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(sto) – Auch für Derby-Siege werden nur drei Punkte vergeben. Hat Markus Babbel vorher so gesagt. Im Umkehrschluss werden Derby-Niederlagen nur mit null Punkten bewertet und nicht etwa mit dem Abzug von fünf Prestigepunkten bestraft. Sage ich. Und doch sagte der Trainer von Hertha BSC am Vormittag nach dem 1:2 gegen den 1.FC Union: „In dieser Saison war das für mich ganz bestimmt die bitterste Niederlage.“

Nanu – schmerzt Babbel die Niederlage gegen den Lokalrivalen nun etwa doch mehr als vorher angenommen? Klare Antwort: Nein! Ob Union oder ein x-beliebiger anderer Gegner – Babbel schmerzte die Niederlage deshalb so besonders, weil sie „unnötig und ärgerlich“ war. Weil sie so zustande kam: Gut angefangen, mangelhaft nachgesetzt, ungenügend gefightet. Gegen Union trotz früher Führung verloren zu haben, „lag nur an uns, nicht am Gegner“, sagte Babbel.

Sechs Nationalspieler auf Reisen

Ihr merkt es schon: Am Tag danach herrschte bei den Derby-Verlierern/-Versagern (an dieser Stelle darf sich jeder seine Wunschformulierung aussuchen) betonte Nüchternheit vor. Es wurde in kleiner Gruppe ausgelaufen, das heißt: Es wurde quer übers Feld auf vier kleine Tore gekickt. Nicht mit dabei waren: Aerts und Lell, die in der Kabine regenerierten; Ronny, dem eine Stauchung des rechten Sprunggelenks zwei bis drei Tage Trainingspause auferlegt; Peter Niemeyer, der nach seinem heftigen Zusammenprall mit Unioner Parensen über Übelkeit plagte – das klassische Symptom einer (in seinem Fall zum Glück nur leichten) Gehirnerschütterung; Pierre-Michel Lasogga, der nach seinem Kreuzbandanriss Mitte der Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren wird; Marco Djuricin, der im Training der U23 eine Wadenprellung erlitten hat – und deshalb auch Samstag nicht auf der Ersatzbank saß; und die Nationalspieler Hubnik, Friend und Kobiashvili, dazu U21-Nationalspieler Neumann und U20-Nationalspieler Perdedaj. (Adrian Ramos reist erst Montag nach Madrid, wo er mit Kolumbien auf Welt- und Europameister Spanien treffen wird.)

Babbel beklagte – zum wievielten Male eigentlich? – fehlende Konsequenz und Entschlossenheit seiner Spieler. Er klagte über das allzu läppische Verhalten der Mauer, die beim Freistoß zum 1:2 keine war. Und er gestand immerhin ein, dass man – Stichwort Auswechslungen – „im Nachhinein immer schlauer“ sei. Doch wie Babbel es bei diesem Thema auch drehen und wenden mochte – wirklich schlüssig klang keine seiner Begründungen, weswegen er nicht früher und oder mutiger als nur Position-für-Position gewechselt hatte.

Wie fühlt ihr euch?

So lässt ein 1:2 gegen den 1.FC Union weiter alle ratlos zurück – Spieler, Trainer, und auch uns Medienleute. Wie umgehen mit einem Spiel, in dem Hertha 30 Minuten lang im Stile eines Erstligisten kombiniert und einen Gegner an den Rand der Selbstaufgabe gespielt hat; aber eben auch mit einem Spiel, in dem Hertha nach dem sehr überraschenden Ausgleich bis zur Pause die Struktur verlor, was noch entschuldbar sein mag, aber auch danach keinerlei Zugriff mehr fand auf einen bei aller Liebe durch und durch limitierten, weil allenfalls kämpferisch überzeugenden Gegner – alles gut? Wohl kaum. Alles schlecht. Auch nicht. Also irgendwas zwischendrin. Aber was?

Der Länge und dem Inhalt eurer Kommentare entnehme ich, dass die Niederlage für euch mehr, viel mehr war als nur irgendeine Niederlage. Doch nun interessiert mich: Wie verhält es sich mit ein wenig Abstand? Alles genauso schlimm, noch viel schlimmer sogar? Oder stellt sich langsam das Gefühl ein, dass – alle Fußball-Romantik mal beiseite geschoben – es eben doch nur eine Niederlage war, die rein faktisch nicht mehr und nicht weniger zählt als jede andere? Weicht der Frust dem Trotz: Dann feiert eben, liebe Köpenicker, feiert unsretwegen 25 Jahre lang – weil es für euch und euren Klub, eure Liebe, euren Stolz wenig anderes als vereinzelte emotionale Highlights zu feiern gibt; aufgestiegen wird anderswo!

Ich bin gespannt!

Wie fühlt sich die Derby-Niederlage inzwischen an?

  • Beschissen - und das wird auch noch lange anhalten (51%, 247 Stimmen)
  • Sollen die Unioner feiern - aufgestiegen wird woanders (34%, 163 Stimmen)
  • Immer noch schlimm - aber nicht schlimmer als jede andere Niederlage auch (15%, 70 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 480

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96
Kommentare

6. Februar 2011 um 16:03  |  8933

Bin vier Stunden ziellos durch den Berliner Niesel geirrt, langsam gehts mir wieder besser. Hauptsache ist und bleibt, dass wir uns nächste Saison nicht revanchieren müssen.


mightymouse
6. Februar 2011 um 16:04  |  8934

Kein Beinbruch

Watt soll ett. Wir haben drei Punkte verloren – mehr nicht. Mir ist das so was von wurscht, ob wir gegen Union oder Paderborn verlieren. Lieber gegen diese Gegner als gegen Augsburg, Aue oder die Last-Minute Sieger aus Bochum, die gefährlich nahe kommen.

Es wurden Fehler gemacht, vor allem auch von Babbel, der mal etwas selbstkritisch sein sollte!! vor allem was die Auswechselungen angeht und die Alternativen für die Sturmreihe, die auf der Bank zu sitzen haben – auch wenn der junge Ösi verletzt ist, hat jemand Anderer dazusein!!

Ich freue mich für Union – und hoffe sie bleiben in der Liga!!! Ich glaube aber auch, dass wir eine Reaktion nächste und übernächste Woche in Karlsruhe und gegen Cottbus erleben werden.

Die Mannschaft ist gefestigter und hat mehr Biss als in der Vorrunde! Jetzt noch den „Friendkörper“ aus der Mannschaft nehmen, Ramos nach Vorne und Lusti rein, dann klappt es auch mit einer Bochumer Siegesserie für die Hertha und der 1.Liga im nächsten Jahr.

Auf geht es Hertha – wir schaffen did!! Positive denken – wir sind immer noch Erster!!


6. Februar 2011 um 16:22  |  8936

Ich fühle mich auch leer – das Gefühl ist wie nach einem verlorenen EM Finale, seltsam.


friedenau91
6. Februar 2011 um 16:29  |  8937

es ist noch schlimmer geworden, wie konnte das passieren? das wird uns denk ich mal alle noch emotional ein wenig oder ein wenig mehr die nächsten tage oder wochen beschäftigen…
doch das schlimmst für mich ist das ich von den union gesängen ein ohrwurm hab was das ganze nocch schlimmer macht 🙁


Stehplatz
6. Februar 2011 um 16:30  |  8938

Ich habe mich ja damit abgefunden, dass Babbel wenig auf Berliner Befindlichkeiten gibt, aber er sollte sich vergegenwärtigen für wen er sein Show hier macht, wer letzendlich dafür sorgt, dass der Fußball so ein großes und einträgliches Geschäft wird, wer ins Stadion geht um seine Mannschaft zu sehen.

Nach einer Abstiegssaison, wo der Verein seinen Anhängern ALLES schuldig geblieben ist und ihre noch immer währende Treue und Unterstützung höchstens ansatzweise zurückgezahlt hat, darf ein Derby kein Spiel wie jedes andere sein. Es hätte ein Stück Wiedergutmachung bedeutet!

Ein Affront, dass Mijatovic sich vor die Ostkurve stellt und glaubt man könnte die Fans mit dem ersten Platz trösten. Der erste Platz ist das Mindeste!!!


Dovifat
6. Februar 2011 um 16:31  |  8939

Nur mal hypothetisch: Was wuerden die Fans des FC Liverpool mit einem Trainer machen, der sich waehrend einer Niederlage gegen Everton 90 Minuten lang desinteressiert auf der Bank rumluemmelt und ihnen danach durch die ( ziemlich verwelkte ) Blume sagt, dass sie sich doch nicht so haben sollen ? War ja nur ein Spiel…

Hoffentlich wird intern nicht ebenso wie in der Aussendarstellung alles wieder auf die Spieler abgeschoben und einfach so weitergemacht. Auch Trainerteam und Manager muessen sich staendig hinterfragen.

Das bezueglich der Defensivarbeit zwischen mangelhaft und unterirdisch schwankende Mittelfeld ist beispielsweise nicht erst seit diesem Spiel ein Problem. Umso mehr Anerkennung gebuehrt der auch hier oft uebermaessig kritisierten Abwehr, die sich haeufig alleine des Gegners erwehren muss. Bis vor dem laufenden Spieltag hatte Hertha die wenigsten Tore der Liga kassiert und das lag nun wirklich nicht an der tollen Abwehrarbeit von Mittelfeld und Sturm oder den ueberragenden Torhuetern…

Gluecklicherweise sind im Vergleich zum unsaeglichen 4-1-5 der Hinrunde schon in allen Bereichen Verbesserungen zu sehen, diese koennen und duerfen aber nur der erste Schritt sein und wie in der letzten Saison gibt es einen eindeutigen Zeitrahmen.

Funkel hat zu lange gebraucht, Babbel liegt zumindest rechnerisch gut im Plan und hat noch alle Chancen. Zum Erreichen des Ziels muessen aber nicht nur die Spieler noch hart arbeiten. Da darf sich auch der Trainer nicht ausnehmen und der hat sich an diesem Wochenende das Leben nicht gerade leichter gemacht. Weniger die Niederlage als solche, aber sein Verhalten waehrend und nach des Spiels haben massiv Sympathien bei den Fans gekostet. Die wollen erstmal wieder reingeholt werden.


hertha@berlin
6. Februar 2011 um 16:36  |  8940

ich habe Achillessehnenprobleme und kann leider nicht durch den Berliner Niesel irren. Es geht mir beschissen und das wird noch eine Weile andauern.
Vor allen Dingen, weil die Verfolger heute voll gepunktet haben.
Wenn ich deren Spiele sehe finde ich dass meistens unterirdisch, nur gegen Hertha laufen alle zur Topform auf.
Aber, das Positive. Ich habe die Karten gelegt und danach wird Hertha aufsteigen 🙂


peterpander
6. Februar 2011 um 16:39  |  8941

Ich fand die Niederlage auch absolut unnötig, aber Union hat mit kämpferischen Elan und dem nötigen Glück drei Punkte geholt, die Ihnen hoffentlich dazu dienen nicht abzusteigen.
Ich bin zwat durch und durch Hertha Fan, aber ich kann mich gut an die Zeit erinnern wo man mit Hertha und Union Schal gefeiert hat.

Es ist zwar ärgerlich, aber Hertha muss jetzt einfach die nächsten beiden Spiele gegen KSC und Cottbus gewinnen.

heutte ist Bochum bis auf zwei Zähler rangekommen und Duisburg bis auf vier, wir dürfen jetzt keinen Schlendrian einlegen.

Und bitte Herr Babbel nehmen Sie endlich den Fremdkörper „Friend“ vom Spielfeld, er kann mit den Kurzpassspiel nichts anfangen und Flanken kommen zu wenige.
Jeder andere macht das besser!!
Auf ein neues gegen den KSC und Glückwunsch an Union, haltet jetzt wenigstens die Klasse, damit sich diese Punkte auch für Euch gelohnt haben.


Dieter
6. Februar 2011 um 16:45  |  8942

Diese Niederlage ist nicht zu entschuldigen!

Ich weiß auch gar nicht, warum man bei Hertha bzgl. dieser Niederlage angeblich so ratlos ist.

Imo hat jeder im Stadion gesehen, woran es lag.
Wenn man nach 20-25 Minuten, in denen Union, wie es Neuhaus selbst nach dem Spiel sagte, die Hosen gestrichen voll hatte, aufhört weiter Fußball zu spielen, sondern sich (mal wieder) abwartend und pomadig zugleich in die eigene Hälfte zurückzieht und somit Union die Möglichkeit gibt, ins Spiel zu finden, muss man sich nicht wundern, wenn dieses Angebot auch angenommen wird.

Es k…. mich an, dass offensichtlich auch diese Hertha-Mannschaft nicht in der Lage ist, mal von Anfang bis Ende der Partie konzentriert ihr am Anfang gezeigtes Spiel durch zu ziehen!

Nach besagter Anfangsphase (Union fand überhaupt nicht statt) wurde nur noch selbstgefällig verwaltet so nach dem Motto „die haben wir im Sack“.
Keine mannschaftliche Geschlossenheit mehr, kein konsequentes Verschieben gegen den Ball, einfach nur noch Stückwerk… und das dann auch noch gegen total harmlose Unioner!

Ich kann es auch heute noch nicht verstehen und bin immer noch richtig sauer auf diese Mannschaft!

Hertha kann verlieren, auch gegen Union (würde mir natürlich trotzdem mißfallen) aber dann will ich dabei das Gefühl haben, dass die Spieler 90 Minuten lang wirklich alles gegeben haben!
Warum ist das bei Hertha einfach nicht möglich?!?

Vielleicht sollte man den Spielern mal eine DVD der Spiele vom BVB aus dieser Saison zeigen.
Da sieht man wirklich in jedem Spiel, dass jeder einzelne will.
Das würde ich mir mal bei uns wünschen!

Sorry für diese Wortwahl aber ich kann gar nicht so viel essen, wie …


la49
6. Februar 2011 um 16:49  |  8943

Was mich am meisten ärgert, ist, dass bei Union alleine 4 gebürtige Berliner bzw. Brandenburger eingesetzt wurden (von Benyamina, und Brunnemann mit ostdeutschen Wurzel mal ganz abgesehen) und bei Hertha dagegen nicht ein einziger Berliner eingesetzt wurde.

Wo waren die Spieler, die schonmal von Natur aus fürs Derby heissgewesen wären?

Perdedaj als Köpenicker hätte man nicht erzählen müssen, wie man in einem Derby zur Sache gehen muss.

Babbel beklagt immer, dass die Mannschaft häufig nicht die Mentalität für die Zweite Liga mitbringt.

Gestern war er das Mentlitätsproblem. In dem Punkt war er auf das Derby schlecht vorbereitet.


6. Februar 2011 um 17:16  |  8944

ich oute mich und gestehe: mir geht es wie nach jeder anderen Niederlage, die unnötig war: ich bin ärgerlich.-Dieses Derby-Gefühl ist allenfalls am Entstehen, hat nicht die geringste gewachsene Substanz, um daraus ein Drama zu machen?Es müssen schon noch ein paar Jahre/Jahrzehnte vergehen, um ähnliche Gefühlslagen zu entwickeln, wie es bei BVB vers Schalke, Bremen vers HSV usw verstehbar ist.
Es gibt keinerlei Tradition bei diesen Spielen Union-Hertha.Soll ich nun ausflippen, wenn Hertha gegen den SSC Teutonia99 spielt, sollten die mal mit Hertha in einer Liga spielen??-
Ich würde mich ja freuen, sollte da mal etwas innerstädtliches entstehen..aber die jetzigen „Derby-Gefühle“..kommen mir ein wenig aufgesetzt vor-woher sollen denn diese Emotionen kommen? Oder speisen sie sich doch aus dem OST/WEST-Ding?
Als Herha gegen BW90 spielte, war ich für Hertha und etwas weniger für Riedle & co.- das Stadion war da natürlich auch voll-aber auch dieses match hatte keinerlei Tradition. Am ehesten taugt da wohl TeBe..die sind aber zu weit weg-ligamäßig.
So-ich weiss, ich werde den „wahren“ Fans jetzt nicht aus deren Seele gesprochen haben. Aber so empfinde ich nun mal. Und ich bin beim 9:1 gegen den BvB auf den Platz gestürmt und habe meine Helden gesucht..und saß alleine als kleiner Junge beim 1:0 im Flutlichtspiel vor knapp 90 000 Zuschauern gegen den 1. FC Köln im Oberring. Hatte stolz ein silbernes Tellerchen zum Abschied von der C-Jugend bekommen, weil man Vater wollte, dass ich in Spandau spielen sollte, wegen der Schule und so…bin ich nun abartig, weil ich nicht das Derby-Gefühl nachempfinden kann??
Woher sollen Mija & co dann das haben? Dieses Derbygefühl ist (noch) künstlich. Und Recht hat Mija, wenn er sagt:wir hoffen, es mit dem Aufstieg wieder gut machen zu können.-denn so würde es sein. Wir sind nicht im Pott…und selbst da.. 😉
Was mich mehr stört, ist, wenn der Trainer sagt:“hinterher ist man schlauer“-solche Phrasen ma gniemand hören, nach solch einer derben Niederlage. Denn trotz meiner Worte, war es ja ein besonderes Spiel:
ausverkauft und jede Menge geborgter Gefühle: dem ist Rechnung zu tragen. So oder so.Und hier haben die Spieler es viel zu leicht genommen und der Trainer war merkwürdig passiv, nicht im Sinne von „unbeteiligt“, das war er sichtlich ganz und gar nicht-aber er war ohne jeden Mut-und das darf er reflektieren-denn die Mannschaft hat er mit ihren Problemen gestern alleine gelassen- schlechtes coaching..
Nur: daraus sollte man bitte auch kein bashing machen..?!


nocke79
6. Februar 2011 um 17:17  |  8945

Fühlt sich immer noch beschissen an. In nächster zeit werde ich mir einiges von meinen Union-Kumpel anhören müssen. Damit werde ich moch klarkommen, aber die Art und Weise der Niederlage ist schon ziemlich enttäuschend.


Mazze76
6. Februar 2011 um 17:46  |  8946

Babbel: Im Nachhinein ist man immer schlauer …

Aha … war ja auch das erste Spiel in dem man mit rechtzeitigen Auswechslungen etwas hätte ändern können/müssen, nich wahr ?

Den Spielern hat er schon vor dem ersten Pflichtspiel gesagt, dass sie lernen müssen den Kampf in Liga 2 anzunehmen, 90 Minuten Vollgas zu geben bla bla bla …

Babbel hat zwar seit seinem Antritt hier einiges gut und richtig gemacht, aber eben auch vieles falsch und mir kommt langsam der Verdacht auf dass er der einzige ist der sowas wie lernresistent ist !
Besonders wenn es mal nicht läuft.
Da kommen dann eben so Aussagen wie „Hinterher ist man…“, oder wie (laut BZ) „Die Kulisse hemmte mein Team“

Der feine Herr darf sich Fehler dann auch gerne mal eingestehen.

Spieler hart bestrafen wenn sie sich äusssern, sich selbst aber so langsam um Kopf und Kragen reden.

Nur ein Remi oder gar eine Niederlage beim KSC, und es steht garantiert Ebert beim nächsten Heimspiel in der Startelf. Denn dann muss er ja mal wieder Pluspunkte bei den Fans sammeln. Siehe Einsatz von Zecke nach der kleinen Krise Ende der Hinrunde.

Maulkorb für Babbel ! (ausser am Spielfeldrand)

P.S. Danke für den Hinweis mit Djuricin.
Somit nehme ich diesen Kritikpunkt an Babbel von gestern zurück.


Herthamichel
6. Februar 2011 um 18:00  |  8947

Gehe seit 1955 zu Hertha und habe ganz andere Derbypleiten erlebt.Wir sind ERSTER und steigen auf Basta.


f.a.y.
6. Februar 2011 um 18:07  |  8948

Immer noch beschissen. Ich bin da komplett bei @stehplatz, wobei es hier gar nicht um dieses Derby an sich geht. Dafür ist mir die Rivalität zu künstlich und sinnlos.

Aber das war ein Spiel vor voller Hütte gegen eine zumindest in den ersten 30 Minuten nicht mal wirklich zweitligataugliche Mannschaft, die um das 2:0 gebettelt hat. Und dann wird wie in Bielefeld ein Gang zurück geschaltet und verwaltet. Das hat mich in Bielefeld genauso aufgeregt. Da kam es zum Glück erst nach dem 2:0 und Bielefeld ist desolat. Union hat das aber WEGEN des hochgeputschten Derbydingens konsequent mit Herz und Leidenschaft weitergespielt.

Und irgendwo ganz tief drinnen in meinem Herz für Underdogs freut es mich, dass Pechvogel Mosquera getroffen hat. Und das ausgerechnet Tusche den Freistoss zum Sieg reinhaut. Und das auch noch auswärts. Schade, dass das Spiel nicht in der Lausitz war, dann hätte ich sogar gefeiert. Aber so hat es nun also uns getroffen. Eben in jenes Herz…

Die Niederlage war bitter, weil es sich von den Zuschauern her wieder ein bisschen wie erste Liga angefühlt hat und die Jungs zu Beginn auch so gespielt haben (wo war denn da die Hemmung?). Und dann haben sie zugeguckt und plötzlich war das gleiche leere und traurige Gefühl da wie nach dem Nürnbergspiel letztes Jahr. Und als nächstes fahren wir nach Karlsruhe (in diesem Falle wirklich „wir“, ich fahre hin. Werde aber wohl nicht eingewechselt…), gewinnen dort (hoffentlich!) und dann kommen die Lausitzer. Und wenn der Fussballgott es will, dann überholen uns an diesem Tag Augsburg und Bochum. Und dann sind wir bei dem Gefühl wie nach dem Schalkespiel. Da will ich nicht mehr hin. Darum geht es mir beschissen und das wird auch noch eine Weile anhalten. Habe mich wohl einfach zu sehr auf das Spiel gefreut und zu viel Hoffnung investiert…


joergen
6. Februar 2011 um 18:18  |  8949

Hallo,
auch ich fühle mich nach der Niederlage beschissen und das Wetter scheint die Symptome noch zu verstärken. Mir ist schleierhaft, wie die Mannschaft Mitte der 1. Hälfte nachgelassen hat und nicht energisch nachgesetzt hat, um das 2. Tor zu erzielen. Natürlich bestand dann noch die Möglichkeit in der 2. Hälfte in Führung zu gehen (Friend, Ramos), aber auch diese Chancen wurden nicht genutzt und dann macht der Underdog aus dem Nichts ein Tor und man versucht vergeblich das Spiel noch zu drehen. Solche Spiele habe ich selber schon öfters erlebt, aber warum musste es ausgerechnet ein Derby sein und weshalb trifft es immer uns Hertha-Fans.


ft
6. Februar 2011 um 18:21  |  8950

Beschissen bleibt das Gefühl. Und zwar lange.
Denn wie kann man den solch einen Hänger einbauen ?
Es glat doch mit wichtigen drei Punkte ein kleines Pölsterchen aufzubauen.
… da spielte am letzten Spieltag die gesamte Liga für Hertha…
… was für einen Ausgangssituation…

und nun:

Wieder wird die Liga eng und enger.

Da muss unsereiner doch mit Sorge in die Zukunft schauen.
….
„War das wieder ein Auftakt einer Negativserie ?“
„Ist die Mannschaft doch nicht so gefestigt , wie man es annimmt ? “

Fragen Fragen Fragen

…die mir durch den Kopf gehen.

….

Mich ärgert die all zu leichte Vergabe der drei Punkte. Und das finde ich nicht gut.


Tobska
6. Februar 2011 um 18:22  |  8951

Also,
ich muss mal sagen, nach dem Derby hätte ich kotzen können, so schlecht ging es mir. Aber einen Tag später ist dann auch wieder alles gut. Jeder weiß, dass wir die Nummer eins in der Stadt sind und jeder weiß, dass wir immer noch Spitzenreiter sind!!! Wir steigen trotzdem auf.
Scheiß auf die Derby-Niederlage. Es gut nur vorwärts und wir lassen uns jetzt nicht von so einem dähmlichen Spiel aus der Bahn bringen!!!
HA HO HE
Hertha BSC


dstolpe
6. Februar 2011 um 18:26  |  8952

Interessantes Meinungsbild bis hierhin – und genau so vielschichtig, wie ich es erwartet habe!

Ich habe die Nachricht ja vielleicht ein wenig arg im Text versteckt: Lasogga kehrt Mitte der Woche ins Training zurück. Was bedeutet das für die Mannschaft und für euer Denken: Neue Zuversicht? Oder ist es zu viel verlangt, Herthas Wohl oder Wehe an jenes eines 19-Jährigen zu knüpfen?


Mazze76
6. Februar 2011 um 18:34  |  8953

@ dstolpe

Zuversicht ? Eher zuversichtlicher !
Aber Lasogga allein wird nicht der Heilsbringer sein, auch wenn sich bei ihm klar abzeichnet ein besserer Stürmer zu werden als Friend es je war.
Zuversichtlicher auch, weil Rob nach den 2 Spielen jetzt wohl nicht mehr so planlos da vorne übers Grün rennen muss.

Insgesamt muss aber wesentlich mehr passieren seitens Babbel. Da reicht ein Lasogga nicht!


Stehplatz
6. Februar 2011 um 18:37  |  8954

Natürlich hängt am Namen Lasogga die Zuversicht in Zukunft wieder 11 Herthaner auf dem Platz zuhaben und zumindest noch einen der alles für den Sieg tut neben Aerts, Mija, Hubnik,Niemeyer.

Die Hoffnung Friend nie wieder im Herthatrikot sehen zu müssen schwingt natürlich auch mit!


Silberrücken
6. Februar 2011 um 18:38  |  8955

Das Wohl hängt nicht an Lasogga, sondern das insgesamt die Mannschaft einen deutlich besseren Rhythmus hat, die Abstimmungen im Offensivbereich besser sind und Druck auf die gegnerische Defensive aufgebaut wird. Zwingend ist auch Lustenberger für einen nennenswerten Spielaufbau.


L.Horr
6. Februar 2011 um 18:46  |  8956

Ist nicht schlimmer geworden , im Gegentum , ein Gefühl mit herthaspezifischen Wiedererkennungswert !

Bin eher schockiert das der Auslöser dieser Hertha-Gefühle immer noch im Hertha-Kader steckt :

„DIE BLUTLEERE WENN´S DRAUF ANKOMMT“

Kann sich einer von Euch erinnern wann er das letzte mitreissende , leidenschaftliche Hertha-Spiel gesehen hat , so im Geiste „Euro-Eddys“ KSC , des Bremer „Dresden-Wahnsinns“ oder der gestrigen , Kölner ?

Vielleicht war es Hertha´s „Milan-Gig“ in der CL?
Egal , Hertha gewinnt wenn´s läuft , trifft man aber auf Fighting-Teams , schwirige Spielstände oder wird mit nervenbelastenden Spielpaarungen konfrontiert , gehts regelmässig in die Hose.

Aufbäumen , unbändiger Team-Spiriet , ein aufgerissenes Trikot , Instinkt-Fußball oder ein egozentrischer Apache , das fehlt Hertha.
Das schlimme , ist so´n Dreckskerl in Sicht wird er unter dem Deckmantel der Systemtauglichkeit oder Team-Raison aussortiert.

Natürlich ist ein gleichgeschalteter Kader aus „Trainer-Verstehern“ leichter zu händeln , birgt weniger Risiko an Eskapaden und lässt die Brust von Trainer-Despoten leichter schwellen , aber bietet eben nur einen beschränkten Horizont an Vielfalt.

Unterschiedlichste Charaktere mit ihren Qualitäten hingegen sind ein ständiger Herd an Auseinandersetzung und variabler Not , bieten jedoch ein vielfach breiteren Horizont an Möglichkeiten und Eigeninitiative.

Favre mit seiner begnadeten Inselbegabung dogmatisierte lieber seine sterile Auffassung des Systemfussballs und verabscheute störende Eigeninitiative und Individualismus .
Babbel hingegen sieht´s scheinbar eher etwas preussisch und hat Angst das der lineare Masterplan „Aufstieg“ durch starke Abweichler in Unordnung gerät , ja scheinbar in anarchische Züge verfällt.

Die Sonne am Horizont: LASOGGA , fordernd , triebhaft , rotzfrech und respektlos .
Wenn man das schätzt , sollte man den nicht verbiegen wollen !


wilson
6. Februar 2011 um 18:49  |  8957

Meine Zuversicht gründet eher darauf, dass Ronny zukünftig keine Freistöße mehr schießen wird.
Das sagt ihm doch einer, oder ?

Bei Ronny bin ich mir nicht so sicher, was ihm wichtiger ist:
der Aufstieg mit Hertha oder seinen Freistoß-Rekord zu brechen. Beides wird ihm nicht gelingen, denn auch durch seinen Starrsinn schenkt Hertha zahlreiche Chancen her.


6. Februar 2011 um 18:50  |  8958

natürlich ist ein Lasogga z.Z. sehr wichtig. Jeder, der konstant trifft, ist wichtig. Deshalb ist Ruka u.a. Stamm, denn wer 3 Tore schiesst und 7 (!) vorbereitet, den setzt man natürlich auch nicht auf die Bank.-Aber Lasogga wird als 18jähriger irendwann seinen Lauf verlieren-und dann muss es ja auch gehen-deshalb: möchte ich diesbezüglich reserviert bleiben und hoffen, dass hertha weiterhin genügend Chancen kreiert, die dann versenkt werden-von wem auch immer..


norberto
6. Februar 2011 um 18:57  |  8959

Es schmerzt, es tut weh. Auch 35 Jahre nach der ersten und zweiten Derby-Niederlagen gegen die ach so eisernen (damals als Jungspund noch in weinrotweiss) ist das alles schwer zu verarbeiten.

Was mich aber noch vielmehr interessiert: Auch gefühlte 100 Trainer nach Kuno Kloetzer und Generationen nach dem letzten DFB Pokalfinale in den siebziger versagen unsere Profis in ALLEN Spielen in denen es auf etwas ankommt. Regelmäßig scheiden wir im Pokals aus, wir verspielen Meisterschaften, wir steigen ab und wir verlieren im Derby.

@ub und @sto kann man da nicht mal eine Statistik abrufen?

Aber es wird auch wieder besser gehen, am 15.05. Oder steht unsere Hertha sich wieder selbst im Weg?


Stehplatz
6. Februar 2011 um 19:01  |  8960

P.S.
Lustenberger und Ebert sollte man dabei auch mithineinnehmen. Sie würden unserm Spiel wohl auch gut tun!
Ruka ist zu ersetzen! So viele Chancen er auch kreieren mag, so viele macht er auch mindestens zu nichte!


Tobias
6. Februar 2011 um 19:12  |  8961

Noch mal zur Ausgangsfrage. Nein, das war kein gewöhnliches 3-Punkte-Spiel. Sportlich ja, aber für den Verein war es mehr als das. Wir haben wieder mal das Vorurteil bestärkt, dass es die Hertha zu nichts bringt und auch wohl zukünftig zu nichts bringend werden wird.

Zur Auf- und späteren Umstellung könnte ich noch viel schreiben. Warum durfte Lusti nicht weitermachen, wo er so erfolgreich aufhörte. Warum muss Niemeyer angeschlagen so lange weiterspielen usw. Warum darf niemand zur Grundlinie durchlaufen. Lassogga – ja bitte! Aber wichtiger ist mir die Frage der Einstellung!

@ alle: Warum kann Hertha eigentlich keine wichtigen Spiele gewinnen?

Diese Regel scheint völlig losgelöst vom jeweiligen Trainer, Mannschaft, Manager usw. zu sein.

Warum war das Union-Spiel nun ein besonderes? Wie hier ja schon geschrieben wurde, gab es ja nicht diese intensive Derby-Geschichte wie andernorts. Und es stimmt auch für mich: Union ist mir egal. Fans und Mannschaft können gern mit ihrem ostalgiegeschwängerten Gehabe und Oppositionsfußball in allen Gefilden der niederen Ligen herumdümpeln. Solange Hertha dadurch keine spürbaren Nachteile hat, meinetwegen. Mit oder ohne Mütze, Rot Front ist bei mir kein Thema.

Aber – und da denke ich liegt das riesige Versäumnis von Hertha als Verein, der Spieler und besonders des Trainers – wir hatten gestern eine volle Hütte. Voll von Menschen aus Berlin, die sich für Fußball interessieren und dem einen oder anderen Verein näher stehen. Anders als Liverpool oder München braucht Hertha mehr Fans, neue Mitgliedern und konstantere mediale Unterstützung. Das ging dann gründlich schief…

Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch ein biologisches Wesen ist und genauso konditioniert werden kann (und unbewusst ständig wird), also durch Belohnung oder (Vermeidung von) Schmerz, dann dürften sich alle geringfügig mit Union sympathisierenden Besucher positiv bestärkt sehen. Hey, es ist schön, mit Union zu zittern und dann zu feiern. Alle, die es ein wenig mit Hertha hielten, haben ein paar Nervenbahnen negativ verknüpft: kalt, miese An- und Abreise, und die schon erwartete Belohnung nicht kassieren, stattdessen gefühlter Punktabzug. Höchststrafe – völlig unverdient. Und nicht mal ’n richtiges Bier.

Wie oft wird man einen solchen, noch nicht Dauerkarteninhaber wohl im Stadion sehen? Vielleicht noch ein weiteres Mal, sofern der Aufstieg am Ende schon gesichert sein sollte. Wenn es wieder wärmer ist und ein Erfolg sicherer in Aussicht steht…

Ich weiß, das Konzept „Erfolgsfan“ wird sehr negativ diskutiert. Aber irgendwann muss die Liebe zum Verein, dessen Dauerkarte man sogar direkt nach dem Abstieg erwirbt, ja auch zart keimen können. Bis dann andere Werte und Gefühle (Vertrautheit, Zugehörigkeit) überwiegen.

Einige Freunde und Kollegen, die ich zuletzt mit ins Stadion brachte, sind heute nicht mehr so leicht zum Mitkommen zu motivieren: 1-Punkte-Spiele statt Aufholjagd, Angsthasenfußball bei Minusgraden. Grauenhaft. Jetzt ordentlich auf die Mütze bekommen, obwohl das fußballerisch völlig unnötig war. Die Verknüpfung sitzt. Und das waren die Berliner – um mich herum sonst nur Zugereiste, die es eh‘ mit ihren alten Heimatvereinen halten. Wenn die in hören und lesen, wie tapfer die Unioner sind – warum im Olympiastadion Langeweile schieben…? Dann bleiben sie doch lieber exklusiv ihrem Verein treu und gehen halt hier mal zu Alba…

Insofern ist durch die lasche Einstellung zum Derby dem Verein mMn ein viel größerer Schaden entstanden, als durch den Verlust von drei Punkten, oder auch durch das Enttäuschen der Fans, die sowieso fest zu ihrem Verein stehen (so sehr das auch schmerzt).

Diese große Chance, bei vielen Menschen in der Stadt Sympathie für Hertha als „unser Aushängeschild“ zu wecken und der Rückkehr der Hauptstadt in die Bundesliga sehnsüchtig zu erwarten, ist vergeigt worden. Dazu hätte es ein souveränes Auftreten auf dem Platz gebraucht, aber vor allem die richtige Einstellung der Verantwortlichen und der Spieler zur Besonderheit dieses Spiels für die Fans und die Stadt.

Dieser Wille, um jeden Zentimeter Rasen zu kämpfen, muss eingeimpft werden. Konzentrationsschwächen der Spieler (und davon gab es gestern reichlich zu sehen), kann ich mir nur mit mangelhafter Vorbereitung auf den Auftritt in der Arena erklären. Der Gladiator wäre gestorben, der Fußballprofi liegt im Entmüdungsbad.

Hallo! Das Spiel wird nicht nach dem ersten Tor abgepfiffen, geht raus und tut was für das Torverhältnis, für Eure Fans, für Euren Verein als Brotgeber, und für Eure eigene Zukunft. Zeigt wie bleiern die Eisernen spielen im Vergleich zu Euch. Verschafft Euch Respekt bei allen anderen Zweitligavereinen, denen sollen die Knie zittern vor der nächsten Partie.

So! Die Länge des Textes bitte ich zu entschuldigen, das musste einfach raus.


Petra Woosmann
6. Februar 2011 um 19:12  |  8962

Kennt ihr den Spruch: „Ich kann gar nicht soviel k…., wie mir zumute ist“ oder so ähnlich?

Es war gestern ein Scheißtag und heute nur bedingt besser. Wie kann man sein eigenes Publikum so verarschen? Ich bin immer noch nicht im klaren darüber, was ich verbrochen habe, dass immer wenn ich mich besonders auf etwas freue, mich die Spieler plus Trainer so arg enttäuschen müssen.

An Lasogga hänge ich schon eine gewisse Hoffnung, aber auch nur als ein Teil des Teams. Denn alleine kann er das auch nicht reißen. Hoffentlich kneifen die anderen Spieler jetzt mal die Pobacken zusammen und spielen 90 Minuten durch und nicht nur 30 Minuten.

Bah, diesen Spieltag will ich jetzt ganz schnell vergessen.
🙁


Czerwi
6. Februar 2011 um 19:13  |  8963

Bin auch immer noch enttäuscht und traurig.

Union war mit Abstand (neben Bielefeld) die schlechteste Truppe, die ich in dieser Saison im O-stadion gesehen habe. Das ist eigentlich das Schlimmste daran.

Ich hoffe das unser Team das schnell abhakt und nächsten Sonntag zurückschlägt. Eine weitere Niederlagenserie wie in der Hinrunde wäre sehr sehr schlecht.

Wir alle wissen, das unsere Mannschaft es drauf hat, wenn die Einstellung stimmt. Nur scheint die Einstellung manchmal wirklich ein Problem zu sein.

Wir haben leider keinen Zecke mehr, der in so einem Spiel die Ärmel hochgekrempelt hätte und am Ende ausgesehen hätte wie ein Schw…

Mund abputzen weiter gehts. Was zählt ist der Aufstieg

HaHoHe


Exilherthaner
6. Februar 2011 um 19:13  |  8964

Unter Favre wäre es ein 3:0 geworden.
Ein Funkel hätte sich wohl ein ekliges 1:0 erspielt.
Selbst dem schönen Falko hätte ich ein Remis zugetraut.
Unter Babbel ist der Ausgang so eines Spiels jedoch offen. Es gibt einfach keinerlei Möglichkeit, eine Tendenz zu erkennen….komplett unberechenbar. Man weiss nicht, wer spielt, man weiss nicht, wie gespielt wird, man weiss nicht, ob gut oder schlecht gespielt wird…man weiss eigentlich gar nichts und dem Trainer wird es wohl nicht anders gehen. Genau das macht mir einfach Porbleme, mich mit diesem Trainer anzufreunden.
Ich hoffe, der Spuk ist bald vorbei……und wir steigen auf.


norberto
6. Februar 2011 um 19:19  |  8965

Ach so, noch ein Nachtrag:

Nicht nur 3 Punkte gingen Flöten, denn es war ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel. Gegen die Puppenkiste und die FUFU´s aus dem Ruhrpott wird unser rot-weißes Eisen aus dem südlichen Vorort von Berlin versagen. Ein schwacher Trost dass Köpenick dann in der nächsten Saison die dritte Liga rockt und wir weiterhin gegen Ingolstadt kicken müssten.


la49
6. Februar 2011 um 19:32  |  8966

@ norberto

Hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

– DFB Pokalfinale 1977
– verlorenes Rückblick im UEFA-Pokal-HF 1979
– DFB-Pokalfinale 1979
– 0:6 gegen HSV 1980 und Abstieg wegen der vielen Gegentore
– 1980/1981 – nur 3. in der Zweiten Liga weil 1:2 gegen Bremen und 2:4 gegen B’schweig zuhause vor je 70000
– Aufstiegsrunde in 2 Liga 1987, letztes Heimspiel 1:3 gegen Remscheid
– Aufstiegsrunde in 1. Liga 1992, zuhause gegen Bayer Uerdingen 0:5
– DFB-Pokal-Derby gegen TeBe 1998: 2:4
– keine CL Quali 2005, viel 0:0 Hannover
– kein Meister 2009, weil 0:0 gegen Sch***
– keine CL Quali 2009, weil 0:4 beim KSC
– Aufholjäger als Rohrkrepierer (speziell 1:2 gegen Nürnberg)

Lässt sich aber bestimmt unendlich verlängern.


la49
6. Februar 2011 um 19:35  |  8967

@ Exilherthaner
Beim 1:0 unter Funkel halte ich dagegen. Unter dem hätten wir im Oly doch nicht gewonnen.
Aber selbst Huub Stevens hätte das 1:0 irgendwie geholt.
Und unter Meyer hätten wir 4:1 gewonnen!


mightymouse
6. Februar 2011 um 19:49  |  8968

Wenn man die Kommentare hier liest, denkt man Hertha ist gerade wieder abgestiegen!!!

Wir haben ein Fußballspiel verloren gegen eine limierte Mannschaft aus der eigenen Stadt.

So What??? K. der Hund drauf – wenn wir die nächsten 4 Spiele gewinnen. Ist das schnurz.

Wo ich aber zustimmen muss ist, das bei der Zusammstellung des Kaders in den letzten Jahren immer Spieler genommen wurden, die Pflegeleicht sind und sich selbst nicht aus der Sch. ziehen können.

Ein Sverison, ein Zecke, ein Rekdal oder ein van Bommel – als Spielertyp – würden der Mannschaft mehr als helfen und einen ganz anderen Spirit reinbringen.

Meins Erachtens sind gerade die Jungen – wie Lassoga und Perdedaij – genau solche Typen!!! Nur sind sie zu jung und noch fehlt das Standing in der Mannschaft.

In der derzeitigen Mannschaft sehe ich nur Niemeyer und mit abstrichen Lell. Die anderen sind für mich eher Weichspühler, auch ein Kapitän wie Mijatovic!!

Es gilt nach dem definitiven Aufstieg – die Karten haben es ja verraten 🙂 – in solche Spieler zu investieren oder die vorhandenen zu Führungsspielern aufzubauen!!!

Wir schaffen did schon und dann kräht keiner mehr nach dem 1:2 verlorenen Spiel gegen die Roten aus K.


mombi
6. Februar 2011 um 19:52  |  8969

Könnte mich immer noch übergeben, um es mal nicht ganz so drastisch zu formulieren. Auch wenn die Niederlage sehr weh tut, sehe ich nach dem Spiel gar nicht so schwarz. Klar hat man mal wieder verpasst frühzeitig den Sack zuzumachen bzw. nach einem Führungstor gänzlich aufgehört zu spielen.
Dennoch war man das komplette Spiel über das klar bessere Team und aus meiner Sicht war es einzig die Chancenverwertung, die am Ende den Unterschied gemacht hat.


Exilherthaner
6. Februar 2011 um 19:56  |  8970

@la49

Unter Funkel hätten wir garantiert 3 Punkte geholt. Da bin ich mir sicherer als beim Aufstieg mit Babbel. Egal ob man Funkel mag oder nicht, aber FF weiss, wie man eine Mannschaft zu trainieren und aufzustellen hat. Müsste ich bezüglich Aufstieg auf Bochum oder Hertha tippen, ich würde 100% nicht für die alte Dame votieren und das sage ich als treuer Herthaner….und genau DAS tut mir im tiefesten Herzen unglaublich leid, weil ich denke, dass wir nach der letzten Saison mehr verdient haben als diesen Babbel-Fussball.


ft
6. Februar 2011 um 20:23  |  8972

Mal n ganz anderes Thema:

Es kann ja sein, das ich eine sehr selektive Wahrnehmung habe,
aber
hatten wir nicht am Sonnabend deutlich mehr Supporter aus der turkish und arabian community als sonst bei den Heimspielen ?

Die Frage paßt zwar nicht unbedingt ins Thema, aber Fakt ist nun mal das die Türken und Araber hier in der Stadt mindestens genauso fußballverrückt sind wie die Berliner die schon etwas früher an diesem Ort zwischen Havel und Spree siedelten.
Und in meiner kleinen spießigen Denke könnte ich mir es gut vorstellen das wir diese riesige brachliegende Ressource an Fans gut gebrauchen könnten.
Aber nach so ner Klatsche bleiben die doch lieber vor Sky hängen und schauen Trapsonspor vs Galatasaray.

Naja, war mal so n Gedanke der mir gerade durch den Kopf schoss.

Ist jetzt nicht unbedingt das richtige Thema für einen Verein der Welthauptstadt Berlin aus Liga 2.


Chuk
6. Februar 2011 um 20:32  |  8973

Fühle mich wie so viele andere immer noch beschissen … und das Gefühl wird eher etwas stärker, da jetzt die Unioner nach ihrer Siegesfeier in alle Kanäle gekrochen kommen und sich und ihren Kult-Club entsprechend kultig groß reden.
Ich werde aber wohl damit leben können – auch wenn nun für alle Zeit Union eins der zwei Pflichtspiele gewonnen hat, denn so etwas wird es nie wieder geben … Hertha steigt auf und Union verschwindet innerhalb der nächsten 4 Jahren in der Versenkung.
Ich hoffe, dies wird kein Traum/Wunsch bleiben. 🙂

Meine Stadt – Mein Verein – Hertha BSC


ursula
6. Februar 2011 um 20:34  |  8974

@ Exilherthaner

Fehlender Enthusiasmus, fehlender Esprit,
letztlich fehlende Motivation….

….statt dessen dieses Opferlamm-Verharren,
dabei den Gegner aufbauend, diese Blutleere,
eben Ischämie, keine geordnete Gegenwehr!

Wem soll man dies anlasten? Den Spieler-
typen diese Kaders? Dem Zusammensteller
dieses Kader, also auch Michael Preetz?

Oder der für diese immer wieder anhaltenden
temporären Phasen der Leidenschaftslosigkeit
zuständige “Bezahlte“?

Wer ist denn für diese sich seit Saisonbeginn
permanent wiederholenden “TIA-Prozesse”
zuständig?

Für transitorische, ischämische “Attacken“?
Doch nur DER, der auch nach außen, ob im
Stadion oder vor dem TV sichtbar in Agonie
verfallende Markus Babbel! Der seine eigene
Mentalität nicht leugnet und Rumpelstilzchen
für Jürgen Klopp hält oder umgekehrt…..?

Nee, jetzt ist einmal Michael Preetz gefragt,
wenn denn schon nicht abgelöst werden soll!?

“Geh` aus Deiner Haut und motiviere DICH
und das Team! Wenn DU, Babbel nicht auf-
steigen willst, WIR MÜSSEN“…..

….das muss man doch allen Gehaltsempfängern
klar machen können……!!!


Chuk
6. Februar 2011 um 20:37  |  8975

vua
6. Februar 2011 um 20:46  |  8977

Bin tief enttäuscht, aber nicht sauer. Und dafür wechsle ich sogar vom lesenden ins schreibende Volk! 😉
Habe demnach auch Antwort Nummer 1 gewählt, was mehrere Gründe hat, die eig auch alle schon genannt wurden:
– die unnötige Niederlage unserer Mannschaft trotz teilweise tollem Kombinationsfußball
– ein phlegmatischer Babbel, der nie die Bedeutung des Spiels für uns Fans verstehen wird („eine Woche Schmach“ – dass ich nicht lache!) und es dann auch nicht geschafft hat, die Mannschaft(mit Einwechslungen) zum Aufbäumen zu bewegen
– das Interview mit dem Kusmagk vor dem Spiel: Zum-in-den-Boden-Versinken, wer das zugelassen hat kann nur Unioner sein
– die Leistung unserer OK: Scheiß Union-Rufe bei einem sichtbar verletzenden Spieler und schlussendlich im eigenen Stadion niedergesungen worden
– die Möglichkeit und der Wille für guten Support waren gegeben, sogar der Oberring neben der Ostkurve stand komplett!
– es war soviel Potenzial da für Hertha zu werben, das wurde vergeben. So schade um die Möglichkeit

Zur Situation nach dem Spiel:
– Hertha soll nie mehr empfehlen doch bitte mit den Öffentlichen anzureisen, da lauf ich das nächste mal lieber ne halbe Stunde zu meinem Parkplatz. Über 1 1/2 Stunden warten auf die S-Bahn, Züge teilweise alle 10-20 Minuten, tierähnliche Szenen auf dem Bahnsteig beim Öffnen der Zugtüren. Abschreckend für Menschen mit Kindern, ein Mann im Rollstuhl hatte keine Chance in die Bahn zu kommen
=> Hertha kann nicht ernsthaft eine Verlängerung des Trikotsponsors „DB“ anstreben. Schonmal drüber nachgedacht, dass auch der Sponsor das Image des Vereins prägt? Und die Bahn ist ja wohl Berlin- wie Deutschlandweit verhasst.

Fazit des gesamten „Events“:
Hertha zum Abgewöhnen. Mir gehts nicht ums Hertha-bashen, bin nur bleibend enttäuscht von dem gestrigen Tag.
Pro: Mijatovic kommt nach dem Spiel zur Kurve. Mir ist die Diskussion und die Reaktion nicht bekannt aber allein die Aktion verdient Anerkennung.


ft
6. Februar 2011 um 20:56  |  8979

pic passt wie die Faust aufs Auge. 🙂


08-15
6. Februar 2011 um 21:01  |  8980

OK, Leute. Die schlechte Stimmung unter uns kann man schon ein stückweit nachvollziehen. Es sitzt besonders tief, weil wir so’n bissel auch ein moralischer Verlierer sind. Wir als Hertha haben anscheinend soviel Schiss vor einem Derby/vor Union, dass im Vorfeld (und eigentlich auch schon die ganze Saison über, seitdem klar ist, dass es diese stadtinterne Duell geben wird) eine aggressive Anti-Union-Stimmung aufgebaut wurde. DAS hamwer nun gestern – verdient oder unverdient, völlig egal – einfach auch mal übergebraten bekommen. So schmerzt das natürlich doppelt. Einerseits weitere wichtige Aufstiegspunkte nicht eingesackt und zum anderen hat dann nicht mal „unsere“ negative Stimmung gegenüber Union funktioniert. Warum aber eigentlich so eine Anti-Stimmung? Sorry, für mich ein klarer Ausdruck mangelnden Selbstbewusstseins auf Herthafanseite (natürlich ist klar, dass da Unioner auch immer fleißig mit „zündeln“ – und zwar nicht nur mit Bengalos…). Aber wo ist hier die deutsche Eiche, die sich nicht drum schert, wenn… usw. – Ihr wisst schon.

Ich schlage jetzt mal einen anderen Ansatz vor, der hier vermutlich zum Aufschrei des Entsetzens führen wird, aber vielleicht hilft es uns ja? Und wenn auch erst beim zweiten Drübernachdenken? Also:

Union hat uns gestern UNSER HERZ, die „Hauptstadtführerschaft“, im eigenen Stadion raus gerissen. Akzeptieren wir das doch einfach. Union ist JETZT der neue Hauptstadtclub in Berlin und kommenden Freitag gegen Osnabrück können sie es schon gleich beweisen.
Sollen sie Berlin jetzt mal hauptverantwortlich vertreten und dann bitte schön auch dafür die Prügel einstecken, wenn sie weiter so Fußball spielen wie z.B. in weiten Phasen des gestrigen Spiels.

Hertha hat eine andere Mission – den Wiederaufstieg!!!!! Und für diese Mission ist es völlig unerheblich, ob wir der allergeilste Oberhammer-Hauptstadtclub jenseits der Beteigeuze sind oder nicht. Für die Mission zählt nur, dass wir da oben bei bleiben und nach dem gestrigen Spiel, wenn möglich, sofort wieder ins Fahrwasser des Erfolges kommen. Nächstes Wochenende, neue Chance.
Der neue Hauptstadtclub muss sich damit aktuell nicht belasten – so hat jeder seine Aufgaben. Ist doch gut. Dem neuen Hauptstadtclub drücken wir ab sofort die Daumen, dass ihn die neue Verantwortung für Berlin beflügelt und hilft, z.B. den Abstieg in die dritte Liga zu vermeiden.

Und für alle, die mit derart nüchterner Unemotionalität gar nicht umzugehen wissen: Denkt dran, dass Hertha die Stadioneinweihung der neuen Alten Försterei mit einem gepflegten 3:5 vermasselt hat. Und wenn das nicht reichen sollte: Da hat sogar Artur Wichniarek getroffen… 😉

Ich bin weit weg, jetzt hier irgendwas zu finden, um gegen Union zu schießen, aber nach einem Tag müssen auch wir die berühmt-berüchtigten Kahnschen Eier in der Hose haben, um diese Niederlage auch mal wegzustecken und sofort wieder nach vorne zu gucken. Und Daumen zu drücken, dass sich unserer Nationalspieler bei ihren Abordnungen nicht irgendwelche Verletzungen einhandeln.

Ach so:
HA-HO-HE!


L.Horr
6. Februar 2011 um 21:03  |  8981

@ursula , “ TIA-Prozesse “ hat das Zeug ins Fachvokabular aufgenommen zu werden , Großartig !!!


westend
6. Februar 2011 um 21:06  |  8982

Habe immer noch das „1000-Yard-Starren“, wenn ich an diese Schmach, an diese unsägliche Demütigung denke.
Und ich denke unweigerlich an die Gesichter der beiden Media-Markt-Lieferanten, die mir im letzten Sommer meinen neuen Kühlschrank (Engelhardt Pils, bitte) ins 4. OG Altbau gehievt haben. Beides offenbar unheilbare Unioner.

Beim Anblick meines gerahmten (Fast-) Meistertrikots 08/09 samt Unterschriften lachten sie mir frech und fies ins Gesicht: „Eusch klau’n wa die Punkte und bringen’se in’n Osten — würste seh’n“.

Am liebsten hätte ich sie noch dreimal samt Kühlschrank hoch und runter geschickt. Vielleicht weil ich die Befürchtung hatte, dass diese fiesen Menschen Recht behalten würden. Das Trinkgeld ließ ich natürlich stecken.

Gegen Pauli im DFB-Pokalfinale verlieren? Fein. Gegen Schlacke die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte kassieren und diese Affen daher (wegen der Tordifferenz) zum Meister machen? Ok. Aber zuhause gegen diesen Verein aus Köpenick an diesem Tag zu verlieren: Nein, das ist schlimm, das hinterlässt Wunden, die wohl niemals heilen.

Bleibt nur: weiterhin treu zu unserer Hertha stehen — und bei Media Markt keine Kühlschränke kaufen.


Stehplatz
6. Februar 2011 um 21:06  |  8983

Ja genau! Niederlage abhaken und nach 45 Minuten gegen Bielefeld und und 20 Minuten gegen


Stehplatz
6. Februar 2011 um 21:08  |  8984

…..Union gucken ob dieses mal 10 Minuten Fussball für den KSC reichen! 😀


08-15
6. Februar 2011 um 21:17  |  8985

@Stehplatz
Wir haben keine Zeit für Defätismus, wir ALLE brauchen Motivation! Und ich gebe zu, das ist immer noch keine Garantie, dass es gegen den KSC dann „von ganz alleine“ läuft. Hertha kann’s doch, davon sind doch die meisten hier schon irgendwo überzeugt. Der Stachel von gestern trifft ’ne andere Stelle bei uns. Die darf/soll man nicht unterschätzen, aber die darf bitte auch nicht alles lahm legen!


ursula
6. Februar 2011 um 21:23  |  8986

Das hat doch ALLES nichts mit Union zu tun,
@ 08-15 oder mit dem „neuen Haupstadtclub“,
was heute an „Frust geschoben“ wurde!

Diese überlebenswichtige Kostellation, den
Abstand auf die echten Konkurrenten, wenn
man die Schlussansetzungen der Rückrunde
im Auge behält, weiter auszubauen, fataler
Weise nicht gelungen ist!

Im Gegenteil, der Frust bezieht sich, bei
mir zumindest auf diese DREI verlorenen
Punkte! Mir eigentlich egal, wer dabei der
Gegener war, wenn er denn auch noch so
schwach und leicht beherrschbar war……

…..wie ja anfangs angedeutet und wovon ich
leider nicht überzeugt bin, dass dies schon
das Ende eine Spitze von Eisbergen war….

….das macht die Dramatik dieses Samtags aus!
Diese „Opferlamm-Mentalität“, diese Wehr-
losigkeit! Union scheint dabei sekundär!


Tony Walnuts
6. Februar 2011 um 21:32  |  8987

Der bittere Gesckack liegt immer noch auf der Zunge. Und wird wahrscheinlich niemals wirklich vergehen.


pax.klm
6. Februar 2011 um 22:21  |  8988

Weiß gar nicht mehr wo ich anfangen soll!
Tolle Woche gehabt, so mit viel Sonnenschein und und frühlingshaften Temperaturen! Dazu jede Menge netter Menschen, kleine Geschäfte, Kirchen, Klassik und Antike! Zum Abschluß noch ein hübsches offenes Auto um ans Meer oder in die Berge zu fahren! Aber der Gedanke: Am Samstag das Spiel der Spiele im Oly und DU bist nicht dabei! Na zur Entschädigung in die Berge und Villen schauen, nur nichts vom Ergebnis hören. Große Vorfreude auf die Rückkehr am Abend nach Berlin!
Erzähle allen möglichen Fußballfans vom Berliner Derby. Egal ob Lazio – oder AS -Fan, Hertha Berlin kennen fast alle , Union wer? Ausverkauftes Haus in der 2ten Liga, das fanden auch die Römer toll! Interessant aber, wie viele Fans anderer Mannschften hier „kreuchen“!
Wahnsinnsfreude, Stau, Auto abgeben, die Zeit drängt, einscheken, mehrere hundert Meter Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle (sorry gerdie, das was Rom F hier liefert ist gruselig, dann doch lieber Schönefeld). An den Wartenden vorbei bis zur Kontrolle ( Abflug in 35min ,
viel Verständnis der Anderen, denn diese fliegen erst in 2-3 Std, DANKE)!
Dann zum falschen Gate geschickt, niemand mehr da, hektische Betriebsamkeit, schon völlig durchgeschwitzt, wieder zurück, brülle, rufe, … finde das richtige Gate, schnell noch in den Bus , ab ins Flugzeug. Und dann wieder Freude auf das Ergebnis des Derbys und die tollen Kommentare im Blog, die tollen Fußballmomente die uns die Blau-Weißen geboten haben, Wiederholungen der tollen Tore von Ramos, Raffa und endlich auch Friend! Ja so ein 3:1 tut gut, so gut!!!
Es war ’ne stürmische Überfahrt, zehn Wochen nur das Deck geschrubbt (nach Achim R.), Pilot fliegt gut!
Landung in Schönefeld, recht wenig los, sehe mit Grausen den wachsenden BBI , wird genauso ein Riesenmoloch wie Rom-Fiumicino, aber Rom hat gar mehrere…
Wie Rom vieles hat was Berlin verloren geht! Oder gegangen ist!
Immer noch Vorfreude, Frau wird instruiert, dass es danach noch in so ne kleine aber feine Kneipe in Schöneberg gehen soll, da dort einige tapfere Herthaner sich treffen, um den Sieg und gute Freundschaften zu feiern! Der Turm wird mir schon leuchten, hoffe, dass die Sieben noch gegen 22 Uhr da sind! Immer noch Freude!
Frau ist genervt aber…
Da sehe ich den Schwiegersohn und die Tochter, ihre Blicke sagen nichts, nun frage ich,……
NEIN!
NEIN!
NEIN!
Aus / Vorbei — Unglaube: Das darf, das kann nicht Wahr sein!
Was denken Babbel? Was denken die Schnösel? Aber erst mal nach Hause. Sofort Rechner hochfahren, nicht nur einen Blick in IMMER HERTHA! Was ich lese, was ich höre und später auch sehe, lässt mir mein Blut in den Adern gefrieren! Ich bin angefressen , nein das ist gar kein Ausdruck dafür wie ich mich fühle! Mensch Babbel, du musst das doch wissen, wie sich das anfühlt mit ’ner Derby-Niederlage. Und dann so etwas, keinen irren Nachwuchsspieler für den Sturm auf der Bank, „krank“ oder hinter den Bergen, dafür den Friend, der vielleicht ein akademisches Problem hat, zumindest zu viel denkt. Warum kein Wechsel, wenn Flasche leer? Warum sind die nicht so heiß, dass sie den Rasen verbrennen? Nehmt euch ein Beispiel an Handballern, da spielen Pferdeküsse auch keine Rolle. Ich empfinde es als SCHANDE dieses Spiel SO verloren zu haben. ES GIBT KEINE ENTSCHULDIGUNG!
Diese Riesenchance eine Legendenbildung, von mir aus Mythenbildung , dies Chance vertan! Wieder einmal! Es wurde mehr kaputt gemacht als die Verantwortlichen denken!
Rückblick: 6. Spieltag Fr 26.09.69 20:00 Hertha BSC – 1. FC Köln 1:0 (0:0)
Knapp 90000 verkaufte Karten, mindestens 105000 im Stadion, Gänsehautfeeling , ich war ein kleiner Pimpf, durfte alleine ins Stadion mit ’ner selbstgenähten Fahne die größer war als ich.
Dieser Sieg hat die Leidenschaft für Hertha geweckt! Sie hält bis heute!
Bei Jüngeren mag es das Zweitligaspiel vor 75000 gegen den FCK gewesen sein!
Wiedermal wurde eine Hoffnung in den Staub getreten! DIE Chance vergeben!
All die Unentschlossenen hätte Hertha gewinnen können!
Babbel’s Wunsch 70000 gegen Paderborn, … vorbei….!
Schüleraktionen um neue Fans zu gewinnen, im Gleisschotter der S-Bahn : verschwunden, untergegangen und dann die kolportierte Äußerung: Was wollt IHR denn ? Wir sind doch erster!
Was glauben die Spieler eigentlich? Spüren sie eine Verantwortung? Für den Verein, für die Fans?
Sie haben gestern ECHT viel kaputt gemacht von dem was hätte sein können! Selten dumm!
Das hätte die beste Werbeaktion für den Verein sein können!
Ich kann und will mich einfach nicht beruhigen!
Ach wäre ich doch in Rom geblieben!
Manchmal, so kommt es mir vor, kann Hertha seit dem Skandal Anfang der 70er wirklich die entscheidenden Spiele nicht gewinnen!
Das hat sich damals auch recht negativ auf die Zuschauerzahlen ausgewirkt! (Der Skandal). Nee Markus, das war Murcks! Zum Ausgleich kann es nur noch heißen: Siegen, siegen, siegen!
Hört endlich mit dem Hauptstadtgetue auf!
Die Derby ’s gegen TeBe , bei denen damals auch ein paar mal so um die 75000 im Oly waren, wurden zu ¾ gewonnen!
Vielleicht fehlen Hertha am Ende ja auch die 3 Punkte?
Sorry ihr 7 , dass habe ich gestern dann wirklich nicht mehr gerafft, in die Kneipe, und der Frust ist immer noch nicht weg.
Vielleicht habe ich jetzt einfach zu viel geschrieben, aber irgendwie musste das mal gesagt werden. SCHxxxxxxxxxxxe!

Es gibt halt Dinge die kommen nie wieder!
Vergleiche das mit ’ner Lebendsgemeinschaft oder Ehe.
Gefühlt war diese Niederlage wie ein Fremdgehen des geliebten Partners!
In einer gewachsenen Beziehung, in der die Partner nicht mehr nur verliebt sind, sonder die Gefühle tiefer gehen, mag man sich vergeben und dennoch weiter zusammenbleiben. Manche Menschen leben in Beziehungen in denen das Fremdgehen dazu gehört, diese sehen dies nur als den Verlust von Punkten!
Wie mag es aber sein, wenn man frisch verliebt ist und der Partner gleich zu Beginn fremdelt! Werden die meisten nicht woanders ihre Liebe finden?
So mag es gestern vielleicht den Besuchern im Oly gegangen sein! Die auf der Suche waren, die sind nicht mehr auf Hertha fixiert, sondern woanders fündig geworden?
Damned…
Habe erst vor gehabt dies vormittags zu posten, wollte noch mal nachdenken, die Wut/Enttäuschung ist aber noch größer geworden!


Stehplatz
6. Februar 2011 um 22:23  |  8989

Ja, das war nicht konstruktiv!
Aber was sollen WIR hier tun? Mir fällt da wenig ein!
Nach dem letzten Jahr, mit Dauerkarte, unterstütze ich die Mannschaft nicht mehr, da es nicht mehr an mir, dem Fan, ist Zeichen zu setzen, sondern an der Mannschaft sich für kollektives Versagen zu entschuldigen!
Was muss denn kommen, damit endlich mal bei diesen selbstzufriedenen Versagern ohne Mumm in den Knochen soetwas wie bedingungsloser Siegeswille und Killermentalität aufkommt, man dem Gegner wehtun will(mit dem Ergebnis) und ihn deklassiert?

Wem auch das wieder drastisch erscheint, sollte sich in sein Gedächtnis rufen, dass wir mit einem mäßigen Erstligakder in der 2. Liga auflaufen und trotzdem den ersten Platz feiern als wäre das noch die 1.Bundesliga. Platz 1 kann nur das Minimum der Ansprüche sein! Meine Forderung an das Team war aber auch, dass sich die Überlegenheit auf dem Papier mit einer Spielidee/Konzept auf dem Platz umzusetzen und NICHT per Zufall und purem Vertrauen auf die individuelle Qualität durch die Saison zu zieht und erst im nächsten Jahr mit der eigentlichen Arbeit anzufangen!

Ich habe mit dem Verbleib von Preetz wenig Hoffnung auf eine gute sportliche Zukunft gehabt. Als er Babbel verpflichtet hat, war ich positiv überrascht! Mittlerweile ist die aber verflogen. Die Mannschaft ist lediglich in ihrer Fitness vorwärts gekommen. Klare Konzepte gibt es bis heute nicht, immer wieder experimentiert, auch wenn man schon längst gescheitert ist (Friend im Sturm), auf der anderen Seite werden keine sinnvollen Schlüsse aus dem gezogen, was gut funktionierte (Niemeyer+Lusti). Jedes Spiel Russisch Roulett wie Exilherthaner es beschrieben hat!

Alles nicht so schlimm, solang man in Liga 1 dümpelt. Aber auch das scheint immer mehr gefährdet! Bochum macht im Moment aus 1 Chance 2 Tore, Augsburg und Duisburg sind generell stark, Cottbus ist zur Überraschung fähig! Lediglich Hertha spielt wie das Wetter im April.

Da soll man nach dem was man mit diesem Verein erlebt hat frohen Mutes sein?


ft
6. Februar 2011 um 22:56  |  8990

Tja und der RBB Sportpalast gibt heute auch unverhohlen sein Bekenntnis pro Union ab. Na sowas aber auch.
Ich erwarte von dem Sender eh keine Parteilichkeit für HBSC, nicht mal ne unparteiische Berichterstattung …

Naja – RBB ist eben auch nicht der SFB.

Manchmal vergess ich das


Andy
6. Februar 2011 um 22:57  |  8991

„Platz 1 kann nur das Minimum der Ansprüche sein!“

Man könnte ja fast Mitleid haben, aber solche Sprüche, man da fällt es doch wieder leichter sich über den glücklichen Sieg zu freuen.


Exil-Schorfheider
6. Februar 2011 um 23:07  |  8992

@L. Horr

Welchen Bremer „Dresden-Wahsninn“ kennst Du!?

Ich fand die Auftritte in der CL gegen Chelsea und Milan top, und in der Buli diverse Bayern-Siege!!!


LordNoxious
6. Februar 2011 um 23:13  |  8993

Also ich bin richtig genervt wegen dieser Niederlage. Besser gesagt, wegen der Art, wie die Mannschaft aufgetreten ist, gerade nach dem 1:2. Das geht gar nicht. Das war ein Spiel bei dem junge Spieler wie Lasogga oder auch Schulz was hätten reißen können, weil sie in ihrer jugendlichen Leichtigkeit mehr Leidenschaft zeigen, als altgediente Profies. Diese Niederlage wird viele Fans eben nicht nur eine Woche verfolgen, sie steht für immer in den Geschichtsbüchern und wenn Hertha aufsteigt (was ich ganz schwer hoffe), bleibt es auch noch bei einier negativen (Pflichtspiel-)Bilanz gegen Union….

Andererseit ist es natürlich gut, wenn die Spieler von der Schlappe nicht so getroffen sind, denn das wäre für das Unternehmen Aufstieg nun wahrlich ungünstig.


pax.klm
6. Februar 2011 um 23:14  |  8994

Sorry für die vielen Rechtschreibfehler, konnte mich aber nicht beruhigen, so war mir die automatische Prüfung EGAL


Tunnfish
6. Februar 2011 um 23:16  |  8995

Es sind nicht die drei Punke, es ist nicht das verlorene Derby, es ist die ART UND WEISE wie dieses Derby und diese drei Punkte verloren wurden, die mich so wahnsinnig entäuscht und wütend machen. Wenn ich sehe was Köln und Stuttgart an diesem Spieltag geleistet haben, weiß ich wie echte Leidenschaft aussieht. Das gestern war schlimm, ganz ganz schlimm und peinlich.


fg
6. Februar 2011 um 23:18  |  8996

@la49:

ich ergänze spontan noch das rückspiel bei inter im uefa cup sowie das 0:3 gegen genf plus eine niederlage im pokalviertelfinale gegen köln (ich glaube eins von zwei heimspielen der letzten 35 pokalpartien).


Slaver
6. Februar 2011 um 23:46  |  8997

Die Niederlage tangiert mich nicht besonders. Die Mannschaft hatte das Spiel an sich im Griff, bekommt ein irreguläres Gegentor aus dem Nichts, verliert den Faden und kommt dann nicht mehr zurück ins Spiel (jedenfalls nicht zu dem der ersten 30 Minuten, obwohl man immernoch besser war auch in HZ2, als Union) und verliert dann unglücklich nach einer Standardsituation. Klar, blöde gelaufen, kann aber nun mal passieren. Und nicht nur uns, sondern jeder Mannschaft. Bayern München gings am Wochende gegen Köln ja auch nicht besser.

Wenn ich dann aber Lese, höre und sehe, wie einige Hertha“fans“ die Spieler als Versager bezeichnen oder sie als unwürdig empfinden das Herthatrikot zu tragen oder die Spieler auszupfeifen, da kommt mir echt das kotzen.

Wir haben das Glück, dass viele wichtige Spieler gehalten wurden (z.B. Raffael, Ramos) und dazu andere sehr gute (für die 2. Liga) Spieler verpflichtet wurden. Babbel hat dabei den irre schweren Job diese ganzen neuen Spieler zu einer Mannschaft zu formen und damit gleich den Aufstieg zu realisieren. Und solche großen Umbrüche sind nun mal nicht einfach. Daher ist es absolut keine Selbstverständlichkeit (auch nicht mit unserem Kader), dass man damit seit dem 1. Spieltag dauerhaft immer MINDESTENS in der Spitzengruppe steht und auch sicher aufsteigt. Trotzdem hat Babbel das mit den Spieler (bis auf eine kleine Schwächephase über wenige Spieltage) sehr gut geschafft bis jetzt und wir standen nach dem 20. Spieltag sogar mit 5 Punkten Vorsprung auf den 2. Platz dar. Damit ist der so wichtige direkte Wiederaufstieg absolut in greifbarer Nähe, was das absolute Ziel sein muss. Die Spieler und auch Babbel/Widmayer haben bisher sehr sehr vieles richtig gemacht, in einer nicht gerade einfachen Situation und sind auf einem guten Weg.

Dann wird jetzt dieses Pseudoderby UNGLÜCKLICH verloren und Spieler, sowie Trainer lautstark beschimpft, von einigen sogar die Entlassung Babbels gefordert und allerhand Szenarien entwickelt mit haarsträubenden Argumenten, warum man den nun in keinem Fall mehr in der Lage sein wird den Aufstieg zu schaffen und auf dessen Grund dann auf die eigenen Spieler und Verantwortlichen geschimpft.

Da denke ich echt manchmal, ich bin im falschen Film. Und dieses Schlechtgerede und Niedergemache des eigenen Clubs, wegen selbst konstruierten „Wahrheiten“, wird dann auch noch als „Kritik“ verkauft und jeder der sich an diesem Müll nicht beteiligt, ist gleich an Ja-Sager, wegen dem man natürlich erst abgestiegen ist, weil man die Verantwortlichen des Vereins ja nicht „hinterfragt“ …

Das muss man sich als Herthafan schon echt schämen, wenn man so Beiträge wie die von @Stehplatz oder auch @pax.klm liest. Einige im HI-Forum gehören aber auch dazu …

Manchmal frage ich mich, warum denn Fans anderer Vereine Hertha und ihre Fans nicht so richtig abkönnen und dann sehe ich solche Beiträge und mir wird schlagartig klar: Achja, deswegen …

Das Einzige was gestern beschämend war, war nicht die Leistung der Spieler oder des Trainers, sondern in meinen Augen eher das Verhalten einiger Fans nach dem Spiel, die unsere Mannschaft für NICHTS aufgepfiffen haben. Das war MIR ähnlich peinlich, wie der Platzsturm nach dem Spiel gegen Nürnberg vergangene Saison.


Stehplatz
7. Februar 2011 um 0:36  |  8999

@ Slaver
Jeder darf seine Meinung haben und die von anderen kommentieren. Mir ist es egal was du über mich und meine Kommentare schreibst, solang du eine gewisse Form wahrst.

Leider hast du außer Unverschämtheiten eines Pubertierenden nicht viel zu bieten! Wenn dich meine „konstruierte Realität“, mein „Müll“, mein „Schlechtgerede und Niedergemache“ so sehr zum Fremdschämen zwingt, überlies in Zukunft meine Posts, damit du dich dem nicht mehr aussetzen musst.


hinkelsteinchen
7. Februar 2011 um 0:58  |  9000

Ich habe mal eine Frage zu Djuricin.

Ist es richtig, dass er nicht ins Kader für das Spiel gegen Union berufen wurde und dann beim Training bei der U23 sich verletzt hat?

So wäre es ja fast eine Lüge, wenn auf die Frage warum Djuricin nicht auf der Bank saß, auf seine Verletzung hinzuweisen.
Denn die Verletzung wäre womöglich nicht passiert, wenn er nicht bei der U23 trainiert hätte und im Kader gewesen wäre.

Es ist nur Nebensächlich, aber mich ärgert es, dass Friend durchspielen durfte, obwohl er schon in Bielefeld seine Harmlosigkeit gezeigt hatte.


Chris
7. Februar 2011 um 1:09  |  9001

Verlieren ist immer scheiße.

Aber: Nach einem Tag tiefer Trauer habe ich mich nun zu einer konstruktiven Haltung durchgerungen. Es nütz uns gar nichts die (leider sehr Hertha-typsiche) Selbstzerfleischung zu zelebrieren. Der Aufsteig ist letztlich das einzige was zählt.
Bestärkt hat mich ein Leser-Kommentar in einem Tagesspiegel.de Artikel zum Spiel da schreib ein Herthaner:

„Die Derbys kommen und gehen. Nur die Derbygegner von Hertha ändern sich.“

– wie wahr! Das hat mir irgendwie Mut gemacht. Hertha war, ist und bleibt der EINZIGE Fussballclub in Berlin und für Berlin, der eine Geschichte hat und die auch erfolgreich fortsetzen wird.
Mein Fazit nun: Positiv denken ab kritisch über die Ursachen diskutieren und idealerweise entsprechende Änderungen in der Zunkunft umsetzen (z.B. Einstellung des Teams, Auswechslungen, kein Friend mehr…).

Ha-Ho-He

P.S: Was mich allerdings immer noch ankotzt ist die übel parteiische Berichterstattung pro Union z.B. im RBB und auch im tagesspiegel.de. Kein Wort zum zweifelhaften 1-1 (Handspiel) und keine negative kritische Reaktion auf die Pyro-Nummer im Union-Block.


7. Februar 2011 um 1:17  |  9002

na, wer hier pupertierende oder oder gar unverschämte Reden schreibt, mag jeder Leser für sich ausmachen-ich finde das sehr leicht, zu entscheiden.
Warum aber der Artikel des @pax so schlecht ankommen kann, verstehe ich nicht. Ich finde, er ist radikal subjektiv erzählt und gibt die Gefühlslage wider. Das finde ich, ist doch erlaubt, unter fans zu erzählen. Diese texte möchte ich wirklich getrennt sehen. Jedenfalls für mich sind das völlig unterschiedliche Motivationen.
Den Text von pax mag ich irgendwie, obwohl ich nahezu in allen Dingen anders fühle-aber ich kann zu 100% verstehen, was gemeint ist und es auch nachvollziehen. Andere Text diffamieren und ergehen sich in Tiraden, die völlig austauschbar sind. Könnte 1:1 auch im Werder-Forum stehen oder bei den Stuttgartern oder den Kölnern vor 4 Wochen…das ist bierseliges Stammtischgedröhn und wird mit Kritik verwechselt. Mit Bundesligafussball hat das oft aber herzlich wenig zu tun.Meine Meinung.


Bassoonist83
7. Februar 2011 um 1:26  |  9003

Ich bin grade etwas erstaunt, woe mich das doch mitnimmt, ausgerechnet dem sogenannten Stadtrivalen einen so leichten Sieg zu schenken. Die Einstellung zum Spiel nach 30 Minuten, die Chancenverwertung oder was man so nennen sollte und dann noch diese sogenannte „Mauer“ im unserem derby-Erfahrenen Herrn Lell, der heute abend auch noch meinte, dass das Ganze ja letzten Endes doch nur eine Niederlage unter vielen sei…

Ich weiss, Union hatte auch zweimal Glück. Aber tut mir Leid Jungs. Ihr dürft gerne verlieren, aber einen Sieg auf dem Silbertablett zu servieren so wie gestern ist nirgendwo so unpassend wie in so einem Derby!


Stehplatz
7. Februar 2011 um 2:27  |  9004

Tja, nicht jeder hat die Fähigkeit sich von Optimismus und Opportunismus Augen und Ohren verschließen zu lassen und gegen alles was an daran rüttelt bissig zu werden. Aber das kommt vielleicht noch, aber nicht diese Saison, denn am Ende werde ich so oder so gut mit dem Ergebnis leben können!


micha
7. Februar 2011 um 7:47  |  9007

Immer noch scheisse! Aber nicht unbedingt weil es die Unioner waren sondern weil die Jungs keine Lust hatten und das ist für mich unentschuldbar!


Herthaner4ever
7. Februar 2011 um 8:14  |  9008

Das Derby mag keine Tradition haben. Dennoch finde ich es fast noch schlimmer, als eine Derby_Niederlage für den BVB oder S04 wäre – denn die können es nächstes Jahr immer wieder gut machen. Uns wird diese Derby- Niederlage möglicherweise 30, 40 Jahre anhängen – bis wir zufällig mal wieder auf Union treffen.

Das Schlimmste aber ist, wie unnötig diese Niederlage war. Sicher, beide Treffer waren irregulär, das 1:1 wäre ohne Mosqueras KLARES HANDSPIEL nicht gefallen und das 2:1 resultierte aus einem völlig unberechtigten Freistoß. Zudem hätte Drees bereits in der 2. Minute bei brutalem Foul gegen Raffa ein Zeichen setzen können und wenigstens gelb (rot wäre sogar auch möglich gewesen, auch nach 120 Sekunden!) zeigen können, so hat er Union einen Freibrief ausgestellt. Natürlich trifft Hertha die Hauptschuld. Warum lässt man zu, dass Mosquera nach der irregulären Ballannahme sich drehen und abschließen kann ? Warum stellt man die Mauer nicht enger und dreht sich in der Mauer dann auch noch weg ? Warum hält Aerts einen einfachen Ball nicht ? Warum stellt man nach 30 Minuten das Spielen ein ? Warum wechselt Babbel nicht viel früher und ändert auch nicht die Taktik ?
Und warum ist die Ostkurve nicht in der Lage ANZUFEUERN sondern überwiegend mit Antirufen gegen Union beschäftigt ? Fragen über Fragen.


Chuk
7. Februar 2011 um 8:19  |  9009

@Herthaner4ever:
„Und warum ist die Ostkurve nicht in der Lage ANZUFEUERN sondern überwiegend mit Antirufen gegen Union beschäftigt ? Fragen über Fragen.“ … man hat doch gesehen/gehört, dass die Anti-Union Gesänge viel besser im weiten Rund des Olys angekommen sind als Anfeuerungsrufe. Das hat also nicht nur was mit der Ostkurve zu tun, als auch mit dem Rest.


killmaierremark
7. Februar 2011 um 8:24  |  9010

Leute, jetzt kommt mal wieder auf den Boden. Ich weiß, hier posten nur aktuelle bzw. ehemalige CL Siegerspieler/innen die solch ein Fussballspiel -selbst auf dem Platz stehend- noch nie erlebt haben.
Die Mannschaften (auch frühere) unserer Hertha haben eben so gut wie nie dEN Killerinstinkt und die Abgezocktheit solche Spiele zu gewinnen, woran das auch liegen mag?!
Vielleicht sollten einfach mal die meisten „Fans“ bei einem der nächsten hochstilisierten Superspiele zu Hause bleiben und die Manschaft mit Ignoranz strafen. Aber ganz ehrlich, solange wir da oben mitspielen hält man das kaum durch. Wenn die sich Mannschaft zusammenreißt werden wir definitiv in der nächsten Saison wieder Bundesliga in der Hauptstadt sehen.
Allerdings muß M.B. dann noch die eine oder andere Motivations- bzw. Taktikschulung mitmachen um zu bestehen.


wilson
7. Februar 2011 um 8:35  |  9011

Die Niederlage ? Hat mich geärgert. Klar. Kann ich aber drüber hinwegsehen. Der Spott der Kollegen (ich arbeite im Beitrittsgebiet) ? Sei ihnen gegönnt. Kann ich ablächeln.
Was mir aber den Kaffee hochgetrieben hat, war die morgendliche Lektüre des heutigen MoPo-Artikels.
Kapitän Mijatovic wird zitiert: „Wir dürfen uns jetzt keine Negativ-Serie erlauben.“
Was ist das für eine Ansage ? Die Aussage ist zweifelsohne richtig, aber was für ein Signal ist das an die Mannschaft, an das geneigte Publikum und an die Gegner ?!
Statt positiver, kämpferischer und leidenschaftlicher Parolen stellt sich ausgerechnet der Kapitän der Mannschaft vor die Journalistenschar und verbreitet Angstparolen ?! Denkt laut über drohende Niederlagen nach ? Zeichnet düstere Wolken an den Berliner Aufstiegs-Himmel ? Ich erwarte von einem Kapitän andere Signale. Kein Knie-Weichreden. Kein Kopf einziehen. Zuversicht. Die Mannschaft stärken. Selbstvertrauen aufbauen. Seine Mannschaft hat ein Spiel verloren und der Kapitän sinniert über eine Negativ-Serie ?
Ganz schlechter Auftritt, Herr Mijatovic.


kraule
7. Februar 2011 um 9:25  |  9013

Die wichtigste Frage nach dieser schmerzlichen Niederlage ist:

werden Lehren daraus gezogen?

Können wir diese Frage mit ja beantworten, hat der gute Uwe recht,
wir werden auf- und Union nicht absteigen…….

Ha ho he


Datcheffe
7. Februar 2011 um 9:56  |  9014

Moin,

alles in den Beiträgen enthalten, was beschreibt, wie beschissen es mir auch geht, dachte bin zu sensibel!

Glückwunsch, an die 51 Fans, die *Schlimm, aber nicht schlimmer………* anklicken konnten!


Inari
7. Februar 2011 um 10:09  |  9015

Hochenttäuscht, aber die Niederlage ist nur eine Niederlage, mehr nicht. Ob Union, Paderborn oder Augsburg. Das ist mir egal.

Die Niederlage hat mich trotzdem maßlos geärgert, da sie absolut unnötig war. Wäre am Abend die Hausparty nicht gut geworden, hätte das mein Wochenende stark negativ beeinträchtigt. Wir haben hier einen Gegner gehabt, der SCHLECHTER ALS BIELEFELD war – denn der Torwart war in der Mannschaft ein Komplettausfall bis auf 2-3 Szenen. Wenn man da dann so überheblich nach anfänglicher Dominanz das Spielen komplett einstellt und gleichzeitig seine gefühlt 50 glasklaren Torchancen wie Freizeitkicker stümperhaft vergeigt, dann kann man halt nicht gewinnen.

An Babbel störten mich die Auswechslungen, bzw. Nichtauswechslungen und seine generelle Teilnahmelosigkeit. Wenn ich Babbel gewesen wäre, hätte ich Friend nach 45 Minuten runtergenommen. Gleiches für Kobi und ggf. Ronny. Er sagt doch immer, dass nach Leistung aufgestellt wird. Wieso darf dann Friend mit einer glatten 6er-Leistung (Schulnote) durchspielen und ein Kobi Woche für Woche miserable Leistungen in der Abwehr bringen? Ich hätte die Mannschaft auch in der Halbzeit – spätestens in der 55. Minute – derart verbal zusammengefaltet, dass sie aus Angst vor Konsequenzen die Extrameile gelaufen wären. Aber aus der Halbzeit kam nur eine Mannschaft mit Siegeswillen aus der Kabine: Union.


juriberlin
7. Februar 2011 um 10:30  |  9016

es tut immer noch wahnsinnig weh – 3 Punkte zu Hause gegen eine deutlich schlechtere Mannschaft verloren obwohl man nach 20 Minuten den Sack hätte zumachen können. Das darf einem Aufstiegsaspiranten nicht passieren. Ob gegen Union oder Osnabrück ist mir dabei relativ egal. Ich gönne Union den Klassenerhalt und hoffe nur, dass sie gegen die anderen Aufstiegskandidaten ebenfalls punkten.

Langsam beschleichen mich Zweifel ob Babbel lernfähig ist. Mein Vertrauen in ihn tendiert langsam gegen Null und wenn ich jetzt was von Wutrede nach dem Spiel lese, frage ich mich warum er die Mannschaft nicht vor dem Spiel besser ein- und aufstellt, warum er während des Spiels einfach keine Impulse setzt und warum er immer wieder versucht mit Friend einen Stürmer aufzustellen, der einfach überhaupt nicht zum Rest der Mannschaft passt!

Ich habe seit Samstag sehr große Zweifel am Projekt Wiederaufstieg. Wenn man sich die Tendenzen von Bochum und Augsburg ansieht, fürchte ich, dass es für uns am Ende der Saison höchstens zur Relegation reichen wird und was das bedeutet können wir uns bei dem besonderen Verhältnis unserer Hertha zu entscheidenden Spielen leicht ausrechnen!
Nächstes Jahr spielen wir dann in der 2. Liga gegen den Abstieg und können froh sein, wenn es uns nicht wie Bielefeld ergeht.


Bolle75
7. Februar 2011 um 10:53  |  9017

Ein Derby kann man verlieren, ist schließlich so etwas wie ein KO-Spiel. Wäre das ganze Spiel so gelaufen wie die erste Halbzeit bis zum Gegentor würde ich mich zwar auch ärgern aber nicht so entäuscht sein. Wie viele schon geschrieben haben, Union war schlecht und so einen Gegner darf man nicht gewinnen lassen. Das war auch schon gegen Bielefeld der Fall, wo wird die Chance versäumt haben schnell alles klar zu machen, dafür aber trotzdem gewonnen haben.
Ich bin aber dagegen sich jetzt schon wieder auf Babbel einzuschießen, das ist zwar normal für Berlin aber so blöd es klingt, es ist nichts verloren, außer das Derby 🙁
Bez. spät bzw. gar nicht reagiert von Babbel habe ich irgendwo gelesen das er meinte „hinterher ist man immer schlauer“. Vielleicht war das ein wichtiger Tag für Babbel wo er etwas ganz entscheidenes als Trainer gelernt hat. Irgendwie muss er die Mannschaft aus der Lethargie bekommen, durch Auswechslungen oder in der Pausenkabine. Für mich klang das „hinterher ist man immer schlauer“ nach lernen.
Für Hertha war es eine vergebene Chance vieles vergessen zu lassen. Den Schlamassel haben sie sich jetzt aber selber eingebrockt. Ich wüsche mir jetzt mal 90min. Dominanz, wo auch die schlechte Phase die jedes Spiel hat, ohne Gegentor überstanden wird. Mit diesen schwankenden Leistungen in einem Spiel werden wir direkt wieder absteigen. Der Kader wird in etwa der sein mit dem wir auch BuLi spielen werden und so wie es aktuell läuft wird es nicht reichen. Hertha darf nicht nachlassen wenn Sie einen Gegner kurz vor dem KO hat. Das ist das Manko was sich durch die ganze Saison zieht und das stimmt mich nachdenklich. Babbel hat es schon richtig formuliert, es fehlt die Gier. Jetzt hab auch ich kapiert das er damit nicht nur Tore meinte aber beibringen muss er der Mannschaft das schon selber.
Es wird alles gut und Babbel hat die Zeit die kleinen Kniffe zu lernen in diesem Jahr, er muss es aber schnell lernen. Trotzdem bin ich froh Babbel zu haben, mit einem anderen Trainer würden wir eine andere Hertha sehen die vielleicht noch viel schlechter ist. Erster sein ist ja nun mal nicht schlecht, da können wir uns nun noch so viel aufregen. Viele Trainer setzten immer noch auf Erfahrung anstatt Leistung und genau das könnte nächstes Jahr entscheidenen Anteil daran haben das wir ebend nicht gleich wieder absteigen. Ich bleibe bei diesem Trainer auch wenn das gegen Union seine schlechteste Leistung war. Einen besseren hätten wir mit so vielen Jungen Spielern nicht bekommen können außer vielleicht van Gaal.


backstreets29
7. Februar 2011 um 10:56  |  9018

Guten Morgen,
im Nachhinein bin ich froh, dass ich das Spiel
nicht sehen konnte. Skifahren bei Sonnenschein war in diesem Fall die bessere Alternative.
Ich war ziemlich baff, als mir von der Niederlage berichtet wurde und dachte im ersten Moment an einen Scherz und dass man mich auf den Arm nimmt.
Was ich bedenklich finde, ist dass, wie mir mehrere Zeugen des Grauens berichtet haben, wie die Niederlage zustande kam. Nämlich als schlimmster Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten.
Zum mangelnden Killerinstinkt, der sowieso nicht vorhanden ist, fehlt der totale Wille, sich gegen eine Niederlage zu stemmen.
Ich dachte Babbel hätte das verstanden und wüsste an welchen Schrauben er da drehen muss.
Augenscheinlich habe ich mich getäuscht


08-15
7. Februar 2011 um 11:12  |  9019

@ursula
Wenn Sie allen Ernstes überzeugt sind, dass die schlechte Stimmung beim Herthaanhang nichts mit dem Umstand zu tun hat, dass die Niederlage nun ausgerechnet gegen Union kam, dann beglückwünsche ich Sie zu dieser Haltung. Glaube, der kommunizierte Schmerz hier in diesem Forum beweist das Gegenteil. Der Stachel trifft schon eine empfindliche Stelle. Da mache ich mir nichts vor. Es gibt aber ein paar wenige, die davon abstrahieren können. Und das ist wichtig. Union muss raus aus den Köpfen und zwar schnellstmöglich. Mir ist auch nicht wohl, wenn ich an das Restprogramm denke, aber: Auch Bochum wird nicht noch weitere zehn Spiele nacheinander gewinnen (jedenfalls würde mich das sehr überraschen) und auch Augsburg und Duisburg werden noch Punkte lassen. Und ja, Hertha leider auch – wie am Wochenende geschehen. Umso wichtiger, gleich wieder die von @wilson geforderte „richtige Ansage“ zu machen und bei den KSC-Freunden punkten. Die Beißhemmung muss abgeschaltet und ja, der @stehplatz’sche Killerinstinkt ausgepackt werden.

@stehplatz
Deine Meinung akzeptiere ich, auch wenn Du durchblicken lässt, dass da schon eine gehörige Portion Verbitterung hinter steckt. Berechtigte Frage „Was sollen wir hier tun?“ – klar, wir sind hier nur Maulhelden. Und letztlich muss es die Mannschaft reißen. Trotzdem sehe ich es nicht so krass. Will jetzt auch nicht den künstlichen Hyperoptimisten spielen (die Lage an der Tabellenspitze ist einfach mal eng), aber konnten wir wirklich ERWARTEN, dass Hertha einen Durchmarsch hinlegt? Das haben wir uns vielleicht alle sehr gewünscht, damit wir persönlich entspannt sind und auf alle anderen relativ frühzeitig von oben herab mit Kirschkernen spucken können. Jetzt ist es so aber nun mal nicht. Es ist spannend, verdammt spannend und mit ungewissen Ausgang. Aber Hertha hat die Chance! Und ich bin überzeugt, sie haben auch die Fähigkeit. Keine der anderen Mannschaften spielt Überfußball. Aber die sog. Papierform alleine wird nicht reichen (das haben wir am Sa. gesehen). Da muss ingesamt mehr kommen und zwar schon gleich am nächsten Wochenende. Die Konkurrenz drückt von hinten, das wird das Team hoffentlich antreiben.

Viele sind hier gebrannte Hertha-Kinder. Ich kann’s voll verstehen. Was haben wir nicht schon alles erlebt (andere sicherlich noch viel mehr als ich). Mit solchen Unwohl-Situationen wie jetzt muss aber letztlich jeder seinen persönlichen Umgang finden (Phrase?). Spannend bleibt die Frage, was jetzt für eine Reaktion kommt…

Spielt man beim KSC mit z.B. mit Niemeyer/Lustenberger? Kriegt Friend eine erneute Chance oder macht Babbel hier jetzt mal wieder einen Cut? Wer spielt dann ggf. im Sturm, wenn vielleicht auch Lasogga noch nicht fit genug ist? Kriegen Ronny und Ruka mal eine Denkpause? Ist Ebert wirklich schon reif für einen Startelfeinsatz?


08-15
7. Februar 2011 um 11:22  |  9021

Nachtrag zur rbb-Berichterstattung:
Glaubt Ihr wirklich, dass das „pro Union“ war/ist? Ich glaube, diese eher in Westberliner Tradition stehende Sportredaktion beim rbb (ehemals SFB) ist nur ein bissel überbemüht, eine Art „Ost-West-Ausgleich“ herzustellen. Vielleicht war das am Wochenende dann an der einen oder anderen Stelle mal übers Ziel hinaus geschossen. Vermutlich ist es sonst eher so, dass sich Union und Cottbus beschweren, dass sie so vglw. wenig Zeitanteil bei der Berichterstattung bekommen und Hertha immer Vordergrund steht.

Absoluter Nebenkriegsschauplatz, Leute!


7. Februar 2011 um 11:53  |  9022

@08-15: auf die Reaktion bin ich auch gespannt. Die ist für mich entscheidend. Ein Spiel wird immer mal verloren, sogar Meistertrainer verlieren Derbys mit gemachten Fehlern. Nächste Woche ist interessanter!-Aber bitte als Fan nicht erwarten, dass alle Reaktionen so sein müssen, wie man es selber sieht..Man braucht ja nur allwöchentlich in alle bekannten Fanforen schauen oder abends mit Herthafreunden zusammenhocken: würde man versuchen, eine Aufstellung zu destillieren, käme nix Vernünftiges dabei raus. Wenn Du zum Beispiel dir wünschst, Ronny und Ruka müßten eine Pause bekopmmen..dann verstehe ich das bei Ronny. Bei Ruka wiederum frage ich mich, weshalb ausgerechnet einer der besten (für mich natürlich) Offensiven ne Pause machen sollte..? Und so ist das nahezu mit allen kritischen Positionen. Die einen schreiben lell und Kobi zu den Versagern des Teams-ich nicht-bei Lell schon mal gar nicht.-Ich will sagen: niemand sollte sich selbst zum Maßstab nehmen, wenn es um die Aufstellung geht. Fans, Experten werden sich bei der Bewertung der einzelnen Spieler niemals einig,-außer bei den offensichtlichen. Auch ich könnte eine erneute Aufstellung von Friend nicht verstehen-und würde diese erstmals auch kritisieren (wenn es schief geht.. :-).was ich sonst fast nie mache-weil ich Aufstellungen für extrem subjektiv und sensibel halte. (ich kann gar nicht Durju oder Schulz fordern, weil ich keinen Peil habe, wie die drauf sind..??). Babbel hat noch kein standing, deshalb wird er für jede schlechte Leistung ursächlich verantwortlich gemacht. Dahinter steckt sehr viel Ungerechtigkeit-weil diese harte Kritik eigentlich nur mangelndes Vertrauen bezeugt. Die Werder-Fans kennen ihren Schaaf..deshalb vertrauen sie ihm, obwohl der seit 5 Jahren keine geordnete Defensivarbeit hinbekommt…Oder van Gaal: macht Dinge, die ich viel weniger verstehe, als das, was Babbel macht/nicht macht-die Experten mosern-aber die Fans stehen überwiegend hinter dem Trainer.
Manchmal wünschte ich mir ein wenig mehr Geduld speziell bei den berliner Fans-die eine ungeheure Neigung (fast schon Lust) zum Mäkeln und abstrafen haben..Durch den Aufstiegsdruck ensteht natürlich eine besondere Dramaturgie und Angst-diesen Druck auszuhalten, ist allerdings auch nicht ganz einfach für die derzeitig Handelnden. Das kann auch lähmen..Wenn es temporär bleibt, habe ich auch Verständnis dafür, deshalb noch mal: entscheidend ist die Reaktion!-Bin gespant, wie die aussieht-denn die ist viel mehr richtungsweisend als die Niederlage vom Samstag (und sei sie noch so schmerzhaft für viele)


08-15
7. Februar 2011 um 11:58  |  9023

@apollinaris
Nur zu Ronny + Ruka – ich wünsche es mir in dem Sinne nicht. Es war eher die Frage, auch an mich, ob es vielleicht so kommen könnte. Ansonsten voll bei Dir.


ydra
7. Februar 2011 um 13:43  |  9025

Hauptsächlich stören mich an der Niederlage solche Aussagen wie: „Wir machen es mit dem Aufstieg wieder gut.“
Der Aufstieg ist in diesem Jahr die Pflicht. Auch wenn es trotz des teuersten und spielstärksten Kader kein Durchmarsch und -leider- bis zum Ende offen sein wird, ist der Aufsteig das Minimum in dieser Saison.
Neben der Pflicht gibt es die Kür. Dazu gehört, dass Derbys gewonnen werden, man nicht gegen unterklassige Gegner im Pokal herausfliegt, mal EIN Gegner in einer langen Saison von unserer Mannschaft so richtig zerlegt wird oder wir mit der Meisterschale aufsteigen. Das wird aber nicht passieren. Platz 2 reicht doch, zur Not auch Relegationsspiele…denken sich die Spieler wohl.


hurdiegerdie
7. Februar 2011 um 13:43  |  9026

Tja,

ich konnte den Schmerz meines Berlin-Besuches mildern. Ich bin am nächsten Tag zu Alba gegangen 🙄

Ich gehe jetzt seit 40 Jahren zu Hertha, und sorry bei mir kommt da kein Derby-Gefühl auf, kein Sch.. Union. Es war spassig vor dem Spiel mit Schlachtgesängen und während des Spiels und selbst nach dem Spiel beim gemeinsamen Sky gucken im Landhaus. Lästernde Fan-Gesänge finde ich ok und es blieb friedlich. Spassig halt‘. Nur das Spiel war nicht spassig.

Derby hin oder her – 74’000 für meine Hertha, wieder mal die Chance ein paar rüberzuziehen, wieder nichts. Das ärgert mich, egal ob der Gegner Union oder Paderborn ist.

Betroffen macht mich das wiederholte Abschalten nach einer Führung. Hand? Egal! Mauer mit Torwartteilfehler? Egal! Diesen Gegener (und nicht weil es Union ist, da ich eher immer zu Berliner Mannschaften stehe) musst du schon erste Halbzeit demoralisieren. Die dürfen gar keine Lust mehr haben, noch einen Freistoss zu treten. Sorry, aber Union war doch noch grottenschlechter als Hertha.

Eine Niederlage kann es immer mal gehen; der Ball will nicht rein und hinten ein Glücksschuss, aber nach 20 Minuten aufhören? Klar gab es noch ein paar schöne Spielzüge, aber ab der 20 Minute war alles träge, abwartend, lustlos – bei Hertha.

Das kannste nich bringen, nicht vor 74’000. Aber wie oft haben wir das diese Saison schon beklagt. Ich dachte es wäre überwunden, ist es aber nicht. Das ist es was mir Sorgen macht. Und mir egal, auch wenn ich nicht mehr Babbeln wollte, da muss der Trainer auch mal die Hosen in der Halbzeit runterlassen.


Treat
7. Februar 2011 um 14:25  |  9027

@apo: Du machst mich hier arbeitslos, bin schon wieder voll bei dir! 😉

Blauweiße Grüße Richtung Süden
Treat


08-15
7. Februar 2011 um 14:34  |  9028

@hurdiegerdie
„ich konnte den Schmerz meines Berlin-Besuches mildern. Ich bin am nächsten Tag zu Alba gegangen“ – Junge, Junge, hast Dir ja die volle Maso-Nummer gegeben an dem Wochenende. Respekt. 😉


kraule
7. Februar 2011 um 14:59  |  9029

Vernunft verdrängt Trauer!

Ich hoffe es bleibt so. Es ist angenehm zu lesen,
wie mit der Situation kritisch umgegangen wird
und die Panikmacher/innen eindeutig in
der Minderzahl sind.
Aktionismus hatte wir doch jahrelang bei Hertha.
Nachhaltig war das nur auf dem Konto.

Nun bitte Konstanz an das Ruder (nicht der User) 😉 und die Jungs in Ruhe Ihren Job machen lassen. Bis jetzt sind wir voll auf
Kurs, oder?!

Jeder wünscht sich nur Siege, am besten
jeden Spieltag, mit einem neuen Torrekord.

Aber selbst das würde auf Dauer die Würze
aus dem Ganzen nehmen.
Wir hätten nichts mehr zu besprechen………

Ha ho he


7. Februar 2011 um 15:23  |  9030

@treat: irgendwann werden mal wieder auseinander liegen 🙂 Schätze, wir haben ne sehr ähnliche Grundauffassung, deshalb die häufigen Allianzen..
@hurdie: zu deinem letzten Satz: ja, ohne wenn und und aber:..richtig! Hoffe, er weiss das. (und ich glaube daran, dass er sehr selbstkritisch, ein Lernender ist..)


ursula
7. Februar 2011 um 15:55  |  9032

Na ja @ hurdiegerdie,

um den eigenen Ratio auszuschalten und dem
Aktionismus (?) nicht Tür und Tor zu öffnen,
weil ich immer nur Tore und Siege sehen will,
wäre ich schon zufrieden, wenn die Vernunft
Trauer tragen würde und nicht Elektra…..

…..schließe mich deshalb einfach „hurdie“ an,
verzichte allerdings auf die herunter gelassenen
Hosen und wenn es nur zur Halbzeit ist, macht
mal halblang….


7. Februar 2011 um 15:58  |  9034

@ubremer

Ich hätte da mal einen Vorschlag für die nächste PK. Die Frage warum Nico Schulz nicht auf der LV/oder RV spielen darf, also ob Babbel ihn für zu offensiv hält. Man könnte natürlich auch fragen ob er ihn defensiv für zu schlecht und unerfahren hält, aber solche negativen Fragen finde ich persönlich nicht gut. Auf jeden Fall muss er ja schlechter als Kobi sein, weil er sonst spielen würde??? siehe Babbels Jugendgesetz.

Desweiteren interessiert mich warum Babbel der Meinung ist, dass man von der Seitenlinie nicht mehr ins Spiel eingreifen kann oder sollte, das Hampelmann Argument zieht bei mir nicht. Man lernt doch immer noch am besten aus seinen Fehlern wenn man sie sofort erkennt oder nicht?

Für das nächste Spiel würde meine Elf so aussehen.

—————— Aerts ———————–

Lell —–Hubnik —-Mijatovic —- Schulz

—— Lustenberger — Niemeyer———–

— Ruka ——- Raffael ——– Ramos —

—————– Lasogga ——————–

Wenn diese Spieler alle fit sind.
Ebert wenigstens auf die Bank.


7. Februar 2011 um 16:02  |  9035

[…] Rahmen unserer gestrigen “Post-Derby-Kater-Debatte” hat @la49 eine keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende Liste von Schlüsselspielen aufgezählt, die Hertha BSC in den vergangenen 35 Jahren in den Sand gesetzt hat. Zufall oder […]


hertha@berlin
7. Februar 2011 um 16:06  |  9036

***Glaubt Ihr wirklich, dass das “pro Union” war/ist? Ich glaube, diese eher in Westberliner Tradition stehende Sportredaktion beim rbb (ehemals SFB) ist nur ein bissel überbemüht, eine Art “Ost-West-Ausgleich” ***
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ich glaube nicht, dass die RBB-Sportredaktion in Westberliner Tradition steht. Vom SFB ist da nicht mehr viel vorhanden.
Normaler Weise müsste ein Verein der im Schnitt 40 000Menschen ins Stadion zieht schon etwas mehr Beachtung finden als ein kleiner Verein, der so im Schnitt um die 9000? Menschen anzieht:)
Ist aber nicht so!
Für mein empfinden ist das eher umgekehrt.
Ganz abgesehen von der eigenartigen Medienpartnerschaft, die Radio88,8 = RBB im letzten Jahr mit Union hatte (als öffentlich rechtlicher Sender), was ein ununterbrochenes Werben , auch im Fernsehen, für für diesen Verein mit sich brachte.


Treat
7. Februar 2011 um 17:43  |  9056

Übrigens noch ein Letztes zum von einigen sog. „Torwartfehler“ von Aerts, der zum 1:2 Rückstand für Hertha führte.
Gerade läuft auf Sky das Spiel noch einmal in Originallänge und mit dem Originalkommentar. Der Kommentator hat sich sofort auf Fehler der Mauer, kein Fehler von Aerts festgelegt. Nach der Zeitlupe konkretisierte er das und meinte, dadurch, dass der Ball kurz vor ihm noch aufsetzt, wird es noch schwieriger. Nach der zweiten Zeitlupe entlastete er ihn nochmals verstärkt und meinte, klarer Fehler der Mauer, Aerts chancenlos.
Ich sehe das genauso.
Das muss man sicher nicht.
Aber stattdessen zu behaupten, ein vierter Torwart aus der 8. Liga müsste den schlafend einhändig fangen, so wie das ein gewisser Jemand hier tat, das tut schon mächtig weh und lässt mich doch etwas an dem sonst einigermaßen wachen Verstand dieses freundlichen Herren zweifeln! 😉

Musste mal gesagt werden! 🙂

Blauweiße Grüße, besonders an den Aerts-Freund, der weiß, dass er gemeint ist!

Treat


7. Februar 2011 um 17:53  |  9059

@treat: nicht doch: das ist eben „kritisch hinterfragt“ , sachlich-fachlich analysiert, jenseits des Opportunismus und ohne rosarote Brille des euphorisierten Jubelfans..(so heute gelesen)..


8. Februar 2011 um 10:54  |  9123

@Petra Woosmann
Der Spruch ist so: „ich kann garnicht soviel fressen, wie ich kotzen muß“. Das beschreibt auch heute noch meine Gemütslage nach der vollkommen unnötigen Niederlage gegen die Förster aus Kö. Das ganze Wochenende hat das meiner Frau und mir schon verhagelt und wir können uns nicht beruhigen.
Den Lell im RBB-Sportplatz fand ich auch ziemlich daneben. Nicht nur das die Moderatorin schon eine Katastrophe für sich ist.

@dstolpe
Ich bin der Meinung man sollte jetzt nicht in einem 19.jährigen den Heilsbringer sehen. Das würde eine zu große Last für ihn werden. Aber ich freue mich, das er wieder dabei sein wird gegen den KSC.


bolle
8. Februar 2011 um 21:26  |  9190

Zum Thema Angst vor wichtigen Spielen.
Schuld ist immer wieder die Sturheit des Trainers.
Nach der 1.Halbzeit war klar zu erkennenn, dass Ronny und Friend gar nicht ins Spiel kamen. Hier war der Zeitpunkt gekommen, um auszuwechsel. Aber nein , es wird schon irgend wie gehen. Warum nicht einen frischen Spieler von der Ersatzbank einzuwechseln. Schlechter als die vorerwähnten Spieler wären sie sicher nicht gewesen. Aber Spieler wie Ebert , ach ja , der saß ja noch nicht einmal auf der Ersatzbank. Da soll einer nun den Trainer verstehen. Wenn man das bedenkt, dann kann einem Angst und Bange werden. Vielleicht lernt auch noch ein erfahrener Trainer?

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