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(sto) – Es klingt wie eine Geschichte, die zu schön ist für die Protagonisten, um wirklich wahr zu sein. Aber wie viele Geschichten, die zu schön sind um wahr zu sein, wird auch diese nicht real werden: Man stelle sich vor, am Sonntag spielt Hertha beim SC Paderborn – zum ersten Mal überhaupt übrigens -, und im Tor auf der einen Seite steht Sascha Burchert und auf der anderen Nico Burchert. Zwei Brüder, die beide Torhüter sind, treten gegeneinander an – ich wage mal ganz mutig die Behauptung, dass es so was noch nicht gegeben hat im deutschen Fußball.

Wie gesagt: Die Chancen, dass es so kommen wird, sind hüben wie drüben gering. Und doch bereiten speziell Herthas Torhüter einige Sorgen. Kein einziges Mal seit dem 3:1 gegen Ingolstadt, als Maikel Aerts nach nur 15 Tagen sein Comeback nach Kreuzbandanriss feierte, stand die Nummer eins danach mit den Kollegen auf dem Trainingsplatz. Sonntag beim Auslaufen nicht, Dienstag nicht, Mittwoch nicht, heute (Donnerstag) nicht. Wie es heißt, soll Aerts aus Gründen der Schonung auch Freitag noch pausieren, nur das Abschlusstraining am Samstag mitmachen – und in Paderborn im Tor stehen.

Als ob dieser Zustand nicht Besorgnis erregend genug wäre, ist auch Aerts‘ erster Ersatzmann malade. Kollege Bremer, der den regennassen Ausflug zum Trainingsplatz gewonnen hatte (lang lebe mein Spätdienst in der warmen Redaktionsstube!), erzählte mir von dieser Begebenheit: Just als Spieler und Reporter sich vom Trainingsplatz wegbewegten, brauste Sejna in seinem 1er BMW auf das Vereinsgelände. Er stoppte und berichtete der fragenden Reportermeute von einer Innenbanddehnung im Knie: „Aber morgen stehe ich wieder auf dem Platz.“ Hm. Auf jenem übten am Donnerstag übrigens ein durch und durch verdreckter Sascha Burchert und (der meiner Meinung nach hochgradig talentierte) A-Jugend-Torwart Richard Strebinger.

Was meint Ihr?

Aerts mit den Spätfolgen seiner Knieverletzung und nun auch Sejna zumindest angeschlagen – ist das Risiko da zu groß, beide mit nach Paderborn zu nehmen? Soll wenigstens einer der (gesunden) Youngster Burchert und/oder Strebinger mitfahren? Denn man stelle sich nur den Worst Case vor: Aerts muss nach einer Viertelstunde raus, Sejna kommt rein – und es bricht bei ihm ebenfalls die nicht vollständig ausgestandene Blessur auf . . . und dann?

Andererseits war, als Aerts vor dem Ingolstadt-Spiel mit Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher und Markus Babbel Für und Wider eines schnellen Comebacks abwog, dessen Hauptargument: Die Belastung im Spiel ist wesentlich geringer als jene im Training. Aus diesem Blickwinkel macht es Sinn, Aerts‘ Knie außerhalb der Spiele maximale Schonung zu gewähren. Und auch Sejna wird wohl nicht ganz umsonst „das Tier im Tor“ genannt. Trotzdem: Zweifel bleiben. Oder?

Welches Torwart-Duo soll nach Paderborn fahren?

  • Aerts/Burchert (56%, 101 Stimmen)
  • Aerts/Sejna (23%, 42 Stimmen)
  • Burchert/Strebinger (15%, 27 Stimmen)
  • Sejna/Burchert (6%, 11 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 181

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30
Kommentare

Treat
4. November 2010 um 17:41  |  1433

Ich denke, du hast deine Frage im obigen Artikel schon selbst beantwortet.
Bei der Schonung von Aerts außerhalb der Spiele wird es sich wohl um eine reine Vorsichtsmaßnahme handeln, da die Trainingsbelastung in diesem Falle eher ein Risiko darstellt. Wenn er das Abschlusstraining problemlos absolvieren kann, dürfte seinem Einsatz als Numero Uno nichts im Wege stehen.

Schwieriger wird es da schon bei der Frage nach der Nr. 2. Ich habe mich trotzdem für die Kombination Aerts/Sejna entschieden, weil ich den Eindruck habe, dass unter Preetz und Babbel sehr verantwortungsbewusst mit solchen Situationen umgegangen wird. Wenn beide mitgenommen werden, dann wohl deshalb, weil nach sorgfältiger Risikoabwägung die Verantwortung dafür übernommen werden kann. Und wenn dann wirklich der Worst Case eintreten sollte, ist es eben so, auch die beiden jüngeren Torhüter könnten sich im Spiel verletzen, gegen den Pfosten rennen oder sonstwas… 😉

Was mich interessieren würde, da du den Strebinger so explizit erwähnt hast:
Hat der Junge aus deiner Sicht das Zeug, demnächst auch noch die letzte Restperspektive Burcherts bei Hertha zunichte zu machen?

Der Junge hat bei vielen Fans (bei mir übrigens nicht) und scheinbar auch beim Trainer einen recht schweren Stand – könnte eine Hereinnahme des A-Jugend-Talents das „endgültige Aus“ für Burchert bei der Hertha bedeuten? Und falls ja, war Strebinger schon da und als Supertalent absehbar, als Burcherts Vertrag verlängert wurde?

Ich bin sehr auf die weitere Entwicklung gespannt.

Blauweiße Grüße
Treat


ubremer
ubremer
4. November 2010 um 17:53  |  1434

@Treat,

mein Eindruck: Sascha Burchert trainiert seit Wochen gut. Strebinger gilt als Toptalent. Ich habe in dieser Saison aber beide nicht im Ernstfall (Regionalliga, bzw. U19) sehen können.

Meine Erfahrung: Die Zukunft von Torwarten scheint sehr schwer vorherzusagen sein. Bei Hertha gibt es Beispiele wie Rene Renno, Kevin Stuhr-Ellegard, Nico Pellatz, Christopher Gäng – alle galten irgendwann mal als echte Perspektivspieler. Keiner von ihnen hat eine große Karriere gemacht.
Aber es gab auch Tomasz Kuszczak. Dem wollte Hertha 2004 (nach dem Abgang von Gabor Kiraly) keinen Nummer-eins-Status garantieren. Damals zurecht. Mittlerweile ist Kuszczak polnischer Nationaltorwart, WM-Teilnehmer und seit 2006 bei Manchester United unter Vertrag. Hm.

Meine Schlußfolgerung: Burchert und Strebinger – als Verein wie Hertha kann man gar nicht genug vielversprechender Torwarte haben.


4. November 2010 um 17:56  |  1435

Kurz und bündig: Wenn Sejna nicht 100% fit ist sollte man Burchert als zweiten Mann mitnehmen.


Käptn Blaubart
4. November 2010 um 18:37  |  1436

Ich macht hier einen Torwartalarm wegen einer Innenbanddehnung? Sejna sagt doch selbst, dass er morgen wieder trainieren wird…..


hurdiegerdie
4. November 2010 um 19:32  |  1437

Ich habe schon vor dem Ingolstadt-Spiel mein Unverständnis für den Fall ausgedrückt, dass Aerts spielen sollte; in einem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten.

Jetzt bestätigt doch die Pause über die gesamte Woche, dass er offensichtlich noch nicht 100% fit war oder ist.

Warum riskiert man eine schwerere, längerfriste Verletzung statt das Knie auskurieren zu lassen? Mich hat Sejna nicht überzeugt, und der scheint ja besser als Burchert zu sein, denn wären zbeide gleich gut, spielte ja immer …..


Mineiro
4. November 2010 um 19:32  |  1438

Ich denke auch, dass Babbel mit Fiedler, Schleicher und den Torhütern hier die richtige Entscheidung finden wird. Wir sind hier überwiegend keine Mediziner und wenn dann ohne direkten Einblick in den Gesundheits- und Fitnesszustand von Aerts, Sejna oder Burchert. So gesehen können wir viel philosophieren, müssen letztlich jedoch den Verantwortlichen vertrauen.

Ein düsteres Worst-Case Szenario sollte man nicht an die Wand malen, so lange ein solches nicht tatsächlich konkret droht.


böllenfalltor
4. November 2010 um 19:46  |  1439

@ubremer:
Die Kuszczak-Nummer ist echt eigenartig. Er sitzt bei Manchester (fast) nur draußen, er ist in der Nationalmannschaft Ersatz. Mit anderen Worten: Er spielt fast nie.
Das kann doch einen Torhüter nicht zufrieden stellen. Oder beim Blick auf den Lohnzettel ist ihm alles andere egal.
Ich würde mal die These aufstellen: Lieber bei zB West Ham spielen als bei ManUnited draußen sitzen…Sieht aber wohl nicht jeder so


stinkepunk
4. November 2010 um 19:47  |  1440

Zur Not geht Fiedler ins Tor 😀


ubremer
ubremer
4. November 2010 um 20:41  |  1446

@böllenfalltor,

habe mal die Statistik für Tomasz Kuszczak von L’Equipe verlinkt (die haben das ganz übersichtlich mit den verschiedenen Wettbewerben). Demnach hat er bei ManU seit 2006 insgesamt 37 Einsätze gehabt. Das ist nicht doll, aber etwas mehr als „spielt fast gar nicht“. Enver Maric (Gute Besserung von dieser Stelle aus) hat mir im Sommer erzählt, dass Kuszczak, zu dem er regelmäßig Kontakt hat, seinen Vertrag bei ManU nochmal verlängert hat. Kuszszak rechnet wohl damit, dass irgendwann mal die Stunde null nach Edvin van der Sar kommt. Der ist vergangenen Freitag 40 Jahre alt geworden 😉


ft
4. November 2010 um 21:44  |  1448

Ich würde Aerts gegen Paderborn antreten lassen.
Und zwar aus teampsychodynamischen Gründen ( Was für ein Wort. 🙂 )

Es wäre ein Test inwiefern die Abwehr und die gesamte Offensivabteilung sich so schützend vor den Torhüter stellt, dass Aerts möglichst gar nicht am Speilgescheehn teilnehmen muss.
Also eher als passiver Teilnehmer bei der Veranstaltung auf dem Feld zugegen ist.

Sollte es aber doch zu ernsten Gerangel vor unserem Tor kommen, dann wäre Burchert der Mann der Stunde.
Der braucht eindeutig die nötige Spielpraxis um die Sicherheit ausstrahlen zu können, die einen guten Torwart so wichtig für die gesamte Mannschaft macht.


dstolpe
4. November 2010 um 21:46  |  1449

teampsychodynamisch – @ubremer: könnte es sein, dass das „Wort des Tages“ damit gefunden ist? 😉

@ft
Ohne Flachs: Interessanter Gedanke!


böllenfalltor
4. November 2010 um 21:51  |  1451

@ubremer: das ist ja ein service. 37 ist in der tat nicht so wenig. wobei ich nicht glaube, dass er gespielt hat, wenn es um den titel ging…aber immerhin.


4. November 2010 um 22:58  |  1453

Das Risiko ist zu hoch! Zwei angeschlagene Torhüter und einer, dem man nicht traut – da ist es quasi programmiert, dass etwas passiert. Aus solchen Dilemma-Situationen kommt man nur mit einem 60m-Befreiungsschlag, der den Gegner überrascht und einem selbst neue Optionen verschafft, also: ROB FRIEND INS TOR!

Der macht hinten mit seiner Größe den Laden dicht und vorne haben wir Raum zum Experimentieren. Aber ist jetzt wirklich nur ein Diskussionsvorschlag… 😉

Wird schon, Leute.


Exilherthaner
4. November 2010 um 23:50  |  1454

Kuszczak hat sich mit seinem Wechsel zu Manu die Karriere versaut. Er hat seine wichtigsten Jahre auf der Bank verbracht (siehe Rensing) und wird m.e. nicht Nachfolger von van der Saar werden. manu wird sich wohl einen jüngeren und begabteren Torhüter angeln. Er hätte es so machen sollen wie Ben Foster, der nun sogar für England antreten darf.

Zum Thema: ich bin mir sicher, dass Aerts spielen wird…..selbst, wenn dies unter Schmerzen und mit Medikamenten sein wird.


Datcheffe
5. November 2010 um 5:49  |  1456

Moin, Moin!

Oh Mann, nun haben wir den Supergau im Tor!

Ich habe am Samstagmorgen hier noch geschrieben, das ich Marco lieber im Tor sehen würde, als Maikel.
Ich habe nun auch ein Dutzend OPs an den Knien hinter mir, habe nie diesen ganzen Kram wie Krankengymnastik oder so mit gemacht und kann sie wieder richtig benutzen. Ich sehe so eine Kniesache auch als Pillepalle an, aber 17 Tag nach einem Bänderanriss zu spielen ist m.M. nach doch etwas zu früh gewesen!

Was tun? Burchardt oder Strebinger?

Das ich nicht viel von Burchardt halte, habe ich schon mehrmals geschrieben und auch begründet!
Wenn Marco gar nicht spielen kann, dann würde ich Burchardt und Strebinger mitnehmen, allerdings Strebinger ins Tor stellen. Was ich gehört und gelesen habe, soll er wirklich alles für einen guten Torwart haben, also……ab mit ihm ins kalte Wasser, vielleicht haben wir doch einen Adler oder Neuer im Verein und wissen es nicht.
Burchardt ist bei mir nun wirklich letzte Option, dann eher Fiedler reaktivieren! ;-D

Egal, wie wir es nehmen, nun haben wir den Salat!

Bis später zum Thema Posen und Artur!


Dan
5. November 2010 um 7:06  |  1457

Leider ein müssiges Thema. Wir haben hier wohl wenige Medizin bewanderte Experten, dass selbst wenn uns die Unterlagen vorlägen, kaum einer urteilen könnten was nun die richtige Entscheidung wäre.

An einem Tag wird darüber philosophiert, dass die medizinische Abteilung von Hertha wohl nicht die Beste, weil angeblich bei Hertha alles länger dauert. Wenn nun anderseits zwei Spieler frühzeitig (wenn man das ohne dem aktuellen medizinischem Sachstand überhaupt beurteilen kann) fit werden, dann wird ggf. von einer unverantwortlichen oder Risiko eingehenden med. Abteilung gesprochen.

Ich weiß nicht Leute es gibt doch mehr als schwarz und weiß. Wir wissen doch seit Ewigkeiten, dass die Spieler mit allmöglichen Präparaten fit gemacht werden. Da wird getapt, stabilisiert, gespritz, Schmerztabletten wie Drops verteilt usw..
Wenn also die sportliche und medizinische Leitung jemanden auf den Platz schicken, vorallelm mitten in der Saison, dann gehen sie doch wohl davon aus, dass dieser Spieler seine Leistung bringen wird. Alles andere schädigt / gefährdet doch den sportlichen Erfolg.

Dem @datscheffe muß ich heute mal widersprechen. Ich glaube sein Kritikansatzpunkt, war die Unsicherheit die S. Burchert ausstrahlt und daher auch der Verteidigung kein Rückhalt gibt. Sorry, ich bezweifle, dass ein 17 Jähriger der im Schnitt ca. 2 Tore in der U19 kassiert, unserer Abwehr mehr Rückendeckung gibt.
Einen 17j nun vollkommen unnötig ins kalte Wasser zuschmeißen, einem 21j seine Rehabilitation zu verweigern und endgültig der Meute zum Frass vorzuwerfen – Nee, dat gefällt mir nicht. Weil für mich zu kurzsichtig.


hurdiegerdie
5. November 2010 um 9:16  |  1460

Ja ich gehöre zu jenen, die ohne Beweise den Eindruck haben, bei Hertha dauerten Verletzungspausen immer etwas länger (und kommen häufiger vor).

Dass jetzt mal einer vorzeitig aufs Feld geschickt wird und prompt danach wieder Wasser im Knie hat, ist für mich ein weiterer Indikator, dass diese medizinische Abteilung nicht so wirklich alles im Griff hat.


Dan
5. November 2010 um 11:05  |  1468

@hurdiegerdie
Au Backe. Das gibt sicherlich wieder Diskussion, ob man dann den Friedrich damals nicht doch hätte einsetzten können. 🙂

Hertha gehört zum oberen Drittel der Teams mit Ausfallzeiten, natürlich sagt das über die medizinische Abteilung nichts aus.

Oberhausen: 70 Spieltage Ausfall – 14 Verletzte – mit 16 Verletzungen

Bielefeld: 63 Spieltage Ausfall – 10 Verletzte – mit 11 Verletzungen

Cottbus: 33 Spieltage Ausfall – 6 Verletzte – mit 6 Verletzungen

Hertha: 33 Spieltage Ausfall – 11 Verletzte – mit 12 Verletzungen

Aue: 32 Spieltage Ausfall – 6 Verletzte – mit 6 Verletzungen

Augsburg: 32 Spieltage Ausfall – 7 Verletzte – mit 7 Verletzungen

Aachen: 29 Spieltage Ausfall – 5 Verletzte – mit 5 Verletzungen

usw.


Mineiro
5. November 2010 um 12:27  |  1470

Also für den Fall dass Aerts und Sejna nicht einsatzfähig sind, kann es doch eigentlich keinen Zweifel geben, dass dann Burchert im Tor stehen MUSS!

Diesen A-Jugendlichen Strebinger und sein Talent in allen Ehren, aber das wäre doch eine endgültige Demontage von Sascha Burchert, wenn er noch nicht einmal als Nummer 3 gegen Paderborn zum Zuge kommen dürfte.

Dann müsste man auch konsequent sein und ihn ohne wenn und aber in der Winterpause ziehen lassen. Da man mit ihm aber in der Zukunft doch so einiges vorzuhaben scheint, kann man ihn jetzt nicht einfach außen vor lassen, nur weil er letztes Jahr in der Bundesliga einen unglücklichen Einstand hatte.

Ich persönlich hoffe natürlich auch, dass Maikel oder Marco fit werden, d0ch wenn das nicht so sein sollte, genießt Sascha mein vollstes Vertrauen und für Strebinger ist es fürs Erste Adrenalin genug, mal in der 2. Bundesliga 90 Minuten auf der Bank gesessen zu haben.


sunny1703
5. November 2010 um 13:29  |  1473

Erstmal hallo,ich bin sunny,einige kennen mich aus einem anderen Herthaforum!

Mit dem saisonverlauf bisher mehr als zufrieden, ist es für mich auch schwer meine vor der Saison größte Sorge,als eine solche zu bestätigt zu sehen.

Für mich war es unglaublich,welche guten deutschen Torhüter Hertha nicht verpfichtete um dann einen 34 jähigen aus den Niederlanden zu verpflichten,dessen sportliche Leistung wohl auch als ziemlich schwankend eingestuft wurde.
Ein Tremmel den fans nicht zu vermitteln,das hätte sich gegeben oder was war mit einem Walke,einen Torhüter der durch gute Leistungen in der 2.Liga aufgefallen ist und dazu noch aus de nächsten Umgenung stammt!?
Rensing,Hildebrandt,alles Torhüter mit internationaler Erfahrung,waren sie zu teuer oder für die 2.Liga zu fein!?

Doch solche Fragen lösen sich im Nichts von nur 6 Gegentoren auf.

Aerts ist mit Sicherheit durch seine Art ein Gewinn für die Mannschaft,sportlich kann ich ihn jedoch nicht einschätzen.

Das was er halten musste, müssen die meisten Torhüter in zwei Spielen halten,einen „unhaltbaren“ hatte er noch nicht darunter und wenn ein 1,95m Mann bei Flanken,Standards im Tor bleibt,ist das kein gutes Zeichen und erinnert mich mit Schrecken an Fiedler,durch dessen Schwäche Hertha in den genannten Sitationen vielen Gegnern hoffnungslos unterlegen war.

Das große Plus in der defensive ist Abräumer Mijatovic,der unglaublich viele Bälle aus dem Strafraum befördert.

Noch muss man abwarten,wie sich die Situation um Aerts entwickelt,noch muss man schauen in welcher Form Burchert ist.Sejna spielte zwar ruhig,doch seine faustabwehren waren als solche kaum zu erkennen und im jeden Spiel ein zwei Böcke sind für eine Mannschaft die aufsteigen will,irgendwann ein Sicherheitsrisiko.

Deshalb sollte die Verpflichtung eines weiteren Torhüters bis zum Saisonende,jemanden der über die Klasse für die 1.liga verfügt und eine klare Konkurrenz zu Aerts nachgedacht werden.

Im Aufstiegsfalle werden diese Gedanken nach meinem Ermessen Pflicht!


ubremer
ubremer
5. November 2010 um 14:00  |  1474

@sunny1703,

willkommen im Kreis. Irgendwie mutet mich die Forderung, Hertha müsse noch in dieser Saison einen weiteren Torwart verpflichten, wie ein deja-vu an. Die gleiche Situation hatte Hertha im vergangenen Herbst: Verletzter Stammkeeper, verletzter Reservetorwart, nervöser Nachwuchstorwart. Hertha hat Timo Ochs geholt, der mit Hertha im ersten Spiel 1:5 in Hoffenheim verloren hat und im zweiten Spiel gegen den HSV mit seinem halbherzigen Rauskommen, das zum 1:1-Eigentor von Kaka führte, jene Partie zum Kippen gebracht hat.
Aktuell bin ich bei @Mineiro: Sollten Aerts und Sejna ausfallen, wird Burchert spielen.

Dazu heute Abend mehr. Nur aktuell von der Pressekonferenz heute Mittag zum Paderborn-Spiel: Sejna hat am Vormittag voll trainiert (wie auch Burchert und Strebinger). Später mehr.

Die Frage, ob Hertha im nächsten Sommer einen neuen Torwart verpflichten muss, würde ich im Moment beiseite legen. Das ist Kaffeesatzleserei. Lassen wir die Mannschaft spielen, im März, April 2011 kann man dieses Thema seröser angehn.

@Dan,

bei Deiner Liste stehe ich auf dem Schlauch: Was soll die Aufzählung belegen?


Dan
5. November 2010 um 14:40  |  1475

@ubremer

Belegt soll erstmal garnichts. Nur @hurdiegerdie hat das Gefühl: „…bei Hertha dauerten Verletzungspausen immer etwas länger (und kommen häufiger vor). “

Habe also mal die verletzungsbedingten Ausfallzeiten bis zum 10 Spieltag aller Zweitligsten ermittelt.
Mit Ausfallzeit ist gemeint, dass ein verletzter Spieler zu einem Spieltag nicht zur Verfügung standen.
Beispiel: Ebert hat einen Kreuzbandriss vor Saisonbeginn und kuriert ihn immer noch aus. Somit hat er 10 Spieltage nicht zur Verfügung gestanden. Also sind von den 33 Spieltage Ausfall schon 10 von Ebert belegt und somit verteilen sich die restlichen 23 auf 10 weitere Herthaner auf.

Aerts (2)
Janker (4)
Mijatovic (2)
Dardai (1)
Raffa(1)
Beichler (3)
Lusti (3)
Ruka (2)
Djuricin (3)
Lasogga (2)

Also insgesamt standen Hertha BSC 11 Spieler insgesamt zeitunabhängig 33 x an Spieltagen nicht zur Verfügung. Insgesamt handelte es sich um 12 Verletzungen, da Lusti 2x verletzt war.

Man könnte also @hurdiegerdie recht geben, dass Hertha relativ viele Verletzte hat, aber gleichzeitig auch darauf hinweisen, dass 7 von 18 Mannschaften mit gleichen oder schlimmeren Zahlen kämpfen müssen.

Ich könne nun den @hurdiegerdie fragen:
„Sind jetzt die sieben medizinischen Abteilungen der betroffenen Vereine in ihrer Qualität zu hinterfragen.“

Wobei ich z.B. garnicht die Ausfallzeiten von Bayern München hier als Maßstab nehmen möchte. 😉


hurdiegerdie
5. November 2010 um 15:03  |  1476

@dan

Antwort: Nö, zunächst mal nur Oberhausen, Bielefeld und Hertha mit 14, 10 und 11 Verletzten
😉

Ausserdem höre ich immer auf meine Frau und die würde in solchen Fällen sagen

„Die Zahlen brauche ich nicht, das habe ich im Gefühl“ 😈


Treat
5. November 2010 um 16:12  |  1478

Guter Konter, @hurdie…

obwohl ich ja inhaltlich eher bei @dan bin!

Willkommen Sunny, sieh dich um, fühl dich wohl, lauter nette Leute hier, die sich in angenehm sachlichen Tonfall mehr über Hertha als über sich selbst unterhalten – feine Sache das!

Noch mal zur Sache:
Wenn Sejna heute trainieren konnte und keine Probleme hatte, scheint ja zumindest der Super-Gau, nämlich dass keiner unserer beiden Stammkeeper kann, ausgeblieben zu sein. Im Zweifelsfalle fährt halt Burchert als Nr. 2 mit, da hätte ich auch überhaupt keine Bauchschmerzen. Ich bin mir sicher, dass er auf dem Niveau der zweiten Liga ziemlich problemlos mithalten kann, wenn er mit ein bisschen mehr Wettkampfpraxis auch noch ein wenig mit der Zappelei aufhört, bin ich mir sicher, dass er auf Sicht auch als Erstligatorhüter bestehen kann.

Inzwischen erkennt @sunny hat immerhin zähneknirschend an, dass der von ihm so ungeliebte Aerts für Hertha kein Fehleinkauf war, auch wenn das natürlich noch mit der Bemerkung garniert werden muss, dass er bisher ja auch nichts zu halten hatte… 😉 Bei hohen Bällen sehe ich allerdings auch seinen Schwachpunkt, jedoch hat er den mit seinen Vorgängern gemeinsam. Im Übrigen finde ich schon, dass er auf der Linie, was ja auch die große Stärke von Drobny und Fiedler war, so einige sehr knifflige Bälle zu halten hatte, wenn vielleicht auch insgesamt nicht so viele, wie andere Torhüter in 10 Spielen. Am wichtigsten ist für mich seine absolut ruhige, selbstsichere Ausstrahlung, die Selbstverständlichkeit, mit der er sich vor dem anrennenden Gegner aufbaut und so lange wartet, bis der nervös wird und einen Fehler macht und die „Todesverachtung“ mit der er sich in so manche gefährliche Situation wirft. Alles in Allem bin ich mit diesem Maikel Aerts sehr glücklich, einen perfekten Torhüter gibt es nicht und auch einen Weltklassemann wie Olli Kahn konnte man als Neuverpflichtung für die nun zweitklassige Hertha wohl kaum erwarten. Bei den vom lieben @sunny genannten Alternativen hätte ich mich jedenfalls keineswegs besser oder sicherer gefühlt als bei Aerts – aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung!

Wenn er das Abschlusstraining mitmachen und ohne Probleme dort bestehen kann, bin ich weiterhin dafür, ihn als klare Nr. 1 mit zu nehmen und Sejna auf die Bank zu setzen, schon wegen der gruppendynamischen Psychsohygiene und dergleichen… 😉

Blauweiße Grüße
Treat


@sunny
5. November 2010 um 18:10  |  1479

@ubremer,
Was Sie nicht wissen können,ich habe vor der letzten Saison nach der Ansicht zweier Freundschaftsspiel genau auf den dann entstehenden Misstand hingewiesen.
Mir erschienen beide Reservetorhüter nicht erstligatauglich.

Mit Drobnys Verletzung begann der Anfang vom Ende der Zugehörigkeit Herthas zur Bundesliga ,beginnend mit der Trennung von dem von mir sehr geschätzten Trainer Favre!

Zu Aerts sportlichen Qualitäten kann ich anders als @treat nicht viel urteilen,mangels Beschäftigung. Doch mit seinen menschlichen Qualitäten ist er ein Zugewinn!
Was mich viel mehr interessiert ist die Frage,wer ist hinter ihm T2!

Babbels klare Ansage war,bei gleicher Leistung spielt der jüngere. Nun hat das Babbel zwar bei der T Frage auf ein bauchgefühl reduziert,aber man mag meine Skepsis entschuldigen,ich halte das für eine Form von Trainerdiplomatie ,um den jungen nicht zu verunsichern,falls er doch spielen muss!

Sejna konnte mich insgesamt in den drei gesehenen Spielen nicht überzeugen und natürlich frage ich als Folge daraus,wie wenig überzeugend ist erst Burchert!?

Für Hertha geht es in dieser Saison um den Aufstieg oder um einen totalen Neuaufbau.
Für den Aufstieg hat Hertha auch finanziell noch mal geklotzt und nicht gekleckert.
Das alles aufs Spiel zu setzen,weil die T2 Frage ein Risiko beinhaltet hat,geht über Kaffeesatzleserei hinaus.

Dass die Verpflichtung eines neuen Torwarts auch keine Garantie ist,haben Sie@ubremer richtig von der letzten Saison beschrieben, jedoch ist das auch keine Garantie den Aufstieg zu schaffen,wenn die T2 nur mageres Zweitligaformat schaffen, bzw auch noch verletzt sind.
Deshalb ist eine Verpflichtung eine Option,mehr erstmal nicht!

Wollen wir hoffen,dass die Verletzungen auskuriert werden und vor allem die von Aerts nicht langfristig wird.Ohne Abräumer Mijatovic fehlt schon ein Standbein in der Herthadefensive!

Mit der wirklichen Hoffnung in dieser Saison mich zu irren und mit dir lieber @treat Aerts und die anderen Torhüter auch sportlich zu feiern,wende ich mich den heutigen Zweitligaspielen zu!

lg sunny


Teddieber
5. November 2010 um 18:15  |  1480

Mahlzeit liebe Hertha Gemeinde.
In dieser Saison haben wir glücklicher Weise kein Torwartproblem, was ich am Anfang der Saison noch befürchtete. Die genannten Torhüter von Sunny hatten doch alle irgendwelche Makel und ob die sich hier wohl gefühlt hätten?
Rensing hätte vielleicht gepasst, doch er hatte halt Pech der erste nach Kahn zu sein und Klinsmann als Trainer zu haben. Somit hat sich kein Verein getraut ihm das Vertrauen zu schenken.
Ach so, wenn Arts das Abschlusstraining schafft dann soll er auch spielen. 😉

Kleine Randnotiz: Ich habe heute gelesen das die Deutschlandhalle abgerissen wird. Damit stirbt auch eine kleine Hertha Geschichte, denn da wurde der Hallenfussball „erfunden“ und man hat sich gefreut im Januar die Stars hautnah sehen zu können. Ich habe mal auf den Schoß meiner Mutter bei einem Hertha-Spiel gesessen; zwei Minuten! Dann hat meine Mum die faxen dicke gehabt und mich runter geschmissen, so sehr habe ich die Jungs angefeuert! 🙂


ubremer
ubremer
5. November 2010 um 18:18  |  1481

@sunny,

wir haben uns in diesem Blog darauf geeinigt, es einfach zu halten und Duzen uns :-).
Das Torwart-Thema ist wieder ein wenig weitergerollt, deshalb sei der nächste Blog-Eintrag empfohlen 😉


@sunny
5. November 2010 um 18:42  |  1483

@ubremer
Kein Problem,ich bin@sunny und DU bist @ubremer ! :-))


ubremer
ubremer
19. November 2010 um 16:43  |  2196

@böllenfalltor und @Exilherthaner,

die Dinge entwickeln sich ja immer weiter: Zwei Wochen, nachdem wir die Entscheidung von Tomasz Kuszczak diskutiert haben, der seinen Vertrag bei Manchester United verlängert hat, ist aktuell zu lesen: ManU steht unmittelbar vor der Verpflichtung von Anders Lindegaard (26). Der ist in Dänemark die Nummer 2 und spielt in Norwegen bei Aalesunds FK. Wenn ich Kuszczak wäre, würde ich mir dennoch Chancen auf die Nummer 1 bei ManU ausrechnen.


mArk78
19. November 2010 um 16:58  |  2197

@ubremer

Der „Urlauber“ ist zurück! Hoffe, Du hattest eine ruhige Zeit! 🙂

Lindegaard und Kuszczak sind aber meiner Meinung nach nicht die Stammbesetzung nächstes Jahr bei den „Red Devils“. Nicht umsonst geistert da auch der Name von Manuel Neuer durch die Gazetten. Aber wir werden sehen, ob Herr Jauch mal wieder die nächste Kiste Rotwein auf´s Spiel gesetzt hat… was ich bei der jungen Dame aber auch gemacht hätte… 😉

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