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(ub) – Wildern beim Hertha-Nachwuchs – die Morgenpost hat das Thema vor drei Monaten öffentlich gemacht. Wir haben hier im Blog diskutiert, über den Sinn und Unsinn, dass die deutschen Profiklubs sich um immer jüngere Nachwuchskräfte bemühen. Wie die TSG Hoffenheim auch mal um 14-, 15-Jährige Kinder, die (von Hertha BSC) aus Berlin 620 Kilometer weiter verpflanzt werden. Nun zieht das Thema Kreise.

Sämtliche Mitarbeiter der Scouting-Abteilung aus Hoffenheim haben bereits Hausverbot bei Hertha BSC. Jetztfordert die Deutsche Fußball Liga (DFL) eine Beschränkung für Berater. In Zukunft sollen Berater nur noch Jung-Profis unter Vertrag nehmen, die älter als 16 Jahre sind.  Das fordert Andreas Rettig. Der ist Manager vom FC Augsburg und Leiter der Kommission Leistungszentren bei der DFL: „Das ist doch irre, was da passiert. Wozu braucht ein 14-Jähriger einen Berater? Den jungen Spielern und ihren Eltern wird so eine Pseudo-Wichtigkeit vorgespielt. Zudem müssen alle Spieler informiert werden, dass jeder Beraterkontakt zu meiden ist.“

„Die schlimmste Kuh auf dem Eis sind die Berater“

Die DFL soll mit einem scharfen Schwert drohen. Die Nachrichtenagentur dpa zitiert Rettig so:  Ein Verstoß soll mit einer Nominierungssperre für die Junioren-Nationalmannschaften bestraft werden: „Sonst bleibt es ein Papiertiger. Alle müssen wissen: Jetzt wird es ernst. Ich setze meine Karriere in der Nationalelf aufs Spiel.“

Gegen diese Bestrebungen sind, wen wundert’s, die Berater. Michael Becker, Jurist mit Sitz in Luxemburg und unter anderem Agent von Michael Ballack, sagt der Frankfurter Rundschau: „Heuchelei hoch 35, die Oberheuchler blasen die Backen auf“. Die DFL könne „einem Rechtsanwalt nicht verbieten, einen 16-Jährigen zu beraten. Das ist doch Schwachsinn. Die wollen etwas regeln, das sie gar nicht regeln können. Das wäre genauso, als wenn man außerehelichen Geschlechtsverkehr unter Strafe stellen wollte.“

Die Angelegenheit führt zu drastischen Formulierungen. Frank Engel, Nachwuchschef vom DFB, keilt im gleichen Text zurück: „Die schlimmste Kuh, die auf dem Eis tanzt, sind die Berater.“

Der Kampf um 14-, 15-Jährige Kinder

Um den weiteren Zusammenhang zu verstehen: Die deutschen Profiklubs hatten vor Jahren vereinbart, untereinander keine Jung-Profis abzuwerben. Doch kaum einer hält sich daran. Mit 16 Jahren dürfen die Youngster (und deren Eltern) Förder-Verträge unterschreiben. Wenn das passiert ist, sind sie längerfristig an einen Klub gebunden. Haben die Vereine  früher 16-, 17-Jährige gesucht, wird jetzt nach 14-, 15-Jährigen gefahndet – eben bevor Förder-Verträge abgeschlossen sind.

Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller hat mir zu dem Thema gesagt: „Wir haben die Angelegenheit mit Hoffenheim an die DFL weitergegeben und ich denke, dass wir dazu auch noch gehört werden.“ Wie sieht der Ausweg aus der Lage aus? Beim VfB Stuttgart hat Fredi Bobic angekündigt, dass die Jugendteams künftig unter Ausschluß der Öffentlichkeit trainieren werden. Bei Hertha denkt man in die gleiche Richtung. Eine andere Alternative wäre eine Absichtserklärung der 36 Profiklubs (die alle zur Nachwuchsausbildung inklusive Internaten verpflichtet sind), sich untereinander keine Talente abzujagen.

Eure Meinung: Die Beschwerde von Hertha BSC hat den Finger in die Wunde gelegt. Wie realistisch ist die Selbstbeschränkung, die Rettig von den Profiklubs fordert? Oder ist es letzten Ende so, wie Berater Becker es formuliert: eine weltfremde Idee.  Auf welchen Wegen kann ein Verein seine Rohdiamanten überzeugen zu bleiben: in dem Nachwuchskkräfte eingesetzt werden? Die Herausforderung, die sich für Verein stellt, erklärt in  der Frankfurter Rundschau Volker Kersting, der Nachwuchschef vom FSV Mainz: „Das schreit zum Himmel, das ist kriminell.“ Oder gehört Fluktuation auch in dieser Altersklasse zum Profigeschäft dazu?

P.S. Exklusiv für @dieter bei Finanzgeschäftsführer Schiller am späten Nachmittag nachgefragt:  Stand im Vorverkauf für das Freundschaftsspiel gegen Real Madrid: 64.000 Karten. Stand verkaufter Dauerkarten für 2011/12: 15.000 – das ist ein Topwert für diesen frühen Sommerzeitpunkt 😉

Eine Selbstverpflichtung der Agenten, erst 16-Talente zu beraten . . .

  • hält nur solange, bis der erste Klub ein Toptalent unbedingt haben will (37%, 144 Stimmen)
  • ist sehr zu begrüßen (35%, 134 Stimmen)
  • ist unsinnig, wenn die Verpflichtung nicht international gilt (16%, 63 Stimmen)
  • kann man sich schenken (12%, 45 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 386

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Als Verein hält man Talente . . .

  • mit der Perspektive, bei den Profis zum Einsatz zu kommen (63%, 237 Stimmen)
  • mit guten Jugendtrainern (16%, 60 Stimmen)
  • mit Geld (12%, 46 Stimmen)
  • mit sportlichem Erfolg (9%, 34 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 377

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Herthas Nachwuchsarbeit finde ich . . .

  • gut (50%, 195 Stimmen)
  • sehr gut (39%, 149 Stimmen)
  • befriedigend (10%, 39 Stimmen)
  • ausreichend (1%, 2 Stimmen)
  • mangelhaft (1%, 2 Stimmen)

Anzahl der Wähler: 387

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124
Kommentare

Slaver
14. Juni 2011 um 18:03  |  24838

Lustenberger spielt gerade gegen Island bei der U21-EM. LIVE auf Eurosport zu sehen. Gerade in der 1. Minute das 1:0 für die Schweiz.


Chuk
14. Juni 2011 um 18:07  |  24840

Über die juristischen Chancen den Beratern das Abwerben von 14 jährigen zu verbieten kann ich nichts sagen, aber im Allgemeinen sind mir sehr viele Berater sehr suspekt. 😛


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 18:07  |  24841

@slaver
Hat Lustenberger das Tor geschossen?


ubremer
ubremer
14. Juni 2011 um 18:08  |  24842

@Slaver,

yes Sir. Und an der Seite bei Island Eyjölfur Sverrisson schon mit grimmigem Blick!

@Blauer Montag,

Fabian Frei hat getroffen. Wer die Partie im Matchcenter der Uefa verfolgen möchte, klickt hier


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 18:09  |  24843

Ach ja Chuk, das kenn ich. 😉

Als „Berater“ bin ich meinen Töchtern auch oft suspekt…


Chuk
14. Juni 2011 um 18:09  |  24844

OT: Papst predigt am 22. Sep. im Oly. Mal sehen, was das für unsere Hertha bedeutet …
http://www.tagesspiegel.de/berlin/papst-predigt-nun-doch-im-olympiastadion/4284218.html


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 18:11  |  24845

@chuk Wir spielen mit päpstlichem Segen …?


Chuk
14. Juni 2011 um 18:13  |  24846

@Blauer Montag:
Wer weiß … 😉
Oder die ganzen Gläubigen treten den Rasen platt. 😮


Slaver
14. Juni 2011 um 18:13  |  24847

@ BM

Nein, Fabian Frei ist es gewesen.


Sir Henry
14. Juni 2011 um 18:20  |  24848

@Chuk

Ich schrob bereits heute Vormittag, dass am 11.09. das ISTAF stattfindet. Aber den Beitrag hat niemand ernst genommen oder anderweitig gewürdigt…grmpf

Also am 5. Spieltag ISTAF und kurz vorm 7. Spieltag die Messe. Es läuft alles auf einen Start mit einem Auswärtsspiel hinaus.


Chuk
14. Juni 2011 um 18:22  |  24849

@Sir Henry:
Sorry habe ich überlesen. 😉


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 18:27  |  24850

Ich hab deine Frage gelesen @sir henry,
aber ich konnte sie nicht beantworten.

Take it easy blease.
Du bleibst mein Kandidat als MVB 😉


Sir Henry
14. Juni 2011 um 18:29  |  24852

Heul. Genau davon rede ich.

Herr Doktor, keiner nimmt mich ernst.
Der Nächste bitte!


HerrThaner
14. Juni 2011 um 18:34  |  24855

Denke, dass ein Berater-Verbot für U16-jährige eine vernünftige Maßnahme wäre. Aber ob das machbar ist? Dafür kenne ich mich in der Rechtsgrundlage zu wenig aus…

@Slaver: Danke für den Tipp. Hätte doch glatt vergessen Eurosport einzuschalten!


Etebaer
14. Juni 2011 um 18:36  |  24856

Ich sag es nicht gern, aber vermutlich muß man im Jugendbereich den Draft einführen.
Alles andere wird unterlaufen!


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 18:36  |  24857

Mönsch sir henry, kein Grund zum Heulen.
Du hast nicht gerafft, was MVB heißen könnte: Most Valuable Blogger ❗


ubremer
ubremer
14. Juni 2011 um 18:41  |  24858

2:0 für die Schweiz, Torschütze Innocent Emeghara (40.)


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 18:50  |  24859

@etebaer
Klingt interessant deine Idee von 18:36. Könntest Du mehr darüber schreiben?

@ubremer
Wie geht es Lusti? Isser noch fit?


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 18:56  |  24860

Tja, wie will man es denn machen? Vermutlich geht es nur über eine Selbstbeschränkung oder DFB/DFL Auflagen.
Auf der anderen Seite will man ja auch keine Knebelverträge, die die Kinder an irgendetwas bindet, was diese selber noch gar nicht einschätzen können.
Was ist, wenn die Eltern beruflich unziehen müssen?
In Leverkusen oder Wolfsburg soll es ja auch ganz nette Arbeitsplätze geben?

Ich glaube bzw. befürchte, dass man da keine gestzlich-bindenden Regelungen finden kann, nicht für unter 16-Jährige und nicht gegen den Willen/Einverständnis der Eltern. Und mal ehrlich, wenn ich einen Berater für meine Kinder will, will ich einen Berater für meine Kinder. Wer soll mir das verbieten?


HerrThaner
14. Juni 2011 um 18:57  |  24861

@BM: Zur Halbzeit konnte er zumindest noch laufen. Hatte schon Angst, als er kurz vorm 2:0 auf bruuuuutalste (:P) Art und Weise gefoult wurde, aber noch ist anscheinend alles heil.


kypdurron
14. Juni 2011 um 19:05  |  24862

2 Zitate aus UBs Text:

Die deutschen Profiklubs hatten vor Jahren vereinbart, untereinander keine Jung-Profis abzuwerben. Doch kaum einer hält sich daran.

Eine andere Alternative wäre eine Absichtserklärung der 36 Profiklubs (…), sich untereinander keine Talente abzujagen.

Da liegt dann wohl das Problem … da hilft Jammern wohl auch nichts. Entweder es gibt eine Regel und sie wird respektiert, oder – wie jetzt – es gibt eine Regel, die nicht respektiert wird.

Ansonsten ist das beste Argument, das Hertha hat, wohl 1) eine anerkannt erstklassige Ausbildung (das ist wohl gegeben), 2) eine reelle Perspektive im Club, 3) tragbare Alternative für die, die es nicht im Club packen. Wenn all das zusammenkommt, wird man sicher die Jungen halten können, die man halten möchte.

Bei der Durchlässigkeit in die 1. Mannschaft und bei einem konsequenten Ausleihmodell gab es in den vergangenen Jahren aber doch einiges an Defiziten. Wenn die Spieler sehen, dass das woanders einfach besser läuft (zB beim sportlich auch nicht attraktiveren VFB), ist doch klar, dass sich die Spieler ihre Gedanken machen.


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 19:06  |  24863

Danke HerrThaner.
Jetzt kommt die Rinderroulade auf den Tisch. Da müssen Vernunft und Oberheuchelei bis später warten.


ubremer
ubremer
14. Juni 2011 um 19:08  |  24864

@Blauer Montag,

Lustenberger hat ein eher einfaches Spiel. Jollys Jungs sind nicht besonders (schwer zu glauben, dass die deutsche U21 in der Qualifikation gegen Island nicht gewinnen konnte). Lustenbergers Anteil am zweiten Tor: Er war der erste Gratulant.

@hurdie,

neben den Beratern gibt es ein zweites großes Tor. Selbst wenn es eine von der Fifa/Uefa/DFL verfügte Selbstbeschränkung der Agenten (mit FIFA-Lizenzen) gäbe, bleiben Rechtsanwälte (wie Becker). Jegliche Eltern dürfen/können sich von einem Anwalt beraten lassen. Bin kein Jurist, aber mein Rechtsempfinden sagt: Das wird niemand verbieten können.

@off-topic,

wer wissen möchte, warum Aufsichtsratchef Bernd Schiphorst auf den Mitgliederversammlungen immer zum Thema Sara Goller / Laura Ludwig befragt wird: Ein aktuelles Video der FAZ zu Herthas Beachvolleyballerinnen


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 19:39  |  24866

Sag ich doch @ubremer. Ich habe natürlich 😉 Juristen, die als Berater fungieren, mit eingeschlossen.


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 19:39  |  24867

Wie neckisch @ubremer
aber die Damen brauchen unbedingt neue Trikots. Am besten, rasiberllin liefert ihnen zweimal das GröFuKaZ-Trikot.


Blauer Montag
14. Juni 2011 um 19:41  |  24868

sorry, meine natürlich @rasiberlin


14. Juni 2011 um 19:48  |  24870

Opa versucht, sich zu erinnern:

Hatten Elisabeth Taylor, Drew Barrymore, Miley Cyrus und Heintje nicht auch Berater?

Alle haben als unmündige Kinderstars angefangen. Jemand musste deren Verträge unterschreiben und „ihr Bestes wollen“.
Was unterscheidet den 12-jährigen Kicker aus Schöneberg vom 12-jährigen Macaulay Culkin?
Ist die Diskussion nicht arg weltfremd?


HerrThaner
14. Juni 2011 um 19:57  |  24873

So, Lustenberger und seine Schweizer haben mit 2:o gegen (für uns und vor allem Adrion damals scheinbar übermächtige) Isländer gewonnen und stehen so gut wie im Halbfinale. Lusti mit ner soliden Partie, hat keine Fehler gemacht und das Spiel geordnet, wie man es von ihm gewohnt ist. Nach vorne sehr unauffällig (wenn er sich da noch verbessert wird er mMn nen richtig Guter!).


ubremer
ubremer
14. Juni 2011 um 19:59  |  24874

@wilson,

Ist die Diskussion nicht arg weltfremd?

Hertha hat sie angestoßen, die Diskussion. Mit einem Beschwerdebrief an die DFL und Hausverboten für die TSG-Scoutingabteilung im Olympiapark. Jetzt ist die DFL am Zug (siehe oben). Ob die Diskussion zu etwas führt . . . who knows?


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 20:02  |  24875

Ach ja, eh ich es vergesse, jetzt spielt Alba, weil… ich sehe nämlich nicht ein, dass Basketball mit einer Berliner Mannschaft weiter vom Thema weg ist als U21 Schweiz-Island.


14. Juni 2011 um 20:10  |  24877

Oh @ ubremer,
mir liegt es fern, eine Diskussion zu torpedieren. So sollte es auch nicht `rüberkommen.

Ich stelle fest, dass ich in diesem Fall die Ansicht von Michael Becker teile. Ob ich mich wohl fühle in dessen Gesellschaft, sei mal dahingestellt.

Die Diskussion – weltfremd und blauäugig. Weil´s nicht mehr in unsere Zeit passt. Man (wer auch immer das ist) sollte akzeptieren, dass die Zeiten sich ändern. Das hat sogar schon Herr Dylan besungen.
Bei Paulchen Panther wurde gesungen „Wer hat an der Uhr gedreht“; hier wird offensichtlich versucht, eine andere Uhr zurückzudrehen.


pax.klm
14. Juni 2011 um 20:11  |  24878

Hallo @ wilson, lieber Volleyball:
Tja weltfremd schon, es gibt da eine Schriftstelle in der Bibel die alles dazu sagt:
Universität Innsbruck
Die Bibel in der Einheitsübersetzung
1 Joh 5,19
Wir wissen: Wir sind aus Gott, aber die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen.

http://www.gutefrage.net/frage/wer-ist-der-herrscher-der-welt-gott-oder-der-teufel

http://www.langelieder.de/lit-ziegler.html


Treat
14. Juni 2011 um 20:14  |  24879

Tja, so verwerflich ich das Handeln vieler Berater immer wieder finde, bei der Umsetzbarkeit von ethischen Grenzen für deren Aktivitäten bin ich fatalistischer Weise ganz bei @Hurdie und @Wilson.

Die sind nicht aufzuhalten, solange noch irgendwo ein finanzieller Vorteil rauszuquetschen ist…

Da bleibt aus meiner Sicht nur, mit der guten Jugendarbeit konsequent weiter zu machen, dann werden diejenigen, die den richtigen Charakter, bereits frühzeitig die richtige Reife und auch noch die richtigen Eltern mitbringen schon bleiben – eine schwache Hoffnung, ich weiß.

Blauweiße Grüße
Treat


ft
14. Juni 2011 um 20:14  |  24880

ein völlig am Thema vorbeigehender Beitrag meinerseits:

Die Seite http://www.fussballtransfers.com/bundesliga/transfermarkt/

meldet unter der Rubrik „Absurde Transfermarktgerüchte“ unter anderem:

Gençlerbirliği verhandelt mit Hertha BSC Berlin um Adrián Ramos (‚Ajansspor‘)


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 20:15  |  24881

@wilson,

ich gebe dir Recht, wie soll man denn die Beckers verhindern (oder die Tiriaks)?
Aber ich komme dann zu meiner ketzerischen Frage von vor ein paar Wochen zurück: ist es dann noch sinnvoll als Profiverein Jugendarbeit mit unter 16-Jährigen zu machen?


14. Juni 2011 um 20:28  |  24883

@bm:

aber nur wenn ich den mädels beim anziehen helfen kann… 🙂


pax.klm
14. Juni 2011 um 20:29  |  24884

@hurdiegerdie, das ist genau der Punkt:
Gibt es noch die „Straßenfußballer“, die welche noch entdeckt werden können?
Und warum sollten „kleine“ Vereine“ dann ab 15/16 ihre Jugendspieler plötzlich so mir nichts dir nichts einfach den „Erfolgsvereinen“ abgeben?
Dann sind wir wieder da wo wir zu Beginn der 70er waren…


kraule
14. Juni 2011 um 20:35  |  24885

Ich habe mal im TransferMarkt etwas Spieler und Familie etc. zum „Besten“ gegeben…. und wurde gnadenlos niedergemacht…….

Und genau das ist DAS Problem!

Wem interessiert es ob ein Lasso, der uns so viel Freude bereitet, bereits bei mehr Vereinen zu Hause war, als mancher von uns in seinem Leben umzieht?

Der soll hier die Dinger rein machen und gut ist es!

Also was soll diese Diskussion?

Kann ich eigentlich nur milde belächeln….. ich erlebe dieses Drama fast Tag für Tag in der eigenen Familie.

Fazit:
Doppelmoral!!!


14. Juni 2011 um 20:35  |  24886

@ hurdiegerdie

Mit fällt nichts Besseres als die @Treat-Linie ein.

Als Verein muss Du so attraktiv (auch im Sinne von vertrauenswürdig) sein, dass Du mit Deinem Angebot überzeugst und den Berater überflüssig machst. Da bin ich allerdings so blauäugig wie die von mir infrage gestellte Diskussion.

Wenn Du eine Ware direkt an den Verbraucher verkaufen kannst, profitieren beide. Schlängelt sich der Händler (in unserem Fall – der Berater) dazwischen, profitiert einer auf jeden Fall: der Händler/Berater.

Und ja – es ist sinnvoll auszubilden.
Auch hier der Blick in die Wirtschaft, ohne dass ich den großen Analysten geben will, der ich nicht sein kann: Unternehmen binden heute frühzeitig ihren eigenen Nachwuchs an sich. Hier sind jene Firmen im Vorteil, die sich diesen guten Ruf erworben, erarbeitet haben. Schulabgänger schauen heute sehr genau, welche Firma (Verein) ihre Lehrlinge übernimmt.


Treat
14. Juni 2011 um 20:35  |  24887

Tja @hurdie, diese deine Frage hatten wir ja schon öfter und eine zufriedenstellende Antwort gabe es bis zum heutigen Tage anscheinend (habe gerade von scheinbar geändert, selbst ich lerne ab und an dazu…) nicht.

Daher würde ich dir – auch nicht befriedigend aber eben meine beschränkte Sicht der Dinge – aus zwei verschiedenen Perspektiven antworten wollen:

1. Aus monetärer Sicht: Keine Ahnung.
2. Aus idealistischer Sicht: Auf jeden Fall, aber so was von! :mrgreen:

Blauweiße Grüße
Treat


14. Juni 2011 um 20:35  |  24888

ich kenne die Szene zu wenig. Aber ich denke, es kommt auf die Handelnden an. Es gab „früher“ gewisse Moralkodexe in der „old economy“, die sind mittlerweile vollkommen passee´,-ob das für immer und ewig so sein muss,-vorallem in dem sehr jungen und noch weitgehend inkonsistenten Gebilde Profifussball,-hängt von den Handelnden ab-. Ich weigere mich, ständig in Agonie zu verfallen, wenn es um Geschäftemacher geht?- wenn es so fatal wäre, würde ich die These von @hurdi zu 100% unterschreiben,-dann wäre es bescheuert, so viel Geld für eine Jugendakademie auszugeben. Das frei werdende Geld könnte man dann besser für gute Transfers nutzen. Dann wäre es aber auch geradezu bekloppt, Vereinsmitglied u/o Fan zu sein-das sollte man sich dann bitte schenken.


kraule
14. Juni 2011 um 20:36  |  24889

„…etwas zum Thema…“


kraule
14. Juni 2011 um 20:37  |  24890

@apo

Mach dich mal schlau warum es sinnvoll ist und es zum sogar Teil gefordert wird „Jugendarbeit“ zu betreiben……..


pax.klm
14. Juni 2011 um 20:37  |  24891

Es bedarf einer gesetzl. Regelung, denn es ist nicht zu vergleichen ob jemand im Jugendbereich wechselt weil er aus privaten oder familiären, schulischen Gründen dies tut oder weil da graue Eminenzen am Werken sind!
Icke finde dit „pervers“, es erinnert mich an die Kinderarbeit, in der Zeit vor über 150 Jahren und heute in der 3/4 ten Welt! Gruselig!
In Amerika gab es für so etwas auch mal Gewerkschaften, die die Arbeitszeit kontrollierten und die Berater waren dann Mitglieder von Familien…
Jugendschutz, ist das nur ne Phrase?
Warum sollten eigentlich Lehrer noch gewisse Grundsätze (moralische/gesellschaftliche) vermitteln….?
Eine ellenlange Diskussion ist im Kommen!!!


Sir Henry
14. Juni 2011 um 21:00  |  24893

@wilson

Wenn Du eine Ware direkt an den Verbraucher verkaufen kannst, profitieren eben nicht zwangsläufig beide.

Wie sollte denn Bauer Gurke in Kleinsiehstenich seine Milch an den Mann bringen, wenn es keine Händler gäbe? Sollen die Städter alle raus aufs Land fahren oder soll Bauer Gurke mit zwanzig Tanklastern in die Stadt juckeln. Und wer kümmert sich in der Zeit ums liebe Vieh?

Und wie erhalten wir in der Stadt ohne Händler unsere Turnschuhe, Rucksäcke und unseren Strom?

Wie werden ohne Händler die Arbeiter in Japan ihre Autos los, wie die Fußballnäher in Pakistan ihre Bälle und wie die Kokabauern in Kolumbien ihren Stoff?

Mit wem soll Michael Preetz denn die Verhandlungen führen? Mit den Spielern persönlich? Willst Du Patrick Ebert seinen Vertrag alleine machen lassen?

Die Berater haben eine wichtige Funktion am Markt.

Inwieweit sich nun 14- oder 15-jährige an Berater binden, müssen die selbst entscheiden.

Es gibt doch nur eine überschaubare Anzahl an Klubs in Deutschland (36, evtl. 54). Die Clubs müssen für die Ausbildung ja auch was leisten, ist ja nicht so, dass hier endlos Talente aufgenommen werden könnten.

Das regelt sich.

Ich finde, Hertha sollte andere Wege beschreiten, als die DFL anzurufen.


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 21:06  |  24895

Moralisch-idealistisch bin ich voll bei euch @Wilson, @treat.

So leid es mir ja schon fast tut, @apolinaris, aber das Fansein beinträchtigt eine reduzierte Jugendarbeit wohl kaum. Kraule gibt ja mit Lasogga ein gutes Gegenbeispiel. Watn Hype um Lasogga und der kam eben nicht als Jugendlicher zu Hertha.

Auf den Blick in die Wirtschaft möchte ich lieber nur kurz eingehen, das würde ausufern. Aber die Wirtschaft investiert nicht in das Schulsystem, sondern will die Leute möglichst da abholen, wo sie sie gebrauchen kann, training on the job. Ich glaube nicht, dass ein Profiverein wirklich viel mit 12-bis 17-Jährigen anfangen kann.

Aber idealistisch hätte ich natürlich gerne eine Hertha-Mannschaft aus Spielern, die seit ihrem 10 Geburtstag bei Hertha gross geworden sind.


f.a.y.
14. Juni 2011 um 21:32  |  24896

Hmmm. Ich denke man lässt hier etwas außer Acht, dass dir armen 16jährigen, die von bösen Beratern geködert werden doch gar keinen Vertrag unterschreiben. Das machen die Eltern. Und denen wird die DFL wohl nichts zu sagen haben. Schon gar nicht wenn der Berater auch noch Anwalt ist.

Für Hertha kann das natürlich doof sein. Für die Kinder finde ich es richtig. Tut mir leid. Aber wenn ein junger Spieler seine Perspektive woanders sieht, sollte er gehen dürfen. Und da muss Hertha dann auch nicht den Moralischen machen, denn letztlich geht es allen nur um das Geld, dass der Spieler mal bringen könnte. Und so wie sich der ausbildende Verein das Recht heraus nimmt, Spieler die es nicht bringen wieder fallen zu lassen, so sollte man es den Spielern auch zugestehen. Oder soll man sich mit 12 für die kommenden 6 Jahre festlegen????


Sir Henry
14. Juni 2011 um 21:37  |  24897

Alba schnupft gerade Bamberg auf.


jap_de_mos
14. Juni 2011 um 22:02  |  24899

Hm, ich würde da eine Mischung durchaus begrüßen:
– Berater konsequent vom Training aussperren, heißt: kein öffentliches Training in den Jugendmannschaften (ist das überhaupt umsetzbar?)
– Von Anfang an eine starke persönliche Bindung an den Verein fördern. In diesen Sektor fällt auch die Beschäftigung vieler ehemaliger Profis, weil sie an der Stelle überzeugend als Vorbilder fungieren kann.
– Klar Perspektiven aufzeigen: Durchlässigkeit in die 1. Mannschaft, Leihen etc. Hier ist ein überzeugendes Konzept vonnöten, das Eltern und Jugendlichen von Anfang an vorgestellt und durchgehalten wird.
– Bis zum Alter von 16 (?) wird ausschließlich mit den Eltern verhandelt. Wenn sie Beratung möchten, können sie die Verträge ja hinterher gegenlesen lassen.
– Eine „Good Guy“-Liste führen (am besten in Zusammenarbeit mit der DFL), in der vorbildliche Berater/Unterstützer für Eltern von talentierten/umworbenen Spielern genannt werden.

Soweit meine (blauäugigen?) Ideen!


correctly
14. Juni 2011 um 22:13  |  24900

Berater sind doch Gang und Gebe. Gibts ja auch in vielen anderen Ligen. Und oftmals berät der Berater besser als der Verein…..gerade eben auch bei jungen Spielern. Daran denken nur die wenigsten Vereine und sehen eben nur das schnelle Geld (siehe nur mal die Boatengbrüder bei uns damals).


dieter
14. Juni 2011 um 22:14  |  24901

@ubremer

Vielen Dank fürs Nachfragen bei I. Schiller! 😉
Schon mal eine schöne Zahl verkaufter Dauerkarten aber hoffentlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. 😉


ubremer
ubremer
14. Juni 2011 um 22:22  |  24902

@correctly,

Daran denken nur die wenigsten Vereine und sehen eben nur das schnelle Geld (siehe nur mal die Boatengbrüder bei uns damals).

wer hat im Sommer 2007 ans schnelle Geld gedacht: Die Boateng-Brüder/Berater oder Hertha BSC?

@dieter,

nur mal zum Vergleich: Im Sommer 2009, als Hertha die vorangegangene Saison als Vierter abgeschlossen hat, waren zum vergleichbaren Zeitraum im Juni knapp 11.000 Dauerkarten verkauft. Da ist doch aktuell was in Bewegung geraten, oder?


pax.klm
14. Juni 2011 um 22:26  |  24904

Werter @correctly
Inwiefern?

Und oftmals berät der Berater besser als der Verein…..gerade eben auch bei jungen Spielern. Daran denken nur die wenigsten Vereine und sehen eben nur das schnelle Geld (siehe nur mal die Boatengbrüder bei uns damals).

Wäre gespannt auf die Ausführungen!


Exil-Schorfheider
14. Juni 2011 um 22:28  |  24905

Natürlich, @correctly! Nun ist der ehemalige Manager des Vereins Hertha BSC der Böse, der unbedingt die Boatengs los werden wollte! Dass Jerome damals vom Berater zum HSV gelotst wurde, weil er dort mehr verdienen sollte als beim Stammverein, ist nun natürlich keine zählbare Quelle…


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 22:31  |  24906

Ganz klar, es wäre ja vermessen, wenn ich als Bloggie Lösungen hätte. Da gibt es Profis, die sich hauptberuflich mit der Thematik befassen. Aber blauäugig wird man ja mal naiv rumspinnen können.

Verstärkte Jugendarbeit wurde doch m.E. eingeführt als man trotz Vereinigung den Anschluss beispielsweise an Frankreich verlor.

Das vorrangige Interesse liegt also beim DFB und dann der DFL. Die müssen Konzepte ausarbeiten, die für die Vereine attraktiv sind. Geld haben sie genug.

Kann man Förderverträge erst ab 16 abschliessen, dann könnte man als erstes auch U-15 und U-16 abschaffen, oder man muss Vertragsmöglichkeiten für die unter 16-Jährigen schaffen, da bin ich aber eher dagegen.

Als zweiten Punkt würde ich grössere Hürden für Abwerbende schaffen. Will man einen Spieler, muss man das x-fache der Ausbildungskosten zahlen und/ oder das Doppelte des Angebots des Ausbildungsvereins. Pro U-xx Nati-Einsatz erhöht sich der x-Faktor.

Als Ketzer denke ich auch, es wird sich nichts ändern, wenn die Vereine nicht Druck ausüben. Wenn sich ein paar Vereine so äussern würden, dass sie bei der Unsicherheit der augenblicklichen Lage sich eben nur auf das Minimum zurückzögen, gäbe es aus meiner Sicht auch ein schnelleres Umdenken bei DFB/DFL.

Fazit: Ausbildung muss stärker belohnt werden, die Last muss bei DFB/DFL liegen, nicht das Risiko bei den Vereinen.


14. Juni 2011 um 22:41  |  24907

@kraule/hurdi: na, ich wollte nur etwas provozieren, in dem Sinne: wenn es wirklich nicht mehr zu retten ist, und im Grunde die Berater und das Geld die Jungspieler abholen, bevor der ausbildende Verein zum Schuss kommt, wenn dieser kreis der Großvereine also immer enger wird-warum sollte man dann überhaupt noch Fan eines Vereins sein?- Wofür, wozu-mit welchem Grund lässt sich die Fahne schwenken?-Wenn, wie zum Teil gesagt wird, -sowieso nichts am System geändert werden -wozu sollte man (dann) diesem modernen Menschenhandel huldigen?-Ich glaube schon lange nicht mehr an den „selbst regulierenden Markt“-das ist eine hübsche Lüge für die Markt-Gläubigen.-
Ich denke schon, dass alle Versuche, das bestehende System zu kontrollieren und zu verändern, unterstützt werden sollten,-ansonsten brauche ich den Mist nicht mehr. Fussball als Vorstufe zum „Rollerball“ (70er Jahre Film mit Roy Scheider) ..wieso sollte ich mir da ne Tasse kaufen, auf der Hertha BSC steht ? 😯
In diesem Sinne meinte ich es, nicht „wortwörtlich“.
Dass ich für eine gute Jugendarbeit bin, @kraule, steht ja wohl außer Frage? 🙄


pax.klm
14. Juni 2011 um 22:41  |  24908

Das Problem ist sicher auch das Selbstverständnis eines Vereins und seiner „Elite“ in der/n Akademie/n!
Dieses Thema wäre es wert noch etwas näher betrachtet zu werden!
Sehe hier auch die Forderung von M B erzieherisch
tätig zu werden!
Und im Übrigen, es gibt viele Handwerksbetriebe die jetzt merken wie blöde es ist, dass niemand mehr richtig ausgebildet hat. Ein Mangel an „vernünftigen“ Azubis!

Sollte die Ausbildung ungeregelt bleiben, dann geht es mit dem duitszen Fußball auch wieder bergab, denn auch die Nati profitiert von geordneter „Ausbildung“!

Für mich lässt es aber gerade in Hinblick auf 18,99 tief blicken aber was für ein Gedöns der Presse für diesen „tollen“ Klub!
Es leben die Pfadfinder!


dieter
14. Juni 2011 um 22:42  |  24909

@ubremer

Ich glaube (und hoffe ganz stark) auch , dass bei der Hertha bzw. deren Fans etwas in Bewegung geraten ist.
Meiner Meinung nach liegt das daran, dass der Verein seit dem Abstieg vieles richtig macht.
Das ist für mich der Hauptgrund, warum z.B. auch die Mitgliederzahl im Zweitligajahr so bemerkenswert gestiegen ist.

Wenn du mit der Anzahl verkaufter Dauerkarten jetzt den Vergleich ziehst zum Sommer 2009 würde ich anmerken wollen, dass sich ein vierter Platz für sich genommen zwar toll anhört, man meiner Meinung nach aber das Zustandekommen genauer betrachten muss.

Man durfte ja bis zum vorletzten Spieltag realistisch von der Meisterschaft träumen.
So gesehen ist der vierte Platz und damit sogar ein Verfehlen der Champions League wohl eher eine herbe Enttäuschung.
Zumindest war es das für mich.. ich hatte mir aber trotzdem wieder eine Dauerkarte gekauft. 😉

Wenn man dazu weiterhin betrachtet, wer uns im Sommer dann alles an Leistungsträgern verlassen hat, ist es für mich nicht verwunderlich, dass im Sommer 2009 nicht so viele Dauerkarten verkauft waren.


monitor
14. Juni 2011 um 22:46  |  24910

Berater:
Pest und Segen zugleich! Kommt immer darauf an, welche Verantwortung der Berater (Spielermanager) für seinen Mandanten empfindet und nicht nur an sich selbst denkt.
Es gibt zu viele Halodris unter diesen Beratern. Ist so ähnlich wie bei den Versicherungsvertretern.

Wenn genügend 14/15 jährige ihre Karriere verkackt haben, weil sie den falschen Empfehlungen aufgesessen sind, reguliert sich das irgendwann mehr oder weniger selbst, (hoffe ich!)


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 22:46  |  24911

Rollerball geiler Film aber James Caan


Petra auf Föhr
14. Juni 2011 um 22:46  |  24912

Die gute Jugendarbeit in den Vereinen zu würdigen, ist das eine, aber junge Menschen und ihre Eltern eines Besseren zu belehren, wo diese jungen Menschen gut aufgehoben sind, das andere. Und das Thema Berater ist m. E. eines was keiner so regulieren kann, dass man nicht doch eine Hintertür findet. Sind doch eh meist „Winkeladvokaten“, die da am Drücker sitzen und durch gute oder schlechte Politik, die Eltern und deren Kids ködern. C´est la vie !!! 🙁


Petra in Lübeck
14. Juni 2011 um 22:47  |  24913

Achja, hab den Standort gewechselt 😀


ubremer
ubremer
14. Juni 2011 um 22:47  |  24914

@dieter,

So gesehen ist der vierte Platz und damit das Verfehlen der Champions League wohl eher eine herbe Enttäuschung . . . Wenn man dazu weiterhin betrachtet, wer uns im Sommer 2009 alles an Leistungsträgern verlassen hat,

wahrscheinlich steckt hinter @dieter Ingo. Exakt diese Argumente hat Schiller zur Einordnung der Zahlen von 2009 heute Nachmittag auch angeführt 😉

Im übrigen: @Petra auf Föhr, @Petra in Lübeck, @Petra im Interregio – „sich regen bringt Segen“ 🙂


dieter
14. Juni 2011 um 22:57  |  24915

@ubremer

Ich kann dir versichern, dass hinter @dieter im realen Leben weder ein Dieter noch ein Ingo (Schiller) steckt. 😉

Aber offensichtlich stehe ich dann bezüglich dieser Zahlen und deren Einordnung mit meiner Meinung nicht allein da. :mrgreen: 😉


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 22:59  |  24916

to defend correctly

KPB sehe ich anders aber Jerome ist auch ein rotes Tuch für mich. Und ich denke, da sieht man die Begrenzung idealistischer Ideen wie Stärkung der Identität für den Verein etc.

Hamburg hat das Doppelte bezahlt, mit Vorteilen für J. Boateng und seinen Berater. Punkt,

Natürlich ist das mal so mal so, aber bei J. Boateng weiss ich von mir, dass ich als er 17 war mit Leuten darüber gestritten habe, dass dies der bessere der beiden ist und er die grössere Kariere machen wird .
Kann ich nicht beweisen @driemer.


correctly
14. Juni 2011 um 23:01  |  24917

@pax
Beide Boatengbrüder haben woanders besser verdient als bei Hertha. Ist doch nun klar, dass der Berater da gut beraten hat. Er macht eben seinen Job wie ein Profi. Auch Dejagah hat besser verdient. Das Gleiche bei Madlung.


14. Juni 2011 um 23:04  |  24918

@hurdi: uups, stimmt-habe ich wohl mit dem „Das Fliegende Auge“ verwechselt 🙂
Ich fürchte, ich hätte gewettet..


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 23:12  |  24920

oder der weisse Hai? Ein anderes Lieblingsthema von mir.


14. Juni 2011 um 23:14  |  24921

ich hoelt beide Boatengs für Riesen-KVP für das kreativere, bei Jerome´bewunderte ich dessen Ruhe und Passgenauigkeit-in seinem Alter war das extrem außergewöhnlich. Als KVP in Dortmund bei Klopp scheiterte, war ich sicher, dass es „das war“. Jerome war da ja bereits etabliert. KVP war jedenfalls keinesfalls gut beraten, sondern irrte umher, völlig überfordert. Dass er es letztlich schaffte, nötigt mir Respekt ab, obwohl ich den Typ nicht besonders mag..


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 23:16  |  24922

@driemer,

natürlich, dass ER der bessere … (nicht „dies“).

Übrigens der Deutschkurs letztens war grosses Kino und das meine ich ehrlich.


14. Juni 2011 um 23:17  |  24923

Der Weisse Hai, war auch ein Film mit ihm..stimmt. Darf ich raten: Vermutlich magst du Plot aufgrund der falschen Darstellung des Hais nicht..? 🙂
Ich liebte den Film als Film, war damals längst schon Spielberg-Fan ( seit „Das Duell“)-völlig egal, was die Biologie dazu sagt *lol* (mal sehen..)


HerrThaner
14. Juni 2011 um 23:21  |  24924

@correctly: Dass die Spieler bei ihren neuen Vereinen mehr verdient haben ist richtig (wenn auch keine großartige, neue Erkenntnis) und sicherlich auch auf die Berater zurückzuführen.
Aber damit widersprichst du natürlich deinem ersten Post indem du meinst, dass vielmehr die Vereine – und nicht die Berater und Spieler – auf das schnelle Geld aus waren. Also was nun? 😉


hurdiegerdie
14. Juni 2011 um 23:25  |  24925

Apolinaris,

hatten wir schon. Der erste ist ein MUSS des Genres, die Sequelae sind nur noch blöd. Aber als jemand, der sich gegen die Ausbeutung der Meere Beifang, Flossen abschneiden für japanische Suppen einsetzt, natürlich ein No Go. Und wer Haie mal live erleben durfte….
Aber das gehört hier wirklich nicht her.


bama286
15. Juni 2011 um 0:10  |  24926

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, verkaufte Hertha BSC im Sommer 2008 ca. 16.000 Dauerkarten, 2009 waren es ca. 18.500, 2010 habe ich 14.500 im Kopf.

Kann das jmd. verifizieren? Wo liegt der Rekord? Wurde dieser 2009 oder doch nach dem letzten Aufstieg aufgestellt? Oder 99/2000?

Quelle 2008: rbb-Videotext von damals, bzw. transfermarkt.de – Hertha BSC-Forum


Dan
15. Juni 2011 um 0:29  |  24927

Wie sichert man die Ernte seiner Pfründe vor dem 16. Lebensjahr?

Erste Berater eines 12-15jährigen sind wohl die Eltern. Es gilt also hier eine Vertrauensbasis zwischen Elternhaus und Verein aufzubauen.

Oder wie anfechtbar ist ein Vertrag zwischen Eltern und Verein, keine Verträge mit Beratern/ anderen Vereinen abzuschließen?

Berater können doch keine Umsummen zahlen um jeden, vielleicht in der Zukunft werdenden Profi abzudecken. Wenn 12-15jährige auffällig werden, dann sollte es doch dem Heimatverein als erstes auffallen.
Also wo liegt das Problem, sich über die Eltern vertraglich abzusichern?

Ich glaube zwar, dass eine perfekt begleitete Schulausbildung, Ausbildungsplätze bei Sponsoren usw. eine weitsichtige gute Sache ist, aber es gibt eben auch kurzsichtige Handlungsaktionen. Also warum nicht schon die Eltern ködern, was anderes tuen die Berater meines Erachtens nicht.

Ab der Ausbildung 16. Lebensjahr, würde ich den aufgezeigten Weg von @hurdiegerdie gehen.

Ausbildung muss besser bezahlt werden und hier könnte man auch die Ausbildungssterne zur Ablöse einfließen. Eine bessere Ausbildunganstalt erhöht die Ablösesumme.
Man könnte auch die Uxx Nationalmannschaftseinsätze höher bezahlen lassen oder in die Ablöseberechnung einfließen lassen. usw. usw.

Die erste Frage die ich mir als Verantwortlicher stellen würde, wäre: „Habe ich die Posten von Trainern und Betreuern hochwertig in den Jugendmannschaften besetzt um rechtzeitig Erkennisse zu sammeln und auszuwerten?


driemer
15. Juni 2011 um 0:48  |  24928

Beraterschelte seitens der DFL und des DFB sollte dann auch ehrlicher Weise eine Systemschelte sein – und mit dem System haben die Berater nicht mehr zu tun als daß sie in ihm leben.
Hochangebunden kann man auch formuliere; Wer das kapitalistische System erschaffen hat, sollte sich nicht beschweren, daß es das gibt.

Vor einigen Jahren gab es ein Urteil, in dem die Richter die freie Wahl des Ausbildungsplatzes eines Jugendlichen über das Recht des von Kindesbeinen an ausbildenden Vereines stellten und mit Hilfe des Kapitals glaubten, ein salomonisches Urteil zu fällen: Der ausbildende Verein hat Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung. Das waren im Amateurbereich, so ich mich richtig erinnere, 250 DM.

Richter werden immer so entscheiden. Die scheinbare Lösung wäre die Rückaufteilung Deutschlands in seine einstigen Fürsten- und Herzogtümer mit Grenzen gegen heimatlichen Gewürz- und Menschenhandel. Aber erinnere ich mich dann der Tricks der Militär-Werber, war das so hilfreich wohl auch nicht.

Dazu kommen dann noch solche Szenen in die Erinnerung, in denen ein Schorch vor DH stand mit einem Friseur als Berater und DH mit dem Herthanwalt an der Seite. DH wollte von dem 18-jährigen eine bestätigende Vertragsunterschrift. Der Friseur hatte ein 1-Jahres-Leihangebot von Mailand oder Madrid (Hauptsache Italien) in der Hand. Nach eigenen Aussagen hat DH den Frisör aus dem Zimmer geprügelt. Schorch war dann endgültig weg, ohne Herthavertrag. Aber anschließend mit Vertrag von Hauptsache Italien.
Erinnere ich mich recht, war das in der Vertragsverhandlungszeit mit den Boatengs.

Ich denke schon, daß wir damals einen Aderlaß hatten, weil DH glaubte, daß Menschenführung was für Blindenhunde ist.

Vom Gesetz her wird man nichts gegen diese Jugendabwerbung machen können, sie ist, wie schon geschrieben, Systemimmanent. Und hat es Bayern vor einigen Jahren nicht allen vorgemacht, als sie so einen ganz jungen Burschen holten? Was ist aus dem eigentlich geworden?


Mineiro
15. Juni 2011 um 2:10  |  24929

Der Fathi-Transfer scheint an den Ablöseforderungen der Moskauer zu scheitern…

http://www.bild.de/sport/fussball/hertha-bsc/absage-von-mainz-star-malik-fathi-18363120.bild.html


Exil-Schorfheider
15. Juni 2011 um 8:22  |  24930

Naja, @mineiro, wohl auch wegen dem Millionen-Gehalt… es sei denn, MP weicht von seinem Plan ab, unsinnige Gehälter zu zahlen…


jap_de_mos
15. Juni 2011 um 8:46  |  24931

Hm, was generell ein großes Problem ist (ähnlich wie in der Bankenkrise), ist der Fehlanreiz: Berater verdienen nur bei einem Wechsel bzw. einem neuen Vertragsabschluss. Bedeutet: wenn ihr Klient jedes Jahr einen neuen Vertrag unterschreibt (egal wo), ist es für diese Herren am besten. Vielleicht müsste da der Hebel angesetzt werden? Gibt’s da vielleicht kreative Ideen?


Exil-Schorfheider
15. Juni 2011 um 9:00  |  24932

Ja, jap, die Idee ist, dass die Provisionen in jährlichen Tranchen über die Laufzeit gezahlt werden, um solche Wechsel zu vermeiden.

http://www.morgenpost.de/sport/hertha/article1102126/Wie_Spieler_Berater_von_Hertha_BSC_Millionen_kassieren.html


15. Juni 2011 um 9:05  |  24933

@ Sir Henry

Es lag mir fern, Händlern ihre Existenzberechtigung abzusprechen. In meinem Beruf profitiere ich (auch) von ihnen.

In meinem Beitrag habe ich lediglich darauf hingewiesen, dass einer, nämlich der Händler, auf jeden Fall profitiert, denn er sucht – und findet in der Regel – seine Marge, was beim Erzeuger/Produzenten nicht immer der Fall ist. Dennoch ist dieser u. U. auf diesen Vertriebsweg angewiesen.

Willst Du Patrick Ebert seinen Vertrag alleine machen lassen?

Gegenfrage: verhandelst Du über einen Berater mit Deinem Arbeitgeber?
Ich unterstelle, dass Du das selbst regelst. Wieso sollte Herr Ebert dazu nicht auch in der Lage sein?
Es wird gelegentlich so getan, als seien Profifußballer eine ganz besondere Spezies. Das sind sie nicht.

Dass die Situation bei Minderjährigen sich anders darstellt, ist unbestritten. Und wenn Du meine gestrigen Kommentare liest, habe ich kein Problem damit, den Status Quo (Berater/Fußballer) in der heutigen Form zu akzeptieren. Alle scheinen mit diesem Modell (mehr oder weniger) glücklich zu sein.
Wenn Hertha diese bzw. eine vergleichbare Diskussion anstößt – bitte sehr. Es werden täglich fragwürdige Säue durch verschiedene Dörfer getrieben.
Und am Ende reibt sich die Sau an einer Eiche, geht nach Hause, suhlt sich im Schlamm und schmunzelt. Und wartet, dass die nächste los geschickt wird.


sunny1703
15. Juni 2011 um 9:33  |  24934

Diese plötzlich Läuterung von DFB und DFL sind sowas von heuchlerisch,…..ich möchte das gar nicht weiter aufführen,@dreamer hat dazu schon einiges geschrieben.
Ich halte auch das Verhalten von Hertha in diesem Fall für heuchlerisch, denn ich kann mir nicht vorstellen,dass alle Spieler die jünger als 16 sind, als Herthamitglied zur Welt kamen oder nie vorher bei einem anderen Verein gespielt haben.Hertha wildert und das ist auch wichtig für einen Verein,der eine solche gute Jugendarbeit leisten möchte.
Die entscheidende Frage ist jedoch, ist die Philosophie des Vereins so ausgerichtet,dass talentierte junge Spieler nicht nur bis an den Profikader rangeführt werden,sondern dort auch genügend Einsatzmöglichkeiten bekommen?
Wenn ja,dann machen die Anstregungen mit einer ausgeprägten intensiven eigenen Jugendarbeit Sinn.
Wenn nicht,muss man untersuchen,ob nicht genügend qualitative gute Spiele hochkommen, warum das so ist oder ob an der Spitze der sportlichen Leitung nicht genügend Wille ,Entschlssenheit und Mut vorhanden ist, diesen „Jugendweg“ zu gehen.
Was Hertha BSC angeht, so ist die Antwort „Nein“.
Nur ob es daran liegt, dass die Spieler,die bei Hertha es bis an den Profikader schaffen,dann doch nicht gut genug sind,oder ob die sportliche Leitung nicht den Mut hat diese Spieler umfassend einzusetzen.,kann ich nicht beurteilen.
Sollte letzteres der Fall sein,müssen wir uns auch hinterfragen,mit wir meine ich jetzt uns fans und vor allem die Medien. Ist es nicht der Erfolgsdruck den wir gemeinsam alle ausüben, der meistens sportlich Verantwortliche dazu bringt lieber Nummer sicher mit fertigen Spielern zu wählen? Warum spielt ein Kobi fast eine Saison LV, wenn mit Schulz auf der Position jemand junges da ist,der zumindest mal 20 minuten dort getestet werden könnte. Ein Babbel,ein Preetz sind noch Newcomer und sind bei den nächsten Fehlern weg vom Fenster, ein Van Gaal ein Weltklassetrainer kann es sich leisten zu sagen,ich baue den Fc Bayern auf jung um ,setzt auf Kraft,Badstuber,Müller und andere und fliegt bei Erfolglosigkeit raus,um den nächsten Job bei einem Spitzenklub anzunehmen.Für einen Babbel,einen Preetz bedeutet das Risiko evtl Arbeitslosigkeit,zwar auf sehr hohem existentiellen Niveau,doch wie sowas sich auf die Psyche eines erfolglosen Menschen auswirkt,kann keiner von uns sagen. Nein,ich will bestimt keinen zu Tränen rühren, doch eine mögliche Erklärung für einen Differenz zwischen Einsatz und Ertrag bei der Jugendarbeit ist es schon.

Zu Malik Fathi, das war zu erwarten und war ja auch von den meisten erwartet worden. Mir zeigt das Ganze aber ,dass Hertha richtigerwiese auf der Position LV Handlungsbdarf sieht,zwar nicht mit einem Muss,aber doch bei einem evtl günstigen Spieler oder bei einer Leihe sicher zuschlagen wird. Und es zeigt Hertha hat auch noch Geld für einen weiteren Transfer,vielleicht wird es statt Fathi ein Stürmer sein oder ein OM.
Nur dieser darf nicht so viel kosten wie Fathi,ich empfehle auch hier Leihspieler.
Ein solcher Leihspieler wäre in meinen Augen ein Patrick Helmes,leider oft verletzt und in den letzten Jahren nicht mehr in DER Form, doch sollte er diese noch mal erreichen ist er einer der Topstürmer Deutschlands.

lg sunny


FelixBSC
15. Juni 2011 um 10:06  |  24935

@correctly
ob kevin prince so gut beraten war zu tottenham zu wechseln… kann man drüber streiten. eine kurzfristige gehaltssteigerung ist vielleicht doch auszuschlagen, wenn man dagegen die möglichkeit sieht, einen verein zu finden (oder eben bei diesem zu bleiben), bei dem eine karriere langfristig aufgebaut werden kann, was dann langfristig auch zu einem höheren einkommen führt. diese möglichkeiten auszuloten erwarte ich von einem „berater“


jap_de_mos
15. Juni 2011 um 10:31  |  24936

Naja, die Idee mit den Tranchen ist ja ganz nett, aber lassen sich die Berater da immer drauf ein? Und wenn dann der nächste Verein mit ner fetten Sofortzahlung ködert…
@wilson: danke für die plastische Schilderung! Kann direkt sehen, wie sich die Säue im Schlamm darüber unterhalten, wer als nächstes durch welches Dorf muss… 😀


Dan
15. Juni 2011 um 10:53  |  24937

Hi @sunny,

es liegt sicher auch an dem Mut und die sportlich gesteckten Ziele der Verantwortlichen junge Spieler einzusetzen.

Aber kann man wirklich übersehen, dass in den letzten zwei drei Jahren auch keine Bundesliga Qualität aus der Jugend kam?

Es ist ja nicht so, dass sämtliche Jugendtalente die Hertha in den letzten drei Jahren verlassen haben sich in der Bundesliga als Stammspieler tummeln.

Manuel Schmiedebach ist meines Erachtens der einzige Spieler dessen Bundesligatauglichkeit Hertha BSC übersehen hat.

Andere wie Bieler, Ede, Trarore, R.Müller, haben zwar einen Zweitliga Status erreicht, aber das war es bis jetzt. Traore kann man jetzt in Stuttgart beobachten, ob er sich dort durchsetzt.
Aber er hat eben auch zwei Jahre Zweitliga Spielpraxis gebraucht. Diese hätte er damals theoretisch bei Hertha nicht bekommen, er hat es praktisch wie Niemeyer gemacht.

Bieler hat sich bisher nicht durchgesetzt.

Schorch und Salihovic konnte oder wollte man nicht halten. Schorch und der Friseur, sowie die Geschichte des „faulen dicken“ Salihovic der aus der Stadt auszog und auf dem Land sein Glück suchte sind bekannt.

Es ist also nicht nur der Mut der Verantwortlichen, sondern meines Erachtens auch die Qualität / Reife der Spieler , die manchen Einsatz in jungen Jahren verhindern.

Ist aber für mich normal, man kann ordentliche Fußballer „produzieren“, aber Meisterstücke sind halt seltener. 😉


Exil-Schorfheider
15. Juni 2011 um 11:00  |  24938

@Dan, wer ist R. Müller? Meinst Du zufällig Christian Müller, den das schiere Verletzungspech ereilte, als er das erste Mal für die U21 auflief?

Ansonsten gehe ich bei Deinen Aufzählungen d´accord, wenn ich sie nicht sogar noch erweitere um A. Wallschläger und mindestens B. Cubukcu. Bei Schmiedebach war es ja auch so, dass er erstmal für H96 II eingekauft wurde.


15. Juni 2011 um 11:08  |  24939

ich kann nicht beurteilen, ob es heuchlerisch ist, was hertha u.a. da veranstalten-ich finde es vom Ansatz richtig; kein System ist unreformierbar und das jetzige System ist mir absolut unsympathisch.
Wichtig ist, wie sunny aufführt, dass die sportliche Führung sehr klar im Konzept ist.- Im Moment sieht es ein wenig danach aua, dass die Nachwuchsspieler eher eine absteigende Bedeutung haben:
Neumann vom Backup auf Platz 4 gerutscht. Perde oder gar Holland..?? Schulz?
Ich wiederhole mich: ich hätte nicht angenommen, dass ausgerechnet auf jenen Positionen, wo es starke Nachwuchsleute gibt, nachgekauft wird. Da hätte ich andere Positionen, die eben vom Nachwuchs fast gar nicht abgedeckt werden, erwartet.-Ich sehe darin (erstmal) eine gewisse Abkehr vom kommunizierten (und von der Öffentlichkeit positiv angenommenen) Kurs.-Rein sportlich und im Großen und Ganzen ( bis auf das Monstergehalt von Franz) auch finanziell sicher Top-Arbeit von Preetz & co.
Perspektivisch aber ..?
Insofern wäre es mir wichtiger gewesen, den eigenen Jungen eine Perspektive zu geben als ein (vielleicht?) Spiegelgefecht auszutragen..


Freddie1
15. Juni 2011 um 11:08  |  24940

Robert Müller, spielt bei Hansa.
Ich war mal so frei, @dan.
Und stimme deinem Post – wieder mal – zu.


Exil-Schorfheider
15. Juni 2011 um 11:22  |  24941

@freddie1

Danke, den hatte ich nicht mal mehr auf dem Schirm, soviele sind es mittlerweile!

Wollen wir hoffen, dass Christian Müller beim zweiten Anlauf in Cottbus Besseres widerfährt.


Freddie1
15. Juni 2011 um 11:29  |  24942

@exils: sehr gern. Ich meine, C. Müller hatte sich das Bein ausgerechnet im Cottbusser Stadion gebrochen.
Danach hatte er nicht mehr zur alten Form gefunden.


Freddie1
15. Juni 2011 um 11:31  |  24943

Ahh, deswegen schriebtest du auch im 2 Anlauf in Cottbus. Na ja, lesen hilft machma. Oder denken.


Freddie1
15. Juni 2011 um 11:37  |  24944

…manchmal. Mein Gott, ich mach erst mal Pause. Dann treff ich vielleicht die Tasten wieder.


pax.klm
15. Juni 2011 um 11:40  |  24945

Es macht halt einen Unterschied, ob ich einen 14 jährigen völlig aus seiner Umgebung reiße, so 500 bis 700 km von zu Hause weg,
oder ob ich in der Region stipitze.
Wie wäre es wenn Hoppe der ganzen Familie den Umzug und die neue Wohnmöglichkeit bezahlt, samt den arbeitsplätzen der Restfamilienmitglieder?
Dann wäre abwerben fast ok,
und es kommt auch darauf an, wie man abwirbt!
Mit Lug und Betrug?
Und warum heucheln DFB u DFL lieber sunny?
In dem auslösenden Fall meiner Meinung sicher nicht!


Exil-Schorfheider
15. Juni 2011 um 11:45  |  24946

@freddie

Kein Problem, ich meinte aber den zweiten Anlauf beim Klub, da er dort schon mal unter Vertrag stand.

Dass er sich dort das Wadenbein brach, rief sich erst danach in Erinnerung.


Tunnfisch
15. Juni 2011 um 12:06  |  24947

Anstatt dass die Fifa(Uefa) die dringenden Probleme entschiedener angeht, wird lieber Geld für den Stimmenfang ausgegeben und sich selbst beweihräuchert.
Das Thema Berater ist ganz klar ein Thema für die großen Verbände.
Einheitliche Regelungen für Berater gem. den Gebührengrundsätzen von Rechtsanwälten (vorbild Deutschland nicht USA).
Grundsätzliche Auszahlung nur über die Laufzeit von Verträgen.
Einstiegshürden für Berater nach Spielergehältern gestaffelt (ab einer gewissen Summe: Jurastudium und/oder Verbandslehrgang mit Diplom)
Empfindliche Restriktionen bei Zuwiderhandeln gegen Berater und Spieler.

Generell kann man niemandem verbieten sich beraten zu lassen.(Thema Jugensspieler) Ab einem bestimmten Level (Profis) kann man aber sicherlich von den Beratern spezielle Qualifikationen verlangen. So wie ein Trainer einen Trainerschein haben muss und ein Rechtsanwalt eine Jurastudium.
Das alles funktioniert aber nur wenn es auch umfassend umgesetzt wird, also mindestens im Einflussgebiet der UEFA.


sunny1703
15. Juni 2011 um 12:09  |  24948

@pax,
Für mich ist es heuchlerisch, wenn ein kapitalistisch ausgelegter Verband,der in seinem Bereich eine modernste rücksichtsloseste Ar t von Kapitalismus installiert, nun aus einem Bereich was auzuschneiden,um so etwas wie soziales Gewissen darzustellen. Sorry die herren Zwanziger,Braun ,Meyer Vorfelder und andere kommen wie so häufig im Sport von bestimmten Parteien,die nicht dafür bekannt sind,jetzt als die des sozialens Gewissens zu gelten.
Und wenn ich dann noch an die Unterstützung der Blatter Mafia in der FIFA denke……..ich höre jetzt auf,dieses thema ist nicht gut für meinen Magen!

Dann lieber zu Dan! 🙂
Deine Aufzählung in allen Ehren und wenn wir so rechnen, dann ist das Ergebnis achtbar. Doch rechnen wir oder zumindest die meisten und das mitentscheidenede auch die Medien so?
Nein, da zählt nicht Spieler X der es zu Verein y in Liga 2-6 geschafft hat, sondern es zählen die , die es bis in die erste Mannschaft von Hertha BSC geschafft haben und da bleibe ich bei meinem fazit ,das Ergebnis ist sehr dünn.
Lieber Dan,wenn alle so denken wie Du und einige andere hier auch,dann wäre das prima,dann könnte Hertha beruhigt die Arbeit weiter so machen,aber das ist leider nicht die Realität. In einer Stadt wie Berlin kommt ein Druck von Außen von anderen Fans,wie erwähnt von den Medien und da ist nach Ebert,Boateng usw nichts mehr passiert. Das Ergebnis der letzten Saison in der 2.Liga fand ich erschreckend,ohne darüber nachzudenken,ob es fehlender Mut der Verantwortlichen oder eben keine genügende Leistung als Ursache hat. Ich kann mir nicht vorstellen,dass sich das in der neuen Saison bessert und teile da zumindest in Ansätzen die Sorge von @apollinaris!
Ich habe Funkel insbesondere für sein Verhalten gegenüber den jungen Spieler angegriffen, doch momentan sehe ich Hertha im Bereich des Einsatzes Spieler aus dem eigenen Nachwuchs auf einem ähnlichen enttäuschenden Weg. Ich hoffe,ich irre mich und Babbel belehrt mich eines besseren.
Ansonsten ist hurdies etwas provokante Frage absolut berechtigt.

Übrigens wer kritisiert,sollte auch nicht mal mit Lob sparen,@ubremer und dstolpe, wie Ihr anhand der Güte der Diskussion seht, ein sehr gut von Euch ausgesuchtes Thema 🙂

lg sunny


Blauer Montag
15. Juni 2011 um 12:10  |  24949

D’accord apollinaris,
man kann mit Fug und Recht Qualifiaktionen für die Berater verlangen.


St1age
15. Juni 2011 um 12:15  |  24950

Lusti erzielt das Tor des Jahres bei hertha …


ubremer
ubremer
15. Juni 2011 um 12:22  |  24951

@sunny,

danke für die Blumen (die den Kollegen Stolpe derzeit nur bedingt erreichen, da er in Frankfurt beim DFB wg. Frauen-WM weilt und morgen in Mainz Deutschland-Norwegen sieht 😉 ).

Das Ergebnis der letzten Saison in der 2.Liga fand ich erschreckend

Schauen wir auf die Zahlen, wie die Jugend bei Hertha 2010/11 eingesetzt wurde:

Lasogga (19 Jahre) – 25 Einsätze
Schulz (18) – 21
Perdedaj (19) – 16
Neumann (20) – 11
Djuricin (18) – 9
Burchert (21) – 3
Morales (21 ) – 3
Knoll (20) – 2
Bigalke – 0
Hartmann – 0
Radjabali-Fardi – 0

Was genau hat Dich jetzt erschreckt? Dass Trainer/Manager so viel Mut für die Jugend aufgebracht haben?


hurdiegerdie
15. Juni 2011 um 12:39  |  24952

Soweit ich weiss, müssen Berater einen Schein haben (äh machen). Aber das ist wohl nur Geldschneiderei und fragt nicht wirklich Qualifikation ab.


sunny1703
15. Juni 2011 um 12:40  |  24953

@ubremer
Lasogga muss ich ja aus der Aufzählung rausnehmen,denn das ist keiner der aus dem Hertha Nachwuchs kam!
Gattuso,dem ich übrigens am meisten Potential zutraue es in den oberen Ligen zu schaffen, wird hinter all den jetzigen 6ern keine Chnace mehr haben,Neumann hat einen großen Teil seiner Einsätze der Verletzung von Mija bzw dem Absitzen von Strafen der beiden IV zu verdanken,dennoch klare Ansage,er bekam wenigstens seine Chance.
Schulz,da würde mich mal interessieren wie viele Minuten der denn gespielt hat!?
Und mir sagt man immer,er sei ein LV ,wie viele davon denn auf dieser Position?
Nein,keiner hat es auch nur ansatzweise zum Stammspieler geschafft,nur Lasogga,aber Lasogga ist eben einer der für hurdies frage spricht.
Ist es nicht sinnvoller Talente einzukaufen als sie selbst heran zu ziehen?

lg sunny


jap_de_mos
15. Juni 2011 um 12:41  |  24954

Danke @ubremer, genau diese Zahlen habe ich auch immer im Kopf, wenn ich lese/höre, dass Hertha nicht genügend auf die Jugend gesetzt habe. Ich kann das auch kaum nachvollziehen. Babbels Ansage war ja nicht: „Jugend, auf Teufel komm raus!“, sondern: „Jugend, wenn mind. gleich gut!“ Und daran hat er sich mMn gehalten: Neumann wurde Kaka und Janker vorgezogen, Perdedaj konsequent als 6er Nr. 3 nominiert, Schulz herangeführt, Lasogga Friend vorgezogen usw.
Auch wenn manches von außen natürlich kaum nachvollziehbar war: Warum Sejna statt Burchert beim Aerts-Ausfall? Warum ist Djuricin nach seinem Traum-Debüt kaum noch aufgefallen?
Fürs nächste Jahr bin ich sehr gespannt, ob die Jungen eine echte Chance erhalten. Ich traue es Babbel durchaus zu, dass er auch mal Neumann bringt, wenn Franz und Mija schwächeln o.ä.
Dass man nicht mit Neumann als IV Nr. 3 in die Saison geht (zumal dahinter wirklich lange erstmal nix kommt), finde ich absolut richtig. Lediglich Ottl hätt’s aus meiner Sicht nicht gebraucht, aber vielleicht belehrt der Saisonverlauf mich ja eines Besseren. 🙂
Man darf gespannt sein…


Bauger
15. Juni 2011 um 12:43  |  24955

Heute ist mit Amazon mein Buch gekommen! Schönes Ding!!! 🙂 So lässt sich die Hertha-freie Zeit gerade noch aushalten


ubremer
ubremer
15. Juni 2011 um 12:45  |  24956

@sunny,

Dich hat es erschreckt, wie wenig junge Leute eingesetzt wurde. Ich finde, Hertha/Babbel/Preetz haben eine herausragende Bilanz hingelegt, beim Heranführen junger Spieler (hatte noch Djuricin (18/ 9 Einsätze) vergessen) – meine Meinung.

@Berater,

die Honorarfrage ist laut Artikel 20 des Reglements des Weltverbandes Fifa für Spielervermittler klar geregelt:

„Die Vergütung für einen Vermittler berechnet sich auf Grundlage des Jahresbrutto-Grundgehaltes des Spielers. Der Vermittler hat Anspruch auf drei Prozent des Grundgehaltes.“ Ausdrücklich nicht berechnet werden sollen Prämien, Boni oder Zusatzleistungen wie Auto und Wohnung.

Verlinke mal zu einem Text, in dem ich exakt aufgelistet habe, wieviel Beraterhonorar Hertha zwischen 2006 und 2009 für jeden einzelnen Profi an die Berater gezahlt hat (dazu gab es im Print eine schicke Grafik über jeden einzelnen Spieler: Beispiel: Kaka, Berater: Vision Faktor, Beraterhonorar 400.000 – Es wird auch deutlich, dass Agenten von Spielern, deren Verträge verlängert wurden (Friedrich/Ebert/Chahed/Simunic) üppig bedacht worden sind. Insgesamt hat Hertha in jenem Zeitraum 5,52 Millionen an Provisionen ausgegeben).


Freddie1
15. Juni 2011 um 12:50  |  24957

Hi @Bauger, bei mir gestern abend gegen 9. Überbracht durch eine Hermesbotin namens: achtung! Hertha. Kein Scherz! Nach dem ersten Blättern muss ich auch sagen: sehr schön und aufwändig.


HerrThaner
15. Juni 2011 um 13:12  |  24958

@ubremer: In der Hinrunde war das wirklich ein sehr gutes Heranführen an die Mannschaft, in der Rückrunde wurde ja leider immer weniger auf die Jungs gesetzt.
Bedenklich finde ich aber vor allem, wie es in der nächsten Saison aussehen wird. Babbel wurde ja sehr schnell und gerne als der “große Jugendförderer” gesehen, aber im nächsten Jahr sehe ich außer bei Lasogga (der bekanntlich nicht aus unserer Jugend ist) kaum reelle Einsatzchancen für die Talente – was umso verwunderlicher ist, wo vor allem Neumann und Perdedaj doch mit guten Auftritten in Liga 2 auf sich aufmerksam machen konnten.
Ich hatte diese Aufzählung zwar schon mal, aber:

1. Schulz: LV Numero 3 oder 4, je nachdem ob Fathi noch kommen sollte. Im LM ist der Konkurrenzkampf mit Torun auch deutlich gestiegen und bei einer evtl. Dreifach-6 fällt die Position sogar ganz weg.

2. Neumann: Nach der Franz-Verpflichung IV Numero 4. Sehr schade, weil er mir wirklich gut gefallen hat. Aber wie oft kommt mal als 4. Verteidiger schon zum Einsatz? Da muss schon ein Gagelmann kommen und die komplette Stamm-IV vom Platz nehmen…

3. Brooks: Da kann man natürlich noch nicht viel erwarten. Wird wohl IV Nr. 5 oder 6 sein…

4. Morales: Hinter Lell und Franz und vielleicht vor Janker auf der RV-Position zu sehen. Keine große Chance, in der kommenden Saison auch nur eine Minute zum Einsatz zu kommen.

5. Perdedaj: Unnötigerweise hat man Ottl verpflichtet und ihm damit den Weg versperrt. DM Nr. 4, nur bei einer Dreifach-6 (die ich beim besten Willen nicht sehen will) mit einer reelen Chance auf regelmäßige Einsätze.

6. Knoll: Hinter Perdedaj. Hier macht man mit einer Leihe alles richtig.

7. Djuricin: Bei Babbel im Sturm hinter Ramos, Lasogga, Raffael, Friend und wahrscheinlich auch Torun anzusiedeln. Schade, dass man ihn nicht auch verleiht.

8. Burchert: Bleibt er, ist er wohl Torhüter Nr. 3. Welch Perspektive!

Alles in allem hat sich also unter Babbel kein Jugendspieler auch nur in die Nähe der Erstligastartelf spielen können. Nach einem guten und vielversprechdem Start in Liga 2 wurde einiges versäumt. Und nun zeigt man durch Verpflichtungen von Ottl und evtl. Fathi wieder grandios, wie sehr Hertha seinen Jungspielern wirklich vertraut… Ich behaupte nicht, dass all diese Spieler letzten Endes bundesligatauglich sind, aber zumindest auf die, die sich in Liga 2 gut geschlagen haben, hätte man weiterhin als erste Back-Ups setzen können.
In Sachen Heranführen an die Startelf (in Liga 1) sind wir mMn in letzter Konsequenz – Stand jetzt – genau so weit wie damals unter Favre oder Funkel. :/:
Klar ist, dass der Klassenerhalt erst einmal über allem stehen sollte, aber dann sollte man nicht so tun, als ob sich in Sachen Jugendarbeit irgendetwas großartig geändert hätte…

Da fällt mir auf, dass es ja eigentlich um Berater gehen soll… Upps. 😛


ubremer
ubremer
15. Juni 2011 um 13:24  |  24959

@HerrThaner,

Du hast recht. Es macht Sinn sich die Spieler im Einzelnen anzuschauen. Will nur darauf verweisen, dass oft das eine mit dem anderen zusammenhängt. Beispiel Nico Schulz. Der hat in der Hinrunde davon profitiert, dass er vielseitig ist: Er kann links in der Abwehr und links im Mittelfeld spielen. Und rechts im Mittelfeld (was er zuletzt bei der U19 gemacht hat). Schulz hat in der Hinrunde von der Ebert-Verletzung profitiert und hat meist auf dessen Position gespielt, nachdem Rukavytsya die Kraft ausgegangen ist.
Alle haben sich gefreut, als Ebert im Februar wieder spielfähig war. Aber dafür musste einer weichen. Hier also Schulz. Ich halte das für ganz normal. Ebenso ist es unstrittig, dass Hertha einen bundesligaerfahrenen Manndecker gebraucht hat. Deshalb kommt Franz. Und ich bin mir nicht sicher, ob Deine Behauptung eintreffen wird, dass Neumann als vierter IV eh keine Einsatzzeit bekommen wird.
Hertha hatte in der Rückrunde so gut wie kein Verletzungsproblem und keine Karten-Sperren. Das habe ich so selten erlebt. In einer normalen Saison hat man mehr Verletzungssorgen. Da kann dann schnell die Stunde der Reservisten schlagen. Davon abgesehen glaube ich, dass Hertha in der Bundesliga mehr rotieren muss als in der Vorsaison, weil das Spiel schneller und kraftaufwendiger wird. Auch das ist ein Umstand, der jungen Spielern in die Karten spielt.


pax.klm
15. Juni 2011 um 13:46  |  24960

Hallo sunny, Du schreibst:
@pax,
Für mich ist es heuchlerisch, wenn ein kapitalistisch ausgelegter Verband,der in seinem Bereich eine modernste rücksichtsloseste Ar t von Kapitalismus installiert, nun aus einem Bereich was auzuschneiden,um so etwas wie soziales Gewissen darzustellen. Sorry die herren Zwanziger,Braun ,Meyer Vorfelder und andere kommen wie so häufig im Sport von bestimmten Parteien,die nicht dafür bekannt sind,jetzt als die des sozialens Gewissens zu gelten.

Bitte nenne mir einen Verband der ohne Funktionäre funktioniert oder auch einen der nicht nach diesen Prinzipien läuft!
Da kommt es weniger auf die Penimse an als auf Macht!!
Den Widerstand den Du für Dich proklamierst, den sollte man wie auch immer und auch egal welche Gründe angeführt werden, auch anderenm zugestehen!


Zoni
15. Juni 2011 um 14:01  |  24961

Für mich als ehemaliger Jugendtrainer eines Stadtteilvereins nix neues: Auf einem Bambini Turnier hat ein CL Vertreter vom Rhein probiert, 6 jährige Kinder von unserem Verein mit Fahrrädern zu sich zu locken! Ein anderer Fall aus unserem Verein: Einem arbeitssuchenden Vater eines talentierten Jugendlichen wurde sogar ein Job versprochen, wenn der Sohn wechselt!
Die Vereine wissen schon, wie man an die Talente kommt. Nur solange in unbeobachteten Gewässern gefischt wird, interessiert das nicht. Jetzt, wo es in Liga 1 passiert, dreht der Wind…


sunny1703
15. Juni 2011 um 14:09  |  24962

@ubremer
Ih finde Deine Einstellung zu dem thema sehr gut,ich hoffe möglichst viele Deiner Kollgen teilen sie.
Doch es ist doch bei Hertha so wie Herr Thaner beschrieben hat,anfangs hui nachher pfui. Ja a kommen einige Einsätze zusammn,wenn man sich da sso durchliest aber nehmen wir doch mal Schulz, der hat in der hinrunde drei Spiele von beginn an gemacht, in der Rückrunde bekommt er keine 90Minuten zusammen. Und das kannst Du bei fast jedem jungen Spieler beobachten.
Natürlich könnten die kaum Verletzungen in der Rückrunde ausschlag gebend für die wenigen Einsätze sein.
Doch ist es nicht auch eine Analyse der hinrunde gewesen,die sicher nicht so sehr befriedigend ausgefallen ist. Und bei der es schon auffällig war,dass mit dem fehlen der erfahrenen mija und Aerts die hertha gewaltig ins Stottern kam.

Und dass dann aus Sicherheitsgründen keine experimente mehr gewagt wurden oder zumindest kaum noch.
Für mich bleibt es ein rätsel warum ein kaum noch Erstligatauglicher LV wie Kobi nicht zumindest mal probeweise von schulz ersetzt wurde?!
Und was passiert denn in der neuen Saison?
Ich wäre angenehm überrascht,bekämen die jungen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und um die geht es ja hier, eine Chance. Doch die Angst vor Erfolglosigkeit wird vermutlich das nicht zulassen.
Und wenn ich ehrlich bin,zumindest nach den gezeigten Leistungen in der 2.Liga sehe ich außer Neumann und Perdedaj niemanden der da auch eine Chance hätte, bei schulz kann ich nichts sagen,weil mir nicht klar ist,was für eine Position er denn spielt.
Die zeiten für junge Spieler haben sich auch geändert,kommen sie nicht bald zum Einsatz,sind sie nicht bald im Stamm der mannschaft,verlieren sie schnell an Wert,heute ist 22 fast schon ein erfahrener guter Spieler.
Die Lösung kann nur heißen,weiter fördern ,aber auch die Augen nach anderen talenten aufhalten,nur das scheint mir die gesunde Mischung für erfolgreichen Fußball zu sein…….und natürlich eine sportliche leitung die diese Phlisophie in die tat umsetzt!

lg sunny


Bauger
15. Juni 2011 um 14:14  |  24963

Und auch ich als Jugendbetreuer im ländlichem Gebiet, kann auch ein Lied davon singen! Und da sind es keine „großen“ Vereine, sondern Nachbardörfer, die mit Videospielen oder sonstigen Kram die kinder probieren zu sich zu locken!
Es ist so oder so völlig absurd, bei uns bekommen ja schon einige Herren Spieler in der Kreisliga Geld fürs Fussball spielen! Und bei den Herren ist das mit dem Abwerben ja auch schon sehr verbreitet, ich kann es ja verstehen, wenn es so im Profibereich ist aber nicht bei uns in der Kreisliga bzw. Bezirksliga! Man beachte das es unter der Kreisliga nur noch die Kreisklasse gibt!!!


Blauer Montag
15. Juni 2011 um 14:17  |  24964

Das sehe ich ähnlich wie blogvater Bremer um 13:24. In der kommenden Erstligasaison wird bei Hertha des öfteren rotiert werden. Kaum ein Spieler wird 30+ Spiele bis zum Ende der Saison erreichen. Auch die jüngeren Spieler sehe ich bei guten Trainingsleistungen stets auf dem Sprung in den 18er Kader.
Solange alle gesund sind, hat HERTHA eine starke Bank. Klagen wie nach dem Heimspiel gegen Union „Babbel hätte zu wenig Alternativen auf der Bank“ werden hoffentlich nicht so bald wieder zu hören/lesen sein.


sunny1703
15. Juni 2011 um 14:19  |  24965

@pax
Sorry deinem Beitrag kann ich leider vom Verständnis nicht folgen.
Das zum einen ,zum anderen habe ich es schon erwähnt,für mich sind Spitzenfunktionäre in DFB DfL UEFA und FIFA,aber Du kannst auch gerne das IOC zunehmen,ein thema ,das bei mir nur noch schlechte Emotionen hervorruft . Ich möchte hier aber nicht durch unvorsichtige emotionale Äußerungen provozieren,ich bitte Dich das jetzt zu respektieren und nicht weiter nachzufragen.

Danke für Dein Verständnis


bawü_herthaner
15. Juni 2011 um 14:20  |  24966

Erst einmal ein Dankeschön dafür das Thema wieder aufzunehmen. ich will mal versuchen ein paar Aspekte zusammenzuarbeiten die mich hierzu beschäftigen.

Natürlich ist Bindung der derzeit einzige Weg zum Erfolg. Auf der anderen Seite ist es ein unterschied ob ein Rechtsanwalt berät bei Verträgen oder ein Frisör…
Gegen Anwälte ist kein Kraut gewachsen (anwaltliche Schweigepflicht), da sie nicht zu wahren Angaben verpflichtet werden können. Und vor allem haben sie in Sachen Verträgen wirklich etwas beizutragen.

Es gäbe doch einen ganz einfachen Weg, wie sich die Leistungszentren gegenseitig schützen: sehr hohe Ausbildungsvergütungen. Sobald ein Verein wie 1899 oder Bayern für einen 14jährigen die Ausbildungskosten seines Jahrgangs zahlen müssten an den anderen Verein ist das Problem sofort weg. Dann muss ein Verein einen Knall haben mit Beratern zu verhandeln um so einen Knirps zu bekommen; kein Wunder dass sich der FCB und 1899 gegen Entschädigungen wehren.
Ausnahmen wie Messi gibt es, aber sie sind extrem selten.

Es müsste einen FCB+1899-Schädigungsfonds geben in den alle rachsüchtigen Vereine einzahlen um diesen beiden Vereinen die Toptalente wegzukaufen und sie so zur Vernunft zu bringen 😛 Was körperlich drin ist weiss man doch frühestens mit 16 nach der Hauptwachstumsphase.

Wenn ein Spieler in Berlin ausgebildet wird und dann nach Hoppenheim geht mit 14 – wären er und seine Familie dann wirklich später bereit gewesen (wenn Hertha noch mehr investiert hätte) nicht auch den Weg von Jerome oder Dejagah zu gehen? Also muss was bindendes her – für die Eltern!
Der Scouting-und Ausbildungsverein kann sich vielleicht (?) derzeit schützen wenn man allen Eltern faire Angebote macht und dadurch, dass man auf frühen Verträgen besteht in denen man die Eltern bindet, ein Gegenangebot machen zu dürfen wenn so ein falscher Fuffziger von 1899 ankommt.

Hertha hat zumindest aus Jeromes Fall gelernt und Nico Schultz nicht zu oft präsentiert, zumal eine Liga niedriger. Und man hat auch alle Profi-Aspiranten gebunden, was ein riesiges Verdienst von MB+MP ist.

Der verband kann Vereine (auch gladbach wilderte schon bei uns, ein Jahr vor Hoppenheim) der Profiligen nur bestrafen wenn es eine Grundlage dafür gibt -es wird Zeit für eine klare Regelung!
Schliesslich sind in jedem Jahrgang nur 1-3 TOP-Talente dabei und wenn die dann rausgeworben werden ist das ein echter Schaden. Denn wen man nicht ausbildet muss man für Profis teuer bezahlen.

Freudig habe ich nun mitbekommen wie immer mehr Jungs wie Fardi und Knoll in die zwote Liga ausgeliehen werden. Statt sie so lange schmoren zu lassen bis sie wie Traore fast für lau gehen können.
Gut ist auch, dass man keine zu teuren Spieler holt – an jedem der Stammspieler können sich unsere Youngster mit entsprechendem Biss vorbei schieben. So wie Lasogga.

Mein Fazit: Hertha hat vieles besser gemacht als früher aber noch nicht alles ideal. Der Verband muss aber striktere Rahmen setzen um die Ausbildungsvereine zu stützen, denn sonst können die die Kosten nicht auf Dauer tragen. Und Berater, die keine Anwälte mit deutscher Zulassung sind, dürfen keine Spieler unter 16 unter Vertrag nehmen oder sie verlieren ihre Zulassung für den Männerbereich.
Eltern, die ihre Kinder und sich von nicht akkreditierten Beratern und Anwälten vertreten lassen, denen ist nicht zu helfen – außer vielleicht durch einen Informationsabend des DFB/Berliner Fussballbundes.

PS: Die Draft wie in den amerikanischen Profiligen funktioniert nur in geschlossenen Franchise-Systemen ohne Auf-und Abstiege.


15. Juni 2011 um 15:00  |  24967

wir werden sehen, was die Praxis bringt. Im Moment ist die Tendenz glasklar absteigend, wie auch @Herrthaner detailliert aufdröselt. Aber das wird ja seit Wochen schon hier und anderswo kommuniziert, deshalb verstehe ich die sehr allgemeine Erwiderung jetzt nicht ganz, lieber blogpappi: seit Monaten lobe ich und viele andere die Arbeit der Trainer. Aber man darf doch jetzt, nach einigen Transfers auch mal anfangen, tiefer zu bohren?-Seit der RR kein Einsatz von Belang (5 Minuten Einsatz sind der Taktik geschuldet, kein Zeichen des Vertrauens) mehr für Djuri &Co. Ich sehe im Moment die Jungen eher als Lückenfüller, denn als ernsthafte Backups. Dem Neumann wird nun Platz 4 gegeben. Dem Perde, Holland, Morales etc der gute Ottl. Neumann und Perde ( Holland) sind allerdings diejenigen, die leistungsmäßig am dichtesten den Etablierten waren-nach den Tranfers sind selbst Bankplätze schwierig, zu bekommen, -sehr oft wird es die Trbüne sein. Bei Schulz bin ich unsicher, weil ich dessen Spielweise noch als sehr unausgereift und fast kindlich sehe-der braucht wirklich noch Zeit. Ich hätte also viel eher im Sturm , auf LV und vorallem im zentralen OM Verstärkung erwartet, da wir da auch aus den eigenen Reihen keinen Nachschub haben, der sich aufdrängt.-Ist es denn wirklich so töricht und abwegig, hier von einem Zurückrudern zu sprechen?-Mindestens die Zeichen seit der RR sind anders schwer zu interpretieren. Dass Babbel kein Spiel der Amas versäumt hat, finde ich grandios und zeugt von echtem Interesse.-Offenbar hält Babbel all die Jungen und , anders als z.B. Dardai, auch den Fabi Holland-nicht für bundesligareif..dann wäre allerdings seit den Boatengs & co. in der Tat nicht mehr viel passiert, für schlappe 5 Mio im Jahr…. 🙁
Diese Fragen finde ich durchaus berechtigt-ich sehe hier-mindestens im Ansatz-einen gewissen Widerspruch zu den offiziellen Presse-Verlautbarungen.#
Dass alle sich freuen, wenn sie gestandene Namen wie Ottl, Franz-vlt Fathi hören, ist klar, ich bin davon nicht frei. Ich finde den Kraft-Coup genial, die anderen Transfers empfinde ich zwiespältig, aus vereinspolitischer Sicht, nicht aus rein sportlicher.
Nebenbei: dass Franz kommt, obwohl er bessere Angebote hatte, spricht für seine Motivation und ist schon mal ein echter Grund für ein freundliches “ Willkommen!“ 😉


15. Juni 2011 um 15:32  |  24968

guckt mal hier… gibt´s jetzt noch nen buch:

http://www.pnn.de/sport/475127/

🙄


Blauer Montag
15. Juni 2011 um 15:38  |  24969

Gemach apollinaris,
ich teile deine zwiespältigen Gefühle, versuche mich aber dennoch in Optimismus über die weitere Entwicklung der HERTHA-Jungprofis.

Schulz hat in der 2.Liga etliche Einsätze bekommen. Perdedaj und Neumann weniger, aber auch die sehe ich jederzeit als Kandidaten für den 18er Kader. Wer es dorthin eine ganze Saison über nicht schafft, behält seinen Vertrag bei Hertha. Die Ausleihen von (Knoll? wohin?), Beichler und Fardi sehe ich genauso sinnvoll wie @bawue-H um 14:20. Frühestens am Ende der nächsten Saison traue ich mir ein Urteil über die Qualität der Jahrgänge 1989 bis 1993 aus der HERTHA-Akademie zu. Auf dem Spring in die 1. Liga ist sicher ein halbes Dutzend oder mehr, aber dauerhaft gelandet/etabliert bis dato keiner.


Bolle75
15. Juni 2011 um 15:49  |  24970

Ohne jetzt alles gelesen zu haben bin ich Grundsätzlich für den Schutz der Kinder und Jugendlichen. Warum Gründen nicht ein paar Eltern und ehemalige Talente einen Beratungsverein der über Gefahren, Positives und Negatives ein wenig aufklärt und vor allem zum Erfahrungsaustausch und Informieren da ist. Gibt es sowas ? Es gibt doch tausende von Beratungstellen für alles mögliche. Das ganze sollte dann aber Ehrenamtlich und vor allem ohne Sponsoren stattfinden um Begehrlichkeiten und Einflussnahme zu vermeiden.
Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung das die Entscheidung welchen weg man gehen möchte immer individuell zu entscheiden wäre. Dem einen tut es gut und hilft es in der Entwicklung mit 15 das Elternhaus zu verlassen, andere gehen daran kaputt. Sehr schwieriges Thema. Ich denke eine Selbstverpflichtung für Vereine ab Liga 3 wäre Wünchenswert und dazu das nötige wie z.B. oben genannte Beratungstelle drumherum. Berater hin oder her, freies Land freie Entscheidung aber vielleicht sollte man es machen wie bei der Abtreibung. Unabhängige Beratung ist Pflicht vor einem Vertrag unter 18, für Eltern wie auch die Kinder und das am besten jeweils einzeln und zusammen. Also Kind, Eltern und alle zusammen Beraten. Das dann genau in dieser Reihenfolge um möglichst viel Einflussnahme übereifriger Eltern ausschließen zu können.


Bolle75
15. Juni 2011 um 15:51  |  24971

@All: Die Fehler dürft ihr behalten.


ft
15. Juni 2011 um 16:56  |  24975

Zum eigentlichen Thema zurück:

Gestern habe ich in Ruhe einige Artikel der Frankfurter Zeitung zu dem Thema der Abwerbung von U 14 durchgeschmöckert.
Unter anderem blieb bei mir haften, das der Rechtsanwalt Becher argumentierte, dass ein libanesischer Vater kaum in der Lage wäre einen dreißigseitiges Vertragswerk zu lesen und rechtlich richtig einzuordnen. Deshalb, so dass Argument wäre ein Berater immer von Nöten . Der Anwalt bietet den Eltern Schutz vor den „bösen Vereinen“.
Das mag sogar stimmen.
Nun – war es in einem anderen Artikel oder in dem selben ? Ich weiß es nicht mehr so genau – wird geschrieben, das Hoffenheim den Jungspunden ( Minderjährigen U (nter ) 14 Jahren ) stolze 2000 Euro pro Monat angeblich geben soll.
Vermutlich dazu noch Kost und Logis frei.

Bei dieser stolzen Summe darf man doch zwangsläufig an ein regelmäßiges Einkommen denken, welches dieser junge Knabe bezieht.

Denk ich nun an eine arme libanesische Familie ( Herkunft kann beliebig ausgetauscht werden) , so unterstelle ich das hier möglicherweise der Knabe als Ernährer der Familie dienen sollt.

Wenn ich das mal mutmaße und unterstelle, dann darf man bei solch einer Konstellation an Gefährdung von Kindeswohl denken.

Ich hoffe ihr könnt mir folgen.

Bei Gefährdung von Kindeswohl kann man, ja muss man , die zuständigen Jugendämter einschalten.
Die dann den Einzelfall prüfen und entsprechend handeln können.

Bei einer Annahme, dass Kinder aus ihrem familiären und sozialen Umfeld ( dazu gehört selbstverständlich auch der Freundeskreis) herausgerissen werden um in der Fremde Geld für die Familie zu verdienen;
kann ziemlich guter Druck gegen Vereine aufgebaut werden.
Gegen die Familie natürlich auch. Denn die muss ja ( midestens gegenüber dem Finanzamt) nachweisen was mit dem Geld passiert, welches Junior monatlich bekommt.

——-
Das war jetzt mal ne Idee wie man mit korrekten gesetzlichen Mitteln einem Wildwuchs im Bereich der Jugendsport entgegentreten könnte.


bawü_herthaner
15. Juni 2011 um 17:47  |  24984

Nur erreicht man damit, dass andere Familien ihre Sprösslinge nicht zu Hertha geben.
Hier müssen die Jugendämter prüfen und ich nehme an, dass das Internat in der badischen Provinz durchaus nicht zu beanstanden ist. Für Betreuung wird schließlich gesorgt, in jedem Fussballinternat.
Wenn bei 1899 aber nicht bald mal eigener Nachwuchs spielt wird sich das sowieso erledigen mit dem Glauben an die dortige BL-Durchlässigkeit. Es scheint aber so, dass genau das jetzt passieren wird, dass 1899 ein Ausbildungsvereine wird.


15. Juni 2011 um 19:37  |  24994

Was ich so gehört habe ist, das Hoffe auch außerordentlich gute berufliche Perspektiven bietet-da wird es für Jugendämter schwer, über das JSchG Hebel zu finden… 🙄


pax.klm
15. Juni 2011 um 21:30  |  24999

Ganz klar noch mal wie vorhin schon geschrieben, wechselt ein Jugendspieler von einem Berliner Verein , Brandenburger Verein in so jungen Jahren zur Hertha, dann ist es ok, sollten sie jetzt aber in/aus SW- Deutschland versuchen junge Talente in die „Hauptstadt“ zu locken, mit den Argumenten „schaut mal eure Opis haben damals den … unterstützt á la Herr Filbinger oder so, dann wäre dies absolut unter der Gürtellinie.
Umgekehrt sind die Abwerbungen der „Württemberger“ bei den „Hohenzollern“ mies, sollten diese aber in deren Dunstkreis passieren , na ja….
Wenn es also Union schaffen würde Hertha Talente zu ködern, dann ok, der Knabe bliebe in der Region….

Oder eine gesetzliche Regel sollte her, und wenn DFL ua dies forzieren, ist das für mich keine Heuchelei!!

Es steht wohl nicht nur bestimmten Gruppierungen zu sich Gedanken zu machen, wie etwas gestaltet wird! Der Globalisierung, der weltweiten Kommerzialisierung aller unserer Lebensbereiche schreitet vorn, jeder hat das Recht und die Pflicht ständig an sich und der Umwelt zu arbeiten!
Unterstelle ich bestimmten Leuten die Unfähigkeit sich zu ändern, weigere ich mich ihnen die Möglichkeit von Veränderungen im Denken und Handeln zuzugestehen, dann bin ich doch nicht ein Deut besser als die sogenannten Heuchler/Funktionäre!
Warum sollte ich weiterhin bemüht sein in der Erziehung einen Beitrag zu mündigen, aufrichtigen Menschen zu leisten?
In den sogenannten Nichtkapitalistischen Verbänden geht es dann halt um die Ehre, eigentlich aber auch wieder um Macht, Einfluß und letztlich auch um Geld!
In DDR Zeiten wurde schon mal von ministerialer Seite eine oder die andere Mannschaft zusammengestellt, lieber@s.
Ich habe schlechte Laune, wenn bei mir der Eindruck entsteht, nur bestimmte Meinungen sind GUT! Ich persönlich mag Anarchie nicht, wohl aber gleichberechtigten Austausch, bei dem die Vergangenheit auch mal überwunden werden sollte!
Ist ne Antwort auf Comment 14.19 Uhr.


15. Juni 2011 um 22:12  |  25001

@pax:: wenn ich den Glauben verliere, dass die Buli reformierbar sei, höre ich sofort auf, mir Gedanken um Hertha u.ä. zu machen.-Insofernstimme ich dir zu 100% zu.

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