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Berliner Morgenpost
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Dienstag, 17.8.2010

Schlechtes Timing, Herr Babbel

(ub) – Das hatte sich Markus Babbel anders vorgestellt. Zweimal binnen fünf Tagen hat der Trainer von Hertha BSC seinen besten Spieler, Raffael, öffentlich angezählt. Zuletzt am Sonntag. Raffael habe „die Herausforderung Zweite Liga“ mental noch nicht angenommen.  Einen Leistungsträger medienwirksam in Frage zu stellen, ist immer heikel. Was sich Babbel erhofft hat, war, dass der Brasilianer mehr Leistung als in der Vorbereitung zeigt. Doch das wird nicht passieren. Raffael fällt weiter mit Fieber aus. Die Saisoneröffnung am Freitag gegen Rot-Weiß Oberhausen findet definitiv ohne den Spielmacher statt.

Ohnehin war Raffael seit vergangenem Freitag wegen Fiebers ausgefallen. Am Dienstag, also drei Tage vor dem Liga-Start, meldete er ganz ab. Er hat wieder Schüttelfrost und Probleme mit den Mandeln.

Kein Raffael. Also ist die Diskussion hinfällig, ob Babbel den Topverdiener des Kaders auf die Bank gesetzt oder eben nach der Kritik erst recht aufgestellt hätte, damit Raffael es allen Skeptikern zeigen kann.

Was bleibt, ist ein Spieler, der zu einem Zeitpunkt kritisiert worden war, zu dem er gar nicht gespielt hatte. Die DFB-Pokalpartie  gegen den SC Pfullingen hatten die Kollegen mit Valeri Domovchiyski auf der Raffael-Position mit 2:0 gewonnen. Nun steht bis auf weiteres die Trainer-Kritik im Raum, die in Berlin alle Medien aufgenommen haben, die in den Fanforen intensiv diskutiert worden ist. Das wird nun so weitergehen.

Die nächste Gelegenheit, zu der Raffael zeigen kann, dass er der Mannschaft sehr wohl helfen kann, kommt erst am 30. August, wenn Hertha BSC am zweiten Spieltag bei Fortuna Düsseldorf antritt.

Es ist klar, das hat der Trainer so nicht gewollt. Aber unter dem Strich bleibt: Schlechtes Timing, Herr Babbel.


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Kommentare

Hertha_Fan
21. August 2010 um 11:49  |  15

die umstellung ist doch sehr groß von der 1. in die 2. liga also kann man nur dran arbeiten


21. August 2010 um 14:22  |  18

Noch 33 Endspiele bis zum Wiederaufstieg.
Auf geht’s Hertha!
Auf geht’s Raffffffael!

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