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(ub) –  Es gibt untrügliche Zeichen für eine angespannte Lage. Etwa, wenn eine halbe Stunde nach dem offiziellen Beginn der Trainingsplatz leer ist. Und die Journalisten draussen vor dem Gelände des Olympiaparks an der Schranke bei – 2 Grad warten. So war es am Sonntag, dem Tag nach der 0:2-Heimniederlage gegen den MSV Duisburg.

Gegen 10.35 Uhr stellte sich der Manager den Medienvertretern. Am Sonntag ist das Erscheinen von Michael Preetz  die Ausnahme. Ein weiteres Indiz für eine besondere Lage. Preetz war in der Kabine gewesen. Hatte mit Trainer Markus Babbel gesprochen und mit einigen Spielern. Die grundsätzliche Lage intern wird so eingeschätzt, wie es hier bereits skizziert wurde.  Nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen ist der Trainer gefragt. Hertha hat in dieser kritischen Saison keine Zeit, um die Daumen zu drücken und auf Entwicklungen zu hoffen. Der Gesichtsausdruck vom Manager beschreibt seinen Gefühlszustand, er ist nicht amüsiert (Fotos: ub). „Laufbereitschaft, Kampf, Aggressivität: All das, wovon wir reden, habe ich nur bei einer Mannschaft gesehen: Beim MSV Duisburg. Das ist nicht hinzunehmen. Ich will Antworten von der Mannschaft aben, wie wir das ändern wollen.“

Die Mannschaft war unterdessen im Grunewald auf einer größeren Jogging-Runde. „Weil gestern etwas weniger gelaufen wurde, wird das heute nachgeholt“, bemerkte Preetz. Ob es ein Szenario gebe, was passiert, wenn Hertha bis Weihnachten den Kontakt zur Spitze verliert, nahm der rbb-Kollege Dominik Vischer den Faden des Morgenpost-Kommentars 😉 auf.  „Nein, es gibt kein Szenario im Hinterkopf“, sagte Preetz. „Wir sind immer noch in der Spitzengruppe. Wir wollen aufsteigen, deshalb müssen wir dringend punkten.“

Der aufmerksame Hertha-Beobachter darf an dieser Stelle ruhig die von Preetz nicht ausgefüllte Leerstelle mitdenken: Was passiert, wenn Hertha bis zum Winter nicht ausreichend Punkte sammelt?

Der Trainer joggte mit der Mannschaft. Er beantwortete rund 45 Minuten später frisch geduscht im Medienraum die Fragen der Journalisten. Er machte kein Hehl aus seiner Enttäuschung. Es fielen Sätze wie: „Zu wenige Spieler wollen.“ Oder „Wir sind faul und zu bequem geworden. Das müssen wir schleunigst abstellen.“ (Babbel kämpferisch, links Pressesprecher Peter Bohmbach) Der Trainer versteht nicht, warum das Selbstbewusstsein nach dem vorangegangenen 0:2 in Osnabrück angeschlagen war: „Es war ein Topspiel, Zweiter gegen den Dritten. Wir haben zuhause erfolgreich gespielt. Da muss man doch mit breiter Brust rausgehen.“

Eine Diskussion über die Taktik wollte er nicht anfangen. „Wir spielen verschiedene Systeme. Aber entscheidend ist, was die Spieler daraus machen. Und das ist im Moment einfach zu wenig.“

Der Trainer schwitzt

Er wisse um die finanzielle Situation von Hertha, warum der Aufstieg  so wichtig ist. „Für die Spieler ist das vielleicht nicht so wichtig. Aber die Verantwortlichen von Hertha, da schließe ich mich mit ein, wir schwitzen schon. Ich bin mir der Verantwortung voll bewusst.“

Seine wichtigste Aussage hatte Babbel sich zum Ende der Ausführungen aufgehoben. „Bei aller Kritik: Ich vertraue diesem Kader zu 100 Prozent. Ich bin überzeugt davon, dass wir aufsteigen werden.“ Dafür nahm er die Mannschaft maximal in die Pflicht. In den drei Spielen bis Weihnachten, sagte Babbel,  „hoffe ich auf neun Punkte“.

So, nun Ihr: Was muss der Trainer jetzt machen, was der Manager? Oder ist vor allem die Mannschaft gefordert. Vielleicht ist auch Ruhe die erste Hertha-Pflicht?

Was ist Eure Meinung? Für die Freunde der Click-Show:  bis zu zwei Antworten sind möglich.

Was soll Hertha nun tun?

  • Stammspieler auf die Bank setzen (27%, 141 Stimmen)
  • Die Ruhe bewahren (26%, 135 Stimmen)
  • mehr trainieren (18%, 93 Stimmen)
  • den Trainer unterstützen (18%, 92 Stimmen)
  • den Trainer wechseln (8%, 44 Stimmen)
  • im Winter neue Spieler holen (wer bezahlt die?) (3%, 16 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 360

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89
Kommentare

Rocco
28. November 2010 um 14:25  |  2731

Eine Diskussion über die Taktik wollte er nicht anfangen. “Wir spielen verschiedene Systeme. Aber entscheidend ist, was die Spieler daraus machen. Und das ist im Moment einfach zu wenig.”

Diese Sätze nehmen mir die Hoffnung auf Besserung!


ubremer
ubremer
28. November 2010 um 14:27  |  2732

@Rocco,

auch Dir ein adventlicher Willkommensgruss in unserem Kreis. Was würde Deiner Meinung nach helfen?


frankophot
28. November 2010 um 14:45  |  2733

Äh,

von welchen „verschiedenen Systemen“ redet er denn ?

und:

Warum ist es für sie Spieler „vielleicht“ nicht so wichtig, für was es um hertha geht diese Saison ?

Ist es nicht die Aufgabe der sportlichen Leitung, dafür zu sorgen, dass es auch den Spielern, sagen wir, „zu einem Anliegen“ wird, was aus dem Verein wird, der sie gerade bezahlt?


28. November 2010 um 14:46  |  2734

Glaube, was Kollege @Rocco sagen will ist, dass er sich Einsicht bei Babbel wünscht, dass z.B. das 4-1-4-1-System der falsche Weg ist.

Wie neulich schon mal gesagt, mir ist es eigentlich auch egal, welches System sie spielen – es muss halt funktionieren (und bin insofern noch bei Babbel). Die Frage ist eben, ob, wenn man erkennt, dass die Spieler das 4-1-4-1 aktuell nicht mit Leben zu füllen wissen, man nicht doch mal eine etwas defensivere Variante probiert. Allein, um die Seele der Mannschaft zu stabilisieren. Scheinen ja doch etwas von ihrem eigenen Glauben in die eigene Stärke verloren haben. Und Angst ist der schlechteste Berater auf dem Platz – das haben wir nun letzte Saison zu Genüge gesehen. Da würde ich jetzt die Hebel ansetzen.

Und: Die anderen spielen auch keine Raketentechnologie, wahrlich nicht. Sieht man derzeit bei Aue (liegen 0:2 gegen Cottbus zurück, aber noch ist nicht Spielende).

Das darf uns nicht darüber hinweg täuschen, dass unsere Jungs trotzdem jetzt mal einen A-Tritt vertragen können und dann jenen Teil, in den hoffentlich weckend getreten wurde, danach wieder geschmeidig, willig und vor allem flink übers Feld bewegen.

Es ist alles dicht beieinander vorne und für Hertha noch NICHTS verloren. Für uns psychologisch gut, dass Aue auch mal schwächelt, na klar. Aber lasst „uns unser“ Selbstvertrauen bitte nicht allein daran fest machen, dass die anderen auch mal einen Ausfall haben.

Ich hoffe, dass Babbel und Preetz an der Stelle richtig agieren und die Mannschaft erreichen (eigentlich schlimm, dass es immer dieselbe Leier ist „Mannschaft erreichen“…). Fürs Saisonziel ist es jetzt insofern schon eine wegweisende Phase.


Slaver
28. November 2010 um 15:00  |  2735

Äh,

von welchen “verschiedenen Systemen” redet er denn ?

@frankophot

Wir haben diese Saison schon in mehreren Systemen gespielt. Das waren unter Anderem 4-1-4-1, 4-2-3-1, 4-1-3-2 und 4-1-2-1-2. Sah alles nicht so toll jeweils aus. Aber so ist es halt. Stimmen Laufbereitschaft, Einsatz und Kampfeswille der Spieler nicht ist es völlig egal was Babbel taktisch von ihnen sehen will, denn stimmen die Grundtugenden schon nicht, sieht man egal in welchem System schlecht aus.


böllenfalltor
28. November 2010 um 15:04  |  2736

Hoch gewinnt Aue in Cottbus nicht mehr.

Damit bleibt Aue in Schlagdistanz, aber Cottbus kommt ran…

Ist das jetzt gut oder schlecht für Hertha?


Slaver
28. November 2010 um 15:09  |  2737

6:0 für Cottbus gegen Aue in der 78. Minute …

@böllenfalltor

In dieser Höhe ist es ganz gut für uns, da Aue 2 Wochen bevor sie zu uns kommen nen ordentlichen Dämpfer fürs Selbstvertrauen bekommen, wenn sie so ne hohe Klatsche mal bekommen.


böllenfalltor
28. November 2010 um 15:12  |  2738

@Slaver: Oder aber sie kriegen einmal richtig und fangen sich dann wieder…Wobei ich es für unwahrscheinlich halte, dass Aue noch lange da oben steht.


Chris
28. November 2010 um 15:18  |  2740

Aue kriegt´s grade richtig. 6-0 für Cottbus!!

Vielleicht eine gute Nachricht, denn gegen Aue spielen wir noch bis zur Winterpause. Wenn die bis dahin einen Dämpfer bekommen ist´s ganz hilfreich.

Zur Systemfrage:
Ich kann mich nur an einen 6´er oder zwei 6´er erinnern, wo wirklich ein Unterschied wahrnehmbar wurde.
Ich denke System hin oder her. Wir haben Optionen auf der Bank, die jetzt mal gezogen werden sollten (Lusti, Beichler, Ronny, Dardai).


Chris
28. November 2010 um 15:19  |  2741

@Slaver

Hatte keinen Seitenrefresh gemacht. Insofern kommt meine Info doppelt…


ubremer
ubremer
28. November 2010 um 15:22  |  2742

Zur Info:

FC Ingolstadt – 1. FC Union 1:0,

Energie Cottbus – Erzgebirge Aue 6:0

KSC – RW Oberhausen 4:0

Stichwort System:

Hertha hat gegen Duisburg im 4-1-4-1 begonnen. Nach der Einwechslung von Djuricin war es ein 4-3-3.


frankophot
28. November 2010 um 15:26  |  2743

@slaver

jaja, sollte ironisch sein, das meinte ich mit meiner Frage, und wie Sie richtig sagen: Sah alles nicht so toll aus !

Manchmal glaub ich , das liegt auch ein wenig an Ramos und Raffael. irgendwie hab ich immer den Eindruck, die machen Ihr Ding, ohne richtige Bindung zum Rest der Mannschaft. Was besonders deutlich wird, wenn´s niht läuft.
Finde z. Bsp. das Ronny auch nach aussen hin einen viel besseren Draht zu anderen Spielern hat…
Was machen eigentlich die Deutsch-kenntnisse der Jungs ? Das Alle einigermassen Deutsch können, war von Babbel doch auch als ein Kernpunkt angekündigt worden. Ich seh nie einen von denen im Interview, egal ob vor oder nachher. Die laufen auf, spielen – und sind weg,…


ubremer
ubremer
28. November 2010 um 15:30  |  2744

@frankophot,

heute Abend um 22 Uhr mal beim rbb-Sportplatz reinschauen. Ich glaube, die Kollegen haben unter der Woche ein paar Aufnahmen auf der Hertha-Geschäftsstelle zu exakt diesem Thema, Deutsch-Unterricht, gedreht.
P.S. wir duzen uns hier 😉


Slongbo
28. November 2010 um 15:34  |  2745

Für mich sieht es – leider – so aus, dass Markus Babbel als Trainer die bisherige Zeit nicht wirklich genutzt hat, um eine Mannschaft hinzubekommen. Denn ich erkenne bei der jetzigen Spielweise der Hertha gar kein echtes System. Nur „hohle“ Aufstellungsmuster. Im TSP-Forum ist neuerdings viel über das fehlende Mittelfeld zu lesen – zu recht, wie ich meine. Auch mir fehlen Spielmacher, Spieleröffnung, Spielzüge. Ich hoffe deswegen sehr auf Lustenberger, der diese Kunst beherrscht und Raffel von hinten bedienen und unterstützen könnte. Das gleiche gilt für den Spielaufbau aus der Abwehr, der viel zu kurz kommt – auch, weil es zu wenig Mittelfeld gibt. Und ich hoffe auf auf eine Doppelspitze mit wem auch immer. Das mangelnde System war von Beginn an mit Friend deutlich zu erkennen. Es artete – bis auf die anfänglich noch guten Standards – bald in ein Kick and Rush aus, das zu immer weniger führte. Die jetzige Hertha wäre von den Anlage der Spieler aber eher eine spielende Mannschaft. Eine solche braucht System, Idee, Spielzugübung.
Wir hören aber seit Wochen immer nur „Kampf, Wille“. Das stimmt, das sind aber gleichsam nur die billigsten Voraussetzungen für alles Weitere. Und ich hege die Befürchtung, dass Babbel von diesem Mehr zu wenig einbringt oder lehren kann. Vielleicht ist er kein wirklich konzeptioneller Trainer? Vielleicht mangelt es ihm einfach an Taktik, Übersicht, Fußballwissen?
Leider sieht es ganz danach aus. Und das bedeutet: Trainerwechsel.


Dan
28. November 2010 um 15:39  |  2746

9 Punkte ist ein mächtiges Ziel. Ich wäre in dieser Situation und den Gegnern mit 5 Punkten zufrieden. 34 Punkte sind 2 Punkte im Schnitt und absolut Aufstiegskurs.

Ich nehme auch gerne mehr Punkte.

Da ich über kein Hintergrundwissen zur aktuellen Arbeit / Massnahmen der sportlichen Leitung und den Spielern habe, werde ich hier keinem irgendwelche Unfähigkeiten, Versäumnisse oder ähnliches vorwerfen.

Ich hoffe, dass die kommenden und eingeleiteten Massnahmen Früchte tragen werden und sich die sportliche Leitung sowie die Mannschaft und Spieler auf ihr Ziel besinnen.

Daher auch allen hier noch einen besinnlichen ersten Advent.


juriberlin
28. November 2010 um 16:02  |  2747

ich würde H. Meyer fragen, ob er uns mal eben zum Aufstieg führen kann. Danach müssen wir dann nur noch einen neuen Trainer für die 1. Bundesliga verpflichten! Oder Babbel hospitiert das halbe Jahr und darf sich dann noch mal versuchen! 😉

ist nicht ganz ernst gemeint, aber ich weiß ehrlich nicht mehr, ob ich Babbel noch die erfolgreiche Umsetzung des Projekts Wiederaufstieg zutraue. In der Winterpause sollte man wirklich schonungslos Bilanz ziehen und dann entsprechend handeln. Leider haben wir nur diesen einen Versuch und sind kein Ausbildungsverein für ambitionierte Jungtrainer!


pax.klm
28. November 2010 um 16:05  |  2748

Wniger eine Frage des Systems, als vielmehr der Einstellung,
Einstellung des Trainers: zu den Spielern
zum System
zu Verantwortlichkeiten
zum Training
Einstellung der Spieler: zu den Systemen
zur Verantwortung
zur Lernbereitschaft
Heißt für mich, dass alle Spieler DazS bewältigen,
alle Spieler bereit sind sich individuell weiter zu entwickeln, durch zusätzliche Trainingseinheiten, zusätzliche (neben den prakt.)
theoretische Taktikeinheiten durch zuziehen,
der Verein ( Trainer und Managment dies auch erkennt ), so wie diverse andere Maßnahmen, die helfen können die entsprechenden %-Punkte freizulegen, die nötig sind um wieder ganz nach vorne zu kommen.

Das Personal durchaus mal umstellen ( Lusti, Beichler etc), und halt nicht vergessen: der Gegner tut immer so als ob Hertha die „größten“ Spieler hat,
das sind sie aber nicht, es bedarf enormer Anstrengungen um das Ziel zu erreichen!

Es gibt nichts Gutes, außer man TUT ES!


LLcoolandi
28. November 2010 um 16:11  |  2749

„Wir spielen verschiedene Systeme. Aber entscheidend ist, was die Spieler daraus machen.“

Häääääää ???

Entscheidend ist doch das der Trainer ein System (welches auch immer) bastelt, das die Spieler verstehen und spielen können. Wenn ich zwei „Außen“ (Ramos und Ruka) habe, die es immer in die Mitte zieht und die es als Außen nicht schaffen brauchbare Flanken zu schlagen, dann wechsel ich die aus oder wenn meine Spieler zu dämlich dafür sind und ich trotzdem auf sie setze, dann muss ich halt‘ ein anderes „System“ spielen !
Wer das (also das System nicht spielen kann) der gehört dann auf die Bank !!!
Oder kann kein Spieler überhaupt irgendein Babbel’sches System spielen/verstehen ???
Oder hat Babbel momentan überhaupt ein System ?

Anfang der Saison hat er Raffa auf die Bank gesetzt weil er „nicht so weit“ war. Da setzte der Trainer mit seinem besten Spieler ein Zeichen. Warum wird jetzt kein „Zeichen“ gesetzt ?

Ramos muss entweder eine andere Position spielen (z.B. als zweiter Stürmer in einem 4-4-2) oder auf die Bank. Ruka und Domo benötigen dringend eine Pause auf der Bank und Kobi gehört auch ersetzt, möglichst durch Nico Schulz.
In der Saison 2009 hat Hertha ziemlich erfolgreich mit einer Art Raute und 2 Stürmern (Pante und Woronin, immer ein Stück dahinter) gespielt…

Ich würde ja momentan eher mit zwei 6ern spielen und einer davon wäre Lustenberger ! Nichts gegen Gattuso, aber nach vorne bringt er leider (noch) nichts…

Meine Aufstellung gegen 1860 wäre wie folgt:
…………………Seyna
Lell….Neumann….Hubnik….Schulz
………….Niemeyer….Lusti
Beichler/Djuricin….Raffael………..Ronny
…………Ramos
………………..Lasogga

Djuricin halte ich für so polyvalent, das er auch den rechten Außen spielen kann. Ob Beichler endlich mal soweit ist…keine Ahnung…aber schlechter als Ruka wird er nicht sein !


Chris
28. November 2010 um 16:12  |  2750

@Dan

ja, da bin ich dabei. 5 Punkte wären in aktueller Lage und bei den Gegner (1860, Aue, Augsburg) wirklich ganz ok.

Ich denke besonders wichtig ist es bei den 60´ern im nächsten Spiel nicht zu verlieren und insgesamt eine gute Figur zu machen – für´s eigene Selbstbewusstsein.


Exilherthaner
28. November 2010 um 16:16  |  2751

@ubremer

Ich war leider sehr enttaeuscht von deinem Kommentar in der aktuellen Mopo-Ausgabe. Anstatt die Dinge anzusprechen, die auch von den hiesigen Blogusern als Hauptproblem (Taktik, Aufstellung) in der jetzigen Krise erkannt wurden, wurde nur mal wieder die gaengige Uns-hat-es-an-der-richtigen-Einstellung-gefehlt-Schiene gefahren. Fuer mich ist das einfach nur recht unverstaendich.
Naja, zumindest sind wir schon einen Schritt weiter und machen nicht mehr alles nur am Schiedsrichter fest, wie Babbel es anfaenglich probiert hat.
Ansonsten glaube ich nicht, dass Preetz schnell handeln wird. Dafuer ist er einfach nicht der Typ.

Ich habe natuerlich fuer „Trainerwechsel“ votiert 😉


frankophot
28. November 2010 um 16:28  |  2752

@llcoolandi

Deine Aufstellug sieht gut aus. Über die hab ich auch schon nachgedacht, aber ich hab dasselbe Problem wie Du: Es is einer zuviel aufm Platz (und ich meine nicht Beichler/Djuricin)…


Dovifat
28. November 2010 um 16:29  |  2753

@Slaver und Ubremer: Ihr versteigt euch ein wenig zu sehr in die weitgehend bedeutungslosen Zahlenspielchen.

Auf dem Rasen sah es bisher so aus: Hertha spielte mit Viererkette in der Abwehr, maximal zwei Mittelfeldspielern und vier bis fuenf Angreifern.

Ob beispielsweise ein Domo oder ein Rukawitsja dann nominell dem Mittelfeld oder dem Sturm zugeordnert werden, macht keinerlei Unterschied.


Chris
28. November 2010 um 16:38  |  2754

@Dovifat

Bingo, so habe ich das auch wahrgenommen: De facto zwei verschiedene „Systeme“ zu Spielbeginn (mit kleineren Variationen durch Auswechslungen…).


ursula
28. November 2010 um 16:57  |  2756

@ frankophot, ich zähle auch ZWÖLF, aber wenn ein 4 – 4 – 2 gespielt werden sollte, wäre ich schon für zwei echte „spielende Spitzen“! Ergo Ramos und Djuricin….

….und Neumann würde ich einmal eine Pause
gönnen! Niemeyer in die Innenverteidigung
zwecks Spieleröffnung und kreativem Part!
Z. B. Verschieben der Viererkette und bitte
endlich „hoch verteidigen“! Dafür bedarf es
geistiger und spielerischer Mittel, um es den
Kollegen vorzumachen….

….natürlich erst einmal m Training üben, mit
Markus Babbel, der war doch mal VIERER….

Eine Doppelsechs würde ich dann NEU mit
Lustenberger und Ronny besetzen, immer
unterstellt, dass „Lusti“ voll gesund ist!


ft
28. November 2010 um 16:58  |  2757

Ich habe für „Ruhe bewahren“ und “ Stammspieler auf die Bank“ geklickt.
Ruhe bewahren deshalb, weil meiner Meinung nach blinder Aktionismus nicht viel weiterhilft.
Ruhe bewahren, weil die Hertha ( man erinnert sich) mit einem großem Lazarett in die Saison startetete ( Lusti/Beichler/Lasogga/Ebert ect Ronny mit adipositas brasilicus).

Frage:
Ist der gegenwärtige spielende Stamm die von M.Preetz geplante und dem M.Babbel vorgesetzte Wunschelf ?

Einige Patienten kehren nun zurück (Lasogga ist da) aufs Feld und werden der Elf (hoffentlich ) neue Impulse geben können.( Lusti)
Andere sind nun drin ( Aerts/Mijatovic)

Deshalb Ruhe bewahren.

Noch ist da der eine oder andere Spieler in der Pipeline der noch beweisen muss und kann, dass die Hertha ihr Geld wert ist.

Trainerwechsel halte ich nicht zwingend für die nötige Reaktion in dieser Zeit.
Das ist zwar immer die beliebteste, weil einfachste, Reaktion wenn Vorstand und Management mit den Ergebnissen auf dem Spielfeld nicht zu frieden sind.

Aber darf man von einem Trainer erwarten, dass er eine zusammengewürfelte „Nottruppe“ dauerhaft und immer auf Platz eins hält ?
Ich weis nicht.

Klopp hat, glaub ick, auch 3 Jahre gebraucht bis er Dortmund soweit hatte das sie die Liga aufmischen können.

Babbel hat den Ka***job sofort in Liga eins zurückzukehren. Mit den Spielern die da sind.
Neue Spieler kaufen wird Preetz sich nicht leisten können und wollen.

Was Preetz leisten kann ist abzuchecken ob zwischen Spieler und Trainer die Chemie nicht stimmt und deshalb bei dem einen oder anderen Spieler der Leistungswille fehlt.
Wenn die Truppe gegen den Trainer – dann Trainerwechsel.
Wenn aber einzelne Spieler nicht richtig wollen, dann ab auf die Bank.

Das muss M.Babbel entscheiden.

Und ich glaube fast das wir in München andere Gesichter auf dem Platz sehen werden.


Bolle75
28. November 2010 um 17:23  |  2759

Das mit der Taktik kann ich nicht mehr hören solange wir nur eine Taktik auf dem Papier haben. Diese verfügt zwar über 4 Außenspieler aber besteht auf dem Platz aus 0. Weiterhin kann ich mich schon gar nicht mehr an irgendwelche Spielzüge erinnern. Zu beginn gab es oft welche, die aber auch oft scheiterten und wir es mit „nicht eingespielt sein“ entschuldigten. Aber dann frage ich mich, was sind wir den jetzt wenn nicht langsam eingespielt. Ich kann keine Handschrift des Trainers erkennen. Nach den letzten Spielen kann ich eigentlich gar nichts mehr erkennen was irgendwie etwas mit Taktik oder Spielzügen zu tun haben könnte. Es ist jetzt ganz einfach die komplette Mannschaft inkl. Trainer und der 5 Gärtner gefordert. Vom Trainer erwarte ich dabei das z.B. ein Ramos aus dem Kader gestrichen wird oder er zumindest in einer anderen Position eingesetzt wird. Die Gärtner sollen zeigen was es heißt jeden Tag für sein Geld hart arbeiten zu müssen. Es müssen kleine (z.B. Ramos raus oder woanders hin dafür Kobi raus etc.) aber ganz eindeutige Zeichen gesetzt werden die nicht alles bisherige Infrage stellen aber zumindest wachrütteln. Jeder darf Fehler machen und niemand wird auf Babbel böse sein wenn er das auch einsieht und dafür München auswärts mit 5-4-1 aus dem eingenem Stadion kontert. Ist jetzt natürlich ein extremes Beispiel und nur halb ernst gemeint aber irgendetwas in der Art muß passieren. Eine Mannschaft wie unsere darf vor niemandem in der zweiten Liga Angst haben aber vor jedem Respekt.

So und weil mir die ganze Zeit ein Wortspiel im Kopf rumschwirrt muß ich es noch auf euch loslassen.
Ich hoffe jetzt auf ein deutliches Zeichen gegen die letzten drei Gegner
„Und Aue kriegt hoffentlich auch von uns richtig haue“ 😉

LG
Bolle


Dan
28. November 2010 um 17:58  |  2760

@exilherthaner

Als hiesiger Bloguser möchte ich NICHT in einen Einheitstopf geschmissen werden, der hier der Meinung ist Taktik und Aufstellung (also Trainer) seien das Hauptproblem und hiesige Bloguser würden dies erkennen.

Ich gehe sehr selten zum Training. Ich nehme an keinen taktischen Schulung oder Besprechungen teil. Ich kenne weder den gesundheitlichen noch persönlichen Zustand jeden einzelnen Spielers. Ich bin bei keinen Ansprachen und kenne keine Anweisungen dabei.

Daher verbietet es sich für mich selbst, mit dieser Unwissenheit hier Urteile abzugeben, was jemand kann, was er macht, was er unter lässt oder sonstiges. Vorallem kann ich mit dieser Unwissenheit nicht beurteilen, ob das System falsch ist oder nur von den Spielern nicht umgesetzt wird bzw. individuelle Fehler das System torpedieren oder das egal welche Personalentscheidung / Aufstellung falsch ist.

Was ich sehe sind Spiele live im Stadion oder am TV. Was ich da sehe ist, egal welcher Spieler auf dem Feld, egal welche Taktik oder Aufstellung, wenn die Einstellung, das Zweikampfverhalten und die Laufbereitschaft stimmen wird gepunktet. Wenn die Spieler es nicht aufbringen kommen sie in Bedrängnis.

Was ich sehe sind 29 Punkte aus 14 Spielen, mit verschieden Systemen, sowie eine derzeitige Krise die für mich aus sichtbar fehlendem Einsatzwille, individuellen Fehlern und dadurch aufgebaute Gegner herkommt. Das ist das was ich sehe und nur das kann ich beurteilen.

Alles andere wäre bei mir Kaffeesatz-Lesen, denn z.B. könnten Lücken im Mittefeld von einer fehlerhaften Taktik herkommen, wenn ich die die taktischen Anweisungen kennen würde könnte ich darüber urteilen. Vielleicht entstehen aber diese Lücken im Mittefeld, weil sie nicht zugelaufen werden. Denn was ich live auf dem Feld in den Krisen-Spielen sehe ist die Bewegungslosigkeit . Was ich sehe sind in der Vorwärtsbewegung Pässe auf den Mann nicht in den Lauf, Pässe in den Rücken, stehen bleibende Mittelfeld-Spieler oder Abwehrspieler die statt den Pass über 10-20 Meter zum Mitspieler machen lieber 8 Meter auf diesen noch zulaufen. Niemand bewegt sich, niemand reisst Lücken, fast jeder macht es dem Gegner einfach das Mittelfeld und somit die Anspielstationen zuzustellen. Dies hat meines Erachtens und Vertändnisses nichts mit taktischer Einstellung zu tun.

Die gern ins Gespräch gebrachten erlernbaren Spielzüge, funktionieren nur mit Bewegung. Das erfordert die zwei drei Schritte / Sprints mehr immer wieder abzuquälen, egal ob nützlich oder nicht. Nur dies hält das Spiel in Bewegung und verschafft Platz. Und wenn Hertha Platz hat, haben sie bewiesen, wird es gefährlich.

Wie die sportliche Leitung oder sogar die Mannschaft selber mehr Bewegung in das Spiel bekommt, ob durch Personalwechsel, Straftraining, Teambildendemaßnahmen usw. werde ich medial verfolgen und hoffen das es wirkt. Im nächsten Spiel werde ich es wieder beobachten können und mein Urteil lediglich über das sichtbare Ergebnis abgegeben können. Positiv oder Negativ. Aber mit meiner Unwissenheit, weil ich nicht nah am Team bin, werde ich wieder nicht wissen wer Schuld hat am Erfolg oder Misserfolg. Der Trainer, die Mannschaft oder ein einzelner Spieler.

Und das ist auch gut so, denn dafür werde ich nicht bezahlt. 🙂


Exilherthaner
28. November 2010 um 19:31  |  2762

@dan

Gut, dann haette @ubremer eben das ansprechen sollen, was vom Grossteil der hiesigen Userschaft seit einiger Zeit hier thematisiert wird.
Und deinem Argument der Unwissenheit folgend, verbietet es sich doch, noch weiter hier rumzudiskutieren und man koennte den Blog ja dicht machen, weil keiner hier bei der Taktikschulung (sofern vorhanden) oder der Kabinenansprache dabei ist. Das macht fuer mich irgendwie keinen Sinn.
Ich beurteile nur das Endresulutat und komme zu meinem persoenlichen Schluss, dass einzig allein das Trainergespann fuer die jetzige Krise verantwortlich ist, da die selben Spieler bereits unter verschiedenen Trainer gezeigt haben, dass sie es deutlich besser koennen. Und selbst wenn man deiner Argumentation folgen wuerde, so muesste man auch zu dem Schluss kommen, dass der Trainer das Team nicht mehr erreicht und die Konsequenzen waeren auch in diesem Fall die gleichen.
Nebenbei: hast du vielleicht Statistiken parat, die zeigen, dass wir unter einem Bewegungsdefizit leiden? Man koennte diese Zahlen dann ja positionsgerecht mit denen der anderen 2.Ligateams vergleichen und dann schauen, ob da eine signifikanter Unterschied besteht. Mir kommt es naemlich nicht so vor, als ob wir etliche Standfussballer in den Reihen haetten. Ich scheint eher, dass die Jungs zwar viel laufen, aber nicht genau wissen, in welche Richtung sie zu laufen haben.


backstreets29
28. November 2010 um 19:53  |  2764

Dass Babbel keine Taktik-Diskussion wünscht, ist verständlich, dafür fehlen ihm die Argumente. Alles auf die Mannschaft abzuwälzen finde ich zu einfach. Ich möchte hier auch mal nachdrücklichst davor warnen, eine Taktik mit irgendwelchen Zahlenreihen gleich zu setzen. Was nützt es mir, wenn ich erzähle, wir spielen nicht 4-1-4-1 sondern 4-3-3 aber zwischen 4er Kette, MF und Stürmern klaffen jeweils fast 30 Meter. Mit dieser völlig abhanden gekommenen Kompaktheit wäre der HSV zu Dolls Zeiten als Trainer beinahe abgestiegen. Und auch Hertha wird durchgereicht werden, wenn man es nicht endlich schafft eine vernünftige Grundordnung zu schaffen. Wie sollen ein Hubnik ,oder Neumann eine Spieleröffnung hinkriegen, wenn Niemeyer allein gegen die erste 4er-Kette steht und das MF und die Stürmer sich nicht bewegen, bzw sich ohne Gegenwehr von der gegnerischen Defensive zudecken lassen. Da bleibt nur der planlose hohe Ball auf Lasogga.
Besonders frappierend war das in der Schlussphase zu sehen.

So genug gemeckert, was soll man anders machen? In der Regel sind die Spieler so gut ausgebildet, dass sie es problemlos hinkriegen sollten mit ein paar Werkzeugen, die man ihnen an die Hand gibt, eine taktische Grundordnung zu finden, die sie diese Kompaktheit wiedererlangen lässt. Babbel kann von mir aus diese Woche mit Gummibändern arbeiten, um so Laufwege, Bewegunsabläufe einzustudieren, die man während des Spieles einfach braucht.

Personell würde ich der Mannschaft noch genau eine Halbzeit Zeit geben, sich am eigenen Schopf aus dem Dreck zu ziehen. Nutzen die Spieler das nicht, muss es Konsequenzen geben, die man ihnen diese Woche in aller Deutlichkeit aufzeigen muss. Einige kleine Umstellungen sollten aber helfen, auch dem Rest deutlich zu machen, dass Hertha und Babbel sich nicht vergackeiern lassen.

Bei entsprechender Trainingsleistung würde ich in München wie folgt antreten:

————–Sejna—————
Lell—–Hubnik—-Neumann—Schulz

———-Niemeyer—-Lusti————–

?????——————————–Ronny

—————Raffa————————
———————–Djuricin Oder Lasogga

Fürs RM vor Lell soll sich Babbel was einfallen lassen, schliesslich hat er den Kader zusammengestellt und wird sich schon was dabei gedacht haben, dass wir nur einen RAV haben und die Alternativen auf rechts dünn gesät sind.


backstreets29
28. November 2010 um 20:17  |  2765

Ich kann ja morgen wählen und werde mir El Classico ansehen. Den Herren Babbel und Widmeyer empfehle ich aber dringendst sich ausnahmsweise über den nächsten Gegner zu informieren. Die Löwen spielen morgne um 20:15 in Fürth


Etebaer
28. November 2010 um 21:50  |  2766

Naja, es ist die erste Minikrise unter Babbel, allerdings irgendwie auch mit Ankündigung, weil es von aussen betrachtet schon länger stockt, bzw. nicht vorwärts geht.

Hektik und Panik helfen aber niemandem, man muß mit einem ganz kühlen Kopf alles auf den Prüfstand stellen und analysieren, ob die Erwartungen, die man vor der Saison gehabt hat, was die Spieler, Einstellung, Lernfähigkeit angeht, sich erfüllt haben.

Es ist in dieser Saison jedenfalls keine Zeit irgendwelche Spieler ala Pitsche für 2 Jahre zum Rechtsverteidiger umzuschulen und dann für Nothing an andere Klubs abzutreten, wo diese Mitspielertypen dann in einem starken Gefüge aufblühen!

Es ist nicht nur ein einziger gefragt, bei Hertha, sondern alle, Manager, Trainer, Spieler.

Die Spieler, die einfach Mutiger sein müssen, und auch die „scheinbar“ vergeudeten Wege machen.
Vielleicht auch mal intern klartext reden, ohne Rücksichten, welche Probleme es da zwischen ihnen geben mag, wer nicht mitzieht etc.

Der Trainer, der endlich eine funktionierende Mischung finden muß.
Der möglicherweise Einschätzungen über Spieler revidieren muß.

Der Manager, der evtl. erkannte Spieler-Lücken irgendwie im Winter durch was auch imnmer für welches Jonglieren durch Spielerverpflichtungen schließen muß.

Das unsere Offensivreihe so nicht funktioniert ist doch eigentlich offensichtlich.
Das wir keinen 10er aber mehrere 6er haben sollte doch mal Berücksichtigun finden.
Daher auf jeden Fall die Doppelsechs einführen.

Kann man eigentlich ein magisches Dreieck Ronny, Raffa, Ramos machen?
Unsere Sonnenkinder sind derzeit irgendwie völlig vergeudet und grade Raffael spielt im vierten Jahr in Berlin und hat wie oft auf seiner schweizer „Erfolgsposition“ gespielt?
Das schlimmste was passiert ist, das es nicht funkioniert und dann kann man in Spiel leicht umstellen.

Es igbt viele Möglichkeiten, das wichtigste ist, ohne Vorbehalte auf alles zu schauen und herauszufinden, was derzeit der große Bremsklotz ist.

Vorausetzungen für Erfolg sind Mentalität, Fitness, Qualität, Taktik (im Sinne funktionierendes Team).
Ohne die 3 ersten Sachen führt auch eine funktionierende Taktik ins Leere.
Eine nicht funktionierende Taktik läßt die 3 ersten Sachen ins Leere laufen.

Die Position ist nach wie vor gut, in dieser noch kleinen Krise sind alle im Verein gefordert, das es wieder besser wird!


frankophot
28. November 2010 um 22:09  |  2767

@ etebaer
„Es gibt viele Möglichkeiten, das wichtigste ist, ohne Vorbehalte auf alles zu schauen und herauszufinden, was derzeit der große Bremsklotz ist.“

Sehr richtig, nur muss das vor allem der verantwortliche Übungsleiter sehen und darf auch nicht allzu beratungsresistent (um nicht zu sagen: stur ) sein.

Ich bin mir bei Babbel da noch nicht so sicher.

Bei all seinen „verschiedenen Systemen“, die er vorgibt spielen zu lassen, läuft es doch in derPraxis meist auf folgendes raus:

5- o- 5

(genau wie Maradona bei der WM. Ende bekannt….;-)


mhaase
28. November 2010 um 23:13  |  2770

@ft
Toll dass es hier doch noch Menschen gibt die das richtige Maß an konstruktiver Kritik fonden und nicht in den allseits beliebten Kanon „es läuft gerade mal drei Spiel nicht also muss der Trainer rausgeschmissen werden“ mit einstimmen.
Vielen Dank dafür
@ Dan
Super Beitrag Du sprichst mir aus der Seele
@ alle
Ist es nicht so dass die meisten hier das Mass verloren haben? Es reicht offenbar nicht mehr zu gewinnen wie gegen Bochum nein da werden eklatante taktische Mängel von Freizeitbundestrainern auch in erfogreich bestrittenen Spielen ausgemacht. Ja sagt mal habt ihr das Gefasel vom Durchmarsch wirklich ernst genommen???? Falls ja kann das nur der üblich berliner Größenwahn sein.

Mir würde es auch reichen wenn wir in dieser Klopperliga genau ein Spiel mehr als nötig mit ach und krach gewinnen, ohne Bäume ausgerissen zu haben bzw den Gegner in Grund und Boden zu spielen. Und wenn es am eine ein verdammter Punkt ist den wir vor dem Dritten liegen, wen interessiert das. Aufgestiegen ist aufgestiegen oder?

Jeder der auch nur ein bißchen was vom Fußball versteht wußte dass diese Phasen kommen werden, ich habe jedenfalls die diesbezüglichen Warnungen des Trainers vor der Saison noch gut im Ohr. Ich denke er wird denen die den Tritt brauchen gehörig in den Allerwertesten treten und mit ein paar wesentlichen Umstellungen in München drei Punkte holen. bin mal gespannt was dann einige hier dazu zu sagen haben….


mhaase
28. November 2010 um 23:15  |  2771

Sind ein paar Fehler reingeruntscht, ist halt schon ein bißchen spät. Sorry dafür


Exilherthaner
29. November 2010 um 0:16  |  2772

@mhaase

Ich finde deine Art zur Zeit recht anmassend, indem du jederzeit versuchst, die hiesigen Kritiker auf die letzten Niederlagen reduziert. Vielleicht mag es dir entgangen sein (ich weiss ja nicht, wie lange du hier bereits mitliest), dass systemkritische Fragen bereits vor Monaten hier ausführlich diskutiert wurden und das hat nichts mit „Berliner Größenwahn“ zu tun. Es wäre daher hilfreich, wenn auch mal andere Meinungen akzeptierst könntest.
Vielen Dank.


Stehplatz
29. November 2010 um 0:32  |  2774

@mhaase
Als ich deinen Post gelesen habe musste ich echt lachen!

Taktische Mängel gibt es nicht?
Da hast du recht! Mängel setzen vorraus etwas (hier: Taktik) bemängeln zu können. Aber 5 Verteidiger und 5 Stürmer ergeben natürlich eine traumhaft spielende Elf!
Freizeitbundestrainer?
Woher hast du denn die Kompetenz die Kompetenz anderer zu beurteilen?
Bei einem Sieg gibt es keine Fehler? Es gibt nichts zu verbessern?
Die aktuelle Situation ist dir hoffentlich Antwort genug…
Durchmarsch?
Ja und Vollbeschäftigung, Weltfrieden,…
Deine Zielsetzung klingt so als würden die Bayern Platz 6 und eine positves Torverhältnis als Saisonziel ausrufen. Bei dem Etat und Personal kann und darf das nicht der Anspruch sein!
Und nu kommst du zu einem springenden Punkt:
Wenn wir nicht mindestens 2. werden steigen wir nicht auf. Macht sich dann nur blöd, wenn man nur 3. geworden ist und sich alle Siege vorher ergurkt hat und dann auf eine Truppe mit Alles-oder-nichts!-Einstellung trifft.
Ich muss dir aber noch einmal recht geben.
München wird darüber Aufschluss geben wie es um Hertha, also Babbel und die Mannschaft, steht!

Babbels Ziel sind noch 9 Punkte zum Winter. Messen wir ihn daran!


Teddieber
29. November 2010 um 0:52  |  2775

Ich finde die Diskussion wegen einer Entlassung absoluten Blödsinn.
JA es läuft zZ nicht und die Mannschaft (Trainer, Manager und Team) müssen das schnellst möglich ändern. Aber was waren wir froh das Babbel der Jugend (zwangsweise) die Chance für den Neubeginn gegeben hat. Diese dürfen doch Fehler machen, oder? Ich würde mich auch freuen wenn Pal auf dem Feld stehen würde um die Mission Wiederaufstieg tatkräftig zu unterstützen, doch was mir bei der jetzigen Diskussion aufgefallen ist:
Keiner redet von Leidenschaft! Leidenschaft ist ein Leiden das einen schafft.
Dieses Gefühl fehlte mir in den letzten Spielen um zu zeigen das man nicht verlieren möchte und dafür würde Dardai richtig gut tun.
Ich bin weiterhin der Meinung das Babbel der richtige ist und er wird daraus lernen, denn eines ist doch sicher:
Hertha/ Wir haben keine andere Wahl.
Ansonsten stimme ich Dan 100% zu.


Dan
29. November 2010 um 4:17  |  2776

@exilherthaner

Natürlich soll man kritisieren, diskutieren und seine Meinung kundtun mach ich ja auch. Das habe ich auch in keinsterweise behauptet.

Mir geht es um den Unterschied zwischen BEHAUPTEN was die Verantwortlichen falsch machen/unterlassen und der Meinung wie man es selber machen würde, sowie was man als Aussenstehender glaubt zu erkennen oder ändern könnte.

Für manchen scheint dies kein großer Unterschied zu sein, für mich schon.

Dieser Unterschied unterbindet keine Diskussion.


backstreets29
29. November 2010 um 6:00  |  2777

Wenn ich die Aussagen Babbel lese, dann kann einem als Fan (schliesslich geht es hier ja allen in erster Linie um Hertha) Angst und Bange werden. Wenn gezielte Fragen nach Taktik mit der Forderung nach mehr Kampf weggewischt werden, dann finde ich das problematisch. Dass der Mannschaft eine Doppel-6 geholfen hat und wohl auch helfen würde, war ja gg. Osnabrück nicht zu übersehen. Ich fürchte Babbel wird mit der HHT (Harter-Hund-Taktik) nicht weit kommen


pax.klm
29. November 2010 um 8:51  |  2779

Interessant hier zu beobachten, dass ähnlich dem TSP-„Forum“ auch hier einige User sich sofort angegriffen fühlen wenn ihre Einschätzung der Dinge nicht von allen geteilt werden.
Kritik und Diskussion ja, persönlich werden NEIN!


wilson
29. November 2010 um 9:05  |  2780

Habe das Spiel gegen Duisburg nur in der Glotze verfolgt und weiß, dass man im Stadion live und Farbe ein besseres Urteil fällen kann.
Was mir dennoch auffiel: Hertha wurde bös ausgekontert, weil extreme Löcher zwischen Offensive und Defensive existieren. Diese gilt es meiner Meinung nach vorrangig zu stopfen.

Es scheinen tatsächlich alle mehr oder weniger kopflos nach vorne zu rennen, ohne Gedanken an die Defensivaufgaben zu verschwenden. Hertha verliert derzeit einfach den Ball viel zu schnell und steht hinten dann vollkommen blank. Eigene Einwürfe scheinen automatisch zu Ballverlust zu führen.
Für mich ist Niemeyer aus folgendem Grund der Knackpunkt: defensiv einer der stärksten muss er für den Spielaufbau sorgen, für den sich ansonsten keiner zuständig fühlt (Domo, weil zu offensiv orientiert) oder in der Lage ist (leider trifft das auf die gesamte Viererkette zu). Geht Niemeyer nach vorn (grundsätzlich bei eigenem Ballbesitz und insbesondere bei Standardsituationen zu weit und ohne weitere Absicherung) reißt er damit Lücken, die langsame Spieler (Kobiashvili) nicht in der Lage sind zu stopfen. Da es bei Hertha nicht an Ballbesitz mangelt, befindet sich ein Knäuel von Möchtegernoffensivkräften im und vor dem gegnerischen Strafraum, das sich z.T. sogar im Weg steht, zumal die außen spielenden gerne auch noch nach innen ziehen.
Ich bin für die Doppel-6, um gleichzeitig defensiv sicherer zu stehen und für mehr Struktur auf dem Platz zu sorgen und setze – weil spielstärker als Perdedaj – auf Lustenberger als Partner von Niemeyer. Ramos als Mittelstürmer (statt Lasogga und Friend) und Schulz oder Ronny auf links. Wer statt Ruka auf rechts spielt ist zunächst pupsegal, solange der und wir endlich erlöst werden: anbieten tut sich Djuricin.
Zunächst gilt: hinter wieder sicherer stehen und nach vorne auf Konter spielen. Lasst doch zur Abwechslung erst mal die anderen kommen.


Bolle75
29. November 2010 um 9:20  |  2781

Ich glaube keiner hier will wirklich einen Trainerwechsel. Ich glaube alle hier wären froh wenn Babbel und die Mannschaft wieder in die Spur finden. Natürlich war eine solche Phase wie wir sie haben zu erwarten aber bei unserem Kader erwarte ich auch das man dann schnell wieder zurückfindet nur ist das bisher nicht der Fall. Alle hier machen sich Sorgen und haben festgestellt das es so nicht weitergehen kann. Dazu kommt halt das alles, was jetzt offensichtlich geworden ist, schon länger angemahnt wurde. Wenn viele recht behalten wird die Kritik halt umso heftiger.
Die genaue Aufstellung ist mir mittlerweile eigentlich egal aber ich wünsche mir ein wesentlich kompakteres Mittelfeld. Und genau da sind die Probleme, im Mittelfeld! Ob die Grundausrichtung dabei defensiver wird ist mit diesem Kader eigentlich egal. Aber wo wir schon dabei sind vom Durchmarsch zu sprechen. 4-1-4-1 mit 5 Offensiven ist eine Durchmarschtaktik die in die Hose gegangen ist bzw. gehen wird, deswegen bitte in Zukunft etwas defensiver dafür mit einer geordnetten Offensive.
Ich appeliere nicht auf einen Trainerwechsel. Ich appelieren an den Trainer sich etwas einfallen zu lassen. Und ich appeliere natürlich auch an die Mannschaft das ganze dann mit Leben zu füllen. Ich erwate das man jetzt die Favoritenrolle annimmt und bestätigt. Und von zu viel Druck will ich auch nichts hören, das muss der Kader verkraften und er hat ihn sich auch selber eingebrockt.

einen schönen Wochenbeginn wünscht
Bolle


sunny1703
29. November 2010 um 10:01  |  2782

Die Abstimmungsfrage ist nicht so leicht zu beantworten.
Und zwar weil für mich zur Beantwortung die Erkenntnis der nächsten Spiele fehlt.
Denn holen sie nur 0-2 Punkte sollten auch über Alternativen für die Mannschaft nachgedacht werden.Und dass sich bei weiteren Niederlagen irgendwann die Trainerfrage stellt ist Fußballalltag!
Ob mehr trainiert werden muss,kann ich nicht beurteilen.
Für mich stellt sich in den nächsten Spielen die Frage erreicht der Trainer die Mannschaft noch und ist die professionelle Einstellung des Teams genügend vorhanden.

Gibt es Spieler ,die zum einen durch einige Medien verwirrt oder auch durch einige Fans ,die meinten Hertha müsse einen Durchmarsch durch die 2.liga machen,weil sie eine solch unglaublich tolle Truppe hätten!?Oder welche die meinen Schönspielfußball sei erfolgreicher Fußball in der 2.LIga?
Die sollten mal eine Weile auf die bank,auf die Tribüne oder noch besser zu den Amateuren,damit sie wieder „Basis“fußball erleben.
Also stellt diese Frage bitte nochmal in der Winterpause!

Zum Thema Kritik habe ich mich letztens schon geäußert.
Dauerkritiker können noch so brilliant argumentieren,durch ihre Eigenart nehmen sie sich selbst die Schärfe ihrer Beiträge.
Persönliche Anfeindungen gehören nicht in ein Forum oder in ein Blog,doch sie sind leider usus auf allem möglichen seiten auf denen man egal auf welche Art kommuniziert.Ich bezeichne sie gerne als Internetexhibitionisten.
Nicht beachten ist im Grunde die beste Art ihnen zu begegnen.
Grundsätzlich sollte jeder alles schreiben dürfen und können.
Wenn ich hier in einem Blog zum Thema Hertha nach dem Spiel finde Kobi rennt so schnell ohne Ball wie sein Gegenspieler mit Ball auf einem Bein hüpft und Rukas technische Fähigkeiten scheinen limitiert zu sein,dann schreibe ich das HIER,auch wissend,dass Kobi mir auf 100m noch 85m Vorsprung geben kann und ruka gegen mich ein Zauberer am Ball ist!
Ebenso philosophieren wir über Babbels Qualitäten, seine taktischen Konzepte usw ohne zu wissen,was sich hinter verschlossenen Türen abspielt.
Wenn wir uns dieses recht aus unserer Unwissenheit unserem Amateurwissen heraus zu schreiben nehmen lassen,ist so ein blog total überflüssig.

Anders,..wie wäre es denn wenn an Wahlen in Zukunft nur die teilnehmen können,die auch Politik studiert haben!?

Etwas viel Grundsatz,aber ich hoffe dennoch verständlich!

lg sunny


Seppelfricke
29. November 2010 um 10:52  |  2784

So hatte bis jetzt keine Zeit was zu posten. Auf den Kritikerkritisierer will ich nicht eingehen. Ich konzentrier mich lieber auf unsere Hertha.

Ich hab eine Dauerkarte und war bis jetzt bei jedem Heimspiel dabei. Auswärts hab ich nur wenige spiele im TV gesehen. Ich denke ich kanns mir erlauben ein Kritik zu schreiben als parteiischer Beobachter ;-). Was mir auffällt ist zum einen

das es in meinen Augen (@Sunny ich bin kein Profifussballer aber sowas fällt mir schon auf) es keine Verbesserung im Bereich von Spielzügen und Kombinationssicherheit gibt. Mit zunehmender Dauer der Hinrunde werden diese Punkte sogar schlechter. Einfache Pässe auf kurzer Entfernung landen viel zu oft hinter dem Rücken des Mitspielers/entgegen dem Laufweg.

Warum ist selten ein Spieler aus dem Mittelfeld da, wenn Lasogga/Friend einen langen Ball per Kopf ablegen. Diese Bälle sind fast immer verloren.

Ich nehme mir auch die Freiheit raus Ruka zu kritisieren. Ein Außenbahnspieler muss viel öfter bis zur Grundlinie gehen. Wieso haben denn unsere Stoßstürmer soviele Probleme? Sie kriegen keine Flanken, wo sie ihre Größe und Körperlichkeit ausspielen können.

Das einige hier im Blog Kobi kritisieren ist doch auch verständlich. Das Spiel gegen Duisburg war, so leid es mir tut, sein bisher schlechtestes. Viel zu viel Ballverluste. Dazu noch das verlorene Laufduell vorm 0:2. Ich hätte es mal mit Schulz probiert auf der Lv-Position.

Abschließend gesagt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen wo es meiner Meinung nach zu Veränderungen kommen muss. Ich will keinen Trainerwechsel, jetzt Babbel zu feuern würde nur Unruhe bringen und ist sowas von unnötig.

Aber Spieler wie Ruka und Domo müssen auf die Bank. Es kann nicht sein das Mittelfeldspieler weniger als 40 Ballkontake haben. So kommt es nämlich das wir keine Anspielstationen für die Abwehr und Niemeyer haben.

Warum sieht man keinen Dardai oder Lustenberger? Da hätten wir nämlich nicht mehr diese Konteranfälligkeit. Einer der Sechser kümmer sich um die Spieleeöffnung der andere sichert ihn ab. Es waren nämlich wirklich erhebliche Lücken zwischen den Offensiven und der Abwehr.

Sorry das es so lange wurde. Bin offen für kritische Anmerkungen zu meinen Beiträgen. Ich find es nämlich gut das es diesen Blog gibt. Aber wenn es persönlich oder anmaßend wird antworte ich nicht drauf.

Ich bin kein Udo Lattek, aber zumindestens Fussballfan 😉

Blauweiße Grüße


ubremer
ubremer
29. November 2010 um 10:55  |  2785

@alle,

weil der Name Pal Dardai fiel: Babbel wurde gestern/Sonntag im Pressegespräch zu ihm befragt, ob er jetzt eine Chance bekommt. Babbel: „Ja, Pal ist so ein Typ, wie wir ihn jetzt brauchen. Er hat die Leidenschaft, das Feuer. Aber gerade auf seiner Position im defensiven Mittelfeld sind wir sehr gut besetzt: MIt Niemeyer, Perdedaj, Lustenberger.“

Ein Hinweis dazu, wie die „neun Punkte“ entstanden sind von Babbel: Die Frage war, wieviel Punkte er bis Weihnachten mit Hertha einfahren will. Babbel: „Das kann man schwer sagen, jedes Spiel läuft ja anders. Haben wir es gut gespielt, hatten wir Glück, hatten wir Pech.“ Schön, aber wieviel Punkte sollen es denn nun werden. Babbel: „Also, ich gehe in jedes Spiel, um zu gewinnen. Insofern sind neun Punkte mein Ziel.“

Stichwort Kritik: Lasst uns miteinander locker bleiben. Unterschiedliche Meinungen sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Und den Respekt, den jeder für selbst wünscht, haben wir auch für die Anderen 😉

Eine schöne erste Adventswoche wünscht ub


backstreets29
29. November 2010 um 10:55  |  2786

Mich würde mal interessieren, wie sich die Spieler dazu äussern, wenn Babbel ständig vollen Einsatz fordert, den harten Hund raushängen lassen will, dann aber bei jeder Gelegenheit den Flieger nach München nimmt.
Es ist ja versändlich, dass er bei Frau und Kindern sein möchte. Bin ich ja auch gerne, aber dafür bezahlt mich mein Arbeitgeber nicht.

In meinen Augen leidet die Glaubwürdigkeit, wenn er die freien Tage nicht streicht, weil er selbst nach München fliegen will.
Selbstdisziplin einfordern kann nur der, der auch Selbstdisziplin vorlebt


Blauer Montag
29. November 2010 um 10:58  |  2787

Frankophot schrieb:
„Ich bin mir bei Babbel da noch nicht so sicher.

Bei all seinen “verschiedenen Systemen”, die er vorgibt spielen zu lassen, läuft es doch in derPraxis meist auf folgendes raus:
5- o- 5 (genau wie Maradona bei der WM. Ende bekannt….;-)“ Eine treffende Beschreibung für die riesigen Lücken zwischen Abwehr und Angriff. Wer dazu Daten haben möchte, schaue in die Datenbank bei http://bundesliga.de/de/liga2/matches/2010/index.php?tag=14
Insbesondere der Bereich Spielaktionen und Passwege belegt die Mängel in der Spieleröffnung bei Hertha.

Wieso diese riesigen Lücken auftreten haben etliche Blogger bereits benannt. Was kann der Trainerstab jetzt tun? Wenn ich als Lehrer sehe, dass meine Klasse nicht mitzieht, spreche ich dies bei den Schülervertretern an und bitte diese um konstruktive Vorschläge. Nach den Trainingsberichten der letzten Woche hatte ich eigentlich den eindruck, es werden die richtigen dinge (Laufwege und Flanken) trainiert. Im letzten Heimspiel war davon nix zu sehen im Oly. Die Trainer von Hertha sollten mit dem Spielerrat klären, wieso die Trainingsleistungen niccht im Spiel umgesetzt werden. Vielleicht brauchen manche einfach nur einen besseren Dolmetscher, um die Trainer zu verstehen ….


hurdiegerdie
29. November 2010 um 11:01  |  2788

Wenn ich mal gross bin, will ich so werden wie @Dan. Er hat ja recht, keiner kann wirklich beurteilen, was im Training abgeht, ob die Verletzten wie Beichler oder Lusti so weit sind etc.

Aber noch bin ich der kleine Hertha-Fan mit meinem Laienwissen un meiner Laienansicht.
Mir fehlt einfach zu viel. Dass Kobi läuferisch nicht mehr mithalten kann, haben wir schon im ersten Spiel der Saison gesehen. Wenn es keinen Ersatz für ihn gibt, gibt es einen Fehler in der Kaderplanung. Auch die Lücken im Mittelfeld sehen wir jetzt seit fast 15 Spielen. Ich sehe einfach keine Entwicklung.
Wenn @Bolle sagt, dass Team müsse in die Spur zurückkommen, so reichte mir natürlich auch die Punkteausbeute der ersten Spiele, aber eine Spur habe ich selten gesehen. Welche Spiele waren denn halbwegs überzeugend? Das 4:0 gegen den KSC, das nach knapp 10 Minuten durch zwei Standards entschieden war? Mir hat Fürth gefallen, 30 Minuten gegen Bochum und das Spiel in Cottbus, aber sonst? Auch wenn es keine Übermannschaft ist, wie @Sunny sagt, es ist die beste Mannschaft der Liga, nominell, da muss mehr kommen aus meiner Sicht.

In den letzten Spielen gab es so gut wie keine Chancen, Tore (wie das von Domo nach Abpraller Friend) waren häufig Zufallsprodukte, rausgespielte Chancen kamen doch fast nur durch die 2-3 Flankenläufe von Lell.

Liegt es daran, dass die Leutchen nicht genug laufen, muss der Trainer eine Lösung finden. Ich bleibe dabei, dass es am System liegt. Spielt man mit einem Stürmer, muss der beweglicher und technisch besser sein als Friend oder Lasogga. Will man deren Kraft im Strafraum einsetzen, müssen Flanken über die Aussen kommen, und nicht die Aussen nach innen ziehen.

Die Lücken im Mittelfeld kann man über mehr Laufarbeit vielleicht stopfen, vieleicht auch über eine defensivere Variante mit 2-Sechsern, meine Lösung wäre, die Defensive des Gegeners weiter nach hinten zu drücken und die 4-Abwehr weiter aufrücken zu lassen. Jetzt gibt es die Ballgewinne des Gegners doch 30 Meter vor dem Strafraum, wodurch das Umkehrspiel so gefährlich wird. Das kann der Gegner doch auch nur deshalb, weil sie den einen Stürmer sowie die rechte Aussenbahn vernachlässigen können.

Natürlich @Bolle will keiner den Trainerwechsel, zu viel Hoffnung war mit dem neuen Duo (Preetz, Babbel) zu Beginn der Saison verbunden. Was aber, wenn es Babbel nicht ist?

Neue Verpflichtungen zur Winterpause beim teuersten Kader der Liga? Sehe ich nicht, auch schon nicht wegen der finanziellen Verhältnisse bei Hertha. Also muss mit dem Kader gearbeitet werden. Was, wenn es Babbel nicht ist? Abwarten bis nach der Winterpause, ob es dann wieder geht, und die Chance verpassen, dass eventuell ein anderer Trainer über die Winterpause mit dem Team arbeiten kann?

So sehr ich mich über das besonnene Vorgehen von Preetz vor der Saison und die Verpflichtung von Babbel gefreut habe, bei mir steht er unter verschärfter Beobachtung. Alles auf die Einstellung des Teams zu schieben, ist mir zu dünn. Auch wird Babbel aufpassen müssen, dass sein „die Spieler brauchen 24 Stunden, um über sich nachzudenken“ nicht zu einer ähnlichen Phrase verkommt wie Funkels “ wir müssen nicht jedes Spiel gewinnen“.

So war jetzt lang, werde mich demnächst wieder kürzer fassen.


stinkepunk
29. November 2010 um 11:30  |  2789

Ich finde schon, dass momentan einfach die Mannschaft in der Pflicht steht. Gegen Bochum haben sie in der ersten halben Stunde gezeigt, wenn sie wirklich wollen, kämpfen und laufen, dann können sie jeden schlagen. Zu oft sind sie aber zu lethargisch.

Taktisch ist mir generell schon aufgefallen, dass immer wieder riesen Lücken im Spiel klaffen. Allein dem Umstand, dass viele Mannschaften nicht in der Lage sind aus den daraus resuktierenden Kontern Kapital zu schlagen, verdanken wir es nicht noch schlechter dazustehen. Es verwundert mich nicht, dass jetzt diese Schwächephase kommt, eher überrascht es mich, dass sie erst jetzt kommt. In der ersten zehn Spielen hatte die Hertha ein paar mal zuviel Glück gehabt (Düsseldorf, Union, Frankfurt).

Mein Fazit: Zweiter Sechser, um die Lücke im defensiven MF zu schließen und die ein oder andere personelle Konsequenz (Domo und Ruka raus). Und natürlich die Spieler in die Pflicht zu nehmen. Wie bereits geschrieben: Wenn der Einsatz und der Wille stimmen, dann sind wir das Maß der Dinge.


backstreets29
29. November 2010 um 11:41  |  2790

Als der Einsatz und der Wille gestimmt haben, waren wir auch noch nicht das Maß aller Dinge.
Babbel nimmt die Spieler in die Pflicht und erzählt er lebt das vor, Widmeyer erzählt das übrigens auch ständig, aber nimmt den nächsten Flieger nach München…..mich ärgert das sehr und lässt ihn einfach unglaubwürdig erscheinen


Rocco
29. November 2010 um 11:47  |  2791

Wenn diese treffenden und meine Meinung wiederspiegelnden Aussagen auch auf der Mitgliederversammlung am Dienstag getätigt werden, freue ich mich sehr darauf!


Sandy
29. November 2010 um 11:55  |  2792

@backstreets29 Ich kann deinen Unmut verstehen im Hinblick auf das nach München fliegen, aber sein wir doch mal ehrlich: Wir wissen nicht was er dort macht. Das Leben ist voller Dinge die man erlidigen will/muss (besonders im Hinblick auf die Familie), da kann es auch mal zu etwas ernsten kommen (Krankheit, o.ä.). Und wir sind alle Menschen, da muss einem auch mal ein bischen Privatsphäre zugestanden werden (ob diese in Berlin oder München stattfindet ist dabei unerheblich) – hauptsache es artet nicht so aus wie bei Herrn Lell. Ok, genug philosophiert. Wollte nur mal anmerken, dass es auch sein kann, dass es mal sein muss. 😉


ursula
29. November 2010 um 12:05  |  2793

Ich kann diese „Selbstbeschränkung“ nur sehr, sehr eingeschränkt, z. B. @ dan, teilen.

Wir sind doch HIER ALLE gestandene Fußballer
oder langjährige „Fans mit Trainerwissen“, was
heißen soll, wir SEHEN doch wie gespielt wird!

Fast JEDER HIER wird wissen, wie ein gutes oder sehr gutes Fußballspiel aussehen muss!

Diese Feststellung ist nicht neu und die Sach-
zwänge beim Kommentieren, wie auch in
anderen Foren, resultieren doch einzig und
allein daraus……

…..so wie ich beurteilen kann, ob ein Gulasch
oder eine Currywurst nach meinem subjektiven
Empfinden, weil ich ja weiß, wie so etwas doch
zu schmecken hat, ob es (sie) „gut“ ist, wie der „Istzustand“ sich darstellt!

Keiner hat dem Koch zugesehen und KEINER
ist in der Kabine dabei! Doch wenn ich ins
Stadion gehe, sehe ich ein Fußballspiel, wie im
Kino einen Film, und das „beurteile“ ich!!

Und wenn man einen geübten Blick hat, wird
man vielleicht schon etwas „antizipieren“
können, was sich ANDEREN noch verschließt!

Diskussionen ohne Mutmaßungen und ggf.
auch Hypothesen und (subjektive) Prognosen,
sind KEINE Diskussionen, die evtl. sogar noch
anregend und spannend sein sollen…..

…..letztlich gar „befruchtend“! Fragen „Sie“
mal die alten griechischen Philosophen, die
haben sich auf dieser Basis weiter entwickelt
und sind nur SO zu Ergebnissen gekommen!


Sandy
29. November 2010 um 12:07  |  2794

@ die Blogger Stolpe und Bremer
Habe gerade gesehen, daß auf der Startseite von immerhertha.de der Titel des Blogs nicht korrekt angezeigtn wird (ganz oben im Browser) – dort heisst es: „mmer Hertha | der Hertha BSC Blog“ … es fehlt das „i“. Kleiner Schönheitsfehler 🙂


backstreets29
29. November 2010 um 12:09  |  2795

@Sandy Er verbringt Zeit mit seiner Familie. Daran ist ja nichts Verwerfliches, aber ich frage mich, warum er versucht von den Spielern alles einzufordern und vorbetet er würde das vorleben und genau das ist nicht der Fall. Nach dem Osnabrück entfällt das angekündigte Auslaufen und er gibt der Mannschaft 2 Tage frei, damit er nach München kann. Nach dem Auftritt gegen Duisburg wird argumentiert er braucht den freien Tag, um sich zu überlegen was er machen muss. Mehr Unglaubwürdigkeit und mehr Hilflosigkeit ist kaum noch hinnehmbar


Seppelfricke
29. November 2010 um 12:12  |  2796

Wir sind ja sicher alle nicht dagegen das er seine Familie sieht.

Man muss bloß auch sehen das es als Bundesligatrainer dazugehört in der Woche, das Training zu gestalten um dabei die Spieler zu beobachten/zu bewerten und das am Wochenende gespielt wird.

Die Frage die sich mir stellt, wie lange er noch pendeln will. Wenn wir aufsteigen verlängert sich ja sein Vertrag.

Sehe das nämlich auch so wie Backstreet. Einsatz und Willen fordern und dann selbst am Montag wegfahren. Das widerspricht sich.


Sandy
29. November 2010 um 12:15  |  2797

@backstreeets29 Ja, ist ein schmaler Grad auf dem er da wandelt. Die Öffentlichkeit wäre sicherlich beruhigter, wenn er die Jungs schwitzen lassen würde bis zum Umfallen. Aber Erhohlung ist für den Körper halt auch wichtig. Und in der Umfrage oben ist „mehr trainieren“ auch nur auf Platz 4. Ich denke, letztendlich ist es eine Betrachtungssache. Vielleicht liegen wir aber auch alle falsch und er holt sich in München ja Tipps von Van Gaal? 😉


Blauer Montag
29. November 2010 um 12:28  |  2798

ja sandy, ein paar Tipps von van Gaal wären nicht schlecht, um zu erfahren, wie man Spiele in der Arroganz Arena gewinnt. Aber dafür muss ein Anruf reichen.
Von mir aus können Babbel, Lell u.a. gerne bis Montag Abend in Müchen bleiben, wenn sie dort 3 Punkte holen. Ansonsten ist Sonntag Abend Auslaufen im Grunewald angesagt.


backstreets29
29. November 2010 um 12:32  |  2799

@Sandy Ich verlange ja nicht, dass keine Regeneration stattfinden soll. Aber wenn gefordert wird, dass die Mannschaft das Ziele „leben“ soll, und mit jeder Faser sich auf dieses Ziel konzentrieren muss, dann bin ich eher bei den Ausführungen von A. Lorenz in seinem heutigen Nachschuss als bei der Idee, den Spielern wieder frei zu geben und zwar von Sonntag mittag bis Dienstag vormittag und weiterhin die lange Leine zu lassen. Sie sollen auch nicht mehr trainieren, aber sie sollen gezielt trainieren. Wenn eine Mannschaft in einer solche spielerischer Krise gerät, dann ist es nicht der richtige Weg auf ausgetrampelten Pfaden weiter zu laufen. Nach meinem Empfinden widerspricht es sich halt einfach, einzelnen Spielern Dinge vorzuwerfen, aber selbst nicht 100%ig bei der Sache zu sein.

Mir sind in seinen Aussagen einfach zuviele Widersprüche. Einerseits ist das Team jetzt fitter als zu Saisonbeginn, hat aber aufgrund von nachtaktiven Ausflügen nicht die Kraft läuferisch dagegenzuhalten.

Er kritisiert die Einstellung, lebt die geforderte Einstellung aber selbst nicht vor.

Er hat aus den Partien gg. FSV Frankfurt, Osnabrück, Koblenz, Aachen, Fürth Paderborn und Duisburg scheinbar keinerlei Rückschlüsse gezogen, und bleibt stur bei seinem Stiefel.

Ich möchte nochmal klarstellen: Ich bin aktuell gegen einen Trainerwechsel, aber es muss schnellstmöglich etwas passieren. Die Spieler nehmen einen Trainer, der Wein trinkt und Wasser predigt nicht ernst. Es liegt an Babbel jetzt die Konsequenzen aus den letzten Wochen zu ziehen und darauf zu reagieren und so das Ruder noch rum zu reissen, ansonsten seh ich schwarz für ihn und seh ihn dann im Januar auf der Liste der arbeitslosen Trainer

(Edit: Habe mir erlaubt, zum angesprochenen Text zu verlinken/ub)


wilson
29. November 2010 um 12:59  |  2801

Solange Hertha gewann, hat sich kaum jemand darüber mokiert, dass Babbel nach München gejettet ist.
Nicht dass ich dafür wäre, aber wenn Trainerwechsel, dann in der Winterpause – also drei Spiele bis Buffalo.
Bei Favre hat Preetz (zu) schnell gehandelt, bei Funkel gar nicht.
Besser wäre, die Mannschaft nähme ihm eine neuerlich Entscheidung ab, in dem sie gewinnt.

@ D. Stolpe lehnte sich vorsaisonal aus dem Fenster und prognostizierte – soweit ich es richtig erinnere – Aufstieg bei acht Niederlagen und sechs Unentschieden. Könnte genauso kommen.


ubremer
ubremer
29. November 2010 um 13:08  |  2803

@wilson,

damit keine Legenden entstehen: Favre konnte nicht mehr und, entscheidender, wollte nicht mehr. Sowohl der Manager als auch der Präsident haben nach dem 1:5-Desaster in Hoffenheim versucht, Favre zum Durchhalten zu bewegen. Aber nachdem Cotrainer Gämperle in seiner Wutrede am Montag danach alles bestätigt hatte, was der Verein wochenlang versucht hatte unter der Decke zu halten (Cliquenbildung im Team, Profis, die gegen den Trainer spielen), gab es keine Chance mehr, Favre als Trainer zu halten.

P.S. Nach dem 1:2 gegen Nürnberg Mitte März hat der Manager einen in Berlin bekannten Trainer kontaktiert, aber der hat sich gegen ein Engagement bei Hertha entschieden.


backstreets29
29. November 2010 um 13:09  |  2804

„P.S. Nach dem 1:2 gegen Nürnberg Mitte März hat der Manager einen in Berlin bekannten Trainer kontaktiert, aber der hat sich gegen ein Engagement bei Hertha entschieden.“ und hat immernoch keinen Job 🙂


29. November 2010 um 13:13  |  2805

Eigentlich ja sonst eher die Domäne des Kollegen @wilson, aber weil ich es gestern im Radio gehört habe und dabei irgendwie an die aktuelle Hertha-Situation denken musste:

„… Was wir alleine nicht schaffen
das schaffen wir dann zusammen,
dazu brauchen wir keinerlei Waffen
unsere Waffe nennt sich unser Verstand,
und was wir alleine nicht schaffen
das schaffen wir dann zusammen,
nur wir müssen geduldig sein,
dann dauert es nicht mehr lang…“
(Xavier Nai Du scho wieder… in „Was Wir Alleine Nicht Schaffen „)

Vielleicht für den einen oder anderen gerade völlig sinnfrei. Egal, seht’s mir einfach nach.

@Sandy: Genau, das „mmer Hertha“ im Browser-Fenstertitel ist mir auch schon aufgefallen. Das sollte aber deutlich leichter zu beheben sein als die aktuelle „Krise“ bei Hertha… 😉


mArk78
29. November 2010 um 13:15  |  2806

@backstreet29

Das kann nur der Harley-Davidson-Man gewesen sein… 😉


pax.klm
29. November 2010 um 13:26  |  2807

Kurzkommentar zu Babbel:
100% Einstellung bedeutet alles zu geben, …
Ein gewisser Mann aus Helvetia hat auch alles gegeben, inklusive DVD Studium und Analyse zu Hause… Wer kann definitiv sagen wie lange der Trainer arbeitet?
Vielleicht hat der Trainer durchaus seine 60-80
Stunden Woche?
Denkt unentwegt daran wie Spieler, Taktik und Strukturen verbessert werden können.
Wer von uns kann beurteilen, wieviel Zeit und Engagement von Seiten der Verantwortlichen investiert werden.
Es scheint aber so zu sein, dass im Augenblick die Spieler in dieser Hinsicht nicht mitziehen.
Hat Herr Babbel eine 5, 6 oder 7 Tage Woche?
Zu Beginn seiner Tätigkeit war doch klar, dass seine Familie in München bleibt, oder?
Sicherlich sind seine Heimfahrten auch vertraglich geregelt, warum also diesbezüglich diese Aufregung?
Training könnte durchaus auch -temporär- ohne
den Cheftrainer stattfinden!
Dass währe dann eine Strafe für die Spieler…


Dan
29. November 2010 um 13:31  |  2808

@Seppelfricke
Perfekt, so stelle ich mir konstruktive Kritik vor. Das liest sich aufgeräumt und vollkommen akzeptabel an. Egal welcher Meinung man ist. Machen die meisten hier sowieso.
@exilherthaner war auch bei der Sache nicht persönlich angesprochen, da ging es nur um die Verallgemeinerung.

Die Unwissenheits-Keule war natürlich übertrieben, eben genauso wie die „Trainerkopf-Forderungen“.

Ich gehe mal davon aus die Kritiker haben es ggf. in den falschen Hals bekommen. Es geht nicht darum keine Kritik zu üben, im Gegenteil in dieser Phase ist sie notwendig, sondern darum die persönlichen Anschuldigungen auf Basis von Behauptungen ( z.B. Babbel hat was gegen Ronny, Babbel sollte sich Spiele von Gegnern anschauen, dann lernt er was) in der genannten Form wegzulassen.

@sunny
Das Wahlrecht ist ein Grundrecht, Falschaussagen über Personen nicht. 🙂

@hurdiegerdie
Du weißt doch trotz meiner blauweissen Seele (die schmerzt auch zur Zeit) geht’s mir halt auf den Sack, wenn ohne genaue Kenntnis der Sachlage mit falschen BEHAUPTUNGEN auf Köpfe eingeschlagen wird und gefordert werden.

Und genau die Erkenntnis das man mit seinem Laienwissen seine Laienansicht vertritt macht Dich doch erwachsen. 🙂

Da ich Dich persönlich kenne, weiß ich doch was für einen Hals Du bekommen würdest, wenn Du eine Deiner Arbeiten präsentieren würdest und jemand würde ohne Nachfrage Deine Arbeit verbal in der „Luft zerreissen“ mit Aussagen die jeglicher Grunglage entbehren weil er am Prozess nie beteiligt gewesen ist.

Und so würde es wohl jedem gehen.

Werde mich aber nun wieder vermehrt auf Hertha konzentrieren. Wir haben ja keinen Blog-Knigge nötig und ich wollte ganz sicher keinen erstellen. 🙂


pax.klm
29. November 2010 um 13:32  |  2809

@ubremer
Die Verantwortlichen bei der Hertha waren sich vor kurzem aber noch ziemlich sicher, jetzt eine andere Zusammensetzung der Mannschaft zu haben, …
Sollte jetzt aber wieder das PRÄSENTIEREN EINZELNER wichtiger sein als die Mannschaft, na dann GUTE NACHT!
Aus diesem Grund ist das Auftreten von Lell im P1 auch zu verurteilen, es werden so falsche Signale gesetzt!


wilson
29. November 2010 um 13:57  |  2811

@ ubremer
Legenden und Legendenbildung gilt es zu stoppen. Danke.

Wenn ich es richtig verstehe, hat Preetz es also beim ersten Mal nicht vermocht, einen Trainer zu halten und beim zweiten Mal, einen Ersatzmann zu verpflichten.
Und ist anscheinend beide Male so wenig lautlos vorgegangen, dass die geneigte Journalistenschar und alle anderen (außer mir) es merkten.

Dann hat Preetz ja nicht wirklich geschickt agiert, oder ?!

Na ja, aller guten Dinge sind drei…


Mineiro
29. November 2010 um 13:58  |  2812

“ damit keine Legenden entstehen: Favre konnte nicht mehr und, entscheidender, wollte nicht mehr. Sowohl der Manager als auch der Präsident haben nach dem 1:5-Desaster in Hoffenheim versucht, Favre zum Durchhalten zu bewegen. Aber nachdem Cotrainer Gämperle in seiner Wutrede am Montag danach alles bestätigt hatte, was der Verein wochenlang versucht hatte unter der Decke zu halten (Cliquenbildung im Team, Profis, die gegen den Trainer spielen), gab es keine Chance mehr, Favre als Trainer zu halten.

P.S. Nach dem 1:2 gegen Nürnberg Mitte März hat der Manager einen in Berlin bekannten Trainer kontaktiert, aber der hat sich gegen ein Engagement bei Hertha entschieden.“

Dass Favre nicht mehr wollte ist aus meiner Sicht klar geworden. Interessanter wäre für mich aber zu erforschen, woran das gelegen hat?
Wenn man wusste, dass Profis gegen den Trainer spielen und sich in der Mannschaft Cliquen gebildet haben, warum wurde da nicht rigoroser und energischer gegenüber den Spielern durchgegriffen?

Fühlte sich Favre mit den Problemen alleine gelassen? (Stichwort: „Der Verein hat die Trennung von Dieter Hoeness nicht verkraftet“)
Oder hatten die Verantwortlichen in diesen turbulenten Zeiten schlicht an allen Ecken und Enden andere Brandherde zu löschen und konnten sich darum nicht um die Probleme in der Mannschaft kümmern?


hurdiegerdie
29. November 2010 um 14:02  |  2813

@Dan; ich hatte deinen Ursprungskommentar schon richtig verstanden und fand ihn gut, ich wünschte mir selber für mich manchmal etwas mehr deine Ruhe beim Kommentieren, aber so isser nun mal, der hurdiegerdie.

Der beruflich dicke Hals…. oje, wenn du wüsstest, inzwischen schwillt schon nicht mehr nur der Hals an, sondern der ganze Hurdie ….. der ganze? Nein ein kleiner Teil hält sich gegenüber den Kritikern merklich zurück. 😎

Ich fand auch @exilherthaners Kommentar gut, weil man eben auch kommentieren dürfen muss, solange es halbwegs sachlich bleibt.

So genug Komentator-Knigge auch von meiner Seite.


ubremer
ubremer
29. November 2010 um 14:21  |  2814

@0815- und @Sandy,

helft mir mal: Wo ist der “mmer Hertha” im Browser-Fenstertitel zu finden?


Sandy
29. November 2010 um 14:23  |  2815

@ubremer Jetzt wollte ich gerade schreiben … aber anscheind hast du es schon gefunden. 🙂


hurdiegerdie
29. November 2010 um 14:28  |  2816

Historie und Legendenbildung.

Die Teestubengeschichte wird immer noch von Favre bestritten, oder, aber das ist vorbei und es ging wohl wirklich nicht mehr.

Vermutlich vorbei, zumindest bei Hertha, sind auch die Spieler, die gegen den Trainer gespielt haben. Aber sollten das die Verantwortlichen gewusst haben und es wirklich so gewesen sein, dann fände ich es noch unverständlicher, nicht mal den Spielern eine Abmahnung verpasst zu haben, auch öffentlich! Da wird der Gämperle wegen seiner Kritik angegangen und Arne Friedrich auf der Herthastunde zurückgefordert, hmmm, na lassen wir auch das.

Aber das hätte ich schon noch gerne gewusst:
„P.S. Nach dem 1:2 gegen Nürnberg Mitte März hat der Manager einen in Berlin bekannten Trainer kontaktiert, aber der hat sich gegen ein Engagement bei Hertha entschieden.“

Da bleiben bei mir noch einige auf der Rechnung, oder waren die damals noch beschäftigt? Vermutlich wird wohl der Hans M. gemeint sein, doch nicht etwa Neururer oder Röber?


stinkepunk
29. November 2010 um 14:36  |  2817

Hans M. wohnt der in Berlin?


Seppelfricke
29. November 2010 um 14:42  |  2818

Ne, aber Jürgen R. hat meines Wissens nach noch eine Wohnung in Berlin ;-).


29. November 2010 um 15:01  |  2819

@ubremer: Yep, hat sich erledigt. Da hat der dienstbare Technikgeist im Hintergrund die kleine kosmetische Korrektur vorgenommen. Alles hübsch. 🙂


mArk78
29. November 2010 um 15:31  |  2820

@stinkepunk und seppelfricke

Im Zitat

“P.S. Nach dem 1:2 gegen Nürnberg Mitte März hat der Manager einen in Berlin bekannten Trainer kontaktiert, aber der hat sich gegen ein Engagement bei Hertha entschieden.”

steht nichts davon, dass der angefragte Trainer eine Wohnung in Berlin hat!?


ubremer
ubremer
29. November 2010 um 15:38  |  2821

@hurdiegerdie,

in Hoffenheim waren erst zwei, dann drei Personen in der Teeküche, die dort neben der Kabine liegt. Ich habe mit zwei dieser Personen gesprochen, beide haben mir unabhängig voneinander bestätigt, dass die Angelegenheit wie mehrfach geschildert, abgelaufen ist. Die dritte Person hat es (damals) nicht bestritte.
Dass Favre, der wieder einen Job haben möchte, sagt, dass er nie zurücktreten wollte, verstehe ich. Wer nimmt schon einen Trainer, der in der Krise kein Durchhaltevermögen zeigt. (Wortwörtlich glauben muss man das aber nicht).

@Seppelfricke,

gegen Deine Deutung würde ich keinen Widerspruch einlegen 😉

@Mineiro,

wir müssten zu dem Thema jetzt die ganze Klaviatur ausbreiten: Manager weg, Pantelic weg, Voronin weg, Simunic weg. Zöglinge vom Ex-Manager noch da. Zögling beim neuen Manager zum Rapport: „Warum spielst du gegen den Trainer?“, Zögling bestreitet alles. Wäre es für Hertha der Öffentlichkeit zu vermitteln gewesen, nach dem Substanzverlust zu Saisonbeginn mitten in der Krise den namhaftesten verbliebenden Profi, sagen wir, zu den Amateuren zu schicken?
Das führt jetzt aber etwas weit ab . . .


Mineiro
29. November 2010 um 16:01  |  2822

So wie dieser „namhafteste Profi“ damals gespielt hat wäre er kein Verlust gewesen und wenn die sportliche Leitung davon überzeugt gewesen ist, dass er Cliquenbildung und Leistungsbeeinträchtigungen zu verantworten hat, dann wäre mir das lieber gewesen, ihn auf die Tribüne zu setzen, dafür aber einen guten Trainer zu behalten unter dem sich die Mannschaft stabilisiert hätte und wir mit großer Wahrscheinlichkeit nicht abgestiegen wären.


hurdiegerdie
29. November 2010 um 16:08  |  2824

genau! @Mineiro Teeküchenzeugen hin oder her 😉


Etebaer
29. November 2010 um 16:34  |  2825

Muß denn diese eine Glückssaison immer noch zur Legende führen das Favre ein guter Bundesligatrainer war?
So zielsicher eine Mannschaft zu zerstören, auch wenn es nicht seine war und dann solche ideenlose Transfers zu tätigen und zwar während der ganzen Vertragslaufzeit des Herrn F. aus H. sind keine Anzeichen für herausragende Klasse.
Wer hat sich denn durchgesetzt von den F-Transfers?
Da bleibt der fragile Lustenberger und bei Raffael warten wir seit Jahren auf DEN Durchbruch – der Rest ist schweigen!

Ich hoffe deshalb, das wir mit Babbel jemanden haben, der Durchhaltevermögen hat und ohne Scheuklappen die Aufgabe angeht und sich auch nicht zu schade ist, gegebenenfalls Rat bei ihm bekannten, vertrauten Mentoren zu suchen, um die Aufgabe zu wuppen!


mArk78
29. November 2010 um 17:05  |  2830

@etebear

Ja, LF war ein guter Bundeslig-Trainer. Die ideenlosen Transfer einzig allein ihm in die Schuhe zu schieben, ist meiner Meinung nach relativ anmaßend.


backstreets29
29. November 2010 um 18:47  |  2841

@Etebaer Kann man bitte hier die sinnlose Favre-Diskussion vermeiden? Du hast deine Meinung, andere haben ihre Meinung dazu. Einen Konsens gab, gibt und wird es dazu nicht geben.

Ich hoffe, dass wir mit Babbel jemanden haben, der Mißstände erkennt, ein Konzept hat, und vor allem die Mannschaft spielerisch auf Linie bringt. Das wünsche ich mir, aber der Glaube daran schwindet bei mir


29. November 2010 um 19:20  |  2847

Ich finde das ist alles keine Frage des Systems, keine Frage des Trainers ( ich halte Markus Babbel für den richtigen).
Was hier jetzt fehlt ist ein richtiger Mentaltrainer, den das ist alles eine Kopfsache m.M. Das die Mannschaft es kann hat sie schon gezeigt, wenn auch nie über 90 Minuten. Ich glaube mit Mentaltraining ist jeder Trainer dann doch überfordert und es braucht einen Spezialisten. Im Gespräch war das schon früher mal.


Etebaer
29. November 2010 um 20:57  |  2857

Nein, mir geht die Hutschnur hoch wenn immer noch Legenden gebildet werden und einer der Totengräber geheiligt wird.


hurdiegerdie
29. November 2010 um 23:26  |  2864

@etebaer, Herr F. aus H.?

Hasel, Hürich oder Haint-Barthélemy? Nur um sicher zu gehen, dass wir vom selben F. reden.


Exilherthaner
30. November 2010 um 0:46  |  2866

@hurdiegerdie

der gute @etebaer meint sicherlich den „Es bleibt immer etwas hängen“ Kerl 😉

@Dan
habe deine Kritik zur Kenntnis genommen und gelobe Besserung und werde mich in Zukunft nach den Richtlinien unseres früheren Bundestrainers richten 😉

Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv. Wenn sie subjektiv sind, würde ich an meiner objektiven Linie festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven, subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine Objektive einfließen lassen.


mArk78
30. November 2010 um 8:01  |  2874

@Exilherthaner

Da muss ich mich kurz einklinken. Wäre schön, wenn er ihn meint, aber er sprach von „gutem Bundesligatrainer“, da kann er den „Legendären“ aus der Teestube nicht meinen…


herthafreund
30. November 2010 um 13:41  |  2892

Es ist schön naiv zu glauben, Hertha sei ein sicherer Kandidat für den Aufstieg – denn das glauben immer noch viel zu viele, auch Experten. Das A und O ist die Einstellung, übrigens nicht nur in der Zweiten Liga. Ohne Biss, Fleiß, Wachheit kann man nirgends oben stehen geschweige denn bleiben. So lange die Herren Profis das nicht alle begriffen haben, werden Rückeroberung der Tabellenführung und Aufstieg nicht zu realisieren sein. Es ist nicht leichter geworden dadurch, dass die Konkurrenz jetzt weiß, dass und wie Hertha zu schlagen ist. Wir fangen im Grunde wieder bei Null an. Und das bei Temperaturen unter Null, wo bekanntlich einige unserer Lieben gar nicht gern Fußball spielen…

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