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Berliner Morgenpost
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(ub) – Die Meldung des Tages kam ohne Zweifel aus Dortmund. Die Festnahme eines mutmaßlichen Erpressers, der behauptet hatte, im Stadion und in der Nähe davon Sprengstoff deponiert zu haben. Großveranstaltungen und Anschläge, diese Kombination weckt sofort tiefes Unbehagen. Ohne in Panik zu verfallen: Reden wir über Sicherheit. Auch bei Hertha waren sie besorgt. Nicht nur, weil am Sonntag gegen den SC Paderborn das nächste Heimspiel ansteht. Über Monate hatte der Vereine auf vielen Wegen versucht, die vielzitierte „Traumkulisse“ zustande zu bringen.

Am Vormittag hatte Mediendirektor Peter Bohmbach beim obligatorischen Pressegespräch mit Manager Michael Preetz und Trainer Markus Babbel (Foto: ub) mitgeteilt, dass Sonntag eine stolze Zuschauerzahl da sein wird. 66.000 Tickets sind verkauft. Paderborn, deren Zuschauer-Schnitt daheim bei 7500 Besuchern liegt, bringt beachtliche 3000 Unterstützer mit. Die größte Kulisse, vor der der SC Paderborn je gespielt haben wird, wird Gäste-Trainer den Seinen mit auf den Weg geben.

Als die Nachricht vom BKA-Einsatz am Nachmittag kam, war relativ bald die Rede davon, dass es sich um einen Einzeltäter handele. Nun ist Hertha ohnehin im ständigen Kontakt mit den Sicherheitsbehörden. Der wurde intensiviert. Thomas E. Herrich, Mitglieder der Geschäftsleitung und zuständig für die Sicherheit, verwies auf die bereits seit Monaten veränderte Lage. Ihr werdet es festgestellt haben, dass seit Anfang November 2010 im Olympiastadion erheblich mehr Ordner im Einsatz sind. Das gilt auch für die Polizei-Präsenz.

„Seit der allgemeinen Terrorwarnung des damaligen Innenministers im vergangenen Jahr, haben wir die Sicherheitsmaßnahmen überarbeitet und verschärft“, sagt Herrich. Mit Blick auf den aktuellen Vorgang werden alle Beteiligten noch eine Schippe drauflegen. Gleichwohl wirbt Hertha um Besonnenheit. Bittet darum, gegen Paderborn genügend Zeit für die Anreise mitzubringen ( = mehr als sonst 😉 ). Der Halbmarathon samt Sperrungen in der Stadt tut ein übriges.

Wie geht es Euch: Ändert der Fall Dortmund etwas an der Vorfreude auf die Partie? Wie empfindet Ihr die Sicherheit im Olympiastadion verglichen mit dem, was Ihr in anderen Stadien erlebt oder bei sonstigen Großveranstaltungen?

P.S. Ronny (Zerrung des Syndesmosebandes), Domovchiyski (Faserriss in der Wade), Perdedaj (Beschwerden am Sprunggelenk) und Djuricin (muskuläre Probleme) fallen gegen den SC Paderborn aus. Alle anderen, inklusive Peter Niemeyer, sind fit.

Der Vorfall in Dortmund hat für das Hertha-Spiel Sonntag . . .

  • macht mir keine Sorgen (62%, 212 Stimmen)
  • bedeutet mehr Zeit bei Anreise und Einlass (28%, 96 Stimmen)
  • macht mir Sorgen (7%, 25 Stimmen)
  • hält mich vom Besuch des Olympiastadions ab (2%, 7 Stimmen)
  • macht mir erhebliche Sorgen (0%, 1 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 341

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Im Olympiastadion fühle ich mich grundsätzlich . . .

  • sicher (50%, 167 Stimmen)
  • sehr sicher (39%, 132 Stimmen)
  • einigermaßen sicher (8%, 28 Stimmen)
  • manchmal unwohl (2%, 7 Stimmen)
  • meist unwohl (1%, 3 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 337

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