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Berliner Morgenpost
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Mittwoch, 1.9.2010

Markus Babbel gnadenlos?

(sto) – „Die Spieler wissen, dass starke Leistungen belohnt werden.“

Diesen Satz von Markus Babbel publizierte vor dem Auswärtsspiel in Düsseldorf die BZ und stellte für den Fall eines Sieges nach dem Auslaufen am Dienstag bis zu drei freie Tage für die Herren Profis in Aussicht.

Gestern indessen übte der Profikader von 16 Uhr an, heute und morgen ist jeweils für 10 und 16.30 Uhr Dienst angesetzt, ehe Samstag ein Freundschaftsspiel in Zwickau beim VfB Auerbach auf dem Programm steht.

Moment mal: Hat Hertha denn nicht 2:1 in Düsseldorf gewonnen? Hat Babbel also vergessen, was er da angekündigt hat?

Nein.

„Ich habe diese Aussage selber überrascht vernommen“, antwortete er mir am Dienstagnachmittag auf entsprechende Anfrage. Sein Mienenspiel verriet, was er davon hielt. Aber dass in der Berliner Medienszene mitunter recht eigentümliche Sitten herrschen, hat der vom Münchner und englischen Boulevard eigentlich gestählte Babbel längst verinnerlicht.

An freie Tage – nicht einen, nicht zwei, schon gar nicht drei – hat Babbel während der Länderspielpause nie gedacht. Jedenfalls nicht zu Anfang. „Wir müssen die Zeit nutzen“, sagte er mir stattdessen: „Wir haben noch viel an Arbeit vor uns.“

Meine Meinung: Babbel hat richtig entschieden. Unabhängig davon, dass 90 Minuten erfolgreiche Arbeit nicht mit drei arbeitsfreien Tagen belohnt werden sollten, ist auch in dieser frühen, von Länderspielpausen zersetzten  Phase der Saison nicht die Zeit für Schlendrian.

Was meint Ihr?


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5
Kommentare

backstreets30
1. September 2010 um 18:49  |  153

Wichtige und richtige Entscheidung.
Gerade zu Beginn der Saison darf muss Babbel die Zeit nützen und die Mannschaft zu entwickeln und Automatismen zu entwickeln.
Mich hat die Aussage bzgl 3 freier Tage auch überrascht, aber da es in der BZ stand musste man es auch nicht zwingend ernst nehmen 🙂


tabson
1. September 2010 um 22:04  |  155

Wer hart arbeitet, braucht auch nötige Zeit für Erholung. Da gleich von Schlendrian zu sprechen, wäre mir zu einfach. Ich hoffe, Babbel findet die richtige Mischung für sich und das Team.


2. September 2010 um 9:08  |  157

Ich weiß gar nicht, warum diese Schwarz-Weiß-Malerei der BZ hier so pointiert aufgenommen wird. Weder Schlendrian noch Schleifer passen, um die Situation zu bewerten. Zwar ist Hertha erfolgreich in die Saison gestartet, aber spielerisch war das noch sehr dürftig. Es muss also weiter gearbeitet werden und die freie Zeit kommt nach zwei Erfolgen genau richtig. Jetzt kann mit hohem Selbstvertrauen an den Details gearbeitet werden. Ohne Schleifer. Ohne Schlendrian. Und am besten ohne BZ…


JimmyBerlin
2. September 2010 um 16:14  |  159

Babbel macht es richtig. Spielerisch muß sich die Mannschaft erst noch finden, da heißt es üben, üben, üben- sollte die Mnnschaft auch mal spielerisch überzeugen und gewinnen, wird der Trainer schon mal den ein oder anderen Tag freigeben…


Supermad1
2. September 2010 um 22:46  |  162

Hertha hat zwar die ersten 2 Spiele gewonnen, konnte aber nur Phasenweise guten Fussball zeigen. Gerade die Abwehr lässt noch zu wünschen übrig. Daher jetzt die Zeit effizient nutzen. Dann klappt’s auch noch mit der Abstimmung und dem Passspiel.

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