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(mey) – Na ja, ok: Wollen wir mal nicht so kleinlich sein. Nicht ganz wie angekündigt, aber immerhin. Ronny wollte ja eigentlich gestern bereits mit seinem individuellen Trainingsprogramm beginnen – sieben Tage vor dem offiziellen Trainingsauftakt am 3. Januar (14 Uhr). Daraus wurde leider nix, denn Ronny landete gestern zu spät in Berlin, verschob das Training in Absprache mit Hertha auf Sonntag. Heute aber nun zog der Brasilianer in Begleitung von Herthas Physiotherapeut David de Mel seine Runden auf dem Schenckendorffplatz. Das Beweisfoto liefern heute die Kollegen der „Bild“:

 

 

Gespräche zwischen dem HSV und Lasogga

Und noch eine „kleine Neuigkeit“ in Sachen Hertha: Oliver Kreuzer, der Manager des Hamburger SV, hat sich mal wieder zum Werben um Pierre-Michel Lasogga geäußert. Der 22-Jährige ist bekanntlich nur bis Saisonende von Hertha zum HSV ausgeliehen – ohne Kaufoption. Dass der HSV den Stürmer (bereits 9 Treffer in dieser Saison) dennoch über den Sommer 2014 hinaus halten möchte, habe er Lasogga und dessen Mutter/Beraterin in einem Gespräch mitgeteilt, so Kreuzer. Er sagte:

 „Es war ein gutes Gespräch und die grundsätzliche Bereitschaft von Pierre, sich eine HSV-Zukunft vorzustellen, ist da.“

Ich stelle mir gerade vor, wie Lasogga im Gespräch sagt: „Nein, Herr Kreuzer, eine Zukunft beim HSV kann ich mir nicht vorstellen.“ Das ist in dieser Konstellation wohl in der Geschichte der Bundesliga noch nie geschehen, dass ein Spieler ohne Not mögliche zukünftige Arbeitgeber vergrault. Na ja, sei es drum.

Eine hochgekochte Diskussion über Sicherheit im Stadion

So, nun aber zum eigentlichen Thema dieses – zugegeben etwas umfangreicheren – Blogposts: Kollege @seb hat sich in eurer Morgenpost einmal intensiv damit beschäftigt, was eigentlich aus dem Konzept „Sichere Stadionerlebnis“, das im Dezember vor einem Jahr unter viel Tam Tam durchgesetzt wurde, geworden ist. –>Hier geht’s zum Artikel.

In unserer Rubrik „Schreibtalente unter den Immerhertha-Usern“ hat sich auch @opa seine Gedanken zu diesem Thema gemacht. Vielen Dank an @opa für den großen Aufwand und Bühne frei:

Ein Jahr 12:12 – Zeit für einen Rückblick

Von @opa

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, da wurde seitens der meisten Vereine und der Verbände auf massiven Druck der Politik ein neues Sicherheitskonzept unter dem Namen „Sicheres Stadionerlebnis“ beschlossen. Nun ist es Zeit für einen Rückblick.

Beginnen wir mit der Gretchenfrage: Ist es in den Stadien und drumherum sicherer geworden? Diese Frage kann man wohl eindeutig wie selten mit einem nein beantworten. Erstens, weil es vorher bereits sicher war und sich viele Fans sicher fülten. Zweitens, weil die wirklich wesentlichen und eigentlichen Probleme nicht gelöst wurden.

An dieser Stelle könnten Leser mit ausgeprägtem Schwarzweißdenken aufhören zu lesen, denn jetzt geht es ein wenig ans Eingemachte 😉

Auslöser waren die Zahlen

Die Ausgangssituation waren die jährlich von der Polizeibehörde ZIS veröffentlichten Zahlen, wonach Straf- und Gewalttaten im Fußball massiv zugenommen haben sollen. Daraufhin setzte die Innenministerkonferenz die Bundesligavereine und die Verbände DFB und DFL unter massiven öffentlichen Druck, ansonsten wolle die Politik handeln. Dass die ZIS Zahlen aufgrund einer unklaren Zahlenbasis ziemlich fragwürdig sind und der verantwortliche Innenminister ein Spiegel-Interview dazu ablehnt, sei mal ebenso dahingestellt wie die Tatsache, dass man anhand dieser Zahlen auch erkennen kann, dass es eine Gesetzmäßigkeit zu geben scheint, je mehr eingesetzte Polizisten, desto mehr Verletzte.

Das am 12.12. gegen massive Proteste der Fans beschlossene Konzeptpapier sollte u.a. einheitliche Rahmenbedingungen schaffen,

– damit Zuschauer sicher ins Stadion und zu ihren Plätzen kommen,
– dass „erforderliche Kontrollen im Interesse aller Besucher sicher, ohne unnötige Verzögerung, zumutbar und angemessen, d.h. verhältnismäßig, unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte und sorgfältig, durchgeführt werden, um Gefährdungen von Zuschauern, Spielern und operativ Verantwortlichen vorzubeugen und möglichst zu vermeiden und dass sich Zuschauer überall im Stadion sicher fühlen können.“ (Quelle (Link auf: http://www.12doppelpunkt12.de/wp-content/uploads/12.12.-endg %C3%BCltig.pdf oder das DFL Dokument, wo ich aber den Link gerade nicht finde)

Kontrollen sind unterschiedlich

Wer regelmäßig in verschiedenen Stadien des Landes unterwegs ist, der wird wissen, wie unterschiedlich die Kontrollen sind, das ist ja auch regelmäßig Thema in „Opas Reisetagebüchern“. Mal sind diese eher lachs, mal extrem streng und pingelig, bisweilen sogar provokativ, d.h. von hinten schieben die Behelmten und vorn wird bewusst getrödelt (Hannover), bis eben irgendwo irgendwem die Sicherungen durchbrennen und die Gemüter mit Pfefferspray „beruhigt“ werden. Leider immer noch Alltag, auch nach dem 12.12. und den beschlossenen Maßnahmen u.a. zur Schulung von Kontrolldiensten.

Auch gibt es weiterhin keine einheitliche Regelung, was nun in ein Stadion mitgenommen werden darf (was jedoch nur bedingt über die DFL zu lösen ist, so ist das Versammlungsstättenrecht Ländersache – was übrigens auch den Unsinn beweist, wenn ein bundesweites Stehplatzverbot diskutiert wird, diese Zuständigkeit hat der Bund nämlich gar nicht). Mal darf z.B. ein Lippenpflegestift selbstverständlich mitgenommen werden, mal wird das als potentielles Wurfgeschoss aussortiert. Diese Willkür führt immer wieder zu erheblichem Konfliktpotential beim Einlass, ähnliches gilt z.B. für mitgeführte Medikamente, die immer wieder wegen „Drogenverdachts“ aussortiert werden sollen und erst nach Hinzuziehung von Fanbetreuung oder Ärzten dann doch mit reingeführt werden dürfen, weil man einem Diabetiker genausowenig sein Insulin wegnehmen sollte wie dem Herzkranken seine Herztabletten.

Ein Selbstversuch als Ordner

Um herauszufinden, woran das liegt, habe ich mich letztes Jahr mal selbst mehrfach als Ordner beim Fußball verdingt, war quasi „embedded“, investigativ unterwegs. Schulung oder Einweisung? Das ist i.d.R. mit dem Überstreifen der wahlweise orangenen oder gelben Warnweste erledigt. Es gibt beim Einlass zwar ein kurzes Briefing, worauf zu achten ist (da war z.B. Thor Steinar oder Buchstabenkombinationen wie ACAB fast überall ein Thema), die Kontrolldichte ist jedoch in der Praxis davon abhängig, wie groß gerade der Andrang ist. Dann gibt es schon mal die offizielle Anweisung, ab sofort „durchzuwinken“, um Druck aus dem Kessel zu lassen. Lieber tausende unkontrollierte Fans als eine Massenpanik.

An einem ausverkauften Spieltag müssen 80.000 Zuschauer innerhalb von rund 2 Stunden kontrolliert werden. Zum Vergleich: An einem Flughafen wie Tegel werden täglich knapp 50.000 Menschen kontrolliert, dort verteilt sich dieser Andrang aber über ca. 16 Stunden. Ergibt eine Kontrolldichte von 40.000 vs. 3.125 Menschen pro Stunde! Allein dieses Beispiel verdeutlicht, dass es nicht möglich sein wird, ein Stadioneinlass wie an einem Flughafen zu organisieren, weil für Veranstaltungen wie ein Fußballspiel heute schon Sicherheitspersonal auch von weit entfernt angefahren wird. So ist es z.B. vollkommen normal, dass für die Einlasskontrollen am Olympiastadion regelmäßig Ordner aus Frankfurt am Main oder noch entfernteren Städten mit mehreren Reisebussen angefahren werden. Es gibt schlicht nicht genügend Personal und wer mal zwei Stunden „Bodycheck“ gemacht hat, der weiß, dass das auch kein Traumjob ist.

Und trotz allem Kontrollaufwands gelingt es einigen Fans Woche für Woche verbotenerweise, die Arenen des Landes mit bengalischen Feuern zu illuminieren. Trotz allem Lippenpflegestiftaussortierens fliegen bei Eckbällen regelmäßig Feuerzeuge und andere Wurfgeschosse in Richtung von Akteuren auf dem Platz.

Die Forderung nach mehr Sonderzügen

Wer also die Sicherheit in den Stadien verbessern will, wird nicht umhin kommen, nach alternativen Lösungen zu suchen. Hierfür haben sich die Verbände und Vereine verpflichtet, gemeinsam mit den Fanprojekten und den Sicherheitsbehörden regelmäßig in den Dialog mit den Fans zu treten. Dies ist z.B. in Form von Regionalkonferenzen und weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit begonnen worden. Auf diesem „Sachebene“-Dialog werden auch die eigentlichen Probleme angesprochen, die viel wesentlicher für Sicherheitsaspekte sind als die sowieso faktisch undurchführbare Forderung nach noch mehr Kontrollen von Fans oder die unsinnige Abschaffung von Stehplätzen.

Dort wird z.B. von allen Beteiligten der Wunsch geäußert, mehr Sonderzüge einzusetzen, um den Fanverkehr vom normalen Reiseverkehr abzukoppeln und das kritische Aufeinandertreffen von gegnerischen Fans beim Umsteigen zu vermeiden. Alle sind dafür: Die Vereine, die Fans, die Polizei, die Bahn. Es gibt diesbezüglich nur die Situation, dass die Bahn schlichtweg keine Waggons hat, mit denen sie so etwas organisieren kann. Dies hat man der Politik zu verdanken, die die Bahn für den Börsengang gesundschrumpfen wollte, was sich eben auch auf die Waggonreserve auswirkt und auch im Weihnachtsreiseverkehr oder im Winter zu spüren ist.

Doch die Politik, auf deren Druck das Sicherheitspapier wegen ein paar brennender Fackeln verabschiedet wurde, stiehlt sich hier aus der Verantwortung und verweist auf leere Kassen. Dass ein Drittel der Einsatzstunden der Bereitschaftspolizeien mittlerweile bei Fußballveranstaltungen geleistet werden und dass diese Kosten vermutlich höher sind als der Bahn die Mittel für die Anschubfinanzierung einiger Waggons an die Hand zu geben, für so viel Detailtiefe ist selten ein Politiker zu motivieren, zumal immer irgendwo gerade Wahlkampf ist, wo sich eine „Haudraufparole“ einfach besser macht.

Alles bleibt beim alten

Und so bleibt nach viel Aktionismus irgendwie alles beim alten. Die Sicherheitslage, die überfüllten Züge und die reflexhaften Forderungen nach noch mehr Kontrollen in den Stadien oder der Abschaffung von Stehplätzen oder Alkoholverbot. Was soll ́s, im Stadion fühlte ich mich schon vor dem 12.12. sicherer als auf einem Volksfest wie dem Münchner Oktoberfest, wo übrigens niemand auf die Idee käme, Maßbierkrüge oder den Ausschank von Alkohol zu verbieten, obwohl es in Relation mehr Verletzte gibt als beim Fußball. Da wird vom selben Polizeisprecher von einer „insgesamt“ friedlichen Wies ́n gesprochen, der ein paar Wochen später wegen ein paar Bengalos von „Gewaltexzessen“ von Fußballfans spricht, obwohl beides faktisch nicht stimmt, aber eben gern gehört wird. Und die ZIS wird nächstes Jahr voraussichtlich wieder Horrorzahlen veröffentlichen und die üblichen Verdächtigen wieder die Stehplätze abschaffen wollen.

Anmerkung der Immerhertha-Redaktion: @opa hat sich zu seinem Stück auch ein paar Umfragen ausgedacht. Hier sind sie:

Stadionbesuche sind durch 12:12...

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Stehplätze sollten...

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Fandialoge sollten...

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215
Kommentare

Freddie1
29. Dezember 2013 um 17:06  |  221464

Jold?


fg
29. Dezember 2013 um 17:08  |  221465

silva?


t.o.m.
29. Dezember 2013 um 17:11  |  221466

bronzsche?


fg
29. Dezember 2013 um 17:20  |  221468

Wie immer ein unterhaltsamer Beitrag, Opi. Auch ich fühle und fühlte mich immer sicher im Stadion!


Freddie1
29. Dezember 2013 um 17:26  |  221469

Gut zu lesender und etliche Facetten beleuchtender Artikel von @opa.
Eins fehlt mir aber doch:
Die Eigenverantwortung des einzelnen Fan.
Auch wenn die Kontrollen bisweilen zu lax sind, sind für evtl. Wurfgeschosse nicht die Ordner verantwortlich zu machen,sondern der Blödmann, der sein Feuerzeug Richtung Rasen schmeißt.

OT
Ein Internetdienst meldet, dass Bayer LevKusen Interesse an Sami in der Winterpause hätte.
Kann mir nicht vorstellen , dass die wirklich Interesse haben. Und noch weniger, dass wir ihn abgeben. Halte ich für Quatsch.


coconut
29. Dezember 2013 um 17:32  |  221470

@mey
„ohne Not mögliche zukünftige Arbeitgeber verkrauelt“
verkrauelt soll sicherlich vergrault heißen…?


elaine
29. Dezember 2013 um 17:35  |  221471

ich fühle mich im Stadion eigentlich auch sicher und habe bei Auswärtsfahrten bisher auch keine negativen Erfahrungen gemacht.

danke an @Opa für den Bericht

Wie man den Pyromanen und Werfern entgegen treten kann weiß ich auch nicht. Vielleicht mir Farbe besprühen und beim verlassen des Stadions fest nehmen? 😉 Fandialoge fruchten bei denen anscheinen nicht, und solange sie von den Umstehenden gedeckt werd wird die Lage kompliziert.


jmeyn
jmeyn
29. Dezember 2013 um 17:55  |  221472

@coconut
Übersehen. Danke.


mirko030
29. Dezember 2013 um 17:58  |  221473

@opa

Schöner Beitrag.

Ich habe mich vor dem 12.12.2012 sicher gefühlt und fühle mich auch heute noch sicher. Ansonsten würde ich auch mein Kind und dessen Freunde nicht mit ins Stadion nehmen.

Das es immer wieder vereinzelte gibt, welche der Meinung sind, sie müssten umstehende durch Pyros in Gefahr bringen, wir leider weiterhin ein Bestandteil oder das Risiko eines Stadionbesuches sein.


hurdiegerdie
29. Dezember 2013 um 17:59  |  221474

Danke @Opa, finde ich gut, nochmal an das 12:12 zu errinnern


elaine
29. Dezember 2013 um 17:59  |  221475

danke auch an @mey für die witzige Einleitung und an @seb für den super recherchierten Bericht in der MoPo

Und wie immer gilt, wer in meine Texten Fehler findet, darf sie behalten 🙂


Konstanz
29. Dezember 2013 um 17:59  |  221476

@opa ignoriert das Verursacherprinzip und rührt argumentativ einmal kräftig durch.

Du redest das Pyromenanproblem klein, anstatt Lösungsansätze vorzustellen. Du erwartest offenbar, dass „irgendjemand“ und nicht die Verursacher für Schäden bzw. Mehrkosten aufkommen. Damit läufst Du direkt am Thema vor. Solange es keine ernsthafte Distanzierung von Feuerwerk und Gewalt gibt, kannst Du nicht beanspruchen, ernstgenommen zu werden @opa.

Wenn wir keine verhandelbaren Positionen an die Verhandlungstische bekommen, werden wir tatsächlich bei Zuständen wie z.B. in Barcelona landen, mit allen Nachteilen, ob wir das nun wollen oder nicht. D.h. keine Stehplätze mehr, Kartenverkauf nur noch personifiziert, weitergehende Überwachung. Ich selbst fände das übrigens doof.


Konstanz
29. Dezember 2013 um 18:02  |  221477

Soll heißen:
Damit läufst Du direkt am Thema vorbei.


Konstanz
29. Dezember 2013 um 18:02  |  221478

Noch ein bug:
„Pyromanenproblem“


bama286
29. Dezember 2013 um 18:21  |  221479

Im Stadion fühlte und fühle ich mich seit jeher sicherer als in einer U-Bahn bei Nacht oder bspw. auch am Dienstag wieder zu Silvester – Knalltrauma sei Dank.

Böller oder weiteres, nur zum Knall produziertes Zeug, sollte bundesweit verboten werden. Da steckt für mich gar kein Nutzen hinter. Weder zu Silvester noch beim Fußball. Bei der Pyronale gibt’s für sowas sogar Punktabzug (Knall ohne Leuchteffekt). 😀

Ansonsten fahre ich seit Jahre (im wahrsten Sinne des Wortes) ganz gut mit der Strategie „freundlich sein und immer freundlich wirken“. Ich quatsche gern mit den eingesetzten Polizisten am Bahnhof in der Zielstadt oder auch mal im Zug.

Und wenn dann – wie auf dem Rückweg von Braunschweig – im eingesetzten Zug genau Null Toiletten zur Verfügung stehen und der Tonfall nach einiger Zeit etwas rauer wird, ob der drückenden Blase, entschuldige ich mich nach dem Wasserlassen auch dafür. Manchmal bekommt man sogar ein Lächeln dafür. Polizisten, die sich gern provizieren lassen, meide ich nach dem ersten Satz.


King for a day – Fool for a lifetime
29. Dezember 2013 um 18:32  |  221480

Mir geht das von opa auch zu sehr in Richtung „Alle anderen werden sich was einfallen lassen müssen“
Bei jedem Spiel sind Fans in der Überzahl. Also sollte auch von denen, die so nah dran sind wie kein anderer, etwas kommen. Und damit meine ich mehr als daß Auserwählte den Dialog suchen.
Da muss mehr kommen. Vor, während und nach einem Spiel.
Z.B. dem Idioten vor einem, der was wirft oder zündelt, mal kräftig in den Arsch zu treten und da muss dann auch mal dieses „Wir sind echte XXX und ihr nicht“ aufhören.
Daß man Kumpels, Freunde, Verwandte, Gleichgesinnte probiert zu schützen ist irgendwo legitim, sollte aber genau da aufhören.
Erst recht wenn man behauptet alle anderen müssten sich was einfallen lassen.
Ich hatte lange genug einen „hardcorefan“ als Arbeitskollegen und weiss daher wie sehr man sich gegnseitig schützt und Polizei, Ordner, DFL, DFB und alles was Krwatten trägt schon aus Prinzip irgendwie „doof“ is und man unbedingt und erneut aus Prinzip „dagegen“ sein muss, also sein Ding weiter durchzieht.
Vor der eigenen Türe kehren scheint wohl ausgeschlossen …


King for a day – Fool for a lifetime
29. Dezember 2013 um 18:41  |  221481

Achso … @ Ronny

Ich spüre da schonwieder viel heisse Luft!
Sicher, auch ihn kann man soweit bringen daß er 90 Minuten durchhält.
Aber man kann nicht, auch mit noch so professionellen Trainingsmethoden, aus jedem einen Usain Bolt machen.
Ich finde ohnehin daß Ronny das mit dem „Laufen laufen laufen“ ohnehin irgendwie falsch versteht.
Damit ist ja nicht gemeint daß er immer wieder mal im Lasogga-Style auf den Torhüter draufgeht, sondern … ich glaub ihr wisst es auch.

Das ist nicht sein Spiel und wird es auch nicht mehr werden.
Sicher kann er, wenn er 90 Minuten durchhält, das eine oder andere Mal wichtige Akzente setzen, das was Luhu aber eigentlich fordert, wird er nicht/nie zeigen können


bama286
29. Dezember 2013 um 18:44  |  221482

@Konstanz: Distanzierst du dich am Dienstag auch von Feuerwerk?


Freddie1
29. Dezember 2013 um 18:47  |  221483

Weil gerne ( bisweilen zu Recht) unsere Schiris kritisiert werden.
Was Webb gerade beim Spiel Chelsea vs Liverpool pfeift, ist schon diskussionswürdig. Klarer Elfer für Liverpool und Webb sieht es aus 5 Meter Entfernung nicht.


Konstanz
29. Dezember 2013 um 18:57  |  221484

@bama286

Nee, Sylvester Feuerwerk ist für mich o.k., da spielt ja Hertha nicht, sonst hätte ich dafür natürlich keine Zeit.


King for a day – Fool for a lifetime
29. Dezember 2013 um 19:06  |  221485

@ bama

Silvester erlaubt
Im Stadion nicht

Klingt spiessig, ist aber eben genau so einfach!

Mich persönlich nervt da diese „Selbstjustiz“ a la „Wir machen es einfach“
Wohlwissend wer die Strafe zu zahlen hat und im Irrglauben, man würde sich so eines Tages durchsetzen können

Statistisch gibts Silvester natürlich mehr Verletzte.
Aber jeder, dem schonmal eine hand abgerissen wurde, wird sich wohl inzwischen auch davon distanzieren.
Muss es im Stadion dann echt erst dazu kommen ?
Denk mal ein wenig voraus … DANN wird es nämlich erst richtig schlimm mit Einlasskontrollen, Strafen usw.
Da hat dann letztenendes keiner was von. Ganz im Gegenteil!


Freddie1
29. Dezember 2013 um 19:28  |  221486

@king
So einfach ist es.
Und mit den Strafen, die wir für Pyro zahlen müssten, könnten wir uns ein Museum am Ku’damm einrichten. 😉


sunny1703
29. Dezember 2013 um 19:38  |  221487

@Opa

Danke für Deinen Beitrag, der Deine Sicht der Dinge gut darstellt!

Ich sehe aber diese Dinge wie@konstanz. Natürlich ist der Stadionbesuch relativ sicher, außer man sitzt in einem Pyromanenblock. Das musste ich erst einmal vor Jahren gegen S04 nd da waren es die Fans von Schalke die Knallkörper hochgehen ließen. In dem Moment fühle ich mich nicht mehr sicher.

Aber es geht um Pyromanen, um die die Knallkörper in Menschenmassen loslassen, es geht um Schläger und die Fahrten von zu Spielen der Ligen die für Nichtfußballverrückte zu teilweise unzumutbaren „Ereignissen“ werden.

Es geht um Typen die meinen Fans eines Vereins zu sein und dabei mit einem egoistischen Ausleben eigener Vorlieben ,dem Verein finanziell und vom Ansehen schaden.
Ein 2:1 in Dortmund wird von einigen Hundert Schlägern in den Dreck gezogen.

Solange diese aber von Euch gedeckt werden, solange ihr Verhalten nicht als total vereinsschädigend gebrandmarkt wird, solange sie weiter als vertreter der jeweiligen Vereine auswärts auftauchen können, kann es keine vernünftigen Lösungen geben. Was soll die Lösung sein? Richtige Leibesvisitationen beim Stadioneinlass, Wasserwerfer im Stadion(was macht man in den reinen Fußballstadien) und Knüppel marsch oder mehrere Blöcke im stadion nur für Pyromanen und Knallkörpersüchtige,Mieten von Hallen bei denen sich dann „Fans“ von Vereinen die Fresse blutig hauen können?!
Es geht hier um einige hundert oder meinetwegen auch tausende von gewalttätigen Typen ,die den Fußball als Mittel zum Zweck benutzen.
Die Politik möchte ich aus diesen Themen raushalten,oder sollen einige Fangruppen von den jeweiligen Innenministern verboten werden. Das will ja wohl keiner?!

Wir können gerne Diskussionen über Alkohol und Verkauf von Feuerwerkskörpern führen, doch ich glaube, dazu ist das hier nicht der richtige Ort.

lg sunny


hurdiegerdie
29. Dezember 2013 um 19:52  |  221488

Ich verstehe @Opa eher so, dass er die Frage stellt, ob denn die 12:12 Massnahmen wirklich in der Lage wären die Hirnentkernten in die Schranken zu weisen.


b.b.
29. Dezember 2013 um 20:07  |  221489

@opa, wie stets mit der Eigenverantwortung der Fanclubs? A unter den Mitgliedern selber und B gegenüber unorganisierten, insbesondere bei Auswärtsfahrten?


Herthas Seuchenvojel
29. Dezember 2013 um 20:39  |  221490

kaum kommen hier etwas unbequemere Themen, gehts wieder quer persönlich gegen den Verfasser
anstatt die Mühe zu würdigen, die sich einer macht, sich einen Artikel durchzudenken, auszuformulieren und den Mut zu haben, hier für alle angreifbar reinzustellen

@Konstanz: die Artikel der „privaten“ Schreiberlinge sind Diskussionsvorschläge des einzelnen Tages, keine ausformulierten Lösungspapiere, die nur noch staatlich abgesegnet müssen

was mich wundert, in ca. 50 % meiner Stadionbesuche habe ich etliche Grünbehelmte samt Videokamera im Durchgang mit Adlerblick auf die gegenüberliegende Tribüne
wenn gezündelt wird, warum kann man nicht die Kamera flugs auf diese Ecke richten, die dortigen Grünbehelmten informieren und die Übeltäter rausziehen?
2.Idee Pyros nur noch mit unsichtbaren haftenen Markierungsstoff verkaufen und per UV-Licht den Markierten herausfischen


Freddie1
29. Dezember 2013 um 20:58  |  221491

@Herthasseuchebvojel

Na ja, wenn die Polizei direkt rein geht in nen Fanblock hast du aber die schönsten Solidarisierungsgesten mit anschließender Völkerschlacht.
Halt ich für nicht tauglich und wirklich machbar.


sunny1703
29. Dezember 2013 um 21:02  |  221492

@HerthaSV

WEnn es qualmt siehst Du nicht mehr viel, dazu sind vermutlich diese Typen vermummt und zum letzten selbst wenn sie erkannt werden möchtest Du der Einsatzleiter sein, der eine Hundertschaft mal eben in einen so oder schon vollen Block reinschickt, nur um einige wenige rauszuholen? Kannst Du Dir vorstellen, mit welchen Gefahren das verbunden ist?!

Diese Idee mit Markierungsstoff …..das klappt doch auch nur anfangs, anschließend tauchen die schnell ab und dann werden versehentlich andere getroffen.In deren Haut möchte ich anschließend nicht gegenüber der Polizei und der Justiz stecken!

lg sunny


Ursula
29. Dezember 2013 um 21:07  |  221493

Ich verstehe HIER einige Beiträge nicht!

Bin dann bei @ King, @ Konstanz und
insbesondere bei @ sunny!

Warum wird nicht klipp und klar bei
Strafandrohung PYRO, also kraft
Gesetz, im Stadion verboten!

Das Thema wäre so bald vom Tisch!

Warum wird nicht sofort mit „ROT“
bestraft, wenn Spieler mit der
Stollensohle in den Gegner gehen,
egal ob „Ausversehen“ oder gar mit
Vorsatz…? UND ob der Gegner
getroffen wurde! Nicht differenzieren!!

Diese bösen Fouls mit schlimmen
Verletzungen wären bald vom Tisch!

Was hat das EINE mit dem ANDEREN
zu tun? Offensichtlich geht es nicht
ohne dirigistische Maßnahmen, um
nachhaltige Änderungen und Abhilfe
zu schaffen!!

Ist sonst nicht mein Ding, aber die
Diskussionen, ohne Distanzierungen
und Konsequenzen für die Verursacher,
sind fruchtlos….


pathe
29. Dezember 2013 um 21:30  |  221494

Ich finde es erstaunlich, dass das Problem nicht in erster Linie bei den Fans gesucht wird. Die sind es doch, die die Sicherheit anderer im Stadion gefährden. Stattdessen sind es mangelnde Sicherheitskontrollen, übereifrige Polizisten etc. pp.

Das Hauptproblem ist in meinen Augen sowie nur eines: Der Alkohol.

Wie @opa in seinen, zugegebenermassen sehr amüsanten, Reiseberichten schildert, kommt scheinbar kaum ein Fan nüchtern im Stadion an. Und welche enthemmende Wirkung der Alkohol hat, wird wohl jeder von uns schon einmal erfahren haben. Leider kann man dieses Problem nicht lösen. Auch nicht durch ein Alkoholverbot im Stadion, wie man letztens hier in Brasilien gesehen hat. Die Unverbesserlichen werden sich kaum belehren lassen und der Alkohol tut sein übriges dazu.

Zur Risikominimierung kann man eigentlich nur eines machen: Fanblocks meiden.

Im Übrigen finde es schlimm, wieviel Steuergelder für die Polizeieinsätze ausgegeben werden müssen. Und was die Reinigung der (Sonder-)züge nach so einer Auswärtsfahrt kostet, möchte ich auch nicht wissen.


Ursula
29. Dezember 2013 um 21:48  |  221495

@ pathe, vielleicht etwas klarer, der Alkohol
ist immer DAS Problem!

ABER die Tendenzen, EMOTIONEN (!)
respektieren, Pyrotechnik legalisieren,
sind auch bei „nüchterner “ Betrachtung
Forderungen, die ich nicht nachvollziehen
kann!!!

UND wo beginnt die Alkoholproblematik
im Stadion? Wenn man sich, wie auch
EINIGE aus dem Blog, 1 – 2 Stunden vor
Spielbeginn im Landwirtshaus treffen…?

Geht nichts mehr ohne Alkohol?

Das schreibe ich als „Schwarzbrenner“!!
ABER wenn „ALLES getan ist, Schultheiss-
Bier“, oder was!?


Freddie1
29. Dezember 2013 um 21:55  |  221496

@ursula 21:48
Ziemlich mies von dir.
Auch wenn sich „EINIGE“ vorher hier aus dem Blog vor einem Spiel treffen, so ist bislang nicht EINER betrunken anschließend ins Stadion.


pax.klm
29. Dezember 2013 um 21:58  |  221497

Ursula // 29. Dez 2013 um 21:07

Warum nicht gleich ohne Stollen spielen?
Also Kunstrasen oder Parkett her und schon muß nicht mehr die „Todesstrafe her für den Versuch den Ball zu spielen ohne dass jemand berührt wird…


Herthas Seuchenvojel
29. Dezember 2013 um 22:00  |  221498

gut, mit ner Hundertschaft in einen Block reinzugehen hat was von provozierten Bürgerkrieg
ich dachte da eher an eine kleinere Einsatzgruppe von 6-10 Mann
wenn sich andere Unbeteiligte angepöbelt fühlen und losmachen, läuft grundsätzlich was falsch im Fanblock
von daher erstmal deeskalieren:“ruhig Jungchen, um dich gehts hier nicht“

ansonsten Bildausdruck des Videos machen, nicht gebrauchte Grünhelme aus den anderen Blöcken abziehen und nach Spielende im Durchgang des Täterblocks zur Gesichtskontrolle platzieren

@sunny: Mit Markierung meinte ich die Hülle Gegenstand,Böller die auf Hände etc. abfärbt
schließlich muß man den erstmal in die Hand nehmen
wie da der Nebenmann mit markiert werden soll, ist mir unverständlich

es sind ersmal Gedankengänge, keine entgültigen Lösungen


pax.klm
29. Dezember 2013 um 22:00  |  221499

Ursula
EINIGE aus dem Blog, 1 – 2 Stunden vor
Spielbeginn im Landwirtshaus treffen…?

Geht nichts mehr ohne Alkohol?

Es soll auch Leute geben die in ein Restaurant oder Wirtshaus gehen und keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen, oder ist dit schon der 222 te Beitrag?


jenseits
29. Dezember 2013 um 22:09  |  221500

@Freddie1 // 29. Dez 2013 um 21:55

Außerdem: Selbst, wenn einer nicht nüchtern ins Stadion ginge, geht das niemanden was an. (Finde ich 😉 )


hurdiegerdie
29. Dezember 2013 um 22:16  |  221501

Das ist doch genau @Opa’s Frage (wenn ich es richtig verstehe).

Würde man wirklich durch ein generelles Alkoholverbot, dass ggf. 80’000 trifft, diejenigen herausfiltern, die Pyros meist schon Tage vorher im Stadion verstecken, in Körperöffnungen ins Stadion bringen oder in Seilschaften mit Ordnern hineinschmuggeln?
Das sind doch keine Besoffenen, die hicks, aber nu bringe iss aba ma ein Pyrofeuerchen ins Stadion.

Was würden Stehplatzverbote daran ändern?


Opa
29. Dezember 2013 um 22:22  |  221502

Da ich seit Freitag mit Fieber im Bett liege, nur ein kurzes Feedback. Einige haben meinen Hinweis nicht verstanden, mit dem Lesen rechtzeitig aufzuhören und schießen stattdessen scheinbar lieber auf den Überbringer der schlechten Nachricht.

Ausführlichere Antwort nach meiner Genesung.


todde
29. Dezember 2013 um 22:26  |  221503

Ich kann mich auch (oder auch nicht 😉 )an spiele im oly erinnern, wo ich nicht wirklich nüchtern war. Habe ich deshalb

bengalos gezündelt (die mir zuhause noch nüchtern eingepackt habe) ? Nein

irgend jemanden angegriffen? Nein

irgend jemanden beworfen? Nein

……

wenn gewisse grenzen überschritten werden, kann der alkohol schon eine rolle spielen. Aber das, was diese deppen machen, würden doch die meisten von uns auch mit fünf promille nicht machen.


todde
29. Dezember 2013 um 22:27  |  221504

@hurdi

genau, du warst schneller 🙂


pathe
29. Dezember 2013 um 22:32  |  221505

@opa

Nur soviel: Ich finde deine Gedankengänge, die ich als deine Meinung respektiere, auch nicht viel bunter als schwarz-weiß…

Gute Besserung!


jenseits
29. Dezember 2013 um 22:34  |  221506

Danke, @opa, für den interessanten Beitrag. Auch nachträglich noch ein Danke an @Dan.

Ich finde das Thema bzw. die Problematik von @opa gut umrissen und auch den Wallraffschen Ordner sehr interessant. So beleuchtet stellt sich noch einmal mehr die Frage, ob die von 12.12. vorgesehenen Maßnahmen zielführend sind.


Ursula
29. Dezember 2013 um 22:38  |  221507

@ pax, Du wirkst doch „überdenkend“….

Glaubst Du allen Ernstes, das ich egal
zu welcher Tageszeit, bei „111 ter“, einen,
oder bei „222 ster“ gar einen doppelten
Schnaps trinke….?

UND das immer???

Aber die „TODESSTRAFE“ beim Fußball ist
schon starker Tobak, so etwas auch nur in
meinem beschriebenen Zusammenhang
auch nur „anzudenken“!!!

Was ist daran „mies“, wenn man DANACH
ein paar Bier trinkt…???

Erstens hat man MEHR vom Spiel und
ZWEITENS habe ich nicht von betrunken
gesprochen!!! Ich gehe doch auch nicht
in die Oper oder ins Theater und trinke
davor ein paar Biere, oder was…???

Warum vorher, „alkoholisiert“ ins Stadion?

Warum müssen, extrem bei Auswärtsfahrten,
FUßBALL und Alkohol, BIER eben, eine
„dubiose Symbiose“ eingehen???

Das Du @ Freddie1 sooo reagierst, spricht
für unser „gegenseitiges“ Verständnis….


pathe
29. Dezember 2013 um 22:41  |  221508

@todde // 29. Dez 2013 um 22:26

Das weißt du doch im Zweifel gar nicht mehr… 😉

Scherz beiseite: Dass es auch bzw. sehr viele Leute gibt, die mit erhöhtem Alkoholpegel keinen Unsinn machen, steht völlig außer Zweifel. Ich zähle mich dazu.

Aber ich bin sicher, dass die, die mit Bengalos zündeln, andere Personen angreifen und Gegenstände auf das Fußballfeld werfen, dies in betrunkenen Zustand tun. Denn ich kann mir schlichtweg nicht vorstellen, dass jemand so etwas im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte tut. Oder täusche ich mich da…?

Und auch die Busse und Züge sähen ohne Alkoholkonsum nach der Benutzung anders aus.

Aber wie gesagt: Dieses Problem kann man nicht in den Griff bekommen. Was nützt ein Alkoholverbot im Stadion, wenn man schon besoffen dort ankommt?

In einer Sache stimme ich mit @opa übrigens vollkommen überein: Eine vernünftige Einlasskontrolle ist unmöglich.


herthabscberlin1892
29. Dezember 2013 um 22:45  |  221509

Wir kommen gerade von einem hervorragenden Sage-Restaurant-Besuch nach einem hervorragenden ALBA-Heimsieg (ein sehr freundlicher Hertha-Profi befand sich auch unter den begeisterten Zuschauern) nach Hause und fragen uns nach so einem Abend:

Warum gibt es in den Fußball-Stadien in Deutschland ein paar hirnentkernte (copyright unbekannt) Menschen, die es z.B. bei ALBA BERLIN oder bei den FÜCHSEN BERLIN eben nicht gibt.

Und die Schuldigen sind nicht die Ordner – um das hier noch einmal, wie bereits von Freddie1 // 29. Dez 2013 um 17:26 geschrieben, zu unterstreichen.


todde
29. Dezember 2013 um 22:48  |  221510

@pathe

Diejenigen, die zb mit feuerzeugen auf spieler werfen, sind doch mit einer grund-agressivität ausgestattet, das sie auch nüchtern werfen würden.vielleicht ist der alkohol der berühmte tropfen….
Aber ich glaube nicht, das 0,0 promile etwas ändern würden.


Freddie1
29. Dezember 2013 um 22:50  |  221511

Ich weiß auch nicht, warum man Gallonen von Bier bechern muss in dem Wissen, dass die Kapazitäten der Örtlichkeiten begrenzt sind.
Und sich anschließend sich darüber beklagen.

@ursula
Deinen Beitrag müsste man doch soo verstehen.

@hurdie
Die Gedankengänge zur Unsinnigkeit zu 12:12 teile ich ja.
Aber letztlich sind es die Blödmänner mit ihrem primitiven Verhalten ( Würfe, Pyro, etc) die diese Diskussion erst befeuern.


Ursula
29. Dezember 2013 um 23:01  |  221512

MÜSSTE oder musste man doch sooo verstehen…?
Beides nicht!!

Nur wenn man es so verstehen will…


hurdiegerdie
29. Dezember 2013 um 23:02  |  221513

Freddie1 // 29. Dez 2013 um 22:50

Aber natürlich sind es die Blödmänner, die diese Diskussionen immer am Laufen halten.

Aber: soll man den Ozean austrocknen, um Hai-Attacken zu verhindern?


todde
29. Dezember 2013 um 23:04  |  221514

sunny1703
29. Dezember 2013 um 23:05  |  221515

@Ursula

Das Problem beim Alkohol ist, die Kontrolle dessen. Willst Du jeden beim Stadioneingang pusten lassen?!

@SV
Ähnliches gibt es in anderen Ländern schon seit Jahren. Ich bin mal vor Jahren im Zusammenhang mit einer Probaskischen Demo in Pamplona ohne daran beteiligt gewesen zu sein, ziemlich brutal in einer Wanne der Guardia Civil gelandet, bei der sie meine Hände danach untersuchten ob ich Dreck an den Fingern hatte,sprich einen Stein geschmissen haben konnte. Zum Glück war ich im wahrsten Sinne des Wortes“sauber“ und wurde wieder auf die Straße geschmissen und auch nicht noch mal festgehalten, denn durch diesen Rauswurf waren meine Hände dreckig.

Solche Methoden sind kaum durchführbar,zumal die Täter vermutlich vermummt sind und in der Menge Deckung suchen.

Nebenbei einige wenige Beamte in so einen Block zu schicken ist absurd, aber das lass Dir mal von @fechi erklären.

Ich halte von all diesen Maßnahmen nichts, denn es handelt sich um eine Minderheit. Hier müssen wir Fans die Differenzierung vornehmen und die jeweiligen Vereine müssen deutlich machen, dass diese Typen nichts mit ihnen zu tun haben.

lg sunny


todde
29. Dezember 2013 um 23:06  |  221516

@hurdi

Guter vergleich, gefällt mir 🙂


Freddie1
29. Dezember 2013 um 23:06  |  221517

Oder wenn man nicht eindeutig formulieren kann.
Aber ist müßig.


Freddie1
29. Dezember 2013 um 23:10  |  221518

@hurdie 23:02
Nee, natürlich nicht. Hab ich aber auch nicht behauptet .
Da liegen wir doch nicht auseinander.
Ich habe halt in dem Blogbeitrag eine gewisse Schuldzuweisung raus gelesen, die ich so nicht nachvollziehen kann.


Ursula
29. Dezember 2013 um 23:15  |  221519

….“oder wenn man nicht eindeutig
formulieren KANN“, tz, tz, tz,….

Soll` ich es genau so, wie ich es
gemeint habe, sooo noch einmal
wiederholen?

Das ich Dich „so getroffen“ habe!?


Freddie1
29. Dezember 2013 um 23:23  |  221520

@ursula
Jetzt wird’s albern.
Du hast nicht mich getroffen , sondern eine Gruppe verunglimpft.
Und da du im Vorpost über müsste und musste philosophiert hattest, „dass“ hat zwei s.
Aber genug, wir wollen den Rest der Leser hier nicht langweilen.
Ich schreib nix mehr dazu


Freddie1
29. Dezember 2013 um 23:43  |  221521

OT
„Michael Schumacher nach seinem Unfall im Koma,“ so Sky


Ursula
29. Dezember 2013 um 23:46  |  221522

„Verunglimpft“…..

Findest Du nicht, dass Du einen ganz
ernstgemeinten Beitrag von mir
„zerfledderst“, wie in „alten Zeiten“…?


Herthas Seuchenvojel
30. Dezember 2013 um 0:06  |  221523

@Freddie:
künstliches Koma oder als Nachfolge?
ist ja nicht seine erste Kopfverletzung (Motorradunfall)


Exil-Schorfheider
30. Dezember 2013 um 0:07  |  221524

Herthas Seuchenvojel // 29. Dez 2013 um 20:39

„kaum kommen hier etwas unbequemere Themen, gehts wieder quer persönlich gegen den Verfasser…“

Ich hab mir extra noch mal die Mühe gemacht und alle Kommentare ein zweites Mal gelesen. Dabei fiel mir kein einziger Beitrag als „quer persönlich“ auf, sondern ich fand lediglich diverse Hinweise darauf, welche Punkte einigen Schreibern fehlen. Mehr eigentlich nicht…


Freddie1
30. Dezember 2013 um 0:12  |  221525

@HSv
Wohl Folge des Unfalls. Der Zustand soll kritisch sein

@exil
Fand den Ton heute trotz des brisanten Inhaltes meist moderat


naneona
30. Dezember 2013 um 0:20  |  221526

@Opa
Danke für Deinen Beitrag und gute Besserung.
Ich werde wohl nie nachvollziehen können warum ein sehr kleiner Teil der Fan Gemeinde, der restlichen Mehrheit Ihre Vorstellung von Spaß aufzwingen muss.
Aber ich schätze dennoch Deine Beiträge, die mir ab und zu einen kleinen Einblick in eine andere Welt der Fan Szene ermöglichen. Unterm Strich bleibt leider, „Ihr schadet vorsätzlich Hertha, für Euer Vergnügen“


Trikottauscher
30. Dezember 2013 um 0:24  |  221527

…so wichtig das ‚fan’-thema‘ sein mag, so sehr gehen mir viele debatten darüber -ehrlich gesagt- mittlerweile auf die nerven.
für mich ist das eigtl. ganz einfach:
leute, die meinen, „fansein“ definiere sich über sauferei, pöbelei, zündelei o. prügelei sind keine echten sportfans.
im allgemeinen wie im speziellen: leute, die durch ihr verhalten schaden am sport, ihrem (o. einem anderen) verein bzw. mitmenschen in kauf nehmen o. nicht abzuwenden helfen, dürfen sich nicht sicher fühlen, dass sie für ihr egoistisches verhalten nicht gemaßregelt werden. im besten fall vor ort von der gemeinschaft, die das allgemeine recht über das individuelle interesse stellt. im notfall von den dafür zuständigen organen.
jede ‚inkaufnahme‘ von verletzungen u./o. grenzüberschreitungen ist für mich zu ahnden. ob auf o. neben dem feld. ob physischer o. psychischer natur. ob für den gemeinen ‚fußballfan‘ oder einen seiner ‚mitmenschen‘ (ggf. auch in anderer uniform) 😉


Herthas Seuchenvojel
30. Dezember 2013 um 0:31  |  221528

@Exil: ich fand den ersten Eintrag von Konstanz nen bissel daneben
ansonsten ging es von allen


Nemo
30. Dezember 2013 um 0:32  |  221529

Kann hier auch nur den kritischen Stimmen zustimmen, die mehr Eigenverantwortung von den Fans fordern. Da passiert so gut wie gar nichts!

Ich besuche ein paar Auswärtsspiele in der Saison, gehe aber seit einiger Zeit nicht mehr in den Stehauswärtsblock, weil mir das doch tatsächlich zu gefährlich ist.
Da ist immer eine Grundaggressivität zu spüren und auf Pyro im engen Block habe ich auch keinen Bock!


Trikottauscher
30. Dezember 2013 um 0:34  |  221530

um missverständnissen vorzubeugen:
unglücklich ausgedrückt von mir:
statt „ob physischer o. psychischer natur“ hätte ich besser: ‚ob physisch oder psychisch motiviert‘ geschrieben… sorry


Trikottauscher
30. Dezember 2013 um 0:47  |  221531

um es noch deutlicher auszudrücken: jenen vereinzelten ‚unbelehrbaren‘ sollte vor ort durchaus entgegengetreten werden. sie dürfen medial jedoch nie den stellenwert eingeräumt bekommen, den sie für sich zu beanspruchen versuchen. und minimum darum sind die medien ja im großen u. ganzen auch bemüht. und das ist auch gut so!!!


Trikottauscher
30. Dezember 2013 um 1:06  |  221532

ich habe übergriff-bereite, sog. ‚fans‘ im fussball meist als menschen erlebt, die in der anonymität der masse versuchen, ihre unterdrückten (auto-) aggressionen auf feige art ausdruck zu verleihen. respekt dafür sollen andere aufbringen…


Trikottauscher
30. Dezember 2013 um 1:07  |  221533

*ihre = ihren


Exil-Schorfheider
30. Dezember 2013 um 1:21  |  221534

@hsv

Selbst der Beitrag von @konstanz ist meiner Meinung(nur meiner!) nach nicht persönlich…


30. Dezember 2013 um 1:24  |  221535

ich habe mit dem Thema grosse Schwierigkeiten. Ich oute mich mal: wäre ich “ Hertha“ hätte ich null Bock auf ewige Diskussionen um etwas, das doch eigentlich ganz klar ist?
Ich komme noch aus der Generation der Hausbesetzer..haargenau die gleichen Argumentationsschienen von damals werden auch heute wieder bemüht. Als ich meine steineschleudernden Mitdemonstranten versuchte , davon abzuhalten, gab es : “ wenn du keinen Bock auf Randale hast, verpiss dich“ Seit ich mitbekommen hatte, wie selektiv die Geschehnisse wahrgenommen wurden, -auf beiden Seiten, -habe ich mir abgewöhnt, solche Schilderungen wichtig zu nehmen. Ich kann 1 und 1 zusammenzählen, das reicht mir meistens..
Persönlich verletzend wurde heute niemand bisher. dafür bin ich ja zuständig..Ich melde mich wieder, wenn ich finde, dass jemand “ einen Knall“. , “ Dachschaden“ hat oder einfach nur Murks erzählt..Darauf ist Verlass;-)


30. Dezember 2013 um 1:24  |  221536

..ich war ja einmal ganz kurz davor..aber nur ganz kurz. 🙂


Freitag
30. Dezember 2013 um 2:03  |  221537

worüber reden wir hier: Pyro, Bengalos usw. im Stadion. Der Gebrauch dieser Gegenstände ist aus guten Gründen verboten. Es ist immer wieder erstaunlich, weshalb es oft aus dem Gästblock knallt.
Die immer wieder publizierte Begriff „Gewalt“ im Zusammenhang mit Fussball betrifft im wesentlichen die Randale außerhalb des Stadien. Diese Kosten werden früher oder später den Vereinen, und damit uns allen hier in Rechnung gestellt werden. Einige Vereine werden dies nicht überstehen.
Um ehrlich zu sein; ich habe keinen Bock, dieses Partyfolk, die sich als Fans darstellen (oder auch umgekehrt) zu finanzieren. Wenn Sonderzüge /-wagons von der DB gefordert werden, bitte, dann auch dafür bezahlen (Fahrpreis und evtl. Schäden); ansonsten ist sicherlich verstädndlich, dass ich für diese Kosten nicht (mehr) aufkommen möchte,


Kamikater
30. Dezember 2013 um 2:29  |  221538

Tolles Thema! Danke @Opa

Fandialoge sind unter Anderem dafür notwendig, um auch jüngere Fans zu erreichen, mit denen man normalerweise gar nicht ins Gespräch kommt.

Es geht nicht nur darum, irgendwelche Pyromanen in die Schranken zu weisen. Es war vielmehr vor ein paar Jahren bereits wichtig geworden, auch die Fans ins Gespräch mit einzubeziehen, die zwar eine Meinung zu Ihrem Verein haben, aber nie gefragt wurden, welche Art von Stadionerlebnis sie erwarten.

Und vielleicht mag jedem bei einem Heimspiel das Olympiastadion als sicher vorkommen, aber wenn man einmal zum Spiel Dresden gegen Frankfurt fährt, oder Stuttgart gegen Freiburg, dann sieht sowas im Auswärtsblock schon anders aus.

Wenn man aber den Dialog zu jungen Fans nicht sucht, um sie in Fanhäusern, bei Fantreffs, oder anderen Events mit Ihrem Verein, auch einmal über die juristischen Grenzen einmal mehr zu informieren, dann hat man als Verband seine Position nicht gut genutzt.

Ich persönlich wäre für personalisierte Tickets. Aber das ist nur meine Meinung.


HerthaBarca
30. Dezember 2013 um 3:06  |  221539

@opa
Gute Besserung!

Zu Deinem Artikel: Er ist lesenswert! Interessant finde ich, warum es scheinbar zu wenig Waggons gibt, wie die Statistik i.V.m. Fussball zusammengestellt wird, wie unmöglich es ist alle Besucher in einem Fußballstadion „richtig“ zu kontrollieren usw.! Da sieht man den einen oder anderen Bericht dann im Nachhinein bzw. in der Zukunft dann doch differenzierter. Mir ist klar, dass Dein Thema „Sicheres Stadionerlebnis“ ist.
Trotzdem habe ich in diesem Zusammenhang Fragen:
Was auch mir zu kurz kommt, ist ein Selbstreinigungsprozess innerhalb des Blocks. Als Beispiel möchte ich das letzte Spiel gegen den BVB nehmen, als einige aus dem Fanblock in der letzten Minute der Nachspielzeit bei der letzten Ecke für den BVB mit div. Gegenständen den Spieler und Linienrichter bewarfen. Was passiert da im Block? Gibt es „Vernünftige“, die diesen zumindest klar machen, dass ihr Verhalten gerade absolut beschixxen ist? Wird denen im Wiederholungsfall der Ausschluss aus der Gruppe für x Auswärtsspiele angedroht und wenn ja, auch umgesetzt? Reagieren die Umstehenden überhaupt? Ist denen (Aktive und Passive) eigentlich klar, dass sie ihrem Verein schaden? Warum wird i.d.R. nur im Gästeblock mit Bengalos gezündelt, im eigenen Stadion aber nicht?
Wir fühlen uns übrigens sicher. Dies auch schon wesentlich länger als einem Jahr! Bei einigen Spielen ist sogar die ganze Familie (drei Generationen) dabei – ohne Probleme!
Da gab es – wenn ich mich so an meine Jugend (teilweise Anfang der 80er Jahre) erinnere – ganz andere Zeiten!


30. Dezember 2013 um 3:49  |  221540

@ freddi: betr Webb: habe mir grad das ( sehenswerte) Spiel gesehen..tja, Webb war für mich jahrelang einer der besten Schiris auf diesem Planeten..seit einiger Zeit ist er das definitiv nicht mehr. was für eine Fehlentscheidung bei optimaler Sicht.. 🙁


sunny1703
30. Dezember 2013 um 8:48  |  221544

@Kami

Ich glaube auch, dass personalisierte Kartenabgabe eine Konsequenz sein wird. Sinn wird die auch nur machen, wenn am Eingang kontrolliert wird, ob derjenige dort auch der ist, der die Karten gekauft hat und vor allem aber müssen die Pyromanen und ähnliche erstmal erwischt worden sein.

All das was an zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen eingeführt wird, wird zu verteuerten Ticketpreisen führen. Sprich jeder Stadionzuschauer wird spätestens dann für diese so genannten Fans mit bezahlen.

Neben verhängten längeren Stadionsperren, zwei Jahre sind doch ein Witz, kann der Verein nicht viel machen. Ja, klare Ansage, die Fans die uns auswärts solche Schaden zufügen sind keine Fans sondern Schädiger des Vereins. Das sollte man gerade den Fanclubs kommunizieren. Und ich halte es für einen schlechten Witz, wenn die Spieler nach dem Spiel zu dem Block Auswärtsfans rennen aus dem Gegenstände aufs Spielfeld auf andere Menschen geworfen werden oder Pyrozeug oder anderes losgelassen wurde und der Verein wieder Strafe zahlen darf. Oder soll das abschließende Klatschen ironisch gemeint sein?
Nein, die Mannschaft hat nach solchen Spielen bei einem auffällig gewordenen Block nichts zu suchen.

Die Dialogbereitschaft muss signalisiert werden, mehr aber nicht mehr. Immer und immer wieder Dialoge, die zu nichts oder wenig geführt haben, mutieren zu sinnlosen Schwätzereien und konterkarieren die gutgemeinte Arbeit derjenigen die den Dialog führen.

lg sunny


elaine
30. Dezember 2013 um 9:59  |  221545

dafür bin ich ja zuständig..Ich melde mich wieder, wenn ich finde, dass jemand ” einen Knall”. , ” Dachschaden” hat oder einfach nur Murks erzählt..Darauf ist Verlass;-)

neee, neee, wenn überhaupt , dann ist das Blogdaddy-Team dafür zuständig.
Selbsternennungen gelten nicht als Autorisierung 😉


Kamikater
30. Dezember 2013 um 10:35  |  221546

@Ursula
Pyrotechnik war noch nie erlaubt.

@sunny
Fandialoge finden nicht mit denjenigen statt, die gerade eine 2200 Grad heisse Magnesium/Bariumnitratfackel im Stadion abgebrannt haben. Da geht um Dialoge zu Besuchern wie Dich, mich oder 100000 Andere, aber vor allem Jüngere, die z. b . deutschlandweit nicht wissen, dass ein Spritzer Bier auf einen Polizisten bereits Körperverletzung eines Beamten darstellt und große Probleme juristischer Art nach sich ziehen kann, wenn man selbst nicht der Täter war, sondern in der Gruppe Jugendlicher dabei stand.

Da gehts um Absprachen zwischen Fans, was sie und was sie nicht zulassen, z.B. Transparente.

Da gehts um Dinge, die @Opa gut beschrieben hat, dass bei den kommenden Regionalkonferenzen eben über Reisemanagement Projekte erstellt werden, die mehrjährig laufen. Das sind große komplexere Vorhaben, bei dem alle Vereine, die Bundespolizei, die Fanprojekte und die Verbände zusammen miteinander arbeiten

Da geht es nicht ums labern.

@pathe
Die Polizeieinsätze werden über die Steuerabgaben der Proficlubs um ein 100 faches gedeckt. Das ist leider ein allzu falsches Argument der Polizeigewerkschaft.

@Titel: „Sicheres Stadionerlebnis“
War und ist in meinen Augen ein irreführender und völlig untauglicher Arbeitstitel. Mehr nicht. Im Grunde ging es bereits kurz nach Ausrufen dieser Überschrift um viele andere Themen, die man darunter zwar verstehen kann, aber allein die Frage: „findet ihr Euer Stadionerlebnis sicher?“ zeigt schon das bloße Missverständnis dahinter.

Das ist wie „Schnuppertauchen“, denn unter Wasser riecht man nix.


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 10:47  |  221547

Morjn
Um es klar und deutlich zu sagen: mir gefällt die selbstgefällige und verharmlosende Schreibweise von @opa zu diesem wichtigen Thema überhaupt nicht u.a. in folgenden Formulierungen

die Politik, auf deren Druck das Sicherheitspapier wegen ein paar brennender Fackeln verabschiedet wurde,

….

Und trotz allem Kontrollaufwands gelingt es einigen Fans Woche für Woche verbotenerweise, die Arenen des Landes mit bengalischen Feuern zu illuminieren. Trotz allem Lippenpflegestiftaussortierens fliegen bei Eckbällen regelmäßig Feuerzeuge und andere Wurfgeschosse in Richtung von Akteuren auf dem Platz.

Man kann über vieles reden. Ich weiß, dass die Polizei, die Ordnungsdienste und die Fanbeauftragten der Vereine sich im ständigen Dialog befinden. Aber es gibt Verhaltensweisen, die sind in einem Rechtsstaat nicht diskutierbar und verhandelbar. Das Einschmuggeln von Pyrotechnik in ein Stadion ist nach meinem Verständnis nichts anderes als „versuchte Körperverletzung“.

Freddie1 // 29. Dez 2013 um 17:26 Uhr, Konstanz // 29. Dez 2013 um 17:59 Uhr und andere haben zu Recht hingewiesen auf die Eigenverantwortung der Fans. Diese Verantwortung kann nicht darin bestehen, gefährliches Verhalten der Fans innerhalb und außerhalb des Stadions zu verharmlosen und stattdessen den „schwarzen Peter“ zu schieben an die Ordnungsdienste, Polizei, Politik oder Bahn. Ich verstehe unter Eigenverantwortung der Fans eben auch, auf andere Fans soweit als möglich einzuwirken, gefährliches/kriminelles Verhalten zu unterlassen.


Trikottauscher
30. Dezember 2013 um 10:50  |  221548

…menschen, die beabsichtigen, den sport, der im besten fall sozio-kulturelle vorbildgebote (wie fairness, toleranz, eifer, spannung, drama, katharsis, identifikation etc. pp.) zu vermitteln versucht, für eigene, sozial unverträgliche ziele zu instrumentalisieren, sind zum schutz der allgemeinheit vom sport fernzuhalten. ob auf seiten der fans, politiker, medien, wirtschaft, sportfunktionärsebene, ordnungshüter oder der sportler selbst (falls sie probieren, sich über regeln hinwegzusetzen o. sich durch unlautere mittel einen vorteil zu verschaffen).
ick wees: sehr allgemein gesprochen, aber meine meinung…


30. Dezember 2013 um 10:58  |  221549

@ elaine: du erhältst einen smiley *Zungerausstreck* 😉


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 11:00  |  221550

razz musst du schreiben @po 😛


30. Dezember 2013 um 11:03  |  221551

Wieso ist durch das Zahlen von Steuern von Seiten der Vereine, das Aufkommen für Polizeieinsätze gedeckt? Kapier ich nicht? Gibt es ne spezielle Steuer dafür?


sunny1703
30. Dezember 2013 um 11:22  |  221552

@Kami

Eure Arbeit in allen Ehren, sie wirkt aber für Außenstehende wie die Arbeit von Brüsseler Bürokraten,denen ich auch nicht ihr gut gemeintes Engagement absprechen möchte.

Es geht um das was auffällig wird und das wird von dem „allgemeinen“ Bürger oder sagen wir ruhig Wähler anders wahrgenommen. Er registriert, Pyromanen, nervende Fans in Zügen der DB, durch die Lande ziehende Prügelhorden um das mal auf Bild Niveau runter zu setzen. Es nutzt auch nichts sich intellektuell darüber zu mokieren wie sehr die Medien an der Stimmungsmache eine Rolle spielen, der Druck immerhalb der Politik aber auch auf die Politik wächst, einzugreifen. Dass es bisher noch nicht die völlige Bevormundung durch den Staat auf die Vereine gibt, liegt einzig und allein am hohen Stellenwert, den der Fußball hat, er ist teilweise Mittel zum Zweck ,auch für die Wirtschaft.

Doch am Ende wird sich jeder fragen,was nutzen mir hunderte von Dialogen auf 75 Regionalkonferenzen ,wenn ich mit schweren Verbrennungen von irgendwelchen nicht auf Regionalkonferenzen hörende „Fußballfans“ im Krankenhaus liege.
Oder wenn ich nicht rechtzeitig als Arzt oder Krankenschwester zur Arbeit komme, weil prügelnde Fußball“fans“, meinen Zug nicht pünktlich ankommen lassen oder auch nur eine Taucherausrüstung mitnehmen muss um einen Zugtoilette zu erreichen, so sie denn überhaupt funktioniert, weil Fußballfans bei der Fahrt zu und vom Stadion Fässer Bier in sich hinein schütten.

lg sunny


L.Horr
30. Dezember 2013 um 11:29  |  221553

….. ich besuche keine Party , keinen Freund wo „meine Art“ der Gastrolle unerwünscht ist !

Ich beknie auch keine Türsteher devot um Einlass oder kreuze in Cargo-Hosen dort auf wo ein „Dresscode“ die Erscheinungsform regelt.

Wer auf meiner Party meint , mir seine Art der Party aufzwingen zu wollen , den muß ich rausschmeissen und verhandle nicht darüber ob der gezündete Knaller auf meinem Teppich als Stimmungshebend verstanden werden sollte.

LG


HerthaBarca
30. Dezember 2013 um 11:31  |  221554

Veranstaltungen zu schützen gehört zu den originären Aufgaben der Polizei! Dazu gehören Demonstrationen, Straßenfeste, Fußballspiele usw.!


Freddie1
30. Dezember 2013 um 11:32  |  221555

OT
Sieht nicht gut aus um Schumi.
Neben den Blutungen auch Hämatome am Gehirn. Sehr kritisch.


sunny1703
30. Dezember 2013 um 11:37  |  221556

@trikottauscher

So leid es mir tut, der Sport ist schon immer Mittel zum Zweck gewesen und benutzt worden, da kannst Du in die Geschichte gucken. Selbst der so gelobte Turnvater“Jahn“ war ein Nationalist, ein Militarist, der mit seinen Leibesübungen zur Wehrertüchtigung im Kampf gegen Frankreich beitragen wollte. Deutschlands Goldschwemme 36, die unglaubliche Erfolge der Mini DDR, der UDSSR , der USA hatten systemische als auch nationale Hintergründe, im Kapitalismus kommt der Sport auch noch als Einkommensquelle dazu.

Wie sehr der Sport auch heute noch benutzt wird sieht man an der Absage von Gauck nicht nach Sotchi zu fahren, egal wie man dazu steht. 80 und 84 gab es sogar Olympiaboykotts.

lg sunny


King for a day – Fool for a lifetime
30. Dezember 2013 um 11:42  |  221557

Was war eigentlich zuerst da ? Das Huhn oder das Ei ?

Also die „Offiziellen“ die sich stets was einfallen lassen müssen/sollen, oder die „Fans“, die der Grund dafür sind ?

Fragen über Fragen …


hurdiegerdie
30. Dezember 2013 um 11:57  |  221558

Für mich ist nicht die Frage, ob man einen Teil der „Szene“ (ich weiss gar nicht, wie ich das schreiben soll, Hirnentkernte, Idioten) entfernen und bestrafen muss.

Die Frage ist das „wie“ komme ich an die wenigen ran? Und da halte ich ein generelles Alkoholverbot (wer Pyros ins Stadion bringen kann, wird auch den Flachmann reinbringen können) oder Stehplatzverbote für genauso wenig erfolgversprechend, wie ständige Dialoge als alleiniges Mittel.

Ich werde auch nie verstehen, warum man „Fans“(Klammer sehe oben), die offensichtlich stark alkoholisiert sind, überhaupt ins Stadion lässt, dafür braucht es keine Atemluftkontrolle von 80’000.

Neben Dialogen wird ein „divide et impera“ Teil der Lösung sein. Generelles Alkoholverbot oder Stehplatzverbote werden eher mehr Leute solidarisieren, als es jetzt rauszufiltern gilt.


Pflaume09
30. Dezember 2013 um 11:58  |  221559

@kamikater 10:35 Uhr:
„@pathe
Die Polizeieinsätze werden über die Steuerabgaben der Proficlubs um ein 100 faches gedeckt. Das ist leider ein allzu falsches Argument der Polizeigewerkschaft.“

Das wage ich zu bezweifeln.
Nehmen wir mal an es sind lediglich zwei Hundertschaften im und um das Stadion im Einsatz. Jeweils schwach besetzt mit 80 Beamten und 8 Stunden im Einsatz.
Nehmen wir außerdem mal durchschnittskosten von 20€/Mannstunde an.
Dann komme ich zu folgenden Ergebnis:
160 Beamte x 8 Stunden = 1.280 Mannstunden

1.280 Mannstunden x 20€ = 25.600€/Spiel

25.600€ x 17 Heimspiele = 435.200€

Wohlgemerkt nur auf die Personalkosten bezogen!

100fache Deckung: 43.520.000 pro Verein.

Wäre schön wenn Hertha das an Steuern zahlen würde.


30. Dezember 2013 um 12:07  |  221560

ich wusste auch nicht, dass ich als Steuerzahler regeln kann, wozu meine Abgaben genau benutzt werden sollen. Cool!


fechibaby
30. Dezember 2013 um 12:23  |  221561

@Pflaume09 // 30. Dez 2013 um 11:58

„Nehmen wir mal an es sind lediglich zwei Hundertschaften im und um das Stadion im Einsatz. Jeweils schwach besetzt mit 80 Beamten und 8 Stunden im Einsatz.“

Gestern schrieb Sebastian Friebrig, dass bei den Heimspielen von Union im Schnitt 293 Beamte eingesetzt wurden, bei Hertha sogar 325.

Bericht s .hier: http://www.morgenpost.de/sport/hertha-aktuell/article123371174/Hertha-und-Union-sagen-Krawallmachern-den-Kampf-an.html

Da sind die Personalkosten noch einmal doppelt so hoch, wie Du sie berechnet hast.


Trikottauscher
30. Dezember 2013 um 12:30  |  221562

@sunny 11:37
das ist mir auch klar. goutieren muss und werde ich die instrumentalisierung des sports für andere als ihm eigene zwecke trotzdem nicht…
lg tt


Thomsone
30. Dezember 2013 um 12:43  |  221563

@Kamikater 10:35 Uhr
Die Polizeieinsätze werden über die Steuerabgaben der Proficlubs um ein 100 faches gedeckt. Das ist leider ein allzu falsches Argument der Polizeigewerkschaft.

Was ist das denn für ein Argument? Darf ich jetzt den korrekten Gegenwert meiner gezahlten Steuern „verbrauchen“?

@HerthaBarca 11:31 Uhr
Ich glaube Du verwechselst da was, wenn Du das vom GG garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung, mit dem Besuch einer Fun-Veranstaltung (Fußballspiel) gleichsetzt. Mit größter Zurückhaltung scheint da bei Dir was nicht ganz angekommen zu sein.

Ich denke wenn diese sogenannten Fans so weitermachen wie bisher, dann bekommen wir irgendwann englische Verhältnisse. Da haben sie das Thema Gewalt (und dazu gehört sowohl dies Pyro-Arie, dass Werfen von Gegenständen und auch das Besoffen sein) über die Preise geregelt. Wenn Reden und dann auch Verstehen nicht hilft dann eben Taten.


Pflaume09
30. Dezember 2013 um 13:06  |  221565

@fechibaby // 30. Dez 2013 um 12:23

Danke für den Hinweis! Dann wird es noch deutlicher.


30. Dezember 2013 um 13:18  |  221566

Ein paar „kreative“ Lösungsansätze… 😉
– In die Stadionordnung schreiben, dass Besucher mit mehr als 0,5 Promille nicht hereingelassen werden. Bei konkretem Verdacht wird gepustet und aussortiert.
– Vor dem Block, in dem Pyros gezündet wurden/werden, kommt ein Sichtschutz nach unten. Doppeltes Signal: Die Täter werden nicht mehr gesehen (= Wunsch nach Aufmerksamkeit wird ignoriert); die Täter können das Spiel nicht mehr sehen – und alle anderen im Block sind angepisst.
– Alternativ einen kleinen „Pyro-Block“ einrichten, in den max. 100 Leute passen. Vorher müssen Pyros angemeldet und genehmigt werden. Werden die wenigsten machen, aber damit ist dann endlich mal die leidige Forderung nach „Legalisierung“ vom Tisch und Pyro erscheint als das was es ist: Spaß am Verbotenen. (Und wenn ich mich irre und das Problem so aus der Welt zu schaffen ist: umso besser)
– Bei jeder Auswärtsfahrt wird pro Waggon ein Verantwortlicher berufen/gewählt. Er ist dafür verantwortlich, dass die Truppe sich einigermaßen benimmt, ist erster Ansprechpartner für die Sicherheitskräfte und gleichzeitig befugt, mit dem Einsatzleiter direkt zu sprechen (Handy). Idealerweise treffen die sich vorher/nachher mal auf nen Bier und überlegen gemeinsam, wie sie die Fahrt gut über die Bühne kriegen.
– Die Vereine veröffentlichen nicht mehr nur die Summe der Strafen, sondern zeigen noch mal Bilder der bestraften Pyros mit Kringel um die Personen. Daneben kommt ein Hinweis: „Die dringend benötigte Verstärkung der Abwehr konnte nicht verwirklicht werden, weil das Geld für Strafen wegen Gewalt/Pyro ausgegeben werden musste. Bitte helft in Zukunft mit, dass das nicht noch mal passiert und meldet die Täter direkt unter dieser Nummer…“

Soo, bin mal gespannt, was wir noch so an kreativen Gegenmaßnahmen zusammen bekommen…


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 13:20  |  221567

„Wer Gewalt säet, muss dafür höhere Eintrittspreise zahlen“.
Dies wäre eine marktwirtschaftliche Lösung.

Eine andere Lösung könnten die gewaltbereiten Fangruppen selbst erwirken. Hierzu braucht es nur einen großen, ehemaligen Truppenübungsplatz mit Bahnanschlüssen. Der ganze Platz wird eingezäunt in gleicher Qualität wie das Atommüllager Gorleben oder der G8-Gipfel in Heiligendamm. Unter Polizeischutz werden alle Fanzüge statt zum nächsten Auswärtsspiel in diese Umzäunung eingeliefert. Polizei und Rettungsdienste bleiben draussen.

Drinnen dürfen sich alle gewaltbereiten Fans nach Herzenslust verprügeln und mit Pyrotechnik beschießen, bis der letztlich Überlebende darum bittet, das Gelände verlassen zu dürfen mit dem Versprechen, für den Rest seines Lebens nie wieder unbeteiligte Passanten und Fahrgäste zum Opfer seiner Gewalttaten zu machen.


sunny1703
30. Dezember 2013 um 13:35  |  221568

@BM

Ich gehe davon aus, dass Du das ganze sicher mit einem 🙂 versehen wolltest.
Grundsätzlich müssen wir alle aufpassen mit unseren Forderungen und Fantasien uns nicht auf das Niveau der Typen zu begeben, über die wir hier urteilen.

lg sunny


L.Horr
30. Dezember 2013 um 14:08  |  221571

Kamikater
30. Dezember 2013 um 14:18  |  221572

@apo und Pflaume
Ich habe nie behauptet, dass es eine besondere Steuer dafür gibt. Das behauptet ja bestenfalls die Polizeigewerkschaft, wenn sie es aufrechnen.

Was kosten die Polizeieinsäte und was zahlen Vereine für Steuern?

Die Zahlen sind bekannt. Ich kann das erwähnen, aber erklären darf das Herr Wendt.

@sunny
Das kommentiere ich nicht. Du verwirbelst alles miteinander und ich sehe mich nicht willens, diesen Vorsylvesterwust auseinanderzudröseln, spüre aber Deinerseits viel negative Energie.
😉

Aber um es mal so zu sagen: ich bin absolut für das Verursacherprinzip. Wer Mist baut, soll Dung ernten.

Daher meine Hoffnung auf die personifizierten Eintrittskarten


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 14:18  |  221573

Jepp s@nny1703 // 30. Dez 2013 um 13:35 Uhr
Du kennst mich + du verstehst mich. 😀

„Die Satire darf alles,“ schrieb bereits …..


jenseits
30. Dezember 2013 um 14:20  |  221574

Etwas aus der kicker-Ranglister der Hinrunde:

Torhüter: Kraft ist immerhin (als einziger) im Blickfeld angesiedelt, was Platz 12 entspricht.

Außenverteidiger: van den Bergh im Blickfeld

Innenverteidiger: Lustenberger im weiteren Kreis (!) auf Platz 10; Langkamp im Blickfeld.

Immerhin immerhin immerhin


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 14:21  |  221575

A propos Verursacherprinzip:

Wer kennt die Krawallmacher, welche auf der Rückfahrt vom Spiel in Dortmund Schlägereien im Magdeburger Hbhf starteten?


Eigor
30. Dezember 2013 um 14:30  |  221576

Blauer Montag // 30. Dez 2013 um 14:21
Ich glaube hier im Blog ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, das jemand einen der Magdeburger Hools kennt, deren Spiel am 19.12. in Zwickau war und die nur zum zoffen den Dortmunder Zug abpassten……


linksdraussen
30. Dezember 2013 um 14:36  |  221577

@jenseits: Von unseren Sechsern taucht keiner auf? Und ein Stürmer mit 11 Saisontoren findet keine Erwähnung?


Sir Henry
30. Dezember 2013 um 14:38  |  221578

@Opa

Deine „Reiseberichte“ sind zwar inhaltlich überwiegend schwache Texte, die aber immerhin ganz launig und kurzweilig geschrieben sind. Nun versuchst Du Dich an einem seriösen Thema. Es zeigt sich, dass Dich Deine Schreibe hier nicht mehr retten kann.

Du erliegst Deinem Hang zur Egozentrik und dem ausgeprägten Unwillen, Sichtweisen Anderer in Deine Überlegungen mit einzubeziehen. Schwarz-Weiß Denken, dass Du anderen schon mal vorsorglich unterstellst, nehme ich vor allem bei Dir wahr. Da nützt auch kein Smiley.

Dein Text strotzt nur so von Beispielen, bei denen Du Ursache und Wirkung umkehrst. Sicherheitskontrollen am Einlass unterliegen nicht einheitlichen Regeln? Ganz bestimmt, aber warum gibt es die Notwendigkeit zu den Kontrollen überhaupt? Weil einige meinen, Spieler mit Feuerzeugen bewerfen zu müssen. Und dann gibst Du die Schuld an den Würfen den Kontrolleuren, denen es nicht gelingt, auch die letzte Arschritze der Zuschauer zu untersuchen und nicht den Werfern?

Du warst „mehrfach Ordner“ im letzten Jahr? Wo warst Du das, wie oft, bei welchen Spielen, in der Bundesliga oder in unteren Ligen? „In der Regel“ war es mit dem Anlegen der Westen erledigt? Wie oft genau ist „in der Regel“? Sind die Sicherheitsdienste dort extern oder intern? Da muss schon Genaueres kommen, um glaubwürdig zu sein.

Die „paar brennenden Fackeln“ mögen für Dich ein ästhetischer Hochgenuss sein, für andere sind sie eine hochgradige Belästigung und Gefährdung. Ich möchte es nicht der Einschätzung von hochemotionalisierten und alkoholisierten Zuschauern überlassen, ob das Zünden von Bengalos zu einem bestimmten Zeitpunkt sicher ist oder nicht.

Zudem frappiert mich immer die Unfähigkeit des Zündlers, eine simple Kausalität herzustellen: Bengalo  Verbot  Strafe für den Verein. Die Zündler leben ihren Hang zur Selbstdarstellung auf Vereinskosten aus. Ganz einfach.

Wenn dem Zündler das Verbot nicht einleuchtet, soll er sich engagieren, dass das Verbot aufgehoben wird. Wenn ihm das nicht gelingt, dann soll er sich in die Situation einfügen.


HerthaBarca
30. Dezember 2013 um 14:47  |  221579

Thomsone // 30. Dez 2013 um 12:43
Ich habe nicht das GG als Basis genommen! Ich habe über die Aufgaben der Polizei geschrieben! Und für den gesicherten Ablauf bei Großveranstaltungen ist die Polizei zuständig! Dieses Thema kam auf, als es darum ging, dass es in Gelsenkirchen keine Polizei mehr eingesetzt werden sollte!

Ich will dabei die Vollhonks, die der Meinung sind so ein Müll, wie Pyros, prügeln, Gegenstände auf den Platz werfen usw. nicht verteidigen! Am Besten identifizieren, bestrafen und an eventuelle Kosten (z.B. Strafzahlungen von Hertha) beteiligen!

P.S. Du brauchst Dich nicht zurückzuhalten! Wenn Du der Meinung bist, dass ich da etwas falsch sehe und dies ein Grund für Dich ist, dabei persönlich zu werden, dann bitte! Habe ein breites Kreuz!


30. Dezember 2013 um 14:55  |  221580

@Sir: Mag sein, dass es so ist. Nur führt uns das beim Thema nicht weiter, finde ich. Meine Frage ist: Wie können Lösungen aussehen? „Eigenverantwortung“ mag ein Teil dieser Lösung sein, nur ist dann die Frage, wie diese geweckt und gestärkt werden kann.
Viele Punkte, die @Opa anspricht, sind ja zunächst Tatsachen: Eine vollständige Durchsuchung aller ist nicht möglich, es werden also immer Feuerzeuge, Pyro ins Stadion kommen KÖNNEN. Usw.
Das fände ich spannender zu diskutieren, als die Frage, ob @Opa immer den richtigen Ton trifft.


apollinaris
30. Dezember 2013 um 14:59  |  221581

@kami: ich versuche ja nur, Texte beim Wort zu nehmen oder wenigstenes dem Verständnis nach. Wenn du „das“ nicht gemeint hattest, was war denn gemeint? Kläre deine zwei (drei) Mißversteher auf..
@SIR, 14:38 #rt und Fav.


30. Dezember 2013 um 15:03  |  221582

Ich wurde ja seitens des Verfassers des heutigen Artikels einst als „Gesinnungstaliban“ bezeichnet, weil ich mich selbst gegen die Verherrlichung von Bengalos („sieht doch schön aus“) positioniert hatte.

Für mich ist der Fall ganz eindeutig:

Verstößt man gegen Verbote handelt es sich um eine Straftat.

Und Straftaten müssen bestraft werden – aus meiner Sicht auch drastisch, da hier ganz bewußt die mögliche Gesundheitsschädigung anderer Menschen in Kauf genommen wird.

Diese „runden Tische“ zwischen Fangruppierungen und Vereinen/Verbänden sind aus meiner Sicht insofern reine Zeitverschwendung, weil eines auch ohne viele Diskussionen nun einmal Fakt ist:

Straftat ist Straftat, die geahndet werden muss – aus meiner Sicht auch drastisch.

Schließlich hat man nichts zu befürchten, wenn man nicht gegen Gesetze oder Regeln verstößt.

Im Endeffekt will ich ein Fussballspiel sehen – diese „Fanromatik“, dass das eigentliche Fussballspiel lediglich dazu da ist, dass sich Fangruppierungen „ausleben“ können, ist für mich absurd.


apollinaris
30. Dezember 2013 um 15:06  |  221583

es gibt viel zu besprechen.Betr. Pyrrho & co. sind der Worte genug gewechselt.. Ich sage. „Basta!“


sunny1703
30. Dezember 2013 um 15:11  |  221584

@Kami

Ich respektiere und schätze das was Du machst. Wenn Du das in den falschen Hals bekommen hast, sorry! Ich kann Dir nur die Sicht einer anderen Seite vermitteln.

Ich selbst habe auch keine Lösungen, wie auch, denn ein Teil der Problematik ist ein Gesellschaftsproblem, aber das gehört nicht hier hin.

lg sunny


L.Horr
30. Dezember 2013 um 15:12  |  221585

…. ich teile Opa´s Ansichten nicht , finde aber stark das er als Vertreter der „anderen Meinung“ hier sichtbar ist und aus seiner Sicht argumentiert.

Ich vertrete meine Gesichtspunkte nicht anders .
Wichtig ist , irgendwie ergebnisoffen die Gegenseite anzuhören.

Ich denke auch Hertha kennt die Pyro-Initiatoren , zumindest deren beheimatete Gruppierungen , und reagiert spätestens dann , bevor nach dem Gießkannenprinzip sich noch strengere Einlasskontrollen , noch mehr Verbote , noch mehr Generalverdacht und noch mehr Polizeiressourcen gegen die Allgemeinheit richten.

Meine Pyro-Schlüsselerfahrung bescherten mir die Hertha-Vollpfosten im unsäglichem Relegationsspiel . Hiernach hatte ich kein offenes Ohr mehr.

Zuletzt in Braunschweig habe ich mich dermassen fremdgeschämt .

http://www.youtube.com/watch?v=Nqp6nKjsIMM


Sir Henry
30. Dezember 2013 um 15:13  |  221586

@jap

Ich kritisiere nicht die Ausdrucksweise, sondern den permanenten Versuch, Verantwortung auf andere abzuschieben.

Feuerzeuge werden geworfen? Schuld ist die lasche Kontrolle. Bengalos werden gezündet? Schuld sind die, die Emotionen unterdrücken wollen. Fans hauen sich auf Durchgangsbahnhöfen? Schuld sind die Politiker, die keine Sonderzüge rausrücken wollen.

Hertha hat evtl ein Homophobieproblem? Nicht die Frage an sich untersuchen, sondern ob der Überbringer auch reinrassig ist.


sunny1703
30. Dezember 2013 um 15:20  |  221587

@Lenz

Danke für das Video, man denkt der ganze Block brennt. Interessant auch die Beiträge unter dem Video! 🙁

lg sunny


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 15:21  |  221588

@Linksdraussen

Die heutige Kicker Rangliste umfasst nur die TW-Position, sowie IV und Außenbahn defensiv. Der Rest wird später veröffentlicht.

Nur ein paar allgemeine Anmerkungen zu 12:12/Pyro etc.

Erstmal glaube ich, dass es sich einige ziemlich einfach machen, mit der Universalerklärung Alkohol. Der durchschnittliche Alkoholspiegel im Block/Stadion dürfte deutlich höher liegen als bei den hier so benannten „alkoholisierten Pyromanen“.

Zum Thema Gefährlichkeit: Böller sind in meinen Augen unkontrollierbar, dämlich und gefährlich. Das sieht aber, soweit ich informiert bin, auch die Pro Pyro Abteilung so. Wie einigen vielleicht aufgefallen ist, wird seit der Pyrotechnik legalisieren Kampagne Pyro eigentlich nur noch in der Hand abgebrannt, während es früher einfach auf den Boden geworfen wurde, was wirklich gefährlich werden konnte. Solange das (wie bei Hertha diese Saison) in geregelten Bahnen abläuft, ist das Risiko absolut minimal. Das Dortmund beim Derby dieses Jahr scheiße gebaut hat ist klar, wissen sie aber auch selber. Ebenso damals Hamburg in Düsseldorf oder eben auch wir in Düsseldorf.

Und im Übrigen… dieses gern bemühte „eine kleine Minderheit“… Wäre es eine ebensolche Minderheit, wäre die schon lange vom Block in die Schranken gewiesen worden. Fakt ist aber, der Großteil des Blocks hat nichts gegen Pyro sondern im Gegenteil, findet Gefallen daran. Für mich sind der eigentlich springende Punkt die Strafen, die leider immer höher werden, aber die Sicherheit ist in meinen Augen ein vorgeschobener Grund. Leider verfallen zuviele der Logik einiger Medien. Exemplarisch für mich diesbezüglich der Sky Kommentar, der beim Spiel in Braunschweig was von „Kriminellen“ im Hertha Block erzählte… Ich finde, hier wird ein Problem herbeigeredet, wo gar keins ist. Alle sind sich einig, dass sie sich beim Fußball nach wie vor sehr sicher fühlen, das ist doch eigentlich das, worum es geht oder?


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 15:28  |  221589

Nö J@ck Bauer // 30. Dez 2013 um 15:21 Uhr

Ich fühle mich nicht sicher, wenn ich befürchten muss, dass mit Pyrotechnik hantiert wird.


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 15:34  |  221590

@Blauer Montag:
Bei Heim- oder Auswärtsspielen fühlst du dich unsicher? Stehst bzw. standest du dort, wo Pyrotechnik gezündet wurde? Hast du Angst vor dem Rauch oder vor der Flamme/Hitze?


sunny1703
30. Dezember 2013 um 15:34  |  221591

@Jack Bauer

„Fakt ist aber, der Großteil des Blocks hat nichts gegen Pyro sondern im Gegenteil findet Gefallen daran.“

Danke für diese Information.

Sollte es so sein, erwarte ich vom Hertha BSC daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und keinen Spieler mehr nach dem Schlusspfiff zu diesen Stadionbesuchern zu schicken, die nur eins wollen, dem Verein Hertha BSC schaden!

Und allen anderen Fans ,die Pyros und anderes menschengefährdendes Zeug ablehnen,kann ich nur raten,diesem Block in Zukunft fern zu bleiben!

lg sunny


Sir Henry
30. Dezember 2013 um 15:35  |  221592

Und warum gibts Pyros eigentlich nur in den Auswärtsblöcken? Hat man zu Hause keine Emotionen auszuleben?

(Ausnahmen bestätigen die Regel.)


sunny1703
30. Dezember 2013 um 15:44  |  221593

Köstner ist neuer Trainer in Düsseldorf!


fechibaby
30. Dezember 2013 um 15:53  |  221594

@Eigor // 30. Dez 2013 um 14:30

„Blauer Montag // 30. Dez 2013 um 14:21
Ich glaube hier im Blog ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, das jemand einen der Magdeburger Hools kennt, deren Spiel am 19.12. in Zwickau war und die nur zum zoffen den Dortmunder Zug abpassten……“

Das Spiel BVB – Hertha war am 21.12., um 15:30 Uhr. An diesem Sonnabend hatte die Regionalliga Nordost, in der Magdeburg spielt, bereits Winterpause.

Da treffen sich also Magdeburger Hools an einem spielfreien Sonnabend abends an ihrem Hauptbahnhof, um sich dann irgendwann mit Hertha-Fans zu prügeln.

Was sind das bloß für „erbärmliche“ Kreaturen?


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 15:56  |  221595

Wenn ich weiß, dass eine Herdplatte hieß ist, dann ist es eine Frage der Vernunft, nicht der Angst, die Finger von der Herdplatte zu lassen. Betrachte dies bitte als Antwort auf deine rhetorischen Fragen J@ck Bauer um 15:34 Uhr.

Ich werde sicherlich schon aus Selbstschutz nicht blogöffentlich ankündigen, welche Spiele ich besuche und welche Karte(n) ich dafür kaufen werde.


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 15:57  |  221596

Wenn ich weiß, dass eine Herdplatte heiß ist, ….


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 16:02  |  221597

Aus Selbstschutz? Da unten im Block stehen nicht die Abou-Chakers…

So rhetorisch waren die eigentlich auch gar nicht. Ich wollte eher darauf hinaus, ob du schonmal schlechte Erfahrungen in Sachen Pyro gemacht hast.


Bolly
30. Dezember 2013 um 16:03  |  221598

Vieles was ich ähnlich sehe hier, aber wo bleibt die Seele am heutigen Tag, da einer unserer Idole im Koma liegt…& um sein Leben kämpft…


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 16:12  |  221599

@Bolly:

Absolute Zustimmung!

Ich bin mit Schumi groß geworden, bin mit meinem Vater nachts aufgestanden um ihn fahren zu sehen. Ich hoffe er packt das!


30. Dezember 2013 um 16:14  |  221600

Tut mir leid// das Gegenteil ei es Idols für mich. Ich sorge mich um andere(s)- wünsche ihm natürlich viel Glück. Bei diesem Kampf- und besonders drücke ich für die Angehörige. Die Daumen.


Opa
30. Dezember 2013 um 16:24  |  221601

Bin leider immer noch nicht fit, aber ein paar Gedanken zu den Kommentaren muss ich dennoch loswerden:

@Verursacherprinzip:
Ich beginne mal zynisch: Da die Strafmaßnahmen der Vergangenheit ja so gut gewirkt haben, sollte man sie unbedingt ausweiten. Einige haben wirklich nicht rechtzeitig aufgehört zu lesen bzw. nicht verstanden, was ich geschrieben habe. Na klar ist keiner der Ordner verantwortlich dafür, dass z.B. Feuerzeuge geworfen werden. Warum ich das immer wieder erwähne: Weil mir als friedlichem Fan (auch wenn das hier einige nicht glauben wollen) die Kontroll-Willkür ordentlich das Stadionerlebnis vermiest und ich Kollektivstrafen darüber hinaus als sinnlos ablehne. Letzteres hat sogar der DFB erkannt, vielleicht könnten unsere Anhänger der Nulltoleranzpolitik das auch mal in ihr Köpfchen kriegen. So lange hier Sichtbehinderungen, physische und psychische „Maßnahmen“, Hundertschaften, Wasserwerfer etc. als Lösung ernsthaft in Betracht gezogen werden, tu ich mich schwer, eine Diskussionsgrundlage zu erkennen. Das wäre so, als würden die Blogpapis alle aussperren, nassspritzen oder verkloppen, weil einer sich daneben benommen hat. Das kann doch nicht ernsthaft ein seriöser Lösungsansatz sein, die ohne Zweifel vorhandenen Herausforderungen anzugehen.

@Kontrollen:
Wo wir gerade beim Thema waren: Schon heute gibt es bei vielen Vereinen personalisierte Karten (z.B. Golfsburg), in fast allen Stadionordnungen ist verankert, dass stark alkoholisierten Personen der Zutritt verweigert wird. Letzteres wird sogar bisweilen exekutiert, ersteres ist faktisch unmöglich, weil nicht flächendeckend kontrollierbar. Mal angenommen, der Hälfte der Stadionbesucher würde der Zutritt verwehrt, weil sie vorm Spiel einen getrunken haben, würde der draußen zuständige Einsatzleiter der Behelmten schon dafür sorgen, dass die „Saufbrüder“ sich besser im Stadion als drumherum aufhalten, allein schon der besseren Kontrollierbarkeit wegen, da sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Da die Frage auftauchte: Meine Beobachtungen habe ich u.a. bei einem Spiel der Nationalmannschaft im Oly gemacht (dazu gab´s auch ein Reisetagebuch http://www.hertha-inside.de/portal/fans/reisen/reiseberichte/rollentausch-ein-blick-hinter-die-kulissen/ ) sowie bei den Waldmenschen und bei Babelszwerg.

@Polizei und Rechtstaat:
Polizeiliche Maßnahmen sind und dürfen keine „bestellbaren Dienstleistungen“ werden. Die Polizei hat eine hoheitliche Aufgabe zu erfüllen, dazu gehört neben dem Schutz von Großveranstaltungen wie das Drumherum eines Fußballspiels u.a. auch der Objektschutz vor jüdischen Einrichtungen, ohne dass jemand auf die Idee käme, denselbigen in Rechnung stellen zu wollen.

@Sonderzüge:
Die werden immer über die Fahrpreise bezahlt, incl. Endreinigung – von Freifahrten für Fans hat niemand gesprochen. Dass die Bahn seinerzeit bei der Bestelleung der „DoStos“ sich ein Toilettensystem mit nicht mal im Normalfahrbetrieb ausreichendem Fassungsvermögen hat aufs Auge drücken lassen, sollte man nicht den Fußballfans ankreiden. Es reicht schon normaler Wochenendverkehr, um die Dinger zum Überlaufen zu bringen.

@Alkohol:
Da wird der Fußball wohl zum Abbild der Gesellschaft. Wer nicht nur auf dem edlem Lederederfauteuil seines Premiumfahrzeugs zwischen südwestlich gelegenen Vororten und Westend hin- und herpendelt, sondern mit der S- und U-Bahn durch Wedding und Neukölln fährt, weiß, dass da selbst tagsüber Menschen mit ner offenen Bierflasche fahren. Warum man nun von den Bundesligavereinen verlangt, dieses sichtbare Problem im Stadion auf Null zu reduzieren, erschließt sich mir nicht unbedingt. Überhaupt ist die Anzahl der Spiele, an denen IM Stadion Alkohol ausgeschenkt wird, eh ziemlich gering geworden. Grundsätzlich gilt übrigens in allen Versammlungsstätten Alkoholverbot, welches aufgrund von Sondergenehmigungen veranstaltungsweise aufgehoben werden kann. Ansonsten verweise ich gern auf die großen Erfolge der calvinistischen Prohibition oder ähnlich restriktiver Maßnahmen. Wer glaubt, dass in skandinavischen Ländern weniger Alkohol konsumiert wird, hat wohl noch nie Touristen aus Schweden oder Norwegen gesehen und der verleugnet das dort tatsächlich vorhandene Schwarzbrennereiproblem.

@Zukunft:
Im Januar findet in Berlin der nächste Fankongress statt. Dort werden Vertreter von Verbänden, Vereinen, Fans, Polizei, Wissenschaft und Politik über viele dieser Themen sprechen und vielleicht ein kleines Stück weiterkommen. Selbst, wenn erstmal nur Bewusstsein für die Position des jeweils anderen geschaffen wird, darf man das schon als Fortschritt bewerten. Meine Zukunftsvision des Fußballs ist kurz gesagt: Vielfältige und bunte Fankultur, bezahlbare Preise, heile Züge mit funktionierenden Toiletten, weitgehend obsolet gewordene und um Hintergrund agierende Ordnungshüter, legale und kontrollierte Abbrandzonen zu besonderen Anlässen, jede Menge Spaß (auch der eine oder andere Tropfen Alkohol) und dass sich jeder sicher fühlt, über alle Ligen hinweg.


Bolly
30. Dezember 2013 um 16:27  |  221602

Ich weiß um deine Meinung via Twitter@Apo, aber Du hast es ja schon gesagt, unabhängig davon ist er für mich eine Persönlichkeit die viel Glück für den Überlebenskampf benötigt & da ist die Frage „heute“ nach „anderem“ nur für mich nebensächlich.
Du magst das vielleicht nicht verstehen, weil auch viele andere heute ums Leben kämpfen, aber für mich ist das sehr emotional.


Blauer Montag
30. Dezember 2013 um 16:32  |  221603

Der Artikel von @seb umreißt etwa die Zahl der Einsatzstunden allein bei der Berliner Polizei, die notwendig sind, um gewaltbereite Fußballfans in Schach zu halten. Als Berliner Steuerzahler wünsche ich mir, dass diese Einsatzstunden verwendet werden könnten für
a) regelmäßige und sichtbare Polizeipräsenz an den U-/S-Bahnhöfen Alexanderplatz, Friedrichstraße, Breitscheidplatz, Lichtenberg, Osloer Straße u.a. gefährlichen Orten Berlins,
b) stärkere Verfolgung der organisierten Kriminalität Abou Chaker u.a. .

Leider leben wir nicht in den Zeiten, „als das Wünschen noch geholfen hat.“


sunny1703
30. Dezember 2013 um 16:43  |  221604

@Opa

Gute Besserung!

Dennoch, in einfachen Worten. Es geht um Menschen,die in einem Stadion sitzen und andere Menschen menschenverachtend mit dem Ausleben eines puren Egoismus in Gefahr bringen.
Es geht um Menschen, die durch sinnlose Sauferei ihre Organe nicht mehr so unter Kontrolle haben, dass Toiletten in Zügen zu Schwimmbecken mutieren.
Es geht um die gleichen Menschen,die andere Fahrgäste teilweise unverschämt belästigen.
Und es geht um Schlägerhorden die sich mit anderen Schlägerhorden prügeln und dabei die Allgemeinheit ,mit hineinziehen.

Wenn ich der Meinung bin, freie Fahrt für freie Bürger ,heißt ich fahre überall ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, ich habe das schon unter Kontrolle ist das für mich menschenverachtend.Genauso sind diese Typen, die sich hinter dem Wort Fan eines Vereins verstecken.
In unserer Demokratie gibt es genügend friedliche Methoden sein Anliegen vorzutragen, wer dafür eine Mehrheit bekommt, bitte. Wer es jedoch mit Gewalt macht, begeht für mich Straftaten.

lg sunny


30. Dezember 2013 um 16:44  |  221605

Andere, vergleichbare Großveranstaltungen kommen ohne Pyrotechnik seitens der Zuschauer aus. Bei anderen Open Air-Sportveranstaltungen und –Konzerten sehe ich diese weder live noch in der Glotze.

Bei Rockkonzerten, die ich unter freiem Himmel gesehen habe, auch im Olympiastadion, gab es Pyrozauber lediglich auf der Bühne. Auch dort wird vor und während des Spiels Alkohol getrunken. Es gibt Raufereien und Pöbeleien und es gibt Leute, denen Rücksichtnahme ein Fremdwort ist.
Die Kontrollen sind vergleichbar (lasch). Die Besucher kommen jedoch nicht einmal auf die Idee, ihren Pyrokram in diese Arenen zu schleppen. Folglich scheint der Fußball-Fan zu glauben, dass dies zur Stadionfolklore gehört. Sollte ich mich nicht irren, gerät dadurch der Fußball-Fan in Verruf.

Es muss gewährleistet sein, dass das Pyrozeug nicht in die Stadien gelangt. Kann dies durch Kontrollen nicht verhindert werden, bleibt das rigorose Einschreiten der Sicherheitskräfte vor Ort, sobald Pyro abgebrannt wird.

Plädiere ich für mehr Polizei in deutschen Stadien? Nein. Wenn angesichts eines lausigen Fußballspieles mehrere Hundertschaften mobilisiert werden müssen, läuft etwas schief. Richtig schief.
Habe ich Lösungen? Nein, aber genauso wie ich gerne auf Konzerte gehe, bin ich auch Fußball-Fan, der das sichere Stadionerlebnis als Voraussetzung sieht und nicht mit einer Minderheit, die andere gefährdet, in einen Topf geworfen werden möchte.
Dafür sorgen jedoch jene, denen mit Appellen an Einsicht und Vernunft nicht beizukommen ist.

Der Veranstalter wird sich in die Pflicht nehmen lassen müssen, dieses Problem zu lösen.


backstreets29
30. Dezember 2013 um 16:46  |  221606

Zurück aus dem Ski-Urlaub, schön wars, zwar ein bissl warm, aber schön und Wetter und Hotel waren super.

@Pyro

Ich selbst bin ein Gegner von dieser Zündelei. 1. stinkt das Zeug bestialisch, 2. kann ihc mit der Verbindung zu Emotionen nix anfangen.
Wenn Hertha gewinnt brenn ich ja auch nicht mein Wohnzimmer ab 3.
Ist es schlichtweg verboten und das aus guten Gründen.
Die Leute, die das trotzdem abfackenln halte ich schlicht für intellektuelle Nichtschwimmer, die scheinbar nicht in der Lage sind, die Konsequenzen ihrer Handlungen abzusehen.

Warum wird denn nur auswärts gezündelt? Weil die Jungs in der Ostkurve derbe auf die Fresse kriegen würden, wenn sie da was abfackeln würden.

Die Ideen von @Jap de mos bzgl, Sichtvorhang vor den Block usw find ich amüsant und auch nicht schlecht, nur leider wohl nicht durchführbar.

@Schumi

Selbstversändlich die besten Genesungswünsche und viel Kraft für die Angehörigen und Freunde.

Ich möchte aber bei aller Dramatik um den Unfall mal die Frage in den Raum werfen, wann ein solcher Unfall mal dazu „genutzt“ wird, aufzuzeigen wie gefährlich es ist, die markierten Pisten zu verlassen.
Die Gefahren bestehen ja nicht nur aus Lawinen, oder einem Schneebrett, sondern viel mehr darin, dass eben unter 2 cm Schnee auch ein massiver Felsblock aussieht wie ein Kuschelkissen.
Leider äussert sich in dieser Richtung niemand


jenseits
30. Dezember 2013 um 16:48  |  221607

@linksdraussen // 30. Dez 2013 um 14:36

Sorry, war unterwegs. Aber @Jack Bauer schrieb es ja bereits: Im kicker wurden zunächst diese drei Positionen gerankt, die restlichen folgen in den nächsten Wochen.


linksdraussen
30. Dezember 2013 um 16:53  |  221608

@jenseits&Jack:Danke!


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 16:54  |  221609

@Wilson:

Spontan fallen mir Die Ärzte, Beatsteaks, Tote Hosen und Rock am Ring ein wo regelmäßig Fackeln gezündelt werden, ohne dass dort ein Sturm der Entrüstung folgt, obwohl der Platz dort wesentlich knapper ist, als beim Fußball.

@backstreets:

Kenne mich mit Skifahren nicht aus, habe gelesen Schumacher war ca. 20 Meter Abseits der präparierten Strecken unterwegs. Machen diese 20 Meter schon einen großen Unterschied? Und, wenn ich schonmal dabei bin, in einer Meldung hieß es „technischer Fehler“, in einer andere „Materialfehler“. Materialfehler ist ja eigentlich klar (Ski, Bindung!?), was bedeutet aber technischer Fehler?


backstreets29
30. Dezember 2013 um 17:02  |  221610

@Jack Bauer

wenn man sich die Skpisten mal im Sommer anschaut, dann kann schon ein Meter ne Menge ausmachen.
Sei es ein Steilhang, Felsen usw usw.
Du siehst abseits der Pisten einfach nicht was unter dem Schnee ist, da kann man sich schnell mal in einem Bäumchen verfangen über einen Stein „stolpern“ usw usw…..
Ich persönlich find es unverantwortlich da auch noch seine Kinder mitzunehmen.

Klar kann ein Materialfehler Ursache für den Sturz gewesen sein, aber auf der Piste fällt er halt auf den Schnee und prallt nicht mit dem Kopf auf einen Felsen.


sunny1703
30. Dezember 2013 um 17:12  |  221611

Pyrotechnik als Bühnenshow hat immer noch eine andere Wirkung als Pyrotechnik in Menschenmassen. Seit Campino letztes Jahr bei Rock am Ring selbst zündelte, hat er bei mir verschissen.

Versucht Euer Anliegen demokratisch vorzubringen, bekommt dafür eine Mehrheit und dann liegt es an jedem selbst zu entscheiden,ob er noch solche Fußballspiele besuchen möchte.


30. Dezember 2013 um 17:24  |  221612

@Jack Bauer

Von Zuschauern?
Und dass, obwohl die Fluchtwege deutlich weniger klar sind, als im Fußballstadion?
Dann bleibt mir nur, weiterhin ToiToiToi zu wünschen und dass der ganz große Sturm der Entrüstung ewig ausbleiben möge. Der folgt spätestens dann, wenn die Kacke am Dampfen das Unglück passiert ist. Wie meistens übrigens . . .

An Tagen wie jenen möchte ich nicht derjenige sein, der als Veranstalter in der Verantwortung steht.
Ich erinnere mich, wie ehrlich geschockt Pearl Jam waren, als bei einem ihrer Konzerte ein Mensch (nicht wegen Pyro) ums Leben kam. War das bei den Toten Hosen nicht auch einmal der Fall?
Egal. Schwamm drüber.
Oder lieber doch nicht?!


Flämingkurier
30. Dezember 2013 um 17:25  |  221613

Der Zusammenstoß von Magdeburg auf der Hintour nach Dortmund
http://www.mdr.de/sport/fussball_rl/randale152.html
wird hier von den Magdeburgern ausgewertet zumindest teilweise
http://www.fcmfanshop.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=6628&st=0&sk=t&sd=a&start=510
Anscheinend fand am Freitag eine Weihnachtsfeier der FCM Fanszene in Magdeburg statt und diejenigen die Samstag früh auf dem Bahnhof noch auf ihre ersten Züge warteten sind dann mit den nach Dortmund reisenden Herthanern zusammen getroffen.


30. Dezember 2013 um 17:31  |  221614

@ Bolly: mich macht Regelmässig nahezu “ krank“ ,wem die Gesellschaft alles mit Dank und Mitgefühl nahezu zudeckt: ein Rennfahrer, der seine wahnwitzig vielen Millionen dem deutschen Fiskus komplett vorenthält, der sich Zeit seines Lebens nur um seinen ureigensten Interessen gekümmert hat, bekommt dafür, dass er ( zu schnell?) Ski gefahren ist und einen Unfall hat, der seinem Sohn und seiner Frau viel nimmt..Gefühlssendungen aller Art in Hülle und Fülle. Dass aber just in den Momenten, da ich dies schreibe, irgendwo ein Mensch, der freiwillig seinen Dienst am Menschen tut, ermordet wird, einer Krankheit erliegt, einen tragischen Unfalltod erleidet..ob als Arzt, Entwicklungshelfer oder Journalist..das machen , behaupte ich kühn, sich viele viele,allzuviele, in solchen Momenten nicht bewusst ( genug). Ich möchte also dem “ Schumi“ , nichts “ wegnehmen“ , jedoch..FÜR MICH, sind das unfassliche Verschiebungen unserer Gefühlswelt. und , noch mal FÜR MICH, ist das auch nicht sehr vernünftig..Ich kapier das seit Jugendtagen nicht.


30. Dezember 2013 um 17:33  |  221615

soll fragen: haben wir die Richtigen zum Vorbild, haben wir die richtigen Helden?
ich weiss, dass ich mich grade sehr unbeliebt mache.,da muss ich halt dann mal durch.


Liesschen
30. Dezember 2013 um 17:37  |  221616

@ Schumi

Ich bin auch nachts aufgestanden um ihn fahren zusehen und finde es total schrecklich was da passiert ist , ichhoffe wirklich sehr das er schnell wieder auf die BEine kommt und so wenig wie möglich Folgeschäden davon trägt …

ein Sturz dieser art kann auch auf der regulären Piste passieren .


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 17:38  |  221617

@Wilson:

Ja, von Zuschauern.


linksdraussen
30. Dezember 2013 um 17:38  |  221618

@Apo: Das sehe ich auch so.


30. Dezember 2013 um 17:43  |  221619

@apollinaris // 30. Dez 2013 um 17:31:

Vielen Dank für Deine zum Nachdenken auffordernden Worte.


bluekobalt
30. Dezember 2013 um 17:43  |  221620

Nö Apo, nix mit unbeliebt. Da bin ich ganz bei Dir!


backstreets29
30. Dezember 2013 um 17:47  |  221621

@Apo

’sign‘

@Liesschen

Wieviele Felsen hast du auf gekennzeichneten Pisten schon gesehen?


del Piero
30. Dezember 2013 um 17:47  |  221622

@Sir 14:38
Sehr guter Beitrag. Erspart mir trotz „juckender Finger“ genau deine Eindrücke auch niederzuschreiben. Im Übrigen kotzen, ja k… mich die Rauchschwaden welche dann minutenlang die Sicht vernebeln und den Atem reizen auch an. Interessiert aber die „wahren Fans“ nicht. Ein wahrer Fan steht selbstverständlich. Er übersieht aber dabei, dass ich unwahrer Fan ihm und zwei anderen die Plätze subventioniere.


Sir Henry
30. Dezember 2013 um 17:49  |  221623

@apo

Da sich der Wert eines Deutschen für Dich danach bemisst, wieviel er von seinem Geld zum Fiskus trägt, sollten die Quandts und Porsches Deine ganz besonderen Freunde sein. Die löhnen nämlich saftig.

Und wenn sich Schumacher Zeit seines Lebens nur um seine ureigensten Interessen gekümmert hat, dann dürfte Frau und Kind(ern) ein möglicher Verlust keine großen Sorgen bereiten.

Was Du so alles weißt…


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 17:51  |  221624

@apollinaris:

Ob ein Schumacher dem deutschen Fiskus sein Geld vorenthält (im Gegensatz zu manch anderem ja immerhin völlig legal), hat mich als Kind und Jugendlicher ehrlich gesagt herzlich wenig interessiert. Da habe ich bei seinen Kämpfen gegen Hill, Villeneuve, Hakkinen und co. mitgefiebert. Dementsprechend verbinde ich ihn nunmal, wie viele andere auch, mit meiner Kindheit und Jugend. Und natürlich geht mir der Unfall/drohende Tod eines Menschen, mit dem ich einen nicht unwichtigen Abschnitt meines Lebens wesentlich verbinde näher, als der Tod von einem Entwicklungshelfer, der ein toller Mensch sein mag, mit dem mich aber nunmal nichts verbindet. Dass du das anders siehst, ist völlig in Ordnung, warum es dich allerdings „krank“ macht, kann ich nicht verstehen. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand sagt, mit dem verbindet mich nichts, mich interessiert sein Schicksal nicht mehr als das eines jeden anderen verunfallten Menschen auf der Welt, aber ich habe ein Problem damit, wenn man Menschen, die das anders sehen, verurteilt.

Und zur ganzen Geld/Steuer/Egoistik Thematik… Ich finde es zu leicht, sich auf ein hohes Ross zu setzen. Niemand weiß, wie er selber handeln würde, wo er hinziehen würde und für was er spenden würde, wenn er so viel Geld hätte…


KDL
30. Dezember 2013 um 17:54  |  221625

@Sir Henry // 30. Dez 2013 um 17:49

Ist jetzt schon der dritte Beitrag von Dir in diesem Blog/Thema, wo ich zu 100% bei Dir bin …

Brauch gar nichts schreiben heute, danke Dir dafür!

Guten Rutsch ins neue Jahr @all …


del Piero
30. Dezember 2013 um 17:56  |  221626

@Apo
Leider neigst Du , wie so häufig, zu extremen. Es ist nun mal so auf der ganzen Welt, dass uns das Unglück uns nahe Stehender oder uns Bekannter mehr berührt als das uns ferne Unglück ganzer Menschengruppen. Auch Dir wird es wohl so ergehen. Oder trauerst Du um den Tod der Menschen in Wolgograd genauso wie um den deines Onkels?


30. Dezember 2013 um 17:57  |  221627

@apollinaris

Eine Form des Umgangs mit Erschütterung und Trauer, die auf mich ein wenig befremdlich wirkt, aber gemeinhin nichts Anstößiges hat.

Wäre ich religiös, wäre ich versucht, von dem Wunsch nach kollektivem Trost zu schreiben.
So bleibt mir nur der Secondhand-Pathos, in dem ich mich nur allzu gern suhle.


elaine
30. Dezember 2013 um 17:57  |  221628

@Schumi

Man musste jetzt kein großer Hellseher zu sein um zu prognostizieren, dass so so kommt, wie es kam.

Aber, trotz allem finde ich es nicht so gut, zu beurteilen/urteilen, dass er selber schuld sei oder sonst was.
Wenn man immer und ewig so getrieben ist, dass man ständig sein Leben aufs Spiel setzen muss, dann denke ich ich, dass da schon eine extreme psychische Störung vorliegt. Jeder macht so, wie er kann…

Unverantwortlich finde ich es die Kinder da mit ein zu beziehen. Die Ehefrau hat auch die freie menschlische Entscheidung, aber auch da stimmen eben die Energien überein.
Alles Gute Schumi wie auch immer!


trikottauscher
30. Dezember 2013 um 17:59  |  221629

@apo, 17:31uhr
1. finde ich es tatsächlich nicht besonders ’sensibel‘, deine schumi-ressentiments ausgerechnet heute zu publizieren, wo der genannte gerade wohl mit dem tode ringt.
und
2. unterschlägst du mal eben komplett z.b. : http://www.speedweek.com/formel1/news/40033/Wohltaeter-Michael-Schumacher-20-Mio-Euro-Spenden.html

erst informieren, dann urteilen…


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 18:02  |  221630

@elaine:

Wie gut bist du mit Psychologie vertraut, um solch ein extremes Urteil zu fällen?


del Piero
30. Dezember 2013 um 18:06  |  221631

Oh der arme @APO jetzt bekommt ers aber ganz dicke 😉


Bolly
30. Dezember 2013 um 18:10  |  221632

Nö @Apo kein Problem, ist doch für dich ok! Ich mach’s mir mal einfach & frage Dich, wer taugt denn noch als sportlicher Held? bzw. als Vorbild?

Siehe Bericht:

http://waz.m.derwesten.de/dw/sport/warum-der-sport-nicht-mehr-zum-vorbild-taugt-id8806929.html?service=mobile

Alles auch ein wenig chemie & ein Unfall bleibt ein Unfall, ob mit Sohn oder ohne. Die Schuldfrage in diesen Stunden „zu schnell?“ finde ich „unfair“


backstreets29
30. Dezember 2013 um 18:11  |  221633

Bevor man hier auf Apo einprügelt, sollte man vielleicht mal den zweiten Post von ihm lesen, der alles relativiert.
Es geht um die Frage nach Vorbildern und da bin ich total bei ihm.

Auch die Art und Weise, wie dieser Unfall relativiert wird, stösst bei mir auf Befremden.

Er hat wissentlich sich und seinen Sohn in Lebensgefahr gebracht.
Wenn das Foto bei Bild-online korrekt ist und in diesem Bereich der Unfall passiert ist, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln wie dumm man sein muss, sein Kind da durch fahren zu lassen.
Bei einer aktuellen Schneehöhe von gerade mal ca 1 Meter ist doch jedem Idioten klar, dass unter dem Schnee unsichtbar, Wurzeln, Felsen, Steine usw lauern.
Und wenn ich nicht gewillt bin, mir mein Material kaputt zu machen, fahre ich da nicht durch.


elaine
30. Dezember 2013 um 18:14  |  221634

falls ich gemeint bin, kann ich nur sagen, dass ich nicht auf @apo einprügeln wollte, dass fände ich auch ein bisschen krass.


backstreets29
30. Dezember 2013 um 18:16  |  221635

@Elaine

JackBauer hatte dich angesprochen.
Die Antwort würde mich übrigens auch interessieren 😉


del Piero
30. Dezember 2013 um 18:19  |  221636

Oh meine „Freunde“ von F95 bereiten sich auf den Gang in Liga 3 vor. Lorenz-Günther Köstner übernimmt diese Aufgabe 😉


trikottauscher
30. Dezember 2013 um 18:22  |  221637

@backs, 18:11h
eine andere meinung als @apo mit ‚prügel‘ gleichzusetzen, ist nun wirklich sehr weit hergeholt…


del Piero
30. Dezember 2013 um 18:23  |  221638

Lieber @Jack 18:02
Hier muß Niemand niemandem Fachwissen nachweisen um eine Meinung haben zu dürfen. Und sei sie noch so extrem!


del Piero
30. Dezember 2013 um 18:25  |  221639

@Elaine
Stell mir grade vor wie Du auf Apo einprügelst 😆
Ja wir Männer müssen manchmal ganz schön was einstecken 😉


elaine
30. Dezember 2013 um 18:26  |  221640

@del Piero

jepp, obwohl ? 😉


backstreets29
30. Dezember 2013 um 18:27  |  221641

@Trikottauscher

ach komm, wie soll man es denn in einem Blog ausdrücken?
Hättest du meinen Tonfall dazugehört, hättest du es bestimmt anders verstanden 😉


Bolly
30. Dezember 2013 um 18:28  |  221642

@Backs Woher weisst Du Betreff Deines letzten Absatz Quelle Bild die, die Du auch bei Hertha gerne zitierst? Was, wenn es ein stinknormaler Unfall war? Zu diesem Zeitpunkt völlig „nebensächlich“ mM.


backstreets29
30. Dezember 2013 um 18:35  |  221643

@Bolly

Deinen ersten Satz versteh ich nicht.
Ich zitiere die BILD nicht, weil sie bzgl Hertha vom Geschehen weiter weg ist, wie Fortuna Düsseldorf vom CL-Finale.

Das Foto, das ich meinte wurde auf BILD-online gestellt. Gemacht von einer Clara Müller und soll das Gelände zeigen, in dem Schumacher verunglückt ist.

Natürlich war es ein „stinknormaler“ Unfall. Aber da es sich um einen Promi handelt, wird damit anders umgegangen.
In den 5 Tagen wo wir jetzt beim Skifahren waren, wurden 3 Mal Leute mit dem Heli abtransportiert.

Der springende Punkt ist für mich einfach der, dass er bewusst und wissentlich diese in keinster Weise abschätzbare oder kalkulierbare Gefahr nicht nur für sich, sondern auch für seinen Sohn in Kauf genommen hat und das finde ich, gelinde gesagt, extrem verwerflich.


30. Dezember 2013 um 18:38  |  221644

@ del Pierro: damit hatte ich ja gerechnet. Ich bin ja nicht ganz unvorbereitet. Solche Situationen gibt es für mich seit mehreren Jahrzehnten, mehrfach im Jahr. Ich mache nur auf etwas aufmerksam, auf Verschiebungen, auf spezifische Wertesysteme. Denke nicht, dass das unsensibel ist. Ich frage mich schon sehr lange, was wohl der Untersxhied zwischen Gefühl und Trauer und Sentimentalität sein könnte und woher das ( alles) kommt. Man nehme das schlicht als Nachdenklichkeit. noch mal: ich will niemanden die Trauer nehmen oder herunterrufenden. Ich möchte nur auf andere Menschen aufmerksam machen, über die fast niemand spricht..Und zu @ Jack:es gibt so. Kerle Biografiern..ich suche mir da eben jene aus, die mir größeren Respekt abringen, eben weil sie nicht alles so machen, wie “ man es vielleicht selbst“ machen würde. Mir wurde das von meiner Mama, einfache Verkäuferin, immer so beigebracht. Und meinem Vater, der da anders war, glaubte ich einfach ( bis heute) nicht.


30. Dezember 2013 um 18:39  |  221645

edit u.a. “ es gibt so viele Bio..“


Exil-Schorfheider
30. Dezember 2013 um 18:43  |  221646

wilson // 30. Dez 2013 um 17:24

„Ich erinnere mich, wie ehrlich geschockt Pearl Jam waren, als bei einem ihrer Konzerte ein Mensch (nicht wegen Pyro) ums Leben kam. War das bei den Toten Hosen nicht auch einmal der Fall?“

Korrekt.

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/16jaehrige-niederlaenderin-stirbt-im-chaos-beim-1000–auftritt-der–toten-hosen–in-duesseldorf—300-verletzte-im-gedraenge-todesfall-ueberschattet-jubilaeumskonzert,10810590,9299706.html

@sunny

Campino zündelt beinahe jedes Jahr, wenn die Band beim „Rock am Ring“ auftritt. Finde ich ehrlich gesagt nicht schlimm, wenn man mal sieht, an welchen Orten der Bühne er das macht.
Ich war 2012 bei einem Konzert in HH, da hat er eine Wunderkerze angezündet, nachdem er dem Publikum erklärte, dass das das Maximale sei, was er zünden dürfte, ohne dass das Ordnungsamt mit einer Strafe drohen würde.
Organisierte Pyro wie ein Jahr zuvor bei Rammstein schien jedoch machbar zu sein in der Sauerstoffwelt HH.


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 18:45  |  221647

@del Piero/elaine:

Wenn man jemandem, den man nicht kennt, eine „extreme psychische Störung“ unterstellt, würde mich schon interessieren, ob man dafür fundiertere Argumente hat, als Plattitüden à la der ist getrieben, oder der Adrenalin-Junkie.

@backstreets:
Das Foto habe ich vorhin auch gesehen, das ist wirklich extrem. Allerdings wissen wir auch, dass es die Bild ist. Momentan kämpft der Mann um sein Leben, ich denke für Ursachenforschung ist später noch genügend Zeit. Im Idealfall kann er selber hoffentlich irgendwann was dazu sagen…


Bolly
30. Dezember 2013 um 18:46  |  221648

@backs 18:35 wieder letzter Absatz ~
Das „vermutest“ Du & das ist entscheidend & kein springender Punkt. 😉


Thomsone
30. Dezember 2013 um 18:48  |  221649

@HerthaBarca 14:47
OK, hab ich wohl ein wenig extrem geurteilt und deine Meinung unreflektiert in den Gesamtkontext einbezogen. Asche auf mein Haupt.

Eines bleibt aber für mich bestehen, natürlich hat die Polizei übergeordnete Ordnungsaufgaben wie z.B. bei Großveranstaltungen, allerdings braucht sich doch niemand wundern wenn die Frage nach der Finanzierung des ganzen bei privaten Veranstaltungen gestellt wird. Der Vergleich zwischen Veranstaltungen die öffentlichen (also Demos usw.) und privaten Charakter (Fußballspiele u.a.) haben wird doch immer dann gezogen wenn es „aufreger“ gibt.

ot: Ich fände es ja auch Geil wenn die Stromversorger die Kosten für die Castortransporte alleine (d.h. durch ihre Kunden über entsprechende Preise) zahlen müssten, dann wäre dieser Atomstromwahnsinn schon lange vorbei.

Mal grundsätzlich, ich finde es ziemlich erstaunlich, dass ich, der ich die 50 schon überschritten habe, bei den Stadionkontrollen massiv abgetastet werde, die teils angetrunken Vollhonks scheinbar aber unbeanstandet in ihre Stehplatzblöcke gehen können. Da stimmt auch irgendetwas nicht.


backstreets29
30. Dezember 2013 um 18:50  |  221650

@Bolly
Nein, das vermute ich nicht. Das war so, sonst wäre der Unfall nicht geschehen


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 18:55  |  221651

@apollinaris:

Niemand hat was dagegen, wenn auf andere Menschen aufmerksam zu machen, über die nicht, oder weniger gesprochen wird. Ob mit dem heutigen Tag das Timing dafür perfekt ist, sei mal dahingestellt. Für mich schwingt in den Kommentaren so ein bisschen … sich über andere stellen mit … Aber das mag fehlinterpretiert sein.
Achja, die „alternativen“ Biografien wirst du dir sicher nicht schon im Kindesalter ausgesucht haben. Wäre ich 20 Jahre älter, wäre ich vielleicht auch nicht so auf Formel 1 und Schumacher angesprungen. Den Sport mag ich noch immer sehr, aber ein Vettel wird für mich nie den Status einen Schumachers einnehmen können. Gut möglich also, dass das altersabhängig ist.


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 18:56  |  221652

Niemand hat was dagegen, wenn auf andere Menschen aufmerksam gemacht wird…


30. Dezember 2013 um 19:07  |  221653

kurz etwas erläuternd: wenn jemand nachts aufgestanden ist, wenn jemand die Karriere auch emotional begleitet hat..kann ich das Mitgefühl nachempfinden..geht mir doch auch so. Sehe ich Ali, werde ich schwach in den Knien. Es hängen sich aber Abertausende unreflektiert an solche Emotionen an: sie koppeln mit einer imaginären Masse , es ist eine Art kollektives mitsammen. Und ich denke, viele machen da mit, die eigentlich gar nichts ( wirkliches) dabei empfinden. Sie halten das Papier – Gefühl für tief und echt. Käme ein Schamane hinzu, hätten wir überraschende Bilder zu bestaunen. Und nebenan passieren in der wirkliche Welt Dinge, die mitunter die Gleichen gar nicht wahrnehmen. Unsere Mainstream- Medien machen bei diesem Spiel mit. Das sind nun mal meine Gedanken dazu. Natürlich liegt es auch daran, dass Ich den Rennfahrer Schumacher nicht sonderlich schätzte und seine Taten und Interviews noch viel weniger. Dass ich sein Verhalten als Steuerzahler wesentlich problematischer finde , obwohl legal, als das von dem hier auch als Kapitalverbrecher gebrandmarkten Steuerhinterzieher aus München.
Dass niemanden ein Leid soll, auch nicht, wenn er vielleicht selbst Schuld hatte, verseht sich von selbst. Trauer kennt auch kein Ranking.. 😉


KDL
30. Dezember 2013 um 19:13  |  221654

@APO

Hab ich dich richtig verstanden, du findest das legale „Steuerverhalten“ von MSC wesentlich problematischer, als das von U.Hoeness ??? Warum, wieso, weshalb ??

Könntest du mir das vlt. erklären ??!!

Meine Bitte ist ernst gemeint. Das interessiert mich wirklich!


Bolly
30. Dezember 2013 um 19:15  |  221655

@backs 18:50 für mich einfach murks, jeder Ski Fahrer fährt auch wenn nur leicht mit bestimmten Risiken, ähnlich wie bei anderen Sportarten. Was Du unterstellst, kannst Du zum jetzigen Zeitpunkt weder belegen noch mir glaubhaft versichern. Ich steige da mal aus, weil es für mich auch nicht „entscheidend“ ist ob ich mit Ihm sympathisiere oder nicht.

@Apo 19:07 kann ich mitgehen 😕


KDL
30. Dezember 2013 um 19:15  |  221656

Das Eine ist (für einige) vlt. moralisch verwerflich, …ok.

Aber das Andere ist eine Straftat, … für einige ein „schweres Verbrechen“.


30. Dezember 2013 um 19:18  |  221657

@Exil-Schorfheider

Danke.
Ich hatte noch dunkel ein TV-Portait über die Toten Hosen in Erinnerung, in dem u.a. dieser Vorfall Thema war.
DTH mochte ich nie, aber Musikerportraits gleich welcher Stilrichtung sehe ich gerne.


del Piero
30. Dezember 2013 um 19:20  |  221658

@Jack
Na da unterliegst Du aber einem Irrtum. Mich interessiert die F1 nicht mehr WEIL ich 20?? Jahre älter bin. Ich habe noch Rennen gesehen!!!
Kann mich noch gut erinnern als in Monza Jim Clark, Jochen Rindt und zwei andere (ja dis Jedächnis) zugleich über die Ziellinie gefahren sind.Da brauchte man ein Zielfoto für die richtige Reihenfolge. Kein Witz!
Heute sind die Rennen dagegen eher langweilig. Überholt wird beim Start und in der Boxengasse. Kein Vergleich zu früher.
Will Dir die F1 nicht mies machen, aber wer es anders kennt, der ist heut nicht mehr so begeistert.


King for a day – Fool for a lifetime
30. Dezember 2013 um 19:22  |  221659

@ apo

Ich finds zwar auch „pervers“, aber für den Grossteil hat das ganz einfach was mit Sympathien zu tun.
Schumi kennt man, der hat „für Deutschland“ oft gewonnen, man konnte sich mit ihm „identifizieren“, der war eben sympathisch .. irgendwie …

Anderes aktuelles Beispiel: Wolgograd
Wird zwar kurz mal drüber berichtet, obwohl viel gravierender, aber da werden keine tausend Twittermitteilungen der Anteilnahme von „Promis“ gezeigt.
Während das Attentat von Boston Erschütterung und Anteilnahme rund um den Globus auslöste inkl. anschliessender, wochenlanger Berichterstattung.
Das war eben in good old America (unseren „Freunden“), während Wolgograd ja „nur“ in Russland liegt.

So ist das eben auf diesem unserem lustig bunten Planeten …

Ich halte ohnehin nichts von Anteilnahme im Netz.
Wem hilft das ? Richtig, nur sich selbst. Man hat sich als „Gutmensch“ dargestellt und alle ham’s gelesen 😉


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 19:23  |  221660

@apollinaris:

Hättest du das gleich geschrieben bzw. so ausgedrückt, wäre ich von Anfang an Konform gegangen. Ausgenommen mal der Steuersünder Part und speziell die Nichtschätzung Schumachers als Rennfahrer. Aber das ist ein Fass, was ich heute nicht aufmachen möchte.


backstreets29
30. Dezember 2013 um 19:24  |  221661

@Bolly
Ist besser wenn du aussteigst, du scheinst nicht zu verstehen was ich schreibe.
Das Risiko ist ja unbestritten, aber eben geringer auf den markierten Pisten, als abseits davon.

Wieviele Pressemitteilungen brauchst du, in denen immer und immer wieder wiederholt wurde, dass er mit seinem Sohn abseits der markierten Pisten verunglückte?

Und das hat rein gar nichts mit Sympathie oder Antipathie zu tun.

Auf einer normalen Skipiste ist ein solcher Unfall unmögliche, da schlicht und ergreifend keine Felsen vorhanden sind, auf die man prallen kann


del Piero
30. Dezember 2013 um 19:25  |  221662

@All
Mal was anderes!
Ist jemand am Freitag um 14 Uhr zum Trainingauftakt „vor Ort“?
Ich gehe hin. Muß Karten für meinen Glubberer holen. Der kommt extra nach Berlin um endlich mal zu sehen wie seine Vereins gegen Hertha verliert 😉


HerthaBarca
30. Dezember 2013 um 19:28  |  221663

Thomsone // 30. Dez 2013 um 18:48
Vielleicht siehste aus wie ein Alt-Hool!? 😉


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 19:28  |  221664

@del Piero:

Dann habe ich mich unpräzise ausgedrückt. Diese Faszination, die ich für Schumacher hatte/habe, kann ich für keinen aktuellen Fahrer mehr entwickeln. Evtl. wegen dem Alter, evtl. wegen den sich verändernden Rennen, evtl. wegen dem auch oft im Fußball beschriebenen wegbrechen von „echten Charakteren“. Vielleicht auch eine Mischung aus allem. Dennoch habe ich eine große Faszination für diesen Sport, schaue mir gerne alte Rennen an (egal ob 70er, 80er oder 90er) und verpasse auch kein aktuelles Rennen. Die Formel 1 wird mich sicherlich auch noch in 20 Jahren erinnern, aber da ich halt meine Anfangszeit in der Formel 1 mit Schumacher verbinde und halt auch wie gesagt einen Teil meiner Kindheit/Jugend, wird da für mich kein anderer Fahrer mehr rankommen. Hoffe, jetzt ist es etwas klarer.


Jack Bauer
30. Dezember 2013 um 19:29  |  221665

Der Fehlerteufel hat’s heute in sich.

Die Formel 1 wird mich sicherlich auch noch in 20 Jahren FASZINIEREN…


Exil-Schorfheider
30. Dezember 2013 um 19:30  |  221666

@del Piero

Halte von Köstner mehr als Du. Denke mal, er wird die Fortuna „retten“.


del Piero
30. Dezember 2013 um 19:31  |  221667

@Backstreets 19:24
Na da irrst Du Dich aber. Auch auf einer markierten Piste kann auch allerhand passieren. Erinnere mich an den Ministerpräsidenten von Sachsen oder Thüringen welcher einen Unfall verursachte und danach zurückgetreten ist.


30. Dezember 2013 um 19:31  |  221668

Vielleicht ist es besser ihr steigt all mal kurz aus, zur Besinnung…


backstreets29
30. Dezember 2013 um 19:35  |  221669

@delpiero

Der ist mit einer anderen Frau kollidiert, aber nich tmit einem Felsen.

Es geht nicht darum, dass KEINE Unfälle passieren können, sondern mir ging es darum, dass dieser Unfall, der Schumacher passiert ist, auf einer normalen Skipiste nicht möglich ist, da er sich in Terrain begeben hat, das für Skifahrer eigentlich gesperrt ist


del Piero
30. Dezember 2013 um 19:36  |  221670

@Jack
ja nee, is klar. Kann ich nachvollziehen. Ist auch ein schönes Beispiel für alle warum man sich ganz schwer zu einem anderen Verein hingezogen fühlt, wenn man in der Jugend bereits einen Lieblingsverein hatte.


del Piero
30. Dezember 2013 um 19:40  |  221671

Ach mooglie
wir haben uns hier doch alle lieb 😉 Nur die welche hier nicht mehr schreiben haben wir nicht lieb 😆


Bolly
30. Dezember 2013 um 19:50  |  221676

@backs 19:24 dann „bild“dir mal ne Meinung zum Unfallhergang 😉 Es ist „einfach“ zu behaupten, er hätte bewusst die Gefahr riskiert. Du warst nicht dabei & hast Ihn auch nicht gesprochen.
Ich kenne diese Meinungsmache, selber vom Ski fahren oder auch beim Tauchen. Ist nicht böse gemeint, nur weil ich Wrack tauche, heißt das meistens, zu tief & zu grosses Risiko. Und wenn dann was „unvorhersehbares“ passiert: Ihm kitzelte es wieder und und….
Schönen Abend Dir, lieber Backs


backstreets29
30. Dezember 2013 um 19:57  |  221678

@Bolly

Was hat denn das mit Meinungsmache zu tun?

Ist er von der Piste mit seinem Sohn runter oder nicht?
Hat er dadurch ein erhöhtes Risiko in Kauf genommen, oder nicht?
Auch ein Schumacher kann nicht unter den Schnee gucken, auf dem er gerade fährt und wenn er dadurch zu Sturz kommt, und auf dem Felsen einschädelt, dann ist das sicher tragisch, aber in erster Linie der Bereitschaft des erhöhten Risikos geschuldet.
Wie ich bereits schrieb finde ich einzig die Tatsache, dass er seinen Sohn in ein solches Gebiet mitnimmt, verwerflich


naneona
30. Dezember 2013 um 20:13  |  221680

„backstreets29 // 30. Dez 2013 um 16:46
Die Ideen von @Jap de mos bzgl, Sichtvorhang vor den Block usw find ich amüsant und auch nicht schlecht, nur leider wohl nicht durchführbar. “

Fand die Idee auch toll!!!
Wird nicht umzusetzen sein, LEIDER.

@Apo ich bin da bei Dir.


Silvia Sahneschnitte
30. Dezember 2013 um 20:34  |  221682

OT
@apo ab 17:31 Uhr bin da ganz dicht bei Ihnen.
Mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


30. Dezember 2013 um 20:41  |  221683

@ KDL: na klar finde ich das. Ebenso die Herren Beckenbauer, Becker, und wie sie alle heißen..über die spricht man nicht. Es liegt doch auf der Hand, wie ich das meine. und das hatte ich vor Wochen hier schon gesagt, haargenau mit den gleichen Beispielen
@ Jack: man wählt sich seine Helden immer selbst. Bei mir fiel die Wahl als 7 jähriger auf Uwe Seeler. Als ca 10 jähriger auf einen Gastpapa aus Schweden..als 14 Jähriger war es Lorenz Horr und Volkmar Gross. Ab 16 , 17 fingen dann die Bereiche sich zu verändern an, für die ich mich besonders interessierte, engagierte. Mit 20 Begriff ich die Welt völlig anders als zuvor, der Himmel fiel mir auf den Kopf und alles hieß plötzlich anders..und alles fühlte sich anders an, als vorher. Und später wirbt dann jeder für seine Erkenntnisse und Einsichten. Eine lLieblingseinsicht ist gleichzeitig die , die ich am mühevollsten finde:
“ der Weise überredet nicht, er überzeugt durch Taten“


Thomsone
30. Dezember 2013 um 20:52  |  221685

@HerthaBarca 19:28 Uhr
Ha, Ha. Ja, aber nur wenn man mein ausfallendes und daher eher kurzes Haupthaar mit einer Hoolglatze verwechselt.


Silvia Sahneschnitte
30. Dezember 2013 um 21:18  |  221690

@opa, danke für die Aufbereitung des Themas. Findet auch regen Anklang in der Bloggemeinde, zumindest nach der Anzahl der Antworten.
Im Stadion fühle ich mich sicher. Das ist allerdings auch seit den 60er Jahren unverändert. Jedoch brauche ich auch nicht das Erlebnis im Fanblock oder im Gästeblock zu sitzen, um mich in Stimmung zu bringen.
Unangenehmer ist die Situation während der An- bzw. Abreise zum/vom Stadion im U- oder S-Bahnwagon.
Würde ich nach einer solchen Fahrt in einen „Alkosensor“ pusten müssen, würde dieser (nur durch die im Wagen eingeatmete Luft) wohl einen „Promillegehalt“ anzeigen. Bin ich also mit meinen Enkelkindern im Stadion, meide ich Bus und Bahn und fahre lieber mit dem Taxi.
Etwas erschrocken machen mich aussagen wie
„mit Farbe besprühen“, „mal kräftig in den Arsch zu treten“, „längeren Stadionsperren, zwei Jahre sind doch ein Witz“, „Das Einschmuggeln von Pyrotechnik in ein Stadion ist nach meinem Verständnis nichts anderes als “versuchte Körperverletzung”, „Doch am Ende wird sich jeder fragen,was nutzen mir hunderte von Dialogen auf 75 Regionalkonferenzen ,wenn ich mit schweren Verbrennungen von irgendwelchen nicht auf Regionalkonferenzen hörende “Fußballfans” im Krankenhaus liege“,
für mich alles ein bisschen überzogen, teilweise demagogisch.
Wir schreiben von Herthaheimspielen, die im Schnitt von über 52.000 Personen besucht werden, in den bisherigen Heimspielen 400.000. Wieviele Personen davon, haben ein Bengalo angezündet und wieviel sind dabei verletzt worden?
Mich erinnert hier heute einiges an den Inhalt des Papiers mit den „4 Buchstaben“.
Nichts für ungut,
mit lieben Grüßen
Ihre Silvia Sahneschnitte


hurdiegerdie
30. Dezember 2013 um 21:34  |  221693

Danke @Silvia


30. Dezember 2013 um 21:56  |  221696

yepp, ich halte mich nicht umsonst so zurück: ich bin, offen gestanden, weder bei der auch für mich sehr eigenartigen Haltung von @ Opa noch bei den Martialischen..Alkoholverbot ist Murks ( bekannte Argumente..ich würde Betrunkene nicht Einlassen, per Hausordnung leicht zu realisieren).,Disussionsrunden mit dem Thema Pyrrho halte ich für mittlerweile überflüssig. Es wollen nur ein paar Versprengte Pyrrho im kontrollierten Bereichen, das dürfte im Promillebereich liegen, gäbe es ernsthafte Umfragen dazu. Es muss einzig um Lösungen gehen. Die Vereine sind meines Erachtens ganz dringend dazu verpflichtet, sich materiell und ideell zu beteiligen. Das kann nicht einfach “ dem Staat“ aufgedrückt werden. Bei Amateurklubs mag das dann in der Praxis ein wenig anders geregelt werden müssen, denn die sind oftmals restlos überfordert, denke ich. Gewalt, Randale im Stadion, bei An- und Abfahrt..verwüstete Bahnen, verängstige alte Menschen und verstörte Kinder..das alles finde ich hochgradig zum Ko..Bevor wir dann aber Zustände wie in der PL bekommen, erhoffe ich mir in Deutschland vernünftigere Lösungen. Aber dafür braucht es auf beiden Seiten Vernunft und Augenmaß.


sunny1703
30. Dezember 2013 um 23:00  |  221715

@Silvia

(M)Einen Beitrag aus dem Zusammenhang zu reißen ist aber auch das Niveau der Zeitung, die Du beschreibst. Ich habe schon vor Jahren darauf hingewiesen, wie die Politik über diese Problematik denkt. Und es wurde geredet und geredet und am Ende passiert dann doch was ich beschreibe.

Ich habe auch beschrieben, dass ich eben vermeiden möchte, dass die Politik das Heft das Handelns übernimmt. Denn die Auseinandersetzung mit unliebsamen Gruppen, die übrigens immer nur einen Bruchteil einer großen Gruppe darstellte endeten immer in Nachteile für fast Alle.
Gesetzen werden oftmals deshalb erlassen,weil eine kleine Minderheit bestehende Freiheiten ausnutzt.

Da ich immer relativ nahe dem (Ersatz-)Auswärtsblock sitze beobachte ich das Verhalten nach einer unangenehmen Erfahrung schon genauer. Angst habe ich nicht..noch nicht.
In einem Herthafanauswärtsblock möchte ich jedoch nicht sitzen, aus eben sehr unsicheren Gefühlen.
Und wenn Du mit Deinen Enkeln nur noch mit Taxe zum Stadion fährst, läuft doch was total daneben.

Du magst es für demagogisch halten, doch ich prognostiziere bei einem weiteren Anhalten dieser Verhaltensweisen so genannter Fans verschäfte Kontrollen und erhöhte Eintrittspreise und zwar für jeden von uns.

Sorry für meine Demogogie auf Bild Niveau!

lg sunny


Silvia Sahneschnitte
30. Dezember 2013 um 23:29  |  221722

Lieber @sunny, der von mir zitierte Beitrag stand in einem Absatz und ich denke nicht, diesen aus dem Zusammenhang gerissen zuhaben (oh was für ein deutsch), deshalb hinkt der Vergleich. Ich habe auch nicht Deine Beiträge der letzten Jahre beschrieben, was würde ich mir anmaßen. Mir ging es um die Relation, da bist Du nicht darauf eingegangen. Und das mit dem Taxi fahren, hat nichts mit der Sicherheit im Stadion zu tun. Ich möchte da nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Wie geschrieben, nichts für ungut lieber @sunny.
Mit lieben Grüßen
Silvia Sahneschnitte


sunny1703
30. Dezember 2013 um 23:46  |  221725

@Liebe Silvia

Die Reduzierung auf die Sicherheit im (Olympia-)Stadion ist mir für dieses Thema zu kurz gegriffen, denn das um was wir diskutieren geht weit über das hinaus.

Dir einen guten Rutsch

lg sunny


Silvia Sahneschnitte
31. Dezember 2013 um 0:16  |  221732

Lieber @sunny, Dir auch einen guten Rutsch. Wünsch mir lieber gute Gesundheit, ich werde am 23. Januar ins Krankenhaus gehen, bekomme ein neues Kniegelenk.
Mit lieben Grüßen
Silvia Sahneschnitte


sunny1703
31. Dezember 2013 um 6:21  |  221741

@Silvia Sahnschnitte

Selbstverständlich sind in den Wünschen vor allem Wünsche für Gesundheit einbegriffen! 🙂

Keine Bange vor der Op, @HerthaBarca und ich haben das neue (Hüft-)Gelenk gut getan!. 🙂
Ich hoffe auf einen wirklich guten Operateur für
Dich und eine helfende und voranbringende Reha.

lg sunny

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