt hatten die rassistischen entgleisungen zuletzt erreicht, als artur wichniarek das zweite mal (zugegebenermaßen komplett erfolglos) bei der hertha kickte… „scheiß pole“ war da schon der fast übliche sprachgebrauch.


ahoi!
20. August 2013 um 17:41  |  188636

ich habe durchaus den eindruck, dass die geduld vieler fans in der OK, wenn dunkelhäutige spieler wie ramos oder allagiu mal ne weile das tor nicht treffen, deutlich schneller reisst, als wenn zum beispiel lassoga auf dem platz steht. es wird da wesentlich schneller gepfiffen und rumgeprollt.

einen traurigen höhepunkt hatten die rassistischen entgleisungen zuletzt erreicht, als artur wichniarek (zugegebenermaßen komplett erfolglos) das zweite mal für uns kickte. da waren beschimpfungen wie „scheiß pole“ bei teilen der fans fast schon standard.


20. August 2013 um 17:59  |  188639

Bis heute war ich inaktiver Leser, jetzt melde ich mich mal zu Wort.

Mein Platz im Oly ist zu weit von der Ostkurve weg, dass ich von dort fremdenfeindliche Sprüche gehört hätte (Block 5.2 im Oberring).

Ich habe eine ganz klare Meinung zu diesem Thema und die deckt sich mit der des Herrn Gunesch.

Es ist erschreckend, dass in einem internationalen Geschäft wie dem Fußball, Rassismus noch Nährboden finden kann oder – wie @traumtänzer schreibt – in den Fankurven schlummernd vermutet wird.

Haben wir in den letzten 25 Jahren nicht genug gesehen und erlebt, wozu Rassismus führt?

In Deutschland waren es Szenen wie in Rostoc oder Hoyerswerda und die Brandanschläge in Sollingen und Mölln.

Wenn man über den Tellerrand sieht, was derzeit in Ägypten, in Syrien und Somalia passiert, wie homophobie auch gesetzlich verankert wird, wie in Russland – alles Formen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Ob nun im Namen eines Gottes oder einer politischen Einstellung, das ist für mich fremdenfeindlich geprägte Gewalt – die schlimmste Form von Rassismus.

Zurück zu unserer Hertha:

Spieler wie Änis Ben Hatira, Jay Jay Brooks, Sami Allagui, Fabian Lustenberger, Roman Hubnik, Peter Pekarik führen mögliche aufkeimende Fremdenfeindlichkeit in den Reihen der Herthaner ad absurdum. Denn – wie auch im Beispiel der Schanzer – steht dort eigentlich immer ein Ausländer neben dem Beschimpften. Oder man stelle sich einfach mal vor, Jos Luhukay würde in der Nähe sein.

Extremistische Tendezen generell – und in diesem Fall besonders von Rechts – haben im Olympiastadion nichts zu suchen. Wenn so etwas vorkommt, muss der Verein ganz klar Farbe bekennen. Keine hohlen Phrasen, sondern Taten sprechen lassen.

Ich hab da eine Idee:

Um ein Zeichen zu setzen, kann der letze Satz von Ralph Gunesch doch einfach mal bei den nächsten Heimspielen auf den Anzeigetafeln oder den Banden erscheinen und zwar dann, wenn alle hinsehen.

Unsere Ostkurve kann auch ein Zeichen setzen. Einfach diese Satz zum Anpfiff auf einem Transparent erscheinen lassen.

“Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.”

Wenn das gemacht wird – nicht vom DFB oder DFL verordnet, sondern auf eigene Initiative hin, dann ist das ein deutliches Zeichen.

Auch außerhalb der Stadien muss etwas passieren. „Ich bin kein Rassist aber…“ ist eine Einleitung, den ich noch zu oft höre und was dann kommt ist Rassismus. Da fängt es an, dort muss sensibilisiert werden auf allen Seiten, denn „Scheißdeutscher“ ist genauso rassistisch wie „Scheißtürke“ oder „Kanacke“.

Jetzt etwas Off Topic:

Ein Lob an die Redaktion für diesen unterhaltsamen und lesenswerten Blog und Glückwunsch zur Auszeit.


Dahnuta
20. August 2013 um 18:01  |  188640

Schon zu Zeiten des römischen Reichs wurde es ja verstanden, mit Spielen die Massen abzulenken und daran zu hindern, sich mit wirklich wichtigen gesellschaftlichen Problemen auseinander zu setzen , welche eine Rebellion schüren könnten. Somit ist es natürlich auch nicht verwunderlich, wenn sich unter den tausenden Herthaanhängern, welche Spieltag für Spieltag in die Stadien strömen, nicht nur Raketenforscher befinden, sondern Individuen mit dem geistigen Horizont einer Stubenfliege, die anscheinend Woche für Woche gewillt sind sich dieser Ablenkung hinzugeben um dadurch ihrer tristen, grauen Plattenwohnung entfliehen zu können, um sich im Kollektiv volllaufen lassen zu können, um das vermeintlich „andere,exotische“ und somit „suspekte“ zu beschimpfen. Natürlich gibt es diese Unmenschen, leider! auch bei Hertha. Ich erinnere mich an den Beginn der letzten Saison, ich saß wie immer Oberring Block 31.2, als aus dem Unterring eben einer dieser Primaten kurz vor Spielbeginn an mir vorbei wollte um eben dort vor mir an der Balustrade sein Banner zu entrollen. Natürlich hatte ich in diesem Moment noch nichts dagegen. Nachdem dieser Mann wieder in den Unterring zurcükgekehrt war, schaute ich mir dieses Banner etwas genauer an. Es war ein großes, weißes Laken, auf dem geschrieben war: Ramos Raus! – Gute Heimreise!
Wer aufmerksam Wahlkampfplakate verfolgt, weiß das auch die NPD mit dem Spruch „Gute Heimreise“ – auch wieder in diesem Jahr – ihren geistigen Dünnschiss unter die Massen bringen möchte. Natürlich habe ich damals dieses Banner unter lauten Beschimpfungen aus dem Unterring entfernt.
Man darf beim Fußball niemals vergessen das er eben neben den „einfach“ Fußballbegeisterten, die sich gerne im Blog austauschen, leider auch die hirnverbrannten Rassisten gibt, die es schon immer gab. Diese wird es auch immer geben, aber genau dieses mediale Echo, das Aufbäumen der Massen gegen diese Unmenschen, ist das richtige Mittel um ihnen zu antworten.


ft
20. August 2013 um 18:18  |  188644

Üble Bemerkungen gegen Menschen die ne andere Hautfarbe als schnneeweiß haben, hab ich im Oly noch nicht erlebt.
Abfällige Bemerkungen gegen die Regenbogenfahne schon.
Richtig rassistische Äußerungen – und damit meine ich “ nicht nur mal so gesagt “ sondern aus tiefsten inneren heraus auch gemeint – die erlebe ich ab und an in kleinen Weddinger Kneipen.

Aber ich erlebe auch, dass die dann auch von den anderen zurechtgewiesen werden.
Zumindest wissen die Typen dann auch, das da keine schweigende Mehrheit solch Gesülze toleriert.


20. August 2013 um 18:20  |  188645

Ich habe schon das Gefühl, dass offen zur Schau gestellter Rassismus sehr viel weniger geworden ist, eigentlich nehme ich das so gut wie gar nicht mehr wahr. Früher (80er bis frühe 90er) war er beinahe an der Tagesordnung. Allerdings ist das Publikum heute dank der schieren Masse viel durchmischter, typischer Berliner Querschnitt eben: Türken, Araber, Afrikaner, Asiaten – da fallen ein paar Knalltüten gar nicht weiter auf.


wilson
20. August 2013 um 18:21  |  188646

Ein persönlicher Beitrag. Was auch sonst. Von Taktiktafeln verstehe ich ja eh nichts, lese sie trotzdem und weiß das Angebot zu schätzen.

Zum Vorthread:
Es ist eine Unverschämtheit, jemandem zu unterstellen, er hätte das Urheberrecht gebrochen und keine Belege dafür zu liefern. Hier wird jemand (S. Berg) in unerträglichem Maße beleidigt: jemandes Arbeit wird unverhohlen als Plagiat gebrandmarkt, obwohl anscheinend keinerlei Beweise dafür existieren.

Rassismus:
Ganz dünnes Eis, daher bin ich sehr vorsichtig.
Ich glaube, dass ich kein Rassist bin. Dennoch ertappe ich mich dabei, hin und wieder ein loses Mundwerk zu haben.
In meinem Blog stellte ich mal die Frage, ob man angesichts politischer Korrektheit (PC) Tischtennis nicht ab und an auch mal mit schwarzen Bällen spielen müsste.

Auch mir sind Sprüche über die Lippen gekommen, die grenzwertig sind. Ich sehe sie als „lockeren Spruch“ – die Betroffenen möglicherweise als Beleidigung.
Die aktuelle Diskussion um „Zigeunersoßen“ finde ich absurd. Möglicherweise sehen andere das anders.
Was ich mir abgewöhnt habe, ist, im ersten Satz (es folgt ein Beispiel) die israelische Siedlungspolitik zu kritisieren und im zweiten Satz „Ich habe nichts gegen Juden“ nachzuschieben. Diese Rechtfertigungsarien halte ich für unnötig.

Ist das Tragen einer Burka auf Berlins Straßen für mich gewöhnungsbedürftig? Ja. Zur Erklärung: ich trage keine.

Beleidige ich Menschen anderer Hautfarbe, Religion und Kultur mit unüberlegtem Geschwätz? Wahrscheinlich. Mache ich das mit ihnen direkt? Nein. Macht es das besser?
Würde ich als Zeuge befragt werden, würde ich nicht zögern zu sagen, dass der Täter „südländisch“ aussah oder „dunkelhäutig“ war, weil ich offensichtlich und fälschlicherweise annehme, meine Äußeres als Kalklatte sei der hiesige Maßstab.
Warum darf ein US-Gangsta-Rapper sich „Nigger“ nennen und ich ihn nicht? Ich begreife es nicht.

Ich bilde mir ein, kein Rassist zu sein. Sicher bin ich mir nicht und ob die Adressaten meiner „Sprüche“ das auch so sehen würden, weiß ich nicht. Ich bin mir aber sicher, dass ich die Meinungen, Religionen und Kultur anderer Menschen achte. Ob´s reicht, weiß ich nicht.


flötentoni
20. August 2013 um 18:26  |  188648

Mein Eindruck ist, dass es sich bei Hertha ggü den 80er Jahren deutlich gebessert hat. Damals folgten ja noch ganz eindeutige Rufe bei bestimmten „Schlachtgesängen“. Ich muss aber auch zugeben, dass ich seit div. Jahren auch nur noch über Südtor anreise und reingehe und das Osttor ggf ganz anderes Fanpotential vorhält. Ich denke in der 1. und 2. Buli ist das Thema mal merh und mal weniger präsent. Bei Hertha zum Glück wohl weniger verglichen mit BVB oder Aachen etc.. Indiskutabel ist die Lage mE jedoch in Italien-das geht ja gar nicht!


kczyk
20. August 2013 um 18:34  |  188649

rassismus – wo bitte beginnt rassismus im stadion ?
für manche fans ist es schon ein angriff auf ihre befindlichkeiten, wenn sie bereits eine andere vereinsfarbe sehen – dann reagieren sie bereits. ich erinnere mich noch an ausführungen im vorfred zB über düdo.

sportler und auch sportbergisterte sollten sich, wie überhaupt und grundsätzlich, mit gegenseitigem respekt begegnen.
dann wäre auch gewährleistet, dass es nie wieder einen blogfreien tag gibt.


pax.klm
20. August 2013 um 18:35  |  188650

Jeder Mensch ist Ausländer, fast überall.
Fremdenfeindlichkeit gibt es auch überall auf der Welt, kann man überall erfahren.
Wer sich aber die „Mühe“ macht „andere“ kennenzulernen wird schnell feststellen wie wertvoll das ist! Sehr bereichernd,
schade nur wenn denn zu erleben ist wie Menschen
mit Migrationshintergrund andere ( zT auch mit M-Hintergrund ) rassistisch beleidigen oder provozieren.
Erlebe das täglich an meiner Arbeitsstätte.
„Brennpunkt“ im N Berlins.
Wünschte mir, dass Menschen einfach Menschen sind!
Im Stadion habe ich schon lange nix dergleichen mehr erlebt, aber auch „auf die Fresse ² “ ist überhaupt nicht in Ordnung.
Viel wichtiger aber als p c zu reden ist so zu handeln! So zu denken!
Das ist im Übrigen gerade bei unseren Emigranten auch wichtig, denn was da an Beleidigungen abgeht…, nur wir verstehen es meist nicht! Wir sind halt nur die Kartoffelfresser…

Ansonsten Oliver Kahn wurde nicht rassistisch beleidigt, wir sind zwar mit den Menschenaffen eng verwandt, aber wer andere wiederholt beißt oder versucht zu beissen zeigt doch wohl auch ein Verhalten welches dem tierischen mehr als nahekommt?
Es fehlte eigentlich nur noch das Trommeln auf der Brust… Hier jetzt bitte ein smiley denken
😀


del Piero
20. August 2013 um 18:36  |  188651

Die größte Geißel der Menschheit, die Dummheit stirbt nie aus. Und so gibt es sie überall. Natürlich auch unter Hertha-Stadionbesuchern. Das fängt allerdings schon mit „Aktionen“ gegen gegnerische Fans an. Die Vorstufe zur Fremdenfeinlichkeit und seiner höchsten Form dem Rassimus.
Habe in Nürnberg grade selber erlebt wie ein Vollpfosten zwei Herthaner (im Trikot) angegangen ist, sie aufs übelste beschimpft und bedroht hat. Sicher nur wegen der Polizeipräsenz im Rundgang hat er keine Prügelei angefangen. Also da fängt es für mich schon an.
Dennoch müssen wir damit nicht Leben sondern daran arbeiten das Solche sich gar nicht erst aus der Deckung trauen.


pax.klm
20. August 2013 um 18:38  |  188652

wilson // 20. Aug 2013 um 18:21

Sehr schön und irgendwie wohl auf ganz viele zutreffend, auf mich auch.
Grüße


Spiri
20. August 2013 um 18:38  |  188653

Da ist man froh, die vorige Blogseite umgeschlagen zu haben (den regional eingefärbten Union-Rapport von @f.a.y. gern gelesen), dann erwartet einen schon das nächste heiße Eisen.
Ich erinnere mich übrigens noch ans legendäre Fjörtoft-Tor beim 5:1; den Trick könnte ruhig mal wieder einer versuchen: http://www.youtube.com/watch?v=9LW75FpLJVQ (ab 0:49)
Baumi hätte gegen Nürnberg in einer vergleichbaren Situation so den Club-TW Schäfer verladen können, aaaaber nein, er versuchts mit dem Außenrist … 😉


Dogbert
20. August 2013 um 18:46  |  188654

Man möge sich an die Hertha-Frösche erinnern. „Geht nach Hause, duschen in Sachsenhausen.“ und solche Sprüche.

Man muß einfach mal schlicht zur Kenntnis nehmen, daß es im Fußball als Volkssportart vereinzelt vorkommt, daß es zu Diffamierungen kommt. Wie diese konkret einzuordnen sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Es sind Einzelfallbetrachtungen. Daraus sollte man jetzt kein Politikum machen, sondern mit Bedacht und Augenmaß an die Sache herangehen.

Wie die Justiz künftig damit umgeht, muß man abwarten.

Die hier bereits angeführten Beispiele um die Bezeichnung „Neger“, die israelische Siedlungspolitik oder neuerdings die „Zigeunersauce“ zeigen doch, daß die Politik bzw. die PC das Problem nicht begreifen will, um von wesentlich wichtigeren innenpolitischen Problemen ablenken zu können. Ergänzend hierzu auch die Buchzensierungen von Standardwerken wie von Ottfried Preußler.


20. August 2013 um 18:46  |  188655

Es ist immer wieder heikel wenn Schnittstellen zwischen Sport und Politik bestehen.
Beides hingegen lässt sich wohl unschwer von einander trennen. Und ich wollte mich hier an dieser Stelle zu diesem Thema eigentlich nicht äußern. Gehe, und es ist müßig dies überhaupt zu erwähnen, mit allen oberen Schilderungen natürlich konform.

Aber:

Wenn dieser Satz und dann noch in einem Herthaforum, derart unreflektiert niedergeschrieben wird:

„Botschafter Philip D. Murphy verfasste danach in der Morgenpost einen Beitrag, in dem er vor Rassismus in der Hauptstadt warnte.“,

dann ist dies an Verlogenheit, Kriminalität und Verbrechertum nicht mehr zu überbieten.

Wenn wir über Rassismus sprechen, dann bitte beim nächsten Mal keinen Satz über dieses Land verlieren.

1953 trat die House Concurrent Resolution 108 in Kraft, die eine weitere Phase der Zwangsassimilation der Indianer einleitete.
Bis 1967 (!) gab es Antimischehengesetze in den USA . Darüber hinaus gab es zahlreiche weitere Rassengesetze. Bis heute gibt es in diesem Land die Todesstrafe. Bis heute werden Menschen mit islamischen Glauben grundlos inhaftiert, interniert und gefoltert, weil sie sich friedlich politisch engagieren, indes mit Terroristen gleichgesetzt werden. In ihrem Bruderstaat Israel müssen Frauen in abgetrennten Busreihen sitzen.

In diesem Moment sterben tausende Kinder an Mangelernährung, aufgrund der Ausplünderungsdiktatur der „westlichen Welt“.

Wer, wie oben erwähnt, die USA als positives Beispiel für Humanität und Antirassismus zu Rate zieht, der hat, mit Verlaub, den gegenwärtigen Zustand dieser Welt nicht begriffen bzw. outet sich als Indoktrinierter eines Gesellschaftssystems, welches für den Rest der Welt unmenschlicher nicht sein kann.


del Piero
20. August 2013 um 18:51  |  188656

@Wilson: Sehr schöner Beitrag. Inhaltlich sprengt Er aber fast den hier vorhandenen Rahmen. Mit Überkorrektheit hab ich da auch so meine Probleme. Das geht ja jetzt schon so weit, dass die alten Kinder und Märchenbücher umgeschrieben werden sollen.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 18:55  |  188657

Ich hab keine Meinung


Dan
20. August 2013 um 18:57  |  188658

Nach 37 Jahren Hertha BSC kann ich behaupten, dass es erheblich weniger geworden ist, wenn es um Sprüche aus dem Publikum geht.

Ihn die Köpfe kann man den Leuten nicht schauen, aber es gibt immer noch einige die z.B. mit „Wannsee-Front“ – Shirt rumrennen besonders auswärts. Keine Ahnung was die Leute denken, aber entweder will man provozieren oder man hat nicht Gehirnschmalz um sich von sowas zu distanzieren.

Es gab auch damals als man sich zum OFC bewerben konnte, recht eigentümliche Namen, endweder ebenfalls nicht nachgedacht oder bewusstgewählt wie z. B. White Power. Jedenfalls wurden da einige abgelehnt.

In den 90ern kann ich mich noch gut erinnern, als wir, die neutralen Fans von Hertha BSC, die Unterwanderung der „Kurve“ durch die NPD verhinderte, in dem man Anwerber und Zettel- /Broschürenverteiler massiv bedrängte und aus dem Block „schmiss.

Auch wenn ich nicht mehr aktiv in der Fan-Kurve bin, habe ich weiterhin Vertrauen, vorallem zu den OFCs und einigen Ultras, sowie in meinen Verein, weiterhin aktiv Gegenwehr zu leisten.

Das man nicht schlafen darf, kann man hier zu dem Thema etwas nachlesen.

http://www.vereint-gegen-rechtsextremismus.de/SharedDocs/Downloads/VGR/DE/expertise.pdf?__blob=publicationFile


Traumtänzer
20. August 2013 um 19:04  |  188660

Ja, Überkorrektheit ist Mist, aber bei dem Thema muss es trotzdem eine Konsenslinie geben, die sich auch nicht schämen muss, “politisch korrekt“ genannt zu werden. Meine Meinung.


lvossen
20. August 2013 um 19:05  |  188661

@Hanne Sobeck: Falls du den Beitrag von Murphy nicht gelesen hast: Er zieht regelmäßig Parallelen zu seiner Heimat USA, wo Rassismus ebenfalls ein Riesenproblem ist. Ich kann nicht erkennen, wo er sein Land als Vorbild nennt.

Und: Einem Menschen zu verbieten, Rassismus in einem Land, dessen Staatsangehörogkeit er nicht besitzt, anzuprangern, nur weil Rassismus in seiner Heimat existiert – das ist ziemlich unreflektiert.


Silvia Sahneschnitte
20. August 2013 um 19:06  |  188662

Keine Toleranz für Respektlosigkeit, und denen die Respektlosigkeit forcieren.
Es fängt mit den kleinen Respektlosigkeiten im täglichen Umgang mit einander an. Frau gewöhnt sich dran, es wird normal, irgendwann ist soviel Normal das es furchtbar endet.
Rechtzeitiges einschreiten ist notwendig, auch hier im Blog.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


del Piero
20. August 2013 um 19:06  |  188663

@Hanne: Deine Beispiele sind sicher zutreffend. Die Gesamt-Aussage ist mir allerdings viel zu einseitig. Und dein letzter Satz läßt vermuten, dass Du selbst zu der Gruppe der Indoktrinierten gehörst.
Im Übrigen weiß ich nicht, wie schon in meimem Kommentar zu Wilson gefragt, ob diese Erweiterung das Themas hier überhaupt hingehört. Da gibt es doch massenweise andere Foren.


Spiri
20. August 2013 um 19:10  |  188664

Tja, was kann man zum heutigen Thema sagen. Vor allem ist es doch ein gesellschaftliches Thema, es allein ins Fußballstadion verfrachten zu wollen, hieße es zu zersiedeln.
Ein dunkelhäutiger Torjäger sorgt für positive Schlagzeilen wie ein im Görli Drogen vertickender Dunkelhäutiger für negative; die wenigsten Menschen aber haben begriffen, dass es stets aufs Individuum ankommt. Nicht auf Rasse oder Stammeszugehörigkeit, Religion etc., allein das Individuum zählt.

Nach Herthas neuerlichem Abstieg vermeinte ich in der sogenannten Anti-Südamerikaner-Fraktion (Attitüde: weg mit Raffa, Ronny und Ramos) auch einen gewissen subtilen Rassismus herauszuhören. Also man soll nicht annehmen, dass man meinetwegen als ach so gut situierter und bildungsbürgerlicher Hertha-Fan davor gefeit wäre.
Schlimm sind natürlich immer nur die anderen, versteht sich. 😉

Und wenn Hertha-Fans in der Bahn andere Fahrgäste bepöbeln, ist das besser als ein „Du Neger“ im Stadion? Eins der beliebtesten neuzeitlichen Schimpfwörter in Jugendkreisen, oft mit Migrantenhintergrund, lautet „Du Jude“. Müssten wir das Rassismus-Thema folglich nicht gleich in den Kindergärten und den Schulen angehen? Im Stadion ist es eine Randerscheinung, längst im Abnehmen begriffen, mehr nicht.


Blablubb
20. August 2013 um 19:12  |  188665

Mal neben dem Fußball, aber zum Thema Rassismus: http://www.youtube.com/watch?v=0HMRPa4qHq8


del Piero
20. August 2013 um 19:14  |  188666

@Traumtänzer: Ja genau die Linie muß es geben. Die Frage ist nur wo sie zu ziehen ist. Und wenn Frau Sahneschnitte sagt es fange bei Kleinigkeiten an, dann ist das genau der Punkt. Ich denke wir alle waren schon oft respektlos gegen Jemanden. Sollen wir uns deshalb aber kasteien? Diese Linie ist Subjektiv und wenn für jemanden Diese überschritten ist, dann soll er das halt sagen.


20. August 2013 um 19:16  |  188667

lvossen // 20. Aug 2013 um 19:05

Es geht um den Rassismus, den die USA bei sich und (!) in der ganzen Welt praktizieren.

Wenn Murphy Botschafter dieses Landes ist, ist er freiwillig Handlanger und ausführendes Organ eines unmenschlichen Gesellschaftsystems.

Da kann er reden wie er will.


del Piero
20. August 2013 um 19:16  |  188668

Spiri 🙂 Ganz meine Meinung


Dogbert
20. August 2013 um 19:16  |  188669

Rassismus gibt es in den unterschiedlichsten Formen überall auf der Welt. Dafür braucht man nicht zu einer Sportveranstaltung zu gehen. Das Problem muß man schon anders angehen.

Gerade in den USA existiert der Rassismus in Reinkultur. Dabei geht es nicht nur um die Dunkelhäutigen, sondern auch um die Indianerstämme, die man dort am liebsten unter Verschluß halten würde.

Dagegen sind die Vorkommnisse in Deutschland schlicht Pipifax.

Das hat aber nichts mit Sport zu tun, sondern das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Nur weil jetzt im Sport dieses Problem hochgehalten wird, löst es das Problem auf der außersportlichen Ebene nicht.


20. August 2013 um 19:17  |  188670

@wilson // 20. Aug 2013 um 18:21

Einer der ehrlichsten und beeindruckendsten Beiträge, die ich jemals in diesem Blog und im Zusammenhang mit diesem oder einem ähnlichen Thema gelesen habe. Mit derselben Mischung aus innerer Überzeugung gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung, losem Mundwerk ohne jegliche böse Absicht und Abscheu gegen ständige Rechtfertigungszwänge und bestimmte Auswüchse der PC, gehe auch ich durchs Leben.

Du sprichst mir ja öfter mal aus der Seele – aber selten derart präzise! 🙂

@Rassismus im Oly:
Das ist definitiv weniger geworden in den letzten 35 Jahren. Aber nur, weil die Stimmen leiser und vorsichtiger geworden sind, heißt das nicht, dass man nicht trotzdem sehr genau hinhören sollte.

Andererseits muss man auch nicht jede dumme Bemerkung, die im Rausch geäußert wird überbewerten oder dem Urheber rassistische Beweggründe unterstellen. Vieles wird einfach auch unüberlegt geäußert – ab und an bestimmt von den meisten von uns.

Anders ist das natürlich, wenn Menschen direkt angesprochen und derart diffamiert und/ oder beleidigt werden, dann heißt es, schnell und konsequent handeln und keinesfalls den Eindruck zu erwecken, zu einer schweigenden, zustimmenden Mehrheit zu gehören.

Blauweiße Grüße
Treat


HerthaBarca
20. August 2013 um 19:18  |  188671

OT
Die Hertha-App ist da! 😉


Huhuquasten
20. August 2013 um 19:18  |  188672

Wilson bringt es m.M.n. um 18.21 auf den Punkt.
Was vielleicht als Flachs gemeint war, kann vom Gegenüber als Beleidigung angesehen werden.
Einmal falsch ausgedrückt, kann man von „Hütern der Gerechtigkeit“ sofort als fremdenfeindlich abgestempelt werden.
Die Sache mit der Zigeunersauce oder auch – wie wir es früher noch kannten -Negerküsse zeigt mir, daß man es aber auch übertreiben kann.
Die angesprochene ‚Sache‘ in den USA ( Indianer) scheint nicht viele zu interressieren…
Allerdings in Deutschland – vor dem Hintergrund der geschichtlichen Vergangenheit – sollen Kinderbücher umgeschrieben werden.
Ich weiß manchmal nicht, ob ich mit meinen Kiddies noch “ 10 kleine Negerlein“ singen darf, ohne sie zu Rassisten zu erziehen…
Ich jedenfalls liebte als Kind Negerküsse und ich möchte von mir behaupten ich bin nicht rassistisch veranlagt…auch wenn ich die Dinger heut noch so nenne.


Joey Berlin
20. August 2013 um 19:22  |  188674

Am Beitrag von Botschafter Philip D. Murphy ist, IMHO 😉 , nichts zu bemängeln.
Wer mal einen ideologisch unverstellten Blick auf die Welt wirft, wird feststellen: Rassisten sind nicht zwangsläufig weiß, jede Hautfarbe „taugt“ zum Täterprofil…

http://mobil.morgenpost.de/berlin/article1756970/US-Botschafter-warnt-Berlin-vor-Rassismus.html

@del Piero // 20. Aug 2013 um 18:51,
volle Zustimmung, dieses Thema ist einfach zu komplex für dieses Medium blog.


20. August 2013 um 19:24  |  188675

Stimmt, @Huhuquasten – das Beispiel mit den „Maximalpigmentierten Schaumzuckererzeugnissen mit Migrationshintergrund“ wollte ich auch noch bringen, habe ich glatt vergessen.

Dabei finde ich die politisch korrekte Form rassistischer als den guten alten „Negerkuss“. 🙂

Blauweiße Grüße
Treat


20. August 2013 um 19:34  |  188676

Aktuell in der Abendschau ein Beitrag zum Rassismus.

Mir ist das Thema für hier zu komplex, finde @wilson s Ausführung aber erstklassig


flötentoni
20. August 2013 um 19:35  |  188677

@Dan: Die WF steht regelmäßig am Südtor, auch unter guter Beobachtung der Freunde und Helfer….dies sind wohl Altlasten aus vorangegangenen Jahrzehnten.


Huhuquasten
20. August 2013 um 19:38  |  188678

Ob nun auf dem Fußballplatz oder anderswo…Rassismus ist ein heisses Thema und allein bei Unterhaltungen muß man vorsichtig sein, um nicht falsch verstanden zu werden. Auf der fratzebuch-Seite des Unternehmens für das ich tätig bin, startete ein shitstorm. Nur weil ein Kollege einen Gast zur Tür hinaus gewiesen hatte, da dieser sich nicht benehmen konnte.
Im Endeffekt wurde es so dargestellt, daß der Grund für den Rauswurf die Hautfarbe des Gasts war.
Es scheint auch sehr einfach jemanden als Rassisten hinzustellen und derjenige kann sich dann einfach nicht mehr wehren/vom Vorwurf befreien.


monitor
20. August 2013 um 19:42  |  188679

Wilson hat es wirklich gut beschrieben.

Ich hatte als Kind eine Spielkameradin, die wurde damals Mulattin genannt. Andere bösere Zungen sprachen von Besatzungskind. Ich weiß nicht ob sie das mitbekommen hat und ob es ihr was ausgemacht hat, aber wir Kinder hatten uns an die dunkle Hautfarbe schnell gewöhnt und es war kein Thema mehr.

Wenn mir einer blöd kommt mit “ ey was guckst Du?“ werde ich auch ein kleiner Rassist, sagt mir ein freundlicher Mensch fremdländischen Aussehens nett „Guten Tag“ oder „Hi“ kommen solche Gedanken überhaupt nicht auf.

Ich halte mich deswegen nicht für rassistisch. Rassisten sind wohl eher jene, die fremdländisch wirkenden keinen guten Charakter und Bildung zutrauen.

Ausländerfeindlich war ich nur im Oly im Block L als sich die Kölner dort wie im Gästeblock aufführten! 😉


Blauer Montag
20. August 2013 um 19:44  |  188680

😀 Oh Freude, weil der Kunde seine Hausaufgaben nicht machte, dauerte mein letzter Termin heute nicht so lange. 😀

Da habe ich heute doch noch Zeit, den Beitrag und Eure Kommentare zu lesen. Vorab sei mir eine Frage gestattet: Welcher Autor, welcher Journalist verbirgt sich hinter dem Kürzel (lov)?


Dogbert
20. August 2013 um 19:44  |  188681

Genau diese „vornehmen“ Umschreibungen drücken doch erst den wahren Rassismus bzw. die Verklemmtheit gegenüber Andersartigen aus.

„Neger“ stammt und „niger“ bzw. „nigra“, und bedeutet nichts anderes als „schwarz“. Einzig die Bezeichnung „Nigger“ hat einen boshaftigen oder abschätzigen Unterton, wenn man es so deuten will.

Die Zigeuner nennen sich selbst „cigan“. Es ist doch vielmehr eine Wertschätzung ihrer kulinarischen Künste, wenn man das Zigeunerschnitzel oder die Zigeunersauße nach ihnen benennt. Es wird doch nicht der Zigeuner gegessen, sondern ein Schnitzel, welches nach Zigeunerart zubereitet wurde.

Beim Negerkuß ist es auch nicht viel anders. Da hatte jemand eine Süßigkeit erfunden, die von ihrer Gestalt und Farbgebung an einen Negerkopf erinnert.

Ich trete jetzt sofort dafür ein, daß die Schnecken, Katzen, Mäuse etc. aus den Süßigkeitsbezeichnungen verschwinden. Das ist purer Rassismus.

Auch der Löwenzahn (eine Pflanze), sollte schleunigst unbenannt werden.

Auch würde sich keine Ziege darüber freuen, wenn eine Kinderkrankheit als „Ziegenpeter“ bezeichnet wird.

Wenn ich meinen Nachbarn als „maximalpigmentiert“ bezeichnen würde, würde der einen Lachanfall kriegen und mir einen Vogel zeigen.

Ich müßte wohl auch schallend lachen, wenn ich als „minimalpigmentiert“ bezeichnet werden würde. Da ist mir „Bleichgesicht“ o. ä. lieber.


monitor
20. August 2013 um 19:45  |  188682

@BM
Gute Frage, ich Goofy dachte, das wäre allseits bekannt, nur ich hätte keine Ahnung!


Blauer Montag
20. August 2013 um 19:50  |  188683

Rassismus im Olympiastadion …

… ist mir selbst schon widerfahren. (3%, 9 Stimmen).

Au weia. Das sind 9 Stimmen zuviel um 19:48 Uhr.
Es würde ja bedeuten, dass 9 Besucher dieser Webseite im Oly Opfer rassistischer Angriffe wurden.


Alpi
20. August 2013 um 19:51  |  188684

Sehr schöne Beiträge heute hier von vielen.
Diskussionen über Zigeunersoße oder Negerkuss finde ich überflüssig. Ich bin ein Weißbrot, na und?

Ich bin da sehr bei @spiri und bei @Silvia Sahneschnitte.
Rassismus gibt es überall auf der Welt. Dabei spielt selten die Hautfarbe eine Rolle. Eg


Blauer Montag
20. August 2013 um 19:52  |  188685

Ach nein @monitor // 20. Aug 2013 um 19:45 Uhr,
wer hat denn noch die Zeit, alle 188.000 Kommentare dieses Blogges zu lesen?


Huhuquasten
20. August 2013 um 19:52  |  188686

OT:
Die neue App finde ich ganz gut gelungen.
Am Besten gefällt mir die Tabelle…da haben die Hertha tatsächlich auf Platz 6 gesetzt! 😉


20. August 2013 um 19:52  |  188687

Das ist Lorenz Vossen, reichlich vorgestellt vor einiger Zeit, 3 Monate Mopo Sport 🙂

Lesen bildet, auch wenn hier alles lesen langsam Masochismus bedeutet.


HerthaBarca
20. August 2013 um 19:56  |  188688

wilson // 20. Aug 2013 um 18:21
Da bin ich bei Dir!
Ich bin im Baugewerbe tätig, wo ja manchmal ein direkter rauer Ton herrscht – und mit Sicherheit auch nicht immer politisch korrekt! Das heißt nicht, dass der der den Spruch raus haut auch immer gleich ein Rassist ist!


Exil-Schorfheider
20. August 2013 um 19:59  |  188689

@wilson

Danke! Auch wenn ich etwas jünger bin(hust), trifft das auch auf mich zu. Klasse Beitrag. Daumen hoch!

Ich muss dann immer an die Werbung einer Bank denken:

„Was willst denn in Brasilien? Da gibt es nur Nutten und Fußballer…“

„Meine Frau ist aus Brasilien…“

„Und, bei welchem Verein spielt sie?“

——————————————————

@moogli

Auf Kuba gibt es doch kein freies Internet.


HerthaBarca
20. August 2013 um 19:59  |  188690

Treat // 20. Aug 2013 um 19:24

“Maximalpigmentierten Schaumzuckererzeugnissen mit Migrationshintergrund”
Lustig! 😉


Blauer Montag
20. August 2013 um 20:07  |  188691

Danke Exil-S., dass du meine Kommentare liest, um sie bei Bedarf anderen Lesern zu verklickern wie um 19:59 Uhr. 😉


Blauer Montag
20. August 2013 um 20:09  |  188692

„Lies meine Kommentare :!:“ schrieb der Masochist.

„Nö“ antwortete der Sadist.


wilson
20. August 2013 um 20:11  |  188693

Sprengt den Rahmen – richtig.

Mein Ansatz war der, zunächst vor der eigenen Tür zu kehren, bevor ich Leute, die wie ich auch im großen kalten Stadion hocken, verurteile.


20. August 2013 um 20:12  |  188694

oha, ein starkes, ein schwieriges Thema. Eines der intensivst empfundenen Themen meines Lebens. Ich sehe @wilsons Beitrag und finde ihn gut, weil er nonkonformistisch ist, weil er Dinge, die bis in´s Groteske reichen, spitz angeht. Und trotzdem weiss ich nicht, ob jeder, der dazu nickt…Na ja, ein schwieriges Thema für mich. Ich bin da sehr emotional und voller Wut. Es gibt ein Gefühl,, dass ich fast gar nicht kenne, obwohl ich viel Grund hätte, dieses Gefühl als Leitmotiv zu nehmen: HASS. Ich glaube am Nächsten kommt bei mir das Gefühl, wenn Menschen diskriminiert werden, wenn sie herabgesetzt werden.- Das können Hartz IV-Empfänger sein , Homosexuelle, Kleinwüchsige, Freaks, was auch immer. Wenn Hautfarbe Grund genug ist, auch nur dumme Sprüche zu machen, bin ich schon raus. Ich kann es einfach nicht ertragen. Ironie, augenzwinkernde Situationskomik..alles geht und da bin ich selbst ziemlich gerne dabei. Aber wenn jemand zornig im Stadion brüllt: „geh nach Hause, du Schwarzer Affe!“oder in der U-Bahn unsägliche Sprüche zu hören sind..dann glaube ich einfach nicht daran, dass dahinter „einfach nur Sprüche“ stecken. Das ist mehr, davon bin ich überzeugt. wenn ich aber andersherum lese, was @Hanne Sobeck über die USA zu sagen meint , dann bin ich kurz vor einem Gehirnkrampf und kann mich nur sehr schwer beherrschen. @spiri, der mal wieder an der Oberfläche nach Luft schnappt..Nee, ich sage lieber erst mal nichts zu diesem für mich extrem wichtigen Thema. Ich bin seit D. Hoeness wieder an Hertha interessiert gewesen, genau deshalb, weil er ENDLICH damit anfing, Zeichen zu setzen. Mittlerweile werbe ich für Hertha, weil ich deren Engagement für ehrlich halte und im Vergleich lässt sich es wohl sehen, wie Hertha mit den großen Themen Rassismus und Homosexualität umgeht. Die Deppen werden niemals aussterben. WIR dürfen nicht weghören, wenn unser Nachbar Müll spritzt und ggfs. „Farbe“ bekennen ( huch!)..ansonsten scheinen wir auf gutem Weg.


Alpi
20. August 2013 um 20:23  |  188695

Sehr schöne Beiträge heute hier von vielen.
Diskussionen über Zigeunersoße oder Negerkuss finde ich überflüssig. Ich bin ein Weißbrot, na und?

Ich bin da sehr bei @spiri und bei @Silvia Sahneschnitte.
Rassismus gibt es überall auf der Welt. Dabei spielt selten die Hautfarbe eine Rolle. Egal ob in afrikanischen Ländern während Bürgerkriegen das eine Volk das andere abschlachtet und schändet oder im Balkankrieg. Ich unterteile die Menschen nicht nach Hautfarbe, Rassen, Völker oder Länder. In jedem Land, in jedem Volk gibt es Gute und Böse Menschen, nette und idiotische, soziale und asoziale, ehrliche Bürger und Verbrecher, überall die gesamte Bandbreite, von Gut bis Böse. Das Individuum zählt.

Man (und auch Frau) sollte ohnehin immer jedem Menschen mit Respekt begegnen. Dann spielt es auch keine Rolle ob derjenige aus Bayern, Hessen, Polen, Türkei, Israel, Kenia oder Thailand kommt.

Jeden behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.
Ich ärgere mich auch schon immer über die Pfiffe vor dem Spiel wenn die gegnerische Mannschaft begrüßt wird.
Null Toleranz für Respektlosigkeit.

Blauweiße Grüße
Alpi


monitor
20. August 2013 um 20:26  |  188697

„moogli // 20. Aug 2013 um 19:52
Das ist Lorenz Vossen, reichlich vorgestellt vor einiger Zeit, 3 Monate Mopo Sport 🙂

Lesen bildet, auch wenn hier alles lesen langsam Masochismus bedeutet.“

Zu meiner Entschuldigung:
Ich war hier ca. 6 Monate komplett raus und habe zufällig vor kurzer Zeit wieder angefangen zu gelesen und dann auch geschrieben.


Blauer Montag
20. August 2013 um 20:29  |  188698

Vorfälle mit fremdenfeindlichem Hintergrund haben bei Hertha in den letzten Jahren …
… weiß nicht (meine Stimme).

Ich vertraue den Aussagen von @Dan um 18:57 Uhr, dass die sprüche weniger geworden sind. Aber jeder Vorfall wie mit den Mitarbeitern der US-Botschaft, oder jener, der von Dahnuta um 18:01 Uhr beschrieben wird, ist einer zu viel.

Am besten gefallen haben mir bis jetzt die unten zitierten Aussagen. Ich möchte sie noch einmal in den Blick der geneigten Leser rücken, bevor sie in der Flut der blogtäglichen Kommentare versinken.

icke_74 // 20. Aug 2013 um 17:59

Bis heute war ich inaktiver Leser, jetzt melde ich mich mal zu Wort.

…. Es ist erschreckend, dass in einem internationalen Geschäft wie dem Fußball, Rassismus noch Nährboden finden kann oder – wie @traumtänzer schreibt – in den Fankurven schlummernd vermutet wird.

Haben wir in den letzten 25 Jahren nicht genug gesehen und erlebt, wozu Rassismus führt?

In Deutschland waren es Szenen wie in Rostock oder Hoyerswerda und die Brandanschläge in Sollingen und Mölln.

Wenn man über den Tellerrand sieht, was derzeit in Ägypten, in Syrien und Somalia passiert, wie homophobie auch gesetzlich verankert wird, wie in Russland – alles Formen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Ob nun im Namen eines Gottes oder einer politischen Einstellung, das ist für mich fremdenfeindlich geprägte Gewalt – die schlimmste Form von Rassismus….

Auch außerhalb der Stadien muss etwas passieren. “Ich bin kein Rassist aber…” ist eine Einleitung, den ich noch zu oft höre und was dann kommt ist Rassismus. Da fängt es an, dort muss sensibilisiert werden auf allen Seiten, denn “Scheißdeutscher” ist genauso rassistisch wie “Scheißtürke” oder “Kanacke”.

Dahnuta // 20. Aug 2013 um 18:01
….. Wer aufmerksam Wahlkampfplakate verfolgt, weiß das auch die NPD mit dem Spruch “Gute Heimreise” – auch wieder in diesem Jahr – ihren geistigen Dünnschiss unter die Massen bringen möchte. Natürlich habe ich damals dieses Banner unter lauten Beschimpfungen aus dem Unterring entfernt.
Man darf beim Fußball niemals vergessen das er eben neben den “einfach” Fußballbegeisterten, die sich gerne im Blog austauschen, leider auch die hirnverbrannten Rassisten gibt, die es schon immer gab. Diese wird es auch immer geben, aber genau dieses mediale Echo, das Aufbäumen der Massen gegen diese Unmenschen, ist das richtige Mittel um ihnen zu antworten.

Silvia Sahneschnitte // 20. Aug 2013 um 19:06
Keine Toleranz für Respektlosigkeit, und denen die Respektlosigkeit forcieren.
Es fängt mit den kleinen Respektlosigkeiten im täglichen Umgang mit einander an. Frau gewöhnt sich dran, es wird normal, irgendwann ist soviel Normal das es furchtbar endet.
Rechtzeitiges einschreiten ist notwendig, auch hier im Blog.


monitor
20. August 2013 um 20:30  |  188699

@alpi 20:23

„Ich ärgere mich auch schon immer über die Pfiffe vor dem Spiel wenn die gegnerische Mannschaft begrüßt wird.
Null Toleranz für Respektlosigkeit.“

Ich brauche dieses Ritual auch nicht, aber es hat sich leider als Tradition eingebürgert, in allen Stadien dieser Welt.

Auf das „Na Und!!!“ bei der gegnerischen Mannschaftsaufstellung möchte ich auf keinen Fall verzichten!


f.a.y.
20. August 2013 um 20:30  |  188700

Hm. Ich persönlich empfinde es als unhöflich von „Negerküssen“ zu sprechen, einfach weil das Wort „Neger“ unabhängig von seiner Herkunft mittlerweile von Schwarzen negativ empfunden wird. Mittlerweile sind nunmehr fast 40 Jahre. Daher finde ich es auch okay, wenn man darauf verzichtet oder jemanden bittet, es zu tun.

@wilson: zum Thema „warum darf der Ni**a sagen und ich nicht“ können wir uns sehr gerne mal abseits des Blogs unterhalten. Das ist nämlich tatsächlich ein soziologisch sehr interessantes Thema.

Ich weiß nicht, was für Sprüche gemeint sind, die manchem mal so flaspig rausrutschen, daher kann ich das nicht beurteilen. Ich denke, dass es ein Instinkt ist, sich vor Fremdem und Andersartigem zu fürchten und eine unterschwellige Aggression zu entwickeln. Das sollte einen aber nicht daran hindern, sein Verhalten zu reflektieren und sich entsprechend zu benehmen. Vielleicht ist es für manche albern Inuit statt „Eskimo“ zu sagen oder Schaumkuss statt „Negerkuss“, aber es sind solche Kleinigkeiten, die das Miteienander enorm erleichtern können.

Naja, ein zu komplexes Thema, nur angerissen.


20. August 2013 um 20:31  |  188701

Genau,den HSV mal Beifall begrüßen, ebenfalls deren Fans.
Vielleicht spricht sich so etwas in der Republik sogar rum???


monitor
20. August 2013 um 20:32  |  188702

monitor 20:26
Ich verkaufe ein ge und kürze auf lesen


Tsubasa
20. August 2013 um 20:33  |  188703

Alles schon gehört, gesehen, erlebt. Schon blöd wenn man sich vor den eigenen Fans schützen muss. Von Scheiß Nigga, bis Ramos der Scheiß Nigga, bis Affengeräusche im Auswärtsblock bei jedem dunkelhäutigen Spieler des Gegners alles dabei.

Geschichten über Cl und die kanacken von Gala und die coolen rechten aus Prag…

Bayern der Judenverein… bis hin zu Stolz auf die Nazigroseltern.

Bei Hertha und besonders unter den Kutten ist das noch weit verbreitet. Die Ultras sind heutezutage eher tolerant, darunter eher Sprüher als Glatzen.

Unsere Fans aus dem Umland bereiten mir da die größte Sorge.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 20:35  |  188704

Ich wollt ja nich wie um 18.55 umschrieben, aber irgendwie muss ich doch, obwohl ich Diskussionen darüber eigentlich regelmäßig im Netz führe seit ich dieses 1999 für mich entdeckt hab und auch diverse Foren als Mod oder Admin betreut hab …

Vor ein paar Monaten führte ich darüber schon eine Diskussion mit … ich weiss nicht mal mehr mit wem. Apo klnkte sich jedenfalls ein und war der Meinung dass in jedem von uns ein Rassist steckt. Dem widersprach ich …
Jedenfalls wurde ich selbst als Rassist bezeichnet (nicht von apo) weil ich vermutlich damals, so wie ich es auch heute mache, nicht jeden als Rassist sehe und somit auch ein wenig verteidige, der mal einen Spruch macht. Oder auch 2 oder 3 Mal …
Da sind wir auch schon beim Kern der Sache: Ein Spruch, womöglich alkoholisiert und unter Emotionen im Stadion, macht noch lange keinen Rassisten aus.
Wilson hat schon das eräwhnt was auch ich damals schon ausführte … gelegentlich rutscht wohl jedem mal irgendein Spruch raus.
Komischerweise gilt man nicht als Rassist, wenn man meint die Holländer wohnen alle in Wohnwagen, die Isländer alle in Iglus … oder wenn man meint die Amerikaner seien alle ganz komische Patrioten, schon fast Nationalisten (auch eine Diskussion an die ich mich erinner)
Holländer essen nur Käse von Antje, Isländer nur Lachs (oder welchen Fsch es auch immer da gibt) und Amerikaner nur Burger.
Darüber hat vermutlich auch fast jeder schon einen Spruch rausrutschen lassen.
Von Rassismus ist aber komischerweise immer nur die Rede wenn es in den nahen Osten oder darüber hinaus geht …

Drehen wir den Spiess doch mal um … ich glaube jeder von uns musste sich schonmal anhören müssen, oder hat zumindest mitbekommen, dass wir Deutsche als „scheiss Kartoffeln“, „scheiss Sauerkrauts“ oder aber vor Allem als „scheiss Nazis“ von gewissen Leuten betitelt wurden.
Da hat komischerweise noch nie jemand von Rassismus gesprochen.
Die sind dann „halt irgendwie doof“, aber ihnen Rassismus vorwerfen würde doch eigetlich keiner, oder ?
Grad kam auch das Wort „Nigger“ auf … da möcht ich mal auf die Afroamerikaner verweisen die sich selbst untereinander so nennen, speziell im Bereich Hip-Hop.
Da is das dann aber irgendwie „cool“ und Teil der Hip-Hop Kultur ?

Ich war sehr lange mit einem Simon (englisch ausgesprochen) befreundet, der hier geboren wurde. Sein Vater war hier stationiert und heiratete eine Nigerianerin.
Wie oft hat der mich scherzhaft „Nigger“ genannt ? Fast täglich !
„Ey, haste schon gehört, Nigga?“ Alternativ auch Digga, Alta.
Aber wehe man hat ihn mal so genannt…

Ich will darauf hinaus dass „Betroffene“ da oft auch übereagieren.
Der Sohn meiner Patentante z.B. ist Mongoloid (Mongole?) Sorry, mir ist die korrekte Bezeichnung grad entfallen.
Jedenfalls geistig behindert.
Auch schon 34 Jahre alt … und vor Allem seine Mutter bestätigt mir immer wieder (un sie muss es ja wissen) dass eben auch Behinderte genau wissen welche Privilegien sie aufgrund ihrer Behinderung geniessen (können)
Man hält sie zwar für irgendwie bekloppt (auch ihre Worte), aber eigentlich können sie sehr klar denken wie jeder andere Mensch. Haben halt nur Schierigkeiten sich „normal“ mitzuteilen.
Darum nutzen viele ihre Behinderung sogar aus um irgendwas zu erreichen, zu bekommen, wohlwissend dass sie speziell behandelt werden.

Damit zurück zu „Andersfarbigen“ (meinem Kumpel von damals) bzw. allen mit Migrationshintergrund.
Teils wissen sie genau um die ganze Debatte und setzen sie geschickt ein.
Und wenn nicht bewusst, dann eben unterbewusst.
Für mich somit eigentlich kein Unterschied wenn mich jemand mal Kartoffel oder sonstwie nennt, als wenn ich mal zu einem italienischen Kellner, mit dem ich Streit im Restaurant hatte, sage „Scheiss Spaghetti“.
Rutscht einem mal raus, muss aber nicht gleich auf abgrundtief schlechte Menschen mit rassistischer Tendenz schliessen.

Und im Fall Costa (nicht wissend wie sensibel er tatsächlich ist oder ob nur mal wieder jemand seine Person politisch nutzen wollte):
Warum tritt nicht er nicht einfach mal auf allen Vieren mit einer Banane in der Hand, Duschungelgeräusche machend, vor die Skykameras und macht dazu noch ’nen Spruch ?

Es liegt ja leider in der Natur des Menschen andere irgendwie runter zu machen um sich selbst besser zu fühlen.
Würde man aber mal so offensiv und mit Humor darauf reagieren, wäre das ein Zeichen an die anderen „Mir doch Latte“.
Somit würde man gewissen Leuten sicher die „Freude“ nehmen, andere runter zu machen.

@ Tumulte der letzten Tage und Wochen hier

Dass PBohmbach hier nicht mehr schreibt, vermutlich auch nicht mehr liest liegt bestimmt auch daran. Schade!


f.a.y.
20. August 2013 um 20:35  |  188705

Auf Pauli hat mir gut gefallen, dass da auf das abgedroschene Scheiß St Pauli der 1860 mit Beifall der Paulianer reagiert wurde. Das war witzig und anders.

Grundsätzlich bin ich beim Fussball aber nicht für Kuschelkurs. Für mich gehören Pfeifen und „na und“ dazu, ich bin während des Spiels eher emotional und unversöhnlich. Bis auf ganz wenige Vereine, ist mir das aber nach dem Abpfiff (manchmal erst am nächsten Tag) wieder egal.


Blauer Montag
20. August 2013 um 20:38  |  188707

Aha,
es gibt sie leider doch, die Glatzen in der blauweißen Kutte. Aus dem Nichts wäre sonst für nicht erklärbar, wieso bis 20:33 Uhr 13 Stimmen oben sagen: Rassismus im Oly ist mir selbst schon widerfahren.


f.a.y.
20. August 2013 um 20:40  |  188709

@king: wie für @wilson weiter oben: bringe gerne mal abseits des Blogs ein wenig Licht ins Dunkel. Nur so viel: mit cool hat es nichts zu tun.


kraule
20. August 2013 um 20:41  |  188710

Alle Menschen sind Ausländer……..

Keine Chance den Rassisten!!!
Erst recht nicht bei uns im Stadion!!!!!

Ha Ho He


monitor
20. August 2013 um 20:45  |  188711

@f.a.y.

Ich z.B. bin über 50 Jahre alt und war 40 Jahre gewöhnt Neger oder Eskimo zu sagen, ohne dabei den Beschriebenen zu nahe treten zu wollen.
Nicht, daß ich es nicht verstehen will, es ist nur schwer so eine Gewohnheit abzustellen und ein Gefühl dafür zu bekommen. Ferner habe ich ein Problem damit, daß mir keine griffige Alternative zu Neger/ Eskimo/Ausländer geboten wird. Begriffe die in der Umgangssprache gewachsen sind und eindeutig sind, anstatt dieser Bezeichnungen wie „Deutscher mit ausländischen Wurzeln“, Migrationshintergrund etc.

Meine Tante ist in den 50gern nach Canada ausgewandert, träumte englisch und hatte die canadische Staatsbürgerschaft. Sie hatte kein Problem mit der Bezeichnung „Deutsche“. Das war damals die kürzeste Form einen Menschen in dieser Mulikultigesellschaft prägnant zu beschreiben.

Ich hoffe meine Hilflosigkeit ggü. der gewünschten politischen Korrektheit ist irgendwie rübergekommen.


HerthaBarca
20. August 2013 um 20:47  |  188712

@fay
„Na und“ – ja! Pfiffe, finde ich, müssen nicht sein! Ich fände es auch gut, wenn wir diese „Tradition“ durchbrechen würden!


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 20:48  |  188713

@ f.a.y.

Ohne dir zu Nahe treten zu wollen …
Aber dann hast du dich nicht ausreichend mit diversen Szenen, Jugendbewegungen usw. beschäftigt.
Ach was erzähl ich … wie im letzten Betrag schon gesagt ist es heute leider normal andere runterzumachen um sich selbst besser zu fühlen.
Machst du das z.B. einmal im Stadion und ein paar um dich herum lachen, sagt der Neanderthaler in dir „Oh, Anerkennung. Ich gut. Weitermachen“
Ergo: Cool

Kann man aber so auch völlig abseits von Fussball oder Rassismus so sagen.
Einen Spruch machen über den andere lachen, bringst du erneut
Thema: Ego polieren


Blauer Montag
20. August 2013 um 20:48  |  188714

@kfday
Was mache ich, wenn mich jemand als „Kraut“ oder „Kartoffel“ dumm anlabern will? Ich lasse ihn labern und gehe weiter.

Das Gleiche mache ich hier im Blog in den Tumulten der letzten Tage und Wochen. Ich hoffe, dass dein comment #188706 nicht die nächsten Tumulte anstiftet. 🙁


Blauer Montag
20. August 2013 um 20:51  |  188715

Edit für kfday: dein Kommentar um 20:35 Uhr.


hurdiegerdie
20. August 2013 um 20:55  |  188716

@King for a day – Fool for a lifetime // 20. Aug 2013 um 20:48

Genau das haben wir gerade im Vorblog erlebt.


monitor
20. August 2013 um 20:58  |  188717

Betreff @king 20:48
Ich habe es als Beschreibung der Tatsache empfunden, nicht als Rechtfertigung.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 21:01  |  188718

Blauer Montag // 20. Aug 2013 um 20:48

@kfday
Was mache ich, wenn mich jemand als “Kraut” oder “Kartoffel” dumm anlabern will? Ich lasse ihn labern und gehe weiter.

Eben. Mach ich auch so.
Ich geh da nicht gleich an die Presse und jammere wie böse doch andere sind.
Ich erwäge da auch keine rechtlichen Schritte. Auch nicht wenn mich hier im Blog jemand beleidigt, ne Treat ? 😉

Wir Deutsche müssen und seit 70 Jahren anhören was „wir“ damals falsch gemacht haben und sind ja ohnehin alle Nazis.
Ist je jemand aus diesem Grund an die Öffentlichkeit gegangen ?

Wiegesagt … ich fänds klasse wenn irgendwann mal jemand dem Ganzen den Wind aus den Segeln nimmt in dem er er vor laufenden Kameras eben genau diese Klischeees mit Bananen, Buschtrommeln oder was auch immer bedient und damit zeigt/sagt „Na und ? Ich stehe zu meiner Herkunft und auch dem was teils fälschlicherweise darüber erzählt wird“

Solange sich immer wieder jemand beschwert, wird sich auch immer wieder jemand daran erfreuen noch einen draufzusetzen.

Kennt man doch aus dem Blog hier 😉


20. August 2013 um 21:01  |  188719

@king: fällt mir schwer, auf deinen beitrag einzugehen, weil da so viel vermengt ist..Der Mongoloide (Trisomie 21) ist jemand mit einer Genom-Mutation. Ich habe in grauer Vorzeit mit einigen in einer Behinderten -Werkstatt im Rahmen eines kleinen Praktikums zu tun gehabt und in einem Heim für Behinderte, in dem ich 4 Jahre als Student Nachtwachen schob.- ich habe sie anders in Erinnerung, als du sie beschreibst. Mongoloide ( Volksmund „Mongos“) ist eine unglückliche bezeichnung aus nahliegendem Grunde.
Ich bleibe stur: wenn ich im Zorn“ Du blöder Spaghetti!“ sage, bin ich raus. Ich finde das seehr befremdlich und würde niemals auf so eine Idee kommen. Wenn es mein Freund wäre oder guter bekannter, würde ich ihm damit augenzwinkernd necken (können) . Wie gesagt: man kann damit auch „spielen“ Im Ernst und Zorn hingegen, ist mir so ein Ausspruch gänzlich iunverständlich. Oder gar Nigger. Wenn ich mit meinem schwarzen Kumpel unterwegs bin, kann ich das machen. Aber ich kann als Weisser doch nicht einen Schwarzen im Streit, diesen Begriff zu rufen Gänzlich unverständlich für mich, was in diesem Zusammenhang die Holländer mit ihren Wohnwägen veröloren haben. Ich verstehe dich da nicht.
„In jedem steckt ein Rassist“..ja, davon bin ich überzzeugt, mich selbst eingeschlossen.Mindestens hilft dieser Trick mir, immer auf der Hut zu bleiben. Uns ist Fremdenangst eingeboren ( einst sinnvollerweise) und sie ist tief vergraben in unserem Reaktionsmustern, so tief, dass wir manchmal mit unserer Ratio zu spät kommen, um zu korrigieren. Solange man selbstkritisch bleibt, ist das kein Problem.
Ein schwieriges Thema.


solinger
20. August 2013 um 21:03  |  188720

Also das Thema ist sehr wihtig. Es stimmt im Stadion und in der Kurve ist es weniger geworden. Aber es gibt ihn noch. Bei der Aktion Rassismus die Rote Karte zeigen, wird von einigen Fans gepfiffen.
Am schlimmsten ist es, aber wenn man über Spandau mit der S-Bahn nach Hause fährt, da werden der berühmte U.BAhn Spruch gerufen. Auch beliebt sind Sprüche wie: „Und wenn wir erst mal wieder Reichshauptstadt sind…“
Das aber d immer wieder gerne auch jüngere Fans mit machen und das als witzig ansehen, ist die größte gefahr an der Sache.
Durch die Comedy in Deutschland wird der NS und Hitler immer mehr als Witzfigur gesehen. Wir lachen gerne darüber. Das ist in Maßen auch in ordnung. Aber wenn gleichzeitig der Faschismus in der Schule nur als eine dunkle Stunde Deutschlandes behandelt wird, und man lieber über die Antike und das Mittelalter sowie die verschiedenen Kaiserreiche Deutschlands redet anstatt den Kindern die Hilfe zu geben diese Zeit richtig zu verarbeiten, dann ist es gefährlich Hitler ständig zu einer Witzfigur zu machen. Der Faschismus wird dann nicht mehr als ein ernstes Thema behandelt und nicht mehr als was gefärliches angesehen.


cameo
20. August 2013 um 21:07  |  188721

Warum und seit wann haben Einwanderer in Deutschland eigentlich Migrationshintergrund?
Und welche Farbe hat der?


Blauer Montag
20. August 2013 um 21:07  |  188722

„Erlitten“ wäre um 20:55 Uhr evt. das präzisere Wort gewesen @hurdie.

Jeden Abend freue ich mich auf das neue Blogthema. Trainingsbericht, Taktiktafel, Rassismus – alles prima geschrieben. Und am nächsten Tag schaue ich in der Frühstücks- oder Mittagspause in den Blog, und muss mich durch einen Wust von Diffamierungen u.a. Mist kämpfen. Nein, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade. Das ist kein harmloser Zeitvertreib mehr. @moogli hat bereits um 19:52 Uhr heute das passende Wort dafür gefunden.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 21:19  |  188723

@ apo

Gänzlich unverständlich für mich, was in diesem Zusammenhang die Holländer mit ihren Wohnwägen veröloren haben. Ich verstehe dich da nicht.

Damit wollte ich nur zeigen dass Holländer mit ihren Wohnwagen, oder auch dem Käse von Tante Antje, ihrem Orange usw usf genauso Eigenschaften haben oder Klischees, wie eben andere die man mit Bananen, Iglus, Fast Food o.ä. in Verbindung bringt.
D’Dorf, Union … aktuell gabs da auch hier genug zu lesen. Man verbindet x irgenwie immer mit y

Wirklich schlimm ist es aber offensichtlich nur wenn es in den (nahen) Osten geht.
„Türkin – zieh Kopptuch uff“ = rassistisch
„Holländerin = schminkt dir Titel ab“ = witzig


20. August 2013 um 21:19  |  188724

Ihc ziehs mal rüber weil es mich wirlich interessiert

@Dogbert

Definier doch bitte mal “besserer Tischtennisspieler” und dann erläutere mir bitte wie und anhand welcher Informationen du deine
Gegen analysiert hast.
Da ich selbst Tischtennis spiel, würde mich das wirklich interessieren


Herthas Seuchevojel
20. August 2013 um 21:19  |  188725

mir geht das schon wieder zu weit
wir klamüsern uns in die tausenste Instanz eines Themas und bekommen uns wahrscheinlich in der zehntausendsten irgendwo wegen abweichender Meinungen oder falsch aufgefasster Statements in die Haare

provozieren tut man, um eine gewisse Reaktion hervorzurufen, sei es aus länderbeleidigenden Gründen oder ähnliches
Angreifpunkte bei ausländischen Mitbürger ist eben eher seine Herkunft, als andere Charakterzüge, die man eben nicht kennt
genauso kann ich DAN als Statistiknerd bezeichnen, BM als zu kurz geratenen etc.
Reaktionen wirds dann immer geben

wie jemand hier schon schrieb, auf dem Bau oder bei uns in der Küche herrscht ein rauerer Ton
aktuell haben wir einen Vietnamesen dort, ein Ehemaliger ist Russe (immerhin der Vater meiner 1.Patentochter) und ein Ungar putzt sich emsig durchs Hotel
selbst wenn dann mal im Rausche der Hektik/Stresses mal eingefärbte Worte fallen, sind diese weniger beleidigt, sondern kontern sehr schnell und scharfzüngig mit Ähnlichem
wers krumm nimmt und dann Hintergedanken/Rachegelüste hegt, ist auf dem besten Weg zum aktiven/passiven Rassismus
ansonsten kann man es als reine Flapsigkeit ansehen

selbst mir, der desöfteren in London weilt, passiert das regelmäßig
nehme ich es ihnen krumm?
nein, England wird immer das einzige ‚Land bleiben, wo ich hinziehen werde bzw. würde
wenn man sich mit ihnen näher und ernsthaft unterhält, bemerkt man auch jede Menge Respekt vor uns Deutschen, abseits der oberflächlichen Schmähungen

wobei ich gar noch im Vorteil bin, meinen Stammbaum kann man über Jahrhunderte auf diese eine urpreußische Scholle zurückverfolgen
Heimatliebe ja, herabsetzende Arroganz gegenüber Auswärtiger, nöö danke

PS: so schlimm ist das Umfeld auch nicht mehr, wie es in Frankfurt/Cottbus/Eisenhüttenstadt aussieht, kann ich aber auch nicht sagen


monitor
20. August 2013 um 21:20  |  188726

@BM
Ich versuche hier etwas dazu zu lernen, auch indem ich ganz ehrlich schreibe, was ich empfinde und mich dann der Entgegnung selbstkritisch stelle.

Mit gestern kann man diese bislang gepflegte Unterhaltung kaum vergleichen. Meiner Meinung nach.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 21:29  |  188727

@ backs

Tischtennis ?

Du bist mein Mann!
Wann und wo auch immer!
Die Leute von damals fahren heute nur noch Auto, gehen mit ihren Hunden Gassi oder kümmern sich um so unwichtige Dinge wie ihren Nachwuchs 😉

Ne echt, suche seit Jahren Tischtennispartner.


20. August 2013 um 21:31  |  188728

@King

siehe der Link hinter meinem Namen.
Früher besser, dann die Frage Eishockey ODER Tischtennis…am Ende keins von beiden, aber dafür heute mit grossem Spass wieder in der Jugendarbeit.

Trotzdem interessiert mich sehr, mit welchen Mitteln Dogbert seine Gegner analysiert hat

Vielleichgt ergibt sich mal die Möglichkeit für ein Match 😉


20. August 2013 um 21:32  |  188729

@king: mir ist nicht bekannt, dass Holländer seit Jahrzehnten aus ihren Wohwägen vertrieben werden oder darin halb oder ganz totgeschlagen. Mir ist nicht bekannt, dass Holländer bei Wohnungsbesichtigungen außen vor bleiben , weil sie ihre Papiere in einer Gouda-Tüte tragen. Über Menschen mit schwarzer oder braiuner Hautfarbe habe ich solche Dinge schon gehört..Du vergleichst Dinge, die in gänzlich anderen Kontexten stehen.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 21:33  |  188730

Indersdorf ???
Ok, backs. Das wars mit unserer Beziehung!^^


20. August 2013 um 21:34  |  188731

@Holländer

Auf Campingplätzen die entspanntesten, nettesten und hilfsbereitesten Nachbarn, die man sich wünschen kann.
Ich bin immer froh, wenn ich auf der Nachbarparzelle ein gelbes Nummernschild sehe


20. August 2013 um 21:34  |  188732

@King

Bin kein Typ für eine Nacht :mrgreen:


sunny1703
20. August 2013 um 21:35  |  188733

Ich lese die Debatte finde fast alle Beiträge lesenswert.

Zur gesellschaftlichen Diskussion nur so viel, Rassismus und zwar übelsten gibt es leider weltweit.Wie dem zu begegnet werden könnte…ohne irgendwelche Formen von Konkurrenzdenken kaum vorstellbar.

Wir hier in Deutschland hatten nach der perfekten Vernichtungsmaschine, die perfekte Unterdrückungsmaschine , Probleme mit Migration einfach unter den Teppich zu kehren. Und das zum Nachteil aller.

Gewisse Formen von Rassismus oder Ausgrenzung bestimmter Gruppen gibt es in Deutschland quer durch alle Schichten, alle Parteien, alle Glaubensrichtungen usw.

Ob diese Ausgrenzung in den Köpfen aber gefährliche Ausuferungen annehmen kann, wage ich zu bezweifeln.

Doch egal wo, extreme Situationen können zu extremen Verhaltensweisen führen, davor sind auch wir nicht gefeit.

lg sunny


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 21:37  |  188734

ach apo …

Hier geht es (mir) doch die ganze Zeit um Klischees!
Die Holländer bedienen eben dieses (auch wenn dir nicht bekannt)
Andere Regionen/Länder bedienen andere…

The Root of all evil


hurdiegerdie
20. August 2013 um 21:38  |  188735

Ich bin kein Rassist und ich bin kein Freudianer. Ich lasse mir also auch nicht einreden, dass wenn ich nicht offen Rassist bin, ich das nur verdrängt habe.

Ich mache Witze über Holländer, so wie ich über Witze über Ostfriesen oder Berner lache. Ich würde in Hauptstädten der USA nicht in bestimmte Gegenden gehen, so wie ich es nicht in Südafrika oder Brasilien täte. Ich hasse es, jeden morgen an 6-7 bettelnden Roma vorbeizugehen, aber ich hasste es ebenso, wenn es organisierte Lausanner wären.

Der Drogenmarkt in Lausanne wird von Kosovo-Albanern gegen Schwarzafrikaner umkämpft. Das ist so, und es hat nichts mit Rassismus zu tun. Die US-Regierung betreibt Präsidenten übergreifend Angriffskriege. Das ist eine Meinung.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 21:39  |  188736

@ backs

Mit dir würd ichs sogar 2x machen!

*Nachdenkmelodie einspiel*

Tennis Tisch, Du Hannes Fisch


sunny1703
20. August 2013 um 21:39  |  188737

Meine Güte, der Satz soll natürlich heißen:

Wie dem begegnet werden könnte……mit den existierenden Formen von Konkurrenzdenken kaum vorstellbar.

lg sunny


Blauer Montag
20. August 2013 um 21:42  |  188738

Das kann sein @monitor // 20. Aug 2013 um 21:20 Uhr.

Wenn ich heute in der Mittagspause 5 Beiträge hintereinander lese mit gegenseitigen Diffamierungen u.a. Mist, dann ist mein Hals schon so dick wie einer der Betonsäulen am Westtor des Oly. Mal schauen, was ich morgen in der Mittagspause zu lesen bekomme, oder mir beim Training erzählt wird.

Viel Spaß bis dahin beim Tischtennis. Und seid auf der Hut vor den Tschekisten und den Faschisten. http://www.youtube.com/watch?v=mra-AaweE-c


Spiri
20. August 2013 um 21:43  |  188739

Schnappatmung, ich? Könnte daran liegen, dass ich lieber über Fußball „referiere“. Und dieses Thema eigentlich keins ist. Für einen Fußballblog eigentlich keins ist. Oder nur ein marginales.

Falls @lov hier noch einmal reinlesen sollte, kann er mir folgende zwei Fragen beantworten:

Was ist „schlimmer“, ein einzelner (oder warens mehrere?) Löwenanhänger, der im Stadion „Neger“ und/oder Ähnliches ruft oder aber wenn – wie unlängst von @UB so ausgebreitet – Herthafans während einer Bahnfahrt in Hör-, möglicherweise auch Sichtweite von Kindern nicht altersgerechtes, um nicht zu sagen pornöses Filmmaterial auf ihren Handys abspielen und lautstark kommentieren?

Was ist schlimmer, ein Fan, der zu seinem Kumpel in der Ostkurve mehr aus jugend-/umgangssprachlichem Jux sagt: „Ey, du Jude, bring mir mal ’n Bier mit“ oder aber wenn ein Stadionbesucher meinetwegen aus einer Überreaktion heraus (sei es nach einem beobachteten Foul, einer Schwalbe, whatever) einen dunkelhäutigen Spieler in Hinblick auf dessen Hautfarbe verunglimpft?

Ja, was ist schlimmer? Wer immer sich berufen fühlt, die Fragen zu beantworten, kann das selbstverständlich genauso tun wie der gute @lov. Hier, in diesem Blog wird ja niemand ausgegrenzt. 😉


del Piero
20. August 2013 um 21:44  |  188740

Geiles Spiel PSV gegen Milan, aber auch da macht der Schiri fehler 🙂


Blauer Montag
20. August 2013 um 21:45  |  188741

Und wie sind die Schweizer Berge entstanden @hurdiegerdie // 20. Aug 2013 um 21:38 Uhr?

Durch das ganze Schwarzgeld, welches U.Hoeness unter die grünen Wiesen geschoben hat.


monitor
20. August 2013 um 21:46  |  188742

Ich mag keine fiesen Menschen und wenn es für die eine Generalumschreibung gibt, greife ich manchmal gern zu.

Diese passt dann leider wiederum auf die angenehmen und liebenswerten Menschen die ich kenne, da ist es mir dann unheimlich, was meine Antipathie so ermöglichte.

Aber wenn mich die Fiesen nerven bin ich nicht so kontrolliert, wie jetzt am PC.


20. August 2013 um 21:47  |  188743

@King

das sind Angebote 😀 Sensationell.

Zum Thema Rassismus wollte ich mich eigentlich nicht äussern, weil mir die Debatte gegen den Strich geht.
Die Frage ist doch, wie oder was man als Rassismus empfindet.
Affenlaute gegen einen dunkelhäutigen Spieler sind peinlich und gehören sanktioniert, aber auch da halte ich es mit Anthony Baffoe, der in solchen Fällen einen Job auf seiner Plantage angeboten hat.
Ich möchte damit sagen, dass man diesen Vorkommnissen mit Intelligenz oder etwas Lockerheit sofort den Wind aus den Segeln nehmen kann. Das, und das möchte ich betonen, funktioniert natürlich nur bei Einzelnen.

Ich finde s auch extrem wichtig, zwischen Klischees und Fremdenfeindlichkeit zu unterscheiden.
Was hab ich shcon mit Menschen aus anderen Staaten über angeblich typisch deutsche Eigenschaften, oder Klischees deren Nationalität betreffend, gelacht.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist aufs schärfste zu verurteilen, aber nicht alles, was so von sich gibt in lockerer Atmosphäre, muss sofort in diese Schublade gesteckt werden..

Es gibt natürlich Angehörige bestimmer Religionen oder Nationen, die da extrem dünnhäutig sind


del Piero
20. August 2013 um 21:49  |  188744

@Spiri: Ich denke nicht das man das differenzieren sollte. Alles mehr oder weniger doof. Ich würde zu meinem Kumpel eher sagen:“Eh Du alter Sack, warum hast Du mir kein Bier mitgebracht“: Wieso sollte ich ihn als Juden,Moslem oder Katholiken bezeichnen, wenn er nichts davon ist?


monitor
20. August 2013 um 21:49  |  188745

@BM
Das war doch im Vorth… in dem vorhergehenden schriftlichen Austausch! 😉

Schön die Anglizismen meiden….


f.a.y.
20. August 2013 um 21:50  |  188746

@king: da war ich sehr nah dran, als ich noch jung war. Und an dem „Ni**a“ Thema zwangsläufig nach wie vor. Ich rede aber auch nicht von irgendwelchen „Followern“, sondern tatsächlich von der Entstehung des Wortes und den Gründen von schwarzen Amerikanern, es zu nutzen oder auch nicht.

Ist aber hier OT.


Herthas Seuchenvojel
20. August 2013 um 21:50  |  188747

@ub: lösch mal den vorherigen Eintrag, Schreibfehler beim Namen gemacht
doppelt gemoppelt muss nicht sein

mir geht das schon wieder zu weit
wir klamüsern uns in die tausenste Instanz eines Themas und bekommen uns wahrscheinlich in der zehntausendsten irgendwo wegen abweichender Meinungen oder falsch aufgefasster Statements in die Haare

provozieren tut man, um eine gewisse Reaktion hervorzurufen, sei es aus länderbeleidigenden Gründen oder ähnliches
Angreifpunkte bei ausländischen Mitbürger ist eben eher seine Herkunft, als andere Charakterzüge, die man eben nicht kennt
genauso kann ich DAN als Statistiknerd bezeichnen, BM als zu kurz geratenen etc.
Reaktionen wirds dann immer geben

wie jemand hier schon schrieb, auf dem Bau oder bei uns in der Küche herrscht ein rauerer Ton
aktuell haben wir einen Vietnamesen dort, ein Ehemaliger ist Russe (immerhin der Vater meiner 1.Patentochter) und ein Ungar putzt sich emsig durchs Hotel
selbst wenn dann mal im Rausche der Hektik/Stresses mal eingefärbte Worte fallen, sind diese weniger beleidigt, sondern kontern sehr schnell und scharfzüngig mit Ähnlichem
wers krumm nimmt und dann Hintergedanken/Rachegelüste hegt, ist auf dem besten Weg zum aktiven/passiven Rassismus
ansonsten kann man es als reine Flapsigkeit ansehen

selbst mir, der desöfteren in London weilt, passiert das regelmäßig
nehme ich es ihnen krumm?
nein, England wird immer das einzige ‘Land bleiben, wo ich hinziehen werde bzw. würde
wenn man sich mit ihnen näher und ernsthaft unterhält, bemerkt man auch jede Menge Respekt vor uns Deutschen, abseits der oberflächlichen Schmähungen

wobei ich gar noch im Vorteil bin, meinen Stammbaum kann man über Jahrhunderte auf diese eine urpreußische Scholle zurückverfolgen
Heimatliebe ja, herabsetzende Arroganz gegenüber Auswärtiger, nöö danke

PS: so schlimm ist das Umfeld auch nicht mehr, wie es in Frankfurt/Cottbus/Eisenhüttenstadt aussieht, kann ich aber auch nicht sagen


monitor
20. August 2013 um 21:52  |  188748

War jetzt selbstironisch und ein Schritt zu weit, hatte nichts mit BM zu tun, nur mein Clown im Hals wollte unbedingt noch einen Spaß draufsetzen, mit den Anglizismen.


del Piero
20. August 2013 um 21:53  |  188749

Meine Güte ist der El Shaarawy gut. Eine Augenweide.


Spiri
20. August 2013 um 21:56  |  188750

Endlich wieder Fußball, hurra!

HSV-Trainer Fink, stark unter Druck, sagt: „Man kann nicht zaubern.“
Und hier irrt der Trainer, denn im Fußball kann sehr wohl gezaubert werden, Luhu kann z.B. Ronny aus dem Hut zaubern – und der dann sein Zauberfüßchen, auch bester linker Huf der Liga genannt.

Der Tenor in Hamburg lautet im Grunde, gegen die Hertha wird der HSV schon was reißen, weil er ja muss, aber das nächste Heimspiel gegen Braunschweig, das wird echt schwer für den Bundesliga-Dino.

Dann übe ich mich mal in der Prä-Spielanalyse (auch Vorschau genannt). Also viele Veränderungen sind beim HSV nicht zu erwarten, die einzige Frage ist, spielen sie diesmal mit echtem Stürmer, also Rudnevs (sie haben ja nur den einen) oder wieder ohne Stürmer wie gg. Schlacke und Hoppelheim? Und wenn ohne Stürmer, sollte Hertha dann mit zwei langen Kerlen hinten verteidigen – oder wäre das ein Fall für Lusti statt Langkamp?

Scherzfrage: Warum dribbelt Ben-Hatira mit dem Spielgerät so häuftig ins Tor- oder Seitenaus?


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 21:57  |  188751

backstreets29 // 20. Aug 2013 um 21:47

Die Frage ist doch, wie oder was man als Rassismus empfindet.
Affenlaute gegen einen dunkelhäutigen Spieler sind peinlich und gehören sanktioniert, aber auch da halte ich es mit Anthony Baffoe, der in solchen Fällen einen Job auf seiner Plantage angeboten hat.
Ich möchte damit sagen, dass man diesen Vorkommnissen mit Intelligenz oder etwas Lockerheit sofort den Wind aus den Segeln nehmen kann.

Jau!
Das hab ich ja vorhin schon geschrieben.
Aber scheinbar nimmt man als Profifussballer ganz schnell diese deutsche Mentalität an „Erstmal meckern“

Ich würd an dieser Stelle eigetlich auch gern mal hinterfragen welche Profifussballer aus „anderen“ Ländern mit all dem Geld was sie verdienen, Gutes in ihrer Heimat leisten.

Mit solche Dingen steltl sich komischerweise niemand in der Vordergrund.
Wenn aber alle böse zu einem sind schon …


kczyk
20. August 2013 um 21:57  |  188752

ist denn fremdenfeindlichkeit und rassismus ein und das gleiche?
nein.
deshalb erscheint mir die diskussion um rassismus im fussball und seinen stadien etwas zu kurz gegriffen.


del Piero
20. August 2013 um 21:58  |  188753

Gugt noch jemand hier Lampions-Liga-Quali?


monitor
20. August 2013 um 22:00  |  188754

Jetzt wird’s mir zu ….
Na jedenfalls mach ich was anderes.
Bis später…


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:00  |  188755

Ach heute gibts auch Fussball ?


del Piero
20. August 2013 um 22:01  |  188756

Der Jansen kann gegen uns nicht spülen. Ist wohl länger verletzt. Der war garnicht schlecht gegen Schlake.


Spiri
20. August 2013 um 22:01  |  188757

@Pierro, alles ist schlimm, keine Frage. Aber was ist eigentlich schlimmer? Ist offener Rassismus das allerschlimmste?
Und du sagst sowas natürlich nicht, ich habe aber der Jugend auf den Mund geschaut, die sagt sowas gern mal, „Du Jude“, sehr geläufig, mag mit dem Nahostkonflikt zusammenhängen.


f.a.y.
20. August 2013 um 22:02  |  188758

@del Piero: leider nein. Bin zu geizig für das Sky Sport Paket und Hertha und international oder DFB Pokal ist ja immer so ne Sache…

@HSV: nach Aogos Suspendierung und der Feststellung, dass der neue Sportdirektor Kreuzer wohl alles an die Öffentlichkeit trägt, steigt meine Hoffung, dass die Mannschaft, der Trainer und der Vorstand wirklich bis Samstag heillos zerstritten sind.


herthabscberlin1892
20. August 2013 um 22:02  |  188759

Ich lebe nach der Maxime nicht alle Menschen unbedingt mögen zu müssen, nur weil eine politische Korrektheit dies gesellschaftlich aufdrängt – ich unterscheide nach sympathischen und nicht sympathischen Menschen unabhängig der Nationalität, des Migrationshintergrundes, der Glaubensgemeinschaft, der sexuellen Ausrichtung, des Geschlechts oder einer körperlichen Behinderung.


del Piero
20. August 2013 um 22:03  |  188760

Wollte grade schreiben der PSV ist nicht schlechter als Milan und da machen sie das 1 : 1


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:03  |  188761

kczyk // 20. Aug 2013 um 21:57

ist denn fremdenfeindlichkeit und rassismus ein und das gleiche?

Ne, ich kann Menschen die ich nicht kenne auch nicht leiden (Achtung: Zitat einer Sitcom)


del Piero
20. August 2013 um 22:07  |  188762

Ich glaube beim HSV sind derzeit abwärtige Automatismen zu Gange welche absehbar nicht zu stoppen sind. Leider wohl hört das Chaos auch bis zu Winterpause nicht auf, mimdestens.
Milan steht nur noch hinten drin.


hurdiegerdie
20. August 2013 um 22:07  |  188763

herthabscberlin1892 // 20. Aug 2013 um 22:02

Ich wusste gleich, ich mag dich.


del Piero
20. August 2013 um 22:10  |  188764

Der Balotelli ist auch nicht mehr was er mal (gegen Deutschland) war.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:11  |  188765

herthabscberlin1892 // 20. Aug 2013 um 22:02

Ich lebe nach der Maxime nicht alle Menschen unbedingt mögen zu müssen

Sollte eigentlich für jeden gelten.
Hier hat sicher jeder (auch ich) so seine „virtuellen“ Feinde.

Schlimmer ist es hingegen krampfhaft von jedem gemocht zu werden

Sollte auch Costa mal drüber nachdenken 😉


Orgelpfiff
20. August 2013 um 22:12  |  188767

Die Fans im Oly sind auch nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Rassismus ist allgegenwärtig, es gibt keine rassismusfreie Zivilisation über dem Stand eines Naturvolkes auf dieser Erde. Und schon gar nicht ist die Ostkurve da etwas besonderes. Der Rest des Stadions ist nicht anders sortiert, nur weil die Leute da mehr Geld für ihre Karten zahlen, sitzen und nicht so laut sind.

Wir werden den Rassismus nicht aus dem Stadion bekommen, solange er außerhalb überall anzutreffen ist.

Aber was mich konkret interessieren würde: Die Wannseefront steht mehr oder weniger regelmäßig im Umlauf hinter dem Block T. Sie hängen dort dann auch meistens ihr schwarzes Banner auf, mit Klebeband an die Steinwand hin zum VIP-Bereich. Ordner und Polizei stehen daneben, daher muß es ja wohl nicht gegen die Statuten sein.
Hat der Veranstalter jemals versucht, das zu unterbinden? Kann er nicht die Hausordnung so gestalten, daß man das dann unterbinden kann?

Ich weiß zumindest, daß deren Präsenz vielen im Block T sauer aufstößt.


del Piero
20. August 2013 um 22:13  |  188768

Hab ich jetzt die blau-weiße Brille auf, oder denke ich mit Recht wir könnten da ganz gut mithalten?


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:14  |  188769

Guckt hier echt jemand Fussball ?
Ich guck Kat Dennings (ohne Ton)

Doppel D drücken


f.a.y.
20. August 2013 um 22:15  |  188770

Muss jetzt doch einmal kurz widersprechen @king: ich finde nicht, dass es bei da Costa um mögen oder nicht mögen ging und er typisch deutsch erstmal meckert, statt das locker zu nehmen. Er wurde ja nicht persönlich beleidigt und als Idiot oder sontswas bezeichnet. Er wurde wegen seiner Hautfarbe als minderwertiger Mensch bezeichnet. Mittels Rufen und Affenlauten. Da muss man nicht cool reagieren, da kann man kalt reagieren.


del Piero
20. August 2013 um 22:16  |  188771

@King sorry ich störe hier sicher mit meinen Infos zu PSV:Milan, weil Fußball ist ja heut kein Thema
Abba wer oder was ist Kat Dennings?


Spiri
20. August 2013 um 22:17  |  188772

Gegen den HSV momentan ist Hertha ein nahezu sorgenfreier Verein – und man könnte Haus und Hof darauf verwetten, dass Fink als erster Erstligatrainer fliegt. Wenn da nur eine Sache nicht wäre: Trainer Fink und Sportdirex Kreuzer sind alte Bayernkumpel …

Würde es begrüßen, wenn Marcell Jansen nicht spielen könnte. 😉


herthabscberlin1892
20. August 2013 um 22:18  |  188773

@hurdiegerdie // 20. Aug 2013 um 22:07:

„herthabscberlin1892 // 20. Aug 2013 um 22:02“:

„Ich wusste gleich, ich mag dich.“

🙂 DITO 🙂


del Piero
20. August 2013 um 22:19  |  188774

Puhhh nicht nur bei Hertha schafft es jemand völlig frei vor dem Tor dat Dingen nicht unterzubringen. PSV am Drücker mit reichlich U21 auf dem Feld.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:23  |  188775

@ f.a.y.

Darum geht es ja schon seit die Sklaverei damals abgeschafft wurde.
Wie sehr musste er (persönlich!) seit dem leiden ?
Banane in die Hand, auf allen Vieren über den Platz gehüpft … DAS wär mal ne Ansage.
Damit an die Öffentlichkeit gehen und winseln spricht für mich eher für mangelndes Selbstbewusstsein.
Geld allen macht zwar nicht glücklich, aber unabhängiger.
Er hat das Geld als Profifussballer mit Sicherheit.
Schützt zwar vor Sensibilität nicht… warum aber manche auch mal von diesem „keiner hat uns lieb oder kann uns akzeptieren-Trip“ runterkommen sollte, hab ich bereits ausgeführt.

Es sind nicht immer die anderen Schuld.
Aber das lernt der noch. Is ja noch jung und nicht mittellos 😉


herthabscberlin1892
20. August 2013 um 22:23  |  188776

@King for a day – Fool for a lifetime // 20. Aug 2013 um 22:11

„herthabscberlin1892 // 20. Aug 2013 um 22:02

Ich lebe nach der Maxime nicht alle Menschen unbedingt mögen zu müssen

Sollte eigentlich für jeden gelten.“

Die Politik sieht das aber leider anders – jedenfalls aus meiner Sicht.

Man muss nicht jeden Menschen mögen, man sollte sich aber auch nicht auf eine höhere Stufe stellen (nach „rassistischer“ Sichtweise).

Was ich gar nicht mag ist die von Obrigkeiten verordnete politische Korrektheit – das ist für mich verlogen.


HerthaBarca
20. August 2013 um 22:24  |  188777

OT Bremen/Wiesenhof
Es gab gerade bei „Report“ einen Bericht über Wiesenhof. Da wurde über Tierquälerei beim Verladen von Puten berichtet.
Sollte Werder noch einmal über ihren Trikotsponsor nachdenken oder sollte das für Werder kein Thema sein?
Würde mich mal interessieren, wie da die Meinungen sind! Danke!
Ist ja auch so etwas wie Moral – also nicht ganz am Thema vorbei. 😉


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:25  |  188778

@ del Piero

Ach das war nur ein Insider

Ich wusste nichtmal dass heute PSV – Milan spielt


del Piero
20. August 2013 um 22:28  |  188779

@Spiri Hab irgendwo gelesen das Jansen verletzt ausfällt. Vielleicht weiß jemand geaueres


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:28  |  188780

@ hertha1892

Auch wenn die Wahlen vor der Tür stehen .. lass uns das nicht ausdiskutieren…

Ärgern können wir uns dann immernoch, wenn gewählt wurde und die ersten so gar nicht demokratischen Entscheidungen anfallen …


del Piero
20. August 2013 um 22:30  |  188781

@King Watn nur Hertha im Kopf 😉


del Piero
20. August 2013 um 22:33  |  188782

Prince wurde ausgewechselt. Nachspielzeit und wie sagte mein Vater immer; „Die kochen auch nur mit Wasser“ 🙂


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:34  |  188783

@ del Piero

ja, so primitiv bin ich
Du Rassist! 😆


Ursula
20. August 2013 um 22:35  |  188784

Vor 100 Jahren in der “Uni”-Mannschaft hatten
“wir” einen Fußballer von der Elfenbeinküste,
der hieß Guy Boa, ein Riesenkerl! Wenige und
ich durften ihn schmunzelnd “Banane” nennen,
wenn er mal wieder im Spiel “Schaum vor dem
Mund hatte”, um ihn zu bremsen; darauf reagierte er weniger emotionell, moderater!
Ein bekannter Fußballer der Uni-Mannschaft
Hamburg “meinte” nach einem Spiel, “so eine
Banane darf bei Euch spielen”? Das ist ihm
nicht sehr gut bekommen, im Gegenteil!

Der Ton, auch HIER, und die individuelle,
grundsätzliche Gesinnung, machen spürbar
die Musik!

Dabei sind zufällige, unwissentliche und
stereotype “verbale Entgleisungen” NICHT
damit gemeint und werden von “Betroffenen”
überhaupt nicht “eng gesehen”!!

sunny1703 // 20. Aug 2013 um 10:54
“Auffällig ist aber schon, dass wieder mal Anonyme
es sind die hier andere unqualifiziert angehen.”…..

Die “Bloghygiene” hat sich aber “spürbar”, nee
lesbar seit einigen Tagen kolossal “normalisiert”!!!

Joey Berlin // 20. Aug 2013 um 09:12
“Peinlich und überflüssig ist der nun wieder
aufgeflammte Verbalvandalismus eines schon vor
der erzwungenen Blogpause identifizierten Trolls!”

Trikottauscher // 20. Aug 2013 um 10:42
“p.p.s.: manche user sollten lieber mal die eigenen
defizite reflektieren, als andere, bemühte blogger
zu diskreditieren”…..

Trikottauscher // 20. Aug 2013 um 10:29
“wieso werde auch ich das gefühl nicht los, dass
hier ein gewisser profilneurotischer user unter
anderem nickname erneut beginnt, seine destruktiven spielchen aufzuziehen”…….!!!???

Trikottauscher // 20. Aug 2013 um 13:22
@bm
“sorry, aber wo bitte diffamiere ich? ich beabsichtige
lediglich, nicht wieder jenen leuten hier das das feld
zu überlassen, die sich auf kosten anderer zu profilieren versuchen”…..

Start-Nr.8 // 20. Aug 2013
“Es wird langsam unerträglich, die 2-3 Beiträge mit
fundiertem Inhalt aus den sie umgebenden 30 Beiträgen,
die nur Streitigkeiten enthalten, heraus zu filtern”!!!

“Immerhertha kann man bald kaum noch lesen.
Das ist echt schade.”!!!

Vielleicht waren Ursula & “Co.”(?) doch Katalysator
für dieses Trittbrettfahrer der “Extraklasse”, die nur
darauf lauern, wenn die Kacke am Dampfen ist, noch
ihr spezielles Oel ins Feuer zu gießen, obgleich “der
Topf übervoll ist” (“apo”), die nun seit wenigen Tagen
wie die Schmeißfliegen durch diesen Blog schwirren….

….die “ECHTEN” Brunnen(Blog)vergifter, z. B.
diese “Drei T”, die dem Blogvater “zur Seite” stehen,
ihm empfehlen, wie ER zu handeln hat…..

….mit welcher Motivation…???

@ ubremer, leicht war es nie, wie aktuell, aber
Du hast den EINEN oder ANDEREN beim
“Sendestopp” vielleicht (?) Doch fälschlich namentlich
benannt! Zumindest aber “ERSTmalig” auf DIESE
“Trittbrettfahrer hingewiesen”…

Denn ich denke, dass “ANDERE” diesen Blog mehr
lieben als z. B. diese“Trikottauscher”, Tunnfishe”
und Traumtänzer als “gute Menschen von Sezuan”…

sunny1703 // 20. Aug 2013 um 10:54 …
“Auffällig ist aber schon, dass wieder mal Anonyme
es sind die hier andere unqualifiziert angehen.”….

Wie immer unser liebenswerter “Sunny” dies auch
gemeint hat….!?

Vielleicht würde ER einen Blog mit mit 10-12 “Bekannten”
klar bevorzugen gegenüber 100 bis 200 “Fremden” und
unzähligen “Nurmitlesern”!? Mensch “sunny”, biste janz
unflexibel alt und voreingenommen jeworden…!

Übrigens mag ich diese “professionelle” taktische
Nachbetrachtung auch nicht sonderlich, ohne sie damit
zu qualifizieren oder nicht, weil sie Bloggern, z. b. auch mir,
den Nährboden entzieht, kurz und bündig die taktischen
Weisheiten “the day after” los zu werden…

…als Bereicherung für “Unwissende” und als “Angebot”
sollte man sie auf jeden Fall lesend zur Kenntnis nehmen,
ohne “populemisch” darauf zu reagieren….

ICH BIN und war (leider) NUR “Ursula”…!!!


jenseits
20. August 2013 um 22:38  |  188785

Ich glaube, das Thema ist selbst für unseren tollen Fußballblog zu komplex, wenn frau es ernsthaft diskutieren will.

Kann mich @Sylvia Sahneschnitte und @fay anschließen.

Begriffe verändern sich, „Türke“ ist auch nicht mehr einfach eine Bezeichnung für eine Nationalität, sondern so vernommen schon als Dreijährige/r ein Schimpfwort, das prägt.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:38  |  188786

Na jaaa, kraule und spiri haben sich zumindest wieder themenspezifisch eingebracht.


f.a.y.
20. August 2013 um 22:40  |  188788

@king: wie sehr da Costa unter Rassismus leiden musste? Oder was meinst Du? Geht mich nichts an und Du musst auch nicht antworten (lese eh erst morgen wieder): gehörst Du in Deutschland zu einer Minderheit? So wie Du schreibst, scheint es mir nicht so, aber vielleicht irre ich mich ja. Du wirkst bei diesem Thema wenig empathisch dem eigentlichen Opfer gegenüber und daher werden wir da wohl keinen gemeinsamen Nenner finden. Für mich ist es kein Winseln, so etwas dem Schiedsrichter mitzuteilen, mehr hat er nicht gemacht. Ich weiß auch nicht, was sein Gehalt damit zu tun hat.


del Piero
20. August 2013 um 22:41  |  188789

@Ursula: Wunderbare Worte, was immer sie auch bedeuten mögen


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:42  |  188790

jenseits // 20. Aug 2013 um 22:38

Begriffe verändern sich, “Türke” ist auch nicht mehr einfach eine Bezeichnung für eine Nationalität, sondern so vernommen schon als Dreijährige/r ein Schimpfwort, das prägt.

Du Deutsche, du !


Bolle75
20. August 2013 um 22:49  |  188791

Es gab zeiten da standen wir (ich mit meinen Kumpels) im Fan Block und wenn einer in der Art pöbelte kam ganz schnell ein „Wir sind Herthaner und du nicht“ Der Fannachwuchs heute macht so etwas leider nicht mehr. Allerdings war der Rassismus Ende der 90er anfang der 00er auch noch viel ausgeprägter und von den 80ern will ich gar nicht erst reden. Trotzdem ist das Bewustsein bei den Fans die nicht so denken, nicht mehr so ausgeprägt wie es mal war. Wird aber auch daran liegen das es halt bei weitem nicht mehr so schlimm ist. Die Zeiten wo ein Fussballfan automatisch auch rechts ist sind zum Glück vorbei. Trotzdem darf man den Kampf niemals aufgeben. Letzendlich wird man den Kampf auch nie vollumfänglich gewinnen, denn dazu sind die Menschen einfach zu dumm.


del Piero
20. August 2013 um 22:50  |  188792

@f.a.y.
Ich finde jeder geht, je nach Naturell, anders mit Beleidigungen und Schmähungen um.
Aber Fußball ist nur ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es kann im Stadion nicht besser zugehen als auf der Straße. Es ist ein riesen Thema, wenn jemand wegen seiner Herkunft beleidigt wird.
Aber wo ist der Aufschrei wenn gerufen wird „schwarze Sau“? Das ist doch genauso wenig in Ordnung. Aber solange der Schiri nicht Farbig ist…


jenseits
20. August 2013 um 22:52  |  188793

Mist, da ist was mit dem Abschicken vom Smartie falsch gelaufen. Aber die Personality-Shows gehen eh weiter…


Ursula
20. August 2013 um 22:53  |  188794

„Boah, ich fand die Klassenkeile schlimmer als das, was die beiden vorher geschrieben haben“ (hurdie)!

@ del Piero, das war in etwas mein Grundtenor, den ich mit meinen gesammelten Zitaten
hoffentlich,“verständlich vermitteln“ wollte….

…natürlich persönlich auch nicht ganz und gar
uneigennützig….

Viel Spaß noch….


del Piero
20. August 2013 um 22:54  |  188795

@Bolle: Wiederspruch! Du machst genau den gleichen Fehler wie die welche Du kritisierst. Nicht die Menschen sind zu dumm, sondern Einige.
Es ist und bleibt ein Kampf der Aufklärung gegen die Dummheit. Des Humanismus gegen die Unmenschlichkeit


herthabscberlin1892
20. August 2013 um 22:55  |  188796

@King for a day – Fool for a lifetime // 20. Aug 2013 um 22:28:

Da gehe ich mit Dir mit – ich darf mich sowieso nicht mehr aufregen – lieber an Samstag 18:30 Uhr denken.


cameo
20. August 2013 um 22:56  |  188797

Auf Sport1 palavert so eine Stammtischrunde, u.a. mit Neururer und Funkel. Habe nur mal kurz reingezappt. Thema zu diesem Zeitpunkt war HSV mit seinen akuten Problemen.
Abschließend einhellige Meinung in der Runde: „Am Wochenende MUSS der HSV gewinnen.“
Von Hertha war in dem Zusammenhang keine Rede.


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 22:59  |  188798

@ f.a.y

Wenn du so willst ,dann gehör ich einer Minderheit an, ja.
Willst du mehr erfahren, dann werd ich es hier aber nicht im Blog herausposaunen in der Hoffnung dass mich jemand versteht, auf meinen Zug aufspringt, oder was auch immer.
Eben nicht so wie es Costa getan hat.
Ich hab, wie jeder andere vermutlich auch, Probleme!
Ich renne aber nicht rum mit einem Schild um die Brust „Bitte versteht mich. Helft mir. Mir gehts so schlecht“
Und glaub mir dass es Menschen gibt die gravierendere Probleme haben als von Fremden in der Öffentlichkeit verarscht/beleidigt zu werden.


del Piero
20. August 2013 um 23:01  |  188799

@ursula: Siehste und warum sagst Du das dann nicht und zitierst nur? Ich hab im Vorfred über Dich gesagt Du hättest Dich gewandelt, was die Anfeindungen, oder Retourkutschen anbelangt und so lese ich Dich auch gerne. Aber mach es doch den Usern nicht so schwer. Nicht jeder kann sich immer denken was Du grade denkst bei dem was Du so verschachtelt mitteilen willst. Und ehrlich man hat auch nicht immer Lust sich deinen Text zweimal durchzulesen um den Sinn zu erfassen.


herthabscberlin1892
20. August 2013 um 23:01  |  188800

cameo // 20. Aug 2013 um 22:56:

„Abschließend einhellige Meinung in der Runde:

“Am Wochenende MUSS der HSV gewinnen.”

Von Hertha war in dem Zusammenhang keine Rede.“

Um den Siegzwang nicht von vornherein ad absurdum zu führen 🙂


Dogbert
20. August 2013 um 23:03  |  188801

Dieses Thema ist einfach viel zu komplex, um es hier umfassend abzuhandeln.

Man macht es sich zu politischerseits einfach, rassistische Tendenzen aus den Sportstätten zu verbannen und das Problem sei gelöst. Es ist ein erster und erstrebenswerter Schritt unter dem Motto „Sport soll verbinden.“

Was überhaupt noch nicht angesprochen wurde, sind rassistische Entwicklungen unter den verschiedenen ethnischen Gruppen selbst. Diese habe ich als sehr viel weniger subtil empfunden. Wenn man sich da einmischte, um zu schlichten, hatte man die verfeindeten Parteien gleichzeitig gegen sich. Versucht mal Türken, Pakistani, Kurden, Griechen und Tamilen unter einen Hut zu bekommen.

Behinderte, Kleine, Große, Brillenträger, Schwerhörige, Dicke und wer was weiß ich noch alles, bieten für manche Leute eine Angriffsfläche.

Es ist ein gesellschaftliches Problem. Der Sport ist hier noch ein recht harmloses Ventil zum Aggressionsabbau.

De eine geht damit souveräner um als der andere. Ein anderer nutzt dieses spezielle Politikum aus, um sich bei jeder Kleinigkeit beleidigt zu fühlen. Da kommt es schon zu Kuriositäten wie z. B., das Palästinasympathisanten zwangsläufig Antisemiten seien.

@Backs und #Tischtennis
Ich glaube, wir hatten das Thema schonmal gehabt. Spätestens ab der Bezirksliga wurden unsere Gegner genauer beobachtet. Zu der Zeit (Anfang der 80er) gab es noch regelrechte „Schlägerbelagsschlachten“). Natürlich kannte man bereits vorher die Spielweise des Gegners und zumindest ansatzweise seine Schlägerbeläge. Da gab es Abwehrsartisten, gegen die man sich regelrecht müde spielen konnte. Zudem galten damals noch die alten Tischtennisregeln, die solche Spiele zeitlich ins fast Unermeßliche strecken konnten. Für mich waren diese Defensivkünstler ein Albtraum. Dennoch gab es genügend Gelegenheiten, ihre Aufschläge näher zu studieren, um schnell und platziert retournieren zu können. Wenn die erstmal ins Spiel gekommen sind und ihre Position gepflegte 2 m hinter der Platte bezogen hatten, da sie ja auch meine Spielweise kannten, spielten sie halt so lange, bis ich ein Ball „entnervt“ oder unkonzentriert verschlagen habe. Rs war ja nicht so, daß die ihre Bälle einfach nur zurückgespielt hatten, sondern die besaßen eine beachtenswerte Rotation.


del Piero
20. August 2013 um 23:06  |  188802

@Cameo Warte nur ab. Auch die Westdeutsche Lobby wird Hertha wieder zur Kennnis nehmen.
Hätte nicht gedacht das ich das so schnell wieder sagen würde, aber nach zwei mal Hertha life …..


NRWler
20. August 2013 um 23:08  |  188803

@del Piero // 20. Aug 2013 um 22:01:

Der Jansen kann gegen uns nicht spülen. Ist wohl länger verletzt. Der war garnicht schlecht gegen Schlake.

Kleine Korrektur. Laut „ligainsder.de“ ist die Zehenprellung ist nicht so schlimm, wie befürchtet. Er kann morgen wieder ins Mannschafttraining einsteigen und sollte in Berlin nicht fehlen.
Hier der Link: http://www.ligainsider.de/marcell-jansen_419/


del Piero
20. August 2013 um 23:09  |  188804

Lampions-Liga: Celtic verliert gegen Schachtjor Karagandy(Kasachstan) 2:0! Watn Wahnsinn


sunny1703
20. August 2013 um 23:10  |  188805

@dogbert

Wer kritisiert, soll auch loben! 🙂 Daumen für Deinen Beitrag 23 Uhr 03! 🙂

lg sunny


sunny1703
20. August 2013 um 23:11  |  188806

Daumen hoch natürlich 😀


apollinaris
20. August 2013 um 23:11  |  188807

@hurdi 21:38 Ich weiss nicht, auf wen oder was du dich beziehst ( erwähnst Freud und subtextest meine steile These von „in jedem steckt ein Rassist“). wenn du meinen Beitrag meintest, hat du ihn leider nicht verstanden, denn alles, was du anführst, sehe ich genauso und auch jedes Wort von @hertha kann ich unterschreiben.Es ist wirklich sehr viel komplizierter, warum seit Jahrhunderten sich die Menschen schlagen, umbringen , verwaltigen ..mit dem Verwechseln von Klischee und Rassismus hat das alles gar nichts zu tun. Ich denke, über diese kleine Hürde bin ich schon seit einiger Zeit gesprungen.
Schade, wenn nicht auf den Kern des anderen eingegangen wird. Denn der hat sich sehr bemüht, klar zu trennen.
Aber vielleicht meintest du ja jemand anderen..
zum Schluss, weil dieses Thema hier wirklich den Rahmen nicht bietet: @Silvia S. hat einen schönen Nenner gefunden und der muss hier reichen.
Einer muss aber noch von mir kommen: Ich glaube, Rassismus ist nichts, was nur die „Anderen“ machen oder nur die „ganz Schlimmen“. Das ist ein Geschwür, überall auf der Welt anzutreffen..
Und ein Allerletztes: ganz verwegen finde ich es , einem von Rassismus Betroffenem anzuraten, wie er darauf zu reagieren hätte. Am liebsten mit Humor..An dieser Stelle verstehe ich Miles Davies,(dann doch) der Louis Armstrong dafür hasste, immer den Fröhlichen Grinseneger zu geben. Ich fürchte, ich wäre eher wie Miles D. Mindestens dann, wenn mir raten würde, wie ich zu sein hätte.


del Piero
20. August 2013 um 23:11  |  188808

@NRWler: Danke, hab die Zehenprellung gelesen und die Aussage er falle länger aus. Na dann hat er wenigstens Trainigsrückstand 🙂


NRWler
20. August 2013 um 23:14  |  188809

@del Piero // 20. Aug 2013 um 23:11 :
Genau immer positv bleiben! Sehr gute Einstellung. Das Lob ich mir!


etebeer
20. August 2013 um 23:15  |  188810

hurdiegerdie
20. August 2013 um 23:18  |  188811

Ich als notorischer Ursula-Nichtversteher habe ihren Beitrag verstanden. Die Hälfte der Zitate passt nicht, die andere Hälfte schon.

Es wurde nachgetreten. Ob sie sich zukünftig mehr Respekt verdient, liegt an ihr.
Ich finde auch, dass sich Spiri zur Zeit Mühe gibt, und bezweifle, dass eine Einstufung als Flachatmer hilft.


Bolle75
20. August 2013 um 23:19  |  188812

@del Piero: Doch ich sehe das so. Natürlich hast du recht nicht alle sind zu dumm aber so war es auch nicht gemeint. Es sind nun mal immer die Ammis, die Russen, die Türken, die Deutschen, die Schwarzen, die Nachbarn, die von da drüben … etc. Der Mensch ist ein soziales Tier und hält zu seiner Grupper der er angehörig ist. Das ist leider Genetisch so festgelegt und in unserem Hirn fest so abgespeichert. Wir haben nur den Vorteil das wir uns darüber Gedanken machen können. Wäre es nicht so hätte es nie Kriege gegeben. Als Intelligente Wesen sind unbewust gesteuerte Gefühle wie Liebe oder Stolz nun mal nicht Zielführend.
Mit dumm ist also eher die Unvollkommenheit der Menschen gemeint. Die Evolution hat mit der Intelligenz des Menschen leider nicht mitgehalten.
Aber nun Stopp … das Thema ist zu komplex um das ich es jetzt hier vertiefen möchte.
Allen noch einen schönen Abend


del Piero
20. August 2013 um 23:20  |  188813

@ete: Danke für den Link, sehr interessant. Na wenn der Fink meint erhätte defensiv keine Probleme dann ist das doch gut. Dann werden wir zeigen das er sich irrt 🙂 Weil wir haben vorne keine Probleme,oder?


King for a day – Fool for a lifetime
20. August 2013 um 23:22  |  188814

WIR haben überhaupt keine Probleme als Aufsteiger gegen den HSV.
Dieser aber schon
Das is ja das Schöne
Fink muss – Luhu kann


del Piero
20. August 2013 um 23:24  |  188815

@Bolle: Aha ja so allgemein versteh ich jetzt deine Aussage und stimme ihr zu. Aber ich glaube auch an das Gute in der Menschheit, es ist nur eine Frage der Jahrhunderte und des Entwicklungsstandes der Produktivkräfte.


del Piero
20. August 2013 um 23:27  |  188816

Wow Olympique Lyon verliert zu Hause 2:0 gegen Real San Sebastian. Geld schießt also doch nicht immer Tore


20. August 2013 um 23:32  |  188818

Na ja, hurdi: wenig hilfreichnist es auch, einigen Lieblingsbloggern deren Kritik an Ronny und Ramos mit dem heutigen blogthema in Verbindung zu bringen. Da finde ich die Reaktion Flachatmee ausgesprochen freundschaftlich.


20. August 2013 um 23:35  |  188819

@ fay 22:40 : da sitze ich neben dir. Geht mir haargenau so.
@ del piero: 23:24 alte Schule 🙂 🙂


hurdiegerdie
20. August 2013 um 23:39  |  188821

apollinaris // 20. Aug 2013 um 23:11

Natürlich beziehe ich mich auf dich, aber in keiner negativen Art und Weise.

„In jedem steckt ein Rassist“. In mir nicht. Wie immer es gemeint ist. Ich lehne das für mich ab. Ich bin, war und werde niemals rassistisch sein. Ich verschwende nicht mal einen Gedanken darüber, ob ich latent rassistisch bin. Ich bin es nicht, Punkt. Wenn es irgendetwas gibt, was ich nicht bin, dann rassistisch. Nicht versteckt, nicht latent nie never.

Wenn ich irgendwo arrogant bin, dann da. Ich bin nicht rassistisch und nicht homophob. Punkt. Ich führe keine Diskussionen darüber, ob ich es vielleicht latent sein könnte. Ich habe es proboert, ich bin es nicht.


20. August 2013 um 23:44  |  188822

Ok. Finde ich schön, dass du so bist und dir auch so sicher. Dann kommt meine nächste Frage: war das immer schon so ? Oder liegt da ein Weg hinzer dir ( keine Fangfrage)


Trikottauscher
21. August 2013 um 0:01  |  188824

@rassismus
nichts hat mich mehr bereichert im leben, als der versuch, andere kulturen zu begreifen/zu akzeptieren, indem ich vor ort mit ihnen gelebt habe und danach das beste daraus für mich zu ‚ziehen‘. für jemanden, der so etwas erlebt hat/erleben durfte, wird fremdenfeindlichkeit zum fremdwort… und das sage ich, obwohl natürlich auch ich punktuell mal im ausland auf vorurteile gegenüber deutschen gestossen bin. aber das war marginal und konnte ich (hoffentlich) durch meine (freundschaftliches und offenes) auftreten ‚korrigieren’/relativieren.


21. August 2013 um 0:02  |  188825

Bei mir war da offenbar wenig angelegt. Angst vor Fremden hatte ich, wie jeder. Habe ich, abgeschwächt, noch immer. Aber das kann manchmal auch vernünftig sein. Bei meiner Mutter war da nie etwas. Bei meinem Vater gab es einige Latenzen. Bei einem meiner cousins und einer meiner Tanten sind da böse Dinge verborgen.


Trikottauscher
21. August 2013 um 0:04  |  188826

meine=mein


King for a day – Fool for a lifetime
21. August 2013 um 0:04  |  188827

Das wär ja auch mal interessant zu wissen wie es bei dem ein oder anerem dann doch dazu gekommen ist.
Gut, ich erwarte ehrlich gesagt nicht dass sich hier jetzt jemand outet…
Aber falls doch, wäre es mal interessant woher denn diese Tendenzen kamen.
Ich war wiegesagt in vielen Szenen unterwegs. Und wenn sich jemand mal „outete“, dann basierte das meisst auf Erfahrungen.
Erstaulicherweise nicht nur auf Erzählungen (Union toll – Hertha doof 😉 )

So hörte ich oft von plumpem Anmachen, oder gar Übergriffen was die weiblichen Begleitungen angeht.
Ende 80er, Anfang 90er war ich selbst oft in Freibädern und kann zumindest bestätigen dass sich gewisse Leute mit speziellen Pfiffen eines damals aktuellen Gangstarfilms verständigten und auch orgranisiert persönliche Gegenstände geklaut wurden wenn man im Wasser war.
Das macht natürlich keinen guten Eindruck und die Meinung nicht besser. Dennoch hatte ich nie das Gefühl dass damals jemand aufgrund dessen rassistisch geworden wäre.
urteile, teils auch Vorurteile gegenüber gewissen Gruppen blieben aber natürlich nicht aus.
Und darauf beruhen wohl auch heute noch gewisse Tendenzen – einfach aus Erfahrungen.
Mentalitäten sind halt auch unterschiedlich und man muss sie auch nicht alle mögen.

Im Übrigen hab ich über all die Jahre festgestellt dass der „Fremdenhass“ doch überwiegend aus dem „Osten“ kommt.
Vielleicht weil sie andere Mentalitäten vorher logischerweise nicht erlebt haben/kannten. Vielleicht auch weil viele den „goldenen Westen“ mit all seinen Freiheiten doch deutlich überbewertet hatten.


Ursula
21. August 2013 um 0:07  |  188828

@ hurdie

„(Es wurde nachgetreten.) Ob SIE sich zukünftig mehr „Respekt“ verdient, liegt an ihr.“….

Nunmehr verstehe ich nicht; wird auch ganz
sekundär, weil um welchen Respekt sollte es
mir gehen? Den, den ich von vielen Usern nicht
bekäme, wie immer ich schriebe…

Den Respekt von WENIGEN, den ich immer
hatte oder Respekt, den ich mir durch gewisse
„Anpassung“ erschleichen würde?

Nee, ditt wird nischt mehr HIER!

Ich will nicht (wieder einmal) vollmundig
„Nächtle“ sagen, aber seit letzter Woche,
sind meine Tage HIER gezählt! Wobei ich
nicht einmal weiß, ob meine Beiträge so,
wie ich sie verfasse, auch veröffentlicht
werden!? Keine Resignation, nur eine
gewissen Leidenschaftslosigkeit….

Vielleicht hat „Gerdie“ auch „VORHER“
schon bemerkt, dass mein „Engagement
HIER Richtung „Null“ gefahren ist, von
angenehmen Ausnahmen (kurioserweise
oft „Montag“) mal abgesehen!

HIER vorwerfen kann ich mir nur, im Gegen-
satz zu meiner erfolgreichen sportlichen-
und beruflichen Akzeptanz, meine zu oft
mangelnde Souveränität mit den „bekannten
Usern“, Dich (leider) eingeschlossen….

Zu oft bin ich (backstreets) den „zugeworfenen
Knochen“ hinterher gehäschelt…!

Wird es nicht mehr geben, folglich auch eine,
Deine ähnliche Replik von 23:18 Uhr! „Nightly“!


hurdiegerdie
21. August 2013 um 0:08  |  188829

apollinaris // 20. Aug 2013 um 23:44
was heisst denn „immer“? Willst du eine Lebensgeschichte? Vom Moabiter Käfig, wo wir mit Türken gespielt haben, Kanaken gerufen haben, aber wehe jemannd hat unsere Türken angemacht?

Ich habe Basketball gespielt, immer mit Türken, immer mit Schwarzen. Ich arbeite international mit allen Kulturen. Nee, es gab – solange ich denken kann – nie auch nur den geringsten Anflug von Rassismus – und ich bin im Moabiter Kiez gross geworden.


etebeer
21. August 2013 um 0:11  |  188830

@ del Piero
Ich spekuliere und glaube nicht daran das Fink mit gleicher Elf und Taktik auflaufen läßt.
Er wird mit Rudnevs anstelle von Calhanoglu im Sturm beginnen.
Arslan wird sich nach schwacher Leistung auf der Bank wiederfinden
den Platz auf der sechs wird Jiracek
übernehmen.

Herthas IV mit Langkamp und Brooks sollte vor der Kopfballstärke von Westermann, Sobiech,Beister und sollte er spielen Rudnevs gewarnt sein.
vdV ein Fall für Hosogai ?


Trikottauscher
21. August 2013 um 0:13  |  188831

@apo, 0:02 Uhr
…bin da nah bei dir. es ist doch eigtl. ganz einfach: wer nicht auf auf andere zugeht, darf auch nicht erwarten, dass auf ihn zugegangen wird… das ist eines unserer hauptprobleme in dieser ‚parallelgesellschaft‘. ob auf der einen o. anderen seite…


Ursula
21. August 2013 um 0:13  |  188832

Ich hatte übrigens keine schlechte Kindheit,
ganz im Gegenteil…


King for a day – Fool for a lifetime
21. August 2013 um 0:15  |  188833

@ hurdie

Mit Türken gespielt …

8-10 Klasse war ich sehr beliebt bei den Türken bzw. Türkinnen.
Da hatte ich nämlich noch Haare auf dem Kopf. Weil diese aber extrem voll und dick waren, musste ich sie mit Gel anlegen.
Dies widerum führte dazu dass ich, in den Augen einiger, wie ein Italiener aussah.
Kurzum: Erster Kuss, erster Sex, erste (kurze) Beziehung jeweils mit Türkinnen.

Die sind aber auch wat hübsch …

Allein meine Jugend würde es mir gar nicht erlauben überhaupt nochmal rassistisch zu werden
*hach damals*


Ursula
21. August 2013 um 0:18  |  188834

…UND „ganz einfach: wer nicht auf andere
zugeht, darf auch nicht erwarten, dass auf
ihn zugegangen wird…“

Weise Erkenntnisse zu später Stunde….


Herthas Seuchenvojel
21. August 2013 um 0:20  |  188835

@King: wieso?

wir hatten Jugoslawen, Vietnamesen, Äthopier und Kubaner etc.
also starkpigmentierte Hautfarbe war uns durchaus außerhalb der Flimmerkiste bekannt 😉


Ursula
21. August 2013 um 0:22  |  188836

.. ./. s…


Herthas Seuchenvojel
21. August 2013 um 0:23  |  188837

und 2.tens „hübsche Türkinnen“ :

die Erfahrung der Anwesenheit ihrer großen Brüder hast du anscheinend im Gegensatz zu mir nicht gemacht 😉


King for a day – Fool for a lifetime
21. August 2013 um 0:23  |  188838

@ Seuchenvojel

ja, ich kannte Möpse z.B. auch aus dem TV
Als ich selbst damit konfrontiert wurde, sah die Welt aber plötzlich ganz anders aus 😆


21. August 2013 um 0:24  |  188839

Nee, Hurdi, nicht lebensgeschichte.Kamingespräch mit Rotwein über ein intensives Thema. Falscher Ort, sorry.


21. August 2013 um 0:26  |  188840

@seuchenvogel: in welche Geschäfte und Restaurants von denen bist du gegangen? Was wusstest du über sie? Das sind schon wirklich sehr andere Lebenserfahrungen..


King for a day – Fool for a lifetime
21. August 2013 um 0:26  |  188841

@ Seuchenvojel

Was glaubste wie oft ich dem Messer im Rücken nur knapp entgangen bin. Aber das sind andere Geschichten …
Teilweise hatte ich halb Mariendorf gegen mich^^


Silvia Sahneschnitte
21. August 2013 um 0:26  |  188842

Zum heutigen Blogthema ist viel geäußert worden,
@Dogbert 19:16 Uhr , nichts ist pippifax;
@treat u: @wilson 19:17 u: 18:21, geniale Intellektualität, sich selbst in Schutz nehmend und den anderen damit ein Alibi zu liefern. Uns sonst?
aber geht es nicht nur einfach um respektvollen Umgang mit einander?
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


Silvia Sahneschnitte
21. August 2013 um 0:36  |  188844

Respekt, immer wieder ein Thema, auch in diesem Blog.
Gute Nacht allen Bloggern
Ihre Silvia Sahneschnitte


Herthas Seuchenvojel
21. August 2013 um 0:39  |  188845

@Apo: versteh ich jetzt nicht deine Frage
es waren Arbeiter wie du und ich, wo ist da der Ansatz?

@King: glaub ich dir gerne ^^


herthabscberlin1892
21. August 2013 um 0:46  |  188846

Ursula // 21. Aug 2013 um 00:07:

„… aber seit letzter Woche, sind meine Tage HIER gezählt!“

Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber die wievielte Ankündigung ist das?

Selbstverständlich kann ich endlose Posts, die für mich nichtssagend sind, überlesen – auf Dauer ist das aber entnervend.

Können wir uns hier wieder bzw. zukünftig ausschliesslich weitestgehend das Thema Hertha BSC / Fussball konzentrieren? – den verbleibenden Teil können wir gerne interessanten „OT’s“ widmen, wie z.B der gerade auf rbb laufenden ganz hervorragenden Dokumentation „Girls in Pospsongs.

DANKE SEHR VORAB AN DICH URSULA.


21. August 2013 um 0:54  |  188847

@ Seuche: der Unterschied ist doch der, dass weder Kubaner noch Vietnamesen auch nur ansatzweise integriert waren. Hier kaufst du türkische , arabische Lebensmittel, stehst an Imbissen oder sitzt in Restaurants..in der Schule sind sie, in der Nachbarschaft etc. Das alles gab es in Ost- Berlin nicht und ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Chemnitz oder Erfurt anders war?
Dadurch ist der Fremde, fremd geblieben. Im Westen gab es da mehr Schnittmengen.


herthabscberlin1892
21. August 2013 um 0:56  |  188848

„Down and down she goes – our Amanda Jones“

Mick Jagger singt über Amanda Lear (Ex-Freundin von Brian Jones)!

Wer es momentan auf rbb nicht sehen kann und sich für herausragende Musikkünstler und deren Musen interessiert, unbedingt im Netz nach einer Wiederholung forschen:

http://programm.ard.de/TV/arte/girls-in-popsongs/eid_287246586394330


21. August 2013 um 0:56  |  188849

@Silvia Sahneschnitte
War das ein „sich selbst in Schutz nehmen“? Für mich eigentlich eher ein „sich selbst hinterfragen und trotzdem nicht jedem Trend hinterher hecheln und jeder selbstgerechten, öffentlichen Entrüstung folgen, weil man sich dabei so schön als reiner, guter Mensch fühlen kann. Eher mal an die eigene Nase fassen und gucken, was ist dahinter. So hatte ich es zumindest gemeint.

Rassismus und Diskriminierung jeder Art sind mir absolut zuwider – deshalb halte ich mich aber in dieser Beziehung trotzdem nicht für fehlerfrei und maße mir auch nicht an, aufgrund einer einzelnen Bemerkung über andere zu urteilen.

Gebe ich denen damit ein Alibi?

Ich weiß nicht. An meinem Arbeitsplatz bin ich bei meinen Klienten in erster Linie dafür bekannt, dass ich die Fähigkeit besitze, auch mit sehr schwierigen Menschen weitgehend vorurteilsfrei (aber eben nur weitgehend) und offen umzugehen. Ich arbeite übrigens mit überwiegend drogenabhängigen, männlichen erwachsenen Straftätern aller Art, angefangen vom „Eierdieb“, bis hin zum Vergewaltiger und Mörder. Der Ausländeranteil beträgt in meinem Arbeitsbereich regelmäßig zwischen 35 und 60 %, je nach Phase und inwieweit Menschen mit Migrationshintergrund, jedoch deutschen Papieren, statistisch zu diesem Ausländeranteil hinzu gerechnet werden oder eben nicht.

Sollte ich Sie nicht falsch verstanden haben, werfen Sie sowohl @wilson als auch mir vor, unsere rassistischen Vorurteile schützen und anderen dadurch Alibis verschaffen zu wollen.

Sollte dieser Eindruck entstanden sein, bin ich schockiert – mehr vermag ich dazu gar nicht zu sagen. Ich würde das dann sehr gern bei passender Gelegenheit persönlich erörtern, denn die Unvollkommenheit virtueller Kommunikation befördert hier Missverständnisse ungemein.

Blauweiße Grüße
Treat


herthabscberlin1892
21. August 2013 um 1:06  |  188850

The Knack „My Sharona“:

Hammerband, Hammersong, Hammerfrau, Hammercover!


Herthas Seuchenvojel
21. August 2013 um 1:07  |  188851

@apo: und trotzdem gingen sie in denselben Geschäften wie wir einkaufen,
nutzten dieselben Sportplätze und Schwimmbäder,
dieselben Bibliotheken um sich weiter zu bilden
es gab also eine erhebliche gemeinsame Schnittmenge
ebenso entstanden etliche Freundschaften untereinander am Arbeitsplatz, die teilweise bis heute noch halten

sicherlich ist die Vermengung heute größer und vielschichtiger, aber reines autarkes Inselleben damals ist ebenfalls falsch anzunehmen

aber daraus latenten Fremdenhass übergehend in die Wendezeit herauszulesen, ist abwegig


Trikottauscher
21. August 2013 um 1:09  |  188852

@ursula
zur erklärung:
möchte an dieser stelle mal feststellen, dass es mir nie darum ging/geht, dich o. irgendwen persönlich zu diskreditieren (obwohl du mir tatsächlich in schöner regelmäßigkeit mit deinen persönlich werdenden, mitunter arroganten bzw. ‚verkauderwelschten‘ eingebungen ‚ auf die nüsse‘ gingst. das gebe ich zu. habe partiell aber auch durchaus bedenkens-/lesenwertes von dir wahrgenommen). mein allgemeines motiv ist und wird immer sein, darauf zu achten, dass fair, respektvoll und konstruktiv miteinander umgegangen wird. auch in diesem blog. dafür setze ich mich ein. besonders, wenn lästige o. destruktive grenzüberschreitungen stattfinden… denke von mir, was du willst. in diesem punkt lasse ich mich nicht beirren. sonst geht das ganze kaputt: und damit ist niemandem geholfen…


King for a day – Fool for a lifetime
21. August 2013 um 1:20  |  188853

herthabscberlin1892 // 21. Aug 2013 um 01:06

The Knack “My Sharona”

——–

Grandios!
http://www.youtube.com/watch?v=g1T71PGd-J0


Dogbert
21. August 2013 um 1:24  |  188854

Verglichen mit den US-amerikanischen Verhältnissen ist das, was wir in Deutschland „Pipifax“. Darauf bezog ich mich.

In Las Vegas bekam ich von einer Unbekannten eine Ohrfeige, weil ich mich bei einer dunkelhäutigen Angestellten bedankt hatte. Ebenso in Las Vegas, hatten wir uns mit zwei Polizisten angefreundet, die das gleiche Hobby wie wir hatten, und berufsmäßig gemeinsam auf Streife gingen. Der eine Polizist war US-Bürger mexikanischer Herkunft. Er hatte wegen seiner Herkunft einen zeitlich befristeten Vertrag. Das wurde ihm auch gesagt. Sein europäisch-stammender Freund und Kollege mußte sich immer dafür einsetzen, daß er weiterbeschäftigt wird.

Südlich von San Francisco (CA) trafen wir auf unseren Expeditionen eine mexikanische Familie. Wir waren die wenigen, mit denen sie sich zusammenhängend unterhalten konnten, weil wir als Europäer offen und interessiert waren. Die Verhältnisse in den USA müssen für die „Hispanics“ furchtbar sein. Das konnten uns auch in San Francisco eingewanderte Europäer bestätigen. Weiße US-Amerikaner pöbelten uns an, wenn wir uns mit Dunkelhäutigen, Mexikanern oder Chinesen unterhielten.

In den USA ist Rassismus sichtbarer Alltag.

Die Grenze zw. den USA und Mexiko, unter G. W. Bush noch massiv aufgerüstet, besteht aus einer Stahlmauer. Da auf mexikanischer Seite eine Energieabhängigkeit im Grenzgebiet besteht, drehten die USA denen den Strom ab, um sie in ihren Hütten vor der Grenze verrecken zu lassen, um eine Flucht in die USA zu unterbinden.

So viel zur sogenannten Weltoffenheit der USA.

Selbst der sehr moderate farbige Obama, der für die Farbigen ein Hoffnungsträger war, kann nicht in seinem Sinne die Innenpolitik gestalten.


King for a day – Fool for a lifetime
21. August 2013 um 1:30  |  188855

Uh, USA is son Thema …
Hab ich hier hier nachts auch schon ein paar Stunden mit verbracht.

Ich verabschiede mich aber britisch mit dem Swwwiiinnnng
http://www.youtube.com/watch?v=h0ffIJ7ZO4U

Wie macht der Formel 1 Wagen ?
Nnnnnnnnnnnndjeennnnggggggg


Toto-BSC
21. August 2013 um 1:36  |  188856

Die Beschreibung im Beginn des Artikels spiegelt quasi den Eindruck meiner Kindheit im O-Block wieder. Schon widerlich, was da teilweise abging, wenn man mal zurueck denkt.

@ Dogbert: Ob deine Meinung unbedingt die Norm darstellt, bezweifel ich mal. Das man geohrfeigt wird, wenn man sich bei einer Dunkelhaeutigen bedankt, ist schon heftig und das ist auch alles andere als normal. Dass es Rassismus gibt in den USA, bezweifel ich nicht, aber da hast du dir EIN Extrembeispiel rausgesucht, was definitiv die Ausnahme ist.
PS: Die Alte haette von mir gleich eine zurueckgepfeffert bekommen.


Ursula
21. August 2013 um 1:51  |  188857

„Mein allgemeines motiv ist und wird immer sein,
darauf zu achten, dass fair, respektvoll und konstruktiv miteinander umgegangen wird. auch
in diesem blog. dafür setze ich mich ein. besonders, wenn lästige o. destruktive grenzüberschreitungen stattfinden“…

Das kannst Du weder beurteilen, nur eben
einseitig subjektiv, noch ist es HIER Deine
Aufgabe!!! Dafür stehen die „Blogväter“ in
ihrer ureigenen Kompetenz!!!

Wo kämen wir denn nicht nur HIER hin, die
„destruktiven Grenzüberschreitungen“ von
Usern, ggf. noch Deiner Qualität, bewerten
zu lassen!? Mit der Quintessenz, dass gerade
Du heute „grenzwertige Beiträge“, freundlich
formuliert, s. o. mit verbalen Füßen getreten
hast, obschon ich die Beiträge „dieser User“
auch nicht als das „Gelbe vom Ei“ empfand….

…aber es war ihre Meinung und Deine daraus
resultierenden Mutmaßungen waren längst
keine Meinung mehr!!! Es war Stimmungs-
mache, wie bei, mit mir…

Wer nimmt Dir das ab, „dass das ganze sonst
kaputt geht“, obwohl DU es virtuell und verbal
selbst mit Füßen tritt`s, wenn DU gemeinsinnig
NICHT mit „Deiner Moral“ intervenierst…???

DAMIT IST NIEMANDEM GEHOLFEN….

…nur der „Blogfriede“ gefährdet und User
werden in die Enge getrieben….

UND ich meine nachdrücklich nicht mich!


Dogbert
21. August 2013 um 1:54  |  188858

Es ist leider keine Ausnahme. Meine Schwiegermutter hatte mir verboten, die Schwarzenviertel in New York zu besuchen. Im Mittelwesten und Süden der USA ist es Normalität. In den USA werden die nicht-europäischen Gruppen extrem diskriminiert.

Ich habe über 10 Jahre in den USA gelebt (1990 bis 2001). Das sind alles keine Extrembeispiele oder Ausnahmen. Das ist Normalität.

Wieso sind denn US-amerikanische Gerichte so fix, wenn es darum gilt, einen Schwarzen zu verhaften? Es lastet ein erheblicher Druck auf die Gouverneure und Justiz.

Im Falle O. J. Simpson (bekannter Sportler) stand die USA kurz vor einen lokal begrenzten Bürgerkrieg in L. A. . Ich war damals dabei. Da schlugen die (meist weißen) Poilzisten nahezu wahllos auf schwarze Demonstranten ein.

Farbige werden erheblich härter und schneller bestraft als Weiße bei vergleichbaren Vergehen. Das hat mit dem Druck der Öffentlichkeit zu tun.


Toto-BSC
21. August 2013 um 1:58  |  188859

@Dogbert: Ich wohne auch in den USA, im Sueden sogar, um genau zu sein und das hier jemand geohrfeigt wird, weil er sich bei einem Schwarzen bedankt, wird man mit Sicherheit nicht erleben.

(Hab ueberigens mehreren Schwarzen die Tuer aufgehalten heute, ohne eine gescheuert zu bekommen).
Dass es Rassismus gibt, weiss ich, aber dennoch war dein Beispiel ein Extrembeispiel.


Ursula
21. August 2013 um 2:12  |  188860

…..Trikottauscher // 20. Aug 2013 um 10:29

“wieso werde auch ich das gefühl nicht los, dass
hier ein gewisser profilneurotischer user unter
anderem nickname erneut beginnt, seine destruktiven spielchen aufzuziehen”…….!!!???

Das ist kein ernstzunehmendes Veranwortungs-
gefühl, das ist übelste Stimmungsmache gegen
User, nicht auf der Basis von Meinung….

Wie DU es mit allen „Andersdenkenden“ HIER
im Blog „veranstaltest“, so auch heute geschehen!


Ursula
21. August 2013 um 2:14  |  188861

Ich trinke schnell nochen Schnaps zur
guten Nacht! HABT ACHT….

222 ster!!!


Trikottauscher
21. August 2013 um 2:23  |  188862

@ ursula, 1:51 Uhr
du hast ausdrücklich recht. es ist selbstverständlich nicht meine aufgabe, zu entscheiden, was wer wann und wie zu sagen hat. das ist und bleibt ureigenste aufgabe der blogväter. ich vertraue sogar darauf, dass sie die jüngsten äußerungen von dir hier lesen und sich ein entsprechendes urteil bilden. schon wieder weisst du dich nicht zu wehren, ausser persönlich und beleidigend zu werden. und dass, obwohl ich eine brücke zu bauen versucht habe (“ habe partiell aber auch durchaus bedenkens-/lesenwertes von dir wahrgenommen“…)
ach, weisste was, @ursula: mit dir konstruktiv diskutieren zu wollen, ist, war und bleibt einfach ein hoffnungsloses unterfangen. wie wunderbar, dass mir das sowas von am allerwertesten vorbeigeht. das war mein letzter versuch. versprühe dein gift in zukunft bitte zu hause. denn hier nervt es nur…


King for a day – Fool for a lifetime
21. August 2013 um 2:23  |  188863

Kraule und Spiri haben sich nach der Blogpause zumindest vorerst wieder mit Beiträgen zum Thema zurückgemeldet.
Nur ES führt wieder tiefenpsychologische Analysen durch wer wie tickt, während es selbst gar nicht so schlimm ist wie alle annehmen.
Glückwunsch!
Es geht sogar auf Vermutungen ein dass hier jemand mit einem Zweitaccount fährt….

@ ub
Bin ich jetzt eigentlich auch Trittbrettfahrer weil ich nachgewiesenermaßen selbst lesen und einschätzen kann ?


Dogbert
21. August 2013 um 2:24  |  188864

Nochmal, ich spreche schon lange nicht mehr von Einzelfällen.

In Atlanta (Georgia) 1996 wurden ganze Schwarzenviertel plattgemacht. Das Attentat bei den Olympischen Spielen, wo gottseidank keiner zu Schaden kam, beging ein Schwarzer. Warum wohl? Die Rassendiskriminierung in den USA ist schlichter Alltag. Dafür brauche ich keine Extrembeispiele. In der VR China existiert diese übrigens auch, nur fällt das da nicht so auf, da dort relativ wenige Europäer unterwegs sind.


21. August 2013 um 3:25  |  188865

Mir fällt es schwer, diese ganzen Stories und Vergleiche zu sortieren. Die USA mit unserem kleinen Land zu vergleichen, ist kompliziert. Ich vergleiche auch ungern Berlin mit New York oder Berlin mit Darmstadt. oder das Schulsystem der Finnen mit dem unsrigen.
Ich kenne einige Amerikaner und einige davon sind schwarz. Natürlich gibt es richtig offenen, für uns schwer verdaulichen Rassismus dort . Aber es gibt genau auch das umgekehrte Phänomen. Wir können ne Menge von den USA lernen, im Negativen, wie im Positiven. viele unserer positiven, modernen soziologischen Reformen kommen aus den USA. Dieses riesige Land polarisiert, wie kaum ein zweites. Ich bin immer wieder betrübt, wie einseitig die USA von vielen gesehen werden. Entweder uneingeschränkt toll oder sie sind die Ausgeburt der Hölle. Ich mag von 10 Amis ca 7..wenn ich diese alberne persönliche Rechnung mal aufmachen darf. Meine Frau hat einige Jahre dort gelebt und sie findet dieses Land verrückt. Sowohl im Positiven wie im Negativen extrem. Das trifft es wohl ganz gut. außerdem bliebe ich ganz gerne bei uns. Wir können ja gerne auch über die Russen und Serben oder die Argentinier reden..und schon sind wir die tollsten Antirrassisten..Wem nutzt dieser Selbstbetrug?


Dogbert
21. August 2013 um 4:59  |  188868

Es geht darum, daß die Bundesregierungen die Vereinigten Staaten ständig als Vorbild präsentieren, ohne die Rahmenbedingungen zur Kenntnis zu nehmen.


Herthas Seuchenvojel
21. August 2013 um 5:03  |  188869

Die Frage ist doch, wo hören normale Pöbeleien auf, wo fängt echter Rassismus an?
Wer und vor allen Dingen wo zieht man die Grenze?

Als vor einiger Zeit der arme Johnny K. am Alex totgeschlagen wurde, war das Entsetzen zwar groß, aber von Rassismus nie die Rede.
2 ausländische Jugendgruppen, aber geht uns Deutsche ja nix an.
Wären statt der Vietnamesen Deutsche an Stelle gewesen, hätte man das Thema schon im Hinterkopf gehabt.
Und hätten diese sich auch noch erfolgreich gewehrt, erzähl mir keiner, daß es als Schlagzeile nicht ganz dick aufgetragen worden wäre.

Ebenso vor einigen Jahren, als bei uns hier in Potsdam ein Dunkelpigmentierter zum Opfer wurde (war glaube zu Ostern oder Pfingsten).
Der Aufschrei war riesig in den Medien, ausgerechnet die Stadt, die vom Tourismus lebt, ist stark fremdenfeindlich gesinnt.
völliger Quatsch

Kaum einer erfuhr, daß der junge farbige Mann schon stark angetrunken im Bus rumpöbelte und daraufhin vom Busfahrer vor die Tür gesetzt wurde.
Weiterhin krakeelte und beleidigte er daraufhin an der Haltestelle etliche, bis er an die 2 Falschen geriet.
Glück nur für diese, daß ein Handy mitlief und sämtliches Hörbares aufgezeichnet wurde.
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit…nein, dafür hätte jeder von uns Schellen bekommen
In der Presse wird es natürlich bei weitem breiter vorgetragen, jederman darf sich echauffieren und die Wahrheit Monate später erfährt keiner bzw. interessiert keinem mehr.

daher bin ich mehr als vorsichtig mit dem Thema, anklagen kann man schnell
den Mut sich zu entschuldigen, haben aber die wenigsten


Kamikater
21. August 2013 um 5:56  |  188870

Nach 6 Jahren in den USA sehe ich das Thema auch weit komplexer, als es auf dem Sport reduzieren zu können.

Ich kann für mich nur sagen, dass ich immer enttäuscht bin, dass die Gesellschaft in diesen Fragen nicht so weit ist, wie sie vorgibt zu sein. Das ist bitter.


marvolk
21. August 2013 um 7:01  |  188871

Ich habe von 1979 bis Ende 2003 in den USA gelebt, nach Fußball bin ich hängen geblieben in San Diego, ich habe sehr selten rassischiste Auswüchse erlebt, nun mag Kalifornien etwas toleranter als andere Staaten sein, aber ich bin durch den Fußball doch sehr, sehr viel herumgekommen, natürlich gibt es Ghettos wo Afro-Amerikaner (so ist die politisch korrekte Beschreibung) meistens unter sich leben, aber Ohrfeigen oder andere Anmachen weil ich mit denen auch soziale Kontakte, hatte gab es nie.
Es liegt so einiges im Argen dort, die USA aben sich sehr gewandelt, eher zum schlechten, Rassismus besteht immer noch, wird es dort auch immer geben, aber persönlich machte ich wenig Erfahrung damit.
Habe auch fast 2 Jahre in Kapstadt gelebt als es noch Apartheid gab, aber das ist wieder ein anderer Krieg gewesen.


21. August 2013 um 7:52  |  188872

@Dogbert

Ich habe Anfang der 80 Jahre nicht gespielt, weiss aber, dass die Belagschlachten Ende der 70 er Anfang der 80er durch die Einführung der 2 Farben Regel entschärft wurde.
Die Spiele konnten sich auch nicht ins Unermessliche strecken lassen, da ja nach 15 Minuten eines Satzes die Zeitspielregel in Kraft trat.

Ich habe selber höherklassig gespielt (Landesliga) und es gab bei uns in Bayern schlicht nicht die Möglichkeit der Gegnerbeobachtung im herkömmlichen Sinne.
Man traf die Gegner auf Turnieren, oder eben bei den Punktspielen. Aber eine gezielte Vorbereitung war da nicht nötig.
Erst im Laufe der Zeit hatte man dann die Erfahrungen gesammelt, um zu wissen, wie man auf welchen Gegner reagieren konnte.


f.a.y.
21. August 2013 um 7:55  |  188873

@king: gernenmalmim Turm, wenn ich es schaffe. Habe zu vielem eine komplett andere Meinung.

@Potsdam: ich habe in vier Jahren Potsdam mehr Glatzen gesehen als davor in 20 Jahren in Berlin. Trotzdem würde ich die Stadt nicht aburteilen, ähnlich sollte es @dogbert mit den USA halten. Aus meiner Erfahrung kann ich kaum eine Geschichte bestätigen, ich fand den unsichtbaren Rassismus (glass ceiling) in den USA immer viel erdrückender, offenen habe ich dort selten erlebt. So hat jeder seine Geschichten und man sollte versuchen, sie nicht als allgemeingültige Wahrheit zu sehen. Im Übrigen ist Obama nicht farbig, ich empfehle da mal den Poem „You call me colored“.

Letztlich stimme ich @apo zu: es geht nicht um die USA, es geht um Deutschland, sogar noch kleiner: um den Mikrokosmos Fussball. Es beruhigt sicher immer zu wissen, dass Putin homophober und mancher Redneck in den Wäldern Georgias rassistischer ist. Aber die Frage war ja, wie tolerant geht es im Oly zu. Und da muss ich aus persönlicher Sicht sagen, dass ich angenehm überrascht war, als ich vor vier Jahren das erste Mal bewusst einen Fuß ins Stadion gesetzt habe. Die 80er habe ich zum Glück nicht miterlebt, den Ruf von Hertha kannte ich aber und habe daher bis vor wenigen Jahren nie Interesse an Fussball entwickelt.


Exil-Schorfheider
21. August 2013 um 7:56  |  188874

Dogbert // 21. Aug 2013 um 04:59

„Es geht darum, daß die Bundesregierungen die Vereinigten Staaten ständig als Vorbild präsentieren, ohne die Rahmenbedingungen zur Kenntnis zu nehmen.“

Das ist meiner Meinung nach ziemlich verallgemeinernd daher gesagt. Ich kann mich auch an „No´s“ erinnern, siehe dem Irak-Krieg.


Spiri
21. August 2013 um 8:06  |  188875

#Rassismus: Manche/r scheint da wirklich nicht up to date zu sein, „Türke“ ist schon gar kein richtiges Schimpfwort mehr (Zigeuner schon eher). Bestimmt hat auch nicht jeder mitbekommen, dass alte Dokumente aufgetaucht sind, wonach Altbundeskanzler H. Kohl bei seinem ersten Amtsantritt konkrete Pläne ausarbeiten ließ, die Hälfte der Türken (damals ja noch „Gastarbeiter“) ob ihres mangelnden Integrationswillens per Sofortmaßnahme wieder zurück in ihre Heimat zu schicken. Nach welchen Kriterien hätte man den osmanischen Zustrom eigentlich halbiert? Aber das sind alles abendfüllende Themen, jedes Unterthema bereits.
Wenn du einen von Rassismus Betroffenen fragst, dann sagen die meist nicht, dass dieser offene Rassismus das Schlimme ist (weil es offenbar ist, dass die „offenen Rassisten“ Vollidioten sind), sondern vielmehr der latente Rassismus – und davon hat sich ja selbst jemand Grundsolides wie @Wilson nicht gänzlich frei gemacht.

#HSV muss gewinnen: So siehts aus; ich nannte das ja bereits „die Endschlacht der Saison“ für den HSV. Nur herrscht bei denen die Meinung vor, dass sie sowieso besser sind als Hertha, dass alles in ihrer eigenen Macht stünde. Dass Ronny – den haben sie nicht einmal auf der Rechnung – ein Spiel allein entscheiden kann, das ahnen die mit keiner Zehe.

#“Ich bemühte mich …“: Sagen wir mal so, das hiesige Publikum ist eben kein sehr kunstverständiges. Ergo genügt es, irgendwas hinzuklecksen. 😉
Troubadix greift auch wieder in seine Harfe (oder ist es eine Lyra?), nur muss das in raumgreifender Gedichtform sein? Und ist die eigene Person so viel wichtiger als König Fußball?


wilson
21. August 2013 um 8:27  |  188877

@Silvia Sahneschnitte

@wilson …geniale Intellektualität, sich selbst in Schutz nehmend und den anderen damit ein Alibi zu liefern.

Zu Rechtfertigungsarien habe ich etwas in dem von Ihnen kritisierten Kommentar geschrieben. Dabei belasse ich es und kommentiere Ihren Vorwurf nicht.


Freddie1
21. August 2013 um 8:35  |  188878

Now something completely different:
Karim Bellarabi , der ja mal auch hier Thema war, wechselt auf Leihbasis nach Braunschweig.
Eine gute Verstärkung, wie ich meine, auch wenn ihm noch die Spielpraxis fehlt


pax.klm
21. August 2013 um 8:44  |  188880

Dogbert // 20. Aug 2013 um 19:44

Genau diese “vornehmen” Umschreibungen drücken doch erst den wahren Rassismus bzw. die Verklemmtheit gegenüber Andersartigen aus.

“Neger” stammt und “niger” bzw. “nigra”, und bedeutet nichts anderes als “schwarz”. Einzig die Bezeichnung “Nigger” hat einen boshaftigen oder abschätzigen Unterton, wenn man es so deuten will.

Volle Zustimmung,
muß auch mal möglich sein nicht zu meckern! 😀


sunny1703
21. August 2013 um 8:50  |  188881

@Freddie

Eigentlich nur folgerichtig. Bellarabi kehrt zu dem Verein zurück, bei dem er rausgekommen ist und Braunschweig rüstet nach. Ich habe mich über die bisherigen wenigen Transfers der Eintracht so oder so schon gewundert.

lg sunny


sunny1703
21. August 2013 um 8:57  |  188882

@spiri

Troubadix ist gut! 😀

lg sunny


fechibaby
21. August 2013 um 8:59  |  188883

Hier wird nur über Rassismus gesprochen, der von Deutschen Personen begangen wird.
Wie verhalten sich denn teilweise unsere ausländischen Mitbürger?!
„Scheiss Deutscher“ ist ein häufiger Sprachgebrauch.
Dann geht es weiter mit : „Ich ficke deine Mutter“ usw.
Wollte ich nur mal kurz in Erinnerung rufen.

Rassismus hat in unserer Gesellschaft auf keiner Seite etwas zu suchen!!


Bonpland
21. August 2013 um 9:03  |  188884

@lov

Mir scheint im Bericht ist ein Fehler: Ich war bei dem Europa-League-Spiel gegen Galatasaray 2008 (0:1) im Stadion und Harris ist da mMn nicht aufgetreten. Vielmehr handelt es sich wohl um das Champions League Duell von 1999, Endstand 1:4. Damit dürfte dieser rassistische Zwischenfall wohl schon etwas länger zurückliegen. Siehe

http://www.zeit.de/2010/47/Rapper-Harris

und den entsprechenden Morgenpost-Artikel, der, im Gegensatz zur Überschrift, vom Champions League Spiel spricht.


fechibaby
21. August 2013 um 9:32  |  188885

@Bonpland // 21. Aug 2013 um 09:03

Das CL-Spiel Hertha – Galatasaray fand am 26.10.1999 statt.
Hier trat der Rapper Harris auf.
Ist schon viele Jahre her.


Traumtänzer
21. August 2013 um 9:32  |  188886

Und wie ist es eigentlich um „intra-deutsche“ Diffamierungen (von Rassismus im Wortsinne kann man ja wohl nicht sprechen…) bestellt, wenn sich Ossis und Wessis verbal die Köpfe einschlagen oder anfeinden?


Ursula
21. August 2013 um 9:36  |  188887

…UND was ist mit dem Asylbewerberheim
in Hellersdorf!? Sind die Demonstrationen
DORT “beginnender” Rassismus…?

Sind die „Ängste“ der Anwohner vor Ort
Fremdenfeindlichkeit?

Sind die “Ängste” vor Fremden grundsätzlich
fremdenfeindlich? Sind die Ängste dort in
Hellersdorf vor steigender Kriminalität, nur
Parolen der “rechten Szene” (?) oder gibt
es eine “begründete” Fremdenfeindlichkeit,
einen “begründeten” Rassismus…??

Muss man nicht, wie immer im Leben, von
Mal zu Mal differenzieren?

Würde ich z. B. in Hellersdorf, in unmittel-
barer Nähe dieses Asylbewerberheims
wohnen, “wohnen müssen” und würde
“dagegen” auch mit demonstrieren….

….wäre ich dann fremdenfeindlich und
rassistisch….??

Ich kenne “Unmengen” an famosen
Türken, an toleranten Amerikanern
und mehr als hoch sympathischen
Afroamerikanern! Tolle Menschen!

Ich kenne aber auch etliche “Scheiß-
türken” und “SCHEIßDEUTSCHE”…

Was bin ich…? Bin ich intolerant?


Dan
21. August 2013 um 9:44  |  188888

Spiri // 21. Aug 2013 um 08:06

Eine Leier.


Bonpland
21. August 2013 um 9:44  |  188889

@fechibaby // 21. Aug 2013 um 09:32

Wenn dem tatsächlich so ist, dann sollte der Bericht hier sowie der Artikel in der Online- Morgenpost aber auch korrigiert werden.
Es ist schon ein Unterschied, wenn der Vorfall 1999 stattgefunden hat, wo Rassismus in fast allen dt. Stadien noch allgegenwärtig war.


Tsubasa
21. August 2013 um 9:51  |  188890

Also wie oben erwähnt: In Berlin hat man als angeblicher Ausländer selten bis nie Probleme. Zwei Ausnahmen: Man ist bei Hertha/Fußball oder im Osten unterwegs.

Das Schlimme ist nicht der Wortlaut der Beleidigung, sondern wenn es von den anderen Anwesenden gebilligt wird. Es ist äußerst erdrückend im Fanbus zu sitzen, wo Leute Hertha und die NPD singen oder gerade gesichtete „Kanacken“ angepöbelt werden. Geduldet fühlt man sich dort nur weil man nen Herthaschal umhat.

Wie oft ich schon von Fremden angesprochen wurde ob ich den tatsächlich Herthafan bin, ob positiv interessiert oder provokant.

…wir hatten doch oft das Thema warum das Stadion nicht voll ist… leider ist der ruf der 80iger und 90iger noch da und wird durch das Auftreten ab und an erneuert.

Einen Kumpel, Türke, konnten wir von Hertha neben Fener begeistern uund auch von Stadion oder mal Ostkurve und Auswärtsspiel überzeugen.

Da ist es nicht gerade hilfreich wenn völlig ohne grund lieder mit wir hassen
Die Türkei am Bahnhof zoo gesungen werden.

Jedenfalls sorgen unsere rechten Assis mit jedem Fehltritt dafür,dass der schnitt stagniert.


Herthas Seuchenvojel
21. August 2013 um 9:53  |  188891

@Traumtänzer:
so schlimm ist nicht
solange das Wort nicht diffamierend benutzt wird, ist alles okay
Unterschiede wird es immer geben, aber ob sie sich wieder weiter voneinander entfernen, wie diese Woche im Spiegel geschrieben, wag ich noch zu bezweifeln


Tsubasa
21. August 2013 um 9:58  |  188892

@HSV: HAHAHA auch rincon auf Mallorca gesichtet.


Exil-Schorfheider
21. August 2013 um 9:58  |  188894

ubremer
ubremer
21. August 2013 um 10:03  |  188896

@marvolks

Beitrag von 7:01 Uhr zum Thema ist zunächst im Spamordner hängen geblieben. Habe ihn jetzt freigeschaltet. Also noch mal kurz zurückscrollen – hier hin


Sir Henry
21. August 2013 um 10:05  |  188897

@Exil

Hauptsache, die haben die Tickets schon bezahlt.


f.a.y.
21. August 2013 um 10:09  |  188898

@exil: glaube ich nicht, es geht ja nur um die Zeit von 19.50 bis 9.50h, zumindest liest es sich so für mich.


ubremer
ubremer
21. August 2013 um 10:12  |  188899

@Reaktion des FC Ingolstadt

auf die Vorfälle – hier


21. August 2013 um 10:13  |  188900

Danke @ubremer für den Hinweis auf den Beitrag von @marvolk.

Lesenswert!


kraule
21. August 2013 um 10:13  |  188901

Guten Morgen.

Ich möchte noch einmal die eigentliche Frage dieses Themas aufgreifen und für mich beantworten.

Auf den Plätzen im Stadion um uns herum und auf dem Weg zum Stadion (wir sind immer mit PKW dort), geht es zumeist ohne Beanstandung bzgl. Toleranz gegenüber anderen Besuchern zu.

Gröllende, besoffene Dummköpfe sieht man auf dem Weg zum Stadion auch schon einmal, nur ist deren Sprachgebrauch oder Fähigkeit ohnehin schon eingeschränkt. Die Wirkung des Alkohol verstärkt dieses dann nur noch.

Das ist allerdings schon längst nicht mehr repräsentativ für den typischen Herthabesucher, sondern eher eine prozentual sehr, sehr geringe Zahl!

Ha Ho He


sunny1703
21. August 2013 um 10:32  |  188902

@Ursula

Ich kann dem in vielem nur beipflichten.

Rassismus ist für mich nur eine Form der Differenzierung und Abgrenzung. Bei der Begegnung mit Menschen geht es mir wie @herthabscberlin1892, mich interessiert wie sympathisch mir jemand ist,aber nicht welcher Nationalität, Hautfarbe , Religionszugehörigkeit sie oder er ist und mich interessiert auch nicht welche Partei sie wählen.

Doch habe ich diese Toleranz auch gegenüber Gruppen? Oder neige ich nicht auch da zu Verallgemeinerungen oder packe mal schnell was in eine Schublade?

Ja, das mache ich. Beispiel: Ich sage wir haben ein Ausländerproblem. Diese Aussage ist in der Form falsch und trifft nicht das was ich meine, nämlich dass hier jahrzehntelang Fehler in der Migrationspolitik nicht thematisiert werden durften, um nicht gleich zum Neonazi zu mutieren.

Ich sage, ich finde den Islam Scheiße, vor allem weil Frauen im Islam Menschen zweiter oder dritter Klasse sind und der islam agressiv herüberkommt.Ich habe jedoch nie den Koran gelesen, ich weiß vieles nur von Hören und Sagen, meine direkten Kontakte zu Menschen mit islamischen Glauben sind ziemlich verschieden. Und so verschieden ist es überall auf der Welt mit den Begegnungen mit dem Islam.
Und ich könnte noch einige Beispiele anbringen wo ich teilweise auch dumm verallgemeiner,aber nun kommt gleich die nächste Verallgemeinerung, ich kann mir auch kaum jemanden vorstellen, der das nicht macht und nicht mal verallgemeinerndes abgrenzendes in den raum wirft.

Entscheidend ist nachher nur,was aus diesen Abgrenzungen für Schlüsse gezogen werden und wie diese in die Realtät umgesetzt werden.

lg sunny


sunny1703
21. August 2013 um 10:46  |  188903

@kraule

Ich kann Deine Erfahrung nur bestätigen, die fahrten mit den Öffentlichen zum Stadion und noch mehr wieder weg sind das Unangenehmste beim Stadionbesuch!

lg sunny


Freddie1
21. August 2013 um 10:52  |  188904

@fay 10:09
Na ja, für die Rückfahrt schon doof, da Spielbeginn 18:30


21. August 2013 um 10:59  |  188905

@tszubasa 9:51 erster Absatz:
Top! Ich finde, du hast den Finger in die Wunde gelegt! Das ist bestimmt in Dortmund und Hamburg nicht anders; deshalb ist es aber leider immer noch wahr. Rassismus ist ein schwieriges Thema deshalb, weil der sich gut verkleiden kann und sich gut verstecken gelernt hat. In gewisser Hinsicht ist mir da der “ offene Rassismus“ , wie in @ fechi und viele andere angesprochen haben, lieber.
Ich bleibe dabei: wenn jemand im Streit und Zorn, rassistische Sätze raushaut..ist das für mich ein klares Zeichen, ein Indiz, dass da Tendenzen sind. Macht ein Matthäus auf dem Rollfeld gegenüber Frauen dumme Sprüche über die Länge des Schwanzes beim Schwarzen Mann, ist das pupertär und etwas peinlich, aber keinIndiz oder klares Zeichen..
Wenn Tausende gegen ein Sammellager protestieren, mischen sich unter diese sehr viele Fremdenfeindliche. Die Demonstration ist aber gerechtfertigt .Schon vor 30 (!!) Jahren haben Flüchtlingsrat und ähnliche Gruppierungen gegen solche Dinge gekämpft und versucht aufzuklären. Weil dieses Wissen mittlerweile Allgemeingut sein müsste, darf man das Errichtensolcher Lager und die damit einhergehenden Tumulte durchaus als gewollt einschätzen.


21. August 2013 um 11:02  |  188906

Edit: @ tsubasa: nicht erster Absatz..sonder “ erste Hälfte“ ist gemeint.


21. August 2013 um 11:06  |  188907

Letztlich ist es ohnehin gleich…

Ich wünsche mir ein Oly, wo schwarz, blau, grün, violett, lang und kurz, groß und klein..

-allet halt wat kreucht und fleucht-

sich auf das Spiel konzentrieren und

jemeinsam Hertha unterstützen !!

…..träume von einem Zuschauerschnitt von 74000. ….

werden wir das jemals erleben?


Ursula
21. August 2013 um 11:31  |  188908

@ sunny1703

Danke! Ich bin ja mittlerweile schon dankbar,
wenn „man“ mich überhaupt versteht…

Gerstern „hurdie“, heute Du, wenn das so
weitergeht, muss ich zum großen Leidwesen
„Einiger“, meine Einstellung neu überdenken….

War „nuhr`n“ Spaß…


HerthaBarca
21. August 2013 um 11:48  |  188910

Wer ist nachher um 15:30 beim Training?


Sir Henry
21. August 2013 um 11:50  |  188911

@HerthaBarca

Ich hoffe doch die Spieler.


Dan
21. August 2013 um 11:50  |  188912

Meiner einer.


HerthaBarca
21. August 2013 um 11:53  |  188913

@Sir
Ach was! 😉


HerthaBarca
21. August 2013 um 11:54  |  188914

@11 Freunde
In der aktuellen Ausgabe gibt es ein längeres Interview Jos!


HerthaBarca
21. August 2013 um 11:55  |  188915

…“mit“…


Sir Henry
21. August 2013 um 11:57  |  188916

@HerthaBarca

Na ja, die Steilvorlage musste ich einfach mal versenken. Bin ja sonst eher der Typus Verteidiger.


Exil-Schorfheider
21. August 2013 um 12:01  |  188917

@Sir

Typ Cannavaro? 😉


Sir Henry
21. August 2013 um 12:03  |  188918

@Exil

Eher Gattuso. GRRRRRR


HerthaBarca
21. August 2013 um 12:04  |  188919

@Sir
Mit Trainerstab wäre auch hilfreich!


Exil-Schorfheider
21. August 2013 um 12:06  |  188920

@Sir

Ich dachte wegen der Frisur… 😉


f.a.y.
21. August 2013 um 12:09  |  188921

@freddie1: stimmt, zurück müssen sie ja auch noch. 😀 Naja, eine Nacht in Berlin hat noch niemandem geschadet. Aber dann nehme ich es zurück, dann wird der ein oder andere „Gelegenheitsfahrer“ sicherlich verzichten.


Sir Henry
21. August 2013 um 12:10  |  188922

@Exil

Welche Frisur?


Joey Berlin
21. August 2013 um 12:20  |  188923

sunny1703 // 21. Aug 2013 um 10:32,

sehr ehrlich beschrieben. Für mein Empfinden haben etliche sich als „Links“ fühlenden Zeitgenossen ihren politischen Kompass auch noch nicht abgedated. Da läuft die sogenannte „antifa“ wegen jeder pro irgendwas Gruppierung Sturm, kriegt aber bei islamistischen Umtrieben nicht den A… hoch! Ich möchte auch keine Burkas @Wilson im Stadtbild sehen, und meine Nichte soll auch nicht durch das Frauenbild einer Kopftuch tragenden Lehrerin erzogen werden. In diesen Fällen hört meine Toleranz schlagartig auf, genauso wie beim Auftritt von Glatzen und Nazis!

Hertha kann froh sein, dass die unsäglichen Herthafrösche in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind, waren ein Paar ganz üble Patienten darunter!


NRWler
21. August 2013 um 12:21  |  188924

@sunny1703 // 21. Aug 2013 um 10:32 :

Ich sage, ich finde den Islam Scheiße, vor allem weil Frauen im Islam Menschen zweiter oder dritter Klasse sind und der islam agressiv herüberkommt.

Du musst aber zugeben, dass es in Bibel auch viele Passagen gibt, in denen ein sehr schräges Fraubild gezeigt wird (um es mal diplomatisch auszudrücken).

Es ist halt immer die Sache wie man mit den entsprechenden Phrasen, Sätzen, Abschnitten umgeht und was man aus ihnen für Schlüsse zieht. Ich denke beide Schriften sollte man nicht zu wörtlich nehmen.


Bolly
21. August 2013 um 12:28  |  188925

Moin

@HerthaBarca

Ich glaube unser „12.Platz lachmichtod“ ist heut dabei 😉 Bist Du auch da? Dann können wir Ihn nochmal in die Zange nehmen & uns eventuell einigen, dass wir die untere Tabellenhälfte hoffentlich nicht allzubald sehen werden. 😆

Bei Mukki hat unser kleiner Taktik Cheffe auch wiedermal recht, obwohl es eigentlich für Verletzungen Einsatzanzahl abgezogen werden müsste 😉


cameo
21. August 2013 um 12:31  |  188926

Wie es am Samstag läuft, können wir nicht wissen. Aber so schnell wie seine Sylvie wird van der Vaart hoffentlich nicht sein. Die hat schon nach zwei Minuten vollendet.
http://www.bild.de/unterhaltung/leute/sylvie-van-der-vaart/guillaume-zarka-packt-aus-31914522.bild.html


Joey Berlin
21. August 2013 um 12:33  |  188927

@NRWler // 21. Aug 2013 um 12:21,

„Ich denke beide Schriften sollte man nicht zu wörtlich nehmen.“

Ein Blick in die Türkei, Tunesien und Ägypten zeigt eher das Gegenteil, nur wenige Flugstunden von Deutschland entfernt.


NRWler
21. August 2013 um 12:45  |  188928

@Joey Berlin // 21. Aug 2013 um 12:33:

Ja leider! Dieser „Glaubenskrieg“ ist entsetzlich. Auch in Irland zB.

Aber ich wollte mit meinem Kommentar nur darauf Hinweisen, dass es auch in der Bibel die Frau teilweise als Mensch „zweiter, dritter Klasse“ dargestellt wird. Dies ist kein Koran-, islamspezifisches Phänomen.


Dan
21. August 2013 um 12:46  |  188929

@Bolly // 21. Aug 2013 um 12:28

Liebe Bolly, ich werde wohl kaum über Platz 12. gelacht haben, sondern doch wohl eher wenn man Hertha BSC ggf. eine ähnliche Rolle wie Frankfurt 12/13 zutraut bzw. das Gefühl dafür hat.
Zurzeit haste Oberwasser und ich hoffe für unsere Hertha, dass das auch so bleibt.


sunny1703
21. August 2013 um 12:48  |  188930

@NRWler

Ich habe diese beiden Beispiele nur genommen, weil ich an mir auch eine ganze Menge Schubladen entdeckt habe. Hätte ich alle geöffnet ,könntet ihr noch einige Stunden an dem Beitrag lesen! 🙂

lg sunny


HerthaBarca
21. August 2013 um 12:52  |  188931

@Bolly
Bin dabei!


Nico
21. August 2013 um 12:52  |  188932

Warum die Bananenwürfe gegen Kahn fremdenfeindlich sind soll mir mal noch einer erklären. Das zeigt halt nur dass manche Leute halt ein bisschen wie Affen aussehen oder sich so verhalten und sich die Leute dann einen Spaß daraus machen (egal ob schwarz oder weiß). Darum finde ich es auch manchmal übertrieben bei Affenlauten gegen Schwarze immer gleich von Rassismus zu sprechen. Russel Westbrook (US-Basketball Nationalspieler) sieht zB aus wie eine Schildkröte und wird oftmals ans Ninja Turtle bezeichnet. Da redet auch niemand von Rassismus. Sicherlich sind die Übergänge von seichtem Spaß zu Rassismus fließend aber man muss halt trotzdem differenzieren.


Dan
21. August 2013 um 12:55  |  188933

Oh Oh Oh

heißt natürlich LiebeR Bolly


Bolly
21. August 2013 um 12:57  |  188934

@Dan

Egal hautsache Anrede lieber Dan 🙂 Ick weiß – Oberwasser hört sich gut an-wir schwimmen ja auf gleiche Welle & ick bammel, zugegeben ja jetzt schon gegen den LachSV 😉 Aber Du weißt doch: So lange wir können,solln „Wir“
Ich freu ma uffs Training bis gleich & ein schönen Sonnigen Mittwoch allen anderen!


NRWler
21. August 2013 um 12:58  |  188935

@sunny1703 // 21. Aug 2013 um 12:48 :

Ja dacht ich mir schon! Wie gesagt mein Kommentar war nur als „Hinweis“ gemeint.

Keinesfalls als Belehrung, Zurechtweisung o.ä. 🙂


Bolly
21. August 2013 um 12:58  |  188936

Nicht haut… sondern Hauptsache…


21. August 2013 um 13:16  |  188938

@Bolly: Ein Hautjob?

@Dan: Welcher Film? 😉


Dogbert
21. August 2013 um 13:29  |  188939

Ich mag jetzt ein bißchen spät dran sein, aber dennoch:

Ich finde alle eure Beiträge zu Thema hochinteressant. Natürlich hat diesbezüglich jeder seinen mehr oder weniger umfangreichen Erfahrungshintergrund, ohne die Absicht dabei zu hegen, das zu verallgemeinern.

Wie ich oben schon mit Türken, Griechen, Kurden und Tamilen angedeutet hatte, hatte ich mit denen in entfernter Form als EDV-Mann zu tun. Einzeln genommen waren sie alle sehr nett und kooperativ. Wenn man sich jedoch mit den Schichtführern, die zum Teils selbst Ausländer sind, sprach konnte man sich schon ein bißchen ein Bild davon machen, was unmittelbar vor Ort abgelaufen ist. Da mußte hart durchgegriffen werden. Es war schon schwierig genug, die Schichten personell so zusammenzustellen, daß es keine Randale gab.

Es gab die assimilierten Ausländer und die, die weitgehend unter sich blieben. Wenn man sich mit ersteren unterhielt, konnte man feststellen, daß sie auch froh sind, mit den Integrationsunwilligen nichts zu tun zu haben, sich sogar für dieses „Pack“ schämen.

Ich kenne in Berlin keinen, der noch nicht mit Südosteuropäern mittelgroße Probleme hatte, sie aber nicht ansprechen durfte, weil man damit ja ganz schnell in die „rechte“ Ecke abgestempelt wurde.

Es wurden in der Politik über Jahre hinweg der Fehler begangen, bestimmte Ethnien unter Artenschutz zu stellen bzw. damals wirklich noch sehr harmlose Mißstände tabuisiert wurden. Das mag auch daran gelegen haben, daß Westberlin im besonderen Maße auf Arbeitskräfte angewiesen war.

Dagegen sind ein paar dumme Bemerkungen beim Fußball noch relativ harmlos, was keineswegs bedeutet, daß man darüber hinwegsehen darf.

Wenn zu mir jemand „Scheiß Deutschmann“ sagen sollte, habe ich die Wahl, mich dagegen zu wehren (werde dann bei der Polizei sowieso nicht ernstgenommen), oder müde abwinken, weil mich das nicht kratzt.

Inzwischen wird die Öffentlichkeit und Politik durch mutige Journalisten, die bemerkenswerterweise selbst ausländischer Herkunft sind, einigermaßen sensibilisiert, aber findet noch keine plausible Handhabe, um sich nicht die früheren massiven Fehler in der Integrationspolitik eingestehen zu müssen. Wo man früher noch von Einzeltätern sprechen konnte, handelt es sich heute um kaum noch durchschaubare Netzwerke, die bis ins letzte Detail durchorganisiert sind.

Für wie dumm die Politik die einheimische Bevölkerung hält, sieht man an Bambi-Preisträger Bushido als mustergültiges Vorbild für ausgezeichnete Integrationspolitik.

Nachtrag zu @Backs:
Ist richtig, was Du schreibst. Ich kann mich da jetzt nicht festlegen, wann welche Regeleinführung wann genau für alle verbindlich in Kraft trat. Der verdeckte Aufschlag wurde auch irgendwann verboten. Um mich genauer auszudrücken: meine ernstzunehmende aktive Zeit war zw. 1976 und 1981, wo Tischtennis ein wunderbarer Ausgleich mit Ambitionen zum zeitgleich betriebenen Fußball war. Danach habe ich mich ganz auf meine außersportliche berufliche Entwicklung konzentriert und die anderen Sportarten mußten zumindestens auf dieser relativ höheren Ebene vernachlässigt werden.


apollinaris
21. August 2013 um 13:39  |  188940

@nico: bei Kahn hast du recht. Wenn das Gleiche bei Schwarzen gemacht wird , ist es aber doch etwas vollkommen anderes. Jede Sache hat ja seine Geschichte. Affenlaute und Schwarz- na ja, sollte bekannt sein.–


Dan
21. August 2013 um 13:42  |  188941

@Treat

Film?

Meiner einer?

„Porky´s Hare Hunt“ aber hier wohl eher die „Bugs Bunny Show“.

Aber bitte nicht mit Hase Cäsar „Biddeschööööön!” verwechseln. 😉


del Piero
21. August 2013 um 14:05  |  188942

@Ursula 9:36
Sehr guter Kommentar, könnte von mir stammen 😉 also bitte nix überdenken


Witox
21. August 2013 um 14:09  |  188943

Wilson: Danke für Deinen ehrlichen Beitrag. Denkst Du aber nicht, dass sobald man jemanden beim Schimpfen auf seine Hautfarbe/Herkunft/Sexualität reduziert, dies beim Beschmipften nicht als mangelnde Leistung ankommt, sondern als Reduizierung auf seine Hautfarbe/Herkunft/Sexualität.
Ich verstehe, dass es nicht unbedingt so gemeint ist. Entscheidend ist jedoch, was beim Beschimpften ankommt.

Rassismus bedeutet nicht notwendigerweise, dass man Menschen mit anderer Hautfarbe in KZ’s schickt oder NPD wählt. Rassismus bedeutet, dass man zwischen Hautfarben wertet.

Anders dargestellt: jemand schimpft auf Ramos weil ihm wieder ein Ball verspringt, dieser nennt ihn „Neger“. Ist natürlich nicht böse gemeint. Neben dem Schmipfer steht ein Hertha-Fan mit dunkler Hautfarbe. Was fühlt der?
Er fühlt eine Schelte aufgrund seiner Hautfarbe. Passiert das ein paarmal (auch anderso, auf Arbeit, wo auch immer), fühlt er sich automatisch ausgeschlossen, kommt irgendwann nicht mehr zu den Spielen, zieht sich in gesellschaftliche Nischen zurück etc. blabla.

Stellt euch vor ihr seid Deutsche, mit einer Deutschalndfahne auf der Stirn tätowiert (damit geboren), ihr seid bei Arsenal, neben euch stehen zehn bullige Typen, die mit „Fucking German“ auf Mertesacker schimpfen. „Ist ja nicht so gemeint“, sagen danach die zehn bulligen Typen. Beim nächsten mal machen sie es aber wieder. Was macht man dann, wenn man mit Deutschlandflagge auf der Stirn in England lebt?


helly
21. August 2013 um 14:34  |  188944

Kopftransplantation oder Laser!?!


Witox
21. August 2013 um 14:42  |  188945

Sag das mal einem Schwarzen.


Sir Henry
21. August 2013 um 14:49  |  188946

wilson
21. August 2013 um 15:11  |  188947

@Witox

In den Augen eines Rassisten bleiben diejenigen mit dunkler Hautfarbe oder nicht hetero-sexueller Ausrichtung ein „Bimbo“ und eine „Schwuchtel“, egal wie viele Tore sie schießen oder wie oft ihnen der Ball verspringt.

Und ich unterstelle, dass die betroffenen Spieler, gleich für welchen Verein sie kicken, sich dessen bewusst sind.


Dogbert
21. August 2013 um 15:19  |  188948

Ich sage es mal so:

Hier wird ein über alle Bereiche erstrecktes Problem auf die Fußballspieler und die Fans reduziert (egal ob nun Rassismus, Homophobie oder sonstwas).

So kann die Politik doch ganz elegant von den wahren Problemen ablenken.


Freddie1
21. August 2013 um 15:20  |  188949

@sir
Manch ein Mitblogger scheint auch die 11Freunde zu lesen 😉


moogli
21. August 2013 um 15:20  |  188950

So,habs noch zum. Schenke geschafft
weiß mit blauem Blazer


cameo
21. August 2013 um 15:25  |  188951

Obwohl ich in diesem Blog schon mehr über Fußball gelernt habe als in sämtlicher Boulevardpresse, bin ich an diesem BILD Artikel nicht vorbeigekommen. Zum HSV schreibe ich erst später etwas; denke dass spätestens morgen der Blog damit aufmacht. Jetzt handeln wir erst noch Rassismus, Homophopie und Käsefüße ab.

http://www.bild.de/sport/fussball/hsv/die-baustellen-beim-chaos-klub-31919968.bild.html


Remscheid ueberlebt
21. August 2013 um 15:28  |  188952

Kann mich gut an die Zeit Ende der achziger Erinnern als die Republikaner Einzug ins Abgeordnetenhaus fanden und auch bei uns im Oly. Man hatte viele “ und die Fahne weht im Wind. Sieg……“ gehört.
War allerdings bei 3000 Menschen nicht zu überhöhren.
Ich denke das sich durch die viele Anzahl an Ausländischen Spielern da viel zum positiven getan hat.
Im selben Atemzug muss man glaube ich aber die Ultraentwicklung nennen, die wirklich nur den Verein und den Sport als Mittelpunkt sehen.
Zu Pyrotechnik vertrete ich da aber eine andere Meinung.
Alles in allem glaube ich das es noch einige Rassisten bei uns gibt, die aber bei Erfolg schweigen.
Siehe z.B. Alemania Aachen.
Ich war das erste Mal im „Kinderwagen“ beim Halbfinale gegen RoterStern bei Hertha. 🙂
Soviel zu mir. Blau Weisse Grüße.
Danke für den Blog.


Witox
21. August 2013 um 16:11  |  188954

@Wilson

Aber Du sagst doch selbst, dass Dir auch gelegentlich ein „lockerer Spruch“ über die Lippen kommt, den jemand als Beleidigung auffasst.

Ich weiß zwar nicht genau, was Du als lockeren Spruch definierst, das ist aber genau das Problem im Rassismus. Dass viele oftmals gar nicht wissen, was sie damit anrichten. Siehe mein Beispiel oben mit dem dunkelhäutigen Hertha-Fan.


wilson
21. August 2013 um 16:26  |  188955

@Witox

Ich widerstehe der Versuchung, hier einen „lockeren Spruch“ zu schreiben, kann Dir aber versichern, dass ich mich durch eigenes Dazutun offensichtlich in eine Ecke gestellt habe, in der ich nicht zu Hause bin.
Es ist bei weitem nicht so schlimm um mich bestellt wie ich offensichtlich den Eindruck erweckt habe.
Genau so etwas habe ich befürchtet, als ich eingangs meines Kommentares gestern von „ganz dünnem Eis“ schrieb.


cameo
21. August 2013 um 16:49  |  188964

No problem, @Wilson.
Sehr angenehm, dass du nicht in diese „ich doch nicht“-Arie eingestimmt hast.
Hinsichtlich Menschen, die einem uns sehr fernen Kulturkreis entstammen, da liegen berechtigtes Urteil einerseits und Vorurteil andererseits oft ganz nahe beieinander. Aber selbst von Letzterem ist „Rassismus“ immer noch ganz weit entfernt. So weit ich es deinen fein abgewogenen Aussagen entnehme, besteht da für dich keine Gefahr. Für mich auch nicht.


apollinaris
21. August 2013 um 16:57  |  188966

@witox: schimpfen englische hools „fuckuing germans“ stört mich das nicht und sehe keinen Rassismus-Stehen 10 Schwarze und brüllen fucking white“..sehe ich mich rassistisch beschimpft.
Macht jemand einen lockeren Spruch, ist alles Bestens. Meint e jemand ernst, ist es kein lockerer Spruch.


Dogbert
21. August 2013 um 17:36  |  188974

Es kommt bei sowas immer auf dem Zusammenhang an. Ein Ausländer, mit dem nan sich ansonsten gut versteht, wird solche Sprüche eher als, wenn auch spöttisches, Kompliment auffassen. Wenn man mal die Darbietungen von eines der wohl bekanntesten deutsch-türkischen Kabarettisten, Kaya Yanar, überdenkt, wie er die verschiedenen Kulturen aufs Korn nimmt, lacht man eher darüber und erkennt sich darin mitunter selbst. Dieselben Sprüche dürfte sich ein deutscher Kabarettist nicht leisten.


Silvia Sahneschnitte
21. August 2013 um 21:08  |  189030

Lieber @treat, lieber @wilson, meine gestrigen Anmerkungen kamen zu negativ rüber.Das war nicht mein Wille. Wollte auch nichts vorwerfen.
@wilson ich durfte Dich schon persönlich kennenlernen, und halte Dich nicht für rassistisch.
@treat, mir sind Ihre bisherigen Beiträge fast ausschließlich positiv in Erinnerung.
Was mir „Bauchschmerzen“ bereitete, ist die Selbsterkenntnis auch Mal flapsige Sprüche und Bemerkungen gemacht zu haben, in den öffentlichen Raum dieses Blogs zu stellen. Das bietet einigen Dummen und Brandstiftern, eine ungewollte Schützenhilfe.
Motto: Andere denken und sagen das auch. Sprüche werden dadurch zur Normalität, zur Umgangssprache.
In Seminaren zu Rassismus ist die Selbstreflektion wie sie @wilson betrieben hat, eine gängige Methode. Dort finde ich es auch o.k.
Hier aber eben nicht.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


21. August 2013 um 21:16  |  189033

@Silvia Sahneschnitte

Danke für die Konkretisierung – so kann ich das durchaus annehmen. 🙂

Ich hoffe, auch wir treffen uns in absehbarer Zeit einmal persönlich im Turm oder bei anderer Gelegenheit. 🙂

Bis dahin
blauweiße Grüße
Treat

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