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Berliner Morgenpost
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Freitag, 27.8.2010

Von Frank Mill zu Rob Friend

(ub) –  Als erstes die Aufstellung von Hertha BSC:

Fiedler – Oliver und Andreas Schmidt, Tanjga, Meyer, Kovac (ab 80. Rohde), Richter, Bremser, Ramelow, Hartmann (ab 80. Isa), Lünsmann.

Resultat: 1:1. – Zuschauer: 5500 .

So war es am 17. März 1995, als Hertha BSC zum letzten Mal in einem Punktspiel bei Fortuna Düsseldorf angetreten ist. Es war der 22. Spieltag der Zweiten Liga. Allein die Kulisse lässt schaudern: 5500 an einem Freitagabend im zugigen Rheinstadion.

Insofern ist es ein Quantensprung, was am Montag in der Esprit-Arena in Düsseldorf zu erleben ist. 35.000 Zuschauer werden erwartet. Vielleicht werden es noch mehr, die Fortuna eröffnet ihre Stehplatz-Tribüne. Aus Berlin reisen trotz der Entfernung von 550 Kilometern und des ungünstigen Abendtermins über 1000 Hertha-Fans nach Düsseldorf.

Vor 15 Jahren hat Frank Mill ein Tor für die Fortuna erzielt, Mike Lünsmann traf für Hertha. Aktuell wartet Düsseldorf nach dem 0:2 zum Auftakt in Cottbus noch auf das erste Saisontor. Von Fortuna-Trainer Norbert Meier ist das zu hören, was die Bundesliga-Absteiger aus Berlin  in den kommenden Monaten noch oft zu hören bekommen werden:

„Hertha ist eine Mannschaft, die vor zwei Jahren noch an der Spitze der Bundesliga stand und nun alle Anstrengungen unternimmt, diesen Betriebsunfall wieder zu reparieren. Hertha ist sowohl in der Spitze als auch in der Breite eine Erstligamannschaft.“

Hertha darf sich nicht irre machen lassen von dem „Eigentlich-viel-zu-gut-für-die-Liga“-Gewummere der anderen. Hertha spielt Zweite Liga – und Düsseldorf wird schwer. In der vergangenen Saison hat Fortuna 13 Heimspiele gewonnen, bei vier Unentschieden – und keiner Niederlage.

Herthas neue Mannschaft  kommt mit dem Selbstbewusstsein des Startsieges gegen Oberhausen. Trainer Markus Babbel wird im Sturm wieder Rob Friend aufbieten, Jung-Torjäger Marco Djuricin wartet auf der Bank auf seinen Einsatz – das lässt einen spannenden Abend erwarten.

Bin ein wenig neidisch, dass der Kollege Daniel Stolpe die Dienstreise machen darf.

Die Ramos-Diskussion

Das Thema interessiert, die Meinungen laufen ein. Es darf gern weitergehen: Ramos bleibt, hat Hertha richtig entschieden?

Der aktuelle Stand: Nach der Festlegung von Manager Michael Preetz am Donnerstag , dass der Torjäger „zu 100 Prozent bleibt“,     ist am Freitag auf der Hertha-Geschäftsstelle nichts passiert. Keine unmoralischen Angebote von Bundesliga-Tabellenführern, nichts.

Hoeneß und der Kaka-Vertrag

Die BZ hat auf das Interesse einiger Klubs in Portugal an Kaka verwiesen. Auch für Kaka sind bis Freitag abend keine Anfragen oder Angebote bei Hertha eingegangen. Aber anders als bei Ramos hat der Verein durchaus ein Interesse, den Brasilianer abzugeben. Sollte sich bis zum Ende der Transferfrist am Dienstag noch etwas tun, wird der Wechsel des Manndeckers sicher nicht an zu hohen Ablöseforderungen von Hertha scheitern. Kaka war im Sommer 2008 von Academica de Coimbra gekommen.

Warum der damalige Manager Dieter Hoeneß für Kaka eine Ablöse von 1,9 Millionen Euro gezahlt und ihn mit einem Vertrag bis 2012 ausgestattet hat, ist von heute aus betrachtet, nicht zu verstehen.


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Kommentare

Mr. Spock
27. August 2010 um 19:34  |  99

Düdo wird der erste Wahrsager für unsere Hertha. Dass die Hütte nicht mit 54000 Mann ausverkauft ist, kann ich überhaupt nicht verstehen. Fortuna Düsseldorf-Hertha BSC – das ist doch was für Nostalgiker. Aber vielleicht wissen die Rheinländer schon, was sie erwartet…
Und Gott sei Dank endet am Dienstag dieses Transfer-Hin-und-Her. Dann gibts keine Ausreden mehr, sondern nur noch volle Konzentration für den Aufstieg…


28. August 2010 um 16:39  |  100

„Warum der damalige Manager Dieter Hoeneß für Kaka eine Ablöse von 1,9 Millionen Euro gezahlt und ihn mit einem Vertrag bis 2012 ausgestattet hat, ist von heute aus betrachtet, nicht zu verstehen.“ Aus meiner heutigen Sicht sind mehr als 50 Prozent der Personalentscheidungen von D. Hoeneß nicht verständlich – vor allem die gezahlten Preise.
Jedes Jahr hatte die Mannschaft ein anderes Gesicht. Ich hoffe, dass sich in den nächsten Jahren das Personalkarussell der Hertha langsamer dreht. Nur dann erfüllen sich die Träume der Fans vom Marsch aus der 2. Liga bis in die Europa League.


29. August 2010 um 19:37  |  106

[…] Uwe Bremer hat an anderer Stelle ja schon bekundet, dass auch er diese Auswärtsfahrt gerne gemacht hätte, und ich gestehe, dass ich mich durchaus freue auf die Reise nach Düsseldorf. Zum einen sind […]


backstreets29
30. August 2010 um 8:26  |  114

„“Warum der damalige Manager Dieter Hoeneß für Kaka eine Ablöse von 1,9 Millionen Euro gezahlt und ihn mit einem Vertrag bis 2012 ausgestattet hat, ist von heute aus betrachtet, nicht zu verstehen.“““““

Nur ein weiteres Kapitel in der unendlichen Transfergeschichte des DH, die sich in WOB fortsetzt. Siehe 12 Mio-Super IV Kjaer oder der im Januar verpflichtete und ein halbes mit 2Mio Verlust verkaufte Rever Die Liste lässt sich fortsetzen 😉

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