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Berliner Morgenpost
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Dienstag, 10.8.2010

Peter Niemeyer ist da!

(sto) – Der Schenckendorff-Platz hat sie wieder. Heute um 16 Uhr haben die Profis von Hertha BSC zum ersten Mal nach dem Trainingslager in Österreich das heimische Übungsgelände betreten. (Fast) alle waren sie da, auch jene vier Profis und Perspektivspieler, die Trainer Markus Babbel vorzeitig zurück nach Berlin und dort zur U23 delegiert hatte: Christoph Janker, Sascha Burchert, Lennart Hartmann und der erst 17 Jahre alte Marko Djuricin.

Spielpraxis sollten sie bei Herthas zweiter Mannschaft, die in der Regionalliga Nord spielt, erwerben. Im Falle von Djuricin explizit, „um Spielpraxis gegen Männer zu erwerben“, so drückte es Babbel aus. Er will seine Jüngsten im Kader behutsam aufbauen, und das bedeutet, dass sie, Djuricin oder auch Nico Schulz, mal bei den Profis mittrainieren (und womöglich auch spielen), mal aber auch nur bei der U23 oder sogar der A-Jugend, wo beide theoretisch noch zwei Jahre spielen könnten.

Auch die drei Brasilianer Raffael, Ronny und Kaka waren pünktlich zurück von ihrem Eineinhalbtagesausflug nach Zürich. Dagegen können Fabian Lustenberger und Daniel Beichler vorerst nur individuell üben. Aus Verletzungsgründen haben beide auch ihre Reisen zur Nationalmannschaft abgesagt. Lustenbergers Schienbeinschmerzen entpuppten sich – wie von einigen Seiten schon befürchtet – als Knochenmarksödem: zwei Wochen Pause. Auch Beichler, dem die Adduktoren Probleme bereiten, ist so gut wie aus dem Rennen für Samstag, wenn Hertha in der ersten Runde des DFB-Pokals in Pfullendorf antritt.

Dafür stellte sich mit Peter Niemeyer bei der Nachmittagseinheit noch ein Neuer vor. Der Leihspieler von Werder Bremen hat bei Hertha die Trikotnummer „18“ von Glücklos-Stürmer Artur Wichniarek übernommen, hoffentlich wird das nicht zum schlechten Omen! Soll Niemeyer doch helfen, Herthas Schwachstelle, das defensive Mittelfeld, qualitativ zu stärken. Der insgesamt zehnte Neue von außerhalb gab sich nach dem Training eher zurückhaltend, er formulierte aber doch auch sogleich sportliche Ansprüche: „Wenn ich meine Qualitäten einbringe, werde ich auch spielen.“ Die Grußadresse richtete sich in erster Linie an Lustenberger und Pal Dardai, der erstmals wieder mit der Mannschaft trainierte. Das Trainingslager in Österreich hatte der Ungar aufgrund muskulärer Probleme noch verpasst.

Aber auch zwei Junge wähnen sich noch nicht völlig chancenlos im Kampf um einen Platz in der Doppelsechs. Aber es sieht nicht gut aus für Sascha Bigalke und Fanol Perdedaj. Mit großen Erwartungen war besonders Bigalke in das Experiment gegangen. „Solange ich spiele, ist es mir egal, wo“, hatte der 20-Jährige vor der Abfahrt nach Österreich gesagt. Und glaubte schon, dass es ein gutes Zeichen war, als Babbel ihn, den eher spielerisch denn kämpferisch veranlagten Bigalke, anfangs regelmäßig ins defensive Mittelfeld stellte. Doch mit der Zeit wurden seine Einsatzminuten in den Testspielen wieder weniger. Mit 1,67 Meter und kaum 70 Kilo Körpergewicht ist Bigalke einfach zu „leicht“ für das anspruchsvolle Spiel im zentralen Mittelfeld. Perdedaj erwies sich dagegen zwar so bissig, wie sein neuer Rufname „Gattuso“ es erwarten lässt – doch waren taktische Defizite größer als sein Wille.

Jetzt also Niemeyer. Er und Lustenberger (wenn der denn wieder fit ist) werden, so jedenfalls zeichnet es sich ab, Herthas defensive Mittelfeldzentrale verantworten.


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Kommentare

Blauer Montag
30. April 2011 um 11:22  |  20204

Herzlichen Glückwunsch Peter Niemeyer!
Seit August 2010 hast Du dich immer voll eingebracht bei Hertha. Für mich bist du einer der Garanten bei der erfolgreichen Mission Wiederaufstieg.

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