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Berliner Morgenpost
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Mittwoch, 22.9.2010

Markus Babbel lernt Berlin kennen

(sto) – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Dieser Tage, die so untypisch für diese noch junge Saison sind, geht das Auslaufen nach dem einen Spiel gefühlt nahtlos in das Geheimtraining vor der folgenden Partie über. Und auch Markus Babbel kommt kaum hinterher, das vergangene Geschehen einzuordnen und beinahe gleichzeitig auf die nächste Aufgabe zu blicken.

Aber ist diese vergleichsweise hektische Freitag-Dienstag-Freitag-Sequenz mit dem Spiel in Cottbus erst einmal wieder vorüber, nutzt Hertha die Zeit für den Start einer nach dem Abstieg angekündigten „Hertha Hautnah“-Kieztour in der Stadt. Hertha BSC kommt zu seinen Fans in die Berliner Bezirke.

Den Auftakt macht der Mittwoch kommender Woche, dann trainiert der komplette Profikader nicht wie gewohnt auf dem Schenckendorffplatz, sondern fast am anderen Ende der Stadt -auf dem Sportplatz vom SV Sparta Lichtenberg 1911 in der Fischerstraße 22 im Bezirk Lichtenberg.

Solches Heranrücken an die Basis hatte Manager Michael Preetz Ende Mai bei der Mitgliederversammlung angekündigt, viel geschehen war in dieser Hinsicht seitdem aber nicht. „Aber wir hatten das Projekt nie aus den Augen verloren“, sagte Preetz nun. „Wir sind total überwältigt von der positiven Stimmung, in jedem Heimspiel erleben wir bisher fantastischen Zuspruch. Mit Hertha Hautnah in Berlin wollen wir etwas an unsere Fans zurückgeben, uns bei ihnen im Kiez, bei ihnen um die Ecke, nicht nur sportlich präsentieren, sondern vor allem mit ihnen ins Gespräch kommen und bewusst den direkten Kontakt zu ihnen suchen.“

Insgesamt sind bis zu fünf öffentliche Trainingseinheiten in Berliner Bezirken geplant – und für einen hat die Fahrt zum Start nach Lichtenberg einen zusätzlichen positiven Aspekt: Markus Babbel lernt so endlich einmal mehr von seiner neuen Heimat kennen als immer nur Hotel, Stadion und Trainingsgelände. „Das“, sagte er lachend auf meinen augenzwinkernden Einwurf hin, „ist eigentlich sogar der wahre Grund für die gesamte Aktion.“

Hertha geht in die Kieze - das ist...

  • der richtige Schritt hin zu mehr Volksnähe (87%, 176 Stimmen)
  • nur ein Strohfeuer, das rasch verpuffen wird (12%, 24 Stimmen)
  • mir egal, ich bin ohnehin Stammgast beim Training (1%, 2 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 202

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6
Kommentare

22. September 2010 um 22:19  |  398

Das ist unsere Hertha: der Klub der 100 Kieze, der Hauptstadtverein aus dem Hinterhof! Endlich weg mit der hohlen Playberlin-Schminke und dem ganzen Hochglanzkokolores. Hertha, altes Haus, wir lieben Dich auch so, mit Deinen ganzen Skandal-Runzeln und Abstiegs-Falten!!


Treat
22. September 2010 um 22:35  |  401

Feine Sache das, wenn Aktionen wie diese ausgebaut werden und auch der sportliche Erfolg noch eine Weile bei uns bleibt, dann gelingt unserer Hertha vielleicht in dieser „Reset-Saison“ ein entscheidender Schritt bei der Eroberung von GANZ Berlin!

Freuen würde es mich enorm!

Blauweiße Grüße
Treat


Datcheffe
23. September 2010 um 3:58  |  404

Das ist eine schöne Idee, die Hertha BSC auch neue Fans bringen wird. Bisher mußte man sich immer auf den Weg zu ihnen machen und hatte dann auch nicht oft dieGgelegenheit, sich mit dem Ein oder Anderen zu unterhalten. Das soll bei den Besuchen nun anders werden und das ist richtig cool, Eine Trainingeinheit und dann noch Zeit für Fans und noch Nichtfans, wie geil ist das denn!?
So macht man sich beliebt ihn seiner Stadt.
Thump Up!!!


23. September 2010 um 10:59  |  406

Danke + beste Grüße


JimmyBerlin
23. September 2010 um 16:01  |  407

Die Idee lenkt vom einzigen Ziel der Saison, dem Wiederaufstieg, ab. Das Training sollte regelmäßig am gewohnten Ort stattfinden, um konzentriert arbeiten zu können.


24. September 2010 um 12:43  |  419

@jimmy Das glaube ich nicht. Wenn es auf fünf Termine in der Saison reduziert ist, passt das schon. Jede Autogrammstunde in einem Kaufhaus ist meiner Meinung nach nervenaufreibender. Ein Fußballprofi wird schon damit zurecht kommen, auf einem x-beliebigen Platz zu trainieren.

Aber mal schauen, wie das nächste Woche wird. Wir werden uns das mal ansehen. Der Platz von Sparta Lichtenberg ist jedenfalls neuer als die Satellitenbilder von Google Maps. Wir sind gespannt.

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