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(sto) – Gestern hat der Kollege Uwe Bremer die Diskussion darüber angestoßen, wie viel Selbstbewusstsein Hertha auf dem Weg zurück in die Bundesliga haben darf, ohne deshalb gleich in aus der Vergangenheit leidlich bekannte Großmannssucht zu verfallen.

Zum einen habt ihr das Thema sehr ausgiebig und auch leidenschaftlich diskutiert. Ich fand aber auch, dass so viele erwähnenswerte Gedanken darunter waren, dass ich daran gerne anknüpfen würde – und Markus Babbel macht es mir in dem Fall auch leicht, indem er den Cottbus-Siegern bis Dienstagnachmittag freigegeben hat und es aktuell ohnehin wenig zu berichten gibt.

Um die Begrifflichkeiten ein wenig präziser zu definieren, möchte ich mit @sebastian beginnen: Einigen wir uns darauf, dass das Gerede vom „Durchmarsch“ tatsächlich Quatsch ist – was haltet ihr stattdessen von „Start-Ziel-Sieg“? Ich denke, das käme den Gegebenheiten am nächsten: Ein Favorit, der – um in der Sprache des Rennsports zu bleiben – von der Pole Position losfährt und nach den ersten paar Kurven nicht mehr von Platz eins zu verdrängen ist. Und die Niederlagen, die auf diesem Weg zum Ziel kommen werden, werten wir einfach als „Boxenstopp“ 😉

Und wenn wir dann, @08-15, schon bei uns Journalisten und einem gebotenen Maß an Bodenhaftung sind: Deine Beobachtung, dass wir Medienleute einen Einfluss auf das Stimmungsgefüge haben, ist vollkommen korrekt und sollte uns so auch jeden Tag bewusst sein – im Guten wie im Schlechten.

Interessant fand ich in diesem Zusammenhang, was ich dieser Tage aus Köln und von FC-Manager Michael Meier lesen durfte:

In Köln herrscht überdimensionaler Druck, das ist nicht normal, das ist kaum auszuhalten. Und man merkt, dass das Publikum dafür imprägniert ist. Nach jeder Niederlage wird in Köln die Welt neu erfunden, irgendwelche Krisensituationen werden herbeigeredet. Da bin ich inzwischen sehr sensibel und wehre mich. Hier wird immer nur gesehen, was nicht geleistet wird und nicht, was geleistet wird.

So übertrieben ich das im konkreten Fall auch finde (hat jemand ein Taschentuch zur Hand? 😉 ) – natürlich lesen auch die Spieler Zeitungen, manche sogar bemerkenswert intensiv. Natürlich kriegen sie also mit, wenn sie von dieser oder jener Gazette verteufelt oder wie aktuell in den Himmel gehoben werden. Ich kann hier nur für den Kollegen Bremer und mich sprechen: Wir zitieren etwa einen Peter Niemeyer, wenn er Hertha in der gegenwärtigen Situation bei Erfüllung gewisser Komponenten für „das Maß aller Dinge“ hält, bemühen uns aber, die Euphorie von Fans und Öffentlichkeit (Stichwort: gnadenlose Stimmungsverstärker) aber nicht über ein verträgliches Maß hinaus zu befeuern. Sagt uns, wenn wir übers Ziel hinausschießen! 🙂

Aber was wahr ist, darf und muss wahr bleiben. @westend geschrieben:

Der Anspruch, den ersten Platz nicht mehr herzugeben, ist völlig richtig.

Ist das Großmannssucht? Klare Antwort: Nein.

Was war Lucien Favre für ein Zauderer! Doch immerhin eine Zeit lang gab der Erfolg ihm Recht. Anders bei Friedhelm Funkel: Was haben wir uns über sein mut- und ideenloses Wirken geärgert!

Wie ein Jungbrunnen wirkt da auch für uns mediale Beobachter Markus Babbel. Mag dessen bajuwarisches „mia san mia“ auf manchen Außenstehenden auch arrogant wirken, so ist er tatsächlich einfach überzeugt von der Stärke seiner Mannschaft, die erreichen wird, was der Verein ohne Wenn und Aber zum Ziel gesetzt hat: die Rückkehr in die Bundesliga – und zwar sofort!

Ich finde: Er kann sich dieses Selbstbewusstsein gestatten. @Ivokeeper hat es in einen prägnanten Satz gepackt:

Wir haben nunmal den stärksten Kader, die besten Spielerpersönlichkeiten und reichlich Alternativen auf der Bank.

Ergänzend zitiere ich @funnyman

(…) ist es unter normalen Umständen eigentlich nicht möglich mit dieser Mannschaft nicht aufzusteigen. Das hat nichts mit Träumerei oder Großmannssucht zu tun. Zu diesem Urteil muss man einfach kommen wenn man die Fakten nüchtern betrachtet.

Diese Fakten, die ich ebenfalls so sehe, macht Babbel sich und Hertha gnadenlos zu Nutze. Während er mit Unnachgiebigkeit in Disziplinfragen jederzeit den Dampf im Kessel hält und obendrein eine höchst zukunftsfähige Mannschaft bastelt, beeindruckt er im Hier und Jetzt nebenbei auch noch die Gegner. Er scheut er sich nicht, die geballte Offensivpower, von der er weiß, dass sie in ihrer Summe die beste der Zweiten Liga ist, auch auswärts in Cottbus mit fünf Mann auf den Gegner zu hetzen. Einfach, weil er weiß, dass dahinter mit Peter Niemeyer einer der, wenn nicht sogar auch in seinem Fall DER beste Sechser der Zweiten Liga für Ordnung sorgt. Phasenweise hatten wir in Cottbus von der Tribüne aus den Eindruck, als wollte sich der eine oder andere Energie-Profi von den Kollegen in blau und weiß Autogramme holen.

Vielleicht bin ich mit dem Status quo von 16 Punkten aus den ersten sechs Spielen aber auch einfach deshalb so zufrieden, weil ich (als gebürtiger Nürnberger) auch ganz andere Schicksale von Bundesliga-Absteigern kenne. So souverän jedenfalls wie aktuell Hertha, und da bin ich dann ganz @treat, habe ich beispielsweise den 1.FCN kaum einmal in eine Zweitliga-Saison starten sehen; im Gegenteil, aber Details erspare ich mir an dieser Stelle schon aus Selbstschutz. Auch Fußballreporter können leiden. 😉

Aber zurück zu Hertha: Start-Ziel-Sieg? Einiges spricht dafür, dass er Hertha zuzutrauen ist. Um nicht mehr geht es im Moment. Aber eben auch um nicht weniger als eine so positive Prognose, die ganz zu Anfang selbst allergrößte Optimisten nicht zu stellen gewagt hätten.

Nun seid Ihr wieder dran: Stimmt Ihr meinen Gedankengängen zu, sehe ich die Lage zu früh zu rosig? Und wo wir gerade alle so schön euphorisch sind – welche Rivalen können Hertha auf dem Weg in Liga eins am ehesten gefährlich in die Quere kommen? Ihr könnt bis zu drei Teams wählen, und wenn euer Favorit nicht zur Auswahl steht, dann lasst mich wissen, wer aus der unteren Tabellenhälfte noch so entscheidend nach oben stoßen kann.

Herthas härteste Konkurrenten im Aufstiegsrennen sind...

  • Energie Cottbus (29%, 171 Stimmen)
  • FC Augsburg (27%, 161 Stimmen)
  • MSV Duisburg (18%, 107 Stimmen)
  • Greuther Fürth (13%, 75 Stimmen)
  • 1860 München (6%, 36 Stimmen)
  • ein anderer (3%, 19 Stimmen)
  • RW Oberhausen (2%, 11 Stimmen)
  • Alemannia Aachen (2%, 10 Stimmen)
  • Erzgebirge Aue (2%, 9 Stimmen)
  • FSV Frankfurt (0%, 0 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 250

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20
Kommentare

hurdiegerdie
26. September 2010 um 18:46  |  478

äh???

Geht es hier um die Diskussion des Kolumnentitels oder die Inhalte der Kolumne. Beides hängt in diesem Fall kaum zusammen, finde ich.


LLcoolandi
26. September 2010 um 18:52  |  479

Ein Start-Ziel-Sieg mit 100 Punkten hätte schon was. Nach der schlechtesten Heimmannschaft der 1. Liga zur besten Zweitligamannschaft aller Zeiten…
ABER; gefühlt hat sich doch in den letzten Jahren die Zweitligameisterschaft (und der Aufstieg) immer erst in den ca. letzten 10 Spielen entschieden, oder ? Evtl. können die Herren Mopo-Jounalisten aus ihrem Statistikfundus dazu mal was beisteuern 😉
Also, interessant wird es in der Rückrunde und ob Babbel den Dampf auf’m Kessel behalten kann.
Paderborn, FSV Frankfurt u.ä. werden hoffentlich auch weiterhin als „ernste“ Gegner wahr genommen und entsprechend beackert !


wilson
26. September 2010 um 18:54  |  480

Und die Niederlagen, die auf diesem Weg zum Ziel kommen werden, werten wir einfach als “Boxenstopp”, sagt Stolpe.
Aha, und wer ist dann das Boxenluder ?

Um nochmal den gestrigen Großmannssucht-Artikel aufzugreifen:
ich habe für „ein anderer“ abgestimmt – und meine Wahl ist auf Hertha BSC gefallen.

Hertha kann sich eigentlich nur selbst ein Beinchen stellen und da muss Babbel derjenige sein, der seinen Schäfchen dies immer wieder vor Augen hält.


dstolpe
26. September 2010 um 18:58  |  481

@hurdiegerdie
Findest Du? Etwas Besseres war mir spontan nicht eingefallen – und außerdem denke ich schon, dass es in nicht unerheblichem Maße das Andersdenken des Markus Babbel ist, das Hertha nach dem Abstieg jetzt in die Situation geführt hat, sich über Themen wie „Start-Ziel-Sieg“ Gedanken machen zu dürfen.

Ich kann mir jedenfalls lebhaft so manchen Trainer vorstellen, der erst mal auf Understatement gemacht hätte und dann auch so spielen lässt. . .


Bolle75
26. September 2010 um 19:20  |  482

hmmm … „hurdiegerdie“ hat schon recht, was hat der Inhalt mit der Überschrift zu tun aber ich lass die mal außen vor und komme zum dem Thema um welches es geht.
Nein diesesmal hat es mal nichts mit Grossmannssucht zu tun das wir uns so klar zum direkten Wiederaufstieg bekennen. Auch denke ich das wir uns um die anderen keine Gedanken machen sollten. Wir sind das Maß der Dinge in dieser 2.Liga und unterschreibe alle oben Zitierten. Aber ich bin entschieden dagegen schon wieder über diese Saison hinaus das träumen anzufangen. Ob uns jemand Gefährlich werden kann? Nein, daß können höchstens wir selber sein aber Babbel wird die Jungs schon nicht abheben lassen. Wenn wir nicht aufsteigen wird Babbel nicht der einzigste sein der gehen kann.


hurdiegerdie
26. September 2010 um 19:53  |  483

Na ja, die Frage ist halt, geht es um den Favre-Funkel-Babbel Vergleich, oder einen Start-Ziel Sieg? Egal, beides ist ja spannend. Ich fange mal mit dem Trainervergleich an. Ich glaube einfach das ist nicht zu vergleichen. Ich verstehe auch nicht, warum Favre immer als Zauserer bezeichnet wurde. Favre muste aus praktisch gar nichts irgendwas machen und hat da lange überlegt. Aber Leute wie Ramos, Raffael und letztendlich auch Domo waren Teil dieser Favre Überlegungen.

Babbel dagegn kann aus dem vollen schöpfen (auf Zweitliganiveau), er kann auch junge Spieler auf Zweitliganiveau einbringen (ob die schon soweit wären um die CL (Favre)oder den Abstieg (Funkel) aus der ersten Liga zu spielen? Ich weiss es nicht. Einfach nicht vergleichbar, meine ich.

Zum anderen Thema. Vor Cottbus habe ich gesagt, bei einem Sieg läge ich mein Skepsis ab. Ja, ich glaube es wird ein Start-Ziel-Sieg, auch weil Babbel wohl wieder einmal mit Ruka die richtige Art getroffen hat – nur nichts einschleifen lassen.


der Mo
26. September 2010 um 20:40  |  484

ja da gebe ich hurdiegerdie recht, die Saisonvorbereitungen unterscheiden sich doch sehr. Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass Hertha nicht viel Geld in die Hand genommen hat um diesen Kader aufzubauen. Und ich meine fast, dass wir mit diesem Team momentan gegen ein Bayern München ein 1:1 retten könnten. ^^
Da stellt sich natürlich die Frage, wieso es letztes Jahr in so einer Katastrophe enden musste? Was ich aber mit sicherheit weiß, ist, dass es (beim gegenwärtigen zeitpunkt) durchaus als reinigende Maßnahme zu sehen ist. Der Zuschauerschnitt spricht einfach dafür, dass Berlin hinter seinem Team steht. Diese Lust auf Hertha konnte Favre nur im Angesicht der Meisterschaft wecken und das denke ich ist der große Unterschied der beiden. Babbel lässt attraktiven, effektiven Offensiv-Fußball spielen, der Spaß macht, es gibt immer was zu Jubeln im Stadion. Sicher wird das nicht ewig so weitergehen. Aber auch in solch einer Situation wird dem Herrn Babbel was einfallen.


26. September 2010 um 21:09  |  485

Also, ich hab‘ die Überschrift verstanden… im Nachhinein. Ich muss sagen, ich finde das ein sehr spannendes Experiment, mal dieses bajuwarische “mia san mia” in Berlin für Berlin auszuprobieren. Gut, momentan funktioniert es sogar. Es läuft halt gut. Wer hätte z.B. gedacht, dass Cottbus sein Heimspiel mit soviel Respekt vor Hertha BSC angeht – das war noch nie so. Vielleicht ist das auch schon ein Ergebnis dessen? Uns soll’s doch Recht sein. Und es wäre doch toll, wenn dieses Experiment vielleicht im nächsten Jahr auch in der ersten Liga weiter ausprobiert werden könnte. Allein schon deshalb wünsche ich mir jetzt den Aufstieg.

@dstolpe: Danke für die selbstkritischen Worte. Ich weiß, pauschale Medienschelte ist nicht immer wirklich wohl gelitten (und war ja auch nicht persönlich auf die hier schreibenden Journalisten gemünzt). Aber wenn sich Medien, respektive deren Vertreter, eben auch ihrer Verantwortung in so einem Kontext bewusst sind, finde ich, ist das ein Baustein, der dazu gehört.

Ansonsten: Ich halte nicht mehr soviel von Prognosen und Einschätzungen. Spätestens seit der letzten Saison, wo einige richtig auf die Schn..ze gefallen sind (ich auch), was den Hertha-Pfad anging. Aber ja, wie schon gesagt, es läuft zZt. mal ganz ordentlich. Freuen wir uns doch daran. Ich tu’s jedenfalls.


hurdiegerdie
26. September 2010 um 22:10  |  486

Falls es falsch angekommen ist.

Ich wollte keine Medienschelte (@08-15). Ich finde den Blog hier sehr gut und insbesondere, dass die Autoren teilnehmen. Mir war nur nicht klar, in welche Richtung dieser Fred gehen sollte.

Auch Babbel finde ich gut. Ich war begeistert von seiner Verpflichtung und finde, er macht das genau richtig. Meine Bedenken Babbel-Raffa haben sich auch weitestgehend zerstreut.

Also, ich bin voll POSITIV.


Etebaer
26. September 2010 um 23:24  |  487

Mein Sicht ist die, das Favre ein Trainerkünstler ist, mit dem Ego von Mourinho, aber nicht der Klasse, der zielgerichtet jeden Spieler aus der Mannschaft entfernt hat, der irgendwie ein Kerl war und sowohl der Mannschaft noch ein wenig Führung geben konnte, auf dem Platz, als auch den Gegner in Bredouille.
Nachdem das Team dann endlich nur noch aus Sommerfußballern bestand, hat dieser Künstler nach dem verheerenden Start das getan was alle Künstler machen, wenn ihr Kunstwerk Scheisse ist, sich davon abgewandt und über die Schlechtigkeit der Welt lamentiert und das niemand ihr Genie versteht.
Funkel hat die schreckliche Aufgabe übernommen, dieses mißglückte Kunstwerk irgendwie zu reparieren, was ihm erst garnicht und später nicht mehr genügend gelang, aber bitte, der Mann ist nicht der Schuldige für die Gründe des Abstiegs, er konnte ihn nur nicht mehr verhindern.
Immerhin hat der Haß, der sich auf Funkel fokussiert es ermöglicht, das überhaupt diese Aufbruchstimmung entstehen konnte, die Preetz und Babbel geschickt zu nutzen vermochten und das Team ist diese Saion hervorragend zusammengestellt.
Preetz und Babbel können es schaffen, das diese Saison ein Kristalisationspunkt für eine neue Hertha wird und eine Mannschaft aufbauen, die sich energisch in die Bunddesliga zurückkämpft, spielt und dort in der Lage ist Duftmarken zu setzen und endlich auch die Menschen mitnimmt.

Kurz gesagt, möglicherweise ist der Abstieg ein Glücksfall (dafür muß der Aufsteig gelingen!) für Hertha!


sehnsuchtberlin
27. September 2010 um 0:43  |  489

schlagen kann hertha sich nur noch selbst, meine angst ist, wenn hertha vielleicht mit 5 oder mehr punkten führt, den herthaner das zu kopf steigt und wirklicher jeder denkt, das sie ja eh gewinnen, da muss babbel die richtige lösung finden, wie er ja schon im fall von ruka bewiesen hat.
aber die saison hat gerade erst angefangen und jetzt muss babbel es beweisen, das er es schaft, das team eine ganze saison so zu mutivieren, das sie an sich glauben aber nicht das sie das ohne mühe schaffen.


27. September 2010 um 1:00  |  490

Nach diesem merkwürdigen Zweitligasieg von Union über Duisburg mit zweieinhalb Verletzungen und einem Platzverweis kam mir ein Gedanke: Wie sieht es eigentlich mit der Deckung des Kaders der Hertha aus? Könnte eine kleine Verletzungsseuche in der ohnehin nicht immer sattelfesten Abwehr nicht doch für ein Stottern des Aufstiegsmotors sorgen?


pante
27. September 2010 um 6:58  |  492

moin! mal ehrlich: muss man bei der obigen abstimmung über herthas stärkste konkurrenten nicht schmunzeln? wo setze ich denn nun mein pünktchen? sechzig? zebra? puppenkiste? spreewald? eff-es-vau? oder doch friedhelms fufus? echt: keiner wird es packen, hertha zu gefährden. und das nicht, weil hertha galaktisch ist. sondern weil die anderen einfach nicht die sogenannte tiefe auf der bank haben. allein deshalb wird hertha oben bleiben und im winter schon mit den planungen für das erstligacomeback beginnen dürfen. und dann wird sich erst zeigen, wie gut babbel und preetz sind. denn dann müssen die burschen gute leute für liga eins ködern.


Zimsel
27. September 2010 um 9:24  |  493

ich denke was user sebastian da schreibt, ist ein punkt auf den man mal näher eingehen könnte. hier wird viel geschrieben, wie breit wir besetzt sind…..aber in der abwehr sieht es doch eher mau aus…….. hier sollte mMn im winter unbedingt nachgerüstet werden, damit es auf der zielgeraden nicht doch noch spannend wird, weil sich einer unserer IVs verletzt hat oder z.B. gesperrt ist.

blau-weisse Grüsse


streiflicht
27. September 2010 um 9:51  |  494

Mit Babbel wurde dann endlich einer präsentiert, Ich trauere Favre immer noch hinterher. Naja nee, vielmehr trauere ich dem Gedanken seiner Spielphilosophie hinterher. Ja ja, ich weiß doch…es war nicht alles super mit ihm. Aber es war eine super Saison damals. Dass ausgerechnet FF auf ihn folgte, war eine Schrotladung auf meine Seele! Proll kommt für Intelligenz! Aus Vorbei! Das war beinahe schlimmer als der darauf folgende Abstieg. Mder auf Anhieb den richtigen Ton und den richtigen Nerv fand, unmittelbar positiv zu beginnen. Heute weiß ich, dass weder Favre noch FF richtig nach Berlin passten. Babbel aber scheint alles genau richtig zu machen. Er zeigt sich sicher aber nicht unfehlbar. Die Mischung macht`s halt. Der ist knorke. Tsssss….n Bayer und knorke!

Start-Ziel-Sieg? Wollen wir doch hoffen. Noch kann ja ALLES passieren. Aber es sieht guuuut aus. 🙂


ubremer
ubremer
27. September 2010 um 10:27  |  496

@Zimsel und @Sebastian,

bei der Innenverteidigung beschleicht einige ein ungutes Gefühl. Weil Mijatovic hier einen Ball verkehrt einschätzt oder Hubnik da mal ein gewagtes Tackling einstreut. Ich finde, dass die Manndecker bisher ein Gegentor haben, das klar auf ihre Kappe geht: Das 2:2 von Oberhausen im ersten Spiel, Stellungsfehler von Mijatovic. Ansonsten würde ich den beiden noch einige Spiele Zeit geben, um zu urteilen.
Stichwort Einkäufe: Als Ersatz stehen bereit: Sebastian Neumann, Christoph Janker und Kaka. Die würde der Trainer, falls erforderlich, in dieser Reihenfolge einsetzen. Vor allem Neumann wird zugetraut, dass er das Format auch für die Ersten Liga hat. Meine Prognose: Hertha holt im Winter keinen Innenverteidiger.


StinkePunk
27. September 2010 um 13:36  |  497

@ubremer, Lustenberger nicht vergessen. Den hatte Favre schon auf der Innenverteidigerposition getestet und das mit Erfolg. Leider kam dann sein Ermüdungsbruch. Und wenn ich mich recht entsinne, spielte er bei den letzten beiden Regionalligapartien ebenfalls als IV.

Wenn es gut läuft, wird immer der Trainer in den Himmel gelobt. Wie gut Babbel wirklich ist, wird sich erst bei einer Ergebniskrise zeigen, aber von mir aus kann die noch ein wenig auf sich warten lassen.


Dan
27. September 2010 um 15:40  |  498

Ist zwar ein wenig unfair, aber auf die Prognose vorn ubremer würde ich auch locker setzten.

Zu den schon genannten Ersatzleute, die alle wohl Minimum Standard 2.Liga sind, immerhin hat Janker das mit ordentlichen Leistungen in Hoffenheim gezeigt, sehe ich auch bei einer Rückkehr vom Fabian Lustenberger die Möglichkeit Niedermeyer in die IV zu ziehen, wenn alle Stricke reissen.

Start-Ziel-Sieg ? Ist mir eigentlich Wurscht, wenn es am 34. Spiel einer der ersten beiden Plätze ist. Interessant wird es, wie das Team mit dem hoffentlichn positiven Druck des Tabellenführers oder mit Niederlagen umgehen.
Meine Hoffnung liegt vorallem darin, dass die Abwehr noch nicht eingespielt ist und daher die Schnittstelle Abwehr und Mittelfeld noch nicht 100%tig passt.

Die Bank passt und macht Hertha genau deshalb meines Erachtens zu den Bayern der 2.Liga. Was Ronny trotz Pumpel und Kondi-Rückstand in den wenigen Momenten auf dem Spielfeld zeigte, da steckt noch ganz viel Potential im Fussgelenk, was noch garnicht auf diese Liga losgelassen wurde.

Denn Trainer-Vergleich will ich garnicht erst mitmachen, dass sind einfach drei vollkommen verschiedene Situatione. Bewerten würde ich da eher Herrn Preetz. Der meines Erachtens verständlicherweise im ersten Jahr ein grauenhaftes Jahr ablieferte. Ins kalte Wasser geschmissen, ohne die Saison geplant zuhaben und mit Gottvertrauen haben sich Preetz und Gegenbauer auf Favre verlassen. Dazu ging dann am Ende der echte Königstransfer Pavlyuchenko voll in die Hose und sämtliche für viele unverständliche „Geld zusammen kratzen“-Aktionen (Chermiti, Lucio) waren für die Katz. Das Ramos noch daraus sprang ist ein „Glücksfall“.

Wozu Preetz fähig ist, wenn er sich 12 Monate darum kümmern kann, welche Fehler er analysierte und daraus lernte, dass zeigt er dieses Jahr. Eine gelungene Vorbereitung, ein mit dem Trainer ausgearbeitetes Konzept und die Umsetzung.

Mit Friend und der spielende Offensive ist Hertha für mich kaum ausrechenbar. Aber sie müssen den Rhythmus noch besser einsetzen. Nicht nur hochrein und nicht nur spielen, sondern der Mix aus Beiden und dann kann sich das Team wirklich nur noch durch mangelden Einsatz und Faulheit selber schlagen.


Der Mo
27. September 2010 um 16:26  |  499

@Dan
Der junge heißt Niemeyer 🙂 ohne ..der..
Du sprichst aber auch einen guten Punkt an. Der schlechte start damals geht natürlich auf das unvorbereitete handeln eines herrn preetz. Aber was sollte der auch machen? Vom lehrling zum meister in einer nacht kann ja nicht klappen. Und dann noch die schwere finanzlage und viele abgänge. Das da viele spiele ein griff ins klo waren ist verständlich, aber da hat auch das scouting geschlammt.
Ich würde aber trotzdem schon so weit gehen, dass die transfers, bzw. leihen in der winterpause das planungspotenzial eines michael preetz erkennen ließ. Wirklich gutes personal für kaum geld und wäre die hinrunde nicht dermaßen grottig gewesen hätten wir uns auch retten können.
Egal jetzt. Mit preetz und babbel haben wir 2 frische leute, die wirklich gut zusammen gearbeitet haben und sich gut ergänzen.
Ich bin auch der meinung das wir gefestigt dastehen und ausfälle, vorallem im sturm, kompensieren können. Was die abwehr angeht..läuft noch nicht 100%ig, aber das genick hats uns noch nicht gebrochen. Wegen dem sturm 😛

Doch, bei aller euphorie, in berlin weiß man, dass eine gute hinrunde nicht zum aufstieg reicht ^^ aber ich bin sicher, dass babbel jedem profi den kopf wäscht, der nicht 100% gibt

In diesem sinne, Ha Ho He


Ivokeeper
27. September 2010 um 19:56  |  505

ich kann mich der vielen worte hier nur anschliessen. es dürfte wirklich nichts mehr schief gehen. es wird nur eine mentalitätsfrage sein, keine frage der qualität.
schafft es markus babbel diese spannung hoch zu halten, die es auch erfordert da hin zu gehen wo es auch weh tut und die spieler auch in schwierigen spielen charakter zeigen und keine schönspielerei, dann mache ich mir keine sorgen. ich glaube auch das preetz und babbel bewußt spieler unter vertrag genommen haben die eine gewisse winner mentalität besitzen bzw erarbeiten wollen.

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