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(sto) – Ein sehr erfahrener nordamerikanischer Sportreporter sagte einmal: „Even after all my years in hockey I still see things that amaze me.“ Auch nach vielen Jahren also kann man (ob im Eishockey oder in anderen Sportarten) noch viele kaum zu glaubende Dinge erleben – ganz sicher hielt Herthas 0:1 bei 1860 München in Minute 82 für Zuschauer wie professionelle Beobachter eine solche Szene bereit. Sejnas folgenschwerer Blackout darf aber nicht kaschieren, dass Hertha BSC sich nach nun drei Niederlagen in Serie inmitten einer handfesten, die Saisonziele nun schon ernsthaft gefährdenden Krise befindet.

Marco Sejna: Der Team-Senior war die tragische Figur des Spiels. Bis zum Platzverweis (82.) kaum beschäftigt, dabei fehlerfrei. Schuldlos auch am Gegentor. Brachte die Mannschaft mit seinem Blackout aber um die bis dahin realistische Aussicht auf wenigstens einen Punkt. Note 5

Christian Lell: Der Rechtsverteidiger stellte sich trotz Grippe in den Dienst der Mannschaft. Trotzdem war das für einen Führungsspieler etwas wenig. Note 5

Roman Hubnik: Der Tscheche beeindruckte mit sagenhaftem Auge und Stellungsspiel, verlor praktisch keinen wichtigen Zweikampf. Auch als lautstarker Antreiber seiner bisweilen etwas lethargischen Vorderleute tat er sich hervor. An Hubnik lag Herthas Niederlage zu allerletzt. Note 2

Fabian Lustenberger: Für das erste Saisonspiel war es eine starke Leistung, für das Debüt als Innenverteidiger sogar eine sehr starke. Selbst als Not-Torwart ohne Fehl und Tadel. Stellte sich geistesgegenwärtig in den Kasten, um Hubnik, der schon auf dem Weg dorthin war, als potenzielle Waffe in des Gegners Strafraum zu erhalten. Note 2

Levan Kobiashvili: Der Linksverteidiger leitete das Gegentor ein und stand in seinem 45-Minuten-Einsatz restlos neben sich. Gewann keinen Zweikampf. Stammplatz in Gefahr! Note 5

Peter Niemeyer: Der Mittelfeld-Abräumer agierte gewohnt rustikal, sah zum fünften Mal Gelb und fehlt gegen Aue. Auch er trieb die Kollegen immer wieder verbal an – erfolglos. Note 4

Alfredo Morales: Der 20-Jährige feierte als Lustenberger/Perdedaj/Dardai-Vertreter im defensiven Mittelfeld sein Profi-Debüt. Er tat es anfangs vorsichtig, dann immer selbstbewusster (auch im Spiel nach vorn) und insgesamt mit wenigen Fehlern. Note 4

Nico Schulz: Begann rechts im Mittelfeld, rückte dann für Kobiashvili nach links hinten und wirkte insgesamt leidlich überfordert. Machte gerade vor der Pause zu viele Fehler und produzierte im Spielaufbau reihenweise Ballverluste. Note 5

Nikita Rukavytsya: Der Australier war – diesmal auf dem linken Flügel – in der Offensive deutlich der beste Herthaner. Es lag nicht an ihm, dass keine seiner drei guten Torchancen (4., 35., 47.) zum Jubel führte. Note 3

Rob Friend: 20 Ballkontakte und null Torschüsse – so lautet der Arbeitsnachweis des wieder enttäuschenden, nur in der Anfangsphase noch sichtbaren Kanadiers. Fiel so recht eigentlich nur auf, als er nach einem Zweikampf mit Bierofka an der Seitenlinie behandelt werden musste. Folgerichtig nach 66 Minuten gegen Lasogga ausgewechselt. Note 5

Adrian Ramos: Auch dem Kolumbianer glückte nicht sehr viel. Kam, jeweils nach Rukavytsya-Schüssen, einmal zu spät (47.) und zielte einmal aus fünf Metern hoch über das Tor (35.). Anders als Friend aber mit stolzen 80 Ballkontakten (und, auch nicht ganz unwichtig, vier Torschüssen). Note 4

Marco Djuricin: Der 17-Jährige kam zur Pause und leitete prompt Rukavytsyas Großchance ein (47.). Danach nur hier und da auffällig, aber immerzu um den direkten Weg zum Tor bemüht. Note 4

Pierre-Michel Lasogga: Der 18-Jährige war nach seiner Einwechslung sehr aktiv: Er bot sich an, bewegte sich viel, wich auch auf die Außen oder nach hinten aus, schoss aufs Tor. Kurzum: Lasogga war der bessere Friend.

Marvin Knoll: Der Allrounder kam nach 69 Minuten für Morales und feierte an seinem 20. Geburtstag sein Profi-Debüt. Tat das auffällig selbstbewusst, vor allem bei der Ausführung ruhender Bälle.

——————–

Erklärung:

1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangelhaft, 6 = ungenügend

Bewertet wird, wer mindestens 30 Minuten gespielt hat.

Eure Meinung ist gefragt

Drei Niederlagen in Serie, vier aus den letzten fünf Punktspielen – und nun? Wo muss Hertha den Hebel ansetzen? Noch mehr reden, noch mehr trainieren? Noch mehr umstellen, taktisch oder personell? Oder ist die Trainerposition die Stellschraube, die es zu drehen gilt – und wenn ja, wann?

P.S.: Immerhertha und das Bild der Noten – wer diese Diskussion vorantreiben und gleichzeitig unseren guten Freunden von der Fußball-Woche etwas Gutes tun möchte, der sichere sich morgen ein druckfrisches Exemplar. Die Einzelkritik dort stammt ausnahmsweise von … na, ihr erratet es sicher schon. Was wir hier nicht praktizieren, ist dort Usus: Halbnoten. Welchem Notenbild stimmt ihr eher zu?

Wie soll Hertha in der Trainerfrage verfahren?

  • Bis Weihnachten an Babbel festhalten (44%, 140 Stimmen)
  • Bis Saisonende an Babbel festhalten (38%, 120 Stimmen)
  • Sofort reagieren und die Reißleine ziehen (19%, 60 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 320

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104
Kommentare

böllenfalltor
5. Dezember 2010 um 18:47  |  3368

ganz klar pro halbnoten. von der FuWo lernen, heißt siegen lernen


backstreets29
5. Dezember 2010 um 18:53  |  3369

Halbnoten würde ich begrüssen.
Mit den Noten kann ich leben, mit Ausnahme von Niemeyer und Morales.
Niemeyer war der gewohnt spielerisch starke Lautsprecher im Mittelfeld und Morales war nur die ersten 10 Minuten nervös und hat dann auch nach vorn stark agiert. Beiden würde, denke ich eine 2,5 besser gerecht werden.

Zur Trainerfrage: Langsam aber sicher gehen Babbel die Möglichkeiten, sprich Spiele, aus, um das Ruder herumzureissen. Ich denke Preetz wird, bei anhaltendem Misserfolg nicht so lange zusehen wie bei Funkel und wird ihm eine Galgenfrist bis Weihnachten gewähren.


Blauer Montag
5. Dezember 2010 um 19:01  |  3371

Sorry, die Frage heutigen Klickshow ist m.E. falsch.
Zunächst einmal sollte die Frage lauten:
Wird der Countdown auf der Hertha-Seite abgebrochen? Ja Nein.
Falls das Saisonziel 2011 verfehlt wird, muss die Frage lauten: Sind Wechsel in der Geschäftsführung der Hertha BSC KGaA notwendig?
Giovanni Trappatoni sagte vor Jahren in München. „Der Trainer ist kein Idiot.“ Heute war in München nicht der Trainer, sondern der Torwart der Idiot.


ubremer
ubremer
5. Dezember 2010 um 19:07  |  3372

@Blauer Montag,

von der Chronologie her, wird sich erst die Frage nach dem Trainer stellen. Manager Preetz hat auf der Mitgliederversammlung am Dienstag sein Schicksal ja bereits indirekt mit dem Saisonziel verknüpft. „Am 15. Mai sind wir wieder zurück in der Bundesliga“, hat er gesagt. Da beantwortet sich Deine Frage, ob es im Negativ-Fall Wechsel in der Geschäftsführung geben wird, doch von selbst, oder?

Zum Countdown: Wie soll Hertha nach außen erklären, dass der Countdown zur Bundesliga abgeschaltet wird, wenn der Klub punktgleich mit dem Zweiten dasteht?


Datcheffe
5. Dezember 2010 um 19:18  |  3374

Trotz des 0:1 bin ich noch ganz ruhig, denn es sind nur 2 Punkte auf Platz und die können wir uns nächhsten Sonntag gegen Aue selber hollen und dann stehen wir wieder ganz oben. Was wir im Moment an verletzten haben, darf man auch nicht vergessen und mit diesem Durchhänger mußten wir, auch wenn wir das nicht wahr haben wollten, rechnen. Ich bin froh, das wir ihn jetzt haben und Aue läßt auch Federn.

Markus Babbel in Frage zu stellen, finde ich völlig überzogen, denn auch für ihn ist es eine völlig neue Situation jetzt, an der er wachsen muss und auch wird, da bin ich zu 100% überzeugt.
Bis jetzt, ist noch nichts verloren und wenn wir den direkten Vergleich gegen Aue gewinnen, liegen wir wieder voll im Soll!

Meine herrn Reporter, ich möchte euch doch hingegen euren sonst bekannten Gewohnheiten bitten, sofort immer den Trainer in Frage zu stellen, denn das stärkt ihn nicht gerade jetzt in Frage zu stellen und ihn dadurch zu schwächen.
Ein Vertrauensvorschuss ist m.M.n. hier gerchtfertigt, den Babbel ist ein Kämpfer, wir wußten, das er so gut wie keine Erfahrung mitbringt und man sollte ihm die Zeit lassen, damit fertig zu werden und nicht gleich vorverurteilen!

Auch Michael Preetz wußte, vorrauf er sich einläßt, also wird er ihn auch weiterhin das Vertrauen aussprechen und ich tue das auch!

Ein fleissigen Nikolaus wünsche ich euch und Schuhe putzen nicht vergessen!


backstreets29
5. Dezember 2010 um 19:24  |  3375

@Datty Die Situation ist für Babbel keineswegs neu. Auch in Stuttgart hatte er eine Krise zu überstehen und stand mit einer Mannschaft, die vom Kader deutlich höher anzusiedeln war, mitten im Abstiegskampf. Er wurde entlassen und begründet wurde das mit dem Trainerlehrganr.

Ich hoffe und wünsche ihm, dass er es endlich schafft, das Ruder herumzureissen. Allein der Glaube fehlt mir und ich sehe nirgends Ansätze, die einem Hoffnung machen.

Thema Verletzte: Mijatovic und Aerts fehlen seit Wochen und wurden spielerisch von Neumann bzw Lusti udn Sejna gut ersetzt. Heute kam noch Raffa dazu. Trotzdem muss man mit diesem Kader in der Lage sein ein Team wie die Löwen oder Paderborn konsequent unter Druck zu setzen


ursula
5. Dezember 2010 um 19:24  |  3376

Sejna, schuldlos am Gegentor? Nee, er „liest“
doch das Spiel! Als Lustenberger von Lauth
unerklärlich „wegdreht“, muss er sofort
zurück „auf die Linie“…..

…..wenn dann dieser „Sonntagsschuss“ kommt,
muss er nur einen „Sidestep“ machen und ganz
„normal“ hechten, den bekommt er!


backstreets29
5. Dezember 2010 um 19:27  |  3377

1. Ist das genau das Spiel von Lauth, dass er mit Anlauf auftaucht und dann Torgefahr ausstrahlt. Union kann davon ebenfalls ein LIed singen, ist also nix Neues.

2. Lusti hat sich nach meinem Empfinden richtig verhalten, er ist mit dem anderen Löwen mitgegangen. Ein defensiver MF hätte hier übernehmen müssen und Lauth stellen müssen.

3. Kann man, denke ich, dem Torwart hier keine Schuld geben.


hurdiegerdie
5. Dezember 2010 um 19:33  |  3378

Ausser Hubnik und Morales sind für mich alle um eine Note zu gut bewertet.

Den Countdown würde ich jetzt auf die Entlassung des Trainers terminieren, vermutlich 2 Wochen zu lang.

Sorry, aber dieses „punktgleich mit dem 2.“ Argument ist mir zu dünn, sowohl vom Budget Herthas, vom Trend (4 Niederlagen ohne eigenes Tor in 5 Spielen) als auch von der Anzahl der Heimspiele (Aue und Augsburg haben ein Heimspiel weniger). Bei Niederlagen gegen Aue und Augsburg liegen wir vielleicht nur „faktische 5 Punkte hinter den Aufstiegsplätzen, angesichts der Anzahl der Heimspiele wären es aber dann bereits 6-8 Punkte. Und das mit einem Budget, das in etwa das 3-fache von Aue und das fast 2-fache von Augsburg ist.

Es ist allerhöchste Zeit, m.E.: Jegliche Tabellenromantik ist bei der schlechten Spielanlage Herthas nur ein Abwarten, bis die bereits viel schlimmere Situation offensichtlich wird.

Man kennt mich hier noch nicht, aber ich bin kein Trainer-raus-Typ. Aber bei Babbel ist meine – ganz eigene – Einschätzung klar: Er ist es nicht und er wird es auch nicht mehr werden.


ursula
5. Dezember 2010 um 19:44  |  3379

@ hurdiegerdie

Ich freue mich, dass Sie noch meine „Tabellen-
romantik“ benutzen und in diesem Fall als
Grundlage für eine völlig richtige Weiterung!
Grüße


5. Dezember 2010 um 19:51  |  3381

Wenn ein Trainer einen neuen Verein findet und versucht seiner Mannschaft seinen Stempel aufzudrücken, verlaufen die ersten Monate oft holprig. Van Gaal bei den Bayern, Klopp hatte zu Beginn auch nicht nur rosige Zeiten in Dortmund, Magath brauchte seine Zeit um damals in Wolfsburg anzukommen und das Hin- und Hergeschiebe des Balls zu Beginn der Favre-Ära brachte einen manchmal zur Weißglut. All diese Trainer hatten nach ihrer schwierigen Anlaufzeit Erfolg. Von daher weigere ich mich dagegen Babbel schon komplett abzuschreiben. Allerdings, auch wenn sich bei den genannten Personen der Erfolg erst später einstellte, so erkannte man doch recht früh, auf was es dem jeweiligen Trainer im Spiel ankam, der „Stempel“, den die Trainer ihrem Team aufdrücken wollten, waren stets erkennbar. Genau das fehlt mir bei Babbel. Die oft genannte „Handschrift des Trainers“ erkenne ich beim besten Willen nicht. Ich hoffe einfach nur, dass Markus Babbel genau weiss was er tut und eine klare fußballerische Linie verfolgt. Bislang habe ich da aber nur Schaumschlägerei und pseudopsychologisches Geschwafel vernommen.


Stehplatz
5. Dezember 2010 um 20:26  |  3382

Contra Legendenbildung:
Unter Favre haben wir zu Beginn einen schönen Ball gespielt! Man erinnere sich nur an das 3:2 gegen Dortmund. Das funktionierte bis Lucio sich verletzt hat danach gings bergab mit dem Hurrafußball.


5. Dezember 2010 um 20:29  |  3383

Das Spiel gegen Dortmund war da eher die große Ausnahme zu Beginn. Und diese bestätigen bekanntlich die Regel 😉


Slongbo
5. Dezember 2010 um 20:50  |  3384

Mir stellt sich von Woche zu Wo che die Frage deutlicher: Wenn aus diesem Potential keine Mannschaft erschaffen wird, die einen gemeinsamen Willen durch eine gemeinsame Taktik, ein gemeinsames Spielverständnis und gemeinsam eingebleute Spielezüge umsetzt – woran liegt das dann? Und die Antwort ist: am Trainer. Noch ist die Grüppchenbildung wie bei Hertha am Ende in Liga 1 nicht zu erkennen. Aber sie wird der nächste Schritt sein. Und dann ist es zu spät. Ergo: Schade, aber Babbel ist gescheitert. Favre ist damals an einem sehr schwachen Michael Preetz und der nicht entgegengetretenen Grüppchenbildung gescheitert, weil Preets nicht eingegriffen hat. Deswegen, da jetzt nur noch Michael Preetz entscheiden kann, geht es nur so: Babbel muss in diesem Moment entlassen werden und Preetz muss wie dato Dieter Hoeness die gesamte Verantwortung mit einem neuen Trainer, der von Beginn an mannschaftsbildende Wirkung und spielsystematische Idee oder vielmehr Autorität entfalten kann übernehmen. Wer wäre das? Hans Meyer, Christian Gross, Thomas Doll.


laotse
5. Dezember 2010 um 20:56  |  3385

@Datcheffe: Danke.

Es langweilt dieses hochschreiben und dann das Abschreiben. Nein, es ödet an. Und alle wissen es besser!


fechibaby
5. Dezember 2010 um 21:05  |  3386

Hoffentlich bleibt Babbel nach dieser Peinlichkeit gleich in München!!
Keine Torgefahr durch Herthas Stürmer. Wie erbärmlich.
Da sich Hertha ja sehr gerne über Fehlentscheidungen des Schiedsrichters aufregt. Der Abpfiff des Vorteils für 1860 nach dem Handspiel vom Hertha Torwart darf doch wohl nicht wahr sein.
1860 hätte 2:0 gewinnen müssen!!!!!!!!


5. Dezember 2010 um 21:09  |  3387

Direkt nach dem Spiel war ich einigermaßen bedient und enttäuscht. Drei Punkte oder meinetwegen auch nur einer, überhaupt ein Positiverlebnis, wäre so wichtig gewesen. So wie das Spiel gelaufen ist, trotz erkennbarem Aufwärtstrend, kann man nicht zufrieden sein. Hertha hat in den letzten Spielen, zum größten Teil selbst verschuldet, massig Kredit verspielt.

Die Konkurrenz bereitet Dir dann aber trotzdem das Feld, legt Dir die Tabellenelfmeter reihenweise auf und Du verschießt kontinuierlich. Das ist so frustrierend. Es kommen Dir Gedanken wie: So steigen die doch nie auf bzw. das Saisonziel kann man doch eigentlich jetzt schon knicken. Da sind schon einige Defizite erkennbar und Aufstiegsfavorit… davon kann doch mittlerweile auch keine Rede mehr sein. Auch wenn die anderen Hertha natürlich weiterhin nur allzu gerne in die Favoritenrolle drücken wollen. Vieles erinnert an die letzte Saison, wo man zum Ende der Rückrunde, sich allein aus der Tabellenkonstellation noch ansatzweise Hoffnung holen konnte. Geht das also schon wieder los. Muss sagen, Hertha macht langsam etwas mürbe. 🙂

Trainerrauswurf ja/nein? Was kann man heute Babbel aber groß vorwerfen? Er hat reagiert, die Mannschaft hat reagiert – sie haben halt „nur“ wieder verloren, was dem ambitionierten Ziel zZt. nicht förderlich ist. Ich persönlich habe nach wie vor meine Zweifel, dass ein Trainerwechsel die ultima ratio ist. Aber wir können das von hier aus eh nur schwerlich einschätzen.

Was bleibt? Wieder mal nur die Hoffnung aufs nächste Spiel.


Slongbo
5. Dezember 2010 um 21:41  |  3388

@Datcheffe

Meiner Ansicht nach galt das, was Sie jetzt sagen, noch vor zwei Spielen – jetzt aber nicht mehr.

Problem: Von Beginn an fehlendes Spielsystem.

Problem Ihrer Analyse: Hertha lag nie im Soll, denn die Siege waren die Siege der Individualisten oder sehr schwacher Gegner – nie aber dessen, was ein Trainer aus einer Mannschaft machen muss. Babbel macht nichts aus Hertha. Er schafft keine Mannschaft. Und um diese Einsicht herum dürfen wir uns nicht in die Tasche lügen. Das abe rist der Satz: Herthe liegt dann wieder im Soll, Selbstbetrug.

Unter Favre hätte ich Ihnen zugestimmt. Unter Babbel nicht. Das ist der entscheidende Unterschied.


hurdiegerdie
5. Dezember 2010 um 22:01  |  3389

Ich gehe noch weiter @slongbo.

Nehmen wir mal die Faustregel: 3 Punkte im Schnitt zu Hause, 1 Punkt auswärts (auf dem Schnitt liegt Augsburg, Aue 2 Punkte darüber).
Mit einem Sieg gegen Aue hält Hertha nur die Situation 2 Punkte hinter dem Schnitt zu liegen (Aue läge dann immer noch im Schnitt vor Hertha).

„Auf Schnitt“ kommt Hertha nur mit 2 Siegen gegen Aue und Augsburg. Bei 2 Niederlagen wird Hertha 6 Punkte hinter dem Schnitt liegen und Aue und Augsburg vermutlich über dem Schnitt. Das machte dann etwa 8 Punkte Differenz zu den Aufstiegsplätzen. Mit dieser Mannschaft!!!!

Untragbar! Aber natürlich könne wir auch beide Spiele gewinnen und sind dann im Schnitt.

Ich glaube das nicht!


Exilherthaner
5. Dezember 2010 um 22:01  |  3390

Die meisten, die hier noch für Babbel stimmen, tun das immernoch mit dieser 1.Ligamentalität: wenn wir nicht 1. -3. werden, dann werden wir eben nur 4. und machen das in der nächsten Saison wieder gut. Nunja, obwohl Schiller immer wieder sagt hat, dass die Lizenz für das nächste 2.Ligajahr steht, so sollte man hier skeptisch sein und ohne Lustenberger, Raffael, Ramos, Niemeyer, Ebert, Lell und viele mehr ist es auch nicht mehr so einfach, aufzusteigen. Hertha hat nur diese eine Chance…das zu begreifen fällt natürlich schwer (daher auch kein allzu grosser Vorwurf an diejenigen, die Babbel bis Saisonende gewähren lassen wollen), denn wann war Hertha jemals in so einer prekären Situation? Das weiss Preetz und wird daher Babbel nicht mehr lange walten lassen, sofern sich nicht augenblicklich (!) eine Änderung einstellt….doch darauf warte ich zumindest schon seit 1-2 Monaten. Ich würde mich jetzt bereits auf die Suche nach einem neuen Trainer machen und diesen dann in der Winterpause vorstellen. Bis dahin darf Babbel weiterhin rumbabbeln oder Heine übernimmt. Ich rechne sowieso nicht mehr mit allzu vielen Punkten bis zur Winterpause, denn die Teams, die jetzt kommen, sind uns einfach überlegen.

Zum Spiel heute: ich freue mich für das Ligadebüt von Morales, Knoll und Lustenberger. Mehr ist einfach nicht zum Spiel zu sagen…..wie immer.


Seppelfricke
5. Dezember 2010 um 22:54  |  3392

Wenn wir schon dabei sind und uns alles beklagen.
Ich will das zur Rückrunde ne vernünftige Nr.2 oder sogar 1. für die Torwartpoisiton verpflichtet wird. Sorry aber diese Fehler von Sejna reichen mir. Das heute war einfach die Krönung.
Ich will einfach mal an diese völlig unnötigen Ballabklatscher gegen Fürth (was das Spiel entscheidend beeinflusst hätte) oder diesen lächerlichen Abklatscher am Anfang vom Bochumspiel. Das hatte zwar keine Konsequenzen, aber sowas geht einfach nicht. Und dann dieses ewige Zeit lassen beim Abstoß. Sorry aber das ist mir zu wenig. Und gerade mit 38 sollte man wissen wie man reagiert…

Ich finds gut das Babbel die Jugend spielen lässt. Aber man kann doch nicht von Morales und Knoll erwarten das sie viel gegen 60 reißen.

Mich würde mal interessieren wann Dardai das OK für seinen Trainerlehrgang bekommen hat. Ich gönns Pal das er Trainer wird, gern bei unserer Jugend aber man kann doch nicht jemanden mit soviel Erfahrung wegschicken. Das ist für mich kein glückliches Händchen.

Was ich mich auch Frage, wenn es für Beichler auf der Bank reicht, wann spielt er denn mal? Ich hab kaum gesehn, nur Youtube-Kenntnisse aber der kann doch nicht auf der Bank versauern.

Friend verliert auch mein Zusprechen auch wenn ich der Meinung bin das er was kann. Jetzt ist es eher die Meinung das er was könnte.

Anstatt die Baustellen geschloßen werden, kommen immer mehr dazu. Kobi unterirdisch, Lell auf dem Weg dahin, Niemeyer verloren beim Kampf im DM und jetzt gesperrt. Sejna gesperrt, dann die Verletzten. Ich hab ne Dauerkarte, ich gehe zum Aue Spiel aber ich rechne mit NICHTS.

Es ist sau gefährlich wie zur Zeit eine Euphorie, die vielleicht zu euphorisch war, die jetzt aber durch solche Leistung/Entscheidungen zerstört wird. Ich war guten Mutes als Babbel verpflichtet wurde, jetzt bin ich soweit das bei 2 Niederlagen ein neuer Trainer kommen MUSS. Schaffen wir es diese Saison nicht, werden wird mindestens, ich betone mindestens 5 Jahre 2.Liga erleben werden. Und wer das Prospekt zur Anleihe gelesen hat, weiß was nach dem 4. Jahr 2.Liga passiert…


LLcoolandi
5. Dezember 2010 um 23:12  |  3393

Ich habe auch dafür geklickt, daß Babbel verabschiedet wird.
Wir haben nur diesen EINEN Versuch um aufzusteigen. Mittlerweile müßte die Mannschaft eingespielt sein, Automatismen (Neudeutsch: Laufwege) müssten funktionieren. Aber irgendwie ist nichts davon zu sehen !!!
Man kann auch in der 2. Liga verlieren, aber nicht am laufenden Band…
Aber was ich seit einiger Zeit sehe, ist erschreckend.
In den letzten Jahren brauchte man 64 Punkte um aufzusteigen. Hertha hat noch nicht mal die Hälfte davon erreicht. Wer gesehen hat wie einige Siege zustande kamen dem kann nur Angst und Bange werden.
Bin ja mal gespannt wann wir hier über einen neuen Hertha-Trainer klicken werden.
Götz ist ja wohl auf der Suche…


laotse
5. Dezember 2010 um 23:21  |  3394

64:34= 1,88 Punkte pro Spiel zum Aufstieg
aktuell 29:15= 1,93 Punkte pro Spiel…

Dann ist doch alles rechnerisch in Ordnung!

Hoffentlich holt der neue Trainer dann auch die benötigten 1,88 Punkte pro Spiel… Babbel hat es nach 15 Spieltagen immerhin geschafft.


frankophot
5. Dezember 2010 um 23:39  |  3395

Wenn Götz wiederkommt, beende ich meine Mitgliedschaft.


Etebaer
5. Dezember 2010 um 23:41  |  3396

Ich glaube, das Babbel bis Weihnachten Zeit hat um eine sichtbare Verbesserung zu erreichen.
Wenn es irgendwelche Zweifel am Trainer gibt, ist ein Wechsel nur dann noch sinnvoll, hat ein anderer Trainer wenigsten ein bischen Zeit, auf die Spieler einzuwirken.

Wenn es dann schon ein ehemaliger Herthatrainer sein muß, dann kann es auch Röber sein, der hat wenigstens noch Kredit bei den Fans und wird erstmal nicht angefeindet, ist bei einem möglichen Scheitern hoffentlich nicht der nächste turboschnell eingeäscherte Herthatrainer.

Die Gefahr ist, das wir auch so ein unstetiger Verein werden, naja, als nackter Kaiser kann man schlecht am Tage nen Schneider suchen, zumindest nicht in den sonnenhellen Ecken!


Dan
6. Dezember 2010 um 0:33  |  3397

Ich werde auch mal unsachlich, dürfen ja hier auch alle.

van Gaal, Magath, Schaaf und Veh sofort entlassen mit diesen Etats diese Plätze. Ein Unding, eine Unverschämtheit.

Schmeißt das ganze ahnungslose Pack raus und bitte Trainergehälter auf Klick-Show-Teilnehmer verteilen.

Habe fertig und ohne Weingenuss.


Dan
6. Dezember 2010 um 0:50  |  3398

Berichtigung:

Natürlich nicht alle sondern nur einige. 🙂


apollinaris
6. Dezember 2010 um 1:02  |  3399

vor der Winterpause Babbel zu killen, fänd ich vollkommen daneben und einigermaßen sinnfrei-auch, was die Außendarstellung anbelangt. Hätte heute wieder eine leblose Mannschaft auf dem Platz gestanden, würde ich mit diesem Chor mitsingen und den Kopf des Trainers fordern. Aber heute wurde eindeutig ein Gang höher geschaltet-aber leider haben die (unfreiwilligen) Umstellungen ein geordnetes Spiel nach vorne völlig verunmöglicht. Ein unsäglich schwacher Auftritt von Ramos (nicht anspielbar) und ein für längere Zeit garantiert letzter Auftritt des Kanadiers (nicht anspielbar)..haben das spielerisch arg ausgedünnte MF zusätzlich spielunfähig gemacht. Es ist aber spürbar ein Ruck durch die Mannschaft gegangen.Ruka, Hubnik, u.a haben gefightet, wie lange nicht mehr. Dies ( sowie die tabellarisch gute Situation) rechtfertigt es, Babbel mindestens die letzten beiden Spiele Gelegenheit zu bieten, weiter seine Umbauten zu belegen. Gehen diese beiden Spiele verloren, hat Hertha immernoch nicht wirklich Boden verloren und kann im Winter reagieren. Alles andere hielte ich für völlig überzogen. Die bisher genannten Trainer halte ich allesamt für verkehrt: Röber hat seit Jahren nichts vernünftiges gemacht. Favre hatte das Handtuch geworfen, als es eng wurde. Hertha wollte ihn halten-ER war es, der hinschmiß- da erübrigt sich alles Weitere. Finke hat seit Freiburg und vor Freiburg nichts gemacht..ist z.Z. allenfalls ein Jugend-oder Regionalligatrainer. Meyer hat seinen Rosengarten verdient und Rehagel ist kein Depp-und würde mit den ganzen Jugendlichen sowieso verzweifeln.-
Also so leicht sollte man sich das denn doch nicht machen.
Die nächsten zwei Spiele sind entscheidend.
Wenn Hertha der Mannschaft nicht ein vollkommen falsches psychologisches Signal geben will, sollte man diese „Geduld“ haben.
Babbel rückt von Friend ab, hat sich für ein 4-4-2 entschieden-das wird funktionieren-da bin ich sicher. Wenn nicht-dann heule ich mit und will den Babbel auch nicht mehr.


Exilherthaner
6. Dezember 2010 um 1:21  |  3400

@Dan

Wenn du der Meinung bist, dass das Verfehlen der eigenen Saisonziele bei Bayern, Werder oder dem HSV die gleichen Konsequenzen nach sich ziehen wie bei Hertha, dann liegst du einfach komplett falsch. Das werden dir sicherlich auch @ub und @sto versichern können.

Nebenbei: in Liga1 würde ich weiterhin an Babbel festhalten. Ich bin ja kein Unmensch 😉

@laotse
der Trend (Ligaabsturz + blamables Pokalaus) is not your friend! Daher bringt uns deine simple Zahlenspielerei nicht viel weiter. Und wenn ich nun fragen würde, weshalb man denn auf Besserung hoffen könnte, so bin ich mir sicher, dass du es auch nicht besser weisst und auf Zeit spielst.

Die Parallelen zu Funkel kurz vor der Winterpause sind nicht zu leugnen. Mal schauen, ob der Lange aus seinen früheren Fehlern lernt oder die Hertha ganz absaufen lässt.


Chuk
6. Dezember 2010 um 8:33  |  3402

Das Problem ist, daß wir die „Bayern der zweiten Liga sind“ … wir sollten die „Dortmunder der zweiten Liga sein“. 😉


pax.klm
6. Dezember 2010 um 9:11  |  3403

Warum einen neuen Trainer?
Habe das schon mal vor über einem Jahr vor dem Berliner Ende von Herrn Favre gepostet, es währe sinnvoller sich Verstärkung für den jeweiligen Trainer zu suchen. Will damit sagen schaut doch mal zum American Football, dort gibt es diverse „Special-Trainer“, für Angriff, Verteidigung, Taktik,…und wie währe es mit Mental-Trainern oder Personal-Trainern für „Problemfälle“?
Das Währe -zumal auf Honorarbasis ohne Festanstellung- durchaus einen Versuch wert!
Allemal auch günstiger als ein Trainerwechsel.

Was wollen wir?
Konstanz ? Jugend? Erfolg? Sparkurs und Endschuldung? ODER DAS Gegenteil?
Favre war kein guter Trainer, weil er so frankophil sprach und auftrat, Funkel zu vorsichtig und außerdem, Stevens ein Ex-Schalher. der schöne Falko schlägt seine Spieler und hat keinen Respekt, Röber hat nur Ausdauer trainiert und war ne Taktiklusche….

Suche noch weiter, vielleicht den Sir?
Georg Keßler

oder Kuno, den Klötzer? Kronsbein?
Ich bin für eine Evaluation bei dem Trainerteams!

Hertha hat eine sehr teure Mannschaft, aber mit Sicherheit nicht die Überflieger! Wer in diesem Kader ist denn so TOPP!?
Die Mannschaft die zu Beginn der Saison erfolgreich war passte (die Rädchen griffen, darum auch mal Glück…)die jetzige braucht auch mal wieder Glück, damit die Rädchen greifen…


Helmut
6. Dezember 2010 um 9:13  |  3404

Mann muß kein Hertafan sein um zu wissen “ so ist die Herta“.
Erst ein bischen Leistung dann ein bischen Glück und dann wird die Leistung eingestellt. Nur dieses Mal hat die Leistung ein wehnig länger gedauert.
Da dies schon seit vielen Jahren so ist, Spieler und Träner wurden ausgetauscht liegt das wohl an der Vereinsführung.


sunny1703
6. Dezember 2010 um 9:44  |  3405

Was ist denn hier für eine Aufregung los?

Ich habe nicht den Eindruck,es geht um sachliche Auseinandersetzung,wie man ein Spiel bewertet,sondern darum einen Trainer von Hertha BSC kaputt zu machen.

Mancher Forist,den ich schon aus dem tsp kenne,schreibt auch einen Mourinho einen Van Gaal oder einen Klopp schlecht,……wenn er denn Trainer bei Hertha wäre,denn egal ob Götz,Favre,Funkel oder jetzt Babbel,alle taugen oder taugten nichts,wie ernst so eine Dauerkritik zu nehmen ist,bleibt jedem selbst überlassen.

Andere waren glühende Fans von favre,einem Mann dessen Spielweise die Fans von anderen Vereinen dazu brachte,geschlossen zu hoffen,Hertha wird nicht Meister,das Underdogimage konnte leider nicht verbreitet werden.

Und wieder andere forderten möglichst viele junge Spieler in das Herthaspiel zu integrieren.
Fast alle forderten und wünschten Hertha muss oben mitspielen und um den Aufstieg kämpfen.
Einige die vermutlich die 2.Liga mit der Landesliga verwechselten,glaubten Hertha müsse zur Halbzeit schon fast aufgestiegen sein,einige Herren Journalisten des Springer Boulevard ,machte mit depperten absurden Forderungen in Schlagzeilen noch ein Übriges.

Und was ist die Situation? Hertha steht punktgleich mit dem 2. ist 2 Punkte hinter dem Tabellenführer Aue und spielt seit einigen Wochen richtig schwach.Und sie verlieren.Das ist nicht wegzureden,doch wie man es dreht und wendet,sie sind immer noch im Aufstiegsrennen dick und fett dabei.

Die mannschaft ein gebilde aus Spielern,der letzten Katastrophensaison,gescheiterten Bundesligaspielern,einem erfahrenen zweitligaspieler und vielen jungen talenten mit einem neuen jungen Trainer steht trotz reichlich Fehlentscheidungen,trotz extrem vieler verletzungen da oben,wenn auch leider nicht mehr ganz oben!

Natürlich mit solchen Leistungen und vor allem Ergebnissen wie zuletzt,wird es eng,für den Aufstieg und ganz sicher auch bei Mechanismen des Hochleistungssport im Profibereich für den Trainer,sollten noch vier fünf spiele verloren gehen.

Ich frage mich aber auch,was für Anforderungen stellen solche Kritiker an ihre Angestellten,so z.b ein DREI punkte Schnitt zu hause,das bedeutet nichts anderes als alle Heimspiele samt und sonders zu gewinnen.Na bravo,ich weiß nicht,ob ein Team der 2.liga das jemals geschafft hat,die besten die ich nachschauen konnte,waren Hannover und Unterhaching mit 44 Punkten,ein Schnitt von 2,58 Punkten,ich finde ein Entlassungsgrund!!

Ich hoffe nicht,klopp kassiert diese Saison nochmal drei niederlagen hintereinander oder gar vier,dann muss er aber sofort entlassen werden!!!!

Nein,eine Entlasssung Babbels zum jetzigen Zeitpunkt wäre eine Verrohung jeglicher Sitten im Berufsleben und es hätte eine schlimme Auswirkung für den Verein,denn welcher Trainer kommt zu einem Verein,der einen Trainer in dieser Situation und diesen sehr guten Chnacen aufzusteigen entlässt!?

Und was soll ich bei einem Verein,bei dem teile von so genannten Fans einen immer noch erfolgreich darstehenden Trainer nicht unterstützen,sondern sofort dessen Ablösung fordern,weil es eine gewisse sportliche Krise gibt.

@dan hat doch noch untertrieben,wer Babbel JETZT entlässt ,entlässt Aues Trainer für gruselige Leistungen der letzten Wochen gleich mit und aus der Bundesliga etwa 13 von 18 Trainern ebenfalls.

Um es nochmal deutlich zu betonen ,es gibt keinen Freibrief für Babbel,erreicht er in den nächsten drei vier Spielen das team immer noch so wenig wie zuletzt wird es sehr eng für ihn,vorher jedoch nicht!

lg sunny


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 9:53  |  3406

pax.klm, endlich stellt du hier mal die wichtigen Fragen: „Was wollen wir?
Konstanz ?
Jugend?
Find ich prima! Gut wäre es die jungen Profifussballer nicht hier nur auszubilden, sondern auch daraus den Kern der Profimannschaft zu bilden. Junge Fußballer, die Berlin kennen und mögen, und nicht für ein paar Euro mehr zu anderen Vereinen wechseln, wo sie überwiegend auf der Reservebank hocken.

Erfolg?
In dieser Saison Wiederaufstieg, aber welcher Trainer kann die Mannschaft in der Winterpause neu aufbauen?

Sparkurs und Endschuldung? Unbedingt, denn die Schulden von heute engen zukünftig den finanziellen Spielraum weiter ein. 1860 Münschen hat viel zu lange gebraucht, um sich das einzugestehen.

Für die Antworten auf diese Fragen ist die Geschäftsführung der Hertha BSC KGaA zuständig. Ich hoffe, sie finden bald Antworten, um Hertha wenigstens im Mittelfeld der 2. Liga zu etablieren frei von Abstiegssorgen und Angst vor der Insolvenz. Dann beantwortet sich hoffentlich die Frage nach der Konstanz von selbst. Ich drücke alle Daumen dafür, dass Hertha hierfür einen Fußballlehrer findet, der ähnlich stabil wie in Mainz eine Spielkultur in Berlin etablieren kann.

All dies sind Wünsche für den Weihnachtspostkasten. In den nächsten beiden Spielen werden sie kaum in Erfüllung gehen. Aber auch in diesen beiden Spielen kann Hertha punkten, wenn Dardai und Lusti die Mannschaft kämpferisch mitreißen können. Sofern es noch sein Job ist, sollte Babbel schnellstmöglich seine Startelf für Sonntag benennen, und so oft wie möglich in dieser Woche Laufwege, Spielzüge und Standards trainieren.


backstreets29
6. Dezember 2010 um 10:05  |  3407

@sunny….bis Weihnachten sind es noch 2 Spiele, nicht 3 oder 4.

Das Gegurke, welches die Mannschaft zeigt, besteht nicht erst seit 2 oder 3 Spielen, sondern schon seit Anfang/Mitte Oktober. Die Kritikpunkte sind doch hier alle samt und sonders aufgezählt worden und auch hinreichend belegt worden.

Es ist nunmal Babbels Verantwortung, eben genau diese Kritikpunkte zu erkennen und dagegen zu wirken und genau hier tritt Hertha auf der Stelle.

Die nächsten Forderungen an das Team werden dann ein „dreckiger 1:0 Sieg sein, Gras fressen, Einstellung zeigen“ usw usw usw.

Der Mannschaft ist in läuferischer und kämpferischer Hinsicht gestern kein Vorwurf zu machen. Rafati war tendenziell contra Hertha eingestellt, hat das Spiel aber nicht entschieden.

Entschieden wurde das Spiel, weil man mal wieder keine zwingenden Torchancen kreiert hat, keinen konstanten Druck aufbauen konnte,
taktisch kein Mittel auf Lager hatte, den vielen Ballbesitz umzumünzen in Situationen, die die Löwen vor Probleme stellt
und von der vorhersehbaren Spielweise der Löwen überrascht wurde.
Gegen die spielerisch limitierten Verteidiger der Löwen fing das Pressing an der Mittellinie an.

Und genau das sind Dinge, die der Trainer spätestens im Spiel erkennen muss und gegensteuern muss und sich nicht nur erheben,
wenn ihm eine Schiedsrichterentscheidung mißfällt

Nach 16 Pflichtspielen und fast 6 Monaten Arbeit mit einem Kader, der 1.Liga-Ansprüchen genügen kann, muss man als Fan, Geschäftsführer, Präsidium einfach erwarten dürfen, dass die Mannschaft eine Spielkultur an den Tag legen kann, mit dem sie ihre Gegner soweit unter Druck setzen kann, dass man am Ende da steht, wo man sich ständig selber hinredet.

Ich bleibe dabei, ich bin kein Freund von Trainerwechseln, aber Babbel erweckt nicht den Eindruck, als ob er Antworten finden könnte und eine weitere Saison in der 2. Liga kann sicher Hertha BSC nicht leisten


hurdiegerdie
6. Dezember 2010 um 10:38  |  3408

Sunny,

ich fände es schon gut, wenn du Deine Meinung schreiben würdest und nicht jene anderer mit deiner Interpretation falsch auswälztest.

Und wenn du mich meinst, sprich mich doch direkt an.

„Mancher Forist…“
„Andere waren ..“
„Und wieder andere forderten ..“
„Einige die vermutlich die 2.Liga mit der Landesliga verwechselten,glaubten ….“

Das sind alleine 4 Absätze, die nur dazu dienen, andere zu diskreditieren. Das kenne ich schon vom TSP so.

Und wenn du das mit dem Schnitt nicht verstehen willst, dann lass doch Kritik weg. Mit einem Schnitt von 3 Punkten zu Hause und einem Punkt auswärts, kommt man auf 2 Punkte pro Spiel, das ist eine gängige Rechnung für Meisterschaft und Aufstieg. Natürlich heisst das NICHT, dass man jedes Spiel zu Hause gewinnen muss, sondern, dass man zu Hause verlorene Punkte eben auswärts wieder einfährt.

Ansonsten entnehme ich deinen Aussagen, dass du Babbel noch mindestens die ersten Spiele der Rückrunde spielen lassen wolltest (3-4 Spiele), und dann ggf. entlassen.

Meiner Meinung nach sollte man einem neuen Trainer dann schon die Winterpause ermöglichen, um seine Vorstellung umzusetzen, oder aber konsequent bis zum bitteren Ende Treue zum Trainer wahren. Letzteres muss nicht negativ sein, sondern kann der Mannnschaft alle Ausreden wegnehmen. Aber nach 2 Spielen der Rückrunde den Trainer entlasssen, halte ich für wirklich falsch.


sunny1703
6. Dezember 2010 um 10:44  |  3409

@backstreets29
Wir sind nicht bei der Transferliste,bei der die Öffnung im Januar eine Rolle spielt.Ein Trainer kann jederzeit entlassen werden.
Das was Du kritisierst,sehe ich in einigen Punkten auch ähnlich kritisch,dennoch bleibt aber nicht etwas zu beurteilen,dass ganz allein geschmackssache ist,sondern nackte Zahlen und die Aussichten aufzusteigen.
Wer herthas und babbels Leistungen zu kritisieren findet,würde die Leistungen jedes anderen Vereins der 2.liga ebenfalls kritisieren,wenn nicht jetzt,dann zu einem anderen zeitpunkt der saison.
Ein Luhukay wäre nach dem saisonstart auch nicht mehr Trainer in Augsburg.
Ich kann mich noch sehr gut an meine Kritik an Herthafans erinnern,als ich es für ziemlichen Unfug hielt Tore des Mittopfavoriten der Liga Augsburg zu bejubeln.
Doch wer Spiele dieses für mich immer Topfavoriten gesehen hat,weiß,dass sie erst in den letzten Spielen ins Rollen gekommen sind,vorher waren sie auf dem level der hertha der letzten Wochen.
Kritik und kritisch aufpassen ist sicher richtig ,ich bin mir auch sicher,dass wird selbst im management passieren.
Nur handeln wie von einigen hier gewünscht,wäre in meinen augen so ziemlich das hilfloseste was die verantwortlichen Herren von Hertha leisten könnten.
Über die Wirkung auf mögliche Nachfolgekandidaten wie schon erwähnt ganz zu schweigen.

lg sunny


sunny1703
6. Dezember 2010 um 10:58  |  3410

@hurdiegerdie
Dann mach doch Deine Statistik auf und sage ja,man braucht zwei Punkt im Schnitt,da bin ich bei dir ,übrigens auch der verein.
Da liegt Hertha einen Punkt drunter ebenso wie Augsburg.
Momentan ist Augsburgs Stärke im Gegensatz zu anderen Mannschaften die Auswärtsstärke,dann könnte man auch argumentieren,gut,dass sie nicht mehr so viele Auswärtsspiele habe,.auch Unfug!
Trainerentlassungen sind im günstigsten Falle mit einer Pause verbunden.
Das liegt eben daran,dass immer genug entlassene freie Trainer auf dem Markt sind.
Verliert Hertha beide Spieler wird der verein nachdenken,da bin ich mir sicher,im Übrigen habe ich das auch bei der Frage angekreuzt,dennoch sollten wir aufhören hier Trainerentlassungen als Allheilmittel anzusehen,wir sind nicht bei einem PC Spiel.
Du hast Finke als Alternative beschrieben,ja,ein bei Freiburg guter Trainer,doch woander!?
Und müsste man die Elle,die hier jetzt auch von Dir,weil Du es ja direkt hören möchtest ,anlegen,wäre ein finke bei Freiburg 15 mal entlassen worden!
Und in Japan ist er gescheitert!

Einerseits von Werder ,Freiburg zurecht wegen Kontinuität schwärmen und gleichzeitig das gegenteil in Berlin predigen,das ist inkonsequent!

lg sunny


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 11:04  |  3411

sunny,
auch ich habe den Eindruck, dass die Journalisten und etliche Blocker gegen den Trainer schreiben.
Aber das Auftreten der Mannschaft in den letzten Spielen war einfach zu schlecht und hat diese Diskussion provoziert. Ich hoffe einfach nur, dass in dieser Woche ein gutes Training möglich ist, sich die Mannschaft soweit als möglich einspielt, und dann am Sonntag zumindest kämpferisch überzeugt. Spieler, die in dieser Situation nicht kämpfen, gehören zum 1. Januar auf die Transferliste. Nur über Transfererlöse wäre ein Trainerwechsel bezahlbar. Der Trainer, wie auch immer er heißt, muss die Mannschaft ins Trainingslager führen, und intensiv arbeiten an Laufwegen, Spielzügen und Standards. Ein Trainerwechsel im Februar oder März wäre dann zu spät.


backstreets29
6. Dezember 2010 um 11:08  |  3412

@sunny Wenn ein Trainerwechsel im Raum steht, dann sollte man dem neuen die sowieso schon kurze Vorbereitungszeit auf die Rückrunde gewähren und nicht erst noch 2 Spiele abwarten.

Ich denke Augsburg ist hier auch kein gutes Beispiel. Die sind sehr gut gestartet, hatten dann eine kleine Schwächephase und haben sich jetzt auf ihrem gewohnt guten Niveau stbilisiert.

Bei Hertha geht es aber permanent bergab.
Und dass kann ich mir nur so erklären, dass Babbel es entweder nicht kann, die Mannschaft es nicht kann, oder aber Babbel der Mannschaft nicht vermitteln kann, was er möchte.
Egal welche der Möglichkeiten zutreffen, es ist 5 nach 12 und es müssen Antworten gefunden werden.


sunny1703
6. Dezember 2010 um 11:26  |  3413

@blauer Montag
Da bin ich ganz Deiner Meinung,
@backstreets29
Augsburg,stimmt guter Start,dann 2:2 Osnabrüch (h),0:1 Duisburg (a),1:2 1860(h)2:3 Aue (a),0:1 Düsseldorf(a) und dann dieser wirkliche Duselsieg in letzter Sekunde gegen Union,5 Spiele ohne Sieg,ein geschenkter anschließend,wenn du das als gewohnt gutes Niveau bezeichnest,dann frage ich mich warum sind dann 3 Niederlagen und ebenfalls 29 Pukte,ein grund für eine Trainerentlassung oder auch nur eine Diskussion darüber!?

Hier wird mit zweierlei Maß gemessen,mit einem das interessiert mich nicht Maß und einem bei Hertha BSC Maß!


6. Dezember 2010 um 11:29  |  3414

Dann sage ich es mal direkter als in meinem Beitrag gestern: Wenn Hertha jetzt oder im Winter Markus Babbel entlässt, wird der neue Trainer TROTZDEM NUR mit der Mannschaft arbeiten können, wie sie jetzt auch Babbel zur Verfügung steht. Die vermeintlichen „Neuzugänge“ Mijatovic und Ebert werden’s dann auch nicht reißen. Bis Ebert z.B. wieder ansatzweise Wettkampfform hat, wird’s vermutlich Mitte der Rückrunde sein (mal keine weiteren Folge-/Verletzungen vorausgesetzt).

Es ist doch immer dieselbe Platte, die in solchen Situationen gespielt wird. Die Panik-Platte. Machen wir uns doch nix vor. Es ist noch nichts verloren, aber ja, bereiten wir uns auch auf den möglichen Fall vor, dass das mit dem sofortigen Wiederaufstieg unter Umständen (!!!) nichts wird (was im Übrigen so überraschend auch nicht wäre, weil’s Hertha noch nie gelungen ist, leider).

Was mich halt etwas mürbe macht, ist in der Tat dieses scheinbar „eingebaute Scheitern“ im Verein. Andere sprechen von Gesetzmäßigkeit, ich nehm’s einfach nur wiederholt mit gewissen Ohnmachtsgefühlen hin: Immer, wenn sich der Verein ambitionierte Ziele setzt, scheitert er in schöner Regelmäßigkeit oder droht wie jetzt aktuell ggf. zu scheitern. Es soll ja Leute geben, die das sogar gut finden, weil’s Herthas ganz „spezielle und ganz eigene Note“ darstellt. Mich nervt’s und ja, schmerzt halt schon etwas, aber was soll’s – es ist mein Verein.

An den letzten beiden Spieltagen hatte Hertha die Chance, die Tabellenführung zurückzuerobern und hat beide Male die Chance fahrlässig liegen lassen. Glaube, in Herthas jetziger Situation würde es sich „von oben“ tatsächlich etwas leichter spielen. Sieger-Gen dringend gesucht!

Fast schon lustig hingegen finde ich mittlerweile die Torwartsituation bei Hertha. 1. Wer hätte gedacht, dass Babbels beharrliche Burchert-Vermeidungsstratgie vom Schicksal solche groben Eingriffe erfährt wie jetzt… 2. Wenn man schon so ein Wort wie „Schicksal“ bemüht, liegt die inhaltsverwandte Wendung „Pech“ ziemlich nahe: Die zweite Saison hintereinander, wo Hertha auf dieser Position nicht zur Ruhe kommt. Das ist schon bitter.

Also, rein mit Burchert ins Tor und entweder schließt sich damit ein Kreis und alles wird gut. Oder es wird alles noch schlimmer. Und wem das alles zu metaphysisch ist… Recht habt Ihr! 🙂

Wenn es jetzt aber noch irgendwelche realistischen Vorschläge geben sollte, die Hertha den garantierten Wiederaufstieg bringen, dann bitte her damit! Die treffen jetzt vermutlich auf ziemlich offene Ohren.


mArk78
6. Dezember 2010 um 11:54  |  3415

@08-15

Oder Markus Babbel wird weiterhin an der „Burchert-Vermeidungsstrategie“ festhalten und R. Strebinger ins Tor stellen.

Man weiß es nicht… 😉


pax.klm
6. Dezember 2010 um 12:02  |  3416

Nochmal etwas deutlicher:
Ein Kader der Erstliga Ansprüchen genügen kann, es zwangsläufig aber nicht zwingend TUT!

Mir ist systemischer Fußball im Augenblick eigentlich nicht wichtig, nur der Erfolg zählt!
Insgesamt sehe ich den Verein auf einem richtigen Weg.
Die Aufgabe die Spieler bestmöglichst einzusetzen, die Spieler zeitnah weiterzuentwickeln, das Gefüge so zusammen zu stellen , dass die Truppe als Mannschaft spielt, dies sind die vordergründigen Aufgaben die M.Babbel möglichst schnell sinnvoll lösen muß!
Nicht die Summe der besten Einzelspieler hat den größten Erfolg, sonderen eine MANNSCHAFT!


hurdiegerdie
6. Dezember 2010 um 12:03  |  3417

Tja Sunny, meine Rechnung ist eben anders.

Hertha: 8 Heimspiele (=24 Punkte), 7 Auswärtsspiele (7 Punkte) macht 31 oder 2 drunter.

Augsburg 7 Heimspiele (21 Punkte) 8 Auswärtsspiele (8 Punkte) macht 29 also im Soll.

Rechenspiele, klar. Man kann auch sagen, es ist bei den oberen Mannschaften egal, ob sie auswärts oder zu Hause spielen, sie müssten eh‘ fast alles gewinnen. Eben nicht meine Meinung.

Augsburg hatte zu Saisonbeginn Probleme und hat sich jetzt stabilisert und eingespielt (und verkraftet den Ausfall eines wichtigen Spielers).
Bei Hertha sehe ich keine Stabilisierung oder ein Einspielen. Deshalb meine Panik, es wird nicht besser sondern schlimmer.

Klar kann man auch hier sagen, Hertha nimmt sich eben jetzt seine Auszeit und das war es dann für den Rest der Saison und wir werden durchmarschieren. Das glaube ich aber nicht.

Ich kann für mich Schaaf und Finke nicht mit Babbel vergleichen. Die Ziele von Freiburg waren andere (irgendwas zwischen Abstiegs- und Aufstiegsmannschaft) und es wurde langfristig ein solides finanzielles Gebäude errichtet. Schaaf hat über Jahre gezeigt, dass er mit den jeweiligen Bremer Mannschaften kann, da kann man Kontinuität in Krisenzeiten fordern. Babbel hat für mich noch nicht gezeigt, dass er es kann, und Hertha MUSS dieses Jahr aufsteigen, sonst reden wir im nächsten Jahr nicht mehr über eine Fahrstuhlmanschaft 1.-2.Liga.


ursula
6. Dezember 2010 um 12:37  |  3418

@ sunny

Andere Trainer auch schlecht schreiben!?
Das mit den richtigen Schlüssen zu ziehen,
ist in einer Situation, in der das “berühmte
Kind” schon mehrfach aus dem Brunnen
gerettet wurde, so eine Sache, weil, es ist
ja noch nichts “Dramatisches” passiert….!!!

Hertha liegt punktgleich mit dem Zweiten
in Aufstiegsplatznähe! Allein die Tatsache,
dass die Hertha mit DIESER “Offensive”
die WENIGSTEN Tore der “Aspiranten”
geschossen hat, sollte die Fußballexperten
nachdenklich machen…..

Am Sonntag für JEDEN offensichtlich, hat
sich doch eine Mannschaft präsentiert, die
WOLLTE, aber bitte, NICHT KONNTE…

….ein wilder ungeordneter Hühnerhaufen,
OHNE System, OHNE JEDE erkennbare
Taktik, OHNE Konzept, und dies, wie seit
dem ERSTEN Spieltag! Mit Spielern, die
TOTAL verunsichert sind! Rob Friend, kein
Freund von mir, aber seine Technik, kaum
vorstellbar, hat sich noch “degressiviert”!!
Aber warum?

Ramos, nicht überschätzt, versuchte OHNE
Raffael, Linie in eine “laufweglose” Truppe
zu bringen, wie soll (er?)….

….er setzte zu “Steckpässen” an, spielte in
den Lauf, den er instinktiv, für richtig hielt,
aber genau da läuft KEINER hin, oder aber
wie z. B. “Ruka” und Friend, “verspringen”
die einfachsten Bälle, die ich in der 1. Knaben
schon erlernte! Sejna hätte vor 2-3 Wochen,
diesen Exkurs außerhalb des Strafraums nie
gemacht! Die Mannschaft ist am ENDE!!!

SIE wurde noch einmal “motiviert” und hat
durchaus angesprochen, aber das Wichtigste,
der Glaube an sich selbst, mit GEREGELTEN
und geordneten “systemischen Grundlagen“,
die im Training, in der Vorbereitung, längst
hätten vermittelt und “verinnerlicht” werden
müssen, FEHLEN!!!

Ein Sieg, wie auch immer, “dreckig” über Aue,
selbst in tiefer Krise, wären DREI Punkte, aber
weitere “Augenwischerei”! Käme ein “anderes
AUE”, der letzten Wochen, und man gewönne,
könnte dies auch eine Messlatte für den Trainer
sein, aber so hieße das nur “Not schlägt Elend”
und die “Wurschtelei” geht, ginge weiter…..
P. S.


sunny1703
6. Dezember 2010 um 12:50  |  3419

@hurdiegerdie
Diese Statistik ist eine….sichtweise…….wie eben auch zu sagen,Augsburg Stärke gegenüber anderen mannschaften,ist die auswärtsstärke.
Der Verlust eines spielers von augsburg ist ja von Hertha in und auch während d er saison potenziert worden.
Im Übrigen weißt Du,dass Augsburg vor Beginn der Saison schon mein Topfavorit war,also kommt da nichts von ungefähr!
Und mit Herthamaß gemessen hätte man Augsburgs Trainer nach der Niederlage gegen Düsseldorf entlassen müssen.
Dass Freiburg auf Kontinuität setzt(e) lag vor allem am Präsidenten Achim Stocker,der ebenso wie Werder einen anderen Weg eingegangen ist.Keine Entlassungen wegen einer sportlichen Krise,das ist das worauf es ankommt,sondern dem Trainer die Möglichkeit geben,was langfristiig aufzubauen.
Keine Frage momentan erreicht Babbel Teile der Mannschaft nicht,doch wie kommt er bei den jungen Spielern an,wie bei denen die in der 2.liga bei Hertha blieben!?
Freiburg bzw Stocker gab zwei unbekannten Trainern das Vertrauen und die Chance für einen langfristigen Aufbau.
Vielleicht ist das das Manko bei babbel,er steht auch per Vertrag unter Druck,entweder er /das team steigt sofort auf oder er kann gehen,ist das wirklich motivierend oder ab wann wird es zur belastung!?
Nein,ich habe kein mitleid,nur frage ich mich,was ist für Hertha langfristig die beste Lösung,wer kommt mit dem Nachwuchs am besten klar?
Wenn schon nicht babbel und also auch nicht 1.liga, dann einen der bewiesen hat,mit der Jugend umgehen zu können,ein Hrubesch z.b.

Und was die winterpause angeht,so wird vermutlich bei zwei weiteren Niederlagen der Druck von Außen so groß,dass das Thema Babbel beim Verein sehr groß geschrieben wird.

Doch wenn dann jemand anders kommt,dann bitte kein Red Adair,sondern jemand der eine wirklich langfristige chance bekommt,auch bei den fans und zwar egal in welcher Liga!

lg sunny


6. Dezember 2010 um 13:00  |  3420

sunny1703 schrieb:
„Doch wenn dann jemand anders kommt,dann bitte kein Red Adair,sondern jemand der eine wirklich langfristige chance bekommt,auch bei den fans und zwar egal in welcher Liga!“

Du bist lustig, sunny. Und Du weißt genau, dass es so einen Trainer für Hertha BSC niemals geben wird. Überhaupt für einen Verein?


backstreets29
6. Dezember 2010 um 13:01  |  3421

Warum äussern sich eigentlich unsere beiden Blogger heute nicht? Keine Zeit oder schlaflose Nächte? 😉


ursula
6. Dezember 2010 um 13:05  |  3422

@ sunny

Auch wenn Du mich ignorierst, bei Horst Hrubesch
könnten wir uns treffen!


apollinaris
6. Dezember 2010 um 13:07  |  3423

. ich habe gestern sehr genau auf Ramos geachtet: seine Pässe waren teilweise dämlich- dahin konnte niemand laufen. Aus dem Nähkästchen für halbwegs begabte Feldspieler: „gute Fussballer können immer miteinander fussballspielen“-diese Plattitüde gilt !-Solche Stückelei wie die von Ramos gestern den (behaupteten!)nicht trainierten Laufwegen anlasten zu wollen..klingt für mich wenig glaubhaft. Ramos ist von der Rolle, das hat aber vermutlich einen ganzen Strauss an Gründen. Diese eindimensionale Sicht auf die Allmacht des Trainers ist praxisfern. Jedenfalls hat das wenig gemeinsam mit dem, was ich über Fussball weiss.
Wir haben gestern mit einer v.a. im Mittelfeld extremen Notelf operiert-und zwei sehr formschwachen Stürmern..
Ich möchte Fussball sicher nicht banalisieren-aber ganz so mathematisch verläuft kein Aufbau einer Aufstiegsmannschaft innerhalb einer Saison- da sind noch ganz andere Faktoren tragend.- Das kommt mir hier zu kurz. Die Fixiertheit auf den Trainer ist leider typisch. Wenn es nicht läuft-ist es immer der tariner-und der muss dann eben weg. Ich stimme insofern mit den Äußerungen von @sunny in vollem umfang überein.


sunny1703
6. Dezember 2010 um 13:11  |  3424

@ursula
Ich habe Dich nicht überlesen,ich werde Dich daran erinnern,wenn es es denn passieren sollte 🙂
@08-15
Die Beispiel freiburg,Bremen zeigen ja den Weg auch Man United oder Arsenal!
Aber so richtig glauben tue ich es auch nicht,leider!

lg sunny


ubremer
ubremer
6. Dezember 2010 um 13:11  |  3425

@backstreets29,

weil der Hertha-Zug weiterrollt. Training, Gespräche. Recherche. Zeitung machen 😉

Im übrigen allen hier einen schönen Nikolaus.


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 13:12  |  3426

Ohren auf 08/15
Jeder Sportler weiß, zwischen den Ohren beginnt der Krampf. Den von hurdiegerdie und anderen Blockern so wortreich beschriebenen Krampf kann man nicht kurzfristig lösen. Dafür braucht man einen Sportlehrer und keinen Profiversteher oder -verhätscheler. Ob der Aufstieg in dieser Saison gelingt oder nicht, finanziell gesehen wird Hertha noch min. 4-5 Jahre zwischen 1. und 2. Liga hängen. Die finanzielle Misere kann nur gelöst werden, wenn ein guter Fußballlehrer den eigenen Nachwuchs taktisch und technisch schult, und bis auf das Niveau der 2. und 1. Liga bringt.


backstreets29
6. Dezember 2010 um 13:25  |  3427

@ubremer

Momentan haben wir aber ordentlich Sand im Getriebe 😉

Ebenfalls allen einen schönen Nikolaus


ursula
6. Dezember 2010 um 13:32  |  3428

@ sunny

Noch eins, zum besseren Verständnis! Es geht
aktuell um keinen langfristigen Aufbau…..

….es geht um SOFORTIGEN Wiederaufstieg,
eine „Sondersituation“, die andere „Aspiranten“
nicht haben…..

Übrigens auch in der nächsten Saison nicht,
da müsste dann, wenn überhaupt, die Liga
gehalten werden!

Erst danach, mit einer gewissen Stabilität,
könnte man „persepektivisch denken“, oder
was? Grüße


Halblinks
6. Dezember 2010 um 13:42  |  3429

ich gestehe, ich habe gegen Babbel gestimmt. Die Mannschaft spielt seit Beginn der Saison keinen überzeugenden Ball. Die klaren Siege sind gegen hilflose Gegner zustande gekommen. Schon das 0:0 zuhause gegen Aaachen war ein Offenbarungseid. Mittlerweile gelingen nicht mal mehr glückliche Tore aus dem Nichts.
Wenn jetzt der Trainer die Einstellung der Mannschaft als „richtige Reaktion“ lobt, dann gehen bei mir alle Alarmglocken an. Die 60er haben die Zweikampfbilanz gewonnen und die Herthaspieler hatten nach Ansicht ihres Trainers die richtige Einstellung???
Sorry, für Schönreden haben wir keine Zeit, das hat die letzte Saison schon gekostet. Es muß gehandelt werden. Noch zwei Niederlagen bis Weihnachten und die Aufstiegsplätze sind schon 4 oder 5 Punkte weg und mind. 4 Mannschaften dazwischen!!


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 13:43  |  3430

@ursula
….es geht um SOFORTIGEN Wiederaufstieg,
eine “Sondersituation”, die andere “Aspiranten”
nicht haben…..
Derart unbedingtes Wollen, jetzt und sofort, provoziert den Krampf im Kopf und verhindert das Denken über die nachhaltig erfolgreichen Konzepte.


6. Dezember 2010 um 13:46  |  3431

Ich bleibe dabei, dass man der Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machen kann. Es ist vielmehr so, dass die Mannschaft es nicht schafft Babbels fußballerisches Konzept (ich hoffe er hat auch eines) auf den Rasen zu transportieren. Wenn der Trainer hier von einem Einstellungsproblem redet, liegt er einfach falsch.


pax.klm
6. Dezember 2010 um 13:46  |  3432

Dieses Konglomerat von nicht ausgebildeten Fähigkeiten, lässt sich meines Erachtens nicht du „Systemspielerei“ überdecken, …
Warum nur hat L.Favre so viele „polyvalente“ Spieler NEU geholt?
Weil eben VIELE gar nicht in der Lage sind „sys…“ zu spielen.
Entsprechende Spieler brauchen eine gewisse Intelligenz um im System zum Erfolg zu kommen, müssen durchaus vernünftig verschiedene Positionen spielen können, eben „polyvalent“ sein um die SYSTEME WIRKLICH ZU VERSTEHEN,
dann klappt es mit Laufwegen, blindem Zuspiel, Verständnis auch in anderen Sprachen,…
Die Neugestaltung der Mannschaft a la Favre
hatte sicher auch damit zu tun.
Wie spielintelligent sind die Spieler der Hertha?
Wer nach Jahren im deutschsprachigen „Ausland“ immer noch nicht die Sprache seines Aufenthaltslandes spricht, der muss sich schon einige Fragen gefallen lassen, will er oder kann er nicht?
Das reione „Auswendiglernen von Laufwegen“ bringt eigentlich nur etwas, wenn diese dann irgendwann auch verstanden werden, denn sonst klappt alles wieder nicht mehr bei andersgearteten Situationen!


6. Dezember 2010 um 13:50  |  3433

@Blauer Montag
Aber was nutzt der beste Fußballehrer, wenn er bei uns nach drei Spielen in die Schusslinie gerät? Ich glaube, wir müssen zunächst bei uns selbst und unserem eigenen Verständnis ansetzen. Ansonsten bringt das alles nichts.


apollinaris
6. Dezember 2010 um 13:50  |  3434

-Wer soll denn geholt werden?-Die hier genannten Namen sind ja ein Witz! Favre ist alles, nur keine Feuerwehr-und hat bei Hertha die Brocken hin geworfen, als es darauf ankam. Das ist ja hahnebüschen-diesen Namen zu nennen. Meyer züchtet Rosen. Labbaddia ist keine Feuerwehr und Röber hat nichts, aber wirklich gar nichts mehr gerafft in den letzten Jahren. So. Und ein Daum kommt nicht-der wäre noch einer, dem ich solch ein Halbjahresengagement zutrauen würde-Hitzfeld wird auch nicht kommen!-Also dann doch wohl noch zwei Spiele abwarten und den Winter nutzen!?-Wenn selbst ein Effenberg den Gladbachern den Rat gibt, den Frontzek auf keinen Fall vor der Winterpause zu entlassen ..aus o.g. Gründen-dann kann es nicht verkehrt sein, Babbel noch zwei Spiele zu geben. Alles andere wäre für mich Beleg für Panik und Mißmanagement. Es sei denn: es gibt klare Indizien dafür, dass Babbel die Mannschaft nicht mehr erreicht-das ist immer das Ende.
Das kann nur Preetz sehen.


6. Dezember 2010 um 13:52  |  3435

@Blauer Montag

wir MÜSSEN wieder aufsteigen, und zwar sofort. Und damit MUSS die Mannschaft klar kommen. Dass dieses Anspruchsdenken, gerade für die vielen jungen Spieler, auch Riesendruck bedeutet, ist doch jedem klar. Doch Fakt ist: Wenn wir in diesem Jahr nicht aufsteigen wird es das für einige Jährchen gewesen sein mit Hertha BSC und der Bundesliga.
Und wer das nicht sieht, der will es nicht sehen.


Chris
6. Dezember 2010 um 13:57  |  3436

@ursula

Sorry, aber Dein Post von heute 12:37h ist wirklich viel zu dramatisch (Zitat: „Diese Mannschaft ist am ENDE.“).
Am Ende war mE. letztes Jahr unsere Absteiger-Truppe. Diese Mannschaft hat einen Hänger und ein echtes Kreativ- und Torgefahrproblem. Aber bitte, am Ende? Muss es immer gleich so ein Super-Drama sein?
Und: Woher willst Du wissen, dass falls wir Aue schlagen es nur Not gegen Elend war? Vielleicht sollten wir mal alle die Kirche im Dorf lassen. Ein Sieg gegen Aue – übrigens auch ein „Dreckiger“ – kann enorme Kräfte und zurückkehrendes Selbstvertrauen auslösen. Sich selbst verstärkende Prozesse können in beide Richtungen – positiv wie negativ – laufen. Also abwarten und bißchen mehr Coolness…

Blau-Weiße Grüße


backstreets29
6. Dezember 2010 um 13:58  |  3437

08-15 hat geschrieben:
Aber was nutzt der beste Fußballehrer, wenn er bei uns nach drei Spielen in die Schusslinie gerät?

Babbel ist nicht seit 3 Spielen in der Schusslinie. Das ist momentan der Gipfel eienr Entwicklung, die sich seit Oktober zeigt, und hier unendlich diskutiert wird, und nicht nur hier.
Nur hier auf dem höchsten Niveau. 😉

Die Entwicklung des Spiels der Mannschaft sorgt für Kritik, weil es mit jeder Begegnung schlechter wird und nur aus diesem Grund wird Babbel bisher kritisiert.


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 14:00  |  3438

@08-15
genauso isses: „wir müssen zunächst bei uns selbst und unserem eigenen Verständnis ansetzen. Ansonsten bringt das alles nichts.“
@Bertram
die Spieler, die dem Saisonziel nicht gerecht werden, kann man gleich in der winbterpause verkaufen. Solange wir/die Hertha kein nachhaltiges Konzept für den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg hat, müssen wir nicht aufstiegen.


Mike
6. Dezember 2010 um 14:05  |  3439

Das Favre Thema nervt so langsam tierisch, wie lange trauert man dem eigentlich noch hinter her?

Alles und jeder wird hier mit Favre verglichen.


Chris
6. Dezember 2010 um 14:05  |  3440

@Bertram

Stimmt, finde ich auch. Kämpferisch wars ok. Ich schätze auch, Babbel hat mittlerweile verstanden, dass er das Thema Einstellung nicht in jeder Pressekonferenz als Aufhänger hernehmen sollte.
Ich hoffe vielmehr, dass Babbel – ggf notgedrungen durch die fehlenden Spieler – die Taktik korrigiert. Meiner Meinung nach ist aber der Ausflug zu den 60´ern auch für Babbel gut gewesen, weil der gezwungen wurde mal was im Mittelfeld auszuprobieren. Vielleicht sind die durchaus annehmbaren Ansätze eines Knoll und die Wiederkehr von Lusti Anlass, dass nun auch an anderen Stellen Alternativen gewählt werden.

Ich finde am dringendsten muss Friend verschwinden: Auf die Bank und nur rein, wenn in den letzten 15 Min Brechstange hoch und weit nötig würde. Besser aber ohne ihn, sonst spielen wir 10 gegen 11, so statisch und ungelenk die der ist.


hurdiegerdie
6. Dezember 2010 um 14:11  |  3441

Hertha hat 5 der letzten 7 Spiele verloren, die letzten 4 Auswärtsspiele (und in der Rückrunde haben wir mehr Auswärts- als Heimspiele @Sunny), und bei den Niederlagen wurde in 5 Spielen 1 Tor beim Drittligisten geschossen.

Die Siege waren zu Hause gegen den damals Tabellen(vor-)letzten, der zu diesem Zeitpunkt alles aber auch alles verloren hat, und gegen einen Trainer, der im Oly sowieso nicht gewinnen kann.

Es geht zumindest mir nicht um eine zweiwöchige Momentaufnahme mit vielen Verletzten.


Sandy
6. Dezember 2010 um 14:13  |  3442

@ ubremer & dstolpe
Ich habe auf der Hertha Hompage gesehen, dass diese Woche nur einmal täglich (jeweils 11 Uhr) trainiert wird und nicht wie sonst so oft zweimal (10 & 14 Uhr). Mich würde interessieren ob das Training umgestellt wurde, oder was das sonst für einen Grund hat. Für Informationen diesbezüglich wäre ich äußerst dankbar. 🙂


pax.klm
6. Dezember 2010 um 14:15  |  3443

zu
Mike // 6. Dez 2010 um 14:05, solltest Du meinen Kommentar meinen?
Es ging hier nicht um Favre, sondern darum, dass es so viele Spieler gibt, die gar nicht in der Lage sind „sys…“ zu spielen…

was anderes: Wollte eigentlich mal wieder beim Training vorbeischauen, stelle aber gemäß Hertha News fest, ist nur einmal täglich und morgen frei!
Treffen die Spieler sich tatsächlich nur zu einem Termin für 2-3 Stunden täglich?
WEarum nicht zusätzliche Einheiten?
Bitte um Aufklärung!


pax.klm
6. Dezember 2010 um 14:16  |  3444

hey Sandy,
gleiche Gedanken,…


sunny1703
6. Dezember 2010 um 14:17  |  3445

@ursula
Die Hertha MUSS jetzt schon perspektivisch denken und ich bin mir sicher,sie fangen damit an!
Denn zumindest der Nichtaufstieg muss eine genaue wirtschaftliche Kalkulation und einen sportlichen Plan zur Folge haben,dessen Entwicklung jetzt schon begonnen werden muss.Nicht wegen der momentanen sportlichen Krise ,sondern um seriös in eine neue saison zu gehen.
Das ist eine Seite der Planung,die andere wird Richtung 1.liga gehen mit anderen Gedanken -und Zahlenspielen.
Und ein Trainer ,der zur Winterpause geholt werden sollte ,müsste genau dieses haben,ein langfristiges Konzept für beide Ligen,angepasst an die finanziellen Möglichkeiten des Vereins.

auch von mir natürlich einen schönen Nikolaus 🙂

sunny


Stehplatz
6. Dezember 2010 um 14:21  |  3446

@ Exilherthaner
Ich kann dir nur zustimmen!

5 der letzten 7 Spiele verloren mit 6:9 Toren
Die letzten 3 Spiele ohne Tor
Seit Anfang der Saison ohne erkennbare Linie im Spiel.
etc. etc.

Natürlich darf man da nicht fragen ob der Trainer der Richtige ist/war…….


Dovifat
6. Dezember 2010 um 14:35  |  3447

Mal zur Erinnerung, auf der MV letzte oder vorletzte Saison sagte Schiller sinngemaess zur finanziellen Situation: „Nur ein Abstieg darf nicht passieren.“

Die Implikationen kann sich hoffentlich jeder hier ausmalen. Effektiver Schuldenabbau in der zweiten Liga ? Is klar…

Wenn Hertha den Aufstieg in dieser Saison verpasst, kann man bestenfalls noch auf ein Schicksal wie das von 1860 hoffen. Das Bielefeld dieser Saison ist aber deutlich wahrscheinlicher.

Die jetzige Spielzeit entscheidet ueber das naechste Jahrzehnt Hertha BSC, vielleicht sogar noch mehr. Eine weitere „Uebergangssaison“ kann man sich auf gar keinen Fall leisten und das scheint einigen der Beschwichtern nicht so ganz klar zu sein.


Chrome
6. Dezember 2010 um 14:37  |  3448

@Stehplatz

Natürlich nicht, wo denkst du hin? Dieser hervorragende Trainer hat immerhin bei Bayern gespielt, allein diese Erfahrung macht ihn über jeden Zweifel erhaben.

Verzeihung für den Sarkasmus. Für mich steht fest, dass Preetz Babbel nur halten wird, wenn wir mindestens 4 Punkte aus den letzten beiden Partien holen. Warum? Weil es, unabhängig von Hertha BSC, um seinen eigenen Job geht. Sollte Hertha nicht aufsteigen ist Preetz seinen Job los. Das er woanders einen neuen bekommen würde nach einer derartigen Serie von Fehlentscheidungen ist zumindest mittelfristig unwahrscheinlich.

Wohlbemerkt, ob die Entscheidungen alle falsch waren ist unerheblich. Das Ergebnis ist das falsche. Deshalb wird der pure Selbsterhalt, der auch völlig verständlich ist, Preetz zum handeln zwingen. Da können wir alle reden was wir wollen. In 2 Spieltagen haben wir ein (Zwischen)Ergebnis, da führt kein Weg dran vorbei.


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 14:41  |  3449

@dovifat
Der Abstieg ist aber passiert.
Der notwendige Trainerwechsel zur Winterpause ist nur finanzierbar, wenn der ein oder andere Schönspieler am 1. Januar auf der Transferliste steht. Die Personalkosten müssen bereits jetzt gesenkt werden. Ein Trainerwechsel sollte nicht durch weitere Kredite finanziert werden.


Dovifat
6. Dezember 2010 um 14:41  |  3450

@sunny:

Laut den Informationen auf der MV wurde mit der zwei(!)gleisigen Planung am ersten Dezember begonnen, also schon vor fast einer Woche.

@die Hausherren:

Gibt die software Vorschau- und zumindest zeitbegrenzte Editierfunktionen her ? Ist ziemlich anstrengend hier 🙁


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 14:44  |  3451

@ chrome
deine prognoserechnung und die begründung stimmen. Hertha ist mehr als das persönliche schicksal von preetz und schiller.


wilson
6. Dezember 2010 um 14:45  |  3452

Die Uhr tickt:

In 160 Tagen steigt Hertha auf !
Vielleicht auch schon früher, wenn Finke, Röber und Neuruhrer kommen.


ubremer
ubremer
6. Dezember 2010 um 14:52  |  3453

@Dovifat,

Gibt die software Vorschau- und zumindest zeitbegrenzte Editierfunktionen her ? Ist ziemlich anstrengend hier

Was meinst Du, das Kommentar-Fenster?


Dovifat
6. Dezember 2010 um 14:55  |  3454

@ubremer:

Ja, das Kommentarfenster.


ubremer
ubremer
6. Dezember 2010 um 14:59  |  3455

@Dovifat,

mache mich mal schlau.


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 15:01  |  3456

wilson, danke für deinen humorvollen Beitrag.
Bei 2 der 3 Namen glaube ich kaum, dass es Hertha am 15. Mai wesentlich besser geht…


6. Dezember 2010 um 15:03  |  3457

@dovifat schrieb:
„Die jetzige Spielzeit entscheidet ueber das naechste Jahrzehnt Hertha BSC, vielleicht sogar noch mehr. Eine weitere “Uebergangssaison” kann man sich auf gar keinen Fall leisten und das scheint einigen der Beschwichtern nicht so ganz klar zu sein.“

Doch, das ist mir schon bewusst und ich mache mir auch so meine Sorgen, dennoch hat mir bisher noch keiner ein überzeugendes Argument gebracht wie der vom @Blauen Montag formulierte Krampf zwischen den Ohren bei der Mannschaft gelöst werden kann. Wie gesagt, auch ein vermeintlich neuer Trainer wird mit diesem Kader jetzt arbeiten müsen. Und fünf neue Spieler im Winter, vielleicht unter der Maßgabe „koste es, was es wolle“ (unabhängig davon: Wer kommt jetzt schon zu Hertha in die zweite Liga?), kann auch nicht der Weg sein.

Aber es ist jetzt wie so oft in solchen Diskussionen, man kommt an diesen Punkt, wo die radikalen den gemäßigten Ansätzen gegenüber stehen. Und seien wir ehrlich, keine der beiden Seiten hat dabei die Wahrheit gepachtet. Ich akzeptiere aber jede Entscheidung, die das sportliche Management jetzt oder demnächst treffen wird. Ob sie richtig oder falsch ist/war, wird dann wiederum nur im Nachhinein zu beurteilen sein.

Ich hoffe, keiner unterstellt hier Preetz & Co, dass sie sich nicht auch Sorgen und Gedanken um die Großwetterlage machten. Wobei, Babbel und Mannschaft sollen meinetwegen ruhig weniger DENKEN und dafür mehr SIEGEN! 🙂


Seppelfricke
6. Dezember 2010 um 15:14  |  3458

Können wir uns darauf einigen das wir wieder objektiv werden, dass wir diese persönlichen Hickhackposts einstellen und das hier nicht ständig irgendwelche Namen von Trainern aus der Vergangenheit ins Spiel gebracht werden?

Neururer (ich will mal daran erinnern das er äußerst „erfolgreich“ bei hertha war anfang der Neunziger)

Röber (hat seit seiner Entlassung bei Hertha garnichts mehr gerissen und will laut nem interview mit dem Tagesspiegel nicht mehr Trainer sein)

Götz (hat damals auf die Jugend keinen wert gelegt und ist dazu noch selbstherrlich)

Finke (konnte in Freiburg lange arbeiten und das für deren Verhältnisse erfolgreich, aber der ist doch keiner für den sofortigen Wiederauffstieg Hertha).

Lasst uns Aue und Augsburg abwarten. Der Micha wird schon merken wann es auch um seinen Stuhl geht und rechtzeitig reagieren.


Bolle75
6. Dezember 2010 um 15:47  |  3459

Also ich bleibe jetzt auch mal ganz ruhig.
Für mich war gestern eine Reaktion zu sehen. Auch die Einstellung hat mehr oder weniger gestimmt.
Leider haben wir verloren aber es ist noch nichts verloren. Ich glaube an diese Mannschaft mit diesem Trainer. Es wird wieder besser werden und ich bleibe Optimistisch. Ja auch ich hatte mich schon kritischer geäußert aber alles schlecht zu reden halte ich im Moment für falsch.


frankophot
6. Dezember 2010 um 17:52  |  3461

Mal zur Auflockerung:

Hier eine mögliche (abwegige?) Abschlusstabelle der Hinrunde. Zugrundegelegt sind 1:0/0:0/0:1 Ergebnisse. 🙂

1. Fürth 35 Pkt +14 11-2-4
2. Aue 35 Pkt +4 10-5-2
3. Augsburg 33 Pkt +18 10-3-4
4. Duisburg 33 Pkt +14 11-2-4
5. Cottbus 33 Pkt +10 10-3-4
6. Frankfurt 30 Pkt +8 9-3-5
7. München 30 Pkt +8 9-5-3
8. Hertha 29 Pkt. +8 9-2-6
9. Aachen 26 Pkt +1 7-5-5
10. Bochum 26 Pkt -1 8-1-8


Chrome
6. Dezember 2010 um 18:02  |  3462

War das mit Auflockerung ironisch gemeint? Denn mir läufts dabei sehr kalt den Rücken runter! 🙂


backstreets29
6. Dezember 2010 um 18:10  |  3463

Wenn man die Tabelle der letzten 5 Spiele ansieht, ist das leider gar nicht so abwegig.


LLcoolandi
6. Dezember 2010 um 18:21  |  3464

So, nachdem nun fast das gesamte TSP-Forum hier nun auch noch seinen Senf dazu gibt, „melde“ ich mich ab – dieses Hinundhergesabbel und die Versuche die einzige Meinungsführerschaft („Leitbild“) in Sachen Hertha zu erlangen macht mir keinen Spaß mehr. Schade…fand es ganz nett hier.

Werde aber weiterhin gerne die Artikel hier lesen.


laotse
6. Dezember 2010 um 18:44  |  3465

@ubremer: Gerade habe ich Deinen Kommentar in der heutigen Printausgabe gelesen. Er war überschrieben mit der Frage, ob Markus Babbel seine Spieler noch erreicht. Voller Neugier las ich und las ich und hatte nach dem Lesen mehr Fragen als vorher im Kopf. Kurz, Du bist die Antwort auf die Frage schuldig geblieben. Vor dem Hintergrund der auch hier schon geforderten Trainerentlassung ist es sicher von Belang von einem doch „Vor-Ort-Seienden“ zu lesen, ob er denn nun die Spieler noch erreicht. Tut er´s??


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 19:37  |  3466

@08-15
Das Beknackte an diesem Krampf zwischen den Ohren ist leider seine hartnäckige Dauer. Babbel ist für mich nicht der Auslöser dieses Krampfes, denn gibt’s schon viel länger. Allein wenn ich sehe, wie Gekas in Frankfurt trifft und trifft … Die Liste der im letzten Jahrzehnt bei Hertha (aber eben nur dort) gescheiterten Spieler (und Trainer?) wird verdammt lang. Aber es gelingt mir trotz guter Sicht nicht vom Fernsehturm aus, den Auslöser dieser Krämpfe rings ums Olympiastadion genauer zu orten.


Blauer Montag
6. Dezember 2010 um 19:42  |  3467

laotse, seine Meinung über Babbel hat ubremer im gestrigen Blog kurz nach dem Abpfiff in der Münchner Arroganz Arena geschrieben.

Er formuliert sie nur nicht so knapp wie jene Schlagzeile in der B.Z., die ich heute morgen in der U-Bahn las: „Wir wollen kein Gebabbel mehr sehen.“


ubremer
ubremer
6. Dezember 2010 um 19:47  |  3469

@laotse,

so ist das manchmal im Leben, dass sich Fragen stellen. Hättest Du nach zehn Runden gefragt (acht Siege, zwei Remis): Erreicht Babbel die Mannschaft? wäre die Antwort gewesen: ja klar.
Nach zuletzt vier Niederlagen aus fünf Spielen mit jeweils nicht überzeugenden älteren Spielern, sage ich: Hm.
Zwei Spiele hat Babbel bis Weihnachten noch. Um die Kehrtwende hinzubekommen, muss er die Mannschaft erreichen.

Solange bleibt uns nur jene Tugend, die weder Fans noch Journalisten im Übermaß haben: Geduld.

Am 18. Dezember ist eine komplette Hinrunde gespielt. Dann werden alle gewogen: Mannschaft, Trainer, Verantwortliche.


Teddieber
6. Dezember 2010 um 19:50  |  3470

Ich finde die Diskussion um einen Trainerwechsel absolut schwachsinnig und was so einige für „neue“ Trainernamen ins Spiel bringen entschuldige ich mit dem Frust der z Z herrscht. Wie war das damals mit Röber? Hertha muss gg Den KSC gewinnen ansonsten fliegt er und wie ist es ausgegangen? !
JA es ist eine blöde Situation, doch habt IHR echt gedacht das man durch die 2.Liga mit einem Durchmarsch hinter sich lässt?
Diese Mannschaft ist verdammt jung und trotzdem spielt sie oben mit. Habt ihr je einen Spieler gesehen der jeden Spieltag am oberen Level spielen kann? Gerade diese Jungs haben weiterhin die volle Unterstützung verdient und Babbel wird es auch meistern seine Mannschaft wieder voran zubringen.
Wie viel Punkte ist der Erste davon geeilt?

Kommt mal ALLE wieder runter.

My2Cent


DepecheMode
6. Dezember 2010 um 20:08  |  3471

Ich kann die Panik die hier teilweise ausbricht (noch) nicht verstehen.
Trainer und Mannschaft haben es in den letzten beiden Spielen der Hinrunde in der eigenen Hand, die Halbserie positiv zu beenden.

Ich würde Babbel aber in jedem Fall weiterarbeiten lassen.
Ich sehe nicht, was uns ein Trainerwechsel jetzt oder in der Winterpause bringen sollte.


laotse
6. Dezember 2010 um 20:19  |  3472

@ubremer: na, ich dachte so, es könnte vielleicht mit Babbel schon so weit sein, wie damals bei Favre, als die Spieler im Bus über „Fisch“ lachen mussten. Denn wenn Babbel die Spieler tatsächlich nicht erreicht (gerade und auch im Sinne von Akzeptanz), dann müsste man sich tatsächlich von heute auf morgen trennen. Ich hatte die Hoffnung davon etwas in Deinem Kommentar lesen zu können. So werde also auch ich mich um Geduld bemühen.


ubremer
ubremer
6. Dezember 2010 um 20:29  |  3473

@laotse,

habe gerade nach Deinem Nick geschaut – und was fällt mir vom Original-Laotse in die Hände:

„Güte beim Denken erzeugt Tiefe, Güte beim Verschenken erzeugt Liebe, Güte in den Worten erzeugt Wahrheit.“ – Kapitel 8

Zum Trainer und, ob er die Mannschaft erreicht. Aus den Gesprächen mit den Verantwortlichen und Mannschaftsrat habe ich gehört:
„Es gibt diesmal nicht, wie früher Stinkstiefel. Es geht nicht darum: Hauptsache keiner kritisiert mich. Die Spieler waren konstruktiv, es wurde ernsthaft mit Trainer und Manager geredet.“

Das glaube ich jetzt mal so. Die Einstellung war in München auch nicht das Problem bei Hertha. Nur wäre es halt schön, wenn die Mannschaft regelmäßig Punkte einfahren würde.


laotse
6. Dezember 2010 um 20:35  |  3474

Danke, das wollte ich lesen!


hurdiegerdie
6. Dezember 2010 um 20:42  |  3475

„Wenn ein Spieler Interna der Öffentlichkeit verrät und auch noch falsche, dann ist das ungeheuerlich. Nur schwache Spieler machen das und suchen eine Entschuldigung für ihre eigene Leistung. Gute Spieler suchen Lösungen.“

Wer hats gesagt? Ein Schweizer! Wer genau? Ricola!


6. Dezember 2010 um 21:13  |  3476

@Blauer Montag
Nun gut, wer in der Lage ist, eine Lösung für DIESES Phänomen zu finden, der macht sich vermutlich unsterblich und erhält eine Art Hertha-Nobelpreis. Deshalb gleich mal einen forschen(den) Versuch… 🙂
Wenn ich in den Blauen Montag hinein tippen müsste, würde ich nachwievor vermuten, es liegt ggf. – an uns. Vielleicht eine kühne und brüskierende These, aber: Die Sehnsucht in dieser Stadt (Fans, Medien, Vereinsumfeld) nach Erfolg ist, nach vielen Jahren der Entbehrungen und Enttäuschungen, mittlerweile so groß, dass die von @ubremer angesprochene Primärtugend (Geduld) nicht sehr ausgeprägt ist. Verein und Vereinsführung nehmen aber die Stimmung des Umfeldes auf, man orientiert sich an den Wünschen der Fans (was ja prinzipiell auch richtig ist), aber ich vermute, dass dabei diese eine entscheidende Diskrepanz, nämlich Anspruch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen, nie richtig aufgelöst wurde. Vielleicht auch nicht mehr auflösbar ist? Um es in einfache Worte zu übersetzen: Viele (ich auch) wollen endlich eine erfolgreiche Herthamannschaft, der Verein will es auch. Will es umso mehr, weil es eben viele wollen. Die Ansprüche sind unglaublich hoch: „Hertha, Hauptstadt, tralala… das muss doch möglich sein“. Ich stelle zwar einen Trend fest, dass viele das inzwischen nicht mehr so offen aussprechen wie vor einiger Zeit noch, aber denken tun’s weiterhin viele. Das spürt auch der Verein, das spüren auch die Spieler. Und sie starten dann immer wieder mit guten Vorsätzen, großen Zielen, verpacken es gut – und wir alle vernehmen es gerne, weil es unserem un-/ausgesprochenen Wunsch entspricht: Ja, jetzt endlich wollen sie es mal packen. Läuft’s dann gut, steigert sich die Euphorie schnell hoch. Läuft’s schlecht wird doppelt drauf geschlagen. Und gratis obendrauf gibt’s immer noch die komplette Vergangenheitslawine.

Was ich hier versuche zu beschreiben, ist für mich latent ein Spannungsfeld, in dem Spieler sich selbst zusätzlich ehrgeizige Ziele setzen (weil, wenn sie was reißen, können sie ja auch die ganz große Nummer, zu Helden, in der Stadt werden…) und aber auch vom Verein, na klar, Druck bekommen. Es gibt tatsächlich einige Typen, die damit klar kommen (Pantelic? Marcelinho?), viele aber scheitern und werden leider erst woanders richtig gute Spieler.

Das ist natürlich schon ziemlich pauschal, zugegeben. Hinzu kommt vielleicht die berühmte Frage nach der Ablenkungswelt „Berlin“ und nach der charakterlichen Eignung der einzelnen Spieler. Aber in dem Konglomerat sehe ich das größtenteils. Meine Angst ist tatsächlich, dass bald die nächste Charge Berliner Spieler für Berlin einfach verpulvert wird (also null Effekt für Hertha BSC haben wird, außer Verkaufserlös vielleicht noch), nämlich: Wenn’s jetzt nicht mit dem Aufstieg klappt und es am Ende heißt „mit den jungen Spielern konnte das auch nichts werden“ oder ihnen wieder die „alten erfahrenen“ vor die Nase gesetzt werden. Dann können wir uns bald schon wieder darauf „freuen“, dass Djuricin, Perdedaj, Schulz, Lasogga, Morales, Knoll, Radjabali-Fardi, Neumann usw. woanders zu guten Spielern werden. Es braucht aber seine Zeit und Babbel geht (vor dem Hintergrund unserer Erwartungen) hohes Risiko mit den Jungs. Ich weiß nur nicht, ob uns das alles wirklich bewusst ist.

Am Ende ist Hertha BSC einfach nur ein stinknormaler Fußballverein. Nur wofür der Verein mittlerweile alles als Projektionsfläche herhalten muss, ist immens. Das macht natürlich irgendwo auch den Reiz aus, letztlich für den Verein zu arbeiten (Profis, Management) und/oder über ihn zu diskutieren (wir alle hier und dort und anderswo). Es überfrachtet vielleicht aber auch ganz schön?

Komisch, dass man sich über derlei Sachen immer verstärkt Gedanken macht, wenn’s vglw. schlecht läuft. Eigentlich wäre es besser, darüber nachzudenken, wenn’s gut läuft.


Exilherthaner
6. Dezember 2010 um 22:29  |  3483

@08-15

deinen oben angeführten Krampf im Kopf konnte ich bei den Spielern bisher nicht beobachten. Sowas äussert sich ja eher dadurch, dass man als Spieler verunsichert ist und die einfachsten Dinge nicht mehr funktionieren. Meines Erachtens war das bisher nicht der Fall. Für mich schien es eher so, dass z.B. etwaige Fehlpassquote etc. weniger auf Verunsicherung als vielmehr auf fehlendes Wissen, wohin und zu wem der Pass zu spielen sei, zurückzuführen ist. Sowas kann man aber im Training einüben. Das wurde nicht gemacht, wie Kobiashvilli dies bereits in der Mopo hat verlauten lassen. Da wird immernoch auf Kondition trainiert und weniger Spielformen und Spielzüge erlernt. Da braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn die Pässe einige Meter zu hoch oder zu tief gespielt werden. Für mich ist das kein Kopfproblem. Wenn du ein Kopfproblem sehen willst, dann schaue dir die Hinunde aus der letzten Saison an und achte mal auf Mimik und Gestik der Spieler. Sowas ist m.e. zur Zeit (noch) nicht zu beobachten. Das Team scheint intakt aber konzeptlos zu sein.


7. Dezember 2010 um 12:28  |  3536

@exilherthaner
Nur zur Richtigstellung: Der „Krampf im Kopf“ war vom Blauen Montag. Ich habe nur versucht, für mich (und für ihn) ein paar Erklärungen dazu abzuleiten.

Hinrunde der letzten Saison: Bin ich absolut bei Dir! Und dennoch würde ich es nicht unterschätzen, wenn eine Mannschaft wie mit Herthas Ambitionen in einer wichtigen Saisonphase vier von fünf Spielen verliert. Da kommt automatisch eine Eigendynamik rein, fürchte ich, egal wie gut, schlecht oder gar nicht sie die Passwege trainiert haben. Aber ich beharre da nicht drauf. Ich bin nicht nahe genug am Team dran (und auch nicht beim Training dabei) . Wobei die Aussage von Kobi ja auch schon etwas Selbtsentlarvendes hat, denn: Wenn es anscheinend keine eingeübten Passwege gibt, verbietet ihm ja trotzdem keiner, zu versuchen, seine eigenen Mitspieler möglichst sauber anzuspielen. Da hapert’s ja mitunter auch schon gewaltig. 🙂

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