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Berliner Morgenpost
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Samstag, 14.8.2010

Der Start ist gelungen

(sto) – Jetzt ist es also gespielt, das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Das erste Pflichtspiel des Zweitligisten Hertha BSC unter dem neuen Trainer Markus Babbel. (Es kann nicht schaden, sich den in so vielerlei Hinsicht dramatisch veränderten Status quo immer wieder vor Augen zu führen.) Der Start immerhin ist gelungen – jedenfalls dem Ergebnis nach. 2:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals in Pfullendorf, wer fragt da schon nach Schönheit und Eleganz – erst recht mit einer Pokalvergangenheit wie der von Hertha? „Das war ganz ordentlich von uns. Obwohl noch viel Luft nach oben ist, war der Sieg verdient. Wir haben im entscheidenden Moment unsere Tore gemacht“, sagte Trainer Markus Babbel.

Ohnehin verfestigt sich eine Erkenntnis schon aus den Vorbereitungsspielen immer mehr: Hertha gewinnt die Spiele einfach. Nicht schön ist das Spiel, schon gar nicht spektakulär – aber effektiv. Gelingt das auch in der Liga, steht am Ende das von allen gewünschte Ergebnis: der Aufstieg, die Rückkehr in die Bundesliga.

Eine andere frühe Erkenntnis ist Herthas neue Stärke in der Luft. Zwei Kopfballtore nach Standardsituationen verhalfen zum Sieg in Pfullendorf; Adrian Ramos traf nach Rukavytsya-Freistoß, Rob Friend nach Kobiashvili-Ecke. Dass Stärke bei Standards im modernen Fußball von großer Wichtigkeit ist, ist keine ganz neue Erkenntnis. In Bezug auf Hertha ist es jedoch so, dass allein schon gut getretene Standards in der Vergangenheit eher selten waren; entsprechend selten führten ruhende Bälle auch zum Erfolg. Gewiss war im Abstiegsjahr auch das ein Faktor für den Niedergang.

Jetzt verfügt Hertha mit den Offensivkräften Rob Friend (1,95 Meter) und Adrian Ramos (1,85), den Innenverteidigern Hubnik (1,92) und Andre Mijatovic (1,91) sowie dem nachgekauften Peter Niemeyer (1,91) über gleich fünf in der Luft potenziell gefährliche Kräfte. Schön wäre es, wenn das zum Faktor geriete für die Rückkehr in Liga eins.

Auf dem Weg dorthin verbleiben 34 Spiele in der Zweiten Liga, das erste schon am Freitag gegen Rot-Weiß Oberhausen. Über 40 000 Zuschauer kündigen sich für dieses erste Heimspiel an, eine bemerkenswerte Kulisse wäre das. Christian Lell will dem treuen Anhang dann etwas bieten. „Wir sind im Pokal verdient weiter. Aber wir können noch viel besser spielen, daran wollen wir in der Woche bis zum Ligastart intensiv arbeiten.“ (ds)


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Kommentare

Hertha_Fan
21. August 2010 um 11:51  |  17

sehr gut das erste spiel ist immer wichtig ob man das gewinnt

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