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(sto) – Manche Niederlagen lassen einen ratlos zurück: Woran hat es gelegen? Mangelnde Durchschlagskraft, ja. „Hätte Ramos in der ersten Halbzeit … dann“ oder „hätte Adrian gleich nach der Pause…“ waren die am häufigsten vernommenen Klagelieder der Herthaner nach dem 0:2 in Osnabrück, der zweiten Niederlage der Saison, wieder auswärts.

Marco Sejna: Der 38-Jährige war an beiden Gegentoren schuldlos und der Turm in der Schlacht. Bewahrte Hertha gegen Tauers Kopfball (22.), Heidrichs 28-m-Schuss (23.) und auch den heranstürmenden Tyrala (35.) vor weiteren Gegentoren. Note 2

Christian Lell: Der Rechtsverteidiger hielt defensiv Stand, stemmte sich offensiv aber zu wenig gegen den Spielverlauf. Wie es hätte gehen können, nein, gehen müssen, führte er nach einer Stunde vor: Seine Flanke von der Grundlinie führte zu Herthas bester Chance im Spiel, den Kopfball, den Ramos neben das Tor köpfte. Note 4

Roman Hubnik: Im Stile eines Eishockeyspielers blockte der Tscheche Weitschüsse von Heidrich und Diabang. Übersah vor dem 0:2 (den allerdings abseits postierten) Tyrala. Note 3

Sebastian Neumann: Der 19-Jährige gewöhnt sich weiter an den Profifußball, Lektion diesmal: Aha, Brust raus und Gegner wegschieben wird nicht zwingend abgepfiffen. Pfiffig, der Junge. Aber auch mit der einen oder anderen Nachlässigkeit, so etwa seine zu kurze Rückgabe (35.). Note 4

Levan Kobiashvili: Der Georgier hatte sich des immer wieder anstürmenden Adler zu erwehren, was ihm mal besser, mal schlechter gelang. Offensiv ohne Effekt. Note 4

Peter Niemeyer: Trotz eklatanter Knöchelschmerzen hielt der Mittelfeld-Abräumer 68 Minuten – und war in dieser Zeit mit der beste Herthaner. Im Zusammenspiel mit Perdedaj übernahm er den eher offensiv orientierten Part; seine in dieser Hinsicht auffälligste Aktion war ein 17-m-Schuss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.  Note 3

Fanol Perdedaj: Der 19-Jährige komplettierte die Doppel-Sechs und brachte seine Qualitäten voll ein: Kämpfen, grätschen, blocken und sogar köpfen. War unheimlich wertvoll im Spiel gegen den Ball – denn so schlecht hatte Hertha Ball und Gegner phasenweise ja gar nicht im Griff. Note 3

Nikita Rukavytsya: Schwache Standards (Ecken!) und keine Laufduelle – nach dem guten Auftritt gegen Bochum verfiel der Australier in Osnabrück wieder in den alten Trott. Note 5

Raffael: Vor der Pause wollte der Brasilianer den Torerfolg ein ums andere Mal mit der Brechstange und gegen eine Übermacht von Gegenspielern erzwingen (37., 41., 45.), nach dem Seitenwechsel war von ihm überhaupt nichts mehr zu sehen. Note 5

Adrian Ramos: Der Kolumbianer hatte in beiden Halbzeiten die jeweils beste Torchance für Hertha. Sein Doppelpass mit Lasogga wurde von der Linie gekratzt (5.), sein Kopfball nach der Pause (61.) verfehlte das Tor. Per Flugkopfball klärte er außerdem vor dem eigenen Tor (72.), aber sonst war das auch von Ramos zu wenig. Note 4

Pierre-Michel Lasogga: Bei seinem zweiten Profieinsatz von Beginn hatte der Youngster nur eine gelungene Aktion: Sein Doppelpass mit Ramos brachte den Kolumbianer in aussichtsreiche Position zum Abschluss. Gnadenhalber: Note 4

Nico Schulz: Der 17-Jährige kam nach 68 Minuten für Niemeyer, wollte Akzente setzen, aber fand kaum ins Spiel hinein.

Rob Friend: Der Kanadier ersetzte nach 81 Minuten Lasogga und hatte keine Szene mehr.

——————–

Erklärung:

1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangelhaft, 6 = ungenügend

Bewertet wird, wer mindestens 30 Minuten gespielt hat.

Ihr seid dran

Wie beurteilt ihr das Bild der Noten? Und, an alle Freunde der Klickshow, wer waren eure Three Stars (if any…)?

Meine Three Stars gegen Osnabrück waren. . .

  • Sejna (32%, 92 Stimmen)
  • Perdedaj (21%, 62 Stimmen)
  • Niemeyer (18%, 51 Stimmen)
  • Hubnik (12%, 34 Stimmen)
  • Lell (5%, 14 Stimmen)
  • Ramos (3%, 10 Stimmen)
  • Neumann (3%, 9 Stimmen)
  • Raffael (3%, 8 Stimmen)
  • Lasogga (1%, 4 Stimmen)
  • Kobiashvili (1%, 3 Stimmen)
  • Schulz (1%, 2 Stimmen)
  • Friend (0%, 1 Stimmen)
  • Rukavytsya (0%, 0 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 113

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35
Kommentare

fortuna1895
19. November 2010 um 23:28  |  2262

keiner!


Chrome
19. November 2010 um 23:33  |  2263

Dieses Spiel hat für mich (erneut) deutlich die Schwächen unserer Elf offenbart. Die Auswärtsspiele entwickeln sich zusehends zu einer unerträglichen Grausamkeit. Ich gebe zu, zu den Anhängern des 4-2-3-1 zu gehören, dass heute jedoch absolut gar nichts gebracht hat/bringen konnte. Jedoch bin ich fest überzeugt, dass es in jedwedem Spielsystem heute ähnlich ausgesehen hätte. Ramos lässt die wenigen Chancen liegen, Ruka spielt auf dem Niveau eines Kreisligisten (ernsthaft, wie kann man auf einem Flügel jemanden spielen lassen,
der in 90 Minuten nicht einen einzigen brauchbaren langen Ball bzw. Standard spielen kann, dieser Mann gehört aus dem Profikader gestrichen), Raffael dribbelt sich um Kopf und Kragen ohne jemals irgendeinen Abschluss zu suchen, einzig Perdedaj, Sejna und Neumann schaffen es über Neunzig Minuten, ihren erlernten Beruf anständig auszuüben. Das alles gegen einen derart limitierten Gegner, der außer einem hübschen Catenaccio in Hälfte Zwei inklusive Abseitstor nichts zu bieten hatte.

Das Laufbereitschaft und Kampfgeist heute einen neuen Nullpunkt erreicht haben, ist kaum noch der Erwähnung wert. Als Bonus oben drauf gab es eine erneut unterirdische Schiedsrichterleistung, die in einem klaren Abseitstor für den Gegner ihren Höhepunkt fand, wenngleich das kaum der entscheidende Faktor war.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: mir fehlen zunehmend die Worte. Konnte man gegen Bochum ein eindeutig fehlendes Pass- und Laufsystem noch mit starkem Pressing und Kampf ersetzen und den Gegner zu Fehlern zwingen, ist mir ein völliges Rätsel wie unsere Mannschaft mit dem derzeitgen Spiel beabsichtigt, aufzusteigen.

Wo ansetzen um diese Grausamkeiten, die sich Auswärtsspiele nennen, abzuändern? Das die derzeit bevorzugte Mischung aus Dampfwalze (zumindest für 30-50 Minuten pro Spiel) und Pferdelungenspiel, die zumindest im Olympiastadion noch brauchbare Ergebnisse erzielt, nicht auf Dauer tauglich ist, egal in welcher Liga, versteht sich von selbst.
Entsprechend wenig überraschen mich die jüngsten Ergebnisse (drei Niederlagen in kurzem Abstand bei nur zwei Siegen).
Vielleicht sitzt das Problem, dass mE auf der Trainerbank zu finden ist, in unserer Truppe doch sehr viel tiefer als bisher zu befürchten stand.

Um diesen Punkt zu untermauern: Lasogga wurde heute eindrucksvoll in der Welt des Rob Friend begrüßt. Nur das die Anpassung
der gegnerischen Abwehrmauern an unseren zweiten Startelfstürmer der Saison noch wesentlich kürzer war, als die auf den Kanadier.
Heute hätten wir auch mit Eto´o im Sturm auflaufen können, es hätte keinen Unterschied gemacht, ob jeglicher fehlender Taktik und Systematik.

Aber ohne Frage wird auch dieser spielerische Offenbarungseid einzig auf den Schiedsrichter und fehlendes Engagement zurückgeführt werden. Das ein dauerhaftes Fehlen von jeglicher Form von Konzept und Ordnung vielleicht einfach untauglich ist um sich an der Tabellenspitze zu halten, dürfte getrost ignoriert werden. Weiter so, Herr Babbel.


hurdiegerdie
19. November 2010 um 23:37  |  2264

Sorry, nach eurem eigenen Massstab:
Niemeyer und Perdedaj haben nichts für den Spielaufbau getan und gegen den Tabellen-14. zwei Tore bekommen – glatte 5.

Ruka wie immer bei euch überbewertet.

Den Vorteil von Ramos gegenüber Raffael sehe ich nicht, eher 6 als 4, Schuld am ersten Gegentor, und sonst ausser vergebener Chance gar nichts. Hoffenheim braucht einen Stürmer.


Sascha
19. November 2010 um 23:38  |  2265

Bin gerade nach Hause gekommen und habe mich langsam wieder beruhigt.

Diesem Spiel hat, wie schon aus den Kommentaren zur Startaufstellung zu entnehmen, vor allem die Einstellung gefehlt. Wir schaffen es nicht dem Gegner Paroli zu bieten, wenn diese uns kämpferisch niederringen. Die ersten 20 Minuten waren von uns sehr stark wie ich finde, auch der Spielaufbau war sehr gut, was aus meiner Sicht vor allem an den zwei Sechser lag. Jedoch haben sich speziell die Südamerikaner von der ruppigen Spielart der Osnabrücker abschrecken lassen. Zu Hause haben wir das Glück, dass der Schiedsrichter nicht vom Publikum beeinflusst wird, was heute wieder deutlich war. Stark hätte in den ersten 20 Minuten mindestens zwei mal zwingend Gelb zeigen müssen. Das frustrierte unsere kreative Offensive…Aber es darf sie einfach nicht frustrieren. Meine Lehren aus dieser Niederlage:

1. Speziell auswärts bedarf es einer großen Kampfesleidenschaft. Das ist jedoch nicht neu, deshalb kommen wir zum Schritt…

2. Für Kampfesbereitschaft bedarf es auch Kampfespersonal oder Personal, die sich davon nicht einschüchtern lassen. Speziell die Südamerikanerfraktion ist dazu aber leider nicht in der Lage

3. Ich glaube Hertha wird niemals Glück mit Schiedsrichterentscheidungen haben

Ich bin echt frustriert, dass wir uns mental nicht gewehrt haben. Personell war ich der Meinung, dass Babbel die richtige Wahl getroffen hat. Aber ich bin trotzdem der Meinung, dass der Schiedsrichter aufs Neue das Spiel wesentlich beeinflusst hat: Er hätte die Osnabrücker viel früher verwarnen MÜSSEN und das zweite Tor hätte niemals zählen dürfen….

Ich bin nicht der Typ, der alles auf den Schiri schiebt. Die mentale Einstellung hat heute auch nicht ganz gestimmt, aber ich kann es schon verstehen, dass wenn mich einer immer foult und der Schiri nichts macht, ich irgendwann verzweifle…

So genug frustabbau…


Seppelfricke
19. November 2010 um 23:56  |  2266

Keeper Marco Sejna : „Mein Hals ist ziemlich dick. Jeder, der im Stadion war, hat gesehen, dass die Einsatzbereitschaft bei Osnabrück höher war als bei uns.“

Das Zitat sagt alles. Er war auch der beste Mann heute Abend.

Schlechtester war Ruka. Ich versteh nicht wieso er nicht einmal Außen bis zur Grundlinie durchlaufen kann.

Das hat ja dann sogar Hubnik zum Schluss gemacht. Der für mich 2. Bester war. Für das ABSEITStor kann er meiner Meinung nach nichts.

Gute Nacht, ich muss das jetzt erstmal vergessen ^^


Teddieber
20. November 2010 um 0:03  |  2267

Habe nicht an der Abstimmung teilgenommen, da Fortuna alles gesagt hat.
Die Niederlage ist verdient,wenn man z B in Hälfte 1 den Ball ins Tor tragen will oder man es nicht schafft über die außen druck aufzubauen, dann darf man sich am Ende nicht wundern.Über den Schiri zu meckern ist mir auch zu billig, da die Mannschaft ja eigentlich genug klasse haben sollte solch Spiele zu gewinnen!
Wer hat das gesagt:Mentalität schlägt Qualität?
Nun ja, JETZT kommen die Wahrsager!


lusti
20. November 2010 um 0:24  |  2268

meiner meinung hat es heute nicht an der einstellung oder mentalität gelegen. insgesamt hat heute einfach zu viel gegen uns gesprochen: hertha trifft das tor nicht, dann kassiert man nen unnötiges gegentor und auch der schiri liefert keine gute leistung ab. zwar bin ich eig nicht der typ, der sagt, dass es am schiri gelegen hat, aber heute war das insgesamt von osnabrück keint toller kampf sondern einfach nur ne foulerei. und wenn ich bei jeder ballannahme angst haben muss, dass ich eins auf den spann bekomme, könnte ich auch nicht locker mein spiel runterspielen.üer das abseitstor muss man gar nicht groß reden, aber direkt vor dem 2:0 wird lasogga nach nem standard von zwei spielern klar runtergezogen und es gibt strafstoß. dann wär sogar noch nen sieg drin gewesen oder halt ein punkt, der uns die sichere tabellenführung beschert hätte.
aber gut, das war halt heute nicht unser tag. im nächsten spiel gegen duisburg müssen wieder drei punkte her.
gruß lusti


edelrocker
20. November 2010 um 0:49  |  2269

wenn die spielweise dieser mannschaften wie osnabrück+paderborn noch was mit fußball zu tun hat,dann gebe ich auf!!wenn nach 10 min .raffael jedesmal irgend ein ringer auf dem rücken hängt+die blutunterlaufenen augen der gegenspieler sogar im tv zu sehen sind und deutschlands fifa referees soviel feingefühl für diese sportart entwickeln,das sie nichts pfeifen ,dann gute nacht fußball.kämpfen ok, aber diese kampfsportarten haben mehr mit ringen oder kickboxen zu tun ,als mit meinem geliebten fußball. es ist schon schwer, gegen bis zum umfallen kämpfende mannschaften zu spielen,aber bitte immer mit fairen mitteln. ich sags mal so:hertha wird offensichtlich von den schiedsrichtern benachteiligt,weil sie immer als die bayern der 2.liga betitelt werden.laßt sie doch einfach fußball spielen und mit fairen mitteln daran gehindert werden,dann ist das ok!!so aber ist ein schlechtes geschmäckle dabei weil pfeifen pfeifen!!????????????????????


hurdiegerdie
20. November 2010 um 1:00  |  2270

hmmm @lusti

Hertha hatte gegen den Tabellen 14., den 4. schlechtesten – abwehrmässig – der 2.Liga genau 2. gute Chancen.

Sorry, ich bin genau auf ihrer Seite, dass Hertha-Spieler nicht genug geschützt werden, aber nicht in dem Spiel.

In diesem Spiel war nur eines klar:
oh Flutlicht, da gewinnen die immer, oh ihre Punkte machen sie zu Hause, oh da müssen wir mal gleich alle Offensive zu Hause lassen, oh was haben wir wir ne Angst, oh da müssen wir dem Gegner mal klar zeigen, wie wir ihn aufbauen können, und oh welche Angst wir vor ihm haben.

Wenn ich Osnabrücks Trainer wäre, hätte ich mich über Herthas Aufstellung ins Fäustchen gelacht: „Die haben doch Schiss“, „jetzt raus und macht ihnen Angst“. „Die nehmen doch sogar einen der besten Torschützen raus, um kein Tor zu kassiern“.“ Raus mit Gebrüll, mit der Truppe machen die kein Tor, da können wir nur gewinnen“.

Das hätte ich als Trainer gesagt…. und gewonnen. Wie Osnabrück!!!!!


Marcel
20. November 2010 um 2:35  |  2272

Ich bin eben erst nach hause und nachdem mich der live ticker und Twitter nicht wirklich vom spiel spiel überzeugen konnten, hab ich mir dann doch nen live streams gesucht, um zu schauen wie es läuft und genau in den 2min fiel das 2:0 und ich hab selbst auf meinem Handy mit nen drucks verpixelten Internetstream gesehen, dass das abseits gewesen sein MUSS. Egal, ich hab nicht gevotet, da ich, wie gesagt das Spiel nicht gesehen habe, aber irgendwie war mir sowas klar. Wenn man am Ende der Saison und nur das zählt, auf Platz 1 stehen will, dann MUSS man auch auswärts seine punkte machen; auch beim Aufsteiger, der vor allem seine punkte zu hause holt. Nur zu hause souverän auftreten reicht da nun mal nicht.

Grüße


Datcheffe
20. November 2010 um 4:40  |  2273

Moin, Moin!

Ein Sechser und ein zweiter Stürmer wären wahrscheinlich besser gewesen, aber hinterher ist man immer schlauer, ich hatte auch einen zweiten Sechser gefordert, allerdings Ronny statt Ruka spielen lassen.
Hertha hat den Kampf nicht richtig angenommen, immer spielerisch versucht, Osnabrück auszuschalten.
DAS war ein Fehler! 🙁

Auswärts müssen wir nicht immer das Spiel machen, nächste mal abwarten und auf Konter setzen, denn die Heimmannschaft muss zeigen, das sie gewinnen will!

Egal, Aue muss gegen Aachen ran, also abwarten, wie es läuft, wenn nicht sind wir Zweiter, auch kein Weltuntergang!

Vorlegen hat nicht geklappt und Aue wird auch mal schwächeln, also abwarten und Tee trinken, noch sind wir Erster!

Schönen Samstag noch!


Czerwi
20. November 2010 um 7:36  |  2276

Hallo!

Ich verfolge dieses Forum schon seit längerem, habe aber bis jetzt noch nichts dazu beigetragen. Ich muß jetzt mal was loswerden.
Wenn gesagt wird Mentalität schlägt Qualität, so kann ich das für den gestrigen Abend nicht zu 100% unterschreiben, weil ich finde, das Hertha im Gegensatz zum Paderbornspiel durchaus Mentalität gezeigt hat.
Der feine Unterschied ist jedoch der, das dies von Seiten des Referees bei Hertha unterbunden wird und beim Gegner nicht wird.
Der Sportkamerad Tauer hätte nach fünf Minuten mindestens Gelb sehen müssen und am Ende gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Lell bekommt für ein ähnliches Foul berechtigt die gelbe Karte. Die NR. 21 von Osnabrück senst und hält und meckert über 90. Minuten was das Zeug hält und lacht sich am Ende kaputt. Er wird sich denken, das hat heute aber Spass gemacht. Ich konnte machen was ich wollte, ohne das der Stark eingegriffen hat. So eine Spielleitung ist bei so engen Spielen dann spielentscheidend.
Und das ist dann am Ende der sogenannte abgekaufte Schneid .
Das Abseitstor und ein nicht gegebener Elfer an Lasogga sind dann noch der Gipfel.
Und das zieht sich wie ein roter Faden durch diese Saison. Es wird von Seiten der Schiris mit zweierlei Maß gemessen. Das ist Fakt.
Das mußte mal gesagt werden, auch wenn mich einige jetzt als Heulsuse betiteln mögen.

HaHoHe


pax.klm
20. November 2010 um 9:03  |  2277

Mentalität schlägt Qualität: 0:2 in Osnabrück

Welche Qualität? Die das Tor nicht zu treffen,
die sich den Schneid durch nicht so gute Schiedsrichterleistungen , durch Treterei des Gegners
abkaufen zu lassen?
Oder vielleicht die, zu glauben man hätte sie?

Ramos kommt für mich in der Bewertung schon fast zu gut weg,
zu Raffa fällt mir ein, er spielt sich all zu oft alleine fest, wenn er den Eindruck gewinnen muss, dass die Mitspieler doch wieder vergessen haben, dass Fußball ein Laufsport ist, manchmal auch Kampfsport!
Klar ich bin angefressen,
denn diese Niederlage ist unnötig gewesen.
Wo sind die Kampfschweine a` la Dardai?
Aber es sind halt auch jede Menge Junge dabei, lassen wir sie reifen, lassen wir auch ne Trainerdiskussion einfach nur stecken.

Habe da schon das „Gefühl“, dass sich strukturell im Training andere Dinge noch anbieten, die Saison geht aber noch ein Weilchen! Sind das dann neue Reizpunkte?


fg
20. November 2010 um 10:10  |  2278

ich würde es mal wieder mit zwei richtigen stürmern von anfang an probieren (zb lasogga, domo). dann reibt sich einer vorne nicht allein so sehr auf und die anderen dahinter haben mehr anspielstationen bzw die stürmer vorne gegenseitig noch eine weitere anspielstation und der einzelne angreifer muss nicht immer nach hinten zurücklegen.
dahinter sollten dann zumindest zu hause noch drei offensive mittefeldspieler sein, die das zurückarbeiten aber natürlich nicht ganz vergessen.
hertha hat meist ein gewaltiges problem, wenn sie nicht führen bzw. sogar zurückliegen. ich denke, osnabrück hätte auch bei 0:0 die komplette zweite hz gemauert. hertha muss einfach nach möglichkeeit in jedem spiel in führung gehen, um dann die konterräume zu kriegen, sonst ist es meist zu eng in gegners hälfte.
zu gestern noch, nachdem ich eine nacht drüber geschlafen habe: die erste halbzeit war bis auf 8-10 min vor dem tor von hertha eigentlich ganz ordentlich. klar ärgern wir uns alle, aber machen sie das 1:0, sieht doch osnabrück vermutlich keine sonne mehr. in der zweiten hz war es dann das klassische „pokalspiel“, „garniert“ mit dem abseitstor und wirklich vielen schiedsrichterentscheidungen von zweierlei maß. ich habe oft das gefühl, wenn hertha anfängt, endlich genauso „körperbetont“ zu spielen wie die heimmannschaft, pfeift nahezu jeder schiri alles gegen hertha ab.
deswegen: kritik an hertha (den spielern und babbel) JA, aber konstruktiv und zielgerichtet! dies wird ja hier auch oft getan, aber man sollte nicht vergessen, dass manche dinge bisher auch nicht so schlecht laufen.


sunny1703
20. November 2010 um 11:00  |  2279

Moin,wer lacht jetzt noch über Abendfußball in Osnabrück??
Neee,der Familienjubel war selbst bei meiner Lebensgefährtin gleich null, auch wenn unser zweites Fußballherz für den VFL schlägt!

Die Benotung von @dstolpe sehe ich auch so, bis auf die Bewertung von Ramos.
Zwei Chancen kläglich vergeben und das 1:0 verschlafen und damit verschuldet,dazu keine Aktionen von Außen und auch nicht nach Innen,das ist für mich höchstens 5.

Erstaunlich finde ich ,wie man aus dem gestrigen Spiel Schlüsse ziehen kann, welches System bei Hertha greift.
Denn was gestern Hertha spielte war so ziemlich alles an Systemen.
Erst spielte man fast eine Raute in dem Perdedaj eher links als defensiv begann und Ramos als hängende Spitze agierte.Dann wurde 4-1-4-1 daraus,weil Niemeyer mehr damit zu tun hatte, das Offensivspiel anzukurbeln,da ja der Totalausfall Raffael dazu nicht in der Lage war.Und irgendwann gab es noch ein 4-4-2 mit Raute,das genauso wenig brachte.Kein system hat gestern was gebracht.
Warum? Weil sämtliche Offensivakteure gescheitert sind,insbesondere die entscheidenden.
Wenn Ramos eine Riesenchance am Anfang liegen lässt,wenn ein vermutlicher Ball im Toraus,als solcher nicht erkannt wird und Ramos seinen weit hinter ihm stehenden Gegenspieler nicht decken wollte,wenn ein Ramos einen Kopfball aus gefühlten sechs metern entfernung neben das tor setzt,wenn ein klarer elfer nicht gegeben wird und im gegenzug ein spieler im abseits nicht zurück gepfiffen wird und so das 2:0 fällt,wenn ein Ruka nicht anwesend war,wenn ein Niemeyer,ein raffael keine spielerischen akzente setzen konnten,dann verliert man so ein Spiel auch wenn man mit 10 offensiven auf dem Platz steht und zwar nicht vielleicht nicht zu 0 aber dann mit 1:7,denn die besten Spieler gestern waren die kritisierten Defensiven.
Ich habe vor einigen Wochen auf einem anderen Forum vor zwei Dingen gewarnt.
Vor den Wetterbedingungen und den engeren Spielstätten.
Die Wetterbedingungen waren noch kein Handicap,aber enge Plätze schon.Es ist für eine eher offensive und spielstarke Mannschaft schwer gegen über den Kampf kommende gegner in einem engen Stadion ihr technisches Spiel aufzuziehen,ganz einfach weil die Räume fehlen.Für die Defensivspieler ist es leichter ein Bollwerk zu bauen,und dieses kraftaufwendige Spiel auch konditionell durchzuhalten.
Eine der Methoden um das zu knacken sind Durchmärsche bis zur Grundlinie ,nur wer besitzt schon solche Flankengötter,die dann die passende Flanken reinbringen.Zusätzlich sind kopfballstarke Offensivkräfte gefragt.
Das Spiel über die Außen fand gestern nicht statt. Zum anderen wurde viel zu selten der Abschluss gesucht,mehrmals drangen die Spieler in den Strafraum ein oder kamen zumindest an die Strafraumgrenze und dann wurde wieder der ball vertändelt,ärgerlich besonders bei einigen Aktionen von raffael innerhalb des Strafraums.
Dr VFL hatte im Grunde weniger vom Spiel und kaum Chancen ,wenn ich mal die geschenkten Tore als Chancen mitrechne.Ich habe in diese saison offensiv schon einen besseren VFL gesehen,defensiv waren sie viel besser als sonst,auch weil das ganze team sich nicht zu fein war,Drecksarbeit zu leisten.
In der zweiten Halbzeit nahmen dann einige Herthaner diese Drecksarbeit auch für sich an und in solchen Spielen sind diese Typen gefragt,nicht die Schönspieler,die dürfen ab nächste Woche wieder ihre Kunst zeigen.Ein Perdedaj spielte genauso am Rande der Roten Karte wie viele Osnabrücker,aber nur so geht es in einem solchen Spiel.
Ein Wort noch zu dem immer wieder kritisierten Defensivsystem der Doppel6.
Ich glaube da haben einige den Sinn dieses Systems nicht verstanden. Das soll keine moderne Form des Catenaccio sein und Babbel ist kein Herrera,sondern ist wohl das momentan modernste System,dass vor allem intelligentes Flexibilität der Spieler verlangen.
Letztens nannte mir jemand Beispiel von Mannschaften die schönen Fußball spielen,als „Vorbilder“für Hertha.Mannschaften wie Arsenal oder Inter, ein anderer geschätzter Forist erwähnte die bayern,ich möchte zu den bayern noch Real und die drei Topteams der letzten Wm erwähnen,sicher alles Mannschaften,die für modernen teilweise auch sehr schönen Offensivfußball stehen ………..und alle mit einer Doppel6 spielen.
Die Doppel6 ist vor allem dann notwendig,wenn die restlichen Offensivakteure in ihren Defensivqualitäten sehr bescheiden sind,wie eben bei Hertha die Ramos,Raffael und die reinen Stürmer.
Doch zu meinen 6er seien etwas offensivere Verteidiger täuscht sich in dieser vielleicht heute wichtigsten Feldspielerposition des modernen Fußballs ganz gewaltig.
Diese Niederlage gestern war unnötig und ich fand babbel hat im Interview genau das Richtige gesagt.

Ein schönes we

sunny


ubremer
ubremer
20. November 2010 um 11:15  |  2280

@Czerwi und @Edelrocker,

willkommen im Klub. Meine Frage an Euch, da Ihr beide die Schiedsrichter thematisiert habt: Die werden der Zweiten Liga erhalten bleiben. Wie sollte Hertha künftig mit denen und deren Entscheidungen umgehen? Wohlwissend, dass mit Blick auf den Etat (der größte der Liga) und das Saisonziel (Aufstieg) niemand Mitleid mit Hertha haben wird – eher im Gegenteil.


lusti
20. November 2010 um 11:45  |  2281

@hurdiegurdie
ich finde es immer zu einfach nach dem spiel alles hinzurücken wie man es vorher gar nicht erwartet hätte. die letzten auswärtsspiele wurde hier im blog immer über ein 4-2-3-1 gesprochen und vorgeschlagen, dieses auswärts zu spielen. das domo aus der startelf weichen muss, ist das nur die logische folge, weil er die letzten spiele einfach nur schwach war und keine torgefahr verbreitet hat.
bei der einstellung waren sich denke alle spieler bewusst, dass osnabrück heim stark einzuschätzen ist, was ja nicht schlecht ist und sicherlich keine angst bei den spielern erzeugt.die haben ja schon gegen ganz andere spieler mit weltklasseformat in der bundesliga gespielt.außerdem hat man gerade in den ersten 10.20 minuten gesehen, dass die osnabrücker starken respekt hatten und manche spieler nicht umsonst mal härter in den zweikampf gingen, um so uns ein bisschen einzuschüchtern. gerade ne gelbe karte für den langhaarigen osnabrücker verteidiger beim foul gegen lell wäre mehr als gerecht gewesen. somit hätte osnabrück auch gewusst, wo die grenzen sind und gerade die herthaner hätten auch gesehen, dass sie vom schiri gut geschützt werden.
jetzt könnte man noch weitere sachen aufzählen, die hätten passieren können wie z.b. ramos macht das 1:0 bzw. verhindert das 0:1 oder hertha bekommt den elfer für das foul an lasogga. auch ohne das klare abseitstor hätten wir vielleicht noch nen punkt geholt.
gruß lusti


Bolle75
20. November 2010 um 12:41  |  2282

Mit einem Tag abstand und revue passieren der laufenden Saison steht die wichtigste Baustelle für mich fest. Wir habe keine Spieler für das Spiel über die Flügel bzw. einer davon (Ruka) tut das viel zu wenig aus mangelnder Form bzw. können.
Die Mitte ist mit Raffa gut besetzt, da brauchen wir eigentlich keinen mehr. Denn wenn der da nicht durchkommt tut es auch kein anderer außer vielleicht aus der zweiten Reihe. Was wir abstellen müssen ist dieses ständige vor dem 16ner nach innen ziehen. Das geht nicht und ein Profifussballer ab Liga 3 sollte das irgendwann in 90min. auch ohne Trainer mal merken. Ich hatte es zu Beginn der Saison schon mal irgendwo an anderer Stelle geschrieben. Uns fehlt die Spielintelligenz. Und deswegen bauen wir gegen einen Gegner wie gestern dann auch immer gewaltig ab oder kommen erst gar nicht dazu unser Spiel zu zeigen. Es setzt der Frust ein das es nicht tut in der Mitte und dann kommt man nicht auf die Idee es dann anders zu probieren. Ich fasse es nicht. Sowas kann mal passieren aber nicht in fast jedem zweiten Spiel.

Außerdem würde ich gerne mal sehen das jemand die anderen mal so richtig zusammenstaucht. Wir haben jetzt schon bessere Charaktere als früher aber es fehlt immer noch der Arsch auf dem Platz der mal richtig ausrastet und einem Mitspieler an die Gurgel will. Ich sehe immer nur Frust in den Gesichtern aber niemals diesen, ihr Penner ich zeig euch jetzt mal wie das geht, Blick. Ich bleib dabei, zu hause reicht es so aber auswärts holen wir so wir wir zuletzt Aufgetreten sind und sich die Gegner auf uns eingestellt haben, keinen Punkt mehr und den Aufstieg können wir so definitiv vergessen.

Und noch was, wie letztes Jahr bleibt mir die Mannschaft hinter der Mannschaft zu ruhig. Preetz müßte mal ausrasten, Gegenbauer, wer auch immer, es müssen die Fetzen fliegen bevor es uns auf dem Platz zerreißt. Bei einer Topmannschaft reagiert man bevor es zu spät ist. Preetz hat als Manager viel Lernfähigkeit bewiesen und mit den Transfers und Kaderzusammenstellung sehr viel richtig gemacht nun muss er auch mal zeigen das er mehr kann. Den Verein führen, Reaktionen verlangen!!! Keine Reaktionen versprechen oder erwarten!
Diese Mannschaft kann ein wenig Druck ruhig verkraften. Wenn nicht haben wir auch in der Buli nichts verloren. Deswegen Öffentlich Leistung fordern und nicht immer nur behaupten das intern alles angesprochen wurde. Alibis dürfen nicht sein also gebt ihnen keine. Wir haben ein Ziel und wer nicht alles dafür gibt fliegt aus dem Kader auch wenn er Ramos, Raffa oder wie auch immer heißt. Wenn Raffa sich noch mal 1, 2 mal so eingensinnig in den 16er Fummelt nehm ich ihn vom Platz und lass ihn das nächste mal zu hause. Bin gespannt wer und ob überhaupt jemand jetzt das Heft in die Hand nimmt. Ich glaube nämlich wir haben weiterhin keinen der das kann. Weder auf noch neben dem Platz.


Czerwi
20. November 2010 um 12:47  |  2283

@ubremer

Hallo!

Genau das ist das Problem. Mann kann im Grunde genommen nichts machen. Man hat den Eindruck, das die Schiedsrichter, vielleicht auch unterbewußt, den David vor dem Golliath schützen wollen. Das ist aber nicht korregt. Ich will nicht das Hertha bevorteilt wird. Ich will einfach nur eine korregte Spielleitung, wie die von Herrn Winkmann im Bochumspiel.
Weist man als Verantwortlicher von Hertha BSC in der Öffentlichkeit auf solche Sachen hin, wird man sofort gerügt bzw. werden die Sachen runtergespielt. Ich hätte mal einen Uli H. sehen wollen, wenn ein Bayernspieler mit einer Ramosaktion vom Platz gestellt worden wäre.
Alles fängt ja schon in der Berichterstattung.
„Da kommt die große Hertha. Heute gegen den absoluten Underdog, dessen Spieler gerade noch pünktlich mit dem Fahrrad von ihrer Arbeit zum Spiel erschienen sind.“
Das war jetzt natürlich übertrieben, aber im Grunde trifft es genau den Punkt. Hertha hat leider auf höherer Ebene und bei vielen Medien keine Lobby. Aber das wird Unterstützung zu diesem Verein nicht brechen, im Gegenteil.

HaHoHe


dstolpe
20. November 2010 um 13:20  |  2284

Guten Tag, back from Osnabrück.

Habe mir eure Kommentare alle durchgelesen – und kann es mir ganz einfach machen, indem ich diesem Absatz von @fg voll und ganz zustimme:

die erste halbzeit war bis auf 8-10 min vor dem tor von hertha eigentlich ganz ordentlich. klar ärgern wir uns alle, aber machen sie das 1:0, sieht doch osnabrück vermutlich keine sonne mehr. in der zweiten hz war es dann das klassische “pokalspiel”, “garniert” mit dem abseitstor und wirklich vielen schiedsrichterentscheidungen von zweierlei maß. ich habe oft das gefühl, wenn hertha anfängt, endlich genauso “körperbetont” zu spielen wie die heimmannschaft, pfeift nahezu jeder schiri alles gegen hertha ab.
deswegen: kritik an hertha (den spielern und babbel) JA, aber konstruktiv und zielgerichtet! dies wird ja hier auch oft getan, aber man sollte nicht vergessen, dass manche dinge bisher auch nicht so schlecht laufen.

Um einen großen litauischen Fußballtrainer zu zitieren: „Damit ist eigentlich alles gesagt!“


ft
20. November 2010 um 13:31  |  2285

Viel Kritik nach solch einem Spiel.
Ja. Wir gehen hart mit unserer Truppe ins Gericht.
Berechtigt ?
Vielleicht.

Ich selbst hab bis zur 85 min geglaubt, das Hertha zwischen der 80. und 90 Minute das Spiel noch dreht und zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen kann.

Aber es sollte nicht sein.

Machen wir uns nix vor. Osnabrück hatte am gestrigen Abend dieses Quentchen Glück auf seiner Seite, welches man bei einem weltbekannten Südverein als B-Dusel bezeichnet.
Die Partie hätte wirklich auch anders ausgehen können.

Die Wenns wurden aufgezählt.

Gegen Glück hilft nur Plan.

Und da ist der Trainer gefordert.


ft
20. November 2010 um 13:47  |  2286

Nachtrag:

Was kann man Positives aus diesem Spiel mit nach Hause nehmen ?

Wir brauchen uns keine Gedanken über die Torwartposition machen.

Senja ist der Fels in der Brandung.
Aerts kann in Ruhe sein Knie auskurieren.
Preetz muss sich keine Gedanken über einen Nachnominierung auf dieser Position machen.

Wenigstens diese Position ist ein Garant.


backstreets29
20. November 2010 um 13:50  |  2287

@dstolpe
ja ist nett analysiert geht nach meinem Empfinden zu sehr in den Konjunktiv. Genauso könnte man sagen, was wäre passiert wenn Bochum nach 2 Minuten 1:0 in Führung geht.
Ich habe auch nicht das Gefühl, dass hier härter ins Gericht gegangen wird als früher. Da konnte der geneigte Leser in anderen Foren Dinge lesen, dafür muss man sich heute noch schämen bzw fremdschämen. Man spricht hier immer von Mentalität schlägt Qualität, dass Hertha der Goliath ist, dass die Schiris eher gegen Hertha pfeifen, dass man der FC Bayern der 2. Liga ist. Aber mal im Ernst, das sind doch alles nur Ausreden dafür, weil 1. Babbel es nicht schafft der Mannschaft die 2. Liga so nahe zu bringen, wie sie einfahc ist. Nämlich kampfbetont, schmutzig und schmerzhaft und 2. die Qualität der Spieler aufgrund der ausgegebenen Taktik gar nicht so zur Geltung kommt, wie sie sollte.
Ich meine damit, dass ein Lell offensiv kaum zur Geltung kommen kann, solange ein Ruka vor ihm spielt. Mit Ronny bzw Ramos hat das deutlich besser ausgesehen.
Raffael hat in der Spitze KEINE Anspielstation. Egal ob Lasogga oder Friend, beie Spitzen sind zugestellt, wobei Lasogga hier noch deutlich mehr versucht sich und seine Mitspieler spielerisch in Szene zu setzen und auch die technischen Möglichkeiten dafür hat. Niemeyer wollte sich gestern öfter in die Offensive einschalten, weil er durch Perde abgesichert war. Das verpuffte aber regelmässig weil bei Hertha kein Flügelspiel stattfindet und Ramos, Ruka, Raffa und Niemeyer alle in die Zentrale gedrängt sind.
Thema Spielaufbau: Welcher Spielaufbau??? Langer Hafer nach vorn…und da soll der liebe Gott helfen. Auch wenn der Eindruck entsteht, dass ich mich auf Babbel einschiesse, was nicht der Fall ist, so muss ich doch sagen: Einfallsloser geht es kaum. Die einstudierten Standards bringen nur noch Gefahr wenn der Gegner individuelle Fehler begeht. Dies alles sind Kritikpunkte, die nach meiner Meinung auch konstruktiv sind, und hier schon seit Wochen diskutiert werden. Es war jetzt das dritte Auswärtsspiel in Folge wo wir dermassen versagt haben. Es stellt sich die Frage, wann Babbel anfängt ein System zu lehren, dass der Mannschaft Sicherheit gibt und ihre individuellen Stärken zur Geltung bringt.


Stehplatz
20. November 2010 um 14:36  |  2288

Dann nochmal ein paar Punkte von mir.

Ruka hat sich endgültigt aus der ersten Elf gespielt.
Es reicht nicht nur schnell zu sein. Er ein Spieler für die letzten 20 Minuten, wenn man den Gegner auskontern will. Seine Standards waren das einzige, was ihn noch in der ersten Elf belassen konnten, aber nun hat er auch diese Stärke eingebüßt. Ich sehne mich wirklich nach Ebert, da er deutlich mehr im Repertoire hatte als Schnelligkeit!Und was wäre es bis dahin mit Beichler…
Mehr im Repertoire hat auch ein gewisser Raffael. Was gestern mit ihm los war ist auch nicht zu verstehen. Läuft dreimal sehr gut in den Strafraum ein, legt aber weder quer in die Mitte ab noch hat er es mit einem Schuss probiert, sondern läuft dreimal stur weiter bis ihm der Ball abgenommen wurde. Sonst nicht zu sehen.

Die Außenverteidigung hat sich wohl in keinem Spiel so passiv gezeigt wie in Osnabrück. Bei Kobiashvili könnte man es ja noch wohlwollend mit dem Alter erklären, aber bei Lell bleibt wohl nur das Gewicht der Binde. Wo wir schon beim nächsten Thema wären.
Für einen Führungsspieler und Leistungsträger ist Lell auf dem Platz zu sehr Mitläufer. Warum ein Niemeyer nicht die Binde erhält, die er sich angesichts von Leistung und Stellung in der Mannschaft mehr verdient hat als alle anderen Spieler weiß nur Babbel.

Der muss sich auch fragen lassen warum die Erkenntnis so langsam tröpfelt. Die Systemumstellung und Domos Ersatzbankplatz nach den Auswärtsniederlagen war mehr als notwendig. Aber warum wechselt man nicht schon in der Pause oder nach 60. Minuten wenn man sieht das nichts geht. Da kommen mir zu wenig klare Impulse von außen. Auch die Einwechslungen sind verpufft. Das ändert sich vielleicht auch noch bis zur Rückrunde.


hurdiegerdie
20. November 2010 um 14:40  |  2289

Hi @lusti. Leider habe ich das schon bei Bekanntgabe der Aufstellung befürchtet. Das ist nachzulesen.

Auch wirst du von mir keinen Beitrag sehen, der die Doppel-6 befürwortet, auch wenn Sunny mir, der vermutlich den Sinn nicht versteht, die Schönheit dieses Systems nahezubringen versucht.

Das Problem ist nämlich, das man die Spieler braucht, um ein solches System auszufüllen. Bei Hertha heisst es fast immer Rückzug vor den eigenen Strafraum, wodurch die Lücken zum Angriff geschaffen werden, die dann nur noch mit hoch-lang-Spiel aufgefüllt werden.


sunny1703
20. November 2010 um 14:53  |  2290

@hurdiegerdie
Auch ich hätte gegen Osnabrück nicht mit einer Doppel6 gespielt,wie Du ja an meiner Aufstellung gesehen hast.
Im Gegenteil sogar mit zwei Spitzen.
Doch das was Du ja nicht zu Unrecht kritisierst,was ich ebenfalls sehe,übrigens Babbel auch,hat was mit den Köpfen der Spieler zu tun und nicht mit Doppelsechs,zehn Verteidigern oder zehn stürmern.Beispiel Bochum,als mit dem Tor plötzlich keine Offensive mehr stattfand,trotz einer 6!
Wenn es wirklich an der Doppel6 läge,dass Hertha von einer Minute auf die andere den Marsch nach hinten antritt,gäbe ich Dir gerne Recht.
Das gestern hat weder dem einen noch dem anderen ,es hat überhaupt keinem System „Recht“ gegeben.

lg sunny


zimsel79
20. November 2010 um 15:16  |  2291

ja gestern abend hat der „beste freund“ der alkohol aus fust wohl noch am besten abgeschnitten…… jonny walkers erben freuts 😉

frust über die lasche einstellung unserer jungs

frust über die kommentatoren im fernsehen ( das wort: “ Underdog“ werd ich wohl nie wieder hören können ohne einen hals zu kriegen )

frust über die schieris ( jeder schiedsrichter sollte sich wirklich überlegen ob er david vor golliath schützen will oder ob er seinen job nicht doch lieber unparteiisch erledigen sollte……..genug intelligenz sollten die herren doktoren, beamten, polizisten usw. eigentlich haben…………..

frust über die chance Aue auf distanz zu halten

frust über eine gestartete auswärtsniederlagenserie

naja ich hoffe die woche gibt mir kraft mich am kommenden samstag ins stadion zu schleppen ( hoffentlich immernoch als fan und mitglied des spitzenreiters )


tabson
20. November 2010 um 15:33  |  2292

Eigendlich ist es doch recht einfach: wenn aus dem Spiel heraus nichts geht, dann muss etwas über die Standards kommen. Hierüber kann man sich bekanntlich das Glück erzwingen. Da diese jedoch unfassbar schwach ausgeführt werden (!), bleiben solche Spiele halt torlos für uns.
Ist Friend nicht auch deswegen geholt worden, weil er bei den Standards torgefährlich ist? Haben die ersten Spiele nicht auch bewiesen, dass über die Standards der Schlüssel zum Erfolg zu finden ist? Meiner Meinung nach ist hier (wieder) anzusetzen.


Dovifat
20. November 2010 um 16:08  |  2293

Die Doppelacht hat doch wunderbar funktioniert und bis an die Grenze des Angriffsdrittels war das gestern Herthas bestes Auswaertsspiel dieser Saison. Das Riesenloch im Mittelfeld war gestopft, offensiv gelang den allerdings auch nicht gerade bemuehten Paderbornern bis zur Systemumstellung in der zweiten Haelfte nur die eine nennenswerte Torchance, die diesmal eben drin war. V.a. durch den von Perdedaj abgesicherten Niemeyer sah auch der Spielaufbau von hinten heraus deutlich besser aus und der lange Hafer begann erst nach dessen etwas unverstaendlicher Auswechslung wieder.

Nur vorne ging nichts, weil die Herren Angreifer mal wieder kollektiv den Kopf runternahmen, nach innen zogen und mitten in die dichteste Gegnertraube hineindribbelten, anstatt mal den Mitspieler zu suchen. Gerade Lell ist haeufig umsonst die Linie heruntergelaufen.

Diese Dinge sind auch systembedingt, haben aber nichts mit irgendwelchen Zahlenspielchen bei der Aufstellung zu tun. Der Trainer muss seinen Jungs variableres Spiel unter Ausnutzung der Fluegel aufzwingen und wenn sie das nicht umsetzen, eben auch mal Raffael oder Ramos frueh runternehmen. An der Stelle zeigt sich auch mal wieder die duerftige Spielintelligenz des Kaders. Ein Kreativspieler statt massig neuen Stuermern waere schon nicht schlecht gewesen, aber das Problem besteht ja seit Jahren.

Nach dem fuer einen „Betriebsunfall“ wirklich hervorragenden und erstaunlich reibungslosen Beginn drohen Preetz und Babbel jetzt ein wenig im Tagesgeschaeft der zweiten Liga zu versinken. Die drei Niederlagen sind ja nur die logische Konsequenz aus den schwachen Leistungen abseits der Erstligabedingungen im Olympiastadion.

Zur hier vorgeschlagenen Umstellung auf zwei „richtige“ Stuermer: Da muesste man dann zwangslaeufig auch ein „richtiges“ Mittelfeld hinstellen und das wuerde schon wieder haarig werden. Fuer die Raute fehlt der kreative Passgeber ( Variante Misimovic ), bzw. die Kreativitaet im gesamten Mittelfeld ( Variante Diego ) und wer sollte bei der „flachen“ Vier die Aussenpositionen besetzen ? Da kaeme wohl nur Ronny in Frage und dessen Auftritte waren bisher auch ziemlich schwankend. Eine 4-3-3 Variante waere vom Personal her schon eher vorstellbar, dafuer muesste Ruka aber links spielen und wohl Domo rechts, der kann ja durchaus mal eine gute Flanke bzw. Hereingabe spielen. Dann wuerden aber Millionen auf der Bank sitzen und eine wirklich spielstarke Variante gibt’s auch fuer ein Dreiermittelfeld nicht so richtig.


20. November 2010 um 16:34  |  2294

@Czerwi

Muss das jezt auch noch mal loswerden. Ohne die Leistung von Hertha gestern zu entschuldigen.
Aber: wenn unsere derartig reingehen, sensen und wegholzen, dann sitzen die gleben und roten Karten wesentlich lockerer als wenn das die Gegner machen. Das kotzt mich mittlerweile ziemlich an. Das dazu, wenn immer wieder gesagt wird: Hertha soll und muß den Kampf annehmen. Gestern war das nämlich wieder so.
Allerdings haben sie es auch schlecht gespielt. Immer durch die Mitte, Raffael wollte es gegen 4-5 Gegner erzwingen und rennt sich mehrmals fest. Keine vernünftigen Ecken von Ruka, keine vernünftigen Standards allgemein. Niemeyer war gestern auch nicht auf der Höhe.
Die Mannschaft muß sich auf jeden Fall steigern, vor allem auswärts. Man kann da aber auch mal auf Konter warten und dann zuschlagen. Soll doch die Heimmannschaft mal versuchen das Spiel zu machen. Das ist alles eine Kopfsache, vom spielerischen her können sie es.


20. November 2010 um 16:41  |  2295

@ubremer

nochmal zu den Schiri-Entscheidungen: da kann Hertha garnix machen. Immer wieder einwenden bringt ja nichts, da es dann als Ablenkung von eigenen Schwächen hingestellt wird. Wir habe ja woche für Woche immer mit den gleichen Schiri-Typen zu tun. Am besten läßt sich deren Arbeit beurteilen, wenn man Spiele guckt mit Vereinen an denen man nicht emotional gebunden ist. Das beste Beispiel war doch letzte Woche Golfsdorf vs. Schlake04, ebenfalls von Stark geleitet. Grottenschlechte Schiri-Leistung. Und beide Klubs sind mir wurscht.


ursula
20. November 2010 um 19:32  |  2297

Die Schiedsrichterentscheidungen sind mit
Sicherheit nicht der Hauptgrund für diese
Niederlagenserie, aber wenn es enge Spiele
gibt, sind Fehlentscheidungen wegweisend.

Das die Qualität der Schiedsrichter in der
2. Liga noch einen gehörigen Unterschied
zur 1. Liga sichtbar machen, hätte ich aber
in dieser offensichtlichen Form nicht so
gedacht. P. S.


ubremer
ubremer
20. November 2010 um 21:41  |  2300

@ursula,

willkommen im Kreis. Mein Eindruck ist, dass die Zweite Liga, was die Schiedsrichter angeht, eine Ausbildungsliga ist. Deshalb kommen eklatante Fehlentscheidungen wie in Paderborn zustande. Der Schiri in Paderborn wurde schon gegen Ende der ersten Hälfte unsicherer. Dass die Fehlurteile Hertha betroffen haben, war Pech, es hätte aber genausogut die Hausherren treffen können. Für das Gespann von Stark war Osnabrück ein weiterer Rückschritt, nach zuvor Fehlentscheidungen in der Bundesliga.

Trotzdem bin ich nach 13 Jahre unter dem vormaligen Manager und dessen permanten „Wir-schieben-den-schwarzen-Peter-zum-Schiedsrichter“ das Thema ein wenig leid. Hertha ist gut beraten, sich auf das zu konzentrieren, was man beeinflussen kann: die eigene Leistung. Als Topteam der Zweiten Liga, das Hertha ist, erwarte ich die Klasse, auch nach einem Rückstand das Selbstbewusstsein zu versprühen: „Dann schiessen wir jetzt halt zwei Tore.“


ursula
21. November 2010 um 15:05  |  2322

@ubremer

„Was man beeinflussen kann, die eigene Leistung!“ Dieses Selbstbewusstsein zu
versprühen, habe ich selbst in den knapp
gewonnen Spielen nicht so verspürt!

Frage mich in der Tat, ist das der Schludrian
in der Mannschaft oder sollten von aussen,
denn hier wäre der Trainer gefragt, Impulse
gegeben werden?

Bereits intensiv vor dem Spiel, oder durch
rechtzeitige Wechselmaßnahmen während
des Spiels, donnernde Halbzeitansprachen inbegriffen!


22. November 2010 um 10:08  |  2350

Das Wichtigste hat für mich Bolle geschrieben:
„Was wir abstellen müssen ist dieses ständige vor dem 16ner nach innen ziehen. Das geht nicht und ein Profifussballer ab Liga 3 sollte das irgendwann in 90min. auch ohne Trainer mal merken. Ich hatte es zu Beginn der Saison schon mal irgendwo an anderer Stelle geschrieben. Uns fehlt die Spielintelligenz.“ Die Spieleröffnung findet viel zu selten über die außen statt. Raffa sollte cleverer spielen, sich zunächst im Mittelkreis bewegen, und viel öfter schauen, welche Mitspieler sich rechts und links auf den Außenpositionen anbieten.

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