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(ub) – Es gab Zeiten bei Hertha BSC, da lautete der erste Satz des jeweiligen Hertha-Trainers auf den Pressekonferenzen: „Eigentlich ist schon alles gesagt worden.“ Weil der Coach immer erst nach dem ehemaligen Manager an der Reihe war. Der hatte jedoch schon ausführlich über die anstehenden Aufgaben referiert.  In dieser Saison war es so, dass Michael Preetz, wenn er neben Markus Babbel auf dem Podium saß, meist in der Rolle des Zuhörers war.  Gefühlt kam der Manager auf 20 % der Redeanteile, der Trainer auf 80 %.

Es ist nicht so, dass Preetz nicht öffentlich reden würde. Bei der Saisonabschiedsparty mit rund 1000 Gästen auf der Insel Eiswerder bedankte sich der Manager. Ebenso wie einen Tag später vor 1500 Hertha-Mitgliedern lobte Preetz die Zusammenarbeit mit seinen Geschäftsführer-Kollegen: „Danke Ingo Schiller, danke Tom Herrich.“ Eine weitere Grußadresse ging an Präsident Werner Gegenbauer (Fotos: ub).

Der neue Kommunikationsstil

Die Veränderung im Kommunikationsstil ist eine der augenfälligen Änderungen, die Michael Preetz, offiziell Geschäftsführer für Sport, Kommunikation/Medien, mit seinem Amtsantritt im Juni 2009 eingeführt hat. Insider hatten die Stimmung auf der Geschäftsstelle zuvor mit der Atmosphäre in einem Drillcamp der US-Army verglichen. Dahinter steht nicht nur Menschenliebe oder Bequemlichkeit. Preetz erhofft sich von einer positiven Arbeitsstimmung bessere Leistungen aller Beteiligten.

Zusammenstellung des Kaders Nun hat sich allerdings niemand für die interne Stimmung interessiert, als die sportlichen Ergebnisse nicht gestimmt haben. Nach dem Abstieg in seinem ersten Manager-Jahr wusste Preetz, dass 2010/11 die Kaderzusammenstellung passen musste. Die Trainer-Entscheidung. Und die Ergebnisse. Wenn man so souverän wie Hertha aufsteigt, hat die Sportliche Leitung die meisten Fragen richtig beantwortet. Ob Burchert, Ebert, Neumann, Perdedaj, Schulz, Knoll oder Morales  – so viele Berliner waren noch nie im Einsatz. Mit Pierre-Lasogga hat Hertha die Zweitliga-Entdeckung der Saison aus dem Hut gezaubert.  Die Mischung mit Erfahrung und Jugend hat gestimmt. Aerts, Mijatovic und Kobiashvili haben die Mannschaft stabilisiert.

Zwischen Großmannssucht und Demut

Preetz hat ein lange im Hertha-Umfeld nicht gehörtes Wort benutzt: Er habe Demut gelernt. Eine Eigenschaft, die, richtig verstanden, Hertha nach ermüdenden Jahren voller  Großmannssucht-Diskussionen nicht schlecht steht. Bescheiden und geerdet sein – das Image von Hertha in Berlin ist dabei, sich zu wandeln.

Preetz hat auch Glück gehabt. So hat sich eine Verpflichtung als Königsentscheidung herausgestellt, die eigentlich niemand auf dem Zettel hatte. Nur, weil in der Vorbereitung Fabian Lustenberger ausgefallen war, wurde Peter Niemeyer angeworben. Und siehe da: Der Mittelfeldspieler hat Hertha auf eine neues Niveau gehoben.

Problemfall Rob Friend

Kritisch ist einzuwenden, dass die Verpflichtung von Rob Friend nicht zu verstehen war. Durch den Aufstieg kostet der Stürmer Hertha 2,4 Millionen Euro allein an Ablöse (an Mönchengladbach). Aber mit seiner Spielweise hat der Kanadier, trotz seiner fünf Tore,  in der abgelaufenen Saison nicht zu den kombinationssicheren Raffael und Adrian Ramos gepasst. Und wird es in der Bundesliga, wo alles noch schneller geht, erst recht nicht passen.  Im Moment besetzt der Kanadier eine Planstelle, die Hertha anders vergeben  sollte. Friend an einen anderen Verein abzugeben, damit seine Sturmposition frei wird, ist eine herausgehobene Aufforderung für Preetz in der Sommerpause.


Auch die Personalie Daniel Beichler hat sich bisher nicht recht erschlossen. Preetz hat den österreichischen Jung-Nationalspieler mit einem Vertrag bis 2014  ausgestattet – gespielt hat er für Hertha noch keine Minute. Nach seiner Ausleihe an den FC St. Gallen wird Beichler wohl kommende Saison erneut ausgeliehen werden. Wo liegt das Problem: Kommt Trainer Babbel mit Beichler nicht klar? Hat Hertha sich den Charakter des Spielers nicht genau genug angeschaut?

Führungsstärke Im Abstiegsjahr hatte es Kritik gegeben: Es fehle Preetz an Führungsstärke, er sei zu wenig sichtbar. Im Aufstiegsjahr hat Preetz intern an Autorität gewonnen. Nicht, weil er sich des öfteren lautstark zu Wort gemeldet hat. Sondern weil er vermittelt: Ich schrecke vor radikalen Entscheidungen nicht zurück. Für eine dieser Entscheidungen hat sich ein Hertha-Mitglied bei Preetz (und auch Schiller) bedankt: “ Herr Preetz, Sie haben im Abstiegsjahr auf 40 % Ihres Gehaltes verzichtet, um zu helfen, dass auf der Geschäftsstelle keine Mitarbeiter entlassen werden müssen. Das finde ich sehr honorig.“

Preetz und das diskrete Trainer-Ultimatum

Mit dieser Glaubwürdigkeit im Rücken ist Preetz im vergangenen Dezember  Babbel gegenüber aufgetreten. Er hat dem von ihm geholten Trainer signalisiert: Wenn Herthas Niederlagen-Serie nicht endet, ist Babbel noch vor Weihnachten seinen Job los. Hertha kann es sich nicht leisten, nicht aufzusteigen.

Auch das gehört zum neuen Führungsstil: Kein Offizieller hat öffentlich darüber geredet. Preetz und Babbel haben die Situation gemeistert – Härte gehört zum Geschäft. Und Diskretion schadet nicht.

Perspektiven Der Manager ist in der Entwicklung, ebenso wie Hertha. Für den Verein ist es wichtig, dass die nächste Saison zu einem Erfolg wird. Wie schon im vergangenen Sommer ist Preetz auch in der aktuellen Transferperiode schnell unterwegs. Thomas Kraft, Andreas  Ottl (beide vom FC Bayern) und Tunay Torun (vom HSV) haben bereits unterschrieben.

Preetz ist nicht so leicht zu fassen. Er tritt nicht so häufig öffentlich auf.  Er ist eloquent, aber er gibt wenig preis. Wo andere von der Meisterschale und dem Brandenburger geredet haben, moderiert Preetz auf leisen Sohlen einen Umbruch. 19 Spieler sind gegangen, 16 gekommen. Bei der Umgestaltung des Vereines hat Preetz noch einiges vor. Das Klub-Image ist dabei sich zu verändern. Auch die  Strukturen im Nachwuchsbereich sind in Bewegung geraten. Da wird mehr passieren.

Preetz ist nicht so leicht zu fassen. Das sehen auch die Kollegen von 11Freunde als Herausforderung. Ihr Titelthema der nächsten Ausgabe ist die Entwicklung von Hertha BSC. Entlang erzählt an Michael Preetz. (Die Musik dazu: Titelsong aus „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ /Original: The Thomas Crown Affair/1968)

Hertha und seine Manager

Sein Vorgänger Dieter Hoeneß hat eine Hertha-Ära geprägt.  Ob das seinem Nachfolger ebenfalls gelingt, ist offen. Aber nach dem missratenen ersten Jahr war die Zweitliga-Saison eine existenzielle – für Hertha und den Manager Preetz.  Das Spieljahr 2010/11 hat sich zum Positiven gewendet. Und schon wartet die nächste existenzielle Saison.

Die Arbeit von Manager Michael Preetz in 2010/11 war . . .

  • sehr gut (53%, 221 Stimmen)
  • gut (43%, 178 Stimmen)
  • befriedigend (4%, 16 Stimmen)
  • ausreichend (0%, 1 Stimmen)
  • mangelhaft (0%, 0 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 416

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Wird Michael Preetz bei Hertha eine Ära prägen?

  • Ja (94%, 357 Stimmen)
  • Nein (6%, 24 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 381

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114
Kommentare

Jimbo
24. Mai 2011 um 15:54  |  23101

Schön, dass Michael Preetz so lange durchgehalten hat, bis er jetzt selbst zeigen darf, was er kann.

Er war schließlich immerhin mehr als 5 Jahre lang „nur“ der Assistent der Geschäftsführung, also von Dieter Hoeneß.

Seine ruhige Art gefällt mir.


Freddie1
24. Mai 2011 um 15:58  |  23102

Ich denke (und hoffe), dass MP eine Ära prägen wird. Gern zusammen mit Babbel. Hieße nämlich, dass die beiden erfolgreich im Interesse unseres Vereins sind.
Ich habe diesbzgl ein gutes Gefühl, dass wir auch mit seiner Hilfe ( nicht zu vergessen Gegenbauer) ein „normaler“ Verein werden. Mit allen Höhen und Tiefen, aber ohne Skandale und ohne Abstieg.
Ich habe für „gut“ gestimmt. Besser ging nicht auf Grund der oben beschriebenen Problemeinkäufe (Friend/Beichler) Übrigens wieder sehr gut geschrieben.
Wenn er denn die Probleme Löst (Friend/Kaka/Domo) wirds ein „sehr gut“.
Ich finde, er tut Hertha gut und hat einiges dazu beigetragen, dass wir in Deutschland sympathischer als in der Vergangenheit rüberkommen.


Treat
24. Mai 2011 um 16:10  |  23103

Soweit es mich angeht, kann ich nicht objektiv über den Manager Preetz urteilen, weil ich ihn als Spieler und als aufrechten Sportsmann einfach grandios fand und sein Name meine Hertha – Trikots auch noch nach der Beendigung seiner Spielerkarriere zierte.

Ich mag diesen etwas leiseren, intelligenten und eloquenten Typ einfach gern.

Infos, die ich in letzter Zeit mal offiziell, mal inoffiziell erhalten habe, legen für mich den Schluss nahe, dass Preetz auch anders kann und nicht immer und überall nur für Hochstimmung gesorgt hat und wohl auch nicht nur Charakterstärken, sondern auch gewisse -schwächen aufweist. Aber wer von uns täte das nicht?

In den davon betroffenen Bereichen – auch im zwischenmenschlichen Bereich – hoffe ich, dass er aus den gemachten Fehlern gelernt hat, die Erfolge in der abgelaufenen Saison sprechen durchaus dafür.

Sein öffentliches Auftreten gefällt mir nach wie vor, seine Transferpolitik beeindruckt durch Geschwindigkeit, Mangel an Großmannssucht und vor allem durch Diskretion.

Sein Umgang mit dem Trainer lässt mich hoffen, dass die beiden meine Hertha auf längere Sicht als starkes Team prägen können.

Dazu werden beide weiterhin lernwillig bleiben müssen, vor allem aber auch ab und an das notwendige Quäntchen Glück haben. Dies umso mehr, bis sie sich durch fortgesetzte Erfolge eine Basis geschaffen haben, die auch einmal Rückschläge oder gar Krisen aushält.

Also solche Erfolge würde ich ohne Weiteres die erneute Etablierung Herthas in Liga 1 in den nächsten beiden Jahren werten.

Gelingt dies, könnte da etwas Kraftvolles wachsen, das wäre für mich ein Traum.

Für die abgelaufene Saison kann ich die Arbeit des Managers – ebenso wie die des Trainers – nur mit „sehr gut“ bewerten, da ein „ausgezeichnet“ leider nicht zur Verfügung steht. Wenn man aber bedenkt, dass nicht nur die Ergebnisse von Vertragsverhandlungen, sondern eben auch die gesamte Rückkehr zur Vernunft und Bescheidenheit, ebenso wie die deutlich angenehmere Außendarstellung des Vereins und die daraus resultierenden, neu gewonnenen Sympathien ebenfalls zu einem großen Teil auf die Arbeit von Micha Preetz zurück zu führen sind, kann man eigentlich zu keinem anderen Ergebnis kommen, oder?

Blauweiße Grüße
Treat


Treat
24. Mai 2011 um 16:14  |  23104

Upps, die anderen Kommentare waren noch nicht erschienen, daher die eine oder andere Wiederholung, sorry.

Aber der Verweis von @Freddie1 auf Gegenbauer ist natürlich korrekt, auch ihm gebührt ein nicht zu verachtender Anteil an der „neuen Hertha“.

Blauweiße Grüße
Treat


wilson
24. Mai 2011 um 16:31  |  23105

Preetz – 15 Jahre Hertha BSC.

Es gibt nicht wenige, die ihm die Daumen drücken, dass mindestens weitere fünfzehn möglichst erfolgreiche Jahre dazukommen.
Ich gehöre dazu.


24. Mai 2011 um 16:34  |  23106

Ich finde Preetz´ Leistung bis hierhin überragend gut.-Niemals hätte ich diesen Sprung zugetraut; offensichtlich habe ich ihn aus der Ferne extrem unterschätzt. Allerdings muss die Nagelprobe erst noch geschafft werden: der Klassenerhalt! Erst dann traue ich mir ein Einschätzung zu, die bis fern in die Zukunft hineinwirken soll, zu..Manchmal finde ich die Fragen etwas extrem..(Ära…??)


Stehplatz
24. Mai 2011 um 16:36  |  23107

Zuerst zur letzten Frage. Ja Preetz könnte eine Ära prägen. Ich hoffe es zumindest, da, wenn er Manager bleibt, es bedeuten würde man bliebe dauerhaft oben und müsste nicht einen neuen Manager für eine erneute Wiederaufstiegsmission verpflichten.

Gerade im Vergleich zu seinem Vorgänger kann ich alle positiven Eindrücke teilen. Jedoch ist mir bei seinen Transfers etwas mulmig. Allein für die angesprochenen Beichler und Friend durfte man insgesamt an Ablöse fast 3,5 Millionen Euro ausgegeben haben. Dazu die wohl noch anstehenden Gehälter von ca. 1-1,5 Millionen ist mir das zu viel. Bei Beichler habe ich Hoffnung, dass er uns nochmals unter Beweis stellen kann eine Bereicherung zu sein, aber bei Friend, dessen Gesamtpaket bis zum Vertragsende wohl bei 5 Millionen liegen dürfte und hat gezeigt, dass es schon in Liga 2 schwer wird, habe ich berechtigte Zweifel. Im letzteren Fall will ich Preetz keinen großen Vorwurf machen, da Friend schon in Stuttgart auf Babbels Liste stand. Bei Kaka hat er sich mit dem ziehen der Option auch verzockt. Auch hier richtig zu versuchen nochmal einen Schnitt für Hertha zu machen, aber das Gehalt was man ihm zahlen muss/te wird wohl mehr als die zu erwartende Ablöse sein. Daumen drücken das wir Kaka noch loskriegen! Das Seuchenjahr würde ich unter Lehrgeld abhaken. Bisher hat Preetz immernoch die besten Transfers getätigt wenn er kein Geld ausgegeben hat. Wenn es so bleiben sollte sehr gut für Hertha und


derMazel
24. Mai 2011 um 16:36  |  23108

Ich hoffe, das Michael Preetz eine Ära prägen wird. Weil Micha ist echt. Und wohl auch echtHertha. Ich denke, dass wir dort jemanden sitzen haben, für den Hertha BSC wirklich Herzblut ist, ohne das ich das je von ihm selbst gehört habe. Aber man merkt es, an seiner Art und dem neu eingeschlagenen Weg, Hertha wieder „tiefer in Berlin zu verwurzeln“. Ich mag Ihn, und das nicht erst seit dem er für mich (noch als aktiver) mit meinem Ball über den halben Trainingsplatz gerannt ist, damit wirklich jeder auf meinem Ball unterschreibt.

Micha ist ein Stück Hertha, und er probiert uns alle teil haben zu lassen. Also, lasst Ihn machen!


Stehplatz
24. Mai 2011 um 16:36  |  23109

und weg und .


derMazel
24. Mai 2011 um 16:37  |  23110

@Stehplatz:

2 Transfers machen noch keinen Hoeneß 😉


dstolpe
24. Mai 2011 um 16:44  |  23111

@apo
Genau wie manche Fragestellung im Text provokant sein muss, damit sie Kommentare erzeugt, muss manche Umfrage extrem sein … schon geklickt? 😉


fg
24. Mai 2011 um 16:50  |  23112

@ub: wann erscheint denn das neue 11freunde heft? bin skeptisch, aber gespannt…


westend
24. Mai 2011 um 16:51  |  23113

MP ist bewusst volles Risiko gegangen — und hat gewonnen.

Aber: Nach dem Aufstieg ist vor dem Nicht-Abstieg (*Phrase aus*), und MP muss sich jetzt erst recht beweisen. Denn: Der FC Bayern ist nicht Erzgebirge Aue (*Phrase wieder aus*). Und in Liga Eins muss man sich ganz warm anziehen (*Phrase nochmals aus*).

Im Ernst:

Nach der Grauen-Saison 9/10 und seinen unfassbaren Fehlern (Bsp. Knappe Artur) wollte ich MP am liebsten gen Köpenick oder besser noch gen Gelsenkirchen schicken. Und ich bleibe dabei: MP hat zu gefühlten 75% den Abstieg verschuldet. Aber: Er hat Hertha gut und schnell stabilisiert. Dafür hat sich er den Dank aller Herthaner verdient.

Ottl, Kraft & Co.: Das sieht gut aus Herr Preetz. Oder waren diese Transfers nicht eher MBs als MPs Verdienst???


BerlinerHerthaFan
24. Mai 2011 um 17:16  |  23114

Finde Preetz hat ein „sehr gut“ verdient. 2 von 16 Neuen waren nicht so erfolgreich, dass ist doch ein sehr guter Schnitt.

Besonders mit dem Hickhack um Beichler war ja nun garnicht zu rechnen. Erst verletzt er sich, dann redet er mehr als dass er Leistung zeigt und kann dann, wegen erneuter Krankheit, trotz Ausleihe auch nur wenig spielen. Das er schon was kann, hat er in Österreich gezeigt und daher war dieser Transfer sicher nich unüberlegt, sondern am Ende nur Pech.

Das selbe ja fast bei Friend. Ich weiß zwar nicht ob er wirklich diese 2,4 Million Wert ist, also am Anfang der Saison, doch das er Tore machen kann, hat er ja gezeigt, wenn auch manche mit Glück fielen. Aber man hat halt auch mal Pech mit einigen Spielern.

Wenn er jetzt noch Kaka loswird ist er mein Held. 🙂


Blauer Montag
24. Mai 2011 um 17:20  |  23115

Oh nein @westend,
am Abstieg würde ich niemals zu 75% Preetz die Schuld geben.
Meine persönlichen Schuldzuweisungen verteile ich wie folgt:
50% D. Hoeneß – das personifizierte Kreditrisiko
10% I. Schiller – hat es nicht geschafft, D.Hoeneß auf Budgetdisziplin zu verpflichten
10% A. Friedrich und seine Kumpane – Arbeitsverweigerung und Intrigen
10% L.Favre – eine katastrophale Vorbereitung auf die Saison 2009/2010
10% F.Funkel – keine positiven Impulse
10% M.Preetz – eine Trainerentlassung zu früh, und dann den falschen Trainer geholt.

Die Kosten der bisherigen Fehleinkäufe sind mit Mühe noch zu verkraften. Nicht jeder Einkauf wird zum Stammspieler – das ist Geschäftsrisiko für jeden Profiverein. Ich hoffe, MP zeigt auch einmal Talent auf der Verkaufsseite oder bei weiterhin notwendigen Ausleihgeschäften.
Der aktuelle Kader ist um 3 – 5 Spieler zu groß.

Ich traue MP zu, auch in Zukunft eine Krise ähnlich der im November 2010 zu meistern.

Am schönsten wäre es, wenn solch eine Krise in der nächsten Saison gar nicht käme, dann sind die Aussichten für eine „Ära Preetz und eine „Ära Babbel“ blendend.


Exil-Schorfheider
24. Mai 2011 um 17:22  |  23116

@fg

Das neue 11freunde-Magazin erscheint am Donnerstag.


Dan
24. Mai 2011 um 17:24  |  23117

@sto oder @ub

Weil Ihr oben Bewegungen im Nachwuchsbereich ansprecht, wie sieht es mit den Verträgen von Ziegert und Tretschok aus?

Habt ihr schon „Geflüster“ gehört, bezüglich Verlängerung der Verträge?
—–
Zu Preetz kann ich nicht mehr viel sagen, seit Jahren lobe ich ihn für seine Art und Weise sowie Intelligenz, Herzblut und Arbeitspensum in den blauweissen Himmel.
Da er ein Mensch ist, ist auch er fehlbar. Friend von der Gehaltsliste zu bekommen ist eine Herkulesaufgabe.
Ich selber glaube aber immernoch, mit einem ordentlichem Flügelspiel (was wir in der 2.Liga nicht gespielt haben, weil seitenverkehrte Besetzung) kann man auch mit einem Friend Tore schießen, wenn Lasogga und Ramos „versagen“. Was nicht geht, sind hohe Bälle nach vorne schlagen. Aber man hat uns versichert Babbel ist nicht beratungsresistent.


Martin-BRB
24. Mai 2011 um 17:32  |  23118

Ich möchte in die gleiche Kerbe schlagen, wie Westend. Der größte Erfolg von MP nach der desatrösen Abstiegssaison, die vor allem dem Management anzulasten war, ist die Verpflichtung von Markus Babbel. Die Saisonplanung der abgelaufenen Spielzeit ist MP sehr gut gelungen und macht Lust auf mehr. Die Neuzugänge für die kommende Saison sind sensationell (Preis/Leistung), wobei hier der Faktor Babbel m.E. die ausschlagebendere Komponente ist.
Glückwunsch Hertha für das TEAM Preetz/Babbel.


limmetstadthustler
24. Mai 2011 um 17:56  |  23119

Sehr sympathischer Mensch, der, nach einem verkorksten Einstieg, nun vieles richtig gemacht hat!
Weiter so auftreten, hart und herzlich arbeiten, aus Fehlern immer wieder lernen und die Hausaufgaben/Tranfers besser heute als morgen erledigen! Wenn er das in Zukunft weiterhin so beherzt in Angriff nimmt kann man durchaus auf eine glanzvolle Zukunft bei Hertha hoffen!
Ich denke, dass er mit seiner Art und seinem Wesen als echter Herthaner seinen Weg in Berlin, bei Hertha BSC, gehen wird. Ob dies zwingend mit Babbel als Traier sein muss, wird sich zeigen. Bei ihm habe ich die grösseren Zweifel, ob sich eine Ära Babbel in Berlin ergeben wird.


ft
24. Mai 2011 um 18:21  |  23120

MP hat sich ein wenig in die Karten schauen lassen als er in der RBB Sendung Tadeusz Rede und Antwort stand.
Er macht dort auf mich einen sehr soliden Eindruck.
Einer der neben Plan A auch Blan B und C in der Rückhand hat. Risikoabwägend die dann guten Entscheidungen treffen kann und trifft.

Ich kann mir gut vorstellen, dass man in etwa zehn Jahren von einer Ära Preetz sprechen kann.
Und das mit positiven Anmerkungen belegen wird.


westend
24. Mai 2011 um 18:40  |  23121

Ich halte nichts davon, MP über den Klee zu loben. Ja, wie gesagt, er hat Hertha stabilisiert, und mein Dank ist ihm sicher. Punkt.

Auch wenn’s alte Kamellen sind: MP ist für den Kader 9/10 verantwortlich, Diktator Herthas Fremdkapital hin oder her. Ich zähle nur beispielhaft auf:

– Abgang Simunic
– Abgang Pante
– Zugang Wichni… (möchte den Herrn nicht beim Namen nennen)
– Zugang Gekas
– Zugang Pejčinović
– Zugang Bengtsson
– Zugang Janker
– Verpflichtung Funkelmariechen

Eine — wenn man seine blau-weiße Brille absetzt — verheerende Bilanz.

Und bitte nicht das Dieter-war-schuld-Totschlagargument bringen.


westend
24. Mai 2011 um 18:45  |  23122

hurdiegerdie
24. Mai 2011 um 19:08  |  23123

Da ich von der Verpflichtung Friends begeistert war, werde ich Preetz jetzt nicht dafür verdammen, dass es (noch) nicht geklappt hat. Einige Bewegungen von Friend in den letzten beiden Spielen haben meiner Hoffnungslosigkeit einen gewissen Dämpfer gegeben.

Verpflichtungen wie Beichler sind m.E. ein 50:50 Spiel: Junge hoffnungsvolle Talente, die eben (noch?) nicht immer einschlagen. Dagegen stehen dann Lasogga oder Niemeyer.

Dass Verpflichtungen von Leuten wie Pejci von der Idee her nicht doof waren, sieht man ja jetzt; er ist Stammspieler. In der vorletzten Saison ist einiges schief gegangen, ob dass so junge Spieler wie Pejci hätten retten können müssen sollen ….?

In den Himmel loben kann ich ihn noch nicht, da warte ich nächste Saison ab und die Verpflichtungen für die nächste Saison ab. Aber als Vorschusslorbeeren sind die Verpflichtungen von Kraft und Torun doch klasse, solange sie nicht zu Friend und Beichler-Parallelen werden.


ubremer
ubremer
24. Mai 2011 um 19:10  |  23124

@westend,

so, wie sie da steht, ist die Liste nicht ganz vollständig.

Nur drei Beispiele: Pantelic hat sich in den Verhandlungen mit dem ehemaligen Manager überworfen gehabt. Die Entscheidung, dass Pantelic geht, war vor Saisonende vom damaligen Hertha-Management getroffen worden (nebenbei bemerkt: eine absolut richtige Entscheidung).
Simunic hat entschieden, von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch zu machen. Das war sein gutes Recht. Hertha dafür die vertraglich festgelegten 7 Millionen erhalten. Wir erinnern uns noch an den Transferüberschuss von 5 Millionen, den Hertha im damaligen Sommer erzielen musste ?

Gekas hat acht reguläre Tore erzielt. Zum Pech von Hertha sind ihm nur sechs anerkannt worden (dazu 1 Assist). In Bremen, beim Stand von 0:0 wurde ebenso fälschlicherweise auf Abseits entschieden wie beim vermeintlichen 1:0-Siegtor gegen Dortmund.

P.S. Erstaunlich, dass bei der Aufzählung kein Platz mehr war für die ebenfalls von Preetz getätigten Verpflichtungen Ramos, Hubnik und Kobiashvili . . . 😉


Exil-Schorfheider
24. Mai 2011 um 19:18  |  23125

Ach westend, lass doch die ollen Kamellen stecken. 😉

Es ist doch mittlerweile bekannt, warum die „Größen“ gingen und die neuen kamen. Du nennst ihn selbst, den Diktator Fremdkapital. Gekas kann noch immer keine Rückrunde spielen und die „Jungen“ Pejcinovic und Bengtsson spielen auch bei nicht gerade kleinen Vereinen ganz solide.
Und ich bin bei BM, dass der GröFuMaZ eben die 50% Mitschuld am Abstieg hat, weil er die Voraussetzungen dafür geschaffen hat.
Von MP war ich in der Horror-Saison auch nicht überzeugt, aber ich habe meine Austrittsdrohung nach der Favre-Demission ebenso nicht wahr gemacht wie damals, nachdem Jürgen Röber geschasst wurde. Nein, ich habe ihm eine zweite Chance gegeben und die hat er meiner Meinung nach fast perfekt genutzt, auch wenn ich dem Monsieur noch ein wenig nachtrauere…

Es hat halt jeder seine eigene Meinung dazu. 😉


Exil-Schorfheider
24. Mai 2011 um 19:19  |  23126

Danke, ubremer… 😉


calla
24. Mai 2011 um 19:42  |  23127

Ich hätte hier gerne gestern schon was zum interessanten Babbel-Artikel beigetragen – aber keine Zeit.

Deswegen hier die Kombi zu Preetz:
Was die fehlenden „Treffer“ Friend & Beichler angeht, denke ich, ist der fehlende Erfolg noch der anfänglich fehlenden Feinjustierung der Zahnrädchen Preetz/Babbel geschuldet. Also für mich absolut entschuldbar!

Zwar werden sie auch zukünftig mal daneben liegen, was Transfers angeht; denn eine Ausfallquote gibt’s ja immer. Aber sie werden jetzt besser aufeinander abgestimmt sein. Sie hatten Zeit sich zu beschnuppern. Zwei Offizielle, aber ein Offizier!

Heißt: WinWin für Beide. Sie entwickeln sich und die Vorzeichen stehen gut. Das ist schon mehr, als ich vor einem Jahr erwartet hätte.

Lasst sie einfach machen! Es wird NOCH besser


Treat
24. Mai 2011 um 19:52  |  23128

@hurdie:

Ein Dämpfer für Hoffnungslosigkeit? Grandios!

Du hast mir mit dieser schönen Sprachschöpfung ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert – danke dafür! :mrgreen:

Blauweiße Grüße
Treat


jap_de_mos
24. Mai 2011 um 19:57  |  23129

Das erste Jahr in führender Position war sicher nicht gut vom „Langen“. Er hat eine fragwürdige und/oder vorschnelle Entscheidungen getroffen, wiederum andere Entscheidungen zu lange rausgezögert, auf die falschen Leute gehört und, und, und…
Das muss man unter „Lehrgeld“ verbuchen (wenn auch eines der schmerzlichsten Sorte). Aber auch daran trägt der GröFuMaZ eine gute Portion Mitschuld – er hat es schlicht versäumt (oder nicht vermocht), seinen Nachfolger aufzubauen, auszubilden und an die Verantwortung heranzuführen.
Die Verpflichtung von Beichler fand ich zum damaligen Zeitpunkt richtig – Ebert hatte sich gerade verletzt (oder?) und dass Ruka so nachhaltig einschlagen würde, war nicht absehbar. Er galt als eines der größten Talente der österreichischen Liga.
Bei Friend fand ich die Verpflichtung gut, nur den Betrag zu hoch. Dieses Empfinden hat sich nicht entscheidend verändert.
Insgesamt hat er sich in diesem Jahr ein „sehr gut“ verdient. Der einzige „Fehler“ aus meiner Sicht ist der hohe Betrag für den Friend-Transfer. Dem stehen eine Menge Volltreffer gegenüber, mit denen viele nicht gerechnet hätten (Lasogga, Ruka), sowie eine gelungene Außendarstellung mit vernünftigen Umgangsformen und persönliche Einsatzbereitschaft (40% Verzicht), gepaart mit Lernfähigkeit.
=> Thumbs up!


24. Mai 2011 um 21:11  |  23130

kann den letzten Beitrag von @hurdi ungekürzt unterschreiben-.
Ich sah den Friend letztens gar nicht so schlecht und wärme( mit @dan) meine alte These auch auf: es geht auch u.U. mit Friend-allerdings keinesfalls ohne echte Außenspieler…DAS wärme ich jetzt aber nicht noch mal auf 😛


Blauer Montag
24. Mai 2011 um 21:13  |  23131

Beim Lesen der 30 Kommentare heute fällt mir auf, dass alle nur die Einkaufsseite betrachten. Welche Einkäufe waren günstig? Welche haben die Mannschaft voran gebracht? …?

Aber welche Leistungen hat Preetz auf der Verkaufsseite erzielt? Hat er Transferüberschüsse erzielt? Hat er Spieler mit Gewinn verliehen? ..?

Liest jemand vor Ort im Goalie den Blog und kann diese Fragen an M.Preetz weitergeben?


Blauer Montag
24. Mai 2011 um 21:33  |  23132

Ich will ja noch weiter mit Euch bloggen
@hurdiegerdie und @apollinaris, aber evt. trügt Euch euer Gedächtnis.

Hier die Auflistung der Vorlagengeber in der letzten Saison bei fussballdaten.de:
2 Christian Lell 5 Vorl.
3 Levan Kobiashvili 2 Vorl.
4 Roman Hubnik 1 Vorl.
5 Andre Mijatovic 1 Vorl.
18 Peter Niemeyer 3 Vorl.
12 Ronny 5 Vorl.
26 Nico Schulz 1 Vorl.
28 Fabian Lustenberger 2 Vorl.
23 Fanol Perdedaj 1 Vorl.
20 Patrick Ebert 3 Vorl.
9 Adrian Ramos 10 Vorl.
13 Nikita Rukavytsya 12 Vorl.
10 Raffael 6 Vorl.
19 Pierre-Michel Lasogga 3 Vorl.
16 Rob Friend 5 Vorl.
17 Valeri Domovchiyski 1 Vorl.

Ich kann mich zumindest noch an einige wunderschöne Flanken von Lell, Ronny, Ebert und Ruka erinnern – als letzte die Flanke von Lell auf Ramos beim 0:1 in Duisburg.
Die Entstehung aller 69 HERTHA-Tore ist dokumentiert bei bundesliga.de. Oder hat jemand irgendwo einen Videosampler der 69 Tore ins Netz gestellt?

Wurde eigentlich schon aufgerufen zur Wahl des schönsten HERTHA-Tores ❓ ❗


24. Mai 2011 um 21:41  |  23133

verstehe ich nicht 😯


Dan
24. Mai 2011 um 22:56  |  23134

Sorry Sunny und Nana.

Aber trotzdem Glückwunsch Dresden.


Sir Henry
24. Mai 2011 um 23:06  |  23135

Osnabrück hat in der ersten Halbzeit überdreht. Diesen Konditionsraubbau mussten sie ab der 60. teuer bezahlen.


Exil-Schorfheider
24. Mai 2011 um 23:14  |  23136

Der Kommentator war aber auch eine Wucht…^^
Hat mir schon im Hinspiel nicht gefallen…


Sir Henry
24. Mai 2011 um 23:48  |  23137

Im MDR war es ein anderer Kommentator (habe beide Programme im Kabel), der war noch schlechter. Also gräme Dich nicht. 😉


Slaver
25. Mai 2011 um 0:05  |  23138

KAKÁ: Lasst mich spielen, sonst bin ich weg
http://www.bild.de/sport/fussball/hertha-bsc/kaka-will-spielen-18057508.bild.html

Kaka muckt auf. Er „droht“ mit Abschied, falls man ihm keine Spielzeit garantiert. Da will wohl jemand seinen Abgang vorbereiten.


sunny1703
25. Mai 2011 um 0:09  |  23139

@Dan
Ich schließe mich Deinen Glückwunsch an Dynamo Dresden an. Die waren einfach ab der 45.Minute klar besser und haben verdient gewonnen. Nächste Saison wird es in der 2.Liga für die Polizei einiges zu tun geben.Dresden,Aue,Cottbus, Union und Rostock….

Zu Preetz nur kurz,gute Arbeit,hat für mich bessere Chancen auf einen längeren Verbleib als Babbel. Wobei ob er einen nochmaligen………überlebtß???? ,nee das denke ich jetzt nicht zu Ende…….allen eine gute nacht

sunny


monitor
25. Mai 2011 um 0:24  |  23140

Treat // 24. Mai 2011 um 16:10
wilson // 24. Mai 2011 um 16:31

Es sprach mir aus dem Herzen, aber ein bisschen Senf kann auch dazueben! 😉

@ub Ein sehr schöner Artikel, danke dafür!

Es gibt Optimisten und Pessimisten und diverse weitere Kategorien menschlicher Grundeinstellungen.
Der virtuelle User, der die Leistung realer Menschen in einem realen Umfeld mit seinen virtuellen Idealen vergleicht, ist sehr kritisch zu betrachten. Denn diesem Vergleich kann kein normaler Mensch bestehen.
Natürlich hat MP Fehler gemacht , na und!
Nach meinem Dafürhalten hat Preetz nur auf Grund seiner Popularität nach seiner Fußballerkarriere den Job als Assistent unter DH erhalten.
DH hat ihn nie für voll genommen. Nach dem Abgang unseres Sonnenkönigs mußte Preetz unter großem Druck ohne wirkliche Einarbeitung seine Fähigkeiten beweisen.
Wie soll denn sowas zu 100% gut gehen?
Seine Fehlkäufe sind im Vergleich zu DH bislang im Promillebereich, im Vergleich zu den üblichen Irrtümern der Buli vernachlässigbar.
Ob Friend, Beichler etc. wirklich Fehler waren, wissen wir noch nicht.
Preetz Leistung nur an seinen „Einkäufen“ fest machen zu wollen ist engstirnig und greift zu kurz. Er hat es binnen relativ kurzer Zeit geschafft, daß Hertha in Berlin wieder überwiegend positiv besetzt ist. Wenn ich lese, daß die Stimmung in der Geschäftsstelle viel besser ist, rundet sich das Bild ab.
Die ganzen Indiskretionen der Vergangenheit aus der Leitung sind wie abgeschnitten.
Das ist doch ein Indikator für das Seelenleben der Verantwortlichen.
Wenn das so weiter geht, mit der Außendarstellung des Vereins, muß sich in Zukunft die DB anstrengen den Sponsorenvertrag zu behalten, nicht Hertha BSC. 😉

Die Abstiegssaison hätte kein „normaler“ 08/15 Manager, frisch im Amt, gestemmt. Wäre Preetz mit einem gewissen Vertrauensvorschuss der Fans, Verantwortlichen etc. gesichert gewesen, hätte er Favre nicht entlassen. Aber er mußte, mehr als jeder andere Manager, Entscheidungswillen demonstrieren, deshalb wurde Favre zum Bauernopfer.
Für mich kein Problem, denn Favre hat nie irgendwelche Ressentiments ggü. Preetz angedeutet.
Fazit: Preetz hat neben den üblichen Talenten eines durchschnittlichen Bulimanagers etwas, was viele nicht haben.

Nämlich Stil!


25. Mai 2011 um 1:46  |  23143

Ich war frohen Mutes als Preetz uebernommen hat. Interessant fand ich was er neulich bei Thadeusz ( http://www.rbb-online.de/thadeusz/videothek/sendung_im_tv_verpasst.html ) gesagt hat. Naemlich dass er trotz Angeboten aus England zu Hertha gewechselt ist, um dort ins Management nach seiner aktiven Laufbahn einzusteigen. „Der weiss was er will“ hab ich mir gedacht, und „das ist eine gute Eigenschaft fuer einen solchen Job“!

Ich brauchte aber etwas Zeit ihm zu verzeihen dass er Favre entlassen hat. Ich dachte das klappt besser als mit DH. (Aber @monitor hat es wohl richtig gesagt, andere Typen haetten eine solche Saison wohl nicht im Amt ueberlebt… )

Speaking of the devil, vorm Augsburg-Spiel habe ich im TSP im Interview mit Preetz gelesen, dass DH noch nicht mal eine Aufstiegs-Glueckwunsch-Message geschickt hat?! Ziemlich schwach, finde ich! Weiss einer von den „Profis“, ob sich daran was geaendert hat?

Aber genug der alten Kamellen. Herthanische Gruesse!


apollinaris
25. Mai 2011 um 2:02  |  23144

..zumal Preetz hier nicht die alleinige treibende kraft war. Es gibt viele Hinweise darauf, dass Favre selbst nicht mehr wollte. Und natürlich: hatte er wichtige Teile der Mannschaft verloren-wie auch immer, das nun zusammenhing.-Die Favre-Entlassung würde ich nicht als Fehler bezeichnen- das waren vielmehr Sachzwänge, als eigenes Agieren.
Zu den Transfers: das ist nirgendwo anders anders (bestes Beispiel die jahrelang als Vorbild gehandelten Bremer): die Trefferquote ist eher bei 50-60% anzusetzen, denn es müssen sehr viele Dinge passen; eben auch viele nicht vorhersehbare Dinge. Auch DH hatte übrigens tolle Transfers, neben Flops gehabt. DH hier nun immer nur als Total-Niete hinzustellen, erscheint mir nicht ganz gerechtfertigt. 13 Jahre Buli-das gab´s voher nicht..oder, dan?-Aber , schnell weg von DH.
Ich kann Preetz z.Z. nur loben. Seine schwierigste Zeit hatte er m.E. ganz am Anfang, als er wegen der enormen Popularität
des Trainers, sich ein wenig die Butter vom Brot nehmen ließ-oder das Heft des Handelns oder oder.
Ein extrem schwieriger Start in diesen seltsamen Job. Mittlerweile hat er das tempo aufgenommen und manövriert gelassen und entschlpossen, mit klarem Blick.-Weiter so!
Fehlkäufe wird es immer geben, ob bei Alloffs oder Völler- oder bald auch mal wieder bei Babbel/Preetz.


micha
25. Mai 2011 um 7:27  |  23149

Ich muss wirklich gestehen, dass ich nach der letzten Saison so meine Zweifel hatte ob MP wirklich in der Lage ist diesen Verein zu führen oder ob die berühmten Mäuse auf den Tischen tanzen.
Aber er hat sich toll entwickelt, hat seine Chance genutzt und im Hintergrund mehr verändert als auf den ersten Blick ersichtlich, großes Kino! Also von mir ein sehr gut und vor allem ein großen Dankeschön und ein mea culpa! Und natürlich dehne ich das Dankeschön auch auf unseren Präsidenten aus der ruhig und effizient im Hintergrund gearbeitet hat und entgegen der Tradition (die wir hoffentlich hinter uns gelassen haben!!!!!!!) skandalfrei den Hertha Dampfer durch das schwierige Fahrwasser der zweiten Liga manövriert hat! Vielen Dank und HaHoHe

micha


wotsefack
25. Mai 2011 um 8:27  |  23150

Ich finde, dass selbst Friend im Nachhinein ein super Transfer war. Ich sach nur Lasogga SUPERSTAR! Ohne Friend hätte der vielleicht gar nicht so aufspielen können… 😉


Freddie1
25. Mai 2011 um 8:29  |  23151

Die Veranstaltung gestern im Goal lief ca eine Stunde. War interessant, für die Blogleser hier aber nicht wirklich neues, da unsere Blogpappies uns ja immer auf dem Laufenden halten. MP meinte, dass Dauerkartenverkauf sehr gut laufe, auch Spiel gegen Real läuft auf ausverkauft hinaus. Gute Stimmung. MP und WG locker und sympathisch. Betonten beide, wie wichtig Wolfgang Holst immer noch war und seine Fäden im Hintergrund spann.
Das Heft selbst ist goil: Titelblatt und 20 (!) Seiten über den besten Fußballklub der Welt. Ich freu mich auf meinen Briefkasten morgen.


Sir Henry
25. Mai 2011 um 9:11  |  23152

Danke für Mund wässern, Freddie1. Da werde ich mir wohl mal wieder ein Heft kaufen.

11 Freunde ist meist interessant, die Artikel abseits des Tagesgeschehens gut zu lesen. Was mich nur nervt ist deren „Wir sind die besseren Fussballfans“-Eigenwahrnehmung, die hier und da durchschimmert.

Fussball ist bei weitem nicht so intellektuell wie sich Herr Köster das immer so vorstellt.


wilson
25. Mai 2011 um 9:19  |  23153

Macht mir den Friend nicht zu madig: der hat für seinen angetäuschten Rittberger-Salchow-Fallrückzieher gegen RWO den Immer-Hertha-Sport-Pleiten-Pech-und-Pannen-Award verdient und – jetzt mal ohne Quatsch – in den ersten Spielen mit seinen Toren (zur jeweiligen 1-0-Führung) Hertha auf den richtigen Weg in die Saison gebracht.
Zu dem Zeitpunkt hat Lasogga noch zusammen mit Ronny bei den Weight Watchers gesessen.


pax.klm
25. Mai 2011 um 9:25  |  23154

Morgen sunny, der VfL Osna… hat gestern bis etwa zur 55 min ein echt sehenswertes Feuerwerk abgebrannt, leider für euch haben die über ihre konditionellen Verhältnisse gelebt…
Die Berichterstattung inklusive der Bildregie war in den dritten Programmen schon arg different. Im NDR
konnte man einen Glatzköpfigen sehen, dessen Auftritt seine Gesinnung erkennen ließ, auch in der Art wie er den TV-Reporter zur Seite schob als er vor laufenden Kameras ein Interview mit Alexander Esswein führen wollte. Das war nicht lustig und voller Freude sondern P E I N L I C H , zeigte ein häßliche Fratze das Auftreten der Dynamos!
Im MDR waren diese Bilder nicht zu sehen , nur der grinsende Ede mit dem Kirsten jr.

Watt bin ich froh, dass wir diesen Sumpf irgendwie hinter uns lassen konnten…


Exil-Schorfheider
25. Mai 2011 um 9:28  |  23155

Nee, wilson!
Sie haben dort auch gegessen! 😀

Schönen Dank für´s Feedback, freddie! Dann habe ich am Wochenende ja Lektüre für den Strand! 😉


Sir Henry
25. Mai 2011 um 9:37  |  23156

@dstolpe

Habe eine Frage zu Deinem Artikel

http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article1651025/Fan-Anleihe-Hertha-feiert-einen-Erfolg-der-keiner-ist.html

Ich bin Deiner Meinung, dass es bedauerlich ist, dass nur die Hälfte der Anleihen gezeichnet wurde.

Ich teile zwar auch nicht Schillers auf der MV getätigte Aussage, dass das Geld nicht wirklich fehlen würde, denn mit Geld würde man nur Schulden tilgen und kein operatives Geschäft finanzieren. Schiller sollte als Finanzer wissen (und er weiß es auch), dass jeder nicht getilgte Euro Schulden Zinsen kostet, die ja auch bezahlt werden müssen.

Insgesamt denke ich jedoch, dass 3,5 Mio eine ordentliche Summe ist. In Berlin sitzt die Kohle eben nicht so locker wie anderswo.

Aber was hast Du an der Tatsache auszusetzen, dass Herr Gegenbauer mit privatem Geld in den Verein geht? Ist doch irrelevant, woher genau das Geld kommt, so lange es sauberes Geld ist. Noch dazu, dass ohne den Verplapperer von Grube (war es denn einer?) nie offiziell über das Engagement von Herrn Gegenbauer informiert worden wäre.

Ich finde, Gegenbauers Verhalten in diesem Punkt formidabel, und es wird noch viel zu wenig gewürdigt. Ein Mann, der viel privates Geld in den Verein steckt und sich gleichzeitig nicht vor die Kameras drängelt und den großen Zampano spielt.


Sir Henry
25. Mai 2011 um 9:43  |  23157

@pax

Ich dachte gestern Abend auch, ich bin im falschen Film. Da trifft die eigene Mannschaft das Tor in der Nachspielzeit, stößt das Tor zum Aufstieg weit auf und die „Fans“ gefährden den regulären Ausgang des Spiels mit Bengalos, Rauchbomben und Wurfgeschossen.

Wenn man sich vorstellt, dass der Aufstieg in diesen Minuten vom Verhalten einiger degenerierter Idioten abhängt…


jap_de_mos
25. Mai 2011 um 9:52  |  23158

@Sir: Ich denke, es geht dabei nicht darum, das Engagement von Gegenbauer herabzuwürdigen, sondern darum, den „Erfolg“ der Fan-Anleihe zu hinterfragen. Konkret: Wenn von den anvisierten 6 Mio. nur 3,5 Mio. gezeichnet wurden, und von diesen 3,5 Mio. auch noch ein siebenstelliger Betrag von Gegenbauer gestemmt wurde, sind deutlich weniger als die Hälfte der Anleihe unter die Leute gebracht worden. Das kann man dann eigentlich nur als „enttäuschend“ bezeichnen.
Ob Schiller die ganze Sache als Erfolg bezeichnen muss (aus Image- oder Finanzgründen), oder ob eine etwas ehrlichere Darstellung auch möglich gewesen wäre, entzieht sich meiner Kenntnis – da würde mich die Meinung hiesiger Medien- und Finanzgurus interessieren. 🙂
By the way: Danke, dass auch in Zeiten der Euphorie auf kritische Berichterstattung nicht verzichtet wird!


Exil-Schorfheider
25. Mai 2011 um 10:31  |  23159

Mal ehrlich, @Sir,

in Gelsenkirchen und um Umgebung sitzt das Geld auch nicht gerade locker. Trotzdem haben die Leute dort mehr Geld zusammenbekommen über die Fan-Anleihe. Ich meine mal was von 12 Mio gelesen zu haben. Das Problem ist eben die Vielsichichtigkeit des Sports in Berlin. Wir haben nicht annähernd so viele Mitglieder wie GE. Auf den schmalen Geldbeutel würde ich es nie schieben.

Dass WG nun auch noch über den dritten Weg, nach Genussscheinen und 8Mio-Deal, Geld in den Verein pumpt, ist sicherlich lobenswert. Andererseits fördert es schon eine gewisse Abhängigkeit, von daher kann ich den kritischen Gedanken von dstolpe schon nachvollziehen.


catro69
25. Mai 2011 um 10:41  |  23160

Guten Morgen,
endlich hat der Rückblick auf diese abgelaufene Zweitligasaison ein Ende, oder kommt noch was (Fans, Gegenbauer…)?

@ub Der „Berlinerischste“ Kader aller Zeiten sollte/müsste das „Team“ von 06/07 sein, oder?
Auch beim Einsatz von eigenen, jungen Talenten schlägt dieser Kader unsere Aufsteiger um einen (statistischen) Einsatz. 91 : 90, dafür in der Bundesliga. Jahrgang 86 und jünger gegen Jahrgang 90 und jünger.
Es ist viel geschehen in diesen vier Jahren, die uns eine Fastmeisterschaft, einen traurigen Abstieg und einen hoffnungsvollen Aufstieg beschert haben! Scheinbar trübt der frühzeitige Aufstieg (die Flanke in Duisburg kam von Ebert) den Blick auf die Realität.
Wir hatten den mit Abstand größten Etat in dieser zweiten Liga, wir haben den Aufstieg als unbedingtes Ziel ausgerufen, wir hatten die bestbezahlten Spieler in unseren Reihen und, Gott sei Dank, wir haben es souverän durchgezogen. Ist es gewagt von Zweitligagroßmannssucht zu sprechen?
Worauf ich hinaus will, die Mittel, die der Lange an der Hand hatte, waren verpflichtend und er hat sie gut eingesetzt. Die Wahl des Trainers, gute Transfers und seine durchaus positive Außendarstellung lassen den Aufstieg auch für ihn strahlen. Ich bin mit seiner Arbeit in der letzten Saison zufrieden, mehr erst mal nicht.
Auf dem Gebiet der Schuldenreduzierung sehe ich noch keinen weltbewegenden Unterschied zu Hoeneß, alte Schulden werden gegen neue getauscht, Vorgriffe auf die Zukunft getätigt und, wie schon angedeutet, den Transferverkaufshammer hat er noch nicht rausgeholt. Das Gehaltsbudget (für die Bundesliga) wurde deutlich gesenkt, das ist gut, doch auch ein Monsieur Favre war sich nicht zu fein die Stärke seines Teams über den Etat zu definieren…
Vor seiner ersten Bundesligasaison hatte Micha wirklich wenig Zeit der Planung, jetzt hat er sie, bin gespannt wie ein Flitzebogen. Torun, Ottl, Kraft lassen hoffen, aber irgendwie fehlen mir da noch ein oder zwei „Kracher“, sprich Lebensversicherungen. Um die zu holen, wird er eine andere loswerden müssen (Ramos oder Raffa, vielleicht Domo oder Friend).
Ich glaube, wir werden noch zwei oder drei Talente verpflichten und mit einem ziemlich großen Kader in die Saison gehen, zur Winterpause wird ausgedünnt und abhängig vom Tabellenstand nachgebessert.
Mit etwas Glück genügt der Kader (Stand heute) den Bundesligaansprüchen, bis jetzt hab ich leise Zweifel daran.
Ohne pessimistisch zu sein, wünsche ich unseren Herthanern erstmal nen schönen Urlaub, ne ordentliche Fitness und nen freien Kopf für die nächste, sehr viel schwierigere, Aufgabe, den Klassenerhalt.
HA HO HE


catro69
25. Mai 2011 um 10:49  |  23161

@wilson
Lasogga war zu diesem Zeitpunkt verletzt (es geschah im Spiel gegen Lübars)…


Freddie1
25. Mai 2011 um 10:50  |  23162

@exil und @sir: sehr gern
@sir: sie haben post.

@dan: biste gut nach Haus gekommen?


Dan
25. Mai 2011 um 11:07  |  23163

Gestern abend im Goal:
Den Worten von Freddie1 ist nur wenig zu zufügen. Da ich die Ausgabe nun schon gelesen haben, kann ich nur sagen: “ empfehlenswert“.

Desweiteren kann mit der Legende „Auswärtsspiel KSC – Preetz gibt kein Sky-Interview sondern geht in die Kabine und Hertha dreht 2.Halbzeit auf? Hat Preetz eine Kabinenansprache gehalten ja oder nein?“ aufgeräumt werden.

NEIN!!!

Nach seiner Aussage hätte er wahrscheinlich eine Wutrede gehalten, um dem zu entgehen ist er in die Duschkabine gegangen und hat aus dem Fenster gestarrt. Babbel hat dann eine ruhige(mit wohl den richtigen Worten und Betonung) Ansprache gehalten.
————
Anleihe:
Es ist die Frage, wie man Erfolg definiert. Wenn ich kein Herthaner wäre und nur die Papiere gelesen hätte, die man als „Unternehmen“ zur Verfügung stellen muss, dann hätte ich im November keinen Cent in den Verein gesteckt.

Wir sprechen immerhin von einem möglichen Totalverlust des Geldes und das bei einer Verzinzung von 5 % .
Geht die eine „Patrone“ in die Hose, geht doch der GAU erst richtig los. Also Vertrauen erweckt das sicherlich nicht für Anleger.

Und da stellt sich mir dann die Frage, war der „Grube“-Versprecher wirklich ein Versprecher war oder ist nicht gerade die Aussage, dass W.Gegenbauer siebenstellig investiere ein Signal an andere gewesen? „Seht her, selbst der Präsi investiert mit einer großen Summe, so riskant können die Anleihen dann doch nicht sein.“
Meines Wissens hat auch schon in der letzten Anleihe Geld von W.Gegenbauer gesteckt.

Ich sehe es jedenfalls als Erfolg, dass sich für dieses riskante Papier noch die eine oder andere Million eingefunden hat.

Riskantes Papier ist natürlich nur meine laienhafte Einschätzung, habe aber trotzdem 50% aus der letzten Anleihe in die Neue refinanziert. Bin halt blauäugiger Herthaner. 🙂


Dan
25. Mai 2011 um 11:31  |  23164

@freddie1

Si Señor 🙂


westend
25. Mai 2011 um 11:44  |  23165

Ich warne nur davor, MP jetzt über den Klee zu loben… Sollten kritisch bleiben insbesondere im Angesicht der Popularität MPs und der anstehenden Saison.

Und ich bleibe dabei: von außen betrachtet sind die aktuellen Transfers mehr Babbel als Preetz, siehe auch

http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/babbel-macht-maik-franz-am-handy-hei-szlig-article1189951.html


Dan
25. Mai 2011 um 11:50  |  23166

@westend

Genau und wenn es nicht passt war es wieder der Manager.

Märchengeschichten ala westend // 24. Mai 2011 um 18:40


ubremer
ubremer
25. Mai 2011 um 11:58  |  23168

@westend,

nur der Klarheit halber: Der Vorgesetzte des Cheftrainers ist der Geschäftsführer Sport. Für Transfers heißt das: Sie kommen nur zustanden, wenn Babbel und Preetz einig sind bei der Verpflichtung. In jedem Fall werden keine Spieler gegen den Willen des Manager geholt (und als Lehre aus der Vergangenheit fordert das Präsidium, dass auch der Manager keine Spieler entgegen der Meinung des Trainers verpflichtet).
Hintergrund: das unselige gegeneinander Ausspielen vom Manager gegen den Trainer oder umgekehrt (wie in der Vergangenheit dutzendfach erlebt) soll damit unterbunden werden


Exil-Schorfheider
25. Mai 2011 um 12:09  |  23169

@Dan

Thumbs up! 😉


westend
25. Mai 2011 um 12:09  |  23170

@Dan
Nee, wenn es schief läuft, ist es der Trainer, wenn man Deiner Logik folgt.

Preetz-hip-hip-horray


Dan
25. Mai 2011 um 13:02  |  23171

@westend

Nö bei mir ist es immer die sportliche Leitung.

Solange die Verantwortlichen nicht öffentlich behaupten „den“ wollte ich nicht, ist es für mich eine gemeinsame Entscheidung in der vielleicht der eine oder andere Kompromisse eingegangen wurde.

Noch heute ist doch nicht sicher, weil es soviele Aussagen gibt, wer „Arthur“ haben wollte.

Favre behauptet nach seiner Entlassung, dass wäre Preetz gewesen. Doch als Angestellter des Verein, hat er sich für ihn (Arthur) stark gemacht und sinngemäß gesagt, dass er ihn über zwei Jahre beobachtet und für gut befunden hat.

Genauso verhält es sich zum Beispiel um den Spieler Janker. Du kreidest ihn in deiner „verheerenden Bilanz“ Preetz an. Aber es gab eine Favre-Aussage, dass Janker schon in der Winterpause 08/09 kommen sollte.

Wobei ich Janker noch nicht mal als Fehlinvestition sehen. Ablösefrei, „geringes“ Gehalt, ruhiger Teamplayer, verlässlicher Ersatzspieler. Klar er hat den Sprung zum Stammspieler nicht geschafft, aber ich halte ihn zu den Konditionen für die „Breite“ eine gute Lösung.


Dan
25. Mai 2011 um 13:05  |  23172

….in der vielleicht der eine oder andere Kompromisse eingegangen IST.


apollinaris
25. Mai 2011 um 13:21  |  23173

schlimm finde ich einfach diese neigung, Leute auseinander dividieren zu wollen..Einmal war es „eigentlich Preetz“, der eine wichtige Kabinenrede hielt-dann war es „eigentlich Babbel“, der wichtige Spieler holen konnte..Mann, wie armselig ..Wir nähern uns einfach Modellen, wie Bremen. Ich habe hier in diesem blog einiges lernen müssen, über meine eigenen, spekulativen Urteile in den letzten Jahren. Je mehr Info, desto mehr Seriösität.-
Alleine dafür danke ich diesem blog!


Treat
25. Mai 2011 um 13:46  |  23174

@Dan

Bist es nich sonst immer du, der mir sagt, dass man auf Provokationen unterhalb eines gewissen Niveaus gear nicht erst eingehen sollte? 😉

Aber du hast ja Recht! :mrgreen:

Ich versuche – mit wechselndem Erfolg – mir einfach den herrlichen Spruch zu merken, den ich hier im Forum einst las (Quelle unbekannt): „Don´t feed the troll!“

Ansonsten danke für die Infos zum Heft, werde morgen versuchen, eines zu erhaschen.

Verabschiede mich für die nächsten Tage hier, da ich keinen Laptop besitze und nicht weiß, ob ich in Trier irgendwo an einen Rechner komme.

Euch allen ein schönes WE, wenn es soweit ist,

blauweiße Grüße
Treat


Dan
25. Mai 2011 um 14:43  |  23175

@treat

Als ich finde den Einwand von @westend nicht niveaulos. Er hat ja recht, dass man Preetz nun nicht in den Himmel loben soll.

Aber die Argumentation ist mir eher „Preetz mies machen“ lastig als eine wirklich (für mich) verständliche / nachweisliche Begründung.

Es liese sich doch trefflich im Kreise diskutieren, wie riskant die Verpflichtung von Babbel war.

Ich und andere verteidigen zu Recht Babbel, wenn wir sagen er ist ein Trainer-Novize und lernt noch dazu. Wenn ich den Spieß umdrehen würde könnte ich fragen: Wie kann man einem Novizen diese einzige „Patrone“ an dem ein ganzer Verein hängt in die Hand geben?

Ist doch nicht so, dass ich in einem blauweissen Elfenturm sitze und alles super finde. Aber bevor ich die „Keule“ raushole gebe ich den Leuten auch Zeit. Bis auf schönen Fußball spielen, hat Babbel die Saison doch relativ souverän über die Runden gebracht.

Gestern fand ich den Spruch von Kirsten Jr. klasse – ging glaube ich auch Richtung Geyer – „Die ganzen Alt-Dynamos und Fans haben uns in der Saison schon dreimal abgeschrieben, aber wir sind immer wieder zurückgekehrt.“

Das hat mich dann gleich an den November erinnert, als Babbels Demission gefordert wurde.


f.a.y.
25. Mai 2011 um 15:01  |  23176

Dan // 25. Mai 2011 um 14:43
Wenn ich den Spieß umdrehen würde könnte ich fragen: Wie kann man einem Novizen diese einzige “Patrone” an dem ein ganzer Verein hängt in die Hand geben?

@Dan: die Frage lautet doch eigentlich, wer außer dem Novizen (und natürlich Pele) hätte sich auf diesen derart heißen Stuhl bei Hertha setzen wollen? Der Verein, der nur das Eröffnungsspiel zuhause gewann. Der Verein, wo die Fans auf den Rasen laufen, um ihrem Unmut Luft zu machen. Der Verein, der selbst in der Bundesliga eigentlich immer eher graue Maus war. Der Verein, mit dem man aufsteigen muß! Ich behaupte mal: nur ein junger, ehrgeiziger Trainer, der es allen zeigen will, traut sich sowas zu. Und Pele. Natürlich. 🙂

@ westend // 25. Mai 2011 um 11:44

Ich finde das Duo Preetz/ Babbel gut. Ich habe den Eindruck, daß sie sich gut ergänzen und daß sie eben Entscheidungen gemeinsam treffen. Klar redet Babbel mit den Spielern, die da kommen sollen. Er muss ja schliesslich mit einem spielerischen Konzept überzeugen. Wer soll das denn sonst machen? Preetz ist dafür da, die finanziellen und auch sportlichen Möglichkeiten auszuloten und letztlich zu entscheiden, ob so ein Transfer überhaupt machbar ist. Dazu spricht er mit dem Berater. Selbst der Petersen wollte mit Jupp sprechen, bevor er bei den Bayern unterschreibt. Weil der Trainer für den Spieler in der Saison nun mal die wichtigste Person im Verein ist. Sehe da überhaupt nichts, was eine Übermacht von Babbel andeuten würde.


Etebaer
25. Mai 2011 um 15:07  |  23177

Ich sehe Hertha auf einem guten Weg und meine, das der Kader in der Form schon Bundesligatauglich ist.

(Btw. Pauli ist m.E. nicht abgestiegen, weil der Kader in der Breite zu schwach war, sondern weil sie keinen bundesligatauglichen Sturm hatten.
Deren Stürmerbilanz ist verheerend.
Im übrigen mag ich den Stanislavski nicht, der nimmt alles viel zu persönlich und das wirkt nicht souverän.)

Ich finde, das es jetzt bei Hertha eine ganz glückliche Führungskonstellation gibt, die vielversprechend ist, was die neue, seriöse und sympathische (im Sinnen von Aiussendarstellung) und doch hochprofessionelle Vereinspolitik angeht.

Ich hoffe sehr, das diese Konstellation sich auch in der Bundesliga bewährt und der Wiederaufstieg den Beginn einer langen neuen Ära markiert!

Doch jeder im Verein muß unbedingt die Nerven bewahren – die nächste Bundesligasaison wird m.M. nach eine der härtesten seit Jahren!
Die strauchelnden Teams dieser Saison sind alle wachgerüttelt, München stellt sich neu auf, Leverkusen bleibt stark, Dortmund muß zwar die Meisterschaft verdauen, wird aber wohl die EL erreichen.
Es gibt eigentlich nur Augsburg und Freiburg, die ich als Underdogs bezeichnen würde und HSV + Bremen wo ein massiver Umbruch stattfinden wird, der die Saison nicht prognostizieren läßt.

Diese Bundesligasaison wird genau so ein Tanz auf dem Vulkan, wie diese Zweitligasaison und jeder, die Verantwortlichen, die Spieler und vor allem alle Fans werden den Druck standhalten müssen, das es lange keine Gewissheit geben wird, wo wir am Ende landen und tunlichst vermeiden schlechtzureden, was nicht schlecht ist!

Und jetzt könnt ihr weiterträumen 😉

PS: Und bei Schalke (glaube ich persönlich) sehen wir deren Todesblühen.


Exil-Schorfheider
25. Mai 2011 um 15:11  |  23178

@f.a.y.

Der Loddar hätte das sofort gemacht!
Drei Boulevard-Zeitungen und genügend Schulen mit Oberstufe oder einige Universitäten wären zu verlockend gewesen! 😀


Dan
25. Mai 2011 um 15:36  |  23179

@f.a.y.

Preetz hätte sich auch eine Weiterbeschäftigung von Funkel vorstellen können. Glücklicherweise war er der Mehrzahl von Fans und Mitgliedern nicht vermittelbar. Das ist keine Abwertung von Funkel, aber bei mir hätte das keine Aufbruchsstimmung erzeugen können. Und die war im Mai unbedingt von Nöten.
———-
@Etebaer
Pack noch Kaiserl. ohne Lakic, Köln,Nürnberg sowie H96 + Mainz mit EL-Belastung drauf, dann ist das doch ein netter Pool und da sollten sich doch wenigstens zwei Teams finden die man hinter sich lässt.


Etebaer
25. Mai 2011 um 15:54  |  23180

@Dan

Das kann man hoffen, aber ich trau mich nicht, eine Wette darauf abzugeben…ich glaub nach diesem Jahr ist jeder auf Bundesliga geeicht und wird im Notfall die anderen Aufgaben wegschmeissen.


Dan
25. Mai 2011 um 16:08  |  23181

@Freddie1

Wenn Du vom SV Babelsberg 03 alles gelesen hast, wird Dein Gefühl nach einem einfachen, skandalfreien Verein noch stärker. 🙂


Freddie1
25. Mai 2011 um 16:27  |  23182

@dan: lol, absolut. Wobei dort ja auch das Umfeld ein ganz besonderes zu sein scheint mit kaum durchzublickenden Abhängigkeiten und Strukturen.
Tut mir bissl leid, da sie mit kleinstem Budget sportlich den Klassenerhalt geschafft haben. Passend zum Thema:
.
http://faz-community.faz.net/blogs/einsgegeneins/archive/2011/05/25/1860-arminia-ahlen-und-so-weiter-tradition-zwischen-relegation-und-liquidation.aspx
Wir kriegen auch unser Fett weg.


driemer
25. Mai 2011 um 16:37  |  23183

Sicher geht es hier „nur“ um einen Saisonrückblick und nicht um die Lebenswerke der Hertha-Protagonisten. Aber anders als bei den Spielern und Trainern, deren Vorleben in der Einkaufsaktualität und bei Versagen wichtig werden, sollte man schon beim Manager, zumal als Eigengewächs, die berufliche Werdung nicht ganz außer acht lassen. Und wenn es geschieht, sie dann olle Kamellen zu nennen, halte ich dann nicht gerade für produktiv, vor allem dann nicht, wenn Beitrag auf, Beitrag ab, die Entlassung Favres für „zu früh“ beschrieben wird.

Also ich kann Pretz‘ Saisonleistung nicht ohne die Vergangenheit betrachten und die auch nicht als nicht ernst genommenes Praktikum durch DH abtun. Denn Preetz war schon ein willfähriger Lakai seines Bosses, und das nach innen wie auch nach außen. Er hat schon seine Lehrjahre als karrierebewußter Jungwolf gestaltet. Aber Gutgesonnene werden das sicher als den Gorbatschow-Stil bezeichnen.

Begonnen, sich aus seiner Stellvertreter-Rolle als Klein-Höneß zu lösen, hat sich Preetz aber erst mit der Entlassung Favres, da mußte er erstmalig allein handeln und auch die Verantwortung für dieses Handeln übernehmen. Die Angst vor einem radikalen Schnitt war mit der Verpflichtung Funkels aber noch zu groß, da war wohl die Hoffnung auf ein irgendwie Überleben größer als ein Neuanfang. Er unterwarf sich wieder einem Leitwolf und wurde wieder nur Mitgestalter. Die Geschenke an Favre, Ramos, Gekas, Kringe (der nämlich auch, @ubremer) waren verpufft, die Angst ließ ihn an einem 4-Millionen teuren Voronin-Kauf basteln – von dem er zu diesem Zeitpunkt als wichtigste Figur der 09/10-Saison-Euphorie tönte – und belog gleichzeitig die Fans mit angeblichen Bemühungen um Pantelic, für den aber kein Cent mehr vorhanden gewesen wäre. Preetz war so voller Angst vor dem Verlust der neuen Macht, daß selbst die Ohrfeige Voronins ihn nicht hinderte, weiter von dessen Wichtigkeit zu palavern.

Den endgültigen Befreiungsschlag vollführte dann Preetz mit der Entlassung Funkels, obwohl der die Presse für eine sich vorstellen könnende Vertragsverlängerung nutzte. Die Verpflichtung Babbels war, wenn man die Zusammenhänge in Stuttgart richtig einzuordnen wußte, eigentlich gar nicht so mutig, ich werte sie jedoch trotzdem als Entwicklung von Preetz zum endlich mutigen, weil notwendigen radikalen Schnitt. Seine Drohgebärden zwischendurch gegenüber Babbel in Sachen Niederlagen und Infragestellung Aerts‘ schreckten mich zwar zwischenzeitlich, aber die mit Babbel verbundene realistische Hoffnung und dessen „neues Denken“ für die Hertha wirkten dann wohl doch nachhaltiger auf Preetz.

Heute gratuliere ich Preetz für seinen Wandlungsmut und die richtige Auswahl der richtigen Mitstreiter. Denn das ist unbestritten wohl seine größte Leistung gegenüber Hertha – und sich selbst.

Und genau das hat letztlich Gorbatschow nicht geschafft.


wilson
25. Mai 2011 um 16:46  |  23184

Off topic

Peter Gagelmann im Interview bei den 11Freunden

Dafür standen Sie im Mittelpunkt der womöglich härtesten Partie in dieser Saison. Beim Zweitligaspiel des FC Augsburg gegen Hertha BSC haben Sie vier Spieler vom Platz geschickt.

Peter Gagelmann: Das war schon extrem. Kein Schiedsrichter der Welt ist stolz darauf, wenn er so viele Karten zeigen muss. Das Gegenteil ist aber auch kein Qualitätsmerkmal. Es gibt Phasen, da hat man es als Unparteiischer mit drei oder vier hitzigen Partien hintereinander zu tun – viele Gelbe und Rote Karten sind dann nur die logische Folge.

http://www.11freunde.de/bundesligen/139280/ich_sass_weinend_in_der_kabine

Wenn das die „womöglich härteste Partie“ (so der Journalist) war, dann können alle anderen Begegnungen der 2. Liga in dieser Saison nur bessere Kaffeekränzchen im Betreuten Wohnen gewesen sein.


ubremer
ubremer
25. Mai 2011 um 16:48  |  23185

@driemer,

Preetz war ein willfähriger Lakai seines Bosses, und das nach innen wie auch nach außen

was meinst Du?

Die Angst vor einem radikalen Schnitt war mit der Verpflichtung Funkels aber noch zu groß, da war wohl die Hoffnung auf ein irgendwie Überleben größer als ein Neuanfang. Die Geschenke an Favre, Ramos, Gekas, Kringe waren verpufft . . .

Wer hat wem Geschenke gemacht? Preetz dem Favre? Oder Preetz dem Funkel? Gekas wurde von Preetz/Funkel geholt. Ramos und Kringe von Preetz/Favre.

Den endgültigen Befreiungsschlag vollführte dann Preetz mit der Entlassung Funkels

Preetz hat Funkel nicht entlassen. Der Vertrag mit Funkel endete im Abstiegsfall mit dem 30. Juni 2010


Exil-Schorfheider
25. Mai 2011 um 17:09  |  23186

@driemer

Es ist schön, wie Du wie bei der Marcelinho-Ausführung alles in einen Topf wirfst und einmal rumrührst. ubremer hat die zwei Punkte dann aber doch schön angeführt. 😉
Mit den ollen Kamellen bezeichnete ich die leider unter einigen(vielleicht gar den größeren Teil?) der Hertha-Anhänger weitestgehend vorherschende Meinung, wie die Abgänge von den „Leistungsträgern“ Simunic und Pantelic abliefen. Aber auch hier hat ubremer alles erklärt. Ich finde, niemand hat Joe gezwungen, zu den 99´ers zu wechseln, zumal er PL spielen wollte. Ich weiß nicht. wie weit damals der Antrag von D. Hopp auf Aufnahme in den Spielbetrieb der Premier League reichte, fand das aber eher anrüchig vom guten, alten Australo-Kroaten…


dieter
25. Mai 2011 um 17:24  |  23187

Ich finde es immer wieder erstaunlich, in welchen Parallelwelten der eine oder andere zu leben scheint und diese seine Welt dann allen anderen als einzig existierende und wahrhaftige „verkaufen“ will. :mrgreen:


driemer
25. Mai 2011 um 17:44  |  23188

@ubremer
1. Damit meine ich die Rolle, die Preetz in der Zeit spielte, als die Fans mit DH auf Kriegsfuß standen. Preetz hat kein Interview ausgelassen, um die DH-feindliche Stimmung zu diskreditieren, erfand Morddrohungen per Internet, arbeitete mit an der Kriminalisierung der Ostkurve in der Öffentlichkeit und schloß schließlich das damalige offizielle Forum hertha-inside, installierte das neue „offizielle“ Forum mit Zensur-Möglichkeit und belog die Fans in einer angeblichen Mitsprache-Veranstaltung über das ihnen angebotene Mitspracherecht. Ich hatte damals nach einem kritischen Beitrag in beide Richtungen Kontakt zu einem auch dir bekannten wichtigen Mitarbeiter, der diesen Beitrag auf der Geschäftsstelle verteilen wollte. Näheres bei Bedarf per Mail.

2. Sorry, ich meinte statt Gekas Cesar. Und damit stimmt meine These wieder.

3. Da bist du falsch informiert. Der Vertrag endete früher, weil Funkel schon in Bochum die Vorbereitungen für die 2. Liga treffen wollte. Das abschließende Freundschaftsspiel wurde nicht mehr von Funkel betreut. Damit wurde er aus dem Vertrag entlassen.

Ich hoffe, ich konnte dir angemessen antworten.


westend
25. Mai 2011 um 17:49  |  23189

@dieter

Welche Kollegen hier die unangefochtene Meinungsführerschaft beanspruchen, lässt sich leider schnell bei der Blog-Lektüre in den letzten Wochen ablesen. Sind doch immer dieselben, die gerade diese beanspruchen.

Insofern finde ich es daneben, wenn hier mit „Niveaulosigkeit“ et cetera argumentiert wird, sobald jemand / ein Nicht-Profi-Blogger eine andere Meinung vertritt.


dieter
25. Mai 2011 um 17:53  |  23190

@driemer

Ich weiß nicht, woher du deine Informationen bzgl. des Funkel-Vertrages hast.

Genausowenig wie du war auch ich nicht bei der Vertragsunterzeichnung zwischen „Hertha“ und Funkel dabei.
Was man aber an Informationen dazu bekam war, wenn ich mich recht entsinne, sehr wohl so, dass sein Vertrag für den Rest der Saison 2009/10 in der Bundesliga galt und sich nur bei einem Nichtabstieg automatisch um ein weiteres Jahr verlängert hätte.
Eine weitere Verlängerung hätte der beiderseitigen Zustimmung bedurft und die hat Funkel, der sehr wohl hätte verlängern wollen, von Seiten Hertha zum Glück nicht bekommen, so dass der Vertrag dann sehr wohl automatisch zum Saisonende 2009/10 endete.
Das er sich dann schon rechtzeitig um seinen neuen Verein, dem VFL Bovhum kümmern konnte war lediglich ein Entgegenkommen der Hertha-Verantwortlichen. 😉


driemer
25. Mai 2011 um 18:01  |  23191

@Exil-Schorfheider,
ich halte es für eine sehr nasale Diskussion, dem anderen dessen Wissen als unglaubwürdig vorzuwerfen, wenn man nicht dieselben Quellen kennt und selbst nur aus den Meinungs-genehmen Informationen schöpft.

Was Marcelinho damit zu tun hat und Bremer erkenn ich zwar nicht, aber was Pantelic angeht und nun auch Simunic, scheinen deine akzeptierten Informationen mir nicht unbedingt das Maß der Dinge zu sein.

Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Hölle … damit dürfte ich dann auf Einskommanullnull Euro kommen, nicht wahr @dstolpe?


pax.klm
25. Mai 2011 um 18:05  |  23192

@driemer zu 3)
Verstehe Deine Argumentation, verstehe den „Sinn“ aber nicht.
Einige schreiben, dass FuFu sich gewissermaßen angebiedert hätte doch zu bleiben.
Der Vertrag endete automatisch bei Nichterfolg, bzw, es bedurfte keiner Kündigung…
Andererseits wollte er (FuFu), schon in Bochum arbeiten, darum entließ MP ihn aus dem Vertrag!
Whow, der durfte ein paar Tage früher gehen!
Dass es eine Überlegung wert war mit FuFu wieder aufsteigen zu wollen ist eigentlich klar, denn das kann er. Aber jemand ein paar Tage eher nicht mehr in der Verantwortung zu lassen, was ist daran sooo entscheidend?
Was hat dies mit Fehlinformationen zu tun?
Ist das nicht eher Erbsenzählerei?


dieter
25. Mai 2011 um 18:06  |  23193

@westend

Ich bin hier auch nicht immer einer Meinung mit allen anderen Bloggern, wie auch im normalen Leben nicht und das soll so sein und ist auch gut so denke ich.

Aber man sollte dann bei der Begründung seiner Meinung immer bei den Tatsachen/Fakten bleiben.
Das ist jetzt aber nicht auf dich bezogen. 😉


driemer
25. Mai 2011 um 18:11  |  23194

@dieter,
es geht ja nicht darum, ob Funkel und Preetz gerne verlängert hätten und wer da noch alles hätte zustimmen müssen. Es ging jetzt darum, daß @ubremer aus dem Kontext meines Beitrages diesen Begriff der „Entlassung“ monierte.
Was du schreibst, wäre zwar im Sinne @ubremers aber nicht rechtlich vertretbar, da Funkel bei einem „Entgegenkommen“ immer noch Arbeitnehmer Herthas und bei dem Verein versichert gewesen wäre. Die weitere Bezahlung durch Hertha während der Arbeit für Bochum hätte dann sogar Schiller auf den Plan rufen müssen.
Tut mir leid, aber so nüchtern ist das manchmal. 😉


dieter
25. Mai 2011 um 18:16  |  23195

@driemer

Mit „Entgegenkommen“ meinte ich die womöglich um ein paar Tage vorgezogene Vertragsbeendigung im beiderseitigen Einvernehmen.
Welches Interesse hätte Hertha auch daran haben sollen, auf die Vertragserfüllung bis zum „letzten Tage“ zu bestehen. 😉


hurdiegerdie
25. Mai 2011 um 18:16  |  23196

na @driemer, dann lass uns doch mal an deinen Quellen teilhaben. Darum geht es doch in dem Blog. Ich zumindest brenne auf Informationen, die ich nicht aus den üblichen Quellen beziehen kann.

Ich weiss nur, dass Favre mehrfach beteuert hat, Simunic halten zu wollen, dass Simunic (auch das nur aus der Presse) gesagt hat, man möge doch nicht glauben, er ginge wegen des Streits mit Favre, schliesslich sei er kein dummer Junge.

Ich weiss, natürlich nur aus der Presse, von relativ langen Verhandlungen, bei denen Hertha nicht eher eingeschlagen hat (bzw. einschlagen musste), bis die vertraglich geregelte Transfersumme bezahlt worden ist.

Aber wenn du andere Infos hast, wäre ich dir wirklich dankbar, uns diese mitzuteilen. Mit Sonderwissen zu spielen, dieses aber nicht rauszulassen, lässt zumimndest den unbegründeten Verdacht aufkommen, man bluffe.


Exil-Schorfheider
25. Mai 2011 um 18:28  |  23197

@driemer

In keinem Satz von mir finde ich den Vorwurf der Unglaubwürdigkeit. Ich meinte mit dem Zusammenrühren nur Deinen Punkt mit der Funkel’scben Entlassung sowie den Gekas-Transfer, den Du noch Favre/Preetz zuordnen wolltest. Letzteren Verschreiber hast Du erklärt, die „Entlassung“ kann ich nicht nachvollziehen, da ein Aufhebungsvertrag für einen sowieso auslaufenden Vertrag für mich keine Kündigung darstellt.

Ansonsten lass auch mich an Deine speziellen Quellen teilbaben


Exil-Schorfheider
25. Mai 2011 um 18:31  |  23198

Ansonsten lass auch mich an Deinen speziellen Quellen teilbaben, denn ich kann mir meine Meinung leider nur aus den öffentlich zugänglichen Quellen bilden. Dazu gehört nun
mal dieser Blog, aber hier haben schon einige mit speziellem Wissen kokettiert und nichts präsentiert, sodass ich nicht jeder Ausführung Glauben schenken mag und schon gar nicht muss.


Sir Henry
25. Mai 2011 um 18:36  |  23199

Wie geht’s eigentlich Mr. X?


Exil-Schorfheider
25. Mai 2011 um 18:39  |  23200

@Sir

Der sammelt wahrscheinlich für die Fathi-Ablöse… 😉


Dan
25. Mai 2011 um 18:42  |  23201

@Sir Henry

Der haut die Courtage aus der Mal ik Fathi Wohnungsvermittlung auf den Kopp. 😉


Treat
25. Mai 2011 um 18:50  |  23203

Wenn ich diese kleinkarierte, haarspalterische Diskussion hier schon wieder lese, bin ich ganz froh, mich davon in den nächsten Tagen mal erholen zu können – wäre ich zuhause, könnte ich die Finger ja doch wieder nicht vom Rechner und die Augen nicht von „immerhertha“ lassen.

„Ich hab Recht und du bist doof. Nein ICH habe Recht und DU bist doof. Nein, NUR ICH HABE RECHT UND IHR SEID ALLE DOOF!“ 🙄

So ungefähr liest sich das hier schon wieder mal…

Und soweit ich hier als Urheber der „Niveaulosigkeitsdebatte“ zwar nicht persönlich angesprochen, wohl aber vermutlich gemeint war, kann ich nur sagen, dass es sich dabei lediglich um einen kleinen Insider – Witz gegenüber @Dan handelte, der mich damit schön öfter aufgezogen hat, wenn ich auf bestimmte Beiträge immer wieder angesprungen bin, statt deren Autoren einfach mal gelassen abtropfen zu lassen – weniger mit dem tatsächlich Niveau des Angriffs. Aber zu deiner Verteidigung, @westend, muss gesagt werden, dass selbst @Dan das scheinbar nicht so richtig verstanden hat also habe ich mich wohl mal wieder unzureichend ausgedrückt.

Vielleicht habe ich auf Dauer einfach nicht genügend Spaß an solch rechthaberischen und überheblichen Diskussionsformen, schließlich scheint es ja außer mir kaum jemanden zu stören, bzw. scheinen Viele tatsächlich zu glauben, dass sich in dieser Unfähigkeit, andere als die eigene Meinung gelten zu lassen und tatsächlich zu glauben, die einzig und allein selig machende Wahrheit zu kennen, das hohe Niveau dieses Blogs ausdrückt… 🙄

Wie auch immer, ich bin dann mal weg, vielleicht finde ich das Alles auch wieder ganz klasse, wenn ich etwas Abstand hatte – im Moment nervt es mich nach dieser erfolgreichen Saison einfach nur!

Blauweiße Grüße
Treat


jap_de_mos
25. Mai 2011 um 19:14  |  23206

@ Treat: Da bist du aber nicht oft in anderen Foren unterwegs, oder? Gerade die Vielstimmigkeit UND die Fähigkeit, andere Meinungen anzuhören, sich ggf. sogar überzeugen zu lassen, schätze ich hier. Was mich auch nervt ist Koketterie mit Insiderwissen und dubiosen Quellen. Das mag im Einzelfall sogar stimmen, hilft mir aber kein bisschen weiter. Denn die Erfahrung zeigt, die Mehrzahl solcher „Angaben“ im Nachhinein ein platzender Ballon heißer Luft war/ist.
Meine persönliche Konsequenz daraus: „Insiderwissen“ überlese ich einfach – außer es kommt von mir seriös erscheinenden Personen wie unseren Blogpappies.
So, genug geschleimt, jetzt geht’s wieder an die Arbeit, Feierabend ist heute erst gegen 22:00. Bin mal gespannt, wer dann nächstes Jahr gegen uns ran darf 🙂


Dan
25. Mai 2011 um 19:16  |  23207

@treat

Halbwegs hatte ich das schon gerafft. War wohl von mir eher ein Block um keine Niveau – Diskussion aufkommen zu lassen. Kennst Du doch. Wer hat hier das Recht bla bbla bla.

Also falls ich Dir vorhin unabsichtlich in den Rücken gefallen bin. Sorry.


apollinaris
25. Mai 2011 um 19:32  |  23210

mir sind Fakten lieber als esoterisches Raunen. Spekulative Diskussionen können interessant sein, sollten dann aber als solche zu erkennen sein..Dieses Muskelzeigen ist furchtbar abtörnend…


driemer
25. Mai 2011 um 20:41  |  23220

Aber, aber … nach dem Abendessen mit meiner Familie kann ich mich wieder innerlich gestärkt diesem Auflauf von Einheitlichkeit widmen.

@die Quelle-Verfechter,

nun könnte ich einige hiesige gegen-Aussagen mir gegenüber aus den vergangenen Wochen aufzählen, die einer These oder Meinung von mir trotz Quelle nicht etwa mit einer Gegenquelle antworteten, sondern allein ihre Meinung dagegenstellten. Punktum, Schluß aus, und das habe ich gefälligst zu akzeptieren! Habe ich gemacht, weil ich die Meinungen anderer ihnen und ihren Urhebern gönne.

Dann schreibe ich einen Beitrag mit meiner Meinung zu Preetz. Auf Nachfrage eines eurer „Blogpappi“s schreibe ich Tatsachen, die jeder von euch wissen kann, da sie für jeden von euch zugänglich sind. Meinen Hinweis dem „Blogvater“ ubremer gegenüber, weitere Informationen aus Gesprächen zu einem erwähnten Verhalten von Preetz bei Bedarf per Mail zu geben, lese ich hier am laufenden Band. Und jetzt dieser Entrüstungssturm mit Unterstellungen, Vorwürfen, Anspielungen in der man-Form und Vorverurteilungen in der Windhose.

Hallo! Wißt ihr noch wo von ihr schreibt? Kein Wort zum Inhalt meines Beitrages, keine inhaltliche Auseinandersetzung, dafür aber Schattenkämpfe mit Rechthaberei-Vorwürfen, die sich lesen, als hätten sie gerade einen Ehestreit hinter sich. Und mir dann erklären, daß Kündigung dasselbe wie Entlassung und daß Entlassung sowieso das falsche Wort ist, wenn einer aus seinem Vertrag entlassen wird und eine fachliche Erklärung Erbsenzählerei ist.

Ich halte ja sehr viel von Einigkeit und Recht und Freiheit. Aber das hier ist mir im Bezug auf meinen Beitrag und aller Verallgemeinerungsversuche zu oberflächlich und, wie ich schon schrieb, zu nasal.

So.und jetzt drücke ich keiner Mannschaft die Daumen, weil ich beiden die 2. Liga gönne.


hurdiegerdie
25. Mai 2011 um 21:39  |  23225

@driemer,
ich glaube schon, dass sich einige auch inhaltlich mit deinen Thesen auseinandergestzt haben.

Aber ich möchte es gerne nochmal versuchen:

a) Preetz war schon ein willfähriger Lakai seines Bosses
Glaube ich nicht, es wurde doch dann klar, dass Gegenbauer und Preetz die Alleingänge von Hoeness nicht mehr mitgehen wollten, was ja auch zu seiner Abfindung geführt hat.

b)Preetz Angst ließ ihn an einem 4-Millionen teuren Voronin-Kauf basteln
Glaube ich nicht, m.E. war immer klar, dass man Voronin nicht kaufen konnte, es wurde an einer Ausleihe gebastelt, die Voronin und sein Verein nicht wollten, meiner Meinung nach

c) Preetz Geschenke an Favre, nämlich Ramos, Cesar und Kringe
Ich glaube nicht, dass dies Geschenke waren, ich glaube Ramos war Plan C nachdem Voronin uns Pavlychenko nicht klappten wurde die Billiglösung Ramos gewählt, Cesar war ein Flopp, Kringe schnell verletzt; einige fanden ihn für die Mannschaft wichtig, ich nicht.

d) Preetzens Lüge an die Fans, dass er Pantelic verpflichten wollte?
Finde ich stark als Argument. Funkel war, glaube ich, der 4. der bestätigte, dass man Pantelic Verträge angeboten hatte (sogar noch in der Winterpause der FuFu Saison); es war finanziell nicht machbar.

e)Den endgültigen Befreiungsschlag vollführte dann Preetz mit der Entlassung Funkels.
Sorry das verstehe ich nicht, vielleicht ist formalrechlich was dran, ich glaube aber, es war klar , dass Funkel keinen neuen Vertrag bei Nichtaufstieg bekommen würde. Ich denke es war ein guter Deal, einen Vertrag abzuschliessen der nur bei Klassenerhalt eine Weiterbeschäftigung vorsah.


Blauer Montag
25. Mai 2011 um 22:11  |  23238

Welch überflüssige Relegationsspiele!
Warum können nicht beide – Bochum und Gladbach – in der 1.Liga spielen? Beide wären doch sichere Punktelieferanten für HERTHA. Stattdessen sollte die DFL bei Schlacke 04 acht Punkte abziehen wegen Vertößen im Lizenzierungsverfahren. Irgendein Grund muss sich doch finden lassen…

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


25. Mai 2011 um 23:18  |  23253

Also, ich hatte mich mal lange mit diesem Thema beschäftigt und für mich war immer klar, dass Preetz, wie andere auch, Aktien an dem Abstieg hatte. Wieviel dazu zu gewichten ist, muss jeder für sich rausfinden-ich teile die von @BM eher, als die von einigen anderen..Aber: ist das nicht müßig?-Preetz hatte einen Start, wie er schwerer und unglücklicher nicht sein konnte. Gerade die extreme Popularität seines Trainers, machte ihm zusätzlich sein Kerngeschäft schwer..Ihm, Gegenbauer , Favre und der Mannschaft ..und dann auch FuFu ..machte ich als Hauptschuldige aus, natürlich auch DH als Verursacher der extrem angespannten finanziellen Lage ( Transferüberschuss als Muss usw)-
Mittlerweile sehe ich einiges anders und differenzierter (vor allem Pantelic/Simunic-denen ich allerdings im Umkehrschluss ebensowenig Vorwürfe mache).-
Unterm Strich: hat Preetz seine Sache dann richtig gut gemacht. Die „Stufen der Befreiung“ des Preetz-sehe ich nicht oder anders, als driemer.
Ich denke, hier ist einfach etwas hochtrabend im Ton, die Sache ziemlich subjektiv verengt dargelegt worden, mit dem kommunizierten Anspruch, objektiv zu sein. Das ist es, was auf Widerspruch stieß-so interpretiere ich jedenfalls die Repliken.
Wenn dann zweimal von „nasaler Diskussion“ die Rede ist-wovon wohl jeder eine eigene Assoziation hat-sind Missverständnisse programmiert..


driemer
26. Mai 2011 um 3:46  |  23261

@hurdiegerdie,
tut mir leid, aber meine Antwort auf deine Fragen habe ich eben selbst vernichtet, weil ich nach dem Lesen der Vorschau auf aktualisieren drückte. Ich glaubte mich schon auf der Antwortseite. Wenn jemand den Server auf 3 Uhr 5 zurückstellen kann oder 3 Uhr 10, sollte er die Antwort finden. Geht sowas?

@ apollinaris,
wirklich schade, daß alles weg ist. Aber vielleicht kann ich es ja noch mal zusammenerinnern. Brächte auf jeden Fall noch mehr Widerstand. 😉


Chris
26. Mai 2011 um 11:25  |  23279

@ubremer
@dstolpe

Liebe „Blogväter“,
unabhängig von allen Detaildiskussionen möchte ich Euch mein großes Lob und meine Anerkennung aussprechen:
Wie Euer Blog insgesamt ist diese Artikel-Serie zum Saison-Rückblick wirklich gut. Besonders gut gefallen haben mir die beiden Teile über den Trainer und den Manager.

Mein Rückblick aus treuer Blogleser und gelegentlicher Kommentarschreiber sagt: Super Saison – klasse Aufstiegsteam – tolles immerhertha-Blog.

Danke Jungs, bleibt bitte am Ball 😉
Euer,
Chris


pax.klm
26. Mai 2011 um 11:34  |  23282

@driemer // 25. Mai 2011 um 20:41

Zitiere mal:

Und mir dann erklären, daß Kündigung dasselbe wie Entlassung und daß Entlassung sowieso das falsche Wort ist, wenn einer aus seinem Vertrag entlassen wird und eine fachliche Erklärung Erbsenzählerei ist.

Ich schrieb:

Aber jemand ein paar Tage eher nicht mehr in der Verantwortung zu lassen, was ist daran sooo entscheidend?
Was hat dies mit Fehlinformationen zu tun?
Ist das nicht eher Erbsenzählerei?

Ich habe in meinem Kommentar Fragen an Dich gestellt, da ich die Sinnhaftigkeit Deiner Aussage nicht erkannt habe , bzw. nicht erkenne. Leider hast Du bisher die Möglichkeit mir die Wichtigkeit dieser Aussagen zu verdeutlichen nicht gegeben!
Ich denke eher eine Art Polemisierung zu erkennen, so wie die Textpassagen mehrerer genutzt werden. Schade, denn ich hätte diese Wichtigkeit für Dich , gerne auch – für mich – verstanden!


Blauer Montag
26. Mai 2011 um 11:46  |  23283

Moin pax,

hast du schon neue Lockrufe aus München vernommen? Bleib standhaft ❗
Wir wollten eine Ära begründen. Der Name dafür wird noch nicht verraten 😉


driemer
28. Mai 2011 um 4:30  |  23442

Nun habe ich noch mal alle meine Gedanken und Notizen zusammengekramt und schreibe meine Antwort von gestern Früh noch mal. Auch wenn es keiner mehr lesen wird, bin ich es mir selbst schuldig.

@huediegerdie,
nun, da du um Favre nicht mehr zu zittern brauchst, möchte ich dir und anderen gerne antworten.

Zu viele Fragen, überhebliche Unterstellungen sowie Vergleiche und so mache Albernheiten sind an mich gerichtet worden, die ich – ich gestehe es – nicht verstehe. In der Mehrzahl kommen sie mir wie nachfolgender Gehorsam gegenüber @ubremer vor, vergleichbar mit einem Bienenschwarm, der die Königin vor dem bösen weil anderen Gedankengang, dem anderen Äußerungsstil zu schützen herangesummt kommt.

Ich wage zu behaupten, daß ohne @ubremers etwas trotzige Nachfrage und meine damit herausgeforderte Antwort, die meisten Leser meinen Beitrag als das genommen hätten, was er war – eine sehr persönliche Sichtweise auf den Weg des MP zu dem, was er heute erreicht hat. Da wäre kein Quellengeschrei entstanden, keine Koketterie-mit-Insider-Wissen-Verdächtigung und all dieses Blabla von wir -sind-doch-alle-anders-und-der-ist-ein-Spinner.
Der von mir gegenüber @ubremer erwähnte Kontakt mit einem Mitarbeiter hat mit keiner Silbe ein Insiderwissen behauptet. Das wurde von euch gar zu gerne hineininterpretiert, weil diese Interpretation so schön zur Klassenkeile taugte.
Ich schrieb, daß dieser Kontakt von dem Mitarbeiter ausging, weil er einen Forenbeitrag von mir in der Geschäftsstelle aushängen wollte. Das war im Jahre 2006, dem Jahr mit den wohl aggressivsten Auseinandersetzungen zwischen den Fans und DH. Und ich werde einen Teufel tun, diesen Kontakt heute namentlich und öffentlich zu benennen, weil ich nicht weiß, ob dieser Mitarbeiter das möchte. Und diese Einstellung ist mir wichtiger als eine Befriedigung der hier entstandenen Quellen-Hysterie. Übrigens hast du leider mit deinem saloppen aber sehr inquisitorisch zu lesenden Beitrag

na @driemer, dann lass uns doch mal an deinen Quellen teilhaben. Darum geht es doch in dem Blog. Ich zumindest brenne auf Informationen, die ich nicht aus den üblichen Quellen beziehen kann.

auch dein Scherflein zu dieser Hysterie beigetragen (eine kleine Retourkutsche für meine Favre-Abneigung? 😉 ), denn in deinem Beitrag erwähnst du Sachverhalte (wie zum Beispiel Simunic-Favre), die in meinem Preetz-Beitrag überhaupt nicht vorkamen.

Sollte sich außerdem herausstellen, daß einige nach den Quellen lechzten, die meine Ansichten aus dem Preetz-Beitrag stützen, verstehe ich die „Immer hertha“-Welt überhaupt nicht mehr. Wie ich in meinen Folge-Antworten und -Beiträgen schon schrieb, sind das Quellen, über die jeder verfügen könnte, wenn er denn deren Inhalte aufnehmen wollte. Außerdem ist es dann schon wieder lustig, da auch du wie andere mir gegenüber ihre Gegenmeinung nie mit einem Quellenbeweis unterlegt haben. Da geht ihr dann wohl davon aus, das diese gefälligst Allgemeinbildung zu sein haben. Naja, jeder strickt sich hier wohl gern seinen privaten Guttenberg.

Nun noch kurz zu deinen Fragen:

a) Meine Ansicht hat nichts mit deiner Ansicht zu tun, denn zu deiner paßt eindeutig mein Schlußsatz aus dem Preetz-Beitrag. Und an dem wist du kaum etwas auszusetzen finden. Meine Formulierung erklärte ich bereits in meiner Antwort an @ubremer zu Punkt 1.

b) Nun ist das mit dem Glauben immer so eine Sache, er ist nun mal kein Beweis. Meine Auffassung habe ich solchen Aussagen und deren Schlußfolgerungen von Preetz entnommen

„Morgenpost Online: Der geringste Bedarf besteht im Angriff. Haben Sie denn noch Kontakt zu Andrey Voronin, der sich derzeit mit dem FC Liverpool auf die neue Saison vorbereitet?
Preetz: Nein, zurzeit haben wir keinen Kontakt. Dass beide Seiten Interesse aneinander haben, wurde mehrfach bekundet. Dazu fehlte schon im Mai das Geld. Aber vergangene Saison war seine Verpflichtung auch nicht geplant und kam erst am allerletzten Tag der Transferpflicht zustande. Was daraus wurde, weiß jeder: Joe Simunic war eminent wichtig – aber für mich war es vor allem Andrey Voronin, der den Unterschied ausgemacht hat. Er hat die Tore geschossen, die diese fantastische Euphorie ausgelöst haben.“ (30.7.09)
———————————-
B.Z. erfuhr: Bei Hertha liegt ein Geheimplan zum Kauf von Voronin in der Schublade. Sollten die Berliner die Gruppenphase der Europa League erreichen, würde wieder konkret mit dem Ukrainer und Liverpool verhandelt werden. Mit den zwei Extra-Millionen aus Europa könnte Hertha Liverpool eine Ablöse von drei Millionen bieten, müsste diese in zwei Raten abstottern. Dann muss Voronin Hertha nur noch beim Gehalt entgegenkommen. Dafür würde er auch wieder in „seinem“ Olympiastadion spielen. Andrey: „Da habe ich mich immer richtig wohl gefühlt.“

Manager Michael Preetz bestätigt: „Wir stehen in ständigem Kontakt mit Andrey. Wir hätten ihn gerne bei uns, wenn es finanziell machbar wäre.“ Und das kann nach einem Sieg gegen Bröndby plötzlich der Fall sein. (26.8.09)
—————————————
Deshalb diskutieren die Verantwortlichen nach B.Z.-Informationen intern bereits über die Rückkehr Voronins. Der Geheimplan: Hertha will den Ukrainer (Vertrag in Liverpool bis 2011) im Winter ausleihen.

Voronin zurück zu Hertha?

Mit elf Toren und vier Vorlagen (in 27 Spielen) hatte der Stürmer im Vorjahr großen Anteil an der Sensations-Saison mit Platz vier. Im Sommer endete dann das Leihgeschäft, Voronin musste zurück auf die Insel. Doch dort wurde er auch im zweiten Anlauf nicht glücklich.

Sieben Spiele, kein Tor, nur 112 Minuten auf dem Platz – der Superzopf versauert auf der „Reds“-Bank und zittert um sein WM-Ticket. Sollte sich die Ukraine in den Play-off-Spielen für Südafrika qualifizieren, muss „Voro“ im Verein spielen, um bei der Endrunde dabei zu sein. Bei Hertha?

Manager Michael Preetz ist noch zurückhaltend, sagte gestern zu möglichen Winter-Verpflichtungen: „Ich schließe nichts aus. Aber jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um darüber zu sprechen.“ Nicht öffentlich, aber intern ganz sicher. (19.10.09)

Und dann

Voronins Berater Andrey Golowasch erklärte, der ukrainische Nationalspieler wolle trotz seiner derzeitigen Reservistenrolle beim englischen Rekordmeister FC Liverpool bleiben.

„Andrey ist nicht daran interessiert, zur Hertha zu wechseln. Wir haben das nicht einmal ein Erwägung gezogen“, sagte Golowasch dem englischen Boulevardblatt The Sun: „Voronin hat nicht die Absicht, Liverpool zu verlassen. Er möchte spielen und beweisen, dass er dem Team helfen kann.“

Für mich einfach nur eine peinliche Vorstellung von Preetz.

c) Natürlich waren das Geschenke an Favre. Schließlich hatte sich Favre vor der Saison seine Wunschspieler geholt, wie vor oder in jeder Saison vorher und überall. Rechne dir doch einfach mal die Kosten der 3 zusammen, die du ebenfalls überall nachlesen kannst. Cesar kam zwar ablösefrei, aber dafür hat Kringe für seine Reha bei Hertha ein Vermögen bekommen und nichts gebracht. Und noch dazu: Kringe wollte damals nicht zu Hertha, er wollte unbedingt wieder nach Köln, aber die waren nicht bereit, die 1 Million Leihgebühr und 50% des Gehalts, also 1.5 Millionen, zu bezahlen, Dortmund blieb hart. Und bei uns sollen sie weich geworden sein? Lies mal dazu im Dortmunder Forum nach. Da findest du die Zahlen und das Lachen der Dortmunder.

d) Dazu muß ich erstmal dich zitieren, weil es hier wirklich auf die Formulierungen an kommt:

Preetzens Lüge an die Fans, dass er Pantelic verpflichten wollte?
Finde ich stark als Argument. Funkel war, glaube ich, der 4. der bestätigte, dass man Pantelic Verträge angeboten hatte (sogar noch in der Winterpause der FuFu Saison); es war finanziell nicht machbar.

Du wirst in keiner einzigen Zeitung einen Beweis dafür finden, daß sich Preetz mit Pantelic in Verbindung gesetzt hat, Nur Spekulationen darüber, daß Preetz sich an die Berater gewandt haben soll. Du findest aber in einem Interview der b.z. mit Pantelic in Amsterdam ein Zitat, daß Preetz NICHT mit Pantelic gesprochen hat. Und jetzt überlege dir das mal: Pantelic hatte zu dem Zeitpunkt in den ersten 8 Spielen bzw. Spieleinsätzen 5 Tore geschossen und einige Vorlagen gegeben, Ajax wollte Meister werden und Jool hat ihn dafür geholt. Warum hätte ihn Ajax mitten in der Saison weggeben sollen??? Und welches Geld würden sie gefordert haben, es doch zu tun???
Und jetzt das Entscheidende: Es gab NIE eine Aussage darüber, daß Pantelic zu viel Geld gefordert hat. Wie auch, wenn niemand mit ihm gesprochen hat. Und die Formulierung seitens Hertha, ich glaube es war Preetz auf einer „Hertha im Dialog“-Veranstaltung, waren ja nicht, daß Pantelic als Person nicht finanzierbar gewesen sei, sondern man sagte (sinngemäß): Eine Verpflichtung Pantelic´s wäre für Hertha finanziell nicht darstellbar gewesen. Und das auch erst nach heftigem Drängen der Fans, nach dem ihnen der Knochen vorgeworfen wurde, daß sie sich bemüht hätten.

Mir ist natürlich klar, daß die, die Pantelic sowieso für geldgierig halten, solche Aussagen gerne mit dem Nomen „Pantelic“ einleiten. Aber wahr wird sie deshalb nicht. Auch nicht durch eine so nebulöse Formulierung 5,6,7 Monate nach ihren „Bemühungen“.

e) Dazu werde ich erstmal aus meinem Beitrag zitieren und dann dich. Ich schrieb:

Den endgültigen Befreiungsschlag vollführte dann Preetz mit der Entlassung Funkels, obwohl der die Presse für eine sich vorstellen könnende Vertragsverlängerung nutzte.

Und jetzt du (und damit kann ich vielleicht auch gleich auf @pax.klm und andere eingehen;

Sorry das verstehe ich nicht, vielleicht ist formalrechlich was dran, ich glaube aber, es war klar , dass Funkel keinen neuen Vertrag bei Nichtaufstieg bekommen würde. Ich denke es war ein guter Deal, einen Vertrag abzuschliessen der nur bei Klassenerhalt eine Weiterbeschäftigung vorsah.

Ausgangspunkt eurer Kritik war ja das etwas humorlose Abkanzeln durch @ubremer meiner Formulierung „Entlassung“. Na gut, ich hatte auch über das Wort „Loslassen“ nachgedacht, aber so „verliebt“ wollte ich Preetz nicht darstellen. „Entlassen ist schon das richtige Wort, wenn jemand aus einem Vertrag entlassen wird. Übrigens ist das auch (ich habe extra für diesen Beitrag mich noch mal vergewissert) dieses Wort die häufigste Formulierung in der Presse gewesen.

Aber meine Ausgangslage waren mehrere Vorgänge.
1. Funkels Werben für sich in der Presse noch vor dem letzten Spiel.
2. Die Formulierungen von Preetz auf der PK vom 12. Mai:

„Ich habe immer gesagt, daß wir uns nach Ablauf der Saison zusammensetzen und gemeinsam besprechen, wie es weitergeht mit Hertha BSC aber auch mit unserer [zeigt auf Funkel und sich] Zusammenarbeit. Diese Gespäche haben wir geführt nach dem Ende der Saison, und Sie wissen, weil wir es gestern auch bekannt gegeben haben, daß wir uns entschieden haben, die zum 30. Juni dieses Jahres auslaufende Zusammenarbeit nicht fortzusetzen.“

Funkel redet dann noch davon, daß man sich darüber einig geworden ist, daß neue Spieler kommen sollen und die Mannschaft umgestaltet wird, und daß das dann doch besser ein neuer Trainer machen soll.

Glaubt nach diesen Sätzen wirklich einer, daß nicht die Möglichkeit erwogen wurde, mit Funkel weiter zu arbeiten? Wenn es nur um das Auslaufen eines Vertrages gegangen wäre, verwendet man solche Formulierungen nicht.
Ich denke eher, daß es nicht richtig klar war, daß Funkel bei Abstieg weg ist vom Fenster und daß ohne die Vorkommnisse nach dem Nürnberg-Spiel Funkel der Trainer geblieben wäre.

Und noch für die, die an das freundliche Entgegenkommen glauben. Am 15. Mai war klar, daß Babbel kommen würde und 2,3 Tage später dem Vorstand vorgestellt wird, am 21. Mai wird sich Funkel mit Bochum klar, am 22. wird er vorgestellt und reist dann für 2 Wochen nach Mallorca. Es war nach der PK nie vorgesehen, daß Funkel bis zum 30. Juni bleibt und mit der Mannschaft arbeitet. Man mußte ihn schon aus dem Vertrag entlassen. Ob durch Aufhebung oder Abhebung ist mir wurscht. 😉

So ungefähr war mein Originalbeitrag, er hatte nur noch mehr Zitate, die mir jetzt im Nachhinein nicht mehr so wichtig waren.

Ich grüße den, der sich hier her verirrt. Und wer noch Antworten haben möchte, kann sich ja melden.


Blauer Montag
28. Mai 2011 um 10:03  |  23449

Moin driemer,
dein wortreicher, durch zahlreiche Quellen gestützter Beitrag provoziert letztlich bei mir als Leser nur noch eine Frage: „Zu welcher Schlussfolgerung kommst Du?“


driemer
28. Mai 2011 um 11:31  |  23460

Moin, Moin @BM,

Schlußfolgerung?, in welcher Hinsicht denn?


Blauer Montag
28. Mai 2011 um 11:46  |  23461

@driemer
Der Titel oben lautet: „Manager Preetz ist nicht so leicht zu fassen.“ Auch dein Beitrag wird insofern der Schlagzeile gerecht. Ich kann aus der Fülle deiner Worte nicht klar heraus lesen, ob es dir gelingt, das Wirken des Hertha-Managers Preetz schlussfolgernd positiv oder negativ zu würdigen.


driemer
28. Mai 2011 um 12:02  |  23463

Och nee, @BM, das ist jetzt nicht dein ernst, nee. oder? 😉 Das war doch hier nur das Antworten-Spezial,

In meinem Preetz-Beitrag vom 25. Mai 2011 um 16:37 habe ich sogar 2 Schlußfolgerungen,

Heute gratuliere ich Preetz für seinen Wandlungsmut und die richtige Auswahl der richtigen Mitstreiter. Denn das ist unbestritten wohl seine größte Leistung gegenüber Hertha – und sich selbst.

Und genau das hat letztlich Gorbatschow nicht geschafft.


Blauer Montag
28. Mai 2011 um 12:19  |  23466

Danke @driemer,
für den Hinweis auf die entscheidende Textstelle.

Der blog zu diesem Thema ist verdammt lang, und es gelingt meinen müden Augen leider nicht immer, das Wesentliche zu erfassen. Ich wünsche Dir ein blauweißes Wochenende HaHoHe ❗


driemer
28. Mai 2011 um 12:53  |  23470

Danke und ebenfalls, 🙂


2. Juni 2011 um 17:57  |  23852

[…] – Gerade vor ein paar Tagen haben wir hier das Wesen und Wirken von Manager Michael Preetz abgehandelt – schon da in dem Wissen, dass […]

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