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(ub) – Womit beginnen: Mit der guten oder der schlechten Nachricht?

Also, positiv ist zu vermelden: Christian Lell hat trotz einer Reizung des rechten Sprunggelenks das Abschlusstraining ohne Probleme überstanden. Er kann  im Topspiel am Freitag gegen den Zweiten, Greuther Fürth, als rechter Außenverteidiger auflaufen.

Auf der anderen Seite: Ihr habt Euch schwer ins Zeug gelegt. In der Umfrag zu Wochenanfang hatten mehr als 60 Prozent von Euch Fanol Perdedaj in die kommende Startelf gelobt. Damit gemeint ist ja die Umstellung der Taktik von 4-1-4-1 auf 4-2-3-1. Mehrere von Euch haben gute Gründe angeführt, warum Rob Friend ein zweiter Stürmer an der Seite gut tun würde.

Gegen Fürth mit 4-1-4-1-Taktik

Doch nachdem, was unter der Woche trainiert wurde und was ich höre, wird daraus nix. Trainer Markus Babbel setzt auch im Spitzenspiel auf sein 4-1-4-1-System.  Also im defensiven Mittelfeld nur Peter Niemeyer, im Angriff nur Friend.

Daraus lassen sich mehrere Schlussfolgerungen ziehen: Anscheinend liest Markus Babbel  immerhertha.de nicht soooooo regelmäßig. Überhaupt beschäftigt sich der Trainer mit dem, was gedruckt oder  gesendet wird, eher wenig. Er sagt, solange es nicht wirklich gravierende Dinge betrifft, schiebt er die Medien beiseite und fokussiert sich auf das, was er beeinflussen kann: Die Arbeit mit der Mannschaft.

(Um nicht falsch verstanden zu werden: Babbel steht uns Medien-Vertretern nach dem Traininig, auf  Pressekonferenzen oder an Spieltagen  so gut wie immer Rede und Antwort. Aber was wir daraus machen . . . )

Was ist Eure Meinung: Ist es ein Zeichen von Stärke, seinen Weg zu gehen? Profitiert der Verein davon, dass es mit Babbel endlich einen Trainer gibt, der sich nicht beeindrucken lässt von dem, was geschrieben wird? Hat Babbel eh‘ recht mit dem Argument: ‚Schauen wir mal eben auf die Tabelle: Was habe ich verkehrt gemacht? Zudem der Trend in der Trainer-Gilde in die Richtung geht: Wir lassen uns nicht reinreden. Siehe Ralf Rangnick, siehe Felix Magath, siehe Jose Mourinho.

Oder wird andersherum ein Schuh daraus: Es zeigt Stärke, wenn ein Trainer  Einflüsse von außen wahrnimmt. Weil der bisherige Saisonverlauf der Stärke der eigenen Mannschaft und Schwächen bei den Gegnern geschuldet ist – und weniger der Arbeit von Babbel. Insofern wäre er gut beraten, auf die zu hören, die es gut meinen.

Was sagt Ihr?

Babbel zu den Torwarten

P.S. 1 Ehe es zur Klickshow geht, ausnahmsweise der Verweis auf die Freiagsausgabe der Morgenpost. Die Kollegen Stolpe und Kleinemas haben ein interessantes Interview mit Markus Babbel geführt. Unter anderem sagt der Trainer dort zur Torwart-Frage mit Marco Sejna und Sascha Burchert:  “ Beide sind exzellente Torhüter. In enger Absprache mit Christian Fiedler sahen wir Marco vor dem Frankfurt-Spiel ein Stück vor Sascha. Als wir dann vor der Entscheidung standen, wer Maikel ersetzen soll, haben wir nicht nur den Moment gesehen, sondern die Zeit von Anfang an noch mal Revue passieren lassen. Sejna hat von Anfang an auf sehr hohem Niveau trainiert. Sascha war auch hoch motiviert, aber leistete sich doch ab und zu Leichtsinnsfehler.“

Einnahmen sinken von 30 auf 15 Millionen

P.S.2 Ein zweiter Text beschäftigt sich (zum Teil) mit einer Frage, die @hurdiegerdie mehrfach gestellt hat: Wie kann der Hertha-Etat von 78 Millionen Euro (in der Bundesliga) auf 33 Millionen in der Zweiten Liga sinken? Dort geht es darum, wie Sponsoren, VIPs und Exklusiv-Partner auf den Abstieg reagiert haben. Ergebnis: Die Einnahmen aus dem Bereich Sponsoring/Hospitality gehen von 30 Mio (in Liga eins) zurück auf jetzt 15 Millionen. Aber die Wirtschaft ist sich sicher, dass der aktuelle Aufschwung dem Verein Hertha BSC und der Marke hilft.

Babbel läßt sich von außen nicht reinreden, das ist . . .

  • ein Zeichen von Stärke. Unbedingt beibehalten (48%, 112 Stimmen)
  • egal, solange Hertha Tabellenerster ist (27%, 62 Stimmen)
  • nur bedingt sinnvoll. Ein Profi hat nix gegen einen guten Rat (22%, 51 Stimmen)
  • ein Zeichen für Beratungsrestistenz, siehe Friedhelm Funkel (3%, 6 Stimmen)
  • ein Zeichen von Schwächen, unbedingt ändern (1%, 2 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 233

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40
Kommentare

Mr. Spock
21. Oktober 2010 um 18:22  |  948

Im Erfolg hat ein Trainer immer alles richtig gemacht. Insofern glaube ich, dass es schwer fällt, den bisherigen Erfolg mit Babbels Stärke zu erklären. Bislang jedenfalls hat er doch vieles richtig gemacht. Eine völlig neu zusammengwürfelte Mannschaft ist Zweitliga-Spitze. Interessant wird es erst, wenn die Jungs mal zwei, drei Spiele hintereinander nicht gewinnen oder gar verlieren. Wenn Babbel es mit seinem Weg, sich nicht reinreden zu lassen, dann schafft, die Krise (ich nenne das jetzt mal einfach so) zu beenden, dann hat er alles richtig gemacht. Wobei es in der Mannschaftssportart Fußball sicher nicht schaden muss, wenn man auch Einflüsse von außen wahr nimmt.

Oder wie es Alt-Bundestrainer Erich Ribbeck einst treffend formulierte:

Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen.


21. Oktober 2010 um 18:23  |  949

Ich glaube, es ist gut, dass er seinen eigenen Weg geht und würde ihm trotzdem nicht Beratungsresistenz unterstellen. Er wird Leute haben, bei denen er sich Rat holt. Und von denen hofft man, dass sie dann auch wirklich gute Ratgeber sind. Könnte mir vorstellen, dass z.B. Michael Preetz so ein direkter Ratgeber sein könnte. Und so wie bisher die Weichen gestellt wurden, kann man doch zunächst Vertrauen in dieses Konstrukt haben.


Treat
21. Oktober 2010 um 18:28  |  950

Ich denke, letztlich gibt der derzeitige Erfolg Babbel auf seinem Weg (NOCH) Recht. Interessanter wird die Frage nach der Beratungsresistenz doch eigentlich erst dann, wenn sich zu den spielerischen Mängeln, die wir in dieser Saison schon mehrfach ausgemacht haben auch noch die Misserfolge bei der Punkteausbeute kommen.
Die ersten Niederlagen werden kommen, da bin ich mir ziemlich sicher. Sollte das schwere Spiel gegen Fürth tatsächlich noch gewonnen werden (Heimvorteil, mitspielende Mannschaft etc. pp.) oder zumindest uentschieden ausgehen, sehe ich durchaus die Gefahr, dass die Mannschaft vor lauter Glückshormonen dann eben Ingolstadt mächtig unterschätzt und im zweiten Heimspiel in Folge unter die Räder kommt. Schließlich passiert so etwas fast immer dann, wenn gerade niemand damit rechnet.

Aber wie dem auch sei, sollte die Hertha in eine kleine Ergebniskrise geraten – wozu ein verlorenes Spiel sicher noch nicht ausreicht – und sollte Babbel darauf nicht sofort selbst eine Lösung finden, dann wird es interessant sein zu sehen, ob er seine Marschroute auch ändern kann, bzw. auf Einflüsse von Außen reagiert. Ob das dann unbedingt wir Fans oder die Medien sein müssen, die sich dabei als die „besseren Trainer“ aufspielen, sei mal dahingestellt, so vermessen möchte ich eigentlich nicht sein.

Aber natürlich beweist sich die Qualität eines Trainers und seiner Konzepte vor allem in Phasen, in denen es nicht so läuft. Eine solche hatte Babbel bei Hertha noch nicht zu bewältigen, wir werden also abwarten müssen.

Uns allen viel Spaß beim morgigen Heimspiel im Oly und auf den nächsten Heimsieg!

Blauweiße Grüße
Treat


Treat
21. Oktober 2010 um 18:32  |  951

@mr.spock (geiler Nick übrigens!):

Dein Kommentar war hier noch nicht gepostet als ich meinen verfasste, sonst hätte ich mir Vieles in meinem sparen können!

Ich hab aber nicht abgeschrieben, ehrlich! 😉

Live long and prosper!


Mineiro
21. Oktober 2010 um 19:13  |  952

Es ist in meinen Augen völlig korrekt, dass ein Trainer sein Konzept konsequent verfolgt und nicht Außenstehende um Rat fragt. Er hat seinen Cotrainer, Torwarttrainer, Fitness- und weitere Fachleute, da dürfte er bedarfsweise genug Möglichkeiten haben, qualifizierten Rat einzuholen.

Was ich bei Babbel gleichwohl vom Gefühl her ein wenig kritisch sehe (wenn er denn wirklich beim 4-1-4-1 System bleibt) ist, dass er scheinbar seine Taktik völlig unabhängig vom Gegner oder dem Spielgeschehen ausrichtet. Seine Reaktionen auf Entwicklungen im Spiel fallen für mich sehr sparsam aus und gegen einen Gegner wie Fürth, der selbst 5 Offensivspieler aufstellt ist es sehr mutig, dieses 4-1-4-1 System zu spielen, weil wir damit beim Spielaufbau wie gegen den Ball im Mittelfeld nur selten ein Übergewicht erzeugen können und die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß zu werden drohen.

„Mir-san-mir“ ist schön und gut, doch ich hoffe, wir fallen damit morgen nicht auf die Nase.


hurdiegerdie
21. Oktober 2010 um 19:21  |  953

Sorry, auf die Gefahr hin @treat zu nerven.

Meine Frage ist nicht, wie die Einnahmen sinken konnten, das ist klar (Fernseheinnahmen, Sponsoring, was immer hospitality ist, etc).

Die Frage ist, wie die Einnahmeverluste von 45 Mio aufgefangen worden sind und gleichzeitig der Etat trotzdem ausgeglichen sein soll? An Spielergehältern wurden etwa 15 Mio eingespart. Wo sind die anderen 30 Mio Kosteneinsparungen? Etwas wird man mit 4 -Sterne statt 5-Sternehotels sparen, etwas auch an Kosten fürs Oly. Auch das Mangement hat wohl Gehälter um 40% oder so reduziert.

Nur: das alles macht ein paar Milliönchen, aber nicht 30 Mios aus.

Hat Herthas Administration auf so grossem Fuss gelebt, dass man dort einfach im zweistelligen Bereich sparen kann? Dann hätte man das lieber letzte Saison in die Mannschaft investiert.

Oder geht Hertha eine bewusste Neuverschuldung ein, von der man dann hofft, sie in der ersten Liga wieder auffangen zu können, also DH-Politik: Wir machen 20 Mio Schulden pro Jahr, die wir dann in der CL ja wieder bekommen? Jetzt halt ne Nummer kleiner.


21. Oktober 2010 um 19:43  |  954

@Mineiro
Seine sparsamen Reaktionen auf Spielentwicklungen begründet Babbel mit seinen Erfahrungen als Spieler – da habe er gemerkt, dass eine Mannschaft auf Anweisungen von außen nur bedingt (wenn überhaupt) reagiert. Dafür nutzt er, wenn es erforderlich ist, nur die Pause.
Zur Eingangsfrage: Ein Trainer, der den Einflüsterungen aus den Medien folgt, wäre mir in höchstem Maße suspekt. Er ist am nächsten dran, er muss wissen was er tut und im Notfall dafür seinen Schädel hinhalten.
Wie einige Vorredner, so vermute auch ich, dass er sich, sofern nötig, Rat von seinem Co-Trainer, von Manager Preetz, vielleicht noch von dem ein oder anderen Spieler holt. Wenn sein System gegen Fürth floppen sollte, dürfen Fans und die Kollegen Reporter dafür den Besserwisser spielen. Würde er auf unseren Rat hören und Hertha vergeigt, müssten wir uns anschließend ja selber entlassen. Das wär doch zu blöd, oder?!


ubremer
ubremer
21. Oktober 2010 um 19:43  |  955

@hurdiegerdie,

das Konstrukt läßt sich erklären, dazu muss man sich mit den Details beschäftigen. Auf Grundlage der Zahlen die Hertha zu den Mitgliederversammlungen publiziert, kann man derzeit beim Posten ‚Ausgaben‘ nebeneinanderlegen:

(Bundesliga 2008/09 und Zweite Liga 2010/11):

Personal 35,9 – 13,3 Mio
Spielaufwand (Miete OS, Reisekosten) 15,1 – 7,8 Mio
Sachaufwand (u.a. Provisionen Sportfive)11,3 – 5,1 Mio
Nachwuchsarbeit 2,4 – 0,5 Mio
usw.

Trotzdem bleibt es dabei: Man vergleicht Äpfel mit Birnen. Weil die Zahlen zur Saison 2009/1o erst im November auf der Mitgliederversammlung vorgelegt werden. Und weil jeder weiß, dass die Zweitliga-PLANUNG 2010/11 in der Realität in jedem anderen Posten anders ausfallen wird.
Was zu erkennen ist, ist die Richtung, wo Hertha deutliche Summen einsparen will.
Vielleicht hat @Mineiro zu dem Thema Erhellendes beizusteuern?

@egmonte
war vergangenen Freitag auf Deinen Spuren im Forsthaus, Union-Aue schauen. (bekomme das aber nicht direkt zu ‚Kommste vonne Schicht‘ auf http://www.herthaunser.de verlinkt)

Was mir gefällt:

„Würde Babbel auf unseren Rat hören und Hertha vergeigt, müssten wir uns anschließend ja selber entlassen. Das wär doch zu blöd, oder?!“


DepecheMode
21. Oktober 2010 um 20:16  |  956

Ich finde die Fragestellung diesmal etwas merkwürdig oder sagen wir besser aus einem zu egozentrischen Blickwinkel gestellt.
Babbel, wie jeder andere Trainer auch, kann und darf doch nur so spielen lassen wie er es für erfolgsversprechend/optimal hält. Alles andere wäre doch fahrlässig und würfe ganz andere Fragen auf.
Wenn Babbel im nächsten Spiel mit einem 4-2-3-1 spielen lässt, hieße dies doch noch lange nicht das er nicht selbst darauf gekommen ist, ohne die schlauen Autoren in den Tageszeitungen. Genausowenig ist er beratungsresistent wenn er weiter bei einem 4-1-4-1 bleibt, wenn er es momentan für richtig erachtet.
Die Frage müsste doch eher lauten: Hälst Du Babbel für einen schlechten Trainer der die Situation, seine Spieler und/oder den Gegner/die Gegner falsch beurteilt/einschätzt bzw. wider besseren Wissens auf eine suboptimale Taktik setzt?


hurdiegerdie
21. Oktober 2010 um 20:25  |  957

Yep @Ubremer,

und dann gibt es noch den Posten „Abschreibungen, etc“, aber das sagte ich bereits, mal in den wirklichen Kosten mal als liquiditätsirrelevante Tabellenfussnote mit einer Differenz von insgesamt etwa 16 Mio.

Ich will da auch nicht mehr drauf rumreiten, das nervt eh nur die anderen. Freuen wir uns am Aufstieg und dann schauen wir weiter.


Tony Walnuts
21. Oktober 2010 um 21:40  |  959

Die Leistungen insbesondere der letzten beiden Spiele geben schon Anlass zu Veränderungen. Zwar war die Abwehr ziemlich sicher, aber nach vorne ging für mich viel zu wenig, gerade in Halbzeit zwei. Insgesamt scheint mir Babbel die Mannschaft während eines Spiels zu sehr sich selbst zu überlassen. Schmerzhaft ist mir da das Union-Spiel in Erinnerung.


Bolle75
21. Oktober 2010 um 21:45  |  960

„nur bedingt sinnvoll. Ein Profi hat nix gegen einen guten Rat“ habe ich geklickt möchte das allerdings ein wenig erklären. Babbel täte schlecht daran sich reinreden zu lassen aber hinhören und abspeichern kann in keinem Fall schaden. Wer von Spielern fordert sich ständig weiterzuentwickeln solle dies auch selber tun und vor allem können. Fehler eingestehen, Dinge ändern wenn es nicht läuft, Kritikfähig sein, einen guten Trainer oder Chef zeichnet so etwas aus. Aber noch ist das ja gar nicht nötig, wir sind Tabellenführer und von daher hat Babbel nicht allzu viele Fehler gemacht. Doch Achtung, wenn es gut läuft entstehen oft kleinere Brandherde die man wegen des Erfolges oft zu spät oder erst wenn es zu spät ist erkennt. Wer genau so etwas zu verhindern weiß gehört zu den ganz großen. Ich denke schon das MB jemand ist der sich andere Meinungen anhört und diese in seine Überlegungen mit einbezieht doch besteht schon Handlungsbedarf? Irgendwer hier (hab vergessen wer es war und will jetzt nicht suchen) hatte doch so schön geschrieben das es nicht nur auf das 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 ankommt sondern auch darauf wie sich diese über das Spielfeld verteilen. Das ist völlig richtig ist denn letztendlich haben wir doch immer die gleiche Aufstellung und die heißt 1+10.
Ich werde mich auf den Trainer verlassen.

Also dann … wir gewinnen morgen mit zwei Toren Unterschied, Verlieren können wir später, hab da morgen keenen Bock druff.


kypdurron
21. Oktober 2010 um 23:48  |  962

Das problem, das der verein ein bisschen hat ist ja, dass es den fan nicht besonders beeindruckt, wenn man 1. der 2. Liga ist. Man erwartet eigentlich doch, dass man auch mit abstand den besten Fussball spielt, und davon ist Hertha doch noch ein stück entfernt. Und das liegt, denke ich, zm Teil daran, dass man mit 5 gelernten Stürmern und nur einem echten Mittelfeldspieler (Niemeyer) aufläuft. Ich persönlich würde mir von einem Mittelfeldmann mehr nicht nur mehr Stabilität nach hinten, sondern auch mehr Spielkultur erhoffen. Aber solange man gewinnt, ist das natürlich vielleicht auch Luxus oder angesichts von derzeit nur 3 Stammspielern, die auch schon letzte Saison Stamm spielten, einfach zu viel verlangt.

Wenn Babbel glaubt, dass es so aktuell und in der Perspektive am besten ist, muss er es natürlich so machen. Das ist sein Job, und dafür hält er im Zweifel auch den Kopf hin. Trotzdem glaube ich, dass man, wenn man defensiv stabiler ist, auch mehr Offensive zeigen könnte. Man läuft eben dem Ball nicht so oft hinterher, wenn man ihn schneller wiederhat 😉


ETEBEER
22. Oktober 2010 um 0:47  |  964

Hertha ist finanziell nach wie vor noch auf der Intensivstation,da kommt der bisher verdiente Erfolg gerade recht,wir als Fans tuen gut daran nicht an Babbel zu zweifeln,aus meiner Sicht hat er bisher gute Arbeit gemacht,Preetz entwickelt sich auch immer weiter also lasst die Spiele weitergehen.


Etebaer
22. Oktober 2010 um 1:22  |  965

Ich hab für „nur bedingt sinnvoll“ gestimmt.

Das bedeutet mitnichten, das eine Zeitung, die Straße, der Fanblock die Aufgstellung machen kann, dafür ist letztendlich allein der Trainer zuständig und verantwortlich!

Aber jede wirklich gute Führungskraft, also auch ein Trainer, hat einen Zirkel von Leuten zum Diskutieren, Debattieren, Beraten, Philosophieren und nimmt auch die Reaktionen der Umwelt war und wird die Situation regelmässig dahingehend überprüfen, in wie weit Entwicklungen eintreten, Ideen aufkommen, die man einbeziehen muß, in die Entscheidungen.

Kurz gesagt:
Richtig gute Leute tragen keine Scheuklappen!

Gegen Fürth hoffe ich jedenfalls auf einen Sieg! Andererseits ist es jetzt noch früh in der Saison und es ist vielleicht viel besser, das Fürth den Finger in die Wunden der Unzulänglichkeiten legt, an denen es noch zu arbeiten gilt, damit am Ende der Saison der Aufstieg klar geht.
Denn bisher ist wohl keinem wirklich klar, ob Hertha jetzt hauptsächlich aus eigener Stärke, oder gegnerischer Schwäche gewonnen hat.

Abgeshen davon bin ich ein Anhänger der Philosohpie das Spiel immer an den eigenen Stärken auszurichten!


Mineiro
22. Oktober 2010 um 2:11  |  967

@hurdiegerdie & ubremer:

Zum hier diskutierten Thema Finanzen kann ich – da ich die Planung nicht im Detail vorliegen habe – auch nur Mutmaßungen anstellen. Generell muss man mit den umhergeisternden Zahlen aber vorsichtig sein, weil der Verein im Spannungsfeld steht zwischen den normalen Bilanzierungspflichten nach HGB, wo grundsätzlich alle Aufwandsposten (so auch Abschreibungen usw.) periodengerecht zugeordnet werden müssen und den eher liquiditätsorientierten Lizensierungsanforderungen der DFL, für die Abschreibungen eher irrelevant sind, da sie nicht mehr zu Zahlungsmittelabflüssen führen, wenn die Investition bereits in früheren Perioden lag.

Die erste wichtige Frage wäre also, ob die hier zu vergleichenden Daten der Etats in der 1. und 2. Liga (die ja zum Teil nur Plandaten sind) reine Liquiditätsgrößen sind oder nicht. Zu der Frage nach der Erklärungslücke denke ich, dass man davon ausgehen kann, dass der Vermarkter Sportfive kräftig an den Kosten des Abstiegs partizipieren dürfte und infolge geringerer Einnahmen aus TV-Geldern, Sponsoring, Logenvermarktung usw. in Liga 2 auch deutlich geringere Kosten für Zahlungen an S5 anfallen, obwohl die Gegenleistung in Form der Signing Fee zu Erstligakonditionen vereinnahmt werden konnte.

Auch ist nicht absolut klar, inwieweit die gestundeten Stadionmieten in der Planung Berücksichtigung fanden und wenn ja wann und wie.

Nachdem man vergangene Saison noch Kosten für die Heim- und Auswärtsspiele der Europa League hatte, ergeben sich auch durch den Wegfall dieses Wettbewerbs Kosteneinsparungen. Hinzu kommen sicherlich noch weitere Posten, wie die Abfindungen an Hoeneß, Favre und Gämperle oder diese üppige jährliche Saisonbeginn-Sonderzahlung an Arne Friedrich die in den Vorjahres-Istzahlen enthalten sein dürften, in der Planung für diese Saison aber keine Rolle mehr spielen.


Datcheffe
22. Oktober 2010 um 4:48  |  969

Morjen!

Nagut, also wenn wir mal ehrlich sind, haben wir in Deutschland das Phänomen, das wir leider zu oft denken, das wir aus 82 Mio. Bundestrainern bestehen.

Nein, im Ernst, natürlich machen wir uns unsere Gedanken, was wir machen würden, wenn wir etwas zu entscheiden hätten. Allersdings ist es auch so, das wir halt keine Trainer sind, das heißt, wir haben bestimmt nicht den täglichen Kontakt zur Mannschaft, wir haben nicht die Verantwortung dem Verein gegenüber und natürlich bekommen wir kein Trainergehalt.
Aber trotzdem macht es Spaß sich darüber zu unterhalten und zu diskutieren, aber für Babbel ist es nun mal kein Spaß, für ihn hängt da jede Menge mehr dran, als wir uns vorstellen können.

Ich persönlich, vertraue in erster Linie mal Babbel, das er im Gegensatz zu uns doch die richtigen Entscheidungen trifft. Denn er lebt für diesen Job, leistet sich nicht mal eine Wohnung, sondern lebt im Hotel, um sich ganz auf seinen Job zu konzentrieren!

Wir können auch mal ganz getrost davon ausgehen, das Babbel ein Spiel ganz anders sieht, als wir es tun. da fehlt uns das Auge, das Hintergrundwissen und natürlich die Kenntnis über die Spieler, die er auf das Spielfeld schickt. Wenn er sich mal vertut, hat er immer noch seine Co- Trainer, denen er sein Vertrauen schenkt und die auch zu ihm ein wesentlich innigeres Verhältnis haben, als wir es jemals haben werden.
Ich will damit ausdrücken, das diese Aufstellung, wenn sie heute abend doch wieder kommt, natürlich von mehreren Leuten diskutiert und für richtigbefunden wurde, auch wenn wir anderer Meinung sind. Ich würde mir nicht das Recht rausnehmen und ihn als beratungsresisdent bezeichnen, da erstens der Tabellenplatz für seine Arbeit spricht und zweitens, weil es nicht , wie bei den meisten von uns, aus dem Bauch kommt, sondern erarbeitet wurde!

Ich muß mich da immer noch mit einem Lächeln an die zweite Saison als Favre Trainer war, erinnern, als ich zum Anfang der Saison mit gut 20 Leuten gewetttet habe, das Hertha nicht schlechter als Platz 4 abschliessen wird. Oh Mann, ihr konnt euch garnicht vorstellen, wie mitleidig ich angeschaut wurde, weil jeder der Meinung war, ich wüßte nicht, was ich tat!
Ich will mir nichts einbilden, das ich die Wette gewonnen habe, aber ich hatte in der ersten Saison schon viel von Favres System erkennen können und war der Meinung, das er mit Hertha demzufolge in der zweiten Saison wesentlich besser abschneiden wird, als in der Ersten.

Und genau diess Bauchgefühl habe ich jetzt auch. ich kann es nicht erklären, aber bei Babbel kommt es mir überhaupt nicht eine Sekunde in den Kopf, das wir den Aufstieg nicht schaffen können.

Dieser Mann weiß, was es heißt zu kämpfen und Entscheidungen zu treffen, die er verantworten kann. Er ist ein Kämpfer, Denker und bestimmt niemand, der ans Aufgeben denkt. Das hat ihm damals seine Krankheit gelehrt, von der fast jeder dachte, er wird nicht mehr der Alte, aber genug Selbstdisziplin und sein Willen hat uns eines Besseren belehrt! Und das ist seine Stärke und die lebt er in seinem Job hier weiter!

Also, für mich, kein Grund an ihm zu zweifeln, auch wenn er heute wieder mit 4-1-4-1 anfängt. Umstellen auf ein System mit zwei Sechern ist durchaus möglich und was mich begeistert ist, das Vertrauen welches er in seine Männer legt und was Spieler halt immer wieder brauchen.

Kommt es so, das Domo vielleicht ein, zwei oder mehr Tore macht, sagt morgen keiner mehr, das es ein Fehler war, ihn weiter einzusetzen, denn nachher sind wir alle klüger und Babbel muß es heute schon sein!

Ich wünsche mir und allen anderen, die im Stadion, vorm Fernseher oder wo auch immer sitzen, ein schönes spannendes Spiel und drei Punkte für uns!

Schönen Freitag noch!


wilson
22. Oktober 2010 um 8:34  |  971

Fluch oder Segen ?

Schafft Hertha mit Babbel den Aufstieg hat er alles richtig gemacht und es bedurfte keinerlei Aufstellungs- und Taktikflüsterer von außen.

Packen sie es nicht war alles Mist, oder ?


hurdiegerdie
22. Oktober 2010 um 9:05  |  972

danke @Mineiro
@Datcheffe: Mal wieder klasse Beitrag! Also auf dein Bauchgefühl


Kraule
22. Oktober 2010 um 9:23  |  973

Ganz ehrlich!
Wer trägt die Verantwortung?
Also ist doch wohl klar, dass Babbel der alleinige Verantwortliche ist, oder?
Warum sollte er auf Laienprediger hören 😉
Er hat den Job gelernt, er hat die Erfahrung, er hat sein Team………..
Wär‘ ja noch schöner wenn wir Fans und Leser die Aufstellung und Taktik „abstimmen“.

Ha ho he


Dan
22. Oktober 2010 um 10:32  |  975

@wilson
Am Ende wird das Fazit, trotz Wenn und Aber’s genau so aussehen. Aufstieg oder verpasst, da interessiert es später wie heute nur noch Remscheid-Überlebende das sich Meier eine dämliche Zeitstrafe einhandelte. 🙂
—-
Allein in diesem Blog-Beitrag wird die Teamarbeit von M. Babbel aufgezeigt. Enge Absprache mit Ch. Fiedler in der Torwartfrage und genau das zählt doch. Markus Babbel, Ralf Rangnick, Felix Magath oder Jose Mourinho sitzen doch nich gottgleich in ihrem Kämmerlein und sind erleuchtet.

Mannschaftssport ist Teamwork, auf dem Platz und neben dem Platz. Am Anfang gibt es einen Masterplan der durch einen dynamischen Prozess begleitet wird. Ziele werden definiert, geändert oder angepasst. Mit dem Personal (Mannschaft und sportliche Verantwortliche) wird versucht dies umzusetzen und während oder am Ende muss sich je nach Hierachie der oder die Verantwortlichen dem Urteil des „Vorgesetzten“ beugen. Die Spieler dem Trainer, der Trainer dem Management, das Management dem Präsidium, das Präsidium den Mitglieder.

Alle müssen am Ende ihren Kopf hinhalten, nur die mit der meisten Macht und in der Masse gesehen mit dem wenigsten Wissen/Ahnung nicht, die Mitglieder.

Als Mitglied von Hertha BSC nehme ich es mir daher zwar heraus über Entscheidungen der Verantwortlichen meine Meinung zu bilden und „Wünsche“ zu äußern. Aber als „Henker“ gestehe ich jedem seinen eigenen Kopf zu den er verlieren will. Den am Ende ist es immer seiner der rollt und nie meiner.

Seltsame Scheinwelt in der die „Ahnungslosen“ über die Wissenden urteilen. Aber ohne uns „Ahnungslosen“ gäbe es diese Scheinwelt nicht. Also alle Macht den „Ahnungslosen“.

Lassen wir also Markus Babbel bis zu seiner „Enthauptung“ seinen eigenen Kopf.

Ich hoffe durch meine heutige bildliche Sprache fühlt sich keiner auf den Schlips getreten.

Allen heute abend ein erwärmendes Spiel im Stadion.

Dan


wilson
22. Oktober 2010 um 11:24  |  976

@ dan
Zumal Babbel da ein Stück weit bezüglich der Stimmen und Stimmungen „von außen“ gebrandmarkt sein dürfte, wenn ich mich an die Umstände seines Stuttgarter Abgangs erinnere. Jens Lehmann, der damalige Torhüter, hatte dazu in einem Interview auch entsprechendes gesagt.

Babbel wird nicht beratungsresistent sein, aber seine Meinung – unter Berücksichtigung der mit ihm zusammen arbeitenden Personen – knallhart durchsetzen, und das ist meiner Ansicht nach auch richtig so, denn schließlich ist er es, wie Du richtig gesagt hast, der seine Rübe dafür hergeben muss, wenn´s in die Hose geht.
Oft, so auch im Fall Babbel, hängt da auch nicht nur ein Kopf dran, sondern auch der des/der Co-Trainer(s) und das demonstriert das nötige Vertrauensverhältnis, dass über den „Hütchenaufsteller-Job“ hinausgeht. Die Entscheidung pro Sejna wuchs auch nur durch Hinzuziehen der Meinung Fiedlers, unterstelle ich mal.
___

Dass Babbel regelmäßig bei den U23-Spielen zuschaut, sehe ich gelegentlich live und in Farbe, aber wie um den Einfluss des U23-Trainers aussieht, würde mich schon sehr interessieren. Hier hoffe ich auf Infos durch die @ Herren Bremer und Stolpe. Wie groß war oder ist der Einfluss von Heine, wenn es um Leute aus dem Nachwuchs ging/geht ?


Espana2010
22. Oktober 2010 um 11:26  |  977

….worüber würdenwir – vor allem wir Männer – philosophieren, wenn wir den Fussball nicht hätten?


Dan
22. Oktober 2010 um 11:38  |  978

@wilson
Ohne eine Antwort von @ubremer und @dstolpe vorweg zunehmen, habe ich davon gehört, dass sich M.Babbel, M.Preetz und die Trainer der U23 (Heine), U19 (Tretschok) und U17 (Thom) Montags zu gemeinsamen zweiten Frühstück treffen sollen. Ob das sporadisch oder regelmässig durchgeführt wird entzieht sich meiner Kenntnis.


Teddieber
22. Oktober 2010 um 12:41  |  979

Hier meldet sich ein Remscheid geschädigter (Wahnsinn) :-).
Steigen wir auf, hat Babbel alles richtig gemacht. Wenn nicht, dann NICHT.

Ich bin der Überzeugung das der Trainer Babbel die Mannschaft zu jedem Spiel richtig einstellen wird und wir nächstes Jahr wieder 1.Liga Fußball in Berlin sehen werden.

Das Thema Finanzen: Der Manager von Wolfsburg hat in einem Interview gesagt, er freue sich so mit dem Geld zuarbeiten, er konnte das in Berlin nie machen. Hat er nicht auch Schuld gehabt? Nun ja, waren Hertha s Zahlen schon mal Schwarz? Außer nachdem Verkauf der Plumpe!
Deshalb wird die Nachwuchsarbeit auch in Zukunft sehr wichtig sein und mit solch einem Trainer werden es auch die jungen Spieler schaffen. In Liga 1 ist es aber dann nicht mehr so „leicht“ in die Manschaft zukommen wie diese Saison.
Zum Besuch von anderen Vereinen: Ich ging damals mal zu Blau Weiß – Bayern. Der Berliner Verein hat zweimal getroffen und gewonnen. Man stelle sich vor, es hat mich eigentlich nicht berührt!
So, werde mich jetzt für mein 1.Heimspiel diese Saison fertig machen.
Ick freu mia! 😉


ubremer
ubremer
22. Oktober 2010 um 13:15  |  980

@wilson und @Dan,

zur Frage mit Babbel und der Abstimmung mit den Nachwuchstrainern, erlaube ich mir aus einem Morgenpost-Text vom 4. Oktober zu zitieren.

Babbel traut sich was. Sein Credo: Wenn zwei gleich gut sind, spielt der Jüngere. Das machen nicht viele Trainer so. Häufig setzen Übungsleiter (auch zum Selbstschutz) auf Namen und den Faktor Erfahrung.

Noch einen anderen Punkt hat Hertha geändert. Als Konsequenz aus der Ära von Trainer-Vorgänger Lucien Favre haben Preetz und alle Jugendtrainer jetzt jede Woche einen langen zusätzlichen Termin im Kalender. Favre hatte zwar mit Bigalke, Lennart Hartmann, Radjabali-Fardi und Florian Riedel vier Youngster zu den Profis genommen, doch keiner von denen hat den Durchbruch geschafft. Als ein Grund dafür wurde ein Mangel an Spielpraxis ausgemacht. Jetzt stimmt sich der Manager, meist am Donnerstag jeder Woche, in einer langen Sitzung mit Karsten Heine (Trainer U 23), Rene Tretschok (U 19) und Andreas Thom (U 17) ab, wer bekommt wo wie viel Einsatzzeit. So wenig Trainer Babbel in seiner Mannschaft wechselt, so kräftig wird zwischen den Altersstufen rotiert. Djuricin hat in der Woche vor seinem Oberhausen-Spiel in der A-Jugend gekickt. Perdedaj hat einen Regionalliga-Einsatz, Bigalke zwei, Neumann vier. Preetz: „Wir investieren mehr Zeit als früher, um die Talente optimal zu integrieren.“

@Mineiro und @hurdiegerdie, danke soweit. Das Thema Saisonfinanzierung stellen wir im Moment beiseite, werden es aber definitiv nicht aus den Augen verlieren. Wer mehr Einfluss nehmen möchte, als immerhertha.de oder in anderen Foren zu diskutieren, den kann man nur ermutigen Hertha-Mitglied zu werden. Bei hertha-inside.de wird das Thema wiederkehrend diskutiert. Wenn die nächste Mitgliederversammlung Ende November ansteht, werden wir darauf ebenfalls eingehen.

@Dan,
habe mich ja schon als der Nachilfe-bedürftig bei Dingen, die weiter als die 1990er zurückliegen geoutet: Stuttgart, 1980, äh, für die Jüngeren unter uns . . . ?


Dan
22. Oktober 2010 um 13:17  |  981

@Teddieber

Ich bin sogar ein Stuttgart’80 – Überlebender. 🙂


wilson
22. Oktober 2010 um 13:43  |  982

@ ubremer

Danke.
Zitat: „…haben Preetz und alle Jugendtrainer jetzt jede Woche einen langen zusätzlichen Termin im Kalender.“

Daraus schließe ich, dass Babbel nicht anwesend ist.

Ich hätte meine Bitte vielleicht auch deutlicher und provokanter in Richtung U23-Trainer stellen sollen:
gab/gibt es Kritik an Heine, dass es zuletzt wenige von „seinen“ Schützlingen ins Profiteam geschafft haben oder schiebt man es darauf, dass es nicht jedes Jahr eine „goldene Generation“ geben kann ?


Teddieber
22. Oktober 2010 um 13:50  |  983

Musste nochmal hier rein gehen! 😉
Hertha-Stuttgart
Wir müssen unbedingt mit 3 oder 4 Toren unterschied gewinnen um nicht abzusteigen. Was soll ich sagen. 4:2 gewonnen und es hat doch nicht gereicht, da Köln uns mal wieder geärgert hat und Uerdingen nicht hoch besiegt hat. Glaube das Spiel hat erst um 17 Uhr angefangen wegen einer Veranstaltung in Berlin. Man stelle sich das heute mal vor, das am letzten Spieltag ein Spiel verlegt wird!Uerdingen und Gladbach (0:0) waren damals schuld. Habe nicht nachgeschaut, ich war im Stadion.! Richtig erklärt Dan?!


ubremer
ubremer
22. Oktober 2010 um 13:57  |  984

@wilson,

was meinst Du?
Schulz, Djuricin (beide 17), Lasogga (18), Neumann, Perdedaj, Hartmann (alle 19) und Bigalke (20) trainieren/spielen bei den Profis. Welcher Vorwurf geht jetzt warum an den/die Nachwuchstrainer?


Dan
22. Oktober 2010 um 13:59  |  985

Bekanntlich ging beim Golgowski-Quartett 1954 die Welt am 30.Mai unter.

Für Herthaner meines Jahrganges (1962) war es aber der 31.05.1980 als Hertha trotz eines 4:2 Sieges gegen den VfB Stuttgart wegen 2 1/2 Tore Tordifferenz gegenüber Uerdingen abstieg.

Noch heute kann ich Köln nicht wirklich ausstehen, weil sie (Verschwörungstheorie) die Reisekosten nach Berlin sparen wollten, ihren Regionalnachbarn nicht abgeschossen haben. 1:0 nach 10 Minuten oder so mit Dieter Müller, Okudera, Litti und Woodcock gegen UERDINGEN !!! nur 1:0. Nee Nee Nee regt mich heute noch auf. 🙂

Aber unsere Feuerlocke Diefenbach hatte auch seinen Anteil mit einem verschossenen Elfer.

Naja jetzt im gesetzten Alter und mehr Wissen, wissen wir ja das die Welt bekanntlich am 21.12.2012 untergeht. Hoffentlich gehen wir da nicht als Herbstmeister in die Winterpause. 🙂


wilson
22. Oktober 2010 um 14:05  |  986

@ ubremer

Von den genannten Spielern sind mir nur Bigalke, Hartmann und Perdedaj mit regelmäßigen Einsätzen bei der U23 in Erinnerung. Haben die anderen die U23 nicht mehr oder weniger übersprungen ?
Und Lasogga kommt doch nicht aus dem Hertha-Stall, oder ?


wilson
22. Oktober 2010 um 14:08  |  987

…und Nachtrag, weil ich so vergesslich bin:

Bigalke und Hartmann mögen sich ja den Wolf bei den Profis trainieren, aber den Durchbruch haben beide ebensowenig geschafft wie R.-Fardi oder Knoll, der auch mal in der Verlosung war.


ubremer
ubremer
22. Oktober 2010 um 14:20  |  988

@wilson,

Burchert hat aktuell 9 Einsätze in der Regionalliga, Neumann 4, Bigalke 2, Hartmann 6, Perdedaj 1, Djuricin 1, Lasogga 4.

Alle genannten wurden vorzeitig hochgezogen (außer Lasogga, der aus Leverkusen kommt). Neumann als A-Jugend-Kapitän hat vergangenen Saison U23 gespielt. Schulz, der hätte B-Jugend spielen können, war bei der A-Jugend dabei. Djuricin darf immer noch A-Jugend spielen.
Nochmal: Welche Kritik erwächst daraus an den U23-Trainer?


Dan
22. Oktober 2010 um 14:53  |  989

Jugend:
Der @wilson hat sich zwar erklärt, ich denke er fragt nach, ob man im Verein hinterfragt woran es liegt, dass aus den vielen U-xx Nationalspielern keiner in den letzten Jahren (3?) nach den Boatengs annähernd den Sprung in den Kader schaffte (Ebert war ja schon da)?

Sagt man sich nicht jedes Jahr kann man ernten?

oder

Liegt es am jeweiligen aktuellen Profi-Trainer?

oder

Hinterfragt man auch, warum bleibt so oft der nächste Schritt zum Profi aus? Wo bleibt der Biss des Spielers, an dem ein Trainer nicht vorbei kommt?

oder

Hat man uns das Potential, von @wilson’s genannten Spielern, aber auch Ede, Bieler , Traore, Riedel oder Cubukcu nur vorgegaukelt?

Ich weiß das die Spieler auch in den anderen Vereinen nicht wirklich etwas reissen, aber wo oder was war der Break vom großen Talent und sogar DFB-ausgezeichneten Spieler zum ewigen U23 Spieler oder „Wandergeselle“ in untere Ligen?


Dan
22. Oktober 2010 um 15:10  |  990

Nachtrag:

Bei einer solchen Fragestellung könnte man darauf kommen zu hinterfragen, ob in den letzten Jahren, eben weil sich gerade jetzt etwas scheinbar ändert, in die falsche Richtung gelaufen ist.

Nicht umsonst hat man doch letztes Jahr R.Tretschock geholt und dieses Jahr die anderen Jugendteams neubesetzt.

Dieses Jahr können wir Berliner ja nicht meckern. 🙂 Aber doch über die letzten drei vielleicht. Wir Berliner sind halt so.


ubremer
ubremer
22. Oktober 2010 um 15:14  |  991

@Dan,

nach dem, was ich höre, hinterfragt man sich in der Ausbildungsarbeit bei Hertha permanent. Weil Nachwuchsarbeit kostet (siehe Kommentar von 19.43 Uhr samt Text vom 4. Oktober) und die Kosten sollen wieder reingespielt werden. Sei es mit Leistung bei Hertha oder mit Ablöse-Einnahmen (siehe Kevin Boateng/7,9 Mio Euro von Tottenham Hotspur).
Ein erster Grund der aktuellen Veränderung trägt den Namen Preetz. Ein zweiter Grund ist die Zweite Liga. Ein dritter heißt Markus Babbel, der es wagt, auf die Jungen zu setzen. Aber damit beschäftigen wir uns mal etwas gründlicher, o.k.?
Jetzt aber auf den Weg ins Stadion 😉


Dan
22. Oktober 2010 um 15:37  |  992

@ubremer
Jupp machen wir.

Sind Reporterplätze beheizt ? Ich bin erst zu 17:30 im Stadion. Bekomme vom Fensterrausschauen schon kalte Füsse und lege mir gerade mein Michelin-Kostüm zurecht. 🙂

Also viel Spass bei der Arbeit und vielleicht heute hier nochmal nach der Benotung.


ubremer
ubremer
22. Oktober 2010 um 15:44  |  993

@Dan,

danke. Aber beheizte Reporterplätze? Die habe ich einmal erlebt im damaligen Volksparkstadion in Hamburg zur Zeit vor dem Umbau. Da lief ein Warmwasserleitungs-Rohr in Fußhöhe durch die Pressereihe. Sowas gibt’s schon lange nicht mehr. Wir sitzen draußen, was ich wg. Atmosphäre mitbekommen auch gut finde. Wichtig ist nur die Überdachung, weil Laptops bei Wasser von oben sehr hurmorlos sind 😉
P.S. Benotung folgt, live aus dem Stadion später am Abend.


wilson
23. Oktober 2010 um 11:11  |  1003

@ dan
Danke für die Unterstützung bei der Fragestellung. Da ich JWD arbeite, musste ich die Diskussion mit @ ubremer am Freitag leider einstellen, ansosnsten hätte ich es nicht mehr zum Spiel geschafft.

Mein Nachfragen zielte genau in die von Dir weitergetriebene Richtung. U23 heißt in den letzten Jahren für mich:
viel Input (Kosten), aber zu wenig (?) Output !
Und da stelt sich für mich die Frage nach dem U23-Trainer. Bei einem finanzschwachen Club wie Hertha ist aber die 2. Mannschaft (U23) ein wichtiger Bestandteil: entweder um Spieler ins eigene Profiteam zu bringen oder um durch Verkäufe zum einen deren Ausbildungskosten einzusacken und darüberhinaus einen interessanten Betrag zu erzielen.

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