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Berliner Morgenpost
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Samstag, 4.9.2010

Herzrasen bei Ramos

(ub) – Ob es die Turbulenzen der vergangenen Wochen waren oder die 11.000-Flugkilometer, die Adrian Ramos in den letzten vier Tagen absolviert hat, das ist nicht nicht genau auszumachen. In jedem Fall endete das Freundschaftsspiel von Kolumbien in Venezuela(2:0) mit einem Schock für den Hertha-Stürmer. Ramos, erst in Minute 78 eingewechselt, blieb nach einem Zusammenprall kurz vor Schluß am Boden liegen. Augenzeugen berichten, er sei nicht ansprechbar gewesen. Hektik kam auf.

Ramos wurde vor 20.000 Zuschauern in Puerto La Cruz auf einer Trage in eine Ambulanz verfrachtet, die den Angreifer ins städtische Krankenhaus fahren sollte. Doch der Herthaner war mittlerweile wieder bei Bewusstsein und stritt mit dem Fahrer. Es gehe ihm gut, er solle anhalten. Die Zeitung „Eltiempo“ beschrieb, dass Ramos dann aus dem Wagen geklettert und zu Fuß zur Kabine seiner Mannschaft gegangen sei.

Der Mannschaftsarzt untersuchte  Ramos und gab als Diagnose an: Leichtes Herzrasen infolge von Mineralstoffmangel.

Das Thema Sinn, Risiken und Lohn von Länderspiel-Reisen wurde bereits hier und bei Nikita Rukavytsya thematisiert.

Was ist eure Meinung zu den Vorfällen um Adrian Ramos:

Pech?  Kann passieren?  Oder zu viel Ehrgeiz?

Hertha bereitet Komplett-Check vor

Mittlerweile ist Herthas Torjäger zurück nach Kolumbien geflogen. Hertha hat, verursacht durch die Zeitverschiebung in Südamerika und die Entfernungen erst mit Verzögerung von der Angelegenheit erfahren. Manager Michael Preetz setzte alle Hebel in Bewegung, um zu erfahren, wie es Ramos geht. Der Morgenpost sagte Preetz am Samstagabend: „Wir hören, dass es Adrian gut geht.“ Auf die Frage, ob Ramos auch beim zweiten Testspiel gegen Mexiko dabei ist, sagte Preetz: „Das entscheidet derMannschaftsarzt von Kolumbien. Im Moment sieht es so aus, dass Adrian mitfliegt.“

Bei Hertha ist man dennoch in Sorge. Ramos wird, wenn er spätestens Mitte kommender Woche in Berlin zurück ist, von Kopf bis Fuß durchgecheckt werden.


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Kommentare

westend
4. September 2010 um 21:08  |  177

Das war ein ziemlicher Schock, als ich von Ramos‘ Zusammenbruch gehört habe. Sinnlos war sein Einsatz vielleicht, aber sicher nicht zu ändern. Würde die Jogi auf Stürmer XYZ verzichten, nur weil er, sagen wir, bei LA Galaxy seine Brötchen verdienen würde?


Dominik
5. September 2010 um 13:53  |  178

Ich finde es schon krass und auch sowas sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Meiner Meinung nach sollte er jetzt schnellstmöglich nach Berlin kommen um ihn gründlich durchchecken zu können. Gesundheit geht über alles.
Vllt. hat es ja wirklich nur was mit dem Sclag zu tun den er abbekommen hat, aber wenn nicht ist das Risiko zu groß.
Aber wir wissen ja seit Gerald Asamoah das man auch mit einem Herzfehler/Herzkrankheit Profifußball betreiben kann.

Ich wünsche Ihm gute Besserung und freu mich das er in Berlin geblieben ist. 😉


exilfan
5. September 2010 um 23:01  |  181

man fragt sich, wie oft solche kopf-bis-fuß-checks bei profis gemacht werden. vielleicht würde man den ein oder anderen plötzlichen herz-tod verhindern können, wenn das nicht nur bei vereinswechseln sondern vor jeder saison standard wäre


ubremer
ubremer
5. September 2010 um 23:06  |  182

@exilfan,
bei Adrian Ramos kann man diese Frage relativ exakt beantworten. Er ist seit 13 Monaten und ist dreimal von Kopf bis Fuss durchgecheckt worden: Im August 2009 bei seiner Verpflichtung, dann einmal im Winter und zuletzt am 23. Juli in der Vorbereitung auf diese Saison. Nach Auskunft von Mannschaftsarzt Dr. Uli Schleicher gab es bei keiner der drei Checks Auffälligkeiten bei Ramos.


pante
6. September 2010 um 7:39  |  184

vorsicht ist geboten. spätestens seit den todesfällen bei leistungssportlern sollte hertha den kicker checken, und das nicht nur einmal. in jedem fall darf er sich das bielefeld-spiel von daheim angucken. friend und djuricin werden es gegen die almkicker schon richten

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