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(ub) – Mehr als 40.000 Fans werden am heutigen Sonntag im Olympiastadion erwartet, wenn Hertha BSC Arminia Bielefeld empfängt. Dass der Klub überhaupt die Lizenz bekommen hat, hat er unter anderem dem freundlichen Entgegenkommen der Stadion-Betreibergesellschaft und des Senats zu verdanken. Wie der Kollege Joachim Fahrun in der Sonntagsausgabe der Morgenpost darlegt, zahlt Hertha für diese Zweitliga- Saison keine Miete im Olympiastadion.

Vereinbart waren im Unterhaus 17 Heimspiele für je 150.000 Euro Miete, also insgesamt 2,55  Millionen. In einer Sitzung im Mai, als Hertha noch um die Lizenz kämpfte, wurde dem Klub eine „Zahlungs-/Stundungsvereinbarung“ eingeräumt. Demnach zahlt Hertha die Summe (zuzüglich fünf Prozent Zinsen) erst später. Eine weitere Million, aus der  Bundesliga-Saison 2009/10, trägt Hertha ebenfalls später ab.  Insgesamt stundet der Senat also 3,5 Millionen Euro. Eine Summe, die Hertha sehr, sehr willkommen ist. Mutmaßlich ist sie in die Verstärkung der Mannschaft investiert worden.

Herthas Finanzchef Ingo Schiller hat der Morgenpost die Stundung der Mietzahlungen bestätigt, wollte aber zu vertraglichen Details keine Stellung nehmen.

Wie ist das dem 1. FC Union zu erklären?

Meine Frage an euch: Ist das in Ordnung, dass der Senat Hertha so unterstützt? Immerhin steht der Senat für das Land Berlin. Das sind wir, die Steuerzahler. Ist es mein Interesse als Steuerzahler,  dass einem Verein Geld gestundet wird? Wie ist das Liga-Rivale 1. FC Union zu erklären?

Oder sollte es nicht wie im normalen Geschäftsleben sein: Wer Profifußball betreiben will, muss sich den auch leisten können. Inklusive der Miete für den Sportplatz.  Wie sagt es RTL-Schulden-Berater Peter Zwegat seinen Klienten immer: „Zuerst die Miete bezahlen.“

Oder ist es im Interesse des Landes Berlin, alles zu tun, um Hertha zu helfen. Schließlich gibt es gegenüber der Zweitliga-Miete von 150.000 Euro in der Bundesliga pro Spiel 182.000 Euro – und bei mehr als 50.000 Zuschauern einen Aufschlag von weiteren 75.000 Euro.

Was sagt ihr?


40
Kommentare

11. September 2010 um 20:10  |  225

Es steht doch klar im Interesse der Stadt, wenn ein Verein wieder in der höchsten deutschen Liga ist. Das bringt Prestige und natürlich auch Besucher von außen in die Stadt. Auch muss Berlin an einer gesunden Hertha interessiert sein, kein anderer Verein vermag doch das Olympiastadion so zu füllen und ohne Auslastung des Stadions entstehen ja weitere Kosten.


Andreas
11. September 2010 um 21:02  |  226

„Wie ist das Liga-Rivale 1. FC Union zu erklären?“

Einfach mal im eigenen Archiv suchen, da muss dann nichts erklärt werden:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article180238/Neue_Alte_Foersterei_fuer_17_Millionen_Euro.html


08-15
11. September 2010 um 21:52  |  227

@Andreas: Ja, na alles klar – in dem Link steht nun wirklich alles drin, was man braucht, um obige Frage bzgl. Union zu beantworten. Super, Danke!

Aber vermutlich ist es auch vielmehr die generelle Frage: Wie weit geht man mit solcher Unterstützung und wo zieht man die Grenzen? Denke, da ist Einzelfallabwägung angesagt. Es gibt eben Fälle, da ist es sportpolitisch vertretbar und nachvollziehbar und andere, wo es das nicht ist. Wenn man’s den Steuerzahlern aber auch offen kommuniziert, verstehen das die meisten schon auch (es sei denn, sie sind auf diesem einen Auge blind bzw. wollen es sein).


unionkicker
11. September 2010 um 22:41  |  228

Da sieht man den Unterschied in einer Stadt, die schon 20 Jahre „vereint“ ist. Mann erinnere sich nur an das Thema Union und die Übertragung des Nutzungsvertrages der Alten Försterei, im Gespräch mit dem Senat ( Herr Körting).
Jetzt hat UNION wenigsten ein eigenes, selbst modernisiertes Stadion!
Nur so kann Hertha sich teure Spieler leisten, um eventuell einen Aufstieg zu erreichen.
U.N.V.E.U.


Dan
12. September 2010 um 3:26  |  229

Als Herthaner mit blauweisser Brille ist das schwer zu beurteilen. Für einen bestimmten Unioner-Kreis ist es ein gefundenes Fressen, wieder auf ihrer Opferrolle hinzuweisen.

Aber ohne Berliner Steuergelder und einem Entgegenkommen des Senats könnten die Unioner wohl kaum auf ein eigenes Stadion stolz sein.

Als Berliner sehe ich es als eine „Schweinerei“, dass Hertha BSC sich wahrscheinlich in der Winterpause die drei Spieler leistete statt die Miete zuzahlen und auch die begonnene Saison mit diesem Vorteil hineinstartet.

Betriebswirtschaftlich sehen wir ja täglich wie die Regierung Steuergelder in Unternehmen steckt um sie zu retten. Berlin wiederum nützt eine Hertha die im Amateurstadion in der dritten Liga spielt nichts. Man bleibt auf den Instandkosten komplett sitzen.

Als Herthaner sehe ich das ebenfalls mit gemischten Gefühlen, einerseits ist diese Stundung eine kreative Idee flüssig zu bleiben, anderseits muss man wohl täglich eine Kerze anzünden, dass der Aufstieg gelingt. Ich möchte die „kleinen“ Brötchen die man nach einem Nichtaufstieg bäckt nicht sehen.
Frei nach Wilhelm Busch: „Weh wenn ich an das Ende sehe.“


12. September 2010 um 10:47  |  230

[…] seit 60 Jahren wieder im Kampf um Punkte aufeinander. Auf den Punkt gebracht wird das Vorgehen im verlagseigenen Hertha-Blog, wo plakativ die Frage gestellt wird: Wie ist das dem 1. FC Union Berlin zu […]


hurdiegerdie
12. September 2010 um 12:03  |  231

Tja, die Welt ist ungerecht. So kann man Berichte über den einen Verein unverschlüsselt lesen, jene über den anderen eben nicht.

Prinzipiell ungerecht, hängt wohl aber ebenso mit „Marktgesetzen“ zusammen, wie Kosten/Nutzenerwägungen der Stadt Berlin im Hinblick auf Stadionmieten.


FRANK
12. September 2010 um 23:06  |  235

Das sind ja die gleichen Machenschaften wie zwischen der Stadt Gelsenkirchen und dem FC Schalke 04. Wenn ein Verein wirtschaftlich nicht mithalten kann muß er die Konsequenzen ziehen, heißt Spielerverkäufe und kleinere Brötchen backen, so einfach ist das.
Eigentlich ein Schlag ins Gesicht für alle renovierungsbedürftigen Sportanlagen im Breiten- und Schulsport der Stadt.
Werden die Gehälter der Spieler auch gestundet?


13. September 2010 um 9:49  |  241

@frank Nein, es sind nicht die gleichen „Machenschaften“ wie bei Schalke. Das Land Berlin versucht Schaden von seiner Betreibergesellschaft abzuwenden und sieht das Geld lieber später als nie.
Was die Spielergehälter betrifft, bin ich mir da nicht so sicher. Aber die Gehälter der Mitarbeiter betrifft das schon. Die wurden gekürzt und werden im Aufstiegsfall nachgezahlt.


ubremer
ubremer
13. September 2010 um 10:09  |  243

@FRANK,

ich bin bei dem Thema mehr bei @Sebastian: Der FC Schalke hat von der Stadt Gelsenkirchen im vergangenen November 25 Millionen Euro erhalten. Zum einen hat die stadteigenen GEW für 15 Millionen Anteil an der Stadiongesellschaft gekauft. Zudem hat Schalke ein Darlehen über 10 Millionen erhalten.
Das ist ein anderer Schnack, als mit der Olympiastadion-Betreibergesellschaft auszuhandeln, dass die Miete von 2,55 Millionen für die jetzt laufende Saison gestundet (und verzinst zurückgezahlt) wird. Auch sind die Größenordnungen der Klubs nicht zu vergleichen: Hertha hat, was betrüblich genug ist, Schulden von 36 Millionen – Schalke aber von 250 Millionen!
Trotzdem bleibt von außen der Eindruck bei Hertha: Ein gesunder Verein hat es nicht nötig, immer wieder die Zahlung von Rechnungen so weit in die Zukunft zu verlegen.


LLcoolandi
13. September 2010 um 12:24  |  245

…betrüblich ist dabei auch, das Micha P. meinte er „müsse“ Ramos nicht mehr verkaufen weil der Etat steht.
Nunja, so gut er nun auch spielt, mit ca. 6-8 Mio. aus seinem Verkauf hätte man sich das abstottern/stunden sparen können und somit weiter Schulden abbauen können.
Fraglich ist aber, ob man dann im Falle eines Aufstiegs genau das dann wieder investieren müsste – Zwickmühle. Hoffe/bete/glaube das es aber klappt mit dem Aufstieg !
HaHoHe

Die Kommentare der Unioner erinnern mich dsbzgl. an jemanden, der vergessen hat seinen „Begrüßungshunni“ abzuholen 😉


Tabson
13. September 2010 um 12:37  |  246

Schon bemerkenswert, wie sehr die Verantwortlichen von Union immer und immer wieder auf Hertha fixiert sind.
Wollen die von ihren eigenen (nicht gerade unerheblichen) Problemen lediglich ablenken oder gehört das gar zur Pflege ihrer programmatischen, immerwährenden, kultgewordenen Opferrolle?
Ich interpretiere diese merkwürdige Stellungnahme als versteckte Endschuldigung für missglückte Verhandlungen des Managements beim Senat. Denn der ein oder andere Fan wird fragen stellen, wie es denn sein kann, dass die Anhängerschaft in ihrer Freizeit ein Stadion modernisiert, während deren Führung ihre Hausaufgaben nicht macht? Ach ja, wird ihnen gesagt, wir sind mal wieder Opfer der Obrigen! Na, dann is ja doch allet jut in Köpenick!

Man, das habt Ihr doch nicht nötig…


Steffen
13. September 2010 um 12:59  |  247

Bei Hertha steckt soviel Kohle drin, da müssen sie das selbst stemmen können. Ansonsten verzerrt das den Wettbewerb.
Wer kein Geld hat, muss Spieler verkaufen, das ist selbst beim Fussbalmanager am PC so. Wer seinen Miete nicht zahlt, fliegt raus!
Was sagt der dazu, der von einem Lizenzentzug bei Hertha profitiert hätte?
Was ist, wenn Hertha den Aufstieg nicht packt? Geht es dann steil bergab?


xXx
13. September 2010 um 15:05  |  248

„Wer seinen Miete nicht zahlt, fliegt raus!“

So einfach ist das eben nicht. Berlin ist auf einen 1. Ligisten Hertha BSC als Hauptmieter des Olympiastadions zwingend angewiesen, dass es keinen anderen möglichen Mieter gibt. Da für das denkmalgeschützte sehr hohe Instandhaltungskosten entstehen, würde es die Stadt Berlin ein Vielfaches von der jetzt gestundeten Miete kosten. Man bietet Hertha BSC diese Stundung also nicht an, um ihr im Wettbewerb einen Vorteil zu verschaffen, sondern aus reinem Eigennutz, um die Stadt Berlin vor noch weitaus höheren finanziellem Schaden zu bewahren.

Deshalb kann ich so manche Unioner nicht verstehen, die Versuchen wollen hier zu Lasten der Steuerzahler, einen erschlichenen Wettbewerbsvorteil von Hertha BSC sehen zu wollen. Viel mehr versucht der Senat einem noch größeren finanziellen Schaden für die Steuerzahler entgegen zu wirken, den Berlin zweifelslos davon tragen würde, wenn man Hertha BSC als Hauptmieter des Olympiastadions verlieren würde.


StinkePunk
13. September 2010 um 15:08  |  249

Ich hätte das an der Stelle des Senats auch so gemacht. Niemandem (mal abgesehen von den schadenfreudigen Unioner) nützt ein Regionalligist Hertha, schließlich ist es Hertha zu verdanken, dass das Olympiastadion überhaupt ausgelastet wird. Und wenn Union einen Ramos in ihren eigenen Reihen hätte, dann würd ich gern mal sehen ob die den für 3 Mio verscherbeln würden.


Berliner
13. September 2010 um 15:44  |  250

Wer vom Senat ein Grundstück plus 3,2 Millionen Euro geschenkt bekommen hat, sitzt im Glashaus. Dass Union-Präsident Zingler nun mit Steinen schmeißt, ist ein Ablenkungsmanöver für die sportliche Krise. Zumal ja noch ein kleiner Unterschied besteht: Union bekam ein Steuergeschenk, während Hertha lediglich ein Darlehen erhält, das verzinst zurückgezahlt wird. Ich finde es schade, dass die Stimmung zwischen den einst verbrüderten Vereinen und Anhängern so vergiftet ist. Aber einer der Giftköche ist leider Unions Zingler, der sich offenbar in einer falschen Opferrolle gefällt. Mich erinnert das an ein kleines Kind unter dem Weihnachtsbaum, das sich darüber beschwert, dass die Eltern ihm „nur“ einen Computer schenken, während sein Bruder Papis Laptop mitbenutzen darf. Zingler ist aber kein Kind mehr. Dafür darf man sich fragen, wessen Geistes Kind er ist.


13. September 2010 um 16:36  |  251

@berliner Ich beteilige mich ungern an solchen Diskussionen, denn ich sehe Hertha gerne im Olympiastadion und Union in der Alten Försterei. Und wenn Hertha alles auf den Aufstieg setzt, dann finde ich das in Ordnung.
Aber mich würde schon interessieren, woher die Behauptung kommt, Union hätte das Stadiongrundstück geschenkt bekommen? Ich persönlich fände das toll, wenn das so wäre. Und auch über die finanziellen Zuwendungen zum Stadionbau würde ich gerne wissen, woher die Behauptung kommt, man hätte 3,2 Mio € geschenkt bekommen.
Insgesamt ist diese Aufregung einfach künstlich. Etwas mehr Informationen besorgen, bevor man mit dem Finger woanders hinzeigt, wäre angebracht.


Dan
13. September 2010 um 16:42  |  252

Anderseits liebe Leute klagt der Herr Zingler nicht Hertha an, sondern den Senat. Unterschwellig bleibt da aber natürlich auch was an Hertha stecken.

Was anderes würde mich, da auch noch interessieren. Findet ihr es nicht auch recht schön, dass die MoPo das just in der Woche enthüllt in der das Derby stattfindet? Nicht das das Derby einschließlich Kartenknappheit schon genug Zündstoff ist. Nein da gießt man noch ein wenig Öl rein. Oder glaubt jemand das der Zeitpunkt Zufall ist?

Auf alle Fälle ein cleverer Schachzug der MoPo.

Subventions-Hertha und ein Unioner der perfekt alle Klischees bedient.

Das kleine gallische Dorf (Köpenick) muss sich gegen einfallende Römer (Wessi’s) behaupten.

Cu all
Dan


Daniel
13. September 2010 um 16:47  |  253

Ich kann nur zu der ganzen Sache sagen das da keiner das Geld verdient hat bei dem Verein. Hertha hier, Hertha da die sollen das Geld lieber da investieren wo es angebracht ist, nämlich in Schulen und Kindertagesstätten. Das wäre wichtig, und nicht Hertha.


13. September 2010 um 17:49  |  254

Der Oberförster sollte mal nicht zu laut rumheulen, Union ist genug Zucker in Form von Steuergeldern in den Arsch geblasen worden.

Ich persönlich hätte ja kein Problem damit, wenn beide Vereine möglichst tief absteigen würden (am besten in die Auflösung), das würde dem berliner Fußball mittelfristig sicher sehr nützen. Aber da hoffe ich wohl vergebens.


Knut
13. September 2010 um 18:03  |  255

Ick weeß nich, es ist Derby Zeit. Vor ein paar Monaten hofften etliche Unioner, dass Hertha absteigt. Damit es zum Derby kommt. Ein eigener Aufstieg, um das Derby in der 1. Liga zu begehen, war ja nicht drin. Dann träumten etliche Unioner incl. Mattuschka noch vor ein paar Wochen vor Hertha zu stehen und jetzt hat Union ganz ohne zutun eines BFCs, Tennis Borussias oder Hertha BSC die eigene Karre gehörig in den Mist gefahren. Neuhaus verliert an Autorität, die Transferpolitik geht nicht auf und sooo kultig finden die Berliner diese Köpenicker Mogelpackung auch nicht und schwupps ist man bereits nach Spieltag 3 schon 8 Punkte und etliche Sympathiepunkte hinter dem lokalen Rivalen. Ist doch klar, da liegen die Nerven blank und Union reagiert so, wie sie es immer schon gemacht haben, keine Fehlersuche in den eigenen Reihen, sondern eben stets die Suche nach dem Schuldigen von Außen. Dem Maulwurf, dem Ex Stasi, dem Verräter, Geheim-Logen, Mafia etc.pp Jetzt ist es die Verschwörung aus Senat und Politik. Wobei die LINKE von Zingler, mal eben zur West Berliner Partei erklärt wird. Irgendwann ist Union in der 4. Liga. Gnade dem, der dann dafür als schuldig auserkoren wird. Das Hertha BSC kein eigenes Stadion hat, ist diesmal Herthas Glück. Denn fällt Hertha BSC als Mieter weg, kann die Stadion GmbH einpacken. Es ist also reiner Eigennutz des Landes, Hertha zu helfen. Die Unioner vergessen dabei die 600000 € die sie vom Senat für die Rasenheizung in der AF erhalten haben, vergessen auch der günstige Erbbaupachtvertrag, vergessen auch die Stundung der Pachtzahlungen. Zingler sagt zwar, dass die Pachtzahlungen nicht dem Verein sondern der Stadiongesellschaft gestundet wurden, das wäre ein großer Unterschied. Diese Gesellschaft gehört aber zu 100 % Union. Wenn dem nicht so ist, hätte Union ja kein eigenes Stadion und die Köpenicker lügen sich hier auch noch in die eigene Tasche aber das hat Zingler sicher nicht so gemeint. Union weiß schon jetzt, Dank eines jahrzehntelangen angetrainierten Feingespürs für Katastrophen, das die gesamte Saison vor die Hunde geht, wenn das Derby zu Hause verloren wird. Folgerichtig sind die Dreckattacken Zinglers und ich höre schon jetzt Herrn Arbeit im Stadion, wie er zusätzlich Öl ins Feuer gibt. Aba wie jesacht, es ist Derby Zeit.


günni
13. September 2010 um 18:06  |  256

Hertha ist die Nummer eins in Berlin.


13. September 2010 um 18:41  |  257

@knut Die Stadionbetriebsgesellschaft gehört tatsächlich nicht zu 100% dem Verein. Meines Wissens hält der Verein daran ca. 60%.

Und so einfach ist das mit der Olympiastadion GmbH auch nicht. Da war Hertha auch Gesellschafter gewesen und wurde entlassen, als die Gesellschaft defizitär wurde.

Einfache Wahrheiten sind prima. Aber vielleicht zu einfach.


Knut
13. September 2010 um 19:32  |  258

Na 60 % sind doch genug. Union ist also Mehrheitsgesellschafter und Hertha ist NICHT Gesellschafter der Olympiastadion GmbH, wo ist Ihr Problem? … und einfach ist die von mir dar gestellte Köpenicker Profilneurose nun wirklich nicht. leider.


ubremer
ubremer
13. September 2010 um 19:36  |  259

@Sebastian,
die Frage mit der Betreibergesellschaft im Olympiastadion ist ein Weg, der jetzt weit weg vom Thema führt. Hertha, der Senat und die Walter-Bau waren von 2000 an die drei Gesellschafter in der ursprünglichen Olympiastadion-Betreibergesellschaft. (OS-BG) Durch die Insolvenz von Walter-Bau ergab sich die kuriose Situation, dass Hertha mehr Anteile in der OS-BG hatte als der Senat, der gleichzeitig Inhaber des Stadion ist.
Also ist 2006 die Vertragskonstellation aufgelöst worden, seither ist Hertha nur noch Mieter im Olympiastadion.
Damals wurden die bekannten Konditionen ausgehandelt, die in jenem Mietvertrag für Hertha günstiger sind als in der vorangegangenen Konstellation. Um auf die günstigere Miete für die Bundesliga zu reagieren, ist der damalige Manager Dieter Hoeneß dem Senat insofern entgegen gekommen, als er einer Erhöhung der Miete für den Fall Zweiter Liga zugestimmt hat (in der Annahme, dass der nicht eintreten würde).

P.S. Wer wissen möchte, wie die Verhältnisse in der Betreibergesellschaft bei Union sind: http://www.ebundesanzeiger.de
Dort den Namen „An der Alten Försterei Stadionbetriebsgesellschaft mbH & Co. KG“ eingeben und dann mal aufmerksam studieren.


13. September 2010 um 20:28  |  260

[…] schlägt das Thema Hertha BSC und die gestundeten Mietzahlungen für das Olympiastadion sowie die Kritik von Union-Präsident Dirk Zingler weiter Wellen. Aktuell hat Thomas Härtel, […]


dc
13. September 2010 um 22:47  |  263

Der Herr Zingler . . . so viel Neid und Missgunst, ohne die Fakten richtig darzulegen und eigene erhaltene Vorteile natürlich nicht zu erwähnen, ist einfach nur ätzend.

Hertha muss… Muss… MUSS das kommende Derby gewinnen. Komme was wolle. Am besten mit mindestens 2 Toren von Ramos und auch 2 von Friend (den hätte man ja nach Unioner Logik auch nicht kaufen können/dürfen/sollee).

Dann hat der Waldschrat zwar eine schöne Ausrede, aber dann ist endlich „Maul halten“ angesagt. Hertha steigt wahrscheinlich auf, und Union wenn sie Pech ab. So ist die Realität.

ps: Union darf gerne Zweitligist bleiben.


pante
13. September 2010 um 23:29  |  265

meine herren (in rot-weiss und blau-weiss): profifußball bedeutet noch immer, er sollte von profis betrieben werden. bedeutet auch, wer mit dem ballspiel geld verdienen will, muss den ball schon selber elegant und effizient bewegen. und wer das nicht kann, steigt ab oder geht pleite. steuergeld muss nicht in großklubs fließen, spielen können kids auch in den kiezen. deshalb: union und hertha – sagt beide dank dem senat! und spielt ein nettes derby!


backstreets29
14. September 2010 um 7:25  |  268

Also wenn man die Debatte verfolgt, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln, wenn man als eingermassen normal begabter Mitteleuropäer die Aussagen von Zingler/Beeck liest. Ich versteh die ganze Aufregung nicht. Hertha bezahlt die Stadionmiete, NEBST Zinsen. Da wird nix geschenkt oder unter den Tisch fallen gelassen oder sonstwas. Und sich darüber aufzuregen dass der Senat Hertha entgegenkommt, müsste insbesondere für Zingler tabu sein. 3 Punkte am Freitag für uns (HERTHA) und dann muss einfach mal Ruhe sein.


Berliner
14. September 2010 um 8:59  |  270

Hui… man man man

Also zu der ganzen Diskusion hier, ich als Herthamitglid und Berliner Steuerzahler kann nur noch lachen!!

Wir reden hier über eine Stundung von 3,5 mio. Und wie wir alle wissen, das das Geld bezahlt werden muss!! Also gibt es nichts geschenkt. Egal ob Hertha, Union oder der kleine Fußballverein neben an, alle kommen in den Genuss von Steuergeldern aus dem Berliner Haushalt. Da werden z.B. neue Kunstrasenplätze gebaut, oder eben Hertha die Miete gestundet. Leute ich verstehe euch nicht! Egal wann man die Zeitung aufschlägt, so liest man doch das hier und da mal wieder sinnloses „Geld aus dem Fenster werfen“ seitens des Senates betrieben wird. Und wie eingangs schon erwähnt, Hertha BSC hat ein Darlehen bekommen!!!!

Um das Abzuschließen, im Profifußballgeschäft hat hier keiner den Durchblick von uns. Da werden Verträge mit der Stadt, Sponsoren, Spielern, DFL, ect. geschlossen. Was die Vertäge beinhalten wissen wir ALLE nicht. Also klappe zu und am 17.09.2010 um 18:00 Uhr wird endlich einfach nur Fußball gespielt! Möge der bessere gewinnen. So einfach ist das!

Alles im allen finde ich es sehr schade das Fußball heutzutage nicht mehr nur noch Fußball ist.

Ach ja ich bin Ossi ( !!! ) und als solcher auch noch Hertha Fan und Mitglied.
HA HO HE


FRANK
14. September 2010 um 9:53  |  271

Ich gehe zu meiner Wohnungsbaugesellschaft und sage denen:
Ich lebe auf sehr,sehr hohem Niveau und brauche mein Geld für meinen Luxus. Stundet mir mal meine Miete damit ich weiter über meine Verhältnisse leben kann.
Was werden die Damen und Herren mir wohl erzählen?


Psylon
14. September 2010 um 10:17  |  272

Unions Verantwortliche und auch die Union-Fans haben eine Profilneurose. Das hat man zur Einweihung der Alten Försterei gesehen, wo Ansehen und Fans v. Hertha durch Union in den Schmutz gezogen worden sind. Warum lädt man Nachbarn ein, wenn sie einen Dolch zwischen die Rippen bekommen sollen. Ich halte das wie die 50000 Fans am Sonntag-Spiel; Sch..Union,Sch…Union –Hertha BSC


Psylon
14. September 2010 um 10:19  |  274

Die großzügigen Steuergeschenke für Union hat dieser Ost-Bezirksverein, welcher den Namen Berlin nicht verdient, vergessen. Genauso wie die Eisbären wird Union nie ein Gesamt-Berliner sondern ein Spalter-Verein sein.


Winne
14. September 2010 um 10:33  |  276

@ Frank Die Wohnungsbaugesellschaft wird abwägen, ob es einen Nutzen für sie gibt. Sind sie Großmieter, d.h. sie haben beispielsweise 50% der Bestände angemietet, wird die Bereitschaft eher groß sein, dem Hauptkunden zu helfen. Sind sie hingegen ein kleiner Einzelmieter eher nicht. Ihr Beitrag ist nicht nur populistisch, sondern zielt auch ins Leere.


LLcoolandi
14. September 2010 um 10:38  |  277

@Frank:
Nach der Ost/West-Logik vieler Kommentatoren (und von Unioner-Seite) kommt es darauf an wo Du wohnst. Im Westen bekommst Du die Miete gestundet und die achso armen Ossis werden aus der Wohnung geschmissen !
Das ist doch die Opfer-Logik aus’m Osten…
Aber evtl. klappt es mit dem „Lesen“ – Hertha hat Miete GESTUNDET bekommen, nicht erlassen ! Auch hat Hertha kein Grundstück für ’nen Euro bekommen…achso…dat war ja Union. Union sollte das vorletzte Derby trotz Niederlage geniessen, erst in Liga 4 gibt es wieder ein Treffen – gegen Hertha’s U23. Bleibt auch weiterhin piefig in Köpenick, stellt euch als die ewigen Opfer dar (schon wieder die SED-Nachfolger – Die Linke – die euch was Schlechtes will) und meckert weiter anstatt mal aus dieser Ecke rauszukommen.


14. September 2010 um 12:20  |  278

@ubremer Was mich irgendwie darin bestätigt, dass die Stadiondiskussion sich zwar hervorragend eignen, um sich gegenseitig etwas Sand zuzwerfen, bevor es losgeht. Aber ein richtiges Thema ist es auch nicht. Dafür ist es zu unfertig. Union fehlt die Haupttribüne (15-20 Mio €) und Hertha erfreut sich zwar momentan an euphorisierten Zuschauern im Olympiastadion, leidet aber ansonsten selbst darunter, dass die Miete und die Kapazität des Stadions zu hoch sind.


Seppel
14. September 2010 um 15:44  |  282

Wer ist Union?
Kann man sich Inter Mailand als Gegner auf einem Platz mitten im Wald vorstellen? Ich meine – nein!!! Also alle Kohle zu Hertha.


14. September 2010 um 20:22  |  299

[…] also das Derby gegen Union. Hysterie hier und Hysterie dort – naja, nicht direkt Hysterie, eher Fragezeichen. Das ganze jedenfalls nur deshalb, weil […]


kiti
15. September 2010 um 13:35  |  308

Es ist schon traurig mit anzusehen wie sich einige Gebärden. Da zündeln schon wieder ein Haufen Leute an einer Schnur und wenn es dann irgendwann hoch geht, dann will es wieder niemand gewesen sein.
Als Begründung dienen: Die haben einen größeren Lutscher als wir! Na und ihr habt dafür einen bunteren Lutscher! Ach und eure Fans sind Scheiße, da waren letztens 200… bla bla deswegen Scheiß Union. Na und von euch waren im Jahre ano dutt da und haben bla bli blubb…
Es ist alles so billig.


mArk78
15. September 2010 um 15:40  |  319

@LLcoolandi

Das Stadion durfte gar nicht für einen Euro verschenkt werden, da hatte die EU was dagegen…
Aber trotzdem finde ich die ganze Diskussion traurig, wenn man bedenkt, dass den Unionern ebenfalls der Pachtzins für das Stadion AF bis 2013 gestundet wurde. War das die Summe für das Gehalt von Santi Kolk, Herr Zingler!?

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