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Berliner Morgenpost
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(ub) – Das Kapitel ‚Sinn und Unsinn mancher Länderspiel-Reise‘ lässt sich aktuell fortschreiben.  Nikita Rukavytsya hat sich als einziger der insgesamt zehn eingeladenen Herthaner gegen einen Trip zur Nationalmannschaft entschieden. Ob der Australier kurz- oder weitsichtig gehandelt hat, wird hier diskutiert. Die anderen Herthaner waren mit unterschiedlichem Erfolg im Einsatz.

Frage an euch: Welchen Nutzen haben die Spieler von den Trips, welchen hat Hertha BSC?

Levan Kobiashvili schraubte als Georgiens Rekordinternationaler seine Einsatzzahl auf 90 Länderspiele. In der EM-Qualifikation in Piräus spielte Kobiashvili mit der Rückennummer 10 über die volle Spielzeit beim 1:1 gegen Griechenland.  Die Statistik vermerkt bei ihm nur: ein Foul begangen, zwei Freistöße bekommen. Nächster Gegner für Georgien ist am Dienstag Israel.

Valeri Domovchiyski konnte sich 90 Minuten lang auf die Athmosphäre im Wembleystadion konzentrieren. Vor 73.200 Zuschauern in London war Bulgarien in der EM-Qualifikation gegen England chancenlos, 0:4 (0:1) endete die Partie. Domovchiyski kam nicht zum Einsatz.

Adrian Ramos Der Herthaner, um den es in den vergangenen Wochen den meisten den meisten Wirbel gegeben hatte, war nun auch als Zweitliga-Spieler eingeladen worden. Kolumbien gewann ein Freundschaftsspiel in Venezuela mit 2:0 (1:0). Vor 20.000 Fans in Puerto La Cruz wurde Ramos in der 78. Minute eingewechselt. Viel hatte der Stürmer aber nicht von der Partie, in der Schlussminute wurde Ramos verletzt  gegen Namensvetter Juan David Ramos ausgetauscht. Kolumbien tetstet am Dienstag in Monterrey gegen Mexiko.

Rob Friend kickt heute in Toronto mit Kanada gegen Peru,  Roman Hubnik ist mit Tschechien erst am Dienstag gegen Litauen im Einsatz.

Die deutsche U20 mit den Herthanern Lennart Hartmann, Marvin Knoll, Sebastian Neumann und Fanol Perdedaj tritt am Montag gegen die Schweiz an.


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Kommentare

08-15
4. September 2010 um 14:28  |  174

Ich glaube, man kann keine pauschale Forderung daraus ableiten. Ich weiß, dass die Sehnsucht nach 0/1 (schwarz/weiß) gerade im Fußball sehr groß ist. Und sicher kann man über Sinn oder Unsinn von Länderspielreisen streiten. Aber das gilt dann natürlich insgesamt und nicht nur bei Hertha.
Denke, man muss das differenziert betrachten. Ramos ist dafür ein Paradebeispiel. Gut, vielleicht nur 12 Minuten gespielt, dafür tausende von Kilometern geflogen (und die persönliche Klimabilanz verschlechtert), aber für ihn war das Signal akut wichtig, als Zweitliga-Spieler zur kolumbianischen Nationalmannschaft dazu zu gehören. Das tut er nun also weiterhin und vielleicht profitiert davon mittelfristig nun auch Hertha wieder, wenn dieser Unsicherheitsfaktor bei Ramos weg ist.


4. September 2010 um 19:04  |  175

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