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(ub) – Der zweite Tag der Trainingswoche hat es in sich. Hertha-Coach Markus Babbel nahm das verbliebene Dutzend seiner Profis bei strahlendem Sonnenschein richtig ran.  Von der Morgenpost war Kollege Martin Kleinemas auf dem Schenckendorff-Platz und hat akribisch notiert, was los war:

Am Anfang ließ Konditionstrainer Henrik Kuchno Drei-gegen-Eins spielen. Wer in der Mitte war, versuchte den Ball zu erjagen. Nach 45 Sekunden wurde unterbrochen für eine ebensolange technisch-koordinatorische Übung: die Gruppe versuchte jeweils den Ball hochzuhalten. Nach weiteren 45 Sekunden wurde wieder gerannt . . .

Hier im Blog des öfteren thematisiert: Übt die Mannschaft auch einfache Pässe oder die Spieleröffnung? Antwort: ja. Heute wurden im Dreieck Pässe gespielt und jeweils hinterher gelaufen.  Falls es einem der Spieler  bis hierhin nicht ausreichend warm geworden war, folgte die Übung Vier-gegen-Zwei.  Das Duo in der Mitte musste den Ball erobern.

Seperates Torwart-Training

Und siehe da, man muss nicht bis zum VfL Wolfsburg zu „Quälix“ Magath schauen. Auch im Schuppen von Hertha BSC hat Kuchno einen Satz Medizinbälle ausfindig gemacht. Jeweils im Paärchen ging es ab:
– auf dem Bauch liegend, den Medizinball zum Partner zurückwerfen,

– Sit ups mit Medizinball,

– knieend den Medizinball über dem Kopf auffangen und zurückwerfen.

Mutmaßlich waren alle froh, als endlich ein Fußball rollte. Nun übernahm Trainer Babbel die Leitung. Es gab drei Gruppen, von denen jeweils zwei gegeneinander kickten. Die Tore standen 35 Meter auseinander. Jetzt waren auch die Kepper Maikel Aerts, Sascha Burchert und Marco Sejna dabei, die vorher seperat Torwarttraining absolviert hatten.

Folgende Teams standen sich jeweils mit einem Torwart gegenüber:

– Gelb: Raffael, Ronny, Christoph Janker, Christian Lell.
– Blau: Peter Niemeyer, Patrick Ebert, Andre Mijatovic , Alfredo Morales.
– Rot: Valeri Domovchiyski, Nikta Rukavytsya, Sascha Bigalke, Terrence Boyd.

Das Mini-Turnier endete mit lauten Diskussionen:  Die Resultate waren Gelb-Rot 0:0/0:2. Blau-Rot: 2:0/2:0 und Gelb-Blau: 1:1/2:1.

Und ewig lockt das Marathontor

Es konnte keine Einigung unter den Profis erzielt werden, wer gewonnen hat: Ob die Zahl der Punkte zählt oder der direkte Vergleich. Eure mathematischen Kenntniss hätten hier helfen können. Aber Babbel machte nicht den Eindruck, als ob er diese Frage unbedingt auflösen wollte 😉

Heute war von der U23 bereits Boyd (20) dabei. Donnerstag werden weitere Nachwuchsspieler mit Blick auf den freundschaftlichen Vergleich am Freitag gegen Eintracht Braunschweig (leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit) bei den Zweitliga-Profis mittrainieren.

Stirnrunzeln ernte das Trainer-Team für die Ansetzung der Einheit von heute Nachmittag: Die findet auf den vielen Treppenstufen des Marathontors im Olympiastadion statt.

Jetzt Ihr: Tritt man einen Schritt zurück: Der Glamour-Faktor in der Zweiten Liga ist deutlich niedriger als in der Bundesliga. In Länderspiel-Woche wie diesen ist der Trainingsalltag nicht nur Spaß. Wie mutet Euch der Beruf des Fußball-Profis an: Junge Männer, die hochbezahlt an der frischen Luft Körperertüchtigung betreiben? Ist jemanden, der sein Hobby zum Beruf machen kann, grundsätzlich zu gratulieren? Ist es eine Persönlichkeitsentwicklung im Schnelldurchgang?  Der Weg in die materielle Absicherung für den Rest des Lebens? Eine Station auf dem Lebensweg, die maximal 20 Jahre andauert?

Vielleicht habt Ihr noch ganz andere Ideen?

Fußball-Profi zu sein ist . . .

  • ein Traumberuf (45%, 156 Stimmen)
  • ein gutdotierter, aber schwieriger Job (25%, 87 Stimmen)
  • ein Leben in einer künstlichen Welt (24%, 83 Stimmen)
  • ein gefährlicher Beruf (3%, 9 Stimmen)
  • ein Job wie jeder andere (2%, 7 Stimmen)
  • eine Bürde (0%, 1 Stimmen)
  • das Gegenteil von einem Traumberuf (0%, 1 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 344

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72
Kommentare

jap_de_mos
23. März 2011 um 15:45  |  15628

Eine Mischung aus 1 und 2, denke ich.
Einerseits ein absoluter Traumberuf (Hobby zum Beruf und so…), andererseits ist genau das auch das Anstrengende, zumal es wenig Erholungsphasen gibt. Der Druck ist permanent da, ausspannen kaum möglich.
Und das größte Problem: was mach ich eigentlich nach der Karriere?
Dennoch: ein toller Job mit vielen Privilegien!


Drakon82
23. März 2011 um 15:48  |  15629

Ich glaube, es ist von allem ein bisschen etwas. In kaum einer anderen Sportart, das behaupte ich jetzt mal so dreist, lässt sich mit einem derart überschaubaren Trainingsaufwand so viel Geld und Aufmerksamkeit verdienen wie mit dem Fußball – allerdings erst, sobald du dich als Profi etabliert hast.

Bis dahin aber ist es ein langer und steiniger Weg. Ehrgeizige Eltern, Verletzungen, Medienschelte – alls das macht das Leben eines jungen Fußballers zu einer andauernden Drucksituation. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass werdende Profis sich oft zwischen Schule/Ausbildung/Studium und ihrem Sport entscheiden müssen und sich somit zusätzlich unter Druck setzen.

Insofern muss man glaube ich ziemlich unterscheiden zwischen den Jungs, die da heute die Medizinbälle gestemmt haben. Für einige geht es noch um alles – während andere zumindest finanziell ihre Schäfchen längst im Trockenen haben. Für sie war es trotz der harten Einheit sicherlich ein schöner Vormittag.


driemer
23. März 2011 um 16:44  |  15630

Ich glaube, daß es andere Sportarten gibt, in denen die Spitzen entschieden mehr Geld verdienen, als die Spitzenverdiener unter den Fußballern.

Ich bin aber auch überzeugt davon, daß es in den anderen Sportarten schwerer ist, zur Spitze zu gehören, und das man mehr dafür tun muß, Nehme ich mal die Formel 1 raus, wegen der Abhängigkeit vom Material, gibt es in den Verdienstbereichen aber auch kaum eine andere Sportart, in der ein Spieler schneller und mit nicht so hohem Leistungsvermögen ein erhebliches Sümmchen seinen Verdienst nennen darf.

Den Druck auf die Fußballer halte ich innerhalb des Leistungssports für normal, sogar für nicht hervorhebbar. Kaum eine andere im Rampenlicht stehende Sportart erlaubt so viele individuelle Fehler während des Wettkampfes wie der Fußball. Auch ist die Nettozeit der Sportausübung eher als gering einzuschätzen, die Trainingszeit für den Sport so wie so.

Und was den Druck durch eventuelle Berühmtheit und Erwartungshaltung angeht. gestehe ich, daß ich vielleicht eine Handvoll der großen Herthaner auf der Straße erkennen würde.

Das einzige, was ich attestieren würde, wäre die Unberechenbarkeit der Fans. Die mag einen Druck ausüben, so wie er in anderen Sportarten nicht oder nur kaum bekannt ist. Die Fähigkeit zur Unfairneß, die laut und massenhaft auftreten kann, ist sicher genauso belastend wie der Fanwahn, im Fußball, das alles besser zu können oder einen zu kennen, der mal von einem gehört hat …


ubremer
ubremer
23. März 2011 um 17:22  |  15631

off-topic,

in der Hoffnung, dass diese Termine an Hertha vorbeigehen mögen: Die DFL hat die Relegationsspiele angesetzt.

Do, 19. Mai, 20.30 Uhr: 16. Bundesliga-3. Zweite Liga

Mitt, 25. Mai, 20.30 Uhr: 3. Zweite Liga – 16. Bundesliga

(sollte ein DFB-Pokalfinalist an der Relegation beteiligt sein, wird die erste Partie am 18. Mai gespielt)


ft
23. März 2011 um 18:17  |  15637

Ich habe mich für die Auswahlmöglichkeit „gefährlicher Beruf“ entschieden.

1. Und zwar weil das Risiko der argen nachhaltigen Verletzung doch ziemlich hoch ist.

2. Ich mir vorstellen könnte, dass viele Spieler Warnsignale des Körpers auf Grund des Konkurenzdruckes ect. runterspielen und möglicherweise mit nicht ärztlich verordneten Schmerzhemmern rumdoktern. Was zu unkalkulierbaren Spätfolgen für Körper und Geist führen kann.

3. Der körperliche Verschleiß im Hochleistungsbereich nach zehn bis fünfzehn Jahren dazu führt, das Fußballer ,ähnlich wie Baletttänzerinnen ,so physisch runter sind wie unsereiner mit Sechzig.

Ähnlich wird es wohl auch in anderen Sportarten sein, mit denen man Geld verdienen kann, aber hier geht es ja um den Fußballer als solchen im Vergleich zum Klmepner oder Lehrer und nicht um die Frage was ist gesünder : professionelles Radfahren oder Ligafußball.


Treat
23. März 2011 um 18:43  |  15638

Für meine Begriffe eindeutig ein Traumberuf.

Klar, der Druck, die Risiken, die Anstrengungen – alles mehr oder weniger vorhanden.

ABER: Wo sonst haben junge bis sehr junge Menschen die Möglichkeit, mit etwas das sie lieben, etwas Talent und Trainingsfleiß und ein wenig Glück (ja, das gehört wohl auch hier dazu), bereits so früh dermaßen viel Geld zu verdienen? Wer charakterlich gefestigt ist und vernünftig mit seinem Geld umgeht, braucht mit 30 Jahren nie wieder in seinem Leben arbeiten zu gehen, wenn er nicht will und hat dabei dennoch einen Lebensstandard, der um ein Vielfaches höher ist als der von uns Otto – Normal – Verbrauchern.

Das scheint mir ein mehr als fairer Ausgleich für die „Strapazen und Risiken“ zu sein.

Blauweiße Grüße
Treat


andi79
23. März 2011 um 19:08  |  15640

Für mich ein Traumberuf. Hätte ich mehr Talent gehabt, dann hätte ich mir nichts anderes als Fussballprofi vorstellen können.

Habe Heute gelesen das Hertha am 30.03. eine Trainingseinheit im Mariendorfer Volkspar abhält. Also dort im Stadion. Da ich nur 2 Minuten entfernt wohne, werde ich mir auf jeden fall mal das Training anschauen.
Hier die Infos:
http://www.tsvhelgoland97.de/joomla_159v2/index.php?option=com_content&view=article&id=545:die-hertha-profis-im-volkspark&catid=1:aktuelles-aus-dem-verein&Itemid=89


andi79
23. März 2011 um 19:09  |  15641

…sollte „Volkspark“ heißen


Blauer Montag
23. März 2011 um 19:12  |  15642

Ein Fußballprofi oder -trainer kann sein:
– ein Sammlerobjekt,
– ein Merchandising-Artikel,
– ein Schmuckstück,
– eine Quelle tagtäglicher Nachrichten,
sowie last but not least
– eine Projektionsfläche für die Ängste, Wut, Wünsche und Träume seiner Fans.

Mit einem Wort: Ein Quell starker Emotionen – Freud wie Leid.


Eigor
23. März 2011 um 19:35  |  15643

@ubremer
Klickshow – mehrere Antworten wären besser
Jetzt ihr – Ja


catro69
23. März 2011 um 21:23  |  15647

Ein Traumberuf, was sonst?
Soll ich die armen Profis bedauern, wenn ich sie im Stadion anfeuern will?


ursula
23. März 2011 um 22:21  |  15649

Immer unterstellt, dass man ausreichendes
Talent mitbringt, kann man in kürzester
Zeit, zu einem relativen Wohlstand durch
den Sport, Fußball kommen!

Wenn man sich dann noch etwas „geschickt“
verhält, hat man das Startkapital für´s Leben!

Für einen sportlich talentierten Menschen
sind die Trainingsbelastungen eher gering
und es grundsätzlich auch Spaß macht!

Und Schule, Ausbildung, Studium können
problemslos korrespondieren! Im wirklich
schlechtesten Fall könnte man die eine
oder andere Fortbildung nach der Karriere
intensivieren und abschließen!

Problematisch wird es nur, wenn man sich
sportlich wie lerntechnisch schwer tut, dann
ist es so oder so kein Zuckerschlecken und
davon gab und gibt es immer wieder Sportler,
die sich „vertan“ haben oder ihren Lebensstil
nicht finden, die eigene Karriere nicht richtig
einordnen können und ggf. Zuflucht in den
kleinen „little helper“ suchen….


23. März 2011 um 22:54  |  15651

..es gibt unendlich viele Fussballer in Deutschland. Überall. Also ist die Konkurrenzsituation so groß, wie bei keinem anderen Sport, schätze ich mal. Man muss schon auffallen, um aufzufallen.. :mrgreen:


kraule
23. März 2011 um 23:22  |  15653

Profi-Fußball ist:

Ein Leben in einer künstlichen Welt ! ! !

Und das zu 100%.

Nicht desto trotz mag es für den einen oder anderen Protagonisten ein Traumberuf sein, wer es mag sich in dieser Szene zu bewegen und zu „leben“ OK,
allerdings ein „Leben“ in einer künstlichen Welt!

Meine Tochter z.B. könnte ein Buch darüber schreiben……..!

Viele !!! Aber die sind es mir in diesem Beitrag zu 100% wert.


08-15
23. März 2011 um 23:30  |  15654

Fußball-Profi zu sein ist . . .

… ist ein Leben unter dem medialen Brennglas. 🙂


Blauer Montag
24. März 2011 um 7:34  |  15663

http://www.immerhertha.de/2011/03/18/11-in-ingolstadt/comment-page-1/#comment-15298

@ ubremer,
Training oder Freundschaftsspiel am Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit? Gegen einen Drittligisten? Ich hoffe, dieses Spiel dient bereits der ersten taktischen Vorbereitung auf das nächste Heimspiel. Es gilt, Mittel und Wege zu finden, den Abwehrriegel der Paderborner zu knacken. Ich hoffe insbesondere, dass Raffael dafür seine technischen Fähigkeiten zieführend ins Spiel der Hertha einbringen kann.

Hobbytrainer BM würde im Freundschaftsspiel folgende Formation starten lassen:

Torwart
1 Maikel Aerts

Abwehr
2 Christian Lell
5 Andre Mijatovic
6 Christoph Janker
12 Ronny

defensives Mittelfeld
18 Peter Niemeyer
23 Fanol Perdedaj

offensives Mittelfeld und Sturm
20 Patrick Ebert
32 Fabian Holland
10 Raffael

17 Valeri Domovchiyski

😉 Wer den Kader kennt, ahnt vielleicht, auf welche Positionen nächste Woche die Heimkehrer von den Länderspielen rücken werden. 😉


sunny1703
24. März 2011 um 8:32  |  15665

Wenn ich sowas lese http://www.welt.de/sport/fussball/article12928133/Spanische-Profi-Klubs-drohen-mit-einem-Boykott.html denke ich, die Herren Fußballer sollen mal von ihrem hohen Ross runterkommen.
Das ist eine bodenlose Frechheit, und sollte in Deutschland so etwas auch mal angedroht werden,weiß ich was ich machen werde, den Profifußball ein halbes Jahr boykottieren.
Ich kann nur hoffen, dass Spanien Fußballfans einen Gegenboykott starten,egal zu welchem Verein sie sonst stehen.
Das ist ein Affront insbesondere gegen den nicht begüterten Fußballfan,und drückt nur soziale Verrohung der Sitten aus.
Ich empfehle jedem Fußballer der sich am Streik beteiligt,ein Jahr nur noch Sozialhilfe zu bezahlen und seine Konten einzufrieren.
Spaniens Fußballer Ihr solltet Euch schämen!

lg sunny


Dan
24. März 2011 um 9:12  |  15666

@sunny

„Spanische Profi-Klubs drohen mit einem Boykott“

Da steht KLUBS und nicht SPIELER. Ich denke es ist schon ein Unterschied zwischen einem Vereinsboykott und einem Spielerstreik.

Hier haben die Spieler überhaupt keine Handlungsfreiheit oder Entscheidungsgewalt.

Hier boykottieren die Vereine den Spielbetrieb um scheinbar eine gesetzliche Regelung zu kippen.

Die Spieler werden sich wohl kaum nebenan auf dem Bolzplatz treffen, wenn die Vereine weder das Stadion öffnen oder der Gastverein keine Anreise plant.

Nicht die Spieler sollten sich schämen, sondern dann die verschuldeten Vereine die nach jedem Strohhalm greifen um Geld zu generieren.


Blauer Montag
24. März 2011 um 9:22  |  15667

@sunny
Wenn du nicht nur Artikel der Springerpresse zum Thema Boykott in Spanien lesen möchtest, hier ein Bericht aus Spanien:

http://www.elpais.com/articulo/deportes/clubes/impugnan/juzgados/paron/Liga/elpepidep/20110324elpepidep_3/Tes

oder

http://es.eurosport.yahoo.com/23032011/47/liga-equipos-paron.html

Soweit ich das Thema verstehe, sind es die Vereine, die zum Boykott aufrufen – nicht die Spieler.


wilson
24. März 2011 um 9:47  |  15668

Fußballprofis sind ein elitärer Haufen. Klingt böse, ist aber nicht so gemeint.

Von wie vielen Leutchen sprechen wir ? Tausendfünfhundert in Deutschland ? 18 plus 18 plus 18 Vereine der Ligen 1 bis 3 mal 30 Spielern im Kader ? Kann der Spieler, der bei Fortuna Wanne-Eickel jedes Jahr um den Abstieg aus der 3. Liga kämpft, auf eine gesicherte Existenz nach seiner aktiven Zeit hoffen ? Reicht dessen Einkommen in seiner aktiven Zeit, um die Zeit zwischen seinem 35. und 76 (Lebenserwartung eines Mannes in Deutschland), wenn schon nicht in Saus und Braus, so doch abgesichert zu verbringen ? Was ist mit Regionalligaspielern oder den Damen, bei denen es nicht zur Rhythmischen Sportgymnastik gereicht hat und die nun gegen einen Ball treten müssen ?

Für mich gilt: ich kann den Beruf eines anderen, sofern ich ihn selbst nie ausgeübt habe, nicht beurteilen, also urteile ich nicht darüber.
Späßchen, Häme, die ein oder andere Frotzelei – klar. Aber wie könnte ich mir anmaßen zu beurteilen, ob der Job eines anderen ein Traumberuf oder Albtraumjob ist ?

Eines ist der Beruf des Fußballprofis aber ganz sicher nicht – ein Job wie jeder andere.
Das ist meiner aber auch nicht.
Und Deiner und der Deines Nachbarn, Deiner Schwester oder Deines Sohnes auch nicht.


Blauer Montag
24. März 2011 um 9:55  |  15669

Wer lesen kann ist klar im Vorteil Dan!

Verschuldete Vereine versuchen, ihre Einnahmen durch TV-Gelder zu erhöhen.

Verschuldete Staaten versuchen, ihre Steuern zu erhöhen.

So what?


Dan
24. März 2011 um 10:18  |  15670

@BM

Ich dachte immer die Staaten machen das durch Leistungskürzungen: 😉


Blauer Montag
24. März 2011 um 10:28  |  15672

@ Dan
Die Einnahmen des Staates sind Steuern, Zölle u.a. mehr.

Zu den Ausgaben zählen Subventionen, Sozialleistungen u.a. mehr.

Wenn verschuldete Fußballklubs ihre Ausgaben kürzen wollen, müßten sie bspw. ihre Personalausgaben senken … 🙄


Jocki
24. März 2011 um 11:31  |  15673

„Fußballer leben in einer künstlichen Welt“

Das meine ich nicht negativ.

Zum einen ist es natürlich ein Beruf: Wer ihn gut machen will, kann nicht noch 8 Stunden am Tag was anderes arbeiten. Die Spieler verdienen damit ja auch ihren Lebensunterhalt.

Aber auf der anderen Seite ist es auch irgendwie was Künstliches:

Ich weiß nicht, auf wieviel Zeitaufwand ein Spieler kommt mit all seinen Terminen. Aber die reinen Trainingszeiten sind ja eher kurz pro Woche.

@ub, ds: Laufband, Kraftraum, Taktiktafel, Autogramme schreiben, für Fotos im Ringcenter posieren; was machen die Spieler wenn sie nicht auf dem Trainingsplatz stehen?

In ihrer Freizeit können die Spieler aber auch nicht „freidrehen“:

Wenn sie fit sein wollen (damit der Trainer sie aufstellt), können sie nicht abends lange weg, viel Alkohol trinken, ungesund essen, nur vorm Fernseher liegen.
Für viele Fans sind sie irgendwie Idole, die auch darauf achten müssen, womit sie Schlagzeilen machen. Ihr Privatleben steht also oft unter stärkerer Beobachtung.

Und es wird von ihnen verlangt, dass sie den Eindruck erwecken, sich mit ihrem Verein irgendwie zu identifizieren.

Aber sie sind ja auch letztendlich Arbeitnehmer, die sich (sicher mit Unterstützung von Beratern, Freunden, Familie) den betreffenden Verein nach harten Kriterien ausgesucht haben. Kriterien, die wir sicher bei der Jobwahl auch anlegen.
Wer von uns die Wahl hat zwischen nem Job bei den Wasserbetrieben oder der Gasag schaut ja auch nicht, welches der beiden Unternehmen er lieber mag. Sondern nach Gehalt, Art des Jobs, Entwicklungschancen etc.

Und:
Heutzutage kommen vermutlich viele Spieler in den Profibereich über die Leistungszentren oder vielleicht sogar Internate der Vereine. Oder es läuft nicht so institutionalisiert ab und sie werden halt mit 15 entdeckt und gehen nach London (s. Siemann).

Dann gehen sie aus ihrer Familie raus, aus ihrer Schule raus, aus der Nachbarschaft, aus dem ganzen sozialen Umfeld, das ihnen Halt und einen Rahmen gibt.

Es ist sicher eine große Herausforderung, während der dann folgenden full-time-Konzentration auf den Fußball (und hoffentlich nebenbei einen Schulabschluss) als Mensch zu wachsen, erwachsen zu werden. Damit kommt sicher der ein oder andere nicht so gut klar im Vergleich zu anderen. Manch einer ist vielleicht auch durch das viele Geld verwirrt, das man als junger Spieler verdienen kann.

+++

I know, alles ein bisschen unsortierte Gedanken.

+++


Slaver
24. März 2011 um 12:28  |  15674

Zwischen Olcay Sahan (Duisburg) und Babbel soll es lt. Kicker Gespräche gegeben haben. Sahan, dessen Vertrag ausläuft und ablösefrei wäre, soll sehr an einem Wechsel zu uns zur neuen Saison interessiert sein.

Klingt schon recht konkret im „Kicker“. Weiß da jemand mehr darüber?


24. März 2011 um 12:38  |  15675

Mehr „wissen“ nicht. Aber ist jedenfalls nicht das erste mal, dass dieses Gerücht aufkommt. Mitte Februar hatte die B.Z. bereits über ein Interesse berichtet. Kann mir gut vorstellen, dass da was dran ist. Passt ja ins Profil.

Aber wo wir gerade beim Thema Transfers sind, vielleicht mal eine Frage an die Experten @ub, @ds:

Wie läuft solch ein Transfer im Vorfeld ab? Damit meine ich jetzt nicht die Verhandlungen über Gehalt, eventuelle Ablösesumme etc., sondern vielmehr interessiert mich die Frage, nach welchen Kriterien man einen Spieler für geeignet bzw. für ungeeignet befindet? Wie läuft das Scouting genau ab? Kriegen die Scouts vorgaben von Babbel? Oder werden Babbel von den Scouts Vorschläge für eventuell passende Spieler gemacht? Wie schätzt ihr Herthas Scouting-Abteilung ein?

Ziemlich viele Fragezeichen in dem Beitrag…


Blauer Montag
24. März 2011 um 12:43  |  15676

@Bertram
Gestatte mir die Zusatzfrage: In welches Profil passt der Spieler Sahan?
Torhüter oder Verteidiger ist er meines wissens nicht.


24. März 2011 um 13:03  |  15677

@Blauer Montag
An genau solche Transfers wird man sich wohl in den nächsten paar Jahren gewöhnen. Junge, ablösefreie Spieler, mit denen der Verein in Zukunft in der Lage ist Transfererlöse zu generieren. Der Spieler hat darüberhinaus gezeigt, dass er keine Eintagsfliege ist, da er bereits in der dritten Saison beim MSV relativ konstant gute Leistungen gezeigt hat. Ein solcher Transfer bedeutet außerdem, dass man andere Spieler abgeben kann, um wiederum Ablöse zu kassieren.
Da das wirtschaftliche Risiko doch sehr begrenzt ist, spricht eigentlich nichts gegen einen solchen Transfer. Damit sollte deine Frage beantwortet sein.


Blauer Montag
24. März 2011 um 13:11  |  15678

Danke für deine ausführliche Antwort Bertram.
Aber sie bezieht sich nicht auf meine Frage – oder meine Frage war schlecht formuliert. Mich interessiert folgende Frage: Auf welcher Position könnte Sahan bei HERTHA spielen?


24. März 2011 um 13:22  |  15679

Dort, wo er schon bei Duisburg spielt: Auf den offensiven Außenpositionen. Ebert wird, denke ich, seinen Stammplatz behaupten können, auch in Liga 1. Ob allerdings Rukas bestenfalls rudimentär vorhandene individualtaktische Schulung für die erste Liga reicht würde ich bezweifeln. Ronny sehe als Linksverteidiger, nicht als linker Mittelfeldspieler oder gar Außenstürmer, und zwar seit dem Bekanntwerden seiner Verpflichtung. Bei Schulz weiss man noch nicht, wie weit die Entwicklung gehen wird.
Soviele Spieler haben wir nicht, die die offensiven Außenpositionen zufriedenstellend ausfüllen können. Im schlimmsten Fall holt man einen ablösefreien Ergänzungsspieler, der sein Können bereits unter Beweis gestellt hat.


Etebaer
24. März 2011 um 13:23  |  15680

Gesetzt den Fall, die sportlichen Erwartungen erfüllen sich, würde der Mann hervorragend zu Hertha passen!
Das ist absolut die Richtung in die Hertha denken muß, um sportlich, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen, sich unabhängig von einzelnen Spielern zu machen, soweit es geht.
Und mit etwas Glück haben wir unter diesen Spielern einen wie Deisler, Özil, Müller, Badstuber, Kagawa, Neuer 😀


sunny1703
24. März 2011 um 13:26  |  15681

Es stimmt die Initiative zu den spanischen Streiks geht von den Vereinen aus,da bin ich wohl mal selber wieder dem typischen SpringerSchlagzeilenm erlegen….grr….!
Dennoch konnte ich nichts finden,wo darüber berichtet wird,dass die Spieler sich gegen diesen Boykott aussprechen.
Denn eins ist doch klar, ein großer Teil der Gelder, die die Vereine durch den Wegfall des Spieles im FreeTV bekommen ,fließt in die Transfersummen und in die enorm hohen Gehaltsforderungen der Herren Profis in Spanien.
Spaniens Fußball ist total verschuldet, und Sreiks auch von Spielern waren schon immer gern in Betracht gezogen worden,um ihre Forderungen durchzusetzen,wie zum Beispiel ausstehende Gehaltsforderungen.
Da hier Vereine und Spieler im Grunde in den Interessen Hand in Hand gehen,nehme ich gerne etwas von der Schärfe meines Beitrages,doch von der Sache her,stehe ich weiterhin dazu.
Fußballfans und in diesem Fall Fans von Profifußball sollten sich nicht länger von Vereinen und Spielern alles gefallen lassen,sondern ihnen auch mal klar machen,dass wenn Streiks vorbei sind,die Fans auch mal sagen könnten,stell dir vor ,es ist Spitzenspiel und keiner geht hin!

lg sunny


Dan
24. März 2011 um 13:29  |  15682

@BM
Sahan könnte z.B. mindestens als Konkurrent für Ruka herhalten.

Dazu zwei Spieler (Sahan / Ebert) auf den Flügel, die beidfüssig sind und so ggf. gut auf den Flügeln rotieren können.

Ronny könnte sich dann ggf. auf den LAV bewerben.


Dan
24. März 2011 um 13:31  |  15683

upps @Bertram schneller 🙂


pilgrims
24. März 2011 um 13:40  |  15684

Blauer Montag schrieb:
> Ich hoffe, dieses Spiel dient bereits der
> ersten taktischen Vorbereitung auf das
> nächste Heimspiel. Es gilt, Mittel und Wege
> zu finden, den Abwehrriegel der
> Paderborner zu knacken.

Ich halte das nicht für das Problem. Das Problem ist unsere Defensive, wenn der Gegner selbstbewußt und aggressiv mitspielt/kontert.


Exil-Schorfheider
24. März 2011 um 13:43  |  15685

@sunny

Wenn ein Verein sagt, wir spielen nicht, was soll der angestellte Spieler dann sagen!?
Soll er sich die anderen 20 Mann nehmen, nach London fliegen und dort auf den Amateur-Plätzen spielen, wo immer sonntags gespielt wird?

Ggf. muss der angestellte Spieler dann mit Gehaltseinbußen rechnen, was dem Armen ja nun nicht wirklich zuzumuten ist… 🙂


sunny1703
24. März 2011 um 13:45  |  15686

Sahan ist mir in den bisherigen Spielen des MSV nicht sonderlich aufgefallen,sein Notenschnitt haut mich nicht vom Hocker und seine Assistsstatistik auch nicht unbedingt.
Auch wenn ich für Ruka in Liga 1 nur bei einer Leistungssteigerung einen Stammmplatz sehe, halte ich Sahan für nicht mehr als einen Ergänzungsspieler….im Mittelfeld,wo es Hertha ganz sicher am wenigsten nötig hat.
Ablösefrei spricht für ihn, Tor Sturm Abwehr sind aber wichtigere Baustellen.
Ich bin zwar auch immer heiß auf Transfergerüchte, doch wartet lieber bis der Aufstieg feststeht.

lg sunny


St1age
24. März 2011 um 13:47  |  15687

Naja aber nächste saison sollte doch eigentlicht auch beichler wieder in die Hauptstadt zurückkehren( Wie macht er sich eigentlich in helvetia?) oder soll der eher für den Sturm, als für die Außenbahnen gedacht sein?..naja schlecht ist der sahan ja nicht und von der kann ich mich durchaus mit dem transfer anfreunden, sollte er zustande kommen


sunny1703
24. März 2011 um 14:14  |  15688

@Exil-Schorfheider
Ja,Du hast Recht,die wirtschaftlichen Zwänge habe ich nicht bedacht.
Für solche Spieler können wir ja sammeln,damit sie sich alle vier Wochen Sonntags auch noch mal ein Ei leisten können. 🙂

Aber im Ernst,ich kenne die spanische Gesetzgebung nicht und weiß nicht um die Legalität einer solchen Form von Aussperrung ,dcoh noch weniger kann ich mir vorstellen,dass eine freie Meinungsäußerung eines angestellten Spielers zu diesen Vorgängen für ihn Folgen haben könnte,juristisch vermutlich kaum durchsetzbar.
Selbst ein Frank Rost hat knallharte(sehr gute und richtige) Kritik an der Vereinsführung des HSV nicht auf Hartz IV Niveau herabgesetzt!
Nur leider gibt es im Fußball immer weniger Männern mit „Eiern“, wie ein Rost oder ein Van Bommel.
Hauptsache die Kohle fließt und dann wird schon alles seine Richtigkeit haben.
Um es klar zu stellen,ich erwarte keine Revolution von Profifußballern ausgehend, doch etwas mehr Mut zur eigenen Meinung und von den Vereinen weniger Deckelung eigenständiger Meinungen wären doch gut um den Fußball wieder mehr Typen zu zu führen,die wir Fans doch so lieben.

Als Beispiel nehmen wir Maikel Aerts,seine sporlichen Leistungen sind wirklich sehr schwankend und auch differenziert zu beurteilen,doch ich habe slten mal gelesen ,dass jemand Aerts unsympathisch ist………warum? Weil er eine richtige Type ist. 🙂

Also warum nicht auch eigene Meinungen der Spieler in Spanien zu dem absurden was die Vereine vorhaben,…der verdacht drängt sich auf,dass sie mit den Vereinsforderungen sympathisieren,bestimmt nicht alle,aber doch die meisten,und die die das nicht gut finden sind zu blass ,um das zu böse Wort feige zu vermeiden,so eine Meinung laut zu äußern.
Meine Hoffnung ist, dass sich vielleicht doch noch einige erfahrene Spieler äußern.

lg sunny


ubremer
ubremer
24. März 2011 um 14:17  |  15689

@off-topic,

die deutsche U18, zu der Nico Schult eingeladen ist hat gerade den zweiten Test gegen Frankreich mit 1:2 verloren. Wenn der DFB seine Seite mit der Aufstellung aktualisiert, wird zu ersehen, ob Schulz erneut im Einsatz war.


xberger
24. März 2011 um 14:27  |  15690

@ubremer
gibt es noch mehr informationen zu Terrence Boyd? ich muß zugeben, dass ich nicht allzu viel weiß über ihn..


ubremer
ubremer
24. März 2011 um 14:30  |  15691

@xberger,

die Daten zur aktuellen Regionalliga-Saison von Boyd finden sich hier
habe gerade den Überblick verloren, wer vorhin zu Beichler gefragt. Die Kleine Zeitung hatte dazu gestern was


sunny1703
24. März 2011 um 14:46  |  15693

@ubremer
Danke für die Beichlerinfo und gute Besserung an Beichler,gesundheitlich vor allem,aber auch sportlich.
In dieser Saison sind einige österreichische Spieler gewaltig überschätzt worden,en Beichler bei Hertha, ein Arnautovic bei Werder ein Hoffer bei Lautern.
Kommen die alle mit der falschen Einstellung nach Deutschland?

lg sunny


St1age
24. März 2011 um 14:48  |  15694

@UB..danke…klingt ja nicht so gut für den Ösi ..mal schauen ob sich seine gesundheit bis zum sommer verbessert und er dann bei hertha voll durchstarten kann…


Exil-Schorfheider
24. März 2011 um 14:58  |  15695

@sunny

Es sind nicht nur in dieser Saison einige Ösis überschätzt worden. Da ist noch ein Korkmaz, der mit einer ganzen Karre voller Vorschulorbeeren nach der EM 2008 zur SGE stieß, um dann nach drei Jaren nach Bochum zu gehen… sicherlich spielen hier Verletzungen eine Rolle, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass man österreichische Nationalspieler eben überschätzt.

Ruka ist auch Nationalspieler und trotzdem werden ihm nur rudimentäre individualtaktische Kenntnisse angedichtet.

P.S.: Der Fonds für notleidene spanische Fußball-Profis hat Charme… 😉


24. März 2011 um 15:22  |  15697

exil: Ruka ist wohl taktisch wirklich etwas, sagen wir, indisponiert. Das habe ich aus „wohlinformierten Kreisen“ auch so gehört.. 💡 (Lell soll sich mal dazu geäußert haben..)
Kein bashiing, denn nach Lusti, mag ich diesen Pfeil irgendwie am meisten bei der Hertha–
Jedenfalls ist die Entscheidung, Beichler zu verleihen (weil es „noch nicht reicht“), vielleicht auch denjenigen nun etwas klarer, die darin das „übliche Versagen“von Hertha und Babbel (sowieso) sahen..?- Hoffentlich entpuppt sich das nicht zu einem ernsthaften gesundheitlichen Problem bei Beichler..


Exil-Schorfheider
24. März 2011 um 15:32  |  15698

@apo

War jetzt auch kein Bashing-Vorwurf… ich las das nur vorhin und dachte mir, man kann es verwenden.

Ich wollte halt auch nur noch mal darauf hinweisen, dass man kein „Kracher“ ist, nur weil man Nationalspieler ist. Deswegen sollte man die Erwartungen in Sachen Beichler vielleicht etwas herunterschrauben, worauf Du ja auch hinaus willst.


Treat
24. März 2011 um 15:44  |  15699

Vielleicht lag in den gesundheitlichen Problemen Beichlers auch damals schon die Ursache dafür, dass er sich unter Babbel nicht konstant aufdrängen konnte. Wenn schon eine Klinik einen einwöchigen, stationären Aufenthalt eines Patienten benötigt, um den Infekt überhaupt zu finden und wenn Beichler seine gelegentlichen Schwächephasen – vor allem, wenn sie zu der Zeit noch nicht mit Fieberschüben verbunden waren – verschwiegen hat, um seine Einsatzchancen nicht zu mindern, dann kann man Herthas medizinischer Abteilung hier sicher keinen Vorwurf machen – aber es würde eben manches erklären.

Sind einige Wenns und Abers, schon klar aber mir persönlich würde die Situation um Beichler dadurch durchaus verständlicher.

Auch wenn ich dem Grunde nach vollkommen bei Exil – S. bin, soweit es die Überschätzung von österreichischen „Super-Fußballern“ geht. 😉

Ich wünsche Beichler gute Besserung, es wäre schön, wenn er den Infekt vollständig auskurieren und dann in der nächsten Saison noch einmal im Hertha – Dress voll angreifen kann!

Blauweiße Grüße
Treat


24. März 2011 um 16:10  |  15700

Fußballprofi, definitiv ein Traumberuf.

Die feinen Herren Fußballprofis sollten mal z.B. das Programm der NHL Profis ansehen…

82 reguläre Saionspiele, haufiger 5 Spiele in 7 Tagen mit tausenden von Reisekilometern, dazu noch das tägliche Training und Eiszeiten von bis zu 30 Minuten pro Spiel für die Stars…..

Völlig andere Medienpräsenz bspw. während des laufenden Spiel Interviews auf der Bank geben, Reporter in der Kabine, Highschool Besuche einzelner Profis etc.
Dazu noch das amerikanische Tradesystem, zieh mal schnell in der Saison von der Westküste zur Ostküste um, da ein drittes Team sich irgendeinen Spieler geholt hat….

Da kann man nur schmunzeln wenn die Herren Fußballprofis von hohen Belastungen bei zwei Spielen in der Woche und maximal 5 Trainingstagen stöhnen….
🙂


24. März 2011 um 17:22  |  15703

Genauso wenig wie sunny sehe ich bei HERTHA Bedarf im linken Mittelfeld. Es ist mindestens 4 Wochen zu früh für die Aussage, man könne doch Ronny als linken AV spielen lassen, und zukünftig auf Kobiashvili verzichten. In Ingolstadt ist Ronny gelegentlich viel zu ungestüm eingestiegen.

Im Folgenden mein Vorschlag für eine Klick-Show zu der Frage:

Wie könnte die Kicker-Meldung zu Sahan entstanden sein?

1. Der Kicker macht schlechte Witze in der Länderspielpause, ohne hierfür in die SWK einzuzahlen.

2. Der Berater des Spielkers lanciert die Meldung, um weiteres Interesse an seinem Spieler zu wecken.

3. Hertha lanciert die Meldung, um von anderen Aktivitäten auf dem Transfermarkt abzulenken.

Was meint Ihr?

Es gäbe auch noch die Variante, dass Hertha tatsächlich mit dem Spieler verhandelt. Dann allerdings würde ich an Stelle von Preetz über die Verhandlungen nix verlauten lassen, sondern ggf. nur die Verpflichtung.


dstolpe
24. März 2011 um 17:23  |  15704

@DonHelli
Ich sehe, der Mann kennt sich aus! *thumbs up*

@all, off topic
Übrigens haben wir dieser Tage die 100.000er-Marke bei den Klickshows geknackt! 🙂


24. März 2011 um 17:50  |  15710

@Blauer Montag
Wievielen Spielern aus unserem Kader traust du zu, die offensiven Außenpositionen in der ersten Liga adäquat ausfüllen zu können?
Oder anders: Was ist so abwegig daran, einen weiteren Spieler zu holen, der ablösefrei und mit 24 Jahren auch noch recht jung ist, einen doch schon merklich besseren Kicker-Notenschnitt hat als beispielsweise Rukavytsya (Stammspieler auf der gleichen Position, aber in einer stärkeren Mannschaft) und darüberhinaus auf Positionen spielen kann, die bei Hertha sperrlich besetzt sind?

Zu Ronny: Er wurde sogar als Außenverteidiger geholt, nicht etwa als offensiver Außenspieler. Als solcher war er jugendnationalspieler Brasiliens und als solcher wurde er bei all seinen anderen Stationen eingesetzt. Das „Ronny als Außenverteidiger“-Experiment ist also eigentlich gar keines.


Dan
24. März 2011 um 18:13  |  15719

@BM

Natürlich kann man kann sagen. 😉 Ist doch der Sinn des Gedankenaustausch, wo man sich welchen Spieler vorstellen könnte.

Von Sahan kann ich kaum was sagen, aber ich könnte mir eben vorstellen, wo ich einen beidfüssigen Mittelfeldspieler unterbringe und wie ich aktuelle Spieler verschieben würde.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch nächstes Jahr eine ausgeglichene Bank den einen oder anderen Punkt wert ist.

Das ist jetzt unabhängig von Sahan gesehen.


Blauer Montag
24. März 2011 um 18:23  |  15720

@Dan
Heute fehlt mir anscheinend die Phantasie, mir vorzustellen, wo ich einen beidfüßigen Mittelfeldspieler unterbringe, und wie ich aktuelle Spieler verschieben würde.

Aktuell kreisen meine Geanken eher um die Verteidiger, den Torwart und den Trainer in der kommenden Saison. Beim kicker weiß ich halt nie, wie er seine Noten auswürfelt und welchen Wahrheitsgehalt seine schlechten Witze haben ….
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


kraule
24. März 2011 um 18:53  |  15725

@Jocki

„……Aber sie sind ja auch letztendlich Arbeitnehmer, die sich (sicher mit Unterstützung von Beratern, Freunden, Familie) den betreffenden Verein nach harten Kriterien ausgesucht haben. …..“

90% aller(!) Profis in Deutschland können sich den neuen Verein NICHT aussuchen, sind zufrieden, ja fast erlöst wenn nach Vertragsende ein neuer Verein, oder der alte Verein einen neuen Vertrag macht. Das ist Fakt, echt.
Wie gesagt 90%, ich rede nicht von Schweini und Co.


Blauer Montag
24. März 2011 um 20:10  |  15737

@Bertram um 17:50
die Außenpositionen in der ersten Liga traue ich folgenden Spielern zu.
rechts: Beichler, Ebert und Lell
links: Kobi, Raffa, Ronny, (Ramos) und Schulz

So gesehen weiß ich nicht, welche Außenpositionen außer der von Lell bei HERTHA spärlich besetzt sind?


25. März 2011 um 8:24  |  15776

Es geht, wie bereits geschrieben, um die offensiven Außenpositionen.
Lell und Kobi sind Außenverteidiger und werden wohl bis an ihr Karriereende auch nichts anderes sein. Ronny ist ebenfalls gelernter Außenverteidiger aber ok, der könnte das eventuell. Beichler hat es nicht geschafft sich hier durchzusetzen und im Moment bremst ihn eine Krankheit bei St. Gallen aus, darüberhinaus hat er auch bei Graz eigentlich immer nur zentral gespielt. Raffael hat auf den Außenpositionen praktisch nie gut gespielt. Ramos könnte das spielen, ist ja aber bei babbel eher als 2. Spitze gesetzt. Bleiben also: Ebert, Schulz und Ronny.

Mit ein wenig Einsicht stellst du fest: du liegst falsch.


Blauer Montag
25. März 2011 um 18:03  |  15790

@bertram

Mein Update für die offensiven Außenpositionen.
rechts: Ebert, (Beichler?)
links: Ruka und Schulz (Raffa, Ronny?) (Ramos?)

Heutiger Stand meiner Einsichten hierzu:
1. Irgendwie stehen sich dabei immer wieder Raffa und Ramos im Weg. Beide sind vor allem gut als 2. Stürmer hinter der Spitze. Aber nur einer kann dort spielen … 😕

2. Raffa und Ramos entfalten nicht ihr volles Potenzial auf den Außenpositionen. Raffa bemühte sich desöfteren im offensiven oder defensiven Mittelfeld, aber es blieb gelegentlich nur beim Bemühen.

3. Ebert und Ruka sind zwei Außen, die auch in der 1. Liga gute Spiele zeigen werden. Ihr Spiel ist jedoch stark abhängig von den Leistungen der Außenverteidiger hinter ihnen.

Fazit: Meine Prioritäten in der Kaderplanung sind nach wie vor ein Torwart, sowie ein Verteidiger, der sowohl innen wie rechts außen spielen kann. Ein weiterer beidfüßiger Mittelfeldspieler könnte eine Ergänzung sein, sofern er in die Gehaltsstruktur für die nächste Saison passt.


Treat
25. März 2011 um 18:22  |  15792

Hey @Blauer Montag,

jetzt komme uns hier mal nicht mit sachlichen Erwägungen oder gar einer eigenen Meinung, FAHSTEHSTE, Alter?

Gib einfach zu, dass du nicht überlegt hast, ohnehin zu wenig Sachverstand besitzt und vor allem: DAS DU F A L S C H LAGST!
Das ist hier nämlich alles keine Frage von Meinungen, sondern von TATSACHEN!!!

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Nur zur Sicherheit: Das war Ironie – oder Sarksasmus, Zynismus oder Defätismus gar? Such dir was aus! 😉

Blauweiße Grüße
Treat


Blauer Montag
25. März 2011 um 18:34  |  15793

@treat

Danke für das Angebot. Da suche ich mir Sarksasmus aus 😉


25. März 2011 um 19:34  |  15796

@ Blauer Montag

Nicht falsch verstehen, auch ich halte es für wichtig(er), einen weiteren Außenverteidiger als Alternative zu Lell zu holen. Gerne auch einen weiteren Stürmer und von mir aus auch einen neuen Torhüter, wenn es denn sein muss. Aber sich um einen Spieler wie Sahan nicht zu bemühen wäre bei diesen Konditionen grob fahrlässig. Ein Interesse von Hertha im kicker als schlechten Witz abzutun geht an der Realität meilenweit vorbei.
Wir haben aktuell mit Ebert genau einen(!!) Spieler, der es von klein auf gelernt hat, auf den offensiven Außenbahnen zu spielen. Alle anderen sind entweder umgeschulte Verteidiger (Ronny, Schulz), umgeschulte Stürmer (Ramos, Ruka, Beichler[?]) oder eben Raffael, bei dem man sich ja garnicht sicher sein kann, auf welcher Position auch immer er nun eigentlich in Zukunft spielen soll.
Leider kommt es eben auch noch zu oft vor, dass man diese positionsbezogenen Defizite zu sehen bekommt. Ist auch garnicht so unlogisch, so eine „Umschulung“ dauert eben länger als 8 Monate. Und du siehst ja selbst: Ramos und Raffael schließt du ja selbst praktisch schon aus für einen Platz auf den offensiven Außenpositionen. Ronny wird auf Dauer den alternden Kobi ersetzen und aufeinmal bleiben noch Schulz und Beichler. Zu diesem Zeitpunkt mit diesen beiden Spielern als Backup für die 1. Liga zu planen ist mehr als mutig.


25. März 2011 um 19:49  |  15797

Und @Treat:

Ich nehme mir das Recht heraus, andere Meinungen zu beurteilen. „Wir sind auf keinen Fall an einem offensiven Außenspieler interessiert, weil wir einen Verteidiger und einen Torwart suchen“ ist genau so sehr eine „sachliche Erwägung“ wie „ich habe keinen Hunger, also gehe ich mir neue Schuhe kaufen“. Das eine muss mit dem anderen absolut nichts zu tun haben. Und ja, ich nehme mir dreister Weise dann auch heraus, solche Argumentationen als falsch zu bezeichnen und nicht kopfnickend zu allem „ja“ und „Amen“ zu sagen. Davon gibt es meiner Meinung nach in Deutschland genug Leute.


Blauer Montag
25. März 2011 um 20:07  |  15800

Schon klar Bertram
ich bin ja nicht beratungsresistent, sondern als Teamplayer guten Argumenten gegenüber aufgeschlossen. Das wichtigste Argument ist schlicht das Budget der nächsten Saison, welches auch für die 1. Liga Kürzungen bei den Personalausgaben vorsieht. Das wiederum heißt für mich, dass selbst ablösefreie Spieler nur dann bezahlt werden können, wenn dafür andere Spieler von der Gehaltsliste verschwinden. Bis jetzt warte ich vergeblich 🙁 auf die kicker-Meldung: „K’lautern interessiert sich für ….“


Treat
25. März 2011 um 20:38  |  15809

@bertram

„Ich nehme mir das Recht heraus, andere Meinungen zu beurteilen. “Wir sind auf keinen Fall an einem offensiven Außenspieler interessiert, weil wir einen Verteidiger und einen Torwart suchen” ist genau so sehr eine “sachliche Erwägung” wie “ich habe keinen Hunger, also gehe ich mir neue Schuhe kaufen”. Das eine muss mit dem anderen absolut nichts zu tun haben. Und ja, ich nehme mir dreister Weise dann auch heraus, solche Argumentationen als falsch zu bezeichnen und nicht kopfnickend zu allem “ja” und “Amen” zu sagen.“

Warum auch nicht? 😉

Aber:

ICH nehme mir das Recht heraus, darauf hin zu weisen, dass mein (sarkastischer) Einwurf an @Blauer Montag (das heißt also, NICHT AN DICH) sich auf dessen Beitrag von 18.03 Uhr bezog. Hierin kann ich das von dir genannte Zitat nicht finden… 😳

Und außerdem liegt eben darin der Unterschied zwischen uns, von dem ich wette, dass wir BEIDE froh darum sind, dass es ihn gibt:

Du beurteilst anderer Leute Meinungen und entscheidest, ob sie richtig oder falsch sind, ich nehme andere Meinungen zur Kenntnis und teile sie oder teile sie nicht. Wenn ich sie nicht teile, versuche ich, durch Argumentation zu überzeugen. Gelingt das nicht, ist man eben unterschiedlicher Auffassung. Halb so wild.

Das sagt aber nichts darüber aus, ob nun einer richtig und einer falsch liegt.

Meiner Meinung nach geht es im Leben viel öfter um Perspektiven als um richtig oder falsch als dir scheinbar lieb oder gar bewusst ist. 😉

Blauweiße Grüße
Treat


25. März 2011 um 20:51  |  15814

@Bertram hat aber angenehm an der Sache argumentiert, deshalb ist dieser Satz “ ..dass du falsch gelegen hast“..etwas ambitioniert formuliert, aber völlig ok, finde ich. Viel schlimmer sind doch diese apodiktischen Urteile, wenn sie dann noch ohne Argumentation daher kommen. Ich bin ebenso empfindlich wie @treat, glaube aber, dass @bertram dies hier gar nicht darauf angelegt hat, andere Meinungen herabzusetzen. Das klingt dann anders.. 🙄
Inhaltlich bin ich eher bei BM, da ich glaube, dass wir genügend Potential im Lader neben den Stammaußen haben, diese Position im Bedarfsfall zu spielen. Ich kenne den Sahan allerdings Nullo. Wenn er eine Granate ist, sofort nehmen, prinzipiell geilt nämlich: jeder, der uns wirklich helfen kann und bezahlbar ist, ist richtig, egal auf welcher Position.


25. März 2011 um 20:52  |  15815

interessanter Tippfehler 😯


Blauer Montag
25. März 2011 um 21:14  |  15822

@apo
meinst Du den Vorderlader im Herthakader?

Oder den Andreas Baader als Hinterlader?


hurdiegerdie
25. März 2011 um 22:25  |  15830

Uff, ich habe mir wieder einen Post zu inhaltlichen Widersprüchen, Phrasen und Tautologien verkniffen (er war schon geschrieben).

Ich werde immer besser, noch 10 Tage bis zum Urlaub.


Treat
25. März 2011 um 22:50  |  15831

@hurdie:

Falls du Widersprüche und all diese anderen kleinen Tiere bei mir gefunden haben willst, schick sie mir per Mail, ich lerne doch immer gern dazu… 😉

Blauweiße Grüße
Treat


Blauer Montag
26. März 2011 um 9:20  |  15838

@apoll
Jetzt weiß ich wen du meinst:
Sebastian Vettel mit dem Turbolader

@Gruezi hurdie
Um inneren Spannungen vorzubeugen, solltest du dir nix verkneifen.
Was raus muss, muss raus…. 😈


hurdiegerdie
26. März 2011 um 13:48  |  15843

@Blauer Montag
Ich denke gar nicht daran, irgendetwas vorzubeugen. Ich will nur noch in die Ferien, ohne die Harmonie im Forum zu stören.


Blauer Montag
27. März 2011 um 11:07  |  15868

Gruezi hurdie,
Du … ein Störer…in diesem Forum?
Wann soll das denn gewesen?

Ohne Ironie, Sarkasmus und andere Untertöne kann ich dir sagen, dass ich deine Beiträge hier schätze. In diesem sinne wünsche Dir einen schönen Urlaub und Wiederlesen im wonnemonat Mai.

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