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(ub) – Die Sperre für Raffael, Trainingseindrücke, Torwart-Diskussion – es gibt einiges zu berichten von  Hertha BSC. Am meisten gestaunt habe ich indessen über eine Aussage von Jemandem, der Hertha nicht gesehen hat, aber unbedingt seine Schadenfreude über das Pokal-Aus in Koblenz (1:2) los werden wollte.

Schadenfreude Die Rede ist von Claus-Dieter Wollitz. Der hatte nach dem 2:1-Pokalsieg von  Energie Cottbus gegen den SC Freiburg nur eine Sorge: Herthas Pleite im Stadion Oberwerth  zu kommentieren, die parallel in 617 Kilometern Entfernung stattgefunden hat:  „Endlich hat sich mal ein Team gefunden, das die Berliner 90 Minuten bekämpfte. Die klopfen sich auf die Schulter, weil sie mit einem Etat von 40 Millionen Euro 23 Punkte haben“, sagte Wollitz. Auch für Trainer-Kollege Markus Babbel hatte Wollitz noch aufmunternde Worte bereit:  „Mit Spielern wie Raffael, Friend oder Ramos hätte ich mindestens genauso viele Punkte geholt und noch mehr Tore erzielt.“

Jetzt Ihr: Was soll das?

Welches Problem hat Wollitz mit dem Ex-Arbeitgeber?

Ist das Neid? Häme? Missgunst? Will sich da jemand für den Trainer-Posten beim 1. FC Union empfehlen? Wie soll Hertha darauf reagieren?

Sperre Zur Rote Karte von Raffael: Das DFB-Sportgericht hat Raffael für drei Pokalspiele gesperrt. Hertha und der Spieler haben die Sperre akzeptiert, sie ist damit rechtskräftig. Und dann steht im Urteil noch diese Satz: „Sollte Raffael die Sperre nicht komplett verbüßen, endet sie am 30. Juni 2013.“

Eure Meinung: Eine angemessene Strafe oder eine zu harte?

Torwart Beim Training haben es sich die Profis am Mittwoch einfach gemacht. 45 Minuten Joggen und ab durch den Seiteneingang in die Kabine. Da konnten alle Spieler die wartenden Medien-Vertreter umgehen. Nur Trainer Babbel hat sich unseren Fragen gestellt. Er sei „sehr enttäuscht vom Ausscheiden. Das ist ein sportlicher Schaden für Hertha, ein Image-Schaden und ein finanzieller.“

Intensiv gearbeitet haben die Reservisten um Kaka, Lasogga, Bigalke, Beichler, Hartmann&Co. Und wer stand beim Trainingsspiel auf verkleinertem Feld, aber mit großen Toren zwischen den Pfosten: Sascha Burchert und – ? – ? – Christian Fiedler.

Der „alte Mann“ (sorry Christian 😉 ) hat  gut gehalten.

Babbel verteidigt Sejna

Als Alternative für die Partie gegen Ingolstadt am Samstag kommt er aber nicht in Frage. Fiedler ist eingesprungen, weil Marco Sejna gar nicht draußen war, sondern in der Kabine auf dem Ergometer aktive Erholung betrieben hat.

Was das kuriose 0:1 gegen Sejna angeht, waren alle einer Meinung: Trainer, Manager, Mitspieler: Kein Torwart-Fehler.

Babbel: Ich erwarte von meinem Torwart, dass er 16, 20 Meter vor dem Tor steht, wenn die Mannschaft soweit aufgerückt ist. Die Fehler beim Gegentor wurden vorher gemacht, Marco hat keine Schuld.

Preetz: Es wird heute erwartet, dass ein Torwart offensiv mitspielt.

Wir hatten das Thema ja bereits gestern ausführlich am Wickel. Was ist Eure Meinung?

P.S.  Gestern Abend hat mir gefallen mit Euch.

P.P.S. Aus aktuellem Anlass haben wir die Umfrage um den Namen „Aerts“ erweitert 😉 Wer also noch nicht abgestimmt hat. . .

Wer soll gegen Ingolstadt im Hertha-Tor stehen?

  • Marco Sejna (70%, 136 Stimmen)
  • Sascha Burchert (21%, 40 Stimmen)
  • Maikel Aerts (9%, 17 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 193

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31
Kommentare

27. Oktober 2010 um 20:16  |  1192

Das einzige, was mir zu Wollitz einfällt: Das ist 1. Neid auf Herthas Etat, Spieler, Erfolg etc., und 2. Frust über die Niederlage gegen uns. Der soll sich mal lieber um seine Mannschaft kümmern.


böllenfalltor
27. Oktober 2010 um 20:31  |  1193

wenn er sich schon äußert, soll er mal sagen, wie viel er nach brasilien überweisen muss, um sich „pele“ nennen zu dürfen. yves eigenrauch wurde ja auch nicht maradona genannt.


alorenza
27. Oktober 2010 um 20:33  |  1194

Pele Wollitz ist ein Klassemensch und vermutlich der Spieler, dem in seiner Hertha-Zeit übler mitgespielt wurde als allen andern (Ruhig, Arne! Armer, armer Arne!) Pele war und ist ein Vollblutfußballer, kam hier ein eine Chaos-Cliquen-Mist-Truppe, wurde von einer Zeitung (ich brauche wohl nicht sagen, welche) gnadenlos hingerichtet. Der Tiefpunkt war ein Rückfahrt-Bahnticket nach Osnabrück auf Seite 1.

Zu dieser Zeit machte Peles Familie eine private Krise durch, die ihn an den Rand der Aufgabe brachte. Das dritte Töchterchen hatte bei der Geburt zu wenig Sauerstoff bekommen …

Jeder Journalist wusste davon!!!

Ich verstehe Pele, dass er Berlin ein bisschen als Feindbild hat. Und ich finde, er schießt übers Ziel hinaus. Dennoch: Es gibt kaum einen ehrlicheren, natürlicheren und tougheren Menschen im Fußball als ihn.


ubremer
ubremer
27. Oktober 2010 um 20:39  |  1195

@alorenza,

Nach tougher Karriere-Planung klingen mir die Aussagen von Wollitz nicht. Übrigens war schon sein Auftreten rund um das Spiel Cottbus-Hertha wenig smart.
Vielleicht hat es seinen Grund, dass Wollitz (45) bisher die Verantwortung für Mannschaften in Liga zwei und drei bekommen hat – und nicht als Trainer-Hoffnung für anspruchsvollere Aufgaben aufgefallen ist?


27. Oktober 2010 um 20:53  |  1196

„Mit Spielern wie Raffael, Friend oder Ramos hätte ich mindestens genauso viele Punkte geholt und noch mehr Tore erzielt.“

Mag sein Herr Wollitz, aber irgendeinen Grund wird es schon haben das man sie das nicht hat ausprobieren lassen. 😉

Genauso wie es Spieler gibt die über ein gewisses Niveau, in sportlicher Hinsicht, nie hinauskommen gibt es das auch bei Trainern. Bei Wollitz scheint es nach einer schon eher bescheidenen „Karriere“ als Spieler auch als Trainer nicht für die ganz großen Fleischtöpfe zu reichen. Manch einer kann damit umgehen, andere wiederum nicht.


27. Oktober 2010 um 20:54  |  1197

@ubremer
Da hatten wir wohl gerade einen sehr ähnlichen Gedanken 😀


Marcel
27. Oktober 2010 um 20:55  |  1198

Servus,

zum Thema Schadenfreude:

So ein dämliches bla bla. Ich dachte in der 2. Bundesliga wäre man Profi genug um als TRAINER nicht so einen Dünnschiss gegenüber der Presse abzulassen. Da beschwert man sich ständig und überall darüber, dass solche Konflikte immer von den Medien hochgepusht werden und dann fängt man selber mit sowas an. Ich hatte mich, als ich das heute morgen gelesen habe, schon derbe darüber aufgeregt.
Das ist der pure Neid, dass man zu Hause da 3 Punkte verloren hat und jetzt sucht man sich den erst besten Grund um gegen Hertha zu sticheln.

Das Geld alleine keine Tore schießt, sieht an ja aktuell an den Beispielen Sch… 04 und dem FC Hollywood. Und das man auch ohne ein großes Budget schönes Fußball spielen kann an dem FSV Mainz 05. Auch wenn die es grade im Pokal auch nicht besser machen.

Zur Torwartfrage:
Es würde sicherlich kein gutes Zeichen an die Mannschaft sein, jetzt Sejna raus zu nehmen. Das waren 2 Dinger, wo er einfach nichts dafür konnte und fertig.

P.S. Ein leichtes Schmunzeln konnte ich mir eben bei Frankfurt gegen Hamburg bei Stand von 5:2 dann doch nicht verkneifen. Da darf der Drobny mal spielen und dann darf er gleich 5mal die Bandscheibenübung machen.

P.S.S. Hätte der Herr Gekas mal Anfang des Jahes so sicher getroffen, müssten wir jetzt nicht Samstag und Sonntags so „früh“ aufstehen!

Grüße


Bolle75
27. Oktober 2010 um 21:26  |  1199

Zu Wollitz, na dann schauen wir doch mal ob er es wenigstens im Rückspiel schaft seine Mannschaft so gut einzustellen wie es der Herr Sander gestern geschafft hat. Das schönste bei solchen Vorlagen ist doch das man ggf. umso genussvoller zurück Pöpeln kann. Dann aber bitte auf einem höherem Nivea und am besten durch die Blume Herr Babbel. Aber vermutlich wird er dann nur schmollen oder es gar nicht kapieren und wieder alles auf andere schieben. Sowas finde ich traurig und vor allem Unsportlich. Ich ärgere mich oft über den Bayern-Dusel aber ich kann mich als Sportfan auch darüber erfreuen wenn ich eine Topleistung dieser Topmannschaft sehe, denn ich liebe Fusball.
Wir sind zu recht letztes Jahr abgestiegen, auch wenn es mich aufgeregt hat. Und wir stehen trotz aller Kritik (auf einem hohen Level) zu recht da oben in Liga 2. und wir sind gestern zu recht ausgeschieden.

Zu Sejna: Kein Torwart Fehler. Aber zum Glück ist Bruchert das nicht passiert, dann hätten wir den nächsten Fluch nach dem Pokalfluch bei Hertha gehabt.

Raffa-Sperre: Spielt es ne Rolle bei dem Fluch?
Und ehrlich, es war eine Tätlichkeit aber ich habe schon schlimmeres gesehen. 2 Spiele hätten gereicht aber da er und alle anderen es aber akzeptiert haben geht so i.O.

Und noch mal Wollitz:
Privat würde ich solche Typen einfach ignorieren.
Doch das schlimmse daran ist ja, diese Aussage kam nicht im Eifer des Gefechtes, z.B. nach einem Spiel gegen uns, somit scheint er es ja völlig ernst zu meinen.
Dazu fällt mir dann nur noch ein.
„Herzliches Beileid“


27. Oktober 2010 um 21:45  |  1202

Wer ist Wollitz?


wolfka
27. Oktober 2010 um 22:12  |  1203

Was schert es die Eiche , wenn sich der Wollitz dran reibt !


hurdiegerdie
27. Oktober 2010 um 23:15  |  1204

Eigentlich mag ich Wollitz, Grossmaul mit Herz, eigentlich ein echter Berliner. Aber dieser Spruch geht gar nicht, einfach weil es ja eine versteckte Kritik an einem Kollegen ist.

Das gehört sich nicht.

Ansonsten habe ich gelernt, dass man aus 57 Metern einen Unhaltbaren schiessen kann, denn das muss er ja gewesen sein, wenn es kein Torwart-Mit-Fehler war.


StinkePunk
28. Oktober 2010 um 8:37  |  1206

Pele ist manchmal sehr impulsiv in seinen Aussagen. Eigentlich mocht ich ihn immer bis zu seinen Sticheleien gegen Hertha. Sowas können Fans machen, aber nicht Trainer. Von Hertha-Seite ganz klar, die sollten das einfach ignorieren.


tabson
28. Oktober 2010 um 9:48  |  1208

Wollitz sollte damals in den 90ern den abgewanderten Basler bei Hertha ersetzen.
Schon komisch, dass sich beide gerne stichelnd zu Hertha äußern.


wilson
28. Oktober 2010 um 9:54  |  1209

Wollitz lässt einen „fahren“ – und wir hören hin ?

Zum Torwart:
Dumm gelaufen. Ich behaupte, dass jeder Torwart jeder Liga dieses Ding gefangen hätte.
Ein bisschen armselig war lediglich, dass Sejna überhaupt nicht reagiert hat.

Das Letzte, was jetzt passieren darf, wäre ein Torwartwechsel.
Dass ich nicht verstanden habe, warum Sejna den Vorzug vor Burchert erhalten hat, ist eine Sache, aber eine Demontage Sejnas wäre das falscheste Signal, was Babbel jetzt senden darf, denn bis auf das „Tor des Monats“ gab es an den Leistungen von Sejna bislang wenig zu monieren.

Die Niederlage wird im Nachhinein allerdings noch ärgerlicher, wenn man sich anschaut, welche Mannschaften ebenfalls auf dem Pokalfriedhof geblieben sind.

Freuen wir uns auf den Pokalwettbewerb 2011/12, wenn es wie bei Liza Minnelli in „Cabaret“ heißt:
„Maybe this time”


Mineiro
28. Oktober 2010 um 10:01  |  1210

Ich finde, Herr Wollitz täte gut daran, sich darauf zu konzentrieren, wieviele Punkte er mit seinen Cottbussern holt und nicht Hypothesen darüber aufzustellen, wieviele Punkte er mit anderen Teams möglicherweise geholt hätte.

Vermutlich gibt es viele Trainer, die auch mit seinen Cottbussern mehr hätten erreichen können als er in den letzten Wochen.

Insgesamt nervt es mich zunehmend, dass offenbar die überwiegende Zahl der Trainer und Vereinsvertreter anderer Zweitligisten sich berufen fühlen, Kommentare über Herthas vermeintlichen Etat abzugeben. Dabei wird mir viel zu oft ausgeblendet, dass Hertha auch viel höhere fixe Kosten außerhalb der Mannschaft hat als andere Zweitligisten. Warum ist das so und warum sind z.B. die Vereine der Bundesliga, die über Championsleague-Millionen verfügen können nicht einer solchen permanenten Neiddebatte ausgesetzt?


mArk78
28. Oktober 2010 um 10:26  |  1211

@Mineiro

Weil Vereine wie Bayern oder Bremen eben sauberer arbeiten im finanziellen Bereich und sich dem Solidarpakt bei den TV-Einnahmen unterwerfen. Schalke muss man ja davon ausnehmen, da fragt sich bis auf die DFL-Spitze wohl jeder, wie die den Schuldenmoloch mit 17(!) Tochtergesellschaften im Fahrwasser halten…

Und Hertha steht halt am Pranger, weil sich trotz Mega-Zweitliga-Etat eben Löcher wie die Stadionmieten-Stundung auftun…


Dan
28. Oktober 2010 um 13:32  |  1217

@wilson:
Sehr schön erkannt. 🙂

Was interessiert uns das Geschwaffel von Pelle Wollitz? Ob Neid oder Schadenfreude was soll’s?

Jeder sollte sich an seine eigene Nase fassen und an seine Neidsprüche gegenüber ggf. Bayern & Co. oder Schadenfreude über Mißgeschicke anderer Teams denken.

Pelle steht in der Öffentlichkeit? Naund? Als er früher rotzfreche/dumme Sprüche abgelassen hat, fand man es cool oder es interessierte keinen. Nun kriegt Hertha sein Fett weg, werden wir nun dünnhäutig?

Natürlich darf Pelle Wollitz das machen, wer will es ihm verbieten? Der ganze Circus „Fussball“ lebt doch davon. Was für eine Steilvorlage für die Medien.

Bloß plump und ala beleidigte Leberwurst drauf reagieren wäre eine Dummheit. Die Schlagzeite eintüten und rausholen wenn es zuhause gegen Pelle Cottbus geht. Die Kraft des Gegners wie beim Judo gegen ihn nutzen.

Wir sind Hertha. Hertha im nehmen und hoffentlich Hertha im austeilen: am Spieltag !!!

—–
Senja:
Würde auch auf unschuldig plädieren. Reagiert hat er ja und sofort die Sinnlosigkeit eingesehen und abgebrochen. Da kann mir einer die Sekunden aufzählen die da im Optimalfall als Reaktionszeit zur Verfügung standen. Ich würde für mich nicht in Anspruch nehmen aus der 2D-TV-Bildersicht zu urteilen wie erreichbar der noch gewesen wäre. Wie oft sagt man, boah war das knapp am Tor vorbei und in der Hintertorkamera-Einstellung hätte noch eine Dampflock quer Platz gehabt. Also im Zweigfelsfall für den Angeklagten.
—–

Raffa:
Ich glaube es hat hier oder gestern schon geschrieben: Keine Frage das darf nicht passieren, aber Verständnis kann man haben.

Wer das Fürth-Spiel und Koblenz Spiel gesehen hat und weiß wie oft Raffael gefoult und gehalten wurde und es meines Wissens erst in der 80. Minute die erste Gelbe Karte für ein Foul an Raffael gab, nach dem er die Rote hatte, dann kann man den Frust nach 170 Minuten Getrete und Gezerre „ohne Strafverfolgung“ nachvollziehen. Ja er ist Profi und ja er schadet dem Verein, aber ist auch Mensch. Wer Sport mit Körperkantakt betrieben hat, kennt den aufgepushten Zustand. Der eine kann sich beherrschen, der andere nicht und manchmal gehen sogar bei den Beherrschten die Lichter aus, zu denen aber Raffael noch nie gehörte.

Die Strafe ist ok, mich würde freuen, wenn die Schiedsrichter aber daraus nicht nur lernen auf Raffa aufzpassen sondern auch mit ihren Möglichkeiten den Spieler zu schützen, damit es garnicht zu einer der artigen Eskalation kommt. In dem sie nämlich, konsequent die Treibjagd unterbindet.


Datcheffe
28. Oktober 2010 um 13:35  |  1218

Mahlzeit!

Zu Kommentaren, wie sie Herr Wollitz in Richting Hertha BSC abläßt, gibt es nur eine Antwort!

MAN SCHWEIGT DAZU!!!


ubremer
ubremer
28. Oktober 2010 um 14:18  |  1221

@Datcheffe,

der Manager von Hertha BSC hat sich an Deinen Rat nicht gehalten. Auf die Frage zu dem Thema sagte Michael Preetz auf der Pressekonferenz am Donnerstag:

„Wir haben die Bewerbung von Pele Wollitz sehr wohl vernommen. Aber Hertha BSC ist auf der Trainer-Position erstklassig besetzt.“


hurdiegerdie
28. Oktober 2010 um 14:35  |  1223

@ubremer
Coole Antwort von Preetz. Irgendwie muss er ja antworten, wenn er gefragt wird.

@torwartdiskussion
Ist ja letztendlich auch egal. Er stand zu weit vor dem Tor und DANN war er nicht mehr haltbar.

@dan
Vorab: die rote Karte für Raffa war korrekt.
Ich frage mich immer, was als Tätlichkeit gewertet wird?
Zur Definition:
Unter den Begriff der Tätlichkeit fällt nach der Regel jede Handlungsweise, durch die sich ein Spieler, ohne im Kampf um den Ball zu sein, an einem anderen Spieler, dem Schiedsrichter, einem Schiedsrichterassistenten oder einem Zuschauer vergeht.

War das Halten am Trikot vor dem Foul von Raffa noch ein Kampf um den Ball? Ich kann mich auch noch an eine Szene davor erinnern: Raffa ist weg und sein Gegenspieler hält ihn von hinten mit zwei Armen in Ringermanier umklammert. Auch da konnte ich keinen Kampf mehr um den Ball erkennen, aber das ist dann keine Tätlichkeit, weil nicht getreten oder geschlagen wurde?

Klar es war ein Frustfoul und diese Aktionen sieht man, zumindest angedeutet, öfter bei Raffa. Da ich selbst Choleriker bin, kann ich ihn verstehen (wahrscheinlich bin ich deshalb nie Profi geworden 😉 ).
Wenn man aber seinen Gegenspielern mal früher eine Gelbe zeigen würde, dürften die sich auch überlegen, ob sie noch beidhändige Ringereinlagen bringen dürfen oder nicht.
Bin da – wenn ich dich recht verstehe – deiner Meinung. Leute wie Raffa bräuchten mehr Schutz vom Schiedsrichter.


Dan
28. Oktober 2010 um 15:10  |  1224

Ja wir stehen auf der gleichen Seite @hurdiegerdie.

Wenn die Gegenspieler rechtzeitig aufgezeigt bekommen, das Raffa kein Freiwild ist und mit der gelben Karte gedroht wird und beim nächsten Vergehen auch gezeigt wird, dann wird sich der Frust von Raffa in Grenzen halten, weil entweder lassen sie ab von ihn oder der Gegner verlässt das Spielfeld nicht zu elft.

Kampf um den Ball ist wohl Auslegungssache. Wenn er geklammert wird oder ein Hardcore-Wäsche-Reisstest durchgeführt wird, dann ist es wohl noch der Kampf um „diesen einen Ball“ und ich würde sie in die klar Gelb zu bestrafende „taktisches Foul“-Kategorie stecken.

Tätlichkeit würde ich dann eher in die „aggressive“ Handlungsweise stecken. Das sind dann wohl die „Feinheiten“ der Auslegung die Schieris auf ihren Tagungen analysieren.


ubremer
ubremer
28. Oktober 2010 um 15:14  |  1225

@Dan,

morgen 90 Cent für die Morgenpost investieren. Kollege Stolpe hat ein großes Interview mit Andreas Neuendorf geführt. Der hat einige interessante Dinge gesagt, unter anderem über Shervin Radjabali-Fardi . . . 😉


wilson
28. Oktober 2010 um 15:18  |  1226

@ hurdiegerdie und @ dan

Früher GELB für den Gegenspieler ? Ja !

Das Resultat (Raffael tritt nach und sieht rot) bliebe dennoch das gleiche.


wotsefack
28. Oktober 2010 um 16:03  |  1228

Herr Wollitz ist ein Prolet vom Herrn. Die Antwort von Herrn Preetz ist um einiges niveauvoller (Niveau ist keine Creme) und genau richtig.
Die Strafe von Raffael ist natürlich angemessen, auch wenn er mir in der Situation aus der Seele gesprochen hat ohne wirklich brutal zusein: „Lasst die ewigen Fouls, ihr *****, ich kann halt besser dribbeln als ihr“ mag er dabei gedacht haben.
Sejna ist ein guter Vertreter von Aerts.

Beste Grüße
wotse


Dan
28. Oktober 2010 um 18:03  |  1231

@wilson

Früher Gelb? Ich stelle mir die Frage wieviel Frust wird mit aufgebaut, wenn die dich das ganze Spiel ungeschoren halten, klammern, auf die Socken hauen dürfen.

Und werden die Gegenspieler anders an Raffa rangehen, wenn ein Schiedsrichter derartige technische Fouls (Raffa am Gegner vorbei – freie Bahn – Gegner reisst/zerrt/hält) sofort mit Gelb bestrafen, wie es vorgesehen war.

Natürlich passt das nur, wenn man der Meinung ist, das sich Frust steigert und dann irgendwann entlädt.
———–
@ubremer
Hmmm reicht es auch, wenn ich sie aus dem Briefkasten nehme? 🙂


ubremer
ubremer
28. Oktober 2010 um 18:14  |  1232

@Dan,

ein Abonnent? Super, guter Mann, sichert (u.a.) die Arbeitsplätze von Kollege Stolpe und mir 🙂


ubremer
ubremer
29. Oktober 2010 um 12:01  |  1239

Nachtrag vom 29. Oktober:

Nach dem Konter von Preetz legt Wollitz noch mal nach. Die BILD zitiert den Trainer von Energie Cottbus:

„Gegen die spielen alle viel zu ängstlich. Dabei hat Hertha schon viel Dusel in dieser Saison gehabt. Die muss man unter Druck setzen. Ich bleibe dabei: Mit 40 Millionen und der Mannschaft ist es keine Kunst, da oben zu stehen. Im Gegenteil. Hertha macht viel zu wenig daraus.“

Bin dafür den Spitznamen zu ändern: Claus-Dieter „the Brain“ Wollitz 😉


Mineiro
29. Oktober 2010 um 12:50  |  1240

Vielleicht sollte der gute Mann mal darüber referieren, was Bayern, Schalke und Wolfsburg aus sportlich derzeit aus ihren noch viel höheren Etats machen. Vielleicht kommt er dann zu dem Ergebnis, dass Geld eben doch keine Tore schießt. (ins Phrasenschwein einzahlt)


Mineiro
29. Oktober 2010 um 13:37  |  1242

Komisch, in der Süddeutschen wird offenbar berichtet, dass Wollitz bereit sei, sich zu entschuldigen und Niemandem zu nahe treten wollte:

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1061024


ubremer
ubremer
29. Oktober 2010 um 14:06  |  1248

wer der Meinung ist, dass Wollitz scharf schießt: Anbei ein Beispiel vom Frauen-Handball vor deren Bundesliga-Topspiel an diesem Wochenende.

„Sozialbetrug“, „Wirtschaftsdoping“, „Geldschiff aus Amerika“: Vor dem Spitzenspiel der Handball-Bundesliga fliegen zwischen Tabellenführer Thüringer HC und Bayer Leverkusen die Fetzen. Im Fokus: THC-Coach Herbert Müller, der sich heftigen Attacken von Leverkusens Trainerin Renate Wolf ausgesetzt sieht. „Es muss mal jemand die Wahrheit aussprechen. Was da läuft, gefährdet unsere Arbeitsplätze“, sagte die für ihre unbequemen Aussagen bekannte 96-malige Nationalspielerin.

Wolf beschuldigt Müller, dass er in Leverkusen und bei seinen vorherigen Vereinen Spielerinnen angeblich mit „Mondgehältern“ angelockt habe – das Geld am Ende aber das Arbeitsamt zahlen müsse. „Folgendes Szenario soll keine Seltenheit sein: Das eigentliche Gehalt kommt von einem Arbeitgeber, der aber der Spielerin nach der vertraglich vereinbarten Mindestfrist kündigt“, sagte Wolf auf handball-world.com. Anschließend müsse die betroffene Sportlerin zum Arbeitsamt gehen: „Das ist unrechtmäßig, zumindest moralisch nicht vertretbar.“ Diese „Wettbewerbsverzerrung durch Sozialbetrug“ sei laut Renate Wolf angeblich bekannt, allerdings traue sich offenbar niemand, es auszusprechen.


Datcheffe
29. Oktober 2010 um 19:04  |  1257

Zitat ubremer:
Bin dafür den Spitznamen zu ändern: Claus-Dieter “the Brain” Wollitz 😉

Eher in Claus-Peter“the Blamage“ Wollitz!

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