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Berliner Morgenpost
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Sonntag, 17.10.2010

Theken-Treffen mit Rukavytsya

(ub)–  Berlin ist ein Dorf.  Oder Hertha ist überall.

Diese beide Gedanken schiessen mir durch Kopf, als ich meiner sonntäglichen Routine fröne. Nach dem obligatorischen Auslaufen auf dem Schenckendorff-Platz, Gesprächen mit Neu-Alt-Torwart Marco Sejna und Trainer Markus Babbel, Zuhören von Adrian Ramos am rbb-Mikrofon, mache ich auf dem Weg in die Redaktion meist Station in der Friedrichstraße. So auch heute.

Während ich an der Glastheke einer  stadtbekannten Bäcker-Kette überlege, dass das Mohn-Croissant mit Schinken und Käse den besten Eindruck macht,  schiebt sich ein Gesicht in mein Blickfeld. Das habe ich gerade 45 Minuten zuvor auf dem Trainingsplatz gesehen – Nikita Rukavytsya. Nachdem mir am Donnerstag in Neu-Westend Artur Wichniarek über den Weg gelaufen war, nun also Herthas Mann aus Australien.

Er ist ein wenig genervt. „Was ist denn hier los? Ich bin überhaupt nicht durchgekommen.“ Die Parallelstrassen der Friedrichstrasse sind wegen Filmarbeiten weiträumig abgesperrt – Hollywood in Mitte.

Ruka ist Ramos-Fan

Wir unterhalten uns auf englisch: „Und wo hast Du nun geparkt?“ Rukavytsya schüttelt den Kopf: „Irgendwo eine Straße weiter.“

Er freut sich über die drei Punkte vom 1:0 gegen den FSV Frankfurt. „Man, das war ein ganz schön schweres Spiel.“ Wie gross war seine Erleichterung, als Adrian Ramos kurz vor Schluß das 1:o geköpft hat? Rukaytsya schmunzelt: „Sehr, sehr groß.“

Von wegen Fußball-Profis und Glamourleben – was macht er mit dem freien Sonntag. „Mich auf die Couch legen und ausruhen.“

Dann ist  Rukavytsya in der Bäckerei an der Reihe: „Croissant mit Schinken/Käse. Zwei  mal, bitte.“

– – – – – – – –

Babbel nimmt Burchert in die Pflicht

Was sind Eure Erkenntnisse aus der Frankfurt-Partie? Freitag geht es im Spitzenspiel gegen den Zweiten, Greuther Fürth: Gibt das Resultat (1:0) Trainer Babbel Recht in der Torwart-Entscheidung pro Sejna und gegen Burchert? Der war übrigens arg enttäuscht. (So sehr, dass Babbel gesagt hat: Sascha, jetzt muss die Enttäuschung vorbei sein. Du bist Profi. Fokussieren ist angesagt. Ich hoffe nicht, dass Marco etwas passiert. Aber es kann passieren, dass du schon im nächsten Spiel gebraucht wirst.)

Macht gegen Fürth das 4-1-4-1-System Sinn, wo Hertha in den letzten beiden Partien gegen Aachen und Frankfurt nicht gerade vor Spielfreude geglänzt hat? Falls Ihr für ein 4-2-3-1 votiert: Wer soll kommen – vermutlich Fanol Perdedaj? Wer soll draußen bleiben: Domovchiyski? Raffael? Rukavytsya? Und warum?

Ihr seid an der Reihe (bis zu zwei Klicks möglich)

Was soll Hertha zum Fürth-Spiel ändern?

  • Perdedaj statt Domovchiyski (35%, 145 Stimmen)
  • im Tor: nix (26%, 108 Stimmen)
  • 4-2-3-1 statt 4-1-4-1 (25%, 107 Stimmen)
  • Never change a winning team (10%, 44 Stimmen)
  • im Tor: Burchert statt Sejna (2%, 10 Stimmen)
  • Perdedaj statt Rukavytsya (1%, 4 Stimmen)
  • Perdedaj statt Raffael (0%, 2 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 240

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23
Kommentare

Mr. Spock
17. Oktober 2010 um 17:52  |  846

Ganz ehrlich, jetzt die Rotation zwischen den Pfosten einzuführen, bringt nur Unruhe. Die Verteidiger müssen sich doch auch auf einen Torwart einstellen, also sollte Sejna ruhig auch gegen Fürth stehen. Außerdem, bei allem Respekt natürlich: Fürth ist auch keine Übermannschaft. Mit einer schönen Kulisse im Rücken sollte Hertha auch in diesem Spitzenspiel (klingt irgendwie komisch, oder?) nicht in große Verlegenheit kommen. An alle, die jetzt mäkeln, Hertha hätte in Frankfurt nur Glück gehabt: Hat irgendjemand ernsthaft geglaubt, dass Babbels Buben mit 34 souveränen Siegen in die Bundesliga zurückfinden? Falls ja: träumt weiter. Wir anderen blicken optimistisch auf den 15. Mai 2011, gell?

P.S. Yes, wieder Erster!


tabson
17. Oktober 2010 um 18:23  |  847

Euern Kollegen vom Tagesspiegel zufolge hatte Babbel eine professionelle Erklärung zur Torwartfrage:
„Das war eine Bauchentscheidung. Ehrlich gesagt kann ich das gar nicht richtig erklären.“
Und jetzt fordert er hierzu eine professionelle Haltung von Burchert ein? Sehr professionell.


ubremer
ubremer
17. Oktober 2010 um 18:33  |  848

@tabson,

das Zitat vom Trainer stammt aus der Pressekonferenz vom Samstag nach dem Frankfurt-Spiel (hatten wir also am Sonntag in der Zeitung ;-). Wie ich Babbel heute verstanden habe: Burchert soll sich davon, dass Sejna das Vertrauen bekommen hat, nicht derart runterziehen lassen, dass er nervös/unmotiviert/ . . . wird.

Eine andere Frage ist: Babbels Postulat „Wenn zwei gleich gut sind, spielt der jüngere“ – dass er das auf der Torwart-Position vielleicht nochmal überdenkt – ein Stück weit kann ich ihn verstehen.


streiflicht
17. Oktober 2010 um 20:17  |  849

Die einzige wirkliche Erkenntnis, die ich aus diesem Wochenende ziehe, ist, ausser, dass Hertha uff`m wirklich juten Wege ist und Babbel wieder mal alles richtig gemacht hat (komisch, wir wussten es vorher doch alle besser!), dass mein selbst gewählter „Traumberuf“ nun nicht länger mehr tragbar ist: Wie schön fluffig und authentisch hier Hertha illustriert wird – göttlich. Ick will och Herthareporter sein! Käffchen hier, Käffchen da, `n paar HerthaLeute treffen, paar Sachen erfahren und nur noch uffs nächste WE warten…:-) 


17. Oktober 2010 um 20:51  |  850

@Mr. Spock:
Ich klappe mal meinen Kommunikator auf und antworte… 🙂 Rummäkeln, dass Hertha nur Glück hatte, ist tatsächlich nicht angesagt. Glück gehört dazu. Indes darf uns das nicht darüber hinweg täuschen, dass unsere Hertha in bisher wie vielen Spielen wirklich überzeugend war? Ich würde behaupten, in einem (gegen Karlsruhe). Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich freue mich tatsächlich auch wie es gerade läuft. Richtig genutzt, hat die Tabellenführung zum jetzigen Zeitpunkt absolut ihre Vorteile, auch und vor allem für das große Saisonziel.
Aber: Es gibt halt so Tendenzen, die sich gerade schon wieder auszubreiten beginnen. Dass allein die Tabellenführung und die Art und Weise wie Hertha auftritt („Drecksspiele gewinnt“) so eine typische Berliner Selbstherrlichkeit aufkeimen lässt, die mir halt unheimlich ist und die ich insgesamt für kontraproduktiv halte – daran sind „wir“ schon zu oft gescheitert! Ich hätte gerne, dass Hertha trotz aller „lieb gewonnen“ Ecken, Macken und Kanten, künftig auch den Blick auf den Erfolg fokussiert. Sicher, es ist momentan eigentlich viel zu früh auf die Euphoriebremse zu treten, sage ich mir einerseits. Andererseits hoffe ich trotzdem irgendwie, dass der Verein auch jetzt schon hübsch aufm Teppich bleibt und wenn irgendwie möglich, weiter sachlich zu arbeiten versucht.

Zu den möglichen Änderungen:
Auch wenn ich kürzlich ins Stammbuch eingetragen bekommen habe: Taktische Aufstellungen seien was für Couchtrainer, Fußball sei ein einfaches Spiel und wichtig sei es, möglichst, die elf Besten aufzustellen, die erfolgreich spielen… ich glaube, ich würde mit 4-2-3-1 beginnen. In den letzten beiden Spielen, haben die Gegner teilweise sehr leichtes Spiel im Mittelfeld gehabt. Und wenn nötig, dann flexibel sein und im Spiel umstellen.
Weiterhin: Noch stärker, das Spiel über die Außen zu zwingen versuchen. Das Ramos-Tor hat ja gezeigt wie es gehen könnte. Hertha ist dieses Saison nicht so schlecht bei Flanken (aus dem Spiel und bei Standards). Schöne wären dann natürlich entsprechende Abnehmer (Ramos, Friend)

Burchert/Sejna: Da weiß ich echt gerade nicht, was Phase ist. Ist ja doch ein sehr spezielle Position. Vielleicht reicht das, um das Babbel-Jugendpostulat temporär auszusetzen. Irgendwie würde ich Burchert eine neue Chance gönnen. Aber so viele haben ein ungutes Gefühl. Allein DAS kann nicht spurlos an ihm vorbei gehen. Wenn sein Tag aber kommen sollte, drücke ich ihm alle Daumen. Das bescheuerte HSV-Spiel allein kann’s doch echt nicht sein. Und ein Sven Ulreich beim VfB Stuttgart hat seinerzeit ähnlich (bzw. richtig!) pannig begonnen, seine Denkpause erhalten und spielt jetzt, ohne dass einer darüber spricht!


17. Oktober 2010 um 22:20  |  852

Wieso treffen Sie denn immer zufällig irgendwelche (Ex-)Herthaspieler? Mir passiert nie sowas. Besonders gegen eine Begegnung mit Nikita (yum!) hätte ich nichts einzuwenden 😉


Exilherthaner
17. Oktober 2010 um 22:28  |  853

Obwohl mir die Entscheidung contra Burchert missfallen hat, kann ich sie nachvollziehen. So sehr Babbel in der Offenisve jungen Spielern vertraut, umso mehr scheint in der Defensive Erfahrung wichtig zu sein….vielleicht hat dies auch mit Babbels einstiger Spielerposition zu tun. Ich denke daher nicht, dass Spieler wie Neumann, Fardi oder Morales in dieser Saison auf nennenswerte Einsatzzeit kommen werden.

@ubremer
Was ist denn nun eigentlich mit Ronny los? Vor einigen Wochen vom Trainer noch in die brasilianische Nationalmannschaft geredet, scheint er wohl gar nicht mehr auf dem Zettel zu stehen. Ist er etwa immmernoch nicht fit?


ubremer
ubremer
17. Oktober 2010 um 22:46  |  854

@Exilherthaner,

Ronny hat eben im rbb-Sportplatz gesagt, er sei bereit. Er möchte gern der Mannschaft helfen. Und die Fans in Berlin seien toll. Der Trainer sagt: Ja, mittlerweile sei Ronny fit genug für mehr als nur Kurzeinsätze. „Aber er hat jetzt das Pech, dass sich die Mannschaft gefunden hat. Er muss jetzt Geduld haben, bis seine Chance kommt.“


17. Oktober 2010 um 22:55  |  855

Das einzige was mir im Augenblick ein wenig Sorgen bereitet ist, dass sich Rukavytsya zuviel von diesem Industrienahrungsmüll reinpfeift. Herr Bremer, da könnten Sie als verantwortungsbewusster Hertha-Reporter durchaus mal mahnend den Zeigefinger erheben. Ansonsten vielen Dank für die netten Offside-Storys. Weiter so 😉


Exilherthaner
17. Oktober 2010 um 23:36  |  857

@ubremer
Danke für die Info. Dann bin ich mal gespannt, auf welcher Position Ronny überhaupt eingeplant wird (linker Aussenverteidiger oder doch eher offensiv).


Etebaer
18. Oktober 2010 um 2:57  |  858

Die Entscheidung im Tor ist für Sejna gefallen und bedarf jetzt keiner Änderung, das ist der Lauf der Dinge im Profigeschäft.
Für Burchert geht es darum, wie lange man sich es erlauben kann, zuwarten, etwas Zeit hat er noch, bloß in der Bundesliga wird es ja nicht einfacher, ins Team zu kommen.
Das 4-1-4-1 im Moment gefällt mir garnicht, ich möchte ein 4-2-3-1 ohne Domo, oder ohne Raffa, einer von beiden muß leider runter und da bei Raffe die Hoffnung größer ist, tausch ich P. gegen D. in der Umfrage.

Die Lage ist gut, die Ergebnisse stimmen, das ist sehr gut, nicht jedes Spiel wird schön sein, damit kann man leben.

Ich hoffe darauf, das nun die Spieler bis zum Winter eine Mannschaft bilden, wo man einfach sieht, das auch eine Spielidee vorhanden ist, die immer besser umgesetzt wird.

Aber das allerwichtigste ist jedenfalls der Aufstieg!


Datcheffe
18. Oktober 2010 um 7:08  |  859

Moin,Moin!

Im Grunde genommen, würde ich das Gleiche schreiben und wünschen wie @ Etebaer!

Sejna bleibt im Tor, allerdings nicht weil es im Profigeschäft der Lauf der Dinge ist, sondern weil Sejna durch seine Leistung in erster Linie überzeugt hat und dann seine Erfahrung für ihn spricht! Da sehe ich im Moment auch keinen Grund Burchardt auszuprobieren, da wir gerade gegen Fürth nichts probieren dürfen, sondern die beste Mannschaft, die uns zur Verfügung steht, da auch zu spielen hat!

Allerdings ist im Moment 4-1-4-1 ziemlich ausgelutscht, habe ich gestern schon geschrieben, einen zweiten Sechser, natürlich Fanol, für Domo, der eine Pause braucht, zu bringen. So können sich Peter und Fanol abwechseln und Raffael einen zusätzlichen Anspielpartner stellen, damit Friend dann wieder in Szene gesetzt wird!

Das war in den letzten zwei Spielen mit Domo leider nicht der Fall und mit Ramos und Nikita/Nico auf den Aussen, sollte Friend besser angespielt werden können. Da Peter auch Kopfballqualitäten besitzt, sollten wir wieder zum 4-2-3-1 zurückkehren, denn selbst Zuhause ist Fürth, die annährend das gleiche Torverhältnis wie wir haben, ein wirklich starker Gegner und kein Fallobst!!!

Sollte das nichts bringen, könnten wir in der 2.HZ dann wieder zum 4-1-4-1 allerdings mit Marco zurückkehren und dann vielleicht durch den Systemwechsel ein wenig Unsicherheit in die Fürther Mannschaft bringen.

Hoffen wir wieder auf einen zu Null- Sieg, dann haben wir endlich ein Polster auf Platz 2 und bis dahin wünsche ich euch einen schönen Wochenanfang!


Datcheffe
18. Oktober 2010 um 7:12  |  860

P.S. @ ubremer,

da muß ich mich der Frage mal anschlissen, welchen Suchdetektor benutzen sie denn, damit ihnen laufend irgendein Herthaner vor die Linse läuft!? 😀


Datcheffe
18. Oktober 2010 um 7:13  |  861

P.P.S. Benutzt DU natürlich!!!

Dauert eine Weile, bis das SIE raus ist. :-/


hurdiegerdie
18. Oktober 2010 um 9:21  |  862

Wie sagte ein lieber, früher recht hochklassig Fussball spielender Kollege kürzlich zu mir.

Ob 1-4-1-4-1- oder 1-1-4-4-1 oder 2-3-4-2, alles Mediengequatsche, damit man die neuen elektronischen Taktikmal-Spielzeuge im Fernsehen besser zur Geltung bringen kann.
Man muss die 11 besten Spieler halbwegs sinnvoll über das Spielfeld verteilt bringen.

Na ja, ganz so drastisch würde ich es nicht sagen, aber es ist schon was dran. Wo ist schon der Unterschied zwischen dem 1-4 im Mittelfeld und dem 2-3? Spielt einer der 4-er etwas defensiver und einer der 4-er etwas offensiver, schwupps schon hat man ein 2-3.

So, ich würde mit 2 Stürmern spielen also 1-4-4-2, weil mit Friend eine Anspielstation im Sturm fehlt. D.h. für Domo ein anderer zweiter Stürmer wie Djuricin. Friend sollte man bis zum letzten entscheidenenden Pass möglichst aus dem Spiel lassen und lieber vermehrt über die Flügel spielen.


westend
18. Oktober 2010 um 10:48  |  864

Ich denke, dass Babbel gut daran tun würde, weder das System zu ändern noch den Torwart zu tauschen. Denn: Ich erwarte wirklich keinen Zauberfussball, wenn wir vor zweieinhalb Zuschauern auswärts gegen den FSV spielen. Klar, einiges sah am Sa. nach niederem Rumpelfussball aus, und das 1:0 war natürlich etwas schmeichelhaft, aber (Vorsicht Phrase) Zweite Liga ist eben kein Balletttänzchen. (Daran sollte sich Kobi übrigens mal ein Beispiel nehmen, alter Falter…) Never change a winning team!


Bolle75
18. Oktober 2010 um 10:50  |  865

Wie „hurdiegerdie“ schon schreibt, wenn man die Spieler halbwegs sinnvoll über das Spielfeld verteilt muss auch kein Systemwechsel her.
Domo muss sich einfach für unsere Defensive als weitere Anspielstation anbieten. Wir brauchen die Überzahl im Mittelfeld die mit Niemayer und Raffa, der sich ja immer schön fallen läßt, alleine nicht herstellen läßt. Also entweder die Aufstellung 4-1-4-1 nicht so Offensiv spielen wie sie sich anhört oder halt umstellen auf zwei 6er. Habe deswegen auch nur dafür abgestimmt das Sejna jetzt im Tor bleibt. Tut mir zwar für den Bruchert leid aber Rotieren im Tor … sind schließlich nicht beim Handball.
Aber mal ganz ehrlich, ist es nicht schön wie wir uns Gedanken machen wo doch alles so glatt läuft. (Ergebnistechnisch) Was für eine Wohltat nach der letzten Saison. Also ich kann diese Saison bisher so richtig genießen.


westend
18. Oktober 2010 um 10:52  |  866

@Bolle75: völlig richtig!


Dan
18. Oktober 2010 um 12:46  |  867

@hurdiegerdie
ja unser Spartaner hat’s auf den Punkt gebracht. Wie Du würde ich ebenfalls mit einer zweiten beweglichen Sturmspitze spielen, weil ich denke Fürth wird mit spielen und nicht hinten drinstehen.

Aber ich habe kein wirkliches Vertrauen zu unserer Abwehr und das vom ersten Spieltag an.

Am Anfang dachte ich, da fehlt die Eingespieltheit, jetzt zeichnet sich für mich aber ab, dass 3/4 der Viererkette zu langsam ist und Lell ein kleiner Schlampiger sein kann.

Daher glaube ich auch, dass unsere Abwehr oft zu tief steht (wegen der langsamen Rückwärtsbewegung) und die Lücke zum Mittelfeld selten ordentlich geschlossen wird.

368 Minuten ohne Gegentor hört sich zwar toll, an, wer aber die Spiele live und in Farbe gesehen hat, weiß das das nicht nur der Verdienst der Abwehr ist, sondern auch die „Unfähigkeit“ etlicher Zweitliga-Spieler beim Gegner.

Daher traue ich dem Braten nicht, mit einem zweiten Stürmer zu spielen und bin eher für ein verstärktes Mittelfeld. Aachen hat gezeigt, wie man ein riesiges Mittelfeldloch bei uns reissen kann, wenn man Niemeyer permanent unter Druck setzt.

Domo geht mir zur Zeit unter, die Frage ist nur: „Ist er der defensive Part um Raffael seinen Rücken freizuhalten? Steht er daher zu tief ? Ist zu wenig Platz für zwei 10er, wenn der Gegner mit einer Viererkette vor der Viererkette agiert? “

Fragen über Fragen. 🙂

Gemäß den Spiel-Matrixen die man bei http://www.dfl.de so zu einem Spielbericht bekommt, sieht es jedenfalls aus, dass Domo von/durch Raffael auf die rechte Seite gedrängt wird, dort ein wenig tiefer steht und da Lell sowie Ruka sich auf der rechten Seite gerne in den Angriff einschalten, scheint er weniger angespielt zu werden und Vorstöße von Lell abzusichern.

Manchmal fällt der Wert eines Spieler erst auf, wenn er weg ist. Aber ich bin der Meinung die zwei 10er klappen nicht wirklich.


Espana2010
18. Oktober 2010 um 14:43  |  869

Ich war in Frankfurt und über eines war ich sehr verärgert: Warum hat Babbel nicht schon viel früher gewechselt? Rukavytsya und Domovchiyski waren von Anfang an unter aller Kanone. Warum wurden nicht schon früher neue Impuls gesetzt? Kann das einer erklären?


Dan
18. Oktober 2010 um 15:32  |  870

„Sag mir Quando, sag mir wann“ ?

Ich hätte Ramos schon nach 60 Minuten runter genommen und wäre ich jetzt der bessere Spielbeobachter?

Ich finde die richtige Einwechslung hat er zur rechten Zeit gebracht. „Gatusso“ für Domo, als im Mittelfeld die Kräfte schwindeten und Frankfurt mit schnellem Spiel das Mittelfeld überbrückte.


Jörn
19. Oktober 2010 um 13:30  |  898

So ganz nebenbei: hast du nicht Lust, noch einmal die 12. Klasse zu machen? Wollen wir tauschen? 😀


6. November 2011 um 18:13  |  44454

[…] –  Wir erinnern uns: Nikita Rukavytsya und Artur Wichniarek waren schon aufgetreten. Folgt ein weiterer Teil aus der Reihe “Berlin […]

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