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(ub) –  Die Gedichtzeile stammt von Bertold Brecht. Sie hat definitiv nix mit Hertha BSC zu tun. Aber sie ging mir  beim Betrachten des Vormittagtrainings am Donnerstag mehrfach durch den Kopf: „Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns, vor uns liegen die Mühen der Ebenen.“

Es dauerte keine 180 Sekunden, als Rainer Widmeyer genug hat. „Stop. Stop“, brüllte der Cotrainer über den Schenckendorff-Platz. „Alle nochmal zusammen kommen.“ So versammelte sich der Troß ein zweites Mal im Kreis, just drei Minuten, nachdem Widmayer ein erstes Mal erklärt hatte, was er sehen wollte.  Für die Spieler war in einer Platz-Hälfte ein wilder Parcour von gelben und blauen Gegner-Attrappen gesteckt worden. Um die herum sollten die Profis jeweils einen Doppelpass spielen und entweder vors Tor flanken oder aus 16, 18 Metern selbst mit einem Schuss abschließen.  Nach der zweiten Ansprache hatten das auch alle verstanden.

Aber für die Beteiligten und die Beobachter war es eine unerfreuliche Einheit. Obwohl die Stahlfiguren sich nicht von der Stelle  bewegten, prallten diverse Zuspiele von den stummen Zeugen ab.  Andere Bälle  versprangen teilweise. Wurden nicht richtig angenommen. Oder die Schussversuche gingen serienweise neben das Tor oder über den Fangzaun.

Rund 40 Minuten lang ließen die Trainer diese Art des Passspiels üben. So solide die Mannschaft am vergangenen Freitag den Berg FSV Frankfurt bestiegen hatte (3:1), die vergleichsweise einfach Ebene namens Donnerstag-Training bereitete erhebliche Mühe. Zur Rettung der Spieler ist zu sagen: Der Trainingsplatz ist im Moment betonhart. Nachts friert es immer wieder, derzeit weicht kein Regen irgendetwas auf. Fabian Lustenberger schrie seinen Frust raus, als ihm die nächste Flanke in Folge missriet, weil der Ball unmittelbar vor ihm aufsprang und statt in den Strafraum in den Ästen  der nächsten Pappel landete.  Was aufs Tor kam, beschäftigte die drei Torwarte in unterschiedlicher Weise. Während Marco Sejna und Sascha Burchert wie gewohnt durch den Fünfmeter-Raum hechteten, hechtete Maikel Aerts überhaupt nicht. Von den Bällen, die auf ihn zukamen, nahm er nur die, die er mit der Spannbreite seiner Arme oder Füße erreichen konnte. Alle anderen ließ er regunglos passieren, egal ob sie neben oder ins Tor flogen.

Alles im grünen Bereich, signalisierte Trainer Markus Babbel, dem das Schonverhalten seiner Nummer eins natürlich nicht entgangen war. „So hart wie der Boden ist, da trainiert Maikel mit Auge. Er muss hier niemandem was beweisen.“

Während hier Nico Schulz und Patrick Ebert spurten ( alle Fotos: ub via iPhone), fiel ein anderer noch auf: Ronny erzielte etwa ein fulminantes Tor aus vollem Lauf links oben in den Dreiangel – stürmisch bejohlt von den Mitspielern. Ronny trottete langsam zurück zum Ausgangspunkt. Kopf gesenkt, er verzog keine Miene

Aha, denkt der beobachtende Journalist, „Zoff in der Ramba-Samba-Fraktion“, Ronny ist frustriert, weil er nicht spielt.

Bei der Deutung schmunzelt Babbel nur. „Ich denke eher, das war Bescheidenheit.“ Weil er zuletzt mehrfach mit Ronny gesprochen hat. Dass es bei dessen ausgezeichneter Schusstechnik völlig reicht, wenn er „nur“ mit 70 Prozent seiner Kraft schießt. Dann sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Ball dorthin sause, wo er hin soll. „Was nützen 100 Prozent, wenn er jedesmal am Tor vorbei geht.“

Hat er dem Brasilianer das Drauflos-Bolzen bei 40-m-Freistößen untersagt? Babbel verzieht das Gesicht. „In meiner Karriere habe ich kaum mal erlebt, dass ein Freistoß aus 40 m im Tor landet. Das ist wie Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag.“ Ronny wolle in solchen Situation zeigen, dass er besondere Sachen kann. Das sei gar nicht nötig. Babbel: „Ronny hat mit 70 Prozent seiner Kraft immer noch einen echten Hammer.“

Jetzt Ihr: Was ist von Ronny für den Rest der Saison zu erwarten? Und wie kritisch seht Ihr es, dass eine Trainingseinheit mal nicht so glatt läuft, wie gewünscht?

Eine holprige Trainingseinheit . . .

  • weckt die Mannschaft aus der Selbstzufriedenheit (40%, 135 Stimmen)
  • kann immer mal passieren (31%, 102 Stimmen)
  • ist Indiz für mangelnde Konzentration der Spieler (19%, 63 Stimmen)
  • ist ärgerlich (9%, 31 Stimmen)
  • geht auf das Konto vom Cotrainer (1%, 3 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 334

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80
Kommentare

10. März 2011 um 18:52  |  13785

Solch ein Training frustiert und nervt die Spieler.
Auf ein Neues. Wir üben weiter.

„Ronny ist frustiert, weil er nicht spielt“?
Das weiß Babbel allein. Aber ich würde als Babbel Markus im Augenblick ungern auf meine Flügelzange verzichten. Und das Experiment mit Ronny als linkem AV scheint er nur ungern zu wagen. Macht nix Ronny, es sind ja nur noch 3 Monate bis zum Karneval in Berlin.


Petra Woosmann
10. März 2011 um 18:54  |  13786

Wieder in Berlin -trotz Bahnstreik- hoffe ich doch sehr, dass die Herren Spieler sich durch die Fehlversuche auch am Ehrgeiz gepackt fühlen und eben ein bißchen mehr Zeit darauf verwenden auch auf solchen Boden technisch sauber zu spielen. Zum Lachen hat mich der Satz gebracht: „Aerts trainiert mit dem Auge“ – aha, wenn er damit die nächsten Bälle vor den Linie raushaut, war das wohl die richtige Trainigseinheit für ihn 😆


wilson
10. März 2011 um 19:45  |  13793

„Und wat lernt uns dit ?“, fragt sich der grammatikalisch bemühte Berlin-Brandenburger.
Mühe allein genügt nicht.

Für Aerts und alle Beteiligten bleibt die Hoffnung auf mildes Wetter in Mittelfranken und keinen gefrorenen Boden.
Was erwarte ich von Ronny ? Dass er sein Gewicht hält.
Seine Einsatzzeiten werden sich auf ein Minimum reduzieren. Babbel fährt die konservative Schiene (Never change…) und damit scheint Ronny seinen Stammplatz gefunden zu haben: auf der Bank.


10. März 2011 um 19:50  |  13795

Gestatte mir eine Zusatzfrage wilson:
Wenn denn Ronny seinen Platz auf der Bank gefunden hat, wer hämmert dann für HERTHA die Freistöße in die gegnerische Mauer oder in den Frühlingshimmel?

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


hurdiegerdie
10. März 2011 um 20:01  |  13797

So, vorzubereitende Arbeit geschafft, Koffer gepackt, fit für morgen (Blauer Montag, ich fliege, also keine Probleme mit dem Fahren, aber danke für die Fürsorge) und was sehe ich….
In Dänemark funktioniert Wilmaa und Zatoo nicht oder nicht vollständig und ohne Sport1. Scheiss Montag, also ich freue mich nicht aufs Spiel, wird somit ein klarer Sieg.

Ich hoffe, das Hotel blockt nicht die p2p-Programme.

Dann lese ich den neuen Fred unserer Pappis und dachte mir, ich gebe doch noch was undifferenziertes Plattes von mir. Eher ne Frage an die Trainingsbeobachter.

Ist das mit Aerts öfter so, dass er nur Augentraining macht (was auf eine längerfristige Verletzung hinweisen könnte), oder nur im Moment so (um seine Rückenverletzung zu schonen)?

Ich hätte ja noch ne zweite Frage, aber die hebe ich mir auf, wenn die Zickenkriege ins Stocken geraten. :mrgreen:


ursula
10. März 2011 um 20:03  |  13798

Es gibt keine Standards mehr, ab sofort werden
die Tore sofort und mit Ansage geschossen!
Ergo Ronny ist entbehrlich…

Für meine brasilianische „Ästheten-Ader“
ist er ob der sporadischen „Schmankerl“ ein
Verlust, wenn er nicht aufläuft und als
Edeljoker wird er unzufrieden bleiben…..


ursula
10. März 2011 um 20:07  |  13799

Ich liebe „Zickenkriege“, insbesondere wenn
Keiner mehr weiß warum…..

….(richtig, und dann freut sich der Dritte!)

Mich freut aber auch, dass HIER ein bißchen
mehr „Leben“ reinkommt! Muss ja nicht
gleich persönlich werden und kränken…..
Frohe Fahrt mir dem Flieger!


wilson
10. März 2011 um 20:11  |  13800

@ Blauer Montag

Reizthema für mich !

Vor einem Jahr verschrieb mir mein Arzt (nein, nicht Dr. House) ein neues, angeblich besser wirkendes Blutdruck senkendes Mittel. Siehe da – die Werte besserten sich. Dann schoss Ronny seine ersten Freistöße für Hertha BSC. Der pharmazeutischen Industrie wurden ihre Grenzen aufgezeigt.


10. März 2011 um 20:13  |  13801

ja wenn ihr rumzicken wollt
ursula und hurdie,
dann hängt euch doch einfach an den thread von gestern. Ich halte das Thema noch nicht in allen Aspekten abschließend behandelt … ;- 😉 😉 😉


10. März 2011 um 20:16  |  13802

Soviel zu Ronnys Freistößen hurdie

Aber wer tritt diese statt seiner einer?
Ursulas Idee ist ja charmant, aber nicht sooooooooo realistisch.


ursula
10. März 2011 um 20:16  |  13803

Sehe ich auch so und außerdem sehe ich dem
Markus Babbel überhaupt und nicht ein ganz
kleines bißchen ähnlich!

Bin viel schöner und klüger und überhaupt…..

….aber „zicken“ ist schön! Wo sind echte Gegner!
Gebt mir die Klitschkos!!!


ursula
10. März 2011 um 20:39  |  13807

Liebe so etwas, „der pharmazeutischen Industrie
wurden ihre Grenzen aufgezeigt“….

….und es begann die Fastenzeit, warum!?


f.a.y.
10. März 2011 um 21:02  |  13809

@BM: die Freistösse macht ab sofort Ruka. Der kann das nämlich richtig gut.

Aber ich bin bei @ursula, was unseren Zuckerhut-Zuckerpasser angeht. Ohne ihn wirds irgendwie einfach nur ein Fussballspiel sein…


slippen
10. März 2011 um 21:10  |  13810

Lieber ein Fußballspiel als wieder so eine Zirkusprobe… Nur weil der Herr Ronny vor Jahren mal einen Sonntags-Schuss ausgepackt hat, heißt das nicht, dass er es wieder tut. Wäre ja so, als würde ich nach ’nem Lottogewinn weiterspielen in der Hoffnung auf die nächsten 6 Richtigen. Aber Wahrscheinlichkeitsrechnung ist wohl nix für Fußballer – und nix für mich 😉


10. März 2011 um 21:14  |  13811

ich empfehle sowieso einigen, die verzückt über unseren Kader schwärmen, hin und wieder beim Training vorbeizuschauen, das erdet…
Solch ein Training dürfte fürchterlich nerven- glaube nicht, dass es positive Aspekte geben kann; es wird in eine Schublade gepackt ( da steht „vergessen“drauf)-und morgen ist ein neuer Tag. Bis dann irgendwann wieder die ganzen Eisenmännchen auf dem Platz stehen..


slippen
10. März 2011 um 21:21  |  13812

Wollte mich an dieser Stelle mal für die vielen Trainingsberichte bedanken. Komme von Berufs wegen so gut wie nie dazu. Aber durch diesen tollen Blog weiß jetzt sogar ich bescheid…

Waren die beiden Kandidaten für Außen auch dabei und was haben die für ’nen Eindruck hinterlassen ?


Blauer Montag
10. März 2011 um 21:22  |  13813

@f.a.y.
Ruka=guter Linksaußen
Ruka=gute Standards
Ruka=Stammspieler

Soooooo einfach kann fußball sein.


ubremer
ubremer
10. März 2011 um 21:31  |  13814

@slippen,

Wollte mich an dieser Stelle mal für die vielen Trainingsberichte bedanken.

bitte, gern geschehen. Wer sind als Kandidaten für Außen gemeint: Rukavytsya und Ebert? Ebert war auf der Seite, auf der ich schauen konnte. Er ist mit den Verhältnissen, naja, ganz ordentlich zurecht gekommen. Ruka war auf der anderen Seite. Von meinem Standpunkt aus war der gesamte Kader plus die ‚Eisenkameraden‘ dazwischen – kann zu ihm nix sagen.

@hurdie,

Eher ne Frage an die Trainingsbeobachter. Ist das mit Aerts öfter so, dass er nur Augentraining macht (was auf eine längerfristige Verletzung hinweisen könnte), oder nur im Moment so (um seine Rückenverletzung zu schonen)?

Die Torwarte machen häufig abseits der Gruppe ihr eigenes Training. Das ist für Kiebitze nicht so gut einsehen. Aber auf dem Platz habe ich Aerts in den acht Monaten in Berlin so wie heute noch nicht erlebt.


f.a.y.
10. März 2011 um 21:33  |  13815

@BM: 😉
@slippen: etwas mehr als einen ruhmreichen Schuss von anno dazumal hat Ronny schon zu Herthas Spielen beigetragen. Ich bin ganz sicher schwerst genervt, wenn ich ihn schon zum Freistoss laufen sehe. Ist aber nicht meine Aufgabe, den Schützen zu bestimmen. Falls sie es je wird: Ruka. Ansonsten kann Ronny einfach Pässe von denen Raffa nachts träumt. Nix Zirkus. DAS ist der Grund, warum ich ihn gerne spielen sehe. Er lebt die Chaostheorie.


dieter
10. März 2011 um 21:36  |  13816

@ubremer

Ich denke gemeint sind/waren die beiden (Rechts)außen der Viererabwehrkette, die als Vertretung für Lell in Frage kommen.
Also Janker und Morales. 😉


hurdiegerdie
10. März 2011 um 21:37  |  13817

Na gut, da keiner mir antwortet,spekuliere ich mal, dass Aerts seine Rückenverletzung noch nicht völlig auskuriert hat bzw. seinen Rücken sicherheitshalber noch schont.


slippen
10. März 2011 um 21:41  |  13818

Danke Dieter 😉 genau die 2 meinte ich. Waren die nach dem Spiel gestern überhaupt dabei ?

@ f.a.y. Da stimme ich voll mit Dir überein. Aber momentan scheinen die Jungs auch ohne Zauberpass klarzukommen, und dass Ronny sich bei der „Eisenmann-Übung“ hervorgetan hätte, war auch nicht zu lesen. Aber stimmt schon, wenn er eingewechselt wird, kann er vielleicht noch den Ball entscheidend auf Ebert oder Lassogga oder beide spitzeln 😉


ubremer
ubremer
10. März 2011 um 21:46  |  13819

ach soooo.

Das ist kurz zu beantworten: Janker und Morales sind 25 Minuten ausgelaufen und dann rein in die Kabine.


Sir Henry
10. März 2011 um 21:53  |  13823

Sag mal, ubremer, die Konkurrenz schreibt über den Investor und ihr schweigt Euch aus. Was ist los?


dieter
10. März 2011 um 21:54  |  13824

Und wer hat dabei den besseren Einruck gemacht?
Ist einer gegen die Eisenkameraden gelaufen? 🙂 😉


10. März 2011 um 21:54  |  13825

@hurdi: die Male, die ich da war, hat Aerts das ganz normale Programm abgespult, wie die anderen beiden. Ich habe von TW-Training wenig Ahnung. Aber alles, was ich mal über Kahn, Lehmann , Köppke und so gesehen und gehört habe..hört sich intensiver an, als das, was ich bei der Hertha diesbezgl sehe. Das TW-Training ist irgendwie eigenartig uninspiriert, wenig , was über „Üben“ hinaus geht.
Aber wirklich Ahnung habe ich von Torwarten nicht…muss jemand Kompetenteres mal beurteilen.
Wenn ich vorpresche, sage ich: Training Babbel& co: Note 2
Training Fiedler: ca 4..(ohne Gewähr)


ubremer
ubremer
10. März 2011 um 21:58  |  13826

@Sir Henry

Was soll los sein? Das war zweimal eine Morgenpost-Exklusivgeschichte: Dass es acht Millionen geben wird. Wie das Modell funktionieren wird. Dann hat Gegenbauer im Morgenpost-Interview noch erzählt, warum der Deal in dem Moment platzt, indem der Name des Investors bekannt wird. Heute ist der Vertrag, wie in der Morgenpost am Dienstag angekündigt, unterschrieben worden.

Also habe ich die Unterschrift und den Deal nur als Einstieg für den Print-Text der Morgenpost genutzt: Mit wie viel Geld plant Hertha die Bundesliga? Mit wie wenig die Zweite Liga? Gibt es neue Spieler? Und warum die Geschäftsstellen-Mitarbeiter ganz kräftig die Daumen drücken, dass Hertha aufsteigt 😉


hurdiegerdie
10. März 2011 um 22:00  |  13827

Danke ubremer, apolinaris,
ich hatte meinen zweiten Post abgeschickt, bevor ich eure Antworten gesehen habe.
Scheint also wirklich eher akut mit dem Rücken zusammenzuhängen.


Sir Henry
10. März 2011 um 22:06  |  13830

@ubremer

Frag ja nur, weil die anderen eine Story draus machen und online ist von der Morgenpost noch nichts zu finden.

Schön, dass das Ding nun durch ist.

Way to go, wie der Amerikaner sagen würde.


10. März 2011 um 22:38  |  13836

Der gehässige Fan würde sagen: Der Aerts hält doch auch im Spiel die Bälle nur mit dem Augen….
aber ich mache das natürlich nicht.

Ich fühle mich mit meinem Perdedaj Vorschlag als RV ignoriert……… schnief…. aber ist schon klar da ist der Tunnfish mal unterwegs und schon wird er nich mehr beachtet…

@ubremer
Aber jetzt IST der Vertrag doch unterschrieben, also los, sei investigativ!


ubremer
ubremer
10. März 2011 um 23:02  |  13839

@Tunnfish,

Aber jetzt IST der Vertrag doch unterschrieben, also los, sei investigativ!

Rotwein-Thema: Mal angenommen, es gelingt dem Journalisten zu enthüllen, wie die Beteiligungsgesellschaft heißt, die hinter dem Deal steckt. Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit (wie die Morgenpost das mit der „F.U.G.E. Beteiligungen GmbH“ und den vier Millionen Euro Genussscheinen enthüllt hat) ein Anwalt/Notar sein. Der den Deal treuhänderisch verwaltet für einen Mandanten, den er nicht nennen wird. Mal angenommen, der Journalist findet dennoch heraus, in wessen Auftrag der Anwalt/Notar tätig ist. Das wird publiziert. Großes Raunen. Anerkennung bundesweit. Es hagelt Journalisten-Preise.

Und Hertha wird die Lizenz entzogen, weil nun die Klausel greift: Bei Bekanntwerden des Investors ist der Vertrag nichtig.

Die Rotwein-Frage: Journalismus und Verantwortung: Was ist klüger: Angreifen? Oder Beine hochlegen?


dieter
10. März 2011 um 23:12  |  13840

Dafür braucht man keinen Rotwein!

Beine hochlegen!!! 😉
Es gibt wichtigeres.


hurdiegerdie
10. März 2011 um 23:17  |  13841

hmmm @UB, wenn dem so wäre, würden dann nicht nächstes Jahr alle Mannschaften, die mit Hertha im Abstiegskampf stecken, Privatdetektive anheuern, um genau das rauszubekommen?

Wir sitzen auf einem Pulverfass. 😯

Irgendwann, wenn ich wieder da bin, möchte ich ja doch wissen, warum eine Erstligasaison ca. 30 Mio mehr kostet als eine Zweitligasaison. So zumindest BZ, die von einem Etat in der ersten Liga von 60 Mio ausgeht (jetzt etwa 33??? Mio). Ähem, es sind nicht (nur) die vielen besseren Spieler, die kommen werden. 😕 Aber es steht wahrscheinlich im Bundesanzeiger. Ich checke das mal in einer Woche. So Schluss jetzt.

Guts Nächtle


ursula
10. März 2011 um 23:22  |  13842

Na nun hat der „appolinaris“ mir doch einmal
indirekt Recht gegeben, dass der gute „Fidel“
nicht unbedingt von „Eiergelbsucht“ befallen,
als der Torwarttrainer schlechthin bezeichnet werden kann, für mich diametral, also eben
genau das Gegenteil!

Das Hertha BSC eigentlich aktuell keine
tauglichen Torhüter für die 2. Liga hat,
kommt für mich nicht von ungefähr und
hat schon fast etwas dramatisches, wobei
für mich das Missverständnis Burchert –
Fiedler auf Gegenseitigkeit, sich längst
einmal höheren Ortes hätte angenommen
werden können…..


ubremer
ubremer
11. März 2011 um 0:39  |  13849

@hurdie,

Irgendwann, wenn ich wieder da bin, möchte ich ja doch wissen, warum eine Erstligasaison ca. 30 Mio mehr kostet als eine Zweitligasaison.

das liest Du doch morgen alles in Deiner Morgenpost 😉 Kurzversion für Internet-Junkies: Weil die Einnahmen aus dem TV sowie dem Sponsoring in der Bundesliga deutlich höher sind als in Liga zwei. Abgesehen davon müsste Hertha für ein weiteres Jahr in der Zweiten Liga auf allen Ebenen drastisch sparen.
Die Eckdaten für die Bundesliga 2011/12: etwa 54 Millionen Euro. Zweite Liga etwa 22 Millionen.


Sir Henry
11. März 2011 um 6:40  |  13859

@Tunnfisch

Das Problem mit der Investigativität ist, dass sie nicht unendlich zur Verfügung steht. Das kann man mit der Mana-Kugel bei Rollenspielen vergleichen. Die füllt sich auch nur langsam wieder auf.

Es wurde gerade ein riesiger Schluck Investigavität für den Hammerbericht aus dem Tierpark verbraucht (Stichwort: Pinguindame Hertha). Gerüchten aus der Tierparkverwaltung zufolge, hat sich ub drei Wochen in schwarzem Anzug und weißem Hemd unter die Tiere begeben um ganz nah dran zu sein. Nach zweieinhalb Wochen betrachteten die possierlichen Vögel unseren Blog-Pappie als einen der ihren und gaben ihm als Gunstbeweis jeden Morgen ganz frisch ausgewürgten Fischbrei zum Frühstück. Der Lohn des Ganzen: beim Besuch der beiden Herthaspieler Burchert und Lustenberger gelangen ihm Einblicke, die dem Rest der Journalistentraube nicht möglich waren. Zeugnis darüber legt dieser Artikel ab

http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article1569410/Hertha-trifft-Hertha.html

Im nächsten Jahr darf ub dann beim Schlüpfen des Nachwuchses eine Homestory bei Hertha machen. Immer GANZ NAH DRAN. Es spricht übrigens für unseren sympathischen bremu, dass er einem Kollegen die Lorbeeren für diesen Artikel überlässt. Es findet sich nämlich nicht sein Name unter dem Artikel.

😉


Pal Dardai
11. März 2011 um 7:37  |  13860

Soweit ich weiß hat Ronny in Portugal schon des öfteren als AV gespelt. Warum dann nicht mal das testen. Was ich von Kobi seit Wochen zu sehen bekomme ist meist zu Haare raufen. Und vielleicht würde dann auch mal etwas Offemsivgeist über diese Position kommen. Und Kobi sehe ich eh nicht mehr in der 1. Liga. Also den 23Jährigen Ronny da mal testen.


backstreets29
11. März 2011 um 8:09  |  13862

hauptsache die 8 Mio sind jetzt mal geflossen, alles andere ist mir latte.

Eine Frage habe ich noch: Kennt jemand eine Statistikseite a la bundesliga.de für die Champions League?


Exil-Schorfheider
11. März 2011 um 8:11  |  13863

@ubremer

Schön, dass die Einnahmen in der BL drastisch höher sind, aber ich glaube, hurdie geht es eher darum, zu erfahren, warum die Ausgaben dann wieder drastoisch anteigen. Nur am Spieleretat und S5-Zahlungen kann das dann nicht liegen, denke ich.
Am Beispiel der letzten Buli-Saison wurde der Etat ja auch um 30 Mio geschrumpft… die Hälfte davon lege ich mal auf den Spieleretat um. Bleibt nun die Frage: Wo wurde der Rest eingespart!?


Exil-Schorfheider
11. März 2011 um 8:46  |  13864

@ubremer

Nach Lekütre Deines Artikels habe ich noch mal Anmerkungen:

Der Etat wurde gar um 45 Mio geschrumpft, wenn ich Deinen Planzahlen folgen darf.
Aber: Du schreibst

„Für die Zweite Liga wird der Haushalt auf rund 22 Millionen reduziert. Auch hier der Vergleich: Für die aktuelle Saison im Unterhaus hatte Hertha mit 30,5 Millionen Euro gerechnet. (Nebenbei: Tatsächlich wird sich der Umsatz für 2010/11 auf 45 Millionen Euro belaufen.). “

Umsatz ist m. E. nach nicht gleich Etat.


sunny1703
11. März 2011 um 9:51  |  13866

Mich interessieren die Modalitäten des Vertrages schon.
Gehen wir mal von dem aus was im tsp steht,so erwirbt jemand für 8 Millionen 30-50% an 4-7 spielern gemessen an dem heutigen Marktwert.
Da es fast unmöglich ist bei niedrigeren als 50% Beteiligungen, beim Marktwert der herthaspieler auf die entsprechenden 8 millionen zu kommen müssen 4-7 spieler sozusagen 16 millionen marktwert erreichen.
Dies ist laut transfermarkt.de mit den spielern Raffel,Ramos,Ebert,Lustenberger,Hubnik und Ruka bzw Lasogga möglich.Andere kommen wegen des Alters,wegen der Aufstiegsklausel,wegen der Ausleihe nicht in Frage.
Nun kommt es also darauf an,wie hoch ist die Verzinsung die der Investor erhält,wenn Transferüberschüsse beim Spieler erwirtschaftet worden sind.
Im Tsp äußerte der Forist@ahnungsloser was von 5%.
Wäre das der Durchschnitt der variaben Vezinsung,muss der Investor ein Gönner aus der allernächsten Nähe von Hertha sein,denn höchstens 5% auf eine solche Summe, bei diesem Risiko bekommt man selbst in der jetzigen Niedrigzinsphase,weniger risikoreich.Dazu kommt,dass vermutlich in der nächsten zeit die Zinsen angehoben werden.
Also werden es sich vermutlich um deutlich höhere Verzinsungen handeln.
Und wenn es das ist,fragt man sich verscheuert Hertha nicht ihr „tafelsilber“?!
Wäre die neue Lizenz ohne die 8 Millionen nicht zu bekommen gewesen?
Ich warte auf genauere Informationen und hoffe ihr tut das was ihr vor Moanten versprochen habt uns nämlich genaueres mitzuteilen,sobald alles unter dach und fach ist.
Dahinter wird die Frage des wer fast schon unwichtig.
Doch auch die interessiert mich.
Als Mitglied möchte ich schon wissen,wer meinen Verein finanziell unter die Arme greift.
heimlichtuerei ist manches Mal nachvollziehbar,aber ich w erde dann auch wieder an Kohls Schweigen gegenüber den Parteispenden erinnert.
Doch vorerst reichen mir schon mal die Modalitäten des Vertrages.

lg sunny


pax.klm
11. März 2011 um 10:11  |  13867

apollinaris, das mit dem Training ist mir jetzt öfter schon mal so gegangen!

gerdie und ursel, die neuen Zicken- Amazonen.
Ich weiß bei der Lage in Lybien schwierig, aber: Ihr habt doch auch so schon genügend Öl ins Feuer gegossen!


ubremer
ubremer
11. März 2011 um 10:12  |  13868

@sunny,

ich warte auf genauere Informationen und hoffe ihr tut das was ihr vor Moanten versprochen habt uns nämlich genaueres mitzuteilen,sobald alles unter dach und fach ist.

es ist nicht dagegen einzuwenden, dass die Konkurrenz sich mit dem Thema befasst. Aber ich erlaube mir darauf hinzuweisen, dass die Morgenpost am 16. Januar die Frage „Wie funktioniert der 8-Millionen-Deal“ ausführlich beantwortet hat.


ubremer
ubremer
11. März 2011 um 10:30  |  13870

@Exil-Schorfheider,

“Für die Zweite Liga wird der Haushalt auf rund 22 Millionen reduziert. Auch hier der Vergleich: Für die aktuelle Saison im Unterhaus hatte Hertha mit 30,5 Millionen Euro gerechnet. (Nebenbei: Tatsächlich wird sich der Umsatz für 2010/11 auf 45 Millionen Euro belaufen.). ”

Umsatz ist m. E. nach nicht gleich Etat.

Im heutigen Text habe ich jeweils Herthas Planzahlen, die vor der Saison bei der DFL abgegeben werden, miteinander verglichen. Also die Bundesliga-Planung 2009/10 mit der für 2011/12 und die Zweitliga-Planung von 2010/11 mit der für 2011/12. Gemeint ist jeweils der Gesamt-Etat/Gesamt-Budget/Gesamt-Haushalt.
Dass die tatsächlichen Zahlen, nach Ablauf einer Saison immer anders ausfallen, als in der Planung ist bekannt. Habe mir nur erlaubt, hier die Größenordnung mitunterzubringen, wie Hertha die Serie 2010/11 tatsächlich abschließen wird. Sorry, sollte keine Konfusion anrichten.

Was die Begrifflichkeit angeht, weiss @Mineiro viel besser als wir, dass man im Finanzsprech – damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht – viel exakter sein kann: Ist die Rede von der Ausgaben-Seite? Oder von der Einnahmeseite . . .

Zu Deiner anderen Frage, warum das Volumen in der Zweiten Liga für 2011/12 so viel geringer wäre als in der Bundesliga: Weil Hertha brutalst sparen müsste: Beim kickenden Personal, bei der Jugendarbeit, auf der Geschäftsstelle . . . alles, wo der Verein Geld ausgibt, stünde auf dem Prüfstand. (Hoffen wir mal, dass dieser Kelch an Hertha vorbeigeht).
Und in der Bundesliga würde Hertha mit einem 54-Millionen-Etat im Vergleich zur Konkurrenz in der unteren Hälfte liegen, aber nicht im letzten Viertel.


Exil-Schorfheider
11. März 2011 um 10:45  |  13872

@ubremer

Meine andere Frage galt dem Vergleich zur Vorsaison:
2009/ 2010Buli = 75 Mio Gesamt-Etat
2010/2011 2. Buli = 45 Mio Gesamt-Etat

Von diesen 30 Mio rede ich. Klar, der Spieler-Etat wurde von 30 Mio auf 15 Mio gekürzt, aber was sind die anderen 15 Mio an Einsparungen? Nur an Einsparungen in der Akademie, der Geschäftstelle etc. kann das nicht liegen, oder?

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Bayern einen 300 Mio Etat hat, wenn es heißt, es werden jedes Mal neue Umsatzrekorde vermeldet.


ursula
11. März 2011 um 10:46  |  13873

Man kann doch so wohl als auch, die
Einnahmen als das monetäre Äquivalent,
der ggf. zu veräußernden Spieler, mit Gütern
und Dienstleistungen gleichsetzen, die dann
zur Erhöhung des Geldvermögens führen
und korrespondierend die Ausgaben behandeln!

Oder habe ich jetzt wieder einmal etwas falsch
verstanden! Ich hätte auch gern mehr über
die „Modalitäten“ gewusst…..


Ostkurven-Fanatik
11. März 2011 um 10:52  |  13874

Also bei allem Vertrauen in die investigativen Fähigkeiten unserer Blogväter, aber um auf die FUGE und den Namen des Treuhänders zu stoßen, muss man kein Journalist sein. Da genügt ein Blick ins Handelsregister. Clemens Scholz-Remes wird in den letzten Tagen wieder eine Menge zu tun gehabt haben 😉


ubremer
ubremer
11. März 2011 um 11:18  |  13875

@Exil-Schorfheider,

habe mal einen Bayern-Link rausgesucht. Die vermelden für 2009/10 einen Umsatz von 312 Millionen Euro.

zu Hertha (aus dem Gedächtnis/bin gerade nicht im Büro):
weiteren Posten neben dem Personaletat, die deutlich geringer ausfallen:

TV-Geld 2009/10 (= Bundesliga) 21 Millionen.
TV-Geld 2010/11 ( = Zweite Liga) 7,9 Millionen

Werbung/Sponsoring 2009/10 = 35 Millionen
Werbung Sponsoring 2010/11 = 16 Millionen

@Ostkurven-Fanatik,

völlig d’accord, der Weg zum Handelsregister lohnt sich. Was passiert, wenn man diesen Weg weitergeht, hat die Morgenpost 2009 beim Thema Genussscheine hier aufgeschrieben 😉
Will man nun weiterkommen, braucht es Wikileakdeske Informanten.

P.S. Ein anderer Weg ist der, den @Treat im kommenden Post beschreibt: Die Mitglieder fragen das Präsidium auf der nächsten Mitgliederversammlung.


Treat
11. März 2011 um 11:19  |  13876

@sunny

Du hast echt zu viel Zeit! 😉

Blauweiße Grüße
Treat

P.S.: „Als Mitglied möchte ich schon wissen, wer MEINEM Verein finanziell unter die Arme greift…“ Anflug von Größenwahn? Es gibt gewählte Gremien im Verein, die sich PROFESSIONELL mit diesen Dingen befassen. Und jetzt kommt Spürhund „Sunny“ und deckt die große böse Verschwörung auf? :mrgreen:

Wenn du den Allen „da Oben“ so wenig traust, dich permanent verraten und verkauft und nicht ausreichend informiert fühlst, hast du aus meiner Sicht exakt drei Möglichkeiten:

1. Du kannst bei der nächsten Wahl zu den Gremien andere Kandidaten wählen.

2. Sagt dir kein anderer Kandidat zu, kannst du selbst versuchen, dich aufstellen zu lassen.

3. Wenn 1. und 2. nicht mehrheitsfähig sein sollten, kannst du entweder die Regeln der Mehrheitsdemokratie anerkennen und die gewählten Gremien ihre Arbeit machen lassen oder, wenn du dich dazu nicht in der Lage siehst, aus dem Verein austreten.

Das hat alles nichts mit Ja-Sagerei oder Duckmäusertum oder kritiklosem Hinnehmen oder dem Verbot der sachlich – kritischen Nachfrage zu tun!

Es hat aber damit zu tun, die eigene Position mal realistisch einzuordnen und zu verstehen, dass ein Gremium, welches sich wegen jedem Detail, das möglicher Weise 1 von 20.000 Mitgliedern interessieren, möglicher Weise auch ein paar mehr, solange nackig mahen muss, bis die Wissbegierde des betreffenden Mitglieds gestillt ist ( man zahlt ja schließlich stolze 60 Euronen im Jahr, dafür hat man auch Rechte!), schlicht nicht mehr handlungsfähig wäre!

Hier ist schon 100 Mal darüber diskutiert worden, ob man bei Hertha eine Verschleierungspolitik fährt oder ob man eigentlich eine recht transparente Vereinsführung und auch Finanzpolitik betreibt. Für meine Begriffe gab es immer wieder Zahlenwerke und sonstige Nachweise, die alle Informationen enthielten, die ein Verein verantwortungsbewusst überhaupt an die Mitgliederbasis weiter geben kann. Natürlich bedeutet das nicht die Offenlegung ALLER Details, schlicht, weil das EINFACH NICHT MÖGLICH WÄRE und zudem gegen diverse gültige Verträge verstoßen würde, wodurch diese zum Teil ungültig würden, was widerum fatale Folgen für den Verein hätte.

Ist es wirklich so schwer zu akzeptieren, dass wir als „kleine Basismitglieder“ nicht alles wissen brauchen und auch nicht alles wissen dürfen, was die von uns dafür ausgewählten Profis „da oben“ tun???

Tschulljung, war wirklich nicht böse gemeint aber geht mir gerade echt wieder gewaltig auf den Sack, diese ewigen „Verschwörungstheorien“ und auch die Anspruchshaltung: „Mir müssen DIE Alles sagen, was ICH wissen will, schließlich bin ich MITGLIED!!!“

Aber wahrscheinlich habe ich das Alles wieder völlig fehlinterpretiert und entschuldige mich daher schon mal sicherheitshalber im Voraus bei Allen, denen ich mal wieder völlig zu Unrecht zu nahe getreten sein könnte…

Blauweiße Grüße an alle „Mitverrückten“
Treat


Ostkurven-Fanatik
11. März 2011 um 11:29  |  13877

@ubremer
diesen artikel von euch hatte ich nicht mehr in erinnerung. da ichberuflich viel mit dem handelsregister zu tun hab, bin ich nach dem die ersten genussscheine gezeichnet wurden – aus reiner neugier – den selben weg gegangen. schön zu sehen, dass ihr als profis manchmal auch nichts anderes macht 😉


L.Horr
11. März 2011 um 11:30  |  13878

… Die „holprige Trainingseinheit“ bestehend aus Kurzpaßspiel oder Doppelpässen kann man solitär erst einmal so hinnehmen.

Genauer betrachtet aber ist sie vielleicht ein besognis erregendes Indiz dafür , weshald diese technischen Unsicherheiten auch im richtigen Spiel immer wieder für die Verlangsamung des selben verantwortlich sind.

Das ergibt einen Sinn , da unser Spielaufbau meist schleppend langsam vorgetragen wird , und wird´s dann mal schneller , Passungenauigkeiten einen in den Wahnsinn treiben.

Unter diesem Gesichtspunkt war die Einheit mit 40 Minuten länge reichlich eng bemessen.
Vielleicht künftig 2×80 Minuten täglich Technik und Basllgefühl trainieren lassen !
🙂


sunny1703
11. März 2011 um 11:31  |  13879

@treat
Ich rede für mich,ja für ein(1) Mitglied,wenn Du alles über Dich ergehen lässt,ist das Deine Ansicht und die sei Dir gegebn.
Ich werde aber meine Mitgliedschaft NICHT so interpretieren wie Du und das respektiere doch auch bitte.
Ich habe keine Verschwörungstheorie ausgesprochen,ich habe aber ein Interesse,wenn auch eher nebensächlich,wer hinter diesem Investor steckt.
Geheimhaltungen stehe ich auf diesem Gebiet sehr vorsichtig gegenüber ,wenn Du das als Verschwörungstheorie bezeichnet,auch Dein Ding,ich werde nicht in die gleiche Argumentationskiste greifen,weil ich weiß,dass du jetzt gerade mal wieder nur einen Hals hast.
Ich habe meinen Ausführungen nichts hinzu zu fügen oder gar abzuschwächen.

lg sunny

PS.Allen die gerade Bekannte Freunde oder gar Verwandte in Japan haben,begleiten meine besten Hoffnungen und Wünsche,


ursula
11. März 2011 um 12:04  |  13880

Ich weiß nicht, was HIER wieder „rumgeeiert“
wird? „WIR“ hatten das „Problem“ doch auch
schon unbefriedigend behandelt, wie ich finde,
vor kurzem!

Ich fühle mich nach wie vor „verarscht“ und
die Verschweigungstheorie, nicht dran drehen,
kann ich nicht nachvollziehen! Was passiert?
Und genau das möchte ich explizid wissen, als
Vereinsmitglied, wie normaler Steuerzahler!!

Jeder Absolvent eines 1. Semesters der Volks-
oder Betriebswirtschaft, wird mit dem Begriff
„Passivtausch“ konfrontiert, letztlich Positions-
tausch-Vorgänge auf der Passivseite der Bilanz!

Es ist doch völlig sekundär, ob ein privater
Geldgeber, Investor oder eine BANK, liquide
Mittel bereitstellen, oder ein Sponsor/Investor
„frische Mittel“ (Kapital) bereitstellt…..

Es findet doch so oder so NUR ein Wechsel
der Gläubiger bzw. eine Umschuldung statt!!
Es findet doch nur ein „kosmetisch reduzierter“
Schuldenstand statt! Denn, auch wenn reines
Fremdkapital „anders“ behandelt wird, als
„frisches Eigenkapital“ als „haftendes Eigen-
kapital, es ist letztlich völlig egal……

…..und sunny, hurdie und ich u. a. möchten mehr wissen, als „unser“ FinanzEXPERTE
Schiller so preisgibt bzw. offiziell nachgelesen werden kann oder was (?)!!!


Treat
11. März 2011 um 12:08  |  13881

1. Ich habe keinen Hals, dafür bin ich zu fett! 😉 Im Ernst, ich bin überhaupt nicht auf 180, nicht mal auf 120, das momentane Gefühl ist eher so ein resignatives „Kopfschütteln“… <– gefährliches Wort hier im Blog. 😉

2. Ich nehme eben nicht alles hin, das habe ich mehr als deutlich gemacht aber diese Differenzierung hast du wieder einmal geflissentlich "überlesen". Ich stelle lediglich die Verhältnismäßigkeit deines Informationsbedarfs in Frage und das ist dann eben MEINE Meinung. Die habe ich geäußert, nicht mehr, nicht weniger.

Sieh du es, wie du es siehst und lass es mich sehen, wie ich es sehe. Ich habe dir meine Meinung geschrieben und versucht, dich mal zum Nachdenken anzuregen, du siehst dazu keinen Anlass – dann ist das eben so.

Aber wenn du dich hier zu deinen Meinungen und Wertungen jederzeit verbreiten und mir Griffe in irgendwelche unsachlichen Argumentationskisten unterstellen darfst, dann lass mich bitte meine Meinung dazu auch schreiben, ohne mich oberlehrerhaft zurecht zu weisen. Mal sehen, ob du das hin bekommst, das mit demselben Maß zu messen… :mrgreen:

Noch immer fröhliche, blauweiße Grüße und ein schönes Wochenende – und natürlich betroffene Grüße in alle Regionen dieser Welt, in denen mal wieder irgendwelche Katastrophen stattfinden,

Treat


ubremer
ubremer
11. März 2011 um 12:11  |  13882

@ursula,

Wollen darf man viel. Man kann sich auf den Marktplatz stellen und es so laut brüllen, damit alle verstehen, was man selbst will. Nur muss man sich in dieser Frage über die eigene Rolle klar sein. Es ist völlig unerheblich, was Du willst, was @sunny will, was @hurdie will oder was ich als Journalist will.

Die Zustimmung zum 8-Millionen-Deal hat das von den Mitgliedern gewählte Präsidium erteilt. Von den neun Präsidialen haben mutmaßlich acht nicht gewusst, von wem das Geld kommt. Dennoch haben sie zugestimmt.
Also ist für die Mitglieder das Präsidium zu befragen.
Und ich ahne jetzt schon, wie die Antwort ausfallen wird: „Es gab die Alternative acht Millionen, die Hertha Lizenz sichern von einem anonymen Geldgeber. Oder keine acht Millionen. Das wäre es mit der Lizenz sehr schwer geworden.“


L.Horr
11. März 2011 um 12:15  |  13883

… ich bin ob der 8 Mio nicht irritiert , es war/ist klar das durch den Investor quasi nur eine „Umschuldung“ stattgefunden hat um den Lizenzierungsbedingungen der DFL zu gefallen.

Stichwort Eigenkapital !

Der „Investor“ machte die Umschuldung halt nur , wenn man Hertha glauben darf , günstiger und variabler als eine Bank-Umschuldung.

Das dieser Investor sich Anonymität ausbat muß nicht unbedingt interessieren , würde aber meine spezifische Neugier befriedigen.


dieter
11. März 2011 um 12:44  |  13885

@Treat

Danke für deine letzten beiden Beiträge!
Du sprichst mir aus der Seele. 😉

Manchmal kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln.


sunny1703
11. März 2011 um 12:46  |  13886

@ubremer
Dein letzter Satz beinhaltet meine Fragen.War die Lizenz selbst für die 1.Liga nur mit diesen 8 Millionen zu bekommen?
Dann hat man uns doch immer wieder was vorgemacht,als man zweigleisig plante und meinte alles würde sehr eng werden ,aber die Lizenz sei schon für beide Ligen zu bekommen.
An diesen Aussagen zweifel ich nicht,Du scheonbar schon!
Denn dann frage ich mich wozu ein Spielen um die 1.Liga,wenn (jetzt im Falle ohne die 8 Millionen )keine Lizenz zu erhalten ist,und wir vermutlich gar in Liga 3 oder 4 gesteckt werden.
Ist es so brenzlig gewesen,wie von Dir vermutet hat man uns alle sozusagen die Schwere der Situation die ganze zeit beschönigt,wenn ich das bei den so oder so schon schlimmen zahlen so nennen darf.
Ich vermute nein,die Lizenz wäre mit sicher großen Einsparungen auch für Liga 2 erteilt worden,von Liga 1 ganz zu schweigen.
natürlich geht der Investor ein großes Risiko ein und das lässt er sich im Erfolgsfall sehr gut bezahlen,denn die in der Mopo Info vom 16.01. genannten Modalitäten beinhalten einerseits extreme Zinszahlungen,andererseits beim Nichtaufstieg mit einem ziemlichen Verlust für den Investor.
Im günstigsten fall für den verein sehe ich diesen Abschluss für mehr Spielraum für einen eventuellen Verbleib in Liga 2.

Was aber auf jeden Fall erlaubt sein muss,ist Fragen zu stellen.
leider sind solch unbequeme Fragn in den zeiten des „was kostet die Welt“ bei Hertha BSC nicht gestellt worden.
Die Herren die damals die Hände untersützend gehoben haben,sitzen heute auch in verantwortlicher Position.Ich möchte ihnen den Willen zu einer Änderung der damaligen Positionen gerne zubilligen.
Der gute Schiller ist knallhart,aber mir dennoch sympathisch.
Doch all das wird mich nicht zu einem Armheber machen lassen,der dann in 10 Jahren sich fragen lassen muss,warum habe ich damals nicht wenigstens das Maul aufgemacht,sondern nur brav alles auf die da oben abgewälzt,als der wirtschaftliche Karren gegen die wand gefahren wurde.
Es sind sehr viel fragen offen und nochmals die nach dem wer ist dabei noch die uninteressanteste!
lg sunny


11. März 2011 um 12:47  |  13887

bei Geldangelegenheiten schweigt man auch manchmal..wer wollte dem widersprechen??-Schon alleone, weil Leute mithören, denen man nun wahrhaftig nichts auf dem Silbertablett servieren möchte. Der „gläserne Geschäftsmann“ ist nicht machbar in dieser unserer Zeit..es sei denn man hat suizidale Momente…


ursula
11. März 2011 um 13:18  |  13891

@ ubremer,

..“wäre es mit der Lizenz sehr schwer geworden“!
Wollen darf man eben NICHT viel, wenn ich die
offiziellen Statments zur Lizenzvergabe Liga 1 +2
Revue passieren lasse, sträuben sich noch im
nachhinein mein Nackenhaare!

Diese Ignoranz und Verdummung hat doch
längst „Hoeneßsche Ausmaße“ erreicht und
in der unbekümmerten Frechheit bekannter
Protagonisten, diese bereits übertroffen…..

…..“sport-five“ lässt grüßen und bitte, auch
da haben die zugegeben gutgläubigen oder
besonnenen (?), investigativen Journalisten
eingeräumt, mehr aufklärende (BEIZEITEN)
Recherche hätte gut getan…..

Wenn eine Verknüpfung von Lizenzvergabe
und intensiverer Berichterstattung schon so
dramatische Sachzwänge auftut, wie steht
es denn, die Frage stelle ich alle Jahre wieder,
um den wirklichen Stand der Verbindlichkeiten
„UNSERER“ HERTHA???

Danke aber überhaupt für die versuchte Antwort
in Verbindung mit einer realen Existenz für ein
zweites Jahr in LIGA ZWEI???


ursula
11. März 2011 um 13:32  |  13893

Und eigentlich drehen wir uns wieder im Kreis!
Denn um auch die Beurteilungen für die total
differenzierte Betrachtungsweise 1. oder 2. Liga
geht es doch, macht doch letztlich den unterschiedlichen „Profit“ für die Hertha
bei diesem „Deal“ aus, wenn man langfristig
überhaupt davon sprechen kann!

Für die zweite Liga mag er noch „vertretbar“,
sein, für die 1. Liga ein vorprogrammiertes
Irrsinnsgeschäft! Dat, nee so isses doch….


Inari
11. März 2011 um 13:35  |  13894

@sunny1703 // 11. Mrz 2011 um 11:31:
danke. Meine Bekannten wohnen südlicher, da gab es wohl keine wirklichen Auswirkungen des Erdbebens. Ich habe schon das „minna daijoubu“ (alle ok) erhalten. 🙂

@8 Millionen Investition:
Ich würde schon gerne wessen, wer das Geld zu welchen Konditionen überwiesen hat. Nicht, dass Hertha zu einem zweiten Schalke wird, bei dem dann keiner mehr so genau weiß, wieviel Kapital und wieviele Schulden der Verein in Wirklichkeit hat. Hertha sollte hier mit offeneren Karten spielen, finde ich.


11. März 2011 um 13:41  |  13896

Ich will zu diesem Thema garnicht großartig viel sagen, die Ereignisse des Tages stellen die Investoren-Geschichte ja doch gehörig in den Schatten. Trotzdem ist die Sache mir als Fan natürlich auch wichtig.

Mir persönlich geht es nicht darum zu wissen, von wem das Geld denn nun kommt. Das ist ja letztendlich vollkommen unwichtig. In welcher Form diese ganze Geschichte jetzt abläuft wurde ja bereits vor einigen Wochen ausführlich erklärt und besprochen. Allerdings verdichten sich ja mehr und mehr die Anzeichen dafür, dass der Investor dem Verein den Arsch gerettet hat in Bezug auf die Lizenzvergabe. Sollten die handelnden Personen zu Beginn der Saison von diesem Geldsegen allerdings noch nichts gewusst haben, davon gehe ich jetzt einfach mal aus, zeigt das, wie stümperhaft im finanziellen Bereich mit dem Thema „Abstieg und Wiederaufstieg“ umgegangen wurde.

Der im Sommer eingeschlagene Weg scheint immer mehr einer hoeneßschen Harakiri-Aktion zu ähneln, aus der wir ja nun scheinbar gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen sind. Vorerst…


11. März 2011 um 14:34  |  13898

@bertram: das ganze Gechäft Bundesliga ist Harakiri. Stiege Bremen ab, hätte der selbst so anständig und professionell geführte SV Werder derbere Probleme..


11. März 2011 um 14:58  |  13900

@apollinaris: So weit würde ich nicht gehen. Also das „ganze Geschäft Bundesliga“ als Harakiri zu bezeichnen. Letztendlich muss man unterscheiden. Man kann ja auch mit Vernunft spekulieren. Und viele Vereine haben sich ja nun wirtschaftlich wirklich sehr vorbildlich verhalten, vor allem in jüngster Vergangenheit. Dortmund hat mit Bravour gezeigt, wie sehr man mit Verstand und Vernunft Erfolg haben kann. Der SC Freiburg gilt als Beispiel für weniger populäre Vereine, die diesen Weg mit Erfolg gehen. Aber das alles soll ja jetzt nicht in einer Grundsatzdiskussion über moderne betriebwirtschaftliche Arbeit ausufern. Ich stell mir einfach nur die Frage: Wie kann es sein, dass trotz übertroffenen Zuschauerkalkulationen eine Investition von 8 Mio Euro notwendig ist, um Hertha die Lizenz zu sichern? Für mich ergibt das nicht unbedingt Sinn.


Dan
11. März 2011 um 15:03  |  13901

Spekulatius , Spekulatius wie ick dir lieb.

Ich weiß garnicht mehr worum es geht, obwohl ich das nun mehrfach gelesen habe. Mir brummt der Schädel.

Ich weiß, dass Hertha BSC hochverschuldet ist. Das habe ich mitbekommen allgemein, wenn ich jedesmal lese wie Hertha BSC sich verrenken muss um liquide zu sein. 8 Mio hier, Stadionmietstundung da, Transferüberschuß für Banken dort usw.. Wer also glaubt Hertha liegt auf Rosen gebettet, der irrt.

Wenn die Geschäftsführung und Gremien sagen, wir bekommen die Lizenz für beide Ligen, dann ist das eine Aussage an der man sie messen kann. Es gibt aber keinen Maßstab dafür wie sie es schaffen. Solange scheinbar für die Lizenzierung die Gesamtschulden eines Vereins unerheblich sind, sonder maßgeblich ist, dass ein Verein liquide genug ist die kommende Saison sauber zubestreiten, ist es unerheblich wie, wer oder was umgeschaufelt wird.

Mit diesem Wissen, ist es mir vollkommen egal ob der Verein mit 31 Mio, 60 Mio oder 100 Mio verschuldet ist, weil ich

a) mit dem Wissen um die Summe nichts anfangen kann

b) selbst wenn ich die Summe wüsste, was bringts? Sind 60 Mio Schulden ein höherer Faktor Herrn Schiller zur Rede zu stellen als 31 Mio.

c) ist vielleicht sogar das genaue Wissen um die genaue Summe vereinsschädigend, wäre das dann „UNSERER“ Hertha zumutbar? Ist das dann der Anspruch? Will man mit der echten Summe dann die Köpfe erst recht fordern und dann will keiner die echte Summe abbauen.

Was will ich also mit diesem Wissen, nur weil es vielleicht mein Recht ist. Welchen Nutzen für den Verein will ich als Herthaner daraus ziehen?

Mich würde es einfach interessieren, was passiert und wird von den Forderern gemacht, wenn Herr Schiller mit Wahrheitsserum vollgepumt sagt: „Wir haben 75 Mio. Verbindlichkeiten.“ Was fangt ihr mit der Zahl an?

8.0 Mio Deal
Wenn also „El Presidente“ noch nicht einmal seinen Präsidiumsmitgliedern traut, (was mir bei der einen oder anderen Plaudertasche im Präsidium verständlich ist) dann ist der Wunsch nach Anonymität wohl hoch und scheinbar ein KO-Kriterium der Gültigkeit.

Hier bleibt mir also als Herthaner nur die Möglichkeit die Versicherungen meines Präsidenten zu glauben, dass der Investor koscher ist. Denn ich bin nicht gewillt meine Neugier auf Kosten des Vereins zu befriedigen.

Auch hier frage ich mich, was bringt mir das Wissen? Will ich sehen, ob mich der Präsident angelogen hat und es vielleicht ein Ölprinz ist der nur 25% seiner Steuern hier entrichtet. Oder glaubt jemand es handelt sich um Geld von kriminellen Banden?

Obwohl die Mitglieder dem Präsidenten erst mehrheitlich das Vertrauen ausgesprochen hat, ist seine Aussage über den Investor nicht vertrauenswürdig?

Einige andere und ich haben dem Verein einst unsere Wünsche und Anregungen bezüglich dem Verein vorgelegt. Vielleicht naiv oder blauäugig, aber wir haben unseren Abstiegsfrust kanalisiert. Es wurde wohlwollend aufgenommen. Das ist der Weg den ich als Vereinsmitglied für mich gehen kann und will, da ich weder ein Amt noch einen Posten bei Hertha BSC anstrebe.

Ansonsten bin ich Fan und Mitglied von Hertha BSC und hoffe, dass alle Menschen denen ich in den Wahlen mein Vertrauen geschenkt habe, im besten Sinne für meinen Verein agieren. Wenn nicht, gibt es irgenwann wieder Wahlen.

Die Beurteilung fällt sicher schwer, aber der derzeitige Schuldenstand ist sicherlich nicht der alleinige Beweggrund. Denn dann hätte ich und viele andere schon viel früher sich erheben müssen.


ursula
11. März 2011 um 15:04  |  13902

…..“trotz übertroffener Zuschauerkalkulationen“,
8 Mio notwendig sind, „um Hertha die Lizenz
zu sichern“, für mich @ Bertram, hat das mit
moderner Betriebswirtschaft so viel zu tun, wie
die Aussage von „appolinaris“, dass die Buli
vorsätzlich (?) „Harakiri“ betreibt…..


ubremer
ubremer
11. März 2011 um 15:04  |  13903

@off-topic:

Die Ansetzungen der noch offenen Spieltage sind da:

Mo, 11. April Bochum-Hertha
Sa, 16. April Hertha-Osnabrück
Mo, 25. April Duisburg-Hertha
Fr, 29. April Hertha-1860 München


ursula
11. März 2011 um 15:13  |  13904

@ dan

Wenn KEINER mehr weiß, worum es ging,
freut sich der DRITTE!

Deine Feststellung über Eigeninnitiative und
letztlich WAHL oder ABWAHL ist doch genau
das Kernproblem!!

Es gibt bzw. bietet sich doch KEINE echte
und wählbare Alternative zu der aktuellen
Administration an!!!

So ging das doch schon seit Jahren und so
konnten sich die Dinge um und mit HOENEß
entwickeln! Er hielt eine eloquente Regierungs-
erklärung und bekam die „überwältigende“
Mehrwert, das weißt Du doch so gut wie ich!!!


Dan
11. März 2011 um 15:14  |  13905

@ub

Mist, kostet mich eine Auswärtsfahrt doch zwei Urlaubstage, wenn ich keine Aue-Karte bekomme.


11. März 2011 um 15:20  |  13906

die Buli arbeitet mit heißer Nadel, ist ein extrem erfolgsabhängiges Projekt. Wenn eine Stadt, samt Umfeld und Fans damit einverstanden ist, Fahrstuhlmannschaft sein zu dürfen, kann man das Projekt von Kleinvereinen ala´Freiburg zum Vorbild nehmen- ich wäre gerne dabei. Davon sehe ich in der realität aber nix. Bei Dortmund möchte ich gerne noch abwarten…
Weltweit ist der Profifussball bis in die letzten Winkel ein unseriöses Geschäft ( Vorsatz hin oder her-eine Fragestellung für Juristen)- das auszusagen wage ich, auch ohne jemals ein BWL-Studium abgeschlossen oder als Nebenfach gehabt zu haben. Streitet das irgendwer ab?-Woher kämen sonst die Milliardenschulden?-In Deutschland geht auf Grund des Lizensierungsverfahren noch einigermaßen zivil zu…aber nur, wenn man es in Vergleich zu anderen setzt… 😉


Dan
11. März 2011 um 15:26  |  13907

@ursula

Du weißt aber auch, dass die Mitglieder mit ihren Wahlen zuliess, dass Hoeness Hertha in den Gremien sportlich und fachlich „kastrierte“.

Und wenn die Mitglieder mehr interessiert, warum Roy nicht spielt, dann ist auch das fachlich informierte Mitglied eine aussterbende Spezies.

Ich freue mich immer wieder über den erstaunten Blick der Mitarbeiter, wenn ich mir vor einer Mitgliederversammlung die Namen zur Wahl stehenden Personen hole oder sonstige verfügbaren Informationen.


sunny1703
11. März 2011 um 16:23  |  13917

@Dan
Da Du ja wie ich zu jener genannten Gruppe gehör(t)e und wir beide auch noch dabei bei unser beiden „Thema“Führung einige Sträuße auszufechten hatten,weiß ich ja um Deine Meinung,so wie Du meine kennst!
Mir geht es ganz einfach darum,dass ich ein Recht darauf habe,die Wahrheit über den Zustand in meinem Verein zu erfahren.
Weil es in meiner Entscheidung dann liegt,zu sagen,okay,ich unterstütze die Führung weiterhin,ich enthalte mich,wie ich zuletzt,oder lehne sie ab,kandidiere selber,trete aus dem Verein aus oder suche mir einen anderen Verein.
Wenn also,bitte das ist jetzt Konjunktiv,der wahre Schuldenstand 100 Millionen ist oder die Lizenz nur durch einen 8 Millionen Investor erhalten wurde,also wie@ubremer indirekt andeutete auch die für die 1.Lizenz,ist das für mich als Mitglied eine neue Situation,die meine Gedanken zum Verein oder zumindest der Führung einer neuen Überprüfung bedarf.Zumindest dieses recht ist Mininmaldemokratisch.
Die Wahrheit verschweigen ist das aber nicht.
Nochmals das ist jetzt der Konjunktiv.
Was die Frage des Investors angeht,so bleibe ich dabei,das wer ist nebensächlicher als die Frage nach den Modalitäten.

lg sunny


ubremer
ubremer
11. März 2011 um 16:53  |  13925

aus gegebenem Anlaß:
Ulrich Reitz, Chefredakteur der Westfälischen Allgemeinen Zeitung
„Für uns Medienleute gibt es einen Paragrafen eins, der lautet: Eine Nachricht ist eine Nachricht ist eine Nachricht. Paragraf zwei heißt: Du darfst die Veröffentlichung einer Nachricht nie abhängig machen von den Folgen dieser Veröffentlichung, zumal du die ja auch gar nicht kennst.“


Blauer Montag
11. März 2011 um 17:16  |  13932

@ubremer
und welcher war der Anlass für deinen letzen comment #13925 😕 😕 😕


Treat
11. März 2011 um 17:23  |  13934

@ubremer:

Dann mal los, sage uns ALLES, was du weißt, ein paar Menschen hier werden es gierig aufsaugen – und Hertha wird Vergangenheit sein – was soll´s, gibt ja noch andere Vereine… :devil:

Nee, im Ernst, bin sehr froh, hier bei Journalisten im Blog zu sein, die sich tatsächlich auch noch mal Gedanken um ihre Verantwortung und die möglichen Folgen einer Nachricht machen – von den anderen gibt es schon mehr als genug… 😉

Blauweiße Grüße
Treat


Treat
11. März 2011 um 17:24  |  13935

Hmm, hinter den ersten Absatz sollte dieser „grinsende Teufel“, der mich dabei geritten hat – den bitte in Gedanken hinzufügen. :mrgreen:


Treat
11. März 2011 um 17:25  |  13936

😈 <– Den hier!


ubremer
ubremer
11. März 2011 um 17:45  |  13937

@BlauerMontag,

der gegebene Anlaß war, dass wir sowohl am Donnerstag wie am Freitag das Thema Journalismus am Wickel hatten. Da passt das Reitz-Statement doch mit rein (dass sein Zusammenhang die Veröffentlichung in der WAZ mit der Nachricht ‚Schalke trennt sich von Magath‘ sei hier nur am Rand erwähnt.)


Blauer Montag
11. März 2011 um 18:14  |  13944

Danke @ubremer
Ich schrieb gestern: „Es ist mir egal, ob in Gelsenkirchen ein Sack Schlacke umfällt.“
Die ganze Aufregung dort tangiert mich nicht mal rudimentär periphär – es sei denn, sie wollten HERTHA die Investoren oder Trainer weg locken………..

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