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(sto) – Es kribbelt. Als ich Mittwochmittag mit diesem Eintrag beginne, sind es noch knapp 50 Stunden bis zum Derby. Mag es auch noch immer ein Spiel (fast) ohne Vergangenheit sein, so ist es spätestens jetzt ein Spiel mit Vorgeschichte – und für die haben die Freunde aus Köpenick gesorgt.

Als Konsequenz aus der vom Senat beschlossenen Stundung der Stadionmiete „die Ost-West-Nummer zu spielen, ist das Letzte von Union“ – so hat Axel Kruse es heute in BILD zum Ausdruck gebracht, und dafür hat er meine volle Zustimmung. Die diesbezüglichen Aussagen des Präsidenten Zingler sind populistisch, die Verschwörungstheorien von Manager Beeck albern hoch drei.

Aber richten wir den Blick auf den Sport und Hertha. Nachdem er aus verschiedenen Gründen einige Spiele lang um ein paar Personalfragen herumschlawinern konnte, wird Markus Babbel Freitag die Karten auf den Tisch legen müssen: Welchen Stellenwert hat für ihn Raffael.

Ist er bei voller Fitness und Gesundheit klar gesetzt? Oder droht ihm selbst dann noch die Bank?

Rückblick: Gegen Oberhausen und auch in Düsseldorf kam Hertha ohne bzw. mit einem nur eingewechselten Raffael im 4-2-3-1-System zu drei Punkten. Mit zwei defensiven und drei offensiven Mittelfeldspielern hinter dem Stoßstürmer also.

Gegen Bielefeld wurde daraus ein sehr offensives 4-1-4-1 – mit nur einem „Sechser“, dafür Raffael neben Domovchiyski. Aber ist das auch ein für Auswärtsspiele taugliches System? Gerade für eine solch‘ prestigeträchtige und gewiss hart umkämpfte Partie wie die in der „Alten Försterei“? Ist der eher spielerisch-kreativ veranlagte Raffael für die Anforderungen einer vermutlich sehr körperbetonten Begegnung geeignet?

Diese und noch viel mehr Fragen werden Babbel durch den Kopf gehen, er wird Antworten darauf finden müssen. Was meint ihr?

Die perfekte Taktik für's Derby ist...

  • 4-1-4-1 - wie gegen Bielefeld: Auf sie mit Gebrüll! (51%, 90 Stimmen)
  • 4-2-3-1 - mit Perdedaj UND Raffa/Domo, dafür ohne Ruka (34%, 60 Stimmen)
  • 4-2-3-1 - also wieder mit Perdedaj, dafür ohne Raffa oder Domo (15%, 26 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 175

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Kommentare

snbsc
15. September 2010 um 13:51  |  310

Ruka sollte man nicht rauslassen. Seine Schnelligkeit könnte gegen die nicht besonders schnellen Unioner von Vorteil sein. Raffa soll 60 min alles geben. Anschließend macht Domo den Sack zu!


15. September 2010 um 13:55  |  311

„Auf sie mit Gebrüll!“, gefällt mir gut 😀

Ich würde Raffa auf jeden Fall mit rein nehmen. Natürlich ist die Gefahr das er in einem sicher hart geführten Derby früher oder später genervt aufgibt. Auf der anderen Seite kann gerade er mit einer Aktion ein ganzes Spiel entscheiden und (siehe gestern) könnte genau das in diesem Spiel der Knackpunkt sein.


Mineiro
15. September 2010 um 14:08  |  313

Ich denke, man wird – wie schon in der Schlussphase des Bielefeldspiels – zur 4-2-3-1 Formation zurückkehren. Die Abwehrkette, die zwei Sechser sowie Friend als Stürmer scheinen gesetzt, offen ist allein die Besetzung der drei Offensivpositionen im Mittelfeld.

Hier vermute ich, dass wir in den kommenden drei Spielen (die ja innerhalb von 8 Tagen steigen) erstmals erleben werden, dass Babbel das Rotationsprinzip anwenden wird. Den Spielern wird er das vorher gut erklären und die Startformation für das Derby auf Basis der letzten Trainingseindrücke benennen.

Vielleicht erhält sogar Ramos eine Pause bzw. kommt von der Bank aus, um ihn aus der durch die Zingler-Äußerungen zu erwartenden Schusslinie der Unionfans zu nehmen.

Für ihn könnte man links Ronny, Schulz oder eben Domo bringen. Ruka wird ja regelmäßig nach 60 Minuten ausgewechselt, so dass Ramos in der letzten halben Stunde den müden Unionern noch mehr davonlaufen könnte als sonst schon.


westend
15. September 2010 um 14:13  |  314

Never-change-a-„kicking-a**“-team!

4-1-4-1 wie gegen Arminia, weil ich davon ausgehe, dass Union hinten dicht machen will und sicher nicht das Spiel machen wird. Daneben: Das Mittelfeld hat gegen Arminia insgesamt sehr gut nach hinten gearbeitet. Da ist es egal, ob wir auf dem Papier mit einer oder mit zwei Sechsern spielen.


Sven H.
15. September 2010 um 14:18  |  315

Der Schlachtruf sollte so oder so als Marschroute gelten.

Ich persönlich fand das 4-1-4-1 gegen schwache Bielefelde genau richtig. So einfach werden es uns die „Eiseren“ Jungs nicht machen. Also ruhig wieder zu dem immer noch offensiven 4-2-3-1 mit Raffael in der Mitte und Ramos und Ruka auf den Aussenbahnen.

Nichts gegen Domo. Der Junge ist stark, aber ihm fehlt die Kreativität eines Raffael’s. Als Joker ist der Junge alle Mal gut. Ihn für Ruka rein zu bringen wäre meiner Meinung nach fatal. Ruka dürfte mit Abstand der schnellste Flügelflitzer in der 2. Liga sein. Den brauchen wir einfach.

Mein Tipp: Ein dramatisches 3:2 für Hertha!


norberto
15. September 2010 um 15:13  |  317

Ich wäre zunächst auch für ein verhaltenes
4-2-3-1 und eine abwartende Haltung.

Aber @Mineiro:

Dann hätte Herr Oberförster Zingler ja alles erreicht, was er wollte.


Mucki Blaubär
15. September 2010 um 15:20  |  318

Union muss gegen Hertha angreifen – im eigenen Stadion den schelchten Saisonstart vergessen machen.
Aus einer stabilen Abwehr heraus sollte Hertha schnelle Konter mit schönen Toren abschließen.


Mineiro
15. September 2010 um 17:19  |  320

@norberto:

wenn ronny zwei Freistöße reinhaut und dann Ramos eingewechselt wird und selbst noch 1-2 mal trifft, dann nicht 😉


DEF
15. September 2010 um 17:31  |  321

ick verstehe immer noch nicht, warum man Raffa als Klischee-Brasi abstempelt?
Der kämpft, grätscht, frisst Gras und rennt…
wenn er fitt ist, muss er spielen. Ohne Wenn und Aber.
Das ist der Spieler, der in der Zweeten den Unterschied macht.


hurdiegerdie
15. September 2010 um 17:40  |  322

Mir fehlt ohne Raffa jemand, der das Spiel durchs Mittelfeld tragen kann – ohne ihn gibt es wieder das hoch-auf-Friend-und-die Ableger-kriegt-keiner-Spielsystem. Hertha muss Dominanz lernen, also:
Mit 4-1-4-1 anfangen, bei 2:0 dann für Friend einen mitspielfähigen, technisch versierten und konterstarken Stürmer (Djuricin) reinbringen und langsam über 3:0 auf das 4:0 Endergebnis hinarbeiten.


herthafreund
15. September 2010 um 18:38  |  323

ich glaube, dass es gar nicht entscheidend ist, ob raffael nun dabei ist oder nicht. bei den förstern wird das wichtigste sein, dass kein herthaner denkt, wir reisen doch hier als tabellendritter an. und dass alle von beginn an bereit sind zurückzubeißen. denn was wird wohl union mit seinen beschränkten spielerischen mitteln direkt nach dem anpfiff versuchen? richtig: hertha den schneid abzukaufen. das darf nicht passieren. und deshalb würde ich eigentlich ungern auf den aussie verzichten.


akki
16. September 2010 um 6:12  |  327

Hey Leute!
Da wird mal wieder ein stinknormales fussballspiel hochstilisert! Typisch Boulevardpresse!
Unsere jungens werden die Antwort afm platz geben und union plattmachen! Und Niemals vergessen : Sch…. Union!


DEF
16. September 2010 um 10:27  |  328

Zitat:
Und Niemals vergessen : Sch…. Union!

sach ma… jibbet keenen Dynanmo-Blog?


Rodriguez
16. September 2010 um 10:29  |  329

Ramos rauszunehmen waere voellig falsch. damit wuerde man praktisch vor zinglers dummen Aeuserungen klein beigeben. Ich bin wieder fuers
4.1.4.1 system mit

aerts|Lell|Mijatovic|Hubnik|Kobi|Niemeyer|Ruka|Raffa|Domo|Ramos|Friend.

Ich tippe auf 3_0 fuer die Guten! Ramos, Raffael, Djuricin


Mosche
16. September 2010 um 12:06  |  330

Also ich bin für Variante 4-2-3-1-System mit Raffa und Domo. Die Unionen werden (über)motiviert anfangen. Hertha sollte ruhig, sicher dagegenhalten, die Zweikämpfe annehmen. Im Laufe des Spiels wird Klasse von Hertha sich durch setzen und am Ende souverän 3-0 gewinnen ( 2x Ramos ;-), 1x Frend)


16. September 2010 um 13:44  |  331

Gross Schärhorn…

Ich finde ihren Eintrag sehr informativ :)…


JimmyBerlin
16. September 2010 um 15:03  |  332

Letztendlich sollte sich Hertha in jeder dieser Aufstellungen durchsetzen. Wenn man aber über diese (für die 2. Liga) Ausnahmespieler wie Ramos und Raffa verfügt, sollte man die auch spielen lassen. Beide können das Spiel mit einer besonderen Aktion entscheiden. Raffa dürfte mit Ball schneller sein, als die meisten Unioner ohne Ball, sodass er oft nur per Foul zu stoppen sein dürfte, und Standarts können wir ja mittlerweile. Ist ein gutes Gefühl, so eine Kante wie Friend im Strafraum zu haben und unsere Innenverteidiger sind ja auch nicht gerade klein.
Hertha wird heiß sein, körperlich und technisch sind wir sowieso überlegen-3 Punkte, egal wie HAHOHE


Treat
16. September 2010 um 16:48  |  333

Ich denke auch, fatal wäre es, Ramos schützen zu wollen, indem man ihn draußen lässt. Damit erfüllt man Zinglers Wunsch und der hätte es geschafft auf diese polemische Weise, die Mannschaft zu schwächen bzw. die taktischen Möglichkeiten einzuschränken. Solchen Attacken darf man niemals nachgeben, es muss eine Jetzt erst Recht – Mentalität entstehen.
Gegen den Anfangssturm würde ich mit zwei 6ern beginnen, wenn Union sich dann eine halbe Stunde ausgetobt hat und sich zunehmend einigelt, würde ich zugunsten eines 4-1-4-1 umstellen und den Druck sukzessive erhöhen.
Mein Tipp ist ein knappes 2:1 für Hertha, obwohl ich mir einen höheren und klareren Sieg wünschen würde.

Gruß
Treat

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