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(sto) – Der FC Toulouse verkauft Andre-Pierre Gignac an Olympique Marseille. Für 16 Millionen Euro, so ist zu hören. Hoffenheim kauft Nachwuchsspieler Sebastian Rudy für vier Millionen Euro plus Nachschläge vom VfB Stuttgart, doch der ungleich höherwertige Verkauf von Carlos Eduardo hakt.

Was das alles mit Hertha BSC zu tun hat? Nicht viel, vielleicht aber auch sehr viel. So genau vermag das niemand verlässlich zu beurteilen.

Fakt ist: Acht Tage vor Schließung des Sommer-Transferfensters ist wieder Bewegung in den Markt gekommen, und diese Bewegung umfasst auch zwei Klubs, von denen immer wieder kolportiert wird, sie könnten im Falle von Einnahmen Interesse an Adrian Ramos haben.

Diese Einnahmen sind nun da (Toulouse) oder zeichnen sich ab (Hoffenheim). Doch wird Carlos Eduardo tatsächlich nach Russland zu Rubin Kazan wechseln? Wer gestern den Versuch unternahm, Hoffenheimer Verantwortlichen diesbezüglich Definitives zu entlocken, der erfuhr zwischen den Zeilen nur, dass womöglich auch andere Klubs ins Werben um den talentierten, aber auch alles andere als pflegeleichten Brasilianer involviert sind. Mit anderen Worten: Eduardo wird Hoffenheim verlassen. Aber die TSG will den bestmöglichen Deal erreichen; das ist nur legitim. Nur wann?

An dieser Stelle kommt Hertha ins Spiel. Die Not, Ramos verkaufen zu müssen, ist nach wie vor nicht gegeben. Uwe Bremer hat das an dieser Stelle schon hinreichend beschrieben.

Dem entgegen steht ein Spieler, von dem sein Berater Helmuth Wennin uns Reportern seit Wochen und Monaten glauben machen will, dass „Adrian Hertha verlassen will“. Auch heute wieder, diesmal um die – wie wir inzwischen wissen nicht ganz korrekte – Volte erweitert, dass Hoffenheim nun ja Geld habe, verbunden mit der ketzerischen Frage: „Will Hertha ihn weiter zwingen, für sie zu spielen?“

Nun kann von Zwang angesichts gültiger, weil von beiden Seiten durch freien Willen unterschriebene Verträge keine Rede sein.

Entsprechend ist nur relevant, was heute von Hertha-Seite zur Causa Ramos in Erfahrung zu bringen war. Erstens: „Es gibt nichts Neues!“ Kein Angebot aus Hoffenheim also, keines auch aus Toulouse.

Zweitens: „Wir sind entspannt.“ Das war die Antwort auf meine Frage, ob Manager Michael Preetz sich eine interne Deadline gesetzt hat, zu welchem Termin ein Verkauf erfolgt sein müsste, damit in der verbleibenden Zeit bis Dienstag um Mitternacht kommender Woche noch Ersatz für Ramos beschafft werden kann.

Diese Antwort lässt zweierlei Schluss zu: Preetz und Trainer Markus Babbel haben ihre Hausaufgaben gemacht und Ersatz für den Fall der Fälle schon ausgemacht. Doch muss dieser dann mindestens so gut wie Ramos und dennoch für Hertha bezahlbar und obendrein in aller Kürze auch verfügbar sein.

Die wahrscheinlichere Variante lautet daher: Preetz geht nicht davon aus, dass sich noch was tut bei Ramos. Toulouse und Gignac hin, Hoffenheim und Eduardo her.


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Kommentare

herthafreund
23. August 2010 um 20:03  |  36

Es wäre auch nicht gut, Ramos zu verkaufen. Denn wer hätte in der vergangenen Saison nach der Verpflichtung des Südamerikaners gedacht, dass er so gut einschlagen würde? Und auch in der Vorbereitung und zum Start dieser Saison hat er auf mich nicht den Eindruck erweckt, keine Lust mehr auf Hertha zu haben. Dass sein Berater gern einen Deal abwickeln würde, ist ja klar: Nur so kassiert er seine Prämie – die bei einem abgewickelten Transfer nicht klein sein dürfte. Also: nicht verkaufen, lasst ihn für Hertha weiter Tore schießen. Ist ’n Guter


24. August 2010 um 7:29  |  39

Nur gut, das Hertha nicht (mehr) gezwungen ist zusätzliches Geld durch Transfererlöse zu aquirieren. So kann Preetz ohne Sorgen auf ganz (10 Mio. Ablöse) oder gar nicht pokern und hat in jedem Fall gewonnen. Nur wenn das „ganz“ dann erst am 31.08. kommt, dann wird es eng, guten Ersatz zu bekommen.


pante
24. August 2010 um 7:34  |  40

auch im fußball gilt: reisende soll man nicht halten. wenn ramos also mit hertha nicht noch 33 mal siegen will, sondern lieber im hopp-dorf stürmen will – bitteschön. geld nehmen und dafür einen angreifer mit berlin-lust verpflichten. zur not im winter. bis dahin wird es djuricin richten…


nikoK
24. August 2010 um 7:36  |  41

..schließe mich pante an. wer gehen will, soll gehen. ein paar millionen für einen stürmer, der gerade mal eine erstligasaison gespielt hat, sollte man mitnehmen.


snbsc
24. August 2010 um 7:48  |  42

Hertha wird es schwer haben einen Ersatz zu bekommen! Spieler, die einen Wert von 4 – 5 Mio haben werden nicht in die 2. Liga kommen. Sie würden aucgh deutlich mehr Gehalt, wie Ramos fordern. Das diese Spieler auch einschlagen ist auch nicht sehr sicher. Also Vertrag ist Vertrag! Als Ramos in der 1. Liga mal nicht getroffen hat, wurde ihm das Gehalt auch gezahlt. Er sollte sich mal nach einem neuen Berater umschauen. Dieser Berater versaut nur den Ruf seines Klienten.


westend
24. August 2010 um 8:54  |  43

Der Lange macht es genau richtig: Wir müssen uns gar nicht bewegen und können tiefenentspannt den Trubel aus der Ferne beobachten. Wenn Ramos bleibt, wird er motiviert eine tolle Saison spielen (wie er es in der Vorbereitung und gegen RWO gezeigt). FALLS ein „Mörderangebot“ kommt, sollten wir ihn ziehen lassen — der Lange hat sicher einen sehr guten Plan-B-Transfer in der Rückhand.

Ramos ist nicht Simunic, Voronin und Pante in einem! Keine Furcht!


pante
24. August 2010 um 11:33  |  44

genau richtig. ramos ist noch kein superstürmer. und wenn einer sieben mille bietet und er weg will – dann kohle nehmen und gut. so wie es werder gemacht hat: 16 mio für özil, von dem keiner weiß, ob der jemals ein großer wird…gut gemacht!!


Mineiro
24. August 2010 um 12:16  |  45

Ich persönlich schätze den Wert eines fitten und einsatzbereiten Adrian Ramos für diese Saison aus der Sicht von Hertha BSC deutlich höher ein als die aktuell aus Hoffenheim oder anderswo gebotene Ablösesumme. Da Adrian bis 2013 Vertrag hat, wird es noch einige Transferperioden geben, in denen man mit ihm eine Ablöse wird erzielen können.

Wenn er weiter solche guten Leistungen bringt, ist damit zu rechnen, dass der Preis eher höher wird als niedriger, so gesehen wäre es doch das Beste, wenn er uns in die Bundesliga zurückschiesst, dort noch ein Jahr für Furore sorgt und dann für 10 Mio. den Verein verlässt, als wenn man ihn jetzt kurz vor Toreschluss den Hoffenheimern für einen Almosen in den Rachen wirft, wo er dann mittelfristig durch die Rückkehr aller verletzten Stürmer Gefahr läuft, auf der Bank zu versauern und damit noch weniger Einsatzchancen in seiner Nationalelf hätte als hier in Berlin.


herthaner
24. August 2010 um 12:54  |  46

ich empfand Ramos am Freitag als einen der besten Spieler auf dem Platz und auch unter der Betrachtung der letzten Saison sollte er nicht verkauft werden–auch für 10 Mio. nicht!! Wir haben doch ein Ziel–oder?


westend
24. August 2010 um 15:28  |  48

Ach, Preetz wird das schon nach hause schaukeln…


Lutz Henze
24. August 2010 um 15:45  |  49

Ich würde Ramos auf keinen Fall verkaufen. Sein Berater ist doch nur auf die Provision aus. Sollte H. aufsteigen wird auch Ramos weiterhin bleiben wollen.


Ete
24. August 2010 um 19:42  |  50

Es heisst immer so schön:Reisende soll man nicht aufhalten….Aber nur wenn richtig Kasse gemacht werden kann. Sicherlich sind 10 Mio zu hoch gepokert, aber selbst wenn 7-8 Mio herauskommen: weg mit Ramos, wenn ich auch sagen muss, dass Ramos einer der wenigen war, der sich in der letzten (Katastrophen)Saison den Arsch aufgerissen hat. Nur eins macht mir Sorge: wer soll dann kommen ? Wer geht möglicherweise nach Berlin in die 2.Liga ? Und hat sogar Qualitäten ? Ich bin gespannt, aber in einer Woche sind wir alle schlauer !


pante
24. August 2010 um 23:29  |  51

ete, ich würde so wie preetz entspannt bleiben. der lange war mal als schlechtester manager der bundesliga tituliert worden. und nun soll er gleich beim ersten milliönchen-gebot einen juwel für billig abgeben? preetz macht alles richtig. abwarten…soll hopp-enheim doch mal offen bieten…


Dzialas
26. August 2010 um 17:56  |  70

Hallo, mit Interesse verfolge ich, was sich auf dieser neuen Seite tut und bin erstaunt, wie wenig der Abstieg auf die Stimmung der Fans Einfluss gehabt hat. Aber die Herthafreunde sollten nicht zu übermütig werden. Das 1.Spiel ist zwar gewonnen. Aber gegen welchen Gegner?? Schon das kommende Spiel in Düsseldorf wiegt viel schwerer. Danach kann man dann schon eher eine Beurteilung wagen.
Die sportliche Leitung Babbel/Preetz wird sicher erkannt haben, dass in der vielgerühmten Abwehr noch erschreckende Lücken aufgetreten sind, was bei der Besetzung schon verwunderlich ist. Es würde uns sicher freuen, wenn die versprochene Stabilität noch gefunden würde.
Auf geht´s.


26. August 2010 um 19:50  |  75

@ pante
Der Lange wurde als schlechtester Manager der BuLi tituliert? Nun, den aktuellen Schuldenstand bei Hertha hat sein Vorgänger angehäuft.

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