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(sto) – Habt ihr das Pokalfinale gesehen? Schalke 5, Duisburg 0. Gut, der MSV war erheblich vom Verletzungspech heimgesucht – aber im Olympiastadion war gut zu sehen, was einen Bundesligisten von einem Zweitligisten unterscheidet. An einem schlechten Tag kann es von den Großen des Landes also auch richtig mal auf die Mütze geben.

Und um auf unser heutiges Thema, den Angriff, zu schwenken: Dort vorne an vorderster Duisburger Front mühte sich ein hoffnungsvolles Talent mit Namen Manuel Schäffler, 22 Jahre alt -und erlebte, was es heißt, mal nicht gegen zweitklassige Abwehrspieler anzukämpfen, sondern gegen einen Metzelder oder Höwedes als ehemalige oder zukünftige nationale Elite.

Ramos: Herthas erster Kanonier

Noch mehr als zwei Jahre jünger als Schäffler ist jener Mann, auf dem Herthas Angriffshoffnungen für die Rückkehr in die Bundesliga ruhen: Pierre-Michel Lasogga. Doch blicken wir erst einmal auf die Zahlen dieser Saison:

Pierre-Michel Lasogga 25 Spiele, 1739 Einsatzminuten, 13 Tore, vier Vorlagen, 56 Torschüsse, 33% gewonnene Zweikämpfe.

Rob Friend 25 Spiele, 1244 Einsatzminuten, fünf Tore, vier Vorlagen, 21 Torschüsse, 33% gewonnene Zweikämpfe.

Adrian Ramos 33 Spiele, 2861 Einsatzminuten, 15 Tore, acht Vorlagen, 80 Torschüsse, 43% gewonnene Zweikämpfe.

Marco Djuricin Neun Spiele, 176 Einsatzminuten, zwei Tore, sechs Torschüsse, 32% gewonnene Zweikämpfe.

Auch der gelernte Stürmer Valeri Domovchiyski hat fünf Saisontore erzielt. Seine Leistung haben wir aber bereits im Mittelfeld-Teil abgehandelt.

Friend – der Wichniarek des Jahres 2011?

Wenn man so will, ist die Saison des Rob Friend ebenso gleich im ersten Spiel in die Hose gegangen, wie ein Jahr zuvor jene von Artur Wichniarek. Macht der gegen Hannover aus zwei Metern den Ball rein, dann. . . Ähnlich war es nun bei Friend. Wer weiß schon, wie alles kommt, wenn sich der Kanadier im ersten Spiel gegen Oberhausen nicht selbst ausknockt. . . Wir hätten niemals über den 17-jährigen Marco Djuricin als das erste strahlende Gesicht von Herthas Aufstiegskampagne diskutiert. Und ob Lasogga dann so leicht am „Königstransfer“ hätte vorbeiziehen können?

Trotzdem ist Friend von Manager Michael Preetz bei dessen Saison-Retrospektive als – neben Kapitän Mijatovic – einer von zwei Spielern aus der Gruppe herausgehoben worden. Weil Friend in selten erlebter Weise Teamplay gelebt und sein Ego hinter die Bedürfnisse des großen Ganzen zurückgestellt hat. Das Interview, das er mir im Wintertrainingslager in Portimao gegeben hat, rangiert in meiner sportartenübergreifenden All-Time-Hitliste ganz weit vorne. Selten habe ich einen Mannschaftssportler so offen über seine persönlichen Zweifel sprechen hören, ohne dabei anklagend gegen andere zu werden! Respekt, Rob!

Ganz anders die Gefühlswelt von Lasogga. Dessen erstes Profijahr war ein einziges Lachen, er war die personifizierte Berliner Unbekümmertheit – und hat alles noch vor sich. „Ich will ein ganz Großer werden“, sagte er neulich im Morgenpost-Interview. Ihr Gewicht zog diese Aussage daraus, dass Lasogga sonst in jedem Satz sagt, dass er bodenständig bleiben und weiter fleißig Gas geben will. Aber natürlich hat der Junge Träume – und wer seine bisherige Entwicklung verfolgt hat, der weiß: Im besten Fall ist der Himmel das Limit für Herthas Shootingstar. Lasogga erinnere ihn an den jungen Gomez, sagte Trainer Markus Babbel kürzlich zu „Bild“. Ob er einem 19-Jährigen mit einer solchen Aussage einen Gefallen getan hat? Für den Moment ist es so, wie ein Spieler aus dem Mannschaftskreis es festhielt: Noch steht bei Lasogga in der Spalte „Bundesliga-Tore“ die Null.

Wie lange kann Hertha Ramos noch halten?

Das unterscheidet Lasogga (noch) von Ramos. Der blieb mit 15 Saisontoren zwar unter seiner eigenen Zielsetzung „20 plus x“, doch war er auch so trotz eines Lasogga klar Herthas bester, weil komplettester Angreifer. Der Kolumbianer musste eine strittige Rotsperre verbüßen, stand mit Ausnahme dieser einen Partie aber in allen übrigen Saisonspielen auf dem Platz, er verzeichnete die mit Abstand meisten Torschüsse, die meisten Scorerpunkte und obendrein auch die beste Zweikampfquote.

Nicht wundern darf es, wenn eine Kombination aus nun zehn Erst- und 15 Zweitliga-Toren und einem findigen Berater dazu führen wird, dass der Name Ramos auch in dieser Transferperiode regelmäßig in der Gerüchteküche auftauchen wird. Und auch wenn es schmerzt: Will Hertha mit dem einst für vergleichsweise sehr günstige 1,4 Millionen Euro verpflichteten Angreifer noch halbwegs Kasse machen, muss der Hauptstadtklub ihn in diesem oder spätestens dem kommenden Jahr verkaufen. Mir jedenfalls erscheint ein seriöses Angebot für Ramos sehr viel wahrscheinlicher als das aus England kolportierte Interesse von Premier-League-Klubs wie Tottenham an Pierre-Michel „the next Podolski“ Lasogga.

Zugänge: Nur ein Verkauf schafft Platz für Neue

Tunay Torun ist als neue Allzweckwaffe für die Offensive schon verpflichtet. Auch an vorderster Front, heißt es, könne er spielen. Realistischer scheint aber, dass der junge Deutsch-Türke im offensiven Mittelfeld eine (Teilzeit-)Heimat finden wird. Wenngleich Babbel und Manager Michael Preetz auch Treueschwüre an die Adresse von Friend und Domovchiyski formulieren – die Wahrheit ist insgeheim wohl eine andere. Finden sich Interessenten, würde Hertha sowohl den Kanadier als auch den Bulgaren nur allzu gern abgeben. Um so Spielraum zu haben für neues Personal. Doch zumindest nach außen dringen bislang keinerlei Signale, dass es in diese Richtung schon irgendwelche Bewegung gibt. „Im Moment sind unsere Planungen in diesem Bereich abgeschlossen“, sagt Preetz.

Meine Wertung: In Liga zwei war Hertha sowohl in der Spitze als auch in der Breite (Domo, Ruka, Raffa. . .) konkurrenzlos torgefährlich. Doch siehe oben: Gerade in diesem Bereich besteht der größte Unterschied zum Dasein als Aufsteiger in der Bundesliga. Ist Hertha dafür schon ausreichend gerüstet?

Herthas Angriffsleistung 2010/11 war. . .

  • gut (55%, 221 Stimmen)
  • sehr gut (33%, 132 Stimmen)
  • befriedigend (9%, 38 Stimmen)
  • ausreichend (2%, 9 Stimmen)
  • mangelhaft (0%, 1 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 401

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Herthas bester Angreifer der Saison war. . .

  • Adrian Ramos (49%, 196 Stimmen)
  • Pierre-Michel Lasogga (47%, 189 Stimmen)
  • Marco Djuricin (2%, 7 Stimmen)
  • Rob Friend (2%, 6 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 398

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41
Kommentare

JK
22. Mai 2011 um 15:02  |  22990

Ramos wird bei der Hertha bleiben, denn er scheint sich selbst und sein Spielerberater scheint ihn auch vollkommen falsch einzuschätzen. So gut wie die beiden meinen das er ist, ist er wohl doch nicht. Es wird sich wohl kein 10 Millionen Abnehmer finden.


pax.klm
22. Mai 2011 um 15:35  |  22991

Hallo? Dieser junge Schäffler hat in der Liga 4 (vier) Tore geschossen!
Finde da Lasso schon eine andere Hausnummer…


pax.klm
22. Mai 2011 um 15:35  |  22992

da ist….


hurdiegerdie
22. Mai 2011 um 15:39  |  22993

Hach ja, der Sturm.

Wollte ich unken (was ich ja nieeee will), so befürchtete ich, dass ein Friend nicht erstligatauglich ist und ein Lasogga in ein zu erwartendes Tief fallen wird. Dann wird es eng.

Viel hängt für mich vom Spielsystem ab, welches ich einfach nicht einschätzen kann. Soll es wirklich zum Tannenbaum kommen, bräuchten wir mindestens einen polyvalenteren Stürmer, d.h. einen, der auf die Flügel ausweichen kann. Ich sehe weder Raffa noch Ramos in dieser Position und schon gar nicht Lasogga und Friend. Kann der Torun das? (und wo ist Beichler?)

Ich kann es drehen und wenden, wie ich will. Beim (Über-)angebot auf der 6, bringe ich Raffa nicht mehr unter (upps jetzt kommt der sporadisch Unbekannte), weder im 4-4-2 noch im 4-3-2-1.

Eh‘ wurscht, ohne Verkauf von Friend oder Domo (oder doch Ramos oder Raffa?) wird da nach meiner Einschätzung nicht mehr viel passieren.

Hach ist das schon wieder alles aufregend und spannend…. Warten wir es ab.


coconut
22. Mai 2011 um 17:02  |  22996

@hurdiegerdie
Das sehe ich aber völlig anders. 😉
Sowohl Ramos als auch Raffa können sehr wohl über die Außen kommen. Wenn du dich mal zurück besinnst, wird dir einfallen, das Ramos auch in dieser Saison oft als RA/LA gespielt hat. Raffa kommt auch gerne über LA. Hilft uns aber eh nur, wenn Lassoga auch die 1.Liga rockt.
Wobei der angeblich angedachte „Tannenbaum“ mit 3 DZM eh 2 „hängende Spitzen“ bedeuten würde. Ideale Positionen für Ramos und Raffa.


JK
22. Mai 2011 um 17:22  |  22998

Tannenbaum als Standard-Taktik?
Ich glaube es nicht!

Ramos und Raffa, sind keine echten Mittelstürmer, meiner Meinung jedenfalls.

Die beiden 9er bei uns sind z.Z. Friend und Lasso.

Lassen wir uns überraschen was da noch alles passiert 😉


hurdiegerdie
22. Mai 2011 um 17:22  |  22999

Naaa gut@coconut, ich kann mich zwar nur an eine geniale Flanke von Raffa über die Aussenposition erinnern (es war ein 4:0 oder so), von Ramos …hmmmm (nö!), aber ich werde ja auch älter.

Mit den hängende Spitzen RaRA werden dann eben Ottl und Lusti zu Flankengöttern. Vielleicht erklärt mir ja auch mal einer den Tannenbaum (praktisch in der Umsetzung, die Zahlen 4-3-2-1 kann ich zuordnen).

Ich bin mal gespannt. Es kann ja alles sein. Ich kann es mir nur so schlecht vorstellen. Aber bald brauchen wir ja keine Vorstellungskraft mehr und dann werde ich peinlich berührt Asche über mein Haupt schütten (symbolisch). Versprochen!


22. Mai 2011 um 18:20  |  23000

RR drängen von Natur aus nach Innen-dann wird´s eng in der Mitte..ich halte den Sturm für das absolute Schwachstück der Mannschaft..bisher zumindest.-Wie Hurdi ist hier (erstmals für mich!) das System entscheidend-mit Außenspielern sehe ich uns gut aufgestellt-kommt der (zu erwartende) Tannenbaum, sehe ich extreme spielerische Verstopfung auf uns zu kommen..


Stehplatz
22. Mai 2011 um 19:08  |  23002

@ apollinaris
Die


Stehplatz
22. Mai 2011 um 19:14  |  23003

Spieler machen meist das was ihnen vorgegeben wird. Daher ist es wohl wirklich eine Sache der taktischen Einstellung und der Trainingsarbeit. Aber wer dazu noch offene Fragen hat dem empfehle ich dieses:

Taktik:
„Zweite Liga, das ist allzu oft purer Zufall. Einstudierte Laufwege, ein von allen verinnerlichtes Konzept – ja, man kann das alles versuchen. Und Spieler und Trainer arbeiten daran auch JEDEN Tag, das weiß ich! Aber am Ende des Tages ist Zweite Liga vielfach schlichtweg pure Improvisation. Das hat nichts mit Individualistenfußball zu tun oder mit Umherirren, sondern mit purem Opportunismus: Nutze die Gelegenheiten, wenn sie sich bieten! Häufig genug wird von irgendwo her unerwartet ein Verteidigerbein angegrätscht kommen.“

Jugendarbeit:
„Hertha ist, allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz, natürlich zum Aufstieg verdammt. Jedes andere Ergebnis hätte weitreichende Folgen für den Verein, bis hin zu dessen Selbstverständnis, ab einem weiteren Jahr in Liga zwei eben kein automatischer Anwärter auf den Aufstieg mehr zu sein. Unter diesem enormen Druck entwickeln Babbel und sein Assistent Rainer Widmeyer quasi nebenher aber noch Werte, von denen der Klub vor der Saison allenfalls träumen durfte: Ich meine die Marktwerte von Spielern wie Nico Schulz, Marco Djuricin, Sebastian Neumann, Fanol Perdedaj, Alfredo Morales, Marvin Knoll und nicht zu vergessen auch einem gewissen Pierre-Michel Lasogga. Würden auch Babbel und Widmeyer den leichten und von so vielen anderen mutlosen Trainern beschrittenen Weg gehen und diesen blutjungen Spielern nicht in so außergewöhnlich hohem Maße vertrauen – Hertha hätte jetzt nicht dieses (eines Tages vielleicht so dringend benötigte) Kapital der Zukunft vor Augen.“

http://www.immerhertha.de/2011/01/19/ein-paar-grundsaetzliche-gedanken-zum-status-quo-von-hertha-bsc/

Auf die nächste Folge dieser Serie bin ich schon gespannt!


sunny1703
22. Mai 2011 um 19:57  |  23004

Zu viel Gerede über Tannenbäume oder was weiß ich für Taktiken, wie wäre es denn mit der KETTE zu spielen alle 10 Feldspieler auf einer Linie und alle vorwärts und alle rückwärts……..nee natürlich blödsinn.im heutigen modernen Fußball muss eine Mannschaft um erfolgreich zu sein, einige Taktiken drauf haben und bis auf den Torhüter müssen das auch die allermeisten feldspieler.
Ich möchte zwar nicht unbedingt Raffael alsVorstopper sehen, oder Mijatovic als Spielmacher doch alles andere…..?
Bester Stürmer trotz einer wirklich tollen ersten Saison war Ramos,viel wichtiger als Raffael. Herthas Sturm war das, was die Mannschaft erstklassig gemacht hat.
Lasogga natürlich eine sensationelle Entwicklung,die er aber nächste Saison bestätigen muss.
Schön,dass Ottl kommt ,aber grundsätzlich halte ich den Kader selbst bei einem Transfer von einem weiteren verteidiger kaum für Erstligareif,da muss noch mehr für die Breite getan werden,zur not über leihspieler. Das Beispiel St.Pauli hat gezeigt,wozu ein enger Kader führen kann. Während dagegen Kaiserslautern ,Mainz und Nürnberg zeigten wie gut Leihspieler sein können.
Ich erwarte also nicht nur einen Verteidiger ,sondern zwei, dazu noch einen offensiven Mittelfelder der uns nicht abhängig macht von den Launen eines Raffaels und einen Stürmer.

einen schönen abend sunny


Blauer Montag
22. Mai 2011 um 21:15  |  23005

sunny1703 // 22. Mai 2011 um 19:57
… Bester Stürmer trotz einer wirklich tollen ersten Saison war Ramos,viel wichtiger als Raffael. Herthas Sturm war das, was die Mannschaft erstklassig gemacht hat.
Lasogga natürlich eine sensationelle Entwicklung,die er aber nächste Saison bestätigen muss.
Schön,dass Ottl kommt ,aber grundsätzlich halte ich den Kader selbst bei einem Transfer von einem weiteren verteidiger kaum für Erstligareif

Bei deinem Lob für die Stürmer stimme ich Dir voll zu. Die werden auch in der ersten Liga ihre Tore machen. Aus dem aktuellen Kader halte ich ohne Zweifel für erstligareif Lasogga, Lell, Hubnik, Niemeyer, Ottl, Raffael und Ramos. Der Rest ist aber kaum schlechter, und die Mannschaft wird hoffentlich mit ihrer Fitness und ihrem Mannschafsgeist recht viele Gegner durch Pressing unter Druck setzen und besiegen können, so wie den FC Augsburg, Fürth und den VfL Bochum. Die ehemaligen „Erstligisten“ St.Pauli, Frankfurt und evt. M’Gladbach sehe ich schwächer als die 3 genannten Zweitligisten. Platz 16 bis 14 traue ich dem aktuellen Kader bis Weihnachten 2011 zu – und danach wird die Truppe noch besser ❗


hertha-phil
22. Mai 2011 um 23:25  |  23006

Mein Favorit im Sturm ist klar Lasogga. Er hat bei deutlich weniger Einsatzzeiten als Ramos nahezu ebenso viele Tore erzielt. Ramos spielt eine andere Rolle, aber leider manchmal auch sehr schwach. Auf Lasogga dagegen konnte man sich bisher immer verlassen, er gibt immer vollen Einsatz und erarbeitet sich seine Chancen.

Ob das auch in der ersten Liga so klappt? Das werden wir abwarten müssen, aber ich traue ihm dieselbe Entwicklung wie Gomez zu, den ich übrigens das erste Mal gegen Hertha bei einem 2:2 gesehen habe.


pax.klm
22. Mai 2011 um 23:26  |  23007

Irgendwo stand irgendwann, dass Hertha nicht der typische Zweitligist ist. Es ist auch nicht der typische Fahrstuhlverein!
Das sehe ich auch so, ohne die Mannschaft über zu bewerten, hat auch diese Zweitligasaison gezeigt, dass sie besser war als das was wir oder die Kritiker erwarteten.
Auf alle Fälle halte ich diese M a n n s c h a f t als erheblich besser als die der Abstiegssaison. Lasso ist für mich besser als der König Arthur, selbst ein Freund erscheint mir besser…
All die „Jungen“ die da nachkommen haben recht viel Potential…
Offiziell sehe ich Hertha als Team bei dem wir zufrieden sind wenn sie nicht absteigen, inoffiziell denke ich aber an ein Ergenis 12 ++, also eher aufwärts, was ich aber nicht „erwarte“.
Durchaus möglich halte ich mal eine Überraschung im Pokal…..Träum und vielleicht STAUN…
Schon jetzt sehe ich diese Mannschaft gut aufgestellt…, was wir brauchen ist Geduld…
und einen Trainer dem Vertrauen „geschenkt “ wird/entgegengebracht wird…
Das abstiegsteam vermitteltete zumindest im Sturm den Eindruck : Wir wollen keine Tore schießen!
Da wirkt die Jetzige aber ganz anders…
Möchte auch daran erinnern, dass es hieß, wir holen nur noch 3 Neue, und nun erwarten einige anscheinend wir eine Einkaufspolitik wie zu Zeiten von DH!


pax.klm
22. Mai 2011 um 23:29  |  23008

Zu Raffa, erinnere mich an die Auftaktsaison bei uns, als er auswärts gegen den VfB über rechts kam, viele Fouls einstecken mußte und auch über halbrechts ein äußerst sehenswertes Tor zum Auswärtssieg machte…


23. Mai 2011 um 2:33  |  23009

@Stehplatz: kein Trainer, der bei Verstand ist, kann einem Raffael oder Ramos deren Neigung nach Innen zu gehen, austreiben (wollen)- das macht auch kein Klopp oder Rangnick. Spieler haben einen Instinkt, dem sie folgen, sind keine Roboter. Die schlichten Spieler mag man programmieren können. Aber ein Lusti ist nun mal kein Außenspieler, ebensowenig wie ein Hummels Linksaußen spielen kann.- Und einen Ramos nimmt man seine Seele, wenn man ihn auf Außen fest nageln will..das funktioniert so nicht.
Und das wissen auch die beiden Hertha-Trainer, da bin ich 100%ig sicher. Allerdings bin ich eben sehr gespannt, wie das funktionieren auf dem Platz soll, wenn mit Ottl tatsächlich nóch ein 6er aufläuft.. So ganz sehe ich noch keine Balance im Team..Da bin ich bei Hurdi: es wird spannend. 🙂


Herthaner4ever
23. Mai 2011 um 7:19  |  23010

Mal off topic: Angeblich können sich die Bayern Babbel langfristig auch als Bayerntrainer vorstellen.

Meine Meinung: Meinetwegen. Aber erst 2046, nachdem er mit uns 25 Mal Deutscher Meister, 21 Mal Pokalsieger, 10 Mal CL-Sieger und 1 mal Euroleague-Sieger (Euroleague spielen wir halt nicht so oft…) geworden sind, und im Nationalmannschaftskader für die WM 2046 in Liechtenstein 21 von 23 Spielern Herthaner sind.

Dann, liebe Bayern sind wir erst mal satt und Babbel (73) kann dann bis zur Rente mit 75 noch ein wenig Bayerntrainer spielen, und diese wieder zurück in die erste Bundesliga führen…


revo
23. Mai 2011 um 8:44  |  23011

Es ist halt auch immer die Frage wie das Tannenbaumsystem genau aussieht…
Ich glaube das es dort keine wirklichen Außen-spieler gibt…
Für mich ist das Tannenbaum-System dieses:
—————–TW—————-
RV——-IV———-IV——-LV
——-DM——-DM——DM—-
———–HS———HS———-
—————–ST—————–

Falls es so interprtiert wird, wäre die HS-Position für Raffael ideal..
Für Ramos nicht..
Ich denke dann wäre Ebert wohl der 2. zentrale offensive Mann und Torun, Domo und evtl. Beichler (bei verbleib) die alternativen!

Also bliebe für Ramos nur noch ST, aber wo ist dann Lasogga,Friend und wo kann Djuricin Praxis sammeln (ausleihe?) Und was soll mit Ruka passieren?
In der offensive sind wir für´s Tannenbaum-System falsch besetzt, meiner Meinung nach….


f.a.y.
23. Mai 2011 um 8:47  |  23012

Habe meinen Optimismus noch immer nicht unter Kontrolle und wieder für „sehr gut“ gestimmt. Nicht, weil alles toll war. Sondern weil auch ein besserer Sturm nicht mehr hätte erreichen können.

Mein Star im Sturm und im Team ist Lasso. Der ackert und macht und hat bei jedem Einsatz immer 150% gegeben. Ramos hat zwar mit gefühlten 80% Einsatz die statistisch bessere Leistung erzielt, aber seine Körpersprache manchmal… Nee. Lasso hat angetrieben und immer den Eindruck erweckt, dass er gewinnen will. Der hat mir einfach super gut gefallen.

Nächste Saison ist nächste Saison. Darum gings aber in der Clickshow nicht. 🙂


pax.klm
23. Mai 2011 um 8:50  |  23013

Interessant ist doch sicher der Gedanke, dass während des Spiels das System geändert werden kann und wird, also Flexibilität ist gefordert.
Folgender link hat eine nette Sichtweise, unabhähgig vom Wahrheitsgehalt,

http://www.der-sechzehner.de/hertha-bsc-berlin-nach-andreas-ottl-auch-maik-franz-und-malik-fathi-im-visier-6632.html

Sehe das irgendwie ähnlich…


JK
23. Mai 2011 um 9:13  |  23014

Ein bisschen provokant gefragt:

Tannenbaum?!
Oder welches System ist das Richtige?

Wer sagt eigentlich, dass es der Tannenbaum wird?

Ich frage mal:

1.) Wo ist der Unterschied zwischen einem :
4-3-2-1 und einem 4-3-3?

2.) Wie oft wird innerhalb von Sekunden in einem Spiel das System gewechselt?

3.) Ist Hertha ein normaler Aufsteiger, oder war es in Wirklichkeit nur ein (heilsamer und evtl. gewinnbringender) Ausrutscher einer etablierten 1. Ligamannschaft?


Inari
23. Mai 2011 um 9:25  |  23015

Wir haben 69 Tore erzielt. Nur Torfabrik Cottbus hat mit 65 Toren annähernd unsere Leistung im Sturm erreichen können. Augsburg kommt noch nicht einmal auf 60 Tore. Da kann man unserer Offensive nur ein Sehr Gut bescheinigen.

Bester Stürmer war – trotz seiner vielen Verstolperungen, Annahmefehler und gelegentlichen Lustlosigkeiten – unser Kolumbien-Bomber Ramos. Aber schon vor der Saison war mir bei ihm klar, dass er die Liga aufmischen wird.

Lasogga kommt bei mir auf einen sehr guten zweiten Platz. Mit Peter Niemeyer für mich die Entdeckung des Jahres.

Ich hoffe im Sturm geben wir Domo ab und holen uns dafür einen guten Ersatz. Dann sind wir mit Ramos, Lasogga, Raffael, Friend (+ Djuricin, Torun und Domo-Ersatz) ganz gut besetzt.

Ramos wird auf Grund seiner oben genannten und unerwartet häufigen technischen Unzulänglichkeiten keinen besseren Arbeitsplatz in der BuLi finden. Natürlich wäre es ihm zu gönnen, da er bei uns chronisch unterbezahlt ist in Bezug auf seine Leistungen. Er ist ein guter Erstligastürmer, kein Weltstar. Genau das, was Hertha gebrauchen kann. Und genau das, was die guten Erstligateams alle schon in dreifacher Ausführung auf der Bank haben. Daher denke ich, wird er mindestens noch ein Jahr bei uns spielen, vielleicht sogar zu deutlich verbesserten (und gerechteren) Konditionen verlängern.

Außerdem kriegt er Berlin nur in Berlin. Was soll er denn im Hoffenheimer-Was-Weiß-Ich-Wo-Das-Liegt-Kaff, bei einem Chaosclub wie HSV oder einer normalerweise im unteren Tabellendrittel anzusiedelnden Mannschaft wie Freiburg? Zu Bayern, Dortmund oder Schalke reicht es bei ihm nicht. Daher: gut für uns, gut für ihn. Berlin braucht ihn, er braucht hoffentlich Berlin. (gerne mit deutlicher Gehaltssteigerung)


Mineiro
23. Mai 2011 um 10:18  |  23016

Tannenbaum hin oder her…

Bevor Beckenbauer noch auf die Idee kommt, es könnte bald Weihnachten sein, muss doch auch mal festgehalten werden, dass kein Team in der Bundesliga an 34 Spieltagen ein und dieselbe taktische Ausrichtung hat.

Sicher macht es einen Unterschied, ob man zu Hause spielt oder auswärts, ob man beim Tabellenersten antritt oder beim Tabellenletzten, ob man in Führung liegt oder einem Rückstand hinterherläuft usw.

Die eigentliche Kunst ist doch, den Kader so zusammenzustellen, dass möglichst viele Risiken von vornherein erkannt und kontrolliert werden können. Dazu gehört eben ganz klar die Möglichkeit, in der Breite auf entscheidenden Positionen eine qualitativ hochwertige Besetzung garantieren zu können, auch wenn es mal durch Verletzungen und Sperren zu Ausfällen kommt (was sicher passieren wird). Darum war der Ottl-Transfer (auch und gerade nachdem Pal Dardai nicht mehr mitspielt) richtig und wichtig, auch wenn viele offenbar nur mit 2 bundesligaerprobten 6ern in die Saison gehen wollten.

So sehe ich den Tannenbaum als ein mögliches, aber nicht das alleinige denkbare taktische Konzept Babbels. Vorteil beim Tannenbaum ist doch, dass die Außenverteidiger und auch die Innenverteidiger bei Standards häufiger die Gelegenheit erhalten können, mit nach vorne zu gehen, da die Absicherung durch drei Sechser natürlich leichter umsetzbar ist als mit nur einem oder zweien.

Ob in diesem Sommer Franz und Fathi wirklich ein Thema werden bei Hertha, da habe ich doch noch einige Zweifel. Im Fall von Fathi befürchte ich sowieso, dass der Herr Preetz einem fatalen Missverständnis unterliegen könnte, als er denn die im bayerischen Dialekt ausgesprochene Forderung des Cheftrainers, er möge für hinten links doch bitte den „Farchdie“ zurückholen, dahingehend interpretierte, dass er in Mainz anrief und nicht in Aachen.


pax.klm
23. Mai 2011 um 10:47  |  23017

Meine eher diesen Satz:

Während die Berliner Offensive sehr gut besetzt ist und wohl nur noch einer Ergänzung bedarf, sehen die Verantwortlichen im Defensivbereich offenbar noch Verbesserungsbedarf und befassen sich daher intensiv mit …

Finde zumindest die Abteilung Attacke mehr als nur ordentlich besetzt, da die Mannschaft an sich recht torgefährlich ist und die Torgefahr von etlichen Spielern ausgeht!


pax.klm
23. Mai 2011 um 10:49  |  23018

JK, vielleicht nicht Mannschaft sondern 1. Ligaverein, aber eher Zustimmung zu Deinem Punkt 3)!


JK
23. Mai 2011 um 10:55  |  23019

@pax.klm

War auch so gemeint, ist wohl dem neuem Gemeinschaftsgefühl zuzuschreiben 😉

Danke 🙂


wilson
23. Mai 2011 um 11:29  |  23020

Mehr als die Hälfte der deutschen Tannenbäume sind geschädigt.


pax.klm
23. Mai 2011 um 12:14  |  23022

Tannenbäume wurden über Deutschland abgeworfen, … traurige Zeit.


Sir Henry
23. Mai 2011 um 12:59  |  23024

Früher war mehr Lametta.


JK
23. Mai 2011 um 13:05  |  23025

(Tannen)Bäumchen-Wechsle-Dich-Spiele
im Sommerloch………………………………


pax.klm
23. Mai 2011 um 13:07  |  23026

,,, und es war alles besser,,, ???!!!


jap_de_mos
23. Mai 2011 um 13:50  |  23029

…und mehr Stürmer!
Hat Uruguay nicht mal im 4-2-4-System gespielt?! 🙂


Sir Henry
23. Mai 2011 um 14:02  |  23030

Oh Gott, eine Woche von sechs ohne Hertha ist erst rum und wir fangen jetzt schon an, Krimskrams zu erzählen.

Das zieht sich.


23. Mai 2011 um 14:05  |  23031

@ sir:

… dachte immer, erst „sechs“ dann hertha… 😳


23. Mai 2011 um 14:07  |  23032

dstolpe
23. Mai 2011 um 14:23  |  23033

@sir, rasi, all
Es gibt ja bald frisches Futter. 🙂 Aber der Krimskrams zeigt auch: Umso dringender brauchen wir in Zeiten wie diesen euren Input. Langsam wird es, die ersten Themen trudeln ein und werden auch noch in dieser Woche online gehen.

Trotzdem mache ich den Mijatovic: „Ist noch Luft nach oben!“


pax.klm
23. Mai 2011 um 14:38  |  23034

Na jap, ditte war schon sehr fortschrittlich!
In unserem Lande gab es das WM System!

3
2
2
3
TW

Und Manni nicht vergessen!


El Famoso
23. Mai 2011 um 15:18  |  23035

Mit diesem Post möchte ich die starre Sichtweise hier im Blog mal ein wenig aufbrechen. Manchmal muss man nämlich über den Tellerrand hinausblicken. Und dann erkennt man (hoffentlich), dass man mit drei 6ern und trotzdem ohne Tannenbaum spielen kann.
„Drei 6er“, hört sich zunächst ganz schön defensiv an. Muss es aber gar nicht sein, wenn man die Viererkette zu einer Dreierkette umfunktioniert, was angesichts Mijatovics Defiziten (langsam, hölzern, unbeweglich) auch gar keine so schlechte Idee ist.
Zudem hätte das auch den Vorteil, dass man in der Offensive weiterhin mit den starken Flügeln spielen kann. Stellt sich nur die Frage nach der Besetzung. Ebert-Ruka, Ebert-Ramos, Ruka-Ramos oder doch lieber mit Raffa auf Außen?!
Ich kann mir sehr gut ein 3-3-3-1 vorstellen, was wie folgt aussehen könnte:

———–Kraft———

Lell—–Hubnik—–Kobi

Lusti—–Niemeyer—–Ottl

Ebert—–Raffa—–Ramos

———Lasogga———–

Jetzt kann man sich natürlich streiten ob Ruka nicht lieber links spielen sollte und Ramos stattdessen im Sturm. Oder ob Lusti der bessere zentrale 6er ist und so weiter und so fort. Aber mir gehts in erster Linie nur ums System und darum eine bessere Alternative zum Tannenbaum zu finden.

Mfg El Famoso


dstolpe
23. Mai 2011 um 15:34  |  23036

@El Famoso, all
Interessanter Ansatz! Da die Beantwortung von Systemfragen aller Art zwangsläufig Aufgabe und Bereich des Trainers ist, schlage ich vor, diese Diskussion nach „nebenan“ zu verlagern. . .


DonG
24. Mai 2011 um 5:11  |  23066

Ramos ist klar die Nummer 1.

Hertha braucht noch einen sehr guten Stürmer wie Ramos. Bei einer Verletzung von Ramos könnte es Probleme für Hertha geben.

Lasogga wird es schwerer haben. In seinem Alter muss man nach dem Hype 2011 mit einer Delle rechnen.


Treat
24. Mai 2011 um 10:22  |  23081

Sir Henry // 23. Mai 2011 um 12:59

Früher war mehr Lametta

Danke @Sir Henry, you made my day!

Blauweiße Grüße
Treat

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