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Berliner Morgenpost
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Freitag, 10.9.2010

Wer muss für Raffael weichen?

(ub) – Soll er oder soll er nicht? Die Rede ist von Hertha-Trainer Markus Babbel und der Taktik im Heimspiel am Sonntag gegen Arminia Bielefeld. Auf der Pressekonferenz am Freitag ließ Babbel, ohne dass er das genau so formuliert hat, durchblicken: Raffael habe jetzt Kraft für 90 Minuten, erzählte der Trainer.  „Es ist grandios, mit einem Spieler wie Raffa planen zu können.“

Meine Lesart dieser Äußerungen: Im dritten Saisonspiel wird Raffael zum ersten Mal in der Anfangsformation stehen.

Nun die Frage: Wird Babbel im Heimspiel gegen Bielefeld sein System ändern? Weg vom bisherigen 4-2-3-1, mit dem die Siege gegen Oberhausen und Düsseldorf eingefahren wurden?  Das würde ein brutal offensives Hertha-Mittelfeld bedeuten mit Rukavytsya, Domovchiyski, Raffael und Ramos, davor als Stoßstürmer Rob Friend. Dahinter würde mit Niemeyer nur ein „Sechser“ vor der Abwehr spielen,  Fanol Perdedaj geht auf die Bank, damit eben Raffael eingebaut werden kann. Raffael wird gegen Bielefeld, das hat @Mineiro hat ja schon vorausgesagt, nach einer Flanke von Christian Lell ein Tor erzielen.

Dieses 4-1-4-1-System hat Babbel in der Vorbereitung als Variante einstudieren lassen.

Never change a runnin‘ system

Oder bleibt der Trainer bei der  bisherigen Taktik? Mit der hat Hertha immerhin alle drei Pflichtspiele dieser Saison gewonnen (2:0 in Pfullendorf, 3:2 gegen Oberhausen, 2:1 in Düsseldorf). Dann müsste allerdings für Raffael entweder Adrian Ramos oder Valeri Domovchiyski auf die Bank.

Was ist eure Meinung?


8
Kommentare

Dan
11. September 2010 um 5:45  |  217

Da der Trainer Domo auch gute Arbeit nach hinten bescheinigt, könnte die Variante mit einem 4er offensiven Mittelfeld in dem sich Domo nach hinten fallen lässt und mit seiner Schnelligkeit aus der Tiefe kommt, klappen.

Aber wirklich stabil war die bisherige Abwehrleistung von Hertha auch noch nicht und in wieweit würde sich nur ein 6er auf Niemeyers Offensivdrang auswirken. Immerhin hat er in den beiden Zweitliga-Spielen vorne entscheidene Zweikämpfe gewonnen die Hertha auf die Siegesstrasse gebracht haben. Wird er ohne Absicherung „Perde“ ebenfalls so offensiv agieren?

Wie eng wird es vorne, wenn Bielefeld überwiegend dicht macht ?

Schön das Hertha solche Probleme hat.

Ich könne mir daher wirklich vorstellen, das Perde draussen bleibt und Domo zwar keinen 6er spielt aber eben auch mal hinten bleibt, wenn Niedermeyer nach vorne geht. Wenn die Absprache so aussieht. Ich würde Domo nicht draussen lassen,weil er für mich der ideale „Sturmpartner“ für Friend ist. Friend macht sie idealerweise selber rein, oder aber und das sollte man nicht unterschätzen der bringt seinen Körper zwischen Ball und Verteidiger legt ab bzw. lässt „abtropfen“ und Domo der wirklich mit einer guten Schusstechnik (finde ich) ausgestattet ist erobert den „zweiten Ball“ und hämmert, schlenzt, schnippelt die Pille ins Netz.

Raffael wiederum ist der Spieler der mit einem genialen Pass eine Abwehr filitiert oder mit einem Dribbling mal Lücken reisst. Hertha wird damit nicht so ausrechenbarer in ihren Mitteln, wie in den letzten Spielen.

Und um das ganze noch mehr auf die Spitze zu treiben, wenn man Bielefeld so defensiv erwartet, warum nicht mit einer Dreier Abwehrkette: 3-2-4-1 🙂

Cu all im Oly
Dan


11. September 2010 um 8:19  |  218

Ich finde die Idee mit dem 4-1-4-1 sehr gut, weil Raffael mal einfach ein super spieler ist. Das hat man auch nach seiner Einwechslung gegen Düsseldorf gesehen. Er wird nach meiner Meinung zusammen mit Domo ein super Spiel gegen Bielefeld bestreiten. Außerdem könnte Raffeal immer die zündenden Ideen nach vorne geben.


sehnsuchtberlin
11. September 2010 um 8:19  |  219

denkmal das er wirklich auf ein 4-1-4-1 umbaut, da er ramos oder domo nicht rausnehmen wird, dafür muss dann ein defensiver dran glauben.
das wäre zwar die totale offensive aber mit solch einem kader kann mann sich das leisten.
bin echt gespannt auf das spiel morgen.


DEF
11. September 2010 um 9:49  |  220

auch wenn Domo zwei Tore gemacht hat, gut nach hinten arbeitet, würde ich doch eher ihn (erstmal) draussen lassen.
Ein 4-2-3-1 ist in meinen Augen schon offensiv genug und in Bielefeld arbeiten nicht nur Stümper. Die können schon ihren Jungs ein gepflegtes Konterspiel beibringen.
Sollen wir daher tatsächlich eine weitere Offenisvkraft einbauen und einen defensiven Spieler rausnehmen? Ick gloob eher nicht.
Perdedaj und Niemeyer machen das klasse zusammen und sind „beide“ bestimmt auch für die ein oder andere Offensivaktion gut. Auf jeden Fall gut genug, dass sie auf dem Platz bleiben und eher Domo weichen muss.
Da ja Domo auch tierisch „polyvalent“ ist, könnte man ihn wahlweise für Friend, Ruka, Ramos oder Raffa bringen.

P.S. auch von meiner Seite aus ein Blümchen für den gelungenen Blog.

HA HO HE


Etebaer
11. September 2010 um 9:56  |  221

Die Doppelsechs mit dem Anpfiff aufzulösen ist in meinen Augen Wahnsinn.
Hertha hat die Länderspielpause praktisch nicht nutzen können, da viele Spieler unterwegs waren und sollte beim „gewohnten“ 4-2-3-1 bleiben.
Ramos wäre aufgrund seines Umfallers ein Kandidat für einen Startelf-Wechsel, oder man spielt tatsächlich mit einer 3er Abwehrkette.
Aber nicht von Anfang an, sondern als Umstellung während des Spiels.


11. September 2010 um 11:17  |  222

Ich denke auch, dass es auf ein 4:1:4:1 hinauslaufen wird. Die Aussgagen von Babbel vor ein paar Tagen gehen schon sehr in diese Richtung http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/raffael-darf-von-beginn-an-ran-article973631.html

Aber vielleicht bleibt Ramos auch erstmal auf der Bank und wird geschont. Dann würde wohl alles beim alten bleiben …


LLcoolandi
11. September 2010 um 12:03  |  223

Was ich mich frage: Kann man mit Friend anders spielen als bisher ? Mit Raffa würde ja ein Spieler ins Spiel kommen, der eher einen (tödlichen) Pass spielt („…Abwehr filetiert…“). Kann Friend damit überhaupt was anfangen ???
Ansonsten kann man gegen defensive Bielefelder (ein Stürmer) mit einer dreier Abwehr spielen ! Haben wir Friedhelm F. letztes Jahr nicht vorgeworfen zu defensiv zu spielen ?


dstolpe
11. September 2010 um 18:20  |  224

@LL
Ob man mit Friend anders spielen kann als bisher? Von meiner Seite dazu ein klares: Nein! Friend ist ein großer, kantiger Strafraumstürmer, der so ist wie er ist. Mag er auch – wie Dan es sieht – der ideale Sturmpartner für Domo sein, so würde zum Beispiel zu Raffa ein schneller, trickreicher Stürmer wie Djuricin besser passen.

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