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(ub) – Die Personalie war länger umkämpft als die von Arne Friedrich. Es ging um mehr Geld als beim 5,5-Millionen-Euro-Transfer von Gojko Kacar – doch nun ist sie entschieden. Hertha-Manager Michael Preetz hat die Reißleine gezogen. Nachdem am Donnerstag Vormittag noch eine Offerte über 4,2 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim in Berlin eingetroffen war, legte sich Preetz fest: „Das Angebot haben wir sofort abgelehnt. Adrian Ramos bleibt zu 100 Prozent.“

Begründung: Selbst wenn noch bis Ende der Transferfrist am kommenden Dienstag ein „unmoralisches Angebot“ käme, reicht die Zeit nicht mehr, um einen Ersatz für den Torjäger aus Kolumbien zu finden. Deshalb bleibt Ramos beim Zweitligisten.

Frage: Eine richtige oder eine falsche Entscheidung?

Pro Verkauf von Ramos:

Hertha hat den höchsten Schulden-Stand aller Zweitligisten. Bisher wurden für die Verkäufe von Friedrich (zwei Millionen Euro vom VfL Wolfsburg), Kacar (5,5 Mio.vom HSV) sowie der Beteiligung am Wechsel von Jerome Boateng (2,5 Mio. vom HSV zu Manchester City) sowie der Abgabe von Rodnei (450.000 Euro) gut zehn Millionen Euro eingenommen. Vier oder sechs oder vielleicht gar sieben Millionen aus Hoffenheim für Adrian Ramos würden für einen entspannten Finanzchef Ingo Schiller bei Hertha sorgen.

Der Hertha-Kader ist auch ohne Ramos stark genug, um durchzumarschieren: Dann müssen es halt Raffael, Ronny, Rob Friend, Nikita Rukavytsya und  Valeri Domovchiyski richten. Und sollte der Hauptstadt-Klub dennoch Probleme im Angriffe bekommen, könnte der Verein  im Januar 2011 in der zweiten Transferphase der Saison nochmal nachlegen.

Contra Verkauf von Ramos:

In der Bundesliga hat Ramos bei 29 Einsätzen zehn Tore erzielt und fünf vorbereitet. In der Zweiten Liga darf man von ihm 15 Tore + x erwarten. Anders gesagt: Ramos ist vielleicht der Garant für den Aufstieg von Hertha BSC. Den darf man nicht verkaufen.

Ob Hoffenheim vier, sechs oder vielleicht sogar zehn Millionen bezahlen würde: Der schlechteste Fall für den Klub wäre, den Aufstieg zu verpassen. So schlecht kann man gar nicht rechnen, dass man als Hertha-Verantwortlicher riskiert, in der Zweiten Liga zu bleiben.

Nur zum Vergleich: Der Hertha-Etat in Liga zwei beträgt 33 Millionen Euro. Der Haushalt im Bundesliga-Jahr 2009/10 lag bei rund 75 Millionen.

Abgesehen davon ist nicht einzusehen, dass so unprofessionell geführte Verhandlungen wie die von der TSG Hoffenheim und dem Berater von Ramos am Ende noch belohnt werden,  in dem der Spieler Hertha verläßt.

Es ist richtig, dass Ramos bleibt – ja oder nein? Was ist eure Meinung?


28
Kommentare

26. August 2010 um 18:58  |  72

Raffael, Ronny, Rob Friend, Nikita Rukavytsya und Valeri Domovchiyski sollen es richten?
Dann müssen alle aber noch ein paar Prozent zulegen gegenüber der letzten Saison.
Ramos, den Toptorschützen der letzten Saison, sollte Hertha halten, solange sie seinen Vertrag überhaupt noch bezahlen können.


Mr. Spock
26. August 2010 um 19:11  |  73

Richtig oder falsch – erst am Saisonende werden Preetz und Co. wissen, ob Ramos wirklich das gebracht hat, was man sich von ihm versprochen hat, oder ob man die Kohle hätte nehmen sollen. Die Hoffnung, dass es Ramos auch in Liga zwei packt, ist aber groß. Und im Winter nochmal nachzulegen, ist sowieso immer eine Wundertüte….


26. August 2010 um 19:37  |  74

That’s right Mr. Spock!
Die wenigsten Wintereinkäufe haben der Mannschaft unter Favre und Funkel wirklich weiter geholfen. Zunächst fällt mir nur Kobiashvili ein, der aktuell noch für Hertha den Ball tritt.


Diddibaer
26. August 2010 um 22:45  |  76

Es wird ja immer von einem Ersatzkauf für Ramos gesprochen, falls dieser verkauft werden sollte -also bliebe als Gewinn für Hertha nur die Differenz zwischen EK und VK. Dafür lohnt sich das Risiko nicht, dass der Neue ev. wieder eine Niete wie Wiechniarek wird


Mineiro
27. August 2010 um 2:49  |  77

Es ist völlig richtig, dass Hertha BSC entschieden hat, dass Adrian Ramos hierbleiben muss. Schließlich haben wir selbst letztes Jahr 1,4 Mio. EUR für Ramos bezahlt und würden bei einem Angebot von 4,2 Mio. EUR nur 2,8 Mio. EUR Nettogewinn mit ihm gemacht haben, nachdem er in der ersten Liga absolut eingeschlagen ist und 10 Tore geschossen hat. Ihn zu behalten ist risikolos, denn er hat noch bis 2013 Vertrag und sein Marktwert wird nicht sinken. So nen Angebot bekommt Hertha auch nächstes ode übernächstes Jahr noch – dann hat er aber noch ne Riesenmenge an Spielen für Hertha gemacht.

Fazit: Preetz hat absolut richtig gehandelt und Hoffenheim hat diesen Spieler nach solch einer peinlichen Vorstellung auch nicht verdient!


snbsc
27. August 2010 um 8:52  |  78

Absolut richtig! Hoffe auch, dass diese Entscheidung wirklich Bestand hat. Vorangiges Ziel kann nur der Aufstieg sein und nicht der Schuldenabbau. Mit Ramos ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher das Ziel Aufsteig zu erreichen. Ramos sollte sich mal überlegen, sich von seinem angestellten Berater zu trennen.


herthafreund
27. August 2010 um 8:56  |  79

100 Prozent klingt immer gut. Nur bin ich mir noch nicht so siicher, ob Hertha nicht noch weich wird, wenn Hoppheim plötzlich wirklich acht oder zehn Mio abruft. Hoffentlich passiert das nicht – so einen starken und gleichzeitig total sympathischen Südamerikaner hatten wir eigentlich noch nie. Marcelinho war zwar stark, aber ein ewiger Unruheherd. Mineiro war total smpathisch, aber eben nicht so gefährlich im Spiel. Oder fällt einem einer ein?


westend
27. August 2010 um 9:27  |  80

Preetz hat scheinbar aus seinen Fehlern, aus der letzten Sommer-Transferperiode, gelernt. Bestens! Mit Ramos schaffen wir den Aufstieg definitiv!

Kurze Frage zu Eurer Print-Ausgabe heute: dass sich Ramos ein Trikot selbst kauft, super! Aber warum denn mit Kakas Rückennummer? Etwas makaber…


Sven H.
27. August 2010 um 9:45  |  82

Kann meinen Vorschreibern auch nur zustimmen. Die Aussage von Hoffenheim, dass die 4,2 Millionen sogar noch unglaublich nett sein soll, da Ramos ja gar nicht so viel wert ist, ist einfach nur dreist. Micha, ick freu ma dat du in deiner Rolle jewachsen bist.
Jetzt muss Babel nur noch dafür sorgen das die Abwehrreihe gut uns sicher steht und man kann entspannt die Saison verfolgen.

Kurze Frage: Soll Kaka nun verkauft werden? Ja? Nein? Finde als 2. Auswechselspieler hinter Neumann, dafür ist er auf jedenfall gut.


Werner Sommer
27. August 2010 um 10:09  |  83

Herr Preetz hat richtig entschieden, bitte nicht
noch einmal den gleichen Fehler machen wie bei Marco Pantelic.
Herr Babbel ist ein guter Trainer, er wird mit Ramos gut klar kommen,
Hertha hat eine tolle Manschaft und wrd den
Aufstieg in die 1.Liga schaffen.
Ha, ho, he Werner Sommer


27. August 2010 um 10:44  |  85

Lucio fiel mir auch angenehme auf, hatte dann aber ein Riesen-Verletzungspech.
Rodnei ist jetzt Stammspieler bei K’lautern. Warum er in Berlin sein Potenzial nicht abrufen konnte ist mir ein Rätsel – genauso wie bei Wichniarek und viel zu vielen anderen.


Kutte
27. August 2010 um 11:02  |  87

Eine Frechheit von der TSG. Für andere Spielr wurden wohl wesentlich mehr Millionen geboten. Die denken wohl mit Hertha kann mans machen. Finde ich richtig gut von Micha Preetz, da jetzt einen Schlußpunkt zu setzen. Fertig, aus, Ramos bleibt und das ist auch gut so. Der Berater von Ramos hat ja auch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Diese Berater denken immer nur an die eigene Kasse, nie an den Spieler.
Auf gehts Hertha, kämpfen und siegen!


tabson
27. August 2010 um 12:11  |  88

@ Mr. Spock & Luv,
natürlich ist man im Nachhinein immer schlauer. Es kommt aber darauf an, im hier und jetzt (!) die richtige Endscheidung zu treffen. Dafür hat sich Preetz offensichtlich klare Kriterien gesetzt, sie sogar offentlich erklärt, und diese nun auch eingehalten. Ramos Verbleib ist eine logische Konsequenz dessen und nachvollziehbar.
Man kann daher sagen, es ist die richtige Endscheidung.
Und das sollten wir uns auch vor Augen führen, wenn sie sich in einem Jahr als nicht glücklich herraus stellt.


ubremer
ubremer
27. August 2010 um 12:36  |  89

@westend

Hm, war die Passage in der Zeitung missverständlich ausgedrückt?

Es war so:

Ramos hat Kaka beraten, welches Trikot der nehmen sollte. Kaka hat sich dann für das blau-weiße entschieden und das Dress mit seinen Namen beflocken lassen.
Ramos hat solange gewartet, bis der Kumpel fertig war.


westend
27. August 2010 um 14:09  |  90

@ubremer:

Heute morgen in der U-Bahn schien es so, als hätte sich Ramos ein Kaka-Trikot bedrucken lassen. Habe ich falsch gelesen. Mea culpa, Zeit fürs Wochenende…


Tim H.
27. August 2010 um 15:01  |  91

Nach dem ersten Spiel weiß ich nicht, ob nicht etwas zuviel Zweckpropaganda im Fall Ramos gemacht wird. Er wirkte nicht gerade sehr motiviert und auch in der Ballbehandlung nicht besonders sicher. Er hat viele Zweikämpfe und Bälle verloren. Hertha kann zwar auf seine „Knipserqualitäten“ nicht verzichten, er muss insgesamt noch an Robustheit zulegen, denn in der zweiten Liga wird ein härterer Fußball gespielt als in der ersten. Vielleicht sollte man doch das Geld nehmen und sich nach einem Stürmer a la Voronin oder Pantelic als Partner für Friend umsehen…


Mineiro
27. August 2010 um 15:48  |  92

Diese Einschätzung kann ich nicht teilen. Seine Dynamik, Schnelligkeit und sein Antritt stellten mehrere Male die Gegenspieler vor unlösbare Probleme, das war nicht nur bei der Vorbereitung des 1:1 ein Thema, sondern auch in diversen anderen Szenen. Dazu leistete er unermüdliche Laufarbeit, bot sich immer wieder als Anspielstation an und arbeitete auch gut nach hinten mit. An überdurchschnittlich viele Ballverluste von ihm kann ich mich nicht erinnern, an Motivationsmängel schon gar nicht. Gegenüber dem Pokalspiel war das eher eine deutliche Steigerung, was seine Präsenz angeht.


27. August 2010 um 15:58  |  93

Hallo Tim,
Stürmer a la Voronin oder Pantelic sind nur noch bezahlbar, wenn ein Verein mindestens in der Europa League spielt. Den schnellsten Weg dorthin sollten Ramos und Co. freischießen durch die Teilnahme am Pokalfinale 2011


Ete Gieseler
27. August 2010 um 17:49  |  94

Ich nehme Bezug auf die Rubrik „Immer Hertha“ in Ihrer Ausgabe vom 26.08.10.
Dort hieß es u.a. „……Darin schreibt der Agent, dass Ramos jetzt weg müsse „aus dem Gefängnis Hertha Zehlendorf“ ….“. Unser Verein stellt kein Gefängnis dar, sondern ist für seine jahrzehntelange außergewöhnlich gute Jugendarbeit bekannt. Unseren Namen im Zusammenhang mit dem Thema Raffael zu nennen, war ein Fauxpas erster Güte. Wir bitten um Richtigstellung.
„Ete“ Gieseler
(Mitglied des Ältestenrates des
FC Hertha 03 Zehlendorf)


08-15
27. August 2010 um 17:52  |  95

@Mineiro: Ergänzend zu Ihrer kalkulatorischen Überlegung: „Bei einem Angebot von 4,2 Mio. EUR blieben nur 2,8 Mio. EUR für Hertha“. Das ist ja nicht ganz richtig. Soweit ich informiert bin, hat Ramos alter Club in Kolumbien (Cali) beim Weiterverkauf noch ein Erlösanrecht von 20%, d.h., Hertha blieben von den 4,2 Mio tatsächlich nur 3,36 Mio. Da es ZUSÄTZLICH noch eine „Verabredung“ gibt, dass Hertha 50% von Transfererlösen in Schuldentilgung steckt, blieben effektiv aus der 4,2 Mio-Verkaufssumme nur 1,68 Mio als „Spielgeld“ für Ersatzinvestitionen übrig, weil die anderen 1,68 Mio direkt an die Bank gehen würden.

Wenn Ramos bliebe, fände ich es auch richtig. Das Risiko muss man jetzt mal eingehen – die Aussicht, vielleicht mit ihm in dieser Saison (z.B. DFB-Pokal) und nächste Saison MEHR Erlöse zu erzielen, ist doch da. Und sportlich steht er Hertha BSC allemal gut zu Gesicht.


ubremer
ubremer
27. August 2010 um 18:20  |  96

@Ete Gieseler

Natürlich liegt nichts ferner als die Annahme, dass Hertha Zehlendorf etwas zu tun hat mit den Verwirrungen, die sich um den Berater von Adrian Ramos abspielen. Der Beitrag vom User @westend war natürlich als Satire gemeint.

Zitat:
„Dear Mr Preetz, I am running out of patience. I want my money. Ramos wants out of Hertha Zehlendorf. Hopfenheim wants Ramos. Ramos hates Berlin and you and the BVG.“

Sollte dennoch ein Mitglied von Hertha Zehlendorf pikiert sein, bitten die Macher von immerhertha.de das Ungemach zu entschuldigen.


Ivokeeper
27. August 2010 um 18:30  |  97

Gratulation, vollkommend richtige Entscheidung Ramos nicht zu verkaufen.
Das Gebaren eines gewissen H.Wennin zeigt allerdings das die Spielerberater nur an ihre eigenen Interessen denken um nochmals eine dicke Provision einzustreichen, obwohl der Spieler unter Vertrag steht. Der DFB sollte diesem egoistischen schädlichen Geschäftsgebaren einen Riegel vorschieben.


27. August 2010 um 19:29  |  98

[…] Das Blog der Berliner Morgenpost ← Ramos bleibt – hat Hertha richtig entschieden? […]


29. August 2010 um 17:35  |  105

Das kann man kurz machen: Aus jetziger Sicht vollkommen richtig.


snbsc
30. August 2010 um 8:42  |  115

Auf Transfermarkt.de wird aus der Printausgabe der Bildzeitung zitiert, dass Hoffenheim heute 8 Mio für Ramos bieten will. Ich hoffe Micha bleibt hart!


backstreets29
30. August 2010 um 9:16  |  117

Dem Vernehmen nach ist die Saison wohl durchfinanziert. Abgänge (Kaka usw) wird es spätestens im Winter noch geben, von daher hat man wohl keinerlei Not ihn zu verkaufen. Das Gebaren der KRaichgauer dürfte sowieso jeden Verhandlungsspielraum zunichte machen


31. August 2010 um 12:54  |  138

[…] der klaren Festlegung von Hertha-Manager Michael Preetz: “Adrian bleibt zu 100 Prozent”, hat die TSG Hoffenheim nochmal nachgesetzt.  Manager Ernst Tanner hat seinem Hobby gefrönt, dem […]


Jürgen Warres
1. September 2010 um 14:31  |  149

Glückwunsch Hertha BSC,Glückwunsch Michael
Preetz !!! Ramos ist ein Juwel-10 Tore in seinem
1.Bundesligajahr…dazu unzählige Assists!! Ein Klasseman mit jeweils dem richtigen Blick für die
richtige Situation !! Seine Tore,seine „Zuckerpässe“…gegen Düsseldorf hat er kräftig mit nach hinten gearbeitet….Dazu ein untadeliger Sportsmann…menschlich in Ordnung……Sensationell wie er die „Situation mit Hoffenheim“ gemeistert hat…da war nichts mit „hängen lassen“ …..er ist ein echter Herthaner…Berlin wird an ihm noch viel,viel Freude haben…….“ 20 Millionen wird er eines Tages wert sein ! Ein Präzedenzfall zu M.Özil….
J.Mourinho ließ ihn gleich für 250 Millionen E versichern…ein „Schnäppchen“ wie er sagte zu diesem Transfer!! So wird es Hertha BSC mit Ramos eines Tages gehen……deswegen nochmals…..Gratulation M.Preetz,Gratulation Hertha BSC ….wir Berliner dürfen dieses Juwel weiter vor unserer Haustür begutachten…danke im Namen aller sportskundigen Berliner und allen Fans sagt Jürgen Warres…Berlin-Wittenau

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