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(sto) – Valeri Domovchiyski. Patrick Ebert. Christoph Janker. Andre Mijatovic. Alfredo Morales. Christian Lell. Fabian Lustenberger. Raffael. Nikita Rukavytsya. Nico Schulz. Dazu die drei Torhüter Maikel Aerts, Sascha Burchert und Marco Sejna. Meine 13 Lieblingsspieler bei Hertha BSC? Weit gefehlt! Sondern die Auflistung in alphabetischer Form von jenen 13 verbliebenen Recken, die nicht entweder kleinere Blessuren beklagen (wie Ronny, Lasogga, Niemeyer und Djuricin) oder auf Länderspielreisen weilen (wie Hubnik, Kobiashvili, Friend, Ramos, Neumann und Perdedaj).

13 Mann also – in derart übersichtlicher Besetzung übte die blau-weiße Trainingsgruppe am Dienstagnachmittag bei böigem Wind auf dem Schenckendorffplatz. Was Co-Trainer Rainer Widmayer am ersten echten Arbeitstag nach der Pleite im Derby gegen den 1.FC Union nicht davon abhielt, die Buben 90 Minuten lang zu beschäftigen. Immerhin stand bei allen Übungen der Ball im Mittelpunkt. Es wurden das saubere Abspiel und die saubere Annahme verfeinert, es wurde im Kreis sieben gegen drei (mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen/Foto: sto) und inklusive der Torhüter Burchert und Sejna abschließend sechs gegen sechs aufs halbe Feld gespielt.

Markus Babbel war auch anwesend. Allerdings lag die Konzentration des Cheftrainers während nahezu der gesamten eineinhalb Stunden auf einem Plausch mit Freund und Kollege Christian Ziege (die beiden Herren wollten sich leider partout nicht etwas günstiger für mich positionieren/Foto: sto), der noch bis Donnerstag in seiner Heimatstadt Berlin zu Besuch bei Babbel ist.

Ebert ist „ein Kandidat für Sonntag“

Dem Eindruck, die aktuelle Trainingswoche sei wegen der vielen Absenzen eine weitestgehend verlorene, widersprach Babbel dann aber vehement. „Natürlich“, sagte er, hätte er „gerade nach solch einem Spiel gern die komplette Truppe beisammen. Andererseits tut es den Nationalspielern vielleicht gut, auf andere Gedanken zu kommen. Und mir hilft es, wenn ich genauer auf ein paar Jungs schauen kann, die zurzeit hinten dran sind.“ Patrick Ebert etwa ist ein solcher Kandidat, der diese Tage zur Eigenwerbung nutzen könne. Am Mittwoch bestreitet die U23 ein Testspiel gegen Germania Schöneiche (18 Uhr/Hanns-Braun-Platz) – mit Ebert. Macht er seine Sache gegen den Oberligisten ordentlich, „ist er ein Kandidat für Sonntag“, stellte Babbel dem zuletzt nicht berücksichtigten Ebert immerhin einen Platz im Kader für das Auswärtsspiel der Profis beim Karlsruher SC in Aussicht.

„Wenn er sich nicht gerade wieder um Kopf und Kragen quatscht“, sagte ich, während wir Journalisten am Rande des  Trainingsplatzes mit Babbel sprachen, und deutete auf Ebert, der ein paar Meter weiter gerade mit dem Kollegen Nahne Ingwersen von Bild ein Einzelgespräch führte. „Oh“, rief Babbel da und lachte: „Das weiß man bei Patty wirklich nie.“ Als er dann Richtung Kabine marschierte, holte er merktlich auf zu Ebert. Über was die beiden gesprochen haben, hätte mich in dem Moment wirklich brennend interessiert. 😉

Aerts will nicht mehr aufs Derby blicken

Das Auswärtsspiel in Karlsruhe – ein gutes Stichwort, fand Maikel Aerts. Der Torwart redete sich regelrecht in Rage, als er nochmal auf vergangenen Samstag angesprochen wurde. „Wie lange wollen wir nun noch zurückblicken: zwei Jahre, drei?“, fragte er merklich gereizt. Seine (abschließende) Sicht auf das verlorene Derby: „Es ist scheiße, was passiert ist, weil es gegen Union war. Aber es ist jetzt passiert, wir können die Uhr nicht zurückdrehen. Und es war nur ein Spiel. Wir haben alle ein Ziel, dafür müssen wir weitermachen. Also fahren wir nach Karlsruhe und versuchen, dort zu gewinnen.“

Nur 13 Spieler im Training - das ist. . .

  • in der gegenwärtigen Situation ein Vorteil - siehe Ebert (68%, 177 Stimmen)
  • in der gegenwärtigen Situation ein Problem für Babbel und Hertha (32%, 83 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 260

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Ebert auf dem Prüfstand - der Test der U23 gegen Schöneiche...

  • ist schön für Ebert, aber interessiert mich nicht (70%, 191 Stimmen)
  • wäre für mich ein Pflichttermin, ich schaffe es zeitlich aber leider nicht (27%, 75 Stimmen)
  • ist für mich ein Pflichttermin (3%, 7 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 273

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51
Kommentare

hurdiegerdie
8. Februar 2011 um 19:56  |  9173

„Markus Babbel war auch anwesend. Allerdings lag die Konzentration des Cheftrainers während nahezu der gesamten eineinhalb Stunden auf einem Plausch mit Freund und Kollege Christian Ziege, der noch bis Donnerstag in seiner Heimatstadt Berlin zu Besuch bei Babbel ist.“

„Und mir hilft es, wenn ich genauer auf ein paar Jungs schauen kann, die zurzeit hinten dran sind.“

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.


Blauer Montag
8. Februar 2011 um 20:14  |  9176

Nach den letzten Niederlagen im November war die Mannschaft im Spa. Diesmal sind etliche Spieler auf Länderspielreise. Einzig Erzengel Maikel bleibt in Berlin und gibt titanenhaft das Motto aus: „Weiter, immer weiter machen!“
Und wenn wir den Aufstieg erst in der 92. Spielminute klarmachen – gegen das Team von Bonsai-Trainer Pierre am 36. Spieltag…


sunny1703
8. Februar 2011 um 20:20  |  9177

@Blauer Montag
Genau, weil die niederländische Lusche im Tor immer noch besser ist als eine Schweizer Lusche…au jetzt gibt es Ärger 🙂

lg sunny


mightymouse
8. Februar 2011 um 20:30  |  9179

Au ja – did wäre watt – den Dieter in die zweit Liga schiessen.

Aber um ehrlich zu sein, würde ich es lieber Aue oder Augsburg überlassen, das zu tun. Da wäre die Schadenfreude dann doch sehr sehr groß.

Patrick wird mit nach Karlsruhe gehen, denke ich mal. Ronny war schwach und Ruka auch nicht so stark. Da ist er – trotz des Dogmas von Babbel – dann doch endlich eine Alternative. Vor allem wir er brennen, sollte er eingewechselt werden.

Sollte das passieren, können wir hoffen, das er nicht – wie sonst auch so schön immer, die Defensive vernachlässigt 🙂

Freue mich auf das Karlsruhe Spiel und bin überzeugt, dass wir die nächste Siegesserie starten können. Vielleicht schaffen wir die ja auch von FF – dem ich auch gönnen würde, in letzter Minute nicht Aufzusteigen 🙂


Exil-Schorfheider
8. Februar 2011 um 20:35  |  9180

@mightymouse

Wollen wir nur hoffen, dass er dann nicht durchbrennt, wenn er seine Chance bekommt.

Als Einwechsler in HZ 2 kann man das mit Ebert ja dann machen, aber so riecht das wieder nach „Ich such erst nach Alternativen, wenn es nicht gut lief“… siehe Zecke und das Besänftigen des „Mobs“ mit dessen Einwechslung im Aue-Spiel…


Mazze76
8. Februar 2011 um 20:39  |  9181

„“Immerhin stand bei allen Übungen der Ball im Mittelpunkt. Es wurden das saubere Abspiel und die saubere Annahme verfeinert““

Schade das Ramos nicht anwesend war …


backstreets29
8. Februar 2011 um 20:40  |  9182

WOB und DH in Liga 2 zu schiessen wäre zumindest mal ein Ansatz, die Niederlage im Derby vergessen zu machen 😀 😀


Dovifat
8. Februar 2011 um 20:41  |  9183

Ist Knoll jetzt komplett wieder aussortiert oder doch verletzt ? Zum U20-Laenderspiel wurde er voellig ueberraschend auch nicht berufen.


Chuk
8. Februar 2011 um 20:49  |  9184

So sehr ich mich freuen würde DH und AF in Liga 2 zu befördern bevorzuge ich doch lieber die sichere Variante (Platz 1 oder 2). Das Thema Hertha und die Entscheidungsspiele wurde ja schon an anderer Stelle ausführlich thematisiert …


Blauer Montag
8. Februar 2011 um 20:52  |  9185

@sunny
ist Benaglio nicht immer noch Natispieler in der Schwyz, der Heimat unseres leider so selten gesunden Lustenbergers? Oder meintest du etwa jenen österreichischen Natispieler, der sich derzeit auf dem 2. Bildungsweg in der Schyz befindet? Oder meintest du gar den ehemaligen Herthatrainer mit der Bezeichnung „Schweizer Lusche“?


AKKI
8. Februar 2011 um 20:52  |  9186

Na Hoffentlich versuchen Ronny, Ramos und Co. nicht wieder den Ball ins Tor zu tragen…
wie sie es gegen UNION versucht hatten.
Statt einfach mal aufs Tor zu schießen.
Erst recht wenn die mit Höttecke so ne Flasche im Kasten hatten.
Jut.
Ist nun Vergangenheit.
Und drei Punkte für UNIONS Klassenerhalt waren mir Herthas Niederlage wert.
Aber gegen unsere KSC-Freunde müssen drei Punkte für uns drin sein.
Und die bekommt man nicht nur mit Hacke-Spitze-Tralala…
Sondern dann dürfen die Jungs (also insbesondere Ronny; Ramos und Ruka)…
auch gerne mal aufs Tor schießen, statt ihn ins Gehäuse streicheln zu wollen.
Darüber hinaus sollte Babbel früher daran denken, dass er noch Ersatzspieler hat!!!


dstolpe
8. Februar 2011 um 20:54  |  9187

@Dovifat
Hast Recht, Knoll war heute auch nicht auf dem Platz, nur auf dem Gelände. Er hat, nehme ich an, im Kraftraum o.Ä. trainiert. Weshalb er nicht zur U20 berufen wurde, ließ sich nicht in Erfahrung bringen.


Blauer Montag
8. Februar 2011 um 20:57  |  9188

@chuk
Ich habe nur die Überschriften nach meinem Urlaub gelesen und war erschlagen von der Flut der ausführlichen Kommentare. Mein Arzt meinte ja auch, Entscheidungsspiele würden zu unötigem Bluthochdruck führen. Da ist mir die von wilson beschriebene Variante mit Domos entscheidenden Tor am 34. Spieltag im Olympiastadion wesentlich lieber. Wenn man doch bloß hier die alten Highlights an Kommentaren wiederfinden könnte…


Petra Woosmann
8. Februar 2011 um 21:06  |  9189

@Mazze76: Danke, da stimme ich 100 Pro zu. Das mit dem Ballannehmen müsste Ramos echt viel mehr üben. Mich wundert, dass er als Südamerikaner technisch teilweise so miserabel ist.
Ansonsten hoffe ich, dass die Woche über der Rest der da ist, vernünftig trainiert und ggf. als Alternative für einige „Problemfälle“ (ist zu hart, mir fällt nur grad nix besseres ein) wie z.B. Ruka, Kobi, Ronny ins Team rutschen kann.

Die Frage, was mit Knoll ist, würde mich auch interessieren. Ist er raus aus der A-Mannschaft und nun wieder bei der U23? Oder angeschlagen? Was wissen unsere Blogväter dazu? 🙂


ft
8. Februar 2011 um 22:15  |  9191

Das war also nur ein kleiner Freundschaftsbesuch.
Christian Ziege ist nicht irgendwann noch zu MP ins Office gegangen.
Dort gab es keine vertraulichen Gespräche hinter den verschlossenen Gardinen ?


Exil-Schorfheider
8. Februar 2011 um 22:47  |  9192

@ft

Ich hoffe doch nicht!


Exilherthaner
8. Februar 2011 um 23:04  |  9193

Freue mich, dass Ebert womöglich zurückkehrt. Schade, dass es erst eine weitere Niederlage brauchte, damit Babbel über seinen Schatten springt, aber besser spät als nie (siehe Beichler).


dieter
8. Februar 2011 um 23:19  |  9194

Ja genau *Kopfschüttel*, Ebert ist nur eine Option für das kommende Spiel, weil es eine Niederlage gab und jetzt Babbel auf Grund des dadurch wachsenden Drucks über seinen Schatten springen muss.

Es liegt natürlich nicht daran, dass Ebert nach seiner langen und schweren Verletzung einfach Zeit braucht(e).

Sollte es in Karlsruhe die nächste Niederlage geben, wird Babbel über den nächsten Schatten springen und den Superstar und kommenden Weltfußballer Beichler höchstpersönlich wieder aus der Schweiz zurück holen. 🙂


Exilherthaner
9. Februar 2011 um 0:03  |  9199

@Dieter

Da musst du gar nicht mit dem Kopf schütteln. War bei Zecke genauso: Niederlagenserie -> Fanliebling wurde gebracht -> die Masse wurde beruhigt.
Und nun interessiert es auch nicht, dass Babbel vor einigen Tagen noch meinte, Ebert müsse erstmals bei den Amateuren Spielpraxis sammeln, bevor er überhaupt daran denken könne, in den Kader zurückzukehren….aber vielleicht war dieses Statement vor einigen Tagen ja auch eher dafür gedacht, um zu zeigen, dass dem Trainer keiner auf der Nase herumtanzt….und schon gar nicht ein Ebert. Egal wie man es wendet, Babbel kommt da immer glänzend aus der Sache heraus und deswegen lieben wir ihn ja auch alle…..andere Trainer wären da schon längst über ihre Aussagen oder Handlungen gestolpert…….


Dan
9. Februar 2011 um 2:27  |  9203

@dstolpe

3.2. 2011 Facebook Marvin Knoll
Marvin zog sich einen leichten Faserriss in der linken Wade zu und wird voraussichtlich 7-12 Tage ausfallen.
—————-
Beichler war gleich bei seiner ersten Einsatzmöglichkeit krank und konnte nicht spielen.

Kaka hingegen spielte 90 Minuten durch und siegte auswärts.

Lucio und Lima spielen wieder zusammen in einem Team.

Nemanja Pejcinovic ist Stammspieler bei Nizza.
—————

Wenn da einige unterwegs ist, bedeutet dies auch Reisestrapazen. Glücklicherweise spielt Ramos im Bernabéu. Also kein Endlostrip.
Auch die restlichen fünf bleiben auf dem Kontinent. Trotzallem eine Chance für Ebert mal 15-20 Minuten zu spielen.
Lassen wir uns überraschen. Im Kader wäre zumindesten mal ein Zeichen an ihn.
Aber verdienen muß er sich den wohl weiterhin, zu verschenken gibt es wohl nichts.

Wenn ich nicht bei den Füchsen wäre, hätte ich mir die U23 angesehen.


9. Februar 2011 um 2:40  |  9204

weshalb hatte man eigentlich Pejcinovic verliehen? was waren die Beweggründe, habe das nicht mehr auf dem Schirm?


Stehplatz
9. Februar 2011 um 4:19  |  9206

Pejcinovic gehört Hertha nicht.


pax.klm
9. Februar 2011 um 6:28  |  9208

Hej Dan, „Wenn ich nicht bei den Füchsen wäre, hätte ich mir die U23 angesehen.“
Hat Dich dieses Fieber tatsächlich auch gepackt?
Viel Spaß im Fuchsbau und auf ein gutes Spiel sowie einen Sieg! Der nicht unbedingt zu erwarten ist.
Pax


Exil-Schorfheider
9. Februar 2011 um 7:51  |  9212

@pax

Fieber ist es bei mir nicht unbedingt. Meine Nähe zum Bayern München des deutschen Handballs hat mir aber Tickets für das Pokal-Viertelfinale beschert… 😉


dieter
9. Februar 2011 um 8:31  |  9214

@Exilherthaner

Doch, da muss ich sehr wohl mit dem Kopf schütteln.

Die „Mission“ von Zecke zum Ende der Hinrunde nach der Mini-Krise war es, mit seiner Lockerheit den Spielern zu helfen, denn die war denen nach den 3 Niederlagen in Folge abhanden gekommen.
Mitnichten wurde Zecke zur 1.Mannschaft geholt, um die Fans zu besänftigen. Das war wohl eher ein positiver Nebeneffekt, der nach einer erneuten Niederlage wohl genauso schnell wieder verflogen wäre.
Aber wenn man will, kann man Babbel natürlich alles negativ auslegen.

Zum Thema Spielpraxis für Ebert bei den Amateuren solltest du mal etwas genauer lesen.
Ich zitiere nochmal Daniel Stolpe:
„Am Mittwoch bestreitet die U23 ein Testspiel gegen Germania Schöneiche (18 Uhr/Hanns-Braun-Platz) – mit Ebert.“

Im übrigen sprach Babbel auf Ebert angesprochen davon, dass er ein Kandidat für Sonntag wäre, wenn er in diesem Testspiel seine Sache ordentlich macht, was nicht mehr heißt, als dass Ebert eine Option ist.. eine unter vielen.
Da Ebert aber nicht mit der Derby-Niederlage „belastet“ ist könnte es durchaus ein Vorteil für ihn und die Mannschaft sein.

Spätestens am Sonntag sind wir schlauer.


Sir Henry
9. Februar 2011 um 9:02  |  9215

Zum Thema „Ebert als Heilsbringer“: Neben Eberts offensichtlichem Hang zur Selbstschädigung via BZ hat er eine fünfmonatige Verletzungspause hinter sich. Ihn jetzt gleich zu bringen hielte ich nicht nur für riskant der Mannschaft sondern auch ihm selbst gegenüber. Ebert muss sich erst wieder in die Mannschaft reinspielen. Babbel in diesem Zusammenhang irgendwelche persönlichen Befindlichkeiten zu unterstellen, halte ich für reichlich gewagt. Ich nenne das Verantwortungsbewußtsein.

Zum Thema „Lasogga als Heilsbringer“: Allein schon die Tatsache, dass mit Lasogga die Mannschaft auf elf Teilnehmer aufgestockt wird, ist eine Verstärkung. Ich erwarte nicht, dass er nach zwei Wochen Pause den KSC im Alleingang abschießt. Aber er wird mit seinem unermüdlichen Spiel eine gehörige Portion Unordnung in die gegnerische Abwehr bringen. Und er stellt, im Gegensatz zu unserem Freund, nicht nur eine laufende Bande zum Abprallen langer Bälle dar, sondern er kann mit dem Spielgerät tatsächlich was anfangen.

Und was das Thema Entscheidungsspiel gegen WOB angeht: Schönen Dank auch, kann ich drauf verzichten. Wer wünscht sich nicht am letzten Spieltag einen Vorsprung von vieer Punkten auf den dritten Tabellenplatz, einen Gegner, der auch nicht mehr alles geben muss, einen schönen Frühlingsnachmittag, und in der 75. Minute die finale Auswechslung von Pal Dardai mit stehenden Ovationen von den Rängen. Pal dreht seine Ehrenrunde auf der blauen Laufbahn und kein Mensch interessiert sich noch für das Spiel. Irgendwann wird abgepfiffen und……….


dieter
9. Februar 2011 um 9:28  |  9216

@ Sir Henry

Volle Zustimmung. 🙂

Insbesondere zum letzten Absatz.
Wobei… wenn man garantieren könnte, dass wir GröFuMaz und GröFuSaz in der Relegation in die 2.Liga schießen wäre das schon ein „Hochgenuss“. 😉

Aber dann doch lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. 😉


LA49
9. Februar 2011 um 9:42  |  9217

Vielleicht übernimmt Ziege getreu dem Motto „Aus Berlin Für Berlin“ eine Aufgabe im Trainerstab o.ä..?

War zwar nie ein Herthaner, aber immerhin Berliner.

Ein Relegationsspiel gegen DH brauche ich nun wirklich nicht. Das hätte zwar schon einen Reiz, Friedrich und Cicero den zweiten Abstieg in Folge einzuschenken.

Aber ein souveräner direkter Aufstieg ohne Ehrenrunde wäre mir lieber.

Spannend finde ich aber die in den Medien aufgebrachte Diskussion, ob Favre evt. zu Wolfsburg geht.

Und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt?
Er ist nicht gerade abstiegskampferfahren und es braucht immer eine Saison bis sein Konzept greift. Und selbst wenn das Verhältnis zu DH wieder normalisiert sein sollte: Was ist mit AF?


ursula
9. Februar 2011 um 9:48  |  9218

Richtig @ LA49, das „Problem“ mit A. F. wäre
für mich, wäre ich Favre, unüberbrückbar….


wilson
9. Februar 2011 um 9:59  |  9221

Selbstverständlich muss Ebert ein Kandidat für das Spiel gegen den KSC sein. Ich wundere mich gelegentlich, was in solche Aussagen hineinorakelt wird.
Er ist unter Vertrag, scheint nicht verletzt zu sein und seinen Fitnesszustand und die Belastbarkeit werden Babbel und Widmayer während des Testspiels beurteilen können.
Alles andere als diese Aussage wäre fatal.
Warum sollte er nicht gute Chancen haben, auch zu einem Einsatz zu kommen ? Die Standards von Ruka sind verbesserungswürdig, die von Ronny werde ich nicht mehr kommentieren (das ist nicht gut für den Blutdruck, habe ich festgestellt). Beide sind ohnehin nach 70 Minuten stets Wechselkandidaten.
Niemand weiß, ob bei den Angesprochenen die Blessuren ausheilen und ob alle gesund und munter von ihren Länderspielen zurückkehren.

Außerdem passt Ebert doch gut zur Europameister-Überschrift: er ist ebenfalls Europameister.

Bei ihm stimmt die alphabetische Reihenfolge übrigens noch… 😉


Dan
9. Februar 2011 um 10:11  |  9222

@ursula
Ketzerisch spassig: A.F. will doch erste Liga spielen, damit ist er nächste Saison weg und Favre kann mit D.H. ein völlig neues junges polyvalentes Team aufbauen. D.H. entfernt dann die alten Faxgeräte und kauft Scanner mit E-Mail-Funktion.

Dann will er aufsteigen und eines Tages mit der Meisterschale unter irgendeiner Brücke in Wolfsburg hindurchfahren.
————————-

Am schönsten fand ich den Spruch im Kicker.
Litti wird das von Hoeness favorisierte 4-4-2 spielen lassen. Ein Schelm der D.H. mit Handpuppen spielen sieht. 😉


backstreets29
9. Februar 2011 um 10:24  |  9223

Für mich ist das ein Ding der Unmöglichkeit, dass Favre und Hoeness nochmal zusammenarbeiten. Dazu dürfte zuviel Geschirr zerschlagen worden sein.
Ein Abstieg des VFL wäre allerdings schon sehr reizvoll. Ich denke aber, dass es Gladbach und stuttgart trifft und Köln in die Relegation geht


Exil-Schorfheider
9. Februar 2011 um 10:33  |  9224

@Dieter

Ich muss dem Exilherthaner da mal zur Seite springen!
Für mich hatte die Zecke-Aktion genau den von ihm erklärten Hitnergrund. Sonst bringt er ihn nicht auch noch zwei Minuten vor Spielschluss!

Und zur Ebertscne Spielpraxis:

Er sollte mindestens zwei Spiele bei der U23 machen, da war von dem Trainingsspiel am heutigen Mittwoch noch gar nicht die Rede.

Ich lege das dem Trainer auch nicht negativ aus, aber es fällt schon auf, dass er ein ziemlich gutes Gepsür dafür hat, wann die Volksseele am Überkochen ist und er angemessen reagieren muss.


sunny1703
9. Februar 2011 um 10:54  |  9225

Kurz zu Pejcinovic, Hertha hatte ihn selbst nur von Rad Belgrad ausgeliehen, nach dem Hertha ihn nicht kaufen wollte ist er nach Nizza ausgeliehen worden,die ihn dann jetzt zum Winter für die lächerliche Summe von einer Million Euro kauften.
Schade!

Zu Wolfsburg, ich hoffe die Meldung mit Favre ist mal wieder eine typische BZ Schlagzeile. Denn ich habe gelesen, auch Rangnick sei im Gespräch, wenn Favre sich Hoeness noch mal antut, hat er sich bei mir vieles an Sympathie verscherzt.
Hoeness Unfähigkeit in Wolfsburg ist schon erschreckend,in welch kurzer zeit hat er einen sportlich funktionierenden Verein ans tabellenende gebracht.
Und dabei auch noch Millionen über Millionen in den Sand gesetzt.
Wolfsburg ist mir im Grunde ziemlich Wurscht,aber den sympathischen Litti wünsche ich Erfolg.
Vor allem aber hoffe ich, dass Francisco Javier Garcia Sanz die Konsequenzen zieht und demnächst diesen unfähigen Manager Hoeness entlässt,so schlimm hätte jeder von uns auch managen können,ich behaupte mal viele sogar besser.
Vielleicht verhandelt ja Sanz über ein Team Rangnick/Favre,das wäre allerdings eine gute Idee.

Zu Hertha,ich kann @wilson nur unterstützen mit seinem Beitrag, ist Ebert fit gehört er in die Mannschaft,ansonsten hätte man ihn auch im Winter abgeben können.
Ein in guter Form befindlicher Ebert hat sogar einen Anspruch auf eine Platz in der ersten Elf, da seine spielerischen Fähigkeiten einen Raffael unterstützen können.
Ruka sehe ich allerdings besser und im Team ,Ronny ist momentan noch zu wechselhaft,wäre er defensiv stärker,wäre es mal eine Alternative als LV.
Und auch ich möchte keinen neuen Geschwindigkeitsweltrekord sehen,der vielleicht noch einen schwer verletzten in der Mauer zur Folge hat,weil Ronnys 547.684.421 Versuch seinen eigenen Rekord zu brechen,wieder in der Mauer endete.

lg sunny


Sir Henry
9. Februar 2011 um 11:38  |  9226

Aber sunny, die Fitness Eberts‘ kann doch nicht der alleinige Gradmesser für den Einsatz sein. Wichtiger sollten doch seine fußballerischen Fähigkeiten sein. Und es doch gut möglich, dass er trotz guter Fitness einfach fußballerisch noch nicht an die Möglichkeiten vom letzten Trainingssommer anknüpfen kann.

Und mal ehrlich: unser gesamte Hoffnung, übrigens auch meine, bzgl. Ebert beruht doch auf den positiven Berichten des letzten Sommers. Die Leistungen in den Spielzeiten davor haben mich eigentlich selten zu Jubelstürmen hingerissen. Wenn ich an Ebert denke, dann denke ich an Eckstöße, die auf halben Weg zwischen Eckfahne und Strafraum verrecken.

Die großen Leistungen, die uns immer wie eine Möhre vor die Nase gehalten wurden, blieb er uns bis dato schuldig.

Und das alles völlig unabhängig von seinem Verhalten außerhalb des Platzes.

Ich würde Deinen Satz also wie folgt ergänzen: ist er fit und fußballerisch wieder auf hohem Niveau, dann gehört er in den Kader.


ursula
9. Februar 2011 um 11:39  |  9227

@ sunny, wie soll den das gehen?

Soll sich der Monsieur dem Rangnick
„unterwerfen“ oder der Rangnick der
„Co.“ von Favre werden (?) ….

Fußballerisch sicherlich interessant, aber
menschlich und „machtpolitisch“ doch
überhaupt nicht denkbar, ein Team
Rangnick/Favre! Grüße


wilson
9. Februar 2011 um 11:41  |  9228

Lucien Favre:
„Dieter Hoeneß hat mich verpflichtet, ich bin ihm sehr dankbar.“
„Ich will in einer großen europäischen Liga wieder bei einem Klub arbeiten, der etwas gewinnen will.“

Nee nee – war nicht heute. War damals bei der drittlegendärsten* Pressekonferenz aller Zeiten.
Würde aber passen.

*
Platz 1: der „Stern“ findet Tagebücher und meldet, dass die Geschichte umgeschrieben werden muss
Platz 2: „I did not have sexual relations with that woman, Miss Lewinsky.“


Sir Henry
9. Februar 2011 um 11:52  |  9229

Na wilson, da gibts aber noch ein paar andere PKs:

„Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind“. Barschel

„Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe“ C. Daum


sunny1703
9. Februar 2011 um 12:05  |  9230

@sir henry
Deshalb habe ich ja bewusst zwischen fit und guter Form unterschieden. In guter Form und die beinhaltet auch eine dementsprechende fitness gehört er in die top 11 oder 12.
Eberts Leistungen waren bisher immer in der 1.liga zu beurteilen,doch auf einer wie ich finde nicht ihm entsprechenden Position,Ebert ist und war kein Flankengott und wurde in seinen Leistungen immer dann auffälliger,wenn er von links nach innen oder aus der Mitte spielen durfte,konnte oder musste.
Mangels Alternative sozusagen wie ein Pejcinovic mutierte man ihn zu einem an der Linie“Flitzer“.
Eberts Darbietungen neben dem Platz sind natürlich indiskutabel, doch das waren die von einigen Stars wie Marcello teilweise auch.
Und zumindest nach meiner Interpretation gibt es für niemanden ein recht sich daneben zu benehmen,ob Star oder „Normalofußballer“.

@ursula
Natürlich ist das eine ziemlich schwierige Fantasie,aber schlimmer als jetzt mit dem Geldverschwender Hoeness und Mc Claren kann es unter einem Team dieser fantasie auch nicht werden,egal wer auf welchem Posten.

Nochmals ich mag Wolfsburg nicht,doch ich freue mich für Litti und wünsche ihm ,dass er seine Chance nutzt.

lg sunny


9. Februar 2011 um 12:12  |  9231

zu Ebert: schwer, einzuschätzen. Vor seiner Verletzung hatte er die meisten Fans und Trainer eigentlich nicht mehr überzeugt (Funkel ohnehin nicht), mich nervte seine Streuung. Gereift (ich meine auch sportlich) kann er in diesem Team, aber vom Potential her, ganz sicher helfen. Mal sehen, vielleicht gibt´s ja heute ein paar beobachter am Spielfeldrand..?
Favre/Rangnick?-Nee, das geht nicht: nach 3 Wochen erscjießen die sich gegenseitig-oder DH beide..kann menschlich nicht gehen.
Favre in WOB wäre äußerst merkwürdig…


Sir Henry
9. Februar 2011 um 12:19  |  9232

Favre in WOB war mit Sicherheit eine von DH via BZ gezündete Nebelkerze.

Auch Rangnick sehe ich da noch nicht: Erstmal muss WOB die Klasse halten, dann wird er kommen. Rangnick wird sich nicht im Abstiegskampf verbrennen lassen.

Was macht den Peter Neururer eigentlich gerade? Jürgen „ich kenne ihn noch von früher“ Röber und Falko „ich kenne ihn noch von früher“ Götz haben doch auch gerade viel Zeit. Udo Lattek könnte im Doppelpass auch mal wieder auf der rechten Seite sitzen.


wilson
9. Februar 2011 um 12:38  |  9233

Es ist schon zum Schmunzeln, was da in Wolfsburg abgeht:

Co-Trainer bis Saisonende: „Jolly“ Sverrisson


hurdiegerdie
9. Februar 2011 um 12:39  |  9234

Schaun wir mal.

Nach Bild soll ja schon Jolly „ich kenn ihn von früher“ (Stuttgart) und „ich kenn ihn von früher“ (Hertha) Sverrisson bei Wolfsburg gelandet sein.


9. Februar 2011 um 13:00  |  9235

Der Jolly hat bei der isländischen U21 einen super Job gemacht. Den hätte ich gern als Trainer der U23 bei uns gesehen. Jetzt hat der olle Dieter sich den gekrallt, schade.


Dan
9. Februar 2011 um 13:14  |  9237

D.H. : „Ich entlaube Hertha.“ Warscheinlich war Preetz an Jolly dran. 😉
————–
@pax
Nee, gehe seit Jahren, auch schon als sie noch an der Glockenturmstr. spielten, ab und zu (2-3x in der Saison) zu den Füchsen. Mal sehen wie Rheinland nach der Insolvenz und als erster feststehender Absteiger so drauf ist.


Exil-Schorfheider
9. Februar 2011 um 13:33  |  9243

@Sir Henry

Der Lattek sitzt nur noch links. Manchmal habe ich das Gefühl, der gehört dort zur Requisite und wird samt Sessel aus dem Fundus reingerollt… 😉

@Dan

Guter Einwurf! 😀


dieter
9. Februar 2011 um 17:58  |  9269

@ Exil-Schorfheider

Ich bleibe dabei, auch wenn du dem anderen „Exilanten“ zur Seite springst. 😉

Wie gesagt, wenn man Babbel oder bzw. und seine Methoden nicht mag, kann man ihm natürlich so ziemlich alles, was sich einem auf den ersten Eindruck nicht erschliesst (vielleicht auch, weil man gar nicht tagtäglich dicht an der Mannschaft ist und mit ihr arbeitet) negativ auslegen.

Wenn man ihm jedoch eher wohlgesonnen ist (weil er meiner Meinung nach bislang überwiegend gute Arbeit macht), könnte man auch auf die Idee kommen, dass er Zecke bei einem Spielstand von 2:0 zwei Minuten vor Schluss in einem Heimspiel deswegen einwechselt, weil er sich für seine Unterstützung auf diesem Wege bei ihm bedanken möchte indem er ihm dieses Bad in der (Zuschauer)Menge „schenkt“.
Zecke hatte ja nach dem Spiel auch gesagt, dass es für ihn ein tolles Gefühl war, wie beim ersten Mal und er dabei ’ne Gänsehaut hatte.

Also kein zwingender Beweis dafür, wie du meinst, dass Babbel das nur gemacht hat, um die Fanmassen zu beruhigen.


Mineiro
9. Februar 2011 um 19:04  |  9284

Super, wenn Jolly dem Arne und dem Cicero mal zeigt, was echte Liegestütze sind… 😉


Exilherthaner
9. Februar 2011 um 23:26  |  9318

@dieter

wenn der Trainer, der für die Teamchemie und die Einstellung verantwortlich ist, es nötig hat, einen alten Zecke aus dem Ruhestand wieder ins Team zu lotsen, um das Team aus einer depressiven Phase herauszuholen, dann muss man klipp und klar sagen, dass so ein Trainer auf das Team nicht mehr wirklich einwirken kann. DAS ist sogar ein noch viel schwerwiegender Vorwurf als der der reinen Publikumsmanipulation.


9. Februar 2011 um 23:53  |  9319

also mir fiele da eine völlig andere psychologische deutung ein..aber irgendwie ist das mittlerweile extreme Küchenpsychologie..oder etwa nicht??


dieter
10. Februar 2011 um 9:40  |  9337

@ Exilherthaner

Dein erneuter Beitrag bestätigt nur meine These, dass es (leider) einige Leute gibt, die vor lauter Antipathie gegen die Person/den Trainer Babbel nur noch eine Sichtweise bei der (fernen) Beurteilung seiner Arbeit „beherrschen“.

Mehr werde ich dazu nicht mehr schreiben, da es aus meiner Sicht langsam lächerlich wird.

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