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(ub) – 1:2 (0:0) bei TuS Koblenz, Hertha BSC ist in der Zweiten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Nix ist es mit dem Traum vom Finale im eigenen Wohnzimmer. Nix ist es mit den 585.000 Euro, die der Einzug ins Achtelfinale gebracht hätte.  Zum vierten Mal in Folge scheitert Hertha bereits in der Zweiten Runde, diesmal als Zweitliga-Krösus bei einem Drittligisten. Dahin ist er, der Nimbus der Unbesiegbarkeit beim Haupstadt-Klub. Dazu noch eine Rote Karte für Raffael.

Ich will Euch nicht mit irgendwelchen 4en und 5en als Noten langweilen. Lasst uns reden. Ich stehe mindestens bis 22.30 Uhr zu Verfügung.

Meine These zum Einstieg: Hertha hat genau das bekommen, was nach der Leistung in Koblenz verdient war: Eine Niederlage. Für die Babbel-Truppe war Koblenz erst ab der 88. Minute, dem 1:2-Anschlusstreffer von Ramos, ein Pokalspiel. Viel zu wenig, um sich ein Weiterkommen zu verdienen.

Woran hat es gelegen?

Schreibt drauf los, raus mit dem Frust.

Wie habt Ihr  Torwart Marco Sejna beim  0:1 gesehen? Auch wenn Glückstore aus 50 Metern gegen Berliner Torwart in Mode zu kommen scheinen, meiner Meinung nach hat der Schlussmann eine Aktie daran.

Was war das Beste am Spiel in Koblenz?

  • Dass irgendwann Schluss war (29%, 71 Stimmen)
  • Mir fällt nichts ein (28%, 68 Stimmen)
  • Dass es "nur" eine Pokal-Niederlage war (22%, 54 Stimmen)
  • Die Einwechslung und einige positive Ansätze von Ronny (20%, 49 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 242

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80
Kommentare

Alex
26. Oktober 2010 um 21:27  |  1111

Abend, also ohne worte wie kann man nur so verlieren. Vielleicht der Richtige Dämpfer zur richtigen Zeit für Hertha. Der Aufstieg wird kein Selbstläufer wie ja so viele denken.

Hoffentlich kommt kein richtiger Knick!

Schönen abend noch


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 21:30  |  1112

@Alex,

woran hat’s gelegen?


dstolpe
26. Oktober 2010 um 21:31  |  1113

Ich habe uns ebenso spontan noch eine kleine Umfrage gebastelt… Es war an diesem Abend alles etwas anders geplant. Ein gruseliges Spiel.


stinkepunk
26. Oktober 2010 um 21:31  |  1114

Habs Spiel leider nicht gesehen, aber damit setzt Hertha eine traurige Serie fort. Und ich war auch noch so kühn zu glauben, dass Hertha diesmal erst im Achtelfinale raus fliegt.


rasiberlin
26. Oktober 2010 um 21:35  |  1115

oh gott… ja genau soooo kenne ich meine hertha…. große scheisse…

super leistung von senja… 🙁

aber viele grüße an ingolstadt… glaube, die freuen sich weniger über unser ergebnis. mein tipp für samstag: 8:0 für uns…


Alex
26. Oktober 2010 um 21:35  |  1116

meiner Meinung nach an der Einstellung. Da kommt Hertha und denkt den 3.Ligisten hauen wir ohne Probleme weg, sind ja 2.Ligaspitzenreiter und dann kommt massive Gegenwind und schon ist die ganze Souveränität weg und mit jeder Minute mehr wird es „schlimmer“.
Hertha überschätzt sich meiner Meinung nach zur Zeit auch und gerade die Presse („Die Unschlagbaren“) tut da ihr übriges dazu.
Es ist schon die 2.Liga anzuführen, aber kaufen können wir uns dafür bisher noch nicht. Wenn wir am 34. Spiel ganz oben oder an 2ter Stelle stehen, dann können wir alle feiern vohrer wird es noch ein langer langer weg!
Und der Pokalwettbewerb, schwamm drüber, nur der Aufstieg zählt, sonst nix!


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 21:36  |  1117

@stinkepunk,

auf bestimmte Weise hast Du nix versäumt. Andrerseits schon, weil man mal in Ruhe sehen konnte, wie Hertha erst mit Drucksituationen (das begann schon in den ersten 120 Sekunden mit zwei Chancen für Koblenz) umzugehen vermag. Und dann, wie Mannschaft/Trainer auf einen Rückstand reagieren (52-Meter-Glückstor von Stahl gegen Sejna) – und das war in der Tat bedenklich. Raffael verlor nach dem x-ten Foul an ihm die Nerven und trat zurück – Rot. Ronny, der nach 69 Minuten für den schwachen Schulz kam, wollte helfen – bekam aber kaum etwas hin.

@Alex,

ich finde es sehr ärgerlich, dass Hertha ausgeschieden ist. Wenn man Zweite LIga spielt, gibt es nicht so viele Möglichkeiten, sich bundesweit vernünftig zu präsentieren. Aber bei einem Achtel- oder Viertelfinale ist das möglich. Ganz zu schweigen davon, dass die TV-Einnahmen dann auch in die Millionen gehen. Geld, das Hertha gut hätte . . .

@rasiberlin,

wenn ich Trainer in Ingolstadt wäre würde ich nicht zittern, sondern sagen: Schaut, wenn ihr 90 Minunten kämpft, kann das gegen Hertha schon reichen.


Bolle75
26. Oktober 2010 um 21:39  |  1118

hab es auch nicht gesehen aber scheint ja ein Bomben Spiel gewesen zu sein … von Koblenz.
Woran es lag … ganz einfach war nen Pokalspiel und der Gegner Drittklassig.

Was anderes kann ich nicht sagen. Aber nun geht der Traum weiter bis 2015 sind ja noch ein paar Versuche.


Treat
26. Oktober 2010 um 21:41  |  1119

Also die letzte Frage gleich mal zuerst. Sejna hatte heute insgesamt – insbesondere in der Anfangsphase – sicherlich einen eher schlechten Tag. Dennoch finde ich, dass ihn an dem Tor zur 1:0 – Führung für die Koblenzer keine Schuld trifft.
Hertha hat die Offensivaktion und befindet sich selbst in der Vorwärtsbewegung. Von einem Torhüter wird heute erwartet, dass er in solchen Situationen hoch steht, quasi sein eigener Libero ist. Das birgt natürlich die Gefahr solcher Sonntags-Oster-Weihnachts-Wiedervereinigungstreffer wie diesem aber mal ehrlich, wie häufig ist das, im Vergleich zu langen Konterbällen, die so vom Torhüter frühzeitig abgefangen werden können und somit erst gar keine Gefahr entstehen lassen? Es ist also eine Risikoabwägung und aus meiner Sicht spricht viel für die Position weiter vor dem Tor, die Sejna in dieser Situation eingenommen hat. Das er selbst dennoch nach dem Spiel eine Mitschuld daran einräumt, ehrt ihn, ist aber aus meiner Sicht unnötig. Wie Markus Babbel völlig richtig analysierte, passierte der Fehler als nach dem eigenen Freistoß zweimal nicht konsequent nach vorn, sondern quer gespielt wird, daraus ergibt sich dann die Gelegenheit zu diesem Glückstreffer.

Dessen ungeachtet ein völlig verdienter Sieg für die TuS, die über 90 Minuten einfach permanent mehr investiert hat.

Hertha kam mit dem Nimbus der „Unbesiegbarkeit“ in dieser Saison nach Koblenz und ließ das auch sofort raushängen. Heutzutage sind die Bedingungen (Trainingsmöglichkeiten, Taktik etc. pp.) aber in allen höheren Ligen bis mindestens hinein in die Oberliga so ähnlich, dass 90 % Leistung einfach nirgendwo reichen. Wenn man sich auf sein Glück und seine Souveränität verlassen möchte, weil das ja in den letzten Wochen so schön geklappt hat und dabei auf eine leidenschaftlich kämpfende Mannschaft trifft, die in ihrem „Spiel des Jahres“ eben eher 110 % investiert, dann sieht man genau so alt aus, wie unsere alte Dame heute.

Natürlich enttäuschend aber vielleicht ein Schrecken zur rechten Zeit. Vielleicht waren einige unserer Jungs wirklich schon drauf und dran zu glauben, dass sie in dieser Saison in jedem Spiel nur die Ruhe bewahren müssen und irgendwann geht das Ding schon rein – weit gefehlt, meine Herren! Abgesehen vom Pokal-Trauma, das für uns Herthaner ja inzwischen schon „lieb gewonnene“ Tradition zu sein scheint, hat der DFB-Pokal in dieser Saison gegenüber dem Wiederaufstieg sicherlich eine geringere Priorität. Mir ist es daher allemal lieber, der Dämpfer kommt im Pokal und man gibt in der Liga gegen Ingolstadt wieder 100% als anders herum!

Das Einzige, was mich heute Abend wirklich geärgert hat, war der (erneute) Ausraster von Raffa. Der Junge scheint sich wirklich nicht im Griff zu haben. Entweder läuft er scheintot über den Platz oder aber er explodiert sofort – im Positiven wie im Negativen! Ein gesundes Mittelmaß an Emotion scheint es für ihn kaum zu geben. Das ist mir schleierhaft und da sollte meines Erachtens dringend mal ein Mentalcoach oder ein Psychologen (was unter Umständen ja das Gleich sein kann) heran, bevor der Mann uns mit seinen unprofessionellen Unbeherrschtheiten noch wertvolle Punkte im Kampf um den Aufstieg kostet.

Wie gesagt, schade um eine gute Möglichkeit, mit etwas mehr Einsatz die nächste Runde zu erreichen und auch um die damit verbundenen Mehreinnahmen, jedoch ist für mich am Ende das Glas eher wieder halbvoll, frei nach dem Motto: Wer weiß, wozu es gut ist!

Den Koblenzern meine herzlichen Glückwünsche zu einer sehr couragierten und teilweise auch spielerisch nicht schlecht anzusehenden Leistung und einem hoch verdienten Sieg am heutigen Tage.

Für meine Hertha kann es nur heißen: Kopf hoch, selbigen frei bekommen und am Samstag gegen Ingolstadt zeigen, dass Ihr die Fehler erkannt habt und es sich dabei um einen Ausrutscher handelte!

Blauweiße Grüße
Treat


stinkepunk
26. Oktober 2010 um 21:42  |  1120

Ich bin traurig 🙁


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 21:44  |  1121

@Treat,

wie hast Du das Coaching von Babbel gesehen?

@stinkepunk

[Symbol für Hand auf die Schulter legen und aufmunternd Zusprechen]


stinkepunk
26. Oktober 2010 um 21:45  |  1122

Aber anscheinend hab ich mich richtig entschieden diesmal statt Hertha Goethe zu gucken und auf jeden Fall kann meine Horrovision mit Schalke nicht mehr wirklich werden. Zumindest nicht diese Saison.

@Bolle75: Was ist nach 2015? Kein Finale mehr im Olympiastadion?


Sascha
26. Oktober 2010 um 21:48  |  1123

Ich denke es gibt jede Menge Gründe für diese schlechte Leistung.

1. Jedes Jahr das Gleiche

Ich bin nicht wirklich abergläubisch, aber bei Hertha im Pokal….Jedes Jahr ist es das Gleiche. Jedes Jahr rege ich mich auf. Ich glaube so lange das Pokalfinale bei uns stattfindet, werden wir auch nichts reißen. Ich werde die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben, wir Fussballfans sind halt masochistisch veranlagt…

2. Eitelkeit

Ich hatte das Gefühl, wie übrigens jedes Jahr, dass unsere Südamerikaner Fraktion (Raffael + Ramos) sich nicht für den Pokal begeistern können. In der Liga hat man gesehen, dass Raffael ein paar Tritte mittlerweile abkann, aber das heute war wohl etwas zu viel für ihn. Auch Ramos hat man garnicht gesehen.

3. Die vergebene Chance von Domo

Bei aller Liebe für die vergangenen Tore, aber Domo: Den muss man als Profi einfach machen

4. Die gesamte Offensivleisung…

…ließ zu wünschen übrig…

5. Der fehlende zweite Sechser

…was meiner Meinung nach auf den fehlenden zweiten Sechser zurückzuführen ist. Ich verstehe nicht, warum Babbel weiter auf dieses System setzt wo Domo+Raffael sich auf den Füßen stehen. Gegen bestimmte Gegner, die sehr auf Zweikämpfe aus sind, wie z.B. Aachen, Union und jetzt auch in Koblenz brauchen wir Peredaj. Einfach um mehr Sicherheit zu geben, einen vernünftigen Spielaufbau hinzubekommen und vor allem die beiden Außenverteidiger auch mal zu entlasten, damit diese sich nach vorne einschalten können.

6. Das späte reagieren von Babbel

Ich hätte bereits zur Pause Domo+Schulz ausgewechselt. Auch der 50 Meter Schuss war ein Fehler von Schulz vorausgegangen, da dieser einen Querpass einfach nicht prezise an Mann gebracht hatte

7. Sejna

Ich denke auch, dass er nicht ganz unschuldig ist….

Letztendlich war es halt „nur“ eine Niederlage im DFB-Pokal, jedoch sollte Herr Babbel bei aller Euphorie in der Liga sich die Gründe der Niederlage auch selber mal überlegen. Ronny hat mir z.B. sehr gut gefallen. Ich bin selber auch einer der junge Hertha-Spieler gerne in der Anfangsformation sieht, aber ich denke Ronny hätte mal eine Chance von Anfang an, verdient. Die aufkommende Diskussion, ob man nicht Burchert eine Chance geben soll, wird sicher auch nicht uninteressant.

Jetzt aber genug gemeckert…


dstolpe
26. Oktober 2010 um 21:48  |  1124

@Alex
da war ja noch nicht mal „massiver Gegenwind“. Bei allem Respekt – ich fand Koblenz derart bieder … die haben eben Fußball gearbeitet – und das reichte an diesem Abend schon. Die Tore, mei, ein Mal Riesendusel (den macht der so in einer Million Jahre nicht noch mal) und eine Riesendummheit (von Domo).

@ubremer
An Ronny hat mir immerhin sein Engagement gefallen – damit hob er sich aber schon ab vom Rest der Kollegen. . .


Sascha
26. Oktober 2010 um 21:51  |  1125

hab die ganze Zeit geschrieben und nicht die Kommentare gelesen….ich kann Treat in vielen Punkten zustimmen!


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 21:54  |  1126

@Sascha,

willkommen bei immerhertha. Zu Adrian Ramos: Ich fand, dass er schwach gespielt hat, aber zu der kleinen Gruppe um Hubnik, Lell, Niemeyer und Ronny gehörte, die sichtbar den Ehrgeiz hatten, gewinnen zu wollen.

@alle,

ein 0:1-, auch ein 0:2-Rückstand im Spiel kann passieren. Ich fand es beunruhigend, dass Hertha als klassenhöhere Mannschaft, mit dem Selbstbewusstsein der vergangenen zehn Wochen im Rücken, so überhaupt nicht in der Lage war, Druck aufzubauen. Geschweige denn, Chancen zu kreiieren.


hurdiegerdie
26. Oktober 2010 um 21:54  |  1127

@stinkepunk: ich bin stinkig Punkt.

Leider kann ich in solchen Situationen nicht „objektiv“ und sachlich diskutieren, vielleicht später.

Also fällt mir nur Folgendes zur Torwart-Debatte ein: wenigstens hat er nicht vorher unnötig mit dem Kopf geklärt.

Und (aber das ist bestimmt meine inzwischen selektive Wahrnehmung): mit Friend spielen wir 10 gegen 11.

So Frustbewältigung; vielleicht später mit etwas mehr Ruhe etwas mehr.


Alex
26. Oktober 2010 um 21:54  |  1128

also die redakteure von herthabsc.de haben wohl ein anderes spiel gesehen als ich:

Hertha unterliegt …… in einer DRAMATISCHEN Partie

also wo die gewesen sein soll weiß ich ja nicht…..


Sascha
26. Oktober 2010 um 21:55  |  1129

Dramatisch schlecht 😉


Treat
26. Oktober 2010 um 21:57  |  1130

Zu Babbels Coaching:
Wenn es bislang für mich überhaupt einen Kritikpunkt an Babbels Arbeit gibt, dann ist es vielleicht das Coaching während der Spiele. Sicher, die Einflussmöglichkeiten des Trainers sind dann nur noch begrenzt vorhanden aber teilweise wirkt er mir zu lange teilnahmslos und auch seine Halbzeitansprachen haben bis jetzt noch nicht oft eine Leistungsverbesserung in Halbzeit 2 bewirkt. So auch heute.

Nachdem die Hertha gleich zu Beginn recht fahrlässig und ideenlos gegen die Koblenzer agierte, hätte es mich – gerade in diesem Spiel außerhalb des Ligawettbewerbes – gefreut, wenn auch Babbel mal früh ein Zeichen gesetzt hätte. Ich könnte gar nicht sagen, wen er als erstes hätte auswechseln sollen, denn so ziemlich alle waren zunächst sehr fahrig bis teilweise pomadig. Dennoch wäre ein frischer Mann zu einem frühen Zeitpunkt, sagen wir mal, so um Minute 25 bis 30 ein deutliches Signal an die Mannschaft gewesen und eines solchen hätte es heute nach meiner Auffassung bedurft.

Zudem hätte ich später nicht Lasogga neben Friend gestellt. Es war zu erwarten, dass die beiden so ähnlich gebauten und veranlagten Stürmer sich nur gegenseitig im Wege stehen würden. Sicher, Domo war heute – insbesondere wieder in der Defensive, wo er seinen Gegner mehrfach sträflich allein gelassen hat – eher schwach und hat zudem völlig unnötig den verdienten Elfmeter für die TuS verursacht. Dennoch hätte ich neben den einen, etwas ungelenken Stoßstürmer noch einen zweiten gestellt, sondern lieber das spielerische Element verstärkt. Möglicher Weise sogar dadurch, dass Raffa oder Ramos nach vorne in die Sturmspitze gezogen werden – vielleicht sogar Domo selbst, bei Auswechslung von beispielsweise Schulz – und dafür mit Perde ein zweiter 6er ins Spiel kommt, nicht, um insgesamt defensiver zu agieren, sondern um die Angriffe der Koblenzer frühzeitiger zu unterbinden und dann ein besser geordnetes Spiel nach vorn einzuleiten.

So war mir Markus Babbel also heute insgesamt wieder etwas zu passiv und die Halbzeitansprache hat augenscheinlich erneut nichts gebracht. Das ist aber bei dem bisher in dieser Saison erreichten wirklich Kritik auf hohem Niveau, ich möchte das nicht als Gemecker verstanden wissen. Immerhin war die Analyse bei Sky nach dem Spiel wieder ungeschönt, klar und ehrlich und das schätze ich an Babbel sehr. Hoffen wir nur, dass er der Mannschaft auch die daraus resultierenden, notwendigen Veränderungen in der Einstellung bis zum Samstag vermitteln kann.

Blauweiße Grüße
Treat


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 22:00  |  1131

@hurdiegerdie,

für Spielanlage mit vier offensiven Mittelfeldspielern und einem Stürmer sollte die Abstimmung klappen. Aber ich sehe Friend die Bälle mit dem KOpf, der Brust oder dem Knie irgendwohin ablegen – und in der nächsten Szene hadert er jedesmal mit den Kollegen, dass sie nicht mitgedacht hätten. Dafür, dass dieses Quartett seit Juli zusammen trainiert, klappt die Abstimmung erstaunlich oft nicht.


Sascha
26. Oktober 2010 um 22:02  |  1132

@ubremer:

danke, lese euren Blog schon seit Anfang an, jetzt hat der Frust mich dazu gebracht auch mal zu kommentieren 😉

Zur These warum wir nicht nach 0:2 zurückgekommen sind:

Ich denke zur Spitzenmannschaft fehlt uns noch einiges. Wir sind eine sehr gute Zweitligamannschaft mit viel Perspektive. Aber ich denke um zu reagieren hätte es neue Personal bedarft. Warum haben wir nur 2x gewechselt?

Was ich mich auch gefragt hab: Was ist eigentlich mit Beichler? Er hat doch jetzt schon mind. 2 x für die Amateure gespielt (letztes Spiel die volle Distanz), wieso nimmt man ihn dann nicht im Pokal mit?


Treat
26. Oktober 2010 um 22:03  |  1133

Es sollte natürlich heißen: neben den einen etwas ungelenken Stoßstürmer hätte ich NICHT noch einen zweiten gestellt aber ich denke, das wird aus dem Zusammenhang klar.

@Sascha: So ging es mir dann auch, habe während meines zweiten Kommentars natürlich Deinen nicht lesen können, dadurch auch hier einige Überschneidungen… 😉

Blauweiße Grüße
Treat


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 22:09  |  1134

@Sascha,

müsste nachschauen, wer es am Sonntag gepostet hat: Beichler hat wohl eher mäßig und anscheinend noch nicht voll fit bei der U 23 gespielt. Warum Babbel nur zweimal gewechselt hat, habe ich mich ebenfalls gefragt.

@Treat,

um nochmal auf einen ungelenken Stoßstürmer zu kommen. Habe zu Saisonbeginn mit dem DFB-Cheftrainerausbilder, Frank Wormuth, gesprochen zu der Mode mit dem Ein-Stürmer-System.
Wormuth sagte, dass man (falls man nicht Didier Drogba zur Verfügung hat) dafür einen antrittsschnellen, technisch guten Stürmer braucht, der auch nach hinten arbeitet. Deshalb Olic vergangene Saison bei den Bayern (und nicht Gomez), deshalb Torres bei den Spaniern. Wormuth: „Ein grosser, wenig beweglicher Stürmer ist in diesem System nicht hilfreich.“
Ohne, dass Rob Friend jetzt plattgemacht werden soll, aber da ist was dran.


26. Oktober 2010 um 22:13  |  1135

Wenn ich ehrlich bin fehlt auch mir heute Abend etwas die Leidenschaft. Es scheint also nicht nur den Spielern so zu gehen das der Fokus zu 101% auf den Aufstieg gerichtet ist.

Man hat Spiele mit einem solchen Verlauf sicher schon 785mal im Pokal gesehen. Genau wie die hitzigen Diskussionen im Anschluss daran beim unterlegenen Goliath. Natürlich ist es ärgerlich und natürlich war es vollkommen unnötig. Keine Frage! Aber mehr dann eben auch nicht und mehr möchte ich da auch wirklich nicht reininterpretieren.

Trotzdem allen noch einen schönen Abend.


Treat
26. Oktober 2010 um 22:13  |  1136

@ubremer:
Dem habe ich nichts hinzu zu fügen und deshalb gehe ich jetzt ins Bett, weil mein Dienst morgen wieder um 6 Uhr beginnt!

Danke @ubremer und @dstolpe für die spontane Möglichkeit, sich nach dem Spiel gleich noch auszutauschen und so die erste Enttäuschung mit Gleichgesinnten gleich mal zu verarbeiten! Feine Sache. Ihr zwei seid ja wohl auch irgendwie nicht nur Journalisten, sondern spürbar auch Herthaner (was ich sehr sympathisch finde) und hättet vielleicht auch lieber mal Feierabend nach einem so enttäuschenden Spiel. Insofern: Respekt – und bis die Tage!

Gute Nacht und blauweiße Grüße
Treat


dstolpe
26. Oktober 2010 um 22:17  |  1137

@treat
Feierabend wird irgendwie überbewertet – deshalb: Erfolgreichen Dienst-Tag morgen 😉


Stefan
26. Oktober 2010 um 22:20  |  1138

Hochverdient ausgeschieden. Wenn jeder Spieler nur 90 % auf den Platz bringt dann ist man insgesamt einer weniger ab der ersten Minute! Ich bin aber überzeugt, dass dies genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Babbel wird wie beim Fitnesszustand am Anfang der Saison der Mannschaft mächtig in den Hintern treten. Eigentlich kam das für ihn genau richtig. Die Reaktion werden wir hoffentlich am Samstag sehen. Der DFB-Pokal Wettbewerb wurde für den Aufstieg geopfert! Ich hoffe es ist so! Dann kann ich damit leben.


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 22:20  |  1139

@Treat,

mein nächster Termin findet morgen gegen Mittag auf dem Schenckendorff-Platz statt: Auslaufen der Mannschaft mit anschließenden Journalisten-Fragen. Ich halte jetzt also noch etwas durch.

Das Schöne an der Technik von heute ist, dass fünf Zeilen und eine Überschrift im Blog reichen, um spontan mit Euch zu diskutieren.

@alle,

wenn ich sehe, auf welche Art und Weise Werder Bremen beim FC Bayern ausgeschieden ist, so kann man im Pokal verlieren.


Sascha
26. Oktober 2010 um 22:25  |  1140

Was mich noch frage ist: Raffael kann nur für den Pokal gesperrt werden oder?

Ich hatte gerade eine Diskussion am Telefon mit meinem Vater, der das Spiel leider nicht gesehen hat. Wir sind uns einig: Wir sind sehr froh, dass wir oben stehen, das war für Hertha sehr sehr wichtig, jedoch ist noch lange nicht alles im reinen. Speziell der fehlende Spielaufbau und schöne Spielzüge fehlen noch. Natürlich ist der Aufstieg überlebenswichtig und wie wir aufsteigen letztendlich wohl fast egal, aber ich bin skeptisch, dass wir weiter so erfolgreich sind, wenn nicht was im System geändert wird…Nur ein System mit zwei Sechser wird letztendlich erfolgreich sein. Peredaj ist der perfekte Nebenmann für Niemeyer.

Ich gucke jetzt mit meiner Freundin einen Film, sonst schlägt sie mir den Kopf ab 😉

Danke für die Diskussion euch beiden Hertha-Fans.

@Treat: Viel Spaß auf der Arbeit morgen 😉


Seppelfricke
26. Oktober 2010 um 22:28  |  1141

ich kann Sascha nur zustimmen. Vor allem der fehlende 2. Sechser.

Domo, schön und gut das er jetzt trifft (und dann heute diese Riesenchance nicht macht), aber mir fehlt einfach ein zweiter Mann der das Spiel absichert, eine weitere zusätzliche Anspielstation für die Spieleröffung aus der Abwehr bietet und so Niemeyer entlastet. Der bis jetzt der beste Zugang und auch zur Zeit beste Spieler ist.

Wegen Friend (…spielen eher zu 10 als zu 11.)

So wie ichs bis jetzt bei Heimspielen mitkriegen konnte ist er nicht wirklich Ball sicher. Viele Bälle verspringen, schlechte Dribblings.
Er hat ein sehr gutes Zweikampfqoute bei Kopfbällen. Leider kommen dann die 2. Bälle nicht an (kein Spieler da, schlecht geköpft) und das ist das größte Problem bei ihm.

Er ist leider kein Pantelic, sorry das ich den jetz rauskrame ;-), der einfach mal den Ball im lauf annimmt und dann noch damit die Abwehr wirrläuft.

was dazu kommt ist das bei uns mit Ramos eher selber abschließt als zu Flanken. Friend hängt also in der Luft. Nichts destotrotz ist er wichtig für Ecken/Freistöße. Ist für mich trotzdem fester Startelfkandidat.

Mir wäre es lieber das Perdedaj für Domo reinkommt solange bis Lusti wieder Fit ist.

und jetzt zum Spiel 😉

ja typisches Herthapokalspiel. Zu wenig Einsatz, kein Kampf und wieder diese komischen Ballabklatscher von Sejna. Ich muss gerade mit schaudern an die Szene gegen Fürth denken. Ich will aber auch keine Torwartdiskussion anfangen. Burchert soll noch in der u23 reifen. aerts wieder gesund und stamm werden und gut ist.

ABER das ist ganz gut um mal wieder auf den Boden zu kommen. Wir sind nicht Unschlagbar. Trotz schöner Schlagzeilen in Presse. Die Saison ist noch lang und abgerechnet wird am Schluss (fürs phras-o-meter).

Sorry der Post ist etwas lang geworden.

😀


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 22:28  |  1142

@Sascha,

ohne im DFB-Regelwerk nachgeschaut zu haben: Meiner Meinung nach gelten die Sperren nur für den jeweiligen Wettbewerb. Also müsste Raffael gegen Ingolstadt spielen dürfen.


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 22:32  |  1143

@Seppelfricke,

Daumen hoch für das Phras-O-Meter 😉
Was mir bei der System-Diskussion immer nicht einleuchtet: So viel wie Hertha heute zugelassen hat, liegt die Forderung nach einem Zweiten „Sechser“ auf der Hand. Aber wie kann die (fast) gleiche Mannschaft am vergangenen Freitag im 4-1-4-1-System gegen Greuther Fürth so gut wie keine Torchance zulassen?


spreemaradona
26. Oktober 2010 um 22:35  |  1144

Ich hatte ganz vergessen dass das immer noch Hertha ist und bei der letzten Umfrage versehentlich auf ein Pokalaus in der dritten Runde getippt.


dstolpe
26. Oktober 2010 um 22:36  |  1145

@alle
Herthaner wissen, dass Pokal-Platzverweise Sperren NUR im Pokal nach sich ziehen … Joe Simunic ist nach Wuppertal 2007 gefühlt drei Jahre gesperrt gewesen 😉

@ubremer
…richtig. Wobei die Bremer (haha!) sich schon fragen lassen müssen, wie viele Chancen sie im Revier des FC Bayern denn bitteschön noch verballern wollten. . .


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 22:44  |  1146

@dstolpe,

auf Grund des bei Journalisten besonders ausgeprägten Hang zur Bescheidenheit will ich jetzt nicht fragen, wieviel Pokalsiege die Bremer (!) auf dem Briefbogen stehen haben (vier, fünf oder SECHS). Und werde auch nicht fragen, wieviel Platz die Rubrik „Pokalsieger“ auf dem Hertha-Papier benötigt . . . 🙂


hurdiegerdie
26. Oktober 2010 um 22:46  |  1147

Aber ….@ubremer, dass ist doch genau, was ich sage (oder zumindest meine): Weder ist – selbst auf 2.-Liga-Niveau runtergebrochen – Friend ein Drogba, noch sind seine Ablagen irgendwohin irgendwie sinnvoll. Das ist nicht nur ein Problem der Abstimmung, sondern auch ein Problem der individuellen Fertigkeiten.

4 Offensivspieler gegen eine Mannschaft mit 2 Klassen Differenz ist ja nun auch nicht viel, aber wenn dann einer noch jeden Angriff, in den er nicht als Abschluss eingebunden wird, stoppt, dann müssen eben 3 Offensive gegen 6 (Viererkette mit 2 Sechsern) Defensive spielen.

Dazu kommt noch, dass mit Schulz ein Offensiver eben eher ein gelernter Aussenverteidiger ist. Für mich ist das das Problem: Herthas Offensive ist fast ausschliesslich auf Raffa ausgerichtet. Ist er gut reichts, wenn nicht, bricht die Offensivkraft völlig zusammen.

Aber zur Coaching-Debatte: Hertha hat zur Zeit 8 Verletzte. Was soll Babbel denn machen?

Das ist keine Entschuldigung, denn bei Koblenz gab es auch ausreichend Verletzte. Das Problem dieses Spiels war zuerst die Einstellung. Aber, so viele Optionen hatte Babbel ja nun auch nicht mehr. Perdedaj ist sicherlich toll…..defensiv, aber für offensive Akzente??? Unser kleiner Blondschopf (komme gerade nicht auf den Namen), der hätte es gewesen sein können. Aber das bei einem 0:2 wagen???? Das Gebrülle hätte ich mir auch nicht anhören wollen.

Das Problem dieses Spiels war die Einstellung, aber systemisch ist ein Problem da, das uns noch länger beschäftigen wird.


dstolpe
26. Oktober 2010 um 22:48  |  1148

Wollen wir uns jetzt wirklich öffentlich streiten? 😉 Muss ich die Anekdote erzählen, wie ein einzelner Medienvertreter im Olympiastadion einst urplötzlich enthemmt auf- und abhopste, nur weil in der grün-weißen Kurve gerufen wurde: Wer nicht hüpft, der ist ein Bremer – hey, hey! 😉


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 22:52  |  1149

@hurdiegerdie,

wollte nicht widersprechen, sondern im Gegenteil Deine Argumentation ausbauen. Glaube auch, dass uns nicht nur die System-Diskussion sondern auch die um Friend noch einige Zeit begleiten wird.


mArk78
26. Oktober 2010 um 22:54  |  1150

Habe gerade die wenigen Minuten im TV gesehen…
Ein Tag zum Vergessen!

Bin hier als Torwart-Kollege aber beim Marco, so ein Ding kann mal passieren! Aber es war kein Torwart-Fehler, zu dem es hier einige machen!

Dass Raffa die Nerven verlor, war zu erwarten. Schon am Freitag gab es eine Szene, in der dem Gegenspieler gegenüber unfair war und hakelte. Wenn der Gegenspieler sich da fallen lässt, wäre Raffa erstmal für drei Spiele raus!

So entsteht ein unnötiger 0-1-Rückstand, den ich schon live am Freitag im Stadion erwartet habe, als es mit den vielen Chancen der Hertha nicht klappen wollte!

Aber lieber im Pokal als in der Liga! Am Samstag gegen FC Audi zählt es!


Tobias
26. Oktober 2010 um 22:57  |  1151

Guten Abend,

Die Emotionen kochen heute ja wirklich ganz schön hoch!
Im Fußball, zumal in einem KO-Spiel, gibt es eben auch einen Verlierer. Und ehrlich gesagt, erwarte ich von meiner Hertha (leider) auch schon gar nicht mehr so viel im Pokal.

Ich halte die Niederlage heute für eine Kombination aus unterschwelliger Überheblichkeit, falscher Aufstellung und Nervenflattern.
Herthas Gegner haben sich schon lange darauf eingestellt, wie die taktische Formation und Spielweise ist. Hertha ist mittlerweile sehr berechenbar. Die Überheblichkeit beruht zunächst darin, sich daraus nichts zu machen – auch, nachdem der Gegner einen fulminanten Start in der ersten Hälfte hinlegt und die eigenen Schwachstellen aufzeigt. Herr Babbel hat aus für mich aus Angst vor eigenem Gesichtsverlust keine Umstellung auf zwei Sechser vorgenommen, obwohl das unserem Spiel heute sicher ein gutes Stück mehr Stabilität gebracht hätte. (Wohlgemerkt heute; nicht immer war und ist das falsch). Das Zugeben von Fehlern und Umstellung innerhalb des Spiels – zumindest darin fand ich Monsieur Favre eindeutig Spitze.

Das Nervenflattern (Stichwort: Fehlpässe, falsches Stellungsspiel) ist für mich das eigentliche Problem. Nach dem Rückstand sollte es wohl die Brechstange werden, dabei wurde aber viel zu nervös agiert. Statt zu laufen und sich gut zu positionieren, wurde häufig viel zu hektisch gekickt. Das muss noch besser werden, wenn das mit dem ungefährdeten Aufstieg diese Saison klappen soll.

Allen Frustrierten eine erholsame Nacht – nächstes Jahr beginnt alles bei Null.


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 23:06  |  1152

@Tobias,

willkommen bei ImmerHertha.de. Wir haben jetzt eine ganze Reihe von Argumenten zusammengetragen, warum es in Koblenz so war. Nach vorne geschaut, was sind die Auswirkungen am Samstag im Heimspiel gegen Ingolstadt: Verunsicherung? Trotzreaktion?

@mArk78,
Raffael neigt immer mal wieder zu solchen Jähzorn-Reaktionen, diesmal hat es der Schiedsrichter auch gesehen. Ist es gerechtfertigt, immer Coolness von einem SPieler zu erwarten, der ohne Ende getreten, geschubst . . . wird?


tabson
26. Oktober 2010 um 23:17  |  1153

Die Mannschaft war eindeutig falsch eingestellt und dafür trägt nur eine einzige Person die Verantwortung.
Wenn ich als Trainer merke, dass ein Spieler nicht mitzieht, dann muss ich auch mal ein Zeichen setzen und nach 30 min. auswechseln.
Koblenz war nicht stark. Koblenz war nur besser, weil Hertha schwach war. Das kann man sich nicht gefallen lassen. Als Fan nicht, und als Trainer erst recht nicht.


Tobias
26. Oktober 2010 um 23:21  |  1154

Danke für das Willkommen!

Ich hoffe doch ganz stark auf eine Trotzreaktion.

Die Jungs sind wieder etwas mehr geerdet, und Herr Babbel hat sicher insgeheim einige Dinge in sein Trainertagebuch eingetragen, die er schon beim nächsten Spiel anders sehen möchte.

Es fehlt ja nicht an Klasse oder Willen, weder bei den Spielern noch beim Coach, nur beides muss zur rechten Zeit abgerufen werden. Der Sieg wird im Kopf entschieden.

Ich erinnere mich ungern an Situationen, wo der jeweils nächste Hertha-Gegner gerade auf die Mütze bekommen hatte (sagen wir: drei Spiele in Folge verloren), und Hertha bekam dann die volle Wucht zu spüren. Ging oft schief für uns; Hertha als Aufbaugegner. So eine Reaktion erwarte ich auch mal von den Jungs im blauweißen Shirt.


ubremer
ubremer
26. Oktober 2010 um 23:25  |  1155

@tabson,

was meinst Du mit „falsch eingestellt“?

@alle,

werde mich dann mal zurückziehen. Vielen Dank an alle, die mitgemacht und/oder mitgelesen haben.


hurdiegerdie
26. Oktober 2010 um 23:44  |  1156

Ich bin immer noch stinkig und nicht objektiv:

Aber ich kann diese Diskussion um einen 2. Sechser in einem Spiel „gefühlte 1. Liga gegen Mittelfeld dritte Liga“ nicht verstehen. 6 defensive Spieler gegen eine 3.Liga Mannschaft????? Ich finde Perdedaj für sein Alter fantastisch – defensiv. Er antizipiert gut, läuft Bälle hervorragend ab und ist zweikampfstark – für sein Alter. Aber es fehlt Hertha im offensiven Spielaufbau und da ist Perdedaj noch nicht der Mann (Mir tut es leid um ihn, wenn Lusti fit ist).

Das Spiel hat wieder gezeigt, dass sich Hertha im Mittelfeld von einem Mann (früher Marcello, heute Raffa) abhängig macht und ich bin Raffaist.

Babbel muss über Offensivoptionen nachdenken! Z.B. Domo als zweiten Sechser und einen weiteren Offensivspieler, oder 2 Stürmer, um wenigsten einen anspielbaren Stürmer zu haben, oder, oder …

Trotzdem, DAS Problem DIESES Spiels war die Einstellung. Jede Mannschaftzusammensetzung von Hertha trotz 8 Verletzten MUSS Koblenz weghauen.


tabson
26. Oktober 2010 um 23:52  |  1157

1. Den unbedingten Willen zu gewinnen. Glück kann man erzwingen, auch bei einem 0:2.
2. Den Kampf im Pokal auch wirklich anzunehmen. Überraschung.
3. An der 4-1-4-1 Karnevalstaktik festzuhalten (vgl. Sanders überraschendes 3-3-4 als Gegenmittel).


Marcel
27. Oktober 2010 um 0:00  |  1158

Servus,

ich hatte jetzt nicht die Lust und die Zeit mir alle Kommentare durchzulesen aber ich muss den meisten zustimmen.

Die Chance von Domo musste einfach drin sein, sowas darf man in der Situation, dass der Gegner rennt und ackert einfach nicht vergeben. Das hätte zwar den ganzen Spielverlauf auf den Kopf gestellt, aber hätte den Koblenzern erstmal die Luft raus genommen und man hätte mal anfangen können da Ruhe und ein Aufbauspiel rein zu bringen.

Ich finde nicht das Sejna Schuld am 1:0 hat. Wie ebenfalls schon geschrieben, wird einfach erwartet das ein Torwart da steht wo er stand und wenn man sich das ganze nochmal anschaut, gab es für ihn gar kein Grund da auf der Torlinie zu stehen. Hertha war in Ballbesitz, die eigenen Leute standen an der Mittellinie und dann kommt son Tor des Monats. Interessant fand ich auch das Interview mit dem Torschützen bei der ARD, der da meinte „Mein Trainer hat zu mir gesagt, wenn du nicht weißt wohin mit dem Ball, dann hau ihn einfach weg!“ und das hat er dann auch gemacht.

Auch wenn es Glück war … die Führung an sich war einfach verdient. Koblenz hat mehr Geackert und im Pokal kann man halt nicht immer schön spielen und wenn man nach 10min nicht merkt, dass man hier mehr machen muss als den Ball hin und her zu schieben, dann verliert man son Ding halt.

Auch wenns unnötig war, kann ich Raffa irgendwo verstehen. Es läuft scheiße, man bekommt nichts zusammen und dann wird man zum x-ten mal gehalten. Trotzdem muss man das anders kompensieren.

Ich hätte mir persönlich auch eine frühere Reaktion von Babbel gewünscht. Wenn nicht schon in der 1. HZ, dann wenigstens zur Pause.
Ein 2. Sechser hätte dem Spiel sicherlich mehr Ruhe gegeben.

Ein 2:2 in der 90. min wäre sicherlich noch ganz interessant gewesen, da Koblenz merklich platt war. Leider fehlte es den Blau-Weißen da schon an Spielfreude.

Als Fazit kann man sagen, das Koblenz einfach verdient gewonnen hat, weil sie den Kampf mit 110% Leistung angeboten habe und Hertha das Spiel einfach verweigert hat.

Ich hoffe nur, dass die Jungs die Niederlage weg stecken und am Samstag wieder Leistung zeigen, wenn man so zu Hause spielen würde, wäre das Berliner Publikum sicher nicht immer so zahlreich zu gegen.

Grüße und eine geruhsame Nacht.


ubremer
ubremer
27. Oktober 2010 um 0:03  |  1159

@Marcel,

auch Dir ein Willkommen bei immerhertha

Und zum Schluss noch dies:
Ein Schelm, wer denkt, dass der Pokal-K.o. der Mannschaft von Hertha den Weihnachtsurlaub von fünf auf acht Tage verlängert . . .

(17. Zweitliga-Spieltag: 18. Dezember
Pokal-Achtelfinale 21./22. Dezember)


hurdiegerdie
27. Oktober 2010 um 0:10  |  1160

Boah @ubremer nochmal in die Kerbe reinhauen!!

Echte (also die, die das schon vor 1990 waren) 😉 Herthafans hatten sich auf ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gefreut!

Achtung Sarkasmus 😉 😉 😉


wolfka
27. Oktober 2010 um 0:33  |  1161

Hallo allerseits ,
es nimmt mich schon wunder ,das in diesem recht eloquentem Blog noch niemand auf den Trainer der tapferen Konstanzer eingegangen ist !
Petrick Sander hat ja in bisherigen Spielen
( Cottbus )gegen die Hertha noch nie verloren .
Auch diesmal war seine Analyse der Herthaspiele schlüssig und mit seinem 4-3-3 System zeigte er deutlich die Schwächen unserer Mannschaft auf .
Das sogar unter Einsatz von Bezirksligaspielern !
Hoffentlich reagiert Babbel am Samstag entsprechend endlich mit einem funktionierenden Mittelfeld .
Gruss vom wolf


Mineiro
27. Oktober 2010 um 2:51  |  1162

Ich könnte mir vorstellen, dass Babbel und Preetz nun ganz spontan für den 22.12. ein Testspiel ansetzen werden… 😉

Zum Spiel:
Ich ärgere mich genauso wie die meisten hier über diese vertane Chance, im Pokal mit ein paar weiteren Spielen Geld zu verdienen. Heute war nach den Aussagen der Spieler, des Trainers und der Journalisten aber wohl nicht so sehr die Aufstellung der Knackpunkt, sondern vielmehr die Einstellung der Spieler, die an den Siegeswillen der Koblenzer nicht heranreichte.

Gepaart mit einem extrem ungünstigen Spielverlauf kommt dann so ein Spiel zustande. Dass unser junges Team Rückschläge erleiden würde, ist mir klar gewesen, dass es ausgerechnet heute passiert ist und dann noch Raffael vom Feld fliegt, passt mal wieder ins Bild.

Unsere geliebte alte Dame ist nunmal ein wenig speziell. Nachdem nun schon mehrere Generationen von Mannschaften unabhängig von ihrer Besetzung die immer wieder gleichen Symptome aufweisen, ist die erschütternde Diagnose wohl nicht mehr von der Hand zu weisen: Die alte Dame hat eine ganz besonders ausgeprägte und scheinbar unheilbare Pokal-Allergie! Sie liegt auf dem Verein wie ein Fluch des DFB, dass Hertha BSC – so lange das Finale in Berlin ausgetragen wird – auf gar keinen Fall auch nur in die Nähe dieses Finales kommen darf.

Ich persönlich versuche das zu verarbeiten, indem ich mir die Pokalpartien in den ersten 2 Runden nicht mehr anschaue – so habe ich auch heute das Spiel nicht live gesehen.


Datcheffe
27. Oktober 2010 um 3:53  |  1165

Ich kann dich/ euch schon verstehen, doch nu mal ehrlich, es gibt Dinge, die sich nie ändern1
In diesem Fall hertha und der Pokal. Fragt mich nicht, woran es liegt, aber ich habe mich damit schon abgefunden. Ich kann mich an kein Pokalspiele erinnern, wo die Mannschaft nicht wie ferngesteuerte Schlafanzüge über den Platz gelatscht ist. Wir haben dieses jahr fast eine komplett neue Mannschaft und es passierte schon wieder!
irgendwie habe ich gehofft, aber im Grunde nicht damit gerechnet, das wir weiterkommen1
Also, können wir uns auf den Aufstieg konzentrieren, was meiner Meinung nach auch wichtiger ist, uns nächstes Jahr auf ein Neues!


backstreets29
27. Oktober 2010 um 6:08  |  1166

War halt typisch Hertha in der 2. Pokalrunde.
Lustlos, ohne Einstellung und wie Olaf sagt, „ferngesteuerte Schlafanzüge“.
Ich bin aber überzeugt, dass wir weitergekommen wären, wenn wenigstens mal 8 oder 9 Spieler die gleiche Einstellung an den Tag gelegt hätten, wie Christian Lell. In ZUkunft schicken wir die Amas zum Pokal, dann müssen die Profis auch nicht um ihren Weihnachtsurlaub fürchten 🙂


wolfka
27. Oktober 2010 um 6:15  |  1167

Sorry ,
die Rede ist natürlich von den tapferen „Koblenzern „.
Nochmals zum Einmannmittelfeld Niemeyer .
Rein physisch wird der Gute dieses aufwändige Spiel auf Dauer nicht durchstehen können . Ein halber Domo kann ihn nicht entlasten .


mArk78
27. Oktober 2010 um 8:27  |  1168

@ubremer

Coolness ist nicht immer zu erwarten und ich kann es verstehen, dass er genervt ist. Das hat der Freitag ja bereits gezeigt.
Aber wenn ich weiß, dass die Spielordnung solche Strafen vorzieht, sollte man versuchen, sich dann auf das Wesentliche zu konzentrieren und drei Tore zu schießen, um zu zeigen, dass man darüber erhaben ist.

Aber Dein Hinweis auf den verlängerten Weihnachtsurlaub hat es in sich. Wollen wir hoffen, dass MB jetzt ein Testspiel gegen Nasse Füße Bethlehem ansetzt!


mArk78
27. Oktober 2010 um 8:31  |  1169

Korrektur:

Es sollte natürlich „dass die Spielordnung solche Strafen vorsieht“ heißen…


wilson
27. Oktober 2010 um 9:24  |  1171

@ mArk78

Ich bin so was von bei Dir (und Deinem heutigen Kommentar 8:27 Uhr).

Obendrein waren zu diesem Zeitpunkt noch 10 Minuten plus X zu spielen. „Seine“ Mannschaft dann derart zu schwächen, verdient den Tritt, den er selbst ausgeteilt hat.
__

Was mir aufgefallen ist: Ronny hat es wiederholt fertig gebracht, einen ruhenden Ball (Ecke) nicht über Bauchnabelhöhe des Gegners in den Strafraum zu bringen.
Das war definitiv keine Empfehlung für weitere Einsätze.

Erste Niederlage für Hertha unter Babbel: auf Konsequenzen bin ich gespannt. Wenn ich die Medien verfolge, scheint Babbel auf Disziplin großen Wert zu legen. Diszipliniert er Raffael und setzt ihn im nächsten Heimspiel auf die Bank ?
Meinen Segen, den er nicht braucht, hätte er.

Ach – und heute kann ich auch die Überschriftsfrage aus dem letzten Thread beantworten:
zu hoch !


dstolpe
27. Oktober 2010 um 9:48  |  1172

@hurdiegerdie

Na, immer noch stinkig? 😉

Zum Thema…
… zwei Sechser: Zustimmung von mir – warum sechs Defensive gegen einen Drittligisten? Aus diesem Grund wäre ein Taktikwechsel ausgerechnet gegen Ingolstadt jetzt m.M. nach auch das falsche Signal. Mit 4-1-4-1- wurden Bielefeld und Karlsruhe überrannt. Mit der Leidenschaft und Einstellung von damals klappt das auch gegen Ingolstadt. (Wobei mich noch immer interessieren würde, was zwischen Cottbus und Aachen verloren gegangen ist…irgendwas ist seitdem anders)

…Perdedaj: Da allerdings kann ich nur teilweise zustimmen bzw. muss widersprechen. Siehe der Pre-Assist von Frankfurt, als erst Perde den Ball nach rechts außen zu Lell legt – der Junge kann nicht nur dazwischenkloppen. Nur, damit da kein zu einseitiges Bild von Herthas … *trommelwirbel* … U21-Nationalspieler entsteht!

@wolfka
Dein Verweis auf Sanders mutige Taktik ist gut und richtig … wie aber defensiv agieren, wenn einem 4-1-4-1 mal ein 4-3-3 begegnet? Je länger ich drüber nachdenke: Gute Frage…

@mineiro
Der „unglückliche Spielverlauf“, von dem Du sprichst, kam aber hauptsächlich zustande, weil die Herren „boah, Koblenz an nem Dienstag is aber doof“ Profis ihn haben zustande kommen lassen. Da kann mir heute sagen, wer will: Das war zuallererst Einstellungssache!


Espana2010
27. Oktober 2010 um 9:54  |  1173

Ich weiß, danach ist man immer schlauer! Aber vielleicht hätte man der 2. Garde eine Chance geben sollen und mehrere Spielern aus der Stammelf eine Pause gegönnt. Die Überheblichkeit des Unbesiegbaren ist bestraft worden!!!

Zum Thema Torwartfehler widerspreche ich, da der moderne Torwart ein mitspielender ist. Alle waren jenseits der Mittellinie – also hatte Sejna die Liberoposition inne!

….übrigens: „Und täglich grüßt das Murmeltier!“


backstreets29
27. Oktober 2010 um 10:02  |  1174

Ja, Raffa hat überreagiert, ja, die rote Karte war berechtigt, aber jetzt muss dann auch mal gut sein. Ich will sein Verhalten hier nicht entschuldigen, aber man sollte auch mal sehen, dass Raffael in jedem Spiel überhart angegangen wird, dass jedes Umschalten von Hertha durch Halten, Klammern, Foul oder was auch immer unterbunden wurde. Dass der Frustpegel da ansteigt, hat man nicht nur bei Raffa gesehen, insofern sollte man die Härte, mit der er teilweise abgeurteilt wird auch mal überdenken und von einem „brutalen Umtreten“ kann wohl gar keine Rede sein.
Ich hätte mir schon in der Halbzeit eine Reaktion von der Trainerbank gewünscht. Insbesondere Schulz und Domo waren in ihren Aktionen dermassen aufreizend arrogant, dass man sie schon deshalb frühzeitig hätte runternehmen müssen. Warum Babbel so selten bzw spät wechselt, erschliesst sich mir nicht wirklich. Im Sturm kann ich es aufgrund mangelnder Alternativen zu Friend noch nachvollziehen, im MF hätte man Schulz schon nach 30 Minuten für Ronny rausnehmen können.
Aber da sind wir dann wieder bei den „Montag-Morgen-Trainern“ Für das Spiel gg. Ingolstadt ist Wiedergutmachung angesagt, wobei ich mir im Sturm mal Djuricin wünschen würde, wenn er gesund ist und auf den Flügeln Ronny, den ich deutlich besser gesehen habe als Schulz


dstolpe
27. Oktober 2010 um 10:13  |  1175

@backstreets29

An Schulz fand ich insbesondere eines interessant: Nahezu jeder seiner ruhenden Bälle, die aus einer gewissen Distanz getreten wurden, „verhungerte“ bis zur gefährlichen Zone. Wie kann das sein? Mehr Spinat für den jungen Kerl?

Auf den von dir (und einigen anderen) geforderten Djuricin werden wir noch ein paar Wochen warten müssen … der steht noch nicht mal wieder im für uns sichtbaren Einzel (=Lauf)-, geschweige denn im Teamtraining. Und selbst von diesem letzten Punkt aus, siehe Beichler, vergehen in aller Regel noch mal 2-3 Wochen, ehe einer für den 18er-Kader infrage kommt.


LA49
27. Oktober 2010 um 10:29  |  1176

Hallo zusammen!

Erstmal einen Riesendank für den spontanen Gedankenaustausch nach dem Spiel und das intensive Mitdiskutieren der beiden Blogger.

Meines Erachtens wollten unsere Jungs das gestern abend entsprechend der Zweitliga-Geschäftsordnung angehen. Mit Geduld einen gepflegten Ball spielen, unnötigen Zweikämpfen aus dem Weg gehen und dann irgendwann das entscheidende Tor machen.

Hat dummerweise nicht funktioniert, weil die Koblenzer nichts zu verlieren haben. Ist halt Pokal. Entweder gewinnen oder verlieren. Und egal wie, es ist für den Kleinen das Spiel des Jahres.

In der Liga sieht das nach meinen Beobachtzungen ein bisschen anders aus. Wenn es nach 75 Minuten noch 0:0 steht, fangen die kleineren (wie FSV Frankfurt) an, ein Ergebnis halten zu wollen.

Und spielen Hertha dann voll in die Karten.

Gestern hat die Einstellung überhaupt nicht gepasst. Bei mind. 8 Spielern, aber leider auch bei Babbel.

Das 4-1-4-1 funktionierte bislang immer perfekt, wenn der Gegner nicht wie ein Strassenköter attackierte. Die mitspielenden Mannschaften wurden damit überrannt, aber die kämpfenden Mannschaften haben Peter Niemeyer jedesmal so beschäftigt, dass es nahezu nach einem zweiten 6er geschrien hat.

Hier ist für mein Empfinden das taktische System überhaupt nicht flexibel genug. So wie im Spiel mal Ramos mit Ruka die Seiten wechselt, so muss Babbel auch mal im Spiel das System umstellen können. Spätestens nach 10 Minuten war das ein déjà-vu der Spiele gegen Union und Aachen.

Und ich, der ich mich zwar über die Tore von Domo freue, aber wohl in diesem Leben kein absoluter Fan mehr von ihm werde, lief mir gestern in der Anfangsphase wieder viel zu uninspiriert mit Mittelfeld rum. Der unterstützt Raffael nicht ausreichend im Spielaufbau, reisst viel zu wenige Löcher und verballert dann in bester Chancentod-Manier der letzten Jahr überhastet eine tolle Konterchance. Mit mehr Ruhe und Übersicht hatte er mehrere Optionen – stattdessen knallt er einfach drauf .

Spätestens da war doch klar, dass das kein Selbstläufer, sondern ein hartes Stück Arbeit und ggf. eine Blamage werden wird. Vor allem, weil das Mittelfeld überhaupt nicht stattfand.

Warum dann nicht auf 4-2-3-1 umstellen, erstmal das Mittelfeld stabilisieren und eventuell auch mal von diesem „Jeden-Ball-hoch-auf-Friend“ weggehen und aus dem dann kompakten Mittelfeld und einem zusätzlichen Konterstürmer die Koblenzer am Boden in Bewegung halten?

Wenn die eigene Laufbereitschaft stimmt, sind die Hertha-Jungs doch in der Lage, das Bällchen schnell laufen zu lassen – und vor allem den Gegner noch mehr als eh schon laufen zu lassen.

Die Koblenzer waren am Ende völlig platt, jeder Sprint wurde von denen angenommen, kein Weg war zu weit, keinem Zweikampf wurde aus dem Weg gegangen.

Und der 61m-Schuss war das Glück des Tüchtigen.

Das einzig Positive ist, dass Babbel nun gegenüber den Spielern wieder etwas in der Hand hat, um den sich anscheinend einschleichenden Schlendrian zu unterbinden.

Ich wünsche mir aber auch mehr Mut, Kreativität und Flexibilität von ihm, innerhalb eines Spiels das System zu ändern.

Das wäre wirkliche taktische Dominanz!
Stur auf einem System zu bestehen, nur weil man damit ausdrücken will, dass sich der Gegner nach einem richten soll/muss, wird uns noch häufiger in Kampfspielen mindestens schlecht aussehen lassen.

Blau-weisse Grüsse!


backstreets29
27. Oktober 2010 um 11:22  |  1177

Bei Schluz kann ich aus der Ferne (lebe in der Nähe von München) auch nur raten. Vielleicht ist er in einem „normalen“ Leistungsloch, das junge Spieler einfach durchmachen müssen oder er hatte einen Lauf und zeigt jetzt seine wirkliche Leistungstärke, ich weiss es nicht. Was mich aber gestört hat, war sein Auftreten gestern. Ich bin der Meinung dass ihm etwas weniger Lässigkeit und mehr Biss besser zu Gesicht stehen würde, daher hätte ich ihn spätestens in der Halbzeit ausgewechselt um ihm zu zeigen, dass er so nicht auftreten darf Friend sollte man mal eine Pause gönnen, Lasogga zeigt zumindest den Biss, der anderen gefehlt hat


mhaase
27. Oktober 2010 um 11:32  |  1178

Schade eigentlich das wir erst verlieren mußten bis ich hier mal teilnehme. Verfolge die Beiträge von allen mit viel Interesse und bin begeistert.

Zum Spiel selbst möchte ich, ohne die Einstellung, die über weite Strecken bei einingen sicherlich zu wünschen übrig ließ zu übersehen, auf etwas hinweisen was mir aufgefallen ist.

Ich meine entdeckt zu haben, dass jedesmal wenn tatsächlich schnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet wurde die entweder zu langsamen oder an dieser Stelle technisch überforderten Koblenzer zum taktischen Foul gegriffen und so sofort den Spielfluß unterbunden haben. Hätte der Schiedsrichter hier von Anfang an der Weisung entsprechend zu der einen oder andern gelben Karte gegriffen hätten die Koblenzer entweder bald zu zehnt gespielt oder die ständigen taktischen Fouls gelassen. Es nützt eben nichts wenn man gefühlte hundert Freistöße kurz hinter der Mittellinie bekommt. Der Spielzug ist beendet alle gegner sind wieder hinter dem Ball und dann ist es halt schwer. Meines Erachtens wäre es dann auch nicht zu der roten Karte von Raffael gekommen, der endlich lernen muß seine Nerven in den Griff zu bekommen.

Nicht dass ich falsch verstanden werde, ich finde die Schiedsrichterleistung im übrigen völlig ok und ich hätte auch erwartet das die Mannschaft trotz solcher Widrigkeiten einen Weg findet Koblenz zu schlagen aber es relativiert die Niederlage ein bißchen oder?


Dan
27. Oktober 2010 um 11:32  |  1179

Guten Tag 🙂

Gestern ein gebrauchter Tag.

Fazit ist eigentlich, wer keinen Einsatz bringt kann nichts gewinnen.

Daher erschließt sich mir auch nicht wirklich die Taktik und Sechser-Diskussion.

Wenn das Team gestern spielerisch von Koblenz überrannt / ausgespielt worden wäre, hätte ich ja Verständnis.

Aber gestern haben die „faulen Säcke“ mit höchstens 75% Einsatz gespielt und Koblenz ist in jeden Zweikampf mit 100% gegangen.

Koblenz hat weder gut gespielt noch überzeugend agiert, aber eben mit vollem Einsatz gekämpft und Druck auf die Spieler ausgeübt. Da hätte weder ein zweiter Sechser noch sonstige taktische Umstellung geholfen.

Wenn der Einsatz und Wille sich zu Quälen fehlt, verliert man.

Anderseits – Ich würde sogar behaupten Hertha BSC hätte unverdient gewonnen, wenn Fortuna an dem Tag weggeschaut hätte. Koblenz hat sich Chance um Chance erarbeitet, war aber unfähig das Tor zu machen. Folgerichtig nur ein Glücksschuß und ein berechtigter Elfmeter (ungeschickter Domo) führten zu Toren. Den Elfer hätte er auch noch fast versemmelt.

Ich ärger mich über diese Leistung – keine Frage, das war unnötig wie ein Kropf, aber das war es auch.

Hätte Koblenz dominiert, wenn beide mit vollem Einsatz und offenem Visier gespielt hätten, ja dann würde ich mir sorgen machen.

So sehe ich nur die Arbeit bei Babbel (und das erzähle ich nun schon seit Monaten) die Spannung aufrecht zu erhalten und dafür war die gestrige Leistung die beste Argumentation für Babbel. Ohne Einsatz, ohne Einstellung und nur der Denke wir sind das bessere Team verliert ihr.

Babbel hat es gestern in Nachbetrachtung meines Erachtens alles richtig erkannt. Nun muss er es nur noch seinem neuen Kapitän Lell beibringen. Denn das war ein Witz und die Bestätigung das sie nicht kapiert haben warum sie verloren haben bzw. nicht gewonnen.

Bin auf die Reaktion gegen Ingolstadt gespannt.

Also Leute ärgern ja, aber bitte keine Diskussion über Taktik. Die beste Taktik hätte gestern nichts genutzt, wenn man keinen Einsatz bringt.

Habe fertig 🙂


Flo
27. Oktober 2010 um 11:37  |  1180

Hallo!

Ich musste erstmal eine Nacht darüber schlafen.

Meines Erachtens ist Hertha von Anfang an nicht in die Zweikämpfe gekommen. Gerade im letzten Spiel gegen Fürth hat man gesehen, dass man, bei aller spielerischen Klasse, erstmal den Ball zurückgewinnen muss, um dann schnell umzuschalten. Dann kann man auch schnelligkeit und Technik ausspielen.

Zweitens scheint das offensive Spiel der Koblemzer viele spieler überrrascht zu haben. sie waren wohl sichtlich beeindruckt.

Warum die Herthaner nicht über Kampf ins Spiel gefunden haben lässt sich als außenstehender schlecht beurteilen. Vielleicht waren die jungen Spieler mit der Situation überfordert und so ein Typ wie Mijatovic hat vielleicht doch gefehlt, der die Mannschaft versucht auch verbal anzutreiben (wenn er auch spielerisch limitiert ist;)).

Drittens: Sjena hat für mich keine Schuld!

@ubremer: Der Geschichte mit Wormuth finde ich sehr interessant. Ich würde auch gerne mal Ramos in der Mitte sehen.

Generell würde mich interessieren, wie ihr beiden das Training von Babbel einschätzt. Gerade im Vergleich zu den Vorgängern Funkel uns Favre. Legt Babbel viel Wert auf Laufwege und Taktik?

Blau weiße Grüße


böllenfalltor
27. Oktober 2010 um 11:42  |  1181

Stendal, Kiel, Braunschweig, Pauli, Wuppertal…da passt doch Koblenz gut ins Bild.

Nein, im Ernst: Irgendwie hatte ich vor dieser Saison gedacht, „diesmal geht was im Pokal“. Warum? Keine Ahnung. Aber hatte echt geglaubt, sie kommen mindestens ins Viertelfinale. Hab wohl unterschätzt, dass Hertha im Pokal immer Hertha bleibt.

In diesem Fall hat es mal ein Gutes, dass ich nicht mehr der Jüngste bin: Ich durfte den Siegeszug der Amateure 92/93 miterleben, mehr Pokalfreuden werden wohl nicht dazukommen 🙂


Teddieber
27. Oktober 2010 um 11:47  |  1182

Guten Morgen,
das war gestern unsere typische Pokal Hertha und wieder kann ein „kleiner“ Verein seine Vereinschronik mit Hertha verschönern. Konnte das Spiel nur nebenbei gucken und fand was ich da gesehen habe traurig, frech und und. Ich reihe mich jetzt nicht mehr in die Diskussion ein (Sejna hat keine Schuld) da Babbel am Samstag eine „andere“ Mannschaft aufstellen wird und alles was gestern schlecht war wieder schön sein wird.
Übrigens habe ich genau richtig getippt 🙁


bimbo06
27. Oktober 2010 um 13:27  |  1183

ein hallo an alle!
aber das war doch irgendwann vorauszusehen. Irgendwann kommt der Knick. Ausserdem sollte man berücksichtigen, dass alle Gegner sich anders auf einen Tabellenführer einstellen, als wenn Hertha im Mittelfeld rumdümpeln würde. Der Gegner spielt dann eben sehr viel defensiver. Hinzu kommt noch, dass die Mannschaft doch recht jung ist, und es ihr auf einigen Positionen noch an Erfahrungen und Sicherheit fehlt.
Aber seid euch sicher, es wird schon. Diese Niederlage kommt zum richtigen Zeitpunkt!
Ihr werdet es am Samstag erelben!!!!


tabson
27. Oktober 2010 um 13:29  |  1184

Ich freue mich schon auf die heutigen Trainingseindrücke von @ubremer bzw. @dstolpe.


StinkePunk
27. Oktober 2010 um 14:07  |  1185

Vielleicht muss Hertha in Zukunft hoffen im Pokal immer Knaller zugelost zu bekommen (Bremen, Bayern, Hamburg, etc.) dann wirds was.


ubremer
ubremer
27. Oktober 2010 um 16:10  |  1187

@tabson,

die Trainingseindrücke kommen, aber erst später zum Abend hin. Bin jetzt (nach 16 Uhr) erst vom Training und zurück durch die Stadt in der Redaktion angelangt. Erst wird die Morgenpost-Ausgabe von morgen bedient, dann lesen wir uns ;-). Bitte um etwas Geduld

P.S. Raffael hat eine Sperre von drei Pokalspielen bekommen.


StinkePunk
27. Oktober 2010 um 16:30  |  1188

Wie lang ist Raffa noch bei Hertha? 3 Pokalspiele… grob überschlagen hieße das, er spielt die nächsten 1-2 Jahre nicht für Hertha im Pokal 🙂


mArk78
27. Oktober 2010 um 17:25  |  1189

@StinkePunk

Wenn er bleibt, dann zweite Runde 2012/2013 wieder… 😉


hurdiegerdie
27. Oktober 2010 um 18:34  |  1190

@mark78,

na dann kann er sich ja da beim Ausscheiden gleich wieder eine rote Karte abholen. 😉


böllenfalltor
27. Oktober 2010 um 19:19  |  1191

also mir ist das hier viel zu negativ. da wird einem bärenstarken drittligisten in unterzahl (!) alles abverlangt und niemand weiß das zu würdigen.
überhaupt sollten wir nicht die glanzauftritte gg unterklassige gegner in letzter zeit vergessen:

pfullendorf: der gegner durfte sich austoben und wurde dann an die wand gespielt
münster: viele andere teams hätten in der verlängerung die nerven verloren. hertha nicht.
trier: eine demonstration der stärke.
fazit: koblenz ist eine delle auf dem unaufhaltsamen weg in richtung pokalgipfel. mehr nicht…
🙂 🙂


dstolpe
27. Oktober 2010 um 21:38  |  1200

Ich muss den Kollegen @böllenfalltor in Schutz nehmen: Er war gestern live vor Ort und ist noch entsprechend verwirrt. . . 😉 😉


27. Oktober 2010 um 21:41  |  1201

Sehr bemerkenswert: Hertha verliert im DFB-Pokal völlig erwartet das erste Pflichtspiel der Saison und als Resultat gibt es in diesem Blog die Rekordbeteiligung von (aktuell) 78 Beiträgen. Ich frage mich: Was passiert hier erst, wenn bei Hertha tatsächlich etwas völlig Unerwartetes passieren sollte?


böllenfalltor
28. Oktober 2010 um 11:59  |  1212

@Traumtänzer:
Du meinst, so etwas Unerwartetes wie es ein Sieg in Koblenz gewesen wäre? Dann wäre hier der Server unter der Last der User zusammengebrochen und die Herren dstolpe und ubremer hätten mal zeigen können, ob sie auch technisch versiert sind und das Ding reparieren können. .. 🙂

@dstolpe: Eine Hertha-Niederlage im Pokal verwirrt mich nicht mehr. Alles Gewöhnungssache.

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