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Berliner Morgenpost
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(ub) -Bei Hertha BSC soll er der Garant für den Aufstieg werden: Rob Friend. Der kanadische Stürmer erlebt bei der Rückkehr in seine Heimat gerade einen Aspekt, der bei Länderspiel-Reisen häufig unterschlagen wird: Für Profis gehört es dazu, sich mit heftiger Kritik auseinander zu setzen.
Seit zwei Jahren hatte  Kanada kein Heimspiel mehr bestritten. Den europäischen Fußball scheint in dem Land, in dem Eishockey, American Football und Baseball dominieren, auch niemand zu vermissen. Die Bekanntgabe der offizielle Zuschauerzahl im BMO-Field-Stadium in Toronto löste Heiterkeit aus. 10.620 Zuschauer, hieß es laut Stadionsprecher. Tatsächlich dürften sich in der 22.000er-Arena nicht einmal 3000 Unentwegte verloren haben.
Gegeben wurde eine schwaches Freundschaftsspiel. Kanada unterlag Peru mit 0:2 (0:0). Die Kritik richtete sich besonders an Rob Friend.
„Friend war nicht auf der Höhe der Aufgabe“, schrieb cbs.ca.  „Der Stürmer von Hertha Berlin war gegen die Defensive von Peru überhaupt nicht zu sehen und trug so gut wie nichts zum kanadischen Angriffsspiel bei.“ Der „Toronto Star“ verwies darauf, dass der Stürmer in 26 Länderspielen gerade zwei Tore erzielt hat.

Eine Nummer zu groß?

Was meint ihr: Auch in Berlin gab es für Friend nach schwachen Leistungen in der Vorbereitung Kritik.  Bei Hertha hat er darauf mit Leistung geantwortet:  mit einem Tor im DFB-Pokal in Pfullendorf sowie einem in der Liga in Düsseldorf.
Gehört das Umgehen mit Kritik zum Profi-Dasein?
Oder ist die Nationalmannschaft  einfach eine Nummer zu groß für Rob „the canadian Tower“ Friend?

10
Kommentare

Mr. Spock
5. September 2010 um 15:39  |  179

Die Kanadier sollten sich erst einmal ein Bild machen von den Auftritten, die Rob Friend für Hertha absolviert hat, bevor sie irgendwelche Kritik äußern. Wie würden die Ahorn-Jünger wohl reagieren, wenn einer ihrer ach so tollen Eishockey-Stars einen Gastauftritt in der DEL hat und ebenfalls nicht trifft? Die würden das sicher als Majestätsbeleidigung auffassen. Wie heißt es immer so schön: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Und nach Friends 24 Toren zum hertha-Aufstieg wird er garantiert auch in Kanada gefeiert werden. Banausen!!!


08-15
5. September 2010 um 20:03  |  180

Oder wie es auch so schön heißt: „Der Prophet im eigenen Land ist nichts wert“ 😉


pante
6. September 2010 um 7:38  |  183

friend forever! was interessiert und canada? bei hertha hat der rob überzeugend gespielt. das zählt. ist doch besser, als den klose-poldi zu geben. im klub nix, bei der nati volltreffer.


Shogu21
6. September 2010 um 9:24  |  185

Bin ja auch dafür Robert Freund als Hertha Fan in Schutz zu nehmen. Aber wenn es stimmen sollte das er gegen die peruanische Abwehr keine Mittel als Stoßtstürmer gefunden hat, (falls das dort seine Aufgabe war) dann muss man sich als Spieler die Kritik gefallen lassen. Auch in Kanada wird es Sportreporter geben die von Fußball Ahnung haben.


JimmyBerlin
6. September 2010 um 10:48  |  186

Schön, endlich mal wieder einen durchsetzungsstarken Strafraumspieler zu haben-mit Friend sind die Standarts wieder erheblich gefährlicher geworden, das wird für den Wiederaufstieg noch sehr wesentlich werden.
Ein Spieler, der dahin geht, wo es wehtut, das kommt bei den Fans gut an. Mit Verlaub, die Leistungen im Kanadischen Team sind völlig unerheblich.


herthafreund
6. September 2010 um 14:10  |  187

hallo, was ist da los mit unserem sturm? der eine hat herzrasen, der andere trifft gegen peru nicht. wie geht es eigentlich djuricin? so wird hertha wohl nicht weltberühmt. aber uns ist es ja schon wichtiger, dass der aufstieg gelingt, oder? und dazu haben ja beide zum glück schon ein bisschen beigetragen…


Bolle75
6. September 2010 um 15:22  |  188

Ich kann zu dem Spiel nichts sagen da ich es nicht gesehen habe und ich zugeben muss auch die Kanadier nicht gerade zu kennen. Aber Friend lebt davon das er um sich herum Leute hat die ihn mit Bällen füttern oder von Abstaubertoren. Wie gesagt ich kenne die Ahörner nicht kann mir aber Vorstellen das die einfach keine Bälle nach vorne gebracht haben die für Friend verwertbar waren.
Sollte ich falsch liegen dann halte ich es wie „Pante“.


6. September 2010 um 16:25  |  189

Sorry, bei der Anreise wären sicher einige nicht auf der Höhe ihrer Leistungskraft gewesen. So what. Aber schade, dass Du den Kommentar von cbssports.com nicht verlinkst. Ich konnte den nicht finden.


ubremer
ubremer
6. September 2010 um 18:12  |  190

@Sebastian,

mein Fehler, habe nicht verlinkt. Das wird hiermit nachgeholt (im Text ist es jetzt auch passiert).

http://www.cbc.ca/canada/toronto/story/2010/09/04/sp-canada-peru.html.


6. September 2010 um 20:31  |  191

@ubremer Tausend Dank! Da bin ich tatsächlich auf die falsche Website abgebogen.

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