Präsentiert von
Berliner Morgenpost
Anzeige

(ub) – Wildern bei Herthas Talenten – nun hat sich auch der Tagesspiegel mit dem Thema beschäftigt. Dazu gibt es einen Kommentar mit der These, dass Hertha ein Stück weit selbst Schuld an den Abgängen sei. Weil die Talente im eigenen Verein nicht genügend Perspektiven hätten.

Diese Meinung ist populär, ich höre sie immer wieder. Halte sie aber für ein grundsätzliches Missverständnis und teile sie nicht. Nur zur Klarheit, es geht nicht um Kollegen-Bashing, hier hat Sebastian Stier geschrieben. Das Thema Nachwuchsarbeit ist ein oft diskutiertes. Wir haben Sonntag, Zeit für ein Grundsätzliches  (Fotos: ub).

Mir ist der Blick von Fans und Anhängern manchmal deutlich zu kurz. Etwas vereinfacht lautet die Behauptung: Wer in einem Profi-Verein ausgebildet wird, muss da spielen. Spielt er nicht, hat der Verein  Fehler gemacht.

Als die Morgenpost unter der Woche die „Affäre Hoffenheim“ publik gemacht hat, habe ich unter anderem mit Fredi Bobic, Manager des VfB Stuttgart, gesprochen. Er erwähnte einen Aspekt zur Nachwuchsförderung, der nur selten so offen gesagt wird. „Wir haben im Moment 59 Profis im deutschen Profigeschäft, die durch die VfB-Ausbildung gegangen sind. Allein von der Menge her, kannst du nicht jedes Talent in deiner ersten Mannschaft unterbringen. Und die Einnahmen für die von uns ausgebildeten Spieler brauchen wir zur Refinanzierung.“

Meint: Die Ausbildungsarbeit, die alle Klubs laut DFL-Vorgabe machen müssen, dient auch der eigenen Kasse. Beispiel Hertha BSC:  Im Februar 2004 waren Malik Fathi und Sofian Chahed die ersten Talente, die es vom neu organisierten eigenen Nachwuchs zu den Profis geschafft haben. Seither spielen gut 70 Jugendliche aus dem Hertha-Nachwuchs in einer europäischen Profiliga. Die höchste Summe, die Hertha dabei erzielt hat, waren jene 7,9 Millionen Euro, die Tottenham Hotspur für Kevin Boateng überwiesen hat.

Bleibt die Frage nach den Perspektiven im eigenen Verein: Von Dieter Hoeneß stammt der Satz, als Hertha 1998 viel Geld für den heiß umworbenen Sebastian Deisler ausgeben musste: „In Zukunft kaufen wir nicht Talente, sondern bilden sie selbst aus.“ Das ist bis heute der einzige Weg, den der Verein hat. Hertha wird sich auf Jahre hinaus keine Stars kaufen können. Aber kann das in Deutschland jemand außer den Bayern?

Viele Berliner = populäre Hertha?

Wie viele  Bremer spielen bei Werder? Wie viele Hamburger beim HSV? Wieviele Leverkusener bei Bayer? Meine These: Es gibt in Deutschland keinen Klub, der so viele Spieler aus der eigenen Jugend im Profikader hat wie Hertha (ausgenommen Stuttgart). Diese Situation hat sich durch den Abstieg in die Zweite Liga nochmal zugunsten der Talente verbessert: Aktuell trainieren und spielen Bigalke, Burchert, Djuricin, Knoll, Lasogga, Morales, Neumann, Perdedaj und Schulz in der ersten Mannschaft. Soviel Identifikation war noch nie bei Hertha. Mit wem die Fans sich identifizieren werden, muss die Zukunft zeigen.

Eine andere, und grundsätzliche Frage hat Hoffenheims Manager Ernst Tanner benannt, dem im oben genannten Vorgang um den Talente-Klau die Schurken-Rolle zufällt: „Wir suchen nach Talenten, ehe sie mit 15 Jahren die Förderverträge unterschrieben haben, die sie langfristig an einen Verein binden. Wenn sie unterschrieben haben, bekommen wir die Jungs nicht mehr.“

Bei einem der beiden fraglichen Talente  aus Berlin, hat Tanner nach eigener Aussage bereits vorgesprochen, als der 13 Jahre jung war. Da wäre Hoffenheim früher als Hertha dran gewesen. Nur zur Verdeutlichung: Heute, mit 14 Jahren, ist jener Junge 1,64 Meter groß und 44 Kilo leicht. Es geht um  Kinder. Tanner: „Ich komme selbst aus der Jugendarbeit. Ich sehe das mit einem weinenden Auge. Aber es gibt diesen Wettbewerb. Dem muss man sich stellen.“

Bobic: Was ist mit denen, die es nicht schaffen?

Für mich ist das der elementare Satz: Die Profiklubs jagen 13, 14 jährige Kinder. Den sogenannten C-1-Jahrgang. Wohl wissend, dass niemand weiß, welcher talentierte 13-Jährige mit 18 tatsächlich im Profigeschäft ankommt. Für die Vereine: Try and error. Wie sagte Fredi Bobic dazu: „Niemand redet über die meisten dieser Jungs. Die bleiben nämlich irgendwo auf der Strecke und kommen nie im Scheinwerferlicht der Bundesliga an.“

Jetzt Ihr: Das Thema bietet viele Zugänge: Kommen mehr Zuschauer ins Olympiastadion, wenn in der eigenen Mannschaft mehr eigene Talente spielen? Oder geht es doch nur um Erfolg? Wie bewertet Ihr Herthas Nachwuchsarbeit mit all‘ den Boatengs, Dejagah, Marx, Madlung, Köhler, Ebert, Schorch, Müller, Radjabali-Fardi, Hartmann, Boyd, Brooks, Holland . . . Was ist gegen die Wilderei beim Nachwuchs zu machen? Alle wollen Hochbegabte, aber welchen Schutz dürfen die Heranwachsenden von den Profiklubs erwarten? Haben die Talente gute oder schlechte Perspektiven bei Hertha? Sind sie vielleicht die Gewinner des Bundesliga-Abstiegs?

Feuer frei für Eure Meinungen 😉

Herthas Nachwuchsarbeit ist . . .

  • im Bundesvergleich exzellent (46%, 225 Stimmen)
  • gut (38%, 186 Stimmen)
  • ordentlich (13%, 62 Stimmen)
  • mittelmäßig (2%, 10 Stimmen)
  • schlecht (1%, 4 Stimmen)
  • mäßig (1%, 3 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 490

Loading ... Loading ...

Wie läßt sich das Problem mit der Jagd nach immer Jüngeren lösen?

  • DFL-Statut, das Abwerbungen verbietet (41%, 186 Stimmen)
  • Verbot, Kinder weiter als 50 Kilometer vom Wohnort zu verpflichten (31%, 139 Stimmen)
  • wenn sich Talente gut betreut fühlen, gehen sie nicht weg (18%, 83 Stimmen)
  • wir leben in einer freien Marktwirtschaft (10%, 43 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 451

Loading ... Loading ...

116
Kommentare

27. März 2011 um 15:41  |  15877

Wozu haben wir eigentlich in Deutschland das Jugendarbeitschutzgesetz? Nach §5 JArbSchG ist Kinderarbeit in Deutschland verboten. Von daher stelle ich zunächst a priori die Gültigkeit von Vorverträgen mit 13 oder 14-Jährigen bzw. deren Eltern in Frage. In Verbindung mit Artikel 2 GG betrachte ich derartige Verträge als Verstoß gegen die freie Entfaltung der jungen Persönlichkeit und das Sittengesetz.


pax.klm
27. März 2011 um 16:17  |  15878

Nur kurz, die Aussagen im TSP haben mich schon „geärgert“, ist aber nicht mehr mein Forum.
Finde, dass eine Ausbildungsvergütung bei Abwerbungen auch schon für U15 fällig sein sollte.
Für mich ist es auch ein Unterschied, ob so ein Retortenverein ankommt, ein Umzug stattfindet, der Spieler innerhalb einer Region wechselt , ob der Spieler zu den Talenten gehört quasi Leistungsträger ist oder, oder!
Diese globale Sichtung ist genauso ein Wahnsinn wie andere frühkindliche Fördermaßnahmen!
Vor 150 Jahren noch, gab es die Notwendigkeit, dass
Kinder Erwerbsarbeit durchführen mussten, heute müssen Kinder optimal gefördert werden!?
Sind wir in Sparta oder in Athen?
Für mich nimmt das Ausmaße an, die ich nicht gutheiße!
Aus Berlin und Umgebung für Hertha , das finde ich gut!


pax.klm
27. März 2011 um 16:19  |  15879

Das DFL Statut würde ja dann nur deutschlandweit gelten, dann doch eher die regionale Version!


pax.klm
27. März 2011 um 16:26  |  15880

Das Getue von nicht mal 19 Hoffe , von wegen Jugendarbeit, geht mir mächtig auf den Zünder!
Gibt es im SW keine Jugendlichen? Dieser Verein ist für mich ein absolutes No Go!

Die Situation mit Arsenal und Leander stellt sich mir ganz anders da!
Da kann Hertha sich freuen… denn er wurde nicht abgeworben…


LLcoolandi
27. März 2011 um 16:29  |  15881

Nur mal so…Atletico Bilbao spielt seit der Gründung der Primera Division nur mit Basken immer in dieser Liga!!!
Wieso schaffen die das „nur“ mit Basken ? Zahlenäßig gibts doch sicher weniger Basken als Berlin/Brandenburger…

Ich fände es extrem geil (ooops) spielte Hertha nur mit Berlin/Brandenburgern. Man hätte endlich auch mal eine Art Alleinstellungsmerkmal in der Bundesliga, sowas wie ’ne eigene Marke.

Ansonsten ist es schon beachtlich, das ausgerechnet mal wieder Hoffenheim (der ach so saubere Plastikverein) so in die Schlagzeilen gerät. Spätestens jetzt weiß‘ man auch, was die mit „eigenen Talenten“ meinen…

14/15 Jahre ist zu jung um soooo weit weg zu ziehen. Was soll ein Jugendlicher aus Berlin augerechnet in der Pampa ???


27. März 2011 um 16:54  |  15882

also ehrlich: zu einem rein Berlin-brandenburgischen Klub möchte ich nicht werden-das ist eine furchtbare Vision für mich.. 😯
Bilbao hat für mich eher abschreckenden Charakter..


27. März 2011 um 16:55  |  15883

Es ist doch an sich eine Frechheit, dass sich überhaupt die Frage stellt OB Hertha eine gute Jugendarbeit betreibt.
Zumindestens in meinen Augen.
Vielleicht sollte man sich mal klar machen wie ein Kader zusammengesetzt ist.
In der ersten Bundesliga spielen ca. 504 Spieler, davon 244 Ausländer. Bleiben noch 260 übrig, pro Mannschaft 14,4.
Pi mal Daumen tummeln sich ca. 10 Jahrgänge in einer Mannschaft, dann hat man 1,4 Spieler pro Jahrgang.
Wenn man sich das derzeitige Team mal anschaut, kann man getrost sagen: Da kommt was nach.
Ein kleiner Blick auf den Spitzenreiter in der ersten Liga zum Vergleich. Zeigt mir doch bitte mal neben Götze und Sahin weitere Eigengewächse…
Zu den Wechselgedanken der Jungs aufs Dorf fällt mir nur ein Wort ein: Geld.
Wenn in der heutigen (Fußball)Jugend bereits in den U13 Teams Spieler Berater besitzen, ein U15 Spieler einen Adidas Schuhvertrag so sollte man sich nicht wundern wenn die Jungs dem Ruf des großen Geldes nachgeben und in die Pampa ziehen.
Ob sie dort glücklich werden und in einigen Jahren überhaupt eine Rolle spielen, dass steht ja noch in den Sternen.
Die Frage ist eher, wie kann man eine solche Generation davon überzeugen den Weg in Berlin zu gehen. Weniger Geld, bessere Perspektive?


27. März 2011 um 17:06  |  15884

Hertha BSC fehlen die großen Erfolge spwohl in der Bundesliga als auch den Europäischen Wettbewerben und dem DFB Pokal.
Hertha ist nicht attraktiv genug für die Talente mit großen Perspektiven, niemand hält den Atem an, wenn Hertha BSC der Gegner ist. Hertha ist keine Marke ala Bayern, Dortmund, Barcelona, Arsenal Manu etc.
Hertha hat das Image eines Versagerclubs teilweise sogar unter den eigenen sog. Fans.

Was neben weiterhin guter beständiger Jugendarbeit hilft ist weiter hart am Erfolg zu arbeiten und mehr richtige als falsche Entscheidungen zu treffen, dazu gehört auch bei der Jugend genau hinzuhören und hinzusehen und auch psychologisch zu handeln.
Lokalpatriotismus ist nicht vererbt, er wird erlernt, gelebt, entdeckt. Den gilt es zu fördern.

Ich finde grundsätzlich nichts schlimmes daran wenn Talente gehen, es kommen ja auch welche, aber die Ausbildungsentschädigung, sollte meines Erachtens höher ausfallen.
Der DFB könnte, später auch gemeinsam mit der UEFA und der Fifa, ein Statut erlassen, dass die Ausbildungsvereine, bei zukünftigen Transfers beteiligt werden. Gestaffelt nach Vereinszugehörigkeit und mit Gewichtung der Jugendligen nach Alter.
Ausbilden muss sich noch mehr lohnen als bisher, damit würden sicher auch weitere positive Effekte erzielt.


Hackespitze123
27. März 2011 um 17:31  |  15885

Zu dem Satz: Soviel Identifikation war noch nie. Also auch wenn Hertha das Image nie hatte, aber bei uns haben schon immer viele Berliner gespielt. Fiedler, Kovac, Rehmer, Schmidt, Beinlich… dann die erwähnte Generation um Fathi und Chahed, Schröder, Marx. So etwas macht einen Verein natürlich symphatischer. Ob ein Ashkan Dejagah oder ein Jerome Boateng allerdings zwangsläufig die Identifikation erhöhen wage ich zu bezweifeln. Da ist die Identifikation mit einem Sverisson oder Dardai deutlich größer, einfach weil es korrekte Profis und gute Fußballer waren.


Exilherthaner
27. März 2011 um 17:38  |  15886

Von den Talenten hat es in dieser Saison bisher nur Lasogga geschafft….und der wurde in Leverkusen ausgebildet.
Mit Ebert steht nur ein Berliner Tag fuer Tag in der Startelf.
Von daher sehe ich nicht, dass Herthas Ausbildungsarbeit besser ist als bei anderen Vereinen.
Man sollte daher nicht bewerten, was man vorne reinsteckt, sondern was unter dem Strich dann dabei herauskommt und das ist jetzt nicht so toll, als dass man hier staendig in Lobgesaenge ausbrechen muesste.

@Zaungast:
Der BVB hat schon mehr Spieler aus der eigenen Jugend: Sahin, Goetze, Schmelzer, Kringe, Sobiech, Hornschuh, Stiepermann und Ginczek.

Die Letztgenannten sind dann vom Status her mit Knoll, Morales, Bigalke, Burchert etc. zu vergleichen.


27. März 2011 um 18:16  |  15887

Das für die nächste Saison 4 neue Spieler verpflichtet werden sollen, spricht nicht gerade dafür, daß Herthas Nachwuchsspieler in Zukunft eine größere Rolle zugetraut wird.

Ich bin da bei Exilherthaner: Wichtig ist, was unterm Strich rauskommt.

Nämlich vorzugsweise gute Spieler für die eigene Mannschaft oder „Material“ für den Verkauf.


Blauer Montag
27. März 2011 um 18:25  |  15888

@apollinaris

sei interessiert,
sei entdeckungsfreudig,
sei fremd,
sei heimat,
sei du,
sei hilfsbereit,
sei behindert,
sei selbstbewusst,
sei waschecht,
sei flüssig,
sei tierisch,
sei mutig,
sei international,
sei vielfältig,
sei Berlin!
http://www.sei.berlin.de/nc/geschichten/

Such Dir dein Berlin aus und forme die Dame Hertha nach deinem Bilde.


Blauer Montag
27. März 2011 um 18:30  |  15889

@DepecheMode
„Das für die nächste Saison 4 neue Spieler verpflichtet werden sollen, ….“ Woher weißt Du das denn jetzt? Ich wäre froh, wenn HERTHA erstmal 4 Spieler oder mehr verkauft/verliehen hätte, um Platz im Kader zu schaffen.


27. März 2011 um 18:36  |  15890

BM: „sympathisch, (inter)national, authentisch“.dit is meen Balin. 😛


27. März 2011 um 18:38  |  15891

out of topic: ….Wahlabend…
CDU macht in dieser Zeit Gewinne 😯
Trotzdem:Politikwechsel in Sicht!-Ob´s besser wird..man wird sehen. Rot/Grün hatte ja seine Chance grandios verk…Mal sehen, ob sie wadazu gelernt haben..


Blauer Montag
27. März 2011 um 18:39  |  15892

Fassbrause oder Berliner Weiße?
Womit stoßen wir an auf unser gemeinsames Berlin apollinaris?


27. März 2011 um 18:40  |  15893

@Blauer Montag: Da gab’s vor einiger Zeit einen Artikel in der Blöd oder B.Z. Dort wurde Herr Preetz mit dieser Aussage zittert. Wenn ich mich richtig erinnere ging es um 1 x TW, 2 x V und 1 x ST.


Blauer Montag
27. März 2011 um 18:54  |  15894

Ich glaube DepMode,
so was ähnliches stand tatsächlich vor einigen Wochen in der B.Z..
Meine Meinung dazu: Diese Aussagen von Preetz sind unnötig oder falsch getimt, solange wir gar nicht wissen, in welcher Liga HERTHA ab August 2011 spielt.

Im Stillen ist es sicher notwendig, den Kader für die nächste Saison zu planen. Ich würde mich jedoch in der Öffentlichkeit nie darauf festlegen lassen.


27. März 2011 um 19:09  |  15895

@BM: mit der Berliner Weißen, allerdings die originale der 20er Jahre im Wintergarten: Berliner Weiße plus 3cl Kirschlikör. Nix süß, aber juuuuut 🙂
Fassbrause durchaus ne stilechte Alternative..wenn Sohnemann dabei is..


andi79
27. März 2011 um 19:52  |  15897

Die DFL zertifiziert Herthas Nachwuchsarbeit mit der höchstmöglichen Wertung von 3 Sternen, dazu noch die ganzen Jungs, die mittlerweile bei den Profimannschaften spielen. Also Herthas Jugendarbeit ist sehr gut. Vielleicht wurden zu viele gehen gelassen, als man noch von der Champions L. geträumt hat.
Ansonsten hoffe ich halt, dass es ein paar Spieler zu Stammspieler werden in Zukunft und man durch Verkäufe die Schulden nach und nach abbauen kann.
Zum Thema abwerben von 13-15 Jährigen.
Kommt leider immer wieder vor und finde ich viel zu früh. Wenn man die Abwerbung rechtlich verbieten kann, dann sollte es möglich bald mal passieren.


ubremer
ubremer
27. März 2011 um 19:59  |  15898

@off-topic
derzeit sitzt Pal Dardai wohl im Kino Babylon. Am Wochenende hat der ungarische Fußball-Verband Dardai vor dem Länderspiel gegen die Niederlande offiziell verabschiedet. Der google-übersetzer ungarisch-deutsch erzählt euch in etwa, was in dem Text steht.


Blauer Montag
27. März 2011 um 20:23  |  15899

Übersetzung von Deutsch nach Spanisch
ubremer / / 27 Marzo 2011 a las 19:59

@ off-topic
Pal Dardai actualmente se sienta bien en la Babilonia del cine. El fin de semana del húngaro Dardai la Federación de Fútbol antes del partido contra los Países Bajos ha sido adoptado formalmente. El traductor de Google, el húngaro-alemán le dice a usted acerca de lo que está en el texto.

ubremer,
der Google-Übersetzer kann den Sinn deines letzten Blogs im Spanischen leider gar nicht wiedergeben 🙁


Petra Woosmann
27. März 2011 um 20:43  |  15900

Laut Interview-Auszug in der Blöd sagte Preetz zum neuen Kader sinngemäß:
„Wir verstärken die Mannschaft nur punktuell. Es geht darum, Spieler zu finden die frei sind.“
Heißt: Ablösefreie Spieler. In erster Linie auf den Positionen Torwart, Verteidigung und Angriff.


Konstanz
27. März 2011 um 20:45  |  15901

Na sowas: Der oben genannte und verlinkte Tagesspiegel Artikel ist auf der Tagesspiegel Homepage gar nicht auffindbar.

Die Eltern der beiden künftigen Hoppenheim Knaben haben offenbar nicht alle Tassen im Schrank, ihren Nachwuchs in dieses Nest zu verkaufen. Wenn Hopp seine Andeutungen wahr macht und sein Geld nicht mehr den Verein stützt, dann wird die TSG bald (in schätzungsweise 3 Jahren) nur noch unterhalb der zweiten Liga auftreten.

Trotz Schulden haben wir aufgrund von Tradition, Bedeutung unserer Stadt und Mitgliederzahl eine ganz andere Tragfähigkeit und somit auch Perspektive als das Kaff gegenüber dem Museum von Sinsheim.


Appius
27. März 2011 um 20:46  |  15902

Ein hochinteressantes Thema. Im Zuge meiner 5.Prüfugskomponente habe ich mich damals im Abitur damit beschäftigt.

Ich denke,dass man das große Ganze in diesem Fällen schon betrachten sollte, d.h. weltweit und nicht nur deutschlandweit.

Bei Leander Siemann ist das alles ein wenig anders gelaufen. Seine Eltern schicken ihn für ein Jahr ins Ausland, wo er auch uf hohem Niveau Fußball spielen wollte. Löblich, dass ihm seine Eltern diese Möglichkeit geben und auch finazieren können. Dadurch ist es hier auch mehr zufällig zu dem Wechsel zu Arsenal gekommen. Ich glaube, dass niemand diese Möglichkeit dann auch ausgeschlagen hätte.

Fragwürdiger ist schon das Abwerben von Hoffenheim – welches auch ausschlaggebend für Herthas Reaktion war.
Hier werden Kinder aus ihrem familären Umfeld gerissen, wo sie dann 800 km von ihrer Heimat aufwachsen müssen. Hier stellt sich die Frage ob das wirklich nötig ist. Einige von Herthas Talenten wohnen im Internat und sind auch nicht aus Berlin, jedoch kommen sie aus der Umgebung von ich sage mal ca. 300 km Entfernung ( z.B. Robert Müller, der aus Halle kommt).
Das halte ich auch noch für vertretbar, denn es wohnen nun nicht alle guten Fußballtalente in Berlin oder Hoffenheim.

Die viel größere Frage stellt sich auch wieder zu der Thematik Berater. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, doch muss man mit 15 schon einen Berater haben? Diese versuchen ihre Talente zu vermitteln und ob sie hier dann immer im Sinne des Talentes bei den Eltern vorsprechen ist sehr fraglich.

Die Talente, die aus Südamerika nach Europa fliegen, weil sogenannte „Berater“ ihnen ein Probetraining bei einem Verein versprechen, welches es häufig dann auch nie geben wird. Häufig wird von allen Verwandten, dass letzte Geld zuammgekratzt, weil von einer großen Karriere gesprochen wird und am Ende landen die Jugendlichen hier , finden kein Berater oder ein Probetraining gibt es nicht. Sie haben dann nicht einmal das Geld um einen Rückflug zu buchen.

„Als Joachim Wunderlich mit seinem Sohn Leander Siemann in Nordlondon zum Probetraining bei Arsenal fuhr, warteten vor dem Trainingsgelände schon Jugendliche aus Brasilien, Israel und Rumänien mit ihren Beratern. „Das ist ja wie Leibeigenschaft“, schimpfte ein holländischer Vater und zog mit seinem Sohn ab.“

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es sich hier um ein sehr komplexes und fragiles Thema handelt, wo FIFA und auch DFB versuchen sollten Lösungen zu finden, um diesen Menschenhandel auf dieser Altersebene einzudämmen bzw. zu verhindern. Nicht zu unterschätzen ist auch die Rolle der Eltern, die diesen Wechseln auch zustimmen.

Leider haben die Hoffenheimer auch nicht viele Talente aus der eigenen Jugend im Kader. Zumindestens fällt mir jetzt keiner auf Anhieb ein. Daher sehe ich auch ihre Jugendarbeit nicht weit vor unserer und letztes Jahr hat man sich im DFB-Pokal der A-Jugend auch im Finale gesehen.


Appius
27. März 2011 um 20:49  |  15903

@ ub
gbit es diese Hertha-Kaffeetassen irgendwo zu kaufen?


Blauer Montag
27. März 2011 um 20:55  |  15904

Richtig Petra um 20.43,
Preetz sprach von ablösefreien Spielern, die er verpflichten möchte. Deren Gehälter wird HERTHA nur bezahlen können, wenn dafür andere von der Gehaltsliste verschwinden. Das Ganze kann, aber muss sich nicht zwingend zu Lasten der jungen Profis entwickeln.


Dovifat
27. März 2011 um 21:09  |  15905

Neben Lasogga sind auch Neumann und Perdedaj feste Bestandteile des Kaders, als erste Option hinter den Stammspielern auf ihrer jeweiligen Position. Schulz bringt es ebenfalls immer wieder mal auf einen Einsatz. Die Bilanz dieser Saison sieht also doch gar nicht schlecht aus und kann nicht nur auf den Dauerlaeufer im Sturm reduziert werden.

Auch ohne europaeischen Wettbewerb und mit dem ueblichen fruehen Ausscheiden aus dem heimischen Pokal braucht man eben mehr als elf Spieler und es ist voellig normal, dass die Jungs in ihrer ersten richtigen Profisaison nicht gleich die Stars der Mannschaft sind und sich ueberwiegend auf den Kaderpositionen zwoelf bis zwanzigplus wiederfinden. Wer die entsprechende Leistung bringt, verbessert seinen Status fuer gewoehnlich schnell – siehe Lasogga.

Das „Geheimnis“ der Stuttgarter Jugendarbeit ist in meinen Augen auch nur, dass sie jede Saison ein paar Spieler aus der U23 auf eben diese hinteren Kaderplaetze packen und bei Bedarf auch konsequent einsetzen, anstatt fuer die Bank/Tribuene dann Kaliber wie Kringe oder Cesar von aussen zu holen und die eigenen „besten Spieler, die man je gesehen hat“ irgendwo zwischen den Stuehlen haengenzulassen.

Mitte der „noughties“ wurde das bei Hertha notgedrungen ja aehnlich gemacht und damit sogar doppelter Nutzen aus den Jungs gezogen: Erst sportlich, mit Fathi, Boateng I, Boateng II, Dejagah, Chahed, Ede und Ebert ( Hab‘ ich wen vergessen ? ) als Ersatz- und spaeter teilweise sogar Stammspielern*, dann finanziell. Der Verkauf dieser Spieler hat praktisch vollstaendig den personellen Umbau unter Favre ermoeglicht. Ueber dessen Erfolg kann man aus heutiger Sicht sicher geteilter Meinung sein, das ist aber eine andere Baustelle.

Fuer mich ergibt sich deswegen aus den bekannten Rahmenbedingungen eine klare Marschrichtung fuer die naechsten Saisons: Fuer die ersten 15 ( plusminus 1.3, aber ohne Ueberhangmandate !! ) bei Bedarf zukaufen, zweite und dritte Absicherungen aber wenn nur irgendwie moeglich mit eigenen Jugendspielern fuellen und dann entsprechend aussieben. Das fussballerische Potential im Nachwuchs ist ja da, das zeigen die zahlreichen in den Bundesligen und Nationalmannschaften taetigen Ex-Herthaner.

*Chahed und Fathi wurden damals gleich als Stammspieler reingeworfen, waren damit aber die Ausnahme. Quelle: Meine mit dem Alter leider zunehmend verschwommener werdende Erinnerung, deswegen keine Gewaehr. ( So geht das mit den Fussnoten )


driemer
27. März 2011 um 21:11  |  15906

Ajax ist seit zig Jahren ein Ausbildungsverein und haben die Jahre vorgelebt, wie in Deutschland die Jugendarbeit hätte funktionieren können. Bei Ajax gab es keine Internate, dort lebten die Amsterdamer Kinder zuhause und die „Auswärtigen“ in Amsterdamer Haushalten (oftmals Familien, die selbst Kinder in der Ajax-Schule hatten oder selbst ehemalige Fußballer in ihren Reihen hatten). Das hatte den Vorteil, daß die Kinder auch eine gut mentale Betreuung hatten.
Ajax hat grundsätzlich den Nachwuchs für die eigene Mannschaft ausgebildet (daher auch deren Spielsystem schon in der Ausbildung). Die besten Nachwuchsspieler, die es in die 1. Mannschaft schafften, konnten aufgrund des einheitlichen Spielsystems nahtlos eingebunden werden für verkaufte Spieler, bis sie dann ebenfalls verkauft wurden. Die, die den Schritt nicht schafften, spielten weiter in der 2. Mannschaft, bis sie gut genug waren für die 1. oder wurden verkauft.
Es entstanden ganz starke Jahrgänge aber auch schwächere, die aber, gemessen an dem jungen Alter der 1. , gut abgefangen werden konnten. Die damaligen Erfolge gaben den Amsterdamern Recht. Diese Erfolge waren auch der Grund dafür, daß die Spieler im Nachwuchs wie in der 1. langfristige Verträge unterschrieben

Heute sieht das nicht mehr so rosig aus. Es fehlt am interessierten und talentierten Nachwuchs, auch weil andere Vereine dieses Modell kopiert haben und die große Strahlkraft von Ajax verblichen ist.

In Deutschland ist man ja erst seit kurzem darauf gekommen, ein einheitliches „deutsches“ Spielsystem bis runter zum Nachwuchs zu etablieren und die Ausbildung dementsprechend zu steuern. Gleichzeitig aber gibt es keine einheitliche Rechtssprechung zu den Ausbildungsvergütungen. Zum einen kann selbst ein Jugendlicher seine Ausbildungsstätte selbst wählen bzw, jederzeit wechseln. Hertha könnte nur an die Eltern heran treten und sich die Ausbildung bei Abwanderung bezahlen lassen. Aber wer würde sein Kind dann noch zu Hertha schicken? Die Förderverträge sind kein absoluter Rechtsschutz, da die Jugendlichen mit dem Ende des 18. Lebensjahres ihre Verträge neu unterschreiben müssen, da sie sonst anfechtbar sind.

Unser Problem scheint nicht so sehr die Abwerbung anderer Vereine zu sein, sondern die wenige Werbung, die die bisherigen Verantwortlichen für Hertha gemacht haben.


kraule
27. März 2011 um 21:28  |  15910

Traumberuf oder künstliche Welt………

War das Thema vor ein paar Tagen, diese Thematik bestätigt mich leider wieder einmal:

Künstliche Welt!


ubremer
ubremer
27. März 2011 um 21:40  |  15913

@Appius,

gibt es diese Hertha-Kaffeetassen irgendwo zu kaufen?

meines Wissens nach nicht. Das Geschirr wird auf der Geschäftsstelle genutzt. Du siehst einen Espresso, den mir Michael Preetz anlässlich eines Interviews zubereitet hat 😉


Appius
27. März 2011 um 22:35  |  15916

„@Appius,

gibt es diese Hertha-Kaffeetassen irgendwo zu kaufen?

meines Wissens nach nicht. Das Geschirr wird auf der Geschäftsstelle genutzt. Du siehst einen Espresso, den mir Michael Preetz anlässlich eines Interviews zubereitet hat 😉 “

wunderbar, dann richten Sie dem Herrn Preetz doch bitte aus, dass ich gerne ein solches Exemplar bitte hätte. 😀
Diese sollte man den Fanartikeln hinzufügen.

Wie zitiert man hier im Forum richtig???


ubremer
ubremer
27. März 2011 um 22:56  |  15917

@Appius,

ach, die Zitierfunktion. Habe vergangene Woche zum wiederholten Mal bei unserer Technik gebeten, eine Zitierfunktion einzupflegen. Irgendwie ist das work in progress. Jene, die länger dabei sind, habe ich schon mehrfach vertröstet: „Wird bald. Bestimmt.“ Was hiermit ein weiteres Mal geschieht.


fg
27. März 2011 um 22:59  |  15918

eine frage an ubremer, die vielleicht nur auf den ersten blick offtopic ist:

ist eine dejagahverpflichtung, wie sie glaube ich im sommer 2009 für den sommer 2010 vor einem abstiegsszenario mal kolportiert wurde, grundsätzlich weiterhin ein thema? ich muss zugeben, dass ich die vertragssituation nicht kenne, aber ich glaube, richtig durchgesetzt bzgl. auch seiner eigenen ansprüche hat sich dejagah in wob in den letzten 3,5 jahren eigentlich nicht.
oder hat sich so ein thema mit der denkbaren sahan-verpflichtung sowieso erledigt?


ubremer
ubremer
27. März 2011 um 23:06  |  15919

@fg,
Hertha orientiert sich. Fix ist im Moment nix. Ein Spieler, der beiden Aussenbahnen kann, steht auf dem Wunschzettel. Insofern wird man entweder Sahan oder Dejagah holen- oder jemanden anderes?


Slaver
27. März 2011 um 23:28  |  15922

Vielleicht haben wir bald schon nen neuen Spieler, der beide Außenbahnen spielen kann!?

Die BZ meldet, dass man sich mit Olcay Sahan schon mündlich einig ist und recht bald nach der Länderspielpause ein Treffen statt finden soll, bei dem Sahan bei uns einen 3-Jahresvertrag unterschreiben wird.

http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/herthas-verstaerkung-fuer-die-1-liga-article1150253.html

Sahan kann wie gesagt beide Außenbahnen spielen, wäre ablösefrei, ist noch entwicklungsfähig und gehört zum erweiterten Kreis der türkischen A-Nationalmannschaft. Hat beim Gastspiel des MSV Duisburg, die mit 2:0 die 3 Punkte aus unserem Oly entführten 1 Tor selber gemacht und das andere vorbereitet.

@ub
Ist bekannt, ob da wirklich was dran ist?


Chuk
28. März 2011 um 8:17  |  15929

Ist ein bisserl OT, aber Hertha inspiriert Harris 🙂
http://www.youtube.com/watch?v=N2d-scLK-w0&feature=player_embedded


Inari
28. März 2011 um 9:46  |  15930

Bild meldet jetzt auch einige Sachen:
http://www.bild.de/sport/fussball/hertha-bsc/patrick-ochs-auf-einkaufsliste-17113872.bild.html

– OM: Sahan
– Torwart: Kessler, bei Abstieg St.Pau
– Rechtsveteidiger: Ochs, bei Abstieg FRA
– Innenverteidiger wird noch gesucht.

Seltsam: wieso kein Linksverteidiger? Soll Ronny links spielen und Schulz und Kobi Backup machen? Kobi weiter als Stamm-Linksverteidiger ginge mal gar nicht.

Auf Grund unserer Zweitligasaison ist die erste Liga mehr oder weniger an mir vorbeigegangen. Kennt jemand Kessler und Ochs und kann von denen eine Einschätzung geben?


kraule
28. März 2011 um 9:48  |  15931

@slaver

SAHAN

Ganz ehrlich! Wo ist Sahan besser als einer der Jungs die wir jetzt haben?

Auch ich lese von ihm immer wieder wie toll er ist, allerdings immer wenn ich ihn gesehen und besonders in Augenschein genommen habe, konnte er mich nicht überzeugen.

Sehe ich das falsch?

Er wäre, nach meinem Empfinden, aktuell keine Verstärkung, eher Backup. Aber als Backup hätte ich lieber einen unserer „Bubis“.

Ha ho he


wilson
28. März 2011 um 10:11  |  15933

Vielleicht kommt der letzte Punkt in der Umfrage – wir leben in einer freien Marktwirtschaft – arg zynisch `rüber. Letztendlich trifft es dieser jedoch am besten.

„Ein in Aussicht gestellter sozialer Aufstieg fördert die Bereitschaft zur räumlichen Mobilität und umgekehrt erhöht die Bereitschaft zur räumlichen Mobilität die Chancen zum beruflichen und damit sozialen Aufstieg. … Mobil sein steht hier für die Bereitschaft, sich den Anforderungen des Marktes zu unterwerfen, um dem Lockruf des sozialen Aufstiegs zu folgen.“ *

Warum sollte das, was für uns berufstätige Erwachsene gilt, nicht auch für die heranwachsenden Teenager, die sich als Ziel gesetzt haben, Profifußballer zu werden, gelten ?
Der Lockruf anderer Vereine scheint gelegentlich melodischer oder verführerischer zu klingen als der von Hertha BSC.

*Quelle:
Berufsmobilität und Lebensform – Sind berufliche Mobilitätserfordernisse in Zeiten der Globalisierung noch mit Familie vereinbar?
Autoren: Norbert F. Schneider, Ruth Limmer, Kerstin Ruckdeschel
W. Kohlhammer Verlag 2002, 451 Seiten, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Band 208


Seppelfricke
28. März 2011 um 10:23  |  15934

Hab noch nen Namen aus der Gerüchteküche: Helmes

Angeblich plant Magath nicht mit ihm für die nächste Saison und VW hat bei Hertha angefragt ob sie an einer Leihe interessiert werden.

Also wenn das stimmen sollte würde mich dieser Transfer schon sehr überraschen. Da ich eigentlich mit Spieler rechne, die Ersatzspieler bei ihrem altem Verein sind oder sich noch keinen großen Namen gemacht haben.

Der Transfer passt auch gut zum Nachwuchsartikel. Wir haben ja das „Problem“ das Lasogga der eigentlich Ersatz hinter Friend war, selbigen klar verdrängt hat. Wenn nun Helmes kommen sollte würde ein sehr interessanter Zweikampf ausbrechen, Friend wäre dann nur noch Stürmer Nr.3…

Wenn sich aber die Möglichkeit ergeben sollte einen Spieler wie Helmes günstig zu kriegen und sei es nur ein Jahr zur Leihe bin ich dafür diesen Transfer zu machen.

Sahan ist meiner Meinung ein Transfer der ok ist. Wobei ich zuerst einen Torwart, einen Innenverteidiger und einen Rechtsverteidiger holen würde. Ich kann einfach nicht einschätzen wie sich Morales in der Bundesliga machen würde. Janker ist mir dafür zu schwach.

Übrigens würde ich als Verein drüber nachdenken sich von Domo zu trennen. Man könnte ihn vielleicht noch verkaufen (Favre will ihn ja angeblich für die Fohlen haben). Spart Gehalt + geringe Transfereinahmen und Kaka bleibt hoffentlich in Braga was uns auch Gehalt und eine geringe Ablöse einbringt. Beides Spieler die sich bei uns nie durchgesetzt haben/durchsetzen werden meiner Meinung nach.


Seppelfricke
28. März 2011 um 10:32  |  15935

@ Inari

Kessler ist für mich der Wunschspieler fürs Tor. Bei Pauli macht er seine Sache sehr gut. Gut auf der Linie und auch beim rauslaufen sicher. Wenn man ihm bei Paulis Abstieg kriegen könnte wäre ich zufrieden. Pauli kann ihn dann nicht kaufen und in Köln kommt er nicht an Rensing vorbei.

Ochs fänd ich nicht schlecht auch wenn er sich gerade wie die komplette Frankfurter Mannschaft in einem Leistungstief befindet. Solider Arbeiter auf rechts mit guter Technik. Aber da werden wir keine Chance bekommen. Denke das er zu größeren Vereinen gehen will/wird.


backstreets29
28. März 2011 um 11:36  |  15937

Ochs wäre zwar nett, aber unser Fokus dürfte wohl kaum auf der rechten Seite liegen.

Kessler find ich ne gute Idee….aber Helmes???
Teuer, wenig bis gar keine Spielpraxis..ob das die richtige Wahl für einen Aufstieger ist?


ubremer
ubremer
28. März 2011 um 11:44  |  15939

@off-topic,

unser Doppel-Interview mit Ronny und Raffael: Warum sie als Kinder immer gegeneinander gespielt haben, wie das mit der deutschen Nationalmannschaft wäre, wer im vergangenen Sommer alles Interesse an Raffa hatte: Dortmund, Leverkusen, Sampdoria . . .


El Famoso
28. März 2011 um 11:59  |  15940

Also wenn Ochs wirklich zu Hertha kommen sollte, dann wär das traumhaft! Für mich ist Ochs einer der besten Rechtsaußen der Liga und wird von der „breiten Öffentlichkeit“ völlig unterschätzt.Er würde selbst zwei Lells problemlos ersetzen können 😉 Ich hab mich auch letztens mit nem Kumpel über BuLi-Spieler unterhalten die besser sind als ihr Marktwert es vermuten lässt und für uns beide Stand fest: Ochs ist in der Hinsicht Nummer 1.
Ochs ist schnell, in der Defensive abgeklärt und routiniert, schaltet sich oft nach vorne ein, kann gute Flanken schlagen und ist auch technisch versiert.
Und darum hoffe ich, dass Hertha alles daran setzt, wenn es irgendwie möglich ist, ihn zu verpflichten.
Aber ich bin sehr skeptisch, dass dieser Transfer jemals zu Stande kommt. Leider.


hurdiegerdie
28. März 2011 um 12:17  |  15941

Ich habe zur Jugendarbeit einen recht einfachen Ansatz, der aber doch sooooo schwierig ist.

Rentiert sich die Jugendarbeit oder nicht, das ist meine Frage? Die Gegenfrage ist natürlich klar: was heisst denn rentieren? Rentiert sie sich, wenn wir 7-8 Spieler aus der Jugendarbeit im Kader haben, selbst wenn nicht alle spielen? Diese Spieler müssten wir ja sonst auch von irgendwoher bekommen, denn mit 11 Mann lässt sich kein Training machen.

Leider weiss ja keiner so genau, wieviel uns die Jugendarbeit kostet. Ich gehe seit 2001 von ca 35 Mio inklusive erste Investitionen in die Infrastruktur aus. Selbst mit den Boatengs kommt diese Summe aus Transfers nicht rein.

Im TSP steht eine Reduktion von 3.5 auf 2.5 Mio Kosten jährlich. Hier wurden mit Hertha-Broschüren auch schon mal nur 250’000 Kosten für diese Saison (Sparmassnahmen)genannt. Letzteres halte ich für unwahrscheinlich.

Aber belassen wir es mal bei nur 2 Mio pro Jahr. Rentieren diese sich? Bringen Transfererlöse und Spieler im Kader der 1. Mannschaft dieses Geld ein? Jahr für Jahr?

Solange ich das nicht weiss, kann ich für mich denn Sinn einer Jugendarbeit nicht abschliessend bewerten, oder behaupte ketzerisch:
vielleicht ist es ja „marktwirtschaftlich“ sinnvoller, andere die (Mehr-)Ausbildung (ein gewisser Grad ist vom DFB ja vorgeschrieben) machen zu lassen und mit dem gesparten Geld denen die Spieler wegzukaufen. Und dies gerade, weil Berlin natürlich auch ein Pflaster ist, wo andere Vergnügungen gerade bei der Entwicklung vom Jugendspieler zum BL-Spieler ausserordentlich beeinflussen.


sunny1703
28. März 2011 um 12:41  |  15942

Kurz was zu den Transfergerüchten,sie kommen mir viel zu früh.
Der Drops Aufstieg ist noch eine Weile nicht gelutscht, ich bin mir sicher Preetz wird den Markt schon sondieren, nur was haben wir von Beinaheverträgen wie einst bei Barrios und die Spieler gehen dann aus angeblich wirtschaftlichen Gründen zum Schulden BVB und machen die dort glücklich.
Einige Worte zu den genannten Namen.
Ein Helmes ,allerdings nur der gesunde Helmes ist für mich einer der stärksten deutschen Stürmer, torgefährlich, mit einem sehr guten Schuss ausgestattet.
Ochs ist eine der beliebten Typen,einer der wirklich immer das letzte aus sich rausholt.Ganz sicher einer der der Hertha gut tun könnte…………nur,wo spielt er?!
RV für Lell, der dann nach Links wechselt oder auf die Bank geht?!
Oder im RM für Ebert,der dann nach Links geht oder auf die Bank.
Nein,ein Ochs kann sich sicher die vereine „aussuchen“ und wenn er zur Hertha gehen sollte,dann sicher für ein höheres Gehalt UND sicher nicht für die Bank!
Ein Sahan als Erweiterung des so oder so schon überfüllten MF,na wenn er denn eine billige Gehaltslösung ist. Von seinen Spielen ,außer dem in Berlin war ich nicht überzeugt,ich hätte gerne mal gewusst bei welchen Spielen denn der Herthascout gewesen ist.
Kessler ist ganz sicher eine Alternative fürs Tor,ein rensing war und wäre mir lieber gewesen,weil er mir noch reaktionsschneller erscheint,dennoch Kessler kennt durch jetzt St.Pauli ,das was uns vermutlich nächste Saison dann auch in der 1.Liga erwarten wird,Abstiegskampf.
Ich bleibe bei meiner Einschätzung 1-2 Abwehrspieler ,besonders einer links,ein Torwart und ein Stürmer werden gesucht,die sich vermehrenden gerüchte um Sahan lassen für mich einen Spieler immer weiter aus dem Team rücken……..Raffael!

Aber bitte doch erstmal aufsteigen,bevor Wayne Rooney hier diskutiert wird.

lg sunny


St1age
28. März 2011 um 12:57  |  15943

@UB
Schönes Interview mit den beiden Brüdern..Und wenn sie das ernst meinen, brauch man sich für die nächste Saison(Aufstieg vorausgesetzt) keine Gedanken machen, ob ein Raffa bleibt oder nicht.


Dan
28. März 2011 um 13:03  |  15944

Jugendthema:

Wichtig wäre mir als Elternteil nicht nur die Kohle sonder vorallem das erste Standbein im Leben – die Bildung.

Somit würde ich als verantwortliches Elternteil das vertraglich berücksichtigen lassen. Kontrollmassnahme wären sinkende oder steigende Schulnoten. Dazu noch ein Ausbildungsplatz festschreiben lassen.

Ich glaube persönlich nicht, dass ich in Versuchung geraten wäre meine Kinder nun in der Weltgeschichte zu verschachern. Denn man hat die Kinder nicht auf die Welt gebracht um höher verdienende Sportler aus ihnen zu machen.

Ich glaube auch nicht, dass die Fussballausbildung sich so sehr von Internat zu Internat unterscheidet. Daher gibt es m.E. auch wenige Gründe seine Kinder in die Ferne zu schicken, wenn ein erstklassiges Internat in der Nähe ist.
Hertha ist daher meines Erachtens angehalten weiterhin und verstärkt auf hochwertige Trainer im Jugendbereich zu setzen. Und sie und ihre Leistung immer wieder zu überprüfen.

Somit ist es fraglich was Eltern dazu treibt den Nachwuchs aus seiner Obhut zu entlassen. Mal abgesehen von Dörfler und Kleinstadt-Bewohner, die weit von Großtädten entfernt leben.
—–
Hertha Jugend:
Was hinten rauskommt ist schon vorzeigbar, leider konnte Hertha aber nicht immer den vollen Nutzen daraus ziehen. Anderseits muss man aber auch darauf hinweisen, dass die Jugendarbeit in dieser Güte noch keine 10 Jahre alt ist.
——

@appius

Meinste so

„blockquote“ Meinste so „/blockquote“

“ austauschen gegen vor dem Befehl


Dan
28. März 2011 um 13:12  |  15945

@appius

da verschwindet etwas 🙂

also die “ durch „kleiner als“ und „größer als“ -Zeichen ersetzen.


sunny1703
28. März 2011 um 13:14  |  15946

Zum eigentlichen Thema hat @hurdie schon einiges anklingen lassen,aber auch andere Beiträge dazu waren wirklich interessant.
Die Frage ob erfolgreich oder nicht ist schwer zu beantworten, auch wegen genauerer Vergleichsmöglichkeiten.
Ich für mich finde die Jugendabeit von Hertha großartig, die enorm vielen Auswahlspieler in den verschiedensten Nationalmannschaften sind ein Beleg dafür.
Eher bescheiden finde ich jedoch dann das was in der ersten Mannschaft ankommt.
Natürlich mag es die von @hurdie beschriebenen Probleme mit den Verlockungen in der Millionenmetropole geben, doch was ist mit London oder dem Ruhrpott. Da werden auch nicht nach 10 die „Bürgersteige hochgeklappt“ und ein Jungmillionär wird immer was zum „abstürzen“ finden,so er denn möchte.
Auch das Wildern anderer Vereine hat sicher seinen Beigeschmack,aber solange der DFB da nicht juristisch gegen vorgehen kann, ist es erlaubt.
Über Hopp sich zu unterhalten ist sinnlos,wenn DFB und DFL solche gegen die 50+1 Regel seit Jahren verstoßenden Vereine wie Hopp oder wie vermutlich bald Red Bull, Firmenmannschaften wie Aspirin oder VW nicht aus der Liga schmeißt werden sämtliche Gesetze wie 50+1 und andere ad absurdum geführt.
Ich glaube bei Hertha mangelt es immer auch bedingt durch Druck von außen, an dem richtigen Mut auch mal junge Spieler auszuprobieren und zwar nicht nur einmal 7 minuten zum Ende des Spiels im freunschaftsspiel gegen FC Banane. Nur Wettkampfpraxis bringen junge Spieler vorwärts.
An dem Mut diese Spieler auch so einzusetzen fehlte es leider den letzten Herthatrainern oftmals sehr.
Ein Favre war in der Bundesliga nicht so bewandert und ließ daher den nachwuchs auch zu sehr links liegen,ein Funkel,war für mich der totale Schisser, der hätte nach dem 20.Spieltag abgestiegen sein können und er hätte eher Katsche Schwarzenbeck aufgestellt als einen der nachwuchsspieler.
Babbel fing anders an und hat jetzt ein wenig auf dem Weg nachgelassen. Ich bin mir nicht sicher,wer dann im Falle des Aufstiegs überhaupt noch eine Chance bekommt,denn fast immer hat Hertha eine begründung,warum diese Spieler nicht eingestezt werden. Mangelnde Leistung ist es fast nie,eher dass sie dem Absteigs-oder aufstiegsdruck nicht gewachsen sind(wann sind sie es überhaupt,zieht Hertha Weicheier heran??)Dann gibt es noch den druck sich international zu qualifizieren und den Grauemausdruck.
Nein Hertha,der verein, und die sportliche Leitung müssen,das hervorragend begonnene auch besser bis in die oberste mannschaft fortsetzen,daran mangelt es für mein Verständnis.
Das natürlich auch Jahrgänge schwächer sind,ist keine frage.
Und ein Berlin-Brandenburgteam wird auch keine Zuschauer zusätzlich anziehen,wenn wir in Berlin schon Karneval feiern und in Mitte mehr Touristen als Berliner sind,dann ist diese Form der Identifikation zwar nett gedacht,doch leider nicht mehr „trendy“!

lg sunny


xberger
28. März 2011 um 13:18  |  15947

etwas off topic aber
diesmal sehr gute bildauswahl!
und auch ohne die schwarzen
ränder (die sonst da sind)


28. März 2011 um 13:57  |  15948

irgendwie kann ich ausschließlich in dan´s Beitrag wiederfinden.
Ob FF ein Schisser war, Favre keine Orientierung in der Buli hatte, und Babbel einer, der vom guten Weg abgekommen ist..das will ich gar nicht beurteilen.
Ich sehe mir die Qualitäten der derzeitigen Jungspunde an ( zu Favres und Funkels Zeiten war da m.E. fast gar nichts-dieser Jahrgang war nicht gut genug) und sehe nicht, wen ich außer Holland noch in den Kader berufen würde? Und von jenen, die bereits Profiverträge haben, sehe ich mit Lasogga und Neumann z.Z. zwei stabile Jungs, mit Startelf-Potential. Morales und Schulz, sowie Perde jeweils mit Back-up-Potential. Insofern habe ich IM MOMENT nichts zu kritisieren-sehe keinen, der unter Wert behandelt wird. Bei Burchert sage ich nichts, weil ich mich bei Torhüter schon viel zu häufig geirrt habe..
Wenn er so gut ist, wie @ursula ua. sagen, sollte er den Verein wechseln. Er macht allerdings auf mich einen ausgesprochen zufriedenen Eindruck (??)
Über den Sahan kann ich nichts sagen, befürchte aber beinahe, dass Kraules Urteil richtig ist-und das wäre dann schade. (für welche Positionen ist der Türke denn vorgesehen?-für etliche Positionen haben wir ja keine youngster in der Hinterhand..)


28. März 2011 um 14:01  |  15949

@xberger: du bist mir ja einer..die „schwarzen Ränder“ sind die Erkennungszeichen vom Bildautor: das sind bewusst eingesetzte digitale Rahmen, die persönliche Note des Fotografen.. 💡


Polyvalent
28. März 2011 um 14:52  |  15950

Hier ein schön zu lesendes Interview mit Niemeyer im Weser-Kurier:
http://www.weser-kurier.de/Artikel/Werder/News/349580/Niemeyer-bleibt-bei-Hertha-Aufstieg-in-Berlin.html


28. März 2011 um 14:59  |  15951

In der Einleitung des Interviews mit unseren beiden Brasi-Brüdern ist von Hertha BSC Berlin die rede… :-/
Schade…


sunny1703
28. März 2011 um 15:10  |  15952

@apollinaris
Wenn es danach geht was Du oder ich sehen oder meinen,dann würden diverse Jungspieler jetzt vermutlich im Büro sitzen oder Straßen fegen.
Ich habe mich zum Beispiel bei einem Großkreutz ganz gewaltig geirrt,und Du bei einigen anderen.
Das ist aber auch nicht unsere Aufgabe.Fakt ist jedoch kaum eine Mannschaft stellt so viele Nationalspieler für die Jugendnationalmannschaften ab und fakt ist,davon kommt in den letzten Jahren sehr wenig nach oben.
Weil eben immer wieder mit der Begründung den armen kleinen jungchen psychisch nicht zu viel zu zumuten,sie sogar ganz vom Trainingsgeschehen entfernt wurden.
Oder ihnen wurden Spieler aus der Schweiz ,Serbien oder Timbutku vorgezogen,weil die scheinbar besser beobachtet worden sind.

Inwieweit Jahrgänge Komplettausfälle sind,können wir beide nur schwer beurteilen,aber eins kann man gewiss sagen,ohne neuerliche und wiederkehrende Einsätze bekommt ein Spieler nicht die Erfahrung die er braucht.
Und Einsätze zwei oder drei Klassen tiefer sind nicht mit dem zu vergleichen.
Danach hätte der BVB diese Saison nicht viel werden können,denn die 2.mannschaft des BVB ist abgestiegen in der letzten saison und die a junioren wurden in ihrer liga 5.
Nein,es liegt am Tainerteam und ihren Mut auch unpopuläres zu wagen,wobei das zu wagen,ist in der heutigen zeit , in der jungstars die großen ablösen bringen,für Schuldenvereine wie Hertha geradezu ein Muss.
Ich behaupte mal ein Mario Gomez wäre bei Hertha nicht für 35 Millionen transferiert worden,weil er mehrere Saisons nicht den Durchbruch schafte,aber Trainer wie Sammer und vor allem Veh ihn aber immer wieder brachten.
Und solche Beispiel könnte ich Dir haufenweise bringen,das dranbleiben am Spieler,das gespür dafür dass der es bringt,ihn bestärken,dann kann es klappen.
Und selbst wenn die Jahrgänge von Hertha nicht so sonderlich gewesen sein sollten und wirklich nicht einer was taugte,wo ist das sensationelle scoutung bei anderen vereinen?!
Lasogga und bayer ,das war jetzt mal was,aber das hatte auch mit Bayer zu tun,die auf der Position überbelegt waren und sind.
Nein,wenn Hertha nicht auf Mubaraks Millionen wartet, auf den Einstieg der Chinesen oder auf einen laufende Teilnahme an der Champagnerliga,bleibt NUR die Entschuldung über mehr Mut beim Einsatz junger Spieler!

lg sunny


Sir Henry
28. März 2011 um 15:13  |  15953

@SupporterBLN

Und?

Ja ja, schon klar, im BSC steckt das Berlin. Aber wenn Dich das stört, dann hast Du bei Übertragungen auf Sport1 aber immer eine schwere Zeit.

In ebendieser Einleitung des Interviews steht übrigens auch, dass es sich bei dem Interviewer um einen Stipendiaten aus Brasilien handelt. Nicht jeder auf dieser Welt kann Euren heiligen Eifer bei der korrekten Namensnennung unserer Hertha aus Berlin nachvollziehen. Ich, ganz nebenbei, übrigens auch nicht.

Und wenn man schon Korinthenkacker ist, sollte man bei sich selbst anfangen: „die rede“ wird groß geschrieben. Die Rede.

😉


Sir Henry
28. März 2011 um 15:14  |  15954

test test


Sir Henry
28. März 2011 um 15:15  |  15955

Hurra, ich kann zitieren.


28. März 2011 um 15:20  |  15956

@ Sir Henry…

ich glaube es hackt?!
Ich denke mal so ein Artikel wird auch gegengelesen…
Und ich denke es ist auch ein Unterschied ob ich ein Depp bin der in irgendeinen Blog etwas postet, oder ob es ein Artikel in einer Zeitung ist…
Aber schon klar, ist wie mit den Äpfeln und Birnen. Und nur weil du anderer Meinung bist glaube ich nicht das du dir es rausnehmen kannst mich derart anzufahren…
Ist wohl jemand sehr unzufrieden mit sich und seinem Leben?


dieter
28. März 2011 um 15:29  |  15957

Geht das jetzt mit diesem unsäglichen Hertha BSC Berlin-ScheiXX hier auch noch los?!


hertha@berlin
28. März 2011 um 15:32  |  15958

@dieter, ja diese falsche Schreibweise des Vereinsnamens nervt total


Zimsel
28. März 2011 um 15:35  |  15959

stimmt das nervt…den wir ham ja sonst keene sorgen…….


Sir Henry
28. März 2011 um 15:38  |  15960

Nur ruhich, SupporterBLN, et läuft.

Ich habe Dich nicht angefahren. Deshalb habe ich einen smiley ans Ende des Beitrags gesetzt. Dieser dient der Verdeutlichung der Tonlage des zuvor Geschriebenen. Alles nicht so ernst gemeint. Lies es einfach noch einmal ohne Schaum vorm Mund.

Zum Inhaltlichen: Klar sollte ein Redakteur noch einmal gegenlesen. Wurde bestimmt auch gemacht. Aber das Hertha BSC Berlin kann einem schon mal durchrutschen, vor allem, weil es doch sehr verbreitet ist. Wird nicht in auch einem Lied in der Ostkurve das „Berlin“ im Anschluß an Hertha BSC gesungen?

Will sagen: mir ist bewusst, dass der Verein Hertha BSC heißt. Fügt jemand das „Berlin“ noch an, höre ich es und verhalte mich wie die berühmte deutsche Eiche.

Alles wieder tschakko? 🙂


28. März 2011 um 15:39  |  15961

Oh man…
Nur weil ich erwähnt habe das ich es schade finde das es in dem Artikel Hertha BSC Berlin heißt…
Kindergarten auf dem höchsten Niveau!


28. März 2011 um 15:40  |  15962

allet tutti 🙂


hurdiegerdie
28. März 2011 um 15:50  |  15963

hallo???

Hehehe wieder was gelernt.


Dan
28. März 2011 um 15:52  |  15964

@Sir Henry

bitte schön 🙂

Wieso steckt das Berlin im BSC ? 😉

Unser Verein heißt satzungmäßig:

Hertha, Berliner Sport-Club oder Hertha B.S.C.
—–
Also wenn jemand darauf rumreitet, dass man das zur Unterstützung von Nichtwissenden regionale Kennzeichen „Berlin“ anfügt, dann motze ich rum warum keiner die Punkte bei B.S.C. setzt. Es ist nun mal Usus geworden, genauso wie viele „Nicht-Herthaner“ mit Hertha Berlin mehr anfangen können als dem BSC.

Mich erinnert dies an diese leidige Emblem – Diskussion Fahne gegen Suppenhuhn. In zwei Mitgliederversammlungen wurde gesagt, dass dieses Emblem nur für die Saison 2006 gelten soll und an den 75. Jahrestag der letzten Meisterschaft erinnerte .

Und was machen dann einige Fans daraus? Proteste, T-Shirt Aktionen und und und für nix. Ein Jahr einfach mal die alten Spieler ehren und mit nem Suppenhuhn als Vereinsemble rumlaufen. So what?

Ich fand es eine aufmerksame Aktion und einem Traditionsverein würdig. Andere wollten was anderes sehen.


ubremer
ubremer
28. März 2011 um 15:55  |  15965

@apollinaris,

du bist mir ja einer..die “schwarzen Ränder” sind die Erkennungszeichen vom Bildautor: das sind bewusst eingesetzte digitale Rahmen, die persönliche Note des Fotografen..

Dank an den fotografierenden Fotografen-Versteher. Thumb up 😉

@SupporterBLN

In der Einleitung des Interviews mit unseren beiden Brasi-Brüdern ist von Hertha BSC Berlin die rede

Im Print-Text der Morgenpost ist, wie immer, von Hertha BSC die Rede. Was Du gelesen hast, ist die online-Version. Dort textet unsere kleine, aber feine Online-Redaktion vor jeden Text einen sogenannten Online-Vorspann. Die versierten Kollegen und Kolleginnen bewegen sich quer durch alles Ressorts: Politik, Wirtschaft, Boulevard, Kultur, Reise, Sport, Medien . . . Deshalb @Supporter: Dein Hinweis ist korrekt. Siehe es uns bitte nach, wenn doch mal eine Formulierung einen Hauch neben der Spur liegt 😉


sunny1703
28. März 2011 um 16:03  |  15966

@all
Ich finde die Diskussion auch eher etwas kleinlich,letztendlich findet man sowohl bei Hertha BSC und bei Hertha BSC Berlin gegooglt als ersten Link,den zur Vereinsseite.
Es macht international schon Sinn diesen Zusatz zu erwähnen,,auch wenn für uns Hertha der nabel der Welt sein mag,andere die sich vielleicht anfangen auch für deutschen Fußball interessieren,werden nicht gleich sofort wissen,na klar,das st doch die Supermegamannschaft aus Berlin,DER Hauptstadtclub.
Sorry mich stört das nicht,da finde ich Wortschöpfungen wie die la Ola welle blöder! 🙂

lg sunny


Manulinho
28. März 2011 um 16:05  |  15967

Hurra, ich kann zitieren und nein ich Verweise nicht auf den Autor.

Wo wir beim Thema sind 😀


28. März 2011 um 16:08  |  15968

@ubremer

ich habe das jetzt nicht als so schlimm empfunden, daher auch nur mit „schade! kommentiert…
Von daher habe ich das tamm tamm auch nicht verstanden.
Aber nun is ja wieder alles gut und wir haben uns wieder lieb 😀

Mich würde aber wirklich interessieren was da wirklich an den Gerüchten die um Ochs und Helmes kusieren dran ist…
Helmes kann ich mir persönlich nicht vorstellen, selbst als Leihe nicht.
Auch einen Ochs halte ich sehr unwahrscheinlich, egal ob die Eintracht absteigt oder nicht.

Bezügl. Sahan glaube ich das er lediglich ein Backup sein wird und würde mir da eher Asche zurück wünschen…
Patty recht und Asche links wäre schon nicht schlecht!


Appius
28. März 2011 um 16:20  |  15969

Das ist ein Test zur Zitierfunktion

ich kann jetzt auch zitieren 😀

Zum Thema Vereinsname:
Ich finde das sind Korintenkacker. Wenn man es richtig ausspricht, also „Hertha Berliner Sportclub“ mit Berlin hinten dran, klingt es zwar nicht so schön aber eigentlich ist es doch banal darüber zu diskutieren.
Solange keiner der Verantwortlichen das so macht ist es in Ordnung. 😀
Außerdem darf man nicht vergessen, so kann man uns im Ausland auch besser zu ordnen. In allen Ländern sind wir Hertha Berlin. Es ist doch nicht verkehrt seinen Stadnamen im Vereinsnamen zu haben. So findet eine geographische Zuordnung statt.

Junvetus hat doch mit Turin das gleiche Problem. Daraus machen auch nur die Deutschen ein Thema. Die heißen auch Juventus Football Club und nicht mit Turin hinten dran. Trotzdem sagen wir Juventus Turin.
Ich bitte euch, dass ist doch lächerlich.

Wenn ich Vereinverantwortlicher wäre, würde ich diese ganzen Klugscheißer verarschen und aus “ Hertha Berliner Sport Club Berlin“ einfach ein „Hertha Ballsportclub Berlin“ zaubern und dann können die alle mal ihren Mund halten.

Ich bitte euch, warum sollte man da so ein Thema daraus machen? Es gibt größere Probleme!


28. März 2011 um 16:31  |  15970

Wieso ist man ein Klugscheißer wenn man anmerkt das es nicht Hertha BSC Berlin heißt?

Die Leute die dieses „Thema“ blöd finden machen es hier erst wieder zum Thema…

Und sowas großkotziges: können alle mal Ihren Mund halten, das zeigt doch mal wie sachlich einige hier argumentieren.

@ Appius…
Ich zähle mich auch gern zum Pöbel, aber wenn dann bitte mit Niveau und nicht so!
Und es ist mir persönlich egal wie andere Vereine heißen und ob diese ein ähnliches „Prob“ haben. Ich finde es bricht sich keiner einen Zacken aus der Krone wenn man das beachtet.
Und wenn du schon mit so nem Schwachsinns-Bsp. kommst; in England sagen einige bzw. viele Bayern Munich.
Das hat dann aber einfach was mit einer anderen Sprache zu tun.


ubremer
ubremer
28. März 2011 um 16:39  |  15971

@Supporter,

Mich würde interessieren was da wirklich an den Gerüchten die um Ochs und Helmes kusieren dran ist…

jedes Jahr im März dasselbe: 14 Tage Länderspiel-Pause. Keine aktuellen Themen. Also hat jede Zeitungsredaktion für diese Phase auf dem Zettel stehen: Wie sieht der Kader im nächsten Jahr aus? Kannst du in jeder Stadt machen: Ob mit dem FC Bayern, dem SV Babelsberg oder Hertha.
Nur, Hertha beschäftigt sich schon lange mit der Frage: Wo hat der Kader Bundesliga-Niveau, wo nicht? Intern alles längst klar benannt. Und zu jeder Position, auf der ein Fragezeichen steht, werden Kandidaten gesucht. Gleichzeitig werden alle Verantwortlichen, ob Trainer oder Manager einen Teufel tun und das jemals öffentlich bestätigen. Erst recht nicht Journalisten gegenüber: ‚Mal unter uns, aber im Tor/Sturm . . . ‚ Grund: Keine Verunsicherung für den jetztigen Kader.
Soweit der Rahmen.

Nun die Namen: Nix ist fix. Hertha schaut sich da und dort um. Spricht mal mit dem einen oder anderen. Meine Prognose: Sahan landet nicht bei Hertha. Weil es einen schlechten Eindruck macht, wenn der BabbelMarkus sich zu einem vertraulichen Gespräch mit einem Spieler trifft. Und drei Tage später steht das im Kicker oder im Boulevard. Da sagt sich ein KLub: Wenn der nicht mal so wichtige Dinge wie seine eigene Zukunft für sich behalten kann . . .
Diverse Berater sind unterwegs, die meinen, sie könnten Spieler zu einem Klub hinschreiben. Das funktionierte im Vorjahr so:
Berater ruft Hertha-Manager an: ‚Der Tremmel würde euch helfen.‘
Preetz: ‚Nee, danke.‘
Schlagzeile am nächsten Tag auf dem Boulevard: So gut wie sicher: ‚Tremmel zu Hertha‘
Das Namens-Gewitter mit echten und angeblichen Kandidaten beginnt sich gerade zu drehen. Und wird sich steigern, wenn das mit dem Bundesliga-Aufstieg näher rückt. Mal sehen, wann das erste Mal Namen der Kategorie van Nistelrooy und Klose kommen ‚Geheimplan mit . . . ‚ 😉 .
Ganz ehrlich: Interessiert mich nicht. Mich interessieren tatsächliche Transfers. Dafür ist es im Moment schlicht zu früh.


28. März 2011 um 16:47  |  15972

@ ubremer

vielen DANK!
Halte eh alles außer Asche von den Namen für unrealistisch.
Bei Asche ist es aber so das er seinen Vertrag ja erst verlängert hat.
Da ist es bei mir wohl der der Wunsch als das realistische.

Naja, heißt es wohl abwarten… und den Kollegen der Morgenpost vertrauen 😉


ubremer
ubremer
28. März 2011 um 16:52  |  15973

@Supporter,

die Kollegen der anderen Zeitungen arbeiten auch. Auch die können was. Wir sind untereinander in Konkurrenz. Und wie das so ist im Leben: Mal gewinnen die einen . . .

@xberger,

trotzdem Danke für das Lob ;-). Gleiches gilt für @St1age


Dan
28. März 2011 um 17:00  |  15974

@Thunnfish & Co.

Die letzten Hüllen sind gefallen. 🙂

Alle Blöcke für das Paderborn-Spiel sind geöffnet.

Stand 16:45 = 5595 im Heimticket-Bereich noch zu haben.
Läuft aber zur Zeit noch eine Facebook – Aktion.

Vorallem mit dem Blick darauf, dass Vormittags der Berliner Halbmarathon stattfindet, ist das schon ein bemerkenswerte Sache.

Hut ab Berlin 🙂


28. März 2011 um 17:09  |  15975

ich d´sage trotzdem noch was zu Namensstreit, weil das ja jede Woche im Live-blog zum Thema wird…Entweder der Verein gibt ein Rundschreiben an an alle Medienvertreter, vor allem auch der elektronischen, mit dem Hinweis, man solle bei Namensnennung das „Berlin“ weg lassen oder wir sollten das ertragen können. Ich bin seit über 40 Jahren nun Begleiter dieses Klubs, habe dort gespielt und tausende von Euronen gelassen-und ich hätte das jetzt nicht sicher beantworten können. Ich verweise auf die Bemerkung von @dan..
Mir ist es -offen gesagt- völlig schnuppe. Wenn aber jemandem ein Vorwurf zu machen ist, dann nicht einem bayrischen oder friesischen Journalisten, sondern dem Verein, der dieses nicht klärend kommuniziert. Ich bin da durchaus beim „Sir“.. 😉
@uBremer: Ehrensache..außerdem finde ich, dass Deine Rahmen gut passen, nebenbei gesagt 🙂


28. März 2011 um 17:12  |  15976

@sunny: natürlich kann man die Qualität der Jahrgänge erkennen: nenne mir ein paar Namen von Spielern, die Favre oder FF übersehen haben?? (bitte nicht die damals 15-17 Jährigen..also keine C-und B-Jugnedlichen ).
Ansonsten antworte ich nochmals mit dem Hinweis auf @dans Beitrag. 💡


Dan
28. März 2011 um 17:21  |  15977

Dan // 28. Mrz 2011 um 17:00
Hut ab Berlin 🙂

und natürlich Brandenburg 😉


Blauer Montag
28. März 2011 um 17:27  |  15978

DepecheMode um 18:40@Blauer Montag: Da gab’s vor einiger Zeit einen Artikel in der Blöd oder B.Z.

N’Abend die Herrschaften.
Hier wird ja gerne gegen die Zeitung mit den 4 großen Buchstaben gestichelt. Darüber übersehen die Damen und Herren eines: Die BILD-Zeitung ist im Portfolio des Axel-Springer-Verlages die Milchkuh. Rein wirtschaftlich (nicht sportjournalistisch!) gehört die Berliner Morgenpost dagegen zu den armen Hunden im Portfolio. Sägt also bitte nicht zu heftig an dem Ast, auf welchem unsere Blogväter sitzen .. 😉

Muchas Gracias à Dan y saludos para sir henry y hurdiegerdie.


28. März 2011 um 17:46  |  15980

driemer // 27. Mrz 2011 um 21:11

…Ajax hat grundsätzlich den Nachwuchs für die eigene Mannschaft ausgebildet (daher auch deren Spielsystem schon in der Ausbildung). Die besten Nachwuchsspieler, die es in die 1. Mannschaft schafften, konnten aufgrund des einheitlichen Spielsystems nahtlos eingebunden werden für verkaufte Spieler, bis sie dann ebenfalls verkauft wurden. Die, die den Schritt nicht schafften, spielten weiter in der 2. Mannschaft, bis sie gut genug waren für die 1. oder wurden verkauft.

Soweit und ausführlich oben die gute Beschreibung von driemer. Wer aber war in den 70er Jahren der beste Spieler bei Ajax? Johan Cruyff, der später in seiner Zeit als Trainer des FC Barcelona beteiligt war an der Gründung der Jugendakademie La Masia. In seinen acht Jahren als Barça-Coach holte er 29 Eigengewächse in die erste Mannschaft. Ich wünsche mir eine ähnlich langjährige und im Sinne der Jungprofis erfolgreiche Zusammenarbeit auch für die Jugendakademie der HERTHA mit ihrem Profikader und dessen Trainern.
http://de.wikipedia.org/wiki/La_Masia
Einer der in La Masia ausgebildeten Jugendspieler ist Josep Guardiola, der aktuelle Trainer des FC Barcelona.


Slongbo
28. März 2011 um 17:48  |  15981

Hier hilft keine These, sondern nur Rechnen.

Der Rest ist Meinung.

Und eine Meinung haben wir alle. Guter Journalismus ist Arbeit, nicht Meinung.


sunny1703
28. März 2011 um 17:51  |  15982

@apollinaris
Wie soll ich Dir Namen nennen von Spielern die vielleicht gar nicht aufgetaucht sind,weil ja in der 1.Mannschaft eben „Erfahrung“spielte um den Abstieg zu verhindern(und sage und schreibe 24 Punkte schaffte) oder XY aus was weiß ich woher.
Das ist ja nun die Konjunktivdiskussion schlechthin.
Und nochmals,selbst wenn es so ist ,wie Du behauptest alle Spieler,die ich weiß nicht wie viele Länderspiele in den unteren Mannschaften auch in diesem Jahren erreichten seien „Schrott“,dann MUSS ein scoutingsystem da sein,dass von auswärts solche jungen Spieler wie einen Lasoggga dieses Mal zuführt,doch da geschah nichts.
Hertha muss sich entschulden und wenn das nicht über den Jugendweg geschiet, sehe ich schwarz. Dazu ist es aber zwingend notwendig der jugend einsätze in der 1.Mannschaft zu geben und sie nicht aus dem Training zu werfen oder sie in die 2.Mannschaft zu schieben.

lg sunny


28. März 2011 um 17:56  |  15983

Meinetwegen, sunny, meinetwegen…


hurdiegerdie
28. März 2011 um 18:14  |  15984

Sch…. schweres Thema @sunny. In vielen Punkten bin ich ja bei dir. Aber es bleibt schwierig.

Das wie ist die Frage für mich; mehr Akademie, mehr Scouting, mehr Wegkaufen, mehr Trainerwechsel, Akademie nur für höher Jahrgänge?

Die Dortmunder; wie viele kommen denn aus der eigenen Jugendarbeit, mal mit Pieszcze angefangen?

Klar ein Sahin (Entwicklung nach Ausleihe nach Rotterdam) und ein Götze (wir hatten Boatengs und und). Schon bei einem Grosskreutz wird es schwierig (Entwicklung in Ahlen, mit 21 zum BvB, da wäre Lusti länger Berliner) ein Schmelzer kommt aus Magdeburg.

Die andere Frage ist, wie hält man die Spieler?
Was machen, wenn ein 18-Jähriger eben das doppelte Gehalt bekommen kann, als die Ausbilder-Mannschaft bezahlen kann (denn die musste ja ausbilden)?

Lässt man einen Schulz jetzt vorspielen, damit er, wenn er 18 ist, bei einem anderen Verein einen 5-Jahresvertrag unterschreibt; einem Verein vielleicht, der das mehr bieten konnte, was er an der Ausbildung gespart haben (ja, ja die Ausbildungspauschale, aber die bezieht sich doch nur auf den jeweiligen Spieler und nicht die vielen in deren Entwicklung man ja auch investiert hat, die es aber nicht geworden sind, oder?). Die anderen verdienen dann am Schulz, wenn er richtig teuer geworden ist über die Ablöse (siehe J. Boateng).

Vielleicht ist es besser, man versteckt ihn, bis er seinen Vertrag unterschrieben hat?

Mal angenommen, es läge nicht an Herthas Trainern, sondern an der stärkeren Finanzkraft, vielleicht sogar von Vereinen, die weniger in die Jugendarbeit investieren …. Vielleicht sollte Hertha die Jugendarbeit aufgeben (In DFB geregelten Bahnen) und nur noch 17-18-Jährige kaufen; immer 2 pro Position, in der Hoffnung jeder 3. schafft den Sprung? Weg mit der teuren Jugenarbeit, nur noch eine doppelt besetzte A-Jugend und U23?

Ketzerisch, ich weiss, aber ich weiss nicht, ob die gut ausbildenden Vereine ausreichend vor den Hoppes dieser Welt geschützt werden.


28. März 2011 um 18:22  |  15985

Auf nach Barcelona hurdie!
Lass uns doch erst einmal schauen, wie es der FC Barcelona schafft, seine Auszubildenden bei sich zu behalten bis zur erfolgreichen Integration in das Profiteam. Als Widerspruch zu dir wage ich folgende These: Es könnte auch an der Ungeduld der Fans mit Spielern wie Trainern liegen, dass sich nicht mehr Talente im Profikader etablieren.


hurdiegerdie
28. März 2011 um 18:31  |  15986

Was meinsten jetzt Blauer Montag? So Spieler wie Villa und Dani Alves? Oder das Hertha auch 500 Mio Schulden machen sollte, um seine Spieler zu halten. Oder doch wie Hoffenheim, 13-Jährige aus Argentinien holen? :mrgreen:


Sir Henry
28. März 2011 um 18:32  |  15987

Zum Thema:

Wenn es pro Jahr zwei bis drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader der ersten Mannschaft schaffen und einer vielleicht sogar regelmäßige Einsätze verzeichnen kann, dann ist das schon ein gutes Resultat.

Das ist ein einfaches Spiel mit Zahlen: wie viele Spieler sind im Kader der 36 Profimannschaften in D? Wie viele Spieler sind in den Kadern der Nachwuchstruppen ebendieser Vereine zzgl. der unzähligen anderen Vereine? Aus diesem Pool bedienen sich die Vereine und picken sich die Rosinen heraus. Und ich denke, dass ist auch so in Ordnung.

Wie gut Herthas Akademie ist, weiß ich nicht. Mein Hauptkriterium wäre die finanzielle Unabhängigkeit, d.h. dass sich die Akademie über einen langfristigen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren selber trägt. Das müssen dann nicht immer die Hammetransfers sein, aber ein stetes Einkommen wäre schon nett.

Ein weiteres Kriterium wäre der Vergleich mit anderen Vereinen. Wie viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs schaffen es bis ganz nach oben im Vergleich zu den anderen 35 Klubs. Und das Ganze unter der nicht unerheblichen Nebenbedingung des sportlichen Erfolgs des Vereins. Was nützt mir eine 80% Übernahmequote, wenn dafür der Verein in der fünften Liga spielt. Ich bin sicher, bei Vorwärts Hintermwald spielen in der 1. Herren 98% aus dem eigenen Nachwuchs.

Das Verhalten des Hoffenheimer Scouts ist natürlich ein Unding. Ich würde das aber nicht auf den Verein übertragen, sondern einfach der schlechten Kinderstube dieses einen Vertreters anlasten. Es gibt Sachen, die macht man nicht. Und damit meine ich nicht das Abwerben, sondern die Beschimpfungen. Ich glaube, das war dem Hoffenheimer Manager sehr unangenehm.

Die Marktwirtschaft wird es regeln. Langfristig werden sich die Hoffenheimer genau so viele junge Leute holen, wie es sich rechnet. Letztlich spielt es auch gar keine Rolle, wo die Jungs ausgebildet werden. Die, die es nicht bei Hoffenheim schaffen, sind ja wieder auf dem Markt der verfügbaren Jungspieler. Und der Preis, der dann für sie zu zahlen ist, richtet sich nicht weniger nach den tatsächlichen Kosten für die Ausbildung der Talente, sondern natürlich nach den Zahlungsbereitschaften der Käufer.

Das Preetzsche Schreiben kann ich nur bedingt nachvollziehen. Aus zwei Gründen:

1. Wenn ein Scout in Kontakt mit einem Spieler treten will, kann er das immer tun. Dann ist es eben nicht auf dem Trainingsgelände, sondern in der S-Bahn nach Hause.
2. Warum hat er die Presse darüber informiert? Da reicht doch ein Schreiben an Hoffenheim cc DFB und fertig ist die Laube. Dass er das so aufbläst lässt mich vermuten, dass es solche Vorgänge schon früher einmal gab. Offensichtlich hat ein Telefonat nicht mehr genügt. Die Presse ist also eine Stufe auf der Eskalationsleiter, und eigentlich auch die letzte. Was soll jetzt noch passieren? Soll er die UNO einschalten?

Wie ist eigentlich die Situation, wenn sich die Eltern eines 15-jährigen entschließen, umzuziehen nach weiß-der-Fuchs? Muss dann der SC Freiburg bei Hertha um Erlaubnis fragen, den Jungen weiter auszubilden?


28. März 2011 um 18:54  |  15988

Sir Henry // 28. Mrz 2011 um 18:32
Zum Thema:
Wenn es pro Jahr zwei bis drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader der ersten Mannschaft schaffen und einer vielleicht sogar regelmäßige Einsätze verzeichnen kann, dann ist das schon ein gutes Resultat.

Die genauen Kosten der Jugendakademie sind mir auf die Schnelle nicht bekannt. Nehme ich hierfür 3 Mio EUR jährlich an, wäre ich mit dem von sir henry zitierten Sprung von 2 oder 3 Spielern in die erste Mannschaft zufrieden.
Für 3 Mio könnte man stattdessen auch bloß 1 oder 2 fertige Spieler kaufen, sofern nicht nur Ladenhüter auf dem Transfermarkt sind.

Jeder Spieler, ob aus der eigenen Jugend oder ein gekaufter, muss sich unter jedem Trainer neu zurecht finden. Von daher hoffe ich bei Hertha auf mehr Kontinuität im Trainerstab, um in den nächsten 8 Jahren eine einheitliche Spielweise sowohl in der Jugend, der U23 und dem Profikader zu etablieren. Dafür braucht man keine 500 Mio EUR, sondern schlicht Geduld, Respekt und Augenmaß.


Sir Henry
28. März 2011 um 19:09  |  15991

Ein Verein baut sich doch keine Jugendakademie auf, um zu zeigen, wie gut er sich um die Blödköppe der Stadt kümmert, die sonst vielleicht in der Gosse gelandet wären. Er schafft dieses Instrument in der Hoffnung, sich eine gewisse Autonomie vom Transfermarkt zu erarbeiten. Ganz wird man nie auf den Zukauf von Spielern verzichten können.

Ich würde ja gerne mal wissen, wie die ursprüngliche Planung bei Hertha war, wie viele Jugendliche pro Jahr in den Kader aufgenommen werden sollen, damit der Kostenfaktor Akademie als akzeptabel gilt. 3 Mio pro Jahr für einen einsetzbaren Spieler pro Jahr? Für drei?


il_capitano
28. März 2011 um 19:31  |  15992

Zu dem Thema passt indirekt eine Frage, die ich mir gerade gestellt habe: Richard Strebingers Vertrag läuft ja aus, kann einer der Blog-Väter vielleicht etwas dazu sagen, wie die Planungen bezüglich dieser Personalie aussehen?

Zum eigentlichen Thema: die DFL sollte hier zwingend regulieren, da wäre zum Beispiel die Regel, niemanden weiter als Entfernung x vom Wohnort zu verpflichten sinnvoll, insofern man das Abwerben nicht generell verbieten kann. Da müsste man sich die Rechtslage mal genauer anschauen. Ebenfalls denkbar wäre eine Strafe, die dem abwerbenden Verein weh tut, finanziell, Beschränkung der Transfers oder was auch immer.


hurdiegerdie
28. März 2011 um 19:33  |  15993

Ich mag die Diskussion!

Nicht um falsch verstanden zu werden, ich bin ein absoluter Fan davon, mit möglichst eigener Jugend eine junge Mannschaft aufzbauen und Hertha zu entschulden.

Aber @blauer Montag, auch wenn es Respekt, Geduld und Augenmass braucht, so ist das eben nicht alles. Es gibt Uefa/Fifa Regeln.

Wir hatten die hier schon mal, ich mache es mal aus dem Kopf ohne Gewähr. Spieler unter 18 Jahre kann man nur für 3 Jahre verpflichten (Ausbildungsvertrag). Erst ab 18 Jahren können sie selber einen Profi-Vertrag über 5 Jahre abschliessen (es mag sogar sein, dass du mit 18 Jahren automatisch zum Ende der Saison vertragsfrei wirst).

Den Fall hatten wir bei J. Boateng. Der hatte ein Vertragsangebot von Hertha bei damals erst wenigen BL-Einsätzen, das recht hoch war (so um die 800’000 plus Prämien, Dan weiss es sicher). Aber Hamburg hatte ihm halt das Doppelte geboten, schwupps war er weg. Da kannst du Augenmass und Geduld haben, wie du willst. Entweder hält Hertha beim Wettbieten mit, oder sie haben ihn mehr oder weniger umsonst ausgebildet. Nur kann Herha nicht mitbieten.

Bei Schulz könnte uns Ähnliches bevorstehen. Entweder biste beim Wettbieten mehr oder weniger konkurrenzlos, wie Barca, oder du musst hoffen, dass sich die Spieler erst richtig entwickeln, nachdem du mit ihnen einen Vertrag über 5 Jahre geschlossen hast.

Was @sir henry bedeutet es, dass du 2-3 Spieler pro Jahr in die erste Mannschaft bringst? Die kosten doch dort auch Gehalt. Das Ausbildungsgeld, nennen wir es 3 Millionen pro Jahr, kommt doch nur dann rein, wenn du Ablöse sparst (bei 18-Jährigen unmöglich), oder wenn sie sich mit einem langfristigen Vertrag entwickeln und dann Ablöse einbringen. Ansonsten kannst du 2 Spieler, die nicht mal regelmässig spielen müssen für wesentlich weniger verpflichten als 3 Mio plus Gehalt.
Wo ist also der Vorteil einer guten Jugendarbeit für den Verein?

Ich stelle jetzt einfach zur ketzerischen Diskussion: mit den 3 Mio gesparten, kannst du 2 Spielern das doppelte Gehalt zahlen und so im Konkurrenzkampf um die besten 18- Jährigen besser mithalten, und das jedes Jahr.

Zu Herthas 10 Jahresplan: Ich habe Zahlen über 4-5 Millionen pro Jahr in den ersten 5 Jahren, da sind Investitionen in die Infrastruktur dabei. Was danach war, weiss niemand. Der TSP behauptet sie hätten in der 2.Ligasaison von 3.5 auf 2.5 Mio reduziert. Das macht über 10 Jahre (denn die Akademie gibt es seit 2001, locker 35-40 Mio. Kosten. Wie sieht die Ertragsseite aus?

Ich weiss es nicht.


Sir Henry
28. März 2011 um 19:46  |  15994

Guter Gedanke, hurdie, betr. Einsparung der Akademie. Du solltest aber nicht vergessen, dass eine Dir eine große Nschwuchsabteilung im besten Fall auch eine große Auswahl an jungen Kickern bietet. Es besteht nicht die Gefahr, sich bei einem Transfer völlig zu verzetteln.

Nehmen wir an, ein Spieler entwickelt sich gut und er erhält die Chance, bei den „Großen“ mitzutrainieren oder wegen akuten Personalmangels mitzuspielen. Wenn es dann funzt ist das proma


pax.klm
28. März 2011 um 19:50  |  15995

Hurdie, die Ertragsseite ist das Eine, eine gesellschaftliche Aufgabe eine Andere!
Wie zu Beginn (s.o.) geschrieben gilt bei Umzügen der Eltern oder Auslandsausbildung etwas anderes, nämlich die Freizügigkeit, das Recht auf Arbeitsplatzwahl usw.
War es nicht schon so in unserer Jugend, dass nach Vereinswechsel Sperrfristen galten?
Noch mal zu Hertha und seinen gesellschaftlichen Aktivitäten, erinnere Dich bitte an das kleine Brevier, das vom Verein mit den Informationen über Herthas gesellschaftlichen Einsatz zur Verfügung gestellt wurde!
Sicher geht es um Geld, um Image aber irgendwie um MEHR!
Ich finde dies sehr angenehm und freue mich wenn der Verein hier Verantwortung übernimmt!
DAS IST MEHR/WERT!


Sir Henry
28. März 2011 um 19:50  |  15996

Sorry, Eifohn, falscher Knopf, keine Korrekturfunktion. Ich mach einfach mal weiter…

…prima. Wenn nicht, kann der Junge sich beim Nachwuchs ja weiterentwickeln.

Bei einem Transfer besteht immer die Gefahr eines Fehlgriffs. Nur ist dann die Kohle wech. Da kann man noch so gut scouten. Lima wurde auch beobachtet.


hurdiegerdie
28. März 2011 um 20:04  |  15997

Absolut Sir Henry, ich habe das auch vereinfacht dargestellt. Hertha hat z.B. dem DFB gegenüber die Verpflichtung Jugendarbeit zu machen, man kann sie gar nicht einstellen, wenn man denn wollte. Wie teuer das sein muss, ist aber nicht klar, zumindest mir nicht.

Natürlich ist es prima, wenn der Spieler bei den Grossen mittrainieren kann und es funzt. Aber das Funzen bekommen eben auch alle anderen mit. Das Funzen verhindert nur leider nicht, dass der Spieler bei Hertha bleiben muss, wenn es Hertha denn möchte. Mit 18 (vereinfacht) kann er einfach weggehen, wenn ihm jemand mehr bietet. Und je „sicherer“ eine gute Entwicklung prognostiziert werden kann, desto mehr werden mitbieten.

Das ist die Crux. So geschehen, wenn ich es richtig erinnere, bei Dejagah (ohne Gewähr) oder J. Boateng.

Aber, das ist sicherlich nicht das einzige Problem, da gebe ich anderen Recht. So viele, die dann weggegangen sind, sind ja nun auch nicht die Hammer-Spieler geworden (Schorch, Ede Traore), bei anderen hat man vielleicht die Entwicklung falsch eingeschätzt (Samba), aber hinterher ist man immer klüger. Es ist noch mal ein Hammersprung von U19/17 in eine BL-Mannschaft.

Wenn man mich fragt, kann man noch einiges optimieren, aber das schliesst natürlich auch ein, dass man mit einer solchen Meinung als Besserwisser dasteht, der meinte, er könne das von Aussen besser beurteilen als die Experten bei Hertha. Das will ich natürlich nicht,

aber reden, reden will ich schon drüber.


hurdiegerdie
28. März 2011 um 20:10  |  15999

Na ja Pax, hübsch bunt! Aber ich habe nichts dagegen, wenn du oben anklickst

wenn sich Talente gut betreut fühlen, gehen sie nicht weg


sunny1703
28. März 2011 um 20:12  |  16000

Leute, diese Diskussion ist großes Kino :-))

@hurdie, wie Du schon schreibst,wir sind bei diesem thema ja nah beieinander. Deine etwas „provokant“ aufgestellte Rechnung das Internat und die jugendarbeit auf das notwendigste zu beschränken,müsste aber im gleichen Atemzug eine deutliche Verbesserung des scoutungsystems zur Folge haben.
Wo sehen wir in Deutschland so ein scheinbar gut funktionierendes System? In Hoffenheim wo Hopp mit seinem Geld das untestützt hat ,in Leverkusen und in Wolfsburg,alles Teams mit einer Menge Unterstützung finanzieller Art,an die Hertha nicht mal im Traum denken kann.
Und so richtig Erfolg hat nur Leverkusen,das die meiste Erfahrung auf dem Gebiet hat und auch sehr gute scouts in Südamerika zu haben scheint!.
Mit diesen Vereinen werden wir uns aber nicht messen,das bedeutet auch eine Umstellung auf ein System mit kaum noch Jugendarbeit und mehr Zukauf schon fast fertiger Spieler kostet ,das scoutingsystem kostet und ob es dann erfolgreich ist,sei dahin gestellt.
Nein, der sympathischere Weg ist der über eine eigene gute Jugendarbeit,auch wenn Sympathie nicht entschuldet und kein Garant für Erfolg ist.

Ich sehe die Lösung nur im verstärkten Einsatz der jungen Spieler,im Falle des Nichtaufstiegs ist das ja dann ein Muss, UND einem besseren scouting.
Als Beispiel habe ich schon vor Wochen erwähnt,dass bei der jetzigen Lage der 60er dort eine ganze reihe junge interessanter Spieler zu haben sein werden, 60 hat auch eine gute Jugendarbeit.

Vermutlich gibt es wie bei so vielen Dingen kein Generalkonzept wie der Erfolg zu schaffen ist, sonst würden ihn alle anwenden und dann gäbe es automatisch wieder Verlierer.

Dennoch nochmals eine tolle Diskussion mit vielen guten Argumenten von allen seiten. 🙂

Danke dafür 🙂

lg sunny


Sir Henry
28. März 2011 um 20:16  |  16001

Sieh es mal so: die Spieler, die von Hertha nicht zu halten sind, tragen mit ihren Ablösesummen zum Unterhalt der Akademie bei. Die beiden Boatengs sind wir doch gut losgeworden.

Diejenigen, die bleiben, tragen unmittelbar zur Stärkung der Mannschaft bei.

Die, die gehen müssen, weil der Verein keine Entwicklungschancen mehr sieht, sind die, die das Geld kosten.

Der Trick ist nur, die Balance hinzukriegen. Ist doch ganz einfach. 😉


28. März 2011 um 20:21  |  16002

Wieviele Schulden hat Barca? Real? ManU? HSV? BVB? Schlake?
Ich weiß es nicht und bekomme nicht die Zeit bezahlt, mich tagelang durch deren Registerakten zu arbeiten.
Ich blicke nur auf die beiden Vereine der ersten Liga, welche a) seit Jahren mit dem gleichen Trainer arbeiten, und b) nicht die zahlungskräftigsten Sponsoren haben.

1. SV Werder Bremen
Über die Qualität der dortigen Ausbildung kann ich wenig sagen. Wie schlecht die Ergebnisse in der 1. Liga werden, sobald die alten Leistungsträger schwächeln, und die Neueinkäufe nicht zünden, kann man in der laufenden Saison im Weserstadion beobachten.

2. FSV Mainz 05
Die Ausbildung der jungen Profis in Mainz gehört zur besten deutschlandweit. Die Mainzer haben seit den 90er Jahren dafür gearbeitet, an die Spitze der 2.Liga zu kommen. Mehrfach haben sie mit ihren jungen Spielern den Aufstieg knapp verpasst.
Nach ihrem Aufstieg 2009 sind jedoch aktuell die Mainzer Spieler und Trainer in Deutschland heiß begehrt.

Sowohl die DFL als auch die UEFA arbeiten derzeit an Regularien zur „Financial Fairness“. Ich hoffe dieses Regelwerk ist auch in der Lage, die Auswüchse im Jugendarbeit zu beschneiden.


Appius
29. März 2011 um 0:20  |  16024

Wieso ist man ein Klugscheißer wenn man anmerkt das es nicht Hertha BSC Berlin heißt?

Die Leute die dieses “Thema” blöd finden machen es hier erst wieder zum Thema…

Und sowas großkotziges: können alle mal Ihren Mund halten, das zeigt doch mal wie sachlich einige hier argumentieren.

@ Appius…
Ich zähle mich auch gern zum Pöbel, aber wenn dann bitte mit Niveau und nicht so!
Und es ist mir persönlich egal wie andere Vereine heißen und ob diese ein ähnliches “Prob” haben. Ich finde es bricht sich keiner einen Zacken aus der Krone wenn man das beachtet.
Und wenn du schon mit so nem Schwachsinns-Bsp. kommst; in England sagen einige bzw. viele Bayern Munich.
Das hat dann aber einfach was mit einer anderen Sprache zu tun.

also ich finde meinen Artikel uch nicht unsachlich und habe auch niemanden hier beleidigt. Ich weiß nicht was dein Problem ist. Ich habe einfach meinen Standpunkt genannt und damit ist das für mich erledigt, da ich das Thema einfach nervig finde und einfach absolut keine Priorität hat. Das geht dem Herrn Schiller oder einer anderen Person genauso am Arsch vorbei, denn über all wird von Vereinsseite Hertha als Hertha BSC genannt. Der Verein hat größere Probleme, als sich damit nur zu beschäftigen.

Dass es Journalisten gibt, die Hertha BSC Berlin schreiben , nunja, dann soll es so sein. Es gibt bestimmt auch Leute, die Journalisten wie Herrn Bremer anrufen oder sich einfach bei der Morgenpost beschweren, wenn es einen Schreibfehler. Das ist leider so, man wird versuchen, dass es in solchen Fällen nicht erneut passiert, aber es ist auch nicht von größerem Belang. Das geht den Leuten einfach mal am Arsch vorbei, wenn man an anderen Dingen arbeiten muss.

Damit sollten wir das auch beenden.


bawue_herthaner
30. März 2011 um 16:32  |  16157

Tolle Argumentationen hier.
Eines wurde kurz erwähnt aber leider zu wenig beachtet: Es ist nicht Auflage des DFB sondern Teil der DFL-Lizensierungsregelungen, dass JEDER Profiklub eine Jugendakademie inklusive Internat aufbauen muss.
Aus diesem Grund möchte ich dieses Thema noch einmal genauer beleuchten.

Weil es eine Pflicheinrichtung ist, sehe ich das Abwerben innerhalb der Pflichtakademien auch als übelste Praxis: Da werden die Besten abgeworben und der Durchschnitt verbleibt beim Ausbildungsverein. Der die Mannschaft trotz gesunkenen Profimannschaft-Potentials weiter durchschleifen muß!
Nebenbei bemerkt:
Bereits letztes Jahr ging unser U15-Toptalent nach Gladbach! Jetzt wieder zwei U14/U15. Und wenn Hoppenheims Manager Tanner sagt: An dem einen waren wir schon dran vor einem Jahr und hatten nichts dagegen, dass er noch ein Jahr zu Hertha geht: Wie bitte? 1899+ die Familie haben den Jungen nur ein Jahr auf Kosten Herthas weiter ausbilden lassen im vollen Kalkül dass er zu 1899 geht? Und dass beide Hertha-Förderverträge am letztmöglichen Tag abgelehnt wurden beweist eines: Den schlechten Charakter der Familie und dann vermutlich auch ihrer Sprößlinge! Nun gut – Herr Geiger und diese Familien: Gleich und Gleich gesellt sich gern…
Ein Trost, dass selbst 1899-Fans in deren Forum den Rauswurf von Geiger fordern wegen dessen Stasi-Äußerungen.

Die DFL-Regelung bedeutet aber auch: Man muss im Nachwuchsbereich einen Spielbetrieb unterhalten, selbst wenn Spieler abgeworben werden. Und sicher wird das auch etwas spezifiziert wie man das System ausbauen muss – mit Trainern, Physios, Schulausbildung etc.

Ergo: Vielleicht ließen sich bei der Akademie 40% – also freiwillige Leistungen – sparen? Das wären derzeit dann eine Mio/Jahr [die Infrastruktur steht ja schon]. Man hätte 10 Mio. gespart in 10 Jahren – und die hat man sicher wieder eingespielt!!! Den ganzen Aufwand einszusparen widerspricht einfach den Lizensierungsrichtlinien, die im Nachwuchsbereich immer mehr angehoben wurden.

Wofür geben wir aber die vielleicht 40% aus? Nun, für ein pädagogisches Rezept, damit unsere Youngster nicht nur bei Hertha sich ausbilden lassen sondern auch dem Klub etwas zurück geben wollen. Klappt wohl ganz gut, wie man an den letzten Akadmie-Sprößlingen sieht – außer Schulz haben alle schon unterschrieben.
Das gab es auch schon früher: Fathi verlängerte erst und ging dann für 4 Mio.! Der Typ ist für mich das Vorbild der Berliner Fußballakademiker. Er hatte aber auch was in der Birne.
Jerome und Dejagah (ok, war wohl dessen Vater) sind die Gegenbeispiele. Ebenso wie die Fälle Salihovic und Samab dem Götz-Hoeneß-Duo keine Ehre machten.

Grundsätzlich ist die Hertha-Ausbildung klasse und insbesondere durch Krücken pädagogisch aufgewertet worden – sein Abgang ist diezbezüglich tragisch, aus seinem U17-Team stammen viele der größten Zukunftshoffnungen des BSC. Vielleicht holen wir ihn zurück nach dem Bielefeld-Abstieg?

Was ich mir im Fördersystem wünsche: Eine dauerhafte Ausbildungsentschädigung bei JEDEM Transfer, den ein Spieler macht in seinem Leben an ALLE Jugendvereine bis zum 18.Lebensjahr. Und die Verpflichtung, dass Spielerwechsel mit 18 nur möglich sind, wenn der Ausbildungsverein die vollen, anteiligen Ausbildungskosten seines Ausbildungsjahrgangs bekommt – egal wieviele Spieler er selbst in seinen Reihen behält.
Rechenbeispiel: Akademie-Kosten 2,5 Mio./Jahr; 2 Spieler unterschreiben woanders. Macht 1,25 Mio. / abgegebenem Spieler mit 18.
Das übervorteilt die Ausbildungsvereine? Eher schützt es sie finanziell und sie haben eine bessere Chance vom eigenen Nachwuchs mal so zu profitieren wie Stuttgart von Gomez – weil die Abgänge seltener werden. Sie tragen ja auch das Risiko an der Ausbildung.
Etwas anderes ist es, wenn man Spieler assortiert.

Letztendlich sind die Ausbildungsvereine die Basis des DFB, seiner Nationalmannschaft und der Profimannschaften. Vereine wie Wolfsburg pumpen ihr Geld dagegen in andere Länder und holen deutsche Talente für kleinen Aufpreis, knapp oberhalb von dem, das der Ausbildungsverein (insb. Hertha, Stuttgart und 1860) zahlen könnte. Ohne diese Billig-Abwerbe-Praxis wäre 1860 nicht fast insolvent. Und definitiv zeigt 1860, dass eine exzellente Nachwuchsarbeit noch lange keine Garantie für eine wirtschaftliche Gesundung im jetzigen System ist! An deren Niedergang haben sich beispielsweise Dortmund (Bender..), Wolfsburg (Schäfer..), Leverkusen (Bender) Mitschuld erworben. Und machen den gleichen Schnitt wie der HSV ihn mit Jerome machte.

Andere Lösung: Lasogga-Modell. Durch die Rückkaufoption hat sich Bayer noch einen Trumpf gesichert um im Falle, Lasso bleibt nicht in Berlin [Wiederabstieg…] ihn nicht zu verlieren an z.B. 1899. Ebenfalls eine gute Variante – sofern man sich den Rückkauf leisten kann.

Fazit: Ich plädiere
1. Regelung nötig, dasss Profivereine nicht in fremden Akademien wildern dürfen ohne was zu zahlen.
2. Ausbau der Transfervergütungen für die Ausbildungsvereine
3. Mit 18 abgeworbene Talente (also alle, denen ein Vertrag des Ausbildungsvereins vorliegt) kosten Rückkaufoptionen, Weiterverkaufssummen oder Ablösen in Höhe der anteiligen Ausbildungskosten ihres Jahrgangs.
4. Talente müssen ein Mindestgehalt bekommen, wenn sie mit 18 einen Vertrag angeboten bekommen vom Ausbildungsverein, damit das ganze nicht nur auf ihre Kosten läuft. Sonst bindet man zuviele Durchschnitts-Talente für zu wenig Geld, die in anderen Mannschaften positionsbedingt bessere Chancen haben könnten..
5. Herthas Akademie ist berechtigterweise hochgelobt und nicht umsonst viel besucht: Allein der Nutzen kommt noch zu selten beim Verein an. Mit Babbel haben wir aber hierfür bessere Aussichten – solange man ihn machen lässt von Seiten des Mangments und der Fans und nicht auf eigenem Nachwuchs mehr rumhackt als auf teuren Zukäufen.


bawue_herthaner
30. März 2011 um 16:34  |  16159

PS: sorry, war wohl etwas lang 😉

Dafür schreibe ich aber auch seltener, ich versprechs 🙂


ubremer
ubremer
30. März 2011 um 16:47  |  16160

@bawue,

Respekt. Nicht nur für die Länge, sondern auch die Qualität der Auseinandersetzung. Wie ich überhaupt finde, dass die vorgangegangene Diskussion zum Nachwuchs zeigt: Das Thema hat viele Aspekte. Und die Beschäftigung damit hat gerade erst begonnen.


Blauer Montag
30. März 2011 um 17:15  |  16165

@bawue
Rumhacken?
Auf dem Management?
Den Zukäufen?
Dem eigenen Nachwuchs?
Dem Trainer?

Wo gibt’s denn so was?

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


bawue_herthaner
30. März 2011 um 17:55  |  16170

@BM: Das ist im Genpool des Berliners verankert 🙂
Was mich immer nervt: Die Spieler auf dem platz sollen perfekt sein, selbst mit 18 oder 20.
Bestes, aktuelles Beispiel: Burchert. Talent/technisch i.O. und noch 5-6 Jahre vom Durchschnittsalter von Topleuten weg. Aber wird schon gemessen an allen möglichen Größen.

Selbst ein Sahin wäre fast gescheitert, hätte er in Holland (Twende?) nicht eine Auszeit vom Fandruck bzw. dem selbstauferlegten Erwartungsdruck bekommen.
Dabei ist er wohl der beste MF-Regisseur, der wieder/noch bei seinem Ausbildungsverein spielt in ganz Nordeuropa [um mal Spanien auszuklammern;) ].

Ebert war so ein typischer Fall in Berlin: Hochgejubelt, verdammt, hochgejubelt, verdammt – mit Hilfe der Medien verstärkt sich das in der Hauptstadt natürlich in beide Richtungen. Dabei fehlte es ihm nur an der „professionellen Einstellung“ und nicht am Können, ähnliches lernte ja auch der „Prinz“ was ihn zur WM und dem AC führte.
Aber gerade das Können wird immer angegriffen – beim Spaßfaktor aber gerne mit angegeben: „He, kick ma – Ebi geht in die gleiche Spelunke wie icke – toller Hecht, wa!“

Dagegen wurde ein Stein gleich hochgejubelt oder auch andere Einkäufe wie Nicu.


Blauer Montag
30. März 2011 um 18:22  |  16174

@bawue
Der Genpool der Berliner ist eine krude Mischung – von Holländern und Hugenotten bis zu Arabern und Kasachen. Das permanente Schwanken zwischen Beleidigtsein und Größenwahn scheint mir eher ein Berlin-typisches Stressphänomen zu sein.

Das Hochjubeln der Einkäufe war m.E. geschuldet:
a) den Beratern der jeweiligen Spieler, oder
b) dem GröFuMaz, der sich nicht für Fehleinkäufe verantworten wollte.


hurdiegerdie
30. März 2011 um 21:02  |  16197

Schade @bawue, dass du so spät vorbei schaust, jetzt ist der Fred tot, aber er kommt bestimmt wieder.


Exil-Schorfheider
31. März 2011 um 11:13  |  16240

@bawue

Starke Darstellung! Hut ab!


Treat
31. März 2011 um 17:38  |  16286

Jepp, Respekt @bawue, da war wirklich Alles drin! Sehr gute Analyse und gute Lösungsansätze.

Das Problem wird meines Erachtens darin liegen, dass die Vereine, die vom derzeitigen System am meisten profitieren meist auch diejenigen sind, denen am meisten Geld zur Verfügung steht. Und damit dürfte sich – realistisch bis defätistisch betrachtet – jegliche Reform bereits im Vorfeld erledigt haben. 🙁

Geld hat leider auch bei DFL und DFB immer Recht!

Blauweiße Grüße
Treat


bawue_herthaner
31. März 2011 um 23:51  |  16348

@Treat – Du meinst, es ist Zeit ml wieder im EM-Viertelfinale auszuscheiden wie 2000 [soweit ich noch weiß]?
Meine Hoffnung ist hier ganz klar Sammer und sein Gewicht. Sowie dass der DFb / DFL gerade sehr am Schwimmen ist was die Lizenzen einiger Zweitligisten angeht… [und nicht von Schalke sowie Herthas Schuldenfalle zu sprechen]. Wenn 1860 nicht mehr spielen könnte, dann würde es Vertragsgelder des TV-vertrages mit Sky kosten… solche Verträge sind knüppelhart und werden auf Jahre geschlossen, in denen dann sowas nicht öfter auftreten darf – ohne illegalem Stadtwerkezuschuss wäre das auf Schalke 2008 wohl auch so passiert.


bawue_herthaner
1. April 2011 um 0:47  |  16353

@ubremer: Die Trainerstruktur bei Hertha würde mich mal interessieren – mit Krücken und seiner Kollegin sind zwei hoffnungsvolle Nachwuchsbereichs-Führungskräfte weg.
Wonach wurden die Trainer ausgesucht: Hertha-Stallgeruch, Gehaltsforderung, Können? Erfahrung wird es kaum gewesen sein. Und welche Strategie wird denn nun verfolgt?
Was war eigentlich bei Krücken der Grund? Wollte er zuviel Gehalt [will ich nicht glauben, da er in Bielefeld un nicht bei Rasenballsport Leipzig gelandet ist]. Zoff mit Babbel? Wollte er sich als zweit-Jahrgangsbester von Babbel (Jahrgangssechster oder so ?) berechtigterweise nicht die Jugendarbeit erklären lassen, die er erwiesenermaßen beherrscht? Babbel hat da ja gar nichts aufzuweisen. Wollte er Heines Posten und wurde kalt gestellt?
Bitte mal investigieren wenns geht – mittlerweile sollte da doch was durchsickern können und nach dem Saisonende gibt es schließlich ein langes Sommerloch zu füllen 🙂


14. Juni 2011 um 17:36  |  24833

[…] – die Morgenpost hat das Thema vor drei Monaten öffentlich gemacht. Wir haben hier im Blog diskutiert, über den Sinn und Unsinn, dass die deutschen Profiklubs sich um immer jüngere Nachwuchskräfte […]

Anzeige