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(sto/ub) – Gerade diskutiert alles noch über das 60-Meter-„Tor des Jahres“ im Pokal in Koblenz und die Frage, ob und wie viel Anteil Marco Sejna daran hat – da ruft gerade der Kollege Bremer vom Trainingsplatz an und erzählt mir, dass Maikel Aerts mit dem heutigen Tage wieder im Mannschaftstraining steht. Damit bestätigt sich, was der Kurier heute schon vermeldet hatte.

Das ist, finden wir, eine mittlere Sensation – immerhin ist es heute gerade mal 14 Tage her, dass @westend die Frage stellte: „Aerts kaputt – und nun?“. Anriss des vorderen Kreuzbandes im rechten lautete am 14. Oktober die Diagnose, auf 4-6 Wochen (mindestens) wurde die Ausfalldauer ursprünglich veranschlagt. Aerts, der sich in seiner niederländischen Heimat Nijmegen vom weltweit renommierten Physiotherapie-Professor Bert van Wingerden behandeln ließ, muss in dieser Zeit wie ein Tier gearbeitet haben!

UPDATE 1: Maikel Aerts beim Verlassen des Trainingsplatzes: „Ich steigere jeden Tag die Belastung. Im Training hat sich das Knie stabil angefühlt. Jetzt muss ich heute Abend abwarten und ob es eine Reaktion zeigt. Wenn nicht, werde ich die Belastung weiter steigern.“ Er hat es nicht ausdrücklich gesagt, aber aus seinen Worten ging klar hervor: Aerts möchte schon gegen Ingolstadt wieder im Tor stehen!

Ob sein Ehrgeiz nicht etwas sehr riskant ist, fragte Kollege Bremer. Antwort Aerts: „Das ganze Leben ist riskant!“

UPDATE 2: Auf der Pressekonferenz zum Ingolstadt-Spiel sagte Trainer Markus Babbel: „Wir schauen mal, wie das Knie von Maikel auf die Belastung reagiert.“ Babbel lobt seinen Schlussmann: „Dass Maikel jetzt schon wieder da ist, zeigt seine Mentalität. Solche Spielertypen brauchen wir. Er ist meine Nr. 1. Wenn Maikel mir sagt, dass er 100 % fit ist, wird er gegen Ingolstadt spielen.“

Gleichzeitig mahnte der Trainer zur Vorsicht: „In dieser Fragensollten wir, im Wortsinne, nichts übers Knie brechen.“

Eure Meinung ist gefragt

Bis dahin die Frage an Euch: Staunt Ihr auch über Aerts‘ schnelle Rückkehr? Geht der Niederländer damit ein hohes Risiko ein und damit auch Hertha?

Wann sollte Maikel Aerts sein Comeback feiern?

  • Eile mit Weile: Erst, wenn wirklich jedes Restrisiko einer Folgeverletzung ausgeschlossen ist! (62%, 120 Stimmen)
  • Erst in Paderborn - sicher ist sicher (28%, 54 Stimmen)
  • Schon gegen Ingolstadt - es kann gar nicht schnell genug gehen (10%, 19 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 193

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15
Kommentare

28. Oktober 2010 um 12:23  |  1213

Das klingt erstmal sehr gut. Aber ich hoffe, dass das keine (panische) Reaktion auf Sejnas „Fehler“ (ich finde auch, es war keiner) ist. Der Maikel soll aufpassen, dass er sich nicht übernimmt. Deshalb soll er meiner Meinung nach frühestens gegen Paderborn wieder im Tor stehen.


JimmyBerlin
28. Oktober 2010 um 12:33  |  1214

Schön, dass Aerts wieder im Training ist-man sollte aber nichts überstürzen-erst wenn die Verletzung wirklich auskuriert ist, sollte er wieder spielen.

Das 1:0 war kein Fehler von Sejna. Er muss ja mitspielen und keiner kann mit so einem Monsterschuss rechnen. Manchmal läßt er aber leider Bälle unnötig abprallen-wäre gegen Fürth fast schiefgegangen… Bei Aufstieg sollte man sowieso über eine Neuverpflichtung eines richtig guten Keepers nachdenken…


wilson
28. Oktober 2010 um 12:55  |  1215

Da waren ja wohl niederländische Wunderheiler am Werk.

Vielleicht kann sich der Herr ja mal bei Uli H. und Kalle R. in München vorstellen. Die stehen mit so manch einem holländischen Doc auf dem Kriegsfuß.

Und ohne Schmarrn:
wie die beiden Vorschreiber meine ich auch: bloß nichts überstürzen.


28. Oktober 2010 um 13:07  |  1216

Nein, diese holländischen Wunderheiler – war da nicht gerade was? Haben die Bayern wegen der kaputten Robben und van Bommel nicht fast einen Krieg mit dem KNVB und der Fifa angezettelt? Da ist Vorsicht geboten, lieber noch ein bisschen warten, bis alles wieder heile heile ist. Gegen seine Ex-Kollegen ist Sejna bestimmt bestens motiviert, die anderen sollten ebenso auf Wiedergutmachung brennen.


Marcel
28. Oktober 2010 um 13:46  |  1219

Servus,

das ist hoffentlich nicht der selbe Arzt, der Robben für die WM fit gespritzt hat. Sowas kann auch mal nach hinten los gehen und der jüngste ist er ja auch nicht mehr.

Sicher ist sicher

Grüße


Dan
28. Oktober 2010 um 13:49  |  1220

Die gute alte Hanf-Behandlungsmethode. 🙂

Scherz beiseite Ernst her.

Ist es schon soweit, dass ein, wegen Null-Bock, gerechtes läppisches Pokalaus Invaliden an die Front ruft? Gegen Ingolstadt?

Aerts hätte den aus Koblenz ebenfalls nicht gehalten, ob er woanders gestanden hätte ist Spekulation.

Nee lieber Maikel, schön ruhig angehen und topfit zuhause in deinem Colosseum gegen die grauen Mäuse aus Bochum kämpfen. Damit das Volk mit einem Daumen runter für Funkel, Bochum nachhause schickt.


Mineiro
28. Oktober 2010 um 14:19  |  1222

Ich gehe davon aus, dass Herthas medizinische Abteilung da weiß, was sie tut. Vielleicht will man ja auch nur die Ingolstädter vor dem Spiel ein wenig verwirren… 😉

Unser Team sollte allerdings stark genug sein, um Ingolstadt und Paderborn auch mit Sejna im Tor zu bezwingen, selbst wenn der – entgegen seiner bislang guten Leistungen – überraschend einen schlechten Tag erwischen sollte und das eine oder andere Gegentor verschuldet.


hurdiegerdie
28. Oktober 2010 um 16:51  |  1229

@mineiro

Leider kann ich das nicht belegen, aber mein Gefühl sagt mir, dass es bei Herthas medizinischer Abteilung immer etwas länger mit Verletzungen dauert. Ich habe da kein so grosses Vertrauen.

Wenn Aerts sagt, das ganze Leben sei riskant, bekomme ich auch Bauchschmerzen. Spieler, die sich fit fühlten und dann gleich wieder und länger verletzt waren (etwas bleibt immer zurück) hatten wir auch schon zur genüge.

Mir wäre viel wohler, wenn Aerts ggf. noch 2 Wochen aussetzte als wenn wir den Rest der Hinrunde mit Sejna spielen müssten und dann in der Winterpause Ochs nachverpflichteten.


dstolpe
28. Oktober 2010 um 16:56  |  1230

@Marcel
Ich kann dich beruhigen, der gute Maikel war NICHT bei dem rüstigen Rentner zu Gast, der kurz vor der WM auf Robben-Jagd gegangen ist 😉


rasiberlin
28. Oktober 2010 um 18:34  |  1233

mir ist nen halbgesunder holländer (ohhh gott, dass ich das jemals sagen würde….) lieber als ein jetzt-erst-recht-unsicherer marko s. …

keine so schlechte vertretung der marko, aber für zwei unsicherheit pro spiel war er auch immer gut… und damit mein ich nicht das tor in koblenz…

noch nen wort zu wollitz… er war nicht nur nen schlechter spieler, er geht nahtlos auch dazu über ein schlechter trainer zu sein… und der kleine bruder im osten war schon immer neidisch auf dem großen im westen… und ich weiß, dass wollitz wessi ist und ich ein ossi…


stinkepunk
28. Oktober 2010 um 22:57  |  1235

Hat zwar grad nichts mit dem Thema zu tun, aber ich liebe diesen Blog. Lieben Gruß an die Kollegen Bremer und Stolpe.


Exilherthaner
28. Oktober 2010 um 23:00  |  1236

@mineiro
Ich vertraue unserer medizinischen Abteilung nicht. Diese hat ja kürzlich bei Friend gezeigt, dass selbst eine recht offensichtliche Gehirnerschütterung mitsamt folgender Orientierungslosigkeit und Gleichgewichtsstörungen noch lange kein Grund für eine Auswechslung ist….dazu fällt mir nichts mehr ein. Jeder normale Arzt hätte da wohl augenblicklich anders entschieden.

Zu Aerts: da Sejna bisher seine Sache ordentlich gemacht hat, sehe ich keinen Grund, jetzt den Torhüter zu wechseln und eine neuerliche Verletzung von Aerts zu riskieren.


Mineiro
29. Oktober 2010 um 9:55  |  1238

Nun war Maikel ja nicht bei unseren Ärzten sondern bei diesem Holländer in Behandlung. Ich wollte mit meiner Bemerkung nur zum Ausdruck bringen, dass ich über kein medizinisches Fach-Knowhow verfüge und deshalb darauf angewiesen bin den bei Hertha beschäftigten Medizinmännern zu vertrauen 😉

Nebenbei gesagt hatte ich über all die Jahre nicht den Eindruck, dass Hertha in dieser Frage schlechter aufgestellt sei als andere Vereine (wenn man mal die Bayern außen vor lässt).


westend
29. Oktober 2010 um 13:35  |  1241

Zweite positive Meldung aus dem Lazarett: Ebert war heute sehr fleißig auf dem Laufband im DaVinci.

Von der Straße aus sah man, wie er fleißig auf dem Laufband sprintete. (Bin kein Ebert-Stalker, wohne in der Straße und bin vorbeigelaufen.)

Unser wichtigster Winter-Neuzugang!


Datcheffe
29. Oktober 2010 um 19:16  |  1259

Nabend!

Also Marco Sejna jetzt hier madig machen @ rasiberlin finde ich nicht so prall. Erstens weiß man nicht, wie Maikel die Bälle genommen hätte und zweitens sprechen zweimal zu Null für Marco!

Ich fühle mich sicherer wenn er im Tor steht, als wenn Burchardt zwischen stehen den Pfosten stehen würde!

Und morgen ein schönes Spiel, wieder zu Null und Maikel gegen Paderborn wieder ins Tor,d.h. wenn als i.O. mit ihm ist!

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