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(sto) – Jungs und Mädels da draußen, ihr habt Pech gehabt! Einfach Pech, dumm gelaufen! Warum? Es ist trainingsfreier (Mon-)Tag, und ich, der alte Hobby-Philosoph, Blogger in charge. 😉 Willkommen also zur neuesten Ausgabe meiner Gedankenspiele rund um dies und das im blau-weißen Universum; heute zum Thema: Heißt Hertha-Fan sein, Fan eines ewigen Loser-Vereins zu sein?

Im Rahmen unserer gestrigen „Post-Derby-Kater-Debatte“ hat @la49 eine keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende Liste von Schlüsselspielen aufgezählt, die Hertha BSC in den vergangenen 35 Jahren in den Sand gesetzt hat. Zufall oder nicht, hat Bild in ihrer heutigen Print-Ausgabe unter der Überschrift „Big Points häufig vergeben“ fast dieselben Spiele aufgezählt. . .

Nach vorne gewandt führt mich das zu der These: Ist Hertha BSC ob seines betrüblichen Schicksals gut beraten, diese so bedeutungsvolle Saison freiwillig als Vierter abzuschließen? Jedenfalls, da Augsburg und Bochum mit Überschallgeschwindigkeit herangebraust kommen und die Plätze eins und zwei in Folge der Derby-Pleite in der breiten öffentlichen Wahrnehmung ohnehin für alle Zeiten in unerreichbare Ferne gerückt sind, bloß nicht Dritter – weil Hertha BSC, dieser ewige Loser-Verein, die Relegationsspiele getreu seiner Tradition zweifelsfrei versieben würde?!?

Hinfort mit den Tränen der Trauer!

Mensch, Leute, genug getrauert! Nun bringt mal alle eure verheulten Taschentücher zur Reinigung und stellt das Visier wieder scharf! Ja, Hertha hat die von@la49 genannten Spiele allesamt versemmelt – und darüber hinaus gewiss noch einige weitere wichtige. Na und? Was ist mit den übrigen soundsovielen Spielen, die die Mannschaften der verschiedenen Dekaden erst dorthin geführt hatten, wo diese Mannschaften mal standen? Was sollen die Stuttgarter sagen, die 1992 nur deshalb nicht Champions League spielten, weil ein späterer Fast-Bundestrainer einen vierten Ausländer einwechselte? Was soll ich sagen, der Nürnberger, der im eigenen Stadion deshalb niemals Bryan Adams‘ „Summer of ’69“ zu hören bekommt, weil der ach so Ruhmreiche das Kunststück fertig brachte, als amtierender Deutscher Meister abzusteigen (und der dasselbe Kunststück 2008 als DFB-Pokalsieger zur Sicherheit gleich noch mal wiederholte) und es ob dieser Historie völlig zu Recht heißt: Der Glubb is a Debb!

Ich behaupte: Mit der immerwährenden Ausnahme des FC Bayern blickt jeder deutsche Verein auf mehr oder weniger viele auf unfassbare Weise verdaddelte Spiele oder sogar Spielzeiten zurück. Oder anders: Hertha-Fan sein, heißt nicht automatisch, Fan eines ewigen Loser-Vereins zu sein. Sondern es heißt, Fan eines Vereins zu sein, dem mal mehr und mal weniger gelingt – es aber ob der gegebenen Möglichkeiten durchaus wahrscheinlich ist, dass ihm bzw. seinem kickenden Personal mehr miss- als gelingt.

Zwei Lehren ergeben sich daraus. Die eine besagt für die Spieler, dass sie lernen müssen, auf Rückschläge mit Leistung zu antworten. So scheiterten zum Beispiel die stolzen Spanier als amtierender Europameister im Sommer 2009 beim Confed-Cup in Südafrika am Soccer-Country USA. Zu Ende ging so im Halbfinale eine unfassbar lange Serie nicht verlorener Spiele. Und was geschah ein Jahr später, wieder in Südafrika? Jeder weiß es.

Aber auch Fans sollten jetzt nicht in Selbstmitleid zerfließen. Schon gar nicht sollten sie jetzt, nach einem 1:2 gegen Fußballarbeiter aus Köpenick, auf den emotionalen Selbstzerstörungsknopf drücken. Noch 13 Spiele – und alle ein Ziel! Ich behaupte: Auch die Geistes- und Gedankenhaltung des Umfelds kann dazu beitragen, wie Fußball-Mannschaften an ihre Aufgaben herantreten. Man denke nur an das von Fans wie Klub und Spielern gleichermaßen gelebte „Mia san mia“ des FC Bayern. Umgekehrt erzählte mir Union-Kollege Michael Färber am Sonntag, worüber er vor einigen Jahren mit einem Kicker aus Köpenick sprach: Dass der es nämlich durchaus befremdlich fand, selbst nach noch so schlechten Spielen oder noch so hohen Niederlagen noch vom eigenen Anhang für – ja, für was eigentlich gefeiert zu werden. Will sagen: Auch Emotionen können den Dampfer in die eine oder andere Richtung treiben.

Was Babbel mit Hertha vorhat

Womit wir bei meinem Lieblingsthema sind: Markus Babbel. In den Tagen vor dem Derby hatte Kollege Bremer euch über den Führungsstil von Markus Babbel abstimmen lassen. Damals, also vor dem 1:2, stimmten noch 384 von 446 Abstimmungsteilnehmern für „sehr gut“, „gut“ oder wenigstens „ordentlich“ – gleich einem Anteil von 86 Prozent! 90 Minuten mit sicherlich auch der ein oder anderen Fehlentscheidung des Trainers später kommt es aber so rüber, als wäre dieser Babbel von alen schlechten Trainern sogar noch hinter Friedhelm Funkel zurückgefallen. Ganz ehrlich und so sehr ich als Nicht-Berliner nach dem Derby auch um Verständnis für manche besondere Befindlichkeit bemüht bin – mir geht das zu schnell und vor allem zu weit. Dieser für so unfähig beurteilte Babbel (der es mit Stuttgart 2009 übrigens war, der Hertha im Endspurt um die Champions-League-Ränge noch überflügelte) will nicht weniger als mit Hertha zurück in die Bundesliga. Dafür arbeitet er vielfach mehr und härter, als einer von euch sich das vorstellen kann. Aber noch etwas will er: Die Mentalität des gesamten Klubs verändern – und das ganz gewiss nicht zu dessen Nachteil. Er will Hertha kein „mia san mia“ a la FC Bayern überstülpen, das wäre auch albern und zum Scheitern verurteilt. Aber er will, dass dieser Klub und seine Fans endlich davon wegkommen immer zu sagen: Wir sind die Pechigsten von allen!

Ich drücke ihm die Daumen!

Was ist nach dem Derby erste Hertha-Pflicht?

  • Ruhe bewahren - und konzentriert weiterarbeiten (78%, 402 Stimmen)
  • Standpauke für die Versager! Gegenbauer muss vor versammelter Mannschaft eine Brandrede halten (11%, 57 Stimmen)
  • Sühne für die Schande! Preetz muss Babbel sofort entlassen (7%, 35 Stimmen)
  • Zeichen setzen! Preetz muss den Vertrag mit Babbel sofort verlängern (5%, 24 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 517

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Die öffentliche Wut und Trauer über die Derby-Pleite. . .

  • wird - typisch Berlin - nach einem Sieg beim KSC sofort wieder in Euphorie umschwenken (62%, 296 Stimmen)
  • erfasst genau den Ernst der Lage (27%, 132 Stimmen)
  • hemmt für die anstehenden Aufgaben (11%, 53 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 481

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116
Kommentare

Slongbo
7. Februar 2011 um 16:12  |  9037

Alles fein!

Und doch hat jeder Trainer eine ganz besondere Schwachstelle. Und die von Babbel heißt für mich: Falsche Auswahl der Stürmer.


7. Februar 2011 um 16:21  |  9038

Auch ich drücke Herrn Babbel die Daumen und wünsche mir die Rückkehr in die Bundesliga.

Die Erwartungshaltung eines Durchmarsches, die nach dem guten Rückurundenstart geschürt wurde muss abgelegt werden.

Es wird bis zur Zielgeraden ein hartes Stück arbeitet, welches am Ende jedoch mit Platz 1 oder 2 bewerkstelligt wird.

Beim KSC holen wir einen Punkt und gegen Cottbus wird dann voll gepunktet und weiter gehts nach Olli Kahn Manier: „Mund abputzen, weiter machen!“.

Auf den Solidaritätszuschlag :)!


jap_de_mos
7. Februar 2011 um 16:27  |  9039

Als Exil-Berliner nehme ich die Stimmung nicht so stark wahr, schaue also eher von außen drauf.
Mein Gefühl ist, dass zurzeit der einzige verlässliche Torschütze Lasogga heißt. Ramos, Friend, Raffael & Co erspielen sich einige Chancen, sind aber vor der Kiste nicht verlässlich genug.
Das macht mir etwas Sorge, ebenso die ausbleibende Reaktion bei Rückstand und Äußerungen wie: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in einen Negativlauf hineingeraten“ (Mijatovic). Nach einer Niederlage?! Bisschen früh für solche Befürchtung, finde ich, und könnte eher einen negativen Effekt haben.

Ich vertraue Babbel insofern, als ich ihm zutraue, die Mannschaft wieder „auf Kurs“ zu bringen und die liegen gebliebenen Punkte gegen den KSC zu holen. Das allerdings wird auch nötig sein, sonst wird’s ziemlich früh ziemlich eng da oben…


7. Februar 2011 um 16:30  |  9040

Fand den leicht philosophisch angehauchten Einwurf klasse und sehr interessant. Wer sich mit dem eigenen Fan-Dasein gerne mal selbst befassen will, dem empfehle ich das Buch „Fever Pitch“ von Nick Hornby. Der Mann befasst sich da sehr intensiv mit dem eigenen Schicksal, das ihn in die Fänge von Arsenal London getrieben hat. Traurig und beägstigend, in wievielen abgrundtief bescheuerten Momenten ich mich selbst eins zu eins wiedererkannt habe.


hurdiegerdie
7. Februar 2011 um 16:33  |  9041

Ich habe bei der ersten Abstimmung nicht mitgemacht, weil alle Optionen für mich keinen Sinn ergeben. Eine Trainerentlassung wäre unsinnig, aber auch den Vertrag jetzt schon zu verlängern, Gegenbauer pffft, aber Ruhe bewahren und 2 Tage trainingsfrei, um den Kopf frei zu bekommen, kann es ja auch nichts ein.

Ausserdem dürfen Fans jammern und euphorisch sein, und ich fand die Kritik an Babbel im Allgemeinen sehr moderat, nichts von wegen er sei nun der unfähigste Trainer aller Zeiten.

Ja und ich gehöre zu jenen die sagen, bloß nicht Dritter – weil Hertha BSC die Relegationsspiele getreu seiner Tradition zweifelsfrei versieben würde.

Und ausserdem bin ich der Pechigste von allen!


dstolpe
7. Februar 2011 um 16:34  |  9042

@hurdie
Allein schon für den Schlusssatz, Du alte Unke: 😉


7. Februar 2011 um 16:37  |  9043

Also ich verwehre mich doch auch gegen alles Sch…..e Mentalität. Aber das am Samstag war sch….e, durch das Derby noch mit Sahne oben drauf. Das darf so einfach nicht wieder passieren und da liegt das Haupaugenmerk eben darauf, was der Trainer zur Änderung der Lage auf dem Platz und in der Kabine getan oder versucht hat. Dazu gehört: früher also zwischen 60. und 70 wechseln und am Spielfeldrand aktiv in das Geschehen eingreifen um den Jungs Dampf zu machen Impulse zu setzen. Klar unglücklich 2 Tore kassiert, aber dann muss man eben selber noch zwei machen und wie das dann gehen muss auch der Trainer mit bestimmen.
Meine Meinung hat sich auch nicht grundlegend geändert, Babbel macht einen guten Job nur eben am Samstag nicht.


7. Februar 2011 um 16:40  |  9044

ach so, die Relegation würden wir natürlich verlieren, das Gesetz scheint unbrechbar.


scheusrehlein
7. Februar 2011 um 16:44  |  9045

Herr Stolpe,

bezüglich des Vergleiches Glubb vs. Hertha muss ich aber mal „heftigst“ Einspruch einlegen ;-).
Da muss ich als gebürtiger Berliner, der den umgekehrten Weg genommen hat und nun in Nürnberg (ok 25 km vor der Stadt;-)) wohnt, dem Vergleich schon widersprechen.

1. Der Glubb hat das was Hertha schon lange nicht mehr hatte. Pokale und Triumphe, der letzte ist ja noch nicht so lange her und das habe ich hier schon deutlich mitbekommen. Wieviele Titel hat Hertha nochmal????;-). Da ist der Abstieg des Vereins ja mal leichter zu verkraften;-).

2. Der Glubb kann in Ruhe hier arbeiten!. Keine „5 Millionen“ Zeitungen die Tagtäglich über die Pu**se und Empfindlichkeiten der Spieler sinnieren. Ein Vorteil der nicht zu unterschätzen ist. Von Hertha wird (auch medial) fast immer was erwartet und das scheint dem Verein eher zu schaden den zu nützen. Klar ist der Berliner ein Meckerkopp, aber auch die Neuberliner in den Medien haben sich das schon deutlich abgeschaut.

Es stimmt der Glubb is a Depp, aber einer der in letzter Zeit Titel geholt hat und deutlich vor den Vorstädtern aus Fürth liegt. Die Welt beim Glubb ist aktuell also in Ordnung.

Und es stimmt das auch andere Verein sich gerne mal zur Lachnummer machen. Aber Hertha steht den anderen ganz sicher in nichts nach.

Hertha ist ein ewiger Loserverein und das wird sich vermutlich niemals ändern.

Woran das liegt?. Keine Ahnung. Zuviel Ablenkung der Spieler in Berlin?. Zuviel Künstler, statt Arbeiter?. Kein reines Fussballstadion, dass den Gegner noch mehr „Angst“ einflösst und die eigenen Spieler noch mehr antreibt?. I don´t know!.

Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf, mit Hertha irgendwann einmal etwas großes zu Feiern!.


08-15
7. Februar 2011 um 16:46  |  9046

@dstolpe
Herzlich willkommen in Berlin! 🙂


Chrome
7. Februar 2011 um 17:01  |  9047

So weit so gut, ein schöner Artikel bzw. Kommentar.

Der mE völlig weg vom Thema führt. Es mag ja durchaus sein, dass in Berlin eine besondere Schwarz-Weiß Malerei betrieben wird, ob der Geschichte der Stadt auch nicht völlig unverständlich möchte ich hinzufügen.

Es mag auch sein, dass Babbel übermäßig gescholten wird nach dieser Niederlage. Und es dürfte mit Sicherheit stimmen, dass es eben nur eine einzige Niederlage war und nicht die Anmeldung des Konkurses.

Ich selbst kann und konnte mit diesem Derbykram nur teilweise etwas anfangen, Hertha und Union haben, außer einer gewissen Symapthie zu Zeiten der Berliner Mauer, einfach zu wenig gemeinsame Geschichte als das man das ganze wirklich ernst nehmen könnte.

Obwohl ich alles andere als ein Freund von Babbel bin und sicherlicher auch keiner mehr werde, aber absolut recht gebe, dass Trainerschelte jetzt überzogen ist, finde ich jedoch gleichzeitig die Reduktion des Spiels bzw. der Kritik an derselben auf „Babbel kann so schlecht nicht sein, wie ihr selber grade vor ein paar Tagen gesagt habt“ und „es ist nur eine Niederlage, kommt bitte wieder runter“ viel zu einfach. Nebenbei auch noch unverständlich.

Ich finde es wurde heute in der Morgenpost doch gut und passend umschrieben, der Grund, weshalb man in der Tat in Sorge geraten kann nach diesem Spiel: das WARUM ist das passiert, ist völlig unbeantwortet. Niemand hat auch nur den Hauch einer Idee, warum unsere Mannschaft nach 20 Minuten großartigem Spiel Feierabend macht.

Gestern fragte jemand in diesem Blog sinngemäß, ob wir gegen Karlsruhe nun, sollte es nach 10 Minuten 1:0 stehen, auch den Spielbetrieb wieder einstellen?!

Für mich hat das mit Babbel nur teilweise zu tun, sicherlich muss er als Trainer dagegen halten. Aber nach dem Spiel gegen Union war mein erster Instinkt: Was soll der Mann denn machen? Zumindest in der Öffentlichkeit hat er Tausend mal betont, dass es ihn (auf deutsch gesagt) ankotzt, dass seine Mannschaft sobald sie in Führung liegt den Spielbetrieb einstellt.

Davon ausgehend, dass er das intern auch tun wird, ist meine Sorge in Sachen Aufstieg also nicht, dass Babbel das ganze verhauen könnte, wenngleich ich seine Methoden, Taktiken und Aufstellungen nichts desto trotz für teilweise falsch halte. Meine konkrete Sorge ist, dass niemand mir sagen kann (inklusive Babbel), wie um alles in der Welt diese unglaublichen Leistungsschwankungen binnen eines einzigen Spiels zustande kommen.

Und sorry, so sehr ich die Artikel hier schätze und gerne lese: ein „kommt runter“ hilft mir dabei herzlich wenig. Bei unseren direkten Hauptkonkurrenten um den Aufstieg war stets erkennbar, woran die Mannschaften kränkelten wenn es nicht lief. Augsburg hatte eine Verletztenmisere, Bochum einen uneingespielten Kader der dringend ausgemistet werden musste (was der böse Funkel vorzüglich bewerkstelligte), Cottbus ist jung und verspielt und extrem unbeständig.

Was ist es bei uns? Nene Leute, es geht nicht um Berliner Aufregung oder ein sprichwörtliches „viel Lärm um nix“. Es geht um eine Mannschaft, die viel Talent mit wenig Beständigkeit verbindet, ohne dass irgendwer sagen könnte warum. Ramos ist für mich persönlich das personifizierte Beispiel hierfür.

Also, mit Verlaub, so wenig mich Union auch interessiert, für mich war das eine böse Niederlage, weil sie überhaupt keinen Sinn gemacht hat. Und das wir nun rumlaufen und darauf hoffen das uns ein 19 jähriger errettet, spricht wahrlich für sich.


Zimsel
7. Februar 2011 um 17:04  |  9048

also ich finde der MB macht seine Sache im grossen und ganzen gut…..nobody`s perfect……

und auch mir steckt das derby noch ganz schön in den knochen….danke für den versuch einer aufarbeitung um den blick wieder nach vorne richten zu können aber noch ich fühl mich auch wie hurdie…..aber das legt sich irgendwann wieder…spätestens beim ksc-sieg 🙁 🙂


ursula
7. Februar 2011 um 17:06  |  9049

Keiner hat den Kopf von Babbel gefordert!

Doch VIELE haben immer wieder Zweifel
an seinen „Trainertalenten“, weil er immer
wieder für Entscheidungen gut ist, besser
leider nicht, die die Mannschaft nicht weiter
voran bringen…..

….sie wieder zurück werfen, was man schon
überwunden glaubte!

Wie kann man denn beide Feststellungen
vereinbaren??

Ist nicht doch ENDLICH Michael Preetz
gefragt…..


dstolpe
7. Februar 2011 um 17:08  |  9050

@ursula
Wie immer nebulös 😉 … daher konkret: INWIEFERN ist Michael Preetz gefragt?


Exilherthaner
7. Februar 2011 um 17:19  |  9051

Ich sehe eigentlich keine allzu harte Kritik an Babbel…weder jetzt noch in der Vergangenheit. Daher finde ich den Eingangsartikel doch ein wenig belustigend. Da war wohl Babbels persönlicher Pressesprecher am Werk.
Hertha hat in der letzten Saison ein Trauma erlitten und Babbel wurde daraufhin als Messias installiert. Er wurde auf die gleiche Stufe wie die anderen jungen und hungrigen Trainer seiner Generation erhoben/geschrieben (Tuchel, Klopp, Dutt), die sich natürlich schon rein sportlich deutlich (!) von ihm abheben. Keiner von denen wurde schliesslich für den Beinahabstieg seines Vereins rausgeschmissen wie einst Babbel (@sto, das muss dir wohl mal wieder entfallen sein).
Ich bin davon überzeugt, dass bei komplett gleichen Leistungen etliche Fans und vor allem auch die Presse (und da meine ich nicht nur die Boulvevardpresse) bereits an den Stühlen von Trainern wie Favre oder Funkel gesägt hätten. Allein die permanenten Spitzen eines Herrn Lorenz gegen Funkel, der sportlich mit Hertha mithalten kann trotz eklatant kleinerem Etat, zeigt ja nur die Diskrepanz in der Wahrnehmung einiger Blogger/User/Journalisten auf….meine Meinung zumindest.
Babbel wird hier mit Samthandschuhen angefasst und geniesst Welpenschutz. Nicht, weil er nach aussen hin (angeblich) sympathisch ist; nicht, weil er (angeblich) taktisch versiert ist; nicht, weil er (angeblich) kommunikationsgewandt ist; nicht, weil er (angeblich) kompetent ist in dem, was er tut….sondern schlichtweg, weil Hertha letzte Saison abgestiegen ist und nun ein wenig Glanz (bzw. einfach etwas Anderes) braucht.

Und im Gegensatz zu @sto drücke ich nicht Babbel sondern Hertha BSC die Daumen, auf dass der schnelle und reibungslose Aufstieg gelingen mag.


kraule
7. Februar 2011 um 17:20  |  9052

KEINER HAT GESAGT, WIR WOLLEN EINE MAUER BAUEN……..

Keiner hat den Kopf von Babbel gefordert….. 😉


Stehplatz
7. Februar 2011 um 17:27  |  9053

Bei der ersten Auswahlmöglichkeit hätte man Gegenbauer durch Babbel ersetzen sollen. Man wird geradezu in“Ruhe bewahren“ getrieben.
Bei der zweiten sollte man Freude über einenen Sieg nicht gleich mit Euphorie betiteln.

@ Chrome und Exilherthaner
100% agree!


norberto
7. Februar 2011 um 17:37  |  9055

Natürlich Mund abputzen und weiter geht’s- auf sie mit Gebrüll. Was denn sonst? Garantien für den Aufstieg gibt es nicht, für keinen. Doch das aktuelle Team könnte doch wenigstens das Gefühl des unbedingten Willens vermitteln. 90 Minuten Gas geben ohne nach knapper Führung die Beine hochzunehmen wäre ein Klasse Ansatz.


frankophot
7. Februar 2011 um 17:47  |  9057

Sehe die Aussage Mijatovic´s, ähnlich wie @jap_de_mos, problematisch. Das geht nicht so und spricht nicht für Selbstvertrauen. Selbst wenn er´s nicht hat, sollte er es als Kaptän nicht so rauslassen.
Aber was überhaupt nicht geht, ist nun den totalen Druck auf Lasogga aufzubauen. Das wird nach hintenlosgehen.
Es klingt, als ob sowohl die Mannschaft, als auch die Medien (BZ online heute und auch @sto hier und heute in der Mopo online) sich nun vollständig auf einen 19 jährigen verlassen, der 6 Tore geschossen hat. Genau wie Ramos am Anfang, wird er die Quote nicht halten können, erst recht nicht wenn weiter so ein Hype gemacht wird. Lasogga kann Tore schiessen, aber er garantiert sie nicht, wie behauptet. Jetzt alle Hoffnung öffentlich an ihn zu hängen, halte ich für höchst unklug – da wir gerade bei Fehlern der Vergangenheit und Verbesserungen für die Zukunft sind. Da dürfen die Medien sich gerne auch mal hinterfragen, denn sie werden die ersten sein, die wieder die Vokabel „verheizen“ ´rausholen, wenn´s dann nicht so läuft wie vorgestellt…
Für mich sind jetzt ENDLICH die Erfahrenen in der Mannschaft gefragt. Die Kollegen müssen nun endlich mal rechtfertigen, dass sie hier an dem Projekt beteiligt sind. Denn wegen ihrer Erfahrung stehen sie ja unter Vertrag und nicht etwa weil sie unverzichtbare Fussballer wären (Lell, Mija, Kobi)…
Gruss aus Barcelona


dstolpe
7. Februar 2011 um 17:53  |  9058

@frankophot und einige andere
Ich kann nichts Negatives an Mijatovics Warnung(!) erkennen. Sie ist zudem nur logisch, nachdem gleich mehrere Spieler während des Winters betont haben, dass nicht noch einmal drei Niederlagen ins Land gehen dürften, ehe alle den Ernst der Lage erkannt haben. . .

@all
Im Übrigen wird es in der Morgenpost von Dienstag ein recht interessantes Spielerinterview geben, u.a. zu Themen „was nun geschehen muss“ und „Lasogga“. . .


derMazel
7. Februar 2011 um 17:53  |  9060

Kurzer Einfwurf von der Seite:

Der GröFuMaZ hat wieder zugeschlagen:

„Wir waren nicht mehr der Überzeugung, dass wir in Zusammenarbeit mit Steve McClaren die Saison stabil zu Ende bringen können. Wir haben es gemeinsam bis zum letzten Tag versucht, leider ist uns nunmehr der Glaube an den Erfolg abhanden gekommen“


dstolpe
7. Februar 2011 um 17:56  |  9061

@Mazel
Wenn schon off topic, denn schon. Zum gleichen Sachverhalt lässt sich Dr. Francisco Javier Garcia Sanz, der Vorsitzende des Aufsichtsrats des VfL Wolfsburg, zitieren: „Wir haben leider keine Alternative mehr gesehen. Natürlich wünschen wir uns alle Kontinuität, vor allem auf der Trainerposition. Dafür steht gerade Dieter Hoeneß.


ubremer
ubremer
7. Februar 2011 um 18:18  |  9062

@off topic und an @rasi

Warum bekomme ich zuhause just in diesem Moment den Mode-Tip: „Trainer-Entlassung in Wolfsburg? Da kannst Du doch heute Abend Dein neues „GröFuMaZ“-T-Shirt anziehen, Schatz.“


derMazel
7. Februar 2011 um 18:28  |  9063

Entschuldigung, aber den wirklichen Brüller habe ich gerne dir überlassen 😉

Zurück zur Hertha:

In der Aussage von Mijatovic fehlendes Selbstvertrauen zu suchen finde ich schon hanebüchen. Glaube, dass er da in dieser Stelle für die öffentlichkeit den Mahner gibt. Sicher weiß jeder in der Mannschaft (oder sollte es zumindest beim Blick auf das Tableau begreifen), dass 3 Niederlagen am Stück ganz schnell die Lust aus dem Aufstiegsrennen lässt.

Babbel ist meiner Meinung nach schon ganz passend für den Job bei uns, sollte nur lernen (oder den Mut haben) im Spiel schneller und besser auf das zu reagieren, was da auf dem Platz vor sich geht.

Sportlich ist das aus meiner Sicht die einzige Angriffsfläche, die MB derzeit bietet.
Dass er die Jungs richtig vorbereitet zeigen die starken Anfangsphasen. Und dass es später nicht mehr läuft liegt doch wohl nicht am Trainer, solange er es schafft während des Spiels auf diesen Umstand zu reagieren.
Und das muss er jetzt halt einfach mal zeigen.

Zum „Loser-Klub“-Syndrom:

Vielleicht, eben weil unsere Pokalvitrine nicht wirklich viel hergibt. Aber treiben Pokale das Fandasein an? Ich denke ja – bei Bayernfans. Unser eins ist doch eigentlich „froh“, wenn er „mitspielen darf“: Schöne Siege, bittere Niederlagen, immer Gründe über Hertha zu sprechen oder zu schreiben. Mit Leidenschaft, Herzblut und Hoffnung in jeden Spieltag: kieck’n wat drinne is, in unserer Wundertüte!
Sich schwarz ägern wenn die Jungs nicht das bringen was sie können um trotzdem bis zum Schluss die Hoffung nicht aufzugeben und die gleichen Jungs weiter nach vor’n zu schreien – Das macht Fandasein aus!
Und das ist Hertha!

Das macht Fandasein aus


pax.klm
7. Februar 2011 um 18:29  |  9064

@dstolpe
vor allem auf der Trainerposition. Dafür steht gerade Dieter Hoeneß.
Dem ist nichts hinzuzufügen, dennoch war dies zu erwarten und wäre in der Winterpause ein sauberer Schnitt gewesen!


fg
7. Februar 2011 um 18:29  |  9065

mir gefällt der beitrag von dstolpe.
auch wenn es das klassische „hättewennundaber“ ist, jedoch denke ich:
macht hertha eine von vier sehr guten chancen in der zweiten hz, geht das spiel 2:1 oder wenigstens 2:2 aus. es wären vier siege aus vier spielen und uns würde die sonne sonst wo raus scheinen.
was mir grundsätzlich weiter gut hoffnung macht, ist dass hertha sich eigentlich pro spiel 5-10 torchancen erspielt. in den ersten drei rückrundenspielen hat das ausnutzen derer auch ganz passabel geklappt, warum soll das nicht auch in der vielzahl der ausstehenden spiele funktionieren?
natürlich braucht die mannschaft auch (viel) mehr stabilität in der defensive, aber vielleicht klappt es ja wirklich in den restlichen spielen, dass, wie viele hoffen, nun doch endlich die doppelsechs mit lustenberger und niemeyer vor dem strafraum erfolgreich(er) aufräumt. diese beiden faktoren in der summe könnten/sollten noch ne menge siege versprechen.
augsburgs „heranrauschen“ beziffert sich in der rückrunde auf 7 punkte, zwei weniger als hertha. wie „stark“ augsburg ist hat man gegen hertha oder auch paderborn gesehen. bochum nervt, logo. aber es ist fraglich, wie oft noch die späten siege eingefahren werden. 87 minuten gegen oberhausen nicht in führung zu liegen spricht auch nicht für absolute weltklasse, von der man ausgehen müsste, dass bochum jetzt ohne ende weitermarschiert.
nur zweilastminutesiege von ihnen weniger und wir würden längst nicht so panisch auf funkel schauen. es liegt doch in der liga, wie ein weiser blogger einst schrieb, oft alles sehr eng beieinander. und genau deshalb glaube ich, dass das pendel ob der grundsätzlich vorhandenen qualität bei hertha eher in den meisten spielen zugunsten herthas ausschlägt. hält friend seinen fuss um 10° anders, geht der ball statt an den pfosten ins tor und das ding endet mit drei punkten für berlin und nicht für köpenick.
und als letztes noch: klar, nach etwa zwanzig minuten kam ein unerklärlicher und sehr, sehr ärgerlicher bruch ins spiel. ich bin aber der meinung, dass von minute 50 bis mattuschka/mauerfall hertha völlig am drücker war und sich ja eben auch wieder einige sehrgutklassige chancen erspielte, union fand ja da auch im grunde nicht mehr statt. von daher kann man nicht sagen, dass der bruch ab minute 20 das ganze spielt gedauert hat.
außerdem denke ich (rosa brille?), dass die mannschaft auch nicht allzu happy mit dem verlauf des spiels sein dürfte und sich die niederlage als anlass nimmt, in zukunft noch mehr zu fokussieren.


derMazel
7. Februar 2011 um 18:30  |  9066

Und vergessen habe ich:

Immer an den großen Coup glauben!


Etebaer
7. Februar 2011 um 18:31  |  9067

Der GröFuMaZ kennt doch bestimmt ein paar Brasilianer (Trainer), die können auch mit Diego und regelmässige Besuche sind dann auch drinn, wegen der notwendigen intimen Zusammenarbeit bei der Kaderplanung für die Zukunft, in den Saisonpausen, wenn alle auf Heimaturlaub weilen.

Naja, jetzt wird Litti verheizt…

Zu Hertha:
Trainer sind immer abhängig von den Spielern, die da sind, es ist doch die Frage, ob ein anderer Trainer aus dem Absteiger mit seinen Zugängen auch einen Aufstiegskandidaten gemacht hätte.
Viele sagen das, niemand kann es beweisen, Babbel bringt mit dem Team meisten die Resultate und das ist, was am Ende zählt.

Ich glaube aber auch nicht, das Hertha eine Relegation gewinnen würde.
Platz 1, oder 2 sind Pflicht!

Darüber hinaus versteh ich nicht, warum jetzt irgendwer vor irgendwelchen Negativserien warnt, das ist der völlig falsche Ansatz, der Wille muß darauf gerichtet sein, zu siegen und eine neue Erfolgsserie zu starten.

Vielleicht ist das auch der Punkt, wo man geistig ansetzen muß:
Es geht nicht darum, was man alles falsch machen kann, das ist nicht die Frage, womit sich Spieler und Trainer beschäftigen müssen.
Der Punkt ist, das in die Köpfe muß, was können wir richtig machen!

PS:
In Frankfurt gibts inzwischen die ersten Fans, die Skibbe schon schlechter als Friedhelm sehn, die baldige Ablösung wähnen, weil die verlautbarten Ziele immer mehr verfehlt werden.
Lehre:
Quatschen ist schön, Illusionen wecken auch, aber am Ende wähnt es die Spieler und Fans in falschen Höhen und schlägt zurück.

Wenn man bedenkt das Schalke, Stuttgart, Bremen, Wolfsburg normalerweise auch vor Frankfurt stehn…da denken manche man wäre auf Augenhöhe…


7. Februar 2011 um 18:40  |  9068

„Niemand hat den Kopf von Babbel gefordert“..das finde ich richtig niedlich..einfach nur angenommen oder den blog nicht gelesen..? Hier , in diesem blog war die Kritik an Babbel, bis auf 1 mir erinnerliche Ausnahme absolut ok formuliert..in anderen Foren hingegen ging es z.T. derbe zu-allerdings auch von vermutlich vielen Internettätern..kennt man ja..
Ich sage nichts Neues, wenn ich finde, dass babbel sehr gute Arbeit leistet, die man auch auf dem Spielfeld sieht. Oder wenn ich sehe, wie Raffael spielt, so gut, wie unter keinem anderen Trainer. Oder wie er Ronny aufgebaut hat..usw.
Auch die Gruppendynamik hat er unter extrem schwierigen Voraussetzungen bisher hinbekommen, wie ich es allenfalls von Meyer in der Form erinnern kann: bestnote von mir in dieser, sehr schwierigen Hinsicht. Das „Mentalitätsproblem“ ist nicht wegzudiskutieren..begann nicht erst beim katastrophalen Debakel in karlsruhe..Ist dieses Problem erst mal da, wird es dauern, bis man die Dynamik durchschaut und überwunden hat. Zur Zeit haben eine Etage höher Werder, Stuttgart (seit Jahren unter allen Trainern), Bayern und vielleicht noch andere haargenau das gleiche Problem (eins der häufigsten und schwierigsten Probleme ALLER Mannschaftssportarten),; wer glaubt, solch eine Sache innerhalb einer Saison meistern zu können, wenn man dermaßen unter einem ultimativen Druck steht, der träumt-oder hat niemals reflektiert mit Gruppenarbeit zu tun gehabt.Das behaupte ich jetzt mal.
Mijatovic´Aussage finde ich von Anfang an völlig unbedenklich. Kann nicht nachvollziehen, was an diesem Satz so verkehrt sein soll??
Nicht gefallen hatte mir Babbels erste Reaktion „hinterher ist man immer schlauer“-das ist eine einigermaßen billige , trotzköpfige Ausflucht-aber da hat er sich ja bereits korrigiert.
Zum „loser-Image“ sag ich lieber nichts, denn solche Dinge verstehe ich eigentlich nie..halte sie für Legenden.
Preetz und Babbel machen ihre Sache m.E. hervorragend-jetzt dermaßen viel Unruhe in den Verein und die Mannschaft zu bringen, halte ich für kontraproduktiv. Der Berliner neigt zur Übertreibung und zum Meckern, vermischt mit der verständlichen Sorge/Angst um den notwendigen Aufstieg..ergibt das den temporären Panik-Coctail..
Dazu kommt auch m. E.: der Berliner neigt genauso zur Selbstüberschätzung und hält Restdeutschland für Dörfler: deshalb vielleicht auch die teilweise extreme Erwartungshaltung..?
Abschließend zum immer wieder genannten „Argument“, dass Babbel h´ja mal entlassen wurde. Soll das wirklich im Ernst eine Aussage sein?-Welcher Trainer wurde noch nicht entlassen. Und bitte, wieviele Trainer wurden beim VfB in den letzten 3 Jahren verwurstet?-Das ist von allen Argumenten, das aller..schwächste.


la49
7. Februar 2011 um 18:44  |  9069

Hey, ich bin überrascht, sowas wie der Auslöser dieses Artikelbaum zu sein.

😉

Mal ganz ehrlich.
Das sind die Spiele, die mir einfallen, wenn ich daran denke, was ich mir im Olympiastadion alles für Spiele angesehen habe, zu denen ich – teilweise als Dreikäsehoch – gegangen bin, erwartungsfroh war und dann mit Tränen in den Augen nach Hause geschlurft bin.

Mein Schulfreund, mit dem ich vor 30 Jahren mal im Olympiastadion war, war bei der Anfahrt damals völlig unentschlossen. Nach dem 0:6 war er HSV-Fan – und ist es noch heute.

Wir verstehen uns noch immer.

🙂

Allerdings kann ich das mit dem HSV bis heute nicht verstehen.

Es gibt wohl sowas wie ein Hertha-Gen.
Wichtige Spiele gewinnen wir einfach nicht.

Das ist halt so.
Im Baseball (es gab hier ja mal eine Yankees-Story) gibt es den Fluch des Bambino. Hochinteressante Geschichte: Nach dem Wechsel von Babe Ruth von den Red Sox zu den Yankees haben die Red Sox keine Meisterschaft mehr gewonnen und NY wurde Rekord-Champion.

Im Yankees-Museum ist der Vertrag eingerahmt!
Und in Boston hat man jahrzehntelang überlegt, wie man den Fluch brechen kann. Ich glaube, es gab da so eine Geschichte, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt, den Vertrag verbrennen muss.

Über die Chicago Cubs sagte ein TV-Reporter mal: „Jede Mannschaft hat das Recht auf ein schlechtes Jahrhundert!“. Das haben die Cubs voll ausgeschöpft.

Und die andere Baseballmannschaft aus Chicago – die White Sox – haben über 80 Jahre keinen Fuss mehr auf den Boden bekommen, seitdem die 8 Black Sox die Endspielserie verschoben haben.

Das taugt zur Legendenbildung.

Vielleicht „büssen“ wir noch für den Bundesligaskandal.

Aber diese Serie geht auch irgendwann zuende.

Die Red Sox holten die World Series dann 2004 und 2007 doch, nachdem man seit 1918 warten musste. Die White Sox schafften 2005 erstmal nach 1917 wieder den Titelgewinn.

Nur die Chicago Cubs haben seit 1908 keine Meisterschaft mehr gewonnen.

Wollen wir nicht hoffen, dass wir bis nach 2031 warten müssen.

Machen wir es wie die Red Sox, dann sind wir nach 86 Jahren Durststrecke 2017 wieder an der Reihe.

In dieser Saison holen wir die BigPoints und verwandeln die Matchpoints am Saisonende!

Alles wird gut!


Chuk
7. Februar 2011 um 18:53  |  9070

Heißt Hertha-Fan sein, Fan eines ewigen Loser-Vereins zu sein?
NEIN! Die Antwort ist ganz klar NEIN.
Ich denke man empfindet die eigenen Niederlagen, Ungerechtigkeiten, etc. immer nur viel intensiver und setzt sich auch sehr viel intensiver damit auseinander – deshalb kommt es einem so vor. Nichtsdestotrotz muß ich auch immer wieder feststellen, dass Hertha die Big Points regelmäßig liegen lässt. Woran das liegt kann ich nicht sagen, da es sich ja seit vielen Jahren und durch viele unterschiedliche Mannschaften zieht. Die einzig logische Erklärung ist ein Fluch, eine höhere Kraft, schwarze Magie, Voodoo, oder ähnliches.
Aber egal, jetzt nicht alles in Frage stellen. Die Hertha Welt dreht sich weiter. Wir packen das schon, auch wenn es evtl. nicht so glorreich werden sollte wie wir uns alle das gewünscht haben (Durchmarsch).
Auf geht’s HERTHA!
Btw. we are all going to heaven because we’ve already been to hell. 😉


ursula
7. Februar 2011 um 18:54  |  9071

@ dstolpe, hätte ich gern konkretisiert,
aber wenn es wie IMMER „nebulös“ war,
wundern mich einige Reaktionen bekannter
User nimmer mehr….
Grüße


Tobias
7. Februar 2011 um 18:55  |  9072

Nein, ich sehe Hertha nicht als ewigen Loser. Auch wenn der letzte Titelgewinn schon eine Weile her ist.
Ich möchte aber dennoch gerne dritten Platz einem anderen, HINTER Hertha platziertem Verein überlassen. Mein Vertrauen in das Durchsetzungsvermögen bei Entscheidungsspielen ist doch eher gering. So ein Szenario wäre der Gesundheit der meisten Zuschauer vermutlich eher abträglich.

Im Übrigen hoffe ich einfach darauf, dass Herr Babbel lernfähig ist. Das verlorene Spiel ist nicht das Problem, sondern die allgemeine Einstellung zu und in einem für das Umfeld sehr wichtigen Spiel. Es waren eben nicht nur drei Punkte… das weiß er jetzt.

Dass ich mir die eine oder andere sportliche Entscheidung anders wünsche, ist wohl keine herthaspezifische Besonderheit. Wer ist denn nicht im Geiste der bessere Bundestrainer? Ich habe jedenfalls bei den meisten seiner Vorgänger deutlich mehr gelitten.

Ich sehe bei Babbel aber den unbedingten Willen, zum übergeordneten Ziel zu gelangen. Und ich sehe keinen Heilsbringer, der sich an seiner Stelle aufdrängt.

In sofern gilt mE für die Mannschaft – Ruhe bewahren und die Augen fest auf das nächste Spiel richten. Die Dinge verstärkt üben, die nicht überzeugend liefen.


dieter
7. Februar 2011 um 19:00  |  9073

‚Nabend Allerseits!

Ich habe zwar auch für die Option „Ruhe bewahren“ gestimmt aber auch nur, weil alle anderen Möglichkeiten aus meiner Sicht gar keinen Sinn machen.

Viel mehr Sinn und aus meiner Sicht allererste Hertha-Pflicht ist eine Reaktion der Mannschaft!
Das aber nicht nur beim KSC – da muss es aber selbstverständlich schon los gehen und alles andere als 3 Punkte ist in der jetzigen Situation nicht akzeptabel, man könnte auch sagen alternativlos 😉 – sondern in den verbleibenden 13 Spielen.

Ich möchte den Rest dieser hoffentlich letzten 2.Ligasaison eine Mannschaft sehen, die bis zum Umfallen kämpft und spielt und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Ich hoffe nach dieser Niederlage hat es auch der letzte Spieler bei Hertha begriffen, dass 20 Minuten Fußball spielen nicht ausreicht, auch nicht in Liga 2.

Babbel hat wie jeder andere auch und damit meine ich uns alle (oder ist hier tatsächlich ein Unfehlbarer dabei?!), seine Fehler gemacht und wird auch wieder welche machen, dass ist menschlich.
Entscheidend ist, dass er aus seinen Fehlern lernt und die gleichen nicht wieder macht. (reicht das schon fürs Phrasometer? ;-))

Eines kann man ihm meiner Meinung nach aber nicht vorwerfen und das ist der Fakt, dass er auch schon des öfteren öffentlich von der Mannschaft den unbedingten Willen/Einsatz, oder wie er es nannte „die Gier“, in einem Spiel gefordert hat oder zuletzt auch öfter das wie er es nennt „killen eines Spiels“.
Das wird er der Mannschaft mit Sicherheit auch schon in der Kabine oder auf dem Trainingsplatz gesagt haben.

Warum setzt die Mannschaft das nicht um?

Man kann meiner Meinung nach Babbel wenn überhaupt nur bedingt vorwerfen, dass er sie „spielerisch“ nicht entwickeln würde.
Da ist für mein Dafürhalten bei einer fast komplett neu zusammengestellten Mannschaft sehr wohl eine Entwicklung zu sehen.

Auch die ersten 20 Minuten gegen Union waren dafür ein Beleg und genau das, was ich von dieser Mannschaft insbesondere in so einem Spiel erwarte.

ABER!!!

Wie schon gegen Düsseldorf und Bielefeld, um nur mal 2 Spiele der RR zu nennen, schaltet die Mannschaft mitten im Spiel 3 Gänge zurück und lässt damit den Gegner ins Spiel kommen.

Das ist etwas, was ich nicht verstehe und was mich regelmäßig zur Weißglut bringt.
Ich dürfte da dann nicht an Babbels stelle sein bei den nächsten Trainingseinheiten.
Ich glaube ich würde sie kaputt trainieren und das wäre wahrscheinlich eher kontraproduktiv.

Hab schon wieder viel zu viel geschrieben und versuche mal zu einem (vorläufigen) Schluss zu kommen.

Die alles entscheidende Frage ist für mich:

Wie bekommt man diesen Schlendrian, der immer wieder Einzug hält, aus der Mannschaft heraus, bevor es irreparable (Nichtaufstieg) Konsequenzen zur Folge hat?


dstolpe
7. Februar 2011 um 19:05  |  9074

@ursula
Dann korrigiere ich sehr gern und sage: „Nebulös … und nun konkret: INWIEFERN ist ENDLICH Michael Preetz gefragt?


7. Februar 2011 um 19:21  |  9075

Den Schlendrian während eines Spiels bekommt man, wenn es denn nicht durch das Training sowie Ansprachen vor dem Spiel und in der Halbzeit klappt, in den Griff indem man WÄHREND des Spiels die zur Verfügung stehenden Mittel ausnutzt. Das kann dann gerne auch ein mit hochrotem Kopf schreiender und hampelnder Trainer, von mir aus auch Co-Trainer sein, der den Jungs mal den Marsch bläst, ihnen vielleicht auch mal eine motivierende Stütze ist und wenn es denn gar nicht hilft, kann man ja auch mal einen frühen Wechsel vollziehen, schließlich sitzen die Jungs auf der Bank weil sie eine Alternative darstellen. Ansonsten wären sie ja verkauft, verliehen oder degradiert…


dieter
7. Februar 2011 um 19:33  |  9076

Naja, von einem „Rumpelstilzchen“ am Spielfeldrand halte ich ehrlich gesagt nicht sehr viel.
Denke auch, dass die Einflussmöglichkeiten während das Spiel läuft eher gering sind.
In der Halbzeit kann man als Trainer sicher eher darauf Einfluss nehmen.

Weiß auch nicht, wie ein Wechsel eines einzelnen Spielers das taktische Fehlverhalten (die gesamte Mannschaft zieht sich zurück, ist passiv und lässt plötzlich den Gegner das Spiel machen) der kompletten Mannschaft beheben sollte.


Dovifat
7. Februar 2011 um 19:34  |  9077

Dieter Hoeness stand seit so einigen Jahren tatsaechlich nicht gerade fuer uebereilte Trainerwechsel.

Als Manager hat der Mann doch nun schon genug Schwaechen, da muss man ihm nicht noch zusaetzliche andichten.

Zum Thema: Jaja, Fans zu kritisch, Berliner Medien zu schwarz-weiss, Stadion zu gross, Schnee zu kalt, Nacht zu dunkel.


7. Februar 2011 um 19:41  |  9078

@thunfisch: ich glaube ganz und gar nicht, dass es Sinn macht, während des Spiels einen roten Kopf zum Platzen zu bringen..das ist meine persönliche Erinnerung und das sagen nahezu alle Ehemaligen. Jol sagte s glaube ich, am Besten: “ meine Arbeit ist unter der Woche-die 90 Minuten gehören alleine der Mannschaft“. Ich finde das sehr richtig. -Die HZ-Ansprache und die Einwechselungen siind davon natürlich ausgeschlossen. Einen so seltsamen „Schlendrian“ kann man auch nicht einfach weg trainieren-hier ist ne Menge Drum-Herum nötig-das geht aber innerhalb einer Saison sehr schwer- das widerspricht jedenfalls allem, was ich über Gruppenpsycholgie zu wissen meine. Manche Dinge dauern etwas und gelingen nur saisonübergreifend..Unter anderem deshalb ist es mal angeraten, in Berlin einen Trainer für mehr als 1 Spielzeit Zeit zu geben. Auch Klopp hatte nicht diesen Erfolg nach 20 Spieltagen…
out of topic: mal ne Frage: hat D.H. aber nicht in der Tat immer verhältnismäßig lange an seinen Trainern festgehalten?-Manchmal länger, als 90% der Presse? Mindestens habe ich das so in Erinnerung?


7. Februar 2011 um 19:49  |  9079

@apo
Das mit dem Hampelmann war ein Seitenhieb und nicht wirklich ernst gemeint, aber der Trainer sollte schon darauf achten, dass die Raumaufteilung, die Höhe der Abwehrreihe und die Art der Angriffe der AKTUELLEN Spielsituation entsprechen. Es gibt schließlich auch noch einen Gegner der ggfs während des Spiels taktisch umstellt. Dafür sitzt er doch da am Spielfeldrand und sollte den Überblick behalten und wenn Du schon den Klopp anführst, der hat während der Partie schon so einiges zu sagen und das scheint ab und zu ja auch zu helfen. Manchmal ist es auch einfach der Zuspruch, die Motivation die etwas bewirken könnte.


Nülle
7. Februar 2011 um 19:59  |  9080

Babbel lernt doch nichts, aber auch gar nichts dazu. Er hat es bislang nicht geschafft, eine Spielphilosophie an die Mannschaft heranzutragen, so dass sie auch in der Praxis umgesetzt wird. Er hat bislang nicht überzeugend auf Spielverläufe reagiert. Es fehlt die intelligente Taktische Variante.
Seiner Mannschaft hat er bislang nicht beibringen können, variabel auf den Gegner zu reagieren. Wenn man sich in der zweiten Halbzeit das Spiel aus der Hand kämpfen lässt, dann darf der Trainer nicht einseitig auf verpassten Chancen fokussieren, die für drei Siege gereicht hätten. Es wird, und das bleibt auch so, immer noch eine zweite Halbzeit gespielt. Wer hat Hertha daran gehindert, ebenfalls zu rackern. Der Trainer scheint die Spieler auf der mentalen Ebene nicht wirklich zu erreichen. Letztendlich muss sich jeder Profi an die eigene Nase packen. Wer ein dickes Gehalt beziehen will, darf auch auf dem Platz dick auftragen, mit Leistung.


7. Februar 2011 um 20:14  |  9081

das mag ja alles sein, aber man sollte niemals irgendwelche Dinge verallgemeinern: es gibt unzählige große Trainer, die stoisch sitzen (ich meine nicht nur Lobanowski) und sich nicht bewegen (so ist Babbel ja auch nicht)..aber natürlich alles haargenau registrieren? Darin sehe ich keinen Widerspruch.
Man kann nicht von einem ruhigen Temperament erwarten, sich nun anders zu verhalten-und umgekehrt. Klopp hatte ich nicht angeführt, sondern Jol.-Klopp erwähnte ich in einem anderen Zusammenhang. Klopp ist ein völlig anderer Charakter und ein ganz anderes Temperament.-Wenn nun alle versuchten, wie Klopp oder Mourinho zu sein, wäre das ja Schwachsinn.
ich weiss noch sehr genau, das viele letztes Jahr, als ich Klopp ausdrücklich als überragenden Trainer lobte, dessen Typ ich mir auch in Berlin vorstellen könnte , einwarfen, dass sie den eher für einen Schaumschläger hielten. Nix ist opportunistischer als der Fussballfan , glaube ich.
Aber: im letzten Spiel hat Babbel sich vercoacht und auch zu spät reagiert-das aber sagte ich ja schon gestern. Babbel ist aber nicht der erste Trainer, der sich vercoacht und deshalb ein derby verliert, trotz besseren Kaders- auf seine Reaktion kommt es an.
Wie seine Halbzeitansprache ist, weiss ich nicht.


hurdiegerdie
7. Februar 2011 um 20:16  |  9082

Ein Trainer trainiert die Mannschaft die ganze Woche meist mit einem oder mehreren Co-Trainern (warum gäbe es die sonst?) Vielleicht stellen sie die Mannschaft auch gemeinsam ein und auf.

Am Spieltag ist der Coach gefragt.

Nicht dass ich das so meine, weil ich dafür zu weit weg bin. Was aber wenn wie angedeutet, Widmayer mehr für das Taktische zuständig ist, auch für den Match-Plan, natürlich gemeinsam mit Babbel?

Das könnte erklären, dass Hertha immer ganz gut startet, bis der gegnerische Coach reagiert. Dann aber ist der Hertha Coach verantwortlich, im Spiel zu reagieren. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Coaches im Spiel keinen Einfluss nehmen können. Warum rufen dann einige Coaches Spieler zu sich und stellen um, ändern die Strategie über Auswechslungen oder aber in der Halbzeitpause?

Für mich gehört es zum Cheftrainer dazu auch Headcoach im Spiel zu sein. Da ist noch Luft nach oben.


7. Februar 2011 um 20:30  |  9083

na, aber das macht doch Babbel auch (sehen wir vom letzten Spiel mal ab)?!-Ich verstehe diese Diskussion in dieser Form nicht wirklich. Dass noch Luft nach oben ist..ohne wenn und aber..


kraule
7. Februar 2011 um 20:34  |  9084

Es war nebulös wie immer, lieber ursula.
Und leider nun auch hier…….


Petra Woosmann
7. Februar 2011 um 20:37  |  9085

Nein, ich halte mich nicht für Fan eines ewigen Loser-Vereins. Aber ich kann halt nicht verstehen, warum solch unnötige Niederlagen selbst produziert werden müssen.

Naja, ist gegessen, das Wochenende ist vorbei und ich hatte heute wenig bis gar keine Zeit über dieses schlimme Wochenende nachzudenken.

Ich hoffe wirklich, dass sich Trainer und Mannschaft so sie denn in Berlin sind und nicht bei ihrer Nati, Gedanken machen, wie es zu diesem Bruch im Spiel kam und es dann für die nächsten Spiele verändern/verbessern.

Dinge wie Psychologe, gemeinsamer Zoobesuch o.a. sind eher zwecklos. Aber sollten sie den Riemen nicht umlegen und mehr geben für unser gemeinsames Ziel (wird man erst nach den nächsten drei Spielen sehen), seh ich nicht mehr ganz soviel rosa.

Konstanz ist gefragt und ich hoffe, der Trainer kriegt das endlich mal hin. Dieses Hin und Her ist für alle Mist.


Chris
7. Februar 2011 um 21:00  |  9086

@hurdiegerdie

Sorry, aber die gegnerischen Trainer haben gar nicht reagiert und damit Hertha den Schneid abgekauft. Weder Union, noch zuvor Bielefeld (als die dann zumindest ein wenig vom Spiel hatten) haben gravierende taktische Änderungen vorgenommen oder Spieler gebracht, welche so positiv auf die Situation einwirkten. Nein, unser Team hat in jedem Fall von alleine 2-3 Gänge runtergeschaltet und den Gegner damit zurück ins Spiel gebracht. Dies spricht m.E. klar gegen Deine These.

Zum Thema Hertha, ewiger Loser?
Nein, wirklich nicht. Wir haben zwar eine Reihe big points nicht gemacht, aber seht Euch an, wie viele andere Clubs nicht mal in die Nähe von Big points gekommen sind!!!
Es ist eine Frage der Einstellung. Realität stellen wir selber her. Das ist das problematische an einer solchen Diskussion. Sobald Spieler eines Vereins sowas mitbekommen und anfangen daran zu glauben, dann wird es real! Nennt sich Self-Fulfilling-Prophecy und ist ein bewiesenes psychologisches Phänomen.
D.h. am besten spricht man über sowas nicht und betont eher die vielen positiven Aspekte und Erfolge, die es schon gab.
Und noch mal (hatte es beim letzten Posting schon unter den Kommentaren):

“Die Derbys kommen und gehen. Nur die Derbygegner von Hertha ändern sich.”

Also: Hertha ist und Hertha bleibt. Alle anderen Clubs in Berlin sind de facto temporäre Randerscheinungen (Tasmania, TeBe, Blau-Weiss, Union…) – etwas zugespitzt formuliert 😉


hurdiegerdie
7. Februar 2011 um 21:30  |  9088

@chris,

dass Hertha nach 20 Minuten das Spiel aus der Hand gegeben hat, hatte schon gesagt.

Mir geht es eigentlich mehr darum, dass natürlich ein Trainer nicht nur zwischen den Spielen für das Training da ist, und die 90 Spielminuten der Mannschaft überlassen muss, wie von Apolinaris Jol-Zitat angedeutet (die 90 Minuten gehören ALLEINE der Mannschaft). Ich meine, dass ein Trauiner sehr wohl auch während des Spiels Einfluss nehmen kann und muss.

Übrigens hat Lienen zur Halbzeit zwei Spieler gewechselt und mit „unserem“ Chris kam deutlich mehr Bewegung nach vorne ins Spiel. Auch gegen Union meine ich bemerkt zu haben, dass diese zur Halbzeit anders aus der Kabine kamen, wie zur ersten Halbzeit. Union hatte doch 2. Halbzeit oft mehr Spielanteile (da gibt es doch bestimmt eine Statistik drüber nach Halbzeiten?). Sie haben das Spiel früher angenommen, sich weniger weit zurückgezogen etc.

Wenn sie das alles alleine ohne Trainer gemacht haben — Respekt!


ursula
7. Februar 2011 um 21:33  |  9090

„leider nun auch hier“….
…..das macht Spaß was „kraule“….
Gute Beiträge zur Sache sind Ihre Stärke!

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen,
bin auch im letzten Beitrag uneingeschränkt
bei „hurdiegerdie“ und spare mir Ärger und
weitere Ausführungen!

Es gibt Trainer, die mehrfach im Spiel nicht
nur den Kapitän zu sich rufen und Einfluss
nehmen….


ft
7. Februar 2011 um 21:52  |  9092

Um hier mal n Schlusstrich zu ziehen.

Weder der einzelen spiler , noch der Trainer und schon gar nicht der Schiri tragen die Last der Schuld dieser Niederlage.

Ich Ich bins.

Ich hab meinen gelben Siegpullover nicht angezogen.
Eigentlich wollte ich ihn am Sonnabend wieder überstreifen. Doch irgendein Dämon flüsterte mir ins Ohr das der Lachsfarbene besser zu den Hosen paßt. Also blieb der Gelbe lieblos über des Sessels Lehne hängen.

Tja Freunde hier stehe ich und bekenne.

Ich hab Schuld an dieser sinnlosen Niederlage.


Chris
7. Februar 2011 um 21:59  |  9093

@hurdiegerdie

Ja, Teils -teils.
Wohl hat Union in der 2.Hälfte etwas mehr vom Spiel gehabt, da hatten wir aber auch keine guten ersten 20.Min. Letztlich ist das leidenschaftslose Spiel von Hertha ab Min. 21 einfach auch in der 2.HZ fortgesetzt worden. Union hat auch weiter sehr mäßig gespielt – hat einfach gereicht. Große „Coaching“-Leistungen konnte ich vom Union-Trainer nicht ausmachen.
Insgesamt aber bin ich d´accord wenn es heißt, dass ein Trainer nicht den Hampelmann an der Linie machen sollte und trotzdem Einfluss nehmen sollte (sonst könnte er ja dem Spiel bis zur HZPause auch fern bleiben…). Also, passt schon. Schönen Abend.


fg
7. Februar 2011 um 22:05  |  9094

@ft: das ist doch mal ehrlich. hast du dir schon überlegt, wie du es wieder gut machst?


7. Februar 2011 um 22:18  |  9095

@hurdie: wir sind da ja gar nicht auseinander, wie gesagt: prinzipiell bin ich bei Jol, den ich außerordentlich schätze, und der ja mit diesem Satz auch nur eine Richtung vorgeben wollte, wie er das sieht und handhabt (und kein DOGMA). Was ich sagen möchte: seit Tagen schreiben einige, Babbel möge mehr Emotionen zeigen, andere sagen, er soll ruhig mit den Armen fuchteln usw-ein anderer schrieb, Babbel würde emotionslos und teilnahmslos sich auf der Bank lümmeln..nun: ich finde, die Hauptsache haben die Spieler zu machen auf dem Feld, sie sind während des laufenden Spiels sehr selten ansprechbar. Situationen, dass Trainer taktische Anweisungen den Spielern mitten im Spiel geben oder Umstellungen, kommen natürlich immer wieder vor-aber eher selten. Und während der Vorrunde habe ich Babbel auch häufig am Spielfeldrand Anweisungen gebend gesehen-wir reden hier ehrlich gesagt, etwas wirr..Jeder Trainer hat seinen Stil und seine Emotionen. Babbel wäre nicht Babbel, würde er nun ständig hin und her wetzen. Und Jol will doch nur sagen: 95% der Arbeit sind getan-Taktikbesprechung und so weiter-jetzt ist das team dran. Wenn Umstände es erfordern, greifen natürlich auch die Jols und babbels ein..?! Ist das strittig?-


7. Februar 2011 um 22:54  |  9096

ah, so, zum xten: und am Samstag hätte der Hertha-Trainer in der Tat etwas mehr machen müssen (ich meine keine Dauerläufe am Spielfeldrand oder Kloppsches Anspringen des 4. Mannes..)- das ist unstrittig.


Tunnfish
7. Februar 2011 um 23:13  |  9097

Also mir geht es grundsätzlich nur um dieses eine Spiel und was dabei von Babbels/Trainer Seite besser hätte laufen können, weil ich meine, dass er noch etwas hätte bewegen können. Grundsätzlich glaube ich aber, dass er daraus lernen wird, ja muss.


7. Februar 2011 um 23:16  |  9098

Die Kickernoten sind fast identisch mit denen der MoPo. Friend erhält übrigens ne 4,5… Und weder Kobi, noch lell bekommen die oft geforderten 5 oder gar 6…
Der Kicker ist genauso subjektiv, wie jeder ander, der benotet. Trotzdem fällt mir seit Wochen auf, dass es bei den AV´s und auch Friend eine etwas extreme Wahrnehmung auf Seiten der Fans gibt- denn die Noten der einschlägigen Benotungsorgane :-)…sind für diese drei durchweg besser und bei Lustenberger sind wir in der Tendenz mindestens ne halbe Note positiver..als „Neutrale“..Nur mal so..;-)


raffalic
7. Februar 2011 um 23:44  |  9099

Meiner Meinung nach sind die Ursachen dafür, dass unser aller Lieblingsverein seit Jahren/ Jahrzehnten seinen eigenen sowie den extern gestellten Ansprüchen hinterhinkt vielschichtig und müssen daher auch differenziert betrachtet werden.

Jetzt wahllos auf Babbel, der als Trainer sicherlich noch vieles Lernen muss, einzuprügeln ist mir zu einfach und trifft auch nicht den Kern des blau-weißen Problems.

Vielmehr muss unterschieden werden zwischen dem strategischen, also langfristigen Vorgehen der Vereinsführung, und dem taktischen, also kurzfristigen (operativen) Entscheidungen der sportlichen Leitung (namentlich Preetz und Babbel).

Auf der strategischen Seite stellen sich seit Jahren die gleichen Fragen:
– warum gelingt es nicht einen strategischen Partner/ potentere Sponsoren zu finden?
– warum scheitern regelmäßig Projekte zur Entschuldung des Vereins (Beispiel Umbenennung des Stadions mit entsprechenden Erlösen – siehe diverse Erstligisten)?

Dem Gegenüber steht auf der Habenseite im langfristigen Bereich eine hervorragende Jugendarbeit, die meiner Einschätzung zufolge zu wenig Wertschätzung in der öffentlichen Wahrnehmung erfährt.

Dies kann natürlich auch daran liegen, das die mit Hilfe der Jugendarbeit erschaffenen (und zum Teil auch teuer erkauften) Vermögensgegenstände in Form vielversprechender Talente oftmals durch eine mangelhafte Personalpolitik ungenutzt blieben respektive geradezu vernichtet wurden.

Als Beispiel seien hier nur einmal Spieler vom Schlage eines Traore oder Rodnei genannt, die man für den sprichtwörtlichen Appel und das Ei verscherbelt hat.

Immerhin, diesbezüglich hat mittlerweile endlich die Vernunft Einzug gehalten und Ausleihen wie bei bei R-Fardi, Stephan und – angedacht aber aufgrund Verletzung „rückabgewickelt“ – bei Bigalke werden inzwischen (hoffentlich !!) ohne beschämend niedrige Kaufoptionen vorgenommen.

Überhaupt zeigt sich bei der Personalpolitik ein grundsätzliches Dilemma der „alten Dame“:

wir hatten in den letzten Jahren oftmals hervorragende Fussballer in unseren Reihen – leider erleben viele von diesen ihre besten Fussballerjahre bei anderen Vereinen – ohne das wir ein adäquate Ablösesumme erhalten.

Man schaue sich nur mal an wer in der Buli da so alles unterwegs ist – Lakic, Salihovic, Piszczek, Olic & co – alles Spieler deren wahres Potenzial man bei uns offenbar nicht erkannt hat und somit Millionen zum Fenster rausgeschmissen hat…

Derzeit haben wir mit einem Nico Schulz wieder ein Juwel in unseren Reihen, denn obwohl er mich bei keinem seiner Profiauftritte restlos überzeugen konnte, was aber seiner Übermotivation geschuldet war, kann man unschwer erkennen das er mal ein ganz großer werden kann – hoffentlich im Hertha-Trikot!

Erst wenn es gelingt diese Fehlerkette bei strategischen Entscheidungen, ergänzt um eine bessere Transferpolitik, zu beseitigen wird sich der Verein wieder dort wieder etablieren wo er hingehört – in der Spitzengruppe der Bundesliga.

Bis dahin ist sicherlich noch jede Menge Geduld erforderlich – inklusive des Verdauens so bitterer Niederlagen wie am Samstag.

Um auf den operativen Bereich und damit quasi das Tagesgeschäft zurückzukommen: ich bin ehrlich gesagt auch von Babbel enttäuscht, insbesondere von seiner Sturheit!

War es in der Hinrunde dieses unsägliche 4-1-4-1 System, was mich auf die Palme brachte, so ist es derzeit das Festhalten an Friend in Kombination mit der „Verweigerung“ der aus Lusti und Niemeyer gebildeten Doppel-6 die mich geradezu verzweifeln lässt.

Es bleibt der fade Beigeschmack, dass Babbel sein Spielsystem zu wenig am vorhanden Spielermaterial ausrichtet.

Dennoch bin ich der festen Überzeugung das uns der Aufstieg gelingen wird, nicht zuletzt auch weil der ein oder andere Konkurrent noch einbrechen wird – das Vorbild für Augsburg, Bochum & co muss hier eindeutig Aue sein – oder Greuther Fürth in den gefühlten letzten 20 Jahren…;-)


Exilherthaner
8. Februar 2011 um 0:29  |  9100

Babbel macht es schon richtig, sich während des Spiels nicht einzumischen…glaube auch nicht, dass er irgendetwas bewirken könnte 😀


ubremer
ubremer
8. Februar 2011 um 0:45  |  9101

@raffalic,

Auf der strategischen Seite stellen sich seit Jahren die gleichen Fragen:
– warum gelingt es nicht einen strategischen Partner/ potentere Sponsoren zu finden?
– warum scheitern regelmäßig Projekte zur Entschuldung des Vereins (Beispiel Umbenennung des Stadions mit entsprechenden Erlösen – siehe diverse Erstligisten)?

dazu zwei Gegenfragen:

1) Welchem Klub im deutschen Profigeschäft ist es gelungen, in den vergangenen fünf, sechs Jahren eine strategische Partnerschaft abzuschließen?

2) Was macht ein Verein, wenn das Stadion nicht ihm gehört, sondern wie beim Olympiastadion dem Land Berlin?


8. Februar 2011 um 2:56  |  9105

@exil: leider nur die Schlagworte verstanden, schade.


Exil-Schorfheider
8. Februar 2011 um 7:55  |  9108

@raffalic

Als Beispiel seien hier nur einmal Spieler vom Schlage eines Traore oder Rodnei genannt, die man für den sprichtwörtlichen Appel und das Ei verscherbelt hat.

Überhaupt zeigt sich bei der Personalpolitik ein grundsätzliches Dilemma der “alten Dame”:

wir hatten in den letzten Jahren oftmals hervorragende Fussballer in unseren Reihen – leider erleben viele von diesen ihre besten Fussballerjahre bei anderen Vereinen – ohne das wir ein adäquate Ablösesumme erhalten.

Man schaue sich nur mal an wer in der Buli da so alles unterwegs ist – Lakic, Salihovic, Piszczek, Olic & co – alles Spieler deren wahres Potenzial man bei uns offenbar nicht erkannt hat und somit Millionen zum Fenster rausgeschmissen hat…

Zur Perosnalpolitik sei gesagt, dass Du doch nie genau weißt, wer wie später „einschlägt“.

Olic war jung und ging den Weg über Moskau. Lakic hat sich über die Zweite Liga hochgespielt, Pische war ablösefrei und wollte nach Dortmund, Traore ist ein besserer Zweitliga-Fußballer, der den Beweis der Erstliga-Tauglichkeit noch schuldig geblieben ist und Sead ist die Ruhe in Sinsheim sowie der Schliff durch Rangnick bekommen.

Ich sehe da keine Millionen verschenkt, eher Millionen versenkt, wenn man sieht, wen man sonst so holte…


Herthaner4ever
8. Februar 2011 um 9:00  |  9109

Sehe ich ähnlich. Bei vielen Spielern konnte man zum Zeitpunkt des Weggehens nicht einmal erahnen, was die noch zu leisten in der Lage sind. Ich erinnere mich an Olic, der kam das erste mal gegen Wolfsbug bei einem 0:3-Rückstand und hat auf einmal einen Elan gezeigt – Großchancen im Minutentakt. Er hätte das Spiel im Alleingang drehen können. Hätte. Hat er aber nicht. Danach kam von Olic bei Hertha gar nichts mehr.

Mund abputzen, weiter! Ohren zu bei den kommentaren aus Köpenick. Noch ist nichts verloren. Vielleicht ist das ein ähnlicher Weckruf, wie das 0:1 des Jürgen Sparwasser 1974.

Und die FuFu-Elf wird auch noch Punkte lassen, ebenso werden die Zebras noch stolpern und Augsburg sehe ich auch nicht als die Übermannschaft an. Den Wintermeister Aue und die „Für immer 2. Liga“-Spvgg. aus Fürth sehe ich nicht mehr als ernstzunehmende Konkurrenz an.


wilson
8. Februar 2011 um 9:12  |  9110

Suchen wir einen Schauspieler oder einen Trainer oder einen schauspielenden Trainer ?

Babbel scheint nicht der extrovertierte Typ zu sein und niemand wird von ihm verlangen, sich zum „Hampelmann“ zu machen, um eine Erwartungshaltung zu bedienen. Er wird niemals den „Platzflüsterer“ à la Klopp geben. Muss er aus meiner Sicht auch nicht. Nur dann braucht er Spieler, die „auf´m Platz“ eingreifen und korrigieren.
Die Ruhe Babbels schreit nach einem lautstarken und durchsetzungsfähigen Mann auf dem Spielfeld, der Fehler der Mannschaft korrigiert. Den sehe ich nicht. Das Wollen mag ich niemandem absprechen. Leider sind da zu viele Leisetreter unterwegs, gerade im Mittelfeld. Von wem will man diesen Part erwarten ? Einzig von Niemeyer hätte ich mir in diesem Punkt mehr erhofft. Heißt nicht, dass ich die anderen da ausnehmen will, nur die sind absolut nicht die Typen dafür (Raffael), spielen verletzungsbedingt zu selten (Lustenberger) oder sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt (der Rest).

Kleine Anmerkung @ dstolpe
„Summer of ´69“ bezieht sich laut Bryan Adams nicht auf das Jahr, sondern widmet sich – wie soll ich´s sagen – einer nicht ganz unbekannten Stellung, bei der die Frau… und der Mann… und die Bienchen… und die Tulpen…


sunny1703
8. Februar 2011 um 10:01  |  9111

Also ich kann dem Artikel von @dstolpe nichts abgewinnen, ich fühle mich nicht mal angesprochen.
Wer wie ich seit 1968 ,damals Aufstiegsrunde gegen RW Essen, zu Hertha geht, hat natürlich auch schon entscheidende Spiele gesehen ,die gewonnen wurden, wie eben auch dieses gegen Essen, nur gibt es als Herthafans ein Fühlen von Fastnurniederlagen in entscheidenden Spielen.

Wir wären ja froh überhaupt mal ein DFB Pokalendspiel zu gewinnen .,bevor wir absteigen, aber wir erreichen ja meist nur Runde 2 oder 3 um dann gegen TUS Kleinkleckersdorf aus der A Klasse 0:1 zu verlieren,…..gefühlt!
An diesen Gefühlen sehr vieler Herthafans wird auch ein @dstolpe nichts ändern.
Ich habe auch eine andere Einstellung zu einem Fansein ,bei mir ist es ja auch ein Mitglied sein. Egal welcher Organisation,Partei oder welchem Verein ich angehöre,ich werde diese Mitgliedschaft immer mit einem auch kritischem Auge begleiten. Sich über Erfolge riesig freuen,aber auch Misserfolge hinterfragen.
Fehler an der Spitze der Organisation,Partei, des Vereins eventuell auch bekämpfen oder die Konsequenzen ziehen und wieder austreten.
Blinder Gefolgsamkeit hat in diesem Land und woanders zu Katastrophen geführt,ich werde mich jedenfalls nicht einer Art Sektierertum hingeben.
Aber ich respektiere auch Fans ,die ihr Fansein anders friedlich ausleben, doch bitte dann respektiert auch das von kritischen Fans.
Wie Fansein woanders gelebt wird ,ist mir ehrlich ziemlich egal!

Ich habe hier im Blog aber auch nach dem Spiel gegen Union außer völlig gerechtfertigter Kritik an der Leistung der meisten Spieler und ganz besonders des Trainers nichts gelesen was auf eine Form von einer manischen Herthafandepression hinweisen würde.

Natürlich steht Hertha immer noch auf Platz 1 und natürlich hat man gerade nach der Saison 08/09 als Anhänger des Vereins Sorge,wieder den GAU der damaligen Saison zu erleben.Zu deren Beruhigung zum selben Zeitpunkt der Saison hatte Hertha 40 Punkte und 2 mehr am Ende dieeser Saison als damals,sollte ziemlich sicher zum Aufstieg reichen.
Doch startete Hertha damals eine kleine Serie,die sie auf Platz 1 und zum hüpfenden Hoeness führte.

Nach der desolaten Leistung gegen Union hat man momentan etwas Zweifel an so einer Serie ,Hoffnung ja,aber mit einem wachsamen Auge um nicht mal wieder enttäuscht zu werden.

Mir ist Babbel als Trainer nicht unsympathisch und ich bin mir sicher niemand wird hier daran zweifeln ,dass er für einen für uns Normalarbeitnehmer extrest hohes Gehalt auch seine Arbeit tut,sorry das zu erwähnen finde ich schon ziemlich absurd. Jeder von uns leistet in seinem Job das was er kann und noch mehr.Babbels Aufgabe heißt das Team in die 1.Liga zu führen ,schafft er das sehr gut ,wenn nicht oder wenn erhebliche Zweifel aufkommen ,dann nicht gut. Und Zweifel bedeuten für mich nicht Philosophien überTrainingsgüte,Spieler oder Taktiken,sondern nackte Ergebnisse.

In einer Hinsicht ist meine Sichtweise allerdings blau weiß . Mir ist es ziemlich Wurscht,ob dieses Ziel mit einem eher sympathischen Babbel oder einem für mich unsympathischen Götz geholt wird, mit Funkel Mourinho oder dstolpe als Trainer.

Zuletzt ist diese Niederlage im Spiel gegen Union kein „Beinbruch“,ich habe in diesem Derby sowenig Derbygefühl gehabt wie nie zuvor,dafür habe ich auch zu viel Sympathie für die „Eisernen“.Wenn ich jemanden den Sieg gegen Hertha gönne ,dann ihnen.
Der sportlich negative Aspekt der Niederlage wird hoffentlich durch eine Leistungssteigerung und mindestens einem Punkt gegen den KSC in
Grenzen gehalten werden.
Leider ist die Wirkung auf „neutrale „Zuschauer und auf Sponsoren sicher weniger leicht abzufedern.
Da können nur wieder weitere Erfolge und ein weiterer Verbleib unter den Top 3,4 der Liga wieder erneutes Interesse wecken.Mit der Hoffnung endlich wieder entscheidende Siege zu sehen und am Ende den ersten direkten Wiederaufsteig der Hertha.

Auf in die Sonne und lg 🙂
sunny


8. Februar 2011 um 10:12  |  9113

Zu dem Artikel ist mir noch etwas eingefallen.

Was heißt Fan sein? Fan sein heißt für mich meine Mannschaft bedingungslos von der ersten bis zur letzten Minute zu unterstützen. Sicher ist man dann und wann unter Schock, aber was ich von den Spielern verlange muss ich doch auch selbst zu leisten bereit sein. Wenn wir also in Rückstand sind und schlecht spielen, muss ich als Fan auf den Rängen genau soviel Motivation aufbringen und anfeuern, wie ich die Motivation von den Spielern verlange das Ding noch zu drehen. Im Spiel gegen Union war das nicht optimal.


hurdiegerdie
8. Februar 2011 um 10:21  |  9114

Meine letzte Zusammenfassung meiner Sicht der Dinge:

– Es geht überhaupt nicht darum, nun nach einem neuen Trainer zu schreien, ich sehe Babbel nur noch entwicklungsfähig.
– Es war die Mannschaft, die das Spiel nach 20-25 Minuten eingestellt hat, nicht ein Fehler von Babbel.

Aber:
Meines Erachtens muss da Babbel mehr tun.
Ich habe mich in der Halbzeitpause mit einem Kollegen aus dem Blog unterhalten. Wir waren froh, dass der Ausgleich schon vor der Pause gefallen ist, nicht erst in der 75. Minute, wie im Hinspiel. Dies in der Hoffnung, dass man nochmals korrigieren kann.

Mich hat z.B. genervt, wie langsam Freistösse aus der eigenen Hälfte ausgeführt worden sind. Als wenn man immer wartete, bis sich der Gegner aufgestellt hatte. Und Union trabte nur zurück. Mal ein schneller Freistoss in den Rücken des noch unsortierten Gegners…. Da kann ein Trainer auch mal aufstehen und mit Handbewegungen die Truppe antreiben, Auswechselspieler warmlaufen lassen, etc. Es geht mir nicht um Kloppo-Männchen, aber wir wissen doch jetzt (oder glauben zu wissen), dass die Fu-Mentalität der Mannschaft kaum half, und sehen es jetzt häufig wieder, dass diese Mannschaft einfach mitten im Spiel einschläft.

Irgendetwas muss Babbel auch während des Spiels tun, um zu zeigen, dass er die Lethargie sieht und nicht gut findet. Die Spieler zu finden, die das können, ist vielleicht schwerer als dem Trainer beizubringen, dass er auch mal etwas mehr Emotion rüber bringt.

Über andere Auswechslungen wurde schon diskutiert. Klar ist man hinterher immer klüger.
Ich hätte Friend auch nicht rausgenommen, es war seine letzte Chance, die sollte er bekommen. Aber was war mit Ronny? War Niemeyer nach dem Zusammenstoss wirklich fit, etc. Hätte man nicht Lusti bringen können, um Raffa mehr nach vorne zu bringen (ich fand ihn sonst wieder gut in seiner neuen Rolle, aber …. nur als Gegenreaktion auf das sich abzeichnende Einschlafen). Irgendwas musste Babbel tun als man m.E. sah, dass Union die Spielkontrolle (na ja, sagen wir den Ballbesitz) mehr und mehr übernahm, nicht zwingend, aber doch ohne richtige Gegenreaktion von Hertha.

So jetzt ist auch wieder gut für mich und ich bereite mich auf das nächste Spiel vor.

@RASIBERLIN: Danke!!!! Shirt ist über @Dan bei mir angekommen.


kraule
8. Februar 2011 um 10:28  |  9115

Langsam wird es „Affig“, oder?

Diese Diskussion, wie sich ein Trainer am Spielfeldrand zu verhalten hat, ist doch wenig Ziel führend.

Was soll das bringen.
Die meisten Fußballer, alter Schule, mögen Trainer in der Art eines Rumpelstilchen,
andere den ruhigen, „unaufgeregten“ Typ.

Wer hat nun recht, was braucht eine Mannschaft, was braucht diese, unsere Mannschaft?
Fakt ist und das werden die Herren der MoPo bestätigen können, es wird gut trainiert.
Der Fußballfachmann/Frau erkennt auch Verbesserungen oder Veränderungen.

Über Aufstellung und Taktik lässt sich seit je her trefflich streiten. EINE Wahrheit gibt es nicht. Der Erfolg alleine ist Leistungsnachweis!

Jahrelang waren die Italiener (Nati) einer der besten Mannschaften der Welt, der Riegel, der dazu führte war alles andere als attraktiv!

War das nun guter oder schlechter Fußball?

Babbel probiert, wie zuletzt Favre, Hertha einen anderen Stempel anzupassen, ich vermeide absichtlich das Wort aufzudrücken, denn das tut er nicht.

Das ist in einer verrückten Stadt, mit all ihren Besonderheiten, wie Berlin besonders schwer.

Am wenigsten hilfreich ist, durch sämtliche Foren zu rennen und dieses Babbel Bashing bis zum abwinken durchzuziehen.

Klar, jede/r der jetzt behauptet Babbel bringt es auf Dauer nicht, wird recht haben. Aber das ist das Schicksal eines Trainers, zu über 90% werden diese Herrschaften eines Tages gegangen.

Seine Fußballfachkompetenz mit diesen Szenarien aufzubauen ist für mich deshalb nicht wirklich ernst zu nehmen. Ich ordne das unter persönlicher Stimmungsmache ein. Hier meine ich im ganz besonderen die üblichen 1-2 User, die sich diese passende Jacke anziehen werden.

Boris Grundl, u.a. Autor des Buches „Die Diktatur der Gutmenschen“ schreibt:
Man erkennt Gutmenschen daran, dass sie laut schreien, wenn es um andere geht…..innere Schwächen und ihren mangelnden Mut, selbst etwas zu verändern, kompensieren sie, indem sie Horrorszenarien entwerfen und andere auffordern, dieses Problem zu lösen……Wer Kritik übt sollte außerdem immer mindestens zwei Lösungsvorschläge mit seiner Kritik liefern……sie glauben sie können überall einen Beitrag leisten…..doch das zeugt von Größenwahn. Am Ende erreichen diejenenigen, die überall mitmischen wollen,überhaupt nichts….

Das sollte sich mal ein ganz besonders angesprochener User/in zu Gemüte führen.

Ps. In diesem Buch wird nicht über den Begriff Gutmensch aus der NS zeit gesprochen, sonder über Gutmenschen aus der heutigen Zeit, aus dem täglichen Leben bzw. Arbeitsleben, über u.a. Führungskräfte!


8. Februar 2011 um 10:30  |  9116

@dstolpe

Eine grundsätzliche Frage zu dem Interwiew mit Peter Niemeyer in der Mopo. Gab es Fragen und/oder Antworten die von Vereinsseite nicht für die Veröffentlichung freigegeben wurden? Mir ist klar, dass ich hier weder die Frage noch die Antwort zu lesen bekomme, es interessiert mich nur generell.


Ostkurven-Fanatik
8. Februar 2011 um 10:33  |  9117

Lese hier eigentlich sehr gerne, weil es immer reflektierte Artikel gibt die weit weg von der schwarz-weiß Malerei des Berliner Boulevards sind. Aber der aktuelle Blogeintrag könnte auch von Babbel persönlich geschrieben worden sein. Sorry, aber das ist Schleimerei, @dsto! Und geht dazu noch weit an der Wahrheit vorbei … Babbel ist nicht erst seit der Derby-Pleite intern (!) extrem umstritten. Das soll schon seine Gründe haben, hab ich gehört …


dstolpe
8. Februar 2011 um 10:40  |  9119

@tunnfisch
Fragen? Nein. Antworten? Deutlich: ja!

In diesem Fall: Schön, wenn das einem vormals guten, weil nichts und niemanden beleidigenden, aber inhaltlich doch klaren, nach der Autorisierung nur noch verschwommenen Interview anzumerken ist.

Ja, ich bin immer noch genervt!


ursula
8. Februar 2011 um 10:48  |  9121

In der Tat @ dstolpe, das Interview war nicht
komplett, wie es eben zu bemerken war….

…ohne Sie nun zu bewerten! Ich denke Ihre
eigene offene Ehrlichkeit, „ja, ich bin immer
noch genervt“, spricht für Sie!

Auch aber für Ihre Leser, die, wer hat mein
Lied so zerstört, bermerkt haben! Grüße


8. Februar 2011 um 10:53  |  9122

@Otskurven-Fanatik

Eine Verständnisfrage: Wer oder was ist in diesem Zusammenhang „intern“?


Slongbo
8. Februar 2011 um 11:00  |  9124

@ Apollinaris
@ Sir Henry

– die Analyse des fraglichen Dialogs poste ich euch als Kommentar unter 3:1 in Bielefeld –

Grüße
Slongbo


Herthapaddy
8. Februar 2011 um 11:10  |  9125

Lasst den Babbel mal machen. Hat nicht vor kurzem erst dieselbe Mannschaft (ja, ich weiß ohne Nr. 16) gegen Düsseldorf 90 Minuten Dampf gemacht und einen Rückstand und einen Ausgleich weggesteckt ??? Evtl. lags am Siegeswillen von Lasogga, vielleicht an der Taktik von Babbel, wahrscheinlich hat beides mit dazu beigetragen, dass dieses Speiel gewonnen wurde.

Unsere Hertha hat allemal das Potential aufzusteigen und vor allem auch 2.Liga Meister zu werden (ist doch auch mal was). Wir sollten dieses Ziel euphorisch und positiv unterstützen und nicht alles in Frage stellen nach einer Niederlage gegen FC Köpenick.

Als gebürtiger Charlottenbuger, der die blauweiße Fahne in die Wiege gelegt bekommen hat, lass ich mir die Vorfreude auf ein ausverkauftes Olympiastadion am 15.Mai gegen Augsburg und einer anschliessenden fetten Aufstiegsfeier soweso nicht nehmen.

Berliner, Brandenburger, Brasilianer und Hertha Fans, macht alle mit, dann wird das schon klappen ;-))))


backstreets29
8. Februar 2011 um 11:13  |  9126

Ich denke mal diese Diskussion, um Babbel hier wäre auch wieder losgegangen, wenn man gegen Aue oder sonstwem verloren hätte. Hintegrund ist, so denke ich, die Angst, dass erneut Fehler aus der Vorrunde wiederholt werden.
Diese wiederholten Fehler sind die Ursache für die Niedelage gg. Union.
Als ich heute das Interview mit Niemeyer las, kam mir spontan der Gedanke: Die Rohfassung wäre bestimmt interessanter

Mir fehlt bisher in der Mannschaft einfach der unbedingte Wille spielerische Überlegenhiet in Tore umzumünzen, als ob man sich einen abbricht, wenn man mal 5, 6 oder 7 Tore schiesst. Mich stört massiv dieses Sättigungsgefühl der Mannschaft, die nach einer Führung jedes Mal mind. einen Gang zurückschaltet. Übrigens ein Kritikpunkt, der sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht und wo weder Preetz noch Babbel oder Widmayer bisher den Schlüssel gefunden haben, das abzustellen.


Ostkurven-Fanatik
8. Februar 2011 um 11:26  |  9128

@tunnfisch
bei den entscheidungsträgern von hertha bsc


wilson
8. Februar 2011 um 11:33  |  9129

@ backstreets29

An diesem Sättigungsgefühl (hübsche Wortwahl, übrigens) leiden auch andere Mannschaften, deren Trainer anders gestrickt sind und die andere Charaktere in ihren Reihen haben.

Nicht dass wir uns falsch verstehen: mich bringt das auch auf die Palme und mir liegt es fern, dies entschuldigen oder klein reden zu wollen, aber der umgekehrte Fall – Drängen auf weitere Tore, Dampf und Alarm machen, einen Gegner zu „vernichten“ und somit auch die eigene Leistungsfähigkeit mal bis an die Schmerzgrenze austesten – scheint weniger weit verbreitet. Es macht sich nicht nur bei Hertha sehr häufig eine Genügsamkeit breit, die keiner Mannschaft gut zu Gesicht steht.
Allerdings stört sie mich bei den anderen nicht. Bei Hertha schon.

Babbel habe ich oft von der „Gier“ reden gehört (gelesen). Er scheint sie seiner Mannschaft nicht einimpfen zu können. Die Mannschaft scheint sie nicht zu haben oder entwickeln zu können.
Der BZ sagte Babbel: „Meine Spieler haben sich von der riesigen Kulisse beeindrucken lassen…“
Schade, es hätte anders herum sein können.


Exil-Schorfheider
8. Februar 2011 um 11:36  |  9130

@OStkurven-Fanatik

Mein Nachbar im gelben Haus mit dem roten Dach erzählt mir auch immer solche Geschichten…

Kannst Du das bitte präzisieren?


Ostkurven-Fanatik
8. Februar 2011 um 11:42  |  9131

@Exil-Schorfheider
viel präziser gehts doch nicht: babbel ist bei den verantwortlichen seit wochen umstritten. warum? an dieser diskussion kann (und will) ich mich nicht beteiligen. glaube, dass es taktische gründe hat 🙂 aber wir haben ja hier zwei experten, die beruflich ganz nah dran sind. ich bin mir sicher, die wissen das viel besser als ich.


8. Februar 2011 um 11:51  |  9134

@ostkurven-Fanatic: hm, hört sich jetzt eher nach einem völlig diffusen Raunen an, als nach Information. ?
@hurdi: d´accord


Hertheraner
8. Februar 2011 um 11:58  |  9135

Ein interessanter Bericht! Nüchtern betrachtet, muss ich mit meinen Anfang 20 Jahren sagen, dass jedes mal, wenn es für Hertha um etwas ging, dass in diesen Spielen immer versagt wurde. Spontan fallen mir da jetztfolgenden Spiele ein: Spiel gegen Hannover, Schalke und auch gegen den KSC. Ganz zu schweigen von den Pokalblamagen. Als ich bei dem Spiel gegen Schalke war, gibt es auch noch ein Foto vom Himmel im Olympiastadion. Dort ist eine Wolke zu sehen, die schon ein böses Geischt darstellt. Ist mir aber auch irgendwann später im Nachinein aufgefallen. An diesem Tag war der Fußballgott leider nicht auf unserer Seite
Aber trtzdem gab es auch wenige schöne Momente. Die Spiele in der CL zum Beispiel. Aber auch der Sieg gegen Bayern. Doc hier ging es nie wirklich um die Wurst.

@bremer/stolpe
ich wollte eigentlich mal fragen, ob sie nicht ein Interview mit Herrn Favre machen könnten. Es würde mich sehr interessieren, was der gute alte Fußballleherer jetzt macht ,wie es ihm geht und er die Zeit verbringt.
Wie sieht er rücklickend seine Zeit bei Hertha und verfolgt er noch, was wir machen?


hurdiegerdie
8. Februar 2011 um 11:58  |  9136

@wilson:

„Meine Spieler haben sich von der riesigen Kulisse beeindrucken lassen…“

Das ist ein Aussage, so sie denn getroffen worden ist, die mich auch genervt hat. Sie stimmt einfach m.E. nicht. Union hatte die Hosen voll und Hertha hat doch gut begonnen. Wie hat es Neuhaus in einem Interview sinngemäss gesagt, wenn Hertha so weitergemacht hätte, wären wir unter die Räder gekommen.

Ich möchte mal die Spieler sehen, bei denn sich die Nervosität, vor einer solchen Kulisse zu spielen, erst nach 25 Minuten einstellt. Und sorry, bei Leuten wie Kobi, Lell, Friend, Raffael, Niemeyer, Hubnik, Mija, Ramos glaube ich das auch einfach nicht. Die sind doch solche Kulissen schon gewöhnt. Hat Babbel nicht vor kurzem genau das Gegenteil gesagt, dass Hertha einen Vorteil hat, vor solchen Kulissen zu spielen und gespielt zu haben, was bei anderen Mannschaften eben nicht der Fall ist?

Das ist ein Ablenkungsmanöver und Entschuldigungsgrund, den ich nicht besonders toll fand. Hat ihr nicht jemand von self-fullfilling prophecy geschrieben? Wie ist es denn, wenn wir gegen Augsburg oder gar in Relegationsspielen noch was reissen müssen? Sperren wir dann die Zuschauer aus?


dstolpe
8. Februar 2011 um 12:03  |  9137

@Ostkurven-Fanatik

Grundsätzlich richtig, was Du sagst. Grundsätzlich. In dieser Saison aber gilt – auch und gerade intern – eines mehr als alles andere und in anderen Spielzeiten: Das Ziel ist das Ziel. Sprich: Der Aufstieg. Platz eins. Notfalls auch Platz zwei.

So, und da schauen wir alle einen Moment angestrengt auf die Tabelle und erkennen … 13 Siege … Platz eins. Aha.

Ja, es wurden drei Punkte verspielt, und, gleichfalls ja, das auch leidlich unnötig. Aber: siehe oben.

Darüber, wie es ist, wenn Hertha nach KSC und Cotte noch immer nur 13 Siege, aber nicht mehr auch Platz eins innehat, unterhalten wir uns, wenn es soweit sein sollte.

Ich glaube nicht daran.


8. Februar 2011 um 12:21  |  9139

Mit Blick auf die Tabelle ist auch noch etwas anderes interessant: Im Vergleich zur Hinrunde (Spieltag 4 zu 21) stehen wir gegenüber allen Konkurrenten außer dem VFL Bochum um 2 Punkte besser da. Auf Bochum haben wir 5 verloren.

Soweit: Don’t panic,
aber: wehret den Anfängen

Konzentrieren wir uns also auf die originäre Aufgabe der Fans – die Mannschaft dann zu unterstützen wenn sie es am meisten braucht.

Um es mit den Worten eines Kindes zu sagen: Liebe mich dann am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe.

Ich habe 2009 die Möglichkeit gehabt in Buenos Aires dem Weltmeisterschaftsqualifikationsspiel Südamerika Argentinien gegen den Tabellenletzten Peru beizuwohnen.
Es war kalt, das Stadion ohne Dach, mit zunehmend schlechtem Spiel, zogen Wolken auf, ein Sieg mußte her aber Argentinien wirkte gelähmt, spielte pomadig. Es begann ein stürmischer Wolkenbruch, wir wurden bis auf die Knochen nass, froren, aber die Stimmung war die ganze Zeit bishin zum Siegtreffer in letzter Minute immer großartig und die Fans haben Ihre Mannschaft die ganze Zeit so mitreißend angefeuert, dass es uns Deutsche ebenfalls mitgerissen hat.


frankophot
8. Februar 2011 um 12:26  |  9140

Vielen Dank,
Herr Niemeyer für die Aussage bez. Lasogga.
Meine Meinung ist, dass wir auch weiterhin mit Friend werden leben müssen. Vielleicht wird er ja nochmal unser Gomez…
Es sei denn Djuricin hat auch ein coming out…dafür müsste er aber im Kader sein…
In diesem Zusammenhang nochmal ´ne Frage: Hertha sagt, er habe sich im Training der U23 verletzt.
Warum trainiert er mit der U23, wenn er doch im Profikader fürs Derby steht ?
Merkwürdig.
(Sollte dasschon vorher irgendwo geklärt worden sein, sorry f. die Nachfrage)

@hurdie
das mit den Zuschaueraussperren bringts auf den Punkt.
Lauter erfahrene Recken im Kader und nach der Führung werden die nervös ? Wegen der 60.000, die auf iher Seite sind ?

Viele Statements der sportlichen Leitung sind einfach merkwürdig.


L.Horr
8. Februar 2011 um 12:29  |  9142

Also ob Gegenbauer da ran muß , ich glaube nicht aber Ruhe bewaren kann´s auch nicht sein !

Die Mentalitätsprobleme (höflich ausgedrückt) gab es diese Saison schon mal , anscheinend ohne daraus gelernt zu haben.
Das war ja auch das erschütternde am Samstag.

Dumm nur , das alleine Babbel und sein Team über Trainingseindrücke verfügen welche Aussagen zulassen wer nun ´ne „Memme“ bzw. „Tausendschönchen“ ist , fest steht für mich nur , wenn ja dann auf die Bank mit ihnen bis bis sie´s kapieren oder ebend nicht !


8. Februar 2011 um 12:39  |  9143

also doch kein Raunen? Interessant-hat diese kritik grundsätzlichen Charakter oder sind das eher Einzelentscheidungen (wie..sagen wir mal..Friend zum Beispiel..), die für Unruhe/Unzufriedenheit führen?-Solche Strömungen sind dann aber eigentlich auch im Team selbst anzunehmen.oder? Und das würde wirklich Fragen aufwerfen…


klaus54
8. Februar 2011 um 13:01  |  9144

@dstolpe:
Ist ja interessant bzw. unschön zu hören. Ich hoffe, da hat man nicht schon fest vor, zum Aufstieg dann gleich einen Trainerwechsel zu vollziehen. Da hätten wir auch Dieter Hoeneß behalten können für solche Sperenzchen.

nochma @dstolpe:
Guter Blogeintrag. Sehe ich auch so. Viel an diesen ganzen Derby-Rivalitäten in der Republik ist doch irgendwie künstlich. 3 Punkte sind 3 Punkte sind 3 Punkte. Union ist mir doch schnuppe. Aufsteigen tun doch eh WIR.

@all:
Die Erwartungshaltung und der Ärger bei Hertha sind schon immer unverhältnismäßig gewesen in dieser Stadt. Von wegen „Wir sind die Hauptstadt und müssen deshalb im Prinzip immer Titelkandidat sein“. Diese Hysterie hat noch nie etwas gebracht.


Espana2010
8. Februar 2011 um 13:06  |  9145

Typisch wir Berliner! Entweder ist alles ganz toll oder gaaaaaanz schlecht.
Ich habe die Mannschaft im Stadion nicht so schlecht gesehen, wie sie in den Medien beurtelit wurde. Hatte mich zwar darüber aufgeregt, dass Friend bis zum Ende auf`m Platz bleiben durfte, aber das war`s eigentlich auch schon. Und natürlich über die vergebenen Chancen. Meiner Meinung nach ist – vor allem im Artikel der Sonntagsausgabe – Hertha zu schlecht und die Anderen zu gut weggekommen. Kopf hoch! Wir sind immernoch Spitzenreiter. Ich bin mir sicher (99,9999999%), dass wir am letzten Spieltag in einem ausverkauften Stadion den Aufstieg feiern werden!


8. Februar 2011 um 13:15  |  9146

ich finde den Babbel-Satz: „manche hatten vor der großen Kulisse..“ auch nicht sehr hilfreich. Ich kann mich zwar erinnern, das gestandene Profis aus Dortmund und Schalke und deren Trainer nach Neubau ihrer Stadien, ähnliche Dinge sagten und kann es auch durchaus nachvollziehen-aber das würde ich niemals öffentlich kommunizieren..weder hier noch dort.
Das sind Alibis, wie sie z.Z. nun wirklich nicht gebraucht werden sollten…spinnt man den Gedanken konsequent zu Ende, könnten besonders sensible Fan-Seelchen noch auf die Idee kommen und Ihr Kommen als nicht förderlich für Siege ansehen..kann´s ja auch nicht sein.. 😉


wilson
8. Februar 2011 um 13:42  |  9147

Ha @ apollinaris

Das wär´s doch:

Willst Du schuld sein am Scheitern ?
Sorg´ dafür, dass Dein Team in der 2. Liga bleibt !
Besuch´ uns beim nächsten Heimspiel, wenn es wieder heißt:

11 Mann mit vollen Hosen
Zu Gast bei den Beeindruckten
So beeindruckt wie Berlin.


Exil-Schorfheider
8. Februar 2011 um 14:11  |  9148

@wilson

Man könnte dann auch den momentanen Gassenhauer umbenennen.

Hier kommt Hertha,
scheißt Euch in die Hosen,
wir geben das Spiel verloren,
und steigen nie mehr auf!


pax.klm
8. Februar 2011 um 14:15  |  9150

Zu Babbel: Anstelle der Ansage, das volle Stadion…, hätte die Aussage: Hier hätte ich eher wechseln sollen oder im Spiel Einfluß nehmen
(durch taktische Änderungen) sollen, dass hätte bei mir mehr Achtung erzeugt!
Zwar sollte nicht alles in Frage gestellt werden, ein wenig Selbstkritik wäre nicht schlecht!
Nein Babbel soll bitte kein Rumpelstilchen werden, einflußnahme über einen „vertrauten“ „Spielführer“ auf dem Platz, dass wäre möglich, ohne sich zu verbiegen und dies setzt durchaus Reizpunkte!

Zum Thema Stadionname: Wenn wir schon im Oly spielen, dann bitte soll es auch das Oly bleiben und nicht Gegenbauer, Siemens-BVG oder S-Bahn Arena heißen!!!
Eine gewisse Förderung erhalten wir doch!Denke da an die Stundung der Stadionmiete!
Und ob irgendwer von irgendjemand intern in Frage gestellt wird, ist mir zur Zeit WURST, es bringt eher nur Unruhe!
Sollte es am Stil von MB Kritik von Seiten des Vereins geben, müsste es ein Vorgesetzten – Gespräch geben! Alles andere ist kontra!
Ansonsten ist eine interne und/oder externe Evaluation sinnvoll.
sunny mal ne Frage, bist Du Frühentwickler, so mit 8-9 Jahren, bei mir ging es erst mit mit 10 jahren los, bin halt ein paar Jährchen älter als Du.
Ansosten empfinde ich in Bezug auf Union doch anders.
Obwohl ich in den 70ern für TeBe spielte, schlug mein Herz in den Derby ´s nur für Hertha!
Nix da mit Berlin Bonus!
Ich bin immer noch enttäuscht, weil sich inzischen der Eindruck vertieft hat, die haen nicht alles gegeben!
Nicht dass ich den Lasso als alleinigen Heilsbringer sehe, aber dessen Einstellung hat den ANDEREN gefehlt!
Immer DRUFF!
Ich sehe diese Niederlage immer noch als riesig vergebene Chance für die Marke HERTHA BSC an!
UND WIR HÄTTEN ES nötig gehabt!
Das sind verpasste Chancen!
Ähnlich etlichen anderen Spielen, die hier teilweise aufgeführt wurden.

Dennoch ist Hertha kein Loser-Verein!
Denke immer noch an das 9:1 gegen BVB, 6:0 gegen HSV und und und…..

Was fehlt mir: Eine Zaubermaus wie Dariusz, hervorragender Techniker, der absolut kämpfen konnte und dies auch tat, zumindest sagte er in den Spielen im Oly jedem Grashalm guten Tag!
Habe ihn einige Male nach nicht so guten Spielen nach Hause kommen sehen, der brodelte immer noch! Nix da von Selbstgefälligkeit!

Danke übrigens Danke für Deinen Beistand gestern , Apollo!
War betrübt, dass sich jemand wegen mir „fremdschämte“!

Die Möglichkeiten der Abstimmung sind überarbeitungswürdig!


sunny1703
8. Februar 2011 um 16:22  |  9152

@pax
Nee ,mein Vater hat sich gegen den Familientrend meiner Mutter, für die Hertha ein nogo war ,vor allem ja Holst,Du weißt warum ,durchgesetzt und ist mit seinem Sohnemann ins Stadion zu Hertha gepilgert. Vom Spiel gegen Alsenborn,mein 2.Spiel, habe ich sogar noch ein Foto! 🙂

lg sunny


8. Februar 2011 um 16:25  |  9153

„Auch die Geistes- und Gedankenhaltung des Umfelds kann dazu beitragen, wie Fußball-Mannschaften an ihre Aufgaben herantreten.“

(Zitat dsto s. o.)

Vollste Zustimmung! Sollten wir Fans uns alle mal hinter die Ohren schreiben. Hinterfrage sich jeder selbst, statt immer nur die billige Hire&Fire-Rhetorik abzulassen.


8. Februar 2011 um 16:51  |  9154

@egmonte: ich hatte vor kurzem die Gelegenheit, mit ein paar Leuten zu sprechen, die die Arbeit von Babbel/Preetz eher kritisch sehen. Die haben ihrerseits damit Probleme, immer nur als Miesmacher hingestellt zu werden oder als unsachlich und als „basher“ (dit is keen Deutsch!) hingestellt zu werden.
Ich muss jenen zustimmen; so darf es eben auch nicht laufen, das spaltet ebenso. Für beide Fraktionen gilt: auf den Ton kommt es entscheidend an. Flapsigkeiten und Übertreibungen, Ironie und Sarkasmus-alles legitim..was nicht so geht, sind reine Polemik, Beleidigungen und Herabsetzungen.
Friede, Freude, Eierkuchen ist genauso wenig ziellführend wie bashing und stereotypes Pauschalisieren und Rechthaberei.
Die Wahrheit liegt ja sowieso eigentlich immer und im Fussball im Besonderen..in der ..Sag ich nicht, sonst muss ich zahlen… 🙂


Dan
8. Februar 2011 um 17:28  |  9155

Big Points:
Tja so ist so mancher „Herthaner“ oder „Berliner“. Man kann diese Liste von la49 unterschreiben, anderseits hat diese Liste für mich auch noch einen unsichtbaren Anhang .

Um überhaupt gegen Roter Stern Belgrad 1979 im HF zu scheitern musste man DREI andere Big Point-Spiele gewinnen.

Auswärtssieg in Plovdiv nach einem 0:0 zuhause
4:0 Heimsieg gegen Esbjerg nach 1:2 Auswärtsniederlage
Auswärtssieg gegen Dukla Prag nach einem 1:1 zuhause

Um im Pokalfinale zu stehen muss man 5 bis 6 Big Points Spiele gewinnen.

Vielleicht hat Gladbach den UEFA-Cup 78/79 am Ende auch nur gewonnen, weil sie nicht mehr in allen drei Wettbewerben standen wie Hertha, nach dem wir sie aus dem DFB-Pokal schmissen.

98/99
8 Big Point Spiele ohne Niederlage zum Ende der Saison um erstmalig in der CL teilzunehmen.

08/09
Big Point Spiel gegen Bayern München zum Sprung auf Platz 1 gewonnen und danach auch noch mit weiteren Big Point Siegen ausgebaut.

Mit dem 0:0 gegen Gelsenkirchen hat man die Meisterschaft nicht verspielt, sondern nur die theoretische Chance. Verspielt wurde sie in der Niederlagenserie nach dem man im Mittelkreis tanzte, der Kapitän sich fit meldete und gleich wieder verletzte sowie eine Spiegelaffäre.

96/97
Auswärtsieg gegen Unterhaching

89/90
Wieviele von den 22 Siegen waren wohl Big Point Siege, damit Hertha aufgestiegen ist und es immerhin als Zweitliga-Meister auf die „Radkappe“ schaffte. Viele Vereine gibt es nicht die auf beiden Meisterschalen verewigt sind.

Usw. Usw. Usw.

Ich verstehe logischerweise den Ansatz, aber fühlen sich nicht gerade diese Herthaner als die großen Loser, weil man den großen Wurf nicht schaffte? Oder würden sie heute nicht genauso sagen, seit 32 Jahren haben wir keinen Titel mehr gewonnen (mal DFB-Pokal oder UEFA-Cup Sieg 1979 vorausgesetzt)?

Zeigen uns Beispiele wie TeBe, Dresden, Münster, Ulm, Bielefeld, 1860 nicht aktuell, die wahre Niederlage die uns bevorstehen kann?

Das Ziel kann dieses Jahr nur Aufstieg heissen, egal wie. Nicht Union sind die Big Point Spiele, sondern letzte Woche das Spiel gegen Bielefeld, wenn man sich von der Konkurrenz absetzten kann um trotz einer Niederlage an der Tabellenspitze zu bleiben.

Man steigt auch mit +1 Tor vor dem Tabellendritten auf.

Ich bin kein Fan von einem Loser-Verein. Ich glaube mein Verein ist ein gerade noch finanziell überlebender Profiverein. Der einen seiner wichtigsten Kämpfe aller Zeiten kämpft. Die Big Points in diesem Überlebenskampf sind der Aufstieg 10/11 und Platz 15 in 11/12.

Ich weiß, dass dazu Siege gehören aber am Ende ist es egal gegen wen oder wie.

Naiv ? Vielleicht. 😉 , aber mehr als Überleben kann es vorerst nicht geben.


DonG
8. Februar 2011 um 18:52  |  9159

Laut BZ und Bild ist Favre eine Optionen für Wolfsburg.

Würde mich persönlich sehr freuen für Favre, wenn er sich wieder in der BuLi beweisen kann.


Sir Henry
8. Februar 2011 um 18:58  |  9160

Da wird sich Herr Friedrich aber freuen.


DonG
8. Februar 2011 um 18:58  |  9161

Hertha ein Loser Verein? Blödsinn!

Wenn wir Hertha-Fans schon so was disskutieren, wundert es mich nicht, dass das Image von Hertha in Deutschland nicht so gut ist.

Lass uns kritisch und konstruktiv sein aber gleichzeitig auch positiv konstruktiv!


08-15
8. Februar 2011 um 19:02  |  9162

Nee, @dan, ist überhaupt nicht naiv. Finde, das ist genau die richtige Perspektive, die wir auch brauchen. Bei allen Unzulänglichkeiten Herthas beim Unionspiel, über die man trefflich streiten kann, aber es ist genau dieser vielleicht „wichtigste Kampf aller Zeiten“, den man einem Tabellenführer – von außen betrachtet – naturgemäß nicht ansieht. Aber wir hier, wir sind doch mindestens schon Halb-Wissende und dürfen uns vom „Derby-Stachel“ nicht den Blick verstellen lassen. Der Aufstieg ist es, der am Ende zählt. Darum meinte ich ja, dass Union von mir aus auf lange Zeit gerne Hauptstadtclub Nr. 1 sein kann.
Finde in dem Zshg. Deine Aufzählung der überhaupt erst mal Voraussetzung schaffenden Big-Point-Spiele auch gut. Genau, da musste man ja auch erst mal durch. OK, am Ende hat’s für den ganz großen Wurf dann nie gereicht – andere Vereine sind aber auch nie ansatzweise nur so weit gekommen.

Hertha ist kein Looser-Verein – die Sehnsucht nach dem ganz großen Erfolgserlebnis ist einfach sehr groß. Nachvollziehbarerweise (ich will auch mal richtig Party mit Hertha machen!). Könnte aber eben auch sein, dass wir vorher noch ein paar Hausaufgaben machen müssen. Ich möchte, dass wir mit Hertha einfach sehr viel normaler (und soweit möglich „entspannter“) umgehen. Ball auch mal flach halten. Nicht immer gleich beim kleinsten Erfolgserlebnis den Arroganzbogen überdehnen und bei Krisen oder Misserfolgen nicht die Selbstzerfleischungsmesser wetzen.


dstolpe
8. Februar 2011 um 19:03  |  9163

@Dan
Danke – genau eine solche Auflistung an „Big Points“ meinte ich, ohne die Hertha niemals sogenannte Schlüsselspiele hätte versemmeln können…!

@pax
Spät, aber doch: Ich fand deine persönliche Geschichte des Nachhausekommens aus Rom etc. schlichtweg sensationell, weil unglaublich persönlich! Danke für solche Beiträge!!


Sir Henry
8. Februar 2011 um 19:21  |  9165

Seht es doch mal so: mangels wichtiger Erfolge zehren die Engländer heute noch vom Auswärtssieg in München. War eine Schmach, klar. Aber rückblickend doch irrelevant. Die wichtigen Spiele gegen England seit 1966 hat Deutschland gewonnen.

Lasst den Unionern ihren Triumph. Lasst sie sich freuen, sie haben es sich verdient. Lasst sie die nächsten Jahre in Erinnerung schwelgen – während wir die wichtigen Spiele gewinnen.


kraule
8. Februar 2011 um 19:23  |  9166

@dan

feiner Artikel! Viele richtige Infos, viel (blau/weißes) Herzblut.

Fernab jeglicher Naivität!

Tat gut zu lesen.

Danke

Ha ho he


Sir Henry
8. Februar 2011 um 19:25  |  9167

Ich fand übrigens den Support der Unioner echt bemerkenswert. Warum nur kriegen die normalerweise ihr Stadion nicht voll?


8. Februar 2011 um 19:27  |  9169

@pax: dito!-durch deinen Text habe ich ne Menge neuer Sachen gelernt. Einfach, weil ich anders „ticke“ und nun einiges besser nachvollziehen kann. Hier wurde niemand herabgesetzt oder beleidigt. Und dazu war der Text sehr „offen“ und empfindsam.


DonG
8. Februar 2011 um 19:27  |  9170

@Sir Henry

habe Friedrich ganz vergessen. Dachte nur an Favre und Diego. Mit „möchte gerne Stars“ kam Favre nie wirklich zurecht.

Dass D. Hoeness Favre nimmt, kann ich nicht wirklich glauben. DH hatte immer super Kontakt zu BZ, Bild und Co. Glaube ehe, dass es nur eine Täuschung ist.


08-15
8. Februar 2011 um 19:52  |  9172

@kraule
Kopieren & Einfügen finde ich gut!
(ein anderer Weg, Ihnen das mitzuteilen, wurde mir leider verwehrt, warum auch immer)


ursula
8. Februar 2011 um 20:09  |  9174

Weiß nicht welcher der beiden Beiträge, die
man ja nicht vergleichen kann, mir mehr
gefallen hat!?

Der von „pax“ oder der von „dan“! Lasen
sich am liebsten ganz „anders“ als hier üblich……


8. Februar 2011 um 20:14  |  9175

@dan: meiner Ansicht nach liegt das Grundproblem in der berliner Neigung, alles ein wenig zu heftig anzugehen. Man will als größte deutsche Stadt natürlich als „Dörfer“ empfundene Städte wie Gelsenkirchen, Dortmund,Bremen , aber auch Stuttgart usw hinter sich lassen, geschweige denn solche „Gurken“ wie Mainz, Freiburg, St. Pauli ..!
-Dit kann ja jarnich sein!-
Dem Berliner wird auch nicht gerade Geduld nachgesagt-die sollte man aber dringend lernen-denn , so oder so-Hertha wird auf Jahre klamm bleiben..kleenere Schrippen..un dann kannet von janz allene jehn.
Allerdings glaube ich, das sich das zum Meckern und Mäkeln neigende Publikum ziemlich verändert hat-zum eher Positiven (reines Gefühl..)
Deine Zahlen waren jedenfalls hilfreich, um von den allzu defätistischen Haltungen weg zu kommen..


Exil-Schorfheider
8. Februar 2011 um 20:28  |  9178

Kurze Frage an den Statistiker Dan:

Stehen auf der hässlichen Salatschüssel wirklich alle Meister seit 1903? Dachte, dort stünden nur die seit Einführung der Bundesliga, weil es doch vor dem Krieg die Viktoria gab, oder?

Ansonsten ist Dein Text genauso gut wie der von pax!


Stephan
8. Februar 2011 um 23:49  |  9197

Big points hin, big points her!

Union hat gegen Hertha nach schwachem Beginn 150% abgerufen und Hertha niedergekämpft. Herthas Manko bleibt, die 2. Liga nicht anzunehmen. Ob es einem gefällt oder nicht. In Liga 2 sind die kämpferischen Qualitäten mehr gefordert als in Liga 1. Entweder lernt Hertha es noch, oder die Saison endet böse.

Union muss jetzt auch gegen die anderen Aufstiegskandidaten eine genauso engagierte Leistung abliefern, sonst kann man das Gefühl bekommen, dass die Köpenicker lieber Bochum, Augsburg oder Aue als Hertha in der Bundesliga sehen wollen. Schaut man auf die Hinrunde, wie zum Beispiel mehr oder weniger kampflos Union das Heimspiel gegen Bochum abgegeben hat, kann man schon auf die Idee kommen.


Dan
9. Februar 2011 um 1:28  |  9201

@Exil-Schorfheidler

Deutscher Meister

http://www.westend06.com/Groundhopping/stadion5/Deutsche%20Meisterschale.jpg

Zweitliga Meister
http://ais.badische-zeitung.de/piece/00/ea/85/92/15369618-w-600.jpg

Liga-Pokal-Sieger
http://www.gratis-homepage.net/user/munichfanaticsheilbronn/Ligapokal.jpg

Sollten wir die Zweitliga Meisterschaft holen, sind wir das erste Team das alle drei oben genannten Trophäen jeweils ZWEIMAL gewonnen hat. 🙂

Viktoria
Meines Wissens war die Viktoria verschwunden und deshalb wurde die Salatschüssel angeschafft. Alle bisherigen Meister eingraviert und schon vor der Bundesliga an den jeweilen deutschen Meister überreicht. Die Viktoria ist dann nach der Wiedervereinigung wieder aufgetaucht.


Herthaner4ever
9. Februar 2011 um 6:57  |  9210

@Exil-Schorfheider:
Auf der „richtigen“ Meisterschale stehen tatsächlich alle Deutschen Meister seit 1903 drauf, OBWOHL es vor dem Krieg die Victoria gab. Das ist sicher (Habe zu Hause ein Pappexemplar aus dem Kicker, daher ist diese Info sicher!) Wie es jedoch mit der Schale für den Zweitligameister aussieht, weiß ich nicht, die gibt es ja erst seit 2,3 Jahren. Ich glaube eher nicht, dass sie die nachgetragen haben, denn dann müssten sie ja nachträglich für die Saisons, in denen die 2. Liga zweigleisig war nachträglich einen Zweitligameister benennen.


Dan
9. Februar 2011 um 9:55  |  9219

@Herthaner4ever

Siehe oben den Link zur Radkappe. Alle Zweit-Liga-Meister seit der Einführung der eingleisigen Liga. Hertzja steht mit der Saison 1989/1990 oberhalb drin.


Dan
9. Februar 2011 um 9:55  |  9220

@Herthaner4ever

Siehe oben den Link zur Radkappe. Alle Zweit-Liga-Meister seit der Einführung der eingleisigen Liga. Hertha steht mit der Saison 1989/1990 oberhalb drin.

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