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(ub) – Die Quizfrage für den Anfang: Seit 1997 hat Hertha BSC im DFB-Pokal insgesamt 33 Begegnungen ausgetragen. Wie viele davon waren Heimspiele?

Seit 25 Jahren wird das Finale im DFB-Pokal im Olympiastadion gespielt. Der Endspiel-Termin zum Ende der Saison ist alljährlich in den Terminkalendern der Hertha-Verantwortlichen rot eingekreist. Doch das Vorhaben, einmal das Endspiel im eigenen Wohnzimmer zu bestreiten, scheint für Hertha BSC eine Fata Morgana zu sein.

Man hat schon viel drüber gehört. Es spinnen sich Legenden um „David“ Wolfgang Schäfer vom Bayer Uerdingen, der 1985 im ersten Finale in Berlin den großen FC Bayern mit Dieter Hoeneß abgeschossen hat. Oder jene um Jörg Sievers von Hannover 96, der 1992 als Zweitliga-Torwart im Elfmeterschießen Bundesligist Borussia Mönchengladbach lächerlich machte. Unvergessen ist das Jahr 1999, als wenige Tage nach der Champions-League-Finalschmach von Barcelona (1:2 gegen Manchester United) in Berlin die Bayern-Schützen Lothar M. und Stefan E. ihre Elfmeter verschossen, während Torwart Frank Rost den Sieg für Werder Bremen nach Hause brachte.

Nur für Hertha ändert sich nichts. Ob Bundes- oder Zweitligist: Pokalauslosung ist, wenn Hertha auswärts spielt. In der zweiten Runde des aktuellen Wettbewerbs geht es zu Drittligist TuS Koblenz. Die Gabe, sich bei unterklassigen Teams zu blamieren, hat der Hautstadt-Klub auch an der Mosel schon bewiesen. Im August 2005 ließen sich der selbst ernannte Champions-League-Anwärter mit Marcelinho, Bastürk, Friedrich und Kevin Boateng binnen 120 Sekunden einen 1:0-Vorsprung aus den Händen nehmen. In der 90. und 91. Minute brachte TuS-Stürmer Keita den Außenseiter in Front. Am Ende sorgten Tore von Marcelinho und Niko Kovac dafür, dass der haushohe Favorit aus Berlin wenigstens 3:2 n.V. gewann.

In der Runde, die am 26./27. Oktober gespielt wird, ist Hertha wieder Favorit. Vielleicht braucht der Klub mehr Spieler wie Rob Friend. Der Kanadier ist neu in der Stadt und geht die Angelegenheit pragmatisch an. Bei der Frage nach seinen Saisonzielen sagte Friend: „In die Bundesliga aufsteigen und den Pokal gewinnnen.“

Hier die Antwort auf die Quizfrage: Von 33 Begegnungen im DFB-Pokal seit 1997 hat Hertha BSC im Olympiastadion zwei gespielt.


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Kommentare

böllenfalltor
22. August 2010 um 22:25  |  26

1. runde pfullendorf, 2. runde koblenz, achtelfinale elversberg, viertelfinale ofc, halbfinale halle, finale sieg gegen victoria hamburg…und nie wird wird über herthas pokalblamagen gesprochen…:-)


pante
23. August 2010 um 7:22  |  28

mal ehrlich: ein netter sieg in koblenz, dann ein heimspielsieg – sagen wir mal – gegen nürnberg (wegen fingerzeiger raffa schäfer….) – dann das ehrenwerte pokalaus gegen die bayern daheim. läuft es so, ist es doch gut. wichtig ist ja nur: noch 33 mal neunzig minuten – dann ist zweite liga geschichte. pokal? unwichtig diese saison…


nikoK
23. August 2010 um 7:24  |  29

ich mag den pokal gern. er sieht ja auch schicker aus als diese radkappe, die der zweitligameister schnell in den keller packen darf. also: gas geben, pokal holen. und vorher natürlich aufsteigen.


Joel
23. August 2010 um 9:54  |  30

Ganz ehrlich? Diese Saison ist alles andere als unwichtig, das ist der Scheideweg der letzte Saison begangen wurde.
Mir wäre es nur recht, wenn die jungen Spieler einschlagen und erfolgreich die zweite Liga zum Aufstieg mit gestalten. Hoffe das Ramos doch noch bleibt und nicht nach TSG verkauft wird. Gut ick schweife ab. Der Pokal ist doch die Gelegenheit sich hin und wieder aus der zweiten Liga den Bundesligisten in Erinnerung zu rufen, ganz abgesehen davon das dies auch einen Platz für die EL sichern würde. Die Erreichung des Finales bedarf wohl zahlreicher glücklicher Lose und anderer wohlwollender Fügungen, aber „hey was geht ab?“, man wird ja wohl noch die Fatamogana sich erwünschen können die man möchte?


Mr. Spock
23. August 2010 um 12:55  |  33

DFB-Pokal schön und gut. Doch wenn im entscheidenden Moment wegen irgendwelcher Cup-Spiele der Aufstieg vergeigt wird, sind wieder alle am Heulen. Klar sollte Hertha so viel Pokal mitnehmen, wie es geht, gibt ja auch gut Kohle dafür. Wichtig ist aber nur der Aufstieg!!!


herthafreund
23. August 2010 um 19:02  |  35

Die Leistungen gegen Pfullendorf und Oberhausen waren ja wohl kaum dazu angetan, Euphorie zu schüren. Die einzigen, die schon wieder bundesligareif sind, sind die Fans. Hört doch auf mit dem Gebabbele. Da ist noch so viel Arbeit zu erledigen. Später können wir dann mal vom Pokalsieg träumen.


Mineiro
24. August 2010 um 13:23  |  47

Ich glaube, dass der von Babbel eingeleitete Mentalitätswandel in der Mannschaft dem Verein diese Saison auch im DFB-Pokal zugute kommen wird und so helfen wird die unsägliche Bilanz des permanenten Scheiterns in diesem Wettbewerb zu korrigieren.

So lange man aber in schöner Regelmäßigkeit bei unterklassigen Gegnern ausgeschieden ist kommt halt auch ein Lamentieren über vermeintliches Lospech und überdurchschnittlich viele Auswärtsspiele nicht so gut an. Die Wahrscheinlichkeit, als Bundesligist im Pokal ein Heimspiel zu haben steigt nun einmal mit der Zahl der erfolgreich überstandenen Runden überdurchschnittlich stark an. Auch darum hatten Vereine wie Bayern oder Bremen erheblich mehr Heimspiele im Pokal.


LeonTee
27. August 2010 um 10:53  |  86

Endspiel = Heimspiel, Aufstieg und EL im nächsten Jahr. Nur wer sich diese Ziele setzt, geht auf dem richtigen Weg.

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