Präsentiert von
Berliner Morgenpost
Anzeige

(sto)An den Bäumen, Blatt für Blatt, hängt Urlaub. Schön, dass man ihn hat.

Ein Heinz-Erhardt-Reim von dadaistischer Schönheit und gerade auf Michael Preetz zutreffend. Doch das schönste Urlaubsfeeling ist nur die Hälfte wert, wenn man sich ihm nicht auch hemmungslos hingeben kann – neben seiner Lebensgefährtin und Söhnchen Emil haben den Manager von Hertha BSC auch Smartphone, iPad und die übrigen Exponate der modernen Kommunikation mit nach Andalusien begleitet. Der Job und die Begleitumstände eines geöffneten Transferfensters machen es nötig. Könnte ja sein, dass Spieler A ausgerechnet jetzt . . . oder Verein X auf die Idee kommt, dass . . .

Abschluss der Personalie am Montag

Vor solchen theoretischen Überlegungen steht die Praxis – und da konkret eine Personalie, die Montag zum Abschluss gebracht werden soll: die Ausleihe von Daniel Beichler (22, Vertrag bis 2014) zum MSV Duisburg. Nur der faktische Vollzug steht noch aus, die sportmedizinische Untersuchung hat der österreichische Offensivspieler schon zum Abschluss gebracht.

Preetz hat mehrfach betont, sie hätten Beichler „nicht umsonst einen Vierjahresvertrag gegeben“; heißt: Man glaubt an das Potenzial des Spielers, vielleicht auch erst in einem oder zwei Jahren. Ich habe es neulich ja schon an anderer Stelle hinterlassen: Als überstürzt hat Beichlers Ex-Trainer Franco Foda dessen Weggang aus Österreich bewertet. Fehlt es dem Fußballspieler Beichler also noch an Reife? Zumindest gibt der fünfmalige A-Nationalspieler so manches Rätsel auf. Privat scheint er ein netter, geerdeter Kerl mit typisch österreichischem Humor zu sein. Gleichzeitig lehnt er sich verbal manchesmal etwas weit aus dem Fenster; wir alle erinnern den Zwischenfall von Ende vergangenen Jahres, und nun hat Beichler jüngst in Österreich wohl ein an manchen Stellen wenigstens merkwürdiges Interview gegeben.

St. Gallen war Beichler keine Hilfe

Ganz entscheidend aber: Auf dem Rasen kriegt er es in dieser Phase seiner Karriere scheinbar einfach nicht hin. Beim FC St. Gallen, dem Absteiger aus der ersten Schweizer Liga, der alle offensive Hilfe demnach bestens hätte brauchen können, brachte Beichler es in der Rückrunde 2010/11 auf sieben Einsätze, davon keinen einzigen über 90 Minuten (vier Ein-, drei Auswechslungen), sowie null Tore und eine Torvorlage.

Nun also Duisburg – welchen Nutzen kann, welchen Nutzen wird dieses neuerliche Leihgeschäft für den Spieler, für seinen Arbeitgeber auf Zeit, aber natürlich auch für Hertha haben? Die Zweite Liga hatte Trainer Markus Babbel Beichler vergangene Saison im Bereich der obersten Spitze offensichtlich noch nicht zugetraut. Nun machen sie beim MSV zwar kräftig einen auf Understatement, sehen sich mit ihrem Etat „im mittleren bis unteren Bereich“ des Rankings – haben dafür aber meiner Meinung nach gerade in der Offensive keinen schlechten Kader beisammen. Die Herren Jula und Shao wurden aus Cottbus abgeworben, vom FSV Frankfurt kommt Gjasula. Hinter diesen drei potenziellen Stammspielern im vorderen Bereich bewerben sich die Talente Wolze, Pliatsikas und Pamic um Einsatzzeiten.

Inklusive derer, die dem MSV in der Abteilung Attacke aus der vergangenen, ja gar nicht so schlechten Saison erhalten bleiben, hat Beichler also einiges an Konkurrenz zu verdrängen.

Was meint ihr?

Für Duisburg ist die Konstellation ideal – sie sind vorne auch dank des Sturmtalents Beichler einigermaßen breit aufgestellt; erst recht, wenn sie auch noch einen Weg finden, Trainer Milan Sasic seinen erklärten „Wunschspieler“ Valeri D. zu finanzieren. . . (aber das ist ein anderes Thema)

Für Beichler kann die Konstellation ideal sein – er kann sich an anderer Stelle als Berlin im deutschen Fußball durchsetzen und davon entsprechend gestärkt zu Hertha zurückkehren.

Für Hertha wäre die Konstellation in diesem Fall auch ideal – doch was glaubt ihr: Wird es so kommen? Oder befürchtet ihr eher, dass die Saison 2011/12 nur das zweite Kapitel des Missverständnisses um Daniel Beichler formulieren wird?

Kann Daniel Beichler sich beim MSV Duisburg durchsetzen?

  • Ja (54%, 216 Stimmen)
  • Nein (34%, 136 Stimmen)
  • Ist mir egal (12%, 49 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 401

Loading ... Loading ...

Packt Daniel Beichler es von 2012 an noch bei Hertha?

  • Nein (52%, 201 Stimmen)
  • Ja (41%, 156 Stimmen)
  • Ist mir egal (7%, 27 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 384

Loading ... Loading ...

60
Kommentare

Bolle75
4. Juni 2011 um 16:50  |  23973

Der Kerl packt gar nichts mehr. Selbstkritik ist ihn fremd. Aber man sollte immer erst mal bei sich selbst schauen und dann auf die anderen gucken. Der Junge wird es bei einem General wie Sasic noch schwerer haben als wie bei Babbel. Duisburg könnte sein Ende sein. Er legt sich einmal mit Sasic an und vobei ist jede Hoffnung auf Einsatzzeit.


Slaver
4. Juni 2011 um 17:16  |  23975

Mainz 05 bisheriger LV Christian Fuchs wechselt nun vorraussichtlich für eine festgeschriebene Ablöse von 5 Mio € zu Schalke 04. Da hätte Mainz nun den Bedarf an einem LV und das nötige Kleingeld, um die 2,2 Mio € umfassende Kaufoption für Fathi zu ziehen. Dieser hätte dann zudem auf seiner angestammten Position einen Stammplatz.

Das Thema dürfte sich damit also selbst erledigt haben.


4. Juni 2011 um 17:24  |  23979

Ich bin bezüglich der Causa Beichler optimistisch. Er wird sich beim MSV durchsetzen und stärker den je zu Hertha BSC Berlin zurückkommen.


hurdiegerdie
4. Juni 2011 um 17:45  |  23981

Ideale Lösung für mich.

Da hat er einen Trainer, der weiss wo es lang geht. Dazu muss er sich durchsetzen, denn nach Hertha, St.Gallen würde ein weiteres Scheitern in Duisburg sich auch nicht so gut machen.

Kann er sich aber in der Truppe durchsetzen, die oben mitspielen wird, so kann das dann doch nur gut für Hertha sein, aber auch für Beichler und Duisburg.


driemer
4. Juni 2011 um 17:47  |  23982

Hm, Wunsch- oder Koma-Diskussion?

Beichler gab ja nun schon das 2. Interview in Sachen er und Babbel/Hertha. Und als er in der Schweiz ankam, war er auch ganz zuversichtlich, sich beweisen zu können, zumal ihm gleich im 1. (Vorbereitungs)-Spiel ein Tor gelungen ist. Und in der 4×4-Liga galt das schon als gutes Omen.

Dann kamen 2 langwierige Krankheitsschübe, die ihn lahm legten und nicht einmal wenigstens in die Form des Herthatrainings zurück finden ließen. Und nun Duisburg?

Als er zu Hertha geholt wurde, waren seine Meriten zumindest hoffnungsvoll. Und mehr bleibt uns jetzt wohl auch nicht übrig.


Stehplatz
4. Juni 2011 um 17:51  |  23983

@ dstolpes P.S. von gestern:
„Dem hat dessen ehemaliger Vereinstrainer Franco Foda in einer “kicker”-Kolumne hinterhergerufen, Beichler sei bei seinem Wechsel zu Hertha BSC “meines Erachtens zu ungeduldig” gewesen. Meint im Umkehrschluss: Foda erachtet Beichler für (noch) nicht Bundesliga-tauglich.“

Hier ein anderes Zitat von Foda zu Beichler:
„sportnet.at: Konkret passen Ihre Worte jetzt ganz gut zu Daniel Beichler. Er hat bei Hertha BSC nie eine Chance bekommen, wurde dann in die Schweiz verliehen. Wie sehen Sie seine Situation?

Franco Foda: „Beichler ist in die zweite deutsche Liga gewechselt, nachdem er bei uns zwei Jahre gespielt hat. Dieser Schritt war nicht so verkehrt. Warum er dort nicht gespielt hat, kann ich nicht beurteilen.“

http://www.sportnet.at/de/sturmgraz/102463540140/sturm_graz_und_franco_foda_den_ganz_groen_coup_landen?subpage=3

Das Beichler nicht tauglich ist müssen Preetz und die Verantwortlichen des MSV ja anders sehen, da Preetz erst jetzt und nicht schon im Winter einer Leihe zustimmt, obwohl mit Duisburg damals schon ein besserer Interessent zur Verfügung stand. Komisch! Auch komisch das Herr Foda in Österreich eine andere Keule schwingt als in Deutschland.

Ob Beichler es hier nochmal packt hängt von seiner Leistung und der Laune von Babbel ab. Solang man an Flops wie Friend festhält und Spieler mit Perspektive ignoriert habe ich Zweifel, ob das noch was wird!


Bassoonist83
4. Juni 2011 um 18:04  |  23984

Ich halte Duisburg auch für eine gute Gelegenheit für ihn, seine letzten (gescheiterten) Projekte noch einmal zu überdenken und zu versuchen in der zweiten Liga einen Fuß in die Tür zu bekommen. Er hat dort ne gute Truppe beisammen, einen Trainer der ihm auch als Person sicher eine Menge beibringen kann und er bekomm endlich den ersten Eindruck vom deutschen Fußball, der ja trotz zweiter Liga in Duisburg auch recht schnelle Spielzüge haben kann (Stichwort Erstligatauglichkeit).

Das wird dann wohl eine Art Schicksalssaison für Beichler. Denn wenn er sich jetzt nicht fängt und ernsthaft um einen Stammplatz bewerben kann ist seine Reputation im europäischen Fußball in Gefahr. Ich hoffe er erkennt das auch und hängt sich rein…


4. Juni 2011 um 18:10  |  23985

es hat sich gezeigt, dass manche mal wieder sehr voreilig über Beichler philosophierten und sogar die Befähigung des Trainers in Frage stellten; als wenn der Interesse hätte, einen sehr guten jungem Spieler zu vergrätzen..? Na ja-ich habe keinen Schimmer, wie sich Beichler entwickeln wird-im Moment sieht´s eher nach einer Karriere ala´Alex Ludwig aus?-Ich habe beichler seit Monaten nicht mehr spielen sehen.-Die jetzige Lösung scheint ideal zu sein: setzt er sich durch, wird alles gut; wenn nicht, war´s das..Solche Entwicklungen passieren ständig bei jungen Spielern, die auf der Schwelle stehen.
Zwischen Friend und Beichler ist im Moment mehr als eine Klasse dazwischen. Nach meiner Einschätzung- bei allem Talent..das auch Ludwig, Mladenow etc hatten und haben..


4. Juni 2011 um 18:10  |  23986

Der Beichler.
Seid´s net fad.

In Duisburg wird er zeigen, was für ein toller Kerl er ist – und wenn er dann zurückkommt, ist Babbel eh nicht mehr Trainer bei Hertha. Dann erhält er wenigstens die faire Chance, die ihm der Babbel nie eingeräumt hat und dann wird er die Herzen der stolzesten Frau´n – zumindest unserer Hertha – brechen.

Frau Wirtin, bringens noch a Viertel. Geh – bringens glei zwoa.
Küss die Hand.


4. Juni 2011 um 18:18  |  23987

ach, Wilson..du hast den besseren Zugang zu solchen Momenten..ich muss da wohl noch lernen. Aber der eigene Schatten..den wird man ja nicht los.. 😉


pax.klm
4. Juni 2011 um 18:29  |  23988

Ah doa schau her , der Herr Doktoor is a(u) wiedder doa!
A noi ,des is ja der wilson…


pax.klm
4. Juni 2011 um 18:50  |  23989

Warum wohl hat Hertha in der abgelaufenen Saison die Zebras nicht verstärkt? Richtig weil man Mannschaften die man als ernste Konkurrenz sieht, nicht noch mit eigenen Spieler verstärkt.
Und als Verstärkung sehen die Herthaverantwortlichen wohl Herrn Beichler!
Ich sehe bei ihm auch jede Menge spielerisches Potential! Allein menschlich scheint es hier und da nicht ganz zu passen,…ist ggf ein Lernprozeß.

Im Übrigen könnte die Aussage von Herrn Foda im Umkehrschluß auch bedeuten, dass die Erwartungshaltung und die Selbsteinschätzung
(oder Selbstüberschätzung) den Herrn Beichler in eine „vertrackte“ Situation manövriert haben…, was so unrealistisch ja wohl nicht ist…

Glaube kaum dass ein FB Lichtgestalt irgendwelche Einsätze bei der WM 66 gefordertz hat…


pilgrims
4. Juni 2011 um 19:19  |  23991

@Stehplatz hat geschrieben:

Das Beichler nicht tauglich ist müssen Preetz und die Verantwortlichen des MSV ja anders sehen, da Preetz erst jetzt und nicht schon im Winter einer Leihe zustimmt, obwohl mit Duisburg damals schon ein besserer Interessent zur Verfügung stand. Komisch!

Verstehe nicht, was daran so komisch sein soll.

Im letzten Winter gehörte der MSV zu den direkten Aufstiegskonkurrenten. Hätte der MSV die Form gehalten und wäre Beichler nicht erkrankt, dann hätte man Preetz solch eine Leihe an einen direkten Konkurrenten direkt um die Ohren gehauen.


Stehplatz
4. Juni 2011 um 20:04  |  23992

Es ging darum Herrn Fodas Mutmaßung zu widerlegen.
Beichler wäre im Winter eine Verstärkung für einen Konkurrenten gewesen(also bundesligatauglich), spielte aber weder damals noch jetzt eine ernstzunehmende Rolle im Herthakader. Das liegt mMn am Veto von Babbel!


dieter
4. Juni 2011 um 20:08  |  23993

@Stehplatz

Ein Veto von Babbel?!
Wofür oder wogegen denn???


4. Juni 2011 um 20:14  |  23994

@ wilson:

wenn etwas im ironie-modus geschrieben wird, was du hoffentlich getan hast, dann bitte auch so kennzeichen…

lieber verzichte ich auf eine glorreiche heimkehr des ösis und mb ist noch 10 jahre lang unserer trainer…

thema franz: bin mir sehr unschlüssig. auf der einen seite hatten wir schon immer das problem der lieben schwiegersöhne in unserer mannschaft seit zecke aber auf der anderen seite kann ich die argumente von apollinaris & co auch sehr gut verstehen (teamgeist, kartenflut, etc.) würde gerne mal die meinung von unserem heimlichen kapitän niemeyer hören wollen.

@ dsto/ubr: 1. ist so etwas üblich oder denkbar, dass mp + mb den mannschaftsrat + wichtige spieler in solchen gelegenheiten miteinbezogen werden? 2. gibt´s denn schon in der gerüchteküche zeichen, dass wir kaka loswerden können?


Exil-Schorfheider
4. Juni 2011 um 20:15  |  23995

Schee g’sagt, Herr Wilson!

Ich gebe Herrn Beichler noch diese eine Saison, dann sage ich was dazu.

Ach ja, fand den Rob jetzt nicht so flop-verdächtig, aber das ist eine andere Geschichte! 😉


Stehplatz
4. Juni 2011 um 20:42  |  23996

Wofür?
Für seine Autorität und den Teamgeist.
Wogegen?
Gegen den potentiellen Quertreiber Beichler.


4. Juni 2011 um 20:54  |  23997

sag mal,@stehplatz: meinst du wirklich, dass ein Babbel sich durch einen noch nicht ganz flüggen Österreicher bedroht fühlt??- Für mich ist das die abwegigste und absurdeste aller möglichen Argumentationen, mit Verlaub.. 😯
Liest sich wie ein Schelmenstück vom Eulenspiegel.


pax.klm
4. Juni 2011 um 21:10  |  23998

An der Geschichte mit Beichler fällt mir wieder mal auf, dass wenn nicht alle Fakten bekannt sind, man sich vielleicht doch mal auf die Zähne beißen sollte.
Danke für den link , lieber Stehplatz!
Beim aufmerksamen Lesen wird die Gewichtung durch Herrn Foda deutlich!
Aus dem Kontext gerissen entsteht hier ein völlig falscher Eindruck.
Zitat:
sportnet.at: Die Folge ist, dass viele junge Spieler sehr früh ins Ausland wechseln.

Franco Foda: „Man muss als junger Spieler aber wissen, wann der richtige Zeitpunkt für diesen großen Schritt ist. Viele haben in Österreich noch nichts erreicht und wagen dennoch den Sprung zu einem deutschen Verein, wo sie dann aber fast keine Chance haben zu spielen. Jeder muss sich seine Schritte gut überlegen.“

sportnet.at: Konkret passen Ihre Worte jetzt ganz gut zu Daniel Beichler. Er hat bei Hertha BSC nie eine Chance bekommen, wurde dann in die Schweiz verliehen. Wie sehen Sie seine Situation?

Franco Foda: „Beichler ist in die zweite deutsche Liga gewechselt, nachdem er bei uns zwei Jahre gespielt hat. Dieser Schritt war nicht so verkehrt. Warum er dort nicht gespielt hat, kann ich nicht beurteilen. Was anderes ist der Fall Philipp Prosenik. Der geht zu Chelsea! Realistisch betrachtet kann er es dort aber nie in die erste Mannschaft schaffen, dafür wird Abramowitsch mit seinen Millionen-Transfers schon sorgen. Das ist nicht der richtige Weg.“

sportnet.at: Was ist für sie wichtiger: Junge Spieler zu entwickeln oder Titel zu holen?

Franco Foda: „Das hängt von der Philosophie des Vereins ab.

Also so ergibt das einen anderen Zusammenhang, wahrscheinlich sind wir in unserem Denken viel zu sehr festgelegt…


dstolpe
4. Juni 2011 um 21:13  |  23999

@rasi
Ja, so etwas ist durchaus üblich. Schließlich genügt sprichwörtlich schon ein fauler Apfel, um den ganzen Korb zu verderben… Und obgleich es nach einer so erfolgreichen Saison vergleichsweise logisch ist, dass die Teamchemie stimmt, haben einige Führungsspieler aus dem aktuellen Kader gesagt, dass sie sehr darauf Wert legen werden, ob und wie die neuen Spieler sich in die so ausdrücklich gut funktionierende Gruppe einfügen werden.

Die endgültige Entscheidung treffen freilich mp und mb – aber im Falle größter Vorbehalte durch die Gruppe würden sie sich dem kaum verschließen.

Zu Kaka: Da tut sich momentan gar nichts.


ft
4. Juni 2011 um 21:20  |  24000

Es ist saure Gurkenzeit.
Deshalb wohl wurde die Akte Beichler aus der Mottenkiste geholt.
Glaub ich.
Denn so richtig wichtig ist der Fall Beichler für HBSC im Moment wohl nicht.

Die Frage ob Beichler für Duisburg ein Gewinn sein kann, kann vermutlich nur ne Glaskugel klar beantworten.
Ziemlich kränklich war er in der abgelaufenen Saison.
Ist er nun so gesund , dass er ausgerechnet in der vom Verletzungspech gebeutelten Duisburger Mannschaft ein dauerhaftes Standing bekommt ?
Ich weiss es nicht….


Stehplatz
4. Juni 2011 um 21:23  |  24001

@apollinaris
Wo habe ich denn das geschrieben?
Mein Gedanke ging gar nicht in diese Richtung.
Beichler ist ein gutes abschreckendes Beispiel für Spieler die a la Arne Friedrich quertreiben wollen. Das stärkt schon die Autorität des Trainers, wenn ein negativ aufgefallener Spieler erstmal den Gang nach Canossa antreten muss bevor er wieder damit rechnen kann eingesetzt zu werden. Ich würde Babbel da eher das angenehme mit dem Nützlichen verbinden sehen!

@Schorfheider
Ich bin sehr gespannt wann Hertha wieder 2,5 Millionen für einen Ersatzspieler zusammenhat!


pax.klm
4. Juni 2011 um 21:31  |  24002

@stehplatz, wäre der werte Lasso ne Lasagne geblieben und nicht derartig hungrig und erfolgreich aufs Toreschießen, ja dann wäre der Kanadier auch kein Ersatzmann, denn in den letzten Spielen war sie wieder zu erkennen: die Torgefährlichkeit,… der macht seine wichtigen Buden für uns schon noch…


Stehplatz
4. Juni 2011 um 21:49  |  24003

@ pax
Das wage ich angesichts von Stürmern wie Ramos, Djuricin oder Domo, die zu dem Zeitpunkt beide sehr gut unterwegs waren zu bezweifeln!


Exil-Schorfheider
4. Juni 2011 um 21:58  |  24004

@stehplatz

pax hat aber im Ansatz Recht, denn während die Torgefährlichkeit beim 1b-Stürmer wieder da war, war Domo völlig auf Tauchstation gegangen und Djuri hatte einen Bandscheibenvorfall. Da hat meines Erachtns jemand sehr gut gearbeitet.


pax.klm
4. Juni 2011 um 21:58  |  24005

Kann Deine Gedankengänge verstehen, aber Ramos spielt so und so, Djuri ist in der „Versenkung“ verschwunden-ist ja eher auch ein Perspektiv-Transfer-, und Domo blieb wieder ein mal weit hinter den Erwartungen zurück. Vielleicht fehlen ja auch „heimische“ Einflüsse…?
Zu dem Zeitpunkt den Du hier ansprichst war ja auch der „Holzfäller noch ganz gut im Rennen! Oder?

Immer daran denken : Ka na hier nich, Kan a da


Stehplatz
4. Juni 2011 um 22:16  |  24006

Es ging konkret um den Zeitpunkt als Friend seinen Stammplatz verlor. Wo alle drei Stürmer besser als Friend waren.


pax.klm
4. Juni 2011 um 22:22  |  24007

Besser?


Stehplatz
4. Juni 2011 um 22:32  |  24008

…. in Form.


4. Juni 2011 um 22:51  |  24009

@stehplatz: jep, da hab ich dich wohl falsch verstanden..


correctly
5. Juni 2011 um 0:23  |  24010

Ich denke nicht, dass Beichler es schafft. Hertha sollte keine Österreicher mehr holen.


backstreets29
5. Juni 2011 um 8:11  |  24011

Mir stellt sich Frage, vor allem auch nach diesem Interview, wo Beichler seinen Platz in der Mannschaft sieht. Wen denkt er verdrängen zu können? Lasogga, Ramos, Torun, Ebert, Ronny??
Man hat bei ihm so den Eindruck, dass es am richtigen Sinn für die Realität mangelt


pax.klm
5. Juni 2011 um 8:14  |  24012

Genau @correctly , der letzte gr. Österreicher
– damals war es dann ein Ostmärker- der hier in Deutschland sein Unwesen trieb, schaffte auch nur: Alles kurz und klein, …
Da Österreich ja früherzum „Deutschen Bund gehörte, müssen wir dann auch noch überlegen keine Mecklenburger, keine Württemberger,
darüber hinaus keine Schweden, zukünftig keine Brasilianer…
Wie hätten wir´s denn gerne?


pax.klm
5. Juni 2011 um 8:31  |  24013

pax.klm
5. Juni 2011 um 8:34  |  24014

Die Mannschaft damals hatte so viel Potential, die hätte durchaus auch Titel holen können…


hertha@berlin
5. Juni 2011 um 9:27  |  24015

@pax
danke für den Link 🙂

Genau das ist es, wo die Sportfreunde aus Gelsenkirchen sich damals so glimpflich aus der Affaire zogen, weil sie halt nicht zu gegen hatten


hertha@berlin
5. Juni 2011 um 10:15  |  24016

nochmal 😉 sollte heißen:
weil sie halt nichts zu gegeben hatten


driemer
5. Juni 2011 um 11:16  |  24017

Sie haben es nicht nur nicht zugegeben, @hertha@berlin, sie haben einen Meineid begangen! Das war der eine Unterschied!!! Der andere war, daß sie ihr Spiel bewußt und absichtlich manipuliert haben.

Hier mal ein Absatz aus dem Spiegel:

Der Schlusspfiff in der Affäre ertönte allerdings erst Ende 1977 im Meineid-Prozess gegen Klaus Fichtel. Wie die meisten Schalker hatte auch der spätere Bundesliga-Rekordspieler über Jahre jegliche Beteiligung geleugnet und seine Unschuld vor einem Zivilgericht sogar unter Eid beschworen. Die Gegenbeweise jedoch machten aus den nur knapp an Gefängnisstrafen vorbeigekommenen Schalker vorübergehend den „FC Meineid 04“. Zum Zeitpunkt von Fichtels Verhandlung indes gehörten seine zuvor verurteilten Clubkollegen Klaus Fischer und Rolf Rüssmann schon zur deutschen Nationalmannschaft.


catunn
5. Juni 2011 um 11:18  |  24018

@correctly
es wäre wirklich wunderbar und für die Zukunft positiv, wenn Du über Deine Kommentare HIER ein wenig länger nachdenken würdest.
Weil Beichler es möglicherweise nicht schafft, soll Hertha also keine Östereicher mehr holen?
Lange nicht mehr so einen populistischen , verallgemeinernden Blödsinn gelesen.
Gerade das Spiel in der EM-Quali hat gezeigt, dass von dort durchaus einige sehr talentierte Spieler kommen.


hurdiegerdie
5. Juni 2011 um 11:34  |  24019

Interessanter Artikel @Pax. Was soll man da von halten?

Ich war damals im Stadion und errinnere mich an das Gegentor ebenso wie an viele Chancen von Hertha inklusive mehrerer Pfosten und Lattenschüsse.

Ich hätte damals all mein Hab und Gut verwettet (war ja selten mehr als das Eintrittsgeld zum nächsten Hertha-Spiel), dass Hertha das Spiel nicht verschoben hatte.

Na ja, 40 Jahre her.


5. Juni 2011 um 11:58  |  24020

V. Groß war mein absoluter Held aus der besten Hertha- Mannschaft aller Zeiten..Als Kind stand ich vor diesem Riesen, an seiner Wohnungstür in der Glockenturmstrasse, um ein Autogramm zu bitten, das er mir dann auch sehr freundlich gab.- und in dieser Wohnung gab es dann die Geldübergabe und größte Enttäuschung meines jungen Herthaner-Daseins..
Aber diese seine Erinnerung zu lesen, stimmt mich trotzdem recht traurig.
Eine einzige Entlastungsschrift, zwar mit einem auffallend sentimentalem Schuldbekenntnis, aber
die message ist ja eindeutig: eigentlich haben wir nichts richtig falsches gemacht. Im Grunde ist uns das Geld vom Geldboten ( „Schuld ist immer der Bote“) aufgedrängt worden-und das auch noch im Zustand der Besoffenheit.-Der zweite böse Junge war der „Führungsspieler B. Patzke“.
Gegen eine „Extra-Prämie war nix einzuwenden“..suggeriert das, was ein jeder sofort spontan auch denkt, nur: darum ging es hier ja gar nicht.. . Dann hat man noch dem flehenden und bettelndem W. Holst geschworen, nichts auszuplaudern, weil der um den Klub besorgt war. (Man hat also dem Klub gehorcht, in dessen Interesse-oder wie..??).
Schuld waren Rumor, Patzke, Naivität („so viel Geld hatten wir noch nie gesehen-140 000 waren im Koffer, das musste durch mehr als 10 Spieler aufgeteilt werden…)), Holst und der Suff. –
Zwischendrin klingt es dann auch noch wie eine schlecht geschriebene Räuberpistole ..“ich habe Rumor auch nie gefragt, warum er..“), genau an der Stelle, an der es für den Ermittler der Wahrheit unlogisch wird..kommt dieser traurige Satz..
Ich war damals im Stadion und glaubte niemals, dass an der Geschichte was dran hätte sein können, ich weiss noch, wie ich immer stammelte“der Varga schießt doch nicht mit Absicht an die Latte??!“
Tja-zum Schluss wird die Geschichte auch noch damit aufgepeppt, dass er besser war als der Maier Sepp.
Nebenbei: obwohl Groß neben Horr mein Liebling war: -Maier hielt ich für besser..währne ich Horr für besser als seine Konkurrenten hielt 🙂
Allerdings: als Torwart war Groß wirklich stark-meiner Meinung , der beste, den Hertha je hatte, gefolgt von Fraydl und Kiraly.. :-)-jedenfalls von denen, die etwas länger als nur 1 Saison da waren.

Also: mich haben Volkmar Groß´Erinnerungen eher an die üblichen Verdrängungen und Rationalisierungen erinnert, als an wirklicher, selbstkritischer Aufbearbeitung.-Ihm sei verziehen, da er ein guter Mann, mit dem richtigen Herz ist- seine Kneipe ist in etwa ein Spiegelbild seiner Persönlichkeit. Einfach und etwas wirr-aber sympathisch.Ich bin da ab und an drin, empfehle sie auch denjenigen, die gerne Fussball im TV schauen- auch, weil ich weiss, dass es dem (schwer kranken) Groß finanziell nicht so gut geht..
Dieses Interview ändert nichts an meiner alten Liebe zu ihm..allerdings ist sie auch nicht größer geworden.


5. Juni 2011 um 12:07  |  24021

Nur mal so: mich interessiert überhaupt nicht, was die Schalker damals machten-das muss getrennt bleiben. Daraus eine Fanfeindschaft zu basteln, ist abstrus und ein trauriges Relikt aus schlechten Zeiten, mit denen NIEMAND heute, schon gar nicht die Fans, etwas zu tun hat. Denkt man etwas tiefer darüber nach, könnte man Kot..denn da spalten sich jene, die an ihre Spieler DAMALS eben glaubten-und genau von diesen gelinkt wurden.
Was willste machen..?!
Es schlachten sich auch heute noch Menschen gegenseitig ab, obwohl der Anlass hunderte, tausende Jahre zurück liegt und oft genug nichts mit dem „Volk“ zu tun hatte.
Der Fan im Hamsterrad der Geschichte-ohne Fenster.


Etebaer
5. Juni 2011 um 13:11  |  24022

Beichler ist ja schon 22, vielleicht ist er nicht zu früh sondern zu spät gewechselt?

Irgendwann kommt der Zeitpunk, wo Du in deiner Liga, deinem Team zu den Besten gehörst und aufhörst, dich zu entwickeln, weil keine Notwendigkeit mehr besteht.
Topniveau erreicht man aber nur, wenn man unter Topleuten ist und von ihnen lernen kann (sowohl Toptrainer als auch Spieler).
Was kannst Du noch lernen, wenn Du schon zu den Besten gehörst, in einer kleinen Liga?

Nationalspiele sind Ausnahmespiele, die nicht auf den Ligaalltag übertragbar sind.
Die meisten Nationalteams der Welt haben nicht einmal Zweitliganiveau, selbst viele in Europa vielleicht grade so.
Leicht da gut auszusehn mit einem gewissen Talent.

Und mit dem Mind-Set das Beichler in seinem Interviews zeigt bin ich jetzt schon geneigt, das Ganze als großes Mißverständnis abzuheften.

Djuricin dagegen ist noch jung und hat noch alle Möglichkeiten zu wachsen und auch aus Negativbeispielen kann man ja lernen…

Dennoch ist die ‚Transferbilanz seit dem Weggang von DH (ab dem Winter danach) beeindruckend.
Eine 100% Trefferquote gibt es nicht, aber derzeit schätze ich das 80% aller Transfers Punktlandungen sind und das ist verdammt gut.
Auch die jetzige Transferperiode läßt sich toll an.
Dickes Lob an unsere Verantwortlichen!


Exil-Schorfheider
5. Juni 2011 um 13:53  |  24023

@ete

Die Frage „Was kannst Du noch lernen, wenn Du schon zu den Besten gehörst, in einer kleinen Liga?“ ist interessant und ich teile Deine Meinung bezüglich der Nationalmannschaften einiger Länder. Denn ich habe vor längerer Zeit hier schon mal erwähnt, nur weil er FÜNF Länderspiele für die Österreicher gemacht hat, ist DB nicht das Talent, wie es manch anderer ist. Selbst über Ruka als australischer Nationalspieler wurde hier wegen seiner rudimentären Taktik-Kenntnisse „gelästert, aber es stimmte ja.

Mal schauen, wie er es beim Meidericher SV angeht, vielleicht kriegen wir ja die Ablöse wenigstens wieder raus. Ach Mist, ich wollte doch erst nach dieser Saison was sagen… 🙂


pax.klm
5. Juni 2011 um 15:32  |  24024

Der Artikel über die „Schande“ vor 40 Jahren, der ist online auch in der MoPo.

Mich berührt dass Ganze immer noch,
und ja, es gab bei den Zuschauerzahlen schon einen entsprechenden Einbruch….

Aber Apollo Du solltest denen die eine Abneigung gegen S04 pflegen ein wenig mehr Verständnis entgegenbringen,
der Ehepartner der betrügt, wo die Ehe in die Brüche geht, die Kinder sehr darunter leiden, hat der Anspruch darauf wieder von den ehem. Familienmitgliedern geliebt zu werden?
Zumindest wenn man sich über den Weg läuft muß der/die ja nicht herzlich begrüßt werden!?
Gut erschlagen soll auch nicht sein, ….


pax.klm
5. Juni 2011 um 15:36  |  24025

Apollo Du schreibst:
was die Schalker damals machten-das muss getrennt bleiben. Daraus eine Fanfeindschaft zu basteln, ist abstrus und ein trauriges Relikt aus schlechten Zeiten, mit denen NIEMAND heute, schon gar nicht die Fans, etwas zu tun hat.

Nein konstruieren muß man diese „Feindschaft “
nicht, sie ist für viele alte Fans einfach noch da!


5. Juni 2011 um 15:56  |  24026

na, aber warum nur??.Die Fans von Schalke wurden genauso betrogen, wie wir. Unsinn in meinem Verständnis. Aber was soll´s-es lenkt auch gut davon ab, dass man selbst ja auch… 💡


pax.klm
5. Juni 2011 um 16:09  |  24027

Habe ja auch nichts gegen deren Fans, nur der Verein….
Vielleicht liegt es daran , dass das Image von Hertha seit dem damals sehr gelitten hat, sich Schalke damals (indem die alten Spieler letztlich weitermachten), sehr viel leichter tat, die Folgen für Hertha waren ungleich „schwerwiegender“
aber die S04er sind die Meister der Herzen…
Auch jetzt gewinnt man den Eindruck, dass im Hinblick auf Finanzen wieder mal (von seiten des DFB) mit zweierlei Maß gemessen wird…

Ansonsten von off. Vereinsseite wird da mit Sicherheit gegen S04 kein Groll gehegt.

Darüber hinaus sollten wir wirklich ruhig sein , denn Hoyzer war bei Hertha, die Rankestr. ist in Berlin…


Dan
5. Juni 2011 um 16:13  |  24028

correctly // 5. Jun 2011 um 00:23

Djuricin als Wiener war aber ok, oder? Manche Köpfe sollten einfach mal frische Luft ins Hirn lassen.

—-
Skandal

Verzeihen kann man schon, wichtig ist für mich aber, dass später der Bannstrahl des Vereins sie getroffen hat.


Exil-Schorfheider
5. Juni 2011 um 16:17  |  24029

Ich kann dieser vermeintlichen Rivalität auch nichts abgewinnen, weil ich nicht in dem Alter und dem Staat war, als der Buli-Skandal und später die „Vargas“-Affäre im Pokal stattfanden. Aber genauso geht es mir in der vermeintlichen Fan-Freundschaft zum KSC, die immer wie wild zelebriert wird… Dem stehe ich echt nüchtern gegenüber…


driemer
5. Juni 2011 um 16:24  |  24030

apollinaris um 12 Uhr 07

Nur mal so: mich interessiert überhaupt nicht, was die Schalker damals machten-das muss getrennt bleiben. Daraus eine Fanfeindschaft zu basteln, ist abstrus und ein trauriges Relikt aus schlechten Zeiten, … Es schlachten sich auch heute noch Menschen gegenseitig ab, obwohl der Anlass hunderte, tausende Jahre zurück liegt und oft genug nichts mit dem “Volk” zu tun hatte.

Ich weiß nicht, wie du auf solche Lehnsessel-Philosophie kommst und warum du sie dann nicht für dich behältst. Dann wäre dir zumindest die sehr dumme Fan-Schelte nicht herausgerutscht und auch nicht dieses Unwissen.

Der Bundesligaskandal von 71/72 war weder die Ursache noch der Anlaß der starken Abneigung gegen diesen selbsternannten Arbeiterverein. Das Verhalten der Spieler und Funktionäre zementierte zu diesem Zeitpunkt nur die Wut der Hertha-Fans. Die eigentliche Ursache lag weitere 6 Jahre zurück. Da gab es in der Rückrunde die Tabellenkonstellation Hertha Platz 13, Veltinenser Letzter. Plötzlich gab es eine Hausdurchsuchung des DFB bei Hertha und man fand heraus, daß Holst statt der erlaubten 10.00 Mark Handgeld pro Spieler bis zum Dreifachen zahlte. Die Regeln des DFB waren damals wirr, weil es hieß pro Spieler und Saison. Holst hat dann bei mehrjährigen Verträgen das Handgeld auf einmal gezahlt. Das war übrigens üblich bei den meisten Vereinen, auch bei den Veltinensern.

Als Monate später diese Zahlungen veröffentlicht wurden, waren es die Veltinenser, die alle mediale und Funktionärsmacht nutzten, samt ihrer hysterisch skandierenden Fans, die forderten, daß der DFB Hertha alle Punkte aberkennt und aus dem Oberhaus schmeißt. Hertha flog in die Regionalliga, die Veltinenser waren gerettet, und der Aufrücker war Tasmania.

In der nächsten Saison führte der DFB die freie Handgeldzahlung ein.

Wie geschrieben, 6 Jahre später der Bestechungsskandal, wobei Hertha nachweislich eben nicht so gespielt hat, daß sie das Spiel verlieren mußte.
Aber da gab es noch ein Nachspiel, das Pokalspiel gegen die Veltinenser, die ja noch aufgrund ihrer Lügen sauber da standen (übrigens kam dann eben erst 2 Jahre später raus, daß die Veltinenser ihr Spiel gegen Bielefeld 2 Monate vor dem Spiel der Hertha für 40.000 Mark wirklich verschoben haben. Das Geld floß vor dem Spiel im Trainingslager).

Auf Hertha-Seite war Varga vom DFB trotz fehlender Anhörung und fehlendem Urteil mit einer Vorsperre belegt worden. Hertha hatte eine einstweilige Verfügung von einem Berliner Gericht gegen diese Vorsperre erhalten.
Hertha gewann in der Addition beider Spiele. Varga schoß, ich glaube, 2 Tore. Daraufhin haben die Veltinenser gegen die Wertung Protest eingelet mit der Begründung, daß Varga ja offensichtlich noch verurteilt wird. Der DFB entschied gegen Hertha. Die Veltinenser wurden Pokalsieger und zogen ins international Geschäft ein.

Ich werde diesen Verein ewig dafür hassen. Und erspare mir in Zukunft, bitte, deine Vergleichsanalysen mit Zeiten, die meine Überzeugungen in die Nähe von Krieg, Völkerhaß und Diktatoren zu rücken versuchen.

Danke!


pax.klm
5. Juni 2011 um 16:35  |  24031

driemer, danke noch mal für die vollständige Darlegung der Gründe, das mit dem Zwangsabstieg habe ich so bewußt gar nicht mehr in Erinnerung, war da noch zu lütte, war gerade die Zeit der ersten Schulbesuchsjahre…
aber in punkto apollo, er ist kein Schalker!!!
Hassgesänge und manche Fanaktionen sind mir auch zu flach….
zB das Verhalten gegen die Augsburger Fans welches einige aus der Ostkurve zeigten…
Augsburg ist nicht Gelsenkirchen und man hätte mit mehr nachdenken viel für ein positives Image der Hertha in Süddeutschland machen können!


Dan
5. Juni 2011 um 16:46  |  24036

@pax

Wieso? 77.000 haben doch die „Augsburger Welle“ mitgemacht. Wäre doch fatal, wenn das kleine Häufchen in der Ostkurve Aussagekraft hätte.


5. Juni 2011 um 17:12  |  24043

ehrlich,@driemer: nix Neues für mich-aber ich bezog mich auf ja auf anderes.-Abgesehen davon, dass diese Zusammenhänge kaum jemand,der attackiert, überhaupt kennt.-Ebenso wenig wie diese Fabfreundschaft mit den Badenern.
Irgendwie tust Du mir ab jetzt leid und ich empfehle Dir etwas frische Luft für Deine Synapsen zwischen den Augen. Wer hier-wörtlich- von „ewigem Hass“ redet, hat wirklich nichts verstanden von dem, was ich sagte. Im Übrigen hattee ich sicherlich nicht dich in irgendeinen Zusammenhang stellen wollen.-Jetzt allerdings.. 😯
wenn Du Dir mal Zeit nimmst und über das Gefühl >HassHass< zu verstehen?-Ich weiss es nicht, da ich Dich nicht kenne.
Zur "Lehnsesselphilosophie": was soll denn das nun wieder sein?-
Fanschelte?-Ich habe darstellen wollen, dass es mal wieder die Fans unter sich austragen, obwohl es ganz andere zu verantworten hatten. Da hilft auch kein Hinweis auf "hysterische Schalke-Fans". Wer übrigens jemals die Frösche damals erlebt hat, kann sich oft nur fremdschämen.. Aber es geht mir ja ganz im Gegenteil darum-solche Albernheiten offenzulegen. Nix gegen Rivalitäten und Animositäten, solange sie spielerisch bleiben-für alles andere habe ich kein Verständnis.-Und schon gar nicht für kultivierten und erfundenem Hass.
Ich kann über solche "Farm der Tiere"- Dinge leider auch gar nicht mehr lächeln. -Die Grenzen von verbalisierter Gewalt, zur materialisierten Gewalt sind sehr fließend. Da ich das Gegenteil einer Sessel-Biografie habe, darf ich das mal ansprechen…
Wer in Deutschland Gesenkirchener Jungen und Mädchen "hasst", weil deren Spieler vor 40 Jahren…und die eigenen Fans auf deren Seite standen.. "der hat sie doch nicht alle"-würde Dir mein 12 jähriger Sohn darauf spontan sagen. Ohne Scheiss. Und der 12 Jährige hat vollkommen recht..


5. Juni 2011 um 17:16  |  24045

wenn Du Dir mal Zeit nimmst und über das Gefühl >HassHassHASS< nachdenkst, kommst du vielleicht auf neue Erkenntnisse. Vielleicht bist du auch nur zu jung, um dieses Wort zu verstehen?-
P.S. ne Editier-Funktion könnte ich wohl gut gebrauchen.


driemer
5. Juni 2011 um 19:13  |  24052

@apollinaris,
darauf habe ich nur gewartet, daß mir jemand sagt, daß ich zu jung bin – den wünschte ich mir als Arzt oder Tod.

Daß mir aber einer verbalisiert, daß ich zu jung bin etwas zu verstehen, dann frage ich mich natürlich, mit welch kreuzzug-Erfahrenem habe ich es da zu tun.

Nein, apollinaris, ich glaube dir deine hochtrabende Einleitung nicht, daß mein Beitrag „nichts Neues“ für dich war. Das schreiben Menschen gern, wenn sie von ihrer geäußerten Meinung grundsätzlich nicht ablassen wollen. Nur wäre mir in solchen Fällen lieb, wenn die Eitelkeit ausreichte, bei der Wahrheit zu bleiben. Aber da scheint deine Fabulierlust größer als die Lust auf Verständlichkeit

Wer in Deutschland Gesenkirchener Jungen und Mädchen „hasst“, weil deren Spieler vor 40 Jahren…und die eigenen Fans auf deren Seite standen.. „der hat sie doch nicht alle“-würde Dir mein 12 jähriger Sohn darauf spontan sagen. Ohne Scheiss. Und der 12 Jährige hat vollkommen recht..

„Ich werde diesen Verein ewig dafür hassen.“ – schrieb ich – naja, deine Fabulierlust eben.

…-aber ich bezog mich auf ja auf anderes.-Abgesehen davon, dass diese Zusammenhänge kaum jemand,der attackiert, überhaupt kennt.-Ebenso wenig wie diese Fabfreundschaft mit den Badenern.
Irgendwie tust Du mir ab jetzt leid und ich empfehle Dir etwas frische Luft für Deine Synapsen zwischen den Augen.

Du mußt dir keine Sorgen machen um mich, meine Prä- wie Postsynapsen leiden keinen Frischluftmangel, dazu wohne ich zu gut, und Strom- oder Ionenverluste muß ich auch nicht beklagen.

Aber vielleicht versucht du es mal mit einem besseren Sender, wenn du dich vom Empfänger mißverstanden fühlst. Dein 12jähriger Sohn käme mir in den Sinn, wenn er denn schon Recht hat.

Viel Spaß noch an diesem Sonntag.


Dan
5. Juni 2011 um 23:10  |  24071

@driemer

Die @selterflasche kannte den Sachverhalt, weil wir das Thema schon mal beim TSP hatten und ich dort die Jungs von Gelsenkirchen mit Herne West verunglimpfte.

Da hatte ich auch das Geschichtsbuch ausgepackt und ausgiebig bei Adam und Eva (60er) begonnen.
Ich mag den Verein daher auch nicht, aber trotz allem habe ich mich z.B. damals über einen Klaus Fischer und heute über einen Neuer in der Nationalmannschaft gefreut.
Mit frischer Luft im Kopf, kann man halt auch über seinen eigenen Schatten springen ;).

Wie Du ja selber schreibst leidest Du an keinem Frischluftmangel und das hätte ich mir auch kaum vorstellen können.


6. Juni 2011 um 11:36  |  24097

Nun, @driemer: es hat nichts mit Fabulierkunst zu tun, sondern mit mit Logik. Wenn du einen Verein „ewig hassen“ kannst ( und solche Sätze und Gedankenwelt empfinde ich nun mal als gefährlich-neben dem Erbärmlichen), dann ist der Grad schmal, die Geslsenkirchner Fans, die ja ihren Verein „lieben“ (bis in alle Ewigkeit“) von diesem Bannstrahl getrennt zu lassen. Von diesem Grad sprach ich im Übrigen. –
Ohne solche Sätze gäbe es keinerlei Rowdytum, keinerlei Schlägereien u.ä. Hasstaten.
Zur Alterssache:-Da wollte ich nur höflich sein, weil dieser Satz (s.o.) von mir in einem anderen Rahmen anders benannt würde,- wobei wir wieder bei der Frischluft und den Synapsen wären..
-Einen Fussballverein „ewig zu hassen“-tut mir leid, da kann ich einfach nur mit meinem Sohn antworten..
Ich kann mir das -um Dir das denn nun doch zu illustrieren, -nur mit geringer Lebenserfahrung erklären. Wer etwas älter ist und einiges an Gruppengewalt mit erlebt hat, wer dabei Gewalt und Zerstörung versucht hat, in seinen Gründen zu verstehen-wer in der Lage ist, gedankliche Brücken zu schlagen, vom Wort zur Tat,-der kann mit dem Wort HASS nicht so leichtfertig und naiv umgehen.
-Wer hingegen all das kann-und trotzdem das Wort in aller Fülle auslebt,-der wäre ja weder dumm noch jung und unerfahren,-was bliebe dann? (…)

Und deshalb nahm ich für Dich lieber entschuldigend an, Du könntest diesen Satz mit dem Umstand der (Gnade) „der späten Geburt“
ein wenig entkräften können.


Slongbo
26. Juni 2011 um 9:40  |  25938

Ich bin sehr gespannt, wie sich Beichler entwickeln wird. Abgeschrieben habe ich ihn noch nicht. Aber große Hoffnungen verspüre ich auch nicht mehr. Das ist echt schade.

Anzeige