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(ub) Nun ist es also geschehen: Hertha verliert 0:1 (0:0) beim SC Paderborn. Die erste Niederlagen im elften Saisonspiel der Zweiten Liga. Dem Elfmeter für Paderborn ging ein Handspiel von Ramos voraus. Die Rote Karte für den Kolumbianer indessen ist erstaunlich. Auf dem Platz erklärte das Schiedsrichter-Gespann, Ramos habe einen Ellenbogen-Check begangen  – nur hat den sonst niemand gesehen.

Marco Sejna: Diverse gute Paraden gegen Kapllani (5./36.), Heithölter (31.) und Alushi (25.). Die Latte rettete bei einem Heithölter-Schuss (33.), einmal zu spät im Herauslaufen gegen Heithölter (28.).  Note 2

Christian Lell: Zeigte nach dem Rückstand und dem Platzverweis Führungsstärke. Doch eine gute Stunde lang gelang wenig, vor allem sein Spielaufbau war mäßig. Warum das Zusammenspiel mit Rukavytsya so häufig nicht funktioniert, ist nicht erklärlich.  Note 4

Roman Hubnik: Der Turm in der Abwehrschlacht. Ebenso wie sein Manndecker-Kollege Neumann diverse Male Retter in höchster Not. Hatte in der 81. Minuten den Ausgleich auf dem Kopf, sein Ball ging aber vorbei.  Note 3

Sebastian Neumann: Der Youngster stemmte sich wacker gegen die Angriffswellen aus Paderborn. Gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe.  Note 3

Levan Kobiashvili: Unter Druck vor allem in der ersten Hälfte ein Unsicherheitsfaktor. Die Hausherren attackierten ihn häufig, dazu leistete er sich den einen oder anderen Fehlpass am eigenen 16er.  Note 5

Peter Niemeyer: Rackerte wie immer. Aber nur 44 Prozent gewonnene Zweikämpfe belegen, dass die Räume, die er zulaufen musste, zu groß waren. Leichter wurde es für ihn, als nach 40 Minuten Perdedaj als defensiver Mittelfeldspieler half.  Note 4

NIkita Rukavytsya: Der Australier konnte das Vertrauen in  seine Aufstellung nicht rechtfertigen. Nach drei Wochen Verletzungspause ging von seiner Seite keine Gefahr aus. Selbst seine sonstige Stärke, Bälle aus Standardsituationen heraus, kamen nicht an.  Note 5

Valeri Domovchiyski: Wieder einmal unauffällig.  Mit der frühen Auswechslung des Bulgaren entschied Trainer Babbel endlich einmal: Wenn es eng wird, trägt Raffael die Verantwortung, weil von Domovchiyski zu wenig zu sehen ist. Note 5

Raffael: Nur 62 Ballkontakte, sowenig hatte der Brasilianer noch nie.  Paderborn sorgte dafür, dass Herthas Spielmacher nicht so oft gefährlich wurde, weil ihn weniger Bälle als sonst erreichten. Der erhoffte Geniestreich, den Raffael drauf hat, gelang diesmal nicht. Note 4

Adrian Ramos: Nach vielen guten Spielen hing der Kolumbianer diesmal durch. Keine Dynamik im Angriff, keine Torgefahr. Zudem versuchte er den entscheidenden Elfmeter gegen Hertha  Note 5

Rob Friend: Fast jeder Ball, der den Kanadier erreichte, führte zu einer anderen Sportart. Friend befand sich nur im Ringkampf. Entweder gab es Freistooß für oder gegen Hertha. Kontrollierte Kombinationen waren mit ihm nicht zu spielen. Auch wenn er stocksauer nach der Auswechslung war, sie war berechtigt.  Note 5


Fanol Perdedaj: Der Mittelfeld-Abräumer sollte die wankende Defensive stabilisieren, dies gelang teilweise.  Nach der Pause stand Hertha mit Perdedaj stabiler. Aber als nach dem Rückstand Anrennen angesagt war, vermochte Perdedaj nichts entscheidendes beizutragen.  Note 4

Pierre-Michel Lasogga: Erneut wesentlich torgefährlicher als Friend. Der Stürmer ließ sich von der Härte und Hektik nicht beeindrucken, sondern teilte munter mit aus. Hatte Pech, dass sein Kopfball von der Unterkante der Latte nicht ins Tor ging (68.).

Ronny: Wurde erst spät, nach 78 Minuten, für den enttäuschenden Rukavystsya eingetauscht. Doch der Bruder brachte keinen Schwung, die meisten ruhende Bälle landeten in der Paderborner Abwehr. Anders als bei Lasogga war das keine gelungene Bewerbung für künftig mehr Spielzeit.

——————–

Erklärung:

1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangelhaft, 6 = ungenügend

Bewertet wird, wer mindestens 30 Minuten gespielt hat.


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Kommentare

Chrome
7. November 2010 um 16:33  |  1537

Eine sehr zutreffende Benotung. Vor einiger Zeit drängte sich mir vermehrt der Eindruck auf, dass ein unkreatives Spielsystem wie das unsere zum einen mit der Kraft der Mannschaft steht und fällt. Heute fehlte dieser Krafteinsatz, warum ist mir unbekannt. Zum anderen war Ramos erneut (in sinnfreier Abwesenheit Ronnys in der Startelf) verdammt alleiniges kreatives Element zu sein, spielt Raffael neben der „unechten“ hängenden Spitze Domo doch einen halben Sechser.

Zu dem Punkt ob über diese zwei Ansatzpunkte zu urteilen kam es heute jedoch nicht, da Paderborn Hertha vollkommen beherrschte. Auffallend gutes Pressing an genau den richtigen Sollbruchstellen, schnelles umschalten, starker Kampf.

Es bleib die Hoffnung das Paderborn, die die Schwächen unserer Aufstellung und Einstellung (taktisch wir personell) eiskalt ausnutzten, zu einem Umdenken an einigen Stellen beitragen konnten. Denn: von den letzten drei Spielen wurden zwei verloren. Für mich auf nahezu gleiche Art und Weise.


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 16:41  |  1540

@alle,

mache jetzt mal Zeitung. Ich will schauen, dass ich ab 19 Uhr vielleicht für eine Stunde in diesem Blogeintrag bereit stehe. Es ging noch hoch her auf der Pressekonferenz in Paderborn . . .

Bis später


timo
7. November 2010 um 16:51  |  1542

@ubremer

na dann sind wir mal gespannt, was noch so passiert ist bei der PK! Bin gespannt auf deinen Bericht!


dstolpe
7. November 2010 um 16:56  |  1543

@alle
…aber @dstolpe ist ja auch noch da 🙂 Gern also Feuer frei.

Ich habe ein grundsätzliches Problem gesehen: 4-1-4-1.

So wie die Paderborner heute gespielt haben (und wie sie zu Hause spielen, ist nun wahrlich nicht unbekannt), war es für Niemeyer allein beim besten Willen nicht zu leisten, sich der Gegnerschaft zu erwehren. Ich habe nicht verstanden, weshalb Babbel, der mir gegenüber Paderborns Heimstärke in den höchsten Tönen gelobt und im nächsten Satz das System mit zwei vollwertigen Sechsern für „absolut nicht gestorben“ erklärt hat, sich in diesem dafür absolut prädestinierten Spiel wieder dagegen entschieden hat.

Stattdessen hat im nun schon soundsovielten Spiel in Folge der Plan nicht geklappt, den Gegner mit einem frühen Tor zu überrumpeln (nur wer Chancen kreiert, kann Tore schießen. . .), und spätestens nach 10, 15 Minuten nahm das Elend seinen Lauf.

Mir kommt es inzwischen auch so vor, als wüssten gerade ein Raffa und Domo nicht mehr, wie sehr sie nach hinten arbeiten sollen, sprich wie viel Kapazität sie noch nach vorn haben (können/dürfen). So entsteht erst recht nichts Gutes, nicht nach hinten und auch nicht nach vorn. Mein Gefühl sagt mir: Mit zwei Sechsern wären die Zuordnungen besser verteilt.

Das weitere Problem ist und bleibt Friend bzw. das Spiel mit ihm. Lange Bälle gut und schön, aber wenn keiner nachrückt, ist auch das wertlos. Auf Herthas eigentliche Stärke, ein gepflegtes flaches Spiel, haben sich die Gegner augenscheinlich eingestellt.

So war heute eigentlich nur das Aufbäumen nach Herrn Leichers Auftritt gut. Warum erst da, warum so spät? Und wann reagiert Babbel auf die augenscheinlichen Entwicklungen im Spiel gegen seine Mannschaft? Denn ja, es war „erst“ die erste Niederlage. Aber seien wir mal ehrlich, die hätte es nun gut und gern auch schon ein paar Spiele vorher geben können…


dstolpe
7. November 2010 um 17:28  |  1545

P.S.: Am 13. Oktober hatte Kollege Bremer gefragt, wann Hertha die erste Saisonniederlage ereilen würde … http://www.immerhertha.de/2010/10/13/noch-zehn-runden-bis-weihnachten-wie-lange-halt-herthas-serie-ohne-niederlage/

Von gut 200 Abstimmungsteilnehmern hatten zwölf auf das heutige Spiel in Paderborn getippt. Elf davon waren nicht registrierte Gäste, und so darf sich namentlich nur @DepecheMode in seinem Votum bestätigt sehen. . .


backstreets29
7. November 2010 um 17:37  |  1546

Ich weiss ja nicht, was mit „hoch hergehen auf der PK“ gemeint ist, aber dass man sich über die Leistung des Schiris aufregt ist nachvollziehbar.

Ich wehre mich dagegen, dass man jetzt alles oder vieles schlecht redet. Es wäre aber fatal, wenn man diese Niederlage nicht auch mit Blick auf die letzten Spiele bewertet. Insbesondere gegen Mannschaften, die schwerpunktmässig das kämpferische Element in ihrem Spiel pflegen.
Was mir so gar nicht in den Kopf will sind die Aussagen von Babbel vor dem Spiel. Stichwort: Mentalität schlägt Qualität.
Wurde denn nicht ständig darauf hingewiesen, dass man bei der Kaderzusammenstellung auf den Charakter geachtet hätte? Wie lange wird noch mit Friend experimentiert? Er wird Woche für Woche schlechter, verunsicherter und entfernt sich immer weiter von der Stamm-Elf. Ich hab das letzte Woche schonmal geschrieben: Was würde ich mir in einem System mit zwei Sechsern einen Typ wie Chermiti im Sturm wünschen


fg
7. November 2010 um 17:44  |  1547

viele wichtige punkte hat der sportskamerad stolpe schon genannt.
was ich gerne nochmal unterstreichen möchte ist, dass ich bei fast jedem auswärtsspiel den eindruck habe, dass der gegner grundsätzlich mehr laufbereitschaft an den tag legt. wenn hertha den ball hat, werden sie – das war heute besonders exemplarisch – permanent mit mehreren leuten unter druck gesetzt, teils extremes pressing. gleichzeitig hat dann der ballführende herthaner aber oft nicht viele gute anspielstationen, und wenn er sich nicht schnell vom ball trennt oder mal einen ausspielt, was leider nicht so oft gelingt, ist der ball dann beim gegner. will sagen: das ist doch eine frage der einstellung bzw. des kopfes. da muss man doch läuferisch und auch platt gesagt kämpferisch mithalten können! sonst entzieht man sich einer wichtigen grundlage, ein spiel erfolgreich zu gestalten!
ich denke auch, dass auf jeden fall auswärts mit zwei 6ern agiert werden sollte, oft hat doch der gegner gerade im zentrum vor dem strafraum zu viel platz, niemeyer kann nicht allein alles leisten. so ist by the way auch das gegentor bei union entstanden.
@bremer/stolpe: wie siehts mit lustenberger aus, ab wann könnte er wieder eingesetzt werden? peredaj is ok, aber ich denke gerade in punkto spielverständnis und technik ist lustenberger doch etwas besser.
ebenfalls an euch beide die frage, wie weit ihr beichler seht, denn ruka ist zwar schnell, aber ihm scheint öfters die spielintelligenz ein wenig zu fehlen, er trifft doch mitunter recht viele schlechte entscheidungen. darüber hinaus waren seine standards heute entweder zu hoch (zweimal hintereinander) oder zu kurz. wie ehr wünscht man sich da mittlerweile einen (im kopf ebenfalls) fitten ebert zurück!
das thema friend ist nun wirklich doch schon recht unschön. ich war von anfang an von seiner verpflichtung nicht überzeugt. die fußballerischen mängel sind doch eklatant. unglaublich viele bälle finden bei ihm die endstation, da er sie entweder schlecht verarbeitet oder seine weiterleitungen nicht ankommen. darüber hinaus holt er nicht besonders viele freistöße raus bzw. wenn, dann für den gegner. er ist halt wirklich nur ein abstauber/wühler/kopfballspieler.
allerdings finde ich dieses problem auswärts bei weitem schwieriger. zu hause würde ich ihn schon noch bringen, on the road hingegen es mit lasogga oder ramos ganz vorne probieren und dann ruka nach links ziehen.
sollte wirklich rosenberg vor der saison vs. friend zur auswahl gestanden haben, hätte man in ihm sicherlich den besseren fußballer bekommen, der dann auch kombinationsmäßig besser ins system gepasst hätte.
noch eine frage in die regelkundigen: darf der schiri auch für so eine „handspiel“-situation rot geben (wenn es nicht auf der linie ist), sprich: hat er ermessen? dann war es absolut überzogen. man kann handelfmeter geben, weiterlaufen lassen wäre aber auch vertretbar gewesen, der ball geht ja zum arm und nicht umgekehrt. sollte allerdings vom gespann auf tätlichkeit (ellbogencheck?) entschieden worden sein, wäre es einfach nur lächerlich.
so, zu allerletzt noch eine bemerkung zum blog: ich lese ihn von anfang an gerne und mit großem interesse und finde es gut, dass ihr täglich was neues macht.
allerdings hatte ich den eindruck, dass ihr beide zu anfang doch eher berichtet habt (quasi als morgenpostartikel 2.0), während ihr in den letzten tagen doch eher dazu übergegangen seid, weniger aus dem nähkästchen zu plaudern sondern eher „nur noch“ diskussionsanregungen zu schaffen bzw. verschiedene fragen in den raum zu stellen. das ist ok, aber ich finde das berichtende element von euch insidern sollte nicht zu kurz kommen, in dem sinne: ein bißchen mehr back to the roots, bitte 😉


fg
7. November 2010 um 17:45  |  1548

ich sehe gerade, ganz schön lang geworden, hoffentlich nicht zu nervig zum durchlesen für die meisten. sorry! 🙂
aber irgendwie musste das heute alles mal raus…


snbsc
7. November 2010 um 18:01  |  1549

Ja, Hertha war schlecht! Aber darf man dann einfach so über eine solch schlechte Schiedsrichterleistung hinweg sehen? Wenn man die Zweikämpfe gegen Rob Friend seit Anfang der Saison beobachtet scheint es so, als seien alle bisher eingesetzten Schiedsrichter überfordert! Bisher konnte man die Leistungen durch die spielerische Überlgenheit immer kompensieren. Diesmal war man einfach zu schlecht drauf. Andersrum ist man schon erstaunt im Vergleich zum Ringkampft mit Rob Friend warum Hertha (Niemeyer heute) überhaupt „Gelb „sieht. Den Elfmeter kann man mit viel „Augenzudrücken“geben. Ein Handspiel muss aber immer absichtlich sein gem. Regelwerk. Eine gelbe Karte wäre aber für Ramos schon zuviel gewesen. Ich fand das gut das Babbel das offen angesprochen hat und nicht so lange wartet bis diese Entscheidungen zum Verlust der Tabellenführung führen. Für Rob Friend kann ich nur empfehlen: Immer fleißig himschmeißen bei Körperkontakt, dann bekommst du mehr Freistöße!


7. November 2010 um 18:09  |  1550

Es fehlt schlicht und ergreifend ein gepflegter Spielaufbau. Auch Ruka kann die Rolle, die ihm da auf dem rechten Flügel aufgetragen wurde, nicht ausfüllen. Allerdings muss man auch sagen, dass man natürlich Riesenpech mit Eberts Verletzung und später dann mit der Verletzung der verpflichteten Ebert-Alternative Beichler hatte.

Hertha sollte vielleicht langsam anfangen, die ohne Zweifel vorhandenen spielerischen Mittel auch umzusetzen. Es fehlt die zweite 6 zur Stabilisation (was Babbel ja heute auch nach 40 Minuten bemerkt hat), vor allem aber muss sich auch offensiv etwas ändern. Ständig hohe Bälle auf Friend, der diese (vielleicht auch aufgrund mangelnder Qualität?) meistens nicht verwerten kann…. das kann nicht der „Masterplan“ sein. Wir brauchen in diesem System einen Stürmer, der auch mal einen gepflegten Doppelpass spielen kann, der sich für die Mannschaft aufreibt und durch seine läuferischen Qualitäten auch Lücken reißt für die dazustoßenden offensiven Außen.


Marcel
7. November 2010 um 18:35  |  1551

Was mir noch zum Schiri und den taktischen Fouls von Paderborn einfiel.

Gab es nicht kurz nach der roten Karte gegen Ramos ein Handspiel von einem Paderborner im Mittelfeld. Eigentlich ein taktisches Foul und somit Gelb. In dem Fall gabs nur den Freistoß.

So, wie ich das mitbekommen habe, wurde von Ramos nicht das Handspiel, sondern der ausgefahrene Ellenbogen geahndet.
D.h. rein spekulativ gleich mal 3 Spiele Pause für Ramos.

getreu dem Motto:
Spiel abhaken und aufs nächste konzentrieren!

Weiß jemand, ob und welche Spieler Hertha an die Nationalverbände abstellen muss?
Mir war so als wolle der „Lange“ aus der Geschäftsführung da anfragen, dass man die Nationalspieler nicht abstellen muss und hab seitdem nichts mehr gehört.


CH
7. November 2010 um 18:53  |  1553

schade!


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 19:01  |  1554

@an alle,

Wir schwimmen mit der Zeitung, ich brauche dafür noch 30 bis 45 Minuten. Sobald wir durch sind, gehe ich online.
Sorry


LarsNSB
7. November 2010 um 19:13  |  1555

Also, Hertha war in der ersten Halbzeit megaschlecht, das kann man wirklich nicht abstreiten. Aber man benötigt nunmal auch das nötige Glück und einen guten Schiri um so en Spiel nach hause zu bringen. Aber was ich auf einer anderen Zeitung gelesen habe, treibt mir schon die Zornes-Röte ins Gesicht:

…“Der eingewechselte Fanol Perdedaj fragte den Schiri: „Was pfeifen Sie für einen Mist.“ Perdedaj: „Ich bekam diese Antwort von ihm: Das mache ich wieder gut!“ Auch Sebastian Neumann bekam diesen Dialog mit…“

Bitte??? Wo sind wir denn hier gelandet? Ich dachte wir spielen Fussball in Deutschland und nicht in… Ich will da jetzt gar kein Land nennen, das wäre ne Beleidigung gegen jedes zivilisierte Land… Ich hoffe der Mann pfeift nie wieder ein Spiel und sein komischer Assistent Valentin erst recht nicht! Pfui!


bawue_herthaner
7. November 2010 um 19:20  |  1556

Schieris sollen Spiele leiten und nicht entscheiden.

Es wäre 0:0 ausgegangen.
Weil die einen nicht trafen und wenn, dann nur die Knochen von Hertha im Aufbauspiel.

Sicher könnte babbel jetzt mehr Variabilität rein bringen – nach einer Niederlage ist das leichter möglich als nach einer Siegesserie.
Aber wenn Friend vernünftig angespielt würde und man nachrückt und er auch die Freistöße bekommt, die ihm bei Attacken von hinten zustehen, dann läuft das Spiel eben anders ab.

Es würde mich nicht wundern, wenn wir heute den nächsten Herrn Holzer gesehen hätten. Und es ist für mich kein Zufall, dass wieder Paderborn involviert ist in eine solch einseitige Schiedsrichterbevorzugung.


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 19:29  |  1557

So, das war ein wenig hektisch. Eben deshalb, was @LarsNSB angesprochen hat.

Die Morgenpost-Infos decken sich mit den geschilderten.
Trainer Babbel hat auf der Pressekonferenz hinterher zum Generalschlag gegen die Schiedsrichter ausgeholt. Dass Hertha seit Wochen benachteiligt werde. Dass Hertha in Paderborn wegen des Schiedsrichters verloren habe.
Sein Kollege aus Paderborn, Andre Schubert, hat Babbel unterstützt: Dass es kein Elfmeter gewesen sei und erst recht keine Rote Karte.

Meine These: Ich verstehe den Ärger bei Hertha. Aber ein Topteam muss in der Lage, auf Rückschläge Antworten zu finden. Hertha hatte, abgesehen von der strittigen Szene, 89 Minuten Zeit, selbst etwas zu bewegen. Hat das aber so gut wie gar nicht gemacht.
Was ist Eure Meinung?


backstreets29
7. November 2010 um 19:29  |  1558

@Bawue 1. hiess der Schiri Hoyzer 2. scheint dir entgangen zu sein, dass Friend kein einziges Anspiel in irgendeiner Art verwerten konnte.


Marcel
7. November 2010 um 19:34  |  1559

…”Der eingewechselte Fanol Perdedaj fragte den Schiri: „Was pfeifen Sie für einen Mist.“ Perdedaj: „Ich bekam diese Antwort von ihm: Das mache ich wieder gut!“ Auch Sebastian Neumann bekam diesen Dialog mit…”

no comment!


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 19:40  |  1560

@Marcel,

uns (Morgenpost) wurde dieser Wortwechsel auch so überliefert. Damit wird der Schiedsrichter beim DFB ein richtiges Problem bekommen. Trotzdem finde ich, dass Hertha selbst Tore schiessen darf. Und so richtig viele Chancen sind mir nicht aufgefallen, den Lasogga-Kopfball an die Unterkante der Latte ausgenommen.


bawue_herthaner
7. November 2010 um 19:45  |  1561

@backs: Korrekt – wie komme ich nur auf Holzer – vielleicht wegen der Gangart der Paderborner?

Klar, Hertha hat nichts konstruktives auf die Reihe bekommen.
Ich hatte den Eindruck, dass ungeahndete Aggressivität den Herthanern (traditionell) das Konzept raubt. Sie werden dann verärgert und verlieren die Konzentration – der „Schneid“ geht verloren.
Friend hat viel abbekommen und wirklich nichts hinbekommen, wenn der Ball mal zu ihm kam. Aber das war so selten, dass es nicht fair wäre ihn zum Sündenbock in der Offensive zu machen. Mit Lasogga lief es nicht besser – ein anderer Stürmertyp wäre besser gewesen.
Statt Domo raus zu nehmen umstellen.

Woran es mangelte war erneut die „Lauffreude ohne Ball“ – und das nicht zum ersten Mal, gerade auswärts bei vermeintlich „Kleinen“. Wobei hier die Linie des SChieris natürlich die Paderborner ermunterte jenseits der Regeln zu agieren. Jedesmal, wenn ihnen ein Herthaner enteilte konnten sie ungestraft die Beine attakieren.

Mein Fazit @ubremer: Nicht Chancen entscheiden Spiele, sondern Tore.
Und somit hat heute der Schieri das Spiel entschieden. Regeln sind für alle da…


backstreets29
7. November 2010 um 19:53  |  1562

@Bawue beim anderen Stürmertyp bin ich bei dir. Friend ist eben nicht der Stürmertyp, den dieses System braucht, daher mein Rufen nach Chermiti 🙂 Domo in die Spitze, Friend raus und Lusti rein, wäre für das Bochum Spiele eine Möglichkeit. Auf den Flügeln muss man sehen wer sich aufdrängt.

Einfach ganz furchtbar finde ich aber, dass Babbel sich vor dem Spiel hinstellt und von Kampfbereitschaft und Mentalität faselt, seine Mannschaft da aber scheinbar keine Sekunde seit Juli zugehört hat und das fehlende Konzept, bzw die fehlende Entwicklung macht mir ein bissl Sorge. Bisher haben wir uns aufgrund der individuellen Überlegenheit oben festgesetzt. Aber auf Dauer wird das zu wenig sein


hurdiegerdie
7. November 2010 um 19:53  |  1563

Ja, der Schiedsrichter war schlecht. Ja, ich denke auch, dass nicht nur in diesem Spiel Schiedsrichter auch Fussballfans sind, die „unterbewusst“ mit dem vermeintlichen Underdog gehen. Am meisten nerven mich diese Attacken von hinten in die Beine der Hertha-Spieler, das vielleicht als gesunde Aggressivität ausgelegt wird.

Aber, wenn Hertha bereits zur Pause gerechterweise 2:0 oder 3:0 zurückgelegen hätte, wäre nicht der Schiedsrichter daran Schuld gewesen.

Ich bleibe trotzig bei meiner Meinung, dass das Problem nicht ein zweiter Sechser ist, sondern die erste Option des Spielaufbaus, nämlich hoch und lang auf Friend zu spielen. Bewusst übertreibend können wir ja nach Lustis Rückkehr auch mit 3 Sechsern spielen und uns so gänzlich jegliche Möglichkeit nehmen, an einen geordneten Spielaufbau zu denken.

Man kann dem Gegner auch die Angriffslust nehmen, in dem man ihn zwingt defensiver zu denken. Diese hoch und lang mit sofortigem Ballverlust lädt den Gegner ein, offensiver zu agieren, denn wo ist das Risiko? Etwa, bei den 2mal pro Spiel, bei denen Friend den langen Ball zum eigenen Mann bringt?

Ich betone ausdrücklich, dass dies nicht nur das Problem von Friend ist, sondern auch seiner Mitspieler, die ihn so als erste Option immer suchen . Aber es liegt auch an ihm, denn ein mitspielender Stürmer, den man in einen spielerischen Angriffsaufbau einbinden kann, ist er nicht. Und jede zusätzliche defensive Absicherung, nimmt Hertha eine weitere Option spielerisch anzugreifen.


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 19:54  |  1564

@bawue_herthaner,

da wage ich die Gegenthese: Woher kommt die Forderung, vom Schiedsrichter zu verlangen, dass der immer alles richtig entscheiden muss, wenn man selbst so vieles verkehrt macht?
Fehler gehören zum Spiel, deshalb fallen Tore. Hertha ist das Topteam der Liga. Nach 64 Minuten liegt man 0:1 zurück. Na und? Bleiben doch noch 26 Minuten + Nachspielzeit.

@hurdiegerdie,

irgendwie kommt es mir vor, als ob die Taktik-Diskussion, die wir im Blog im Prinzip seit Saisonbeginn führen, auch in die nächste Woche gehen wird. Wobei ich die langen Bälle gesehen habe, weil die vier Verteidiger keine andere Anspielstation hatten. Wo waren Domo, Raffa oder Ramos? Friend verzweifelt ja schier, dass er permanent hoch angespielt wird, aber keiner der Kollegen mitläuft, um seine Kopfball-Ablagen eventuell zu erwischen.


Marcel
7. November 2010 um 20:02  |  1565

@ubremer

Natürlich darf Hertha selber Tore schießen, aber selbst mit einem 0:0 hätte man hier durchaus zufrieden sein können denn aus dem Spiel raus hat Paderborn das Ding ja auch nicht rein gemacht.
So kann ich mich nur anschließen, dass der Schiri das Spiel entschieden hat und sowas darf auch in der 2. Liga einfach nicht passieren!
Und dann der Dialog, ich bekomms einfach nicht aus dem Kopf.
„Das mache ich wieder gut!“ – Wie denn bitte? – Sollte er auch einen Gegenspieler sinnlos vom Platz stellen und einen Freistoß nach dem andern pfeifen, sinnlos gelbe Karten verteilen? – So ein Schwachsinn.

Nicht zu vergessen. Die rote Karte sperrt einen Spieler mindestens 1 Spiel und so wie ich den DFB einschätze wird es nicht dabei bleiben.
Solche … katastrophalen Entscheidungen schwächen eine Mannschaft nicht nur in der Situation, sondern nachhaltig.

Genauso wie Spielansetzungen an den nächsten beiden Spieltagen. Als würde man es Berlin nicht gönnen. In der 1. Liga verschiebt man ständig die Spiele, wenn 3 Mannschaften Donnerstags in der EL ran müssen. Wenn Länderspiele am Mittwoch sind, fällt das Freitagsspiel weg. In der 2. Liga verschiebt man das ganze nur um 2.5 Stunden und setzt die Mannschaft mit den meisten Nationalspielern auf Freitag? Ich glaube kaum, dass der FC Bayern München mal Freitags spielt, wenn man vorher am Mittwoch in der CL gespielt hat! Natürlich nicht, denn diese Vereine tragen ja die DFL nach außen und so kann man fein TV-Gelder einsacken!


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 20:09  |  1566

@Marcel,

ganz klar, dieser Wortwechsel, zumal noch von einem zweiten Hertha-Spieler bezeugt, wird den Schiedsrichter beim DFB richtig unter Druck bringen. Weil ein einfaches: ‚Hab ich nie gesagt‘ wohl nicht reichen wird.
Trotzdem: Auch wenn ich als Topteam diese unfaßbare Härte eines 0:1-Rückstandes vor der Brust habe – dann kann doch nicht Schluß sein. Im übrigen fand ich, dass Hertha nach dem 0:1 so gespielt hat, wie ich mir das von Anfang an gewünscht hätte.


Marcel
7. November 2010 um 20:12  |  1567

@ubremer

sehe ich auch so. Nach dem Rückstand dachte ich mir nur „ach, na geht doch“.


Stehplatz
7. November 2010 um 20:12  |  1568

An der Niederlage hat wirklich nur einer Schuld und das ist für mich ohne wenn und aber Markus Babbel!

Zu diesem Spiel:
Wozu stand Ruka auf dem Platz? Ihn hätte man doch wunderbar in der letzten halben Stunde für Ronny bringen können?! Ruka hat bisher nur durch gute Standards und Schnelligkeit auf sich aufmerksam gemacht, sonst war das eher immer dürftig.

Was macht Friend noch in der ersten Elf? Ich dachte, wenn der jüngere Spieler genauso stark(besser) ist ,spielt er?! Warum kriegt dann Lassogga keine Chance von Anfang an?

Warum spielen wir immernoch mit dieser Taktik? Hat man nicht gegen Gegner wie Koblenz, Frankfurt oder Aachen sehen dürfen wie allein die Defensivreihe mit Niemeyer dasteht?

………..
Diese Liste kann man noch lange so weiterführen.

Zum Schiedsrichter:
Egal was der pfeift! Man muss so ein Spiel allein schon durch die höhere Qualität gewinnen können. Aber dann muss man auch 90 Minuten dafür sein Hemd hergeben. Dann kann der Schiri auch Geschenke verteilen, die nurnoch ein kleiner Fleck auf der weißen Weste wären …

Mein Fazit:
Für einen Fußball wie unter Funkel brauchen wir keinen Maurkus Babbel. Also bitte endlich die Konsequenzen ziehen, Ruka, Domo UND Friend eine Pause gönnen und dafür Ronny Perdedaj und Lassogga bzw. Djuricin bringen!


backstreets29
7. November 2010 um 20:17  |  1569

@ubremer ja stimmt, nach dem 0:1 haben sie Willen und Einsatz gezeigt, aber mal ehrlich. Ist das der Anspruch, den Hertha hat? Mit Einsatz und Willen spielen?? Nein, das sind Basics, die sich aus dem Charakter der Mannschaft ergeben sollten. Spielerische Klasse und technische Überlegenheit sind dann das Zuckerl oben drauf, dass den Fans Hoffnung machen soll, auch in Liga 1 bestehen zu können.

Wenn aber, insbesondere nach den Auftritten in Koblenz und streckenweise gg. Ingolstadt auch in Paderborn die Mannschaft vor einem kämpfenden Gegner steht, wie der Ochs vorm Berg, so sollten Fragen an die Verantwortlichen nicht nur erlaubt, sondern zwingend vonnöten sein


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 20:18  |  1570

@Stehplatz,

der Trainer würde antworten: Wenn er allein „Schuld“ am 0:1 in Paderborn ist, ist er auch „Schuld“ am 2:0 gegen Fürth oder dem 3:1 gegen Ingolstadt?

Die 4-1-4-1-Taktik hat einmal zu einem überzeugenden Auswärtsspiel geführt, beim 1:0 in Cottbus. Weil Hertha dort lange sehr dominant gespielt hat. In Paderborn war über weite Strecken aber eben nur der Gastgeber dominant.

@backstreets29,

dass sich Trainer und Manager (neben der Schiedsrichter-Nummer) diverse Fragen stellen, davon kannst Du ausgehen. Es wird das auf den Prüfstand kommen, was Ihr hier ansprecht: Die Taktik und das Personal. Friend oder Lasogga? Ruka oder Ronny oder Schulz?
Bisher war Babbel als Trainerfuchs nicht so gefragt, weil Hertha kaum mal in der Verlegenheit war, auf Rückstände/Niederlagen reagieren zu müssen. Jetzt erleben wir alle ihn zum ersten Mal in dieser Situation. Ich bin gespannt.


Seppelfricke
7. November 2010 um 20:19  |  1571

kann mich Marcel nur anschließen.

„Freue“ mich schon auf das Urteil vom Sportgericht. Wenn sie bei ihrer Norm bleiben sind das dann 2-3 Spiele Sperre … . Danke im Vorraus an Herrn Leicher und seinem Assistenten.

Abgesehen davon das es heute kein gutes Spiel von unserer Hertha war. Wenn der Schiri wirklich diesen Spruch zu Perde gesagt haben sollte, MUSS man ihn bestrafen, was ich bei der tollen „Arbeit“ des DFB in solchen Sachen bezweifeln.

Ein Schiri hat nichts gut zumachen. Er soll NEUTRAL und ANGEMESSEN pfeifen. Der Mann sollte zur Strafe höchstens Regionalliga pfeifen. Wenn überhaupt.

Stattdessen wird Ramos bestraft und der Herr Schiri kommt davon. Mir ging schon die Linie des Schiris gegen Fürth auf die Nerven. Ich habe selten soviele Fouls (Bein voran, ständiges Trikotgezerre) gesehen. Deswegen kann ich Markus Babbel verstehen. Wir sind damals fast ausgepflippt im Block.

Nichts desto trotz find ich das wir auch selber schuld sind das es beim 1:0 blieb und das es erst soweit gekommen ist.

Und mit dem frühen Wechsel Perde – Domo haben wir auch unsere geliebte Systemdebatte wieder 😉 .


Datcheffe
7. November 2010 um 20:19  |  1572

Nabend!

Das Spiel war grottig, die Paderborner haben genauso gespielt, wie Koblenz! Hertha gar nicht erst zum Zug kommen lassen, sondern volle Attacke!
Was mich nervt ist, das Babbel wusste, wie die Paderborner spielen und dann nur mit Niemeyer vor der Abwehr spielen will, anstatt gleich mit 2 Sechern!

Es wird Zeit, das man Lasogga gleich von Anfang an spielen läßt und Friend dafür mal auf die Bank setzt. Und vorallen, warum mußte Ronny wieder auf die Bank? Man hat doch klar gesehen, dass das Mittelfeld mit ihm deutlich aufgelockert wird und er nicht wie Nikita immer nach ihnen zieht und es dann zu eng wird!

Komisch, was Babbel sich dabei gedacht hat!

@ubrmer, also ich muß dir widersprechen, wenn du mal dir die Matrix bei Bundesliga.de anschaust, dann siehst du, das Raffael eine Menge nach hinten gegangen ist. Bei Domo gebe ich dir Recht!

So, das war erstmal eine erste Meinungsäußerung.
Ich werde, wie sonst immer, nach solchen blöden Niederlagen, erstmal eine Nacht drüber schlafen und mir das Spiel nochmal in Ruhe anschauen.

Jetzt sind die Emotionen bei mir immer noch zu hoch, da muß ich erst wieder runterkommen!

Also, schönen Abend trotzdem, bis morjen!


hurdiegerdie
7. November 2010 um 20:37  |  1573

Klar @ubremer,

wenn das Herthas Königsspielzug ist, dann müssen sich die anderen halt im Halbkreis um Friend aufstellen. Aber das wissen sie dann auch schon seit 10 Spieltagen und haben es nicht einstudiert.

Also entweder baut Hertha das Spielsystem auf Friend auf, dann muss man sich langsam überlegen, ob Raffael und Ramos die richtigen Leute für ihn sind, oder man muss das Spiel so aufbauen, dass man um Friend herum spielt ohne das er vor dem finalen Pass eingreift.

Ich will auch gar nicht nur auf Friend rumhacken, aber er steht nun mal im Zentrum des Spielaufbaus, und auch in dem Spiel habe ich einige Ablagen gesehen, die einfach keinen Sinn machen. Wenn er vorne als vorderste Spitze spielt, macht eine Ablage in Richtung gegnerisches Tor keinen Sinn. Wer soll denn da sein?

Und mal ehrlich, habt ihr eine Situation gesehen, bei der er mit dem Fuss irgendwas Sinnvolles angestellt hat?

Und: was wird dann mit 2 Sechsern besser? Sollen dann die Sechser Friends Ablagen einsammeln?


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 20:43  |  1574

@hurdiegerdie,

habe am Montag vor einer Woche eine große Geschicht in der Morgenpost gehabt: Schwere Zeiten für Friend. Mit genau den Punkten, die Du ansprichst. Dahinter steht die Frage, ob Friend der richtige Typ für ein Ein-Stürmer-System ist (egal, ob ein oder zwei Sechser).
Oder ob nicht ein beweglicher Djuricin mehr Sinn macht? Nur werden bei Herhta die Verantwortlichen ihren teuersten Einkauf stützen (was auch o.k. ist).
Wer von Euch hat vorhergesagt, dass Friend in dieser Saison 14 Tore erzielen wird, in der nächsten Reservist ist und dann für eine Ablöse vorzeitig abgegeben wird.
Gut möglich, dass es so kommt.


Stehplatz
7. November 2010 um 21:16  |  1575

@ubremer
Klar ist er auch für die Siege verantwortlich. Wie diese zu Stande kamen interessiert am nächsten Spieltag wohl keinen mehr?!
Die Tendenz der letzten Wochen hat gezeigt, dass sich „sein“ System überholt hat.

Es fing gegen Cottbus an. Man ist mit einem blauen Auge aus der Lausitz gekommen.
Gegen couragiert auftretende Aachener inspirations- und chancenlos ins Unentschieden getaumelt. Gegen Frankfurt glücklich gewonnen, wobei der Gegner uns mit seinem Kampf fast alles abverlangt hat und Ramos letztendlich den Tag gerettet hat.

Nun zum Spiel gegen Fürth:
Die haben nichts gezeigt was sie bis dato auszeichnete. Statt forsch und frech war das eine ängstliche und mit gehörigem Respektsabstand geführte Vorstellung. Mag an unserm System gelegen haben, aber wenn man sieht wie sie im Moment so spielen würde ich das eher als Beginn einer Schwächephase deuten.

Gegen Ingolstadt darf man wohl einen Sieg erwarten, wenn dort der Trainer schon zur Disposition steht. Aber auch dieser Gegner hat uns in der ersten Halbzeit vor Probleme stellen können. In der zweiten Halbzeit war das auch nur das Pferd ,das so hoch springt wie es muss um zu gewinnen.

Und jetzt die Partie gegen Paderborn…..

Gegen Paderborn waren die Probleme hausgemacht. Ohne Not, den vollends aus dem Rythmus geratenen, Ruka gebracht, Friend, trotz blasser Auftritte und nachgewiesener Inkompatibilität mit dem Mittelfeld, in der Aufstellung gelassen und dafür 40 Minuten die Paderborner die Defensive zerlegen lassen,Domos Torriecher nicht in vorderster Front ausprobiert, etc.

Das System Babbel funktioniert nicht. Kombinationen wie unter Favre sind höchstens ansatzweise da, die Defensive wackelte in fast jedem Spiel, die Offensive hängt an Ramos und Raffael, Domo ist trotz der Tore auf der Position fehlbesetzt, ….

Was ich Babbel zu Gute halte ist, dass wir endlich mal torgefährlich nach Standards sind. Das und das wir bisher sehr gut gepunktet (aber meist nicht gespielt) haben.


bawue_herthaner
7. November 2010 um 21:24  |  1576

Lasogga hat bisher nur beste Chancen versiebt bei den Profis.
Friend hat ein paar Tore gemacht und Vorlagen.

Das Problem ist nicht, einen der beiden aufzustellen: Das Problem ist meines Erachtens, dass nach Jahren der „ohne Brecher“- Kader jetzt eine „Immer Brecher“-Taktik versucht wird ohne das Spiel oder den Gegner zu lesen. Besser wäre es bei Gegnern wie Aachen, Koblenz und Paderborn auf Konter und schnelle Gegenangriffe umzustellen. Danach stellen sich die Gegner hinten rein und dann ist wieder Zeit für den Brecher auf dem Feld…

Wir müssen einfach variabler werden.
Nach einer Niederlage ist das nun leichter zu vermitteln und dafür der Mut aufzubringen.

Das entbindet den Schiedsrichter aber nicht davon, das Spiel allein entschieden zu haben, zusammen mit seinem Spannemann von der Linie.
Es geht im Fußball nicht um Chancen – es geht um Tore. Niemand hat das bitterer erfahren als Hertha letzte Saison mit unseren kolumbianisch-griechisch-polnischen Chancentodgespann.

Gewonnen hätten wir das Spiel gegen Paderborn wohl nie. Aber ein defensiv durch Sejna verdienter Punkt ist besser als keiner.

Schieris dürfen Fehler machen? OK, aber eine Entscheidung ohne Videobeweis zu revidieren und ganz ins Extreme zu verfallen (wenn ich mir unsicher bin DARF ich NIE Rot geben).

Aber was soll man als Herthaner auch erwarten, wenn Lutz Wagner Schieri-Verantwortlicher wird (lt. Wikipedia: „Seit Mai 2010 ist er Koordinator für Regelauslegung und Basisarbeit in der Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes. Zu seinen Aufgaben zählt auch die Nachwuchs- und Talentförderung im deutschen Schiedsrichterwesen.“

Der Mist hat System…
Aber gut @ubremer: Es ist an Hertha die eigene Qualität gegen die der Konkurrenz und des DFB durchzusetzen. Die Trotzreaktion nach dem Elfertor war ein guter Weg dahin.


jim
7. November 2010 um 22:17  |  1577

Hertha hat schon in vielen Spielen vorher Glück gehabt. Nun hat es sie erwischt. Ich finde, sie können mit dem Punktestand bisher sehr zufrieden sein. Bekanntlich gleicht sich Glück und Pech in Laufe der Saison wieder aus. Von daher ist der Aufstieg noch lange nicht ausgemacht. Und nun kommt der geliebte Funkel.


Exilherthaner
7. November 2010 um 22:22  |  1578

@ubremer

das war ich mit der Zukunftsprognose zu Friend. Aber um nicht darauf festgenagelt zu werden, ziehe ich die Prognose von 14 Treffern zurück, da der Kanadier dafür in dieser Saison seinen Stammplatz sicher haben müsste und da bin ich mir nicht mehr so sicher nach den letzten Spielen. Zu Friend wurde ja bisher schon genug geschrieben.

Ansonsten will ich noch sagen – und werde dafür wohl gleich von einigen hier gesteinigt – dass unter Funkel zwar die Punkteausbeute nicht gestimmt hat, aber das Spielsystem mir als solches zumindest besser gefallen hat, als all das, was ich bisher unter Babbel zu sehen bekam. Unter Funkel hat man sich zumindest noch gute Torchancen erspielt (die man leider nicht verwandelt hat) und auch einzelne einstudierte Spielzüge (Überbleibsel aus der Favre-Ära vielleicht?) waren zu bewundern. Unter Babbel fehlt mir das ganze einfach. Das ist reiner Individualistenfussball, den wir da spielen und um es noch schlimmer zu machen, dieser Individualistenfussball wird durch die einzige Spitze Friend auch noch „sabotiert“.
Ich verstehe einfach nicht, wie man mit solch qualitativ hochwertigen und fussballerisch intelligenten Spielern so dermassen schlechte Spiele abliefern kann. Hätten wir das Spiel gegen Paderborn noch irgendwie gewonnen wie gegen Frankfurt, dann hätte es wieder geheissen „das Duselglück der Bayern“. Das ist aber m.e. komplett falsch, denn der FCB hat vielleicht in 10-20% seiner Spiele so ein Glück und gewinnt „unverdient“, aber dafür dominieren sie die restlichen 80-90% ihrer Spiele. Jetzt fragt man sich, wieviele Spiele wir denn bisher dominiert und absolut verdient gewonnen haben? Mir fallen da vielleicht gerademal 3-4 Spiele ein….der Rest war mehr als glücklich und hätte auch anders enden können, wenn man mal die blau-weisse Brille absetzt.

Nach einem Drittel der Saison schwindet mein Glauben, dass Babbel ein Trainer ist, der das Zeug für die 2.Liga geschweigedenn 1.Liga besitzt. Manche werden sagen, dass so ein Urteil viel zu früh kommt, aber bei Friend ist man (bzw. viele) sich ja auch recht sicher, dass er für Hertha keine wirkliche Verstärkung ist. Ich hoffe, ich irre mich und Babbel lernt endlich mal aus den bisherigen Spielen und schafft es, die Qualität der Mannschaft adäquat hervorzubringen.

Tut mir leid, dass es so lange (und auch viel Stammtischgerede darunter ist) geworden ist, aber das musste irgendwie mal raus.

Aufsteigen tun wir dennoch 😉


ubremer
ubremer
7. November 2010 um 22:30  |  1579

@Exilherthaner,

denke, wir sollten jetzt nicht insgesamt das Kind mit dem Bade ausschütten. Hertha ist Tabellenerster, hat vier Punkte Vorsprung vor Platz drei. Die Bilanz lautet 8 Siege, 2 Remis, 1 Niederlagen.
Das ist besser als ich es vorab erwartet hatte.
Beim Trainer bin ich der Meinung: Jetzt hat Babbel die erste Situation, wo er nach einem Rückschlag reagieren muss: Sowohl was Taktik als auch was Personal angeht.
Bochum wird ein echter Prüfstein, dann Osnabrück.
Ich bin gespannt auf Babbel und die Mannschaft.


Exilherthaner
7. November 2010 um 23:03  |  1580

@ubremer

Ich mache aber die Arbeit Babbels nicht an den reinen Punkten fest….oder wie Wollitz sagen würde: „Mit der Mannschaft hätte ich genausoviele Punkte gesammelt“ 😉
Auch wenn unsere Siegesserie jetzt weitergeht und Babbel nichts aber auch rein gar nichts am System ändert und Hertha dann mit 78 Punkten souverän (!) aufsteigt, so bliebe diese Mannschaft für mich dennoch Abstiegskandidat Nummer1, weil ich da einfach nichts sehe, was uns in Liga 1 konkurrenzfähig macht. Es gibt ja einige Trainer, die nutzen die Zeit in Liga2, um ihre Mannschaft in Sachen Taktik und Zusammenspiel auf höhere Aufgaben vorzubereiten (siehe Mainz), aber bei uns gilt nur der Aufstieg und sonst nichts und das ist mir irgendwie zu wenig, weil es mir Angst macht vor der kommenden 1.Ligasaison.


Marcel
7. November 2010 um 23:43  |  1581

@Exilherthaner

solche Gedanken in Bezug auf Liga 1 hatte ich auch schon, habe mir dann aber gesagt, dass es dafür noch zu früh und die Saison zu jung ist. In Liga 1, voraus gesetzt wir steigen auf, sind wir nicht mehr der so oft genannte „Liga Primus“ und einem ach so hohen Etat. Da sind wir der Aufsteiger und das obwohl wir „nur“ ein Jahr in der 2. Liga gespielt haben.
Blöderweise hat Hertha gar nicht die Zeit und das Geld so eine Saison mit Vorbereitung durch zu stehen, denn es zählt nun mal nur der Aufstieg alles andere wäre ein absoluter Supergau. Ich fürchte mich etwas davor, wie die Münchner Löwen in der absoluten Geltungslosigkeit zu versinken. Kein Geld, ein viel zu teures Stadion und junge, talentierte Spieler müssen sofort verkauft werden um das laufende Geschäft am Leben zu erhalten *bibber* *schüttel*.

Man sollte noch beachten, dass Hertha auch um/für eine Vertragsverlängerung mit der Deutschen Bahn bzw. einen neuen Sponsor spielt und der lässt sich von solchen Spielen wie in Paderborn oder dem letzten Pokalspiel nicht grade beeindrucken.


Exilherthaner
8. November 2010 um 0:09  |  1582

@Marcel

Vielleicht hast du Recht und ich mache mir zu viele Sorgen. Letztendlich ist Fussball ja nur ein Tagesgeschäft 😉
Dennoch würde ich mir besseren und schöneren Fussball wünschen und deke nachwievor, dass dies auch mit hohem Punktegewinn in Einklang zu bringen ist.

Bin gespannt, wie die Rotsprerre von Ramos nun kompensiert wird. Eigentlich würde ich an der Doppel-6 festhalten und anstelle von Ramos Ronny in die Startaufstellung rutschen lassen sowie Domo für Friend bringen. Aber wahrscheinlich kommt es wieder ganz anders und wir gewinnen trotzdem 😀


Sascha
8. November 2010 um 0:39  |  1583

ich hatte ja schon kurz nach Schlusspfiff meine Emotionen bei den anderen Blogbeiträgen kundgetan! Ich finde die Diskussion hier sehr spannend, da wir alle die ähnlichen Probleme sehen (System- und Spielaufbau Problem)! Auf die einzelnen Profis einzugehen fällt mir schwer, da ich der Meinung bin, das gerade diese Profis und nicht das System die Spiele gewonnen haben! Ich teile die Angst von @Exilherthaner, dass wir in der 1.Liga zwar mit einer guten Mannschaft, jedoch ohne gutes System es schwer haben werden! Jedoch müssen wir erstmal aufsteigen! Nix anderes zählt für Hertha, da wir sonst meiner Meinung ein schlimmeres Schicksal erleiden als 1860, der KSC und Co… Trotzdem hoffe ich innerlich, dass Preetz,Gegenbauer und Co einen langfristigen Plan haben! Ich und andere Mitglieder haben diese im Sommer dazu beauftragt und hatte dabei ein gutes Gefühl, der Blick auf die Tabelle lässt mich gut schlafen, aber Skepsis ist ja erlaubt!

Ps: hab das alles per iPhone geschrieben, also verzeiht mir Fehler


Sascha
8. November 2010 um 0:52  |  1584

Spätestens jetzt merkt man wie sehr einem der favresche Fussball doch teilweise verzückt ha, aber auch er hat seinen Anteil daran, dass wir jetzt da stehen: 2.Liga…

Zum Schiri noch ein paar Worte:

Ich bin mir sicher, dass seine Worte und Taten 0 Auswirkungen auf ihn haben werden!Ich bin eigentlich kein Skeptiker, aber ich traue dem ganzen DFB, FIFA-Apparat nicht mehr, zu viel Vertuschung, konservatives Denken ( Ablehnung moderner Geräte) und Ungerechtigkeiten (warum wird Ramos gespärt werden:Tatsachenentscheidung…tzzzz)!

PS: Warum wurde Wolfsburg nochmal Meister? Ich denke da an das Spiel gegen uns…Ich hasse krasse Schirifehlentscheidungen!


StinkePunk
8. November 2010 um 9:45  |  1586

@ubremer/dstolpe: In wie weit werden eigentlich Spielzüge trainiert? In manchen Spielen hab ich einfach das Gefühl, dass immer gespielt wird und man guckt was dabei raus kommt. So ein paar Automatismen scheinen mir zu fehlen.

Auch wenn ich noch überzeugt bin von Markus Babbel, muss ich jetzt mal die provokante Frage stellen, hat Hertha bisher immer mit oder trotz Markus Babbel gewonnen? Wie sehr spielen Taktik und Spielzüge im training eine Rolle?


bawue_herthaner
8. November 2010 um 10:37  |  1587

@stinkepunk und exilberliner:
Ich sag mal: Typisch Berliner – Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt.

Wenn man sieht, was Funkel aus dem Frankfurter kader in 5 Jahren rausholte und was Skibbe nun schafft und was hier Babbel an Ergebnissen schafft, dann finde ich Eure Einstellung sehr abwegig.
Dass Favre im individuell-technischen und taktischen ein hervorragendes Training abhielt ist unbestrittten. Aber da gab es noch die Durchsetzungskraft bei Transfers und die Motivationsfähigkeit im Abstiegskampf…

Für mich ist Babbel nun der Trainer, der aus einer Einzelspieler-Truppe ein Team gemacht hat, in dem es interne Konkurrenz gibt aber auch gemeinsamen Torjubel und Teamgeist.
Dass die gegnerischen Spieler gegen Hertha ihre besten Spiele machen ist erkennbar und dass die dafür nötige Mentalität in Herthas Köpfen nicht über Nacht verankert werden kann sollte jedem klar sein.

Babbel hat auf 4-2-3-1 umgestellt und damit erstmals verloren. Domo raus und Perde rein hat zwar die Defensive gestärkt, aber verloren haben wir trotzdem. So wie häufig letzte Saison unter Funkel: Auch ein 0:1 ist eben kein Erfolg.
Akzeptiert man hier diesen klar belegten Fakt, dass 4-2-3-1 kein Erfolgsgarant ist? Freiburg hat sich mit 4-1-4-1 letztes Jahr aus dem Keller gespielt gegen Bochum und Nürnberg, also sollte man nciht denken, dass es so einfach ist und alles nur eine Systemfrage!

Die fehlenden Laufmeter haben nichts mit dem System zu tun – sondern mit der Einstellung. Das konnte man gut erkennen nach dem Gegentor. Man hat sich zuvor mehr über den Schieri geärgert als die paderborner zu bekämpfen.
Und ehrlich: Wenn der Schieri soviele unsportliche Attaken zulässt, dann verlieren alle Techniker im Fußball den Bock dahin zu gehen wo es weh tut. Der ließ doch gar keinen Spielfluß aufkommen bei Hertha – ein paar Gelbe für Fouls von hinten und das Spiel wäre anders gelaufen. Unsere Spieler bekamen aber mehr gelbe Karten als die Tretertruppe [übrigens fürs Meckern – siehe oben] und eine höchst verdächtige Rote noch oben drauf.

Für mich liegt die Verantwortung hier ganz klar beim Schieri, im Spielverlauf ebenso wie bei der Spielentscheidung.

Gleichwohl ist es noch ein langer Weg, bis Hertha die Babbel-Bayern-Mentalität verinnerlicht hat. Es nämlich dem Gegner unter ALLEN Umständen zu zeigen, wer den unbedingten Siegeswillen und das Können dafür hat. Vielleicht hat man eben gedacht, dass Paderborn schon stark nachlassen wird und sich auf das Finish verlassen?
Im Finish hat man übrigens gegen Frankfurt und an anderer Stelle Spiele immer wieder mit einer perfekten Kombination a la Favre entschieden. Was das angeht mache ich mir keine Sorgen.


Dan
8. November 2010 um 10:40  |  1588

Hallo,

erstmal kommt mir zu kurz, dass Paderborn wirklich klasse eingestellt war und auch gut gespielt hat. Teilweise sogar den One-Touch-Ball.
Der Sieg von Paderborn war verdient.

Das „wie“ die Entscheidung zustande kam, ist leider der Wermutstropfen für den Paderborner Sieg.
Nein, ich bim kein Paderborner, aber erbrachte Leistung sollte auch gewürdigt werden.

Ramos:
Das war meines Erachtens ein Witz. Wenn man die Szene genau beurteilt, dann hat der vordere Gegenspieler den Arm von Ramos nach oben gedrückt und der Gegenspieler Gonther hat gegen den Arm von Ramos „geköpft“. Es ist eine klare Kopfbewegung von Gonther zum Arm von Ramos erkennbar. Natürlich haben die Schiedsrichter diese Möglichkeit nicht.

Ich frage mich nur, wie der Schiedsrichter zur Entscheidung kommt. Elfmeter und Rote Karte für den Ellbogencheck. Entweder geht der Spieler aktiv mit der „Hand“ zum Ball oder er macht einen Ellbogencheck. Beides zusammen ist die hohe Kunst des „Schlangenmenschens“.

Ich schreibe das nur weil ich hoffe, dass die Sichtweise auch Hertha BSC bei der Verteidigung aufbringt und es meines Erachtens nur ein Spiel Sperre,wegen Fehleinschätzung des Schiri, geben kann.

Taktik:
Eine Frage die ich mir gestellt habe: Hat sich denn mit dem zweiten 6er Perde ab der 40. das Spiel von Hertha BSC sich so verändert?

Meine Antwort für mich lautet: eher nicht.

Paderborn hat bis zum 1:0 und nach einer 10minutigen Auszeit danach weiter das Spiel bestimmt und offensiv / aggressiv gegen Hertha vorgegangen.
In der 10minütigen Auszeit bzw. Sicherung des 1:0 lag Hertha’s beste Zeit. Meines Erachtens aber nicht weil Hertha stärker wurde, sondern weil Paderborn die Aggresivität von davor und danach nicht aufbrachte.

Zu Hertha selber kann ich nur sagen, wenn der Gegner derartig aggressive und laufstark spielt, dann müssen die wenigen Konter oder der geringe Ballbesitz konsequent genutzt werden und nicht „schlampig“ im Spielaufbau verfuscht werden. Den Technikern sollte klar sein, dass der Ball schnell gespielt werden muss, sonst gibts auf die Socken und die Mitspieler müssen sich anbieten / freilaufen um ein Abspiel zu ermögllichen. Das Zauberwort bedeutet also „BEWEGUNG“ und die fehlt eindeutig seit paar Spielen.

Ich bin mit @ubremer: „Nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten“. Ich hoffe darauf, dass die sportliche Leitung und die Mannschaft nicht wie in der Pressekonferenz sich auf den Schiedsrichter rausreden, sondern eine sportliche Lösung finden.

Was ebenfalls untergegangen ist, ist die ordentliche bis gute Leistung von Senja. Ich kann mich zwar nicht an „das zu späte Rauslaufen“ erinnern, dafür aber an das „rechtzeitige“ kurz vor Schluß als er dadurch das wahrscheinliche 2:0 verhinderte.

Noch ist nichts passiert, es gibt Möglichkeiten (Einstellung, Spieler und System) etwas zu ändern und somit noch alle Trümpfe in der eigenen Hand. Von einem Selbstläufer bin ich schon von Anfang an nicht ausgegangen.


westend
8. November 2010 um 10:45  |  1589

„Ruhig, Blau-Weißer, ruhig…“

– Ja, das Spiel war (mal wieder) dürftig bis schlecht.
– Ja, wir sollten auf zwei Sechser umstellen.
– Ja, die Rote war ein Witz.
– Ja, der Canadian Tower steht zurzeit schief (ich sehe Domos Auf und Ab übrigens weitaus kritischer).

Aber ich denke da wie Uwe Bremer: „Ruhe ist erste Hertha-Pflicht“! Wie hieß es neulich im Kurvenecho so schön und absolut zutreffend:

WIR KÖNNEN NICHT JEDES SPIEL 4:0 GEWINNEN!

So schön das auch wäre: Zweit- und sogar Drittligavereine aus Koblenz können Fußball (Phrase 1), welch‘ eine Überraschung. Wir sollten jetzt den Mund abwischen und Bochum die Hölle heiß machen (Phrase 2). Nächsten Montag drei Punkte, und der Fußball-Gott trägt wieder blau-weiß (Phrase 3).

Wenn wir alle schön ruhig bleiben (die Morgenpost ist es, danke hierfür), werden wir nicht enden wie Hansa & Co. Wir sind Erster mit erst sieben Gegentoren. Wir sind die beste Mannschaft der Liga.

Punkt.


sunny1703
8. November 2010 um 10:58  |  1590

Ein Spiel ist verloren gegangen,dass vermutlich ohne Schieds- und Linienrichterbeteiligung nicht verloren gegangen wäre.
Dennoch bleibt ein schwacher Gesamteindruck von diesem Spiel zurück!
Was ich immer wieder bei einigen Spielern vermisse ,ist in Spielen gegen eher spielschwächere Teams,auch die Tugenden des Gegners anzunehmen.
Wer meint in der 2.Liga mit dem undefinierbaren Schönspielen aufzusteigen ,wird ohne überhaupt den berühmten Blumentopf gewonnen zu haben,am Ende der Saison mit leeren Händen da stehen!
2.liga heißt auch den Kampf annehmen und wieder was für Phrasenschwein,über den Kampf zum Spiel finden.Als vor Jahren die teuerste Zweitligamannschaft aller Zeiten ,Hoffenheim, mit einem enormen Spielpotential imKader in die Liga startete,fand sie sich anfangs am Tabellenende wieder.Zur Winterpause war man im Mittelfeld platziert und hatte 22 Punkte vier weniger als die hertha jetzt schon auf dem Konto hat.Natürlich kaufte Hopp nochmal für einige Millionen nach und mit Hilfe dieser Spieler und den gesammelten 2.Ligaerfahrungen der vorhandenen Kollegen rollte die TSG das Feld von hinten auf.
Habe ich mir vor dieser Saison die Kader der Mannschaften angeschaut,gab es für mich vier Favoriten auf Augenhöhe Hertha,Düsseldorf,Bochum und Augsburg,vielleicht den MSV und noch ein zwei Überraschungsteams ,die es immer gibt!
Hertha wegen eines namhaften Kaders,Düsseldorf wegen der guten vorherigen Saison,Bochum,weil sie die meisten Stammspieler behalten hatten und sich gut verstärkten,sowie den erfolgreichsten Zweitligatrainer holten.
Und Augsburg für mich der Topfavorit mit einer sehr eingespielten und dazu noch verstärkten Mannschaft!
Und jeder der anderen Mannschaften ist an guten Tagen in der Lage jeden zu schlagen,weil eben Spiele insbesondere gegen die ungeliebte Hauptstadt ,einen der großen Favoriten was besonderes ist.
Wer direkt aufsteigen will,muss sich an 2 Punkten pro Spieltag orientieren.Zur Zeit hat Hertha 4 Punkte mehr ,bis zur Winterpause sollten also noch drei Siege eingefahren werden,wenn es mehr sind,umso besser.
Natürlich hat Hertha nur in einigen wenigen Spielen so richtig überzeugt,aber wer Realist ist und sich andere Spiele anschaut,weiß selbst der momentan hochgelobte BVB hatte einige ziemlich schwache Spiele darunter,so dass man imPokal gegen einen Drittligisten scheiterte und international auf dem Weg ins Aus ist!
Kommt deshalb ein BVB Fan auf die Idee und hält das System Klopp für falsch.!?
Babbel fing bei Hertha an und hatte eine Mannschaft,die in der Form in der Vorsaison nur zu einem kleinen Teil gespielt hat.Kobi,Raffael und Ramos,das war es,Hubnik verletzte sich früh in der Rückrunde,und Domo war auf dem Abstellgleis.Junge Spieler waren bei FF nicht erwünscht.
Babbel musste eine Abwehr neu formen,die Offensive wurde vom System umgebaut.Babbel erkannte Schwächen in der Lufthoheit und reagierte mit neuen großgewachsenen Spielern,die auch meistens kräftiger gegenhalten,eine Eigenschaft,die in der 2.Liga gefragt ist!
Wer unter diesen Umständen eine erfolgreiche Hertha und auch noch die Schönspielhertha erwartete, musste mit einer Enttäuschung rechnen.Diese Mannschaften hat es kaum mal in der 2.Liga gegeben. Denn natürlich steht über allem der Erfolg,der Aufstieg,den Hertha unbedingt anstreben muss,ansonsten werden sie schon aus wirtschaftlichen Zwängen heraus,einen anderen Weg einschlagen müssen,einen der vor allem auf die jungen Spieler baut,übrigens einen Weg,den ich auch mitgehen würde.
Hertha Babbel mit Hertha FF zu vergleichen verbietet sich schon deshalb,weil Hertha 09/10 gerade auswärts ein anderes system spielen konnte und nicht als Topfavorit anreiste.
Hertha FF kann man wenn überhaupt mit Babbel nur in den heimspielen gegen Gegner der unteren Regionen vergleichen und das war das erfolgloseste UND schlechteste ,dass ich von der mannschaft seit jahren gesehen hatte.
Und Favres System war ja auch eher ein wir holen aus einer Chance in fünf Spielen 13 Punkte,die Liga gruselte sich vor dem Fußball der FavreHertha.
Der Blick über den Tellerrand zurück lohnt sich also immer ,um Niederlagen wie gestern einzuschätzen.Um aber auch den nötigen Respekt für die teilweise wirklich auf Augenhöhe mit Hertha spielenden anderen Mannschaften der Liga zu bekommen.

Systeme sollten der Situation angepasst werden.Mir erscheint der Rückgriff auf die Doppel6 sinnvoll,weil zum einen Niemeyer in den letzten Spielen abbaute und mir mit der Aufgabe überfordert schien!Zum anderen weil die Defensivleistung der offensive doch zu wünschen lässt,einzig raffael hat sich in dem Bereich gesteigert.
Ich hätte sicher auch gerne ein alternatives Sturmsystem,eins mit zwei Stürmern und vielleicht noch eins mit einer beweglichen Spitze.Doch ob der von vielen geforderte Djuricin schon die Durchschlagskraft hat!?Lasogga macht mir schon eher den Eindruck gegen zu halten,die 2.Liga anzunehmen. Friend ist nach meiner Einschätzung in den letzten Spielen vom Mitttelfeld verbrannt worden,er arbeitete dabei mehr als der rest der offensive zusammen.Vielleicht wäre eine Auszeit deshalb für ihn mal an der Zeit.Doch die gerade wenn ramos fehlen sollte!??
Ich bin mir sicher Babbel wird diese Niederlage ernst nehmen und mit der Mannschaft insgesamt tacheles reden.Was sich gestern einige geleistet haben, war eindeutig zu wenig.
Ausnahmen waren Sejna,Hubnik,Neumann,und ab und zu Raffael.
Das ist für den Aufstieg zu wenig!

Sorry für den langen Beitrag!

lg sunny


backstreets29
8. November 2010 um 11:04  |  1591

Ich habe nicht das Gefühl, dass hier die blanke Panik ausgebrochen ist. Auch nicht bei der Lektüre anderer Zeitungen.
Die Fragen nach Training, Taktik, personellen Änderungen, müssen aber gestellt werden und sind nach den gezeigten Leistungen auch angebracht. Friend steht schon lange in der Kritik, meiner Meinung nach zurecht, ebenso dass Niemeyer allein weniger wirkunsgvoll agieren kann, als mti einem zweiten 6er. Es ist doch besser, wenn man Fehler oder Fehleinschätzungen frühezeitig korrigiert, anstatt zu warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist


dstolpe
8. November 2010 um 12:05  |  1594

Guten Morgen zusammen. Alles gelesen, gäbe viel zu sagen (nach dem guten alten Diskussionsmotto: es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem 😉 ). Will vor allem @sunny zustimmen, die viele Fakten recht präzise zusammengetragen hat. Eine in 34 Zweitliga-Spielen erfolgreiche und obendrein uns alle mit schönem Spiel verzückende Hertha – das wäre mit Blick auf die Spielklasse ein Widerspruch in sich und war/ist daher nicht zu erwarten.

Ich erinnere stattdessen an meine Prognose von vor Saisonbeginn: 20 Siege, sechs Unentschieden, acht Niederlagen – das ist verdammt nah an jenen 65 Punkten, die Michael Preetz unter der Woche zum Ziel gesetzt hat. 66 Punkte hätten zu Saisonbeginn die allermeisten sofort unterschrieben, dann haben die ersten Spiele und etwas Glück (@FSV, Cotte…) den Blick für die Realität ein wenig verstellt.

Noch immer bleibe ich dabei: Hertha wird keine acht Spiele verlieren, im Umkehrschluss also mehr als 66 Punkte holen – jedoch nur, wenn aus den Spielen seit Cottbus die richtigen Gegenschlüsse auf die Schlüsse der Gegner gezogen werden.

@MarkusBabbel: Übernehmen Sie!

Aus dem Obigen nur noch zu den direkt an uns gestellten Fragen, @fg
Lusti war gestern nicht einmal im Kader. Jetzt hat er eine lange Woche vor sich bis zum (Montags-)Spiel gegen FuFu’s VfL. Wenn er die Zeit nutzt (und verletzungsfrei bleibt, das muss man bei dem Jungen ja leider immer dazusagen), kann er sich bis dahin als Alternative zu Perdedaj aufdrängen, der sich in den ersten Wochen allein durch Präsenz sicher einen kleinen Vorsprung erarbeitet hat.
Zu Beichler hatte ich hier etwas geschrieben: http://www.immerhertha.de/2010/11/03/wohin-mit-daniel-beichler/

@stinkepunk
Na klar werden im Training immer wieder auch Spielzüge, hier vor allem die Spieleröffnung trainiert. Aus der Abwehrkette über die Außen oder durch das Zentrum geht es nach vorne, bis dort eine schöne Flanke oder ein Abschluss stehen … so oder so ähnlich wird das geübt. Mitunter erkennen wir solche Stafetten auf dem Rasen auch wieder – aber in den meisten Fällen wird gegenüber der Theorie des Trainings die Praxis eben durch die Komponente „Gegner“ unschön erweitert 😉

@bawue
Mit der Info zu Lutz Wagner hast Du mir den Montag gleich mal versaut 😉

nochmal @fg, der schrieb: „(…)allerdings hatte ich den eindruck, dass ihr beide zu anfang doch eher berichtet habt (quasi als morgenpostartikel 2.0), während ihr in den letzten tagen doch eher dazu übergegangen seid, weniger aus dem nähkästchen zu plaudern sondern eher “nur noch” diskussionsanregungen zu schaffen bzw. verschiedene fragen in den raum zu stellen. das ist ok, aber ich finde das berichtende element von euch insidern sollte nicht zu kurz kommen, in dem sinne: ein bißchen mehr back to the roots, bitte“

Wir geloben Besserung, wenn dieser Eindruck denn entstanden sein und von der Mehrheit hier geteilt werden sollte… – andererseits hob einer hier neulich hervor, dass aus dem Blog auch immer mehr eine Meinungsaustausch- und Diskussionsplattform entsteht, was viele ganz gut finden.

Machen wir es so: Wir bemühen uns um das Nähkästchen, und ihr diskutiert so fleißig wie in den vergangenen Tagen/Wochen auch. Denn das ist es, was uns gut gefällt. Okay?

Schönen Montag zusammen!


sunny1703
8. November 2010 um 13:25  |  1595

Mir gefällt es sehr,dass ihr Journalisten hier mit uns zusammen diskutiert. Und mir gefällt es sehr,dass ich hier nicht wortbegrenzt bin,denn ich habe es nicht so mit Kurzbeiträgen….keine Sorge,ich werde das aber nicht zum Tagebuchschreiben ausnutzen 🙂
@dstolpe,ich weiß ja nicht,ob es nur ein Versehen war,aber einen damen- oder blondinnenvorteil habe ich nicht,wenn dann einen höchstens Fastglatzenvorteil. 🙂
@bawue ,interessante Info,ich gehörte auch immer zu denen,die aufstöhnten,wenn Hertha und Wagner zusammen trafen. Allerdings betrachtete ich mir seine Leistung in neutralen Spielen,fiel mir auf,welch netten Umgang der mit den Spielern pflegte,immer ruhig und nie hektisch,ein Ansprechpartner für die Spieler.Vielleicht prädestiniert Lutz Wagner diese Eigenschaften für die Schiedsrichternachwuchsförderung!
Von Verschwörungstheorien der DFB arbeite über die Schiedsrichter gegen Hertha, halte ich gar nichts.

lg sunny


Freddie1
8. November 2010 um 13:57  |  1596

Hallo dStolpe,
dein Zitat am Anfang is nicht witzig („alles gesagt, aber nicht von allen“). Stammt nämlich von Karl Valentin. Und, wie hieß doch gleich der Linienrichter?
Ansonsten ein außerordentlich guter Blog. Weiter so


Mike
8. November 2010 um 14:39  |  1597

Zitat: „Sebastian Neumann: Der Youngster stemmte sich wacker gegen die Angriffswellen aus Paderborn. Gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe. Note 3“

Irgendwie passt Bewertung und Benotung nicht zusammen. Was genau muss ein Herthaner tun um eine 2 oder gar eine 1 zu bekommen?

Keine Frage das Spiel war nicht der Reisser, aber wenn jemand 100% seiner Zweikämpfe gewinnt, ist das mehr als befriedigend.

@ubremer: Du hast jede Menge Verständnis für die Fehler eines Schiedsrichters und auch Spieler, das finde ich sehr gut.
Aber dann irgendwie doch nicht so richtig konsequent.

@Alle: Wir stehen auf dem ersten Tabellenplatz, haben nun am 11.Spieltag die erste Niederlage der laufenden Saison eingefahren. So schlecht kann es nicht laufen oder?

Aber nichts desto trotz wird immer wieder schlecht bewertet, von Fehleinkäufen gesprochen und das Unverständnis über die Ein-/Auswechslung einiger Spieler ausgedrückt. Das alles nennt man Diskussion, keine Frage, aber finde mit übertriebener Härte. Nicht immer, aber oftmals.

Wenn allein Rob Friend, der sicher gerade nicht seine Beste Zeit hat, allein die Kommentare hier lesen würde, hätten wir bald mit Sicherheit das nächste Depressionsopfer.

Ich will gar nicht meckern, ich lese sehr gerne mit und da dies heute mein erste geschriebener Beitrag ist, sehe ich mich auch als kleinen Teil des Ganzen.

Aber manchmal erschleicht mich das Gefühl, dass jeder auf dieser Welt Fehler machen darf, schlecht drauf sein darf, nur bitteschön kein Herthaner.

vg

Mike


ubremer
ubremer
8. November 2010 um 14:57  |  1598

@Mike,

willkommen im Klub. Neumann hat deshalb eine Note 3, weil die 100 Prozent gewonnener Zweikämpfe sich beeindruckend anhört. Allerdings hat http://www.bundesliga.de bei Neumann insgesamt nur zwei Zweikämpfe notiert. Eine 2 hätte es gegeben, wenn Neumann neben der Defensive auch in der Offensive etwas gelungen wäre. Beide Hertha-Manndecker versuchen das.Hubnik hatte in Paderborn etwa die letzte Hertha-Chance, als er knapp am Tor vorbeigeköpft hat.
Was meinst Du mit der fehlenden Konsequenz bei der Einschätzung der Schiedsrichter?


Mike
8. November 2010 um 15:05  |  1599

@ubremer: Vielen Dank!

Das es sich nur um zwei Zweikämpfe handelte wußte ich nicht.

Ich meinte nicht die fehlende Konsequenz bezogen auf den Schiedsrichter, sondern eher auf das Verständnis gegenüber Fehlern.

Spieler bekommen Reihenweise eine 4 oder 5, bei dem Schiedsrichter schreibst Du dann:“da wage ich die Gegenthese: Woher kommt die Forderung, vom Schiedsrichter zu verlangen, dass der immer alles richtig entscheiden muss, wenn man selbst so vieles verkehrt macht?
Fehler gehören zum Spiel, deshalb fallen Tore.“

Sehe ich alles genauso, wenn entweder Verständnis für Leistungen aller oder eben nicht. Dann müsste der Schiedsrichter eine 7 bekommen.


hurdiegerdie
8. November 2010 um 15:14  |  1600

@dstolpe

Wie sagte Jean-Paul Sartre so schön:
„Im Fußball verkompliziert sich alles durch das Vorhandensein der gegnerischen Mannschaft.“

Ansonsten als feedback: Macht mal weiter so wie jetzt. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund etwas zu ändern.


ubremer
ubremer
8. November 2010 um 15:24  |  1601

@Mike,

sagen wir mal so: Über die Brücke mit einem Elfmeter würde ich gehen, wenn der wegen Handspiel Ramos gegeben wäre. Die Rote Karte ist eine glatte Fehlentscheidung, egal, was Assistent oder Schiedsrichter sich als Begründung zurechtlegen. Mal abwarten, wie lange die Sperre ausfallen wird.
Nur kann ich als Mannschaft nach einem Fehler des Unparteiischen, der den 0:1-Rückstand bedeutet, mich nicht hinstellen wie ein kleines Kind, zornig aufstampfen und sagen: „gemeiner, böser, ungerechter Schiedsrichter.“ Dann erwarte ich, dass man auf die Uhr schaut. “ Wieviel Zeit bleibt noch für den Ausgleich“


Mike
8. November 2010 um 15:42  |  1602

@ubremer: Keine Frage, sehe ich ganz genauso.

Diesmal konnte die Mannschaft das eben nicht umsetzen und sich ihrer Stärke besinnen.

Fehler passieren halt…


Mineiro
8. November 2010 um 15:48  |  1603

Schön und gut, @ubremer. Man muss aber wohl auch akzeptieren, dass auch bei Hertha mit 10 Mann auswärts auch bei einer Mannschaft wie Paderborn die Tore nicht von selbst fallen.

Inwieweit sich die Mannschaft nun wirklich in der letzten halben Stunde nach dem Platzverweise ordentlich gegen die Niederlage gestemmt hat oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich das Spiel selbst nicht sehen konnte. Aus einigen Berichten geht aber doch hervor, dass die Zeit in Unterzahl noch die beste Phase von Hertha gewesen sei. So gesehen ist es für mich nun doch fraglich, ob man dem Team wirklich vorwerfen kann, nach dem Platzverweis nicht alles versucht zu haben.

Insgesamt ist diese erste Saisonniederlage überaus ärgerlich, kam aber so ein bisschen mit Ansage. Immer wenn Hertha einen echten Big-Point setzen könnte und sich deutlich hätte absetzen können, kehrt der Schlendrian ein.

Wenn das Team dann aufwacht und sich wirklich reinhängt, ist die Zeit zu knapp. So war es im Pokal und scheinbar auch gestern wieder.

Ich gehe mal davon aus, dass Ramos nur für ein Spiel gesperrt wird, alles andere wäre wirklich lächerlich, da er offenkundig nix gemacht hat. Gegen Bochum wird er uns wohl sehr fehlen auf den Flügeln, gerade weil bei denen die Schwachstellen eher auf den AV-Positionen liegen. Die Chance müssen nun Ruka und Ronny nutzen – vielleicht tut Adrian die Pause ja auch mal ganz gut, denn in den letzten Spielen sah man ihn ja durchaus auch hin und wieder ein wenig durchhängen.


T.Koblenz
8. November 2010 um 15:50  |  1604

Nach Einsicht der Bilder ist mir klar, das Spiel war verschoben. Egal wie Hertha hat gespielt,Padeborn war nicht in der Lage ein Tor zu Schiessen. Der Abwehrspieler rast in Ramos rein und bekommt Elfmeter.Alles Theater. Dazu noch Rote Karte. Schiedsrichter hat seine Sache gemacht, obwohl 10-20 Sec. noch überlegt, mache ich oder nicht. Aber Padeborn steigt ab in 1-2 Jahren.Wetten das.


dstolpe
8. November 2010 um 16:04  |  1605

@sunny
My mistake. Sorry!

@Freddie1
Eben deshalb ja 😉 (und vielen Dank)

@hurdiegerdie
Ein wenig Philosophie hat noch keinem Blog geschadet! 🙂

@mineiro
Es war tatsächlich so: NACH dem Ausgleich und in Unterzahl ging ein Ruck durch die Mannschaft a la: Denen (Paderborn plus Schiri) zeigen wir es jetzt. Das begann schon mit der Art und Weise, wie Lell nach dem Elfer den aus dem Netz zurück auf den Platz fliegenden Ball schnappte und Richtung Anstoßkreis rannte. Sie haben es also, dieses Feuer . . .

@T.Koblenz
Willkommen in dieser Runde, sieh dich um, fühl dich wohl – aber, bitte, stelle keine gar allzu wilden Verschwörungstheorien auf, okay? Danke im Sinne aller hier.


bawue_herthaner
8. November 2010 um 16:26  |  1606

@ubremer: Aber genau diese Reaktion haben sie gezeigt nach dem Gegentreffer.
Das macht mir Mut, dass die Abwarterei auf das Finish nicht mehr akzeptiert wird – auch wenn unsere Typen Aerts und Mijatovc verletzt sind.
Auch wenn der Schieri falsch liegt – davon darf man sich als Profi eben nicht lange stören lassen.
Aber dieser Lernprozess hat gerade begonnen mit Babbel und wird noch brauchen.

Ich bleibe dabei:
Ein Punkt wäre nach den Regeln des Spiels verdient gewesen für Hertha. Aber auf lange Sicht reicht das eben nicht aus, wir müssen sehr oft gewinnen um aufzusteigen. Und die Gegenwehr wird immer härter.


Bolle75
8. November 2010 um 16:32  |  1607

@dstolpe:
Dein Zitat: ”es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem”
Ich bin eindeutig zu Spät … dieser Blog ist echt nen Hammer 🙂 so wird ja nicht mal auf Sport1 oder Sky diskutiert. Vielleicht sollte man mal ein paar von euch dahin einladen.

Zu den meisten was hier geschrieben wurde kann ich einfach nur noch zustimmen und schließe mich all denen an die für Lasogga + zwei 6er Plädieren. Domo muss nun endlich auch defensiv arbeiten wenn es schlecht läuft, ansonsten war es das bald für ihn in der Startelf !?
Aktuell wäre auch ich für die vordere Reihe, Lasogga, Ramos, Raffa, Ruka/Ronny/Ebert. (Mit Ruka hab ich noch nicht abgeschlossen 😉 )

Aber ein Kompliment muss ich noch loswerden. Neumann hat eine super Leistung abgeliefert. Der, für mich, einzige Lichtblick gestern.

Ansonsten war es gestern das erste Spiel wo man sich über einen oder drei Punkte ein wenig hätte schämen müssen. Denn eines muss ich hier nun auch noch loswerden. Hertha war für mich nicht so schlecht wie einige (Vielleicht im Eifer der Emotionen) hier und woanders geschrieben haben. Sie waren gestern einfach nur nicht gut und Paderborn hat wirklich alles gegeben. Das war Powerfussball ala (aktuelle) Deutsche National Mannschaft nur auf einem schlechteren Qualitativen Level.
Respekt Paderborn, Respekt!

Hertha bleibt nun nur noch eines, Qualität mit Quantität zu paaren dann klapts auch mit den Gegnern.

PS: Nun hab ich doch noch was zusammen getextet was nicht allzu OffTopic war 😉


fg
8. November 2010 um 20:02  |  1622

@dstolpe:
bzgl. des blog-stils: deal! 😉
also ist lusti FIT und es ist an ihm, sich „lediglich“ sportlich durchzusetzen?


Dan
8. November 2010 um 20:56  |  1627

Auch wenn es noch keinen Abstimmungsklicken gibt, ich stimme ganz klar für freigegebene Insider-Erzählungen, Trainingseindrücken und sonstige Anekdoten.

Wenn ihr uns mit: „Jetzt seid ihr dran. Was meint Ihr zum Thema xy.“ dann bitte dieses mit Eurem Erlebnissen aus dem Tagesgeschäft versüssen. 🙂

Ich fand das mit Aerts und Dr. Schleicher ziemlich cool oder auch nochmal die Hoffenheimer Teestube. Man kriegt ja nicht alles mit im Leben.


DepecheMode
8. November 2010 um 21:19  |  1629

@dstolpe

Ich hätte mit meinem Tipp gerne unrecht behalten und dafür lieber weiterhin eine ungeschlagene Hertha gesehen … 😉


bawue_herthaner
8. November 2010 um 21:40  |  1633

@depechemode: Wer das Spiel richtig tippte steht unter DFB-Beobachtung der Arbeitsgruppe Wettbetrug – das wäre mir auch unangenehm 😉


Exilherthaner
8. November 2010 um 22:23  |  1637

@bawue_herthaner

Da du mich oben angesprochen hattest, will ich dir kurz antwoten.

-Wenn man sieht, was Funkel aus dem Frankfurter kader in 5 Jahren rausholte und was Skibbe nun schafft und was hier Babbel an Ergebnissen schafft, dann finde ich Eure Einstellung sehr abwegig.-

Da kann ich auch lapidar entgegnen, dass Babbel mit dem sehr teuren VfB-Kader vor seinem Rauswurf auch keine Bäume ausgerissen hat.

– Für mich ist Babbel nun der Trainer, der aus einer Einzelspieler-Truppe ein Team gemacht hat, in dem es interne Konkurrenz gibt aber auch gemeinsamen Torjubel und Teamgeist.-

Du solltest nicht den Fehler machen, und die jetzige Elf mit der letztjährigen vergleichen. Es konnte ja nur besser werden. Gemeinsamer Torjubel und Teamgeist habe ich auch unter Röber, Götz, Meyer oder Favre gesehen. Und wenn man gerade von einem Sieg zum nächsten eilt, dann ist sowas Gang und Gebe. Warte mal ab, was passiert, wenn wir in eine Krise geraten (wird in Liga2 wohl eher nicht pasieren). Bisher hat sich das Team m.e. noch nicht richtig beweisen können bzw. ist im zweiten wichtigen KO-Spiel sofort balamabel ausgeschieden wie all die Jahre zuvor. Da hat sich also nicht viel geändert.
Und noch eine kleine Spitze hinterher: mit Funkel haben wir zumindest die Gruppenphase in der Euroleague überstanden 😉

– Babbel hat auf 4-2-3-1 umgestellt und damit erstmals verloren……
Akzeptiert man hier diesen klar belegten Fakt, dass 4-2-3-1 kein Erfolgsgarant ist? –

Dann ist ja somit auch klar belegt, dass Paderborn unser Angstgegner schlechthin im dt. Profifussball ist, denn noch nie konnte ein Ligaspiel gegen Paderborn gewonnen werden 😉

– Die fehlenden Laufmeter haben nichts mit dem System zu tun – sondern mit der Einstellung.

Du kannst dir sicher denken, was jetzt kommt 😉 Wer ist denn für die Einstellung der Mannschaft verantwortlich?
Ansonsten will ich auch anmerken, dass viele Gegner uns spielerisch/taktisch überlegen waren und nur am fehlenden Spielermaterial gescheitert sind. Bis jetzt kann ich keine Handschrift von Babbel erkennen und bin der spekulativen Meinung, dass auch jeder andere 2.Ligatrainer auf die gleiche Punktzahl gekommen wäre wie Babbel.


bawue_herthaner
9. November 2010 um 0:17  |  1641

Sage mal, lieber exilherthaner – kommste aus Osnabrück und wohnst gerade in Cottbus? 😉

Im Ernst: Klar hat Babbel vor allem eines erreicht: Dass die Mannschaft erfolgreicher gestartet ist als man es ihr zutraute. Das gelingt nicht jedem Absteiger…
Ich bin im übrigen nicht der Ansicht, dass der Trainer alles bewirken kann im mentalen Bereich, wenn die Spieler da nicht mitziehen wollen – kein Chef der Welt kann das! Und ein Spieler genauso wie ein Team hat immer eine Eigendynamik wenn es länger schlecht oder gut läuft.

Wichtig ist nun, die Einstellung „nach dem Gegentor“ zum Maßstab zu nehmen. Im übrigen verstehe ich langsam, was Babbel an Lell findet. Nämlich das, was mir an Kampfgeist (Siegermentalität) bei Raffael oft fehlt.


dstolpe
9. November 2010 um 12:11  |  1657

@fg bzgl. Lusti
So isses 🙂

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