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(ub) – Trainer Markus Babbel war ganz offen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass es etwas ungemütlich wird in den kommenden Tagen.“ Es sind noch knapp zwei Wochen bis zum nächsten Liga-Spiel gegen den SC Paderborn. Die letzte Atempause, ehe Schlag auf Schlag die verbleibenden sieben Saison-Partien zu absolvieren sind. Für alle, die nicht auf Länderspiel-Reisen sind, wird seit heute heftig trainiert: Kondition, Sprint, Kraft und Ausdauer. „Von allem was, wir müssen die letzten Prozente herauskitzeln können“, sagt Babbel mit Blick auf das Ziel Wiederaufstieg.

Insofern ist Nico Schulz vielleicht ganz froh. Der Noch-17jährige, der in der kommenden Woche  volljährig wird, wurde für die U18-Nationalmannschaft nachnominiert. Das Team von Nationaltrainer Horst Hrubesch spielt im Rahmen eines gemeinsamen Trainingslagers heute und am Donnerstag zweimal gegen den Nachwuchs von Frankreich.Für jene zwölf Spieler, die auf dem Trainingsplatz waren, stand eine Ausdauer-Einheit ein. Zwei Gruppen hatte Konditionstrainer Henrik Kuchno gebildet, die fünfmal eine große Runde zu laufen hatte: Die schnellere Gruppe war unterwegs mit Patrick Ebert, Alfredo Morales, Raffael, Peter Niemeyer, Christoph Janker und Sascha Bigalke (oben: Gruppe Ebert im Anflug. unten: im Vorbeiflug/Fotos: ub).

Bigalke war erstmals nach seiner Fußoperation wieder draußen bei den Kollegen und freute sich sichtlich, dass die Rehazeit vorbei war. „Ich will erstmal wieder fit werden.“

Im zweiten Pulk waren Andre Mijatovic, Christian Lell, Valeri Domovchiyski , Nikita Rukavytsya und Ronny unterwegs. Ronny Vater, derzeit zu Besuch bei seinen Söhnen in Berlin, stand an der Seite. Ihm dürfte gefallen haben, was er gesehen hat. Im Vergleich zu den erheblichen Problemen, die Ronny im vergangenen Juli bei der Konditionsarbeit hatte, spulte er heute ungerührt Runde auf Runde ab. Das Tempo bei milden März-Temperaturen war moderat, teilweise hatten die Profis noch Luft, um sich zu unterhalten.

Befreit waren die Torleute: Marco Sejna erhielt noch einige Glückwünsche zum 39. Geburtstag, von Trainer Babbel in Form einer Umarmung. Sonst war der älteste Profi der Zweiten Liga mit Torwarttrainer Christian Fiedler im Einsatz. Stammkeeper Maikel Aerts radelte nach eingehenden Untersuchungen beim Arzt (Knie und Rücken) am Nachmittag auf dem Ergometer in der Kabine, ebenso wie Sascha Burchert. Eine Woche Zwangspause muss Fanol Perdedaj einlegen. Der defensive Mittelfeldspieler hat in Ingolstadt (1:1) einen Schlag auf exakt die Stelle am Sprunggelenk bekommen, die ihm schon am Ende der Hinrunde Probleme bereitet hatte.

So gemächlich der Beginn der Trainingswoche war, hat Babbel durchblicken lassen, dass seine Spieler noch richtig ins Schwitzen kommen werden. Unter der Woche wird der verbleibende Kader unter anderem eine Einheit im Olympiastadion absolvieren. Genauer gesagt, auf den Treppen des Olympiastadion – von ganz unten bis ganz oben.

Für wie fit haltet Ihr Hertha?

  • fit (68%, 267 Stimmen)
  • sehr fit (16%, 63 Stimmen)
  • geht so (13%, 52 Stimmen)
  • weniger fit als manchen Konkurrenten (3%, 11 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 393

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24
Kommentare

megman18
22. März 2011 um 19:48  |  15570

…kann nicht verkehrt sein , vor den entscheidenden Spielen , noch ne Schippe Kondi draufzulegen obwohl der größte Teil vom Stamm weg ist.


Zimsel
22. März 2011 um 19:54  |  15571

naja wenn MB das richtig dosiert kanns nur von Vorteil sein…..


Ben
22. März 2011 um 20:08  |  15572

Die werden die Kondi brauchen für die Spiele gegen Paderborn und Osnabrück… Diese zwei Spiele entscheiden über die Saison!


Petra Woosmann
22. März 2011 um 20:16  |  15573

Kondi ist immer wichtig, sagt auch der Magath 😉 – dann kann es unseren Jungs ja wohl nicht schaden. Und etwas mehr Luft und Ausdauer als der Gegner zu haben, ist immer gut. 😆


Dan
22. März 2011 um 20:18  |  15574

Langweilig aber ich sage es immer wieder:

„Bewegung Bewegung Bewegung“

Mit Kondi fällt es umso einfacher, früher zu attackieren. Jetzt noch eine Tüte mehr Willen und die Jungs beißen sich durch.


scorerking
22. März 2011 um 21:01  |  15577

Nur wenn die Kondition vorhanden ist, kann man sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren und ist nicht nur mit seinem Körper beschäftigt und abgelenkt.
Dazu kommt dann die geistige frische, um die vorhandenen Fertigkeiten entscheidend umzusetzen.
Somit bilden Körper und Seele dann hoffentlich die entsprechende Einheit.

Und wir steigen wieder auf…

Guten Abend


AKKI
22. März 2011 um 21:14  |  15578

Ganz ehrlich liebe Hertha-Freunde,
@Ben und @scorerking
allein nur mit Kondition und Fitness,
gewinnt man(n) doch kein Spiel!
Die Jungs müssen einfach nur den nötigen Willen haben, zu versuchen, in den restlichen Spielen „Alles“ zu geben.
Dann steigen WIR auch wieder auf und können uns in der nächsten Saison über spannende Begegnungen freuen 😉

Ha Ho He


pax.klm
22. März 2011 um 21:37  |  15580

ALLES geben, na logo, das ist ne Vorraussetzung, aber: Was heißt das?
Ist die Kondi top, möglichst besser als bei den anderen Mannschaften, nur dann ist ALLES geben mehr als das was die Gegner geben.
Kondi ist nicht alles, aber sehr viel….
Nur so ist ein Laufintensives Spiel mit dominanter Spielgestaltung möglich. Wenn dann die Kondi nicht nur in stupiden Laufübungen* erlangt wird, sondern im Verbund mit Schnellkraft, Technik, Geschicklichkeit/Beweglichkeit dann kann diese unsere Hertha eben nicht nur 20 min. , sondern 70, 80, 90 Min. Volldampf geben!
Recht negativ wirkten sich seiner Zeit die stupiden Waldläufe unter J.Röber aus.
Die Mischung machts, ist ja nicht wie bei einem guten „Lebenswasser“.

Was ist eigentlich aus den Möglichkeiten des Höhenkammer-Trainings geworden?


pax.klm
22. März 2011 um 21:38  |  15581

* zu J.R.


pax.klm
22. März 2011 um 21:39  |  15582

Ach so , habe ich vergessen, die Kondi der Herthaner ist nicht schlecht, aber meiner Meinung nach verbesserungswürdig!


Slaver
22. März 2011 um 21:52  |  15583

Die U18 hat heute gegen Frankreich mit 3:2 gewonnen. Der 2:2-Ausgleich für Deutschland fiel in der 90. Minute. Der Siegtreffer kurz darauf in der Nachspielzeit. Schulz hat dabei als LV 90 Minuten durchgespielt.


pax.klm
22. März 2011 um 22:03  |  15586

Slaver, danke für die Info.


micha
23. März 2011 um 7:24  |  15602

Definitiv super. Kondition wird in den nächsten drei Spielen die Entscheidung bringen. Gegen Osnabrück und Paderborn werden wir wieder auf zwei Mannschaften treffen die sich zerreißen werden und fighten bis zum umfallen. Naja und gegen Bochum wird es eh knallhart. Für mich sind das die drei Spiele der Entscheidung!


Polyvalent
23. März 2011 um 8:34  |  15604

Beim Betrachten der jeweiligen Restprogramme unserer beiden Konkurrenten Augsburg und Bochum (s.u.) erscheint mir das Spiel in Bochum zum großen Schicksalsspiel für uns zu werden, da beide ansonsten kaum noch Punkte abgeben werden.
Ich bin mal so frei und sage voraus, dass wir bei einer Niederlage in Bochum in die Relegation müssen (und scheitern werden), bei einem Unendschieden in Bochum die ersten drei Plätze erst am letzten Spieltag vergeben werden und bei einem Sieg in Bochum unsere Hertha beim vorletzten Heimspiel gegen 1860 den direkten Wiederaufstieg perfekt machen können(werden).

Restprogramm Augsburg:
in Bielefeld
gegen Fürth
in Karlsruhe
gegen Aachen
in Cottbus
gegen Frankfurt
in Berlin gegen uns

Restprogramm Bochum:
in Frankfurt
gegen Hertha
in Ingolstadt
in Paderborn
gegen Union
in Osnabrück
gegen Duisburg


kraule
23. März 2011 um 9:09  |  15607

Kondi ist super wichtig!

Das weiß jeder Trainer und so gehe ich einmal davon aus, dass sich fast jede Mannschaft in der Liga auf dem gleichen Level befindet.
Das I-Tüpfelchen ist der Wille! Und den kann man nicht trainieren….den hat man oder nicht….. wenn es darauf ankommt….

Schicksalsspiel Bochum???
Ich weiß nicht, dass sehe ich etwas optimistischer. Ich denke man kann noch 2 Spiele verlieren und es passt immer noch, oder? Außerdem, die 2 Spiele wollen auch erst einmal verloren werden. 😉

Ha ho he


T.H.C.
23. März 2011 um 9:27  |  15608

@ polyvalent

also bei Bochum sehe ich das ja ähnlich wie du, aber Augsburg spielt noch gegen Fürth, Karlsruhe, Aachen und Cottbus bevor es ins Olympiastadion geht. Da könnten durchaus ein paar Pünktchen unterwegs liegen bleiben, oder ???

Denn so überragend spielen die Augsburger und die Bochumer z.Zt. wahrlich nicht.
Gewinnen tun sie trotzdem (noch).


megman18
23. März 2011 um 9:39  |  15609

..@Polyvalent

…hmm, wenn wir gegen Bochum verlieren und sonst keiner von beiden Punkte abgibt, sind wir aber immer noch vor denen …. oder ?


Polyvalent
23. März 2011 um 9:56  |  15611

@megman18, @T.H.C
Ich gehe nicht davon aus, dass Augsburg und Bochum alles gewinnen werden, das eine oder andere Unendschieden wird noch dabei sein. Nur müssen wir noch nach Bochum, Duisburg und Aue, was die Plätze 4, 7 und 1 der Heimspieltabelle bedeutet. Alles lediglich Theorie und Statistik, aber ein wenig mulmig ist mir schon und ich hätte gerne den Optimismus von @kraule.


Mineiro
23. März 2011 um 10:02  |  15612

Bochum hat auswärts noch genau die Spiele, die uns vor große Probleme gestellt haben:

– in Frankfurt
– in Paderborn
– in Osnabrück
– in Ingolstadt

Alles keine großen Namen, aber doch Spiele, die man auswärts erstmal gewinnen muss. Hinzu kommt, dass die Bochumer regelmäßig nur in der Defensive überzeugen können, vorne klappt das Toreschießen eher schlecht als recht, was für Funkel-Mannschaften übrigens typisch zu sein scheint.

Ob die Bochumer noch viel verlieren weiß ich nicht, doch sie werden sicherlich noch das eine oder andere Mal unentschieden spielen.


driemer
23. März 2011 um 10:03  |  15613

Jupp, @pax.klm, die Höhenkammernutzung interessiert mich auch. 08/09 hat die Mannschaft auch ihre häßlichen Spiele knapp gewonnen, weil sie länger körperlich und geistig konzentriert sein konnte als der Gegner. Und so weit ich weiß, war das „Ich bin ein besserer Waldläufer als ihr“-Ego-Traing des J.R. nicht mehr an der Tagesordnung. Fahrrad und Höhenkammer brachten wohl einiges mehr an Kondition.

Funkel hat sie bei der Inthronisierung als Quatsch und Blödsinn bezeichnet und führte das Schlammcatchen im Wald wieder ein.

Das von dir erwähnte Kombi-Training ist auch meiner Erfahrung nach der Stein der Weisen, auch im Bezug auf das vor-vor-Thema Lustenberger und dessen Mittelfuß-Ausfälle.

Ich setze mal einen Link rein, der sehr interessant die Zusammenhänge (zwar überwiegend aus läuferischer Sicht) zwischen diesen Streßfrakturen und einseitiger Belastung zeigt. Vielleicht liest ja auch Herr Schleicher hier mit. 😉

http://www.sportcoach.ch/content.php?id=189

Es gibt darüber hinaus auch Überzeugungen direkt für den Fußball, in denen bestimmte Sport-Schuhfirmen mit ihren Modellen diese Streßfrakturen mit zu verantworten haben. Diese Auffassungen verdammen die Festlegung, aus reinen Werbegründen einer ganzen Mannschaft eine Schuhmarke aufzuzwingen, ohne die individuelle gesundheitliche Voraussetzung zu beachten. Eigentlich die Funktion der medizinischen Abteilung, da gegenzusteuern.

Wenn ich sehe, wie Ruka, Ronny, Lell, Lustnberger und, wenn er will, auch Raffael an ihren Gegnern vorbei rennen können, eröffnet das natürlich ganz andere taktische und spielerische (im wahrsten Sinne des Wortes) Möglichkeiten. Tempowechsel heißt das Zauberwort, mit dem man die braven, dauerlaufenden Ackergäule doch ganz schön entzaubern kann.

Das Hinspiel gegen Bochum hat genau das gezeigt, als unsere Spieler von beginn mit einem gnadenlosen Tempofußball die Funkelmariechens in ihre taktischen Grenzen verwiesen haben. Jetzt müssen sie dann nur noch die dabei erlaufenen und erspielten Chancen ausnutzen. Dann werden die letzten Etappen für unsere Gegner wie die Respektradelei Richtung Paris. 🙂 🙂 😀


Exil-Schorfheider
23. März 2011 um 10:37  |  15615

Mal was Anderes:

Im Zuge der Re-Inthronisierung von Sir Felix in Radkappen-Town wurde E. Sverrisson als Co-Trainer entlassen… Vielleicht sollte man seitens der Hertha-Verantwortlichen über eine Veränderung im U23-Bereich nachdenken und dieses „Urgestein“ verpflichten, wenn man seine Erfolge bei der isländischen U21 sieht!?


Dan
23. März 2011 um 11:16  |  15617

Kontaktanzeige 😉

Gibt es noch den einen oder anderen „Verrückten“ der mit den von Hertha BSC organisierten Bussen (39,- Euro – 9:00 Abfahrt) nach Bochum fährt?

Acht Stunden Fahrt können lang werden und nur lesen wird vielleicht langweilig.

Falls es noch Kurzentschlossene gibt, es waren heute morgen noch einige Busfahrten zu erwerben – Karten sowieso. Sitze / Stehe Block E2 Reihe 22 .


ubremer
ubremer
23. März 2011 um 11:18  |  15618

@Exil-Schorfheider,

Vielleicht sollte man seitens der Hertha-Verantwortlichen über eine Veränderung im U23-Bereich nachdenken und dieses “Urgestein” verpflichten, wenn man seine Erfolge bei der isländischen U21 sieht!?

Vielleicht ist Jolly längst eine Angebot von Hertha unterbreitet worden? Vielleicht hat der Jolly das aber abgelehnt 😉


Exil-Schorfheider
23. März 2011 um 11:40  |  15620

@ubremer

Schade, wenn es so wäre.

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