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(ub) – Die Leser der Berliner Morgenpost wusste es seit den frühen Morgenstunden, vor dem Vormittagstraining erfuhren es auch die Beteiligten: Trainer Markus Babbel reist am Sonntag mit 26 Spielern ins Trainingslager nach Portugal. Nicht dabei sind Sascha Bigalke, Lennart Hartmann und Pal Dardai.

Der eine oder andere wird sich über die Entscheidung Dardai (34) wundern. Doch die Entwicklung war seit längerem absehbar. Heute/Donerstag absolvierte das Urgestein, seit Januar 1997 im Klub,  seine letzte Übungseinheit als Profi auf dem Schenckendorff-Platz.

Bei -12 Grad waren @wilson und @08-15 Zeuge einer historischen Einheit. Beide, wetterangepasst mit Kopfbedeckung,  sahen, wie sich Dardai bei einer Marathon-Laufeinheit noch einmal voll reinhängte. Er lief beim Intervall-Training in einer schnellen Gruppe unter anderem  mit Peter Niemeyer und Fabian Lustenberger (links auf dem Foto/ub).

Dardai hilft der U23

Danach teilte der Trainer uns Journalisten mit, wie der weitere Weg aussieht: „Pal wird verstärkt in den Verein eingebunden. Er trainiert ab sofort mit der U23. Die haben defensiv Probleme. Da soll Pal als zweiter Führungsspieler neben Zecke Neuendorf helfen. Außerdem wird er sich um seinen Trainerschein kümmern. Und Pal soll sich fit halten. Ich möchte ihm am Saisonende noch ein letztes Mal bringen: Ein Abschied mit großem Bahnhof. Den hat sich Pal verdient.“

Dardai war kurz angebunden. Ja, er sei heute morgen informiert worden. Diese Entwicklung habe sich abgezeichnet. Er werde  jetzt seine Trainer-Ausbildung vorantreiben.

In der Tat hat sich die Entwicklung abgezeichnet. Schon Ende vergangener Saison war Dardai nur noch sporadisch zum Einsatz gekommen.  Ursprünglich hatte er seine Karriere bereits im Sommer beenden wollen, sich aber mit Hertha auf ein weiteres Jahr in Liga zwei geeinigt. Unter Trainer Babbel jedoch hat er in den Hinrunde keine einzige Minute gespielt. Überhaupt liegt sein letzter  Einsatz über 90 Minuten etwas zurück: Der datiert vom Oktober 2009. Aktuell ist Hertha auf  der Dardai-Position im defensiven Mittelfeld mit Niemeyer, Lustenberger, Perdedaj, Morales und Knoll sehr gut besetzt. (Deshalb hat übrigens auch Hartmann keine Perspektive).

Dardai wird Trainer

Dass die Profikarriere von Dardai sich dem Ende zuneigt war spätestens am 5. Dezember klar. Da hatte Hertha bei 1860 München Mittelfeld-Probleme: Niemeyer war Gelb-gesperrt, Lustenberger wurde als Manndecker gebraucht, Perdedaj, Raffael und auch Janker fehlten verletzt.

Die Chance für Dardai? Nein , der war nicht im 18er-Aufgebot, sondern weilte bei einer Trainer-Fortbildung in Ungarn.

Jetzt also das Ende der Profi-Karriere von Dardai an einem knackig kalten Wintertag im Schatten des Olympiastadions.

Dardai in Zahlen:

286 Bundesliga-Spiele/17 Tore/ 12 Assist

44 Europacup-Einsätze

10 Zweitliga-Spiele

61 Länderspiele für Ungarn

Jetzt Ihr: Ist die Entwicklung eine sinnvolle? Ist der Umgang von Hertha mit Dardai in Ordnung? Muss man als Profi im schnelllebigen Geschäft mit sowas rechnen? Was sind Eure Erinnerungen an Pal Dardai?

Der Abschied von Pal Dardai ist . . .

  • folgerichtig (44%, 177 Stimmen)
  • ruft gemischte Gefühle bei mir hervor (38%, 150 Stimmen)
  • auf diese Art und Weise nicht in Ordnung (15%, 59 Stimmen)
  • längst überfällig (3%, 13 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 399

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53
Kommentare

30. Dezember 2010 um 13:29  |  5200

warum sollte das nicht in Ordnung sein? Genau zum richtigen Zeitpunkt. Hoffentlich lässt die Saisonentwicklung ein Abeschiedsspiel zu-das wäre ein schöner Abschluss-und natürlich ist es schön, dass Dardai dem Verein weiter erhalten bleiben soll.


ubremer
ubremer
30. Dezember 2010 um 13:36  |  5203

Hier der Trainingsbericht von @08-15,

habe ihn des besseren Zusammenhanges wegen vom vorangegangenen Blog-Eintrag hierher gezogen.

Leute, habe mir heute das Training angeguckt (zum ersten Mal, ich gestehe)… „man“ hat ja Zeit und sonst nichts zu tun zwischen den Feiertagen.

Ums gleich vorweg zu sagen: RESPEKT, HERTHANER! Meinen habt Ihr jedenfalls.

Pünktlich um 10 Uhr, direkt nachm Morgengrauen, Spieler und Trainerstab stehen aufm Platz. Schneefall bei lockeren irgendwas zwischen -10 und -13 Grad. Keine Murmeltiere zu sehen. Halbe Stunde Aufwärmspielchen mit Ball, in drei Gruppen. Gefühlte Zuschauertemperatur zwischenzeitlich auf -18 Grad gefallen (im Fußbereich kratzte sie die -20 Grad). Danach eine Stunde lang Laufübung der Spieler: Kleine Spielergruppen von bis zu 6 Spielern müssen zusammen eine abgesteckte Strecke auf dem Platz in hohem Tempo zurücklegen und dabei Acht geben, dass die Gruppe gemeinsam im Ziel ankommt. Dauer pro Laufrunde: ca. 60-75 Sekunden (je nachdem wie die jew. Gruppe drauf war). Das über eine Stunde lang. Schätze, jeder Spieler hat das in seiner jew. Gruppe heute so mindestens 10x „mit genommen“. Und das bei den Temperaturen… Spaß ist, glaube ich, was anderes.
Das war ’ne klare brutale Konditionseinheit, bei der alle sauber mitgezogen haben und wo ich meine, trotz aller Qual, eine gewisse Lockerheit wahrgenommen zu haben. Speziell die jungen Spieler haben auf ihre Späße nicht verzichtet, obwohl auch sie am Ende an der Kotzgrenze waren.

Meine oberflächlichen Eindrücke waren jetzt erst mal positiv. Hoffe, es bleiben alle weiter so am Ball. Das ist dann eine gute Grundlage fürs weitere Arbeiten am Saisonziel.

Gruß an @wilson und @ubremer – seid Ihr wieder aufgetaut? 🙂

Danke der Nachfrage, ein Cafe bei einem Italiener hat da Wunder gewirkt 😉


30. Dezember 2010 um 13:45  |  5204

Ui, Mensch, dass das heute nun gleich solche Dimensionen hat, hätte ich ja auch nicht gedacht. Gut, dass es den guten Pal treffen könnte, hätte man ja befürchten können. Das Überangebot auf seiner Position ist ja nun signifikant. Ich hoffe, ihn trifft’s nicht allzu hart und er ist in diese Saison ohnehin nur unter der Maßgabe „dabei sein ist alles“ gegangen. Auf der anderen Seite wurmt’s ihn wahrscheinlich doch ein bissel, dass er nicht mehr so richtig Anschluss in der Hinrunde gefunden hat.

Ich find’s schade, weil ich nachwievor glaube, dass man ihn hätte ohne weiteres bringen können. Andererseits: Er hatte eine tolle Herthazeit und wichtig ist, dass er dem Verein erhalten bleibt. Denn er ist eine absolute Identifikationsfigur. Und davon kann man nie genug haben! 🙂

Und vielleicht noch was in die Zukunft gerichtetes: Drei müssen zwar leider zu Hause bleiben, aber wie @wilson heute auch orakelte: Beichler fährt mit – ein Signal?


Jocki
30. Dezember 2010 um 13:47  |  5205

LEIDER folgerichtig.


30. Dezember 2010 um 13:48  |  5206

Nachtrag, @ubremer:
Ach, DER Kaffee bei DEM Italiener? 🙂

(Danke fürs Umziehen des Trainingsberichtes)


ubremer
ubremer
30. Dezember 2010 um 13:51  |  5207

@08-15,

nein, nicht jener Italiener, bei dem man manchmal Wichniarek oder Mijatovic oder Friedrich oder den Manager oder . . . treffen kann. Diesmal war es ein Italianer in der Windscheidstraße (der meinen favorisierten Rotwein vorrätig hat).


Pal Dardai
30. Dezember 2010 um 14:00  |  5208

Ich trage heute mein Trikot mit der Nummer 8. Finds schade, dass Pals Karriere so zuende geht und hätte ihm die 300 gegönnt. Immer loyal, immer 100 Prozent Hertha. Babbel hätte ihn zu jeder Zeit bedenkenlos bringen können. Danke Pal. Hoffentlich bekommst Du Dein Abschiedsspiel.


30. Dezember 2010 um 14:03  |  5209

Äh, Rotwein… aber eben war doch noch von KAFFEE die Rede… ach, lassen wir das… 😉 Jetzt dann aber nicht einfach Auto fahren, Du weißt, wenn was passiert – nicht nur die kolumbianische Presse ist unerbittlich. *grins*


ubremer
ubremer
30. Dezember 2010 um 14:06  |  5210

Na,

dass während der Dienstzeit kein Alkohol getrunken wird, versteht sich wohl von selbst. Der gute Tropfen ruht im Kofferraum und wartet darauf, vorsichtig nach Hause gefahren zu werden. 🙂


Bassoonist83
30. Dezember 2010 um 14:12  |  5211

@ 08-15

Zum Thema Beichler hat sich glaube ich Preetz schon auf der MV geäußert, wo er Beichler neben Ebert als „gefühlten Neuzugang“ bezeichnet hat. Soll wohl heißen: Alles nochmal auf Null, sowohl fürs Zwischenmenschliche (Interview und so) als auch im sportlichen Bereich (Trainingsrückstand) und er soll sich im Trainingslager in eben diesen Bereichen jetzt ins Team integrieren.


Bassoonist83
30. Dezember 2010 um 14:14  |  5213

PS (Topic vergessen…):
Finds folgerichtig, dass Pal jetzt in den Trainerstab integriert werden soll. Dass er nicht mehr zum Zuge kommt war ja irgendwo abzusehen. Und wenn er vor der Aufstiegsfeier dann zum letzten Mal auflaufen darf gibts denke ich momentan keinen passenderen Abgang. Danke Pal, es war ne geile Zeit. 😀


Freddie1
30. Dezember 2010 um 14:14  |  5214

Stimmt, denk ich an Pals Abschied bin auch ich voller Wermut 😉 Denke aber auch, dass dies im Interesse der Zukunft Herthas richtig ist.
Tja, heißt aber wohl auch, dass Bigalke und Hartmann den Verein verlassen werden? Hoffentlich dann, wenn man (Babbel) gute Ansätze sieht, wie schon bei Fardi über eine Ausleihe.
Fände es übrigens auch schön, wenn der gute Pal noch ein richtiges Abschiedsspiel bekäme.


Seppelfricke
30. Dezember 2010 um 14:15  |  5215

ruft gemischte gefühle bei mir hervor.

ich hätte ihn gerne schon in der hinrunde gesehen. „leider“ haben wir mit lusti und niemeyer sehr gute spieler auf seiner position (die übrigens beide keine spielzerstörer sind). er war derjenige der am anfang der jeweiligen saison aussortiert wurde, weil er angeblich zu schlecht war und hat sich dann immer wieder zurück in die Mannschaft gekämpft.

Egal unter welchem Trainer.

Auch wenn er immer im Hintergrund von Spielern wie Marcelinho, Pantelic und weiteren stand, ist er für mich ein wahrer Herthaner.

Ich hoffe er verletzt sich nicht, denn was gäbe es schöneres als ihn im letzten Spiel der Saison zu bringen. Diesen Abschied hat er verdient.

Und den würde ich ihm auch gönnen.


kypdurron
30. Dezember 2010 um 14:15  |  5216

Mit der Verpflichtung von Niemeyer und dessen Leistungen vom Start weg war eigentlich schon absehbar, dass Dardai keine große Rollemehr spielt, wenn alle fit sind. Schade ist es trotzdem, ich denke er hätte durchaus noch mithalten können und wünsche mir schon, dass solche verdienten Spieler in ihrer letzten Saison kein Gnadenbrot fristen, sondern noch mal vorneweg marschieren, wie es ja auch Preetz 2003 gelang.

Ebenso folgerichtig ist es aber auch, dass man eher auf die Zukunft setzt, wenn es darum geht, den Kader aufzufüllen. Das ist bei Hertha in den letzten 4 Jahren leider vernachlässigt worden, und zwar zum wirtschaftlichen und auch sportlichen Schaden des Vereins.

Und dass da die Auswahl so groß ist, dass zwei talentierte Spieler wie Bigalke und Hartmann den Verein wohl verlassen werden ist einerseits auch schade, andererseits aber eben auch ein Nebeneffekt einer funktionierenden Nachwuchsarbeit.


wilson
30. Dezember 2010 um 14:21  |  5218

War es nicht so, dass Dardai Ende der 90er Jahre ein Angebot von Bayern München ausschlug, um bei Hertha zu bleiben ?
Er wäre dann Mannschaftskamerad von Markus Babbel geworden.

Es gibt einen alten, in deutscher Sprache gesungenen Song von Barry Ryan (ja, der mit „Eloise“) – er trägt den Titel „Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt.“
Wie wahr.
http://www.youtube.com/watch?v=rAN-vEno2zc

Schön, dass er dem Verein erhalten bleiben wird.


Petra Woosmann
30. Dezember 2010 um 14:22  |  5219

Es ist folgerichtig und vom Trainer konsequent, aber traurig macht es mich auch. Genauso wie damals der Abschied von Jolly. Das Leben geht weiter und auch Pal Dardai wird einsehen, dass die Mannschaft auch ohne ihn gut besetzt ist . Und unsere U23 zu verstärken ist doch ok, die brauchen immer gute Leute, die auch noch mit Erfahrung und Köpfchen weiterhelfen. Als Trainer wird Pal Dardai mit Sicherheit ein guter werden.
🙂


30. Dezember 2010 um 14:39  |  5220

Auf jeden Fall gemischte Gefühle, wenn natürlich auch absehbar. Kaum jemand ist den letzten anderthalb Jahrzehnten so sehr das Gesicht von Hertha wie Pal Dardai. Wenn er natürlich auch oft im Schatten der ganz „Großen“ gestanden hat. Aber mehr Hertha als Pal geht in diesem Zeitraum nicht.

Es wäre wirklich toll wenn er dem Verein erhalten bleibt und der letzte Auftritt am Ende der Saison sollte wohl eine Selbstverständlichkeit sein.

DANKE PAL!


30. Dezember 2010 um 14:57  |  5222

Dardais Zait ist vorbai, so laid mir das tait 😉

Aber nur als Spieler, als Trainer liegt die Zukunft noch vor ihm. Und wieder ein Grund mehr, mal bei der U23 vorbei zu schauen…


Dan
30. Dezember 2010 um 15:16  |  5225

Na dann werde ich das T-Shirt bei Pal’s 297. Profispiel tragen müssen.

Hatte mich aber auf die 300 schon gefreut. Man kann nicht alles im Leben haben. Aber die Chance mit 6 Spielen zum All-Time-Leader in der Kategorie „Profi-Spiele für Hertha BSC“ zu werden war nahe. So wird Pal wohl hinter Holger Brück (301) und Michael Sziedat (298) Platz 3 in dieser Kategorie belegen.
Einen Angriff auf die Leader-Position wird es in den nächsten Jahren nicht geben, denn mit Raffa (94 Spiele) und Ebert (83) muss noch viel Wasser die Spree runter fließen.


30. Dezember 2010 um 15:49  |  5228

[…] Offiziell wurde das Ende der Ära Dardai heute von Trainer Markus Babbel nach dem Training verkündet: “Pal wird verstärkt in den Verein eingebunden. Er trainiert ab sofort mit der U23. Die haben defe… […]


hertha@berlin
30. Dezember 2010 um 15:57  |  5229

ich kann mich nicht wirklich zwischen
# ruft gemischte Gefühle bei mir hervor und
# auf diese Art und Weise nicht in Ordnung
entscheiden.
Pal sollte in dieser Saison noch beim Kader bleiben und auch mit ins Trainingslager fahren.
Auch wenn die Jungen für die Mannschaft aufgebaut werden.
Auf einen kommt es sicher nun auch nicht an.
Dies ist aber meine ganz emotionale frauliche Sicht 😉


30. Dezember 2010 um 16:50  |  5230

Absolut folgerichtig Dardai zu Hause zu lassen. Gute Entscheidung.


f.a.y.
30. Dezember 2010 um 17:29  |  5231

Ich konnte nichts anklicken, kann mich irgendwie nicht entscheiden. Einerseits folgerichtig, auf der Position sind wir ja fast überbesetzt. Und natürlich freue ich mich, dass Niemeyer gleich funktioniert hat.

Trotzdem. Irgendwie schade, dass ihm die paar Spiele nicht gegönnt werden, um ihn auch statistisch zur Legende zu machen. In der Rückrunde gegen den einen oder anderen Abstiegsgeplagten hätte man ihn sicherlich bringen können. Und im Derby sowieso. Sowohl gegen die Spreewäldler als auch gegen Union.

Naja, jetzt wissen wir wenigstens eines mit Planungssicherheit: das Spiel gegen Augsburg darf niemand verpassen. Da gibts sicher die ein oder andere Träne. ICH bin jetzt schon ganz sentimental und schluchze ein bisschen vor mich hin. Am letzten Spieltag sinds dann hoffentlich Freudentränen.

*schnief*


L.Horr
30. Dezember 2010 um 18:01  |  5232

Der Kopf sagt “ folgerichtig “ .

Der Bauch fühlt “ gemischt “ .

Pal wird ´nen super Abschied bekommen wenn Hertha am 15. Mai zurecht abfeiert !


Freddie1
30. Dezember 2010 um 18:16  |  5233

Mal völlig OffTopic: Frage an unsere Blogväter.
Ist es richtig, dass wir noch an einem Weiterverkauf von Samba beteiligt sind? Hieße bei den im Raum stehenden Summen ja noch ordentlichen Mio-betrag, den wir erwarten dürfen.


Blauer Montag
30. Dezember 2010 um 18:47  |  5234

Pal’s Abschied als Profi und Zukunft als Trainer
– da wird Hertha hoffentlich noch viel Freude dran haben. In diesem Sinne @L.Horr wird es auch kein Abschied sein, aber trotzdem ein Grund zum Feiern.
Prost Neujahr Pal !


mArk78
30. Dezember 2010 um 19:11  |  5235

Pal´s Abschied von der großen Bühne war für mich schon nach dem Niemeyer-Transfer absehbar.
Fände es trotzdem gut, wenn er die 300 noch voll machen könnte á la Zecke-Einsätzen und dann im letzten Spiel gegen Augsburg sein Abschiedsspiel bekäme!

@freddie1

In einem anderen Forum (http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1133163-511-520/hertha-bsc-berlin-mein-heimatverein) las ich von 15% , die ein Transfer von C. Samba bringen würde.


Seppelfricke
30. Dezember 2010 um 19:21  |  5236

@ freddie

laut nem bild artikel vom 14.04.2010 bekommt hertha 15% bei nem wechsel von samba. hoffen wir das die klausel noch gültig ist ^^.


hurdiegerdie
30. Dezember 2010 um 19:21  |  5237

Wie zählt man eigentlich „Profi-Spiele für Hertha“. Wäre Pal nicht vorne, wenn man auch Pokal-, UEFA, EL und CL-Spiele dazu zählte?

Ich weiss es nicht.


Seppelfricke
30. Dezember 2010 um 19:24  |  5238

sollte fathi fest zu mainz wechseln oder zu einem anderen verein kriegen wir übrigens auch 20% der ablöse oder 500.000 bei vertragsverlängerung in moskau


ubremer
ubremer
30. Dezember 2010 um 19:27  |  5239

zu Samba:

die englische Wikipedia-Seite erzählt, dass Samba seinen Vertrag in Blackburn zum ersten Mal im Oktober 2007 um zwei Jahre verlängert hat. Und im September 2009 gar um fünf Jahre. Es fällt mir schwer zu glauben, dass Hertha für einen Spieler noch Geld erhalten soll, der im Januar 2007 nach England gewechselt ist, seither zweimal verlängert hat.


Freddie1
30. Dezember 2010 um 19:28  |  5240

@mark78 und seppelfricke: danke!
Hieße bei den kolportierten Summen deutlich über 1 Mio.


30. Dezember 2010 um 19:28  |  5241

Es ist so gekommen wie ich es mir schon am Anfang der Saison gedacht hatte. Ich stand damals im Hertha Shop um mir mein Trikot zukaufen und war mir nur noch unschlüssig wer dieses Jahr hinten drauf soll. Schnell noch mal die Name durchgegangen und bei der Nummer 8 war klar Dardai wird es. Das er nicht „wirklich“ spielen wird war mir klar (ausser es passieren aussergewöhnliche Dinge), aber es war auch die letzte Chance ein Trikot mit seinem Namen zubekommen(was ich „leider“ noch nicht hatte). Ich wünsche mir für Pal am ende der Saison ein Profiabgang mit allen Pauken und Trompeten von vor ausverkauften Haus. Ansonsten erstmal Prost Neujahr Pal und natürlich auch für alle“ immerhertha Blog“ Usern 😉

HaHoHe 2011
ThomasK


Freddie1
30. Dezember 2010 um 19:29  |  5242

Ergänzung: @ubremer olle Spaßbremse 😉


30. Dezember 2010 um 19:36  |  5243

wg Samba: im Fussball werden zwar seltsame Verträge geschlossen..aber dass Hertha immer noch kassieren könnte,-das glaube auch ich nicht..


mArk78
30. Dezember 2010 um 21:14  |  5244

@ubremer

Okay, leuchtet vielleicht ein. Aber ich mache mir weiterhin Gedanken dazu:

Ist es nicht so, dass einen Kaufvertrag zwischen den Vereinen gibt und einen Vertrag zwischen neuem Verein und Spieler!?

Ich las neulich am Beispiel Vidal, dass sich Spieler und Bayer04 einig seien über eine Verlängerung, man sich aber noch mit ColoColo als Altverein einigen müsse, weil er dieser noch 20% an den Transferrechten hält?


Steve
30. Dezember 2010 um 21:24  |  5245

Ich sehe es hier wie mArk78. Es gibt, insofern es überhaupt stimmt, eine vertragliche Vereinbarung zwischen Hertha BSC und Blackburn. Und diese Vertragsklauseln betreffen eben auch nur diesen Transfervertrag und mMn nicht den Vertrag den der Spieler mit Blackburn hat. Anderenfalls könnte man derartige Klauseln ja immer sofort aushelben. Als aufnehmender Verein könnte man bspw. mit dem Spieler nach 6 Monaten sofort einen neuen Vertrag schließen, nur um diese Klausel zu umschiffen. Den Spieler könnte man ja finanziell etwas partizipieren lassen.


Slaver
30. Dezember 2010 um 21:29  |  5246

Jo, das sehe ich auch so, wie @mArk78 und @Steve. Das wäre ja wirklich einfach dann zu umgehen, wenn das aneinander gekoppelt wäre. Kann ich mir kaum vorstellen.

OT: „König Artur“ soll wohl kurz vor einer Vertragsunterschrift beim 1. FC Köln stehen *g*


ubremer
ubremer
30. Dezember 2010 um 21:43  |  5247

@Slaver, @Steve und @mArk78,

es ist müssig, bei solchen Themen zu spekulieren. Es geht auch nicht nach Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Und nicht danach, wie andere Vereine das in anderen Fällen gehalten haben.
Das einzige, was zählt: Man muss es wissen.
Und wir, die wir hier reden, wissen es alle nicht.
Heißt: Thema auf den Zettel nehmen. Und im nächsten Jahr mal drum kümmern 😉


mArk78
30. Dezember 2010 um 21:48  |  5248

@ubremer

Danke! 😉


Datcheffe
31. Dezember 2010 um 7:18  |  5252

Moin!

Meiner Meinung nach, falsche Entscheidung zum falschen Zeit!

Da es etlichen Spielern immer noch Mühe bereitet, sich der Härte der 2.liga entgegenzustemmen, hätte Pal durchaus noch wertvolle Tips und Tricks an diese Spieler weitergeben können.

Er wäre auch immer noch in der Lage gewesen, hinten richtig dicht zumachen, wenn es von Nöten gewesen wäre!

Am Ende der Saison, wäre es wahrscheinlich sinnvoller gewesen, denn jetzt muss es richtig zur Sache gehen, jedes Spiel ist ein Endspiel!

Guten Rutsch euch allen und auf ein gemeinsames 2011!


fechibaby
31. Dezember 2010 um 10:09  |  5257

Dardai ist 34 Jahre alt und spielt nun in der U23 Mannschaft.Wegen solchen Wettbewerbsverzerrungen sind die anderen Mannschaften in den unteren Ligen nicht gut zu sprechen auf die Bundesligareserveteams.
In der Rückrunde wird man noch sehen, dass diese Entscheidung von Babbel ein Fehler war. Sollte Hertha dann am Ende den Aufstieg nicht schaffen, wird hoffentlich der Babbel auch so gnadenlos abgeschossen.
Guten Rutsch an alle ins Jahr 2011!!


ursula
31. Dezember 2010 um 10:46  |  5259

Ich bin aus reiner fußballerischer Sicht nicht unbedingt ein Freund des Kämpfers Pal Dardai gewesen!

Warum er aber nicht in dieser Zeit der jungen
Hüpfer und Renner, de Fakto über zahlreiche
Spiele ohne gewissen Ordnung, und auch jetzt
mit Verletzungen und SPERREN von Abwehr-
spielern aussortiert wird, erschließt sich mir
noch immer nicht wirklich!?

Warum hat er nicht, wie ANDERE, wenigstens
einmal eine Chance bekommen! Auswechseln
kann man übrigens jeder Zeit Herr Babbel…..

Unverständnis allenthalben! Und ich dachte,
die „Mischung“ macht`s!

Guten „Rutsch“ allerseits!


apollinaris
31. Dezember 2010 um 11:40  |  5261

mit Niemeyer,Lusti,Perde(Raffa) und bis vor der Entscheidung noch Dardai,Hartmann,-gab es ein Überangebot auf dieser Position, wie nirgends. Und Dardai spielte nicht eine Minute. Solche Entscheidungen sind doch nur zu normal?-Und den Zeitpunkt finde ich gut gewählt:eine Pause und Vorbereitung, ist immer ein Zeitpunkt der Zäsur. Für Dardai ist das nächste Halbjahr planbar und klar. Wenn ich von mir ausginge, müßte Dardai bei dieser Entscheidung letztlich wohler sein.
Und die „Mischung“ auf dieser Position ist doch nach wie vor sehr sehr gut. Selbst, wenn man Dardai „jederzeit“ hätte bringen können- das Team hat sich anders entschieden. -Nochmal: wäre Dardai AV..oder IV, wäre er noch dabei.


ft
31. Dezember 2010 um 11:57  |  5263

Ich seh die Sache mit Pal Dardai etwas anders.

Der Mann wird ja nicht ausgemustert und schnöde in die Pampa geschickt.
Nein der Mann hat eine Zukunft die ihm der Verein bietet.
Trainer bei Hertha sollte; denk ich mal so; nicht die schlechteste Option für ein Leben nach der Fußballerkariere sein.
Und wen dem nun so ist, muß Pal sich nicht unbedingt jetzt noch ein mörderisch anstrengendes Trainingslager antun.
Ich glaub der wird nun in die Phase des abtrainierens kommen.
Welche bekanntlich aus gesundheitlichen Gründen nicht unwichtig sein soll.

Pal ist also aus meiner Sicht nicht ein Stück Vergangenheit sondern ein Teil von Herthas Zukunft.

prost darauf


ubremer
ubremer
31. Dezember 2010 um 12:23  |  5265

@fechibaby,

der DFB hat klar festgelegt, welche Profis und wieviel bei der U23 spielen dürfen. Nix Wettbewerbsverzerrung. Ich würde eher sagen, dass der DFB es den II. Teams relativ schwer macht, überhaupt vernünftige Mannschaften in den Regionalligen oder der 3. Liga an den Start zu bringen.

@Datcheffe,

wenn Pal Dardai erzählt, dass die Entwicklung seit Monaten geplant war, glaube ich ihm das. Wird ja kein Zufall sein, dass Pal im Dezember zwei Trainer-Lehrgänge in Ungarn hatte. Und dass er vom 11. bis 13. Januar in Budapest Prüfungen für den B-Schein ablegt.


31. Dezember 2010 um 12:29  |  5266

@ubremer: wohltuend, wenn Spekulationen mit harten Informationen unterfüttert werden..von böswilligem „Ausmustern“..kann wohl wirklich nicht die Rede sein…
ferner sehe ich das haargenau wie @ft..


pax.klm
31. Dezember 2010 um 13:06  |  5270

@ft
dieser, ihr Gedanke
„Pal ist also aus meiner Sicht nicht ein Stück Vergangenheit sondern ein Teil von Herthas Zukunft.“
gefällt mir richtig gut!
Dennoch finde ich es schade, dass er nicht den Vereinsrekord aufstellen kann, dies hätte ich ihm gegönnt!
Ansonsten allen usern und den B-V alles GUTE…


Chris
31. Dezember 2010 um 13:57  |  5280

Einfach nur mal: Danke Pal!

Ein großer Herthaner. Schade, dass er den Einsatzrekord nicht schaffen wird. Anyway, was zählt ist der Aufstieg und das Pal im Verein bleibt.
Ideal wäre dazu ein Abschiedsspiel für Pal vor vollem Haus bei bereits sicherem Aufstieg!
Darauf: Guten Rutsch und Prost!


ubremer
ubremer
31. Dezember 2010 um 14:01  |  5282

@off topic,

weil der Name Beichler bei dem einen oder anderen hier exorbitante Erwartungen weckt, nun der nächste Schritt in der Causa Beichler und Hertha aus der „Krone“.
Entscheidet selbst, ob der Spieler und seine Managment den Eindruck erwecken, dass sie verstanden haben, worum es geht.


Dan
31. Dezember 2010 um 18:12  |  5295

@hurdiegerdie
Man kann Profi-Spiele auch nationale Ligaspiele nennen. Es geht darum einen gemeinsamen Nenner zu finden. Da es nur einigen Mannschaften im Jahr gelingt in den europäischen Wettbewerb einzuziehen, würde es damit recht schwer alle Spieler gleich zubewerten.
Dann würden irgendwann nur lauter langjährige Top-Mannschafts-Spieler da oben stehen, weil die jedes Jahr noch xx Euro-Spiele dazu bekommen.

So schafft es aber z.B. ein Dirk Hupe mit 618 Liga-Spielen in die Phalanx der großen Namen.

Wie gesagt ein gemeinsamer Nenner nach dem alle Profis egal ob in einem starken oder schwachen Team , 1.Liga oder 2.Liga bewertet werden können.


Treat
2. Januar 2011 um 12:56  |  5364

Ich finde den Schritt folgerichtig und den Zeitpunkt gut gewählt.
Das ändert nichts daran, dass es mich tendentiell traurig stimmt, wenn ein verdienter, extrem langjähriger Herthaner – zumindest als Spieler – Vergangenheit wird.
Toll finde ich aber, dass sich damit auch gleich eine gute und offenbar auch gut vorbereitete Perspektive für eine weitere Arbeit im Verein verbindet. Das war es doch, was von so vielen immer wieder gefordert wurde: Mehr ECHTE Herthaner als Identifikationsfiguren in die Vereinsarbeit einbinden. Hier befindet sich Hertha seit einiger Zeit auf einem sehr guten Weg und die weitere Planung mit Dardai ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Im Übrigen wäre ich noch nicht so sicher, dass Pal die 300 Spiele nicht mehr erreichen wird. Warten wir mal ab, wie es aussieht, wenn gegen Ende der Saison tatsächlich ein komfortabler Vorsprung auf Platz 3 existieren sollte. Was würde es schaden, Pal dann mit ein paar Kurzeinsätzen a lá Zecke noch einmal an einen größeren Einsatz für sein Abschiedsspiel am Ende der Saison heran zu führen?

Und selbst wenn es mit den 300 Spielen nicht mehr klappen würde, seis drum. Pal wird mir immer als treuer und wahrer Herthaner in allerbester Erinnerung bleiben!

Danke Pal für deine vorbildliche Einstellung als Profi und willkommen im Trainer-Stab von Hertha BSC!

Und allen anderen hier wünsche ich noch ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr 2011!

Blauweiße Grüße
Treat


klimaschefski
2. Januar 2011 um 23:38  |  5464

ich finde, daß es ein Fehler war Dardai zu entlassen.

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