Präsentiert von
Berliner Morgenpost
Anzeige

(ub) – Nun liegen sie also vor. Die Ansetzungen der letzten sechs Hinrunden-Spieltage. Einen Tag, nachdem die große Fan-Demo durch Berlin marschiert ist, hat die Deutsche Fußball-Liga die Termine der Zweiten Liga bis Weihnachten festgelegt.

12. Spieltag

Sa, 13. November, 13 Uhr: FSV Frankfurt-Union

Mo., 15. November, 20.15 Uhr: Hertha BSC – VfL Bochum

13. Spieltag:

Freitag, 19. November, 18 Uhr: Union – Fortuna Düsseldorf

Freitag, 19. November, 20.30 Uhr: VfL Osnabrück – Hertha BSC *

* Wegen des Länderspiels gegen Schweden am Mittwoch, dem 17. November, entfällt die Freitagspartie der Bundesliga. Stattdessen wurde die Hertha-Ansetzung auf den „Bundesliga-Termin“ um 20.30 Uhr gesetzt.

14. Spieltag:

Sa, 27. November, 13 Uhr: Hertha BSC – MSV Duisburg

So, 28 Novvember 13.30 Uhr: FC Ingolstadt – Union

15. Spieltag:

So, 5. Dezember, 13.30 Uhr: 1860 München – Hertha BSC

Mo., 6. Dezember, 20.15 Uhr: Union – VfL Bochum

16. Spieltag:

So, 12. Dezember, 13.30 Uhr: Hertha BSC – Erzgebirge Aue

Mo, 13. Dezember, 20.15 Uhr: Energie Cottbus – Union

17. Spieltag:

Sa., 18. Dezember, 13 Uhr: FC Augsburg – Hertha BSC

So, 19. Dezember, 13.30 Uhr: Union – Karlsruher SC

Am Sonntag haben 5000 Fans aus 40 Vereinen für ihre Zwecke zu demonstriert. Darunter Gruppierungen wie die Hertha-Harlekins, die den Zug angeführt haben, Union-Fans, BFC-Fans – und siehe da: Es geht friedlich, prima. Ihr Hauptanliegen: Die Kritik an der Zersplitterung der Spieltage. Oder, wie es die Süddeutsche Zeitung formulierte: Werden Fußballspiele veranstaltet für die Fans im Stadion? Oder für die Fernseh-Zuschauer?

Union spielt zweimal montags

Schaut man sich die Berliner Ansetzungen an, kann sich Hertha mit dem  (erwarteten) einen Montags-Heimspiel gegen Mitabsteiger Bochum nicht beschweren. Härter trifft es die Union-Fans: Am 6. und 13. Dezember zwei Montagspartien in Folge, schöne Grüße an den Familien-Frieden, der leidet.

Was ist Eure Meinung: Ist die Forderung nach weniger  und reisefreundlicheren Anstoßzeiten für die Fans sinnvoll? Wer jetzt schnell mit „Ja“ antworten will: Das Fernseh-Geld  macht bei allen Erst- und Zweitligisten einen sehr großen Einnahme-Posten aus. Hertha hat vergangenen Saison 20 Mio TV-Geld bekommen, in dieser Zweitliga-Saison wird mit 8 Mio kalkuliert. Wenn die TV-Sender weniger Spieltermine haben, werden sie weniger Geld überweisen.

Wie ist dieser Spagat zu bewältigen?

Wie ist der Spagat einer anderen Forderung der Sonntags-Demo zu bewerkstelligen: Die Fans wünschen sich geringere, in jedem Fall nicht steigende Eintrittspreise. Berechtigt oder naiv?

Fußball-Romantik oder Unterhaltungsindustrie?

Sagt es mir: Wie hat es Hertha mit den Ansetzungen erwischt? Und wie beurteilt ihr die Anliegen der Fan-Demo? Es wird häufig argumentiert, dass es  in den Stadion zwischen echten Fans und allen anderen (Event-Fans, VIP-Gästen, Sponsoren) nur Gegensätze gäbe – stimmt diese These überhaupt?

P.S. Für Nachtschwärmer und Frühaufsteher: Aus gegebenem Anlass wird das nächste Weblog in der Nacht zu Dienstag  um 0.01 Uhr freigeschaltet 😉

Hier geht’s zur Umfrage (zwei Klicks möglich)

Als Hertha-Fan wünsche ich mir . . .

  • Fanfreundlichere und weniger Anstoßzeiten (34%, 97 Stimmen)
  • dass die DFL nicht den englischen Weg geht (sehr teure Tickets, extrem viel TV-Geld) (33%, 93 Stimmen)
  • möglichst günstige Eintrittskarten (15%, 43 Stimmen)
  • Weniger Fußball-Romantik und mehr Sachverstand (9%, 26 Stimmen)
  • als TV-Zuschauer möglichst viele Anstoßzeiten (4%, 12 Stimmen)
  • teurere Tickets, damit das Team verstärkt werden kann (4%, 10 Stimmen)
  • Von England lernen, heißt Siegen lernen (1%, 3 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 176

Loading ... Loading ...

17
Kommentare

Mineiro
11. Oktober 2010 um 18:57  |  734

Union kann doch zufrieden sein, bei diesen beiden Montagsspielen steht doch dem Adventsshopping an den Samstagen nix mehr im Wege…

Gemessen an der aktuellen Tabellensituation ist die Partie Union-Bochum allerdings nur mit viel Phantasie als Topspiel einzuordnen, allerdings wird sie allemal interessant werden. 😉

Für Hertha sind die Ansetzungen mehr als OK, einziger Wehrmutstropfen ist wohl das Auswärtsspiel in Osnabrück, wo man als Fan wohl erst mitten in der Nacht oder am frühen Morgen wieder in Berlin ankommen dürfte.


11. Oktober 2010 um 20:33  |  735

Was mich viel mehr nervt, als die überdehnten Spieltage, sind die mitunter recht späten Bekanntgaben der Ansetzungen. Aus diesem Grund konnte ich das Derby gegen Union nicht live sehen, weil ich mich dienstplantechnisch verspekuliert hatte. Schön, dass die Termine jetzt also raus sind, immerhin bis Ende Hinrunde. Hoffe, die lassen sich mit Start Rückrunde nicht wieder so lang bitten.


11. Oktober 2010 um 20:35  |  736

p.s. Mitternacht bin schon in der Heia, aber dafür gespannt wie Flitzebogen. Mann, seid Ihr Klick-Profis 😉


hurdiegerdie
11. Oktober 2010 um 20:37  |  737

Was machen denn die Union-Spiele hier im Hertha-Blog? (Nur ein Scherz! Wirklich!).

Mir sind die Anstosszeiten egal, es geht wohl bei der Kommerzialisierung über Fernseheinnahmen nicht anders.

Aber ich bin auch (fast) 50, und die Kinder haben das Haus verlassen und wie alle Langverheirateten rede ich eh nur 20 Minuten täglich mit meiner Frau 😉 Ansonsten schweige ich hier, da ich als Exil-Berliner sowieso kaum zu Spielen komme (aber ich sitze regelmässig vor der Glotze live!). Ich sehe das Problem für Familien durchaus, insbesondere für Kinder am Montagabend.

Finanziell sind wohl die Montagspiele eine klare finanzielle Einbusse, oder? Werden diese kompensiert durch erhöhte Fernsehgelder für Montagsspiele?

Habe ich nicht mal gelesen, dass jedes Team 4 Montagsspiele hat? Wie kommt es, dass Hertha dann schon 3 in der Hinrunde haben wird?

Ansonsten stimme ich bei Fernsehgeldern eher Bruchhagen zu. Sie sollten gleichverteilt werden. Die oben haben doch durch CL und EL Teilnahmen eh‘ schon mehr Geld. Mit mehr Fernsehgeldern wird die Kluft doch immer grösser. Man sieht doch jetzt schon eine Drei-Klassengesellschaft, oben bestehend aus Bayern, Werks- und Mäzenenmannschaften und überschuldeten Vereinen (ja ja Mainz als Ausnahme).

Ich würde sogar soweit gehen, das Geld in der ersten Liga umgekehrt zum Tabellenplatz zu verteilen, so bekommen die, die unten stehen mehr, können nächste Saison besser aufrüsten und die Liga wird ausgeglichener (na ja, das wird den Zweitligamannschaften nicht schmecken, die dann finanzstarke Absteiger bekommen). Ähnlich dem Lottery-Draft in den USA (au weia, jetzt gibt’s Haue).


ubremer
ubremer
11. Oktober 2010 um 20:38  |  738

@egmonte,

als kleine Gute-Nacht-Dreingabe musst Du jetzt tapfer sein: Die DFL hat angekündigt, die Rückrunden-Termine (ab 16. Januar) erst in der 51. Kalenderwoche bekanntzugeben.

@hurdiegerdie,

meines Wissens nach kann es pro Klub/Saison bis zu acht Montagsspiel geben. Vom Publikumsaufkommen her, waren beim Aachenspiel (gut 34.000) sicher 10.000 Zuschauer weniger als bei den vorangegangenen Wochenend-Terminen.


hurdiegerdie
11. Oktober 2010 um 21:07  |  739

weblog für Dummies:
Was heisst das? Gibt es ein neues Forum, ein neues Thema, einen neuen Blog? Sorry, wie gesagt: man bin ich alt!

@ubremer
heisst das, Vereine müssen das über sich ergehen lassen, oder gibt es mehr Fernsehgelder für mehr Montagsspiele?

Vielleicht war die 4 ja pro Halbserie, thanks für die Info.


11. Oktober 2010 um 21:13  |  740

Also, ganz schwieriges Thema… ganz aus dem Bauch heraus gesprochen, nervt mich diese Zerissenheit der Spieltage schon. Ist mir schon oft passiert, dass mir z.B. das Samstagabend-18.30-Uhr-Spiel der ersten Liga völlig durch gerutscht ist. Aber ich bin auch Realist: Die Uhr wird nicht so leicht zurück zu drehen sein. Und die Vereine gehen da für die Millionen im Zweifel lieber auf die TV-Sender, denn auf ihre Fans zu. Was ich irgendwo auch verstehen kann. Sichere Einnahmen, sind sichere Einnahmen. Der Fan bleibt im Zweifelsfalle zu Hause, wenn er keinen Bock hat oder es für die Mannschaft nicht läuft. Also, Zuschauereinnahmen unterliegen immer einem Schwankungsrisiko.

Ich bin hier mal ganz egoistisch: Für diese Saison beiße ich auf die Zähne und hoffe, das Hertha aufsteigt und sich dadurch die Zeiten wieder etwas mehr „normalisieren“. Gefallen tut es mir dann zwar immer noch nicht, aber siehe Ausführungen zuvor.

Eintrittspreise: Wer in Stein gemeißelte Preise für die Ewigkeit fordert, na ja… es muss sich an der Situation des Vereins (1. oder 2. Liga) und am generellen (sozialen) Umfeld orientieren. Die Leute zahlen gerne 600 EUR für ein iPhone, weil es so heiß ist und sie die ersten sein wollen, die eines haben, aber das Topspiel gegen Bayern München darf dann nur 5 EUR kosten oder wie? Die Vereine müssen ihre Fans (auch preislich) schon mitnehmen, klar. Aber speziell bei Hertha kann sich eigentlich gerade keiner beklagen. Der Verein muss aber sein Produkt auch nicht verramschen. Denn auch hier gilt: Was nichts kostet, ist nichts wert. Und wenn es genügend Angebote gibt, führt das zu einer gewissen Ausgewogenheit.

Thema „VIP-Gäste, Sponsoren“ – ist mir egal, solange sie nicht in meinem Block sind, sondern schön in ihren luftdicht abgeschlossenen Boxen verpackt bleiben. 😉
Gegen Event-Fans habe ich auch erst mal nichts – ich kann doch von niemandem verlangen, dass er sofort mit einer tiefen Bindung zu einem Verein startet oder?

Fazit: Eigentlich sehne ich mich nach mehr Fußballromantik, muss allerdings der Unterhaltungsindustrie auch danken, dass sie z.B. meinen Verein die letzten Jahre eben mit finanziert hat.


ubremer
ubremer
11. Oktober 2010 um 22:14  |  741

@hurdiegerdie,

wenn es missverständlich war. Gemeint ist: Der nächste Beitrag in diesem weblog wird um eine Minute nach Mitternacht freigeschaltet 😉

@08-15,

in Ergänzung Deines Argumentes „bei den Preisen bei Hertha kann sich der Fan eigentlich nicht beklagen“: Mir ist von der Mitgliederversammlung im Mai Ingo Schiller in Erinnerung: „Als Finanz-Geschäftsführer habe ich bei den Dauerkarten genau nachgerechnet und freue mich, mitteilen zu können, dass die günstigste Dauerkarte umgerechnet pro Spiel 5,62 Euro kostet. Da ist die Hin- und Rückfahrtkarte als BVG-Ticket auch noch mit drin.“

@mineiro,
auch auf die Gefahr hin, in die schlechte-Witz-Kasse zahlen zu müssen (die der Kollege Stolpe und ich führen): Ob Hertha am Freitag um 18 oder 20.30 Uhr in Osnabrück spielt – mit Blick auf meinen Namen bin ich in jedem Fall dabei an der Bremer Brücke 🙂


hurdiegerdie
11. Oktober 2010 um 22:23  |  742

@ubremer
Mann, bei dem Tempo schafft ihr nie einen neuen Rekord mit Posts pro Thread,

Aber ehrlich, ich wusste wirklich nicht, was es bedeuten sollte.


Datcheffe
12. Oktober 2010 um 3:27  |  743

Moin, Moin!

Ich habe mittlerweile in 36 fast 37 Jahren Fandasein schon soviel Geld und Zeit für Hertha investiert, das es mir heute sozusagen egal ist, was mich die Eintrittskarte kostet oder nicht kostet. Da dieses Fandasein schon alles erlebt hat, mehrere Hunderte von damals noch D-Mark, für die Eintrittskarte auf dem Schwarzmarkt zum Beispiel in Mailand bis zu den tausenden Litern von Benzin, die durch die langjährige Auswärtsfahrerei durch den Motor des jeweiligen Autos gejagt wurden, plus Übernachtungen und Verpfegung oder die jährlichen Anschaffungen von Fantrikots in allen bekommbaren Versionen, über Schals, Fahnen und und und ………..ich habe den Überblick völlig verloren oder verweigere ihn auch, weil dieser Verein mein Leben ist!

Jahreskarten habe ich nie gekauft, weil ich die Eintrittskarten gesammelt habe und ich habe es nie bereut, denn ich bin immer noch der Meinung, das jedes andere Hobby mindestens genauso teuer gewesen wäre.
Heute nutze ich natürlich gerne die Vorteile des Digitalfernsehens, so das ich mir auch die anderen Spiele ansehen kann, wenn ich Lust dazu habe!

Familienfreundliche Anstosszeiten……..wozu? Jeder Modelleisenbahner verbringt nächtelang im Keller und baut, jeder Hobbytaucher fliegt um die halbe Welt, um die Schönheiten der Meere live zu sehen, jeder Formel 1 Freak ist lange vor dem Rennen an allen erreichbaren Rennbahnen und wir wollen *freundliche Anstosszeiten*!? ja, geht’s denn noch???

Verstehe ich nicht, fängt ein Spiel um 13 oder, übertrieben dargestellt nachts um 1 Uhr an, ist mir doch wurscht, dann wird halt mal weniger gepennt, oder garnicht, oder danach direkt im Auto zu allen Jahrezeiten, wie ich es all die Jahre gemacht und auch genossen habe! Nur wegen 90 Minuten Hertha, jawohl!!!
Auch wenn es bestimmt jetzt einige den Kopf schütteln, wenn ich damit nicht klar komme, muß ich mir eine andere Leidenschaft suchen.

Sind mir 15 € für eine Eintrittskarte zu teuer, muß ich halt mal Modellbahner ausprobieren, da kostet die neue tolle vorbildgerecht in Handarbeit gebaute Lokomotive nur 2000€ !
Oder der Tauchgang auf den Maledivien oder vor Hawaii nur das Doppelte.

Jedes Hobby, jede Leidenschaft ist teuer, der Verein soll erfolgreich sein, demzufolge braucht er uns Fans zur Unterstützung, Geld in den Kassen um gute Spieler zuholen und zu bezahlen oder auch den Nachwuchs selber aufzubauen und in den internationalen Wettbewerben kostet es dann auch mehr, aber warum nicht das Geld für ein Heimspiel ausgeben wollen!?

Wie gesagt, mir ist es egal, die DFL beschliesst sowieso das, was sie wollen und ich habe es zu fressen oder nicht…..für mich zählte nie das Geld, für mich zählte die Zeit , die ich irgendwie auf Teufel komm raus, dabei sein wollte……Koste es, was es wolle!!!

Einer der vielleicht beklopptesten Herthaner grüßt alle, die demonstrieren gehen wollen und trotzdem nach der nächsten Entscheidung der DFL oder UEFA oder FIFa wieder was auszusetzen haben!


ubremer
ubremer
12. Oktober 2010 um 12:31  |  748

@hurdiegerdie,

das Gedankenspiel würde ich gern weiterführen, von wegen: Kohle umgekehrt proportional zum Erfolg zu verteilen:
Stelle mir gerade die DFL-Tagung mit 36 Klubs vor. Ein Nobelhotel in Frankfurt, es soll abgestimmt werden. Als sich abzeichnet, dass die FC Bayern, BVB, S04, Werder, Leverkusen und Hoffenheim überstimmt werden von den Paderborn, Fürth, FSV Frankfurt, Ingolstadt – Verhandlungspause. Mit hochrotem Kopf tritt ein ehemaliger Manager vor die Mikrofone und verkündet den Austritt des FC Bayern aus der Bundesliga und dem DFB: „Wir spielen jetzt nur noch mit Unseresgleichen. In acht Wochen beginnt die Europaliga, mit Barca, Real, Milan, Inter, Juve und Chelsea und Arsenal. Da sollen die Herren (die Namen sind nicht zu verstehen) mit ihrer Scheißbundesliga sehen, wo sie bleiben.“
Laufbänder auf allen Fernsehstation: „Breaking News, FC Bayern verläßt . . . “
Im Bundestag in Berlin treten die Parteien zu einer Sondersitzung zusammen. Auf seinem Weinberg in der Pfalz trippelt Heiner G. um sein Mobiltelefon und wartet auf einen Anruf, dass er als Vermittler gebraucht wird . . . 😉

@Datcheffe,

Dein Beitrag ist ganz großer Sport!


hurdiegerdie
12. Oktober 2010 um 13:47  |  749

Ja, ja, ja…@ubremer

Ich weiss selber, dass es unrealistisch ist, und sicher noch nicht durchdacht. Etwa so wie einheitliche Anstosszeiten?

Aber na und, ich darf doch mal träumen (spinnen)? Ich bin mal gespannt, wie die ihre Euroliga machen, und nicht mehr in ihrer nationalen Liga spielen! Ich gehöre nicht zu jenen, die nach CL-Übertragungen der Bayern japsen, bin aber heiss drauf, wie sich Mainz gegen Bayern schlägt. Sollen sie doch ihren Privatsender aufmachen und nicht mehr an den BL-Fernsehgeldern partizipieren. Ich bin mal gespannt, wie gross ihre Einnahmen dann sind. Ich wage zu bezweifeln, dass Bayern in einer Euroliga ohne BL den gleichen Reibach macht, bin aber überzeugt, dass eine ausgeglichener BL ohne ggf. Bayern nicht weniger interessant werden dürfte. Spinnerei? Vielleicht!

Ich bin auch gespannt, wie eine solche Liga funktioniert, wenn national nicht mehr um Punkte für die Plätze in der CL gesielt wird, weil es ja jetzt eine festgelegte Euro-Liga der „Geldsäcke“ gibt. Wären wir dann nicht auch in den USA ohne Auf- und Abstieg? Warum dann keine Ansätze, die die Liga ausgeglichen halten?

Warum zählen sie eigentlich Liverpool nicht mit auf? 😉 Wohin geht denn das Euroligue-Wettrüsten? Guckst du hier:
http://www.fussball-extreme.de/die-reichsten-klubs-der-welt-top-10-umsatz-schulden-2008-2009/11698

Wollen wir wirklich eine BL , in der es wie in Spanien bei der Meisterschaft nur noch um Barca oder Real geht, oder die 3-4 Topclubs in England?

Dies ist kein Bayern-Neid. Mir ist sehr bewussst, welche ausergewöhnliche Leistung Hoeness bereits in den 70ern mit einem damals recht klammen Verein geschafft hat, aber wie soll den jemals ein Verein die 20-50 Extra-Millionen pro Jahr der regelmässigen CL-Teilnehmer aufholen? Und dann bekommt er auch noch mehr Fernsehgelder, die Kluft wird immer grösser? Es wird doch jetzt schon langweilig. Im Prinzip ist doch heute oben in der Tabelle schon nur noch die Frage spannend, welche von 4 Mannschaften nicht die ersten 3 Plätze belegt, und welche von 4 weiteren Mannschaften keinen EL Platz schafft. Spannung kommt doch nur noch rein, wenn ein Verein – wie vielleicht jetzt Schalke – durch Verpassen der europäischen Plätze – der Insolvenz entgegentaumelt, oder wie Hertha .. . lassen wir das, ich schweife ab.

Aber Lob auch von mir an @Datcheffe, ganz grosse Klasse


Bolle75
12. Oktober 2010 um 14:30  |  751

@Datcheffe: Fans wie du sind einfach Klasse. Wann gibt es denn dein Hertha Leben mal in „11Freunde“ die würd ich mir sofort kaufen. (Oder gabs die schon?)

Zum Thema: … schwieriges Thema, für mich als Exil-Berliner würde ich mir vor allem wünschen das nach einem Spiel auf Sky, wenn anschließend die 1.Liga folgt, die Spiele eine halbe Stunde eher beginnen (Oder BuLi später). Ich hab mich diese Saison schon mehrmals tierisch darüber aufgeregt das so gut wie kein Nachbericht kommt wenn das Spiel z.B. um 13:30 am Samstag ist. Dann doch gleich die Spieltage so entzerren das man Fussball als Fan auch im TV genießen kann. Dazu gehört auch die Stimmung nach dem Spiel im Stadion aufzusaugen zu können inkl. der Selbstbeweihräucherungsinterviews nach dem Spiel. Ich hätte gerne gesehen wie Domo vor ein paar Spieltagen aufgefordert wurde vor den Fans den Tänzer zu geben. Was ganz bescheiden ist sind die Spiele Freitags 18:00 da ich dort ggf. noch Arbeiten muss und ich nicht mal nen Ticker auf meinem PC laufen lassen darf. (Ich machs aber trotzdem 😉 )
Das mit Montags finde ich für den Fan mit Kindern ganz bescheiden wobei der Samstag wiederum mit 13:30 doch sehr Familienfreundlich ist. Mittag fällt aus, dafür ne Curry und anschließend fährt man Omi & Opi besuchen. Zu viel Kommerzialisierung würde ich schade finden aber heute ist Fussball ein Millionengeschäft und Geld regiert nun mal die Welt.
Meine Meinung ist: Man sollte versuchen den Mittelweg zu finden. Jedem kann man es nicht recht machen aber Fusball lebt nun mal von den Fans und vollen Stadien und auf muss man ein wenig Rücksicht nehmen.


Mr. Spock
12. Oktober 2010 um 17:59  |  756

@Datcheffe,
mit deinem Beitrag sprichst du vielen Fans aus der Seele. Hört auf zu jammern und unterstützt euren Klub wo und wann es geht. Eine kleine Einschränkung muss ich dennoch machen, und da kann ich die Demo-Fans verstehen. Nicht jeder hat trotz genügend Lust und Geld die Chance, an einem Freitag um 18 Uhr ins Stadion zu gehen, noch dazu auswärts; das Gleiche gilt für Montags, 20.15 Uhr. Denn es gibt sie tatsächlich noch, die berufstätigen Fußballfans. Ob es am Samstag oder Sonntag um 13 Uhr, 13.30 Uhr oder sonstwann losgeht, sollte aber wirklich egal sein. Ansonsten: Datcheffe rules !!!


Datcheffe
13. Oktober 2010 um 4:29  |  761

Moin,Moin!

Vielen Dank für euer Lob, nur ich denke, ich schreibe das, was viele fühlen, aber nicht schreiben, weil es doch relativ extrem ist, so zu leben, wie ich es gemacht habe und bis zum Ende machen werde!
Ih kann natürlich die Leute verstehen, die sich dort nicht so hineinwagen, wie ich es gemacht habe, oder das es die Umstände, nicht die richtige Frau an der Seite, Angst vorm mitleidig belächelt werden, oder einfach Angst haben, von vielen nicht für *erwachsen genug* angesehen zu werden usw.!
Mir war es immer egal, was die Leute über mich gedacht haben, ich habe auch das Glück, genauso eine verrückte Frau an meiner Seite zu haben!

@ Bolle
Nein, sie haben mein Leben nicht veröffentlicht und ich würde es auch nicht wollen, weil ich nicht besser bin, als jeder, dem der Verein am Herzen liegt. Das waren auch schon meine Befürchtungen, damals im Kurier-Artikel, die sich, Gott sei Dank, nicht bewahrheitet haben .
Ich bin halt nur ein Mann, der das, was er macht, mit 100 % Herzblut macht oder garnicht und dazu stehe ich auch und glaube mir, es war nicht immer einfach, diese Liebe zum Verein, ja…….es ist Liebe, aufzubringen, aber ich möchte keinen Tag missen!

Aber vieken Dank nochmal

Blau-Weiß für immer!


alorenza
14. Oktober 2010 um 2:13  |  774

Datcheffe kann gar nicht in 11 Freunde erscheinen, weil er mindestens 12 hat.

Im Ernst: Starke Zeilen mitten aus der Nacht und mitten aus dem Herzen.

Als Idealist wäre ich trotzdem für dieses Modell

Freitag 18 Uhr 3 Mal Zweite Liga

Freitag 20 Uhr 3 Mal Bundesliga

Sonnabend 13 Uhr: 6 Mal Zweite Liga

Sonnabend 15.30 Uhr 6 Mal Bundesliga.

Sonntag: 3. Liga und Amateure und höchstens ab und zu mal ein Buli-Topspiel um 17 oder 18 Uhr.

Zersplitterung ist Mist. Weil niemand nix mehr planen kann und zwar alle Frauen Engel sind aber nicht jede so wie C.

Überleg Dir jetzt genau, was Du schreibst, Datcheffe. 🙂


Was ist Hertha den Fans wert?
16. Oktober 2010 um 4:12  |  829

Ohje! Zu viel! Noch. Hertha wird sympathischer, irgendwie. Die Vereinsführung geht derzeit einen guten Weg. Geht’s so weiter, würde ich in ein, zwei Jahren sagen: „Jeden Cent!“

Ich bin gespannt!

Anzeige