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(sto) – Nach dem Pokal-Aus in Koblenz hat die Mannschaft in der Liga die richtige Antwort gegeben. Das 3:1 gegen den FC Ingolstadt war der achte Sieg im zehnten Saisonspiel. Mit nun 26 Punkten hat Hertha nach zehn Spieltagen schon zwei Zähler mehr auf dem Konto als in der gesamten vergangenen (Bundesliga-)Saison.

Maikel Aerts: Sensationelle 16 Tage nach seinem Kreuzbandanriss im rechten Knie stand der Niederländer wieder zwischen den Pfosten – und strahlte gewohnte Sicherheit aus. Die Pflichtsachen erledigte er souverän (Paraden gegen Wohlfarth/32. und Fink/45.), das Gegentor ist mehr seinen Vorderleuten anzulasten als ihm. Note 3

Christian Lell: Der Rechtsverteidiger stellte sich trotz schmerzender Hüfte in den Dienst der Mannschaft und bot prompt eines seiner besseren Spiele. Zwar hatte er am Ausgleich durchaus eine Aktie, weil er Vorlagengeber Gerber gewähren ließ. Dafür lieferte er in der Folge offensiv einige brauchbare Flanken und Zuspiele. Note 3

Roman Hubnik: Der Tscheche agierte rundum solide, sorgte nicht für Glanzlichter, aber ebenso wenig für Aufregung. Note 3

Sebastian Neumann: Bei seinem ersten Zweitliga-Einsatz von Beginn an musste der 19-Jährige noch einiges Lehrgeld zahlen. Besonders teuer wurde es beim Ausgleich, als Torschütze Hartmann ihm entwischte. Aber auch nur 40 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind für einen Innenverteidiger eine eher suboptimale Quote. Note 4

Levan Kobiashvili: Der Georgier hatte die meisten Ballkontakte aller Herthaner (105). Noch wertvoller: Zum ersten Tor gab er den letzten Pass, dem 2:1 ging sein Fernschuss voraus. Nach hinten nahezu fehlerfrei. Note 2

Peter Niemeyer: Riss wie immer etliche Kilometer runter und unterband den einen oder anderen Gäste-Angriff. Die Schaltzentrale im defensiven Mittelfeld funktionierte in gewohnter Weise zuverlässig. Note 3

Adrian Ramos: Die rundum gelungene Hereinnahme von Ronny ging zu Lasten des Kolumbianers. Denn weil der von der linken auf die rechte Seite weichen musste, fehlte Ramos sein kongenialer Partner Raffael. Lange verzettelte er sich in seinen Aktionen, ehe es hinten heraus besser wurde und Ramos folgerichtig auch zu seinem vierten Saisontor kam. Note 3

Valeri Domovchiyski: Der Bulgare wird immer mehr zum Phänomen. Wie schon gegen Fürth war von ihm kaum etwas zu sehen (nur 29 Ballkontakte in 73 Minuten) – aber als es darauf ankam, war Domovchiyski zur Stelle: Mit einem gleichermaßen sehenswerten wie unhaltbaren Volleyschuss traf er mit links zum 2:1. Mit nun fünf Saisontoren ist er Herthas bester Schütze. Note 3

Raffael: Der Brasilianer hatte Wiedergutmachung für seinen Ausraster in Koblenz versprochen und hielt Wort. Das 1:0 erzielte er mit beinahe spielerischer Lässigkeit und einem unhaltbaren Linksschuss ins lange Eck, vor Ramos‘ Tor zum Endstand trat er die Ecke. Einziger Negativpunkt einer ansonsten guten Leistung war sein gruseliger Fehlpass, der zum Ausgleich führte. Note 2

Ronny: Raffaels Bruder stand erstmals in der Startelf – und rechtfertigte diese Trainerentscheidung mit einer ganz vorzüglichen Vorstellung. 79 Ballkontakte hatte er, 74 Prozent seiner Zuspiele brachte der feine Fußballer an den Mann, aber auch 70 Prozent seiner Zweikämpfe bestritt er mit Erfolg. Sehenswert waren seine Freistöße aus 30 (14., drüber) und sogar 35 Metern (58., gehalten), aber auch sein Superpass in den Lauf von Lasogga, für den es noch auf dem Platz Lob von nahezu sämtlichen Kollegen gab. Note 2

Rob Friend: Der Kanadier blieb auch im vierten Spiel in Folge ohne Torerfolg – und wird mehr und mehr zum Rätsel. Der Mann an vorderster Front wirkt merkwürdig verunsichert, das Spiel läuft weitgehend an ihm vorbei. Sehenswert war immerhin sein Fallrückzieher nach Lell-Flanke (29.), eher zufällig denn gewollt war dagegen sein „Zuspiel“ vor Domovchiyskis 2:1. Note 4

Pierre-Michel Lasogga: Der 18-Jährige kam nach 66 Minuten für Domovchiyski und hatte in der kurzen Zeit noch zwei beste Torgelegenheiten. Seinen strammen Schuss vom rechten Strafraumeck boxte Ingolstadts Keeper Kirschstein noch zur Ecke, in der Nachspielzeit traf er trotz guter Schusstechnik nur den Pfosten.

Fanol Perdedaj: Der Defensivspieler wurde nach dem dritten Tor eingewechselt (73.) und half mit, den Vorsprung zu verteidigen. Darf diese Einwechslung auch als Lohn für fleißige Trainingsleistungen auffassen.

Nico Schulz: Der Jüngste kam acht Minuten vor Schluss für Ronny.  Auch er ist bei Babbel also nicht außen vor.

——————–

Erklärung:

1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangelhaft, 6 = ungenügend

Bewertet wird, wer mindestens 30 Minuten gespielt hat.

Ihr seid dran

Was sagt ihr zu Aerts‘ Comeback? Sind wir zu streng mit Neumann? Wer ist der bessere der beiden Außenverteidiger? Wie haben euch die Südamerikaner gefallen, wie Domovchiyski, wie Friend? Ist Lasogga der bessere, weil torgefährlichere Stoßstürmer? Fragen über Fragen, die Diskussion ist eröffnet 😉 … aber bei allem zwischendurch die Entspannung nicht vergessen und rechts die Jukebox anklicken!

Die Freunde der Klickshow können wie immer nach Spielen drei Stimmen abgeben.

Meine Three Stars gegen Ingolstadt waren...

  • Ronny (28%, 170 Stimmen)
  • Raffael (27%, 165 Stimmen)
  • Kobiashvili (12%, 74 Stimmen)
  • Aerts (7%, 45 Stimmen)
  • Niemeyer (7%, 42 Stimmen)
  • Ramos (6%, 39 Stimmen)
  • Lasogga (5%, 32 Stimmen)
  • Domovchiyski (3%, 20 Stimmen)
  • Hubnik (2%, 10 Stimmen)
  • Perdedaj (1%, 7 Stimmen)
  • Lell (1%, 5 Stimmen)
  • Neumann (0%, 3 Stimmen)
  • Friend (0%, 2 Stimmen)
  • Schulz (0%, 0 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 210

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27
Kommentare

Marcel
30. Oktober 2010 um 17:33  |  1266

Servus,

Kobi hat mir diesmal richtig gut gefallen. Sonst kommt ja mehr über Lell aber diesmal hatte ich das Gefühl, dass Kobi mehr nachhakte und länger mit vorne blieb und so auch das 1:0 einleitete.

Domo musste ja mal wieder DAS Tor machen … das ganze Spiel nicht zu sehen und dann steht er nun mal da, wo er als Toptorschütze von Hertha, stehen muss und hämmert das Ding da rein.

Das Friend nicht mehr trifft liegt aber meiner Meinung nach darin, dass er sich mehr für die Mannschaft einsetzt, vorne Räume schafft, 2 Leute bindet und so das offensive, stark besetze Mittelfeld Platz hat und die Tor machen kann.
Heute ja auch wieder Raffael, Domo und Ramos.

Nach der Auswechslung war das Spiel etwas anders, da versuchte man mehr in den Lauf, statt direkt auf den Stürmer zu spielen, der dann abtropfen lässt.
Ich finde die Variante mit Friend gar nicht so schlecht, da man so für Gegner auch nicht so einfach auszumachen ist.
Man muss 1-2 Leute für Friend abstellen und kann trotzdem nicht die Gefährlichkeit des Angriffs unterbinden.

Sehr schön fand ich das Zurückhalten von Raffael durch Niemeyer, da hat man sofort gesehen, dass der „Aufpasser“ wrkt! 😀

Auch wenn das Spiel zum Ende hin etwas abflaute und man deutlich sah, dass die Jungs keine richtige Lust mehr hatten, war es doch ganz unterhaltsam.

Grüße


Zimsel
30. Oktober 2010 um 17:37  |  1267

zurück aus`m stadion…..das einzige was mich heute aufgeregt hat war der sprecher der s-bahn… 🙂

ansonsten haben die jungs ordentlich gas gegeben. raffi hat wiedergutmachung geleistet und ronny einen ordentlichen einstand geliefert ( obwohl er sich zuweilen scheinbar für raffael hält ^^ )

tja zu unserem kanadischen freund fällt mir auch nichts mehr ein….. vielleicht nächstes mal von anfang an lasogga???

HaHoHe


hurdiegerdie
30. Oktober 2010 um 17:39  |  1268

Kann mich dem völlig anschliessen. Die 4 für Friend jedoch nur, wenn man ihm den Assist als gewollt zuschreibt.

Beim Gegentor war es m.E. nicht Naumanns Fehler, er hatte seinen Mann aufgenommen. Am Torschützne war zunächst Raffael (oder Ronny) dran, lies ihn dann aber laufen. Muss ma nochma im Fernsehn sehn.

Schon witzig, im Tagesspiegel sprechen sie Ronny nach dem Spiel Zweitliganiveau ab. Ich habe ihn aber wie ihr gesehen, sehr gut mit einigen Zuckerpässchen.


Zimsel
30. Oktober 2010 um 17:55  |  1269

@ tagesspiegel wer noch nicht mal die namen unserer spieler richtig schreiben kann ( nummer 3 ) sollte sich hüten unseren spielern das können abzusprechen… *grummel*


Dan
30. Oktober 2010 um 17:57  |  1270

Für Friend wird die Luft dünn. Allein Platz schaffen ist zu wenig, wenn man sieht wie ein Lasogga den Stoßstürmer interpretiert. Ach wenn die Ingolstädter schon langsam müde wurden.


wilson
30. Oktober 2010 um 18:00  |  1271

Phänomen ? Der Domovchiyski ist nicht der Magier, der mit Hacke-Spitze-Negligé-Fußball aufwartet – der macht eben einfach seine Tore. Zuverlässig. Ganz ehrlich: mir reicht das !

Und @ Zimsel ? Hast Du Dich über den gesamten Bahnsteig verteilt ?


lusti
30. Oktober 2010 um 18:01  |  1272

hach, was für ein tag!
bin mit dem spiel abgesehen von den vielen weiteren vergebenen chanchen und dem dummen gegentor sehr zufrieden mit der heutigen leistung der mannschaft. war für mich eine klare trotzreaktion nach dem verkorksten koblenz-spiel.
@marcel: kann dir in bezug auf friend nur zustimmen. der hat heute zwar wieder nicht mit gefährlichen angriffsaktionen geglänzt, aber er hat wenigstens die rolle anders interpretiert als sonst. wege und bälle freisperren, sodass spielersich bessere spieler für torchancen sorgen können. er darf sich nicht immer als puren torjäger sehen, sondern für die mannschaftarbeiten wie heute.

ansonsten hat mir natürlich der emotionale auftritt von raffael, der super auftritt von ronny und insbesondere lasogga gefallen, der trotz seiner bulligen statur auch schnell und technisch gut am ball für gefährliche konterchancen sorgen konnte, hatte natürlich pech bei dem pfostentreffer in der schlussphase, hätte ihm das tor mehr als gegönnt.

insgesamt mach ich mir in bezug auf die weiter fortlaufende saison absolut keine sorgen bei verletzungen, sperren,etc.. die mannschaft hat in der breite echt ne super qualität, die auch perspektive hat.

blau-weiße grüße, lusti!!!


zimsel
30. Oktober 2010 um 18:10  |  1273

@wilson: hä? wie meinst du das? der typ war doch über den gesamten bahnsteig zu hören……..dazu muss ich mich nicht zerteilen…..ich meinte den sprecher nach dem spiel……


ubremer
ubremer
30. Oktober 2010 um 18:14  |  1274

@zimsel,

hilf mir Autofahrer: Was gab’s zu Hören?
(Bei mir gabs die Bundesliga-Konferenz im Radio)


zimsel
30. Oktober 2010 um 18:21  |  1276

naja der typ hat z.B. nach dem der zug auf gleis 3 einfuhr ( angekündigt war er für gleis 7 ) dieses auch 5 minuten später bekanntgegeben……da war die bahn natürlich schon voll……und überhaupt weiss ich nicht ob er
a) vielleicht selbst “ voll“ war
b) eventuell ein kaputtes radio nachmachen wollte
c) einen kaputten roboter nachmachen wollte oder
d) männlein oder weiblein war


Bolle75
30. Oktober 2010 um 18:50  |  1277

Also was der Tagespiegel da schreibt ist schon komisch. Seine Pässe vor das Tor waren immer sehr scharf, flach bzw. halbhoch und dadurch Risikoreich gespielt, da kann nicht jeder ankommen aber so zwingt man Gegner auch zu Fehlern. Zu Beginn war er ein wenig verspielt was er dann aber imme mehr gegen Effektivität eintauschte. Ansonsten war es die solide Leistung eines Spitzenreiter der Meister werden will. So muss man in so ein Spiel gehen.

Aber mal ne Frage, vielleicht habe ich das gerade falsch im Kopf aber kann es sein, daß Hertha immer dann guten Fussball zeigt wenn Kobi voll auf der Höhe war und sich vorne mit eingeschaltet hat.


Dan
30. Oktober 2010 um 19:47  |  1278

Das 250. Zweitliga Heimspiel von Hertha BSC ist Geschichte brachte den 132. Heimsieg in Liga Zwee.

Aber habt ihr auch gewusst, dass heute das 750. Profispiel-Heimspiel war (1. + 2. Liga) war und das heutige 3:1 gegen Ingolstadt der 400. Profi-Heimsieg war? Oder das 2:1 von Domo das 4404. Tor in einem Hertha-Profispiel war? 🙂

Ich hatte ja schon gesagt, dass das Heimspiel gegen Bochum das 500. Zweitliga-Spiel ist und gefeiert werden kann. Ist Euch zu wenig, na dann feiert eben das 1.500 Profispiel von Hertha BSC. 🙂

Gibt es hier welche die auch nach Paderborn fahren und was feiern wollen oder noch eine Idee für ein Auswärtsplakat brauchen?

Das nächste Auswärtstor ist das 900. Hertha-Auswärts-Profitor.
Wenn sie auch ein zweites Tor schießen dann ist es das 333. Hertha-Zweitliga-Auswärtstor.

Ok ich merke schon wie ihr die Augen verdreht und das war es mal wieder von mir. 🙂


ubremer
ubremer
30. Oktober 2010 um 19:51  |  1279

@Dan,

super Statistik!

(Was sagt Deine Frau dazu? 😉


Dan
30. Oktober 2010 um 20:19  |  1280

@ubremer

Moment frage ich mal?

„Schatz lies mal hier.“ -> „Seeeeehr interessant.“ *gedehnte Stimmlage*

Ich glaube ich erreiche sie damit nicht. Ist wohl das Gleiche, wie mein Interesse an ihren Strickmustern. 🙂

Du kannst mir aber glauben, dass ist nicht ganz so zeitintensiv wie Du glaubst. Jedenfalls jetzt nicht mehr, seit dem es einen C64 mit Superbase für DB-Programmierung gab. 🙂


Exilherthaner
31. Oktober 2010 um 0:39  |  1282

@hurdiegerdie

Kann dir nur zustimmen bezüglich Neumann. Er war absolut schuldlos am Gegentor und daher kann ich die hiesige Bewertung in keinster Weise nachvollziehen. Neumann deckt Wohlfahrt bis er plötzlich merkt, dass Hartmann seinem Gegenmann (das war wohl Hubnik bzw. der einrückende Raffael) entwischt ist und sich somit dann in Richtung Neumann orientiert. Zu diesem Zeitpunkt hat Lell mal wieder geschlafen und die Flanke zugelassen. Für mich war das ein gelungenes Startdebüt des 19-Jährigen, der für mich einen souveräneren Eindruck machte als Mijatovic bisher.

Desweiteren haben mir Ronny und Perdedaj sehr gut gefallen. Beide sehr agil und mit einer enormen Spielübersicht ausgestattet.

Friend sollte langsam in die Kritik geraten. Er wirkt wie ein Fremdkörper und ein Domo wäre mir anstelle des Kanadiers da vorne weitaus lieber.

Wenn noch Duisburg verliert, war es ein vollends gelungener Spieltag.


hurdiegerdie
31. Oktober 2010 um 0:56  |  1283

Danke Exilherthane! Ich musste leider weg und hatte so keine Zeit, mir das nochmal im TV anzusehen.

Und ‚tschuldigung für den Naumann, ich habe eine Bekannte, die so heisst. Wird mir noch öfter passieren. Ich weiss aber schon, wie er richtig heisst.

Wahnsinn finde ich schon, dass man mit 8 Siegen und ungeschlagen nach 10 Spielen – falls Duisburg gewinnt – gerade mal 3 Punkte vor dem Relegationsplatz hat. Und Aue hat im Gegensatz zu Herthas 6 Heimspielen gerade mal erst 4 Heimspiele gehabt, die sie alle gewonnen haben.

Es gibt also keinen Grund, nachlässig zu werden.


Teddieber
31. Oktober 2010 um 6:30  |  1286

@ Dan:
Setzen bekommst ´n Bienchen mit * und dazu noch eine 1+.


Datcheffe
31. Oktober 2010 um 7:51  |  1287

Juten Morjen!

Also, als erstes muß ich mal sagen, das mit dieses Raffael-Wiedergutmachungs-Geschwaffel sowas von auf den Keks geht, das kann sich kaum jemand vorstellen.
Das dieser Mann diesen Verein liebt, braucht er nicht mehr zeigen, das hat er zig mal gezeigt und gesagt! Da gibt es für mich überhaupt keinen Grund, das er für diesen verständlichen Tritt, wofür er völlig zu Recht die rote Karte bekommen hat, irgendwas gut machen mußte! Wenn man wie er in jeden Spiel als Freiwild angesehn und zusammengetreten wird, war diese Reaktion völlig verständlich! Ich möchte mal den sehen, den dann nicht zurückgetreten hätte!?

SORRY, aber das mußte ich mal loslassen!

So, zum Spiel von gestern, also ich hatte nicht eine Sekunde das Gefühl, das Ingolstadt, auch nachdem Ausgleich; uns das Spiel aus der Hand nehmen kann.
Ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe gestern im Stadion eine ganz tolle Frau kennenlernen dürfen, die zum blinden Fanclub von Hertha BSC gehört und diese Frau hat doch tatsächlich das Ergebnis mit genau diesen Torschützen vorausgesehen!
Da war schon Wahnsinn!

Das Maikel wieder im Tor stand, war mir zwar etwas zu früh, ich hatte mit Marco gerechnet, aber er scheint wirklich fit zu sein!?

Ansonsten war das gestern ein unheimlich schöner entspannter Nachmittag gewesen, für den ich mal wieder sehr dankbar war, denn Hertha hat auf ganzer Linie überzeugt und wir wollen doch nicht vergessen, das unsere Blau-Weiße Dame immer noch der einzig ungeschlagene Bundesligist ist, was Ligaspiele betrifft und das ist wirklich mal schön!

Ich habe heute keine Lust, mir die Rosinen auszupicken, bei den es gestern geharkt hat, das haben meine Vorschreiber schon dankenswerterweise gemacht und wünsche euch einen schönen, hoffentlich ausgeschlafenden Sonntag!


31. Oktober 2010 um 10:17  |  1288

wilson
31. Oktober 2010 um 12:22  |  1289

@ zimsel

Ich amüsiere mich nur immer über den (wahrscheinlich gleichen) Knaben, der operettenhaft säuselt, man möge sich über den gesammmmmden Bahnsteig verteilen, weil „in der Midde imma noch Platssss iss“.
Ich glaube, dass bei dem in der Mitte immer noch Platz für einen kleinen Muntermacher ist.
Für mich `ne Mischung aus Harald Juhnke und Walter Ulbricht.
Wobei sich der Sprecher-Kerl beim Einlass bei Hertha inzwischen anhört wie einer der Praktikanten bei „Home Shopping Europe“:
Nutzen Sie JETZT !! die leeren Eingänge !
DIESE Gelegenheit kehrt nicht wieder !
Betreten Sie JETZT !! das Stadion !
Nutzen Sie JETZT !! die günstige Einlasssituation !
EINMALIGES Angebot !

(ich fange an durchzudrehen – schönes Wochenende)


Halblinks
31. Oktober 2010 um 12:29  |  1290

ich war gestern von der fußballerischen Leistung des kanadischen Kollegen echt schockiert. Wenn man ihm zuspricht, dass er Räume reissen würde, übersieht man in meinen Augen, dass er oftmals garnicht erst angespielt wird, weil die Mitspieler wissen, dass er weder einen Ball am Mann stoppen, noch führen, geschweige denn seine Flugbahn einschätzen kann. Hüftsteif müßte er fast als Lob verstehen.

Lasogga hat in meinen Augen da eine ganz andere Qualität gezeigt und war um Längen torgefährlicher.
Zudem finde ich Domo rätselhaft. Er ist das ganze Spiel nicht zu sehen, obwohl er eigentlich eine zentrale Rolle bekleiden müßte. Dann bekommt er eine Chance und macht sie erstklassig rein. Auch hier hat mir spielerisch Perdeday um Längen besser gefallen, als er (viel zu spät) reinkam.
Zudem würde ich die Noten zwischen Lell und Neumann tauschen. Neumann hat in der ersten Hälfte einige schöne Bälle abgelaufen und das überraschend routiniert gemacht. Sowas taucht in keiner Zweikampfstatistik auf, ist aber dennoch wichtig. Lell dagegen hat oft schlecht gestanden und macht mir zuoft den Eindruck, als wolle er dem Spiel eine brasilianische Lässigkeit geben, die er nicht drauf hat. Das Gegentor geht hälftig auf seine und Raffaels (Fehlpass) Rechnung.

Besonderes Lob bekommt von mir auch Ronny, der dem Spiel viel gute Akzente geben konnte und gerade mit seinem Bruder gut harmonierte. sehenswert auch seine ansatzlosen Schüsse aus dem Fußgelenk.


Exilherthaner
31. Oktober 2010 um 17:01  |  1291

@Halblinks

Ich würde es nicht zu hoch bewerten, dass Lasogga einen besseren Eindruck hinterlassen hat. Das muss nicht daran liegen, dass Lasogga womöglich besser ist als Freind sondern womöglich an anderen Dingen wie:

– der Gegner war bereits müde
– der Gegner hat sich bereits aufgegeben
– durch die Hereinnahme von Perdedaj konnten Ramos und Raffael offensiver agieren und somit ist unsere Offensive generell gestärkt worden, wovon der Stürmer profitiert hat.

Sollte aber Friend auch in den nächsten Spielen nichts reissen, so sollte Babbel mal über einen Spielerwechsel nachdenken.


ubremer
ubremer
31. Oktober 2010 um 17:26  |  1292

@Halblinks und @Exilherthaner,

wir werden uns in den nächsten Tagen mal ausführlicher des Themas Rob F. annehmen, versprochen.


Exilherthaner
31. Oktober 2010 um 18:10  |  1293

@ubremer

Ich hoffe aber, dass dies dann nicht in eine Generalkritik an Friend ausartet sondern umfassender beleuchtet wird. Punkte, die Friends Position im Team schwächen, wären eben nicht nur einerseits das System von Babbel (die Problematik wurde ja hier im Blog bereits durchgekaut), sondern womöglich auch das Phänomen, woran auch Gekas laut einigen Aussagen (z.B. von Drobny) in der letzten Saison krankte: unsere offensiven Zauberkünstler (Raffael und Ramos) verstehen Fussball weniger als Mannschaftssportart und spielen sich den Ball (unbewusst) nur gegenseitig zu und ignorieren Spielertypen wie Gekas oder Friend.
Dass Friend netzen kann, hat er ja mit Gladbach bewiesen.


Tarantula
1. November 2010 um 9:03  |  1304

Ich freue mich schon auf das Rückderby gegen den Magistrats-und Vorortverein Union. Hertha wird diesen selbstbewihräuchernden V erein den Todesstoß zum Abstieg geben. Außerdem werden die Herthaner bessere Gastgeber sein. Im OLY-Stadion werden nicht wie in der Alten Försterei die Gästefans zusammengepfercht bzw. in den Gästeblock reingeprügelt.


Blauer Montag
1. November 2010 um 12:20  |  1308

zu Aerts
Ich finde seine Rückkher nach 16 (?) Tagen sensationell (hoffentlich auch wohl überlegt). allein dafür hat er bei mir glatt die Note 1 verdient.

zu Friend
Er braucht die Flanken seiner Mitspieler. Wenn die wieder kommen, wird er bald weitere Tore schießen.


Treat
1. November 2010 um 19:13  |  1322

So, nach Auswärtsbesuch am Wochenende nun auch – mit einiger Verspätung – mein Senf zum Thema:

Mir hat das Spiel insgesamt recht gut gefallen, wenn man von schwachen 20 bis 25 Minuten unserer Hertha im zweiten Teil der ersten Halbzeit absieht.

Ingolstadt hat für mich zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gemacht, im Oly irgendetwas reißen zu können und das lag nicht zuletzt am guten Stellungsspiel und guten Zweikampfverhalten unserer blauweißen Jungs.

Auch wenn jetzt alle den jungen deutschen Innenverteidiger – quasi aus Prinzip – bejubeln wollen, ich finde die leichte Kritik an Neumanns Auftritt durchaus berechtigt und auch nicht negativ. Es ist klar, dass ein so junger Mann in seinem ersten Profispiel von Anfang an noch gewisse Einordnungssschwierigkeiten haben kann und die hat man eben in der einen oder anderen Szene gesehen. Das muss man dann aber auch sagen dürfen, ohne das einem gleich unterstellt wird, man wolle ihn zu Unrecht schlecht machen oder Ähnliches. Am Gegentor hat er allerdings wirklich keine Schuld gehabt.

Lell habe ich wieder einmal nicht so schlecht gesehen wie manch andere, allerdings wurde seine Leistung durch das hervorragende Spiel Kobis tatsächlich etwas in den Schatten gestellt.

Aerts Rückkehr hat mir anfangs etwas Bauchschmerzen bereitet – allerdings zu Unrecht, wie es scheint. Souverän und wenig beschäftigt wird dieser Mann, den viele anfangs so kritisch sahen, hier in Berlin vielleicht doch noch aufgrund seiner tollen Einstellung zum Publikumsliebling. Mich würde es für ihn freuen, ich hielt ihn von Anfang an für eine gute Wahl.

Raffael und Ronny prima, vom Fehlpass Raffas vor dem Gegentor abgesehen, Ramos steigerte sich im Laufe des Spiels und machte wieder sein Tor – prima Abteilung! Ronny würde ich weitere Einsätze von Anfang an geben, Ruka und Schulz sind ihm gegenüber für mich nur zweite Wahl, bzw. Ergänzungsspieler, wenn Ronny sich müde gelaufen hat.

Mit Domo kann ich mich trotz seiner bisherigen 5 Saisontore noch immer nicht recht anfreunden. Seine Spielweise gefällt mir nicht, er taucht oft völlig ab, vertendelt Bälle, zeigt oftmals ein schlechtes Zweikampfverhalten. Für mich macht das ein guter Schuss in 90 Minuten nicht wett, auch wenn am Ende natürlich nur die Punkte zählen. Dennoch für mich weiterhin der erste Kandidat, der aus der Mannschaft fliegen müsste, noch vor Friend.

Womit wir beim Kanadier wären. Friends Spielweise gefällt nicht jedem, er ist für meine Begriffe aber wesentlich präsenter als z. B. Domo. Außerdem gab es bislang einfach keine adäquate Alternative, vorausgesetzt, man möchte das System nicht verändern. Auch der junge Lasogga hat mir bei seinen Einwechslungen bisher überhaupt nicht gefallen, er kam mir eher noch unbeweglicher vor als Friend. Die Leistung gegen Ingolstadt war allerdings positiv überraschend für mich, hoffen wir, dass dies nicht nur der zunehmenden Müdigkeit der Ingolstädter zuzuschreiben war. Ich würde ihn gern noch zwei, drei Male als Einwechsler sehen und abwarten, ob er seine gute Leistung vom Samstag bestätigen kann, bevor ich über einen Einsatz von Anfang an nachdachte.

Niemeyer und Hubnik solide, allerdings bin ich nach wie vor der Meinung, dass Niemeyer neben sich Verstärkung brauchen kann, weil es für die Gegner sonst zu leicht ist, wenn sie ihn konsequent zustellen.

Das war es für diesmal von mir, wünsche allen, die diesen verspäteten Post noch lesen einen guten Wochenstart!

Blauweiße Grüße
Treat

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