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(ub) – Nach dem freien Samstag daheim dampft die Tasse Darjeeling nun am Sonntag auf dem Redaktionsschreibtisch. Die Profis von Hertha BSC haben trainingsfrei, erst am Dienstag um 15 Uhr geht es weiter. Nach zuvor zwei Spielen binnen fünf Tagen ein Päuschen. Zeit zum Luftholen. Und Gelegenheit zum Nachdenken.

Etwa über die erstaunliche Entwicklung, die Fabian Lustenberger bei Hertha BSC hinlegt. Am Samstag, dem Tag nach dem 1:1 in Ingolstadt, hatten sich die Journalisten als Gesprächspartner Torwart Maikel Aerts gewünscht und Pierre-Michel Lasogga. Der eine wollte nicht. Der andere sollte nicht. „Es wird im Moment alles etwas viel. Wir wollen Pierre schützen, das ist mit ihm so abgesprochen“, sagte Mediendirektor Peter Bohmbach. Stattdessen stellte sich Kapitän Andre Mijatovic den Journalisten – und Lustenberger.

Er ist  22 Jahre – aber tritt schon jetzt in die Fußstapfen, die Pal Dardai einst angelegt hat. Sportlich ist Lustenberger für mich ein Phänomen, weil er eine eherne Regel des Profigeschäftes Lügen straft, wieder und wieder. Die besagt: Solange, wie ein Spieler verletzt war, benötigt er nach der Genesung nochmal an Zeit, um wieder in Topform zu kommen. Nun ist Lustenberger über die Gebühr oft mit längeren oder gar langen Verletzungspausen geplagt. Aber in dieser Saison hat er das gemacht, was er in den Vorjahren mehrfach gezeigt hat: Ob das Timing bei Zweikämpfen, die Schärfe von Pässen oder der Rhythmus im Spiel – Lustenberger agiert vom ersten Einsatz an, als sei er nie weggewesen. Keine Nervosität, keine unforced errors – erstaunlich. Erst am 15. Spieltag war er als Allrounder dabei, in der Innenverteidigung und im Tor.

Sein Lockenkopf, der Schweizer Akzent und die schlaksige Figur haben schon manche Gegenspieler (und Schiedsrichter) darüber hinweg getäuscht, dass da ein knallharter Profi im defensiven Mittelfeld aufräumt. Auf leisen Sohlen hat Lustenberger sich neben Peter Niemeyer festgespielt – und nebenbei Trainer Markus Babbel eine Denkaufgabe beschert, wie und wo er nun Raffael im Team unterbringen kann.

Vertrag bis 2014

Für die Medien ist Lustenberger aus Sicht des Vereines  immer präsentabel (hier am rbb-Mikrofon von Dietmar Teige/Foto: ub). Er  hat stets die Gruppe und das Ganze im Blick. Wie ein Elder Statesman umschifft er mögliche Klippen. Fragen, ob Torjäger Pierre-Michel Lasogga eventuell abhebe, kontert Lustenberger. „Nee, Pierre ist mehr der bodenständige Typ.“ Fragen, dass Lasogga den entscheidenden Zweikampf in Ingolstadt zum 1:1-Ausgleich verloren habe, lässt er nicht an sich heran. „Es ist immer einfach zu sagen, der oder der hat Schuld. Wir haben als Mannschaft nicht gut gespielt.“

Sein Vertrag bei Hertha läuft bis 2014. Derzeit ist er mit der U21 der Schweiz unterwegs, die in den kommenden zehn Tagen in Saudi-Arabien und Katar spielt.

Wie seht Ihr die Entwicklung von Lustenberger? Wie schätzt Ihr sein Potenzial ein? Wird er seinen Kontrakt bis 2014 bei Hertha erfüllen? Hat er das Zeug zum Publikumsliebling wie etwa Pal Dardai? Warum?

Fabian Lustenberger ist . . .

  • noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung (38%, 180 Stimmen)
  • der kommende Leitwolf bei Hertha (17%, 80 Stimmen)
  • wird seinen wahren Wert erst in der Bundesliga zeigen (16%, 76 Stimmen)
  • talentiert, aber leider zu verletzungsanfällig (15%, 71 Stimmen)
  • der kommende Publikumsliebling bei Hertha (9%, 41 Stimmen)
  • auf Dauer nicht bei Hertha zu halten (4%, 20 Stimmen)
  • überschätzt (1%, 3 Stimmen)
  • mir egal (0%, 1 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 472

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36
Kommentare

Blauer Montag
20. März 2011 um 17:34  |  15394

Fabian Lustenberger ist . . .

* talentiert, aber leider zu verletzungsanfällig (100%, 1 Stimme 😉

Deine Beschreibung passt ubremer – wenn er denn fit ist 🙁
„Ob das Timing bei Zweikämpfen, die Schärfe von Pässen oder der Rhythmus im Spiel…“


20. März 2011 um 18:07  |  15396

Lust ist auch mein Lieblingsspieler. Er ist schlau, technisch versiert und ohne Allüren. Ein klein wenig überschätzt wird er trotzdem hier, glaube ich. -Wenn sich seine derzeitige Verletzungsanfälligkeit verliert, kann er ein sehr guter Buli-Spieler werden, glaube ich.


Blauer Montag
20. März 2011 um 18:16  |  15398

N’Abend apollinaris,
ganz schön wortkarg heute 😉

Kopf hoch, du gehst doch diese Woche bestimmt mal wieder zum Schenckendorffplatz. Freue mich wie immer über deine Trainingseindrücke.


20. März 2011 um 18:22  |  15400

bin erst mal geschafft, für heute.. 😯


Blauer Montag
20. März 2011 um 18:24  |  15402

Schon geschafft apollinaris?

Ich denke, du musst heute noch arbeiten?


20. März 2011 um 18:32  |  15403

Lusti ist das Glanzstück aus der Favreschen Erbmasse, bin froh, dass wir den haben. Leitwolf, Liebling und noch lange nicht am Ende, das wünsche ich ihm. Hopp, Fabian!!


20. März 2011 um 18:43  |  15405

@BM: gutes Gedächtnis 🙂
Ja, das kommt auch noch, geht gleich los…


calla
20. März 2011 um 18:57  |  15406

Lustenberger – zeigt bald noch mehr. Ich find ihn in vielerlei Hinsicht super.

Das Raubtier im lockigen Schafspelz. Meistens bemerkt man ihn nicht, den Schleicher, bevor er im richtigen Moment aber plötzlich doch auftaucht und viele gute Dinge vollbringt. Was dabei hilfreich ist und seine körperliche Sensibilität etwas ausgleicht ist seine Intelligenz. Die hat bekanntlich ja noch niemandem geschadet und ist sein Kapital. Hoffentlich geht er aber damit weiter so locker um, denn zu viel denken ist och nich jut. Auch, was er so von sich gibt, wenn er neben dem Platz mal was gefragt wird, lässt mich glauben, daß unser Dr. Gentlemen F. ein Juwel aus seiner Heimat an die Spree verpflanzt hat. Froh bin ich im Übrigen darüber, daß die groteske Kritik aus seiner Berliner Anfangszeit, als er noch nicht mal 20 war, in Lob und Achtung umgeschlagen ist. Also, kurzum: der Junge ist knorke!

@ub: wünsche weiterhin noch einen schön entspannten freisonntäglichen Teegenuß sowie an @alle: startet gut in den Frühling


jap_de_mos
20. März 2011 um 19:00  |  15407

Lustenberger ist zurzeit der bessere Kacar… 😉
Der einzige Parameter, der einer steilen Entwicklung im Weg steht, ist mMn seine Verletzungsanfälligkeit. Er bringt alles mit, was man im modernen Fußball als 6er braucht.
Wenn er es also schafft, über längeren Zeitraum verletzungsfrei zu bleiben, hat er deutlich mehr Potential als ein Niemeyer z.B.


andi79
20. März 2011 um 19:17  |  15408

Lusti hat das Talent zum sehr guten Buli Spieler, davon bin ich fest überzeugt. Er verfügt über wichtige Fähigkeiten auf seiner Position wie Zweikampfstärke, gutes Pass- und Stellungspiel, ordentlicher Technik usw. Doch die Ermüdungsbrüche und Oberschenkelprobleme oder andere Verletzungen in den jungen Jahren, sollten nicht zur regel werden.


calla
20. März 2011 um 19:18  |  15409

TV-Tip heute für den ordentlichen Kulturanteil am Wochenende:

http://www.tvspielfilm.de/tv-programm/sendung/tatort-mord-in-der-ersten-liga,107014809194.html

sieht Babbel sich bestimmt auch an, der ist ja bekennender Tatortfan


20. März 2011 um 21:32  |  15417

Lusti ist einfach ein Supertyp. Auf dem Platz ganz klar besser als Niemeyer, da er defensiv ähnlich sicher steht, aber das viel bessere Verständnis für Spieleröffnung zeigt. Während Niemeyer von den Nebenleuten eher ungern angespielt wird (schließlich schiebt er den Ball in den meisten Fällen zurück in die Abwehr oder zum Torwart), macht Fabian was aus Ballbesitz.

Abseits vom Platz setzt er das Tüpfelchen auf dem i. Während andere Spieler vom Derby als normales Spiel um drei Punkte sprechen, hakt Lusti ein und sagt, dass er die Fans verstehen könne und sich darauf freue, dass das Stadion brodeln wird. Leider ist ihm der Einsatz verwehrt geblieben, was draus geworden ist, dass fast nur Söldner auf dem Platz standen, hat jeder gesehen…

Beeindruckt hat mich auch, mit welcher Selbstverständlichkeit er davon geredet hat, auch bei einem weiteren Zweitligajahr noch bei Hertha zu sein, auch wenn er dann wegen der U21-WM keinen Urlaub habe.

Also: durch und durch sympathischer Typ, der auf dem Platz seine Leistung bringt. Sollte in meinen Augen Hertha so lange wie möglich erhalten bleiben, Pals Fußstapfen sind jedenfalls nicht zu groß für ihn.


Hertha Fever
20. März 2011 um 21:50  |  15418

Also ich sehe Lusti auch als Spieler mit großem Potential. Aber ich kann Marco ’s Meinung nicht teilen, dass er besser als Niemeyer ist. Letzterer ist besser im Spiel nach vorne als einige meinen. Dieses zeigt unter anderem seine zunehmende Beteiligung an Toren.

Lusti steht wesentlich besser wenn Niemeyer an seiner Seite spielt. Mit Raffael (siehe Ingolstadt) der offensiver ausgerichtet ist hatte auch er seine Probleme.

Niemeyer und Lusti sind beide Super 6er die bei den meisten Erstligisten einen Stammplatz hätten!


fg
20. März 2011 um 22:26  |  15421

by the way: wer den bz-artikel über schulz liest, mag sich über die dort beschriebene torfolge erheitert fühlen…


catro69
20. März 2011 um 23:03  |  15424

Lusti – find ick jut!
War aber nicht immer so. Die 1,5 Mios Ablöse empfand ich als Frechheit gegenüber unseren eigenen Talenten… Seine ersten Einsätze im offensiven MF lösten nicht gerade Jubelstürme bei mir aus… Die vielen Verletzungen, gerade nach harten Vorbereitungswochen, ließen / lassen mich an seiner körperlichen Fähigkeit zum Profifußball zweifen.
Meinen Respekt hat er sich in der letzten, für einen jungen Spieler so schweren, Saison verdient. Stets ein Lichtblick und nie Totalausfall. Hat mir imponiert.
Sympathischer Typ ohne Schleimspur oder Allüren, den ich gern länger bei uns sehen würde, wenn er denn will, oder der Investor ihn uns lässt, oder die Gesundheit mitspielt, oder…

Juten Start in den Frühling Nachbarn und Weitgekommene.


Exilherthaner
21. März 2011 um 1:39  |  15428

Leider sehr verletzungsanfällig aber das Gute an seinen Verletzungen ist ja, dass er uns so erhalten bleibt. Ein fiter Lustenberger wäre zu gut für Hertha.
Er ist fussballerisch ein wahrer Segen und ein wohltuender Gegenpol zu den geistig etwas weniger gut ausgestatteten Spielern bei uns. Somit könnte er ein guter Repräsentant für den Hauptstadtverein werden.


Treat
21. März 2011 um 9:19  |  15437

Also bei mir war bei der Klickshow der Wunsch der Vater des Gedanken:

Alle Verletzungsanfälligkeit naiv ausblendend sage ich „der Lusti wird unser neuer Leitwolf“! 😉

Ehrlich gesagt ist das wohl kaum zu erwarten aber ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ein so sympathischer und intelligenter Spieler mal einer wäre, der das Gesicht Herthas über Jahre prägen kann.

Lusti ist und bleibt mein Lieblingsspieler bei der Hertha. Das Problem wird aber wohl sein, entweder bleibt er so verletzungsanfällig, dann haben wir viel zu selten etwas von seinen genialen Momenten und seiner herausragenden Übersicht – oder er bleibt gesundheitlich stabil, dann wird ihn – unabhängig von seinen Sympathien für Hertha – bald die große weite Fußballwelt locken!

So und jetzt gehe ich mal arbeiten, höchste Zeit!

Blauweiße Grüße
Treat


westend
21. März 2011 um 10:07  |  15439

Lustenberger zeichnet vor allem seine Spielintelligenz aus. Er ist smart, und das zeigt er auch abseits des Platzes. Drücke ihm sehr die Daumen, dass Fuß & Co. halten. Mich wundert es ein wenig, dass Lustenberger (noch) nicht der (akkustisch) gefühlte Publikumsliebling ist. Aber was nicht ist, kann bekanntlich noch werden.

Abgesehen davon spricht seine Freundin auch für ihn : )


ursula
21. März 2011 um 10:22  |  15440

Man, der Verletzungsanfälligkeit kann doch
behutsam entgegen gewirkt werden…..

….ALLE Beteiligten, ER eingeschlossen
müssen dies nicht nur erkennen, sich
SEINER in besonderem Maße annehmen!

Lusti´s Anfälligkeit ist doch längst KEIN
unabwendbares „Lebensunglück“ oder
gar eine unabwendbare Katastrophe, wie
in….

….na, Ihr wisst schon was ich meine…..
Und Lusti muss lernen, in seinen Körper
hineinzuhören, um dann zu kommunizieren…..


Schlomo
21. März 2011 um 10:55  |  15441

Moin,

Lusti ist schön länger einer meiner Lieblingsspieler bei der Hertha. Insbesondere seine Übersicht und Spielintelligenz finde ich beeindruckend. Einzig seine häufigen Verletzungen machen mir Sorgen.

Finde seine Art aber einfach sympathisch und ich habe den Eindruck, dass er sich mit dem Verein identifiziert. Ich wünsche mir, dass er noch lange bei der Hertha spielt.


21. März 2011 um 11:28  |  15442

Bei den Worten von @ursula fällt mir spontan der Herr Pantelic ein, der aufgrund eines „schlechten Körpergefühls“ nicht trainieren konnte. Ich frag mich, wie sich diese Ausrede „uff schwiizerdütsch“ anhört.

Aber ganz ehrlich: Verletzungsanfälligkeit hat sehr, sehr oft auch einfach was mit genetischer Disposition zu tun. Da stimmt dann was nicht mit dem Verhätnis Muskeln/Knochen/Bänder/Sehnen, vielleicht ist der gesamte Körperbau etwas unausgeglichen oder ähnliches. Wenn man dann auch noch so schlacksig daherkommt, wie Lustenberger, bei dem der Körper sowieso eher schlecht auf das Thema „Muskelaufbau“ anzusprechen ist, dann hat man eben ein Problem solche Unausgewogenheiten auszugleichen.
Und gerade in Bezug auf die Ermüdungsbrüche, die ja vermutlich die problematischsten Verletzungen seiner Karriere waren: Wenn man die diagnostiziert, ist es ja meistens schon zu spät. Oft merkt man das ja anfangs garnicht. Habe persönlich noch nicht erlebt, dass jemand einen Ermüdungsbruch durch „in seinen Körper hineinhören“ frühzeitig diagnostizieren und behandeln lassen konnte.

Zum Sportlichen: Lustenberger ist für mich die Konstanz in Person. Ich kann mich an kein einziges wirklich schlechtes Spiel von ihm erinnern. Darüberhinaus ist er wohl auch derjenige, mit der am stärksten ausgeprägten Spielintelligenz. An ihm führt aktuell, sofern er fit ist, kein Weg vorbei.


wilson
21. März 2011 um 12:05  |  15443

Der Wert des Spielers Lustenberger – keine Angst, es folgen keine tiefschürfenden Gedanken, wozu ich selten genug im Stande bin („Große Gedanken – kleines Gehirn“ hat Sven Regener mal getextet).

Vorab – und damit das keiner in den falschen Hals bekommt: ein großartiger Spieler. Spielintelligenz, Abgeklärtheit trotz seiner erst 22 Lenze (Veronika…)
Kann man Lustenberger trotz verschiedener Position und Marktwert mit Arjen Robben vergleichen ? Robben steht seinem Verein wegen Verletzungen (Achtung: nicht belegt, sondern gefühlt) 50% der möglichen Einsatzzeit zur Verfügung. Gleiches trifft auf Lustenberger zu. Robben ist in der Lage und hat dies mehrfach bewiesen, Spiele allein zu entscheiden. Kann Lustenberger dies auch – und damit meine ich selbstverständlich nicht Torerfolge oder –vorbereitungen, was ob seiner Position auch nicht zu erwarten ist ? Ist er so wichtig, dass man (Hertha) nicht sehr ernsthaft darüber nachdenken muss, ihn bei Anfragen anderer Vereine ziehen zu lassen ?
Bayern ging mit dem Wissen um Robbens Verletzungsanfälligkeit den Vertrag mit ihm ein; in dem Glauben, dass er in den wenigen Spielen, die er machen wird, den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen kann . Lustenberger ist vertraglich bis 2014 an Hertha gebunden. Hertha wird mehr denn je gezwungen sein, Transfererlöse zu erzielen. Er ist einer von drei/vier (?) Spielern, die bei Erstligavereinen nicht zuletzt wegen der von ihm überzeugend gestalteten 6er-Position Interesse wecken dürfte. Was also, wenn ein Angebot ins blau-weiße Haus flattert, auf dem eine Summe steht, die „passt“ ?!
Auf kaum einer anderen Position ist Hertha so gut bestückt wie auf der/den 6er-Position(en). Der Verein weiß, was er an Lustenberger hat: ein außergewöhnlich guter, aber auch außergewöhnlich verletzungsanfälliger Spieler, mit dem offensichtlich keine Saison komplett geplant werden kann.

Macht es Sinn, mit einem Spieler zu planen, der verdammt häufig auf dem Krankenblatt auftaucht ? Darf ein klammer Verein mit einem derart verletzungsanfälligen Spieler planen ?
Lustenberger scheint – noch – relativ schnell zu gesunden. Stünde ich in der Verantwortung, einen Kader mit schmalem Budget planen zu müssen, nähme ich eines der ersten guten Angebote an und würde mich von ihm trennen.

Nochmal: ich sehe Fabian Lustenberger sehr gerne für Hertha spielen und sähe ihn noch viel lieber zu einer Säule für die nächsten sechs/sieben Jahre reifen. Allein, das Risiko scheint mir ein deutlich zu hohes zu sein.


Dan
21. März 2011 um 12:49  |  15444

@Ursulas Anmerkungen ist ein guter Konsens aus früheren sportlicher Diskussionen. Beide Seiten sind für einen gesunden Körper verantwortlich, der Spieler und die sportlich/medizinische Abt. von Hertha BSC.

Diese Saison konnte man schon beobachten/nachlesen, dass Lustenberger die eine oder andere Erholungsphase zugestanden wurde.

@Wilsons Gedanken sind aber auch nicht von der Hand zu weisen. Ich denke, dass nicht nur wir die Häufigkeit seiner Verletzungen auf dem Radar haben. Somit sehe ich erstmal aktuell keine Gefahr für ein unmoralisches Angebot. Sollte er sich aber stabilisieren ist @Wilsons Gedankengang „Entschuldung“ eine Überlegung wert.
——–

Seine Name fiel hier schon einmal, daher einen Glückwunsch in Richtung Pante zur Grieschischen Meisterschaft.


Dan
21. März 2011 um 12:51  |  15445

ohne „s“ natürlich 🙁


sunny1703
21. März 2011 um 13:21  |  15446

Auch wenn es schon einige Tage her ist,ich aber direkt nach dem spiel keine zeit mehr hatte etwas spät meine Spielbetrachtung
Das Spiel gegen Ingolstadt war so wie ich es erwartet habe.Ich habe schon vorher vor diesem Gegner gewarnt, doch irgendwie scheint die Mentalatität Hertha BSC manche Gegner zu im Unterbewusstsein zu unterschätzen ,zumindest bei eingen Spielern.
Die Spiele diese Saison gegen untere mannschaft hochgerechnet auf die Leistungen gegen obere Mannschaften und Hertha wäre vermutlich schon aus dem Aufstiegsrennen und umgekehrt die Einstellung gegen stärkere Gegner hochgerechnet gegen eher schwache und sie wären schon aufgestiegen.
Was mich dabei etwas erstaunt ist,dass diese Eigenschaft schon in der Vorsaison zu beobachten war..Die wichtigen Heimspiele gegen untere mannschaften waren grausam anzuschauen.
Dieses Problem muss gelöst werden,wo immer das auch herkommt.
Ein Teil des Problems sind nach meine Ansicht Spieler die in solchen Begegnungen nicht gedanklich umschalten können und mit einer anderen Enstellung solche Gegner bekämpfen,beackern und spielen.
De für mich überragenden Spieler waren gegen Ingolstadt Aerts,Daumen hoch@treat und Mijatovic ,DER turm in der schlacht.also ausgerechnet die erfahrenen Spieler..
Unter Form spielte Ebert, der sich bemühte aber dieses Mal nicht das spiel ordnen konnte,Ruka,der für mich ein völliger Ausfall war,ebenso wie Ramos,bedingt auch Raffael.
Der Brasilianer hat einige wirklich gute Situationen gehabt,doch dann immer wieder durch Bellvertädeln gefährlich gegenerische Aktiionen eingeleitet.
Mir fehlt am Raffaels Spiel das mannschaftsdienliche und für einen Spieler auf der so genannten 6 ist er damit eigentlich unbrauchbar.
Raffael muss sich mit Ebert und vor allem Ruka um den Platz im offensiveren Mittelfeld streiten,erst wenn sein Spiel mannschaftsdienlich wird,dann kann er auch mal als 6 er eine Rolle spielen,doch insgesamt sehe ich da klare Vorteile für Niemeyer und Lustenberger,in der 1.liga so oder so.
Trotz der Führung in der Tabelle ,gegen Paderborn muss gewonnen werden und man muss hoffen,dass Cottbus vielleicht heute Bochum einen Punkt abknüpft,denn dieses Remis der Hertha ist in der Hochrechnung der meisten Fans zwei Punkte Verlust gewesen.

Ich bitte um Besserung.

lg sunny


Dan
21. März 2011 um 13:29  |  15447

@sunny
Der Trainer ist ein Neuer und viele Spieler sind neu, bleiben nur wenige an denen Du Deine Behauptung festmachen kannst. 😉

Raffa, Ramos, Lusti, Kobi, Hubnik, Ebert


Treat
21. März 2011 um 15:12  |  15451

Vielleicht @Dan kann man die Situation der letzten Saison wegen des massiven Personalwechsels wirklich nicht 1:1 übertragen, dennoch sind diese Tendenzen, vermeintlich schwächere Gegner zumindest unterbewusst zu unterschätzen, bzw. die eigene Spielweise nicht den Erfordernissen gegen eher kämpfende Gegner anzupassen, bei Hertha bereits seit – ich behaupte mal – Favres Zeiten zu sehen.

Und auch ansonsten freue ich mich sagen zu können, dass ich @sunny, deinen Beitrag nicht nur sehr angenehm „temperiert“ finde, sondern auch sonst in nahezu allem bei dir bin! 😉

Blauweiße Grüße
Treat


Treat
21. März 2011 um 15:23  |  15452

@wilson

Ganz schön ketzerisch heute, mein Gutster… 😉

Aber schweren Herzens muss ich dir Recht geben, wenn es darum gehen sollte, einige nennenswerte Transfererlöse zu erzielen, stünde Lusti sicher gegen ein faires Angebot auch zur Disposition.

Wünschen würde ich mir allerdings, dass er noch viele Jahre bei uns bleibt und in eine echte Führungsrolle über Jahre hineinwachsen kann…

Blauweiße Grüße
Treat


Dan
21. März 2011 um 15:43  |  15454

@treat
Ich beobachte das schon seit mehr als 30 Jahren und nicht nur bei Hertha.

Das ist meines Erachtens der springende Punkt.

Egal ob DFB-Pokal oder Klein gegen Groß. Wenn man nicht mit 100% Konzentration und Willen an die Sache rangeht und durchzieht, dann kann es immer wieder geschehen, dass der Wille über die Klasse siegt.

Und es liegt an jedem einzelnen Spieler diese 100% einzubringen, die der Trainer, mit seinen Warnungen vor dem Gegner, einfordert.

Jeder der hier einen Kantersieg erwartet hat, tappt in die gleiche Falle wie vielleicht mancher Spieler. Das Fell ist verteilt bevor gespielt wurde und nur über die Höhe des Sieges spekuliert wird.

Wer selber Mannschaftssport über einen längeren Zeitraum ausgeübt hat, kennt dieses Phänomen und selbst Einzelspieler kennen es, wenn sie den ersten Satz locker und flockig gewonnen haben. Dann die Spannung / Konzentration hoch zuhalten fällt nicht jedem leicht.

Daher denke ich der Sport / Sportler / Mensch ist so und nicht Hertha BSC.


Treat
21. März 2011 um 15:48  |  15455

@Dan

You got a point there… :mrgreen:

Blauweiße Grüße
Treat


Dan
21. März 2011 um 15:54  |  15456

@treat
No – I got three points for my tip 1:1 😈


Espana2010
21. März 2011 um 15:54  |  15457

Sorry, ich will mich mal selber loben! 🙂
Als es um die Bestzung der Doppelsechs ging, favorisierte ich Raffael / Lustenberger. Begründung: Besseres Spielverständnis und daher der bessere Spielpartner für Raffael.
Dazu: siehe oben!
Ich könnte mir gut vorstellen und hoffe es, dass er Dardai im gewissen Sinne beerbt!
Nun gut! 🙂


sunny1703
21. März 2011 um 18:02  |  15473

Habe gerade im Kicker gelesen,Sejna soll noch ein Jahr bei Hertha ranhängen!!???
Das muss ich nicht unbedingt verstehen!

lg sunny


21. März 2011 um 18:18  |  15479

..und Janker bekommt ne 3,5 🙂


driemer
21. März 2011 um 22:57  |  15504

Ja, auch meinen herzlichen Glückwunsch an Pante zur griechischen Meisterschaft. Hat wie bei dem Höhenflug von Ajax Amsterdam auch bei Olympiakos Piräus seine Klasse einbringen können.

Zu Lustenberger mache ich es mir mal ein bißchen einfach: Ihr könnt jeden verkaufen, aber nicht ihn!


Toto
22. März 2011 um 14:32  |  15548

Lustenberger ist mMn einer unserer besten drei Spieler, der wahrscheinlich fussballintelligenteste Spieler in unserem Kader und waere fuer mich immer gesetzt. Er ist der Spieler, den ich gerne fuer sehr lange Zeit bei Hertha sehen wuerde.

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